GerhardEvelyn2

Warum trennt sich ein deutscher Verlag von seiner Gelddruckmaschine?

Von Evelyn Hecht-Galinski.

Es war eine hitzige Diskussion bei KenFM Positionen in Berlin am letzten Mittwoch, dem 27.01.2016.

Die Sendung wird allerdings erst in ein paar Wochen im Internet zu sehen sein.

Gerhard Wisnewski war ein mehr als interessanter Talk-Partner, obwohl wir in vielen politischen Themen große Differenzen haben. Es war eine spannende Erfahrung, gegen drei Männer zu Wort zu kommen und für das Thema Palästina einzutreten, was einem Professor nicht so gefiel.

Hierzu noch aus dem Artikel des Iran German Radio von Dr. Yavuz Özoguz.

Quellen:

http://sicht-vom-hochblauen.de/warum-trennt-sich-ein-deutscher-verlag-von-seiner-gelddruckmaschine/

http://german.irib.ir/component/k2/item/295493-warum-trennt-sich-ein-deutscher-verlag-von-seiner-gelddruckmaschine

 

Danke an die Autorin für das Recht der Zweitverwertung.

Dieser Text erschien zuerst bei Sicht vom Hochblauen. http://sicht-vom-hochblauen.de/

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

3 Kommentare zu: “Warum trennt sich ein deutscher Verlag von seiner Gelddruckmaschine?

  1. Ein Hallo an die Administratoren der Website:
    In diesem Beitrag ist es mir wieder aufgefallen – könntet ihr die weiterführenden Links mit einem „blank“ öffnen, so dass die Seite von kenfm gehalten wird und sich zusätzlich eine Seite öffnet? Ich fände es im Handling und in der Wirkung besser, wenn die kenfm-Homepage nicht verschwinden würde.
    Ich wünsche euch so viel Freude bei der Pflege der neuen Homepage wie ich beim Lesen habe – ein herzliches Dankeschön für Gestaltung und Inhalt!

  2. Auf die Idee, dass der Verlag DroemerKnaur von den negativen Schlagzeilen, die um Herrn Wisnewski herum kursieren, genug hat, weil vielleicht andere Autoren ihre Verträge zur Disposition stellen oder weil Anzeigenkunden des Verlags mit Kündigung gedroht haben, mag der Autor nicht kommen? Im Gegenteil wird mir da zu schnell aus der Hüfte geschossen mit recht steilen Behauptungen über ach so dramatische Veröffentlichungen von kritischen Inhalten. Nüchtern betrachtet liegen die Fakten doch auf der Straße. Das Kapital von Marx kann problemlos gekauft werden (http://goo.gl/TyO2dz); die geopolitischen Veröffentlichungen von Zbigniew Brzezinski (http://goo.gl/L1Y0gP), Samuel Huntington (http://goo.gl/TOXmON) & Co können gar bei der Trilateralen Kommission online offen recherchiert werden und decouvrierende Bücher wie von Uwe Krüger über Netzwerke von Alpha-Journalisten (http://goo.gl/Q07xnc) sind ebenso einfach bestellbar wie das Grundlagenwerk über Propagandatechniken in einer Demokratie von Noam Chomsky und Edward Herman (https://goo.gl/tMGZPe).

    Man sollte nicht die alten Fehler machen, die schon die Stamokap-Schule (https://goo.gl/kncz0b) in die Irre führte. Es gibt nicht „die“ eine Elite, die homogen ihre Interessen im Geheimen koordiniert und mal eben entscheidet, dass ein Autor seinen Verlagsvertrag verlieren soll. Das heißt nicht, dass es so einen Fall nicht gibt und auch nicht, dass Autoren nicht mundtot gemacht werden. Aber es ist nicht die Regel. Ich möchte noch einmal aus dem hervorragenden Vortrag von Rainer Mausfeld „Warum schweigen die Lämmer“ zitieren, in der er Samuel Huntington – u.a. Autor von „Kampf der Kulturen“ mit den Worten wiedergibt, eine Demokratie sei von ihren Herrschaftskosten betrachtet weitaus billiger als eine Diktatur. Zynisch wird offen bekundet, wie die politische Lage zu betrachten ist. Tatsächlich haben wir das gegenteilige Paradox: es kann alle kritische Literatur der Welt gelesen und darüber weitgehend diskutiert werden – nur es bleibt völlig folgenlos oder wird erst gar nicht zur Kenntnis genommen, weil a) manche Text etwas mehr Zeit zur Verdauung und vielleicht auch ein Hintergrundwissen brauchen, man nannte das früher mal Studium, b) mit der Investition von Geld einhergeht, zumindest, wenn man sich breit informieren und nicht nur selbst auf die Schultern klopfen will und vor allem c) ein praktisches Bewusstsein, welche politischen Handlungen aus Informationen und Wissen zu gewinnen sind.

    Nicht alles muss neu erfunden werden. Über die Frage, warum „Macht“ so abstrakt ist und dennoch funktioniert, haben sich allein nach dem Zweiten Weltkrieg Legionen von GesellschaftstheoretikerInnen den Kopf zerbrochen und dabei entdeckt, dass die Philosophie der Praxis von Antonio Gramsci (https://goo.gl/km2xOk) und die Staatstheorie von Nicos Poulantzas einer brauchbarerer Ansatzpunkt sind, als die x-te Neuauflage einer elitären Agenturtheorie (https://goo.gl/vTCcpF).

    Wer ein bisschen mehr lesen will und nicht nur unzusammenhängende Fakten über angebliche Vertuschungen und Skandälchen, könnte mal hiermit anfangen: Armin Schäfer (2008): Krisentheorien der Demokratie. Unregierbarkeit, Spätkapitalismus und Postdemokratie. Diskussionspapier des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, Köln, online: http://goo.gl/UGHH1

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