Tagesdosis 21.3.2020 – Liebe in Zeiten von Corona

Wie kann man in der Krise so denken, fühlen und handeln, dass unser aller Leben reicher und die Krise überwunden wird? Wie finden wir heraus aus Angst und Überforderung?

Ein Kommentar von Christiane Borowy

Zurzeit werden die Menschen von der Angst vor dem Corona-Virus oder den entsprechenden politisch-gesellschaftlichen Folgen so mitgerissen, dass sie fast den Verstand zu verlieren scheinen. Beinahe-Schlägereien um Toilettenpapier und Mehl im Supermarkt oder in der Schlange vor dem Geldautomaten sind Szenarien, welche diese Angst zum Ausdruck bringen. Demgegenüber gib es auch viele Menschen, die kritisch sind und eine politisch gewünschte Panikmache zur Duldung massiver Einschränkungen der Freiheitsrechte erkennen. Es wird dabei zwischen den Extremen geschwankt: Entweder man handelt aus Angst irrational oder man handelt ausschließlich rational und ruft denen, die Angst haben noch zu: „Checkt endlich mal, dass das alles nur Hysterie und Manipulation ist!“. Beide Handlungsweisen sind, was der Münchner Traumaforscher Franz Ruppert als Kopfgeburt bezeichnet. Die Menschen verharren sowohl in ihrem Denken als auch Handeln in Überlebensstrategien. Es geht um Leben oder Tod. Entweder sterben wir alle am Virus oder durch den Verlust der Freiheitsrechte.

In ihrer dramatischen Fernsehansprache vom 18.03.2020 spricht die Bundeskanzlerin Angela Merkel davon, dass es ernst sei. Zu dieser Erkenntnis sei die Regierung durch intensiven Austausch mit Experten des Robert-Koch-Institutes gekommen. Sie wählt drastische Worte, ruft die Bevölkerung zu Verantwortung und Solidarität auf. Parallel dazu werden die Einschätzungen des Internisten und Lungenarztes Wolfgang Wodarg zum Corona-Virus intensiv diskutiert und schon titelt Die Welt am 19.03.2020: „Christian Drosten zerlegt Wodarg“.

Das Corona-Monster unter dem Bett

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es ist wichtig, wach und aufgeklärt zu bleiben, sich zu informieren und alles, was einem medial präsentiert wird, infrage zu stellen. Ich möchte auch zeigen, dass es nicht per se ein Problem ist, sich ein paar Vorräte zuzulegen. Es ist ebenfalls nicht von vornherein ein Problem, die schnelle und plötzliche Einschränkung von Freiheitsrechten infrage zu stellen. Im Gegenteil kann beides sehr wichtig sein.

Ich sehe es jedoch als ausgesprochen schwierig an, wenn in einer emotional erschütternden Zeit die daraus selbstverständlich folgenden Emotionen geleugnet werden und es somit vielleicht zu einem vernünftigen, aber nicht zu einem gesunden Umgang mit einer Krise kommen kann. „Keine Wahrheit ohne Gefühl“, sagt der Münchner Traumaforscher Franz Ruppert zu Recht und meint damit, dass man Gefühle durchleben muss, um überhaupt in gesunde Verhaltensweisen zu kommen und ein glückliches Leben zu führen.

Momentan tun wir auf gesellschaftlicher Ebene gerade das, was Eltern manchmal aus Unwissenheit zu ihren Kindern sagen, wenn diese vor lauter Angst vor Monstern unter dem Bett nicht schlafen können. „Bleib ganz ruhig mein Kind. Du musst keine Angst haben. Es gibt keine Monster“. Sie können sich sicher sein: Das Kind hat nach diesen beschwichtigenden Worten immer noch Angst. Es lernt aber, dass seine Angst nicht ernst genommen und als unangemessen beurteilt wird. So passt es sich an, unterdrückt seine Gefühle und denkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Irgendwann brechen diese Gefühle jedoch an einer anderen Stelle aus, zum Beispiel durch Gewalt und Aggression gegen sich selbst und andere, ohne dass man den Ursprung noch erkennen kann.

