Bildschirmfoto 2016-01-19 um 18.51.01

Hoffnungs-Los

Von Dirk C. Fleck.

Manchmal tut es gut, sich in der Literatur zu bedienen, wenn die Seele
auf Halbmast hängt. Dann tut es gut, wieder einmal an der Blauen Blume
der Romantik zu schnuppern. Eine kräftige Dröhnung Novalis kann Wunder
wirken. Wie schrieb der Freiherr von Hardenberg (1772-1801) zum Beispiel
in „Die Lehrlinge zu Sais“?

„Wenn man echte Gedichte liest und hört, so fühlt man einen inneren
Verstand der Natur sich bewegen, und schwebt, wie der himmlische Leib
derselben, in ihr und über ihr zugleich.“ Stimmt. Aber dann fährt er
folgendermaßen fort: „Naturforscher haben die unermessliche Natur zu
mannigfaltigen, kleinen gefälligen Naturen zersplittert und gebildet.
Unter ihren Händen starb die freundliche Natur, und ließ nur tote,
zuckende Reste zurück, dagegen sie vom Dichter, wie durch geistvollen
Wein, noch mehr beseelt zum Himmel stieg, jeden Gast willkommen hieß und
ihre Schätze frohen Muts verschwendete. Es ist schon viel gewonnen, wenn
das Streben, die Natur vollständig zu begreifen, zur Sehnsucht sich
veredelt, zur zarten, bescheidenen Sehnsucht, die sich das fremde Wesen
gerne gefallen lässt, wenn es nur einst auf vertrauteren Umgang rechnen
kann …“

Novalis schrieb diese Zeilen, als Europas Landschaft noch wie ein
Paradies anmutete. Er schrieb sie in weiser Voraussicht, denn zu einem
vertrauteren Umgang mit der Natur, wie ihn sich der Dichter wünschte,
waren die nachfolgenden Generationen bis heute nicht fähig. Angenommen,
man hätte den Freiherrn vor zweihundertfünfzehn Jahren tief gefroren und
erweckte ihn jetzt wieder zum Leben – wären wir überhaupt noch in der
Lage, uns den Schrecken vorzustellen, der ihn befallen würde?
23 Jahre nach Novalis Tod schrieb Heinrich Heine seinen Bericht „Die
Harzreise“. Heine war als Student von Göttingen durch den Harz über den
Brocken bis nach Ilsenburg gewandert. Und zeigte sich zutiefst
beeindruckt von der Schönheit der Natur. Wenn man diese Strecke heute
noch einmal in Angriff nehmen würde, müsste man sich durch eine von
Straßen zerfurchte, mit Baumärkten, Tankstellen und Strommasten
bespickte Landschaft kämpfen, die in ihren Rudimenten allenfalls noch
erahnen lässt, was Heine in Verzückung geraten ließ.
„Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott“. Diese Worte stammen von
Friedrich Schiller, einem Zeitgenossen des Freiherrn von Hardenberg.
Wer diese Worte versteht, wer sie verinnerlicht und infolgedessen
Respekt und Ehrfurcht vor dem Mysterium der Schöpfung entwickelt, kann
angesichts unserer Barbarei die Wut und Verzweiflung, die in ihm brennt,
nur noch schwer zügeln. Mir wird ja in den Kommentaren zu meinem letzten
KenFM-Gespräch und zu meinen Statements in Positionen #3 immer wieder
vorgeworfen, dass ich zu depressiv sei und den Leuten jegliche Hoffnung
nehme. Welche Hoffnung ist gemeint? Die Hoffnung, dass es immer so
weiter gehen möge wie bisher? Keine Angst, das wird es wohl. Denn es
mangelt uns an spirituellem Bewusstsein., das dringend erforderlich
wäre, um dem Wahnsinn, der direkt in den Ökozid führt, noch Einhalt zu
gebieten. Der Psychotherapeut Stanislav Grof benennt die Ursachen dafür:
„Alle Erfahrungen geänderter Bewusstseinszustände werden ganz
automatisch als psychotisch bezeichnet und in den meisten Fällen mit
unterdrückender Pharmakotherapie behandelt. Wir haben praktisch die
gesamte spirituelle Geschichte der Menschheit pathologisiert. Dabei
begannen alle großen Religionen mit visionären Erfahrungen, mit
transpersonalen Erfahrungen. Aber in der Psychiatrie werden diese
Erfahrungen als schizophrene oder psychotische Erfahrungen beschrieben“.

Der US-amerikanische Umweltaktivist und Autor Derrick Jensen („Endgame“)
bringt es auf den Punkt: „Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass unsere
Zivilisation nur Wälder kahlschlägt. Sie tut dasselbe mit unserer
Psyche. Es wäre verfehlt zu glauben, dass sie nur Flüsse mit Dämmen
verbaut. Sie errichtet auch in uns Dämme. Es wäre verfehlt, dass sie nur
in den Meeren tote Zonen erzeugt. Sie schafft tote Zonen in unseren
Herzen und in unseren Köpfen. Es wäre verfehlt zu glauben, sie würde nur
Habitate zerstückeln. Auch wir werden zerstückelt, zertrennt, zerfetzt,
zerrissen und zermalmt“. Und er fährt fort: „ Zu viele Menschen
glauben, dass Psychopathen im Wesentlichen Killer oder Zuchthäusler
seien. Die allgemeine Öffentlichkeit hat nicht gelernt, die sozialen
Stereotype zu durchschauen, und kapiert nicht, dass Unternehmer,
Politiker, Konzernchefs und andere erfolgreiche Persönlichkeiten, die
möglicherweise ein Gefängnis nie von innen zu sehen bekommen,
Psychopathen sein können“.

