20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien – Teil 2

Deutschlands Rückbesinnung auf unrühmliche Traditionen.

Aufgrund des 20. Jahrestages des Nato – Angriffskrieges auf Jugoslawien erscheint in den kommenden Wochen die mehrteilige Serie: 20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien.

Alle vorherigen, sowie kommende Beiträge können in der KenFM Artikel Rubrik nachgelesen werden.

Von Klaus Hartmann.

Bei dieser Zerstörung eines UN- und OSZE-Gründungsmitglieds spielte Deutschland von Anbeginn eine Vorreiterrolle – und konnte sich dabei auf eine lange, beschämende Tradition stützen.

Der deutsche Imperialismus wollte nach dem Anschluss der DDR sein außenpolitisches „Gesellenstück“ machen, indem er – im Dezember 1991, in Person des damaligen bundesdeutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher – durch vorauseilende Anerkennung der Separation Kroatiens und Sloweniens die Führungsrolle übernahm, sekundiert von Österreich und dem Vatikan.

Aber welche Tradition war das, auf die man sich besann, um nicht mehr „wirtschaftlicher Riese, aber politischer Zwerg“ zu sein? Bundeswehr-Generalinspekteur Naumann gab Anfang 1993 die Parole aus: „Es gibt zwei Währungen in der Welt: wirtschaftliche Macht und die militärischen Mittel, sie durchzusetzen.“ Der nächste Bundesaußenminister, Klaus Kinkel, sinnierte mit Bezug auf die „deutsche Wiedervereinigung“ 1993:

Zwei Aufgaben gilt es parallel zu meistern: Im Inneren müssen wir wieder zu einem Volk werden, nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal zuvor gescheitert sind: Im Einklang mit unseren Nachbarn zu einer Rolle zu finden, die unseren Wünschen und unserem Potenzial entspricht.

Zweimal zuvor gescheitert? Ganz klar: Gemeint waren Kaiser Wilhelm II., der 1918 und Adolf Hitler, der 1945 „gescheitert“ war. Noch deutlicher wurde der CSU-Politiker Edmund Stoiber:

Kohl vollendet das, was Kaiser Wilhelm und Hitler nicht erreicht haben.

Der erste „Gescheiterte“, Kaiser Wilhelm II., hatte im Juli 1914 erklärt: „Mit den Serben muß aufgeräumt werden, und zwar bald“. Das von Walter Kollo komponierten Lied „Die Männer sind alle Verbrecher“ wurde zynisch umgetextet: „Die Serben sind alle Verbrecher, ihr Land ist ein dreckiges Loch!“.Auf den Truppentransportzügen an die Front stand: „Serbien muß sterbien“. Eine Obsession, eine Verirrung – oder gab es dafür „rationale“ Gründe?

Ernst Jäckh, „Mitteleuropa-Vordenker“ und Herausgeber der Zeitung „Das größere Deutschland“, begründete den deutschen Drang nach Südosten 1916 damit, dass die „deutsche Not und Notwendigkeit südostwärts zwingt: Der Landweg über Mitteleuropa wird so der Umweg nach Übersee … als einziger und letzter Weg in die Welt … wir müssen diesen Weg gehen, suchen und sichern“. Sein Gesinnungsfreund Friedrich Naumann, Namensgeber der FDP-Parteistiftung, unterstützte diese „Stoßrichtung“ 1915/1916:

Alles, was an der Bagdadbahn liegt, liegt an der für uns notwendigen Linie Hamburg–Suez, die wir uns von niemandem dürfen sperren lassen“. Daher seine Schlussfolgerung: „Das serbische Gebiet kann nicht als feindliches Kastell innerhalb des mitteleuropäischen Schützengrabenverbandes geduldet werden.

Im Ergebnis des 1. Weltkriegs verlor das von österreich-ungarischen, deutschen und bulgarischen Truppen angegriffene und besetzte Serbien über 1 Million Menschen, nicht weniger als 24 Prozent seiner Bevölkerung. Im 2. Weltkrieg wollte sich das faschistische Deutschland freie Hand für den Überfall auf die Sowjetunion verschaffen und drängte Jugoslawien zum Beitritt in den Dreimächtepakt (die „Achse“ Deutschland-Japan-Italien) am 25. März 1941.