Bei der Corona-Krise ist genau das zu beobachten: Entweder reagieren die Menschen völlig unbewusst wie Kinder und werden eben aggressiv, wenn man ihre Angst nicht ernst nimmt. Derjenige, der sich an der Warteschlange an der Kasse zu dicht anstellt, wird dann halt kurzerhand weg geschubst. Oder die Menschen reagieren mit der Abwertung jeglicher Angst, setzen den Begriff Angst mit Panik und Hysterie gleich und wehren diese ab, indem sie besonders rational argumentieren und anhand von Datenanalyse belegen, dass das Drama ja völlig irre sei, weil der Virus gar nicht so gefährlich ist, dass man mehr um sein Leben fürchten müsste als bei einer gewöhnlichen Grippe.

Jetzt kann man unendlich lange darum streiten, wer Recht hat, doch erstens können wir im Augenblick gar nicht ermitteln, wer endgültig Recht hat. Das heißt aber auch nicht, dass wir nicht danach fragen sollen, was vor sich geht. Doch da wir die Wahrheit erst dann wissen werden, wenn Historiker sich irgendwann der Sache annehmen, kann man sagen, dass es jetzt erst Mal nicht relevant ist. Der Kampf um die Meinungen hat in der Krise grundsätzlich keinen Leistungsausweis. Es bringt schlicht nichts Gutes, also keinerlei Veränderung in Richtung eines besseren Miteinanders. Die Wahrheit liegt stattdessen im Gefühl.

Wenn jemand Angst hat, hat er Angst. Fertig. Das ist in diesem Moment die Wahrheit und eine Tatsache. Erst wenn man das bewusst wahrnimmt, kann man überhaupt den nächsten Schritt gehen und sehen, was nötig ist, um die Angst – merke, nicht das Virus! – zu überwinden.

Mit Mut der Angst begegnen

Gestern habe ich eine Mail eines Lesers aus Wien erhalten, der sich einen ermutigenden Artikel von mir gewünscht hat. Darin hieß es:

„Es kostet Mut, das, was man als negativ erlebt, nicht zu meiden.“

Als Beispiel hat er den Mut genannt, um Hilfe zu bitten und sich trotz Distanzverbot einander zuzuwenden und sich anderen Menschen anzuvertrauen. Damit hat er zwei Dinge erfasst, worauf es beim Mut ankommt. Erstens ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass man den meisten Menschen vertrauen kann. Dieses Vertrauen lässt beispielsweise ein Kind über einen Bach oder ein Hindernis in die Arme eines Elternteils springen. Zweitens ist es wichtig, die Angst wahrzunehmen, sich aber nicht von ihr mitreißen zu lassen. Um im Beispiel zu bleiben, nimmt das Kind vor dem Sprung seine Angst wahr und zögert, doch schließlich entwickelt es ein Vertrauen, entweder in sich oder in die Eltern, und springt.

Wenn man sich von der Angst mitreißen lässt, kann man von der Krise überwältigt werden. Das bedeutet Stillstand und Lähmung. Es verändert sich gar nichts in eine gute Richtung. Vielleicht wird man dann auch noch krank, weil Angst bekannterweise das Immunsystem schwächt. Ohnmacht und Einsamkeit können ebenfalls eine Folge sein. Die Aufforderung, soziale Kontakte zu meiden, verstärkt das Gefühl des Alleinseins dann sogar noch – und in einer solchen Situation befinden sich viele Menschen, teilweise schon vor der Corona-Krise.

Man ist gefordert, überhaupt zu merken, dass man Angst hat und dem nicht auszuweichen. Es ist eine Sache des Bewusstseins. Es gilt, das Zögern oder das Gefühl der Scham bei der Bitte um Hilfe wahrzunehmen. Doch das lässt sich überwinden, um am Ende eine schöne und liebevolle Erfahrung mit anderen Menschen zu machen.

Mut zu haben lohnt sich, denn es bringt, völlig unabhängig von Medien und Meinungen, Menschen dazu, neue Wege zu gehen und Dinge zu denken und zu tun, die man vorher noch nie so gesehen hat.

Mut bringt die Kraft, Hindernisse zu überwinden und Krisen durchzustehen – und mit etwas Glück sogar eine Erfahrung von neuer Gemeinschaft und Solidarität zu machen.