Wir werden von Wahnsinnigen regiert, meinte einst John Lennon und er
fügte hinzu: „Das Verrückte ist nur, dass derjenige, der dies offen
ausspricht, Gefahr läuft, im Irrenhaus zu landen“. Wahnsinnig sind in
meinen Augen aber auch diejenigen unter uns, die noch immer an die
Selbstheilungskräfte eines Systems glauben, das den Raubau an der Natur
bis zum Exzess betreiben wird. Zur Zeit wächst die Fraktion derer, die
den Klimawandel leugnen, ja sprunghaft an, als wollte man sich selbst
Absolution erteilen. Solange wir die Tatsachen jedoch leugnen, solange
wir nach dem Motto verfahren: „Mein Kind schielt nicht, das soll so
gucken!“, anstatt eine radikale Umkehr zu vollziehen, können wir bei
künftigen Generationen kaum auf Verständnis hoffen. Sie werden uns als
Verbrecher outen und das völlig zu recht.

„Natürlich ist es von größter Wichtigkeit, Herz und Verstand der
Menschen zu ändern,“ sagt Derrick Jensen, „aber ich weiß auch: wenn wir
darauf warten, wird ein großer Teil der Welt tot sein“. Bin ich jetzt
wieder zu depressiv, wenn ich ihm recht gebe? Gut, dann will ich zum
Trost den chinesischen Astronauten Taylor Gangjung Wang zitieren, der
folgendes sagte: „Ein chinesisches Märchen erzählt von einigen Männern,
die ausgeschickt wurden, einem jungen Mädchen etwas Böses anzutun. Als
sie aber sahen, wie schön es war, waren sie so gerührt, dass sie
stattdessen seine Beschützer wurden. Ebenso erging es mir, als ich die
Erde zum ersten Male erblickte: Ich konnte sie nur noch lieben und
verschonen.“

Also: lasst uns sie lieben und verschonen, auch wenn wir sie noch nicht
umrundet haben. Eine solche Sicht würde in der Tat Hoffnung machen, wenn
ihr versteht, was ich meine …

18 Kommentare zu: “Hoffnungs-Los

  1. Lieber Dirk C. Fleck,

    ich finde nicht, dass Sie in „zu“ depressiver Weise auf die Zerstörung unserer Erde aufmerksam machen.

    Nein!

    Wie sonst sollte man empfinden, bei all der sinnlosen Gier, der zerstörenden Macht, als mit großer Trauer gepaart mit einem Gefühl von Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit? Es sind Tatsachen, die ganz genau so offenbart werden müssen, wie sie eben sind. Deshalb bitte ich sogar darum, dass all diejenigen unter uns mit eben dieser „Depression“ sich nicht zurückziehen, sondern sich genauso zeigen, sozusagen als ein Mikrokosmos unserer Mutter Erde.

    Ich halte es für unbedingt notwendig, die Zerstörung der Erde – und parallel die des Menschen – zu offenbaren!

    Mögen sich alle menschliche Wesen auf diesem unseren (noch) so schönen und wunderbaren Planeten darüber bewusst werden und ganz genau diese Trauer, diese Ohnmacht und diese Hoffnungslosigkeit als einen tiefen Schmerz in ihren Herzen empfinden. Möge ihnen ihr Herz brechen, damit sie in die Lage versetzt werden, es zu läutern!

    Ja!

    Möge jedes Individuum ganz persönlich den Schmerz des Wesens empfinden, welches uns noch immer ernährt: die Mutter Erde!

    Möge jedes Individuum ganz persönlich dann endlich bis in die tiefsten Schichten seines Wesens begreifen, was es, was wir alle, ihr und allen auf ihr lebenden Wesen angetan haben und noch immer Tag für Tag antun!

    Dieser Schmerz ist ein „guter“ Schmerz, denn er ist eine Chance zur praktischen und realen Umsetzung von so gewonnenen Erkenntnissen in konstruktive Handlungen unseres ganz alltäglichen Lebens. So entsteht dann auch der gute Geist des Optimismus. Wir läutern uns und schauen handlungsfähig in eine bessere Zukunft, die dann auch sofort beginnt! (Nicht: wir hätten uns geläutert und könnten…..!)

    JETZT ist immer die beste Zeit, zu beginnen.

    Zur „Werbung um die Schönheit der Erde mit dem Ziel, den Wunsch zu erwecken, sie zu schützen“ könnte ich hier einen sehr begabten, leider in Armut lebenden, unbekannten Künstler nennen. Seine Bilder sind wie „die schönen Mädchen“ des chinesischen Astronauten Taylor Gangjung Wang: sie zeigen uns die Schönheit unseres Planeten und machen uns Mut, unser Herz zu öffnen, sich berühren zu lassen, damit unsere Erde und wir selbst (!) noch eine Chance erhalten.

    Gerne nenne ich seinen Namen, und er hat derzeit auch eine erste ganz kleine Ausstellung, sobald ich die Genehmigung von KenFM dazu erhalte.

    Alles Liebe
    Brigitte Schneider aus Worpswede

    • @Frau Schneider,

      viele guten Gedanken, erschweren den Menschen eine Veränderung ihrer Denkart, sie lesen sich fast wie Gebote…
      Wenn du diese tust,werden deine Sinne frei, die Psyche erhält ihr Gleichgewicht, Mutter Erde muss gesunden..usw usf!
      Ein bisschen viel auf einmal, anhand der Tatsache, dass die meisten Menschen auf diesem Globus arm leben, Sorgen sich darüer machen, wie sie ihre Kinder satt, gesund auf wachsen lassen können.
      Wenn ich dann erlebte, wie ein blindes Kind liest, da konnte ich fest stellen, dieses Kind ist der Natur viel näher, als jeder wohl gemeinte Rat..
      Denn es erzählte mir bei einem Spaziergang mit meinen Hunden,, ich erkenne meine Siedlung am Geruch, rieche wann der Schnee kommt, weiß durch die Lautstärke des Windes ob es regnen wird und erkenne am Duft Opas Wiese ,Blumen und höre , das Ohr auf dem Boden gelegt, ob Tiere im Wald herum laufen..
      Vielleicht einmal zurück in die Vergangenheit, denn als Kinder waren wir nicht derartig verformt, wie als erwachsen gewordener Mensch.
      Wir alle tragen noch viel Natur in uns, aber viele Menschen haben aus ihrem Herzen, eine Registrierkasse gemacht, da hat die Natur keine Chance!!

