12605515_10153210965256583_4422101717907548003_o

Vom Pazifisten zum Bürger in Uniform

Von Jo Menschenfreund.

Weiterlesen: Vom Pazifisten zum Bürger in Uniform

Dieser Text erschien zuerst bei Kritisches Netzwerk.de

Alle Quellen: http://www.kritisches-netzwerk.de/…/vom-pazifisten-zum-buer…

 

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

13 Kommentare zu: “Vom Pazifisten zum Bürger in Uniform

  1. Ich bin d’accord mit Ihnen und weiss, dass es vielen so geht, weil sie jetzt verstehen, was Souveränität, territoriale Integrität, Landesverteidigung bedeuten und dass die Entwicklung zu Söldnerheeren damit einhergeht, Grenzen nicht mehr sichern zu können. Ich bin recht militäraffin als Journalistin und dachte, als ich erfuhr, dass Webseiten, die von George Soros unterstützt werden und den refugees-Hype bedienen, 2010 angemeldet wurden, an den arabischen Frühling und an Liyben. Nicht aber zunächst an die Veränderungen damals bei Bundesheer und Bundeswehr – Weichenstellungen in Richtung Aufgabe der Landesverteidigung, in Deutschland Aussetzen der Wehrpflicht, bei uns der Versuch, sie per Volksbefragung abzuschaffen (60% waren dagegen) und dann die Umsetzung des Beschlusses zu unterlaufen, das Heer auszuhungern.

    Es gehört aber zusammen, denn wir sollen nicht nur Söldner stellen, sondern auch nicht mehr imstande sein, unsere Grenzen zu sichern, wie man letztes Jahr ja gesehen hat. Ich führe daher mehrere Handlungsstränge zusammen: die Ebene NATO-Internationale Sicherheitspolitik-Kriege, die Ebene Umgestaltung der Bundeswehr (und des österr. Bundesheers), die Rolle der Medien, den Flüchtlingshype und die Bedeutung von NGOs; daneben natürlich auch der Part der Politiker. Ich habe hier versucht, Destabilisierung unter Einbeziehung unterschiedlicher Faktoren aufzuzeigen; es ist sehr komplex, aber nachvollziehbar, und man kann ja gerne selbst weiterrecherchieren. Der Titel ist eine Anspielung darauf, dass der neue österr. Verteidigungsminister die Hercules genannten C 13o für Abschiebungen verwenden will:

    Eine Hercules-Aufgabe für den Verteidigungsminister
    https://alexandrabader.wordpress.com/2016/02/03/eine-hercules-aufgabe-fuer-den-verteidigungsminister

  2. Korrigierte Version:

    Ich bin eindeutig gegen die Wehrpflicht, da ich der Meinung bin, dass sie in Form eines Zwangs schlicht und einfach wesentliche Grundrechte verletzt. Nicht jeder ist geeignet und willens, Soldat zu sein. Die einzig legitime Form der Wehrpflicht wäre für mich eine Bewaffnung der Bürger in einer Extremsituation. Bürger zwangsweise unter den Befehl einer Armee zu stellen, halte ich für völlig illegitim und diktaturmäßig. Diese Ablehnung gilt ausdrücklich auch für den Zivildienst (‚Zuvieldienst‘), der eine Versklavung der Bürger ist und mit Bürgerrechten und auch mit marktwirtschaftlichen Werten nicht vereinbar ist. Dass in Österreich der Zwangsdienst blieb mit Verweis auf den Zivildienst und Österreich damit per Mehrheitsdiktatur (‚Volksentscheid‘) seine jungen männlichen Bürger offen temporär versklavt, halte ich für einen Tiefpunkt der europäischen Geschichte. Hingegen bin ich nicht dafür, Bürger daran zu hindern, Waffen zu tragen. Ich halte die US-amerikanische Verfassung für richtig, die Waffen für Bürger erlaubt. Und das, obwohl ich selbst gar nicht scharf auf eine Waffe bin. Ich bin der Meinung, dass der Staat weder das Recht hat, seinen Bürgern einen Zwangsdienst aufzuerlegen, noch, dass er seinen Bürgern (ausgenommen Militär und Polizei, merken Sie etwas?) verbieten darf, Waffen zu haben. Ich stimme bei diesem ganzen Komplex ‚Waffen/Abschaffung der Wehrpflicht‘ der Republikanischen Partei der USA voll zu, auch wenn es sonst nicht viel gibt, wo ich denen zustimme. Dass Kanzlerin Merkel die Wehrpflicht gekippt hat (Guttenberg war zwar federführend, und ich rechne ihm das hoch an, aber bei Kohl wäre er damit schlicht nicht durchgekommen), halte ich für einen bleibenden Verdienst ihrer Kanzlerschaft, auch wenn keineswegs alles überzeugend ist.