Mit Liebe der Angst begegnen

Angst lässt sich nicht „wegmeditieren“(…). Sich „Alles wird gut“ vorzubeten, ohne die Angst selbst anzusehen ist nur ein Verdrängungsmechanismus und eine Pseudo-Ruhe, denn wenn man die Angst unterdrückt, dann ist sie wie ein Ball, den man unter Wasser drückt: Er springt irgendwann mit voller Wucht wieder an die Oberfläche.

Sich Angst einzugestehen geht allerdings nur, wenn man sich selbst nicht dafür verachtet oder abwertet. Wenn wir uns selbst auch dann noch mögen, wenn wir mal ängstlich sind, fällt es viel leichter, der Angst zu begegnen, sie zu analysieren und ihr schließlich das zu geben, was sie braucht. Wer Liebe sät, wird Liebe ernten. Der erste Samen der Liebe ist in unser eigenes Herz gepflanzt.

Viele kennen die typischen Reaktionen auf Angst und Schrecken, wie Erstarren, Flucht und Angriff. Das sind ganz gesunde Reaktionen, die das Überleben sichern können. Störend wird es nur, wenn eine akute und konkrete Situation vorbei ist und das Erstarren, Fliehen und Angreifen trotzdem noch als Verhaltensmuster erhalten bleibt.

In der momentanen Situation gibt es viele Gründe, Angst zu haben. Es wird gesagt, und massenmedial gezeigt und beständig wiederholt, dass es „ernst“ ist. Es geht ja vielleicht tatsächlich um Leben oder Tod, also kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Außerdem wird man – Meinung hin oder her – ganz real gezwungen, sozial auf Distanz zu gehen, sich nicht mehr zu berühren, zu besuchen und so weiter. Da der Mensch ein soziales Wesen, also auf Sozialkontakte angewiesen ist, geht es auch hier möglicherweise um Leben oder Tod. Da kann man es mit der Angst zu tun bekommen.

Es gibt also gute Gründe überfordert zu sein. Denken wir also nochmal an das Kind, das Angst hat. In diesem Beispiel ist es wichtig, Trost zu spenden, präsent zu sein, so lange, bis das Kind in seinem eigenen Prozess die Angst überwunden hat.

Wenn man also mit Liebe und Zuwendung die Angst betrachtet, ist Liebe in erster Linie ein Miteinander und ein Füreinander da sein.

Empathie und Einfühlsamkeit sind ursprünglich im Menschen angelegt, und es ist gerade jetzt besonders wichtig, das nicht zu vergessen, während man medial präsentiert bekommt, wie dramatisch scheinbar alles ist.

Wie sieht die Angst genau aus? Kenne ich diese Angst von mir? Als ich sie das letzte Mal hatte, wie bin ich damit umgegangen? Was hat geholfen? – Das sind Fragen, die man sich stellen kann, wenn man Angst wahrnehmen und untersuchen möchte.

Die mutige Begegnung mit der Angst führt also in die Überwindung der Angst durch Liebe.

Liebe wiederum ist unsere heilsamste und stärkste Kraft. Durch sie ist es möglich, sich daran zu erinnern, dass das Leben schön ist. Der Italiener Roberto Benigni hat Ende der Neunziger Jahre in seinem Film „Das Leben ist schön“ künstlerisch und beinahe poetisch umgesetzt, wie sehr die unbedingte Suche nach dem Schönen auch in schwierigsten Zeiten stärken und helfen kann. Seine Geschichte eines jüdischen Vaters, der im Zweiten Weltkrieg in ein Konzentrationslager deportiert wird und der seinem Sohn unbedingt die Vorstellung erhalten will, dass das Leben schön ist, rührt heute noch zu Tränen.

Wenn Angela Merkel in ihrer Rede an die Nation also davon spricht, dass es eine Situation wie heute seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gab, dann hilft der liebevolle Blick auf die Angst dabei, diese zu überwinden.

Der bekannte Mönch Thich Nhat Hanh sagt „To suffer is not enough“. In Angst und Leid zu versinken, ist keine Kunst. In Angst und Leid den liebevollen Blick auf sich und andere zu bewahren allerdings schon.

Was kann man tun: Anregungen und Ideen

Wenn man die lähmende Ohnmacht einer unreflektiert erlebten Angst mutig und einfühlsam überwunden hat, fallen den Menschen auch in Krisensituationen Dinge ein, die man sich vorher nicht hätte ausdenken können.