    • @Frau Schneider,

      viele guten Gedanken, erschweren den Menschen eine Veränderung ihrer Denkart, sie lesen sich fast wie Gebote…
      Wenn du diese tust,werden deine Sinne frei, die Psyche erhält ihr Gleichgewicht, Mutter Erde muss gesunden..usw usf!
      Ein bisschen viel auf einmal, anhand der Tatsache, dass die meisten Menschen auf diesem Globus arm leben, Sorgen sich darüer machen, wie sie ihre Kinder satt, gesund auf wachsen lassen können.
      Wenn ich dann erlebte, wie ein blindes Kind liest, da konnte ich fest stellen, dieses Kind ist der Natur viel näher, als jeder wohl gemeinte Rat..
      Denn es erzählte mir bei einem Spaziergang mit meinen Hunden,, ich erkenne meine Siedlung am Geruch, rieche wann der Schnee kommt, weiß durch die Lautstärke des Windes ob es regnen wird und erkenne am Duft Opas Wiese ,Blumen und höre , das Ohr auf dem Boden gelegt, ob Tiere im Wald herum laufen..
      Vielleicht einmal zurück in die Vergangenheit, denn als Kinder waren wir nicht derartig verformt, wie als erwachsen gewordener Mensch.
      Wir alle tragen noch viel Natur in uns, aber viele Menschen haben aus ihrem Herzen, eine Registrierkasse gemacht, da hat die Natur keine Chance!!

  2. Lieber Dirk Fleck! Mir geht es fast in allem genauso, wie im Artikel beschrieben. Nur sehe ich zusätzlich noch alles aus meiner „veganen Sicht“. Bitte jetzt nicht als Wichtigtuerei abtun: Es ist tatsächlich so, dass der Mensch sich mit der reinen Pflanzenkost nach und nach völlig verändert, aber im Sinne vom Wiederannähern an den Ursprung in sich. Ich hatte in meiner „omnivoren Zeit“(bis 25 Jahre) durch die Leichen-und Qualnahrung mein Vertrauen zum Lebendigen in mir vernebelt und vergiftet. Ich war manisch-depressiv, d.h. meistens mit tiefen, schweren Depressionen belastet und nur hin und wieder dazwischen mit kleinen euphorischen Geistesblitzen am Leben gehalten(einmal habe ich auch versucht, es mir zu nehmen). Dann begann der Umbruch aus Mitleid mit unseren Mitgeschöpfen damals zunächst aus Halbwissenheit zum Vegetarismus und zuletzt -jetzt seit 13 Jahren – zur reinen Pflanzenkost. Dadurch habe ich mich derart gereinigt, dass ich nicht nur 20 Kilo überflüssige, giftige Pfunde losgeworden bin, sondern gleichzeitig die schlimmsten inneren Belastungen wie die unkonkreten schweren Schildgefühle und den Selbsthass. Mit meinem seelischen Empfinden bin ich nun fast wieder dort angelangt, wo ich etwa mit 3 Jahren schon einmal gewesen bin, als ich noch völlig sicher und unbelastet „in meinem Selbst drinnen stand“ und Lachen und Weinen fließend ineinander übergingen. Natürlich sind alle „menschlichen Schwächen“ auch noch immer wieder vorhanden: Ängste, Trauer, Wut. Aber der Selbsthass und die Selbstbezichtigungen sind komplett verschwunden und damit die unerträglichen, bleiernen Depressionen. Es fließt wieder alles. Ich lebe wieder aus mir selbst. Damit bin ich nun wenigstens mit mir selbst einverstanden und das ist das Wichtigste. Was meinen Sie- Was meinst Du?

  3. Hoffnungs-Los Ken FM

    Lieber Dirk C. Fleck

    Ich kann sie sehr gut verstehen. Die ganzen negativen Einstellungen und der Halbmast und die düsteren Aussichten beruhen ja auf dem Offensichtlichen. Und sie reißen ja auch kurz die Problematik mit dem Mangel an Bewusstwein an.

    Ich zum Beispiel habe mich aufgemacht in ein Verstehen und ein Bewusstsein. Aufgemacht zu meinem Herzen und meinen Bedürfnissen. Und es ist wirklich schwer. Aber es wird immer leichter.

    Und ich möchte ihnen und auch Hofnarr noch einen alternativen Gedanken in Bezug auf die nachfolgende Generation anbieten.
    Ich wünsche mir, dass die nachfolgende Generation und auch alle anderen Menschen immer schneller ins Bewusstsein kommen. Und dass sie nicht über uns richten werden sondern sich für die Liebe entscheiden. Ich möchte geliebt werden. Ich möchte dass folgende Generationen erkennen, dass die vorangegangenen Generationen in der Masse zu unbewusst war und keine Ahnung von der Liebe und ihrer Schöpferkraft hatten. Und dann möchte ich, dass man uns vergibt und es besser macht. Wenn ich das auf mich beziehe, ist es auch so, dass ich sage:
    Ich möchte auch den Menschen vergeben, die schon so viel Leid über diese unsere Erde gebracht haben. Und ich möchte es besser machen. Wenn die kommende Generation es richten soll und die vorangegangene es vermasselt hat, was ist dann unsere Rolle. Jammern, Meckern, Opfer spielen? Oder ist es nicht genau unsere Aufgabe, JETZT etwas zu ändern. Genau JETZT. Und JETZT. und JETZT. Wir leben im Augenblick. JETZT. Nicht mehr in der Vergangenheit, noch nicht in der Zukunft. Sondern JETZT. Und schon wieder, JETZT.

