Angela for ever

Die Zukunft, die aus der Vergangenheit kommt.

Uli Gellermann.

Es ist eine Frau! Das war das wirklich Neue, damals, als im November 2005 die Kanzlerin Angela Merkel. ausgerufen wurde. Ganz sicher ist gegen Ende der dritten Wahlperiode dieser Frau, dass Frauen genauso abgefeimt, machtgeil und brutal sein können wie Männer. Nun steuert die Frau ihre nächste Kanzlerschaft an. Bald kann sie so lange im Amt sein wie ihre Pate, Helmut Kohl. Und ihm wurde sie im Verlauf der Jahre auch immer ähnlicher: Eine brillante Taktikerin hinter der Maske volkstümlicher Einfalt. Ich bin eigentlich wie Ihr, scheinen ihre einfach gehäkelten Sätze dem Volk zuzurufen. Und wie bei Kohl der pfälzische Saumagen die Tarnung perfekt machte, so ist es bei Merkel die pommersche Kartoffelsuppe. 

Geheimnisse sollen sie umweben, behauptet das Internet und auch der bürgerliche Betrieb munkelt manchmal dies oder jenes vor sich hin. Doch die Merkel hat kein Geheimnis, sie war und ist nur die ideale Fassade für die Geldverdiener hinter der Politik. Sie wollte das Stück Macht, das im Amt zu haben ist, sie bekam es, und sie will es behalten. Doch wer sich selbst ernsthaft für alternativlos hält, der muss einen Antrieb haben, der aus seltener Selbstüberzeugtheit kommt. Der muss irgendwann der Haut einer ziemlich normalen Mitarbeiterin der „Akademie der Wissenschaften der DDR“ entwachsen sein, um zu jener einfältig lächelnden Maschine zu werden, die heute den Völkern der Europäischen Union ein Schrecken ist und der Mehrheit der deutschen Wähler ein schädliches Schlafmittel. Es gibt nur einen Moment in Merkels Leben, der ihre Wandlung von einer angepassten DDR-Bürgerin zu einer anpassenden Machthaberin erklären kann. Er findet sich in der außerordentlichen Situation der DDR des Jahres 1989. Eine Lage in der die da oben nicht mehr konnten und die da unten nicht mehr wollten. 

Alles schien neu damals, alles schien möglich. Doch die junge Frau, die im so ziemlich letzten Moment einer der DDR-Oppositionsgruppen beigetreten war, dem „Demokratischen Aufbruch (DA)“, wurde spätestens mit den letzten DDR-Wahlen im März 1990 über die Machtfrage in der Politik belehrt: Haushoch gewann die CDU diese Wahlen und Merkels „Aufbruch“ landete mit seinen 0,9 Prozent im Abbruch und in den starken Armen Helmut Kohls. Nahezu zeitgleich war Merkels Arbeitsplatz bedroht: In einem Hinterzimmer trafen sich im Juli 1990 der Forschungsminister der sterbenden DDR, Frank Terpe, und sein bundesdeutscher Amtskollege Heinz Riesenhuber, um die Abwicklung der DDR-Wissenschaftsakademie festzulegen: Mit dem schönen Begriff der „Evaluierung“ getarnt, wurde das Personal der Akademie halbiert. Merkels diffuse Hoffnungen in der Politik hatten sich zerschlagen, und ihre Zukunft als beamtete Physikerin erledigte sich parallel. Sie brauchte dringend eine Perspektive. So war ihr Schritt von der stellvertretenden DDR-Regierungssprecherin zur Ministerialrätin im Bundespresse- und Informationsamt nur logisch: Alles war besser als Arbeitslosigkeit. Und sie hat es geschafft aus dem Abseits in das hohe Amt zu kommen. Hier wurzelt ihr unbedingter Glaube an sich selbst.