Im Internet kursieren zahlreiche Videos, wie in Italien mit der Ausgangssperre kreativ umgegangen wurde. Dort wurde auf den Balkonen zusammen Musik gemacht und gesungen und dieser Impuls wird bereits weltweit nachgeahmt. Dann gibt es viele andere stärkende Alltagshandlungen oder Meditationen, zu denen man sich verabreden kann.

Es stärkt das Gefühl der Gemeinsamkeit, wenn man weiß, dass zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten Menschen zusammen das gleiche Gebet sprechen, das gleiche Lied singen, eine Kerze im Fenster haben oder eine Tasse Kaffee trinken.

Der Tatsache, dass man sein Leben nicht mehr im selben Ausmaß frei gestalten kann, könnte man die eigene Kreativität entgegenstellen und zum Beispiel eigene Gedichte, Texte, Meditationen oder Lieder schreiben. Wer glücklich ist einen Balkon oder Garten zu haben, kann ein neues Beet anlegen und gestalten, und dem Nachbarn ein paar blühende Tulpen oder Narzissen vor die Tür legen.

„Wenn die Krise kommt, musst du keine Sorge haben, wir können dich mitversorgen.“ kann eine Familie der Freundin sagen, die schon alt ist oder die einfach nur keinen Platz für Vorräte in ihrer kleinen Wohnung hat.

In der Familie kann man alte Spiele rauskramen und spielen oder sich neue ausdenken. Vielleicht erleben Sie sogar, dass es schön ist, die Kinder nicht erst kurz vor dem Zubettgehen zu sehen, und dass es ganz wunderbar ist, deren Lebendigkeit zu spüren. Ihre eigenen Gefühle und ihr Innenleben könnten dadurch ganz neue Dimensionen erreichen.

Vielleicht fangen Sie sogar an, etwas zu denken, das sie vorher noch nie gedacht haben, oder schreiben endlich das Buch, das sie schon immer schreiben wollten. Es könnte passieren, dass man sogar über sich hinaus denkt und sich fragt, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was da für Sie dazugehören würde. Sich selbst und die eigenen Gedanken auf etwas Positives und Schöpferisches auszurichten, gelingt aber erst im zweiten Schritt, wenn man zuvor die Angst in gesunder und nicht unterdrückender Weise bewältigt hat.

Ich bin mir sicher, dass Ihnen viele Ideen kommen werden. Deshalb gibt es am Ende dieses Artikels auch ausnahmsweise keine Links, denn Input durch die Medien haben wir im Moment mehr als genug. Vielmehr wünsche ich Ihnen bei der Suche nach ihren inneren Quellen und in der Neu-Begegnung mit sich und anderen viel Freude.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Elnur / Shutterstock

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24 Kommentare zu: “Tagesdosis 21.3.2020 – Liebe in Zeiten von Corona

  1. Der Artikel gefällt mir weil ich sehr viel lieber eine harmonische Umgebung habe als recht zu behalten.
    Dennoch muß ich nach nochmaligem Hören sagen, der Vergleich hinkt. Zu viele befinden sich in einer völligen Emotionalität. Kinder sind im Zustand der Angst Autoritätswesen! Sie werden auf den Erwachsenen nur in angstverlierender Weise reagieren, wenn sie ihn für stärker als das vorgestellte Gespenst halten, sonst bleiben sie in der Angst und bemänteln diese höchstens. Sie müssen irgendwann dahinkommen sich selbst zu vertrauen, unvorhergesehene Situationen handhaben zu können.

    Plötzlich und grundlos zwischen lauter alt aussehenden Kindern rumzulaufen treibt mich in die Angst. Wie verläßlich sind all diese Menschen? Immerhin ist inzwischen gesichert, daß es sich umeine tröpfchenbasierte Infektionskrankheit mit guten Genesungsaussichten handelt.

    Besondere Schutzmaßnahmen sind ok (, daß ist meine Wegstrecke): kein Händeschütteln und größerer Abstand wenn vom Gegenüber gewünscht, Mund+Nasenschutz für alle in der Öffentlichkeit. Damit sind Ausgangseinschränkungen sinnlos.