    Ich möchte noch einen Gedanken anbieten. Bert sprach ja von einer Zerstückelung des Göttlichen. Das sehe ich ähnlich aber doch etwas anders. Wenn das Göttliche so klein zerstückelt wurde. Kann es denn sein, dass wir (jeder einzelne) auch ein Teil Gottes sind. Ich sage ja. Jeder von uns ist ein Schöpfer. Unbewusst oder bewusst.
    Lebensdienlich oder nicht lebensdienlich. Liebesdienlich oder nicht liebesdienlich. Friedensdienlich oder nicht friedensdienlich. Als ich erkannt habe, dass ich selbst „Gott“ bin, so wie jeder einzelne auch, habe ich mich dazu entschlossen meine Schöpferkraft bewusst zum Positiven zu nutzen.

    Und ich habe erkannt, dass Neugeborene demnach Jesus ist. Voller Unschuld und reinen Herzens. Nicht irgendeiner ist Jesus und der wird uns dann befreien. Nein. Jeder Neugeborene ist Jesus und wir sollten von den Neugeborenen lernen. Denn sie Verhalten sich noch natürlich. Damit meine ich nicht die unkontrollierten Gefühle. Dafür gibt es andere Wege für uns. Aber ich meine die Liebe. Kinder lieben. Punkt. Ich möchte dazu sagen, dass ich keiner Konfession angehöre und auch nicht beabsichtige, die Bibel zu predigen. Es sind lediglich Zusammenhänge, die mir bewusst werden. Denn ich bin auf der Suche, auf dem Weg.

    Neulich habe ich mal den neuen Superman-Film gesehen. Man of Steel. Der steckt ja so voller Parallelen. Wir sollten nicht auf einen Messias oder Superhelden warten. Die Botschaft ist: Jeder ist ein Superman.
    Jeder darf zuerst einmal lernen, was es bedeutet Mensch zu sein, zu lieben, sich und seinen Mitmenschen. So wie Clark Kent das darf. Dabei darf man sich vor den Angriffen der ängstlichen Masse schützen durch friedlichen Widerstand. Und dann geht es darum die Struktur und das System zu zerstören, und nicht die Menschen. Und zwar indem man (wenn man ein höheres Bewusstsein erreicht hat und sich für die Liebe entschieden hat) als Mittler zwischen den Lagern agiert. Obwohl ich glaube, dass man immer Mittler ist, ob bewusst oder unbewusst, hmmm!?

    • Hallo T-Rex,

      Du schreibst u.a. „… Als ich erkannt habe, dass ich selbst Gott bin …“

      Wir sind alle ein TEIL Gottes! Wenn Du aber wirklich glaubst Gott zu
      sein, dann wüsstest Du zu jeder Frage, die richtige Antwort.

      Gruß Frank

      P.S. Mit der Liebe liegst Du völlig richtig

  4. Nun zunächst wäre zu sagen, dass ich ihren Hang zum Romantischen und zum Pessimismus teile. Zeugnis hierfür ist die Tatsache, dass ich mich mit ihren Gedanken beschäftige und Lebenszeit opfere um hier ein Kommentar zu hinterlassen.
    (Einen Wisch zu verfassen, der -so sehr ich mich auch bemühe- von den meisten gerade der Friedensbewegung nicht nachvollzogen wird oder von ihr schlicht weg missachtet wird. Aber mir macht es doch den Kopf ein wenig freier. Wir haben also die selben egoistischen Ziele. Oder besser Triebe.) Mein Wanderer im Bild ist weiteres Zeugnis. Weiterhin lässt sich meine Verbundenheit in folgenden Zitaten ausdrücken:
    „Ich liebe Die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden“
    „Ich liebe die großen Verachtenden, weil sie die großen Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht nach dem anderen Ufer“

    Nun denn mit Vernunft und Wissenschaft hat dies alles wenig zu tun. Wie man die Sachen vernünftig angeht wird von Harald Lesch in diesen zwei Sendungen präsentiert:
    Zum Optimismus gibt es keine Alternative Apokalypse – der etwas andere Weltuntergang

    Zum Optimismus gibt es keine Alternative , Apokalypse – der etwas andere Weltuntergang.

    Wir beide könnten in unserer Abgründigkeit zwar entgegnen:
    „Ich liebe den, welcher arbeitet und erfindet, dass er dem (Über)Menschen das Haus baue und zu ihm Erde, Tier und Pflanze vorbereite: denn so will er seinen Untergang.