Nach ihrer Rückkehr aus Berlin wurden jene Regierungsvertreter von Massendemonstrationen und Streiks empfangen und wurden abgesetzt, am 5. April 1941 schloss das Land einen Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion. Am 6. April 1941 starteten Deutschland und Italien daraufhin ihren Balkanfeldzug mit Luftangriffen auf Belgrad. Aufgrund dessen musste sogar der für den 15. Mai 1941 geplante Überfall auf die Sowjetunion auf den 22. Juni 1941 verschoben werden, was der Wehrmacht den „Russischen Winter“ bescherte. Während des 2. Weltkriegs verloren wiederum 1.690.000 Menschen in Jugoslawien ihr Leben.

Mit dem Ende der Sowjetunion beginnt die Zerstörung Jugoslawiens

Nach 45 Jahren Frieden, trotz Kaltem Krieg, begannen die Aktionen des Westens zur Zerstörung Jugoslawiens unmittelbar zur Zeit des Untergangs des sozialistischen Staatensystems in Europa. Manche Linke hatten zwar von der nun fälligen „Friedensdividende“ geträumt, aber die Rechnung ohne den imperialistischen Wirt gemacht: Jugoslawien hatte seine „Puffer-Funktion“ verloren, und der Sieg im „Kalten Krieg“ wurde erst komplett, wenn auch die letzten sozialistischen Restbestände – mindestens in Europa – abgeräumt waren.

Bundeswehr und Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände veranstalteten im Herbst 1991 eine gemeinsame Tagung in Fürstenfeldbruck, bei der der ehemalige Verteidigungsminister Rupert Scholz von der „unbestreitbar fundamentalen gesamtdeutschen Bedeutung des Jugoslawienkonflikts“ sprach:

Wir glauben, dass wir die wichtigsten Folgen des zweiten Weltkrieges überwunden und bewältigt hätten. Aber in anderen Bereichen sind wir heute damit befasst, noch die Folgen des Ersten Weltkrieges zu bewältigen. Jugoslawien ist als eine Folge des ersten Weltkrieges eine sehr künstliche, mit dem Selbstbestimmungsrecht nie vereinbar gewesene Konstruktion.

Nachdem in Kroatien 1990 separatistische Nationalisten die Wahl gewonnen hatten, wurde ein Referendum über die Loslösung von Jugoslawien angesetzt und die Verfassung der Republik entsprechend geändert: Die Serben wurden als konstituierendes Staatsvolk gestrichen und unter die nationalen Minderheiten einsortiert. Straßen und Plätze mit Namen von Antifaschisten erhielten Namen von Ustascha-Faschisten aus dem „Unabhängigen Kroatien“ der Jahre 1941 bis 1944.

Nach ständigem diplomatischem wie publizistischem Druck setzte Deutschland Ende 1991 durch, dass auch die Europäische Gemeinschaft diesen ersten Separatstaat Kroatien anerkannte. Außenminister Hans-Dietrich Genscher pries sich als „ehrlicher Makler“ und behauptete, dass die von der Bundesrepublik vorangetriebene Anerkennung „den Menschen dort die Befriedung gebracht hat“. Tatsächlich hat die deutsche Kampagne den Bürgerkrieg befeuert.

„Die Deutschen tragen eine besondere Verantwortung“

US-Außenminister Warren Christopher vertrat die Auffassung, „dass beim gesamten Anerkennungsprozess … schwere Fehler gemacht wurden … und die Deutschen eine besondere Verantwortung tragen“, nach Frankreichs Außenminister Roland Dumas waren „die Verantwortlichkeiten Deutschlands und des Vatikans für die Beschleunigung der Krise offenkundig enorm.“ Lord Carrington, Vorsitzender der Jugoslawienkonferenz, warnte, dass eine frühzeitige Anerkennung Sloweniens und Kroatiens „der Funke sein (könnte), der Bosnien-Herzegowina in Brand setzt.“