    Organisiert euch attraktive Schutzmasken! Dann sehen wir nicht alle aus wie Gespenster.
    https://www.fiberspace.de

    So eine Extra Zeit zu Hause ist ja auch ganz attraktiv um Liegengebliebenes zu erledigen, aber am nächsten 20. wollen wir den Rechenschaftsbericht über die Kosten dieser unsinnigen und menschenisolierenden Ausgangssperren und stehen wieder auf der Straße!

    • @ Alcedo ich las :
      "So eine Extra Zeit zu Hause ist ja auch ganz attraktiv um Lieblingsgeliebtes zu erl(i)eben."
      Dieter Lange liebe ich zum Beispiel sehr und Ihr streben nach Harmonie,
      wenn damit echte dynamische Balance angepeilt wird,auch .
      Ich denke dabei an ein Schiff das auch durch stuermische See faehrt und
      alle wissen wo ungefaehr der Nordstern haengt.
      Keiner kann sagen das das immer leicht sei,aber ein Erlebnis was unser Bewusstsein grossartig weiter entfaltet.
      https://youtu.be/RIinWvteCJE

    • Wenn ich lese :"Kuba schickt 52 Ärzte & Krankenpfleger nach Italien"
      oder "From Russia with Love": Russland schickt zehn große Frachtflugzeuge mit Corona-Hilfe nach Italien,
      dann finde ich das grossartig.
      Unsere Ikonen der westlichen Wertegemeinschaft Trump ,Merkel und die ganze Affenbande geben nur "Ape-shit".
      Dann lese ich auch noch:EU-Solidarität: "Polen und Tschechien beschlagnahmen chinesische Hilfe für Italien"
      und denke der Weg der Menschheitsfamilie aus der "Chienlit" ist noch lang.
      https://youtu.be/wrcGSKYjn84

    • Lieblingsgeliebtes ist eindeutig besser als nur Liegengebliebenes.. nur im Moment ist kein Geliebtes hier liegengeblieben .. tjaa, gibt verschiedene Treibinseln auf dem Weg zum Nordstern.

  2. Mein Patentrezept für Liebe in Zeiten von Corona… Ich singe zu Gott und sag ihm, dass ich ihn liebe.
    Was dann zurück kommt, kann man nicht beschreiben.

    Here I am to worship…
    https://www.youtube.com/watch?v=FaUTv1pXRyU

    • Ich glaube, dass das, was die Leute Gott nennen, etwas in uns allen ist. Ich glaube, dass das, was Jesus, Mohammed, Buddha und alle anderen sagten, richtig war. Es ist nur so, dass die Übersetzungen schief gelaufen sind.
      -John Lennon

      https://soundcloud.com/bridget-may-658886531/good-times-are-gone

      Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.

  3. Mir kommt das in etwa so vor ,dass Diejenigen,die keine Angst haben ,vom System zum Artigsein gezwungen werden,in der Form "Na willst du endlich Angst haben,sonst kannst du was erleben"

    Der Lehrer zum Schüler:"Hab endlich Angst;-sonst gibt es einen Eintrag ins Klassenbuch ."

    • Was mir bisher Angst gemacht hat ,war in einer Welt zu leben wo zig Tausende Kinder verhungern und die Börse steht gut da .

  4. Eben lese ich im Teletext,dass Hartz-4-Anträge unbürokratisch und ohne Vermögensprüfung im nächsten halben Jahr bewilligt werden.
    Außerdem sind zur Zeit die Arbeitsämter geschlossen und Anträge kann man nur schriftlich stellen.

    Bei wem jetzt der Groschen noch nicht fällt…

    Man kann davon ausgehen,dass diese "Ämter"niemals mehr ihre alte Arbeit aufnehmen werden,wo der Mensch-ähm tschuldigung ,die Juristische Person,-nur Bittsteller ist.

    Das System zerbröselt gerade.

  5. Wenn die Angst einem selbst erlebten einzelnen Ereignis entstammt hat jeder Mensch die Chance durch geistiges Wiedererleben die Angst abzubauen. Je nach Verdrängung eventuell nur mit äußerer Anleitung.

    Anders wenn Ängste Kollektivtraumata entspringen:
    1.Weil die Ängste im Kollektiv verteilt und verstärkt werden,
    2. Weil Sie als Einzelner möglicherweise Schwierigkeiten haben:
    a) an das Urerlebnis heran zu kommen das das Trauma verursacht hat, oder
    b) Sie nicht in der Lage sind, sich vom Kollektiv zu entkoppeln.