    Aber dies alles führt zu nix und ist nicht nützlich.
    Die reine Vernunft würde bei der Frage Optimismus vs. Pessimismus ziemlich klare und einfache Antworten geben. Uns beiden fehlt halt die stoaische Ruhe und Disziplin diese zu verinnerlichen. (Wenn sie nicht eine nutzbringende Rolle einnehmen, wie sie es ja eigentlich in der Sendung Markt und Positionen schon zugegeben haben. Wieso schreiben sie dann Bücher? Antwort: Für mich selbst! Und dies wohl aus psychischen und gesund materiell-wirtschaftlichen Aspekten )
    Ok. Was würde nun die reine Vernunft zu den Wahlmöglichkeiten Pessimismus oder Optimismus aussagen? (Sofern es nötig sein sollte Harald Lesch zu interpretieren.)
    Also.
    Vernunft und Bewusstsein sind ja nun jene Werkzeuge des Menschen, die es ihm ermöglichen sein instinkthaftes und emotionales Verhalten zu hinterfragen, wenn nicht gar es zu beherrschen. Nehmen wir nun einfach mal an es wäre möglich, wie eine Maschine zu denken. Eine perfekt rechnende und analysierende Maschine, die im Hirne eines Menschen sitzen soll um die Emotionssteuerung zu übernehmen. Diese bräuchte nur einen Grundsatz einprogrammiert bekommen. Dieser würde lauten: Ich bin und will weiter sein. Und die Wahl würde immer auf den Optimismus fallen, da unsere Maschine die vernichtende psychische Wirkung von Pessimismus kennt und es ihr immer möglich ist unter Beachtung aller ihr zur Verfügung stehenden Informationen (also der sinnlich erfahrbaren Wirklichkeit) einen Optimismus zu bilden. Unser Hang zum Pessimismus ist Faulheit, Dekadenz und die falsche Einstellung(Nicht das Problem ist das Problem, sondern die Einstellung).
    Harald Lesch zeigt dies an dem Beispiel des strampelnden Frosches im existenzbedrohenden Gefäß mit Milch. Der Frosch hat keine Ahnung das sein strampeln die Milch schlägt, so das sie schließlich feste wird und er dann aus seiner existenzbedrohenden Lage entkommen kann. Ok. Der Frosch denkt sich sich gar nichts aber wird überleben. Verpassen wir nun unserem Frosch noch die Denkmaschine. Sie hat die Info, dass sie im Glas in einer Flüssigkeit sitzt, dass sie strampeln muss um nicht sofort unter zu gehen, dass sie aber nicht ewig strampeln kann, dass ihr Froschkörper schlechter strampelt, wenn sie immer sendet wir(Körper und Geist) werden so oder so untergehen. Sie hat aber keine Ahnung davon, ob sie nun im Wasserglas sitzt oder im Milchglas. Brauch sie aber auch nicht das sie eben keinen hinreichenden Grund findet aufzuhören dem Froschkörper zu sagen strample!
    (http://www.sffg.de</a – v.0.0.14)

  5. Chance oder Neubeginn
    Wir haben die Ehre in genau diesen spannenden Zeiten zu leben. Die Welt steht vor dem Abgrund… Tut sie das wirklich?
    Ist nicht die Entstehung und das Ende einer Zivilisation im Maßstab des Erdenzeitalters nur ein Wimpernschlag?
    Wäre nicht ein atomarer Kahlschlag der Erdoberfläche nur eine Verkühlung des Organismus Erde der bald ausheilt?
    Zeit ist für unseren einfach gestrickten Verstand nicht begreifbar.
    Wir als Generation, die die Schandtaten des letzten Jahrhunderts einfach so hinnehmen und noch weitertreiben, haben
    die Chance im letzten Augenblick noch umzukehren um die beigefügten Wunden zu heilen. Wenn wir diese Wunden nicht
    heilen, wird sich unsere Mutter Erde selbst heilen, dass heißt sie hat damit schon begonnen…
    Was sind schon 1Million Jahre? In 1Million Jahre könnte von unserer Existenz auf diesem Planeten nichts mehr zu sehen sein,
    die Natur jedoch würde wieder vollends erblühen!
    Mit oder ohne Menschen, dass wird sich sehr bald herausstellen…
    Ist nicht das unsere Aufgabe in diesem Leben?
    Hoffnungslosigkeit ist hier fehl am Platz!
    DAS Leben wird immer bestehen…

  6. Herz Verstand Freiheit
    Wir sollten der Hoffnungslosigkeit mit materiellem Verzicht und der Nächstenliebe entgegentreten.
    Ganz nach dem Beispiel und der praktikbetonten Vorwärtsstrategie von Herrn Hörstel.
    Meine spinnende Idee…bevor ich mich wieder in die Welt der Mainstream(gärten) begebe:

    Auf dem beeindruckenden Fundament von KenFM könnte man etwas in die praktische Richtung wagen!
    Das errichten und erschaffen einer Ausbildungsstätte und eines Unter-nehmens z.b. KenNATURGÄRTEN Berlin,
    für junge freidenkende und interessierte Menschen, die einen Naturberuf erlernen wollen.
    Naturnahe Flächen, Aussenräume und Gärten bauen/pflegen mit den Schwerpunkten Familienfreundlich,
    Einheimisch, Ähstetik und Nutzung.
    Es würden sich sicher bescheidene und erfahrene Freidenker aus der Gartenbranche finden lassen.
    Aktiv ist = Naturgarten ist
    die Hoffnung sirbt zuletzt..Herzliche Grüsse

  7. Es wird weniger um Umkehr denn um Abkehr gehen. Das bürgerliche Denken, dessen Binnenkategorie „Fortschritt“ und dessen Legitimationsideologie „Geschichte“ der Ableitungslogik verhaftet bleibt, kann und darf nicht sehen, dass es andere Zivilisationen vor uns gab und nach uns geben wird. Ich finde das Thema hier sehr spannend und habe mich mit anderen schon lange damit beschäftigt. Der Einfachheit halber als Eigenzitat aus unserer Buchvorstellung damals beim Verlag:
    Heft Eine andere Welt?