Keine Sekunde des Nachdenkens oder gar des Mitleids sollte die eiskalte Vollstreckerin der SPD-Erfindung Agenda 20/10 an die Arbeitslosigkeit anderer verwenden. Auf den Trümmern anderer Existenzen baute die Kanzlerin ihre eigene aus. Und nicht nur die Insassen des Hartz-Vier-Gefängnisses können davon ein Lied singen. In diesen Chor der Armutsgefangenen stimmen längst die Völker Ost- und Süd-Europas ein. Was bis zu den Tagen der Merkel noch keinem Ihrer Vorgänger gelungen war: Die Merkel ist in anderen europäischen Ländern verhasst. Der hässliche Deutsche ist wieder da. Auf diesem Weg zur neuen Mittelmacht war der Merkel bisher immer klar, dass er an der Seite der USA gegangen werden musste. Doch scheinbar – glaubt man den Trump-Äußerungen zur US-Außenpolitik – will der bisherige Weggefährte in die Straße des Isolationismus einbiegen. Scheinbar ist den Deutschen eine relative Eigenständigkeit möglich. Auch wenn der Militärisch-Industrielle Komplex der USA diese Abbiegung nicht gehen werden will, auch wenn Trump kaum ein verlässlicher Zeuge seiner selbst ist: Ein neuer deutscher Weg scheint denkbar. Aber mit wem kann, mit wem wird die Merkel ihn gehen können?

Die SPD gibt sich redlich Mühe, ihre Wählerstimmen weiter zu verringern. Ein grüner Koalitionspartner der CDU/CSU auf Bundesebene ist bisher an der CSU gescheitert. Bei den GRÜNEN selbst gibt es Restlinke, der es vor einer Koalition mit der Merkel graut. Auch wenn Gregor Gysi, einst Vordenker der Linkspartei, angesichts der AfD-Erfolge von einem Bündnis der LINKEN mit der CDU fantasiert hat, ist diese Sorte Koalition kaum wahrscheinlich. Bliebe, je nach Wahlausgang, eine CDU-CSU-AfD-Koalition, eine Art fatales deutsches Echo auf die Wahl von Donald Trump. Aber wem die Macht mehr bedeutet als die Inhalte der Politik, der wird im Eventualfall eine solche Koalition nicht scheuen. Der Weg in die deutsche Vergangenheit, längst mit brutalem Sozialabbau und Militäreinsätzen im Ausland beschritten, wird gebahnt.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

7 Kommentare zu: “Angela for ever

  1. Ich habe lange überlegt wie ich das schwierige Problem versuche einfach zu erklären, und habe eine recht einfache Lösung gefunden, dessen Lösung so schwierig ist wie das Kreuz an die richtige Stelle zu setzen!
    Einer hat es verzweifelt in der Hoffnung getan, das man sich für Ihn entscheidet, doch die Mehrheit will Ihn nicht und wird immer wieder falsch wählen!
    Der Hund am 20.11.2016 zur Androhung von Merkel erneut zum wiederholten Male Bundeskanzlerin zu werden

    Heute entstehen im Leben Probleme daraus, dass man etwas anderes sät als das man hinterher ernten möchte!
    11.9.2001 „Der Hund“

    Eine Gesellschaft die so gut wie nichts mehr mit der Natur zu tun hat, wundert sich wenn es immer mehr sozial inkompetente Personen gibt, die kein natürliches soziales menschliches Verhalten mehr kennen.

    Sie nimmt Vier Jahreszeiten zur Kenntnis, von denen ihrer Meinung nach Drei so absolut überflüssig sind wie nur was, da Ihr das Wetter einfach zu schlecht ist und Sie deren Zusammenhänge nicht versteht.

    Wer die Natur beobachtet, weiß dass aus einem Apfelkern ein Apfelbaum, aber kein Wallnussbaum, und aus einem Samen der Sonnenblume eine Sonnenblume, aber keine Kartoffel entsteht, weil in dem Kern und Samen einer Pflanze immer die grundlegende Information steckt, die hinterher daraus erwächst.

    Wie kann eine Gesellschaft die es verlernt hat zu verstehen was ihr die Natur zeigt, erwarten, dass sich etwas zum Guten entwickelt, wenn Sie Unkraut sät?

    Die Gesellschaft könnte zum Beispiel an einem Apfel lernen, dass die meisten Nährstoffe unter der Schale stecken und dass Fruchtfleisch zum größten Teil aus Wasser besteht, während das Kerngehäuse mit den Kernen all dieser Informationen als Seele in der Mitte steckt.
    Ist die moderne Gesellschaft vielleicht schon soweit fortgeschritten, dass sie sich von den Nomaden über die bäuerlichen Wurzeln soweit entfernt hat, dass Sie die natürlichen Zusammenhänge im Kern nicht mehr versteht und erkennt?