    PS: Norwegen hat das schlauer geregelt: In Norwegen gibt es zwar Wehrpflicht, aber der Zuvieldienst wurde de facto abgeschafft. Damit kann man da de facto sich dem Zwangsdienst legal entziehen.

  3. Ich bin eindeutig gegen die Wehrpflicht, da ich der Meinung bin, dass sie in Form eines Zwangs schlicht und einfach wesentliche Grundrechte verletzt. Nicht jeder ist geeignet und willens, Soldat zu sein. Die einzig legitime Form der Wehrpflicht wäre für mich eine Bewaffnung der Bürger in einer Extremsituation. Bürger zwangsweise unter den Befehl einer Armee zu stellen, halte ich für völlig illegitim und diktaturmäßig. Diese Ablehnung gilt ausdrücklich auch für den Zivildienst (‚Zuvieldienst‘), der eine Versklavung der Bürger ist und mit Bürgerrechten und auch mit marktwirtschaftlichen Werten nicht vereinbar ist. Die einzig legitime Form der Wehrpflicht wäre für mich eine Bewaffnung der Bürger in einer Extremsituation. Bürger zwangsweise unter den BeDass in Österreich der Zwangsdienst blieb mit Verweis auf den Zivildienst und Österreich damit per Mehrheitsdiktatur (‚Volksentscheid‘) seine jungen männlichen Bürger offen temporär versklavt, halte ich für einen Tiefpunkt der europäischen Geschichte. Hingegen bin ich nicht dafür, Bürger daran zu hindern, Waffen zu tragen. Ich halte die US-amerikanische Verfassung für richtig, die Waffen für Bürger erlaubt. Und das, obwohl ich selbst gar nicht scharf auf eine Waffe bin. Ich bin der Meinung, dass der Staat weder das Recht hat, seinen Bürgern einen Zwangsdienst aufzuerlegen, noch, dass er seinen Bürgern (ausgenommen Militär und Polizei, merken Sie etwas?) verbieten darf, Waffen zu haben. Ich stimme bei diesem ganzen Komplex ‚Waffen/Abschaffung der Wehrpflicht‘ der Republikanischen Partei der USA voll zu, auch wenn es sonst nicht viel gibt, wo ich denen zustimme. Dass Kanzlerin Merkel die Wehrpflicht gekippt hat (Guttenberg war zwar federführend, und ich rechne ihm das hoch an, aber bei Kohl wäre er damit schlicht nicht durchgekommen), halte ich für einen bleibenden Verdienst ihrer Kanzlerschaft, auch wenn keineswegs alles überzeugend ist.

    PS: Norwegen hat das schlauer geregelt: In Norwegen gibt es zwar Wehrpflicht, aber der Zuvieldienst wurde de facto abgeschafft. Damit kann man da de facto sich dem Zwangsdienst legal entziehen.

  4. Interessante Sichtweise, so habe ich die Wehrpflicht noch gar nicht betrachtet.
    Aber ist dies in Israel nicht schon der Fall, sowohl für Männer als auch auch Frauen?
    Das allein scheint dann doch nicht zu reichen um ein Umdenken zu bewirken ?

    • Natürlich ist es eine eklatante Diskriminierung der Männer, dass sie in den Zwangsdienst gesteckt werden. Aber das kann man natürlich nicht damit beheben, dass man auch Frauen dieses Übel zukommen lässt, sondern meiner Meinung nach nur, indem man es für Männer abschafft. Ich lehne jedwede staatlichen Zwangsdienste für Frauen sowohl wie für Männer kategorisch ab.