    Heft Eine andere Welt
    Hier stellen wir der vermeintlichen Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft die vermeintlichen Paradoxien gegenüber, die entstehen, wenn die bürgerliche Gesellschaft die Ruinen der Vergangenheit sind: Eine gewaltfreie Welt muss unvernünftig sein – wenn denn die gewaltsame Durchsetzung der Menschenrechte eine Frage der Vernunft und der Bedrohung der Vernunft war. Das erste Dokument dieser Bedrohung der Vernunft war die amerikanische Unabhängigkeitserklärung: ein paar Absätze über „ausgemachte (self-evident) Wahrheiten“ und dann seitenweise die Auflistung der Verbrechen Georges III, der (aus mangender Einsicht oder bösem Willen) diese Wahrheiten nicht anerkennt und seine treuen Untertanen zur Rebellion zwingt. Eine Welt, die die Fehler der Vergangenheit nicht begeht und Verantwortung für Menschen, Erde, Tiere, Pflanzen übernimmt, darf nicht handeln – wenn denn Handeln nichts anderes ist als das konkurrente Verfolgen der eigenen Ziel (pursuit of happiness) mit der Inkaufnahme des Untergangs der anderen. Eine Welt, in der, was da existiert, dies unbehelligt tun soll, darf nicht auf Recht und Emanzipation setzen – wenn denn Emanzipation Subjektwerdung bedeutet und somit Aufgabe seiner Eigenheiten. Eine Welt, die menschlich sein soll, muss eine sein, in der sich die Menschen nicht überall breit machen – erst dann, wenn wir uns auf uns angenehme Lebensräume zurückziehen und nicht jedes menschenfeindliche Habitat wie etwa die Alpen erobern müssen, wenn wir unsere einzige Kompetenz ins Treffen führen, nämlich soziale Wesen zu sein, ohne uns dabei auf außermenschliche Autoritäten zu berufen wie Gott oder die Naturgesetze und so Verantwortung ablehnen, wird diese Welt plötzlich menschlich in einem Ausmaß, das wir uns heute nicht vorstellen können. Eine andere Welt ist keine Sache von Plänen, Entwürfen, Alternativen oder Reparaturen. Wir müssen nicht andere Energiequellen oder neue Sparsamkeiten überlegen.

    Heft Gültige Aussagen?
    In diesem Heft geht es um Hierarchien, um die Autorität von Aussagen. Es geht um die Gültigkeit, die dadurch entsteht, dass die Aussage gehört wird. Wer sollte ein Interesse haben, ungültige Aussagen zu tätigen? Niemand. Wer hat dann ein Interesse, Aussagen von Kindern, Laien, KünstlerInnen, PhilosophInnen ihrer Gültigkeit zu berauben? Die Gesellschaft. Dies deutet aber wieder darauf hin, dass die Gesellschaft des Modernen Ensembles, die bürgerliche Gesellschaft, sich selbst beherrscht, gegen sich selbst gewalttätig ist – im Namen von Recht, Freiheit und Vernunft und Selbstbeherrschung als Tugend ansieht.

    Heft Ruinen?
    In diesem Heft wird das Verhältnis von Geschichte und Vergangenheit erörtert, das Verhältnis der drei Formationen Magie, Religion, Wissenschaft (Modernes Ensemble) zu den Leuten, welcher soziale Zusammenhalt in diesen Epochen wirkte und wie er die Leute unmenschlich machte, welche Erklärung sie sich dafür gaben und wie und wodurch dieser Zusammenhalt brüchig wurde. Es geht darum, was Krisen, was Zusammenbrüche, was Epochenbrüche sind, wie Kontingenzen wirken und wie die Leute in diese Kontingenten wirken. Es geht nicht darum, eine nachbürgerliche Welt zu fordern, zu entwerfen oder wenigstens zu skizzieren. Es geht nur darum, zu zeigen, dass wir schon einige Male Ewigkeiten aufgegeben haben und dass wir für Überraschungen, nicht für Programme gemacht sind und bereit sein müssen.

  8. Lieber Dirk C. Fleck

    Ich kann sie sehr gut verstehen. Die ganzen negativen Einstellungen und der Halbmast und die düsteren Aussichten beruhen ja auf dem Offensichtlichen. Und sie reißen ja auch kurz die Problematik mit dem Mangel an Bewusstwein an.

    Ich zum Beispiel habe mich aufgemacht in ein Verstehen und ein Bewusstsein. Aufgemacht zu meinem Herzen und meinen Bedürfnissen. Und es ist wirklich schwer. Aber es wird immer leichter.

    Und ich möchte ihnen und auch Hofnarr noch einen alternativen Gedanken in Bezug auf die nachfolgende Generation anbieten.
    Ich wünsche mir, dass die nachfolgende Generation und auch alle anderen Menschen immer schneller ins Bewusstsein kommen. Und dass sie nicht über uns richten werden sondern sich für die Liebe entscheiden. Ich möchte geliebt werden. Ich möchte dass folgende Generationen erkennen, dass die vorangegangenen Generationen in der Masse zu unbewusst war und keine Ahnung von der Liebe und ihrer Schöpferkraft hatten. Und dann möchte ich, dass man uns vergibt und es besser macht. Wenn ich das auf mich beziehe, ist es auch so, dass ich sage:
    Ich möchte auch den Menschen vergeben, die schon so viel Leid über diese unsere Erde gebracht haben. Und ich möchte es besser machen. Wenn die kommende Generation es richten soll und die vorangegangene es vermasselt hat, was ist dann unsere Rolle. Jammern, Meckern, Opfer spielen? Oder ist es nicht genau unsere Aufgabe, JETZT etwas zu ändern. Genau JETZT. Und JETZT. und JETZT. Wir leben im Augenblick. JETZT. Nicht mehr in der Vergangenheit, noch nicht in der Zukunft. Sondern JETZT. Und schon wieder, JETZT.

    Ich möchte noch einen Gedanken anbieten. Bert sprach ja von einer Zerstückelung des Göttlichen. Das sehe ich ähnlich aber doch etwas anders. Wenn das Göttliche so klein zerstückelt wurde. Kann es denn sein, dass wir (jeder einzelne) auch ein Teil Gottes sind. Ich sage ja. Jeder von uns ist ein Schöpfer. Unbewusst oder bewusst.
    Lebensdienlich oder nicht lebensdienlich. Liebesdienlich oder nicht liebesdienlich. Friedensdienlich oder nicht friedensdienlich. Als ich erkannt habe, dass ich selbst „Gott“ bin, so wie jeder einzelne auch, habe ich mich dazu entschlossen meine Schöpferkraft bewusst zum Positiven zu nutzen.