    Wenn die Gesellschaft dieses natürliche Wissen noch auf das Leben der Menschen übertragen könnte, würde Sie feststellen, dass es der erste große menschliche Fehler war, einigen wenigen Menschen zu erlaubten, aus einem stofflichen Blumensamen Inhaltlich gesetzmäßig eine nahrhafte Karotte zu machen, indem Sie gestatteten, dass die im Kern vorhandenen Informationen gesetzmäßig an die nächste Generation in veränderter Form weiter gegeben werden dürfen, wenn diese manipulativ von außen an den Kern weitergegeben wird.

    Wieso nimmt eine Gesellschaft die aus Personen besteht an dass einer Forderung nach sozial kompetenten Menschen entsprochen wird, wenn die Menschen nach ihrer Geburt durch das Gesetz zu Personen gemacht werden, die in ihrem Kern in einem Schulsystem aufwachsen, das Kooperation bestraft, Konkurrenz belohnt und Personen nach ihren Leistungen benotet und immer danach fragt, was diese Personen persönlich denken.
    Wieso nimmt eine Gesellschaft an dass aus Personen die an Gewalt gewöhnt wurden, auf einmal Menschen werden die Lieben können?
    Wieso nimmt eine Gesellschaft an dass aus Personen die an Konkurrenz gewöhnt wurden auf einmal Menschen werden die Kooperieren können?
    Wieso nimmt eine Gesellschaft an dass aus Personen die ans Intrigieren gewöhnt wurden auf einmal Menschen werden die Freundschaften zum Blühen bringen?

    Wie war das noch bei dem Apfel, – waren dort nicht die meisten Nährstoffe unter der Schale? Und bestand das Fruchtfleisch nicht zum größten Teil aus Wasser? Und waren die Informationen nicht alle in den Kernen?

    Was würde passieren, wenn der Apfel erkennt dass Er im Kern gesetzmäßig keine Karotte sein kann?
    Und was würde passieren, wenn Menschen die richtigen Nährstoffe kriegen die Sie brauchen, so das Sie die Frucht unter ihrer Schale, den realen Mensch der dort im Fleisch steckt, erkennen, der im Kern keine fiktive Person sein kann die man dort durch das Gesetz hingesetzt hat?

    Und was würde passieren, wenn Menschen die richtigen Nährstoffe kriegen die Sie brauchen, so das Sie die Frucht unter ihrer Schale, – den realen Mensch erkennen, der dort im Fleisch steckt und den man nicht gesetzmäßig zum Personal machen kann, weil Er in seinem Kern eine Seele ist, dessen Wasser die größte Kraft hat?

    Wieso nehmen Regierungen an das sich ihr ehrliches Steuer zahlendes Personal an die Gesetze hält, wenn Sie ihr Personal belügen und betrügen?
    Wieso nehmen Regierungen an das sich ihr Personal nicht verschaukelt fühlt, wenn man ihm ständig von Frieden und Sicherheit erzählt, während man es durch ehrlichen Terror mit Kriegseinsätzen vergaukelt?
    Wieso nehmen Regierungen an, dass sich die im Kern ehrliche Bevölkerung bei den nächsten Wahlen mit Sicherheit an die angstmachende Gesetzmäßigkeit hält und genau die Regierung wählt, die am meisten Panik vor Terror verbreitet und am besten zeigt wie bedrohlich die Welt ist?

    Wieso nimmt keine Regierung an, dass sich die im Kern ehrliche Bevölkerung bei den nächsten Wahlen nicht an die angstmachende Gesetzmäßigkeit hält, sondern eine Regierungsform wählt, die mit Sicherheit nicht aus Personen besteht, aber weltoffen das Neue wagt und gesellschaftlich mit Menschen entscheidet, sich den Frieden zuzutrauen?
    Interessanter Ansatz?
    Frei nach dem Motto: Ihr zeigt uns wie bedrohlich die Welt ist, – Wir zeigen Euch das es auch ohne Panik und Terror geht! Wir haben Eure Angstmacherei satt und wollen mit Sicherheit nicht mehr Eure kriegstreibenden Früchte tragen!
    Die dürft Ihr jetzt selber ernten!
    Ihr werdet nicht gewählt!