    • Mir hat ein Offizier mal gesagt, dass die USA all die Kriege nach Vietnam mit Wehrpflicht nicht hätten führen können. Wehrpflichtarmeen sind immer stärker in der Bevölkerung verankert; unsere Peacekeeping-Einsätze (Bundesheer) sind freiwillig mit daher immer neu zusammengestellten Truppenkörpern und jeweils ca. zur Hälfte Leuten aus der Miliz und vom Berufsheer (Miliz = ehem. Grundwehrdiener, ehem. Berufssoldaten und -SoldatInnen).

  5. Aufrüstung war noch nie eine Lösung.
    Ich bin eher dafür zu fragen, warum jemand mich angriefen möchte. Doch bei den geistigen Kindern die sich für Erwachsene halten und heut in der Welt Machtpositionen inne haben, da hab ich meine Zweifel, dass sie es selbst wissen, warum sie es machen.
    Warum will Jemand seine Macht oder Einfluss erweitern? Wenn man in die Natur schaut, kann man diese Verhaltensweisen dort auch bei anderen Lebewesen vorfinden. Im Grunde sind es Überlebensstrategien. Doch in welchen Stuationen sind sie Notwendig? Wenn sich durch zyklische ändernde Umweltbedingungen ein stofflicher Mangel einstellt, der die Lebewesen durch die Konkurrenz dazu befähigt, in diesen Mangelsituationen überleben zu können. Macht oder Einfluss ist darin auch nur eine Überlebensstrategie.
    Ein Blick auf die Welt zeigt aber, dass wir Menschen garkeinen Mangel mehr haben. Warum streiten sich dann überhaupt Menschen noch, weshalb man Waffen bauen muss, um sich zu schützen?
    Menschen im Konkurrenzkampf bedienen sich der sogenannten psychopathischen Verhaltensweisen, um ein überlebensvorteil zu haben und dieser Vorteilselektiert ebenso die Menschen in den Machtpositionen. Da muss man sich nicht wundern, warum die Welt jetzt so aussieht, wie sie ist.

    Also eine Aufrüstung mit Waffen ist in solchen Situationen dann eine falsche Lösung und kann auch schnell als Provokation missverstanden werden. Und der „Spiel mir das Lied vom Tod“ Kreis schließt sich.

  6. Ich bin auch nicht für weitere Aufrüstung oder per se für die Wiedereinführung der Wehrpflicht und ich habe auch keine Patentlösung für all diese Probleme. Ich bleibe bei der Meinung. Erst ist es meine Aufgabe mich selbst zu befrieden und andere bei der Befriedung zu unterstützen wo immer sich die Chance ergibt, ohne zu missionieren. Wenn dann eine kritische Masse überschritten ist, wird es zu großen friedlichen Lösungen kommen.
    Bis dahin arbeite ich an MIR. Da gibt es genug zu tun. Alles andere ist bloß wilder Aktionismus oder auch Druck mache, die ja wieder Gegendruck erzeugt. Und schon gibt es den nächsten Konflikt.

    Lieber Jo Menschenfreund. Danke für den Beitrag. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die Panzer durch EMP lahmzulegen, die Besatzung unbeschadet daraus zu bergen durch friedliches Auf-sie-zugehen. Sie an die Hand zu nehmen und Ihnen eine friedliche Alternative zu zeigen. Auch wenn es utopisch klingt.
    Denn, wenn ich mit Panzerabwehrwaffen Panzer zerstöre hat der Angreifer ja sein Feindbild bestätigt nach dem Motto:
    Seht her, sie greifen uns an! Das ist in meinen Augen keine Lösung.
    P.S. Ich habe 8 Jahre in der Bundeswehr gedient 😉

    • Die Seidenstraße ist eine interessante Vision, aber ich fürchte, dass sie nicht umsetzbar ist. Es fehlen Arbeitskräfte in den dünn besiedelten Regionen Zentralasiens, und es fehlen Kunden für die Verkehrswege. Es sei denn, man schafft es, dass Russland sein riesiges Territorium sinnvollerweise endlich mehr öffnet (z.B. für Flüchtlinge und ihre Familien), dann gäbe es vielleicht wenigstens genug Leute, die an der Infrastruktur dort mitarbeiten können.
      Manchmal habe ich den Eindruck, Russland ist ein riesiges sinnloses Sperrgebiet.

Hinterlasse eine Antwort