    Und ich habe erkannt, dass Neugeborene demnach Jesus ist. Voller Unschuld und reinen Herzens. Nicht irgendeiner ist Jesus und der wird uns dann befreien. Nein. Jeder Neugeborene ist Jesus und wir sollten von den Neugeborenen lernen. Denn sie Verhalten sich noch natürlich. Damit meine ich nicht die unkontrollierten Gefühle. Dafür gibt es andere Wege für uns. Aber ich meine die Liebe. Kinder lieben. Punkt. Ich möchte dazu sagen, dass ich keiner Konfession angehöre und auch nicht beabsichtige, die Bibel zu predigen. Es sind lediglich Zusammenhänge, die mir bewusst werden. Denn ich bin auf der Suche, auf dem Weg.

    Neulich habe ich mal den neuen Superman-Film gesehen. Man of Steel. Der steckt ja so voller Parallelen. Wir sollten nicht auf einen Messias oder Superhelden warten. Die Botschaft ist: Jeder ist ein Superman.
    Jeder darf zuerst einmal lernen, was es bedeutet Mensch zu sein, zu lieben, sich und seinen Mitmenschen. So wie Clark Kent das darf. Dabei darf man sich vor den Angriffen der ängstlichen Masse schützen durch friedlichen Widerstand. Und dann geht es darum die Struktur und das System zu zerstören, und nicht die Menschen. Und zwar indem man (wenn man ein höheres Bewusstsein erreicht hat und sich für die Liebe entschieden hat) als Mittler zwischen den Lagern agiert. Obwohl ich glaube, dass man immer Mittler ist, ob bewusst oder unbewusst, hmmm!?

    Ich bin zum Beispiel runter von der Droge, DIE da oben, DIE Rechten, DIE Linken, DIE Ökos, DIE Fleischfresser usw.
    Ich finde nicht gut was diese Gruppierungen TUN, aber ich bin nicht gegen die MENSCHEN. Und das ist die Gefahr die für die Herrschenden von mir ausgeht. Ich bin bereit, jederzeit auf alle zuzugehen um mir erklären zu lassen was sie antreibt und was sie bewegt. Jeder dieser Gruppen ist Teil des Gesamten und gehört angehört. Nur ist es so, wenn ich versuche die „GEGENseite“ auch zu verstehen, werde ich in genau diese Ecke gerückt. Das ist ein Zeichen von Unliebe und Spalterei.
    Und die gleichen Leute, die mich verstoßen, wollen mir dann sagen sie seien die Guten. Arme Irrlichter. Ich liebe sie trotzdem.
    Schon der Lehrer in der Schule ist ein Spalter mit seinen Bewertungen und Zensuren. Ach, was sag ich. Schon in der Kita fängt es an. Die Kids werden in vielen Kitas nicht ernst genommen. Sondern gleich gemacht. Sei so lieb wie der oder die. „Man“ haut nicht. DU bist böse. Und das ganze Zeug. Und so wie wir es in Kindheitstagen eingeimpft bekommen, so leben wir es unbewusst in höherem Alter. Mir ist das bewusst geworden. Ich befasse mich jetzt seit ca. 2 1/4 Jahre damit und es ist immer noch schwer.
    Aber wie oben beschrieben. Es wird immer leichter. Ich möchte auf keinen Fall gegen Lehrer, Erzieher oder sonstwen aufstacheln. Eher ist es so, dass ich sage: Findet euren inneren Kern und steht zu euch ohne den anderen anzuklagen. Entscheidet euch für die Liebe, lebt sie vor und gebt nicht auf.

    Dazu noch eine Anmerkung. Ich hatte auch so etwas wie die große Lebenskrise und ich war sogar auf einer Psychosomatischen Reha. Und ich kann den Eindruck von Dirk C. Fleck nicht bestätigen. Ich war ja auch nicht in der Psychiatrie. Dort sieht es bestimmt nicht zum Besten aus. Bei der Reha ging es genau darum, einen Draht zu mir zu bekommen. In Kontakt zu treten mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen. Ich entschied mich bewusst für diese Reha, nachdem ich mich 1,5 Jahre unbewusst darauf vorbereitet habe. Also nicht alles ist schlecht. Und ich habe diese Reha nicht als Klapse angesehen.

    Ich bin dort hin ohne große Erwartungen mit offenen Augen und offenen Herzen. Und ich habe diesen Ort nicht als Klinik angesehen, sondern erkannte für mich, dass es eher einen Begegnungsstätte für Menschen war. Natürlich gab es dort 95% Leute, die einfach da hingeschickt wurden oder Urlaub feierten. Aber ich war trotzdem offen und traf Menschen, die vom Leben mehr wussten als jeder Mediziner auch nur erahnen kann.

    Diese Begegnungsstätte war für mich ein sehr guter Rahmen, eine Schutzzone um mich in Ansätzen zu heilen. Und jetzt mache weiter. Immer weiter.

    Werdet friedlich! Geht als besseres Beispiel voran! Seid Vorbild und Inspiration. Hebt doch mal ein Stück, nur ein einziges Stück Müll auf in eurer Nachbarschaft und zeit so eure Liebe für die Umwelt. Grüßt einander und schaut euch in die Augen und zeigt so einen Teil der Liebe zu den Mitmenschen. Und klagt nicht wenn sie nicht zurückschauen oder zurück grüßen. Es ist ihnen nicht bewusst. Macht einfach weiter. Liebt.