In diesem Sinne schrieb UNO-Generalsekretär Perez der Cuellar am 14.12.1991 an Genscher:

Ich nehme an, dass Sie von der großen Sorge… gehört haben,… dass eine verfrühte selektive Anerkennung eine Erweiterung des gegenwärtigen Konflikts in jenen empfindlichen Regionen nach sich ziehen würde. Solch eine Entwicklung könnte schwerwiegende Folgen für die ganze Balkanregion haben und würde meine eigenen Bemühungen und diejenigen meines persönlichen Gesandten… für friedenserhaltende Maßnahmen… ernsthaft gefährden.

Der serbische Präsident Slobodan Milošević konstatierte, dass Jugoslawien „das erste Opfer der Politik des Revanchismus“ nach der Vereinigung Deutschlands wurde. Doch Deutschland munitionierte die Bürger- bzw. Stellvertreterkriege in Kroatien und Bosnien nicht nur politisch, sondern auch wortwörtlich: Angeblich „abgerüstete“ Panzer des Typs T-55 sowie Kampfflugzeuge MiG-21 aus Beständen der aufgelösten Nationalen Volksarmee der DDR wurden an die Separatisten geliefert, und kamen – umgespritzt – zum Einsatz, natürlich gegen „unseren Erbfeind“ Serbien.

Auch der Vatikan beließ es nicht bei frommen Wünschen. Nach Auffassung des Buchenwaldhäftlings, antifaschistischen Widerstandskämpfers und Freidenkers Emil Carlebach bestand die Rolle des Vatikan darin, dass „er 1944 vor den heranrückenden Alliierten Ustascha-Gold im Wert von 200 Millionen Dollar ‚in Sicherheit‘ brachte, es zunächst zur Fluchthilfe der Ustascha-Verbrecher ‚anlegte‘ und schließlich 1990 mit Zins und Zinseszins als Milliardengeschenk dem – dank Deutschland – neu erstandenen ‚unabhängigen‘ Kroatien zurückzahlte.“

Die „führende Rolle“ des deutschen Imperialismus bei der Zerstörung Jugoslawiens ist unbestritten, doch die vorgebliche Unterstützung der USA für den Erhalt Jugoslawiens war bestenfalls verbaler Art und weniger als die Hälfte der Wahrheit. Denn diese Erzählung „vergisst“ die verschärfte Wirtschaftskrise Jugoslawiens in den 1980er Jahren, dessen Auslandschulden (insbesondere gegenüber dem IWF) sich auf über 30 Milliarden DM beliefen. Die Hochzinspolitik der USA bewirkte, dass Jugoslawien seine Zinsrückzahlungen nicht mehr leisten konnte und unter die Zwangsverwaltung des Internationalen Währungsfonds gestellt wurde.

Die Ausplünderung des Landes auf Grundlage der von Weltbank und Weltwährungsfonds verordneten „Reformen“ zielte nicht zufällig auf Destabilisierung und Auflösung des Bundesstaates. Bereits 1984 hatte die Reagan-Administration die jugoslawische Wirtschaft mit einer Geheimdirektive (National Security Decision Directive / NSDD 133) ins Visier genommen, berichtet Prof. Michel Chossudovsky aus Kanada:

Ihr Titel lautete schlicht: ‚Die Politik der USA in Bezug auf Jugoslawien‘ (und) stimmte im Wesentlichen mit einer früheren Direktive über Osteuropa von 1982 überein (NSDD 54). Sie forderte unter anderem fortgesetzte Anstrengungen zur Entfachung von ‚stillen Revolutionen‘ mit dem Ziel der Überwindung kommunistischer Regierungen und Parteien, während die Länder Osteuropas wieder dem Wirkungskreis des Weltmarktes unterworfen werden sollten.

So wurde der Boden für wirtschaftliches Chaos, Proteste und separatistische Tendenzen bereitet, die man nur noch fördern musste, um die Opfer in Stellvertreterkriege zu hetzen. Dies wiederum war erforderlich, um das „Eingreifen des Westens“ vorzubereiten, der dann folgerichtig sein Zerstörungswerk mit der NATO-Aggression 1999 krönte.