    Denn was ist der Unterschied zwischen einem Mensch und einer Person?
    Ein Mensch hat, wenn Er dies gelesen und verstanden hat, einen realen Leib, Geist und eine Seele, – Er oder Sie hat also einen Willen, ist also menschlich!
    Eine Person ist fiktiv, durch das Gesetz entstanden, also Geist und kann dies Verstandesmäßig nicht verstehen, – Sie ist also persönlich eine Utopie der Regierenden!
    Wenn sich nun ein Mensch für eine Person hält, dann hat das manipulative Umerziehungsprogramm gegriffen, das aus einem Apfel menschlich gesehen eine Karotte macht, die sich persönlich dafür hält!
    Wenn ich die Karotte nun menschlich frage, ob Sie sich persönlich für einen Apfel hält und sich als solchen ausweisen kann, und Sie gibt mir dann ihren personenbezogenen Ausweis auf dem ihre persönlichen Daten stehen, dann weiß ich das die Person keinen Geist hat!

    Angela Merkel hat lange darüber nachgedacht und sich dazu entschieden, sich noch einmal persönlich für eine Kandidatur als Person der Bundeskanzlerin zur Wahl zu stellen. Sie ist wirklich ein erschreckend alternativloses Bollwerk gegen Rechts!

    Weshalb sich diese Person eigentlich nicht fragen kann, wie Sie eine gerechtere Bildungs-, Wirtschafts-, Steuer-, Umwelt-, Sozial-, Familien- und vor allem Friedenspolitik machen kann, habe ich langsam durch die Schale stoßend über das Fleisch bis auf den Kern kommend versucht darzustellen und merke nun an, das Jesus Christus seine Nachfolger dazu ermahnte: „Habt kein Ansehen der Person!“
    Wie könnt Ihr diese Frau als Mensch wählen, wenn Sie sich für eine Karotte hält und ihr Euch persönlich für Christen?
    Schämt Ihr euch eigentlich nicht?

    Ich war niemals Person und wurde nie persönlich, – bin auf diesem Planeten immer menschlich gewesen, weil ich hier schon immer ein Mensch war!
    Sollte sich nun jemand persönlich beleidigt fühlen, so kann er oder sie sich fiktiv ins Knie machen, da sich fiktives persönlich nicht als Utopie beleidigt fühlen kann!
    Sagte ich nicht, das ich der bin der ich immer war?
    Der Mensch, der ich immer menschlich sein werde?

    „Der Hund“ ist im Pseudonym Autor der Bücher:
    „Scheiße – Voll angepisst!“ und „Scheiße – Voll beschissen!“
    Beide auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt 2016 veröffentlicht

  2. Es ist Sinn- & Zweckfremd über Angela Merkel oder die Position des Bundeskanzlers zu sprechen.
    Geschweige den sollte man kostbare Zeit auf eventuelle Diskussionen verschwenden.

    Es muss allen klar werden, dass deutsche Politik NICHT in Deutschland geformt wird.
    Die deutschen „Wähler“ haben zu entscheiden welcher vorgegebene Kandidat die vorgegebenen Agenden umsetzen darf, welche im Interesse derer sind, welche diese Kandidaten zu Wahl aufstellen.

    Seid 1945 werden alle hohen Ämter in Europa mit Politikern mit besonders hoher „USA-Affinität“ aufgestellt.

    Bitte, liebe Nachbarn, hört auf zu glauben das es einen unterschied zwischen SPD, CDU, CSU, AFD, GRÜNE, FDP, LINKE gibt, da die Führungsebene dieser „Parteien“, wie bei allem anderen, eingesetzt wird.
    Und wenn sie nicht eingesetzt werden, bestehet die Möglichkeit einer Indoktrinierung durch bereits vorgegebene Protokolle.

  3. Merkel stinkt.

    Und die vom Establishment gekauften oder besessenen Mainstream- und Boulevard-Medien stinken ebenfalls, und zwar nach Merkel — nach genau welchem Teil Merkels bedarf freilich keiner weiteren Präzisierung.

    Das System der neoliberalen Eliten, das ideologische Krebs-Geschwür dieser Gesellschaft, arbeitet hart am Erhalt seiner selbst, und natürlich am Macherhalt Merkels, seiner devoten, verlogenen und heuchlerischen Erfüllungsgehilfin.

    Aber egal, derartige Proktologie für’s Establishment macht sich offenbar (noch) bezahlt.