  9. Hoffentlich kommt der Mensch in den Genuss, kommende Generationen wachsen zu sehen. Und ich stimme Ihnen zu Herr Dirk C. Fleck, wenn diese Generationen ihre Vorfahren einfach anklagen… ich gehe noch etwas weiter und sage sie verurteilen und richten uns auch hoffentlich. Eine neue 68´er Generation… doch endlich bereit den Entgiftungsprozess ohne Angst vor dem eigenen Gewissen bis zum Äußersten durchzuführen. Diese Hoffnung habe ich. Diese Kraft und notwendigen Mut wünsche ich den Erben von Seuche, Hunger, Krieg und Tod.

    Kinder vergebt uns nicht, denn wir wussten was wir tun!

  10. Lieber Hr. Fleck,

    ich habe gerade ihr Buch Feuer am Fuß fertig gelesen. Es ist voll von Wahrheiten wie ich finde, und man kann angesichts dieser wirklich wenig Gründe für Hoffnung finden. Natürlich ist das Leben nicht leicht wenn man in den Abgrund blickt, wie es die Menschheit gerade tut (ohne es wahrhaben zu wollen) auch wenn er in unseren Breiten noch bunt verschleiert wird. Dieser Schleier wird fallen. Ganz sicher! Ich finde sie kein bischen zu depressiv oder gar pessimistisch. Es ist leider so das das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen ist, es ist schon lange lange Zeit ertrunken. Jeder der offenen Auges und Herzens durch unsere Welt geht, kann es allgegenwärtig erfahren wie es um die „Krone“ der Schöpfung bestellt ist!

  11. Ich möchte einmal einen Widerspruch wagen.

    Wenn die ur>eigenste< Sinnhaftigkeit verloren gegangen ist, und die Welt um einem selbst dadurch die Einfassung und Richtung und den Selbstbezug verliert, dann erscheint die Welt zerstückelt, dann weiß man als Wissen von der Sinnhaftigkeit, wie man auch von spirituellen Erlebnissen weiß, sie vielleicht sogar fühlt, kurzzeitig, als wäre dies eine Erfrischung und Labsal aus der Fremde.

    Wohin mit der spirituellen 'Energie', was mit Ihr anfangen, also im positiven, schöpferischen Sinne?

    "Zum Lobpreis Gottes" ? Da geht die Energie von einem selbst und schäumt über – das schein mir ein grundsätzlich andere Bezogenheit und Richtung er 'Energie' zu sein, als die Hoffnung auf spirituelle Erfahrungen.

    Ist nicht sosehr die zerstückelt wahrgenommene Sinnlosigkeit, also das Unvermögen, das Wesen und Drängen der aktuellen Welt als sinnhaftig zu erkennen und anzuerkennen nicht das eigentliche Problem, also dass man nicht zu erblicken, zu erahnen vermag, was der Sinn der Welt ist, weil man selbst sein innerstes Wesen verloren hat, welches dies alles einzuordnen und zu einen wüsste, und nun als Ersatz auf ein fremdes, ein spirituelles hofft, also als eine Form. Hauptsache Wörter, spirituellen Gehalt, Hauptsache dies, weil der Inhalt durch spiritualen Form nicht mehr erfahrbar ist?

    Ich denke, dass wir verstehen lernen sollten (wenn wir auf dieser Eben die Weltgeschehnisse bereden), dass in allem Drängen und Tun, ebenfalls spirituelle Bedürfnisse innewohnen, also auch in der menschlichen Veranlagung zur (zerstückelnden und entfremdenden "technä" – und dass dieses Missverstehen oder Nichtverstehen, das spirituelle 'Bedürfnis' hinter dem Tun verkürzt, missdeutet und kein Maß erkennen kann, wann dieses Bedürfnis denn erreicht ist.

    Und zuletzt "zum Lobpreis Gottes": Nicht nur die Natur, sondern sogar Gottes Sohn kann der Mensch töten, und immer noch ist ein sinnhafter Bezug möglich. Selbst in den schlimmsten Niederungen der Shoa wird von dem auserwählten Volk am Leben festgehalten.
    Das spirituelle Leben kann sehr wohl durch diese Hölle und diesen Skandal gehen und am Bund festhalten. Ganz schön grausam – und menschenunmöglich, und trotzdem ist dies quasi durch überlebende bewiesen worden. Makaber, ein Skandal – aber ich wollte hier einen Widerspruch wagen.

  12. Die Hoffnung auf Halbmast!

    Das klingt wie „den Schwanz einziehen“ oder „den Blick senken“, dabei passiert jaden Tag sehr viel Wunderbares. Mann muss nur „die Augen und das Herz offen halten“.

    „„Natürlich ist es von größter Wichtigkeit, Herz und Verstand der
    Menschen zu ändern,“ sagt Derrick Jensen, “
    Es ist unmöglich andere zu ändern, man kann sie höchstens manniepulieren. Was aber sehr wohl geht ist sich selbs zu ändern, doch das ist mit großem Aufwand verbunden. Aber wenn uns das gelingt, wenn jeder in sich hineinkehrt und überlegt wie er ab sofort der Welt positiv beitragen kann…
    Ja, was währe dan?

    • @ThomasSt,

      Da gibt es ja noch berechtigte Hoffnung, denn Halbmast ist nicht ganz unten.Sie haben sich nur für das halb leere Glas entschieden, dabei kann es doch halb voll sein!
      Auf der Hälfte stehen,heißt immer man kann sich entscheiden, nach oben oder nach unten, denn es kommt nicht von ungefähr, wenn es heisst, du bist , was du denkst!Natürlich ist es schwer sich am eigenen Schopfe aus diesem Gedankekino heraus zu ziehen, doch einmal ehrlich, oftmals wird man abm Morgen wach und auf einmal ist alles nicht mehr so schlimm…Weshalb, es war doch nur eine Nacht dazwischen..

Hinterlasse eine Antwort