Bildquelle: commons.wikimedia.org: Biddle, Susan. Records of the White House Photograph Office, 01/20/1989 – 01/20/1993

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Dieser Artikel erschien am 21.02.2019 bei RT-Deutsch.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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11 Kommentare zu: “20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien – Teil 2

  1. Leider stelle ich fest, dass die Texte hier bei KenFM immer mehr enttäuschen. Dieser Text hier scheint mir sogar eine deutschfeindliche Tendenz zu haben – er baut ein Feindbild auf: der „ewige deutsche Imperialist.“

    Vorab: In Bezug auf den ordinären Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien von 1999 teile ich voll und ganz das Urteil von Willy Wimmer, der nicht müde wird, ihn anzuprangern! Dieser Krieg war seit dem 2. Weltkrieg der Sündenfall. Und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass unsere Bundeswehr, laut Grundgesetz, nur zur Verteidigung eingesetzt werden darf und dass die Einsätze in Afghanistan, Mali, Syrien, etc… somit grundgesetzwidrig waren und sind, denn diese Länder haben uns nicht angegriffen.

    Doch der Text hier von Klaus Hartmann macht das, was so viele andere auch machen: Der Kaiser Wilhelm II wird in Leser-verdummender Weise in einem Zug mit Adolf Hitler genannt, als habe es eine Kontinuität seither gegeben. Der Text tut so, als sei es erwiesen, dass schon das deutsche Kaiserreich eine kriegerische Imperialmacht „mit Drang nach Osten“ gewesen sei und bringt einzelne hässliche Zitate und Sprüche in einer einseitigen Weise, dass es die Geschichts-These von Fritz Fischer unterstützt, die schon dem deutschen Kaiserreich eine unerbittlich aggressive, imperialistische Politik unterstellt. Doch der Kaiser Wilhelm II und Bethmann-Hollweg und auch Helmuth von Moltke wollten den Ersten Weltkrieg nicht. Sie wollten keinen großen, europäischen Krieg. Ich habe nun genug gut recherchierte historische Arbeiten und Abhandlungen dazu gelesen und zusammengesammelt, um diesen Nichtwillen zu einem großen europäischen Krieg vertreten zu können. Hier eine Kostprobe nur einer meiner Quellen (und das ist nur ein kleiner Teil meiner Recherchen-Sammlung): https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/02/21/kurt-eisner-und-die-luegen-ueber-die-deutsche-kriegsschuld/#more-5270

    • 1897 prophezeite der todkranke Bismarck, wegen der Seeherrschaftspläne von Wilhelm II. werde es in etwa 20 Jahren wohl mit Deutschland zuende sein. Grund der Bismarckschen Besorgnis waren der Bau der Flottenstadt Wilhelmshaven und der Berlin-Bagdad-Bahn zur landgestützten Ölversorgung der deutschen Kriegsmarine.

      Unter Zuhilfenahme der politischen Ökonomie von Marx/Engels wird folgendes Bild sichtbar:

      Der machtpolitische Newcomer Deutschland (es ließe sich hier von der Ungnade der späten nationalstaatlichen Geburt sprechen) benahm sich wie ein testosteronbenebelter Halbstarker, der glaubte, es dem damaligen Platzhirschen auf den Weltmeeren zeigen zu können, England. Diese Großmannssucht entzündete sich an einem Bedingungsrahmen, der neben der späten Geburt (heißt: zu wenig den heimischen tendentiellen Fall der Profitrate ausgleichenden sehr hohen Profit aus kolonialer Ausbeutung) durch folgenden weiteren Umstand gekennzeichnet war:

      (Zunächst: Ein technisch führendes Land ist durch die Sprachen ausgewiesen, in denen die Mehrzahl der weltweit veröffentlichten wissenschaftlichen Publikationen verfaßt sind. Von jeweils einer Jahrhundertmitte zur nächsten waren dies (Pierre Chaunu, La France): Frankreich vom 17. zum 18., England vom 18. zum 19., Deutschland vom 19. zum 20. Jahrhundert.) Nun: Wilhelm II. beschwerte sich einmal bitter bei seinem persönlichen Freund Alfred Krupp über dessen Großverkauf technisch führender Artillerie an Frankreich. Krupp erklärte, er würde auf den Verkauf verzichten, dies würde das Riesenunternehmen allerdings zur Schließung zwingen (bereits damals sehr hohe Produktivität und entsprechend niedrige Profitrate durch hohe organische Zusammensetzung des Kapitals!).

      In den 1930ern wieder ähnlich: Öl, Öl, Öl! Diesmal, um den neuen gigantischen Profitzug namens Automobil aufs Gleis zu bringen. Hauptstoßrichtung von Unternehmen Barbarossa (Hitlers Feldzug nach Osten) waren die Ölvorkommen am Schwarzen und Kaspischen Meer.

      Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Ach, der arme Kaiser und der arme Führer, die wollten doch nicht die Großmacht um der Großmacht willen, die mußten doch bloß! Ob gewollt oder gemußt, ist Imperialismus allemal Imperialismus. Ob es nun ein „guter“ oder ein „böser“ ist. Sagen wir es kürzer: Kapital und Moral sind von jeher inkompatible Begriffe.

      Ja, Deutschlandfeindlichkeit ist dumm. Und Kapitalfeindlichkeit ist schlau. Denn folgt Deutschland den Lockrufen des Kapitals, fällt es immer wieder auf die Fresse. Demnach müßte Imperialismusfeindlichkeit unbedingt deutschlandfreundlich sein. Aber vielleicht schafft Deutschland es ja mit seinem aktuellen und dritten großen Imperialismusprojekt 😁😁😁😁😁.

    • Bitte die Dokureihe von Oliver Stone Amerikas Geschichte 1 bis ….. anschauen und dann Diskuttieren. Keiner muss sich hier für die Fehler der Vorfahren und jetziger Machthaber entschuldigen. Aber wir sollten auch die Tatsachen nicht verleugnen. Die Unwissenheit ist Menschheits größter Feind!

    • Laila, was heute in Deutschland und Europa passiert, hat seine Wurzeln in der völligen Desinformation über die mitteleuropäische Geschichte, in Geschichtsfälschung und Gehirnwäsche, und dem darauf aufbauenden Schuldkult nebst masochistischer Selbstbestrafung. Die Gnade der späten Geburt wird man Ihnen nicht zugestehen. Jedenfalls nicht im deutschen Linksstaat.

      Man muß gar nicht so weit laufen, um sich zu informieren:
      ttps://www.youtube.com/watch?v=AsaOURTJmjw
      KenFM im Gespräch mit: Hermann Ploppa („Hitlers amerikanische Lehrer“)

      Und auch hier noch: ttps://www.youtube.com/watch?v=V1Im_bQLKDc
      Ploppa über sein Buch in einem durch die Gruppe 42 veröffentlichten Video

      (Ich lasse bei meinen Links das h ganz vorne weg, damit die Kommentare sofort erscheinen.
      Copy and paste, Sie wissen?
      Und bei Mannheimer mal quer zu lesen, im Wissen um seine vereinfachende und etwas voreingenommene Position, kann auch nicht schaden.)

  2. Der tiefere Grund für den Zweiten Weltkrieg war der Umstand, dass die Staaten alle überschuldet waren.

    Auch heute ist es weiterhin der Fall, dass unsere Regierung es annimmt, dass der Staat in etwa wie die „schwäbische Hausfrau“ haushalten müsse.

    Staaten müssten genauso wie die Bürger sparen und ebenso auch ihr Geld sinnvoll einsetzen.

    Die Themenwahl etwa der CDU wie die Grundrente oder der Solidaritätszuschlag lassen es eher nicht vermuten, dass die Politik sich gedanklich mit der Funktionsweise unseres Geldes beschäftigt.

    Es heißt:
    Als Union unterstützen wir diejenigen, die arbeiten und Kinder erziehen.