    Und wer sich da alles gewissermaßen mit dem Lohnschreiber-Scheck aus Merkels Hinterzimmertüren schleicht, sieht ja keiner von denen, die nachher den ganzen entsprechenden journalistischen Dreck, diese ständigen Merkel-Pushes, als geistigen Fraß vorgetischt bekommen.

    Man kann es aber deutlich, bis dass es einen graust, erahnen.
    Allein schon die „tagesschau.de“ der vergangenen Tage (, Monate und Jahre) lässt schmierigst grüßen.

    Also, auf in die „marktkonforme Demokratie“, allen voran die Hässlichste aller hässlichen Deutschen.

  4. Das grundsätzliche Problem ist ja viel tiefer liegend, als hier angesprochen.
    Der Gehorsam, auf dem „unsere“ Gesellschaft aufbaut, ist das eigentliche Problem.
    Gehorsam bedeutet nichts anderes als Verleugnung der eigenen Persönlichkeit. Die Folgen sind psychische Krankheiten und Realitätsverlust – bestens daran erkennbar, dass Menschen sich selbst nicht mehr als Bezugspunkt wahrnehmen und an diese leere Stelle abstrakte Begriffe setzen. Die Bedürfnisse der eigenen Person und damit die der anderen auch, verschwinden hinter abstrakten Begriffen, die den Charakter des Selbstzweck annehmen.
    Nur ein ich-loser Geschädigter wird auf die Idee kommen, von Gerechtigkeit zu reden und damit etwas „allgemeines“ oder alleinstehendes meinen. All das, was wir denken gibt es nur zwischen Menschen.
    Der Gehorsam aber macht uns glauben, dass auch ohne uns einen Gott, eine Gerechtigkeit oder Hass oder Liebe gäbe.
    Der Grund liegt im Verschwinden der Persönlichkeit beim Gehorchen.
    Man kann Begriffen und Ideen gehorchen, aber natürlich auch Personen.
    Wie dem auch sei, es kommt jedesmal was schlechtes dabei heraus.

    Jetzt schreien unsere Autoritätsopfer wieder auf und heulen gleich herum, dass ich damit das Lernen schlechthin verdammen könne. Das stimmt so nicht.
    Aber schauen wir uns znächst mal das Lernen überhaupt an: Lernen… da mache ich erstmal was nach. Ich mache mich zum Klon, zur seelenlosen Replik eines anderen und seiner Arbeitsweise bspw.
    Aber wirklich gut werde ich nicht, wenn ich jemanden bloß nachahme, sondern wenn ich das Gelernte so verfeinere, so durch meine Individualität bereichere, dass es auf meine speziellen Lebensumstände, Körpergröße, Intelligenz, Empathie usw. genau passt und ich dann damit am besten arbeiten kann. Das heißt das eigentliche Lernen kommt nur zur Perfektion, wenn das „auswendig lernen“ durchbrochen wird von einem eigenen Geist der dem Gelernten erst die Veredelung schenkt dadurch, dass es ihm unwiderruflich den Stempel des eigenen aufdrückt.
    Wir sehen also, dass lernen und das Weitergeben von Wissen als Selbstzweck nicht wichtig in unserer Gesellschaft sind, sondern dass der Informationsfluss nicht nur eine Info weiterträgt, sondern diese durch das Fließen durch die Menschen auch weiterentwickelt.
    Also das bedeutet alles nichts anderes, als dass wir daran wachsen eigenständige Individuen zu sein.