    Wie auch immer, jeder Mensch sollte und muss wissen, dass die eigene Heilung ohne Angst besser funktioniert.

  6. Der Spiegel hat seine ganz eigene Vorstellung, wie wir aus der Krise herauskommen. Er meint, wir brauchen eine Weltregierung.

    "Falls es der Klimawandel und die Migrationstragödien der letzten Jahre noch nicht bewiesen haben – Covid-19 beweist es uns jetzt von Tag zu Tag: Krisen wie diese bräuchten eine Art Weltregierung – so vorläufig und unvollkommen sie unter dem Druck der sich überschlagenden Ereignisse auch sein mag."

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-krise-wir-brauchen-eine-weltregierung-a-058a25cf-646a-466f-a969-7a40a517feb0

    Ich dachte immer, das sei "Verschwörungstheorie" 😉

    • In Österreich sind die Menschen und die Regierung drauf gekommen dass der Nationalstaat eigentlich gar nicht so schlecht ist und man sich nicht auf die EU oder andere Herrschaftsformen verlassen kann. Also da kann der Spiegel schreiben was er will, bei den Menschen ist genau das Gegenteil der Fall. EU und Merkel haben so richtig verschissen.

  7. Ach, wissen Sie, wenn man schon etwas älter ist und – sogar in dieser „Wohlstandsgesellschaft“ -schon so manche (persönlichen) Katastrophen erlebt hat, relativiert sich das alles, und man kann es eigentlich recht gelassen sehen. Weder versetzt einen ein Virus gleich in kopflose Panik noch die Frage, inwieweit man diesbezüglich vielleicht angelogen wird, noch können einen all die massiv freiheitsbeschränkenden Maßnahmen wirklich schrecken. Ich nutze vielmehr die jetzt staatlich verordnete Zwangspause dazu, die gewohnte Hektik und Getriebenheit abzuschalten, und gelange dadurch zu der beruhigenden Feststellung, dass ich schon so vieles überstanden habe (oft genug wider Erwarten letztlich doch glücklich), um zuversichtlich genug zu sein, auch Corona-Zeiten einigermaßen wohlbehalten hinter mich zu bringen. Wenn einem schon vieles widerfahren ist, wird man bescheiden, und es genügt einem, wenn das Wohlbehalten-bleiben nur „einigermaßen“ ausfällt.

    Schlechter dran sind da wohl all diejenigen, für die sich unsere Gesellschaft bisher tatsächlich wie eine Wohlstandsgesellschaft angefühlt hat. Dann wirken sich die Einschränkungen natürlich besonders krass aus, und die diffuse Vorstellung, was jetzt wohl alles passieren wird und was man vielleicht an Liebgewordenem verlieren könnte, bringt einen leicht aus der Fassung. Für letztere Personengruppe, die wohl weit überwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung, kann man daher Ihren Artikel nur begrüßen, Frau Borowy (und auch für unsereinen, wenn er denn im Verlauf der Krise doch nicht so tapfer durchhalten sollte, wie er jetzt meint).

    Wie sagte doch meine Bäckerin so schön, als ich heute Morgen bei ihr Brötchen holte: „Da erleben jetzt viele zum ersten Mal, was Leute in unserem Alter noch von früher her kennen, nämlich dass es eben nicht immer alles gibt und dass man auf manches auch mal verzichten muss“.

    Wäre das die Agenda, die sich unsere herrschende Klasse für uns ausgedacht hat, hätte das ja durchaus auch einen positiven erzieherischen Effekt.

    Und: Wie wäre es denn, wenn man nicht nur die Beschränkung des Wohlstands als reinigende Fastenzeit begreifen wollte, sondern auch mal zwischendurch ein Weniger an hemmungsloser Freiheit akzeptierte? Gibt es neben dem Überfluss an Materiellem vielleicht doch auch so etwas wie einen Überfluss an Freiheit? Immerhin gibt es Philosophen, die ein Zuviel an Freiheit für gar nicht so gut halten. (Aber sagt es nicht denen da oben weiter, die fühlen sich sonst am Ende noch bestätigt darin, dass sie unsere Freiheitsrechte nehmen).