    Einerseits werden insofern Hartz IV-Sanktionen verhängt, weil die „Arbeitssuchenden“ allzu offensichtlich nicht ihren Verpflichtungen nachgekommen sind. Andererseits schafft man dann den digitalen Wandel nicht, wenn man zwar arbeitet, aber eben doch irgendwelche völlig sinnlosen Bullshit-Jobs verrichtet.

    Auch beim Klimaschutz besteht Stillstand. Es müssten konkrete Maßnahmen her, heißt es.

    Trotzdem ist es doch vor allem die Union, die die meisten Spenden vom Finanzsektor annimmt und auch die meisten Lobbyisten in den eigenen Reihen hat. In unseren Parlamenten sitzen unabhängig von irgendwelchen Inhalten immer dieselben Politiker, die vor allem die Diätenselbstbedienung besonders gut beherrschen.

    Damit sich aber das weltweite Schuldenproblem mit den Folgen für die Umwelt bzw. mit der Gefahr eines Weltkriegs nicht immer weiter verschärft, kann nur ein Reset des weltweiten Finanzwesens und eine Entmachtung des weltweiten Bankensystems helfen.

    Was den zweiten Weltkrieg betrifft, hatte sich Stalin ebenfalls mehr als fragwürdig verhalten. Am 25. August 1939 wurde er in der schweizer Zeitschrift Revue de droit international mit folgendem Text zitiert.

    Es muss unser Ziel sein, dass Deutschland lange genug Krieg führt, um England und Frankreich so sehr zu schwächen, dass sie Deutschland nicht allein besiegen können….
    usw.

    In der UdSSR kam es jedenfalls in den Jahren 1931 bis 1936 zu einem sprunghaften Anstieg der Militärausgaben.

    Ferner ist Stalin auch wegen seiner „Stalinschen Säuberungen“ bekannt. Die Anzahl der Toten lässt sich nicht genau beziffern. Schätzungen von Historikern reichen von mindestens etwa 3 Millionen Toten bis hin zu weit über 20 Millionen.

    Churchill hätte sich gegenüber dem im englischen Exil lebenden früheren deutschen Reichskanzler Heinrich Brüning wie folgt geäußert:

    „Was wir wollen ist, dass die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird.“

    Ferner ließen es auch Aussagen des französischen Botschafters nicht erkennen, dass es England und Frankreich um Frieden ging.

    Zudem wird sehr viel über den Englandflug von Rudolf Heß gerätselt. Dieser erfolgte sechs Wochen vor dem Überfall Deutschlands auf die UdSSR. Es ist bis heute nicht bekannt, ob dieser Flug im Auftrag Hitlers erfolgte.

    Die diesbezüglichen Akten blieben bis 2017 geschlossen und es drängte sich einem insofern der Eindruck auf, dass die britischen Behörden die Akten nicht freigeben wollten, um Hintergründe von Heß’ Tod zu verschleiern, die ein negatives Licht auf die Rolle der Briten werfen könnten.

    Den Deutschen ging es bei dem Krieg unter anderem um Gebietsansprüche auf polnisches Gebiet.

    Gleichzeitig wurde der Hitlerismus insbesondere mit britisch-amerikanischen Geldspenden überhaupt erst möglich.

    Die CIA hatte zudem mit einem Geheimdienstbericht ein vermeintliches Foto Hitlers in Kolumbien aus dem Jahr 1955 freigegeben.

    Ebenso gibt es auf Fuerteventura eine rätselhafte Villa Winter, die mit der Flucht Hitlers in Verbindung gebracht wird.