    Nun gaukelt uns aber die ganze Staatsmaschine etwas anderes vor. Auch die Struktur unserer Betriebe gaukelt uns vor es bräuchte einen Boss und Eigentümer zu dem dann die ganze Kohle fließt und die Religion reiht sich als weiteres zentralistisches Gebilde ein, indem sie uns vorgaukelt es gäbe einen Gott.
    Dass ich nicht lache – wo wäre dieser Gott, hätten wir ihn nicht durch unseren Geist zur Welt gebracht!
    Und überhaupt, wo wäre das alles hier, nähmen wir es nicht wahr!
    Wo wäre zum Beispiel der nächste Mensch, wenn ich seine Gefühle nicht wahrnähme…. ich soll den nächsten lieben wie mich selbst… heißt es. Da steht nichts davon, dass ich den nächsten verleugnen soll wie mich selbst, aber man kann natürlich sagen, dass ich mich hasse und damit auch den anderen hassen dürfe… doch das Wichtigste ist damit nicht gesagt: Dass nämlich erst durch mich / respektive den anderen, diese Gefühle überhaupt Geltung haben!
    Sie existieren erst, wenn sie wahrgenommen werden – also in mir als Fühlendem existieren sie zwar schon, aber sie machen keinen Sinn. Ich kann mir mit meiner Liebe so lange den Hintern abwischen, bis sie von einer sexy Lady erhöhrt und dann hoffentlich erwidert wird….
    Also was ich sagen will: Wir sind ohen andere gar nichts und deshalb ist ein Gebilde an Gesellschaft nur wert, wenn es integrativ und föderalistisch ist, und nicht exklusiv und zentralistisch.
    Merkel gehört Menschen an, die herrschen. Damit isolieren sie sich von denen die Buckeln.
    Das Buckeln und das Herrschen bedeutet, dass Menschen voneinander isloiert sind und das kann niemals gut für die Gesellschaft sein. Das merkt man sofort, wenn man seine eigenen Bedürfnisse befragt, danach, ob man gerne unterdrückt wäre oder aber ob man gerne seine Zeit damit verschwnden würde zu unterdrücken…
    Aber wir denken nicht und schon gar nicht selbstständig. Wir glauben und gehorchen und deshalb bauen wir unsere Weltsicht nicht auf unseren direkten Bedürfnissen und denen der anderen auf, die miteinander in Kommunikation treten müssten, dürften wir das hier „Gesellschaft“ nennen, sondern wir bauen sie auf abstrakten Begriffen auf, die mit der Realität nichts zu tun haben.
    Am Ende sind wir alle ohne Empathie und hören auf Verrückte, Narzissten, Neurotiker, die allesamt so ticken wie wir. Das finden wir dann „normal“ – was ist „normal“ ???
    Ja und damit haben wir ein schönes Beispiel gefunden. „Normal“ heißt meistens, dass die Leute etwas in einem allgemeinen „Draußen“ als angebracht emfpinden, oder aber alltäglich.
    Sie sinnieren in diesem Zusammenhang mit abstrakten Allgemeinheiten herum, die es in der Realität gar nicht gibt.
    Nähme man lebende Menschen, würde keiner „normal“ sein, weil keiner so wäre wie der andere, wären alle ehrlich.

    Und deshalb aus diesem Grund oben und dem Grund der menschlichen Fehlbarkeit, darf keiner herrschen!
    Und es darf auch keiner gehorchen.
    Aus diesen beiden Polen des Zentralismus erwachsen uns die größten Probleme und Krankheiten und wenn wir sie nicht abstellen, beide in einer föderalistischen Gesellschaft der Zwischenmenschlichkeit auflösen, dann gehen wir daran zugrunde.
    Man schaue mal in die aufgezeichneten Therapiehergänge von Narzissten und Autoritären – da wird man schnell feststellen, dass das alles nicht so toll ist, wie man es immer geglaubt hat, wenn man feuchten AUges von diesem tollen Chef schwärmte, der so toll hart durchgreifen konnte, oder von jenem Politiker, der so klasse war, weil er „reinen Tisch gemacht hat“ usw. Das sind alles Symptome der Ich-Losigkeit und die Ich-Losigkeit, die Sklavenseele, die wir alle anerzogen bekommen haben, die bringt uns langsam um.
    Das Problem ist, dass ich zwar nicht mehr diese Sklavenhaltung an den Tag lege, mir das Aufwachen aber ohne das Aufwachen anderer nichts bringt: Denn von mir wird das Sklave verlangt! Die Bedürfnisse, die ich von mir selbst wahrnehme, nimmt mein sklavischer Arbeitskollege nicht wahr, der es völlig „normal“ findet, bei Regen und Influenza draußen zu arbeiten. Und das ist so ein keines Dilemma… aber naja.

    Jedenfalls ist Merkel nicht das Problem. Sie ist nur exponiert und das lädt dazu ein, die Fehler der ganzen anderen auf sie zu projizieren.
    Es ist aber egal, wer an der Macht ist. Die Macht und der Gehorsam andererseits sind das Problem.
    Eine Gesellschaft die Macht toleriert und dadurch den Gehorsam fördert ist ein Auto, welches mit angezogener Handbremse Vollgas gibt.

    Und dieses Auto wird es nicht lange machen.

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