  8. Goettlich Christiane Borowy!

    Mein Schluesel mit der Angst umzugehen ist:
    https://youtu.be/7kBorZDx2WA
    oder mit Goethes Worten:

    "Und so lang du das nicht hast,
    Dieses: Stirb und werde!
    Bist du nur ein trüber Gast
    Auf der dunklen Erde."

    Singen vertreibt Angst .
    Fuer alle die jetzt Kinder haben!
    Meine Mutter wusste schon:
    "Wo man singt da lass Dich nieder ,boese Geister kennen keine Lieder"

    • Wer hat denn Angst -oder versucht man das ständig den Leuten zu unterstellen.!?
      Ich sehe keine ängstlichen Menschen.
      Ich sehe nur den ständigen Versuch,den Menschen Angst zu machen.

      Junge Leute feiern Partys ,und werden von der Polizei daran gehindert…offensichtlich wirkt die Manipulation nicht mehr.

  9. Weit tödlichere «Viren» als der Corona-Virus sind: Gier (z.B. Spitäler als Renditeobjekte, Rüstungsbetriebe, usw.), Unsolidarität* und Gehorsam (Autoritätsgläubigkeit -Hörigkeit). Wie anderes auch, lenkt auch der Corona-Virus davon ab.

    Weit tödlicher ist, dass nur sehr, sehr wenige die Augen davor ebenso wenig verschliessen wie vor der allfälligen Angst vor dem Corona-Virus. Welche Angst, Panik oder Ohnmacht Raum lassen, nicht verdrängen, aber sich davon nicht beherrschen lassen. Sie bestimmen über sich selbst und lassen sich auch von Menschen nicht beherrschen oder (ver)führen. Von keinen Medien, von keinen Politikern. In gesundem Misstrauen wird selbstkritisch hinterfragt, in Frage gestellt. Lässt sich hinterfragen und in Frage stellen.

    Krankmachend kopflos vor (verdrängter, nicht akzeptierter) Angst und Panik wird wegen dem Corona-Virus nicht alleine die Wirtschaft, ganz besonders kleine und mittlere Betriebe, sondern auch der Friede innerhalb und zwischen den Bevölkerungen Europas an die Wand gefahren.

    *
    «Solidarität ist internationale Solidarität oder es ist keine Solidarität. Staaten und Gemeinschaften die vom Imperialismus und seinen Vasallen angegriffen werden, sind auf unsere Solidarität angewiesen. Solidarität ist Zärtlichkeit der Völker!» (Markus Heizmann «Zur Anatomie des Imperialismus»).

    Beispiele von fehlender Solidarität sind das Verhalten der EU resp. deutschen Regierung im finanziellen Falle gegenüber der Mehrheitsbevölkerung Griechenlands und anderen Staaten und im Falle des Corona-Virus gegenüber Italien, Spanien, Serbien, Schweiz und anderen. Und das Verhalten von EU, Regierungen und auch Gesellschaft (Bildungsbürgertum) im Falle der Sanktionen gegenüber Syrien, Kuba und anderen mehr. Gegenüber den Folgen des Einsatzes von Uranmunition im Irak, im Bosnienkrieg und im Kosovo. Gegenüber dem durchschnittlich alle 10 Sekunden stattfindenden Sterben eines Kindes an Hunger und viele andere Beispiele von Unsolidarität mehr.
    «Die einzige Loyalität, die ihr haben solltet, ist jene für die einfachen Menschen im Iran, im Irak und in der weiteren Region» So Hawzhin Azeez.

  10. Hmm, es stimmt nicht das die Menschen Panik haben ,auch habe ich nirgendwo Raufereien um Toilettenpapier oder Bankomat gesehen? Die Menschen benehmen sich ausgesprochen ruhig und angenehm. Panik scheinen die zu haben die glauben das sich da jetzt eine Weltverschwörung auftut und mit voller "Schreib"-Gewallt gegen die anderen losgehen. Bleibt einfach mal 3 Wochen zu Hause und wenn ihr das für Blödsinn erachtet dann tut euch das doch nicht weh. Warum müsst ihr immer gegen die hetzen die das für sinnvoll erachten ihren älteren und kranken Mitmenschen zu liebe. Was soll jetzt die ganze Aufregung die ihr verbreitet, was wollt ihr erreichen, das die Menschen wieder alle so weiter machen wie vorher? Wenn ihr recht habt wird das in 3 Wochen eh der Fall sein weil dann keine Intensiv Betten belegt sind und es kein Grund geben wird die Ausgangsbeschränkungen aufrecht zu halten. Also bleibt einfach 3 Wochen zu Hause und macht Liebe oder was euch gefällt, ihr könnt auch meditieren, es tut niemand weh.