    • Klaus Hartmann stellt schon das deutsche Kaiserreich als DAS imperialistische Land schlechthin dar. Doch, im Vergleich mit zwei anderen imperialistischen Ländern stimmt das einfach nicht. Es stimmt nicht, wenn man Zahlen und Fakten innerhalb des Zeitalters des Imperialismus deutscher Kriege mit denjenigen des British Empire und Frankreichs vergleicht – nehmen wir mal die Zeit nach Napoleon bis 1913 – da kann man sehen, dass deutschsprachige Länder die wenigsten Kriege geführt haben:

      Kriege deutschsprachiger Länder (mit Österreich-Ungarn, aber ohne Schweiz):
      1. Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)
      2. Österreich: Krieg gegen Ungarn 1848 und 1849
      3. Deutsch-Dänischer Krieg (1864)
      4. Deutscher Krieg (1866)
      5. Deutsch-Französischer Krieg (1970-1871)
      6. Boxeraufstand China (1899/1900)
      7. Herero-Aufstand (1904)
      8. Nama-Aufstand (1904-1908)

      Quellen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kriege_und_Schlachten_Preu%C3%9Fens
      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Kaiserreich
      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Milit%C3%A4rgeschichte

      Kriege Frankreichs von 1816-1913:
      1. 1821-1829 Griechischer Unabhängigkeitskrieg / Griechische Revolution (Europa)
      2. 1823 Französische Invasion in Spanien (Europa)
      3. 1828-1834 Miguelistenkrieg (Portugal)
      4. 1833-1840 Erster Karlistenkrieg (Europa)
      5. 1838-1839 Kuchenkrieg (Mexiko)
      6. 1830-1848 Eroberung Algeriens (Nordafrika)
      7. 1853-1856 Krimkrieg (Krim, Schwarzes Meer, Balkan, Pazifik)
      8. 1856-1860 Zweiter Opiumkrieg (China)
      9. 1859 Sardinischer Krieg / Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg (Italien)
      10. 1862-1867 Französische Intervention in Mexiko
      11. 1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg (Europa)
      12. 1884-1885 Chinesisch-Französischer Krieg (Südostchina, Taiwan)
      13. 1893 Französisch-Siamesischer Krieg (Siam)
      14. 1899-1901 Boxeraufstand (Nordchina)

      Quelle: Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, Dokumentation:
      „Beteiligungen Englands und Frankreichs an Kriegen im 18. Und 19. Jahrhundert.“ PDF.

      Und jetzt – aufgepasst: Kriege des British Empire von 1816-1913:

      1. Gurkha-Krieg (1814–1816)
      2. Dritter Marathenkrieg Dritter (1817–1818)
      3. Erster Anglo-Birmanischer Krieg (1824–1826)
      4. Zweiter Anglo-Birmanischer Krieg (1852–1853)
      5. Dritter Anglo-Birmanischer Krieg (1885)
      6. Erster Anglo-Afghanischer Krieg (1839–1842)
      7. Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg (1878–1881)
      8. Erster Opiumkrieg (1840–1842)
      9. Zweiter Opiumkrieg (1856–1860)
      10. Neuseelandkriege (1845–1872)
      11. Erster Sikh-Krieg (1845–1846)
      12. Zweiter Sikh-Krieg (1848–1849)
      13. Krimkrieg (1853–1856)
      14. Anglo-Persischer Krieg (1856 – 1857)
      15. Sepoy-Aufstand (1857)
      16. Schweinekonflikt (1859)
      17. Britische Äthiopienexpedition von 1868 (1868)
      18. Aschanti-Kriege
      19. Red River Expedition (1870)
      20. Zulukrieg (1879)
      21. Erster Burenkrieg (1880/81)
      22. Anglo-Ägyptischer Krieg (1882)
      23. Mahdi-Aufstand (1881–1898)
      24. Gordon Relief Expedition (1884/85)
      25. Britisch-Sansibarischer Krieg (1896)
      26. Zweiter Matabelekrieg (1896)
      27. Malakand Field Force (1897)
      28. Boxeraufstand (1899/1900)
      29. Zweiter Burenkrieg (1899–1902)
      30. Feldzüge in Somaliland (1902–1920)
      31. Britischer Tibetfeldzug (1903-1904)

      Und Sie brauchen nur mal nachforschen, wie der Sepoy-Aufstand, der Mahdi-Aufstand und die Burenkriege verlaufen sind…

      Aufschlussreich auch das Buch von Stuart Laycock: „All the countries we’ve ever invaded and the few we never got round to.“

    • @Ralf Becker

      Die von Ihnen angesprochene Unterstützung des Hitlerismus durch Großbritannien und die USA erklärt sich sehr einfach aus deren geopolitischem Hauptinteresse, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern. Denn in der Weimarer Republik war es bereits zu einer deutsch-sowjetischen Annäherung gekommen; es gab neben wirtschaftlicher Kooperation damals sogar gemeinsame Manöver von Roter Armee und Reichswehr! Diese Kooperation ließ sich aus Sicht von GB und den USA allein noch durch einen Krieg zwischen Deutschland und der UdSSR verhindern. Und wenn man Roosevelts Diktum folgt, nichts in der Politik geschehe zufällig, ist anzunehmen, auch das Geschehen von 1939 bis 1945 sei von GB und den USA mindestens in seinen großen Linien vorausgedacht und angestrebt worden.

  3. Puh!
    Da kommen ja geschichtliche Tatsachen und Umstaende ans Licht, welche die Macher aus den Politkomikerparteien der sogenannten „Gruenen“ und die permanenten Umfaller seit Kaiserzeiten, SPD, weit mehr belasten, als „nur“ Kriegsverbrecher zu sein.
    Unsaeglich!
    Dann dieser FDP-Gruender noch dazu.
    Vom Verbrecher und Altnazi Adenauer gar nicht zu reden, aus anderen Historiebetrachtungen.
    Ja, alles, was uns in Schulen, an Humanistik, an Unis so seit Generationen weisgemacht wird, sind abgefeimte Luegen der jeweils voll bestochenen und korrumpierten Menschen aus der schaendlich teils fehlgeleiteten, teils voll informierten, immer nur benutzten Funktionserfuellerkaste. Echt zum Kotzen.
    Wie kommen wir nur raus aus diesen Sumpf?
    Revolution wird im Blutbad enden, Killer in eigener Armee und Polizei samt Notstandsgesetze warten nur darauf, das wir als Kessel ueberkochen. Siehe in Frankreich mit seinem Praesidentenbubi.
    Dennoch koennen wirs. Die weiche Flanke ist der sogenannte „Markt“ samt Geldwerkzeug.
    „Die“ koennen nicht ohne ihn. Er geht aber nicht ohne uns.
    Logischer Schluss: „wir“ koennens!
    Also beginnen wir doch mal, aufzuraeumen. Total ohne Blutvergiessen. Mi sanften, unangreifbaren Methoden. Wir koennen und werden Erfolg haben. Der Atomwaffengenozid, getriggert von einem Psychopathen ist zwar ein Risiko. Aber das haben wir ohnehin und reisst auch ohnehin alle Bisher- und kommende Neuverbrecher auch mit sich.
    Was haetten wir also zu verlieren?
    Aber alles zu gewinnen….

  4. Sehr geehrter Herr Jebsen und das Team von Kenfm,

    Es schmerzt sehr. Jetzt begreife ich, dass unsere Regierung den Imperialismus der USA unterstützte und wahrscheinlich weiterhin unterstützt. Mir geht es wie den Herren Wischnewski. Als ob die Mutti ( also wenn meine Mutter) den Nachbar totschießen würde. Mir kommen echt die Tränen. Mit der Regierung sind wir verloren. Das muss ich echt verdauen. Kein Wunder, dass keiner die Koalition eingehen wollte. Kein Wunder.

    • Hallo,
      Es geht. Wir sind der Schluessel selber, nicht welche Komikerdarsteller aus welchen Politparteien.
      Verjagen waere ineffektiv. Leerlaufen lassen wuerde diese Leute ganz unblutig schlicht ueberfluessig machen. Es geht. Es gibt Methoden, ueberhaupt keine neuen. Sind sehr wirksam. Kooperation und Abstimmung waere schon alles.
      Die genau das moechten, werden immer mehr.
      Uebrigens unaufhaltsam.
      Nur von uns selber haengts ab, ob wir auch noch davon persoenlich profitieren konnen oder nur unsere Kinder.

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