    • @ pachama
      also wenn man nicht oft aus dem Haus kommt, sieht man natürlich nicht was da draußen so los ist…die leeren Regale in den Supermärkten sind auch nur Einbildung.
      Und besonders Sie gehören doch zu denen, die Panik schieben und alle Zuhause einsperren wollen…
      Haben Sie denn je einen Corona-Patienten persönlich erlebt, der um sein Leben kämpft oder der gar daran verstorben ist – außer aus der Glotze oder vom HörenSagen?
      Vielleicht mal überlegen ob Menschen ihre Arbeit brauchen um überhaupt Leben zu können oder meinen Sie, der Vermieter, Strom,Wasser&Gas Anbieter verschenken was?
      Fragen Sie doch mal die kleinen Unternehmer, die für ihre Firma haften mit allem was sie besitzen ob die das lustig finden wenn sie sich über ihr Lebensende hinaus verschulden sollen….

      Man muss keine Parties feiern aber an die frische Luft auf jeden Fall und leider werden die bisher Fleißigen die Zeche zahlen wenn in einigen Monaten Niemand mehr darüber spricht – so wie man die ganzen Jahre weder über die zig Tausend Grippe-Toten sprach oder gar bemerkte, wie das Gesundheitswesen verraten und verkauft wurde…

      Bleiben Sie schön entspannt ;o)

    • Achso ja, stimmt da sind wir jetzt beim Thema worum es wirklich geht: man könnte ja Einbusen haben , geld verlieren. Die armen Unternehmenr oh und wieviele haben ihre Arbeit schon verloren ? Och und da war ja gerade der ehrenwerte Markus Krall und hat uns erklärt dass das ja sowieso alles so gekommen wäre auch ohne Korona, vielleicht hätte es eine Selbstständige dann nicht so hart getroffen. Also das ist jetzt das Thema, viele Danke wenigstens für die Ehrlichkeit, das ist wenigsten ehrlich wenn sie sagen, liebe Alte, euch braucht eh keiner mehr also nehmen wir auf euch keine Rücksicht. Nur dürfte man dann auch keine mehr in Krankenhäuser aufnehmen weil die sind sonst völlig überfordert. Übrigens bin ich jeden Tag an der frischen Luft, das stört auch keinen und oh Wunder, es ist richtig angenehm. der Umwelt tut es gut. Macht doch einfach weiter so wie bis her und dann schaun wir mal ob ihr die 1 Millionen Corona-Toten auch nicht bemerkt, so empathielos wie ihr seid würde mich das nicht wundern.

    • Ahoi pachamama, also meine Großeltern haben sich immer gefreut, wenn die Kinder und Enkel zu Besuch kamen, so eine verordnete Einsamkeit wäre nicht in deren Sinne gewesen.
      Die angeordneten Maßnahmen sind völlig unverhältnismäßig und verursachen nur dadurch so extreme Einbußen in der Wirtschaft und im gesellschaftlichen Leben! Klar, daß die vielen geknechteten gern mal 4 Wochen bezahlt frei haben, ich freue mich auch auf den unverhofften gesellschaftlichen Stillstand, so hat man doch auf einmal viel mehr Zeit fur Reinigungsrituale beim Fasten und Unerledigtes daheim – aber die Rechnung werden nicht die Politiker zahlen sondern Lohnabhängige und andere Prekäre und deren Kinder und Enkel.
      Ein bißchen ungerecht auch, daß die einen unverhofft zu Freizeit kommen, während andere scheinbar uninfektiös sind und daher am Besten noch 7 Tage die Woche durcharbeiten..
      Außerdem lehrt die Erfahrung – Zuckerbrot und Peitsche treten immer gemeinsam auf – bezahlte Freizeit ist das Zuckerbrot.. was machen die GIs noch hier? Wie verläuft der Prozeß von Julian Assange? …

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