20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien – Teil 4

Aufgrund des 20. Jahrestages des Nato – Angriffskrieges auf Jugoslawien erscheint in den kommenden Wochen die mehrteilige Serie: 20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien.

Alle vorherigen, sowie kommende Beiträge können in der KenFM Artikel Rubrik nachgelesen werden.

Von Rainer Rupp.

Von den Anfängen des Bürgerkriegs in Bosnien-Herzegovina 1992 bis zum Eingreifen der NATO 1995 wurden immer wieder Massaker an der bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung dazu genutzt, um die UNO und speziell auch die Öffentlichkeit in den NATO-Ländern gegen die angeblich zu Bestien verkommenen Serben aufzuhetzen. Aber genau wie in jüngerer Zeit in Libyen und Syrien, waren viele dieser Gräueltaten in Bosnien-Herzegowina inszeniert. Und das war damals durchaus auch der UNO und der NATO bekannt.

In einem früheren Artikel zur Reihe „20 Jahre NATO-Angriffskriegs gegen Jugoslawien“ wurde kurz das Massaker vom 28. August 1995 auf dem belebten Markale-Markt in Sarajewo erwähnt, das den Vorwand für die nachfolgenden NATO-Luftangriffe lieferte. Nach offizieller, westlicher Darstellung waren die Granaten, die damals 37 Zivilisten getötet und 90 verletzt haben sollen, von bosnischen Serben abgefeuert. Allerdings folgte das Markale-Massaker dem inzwischen bekannten Muster früheren Gräueltaten mit bosnisch-muslimischen Opfern, die nachweislich unter falscher Flagge ausgeführt worden waren.

Obwohl es damals auch im Fall des Markale-Massaker wieder deutliche, technische Hinweise gab, dass diese offizielle Version des Westens nicht stimmen konnte, haben die Westmedien und NATO-Politiker blitzschnell entschieden, dass die bekannterweise abscheulichen Serben zweifelsfrei die Schuldigen seien. Eine forensisch-technische Untersuchung des Tatortes und der Granattrichter fand nicht statt. Der Weg für die NATO-Luftangriffe in Bosnien-Herzegowina war somit frei. Es sollte der politische und militärische Testlauf für den einige Jahre später folgenden großen Luftkrieg gegen Serbien und Rest-Jugoslawien werden.

Dabei war selbst in UNO- und NATO-Kreisen inzwischen wohlbekannt, dass die extrem nationalistische, politische Führung der bosnischen Muslime offensichtlich keine Skrupel hatte, in durchaus sorgfältig arrangierten und besonders perfiden Massakern auch ihre eigenen Leute zu opfern, um diese Verbrechen anschließend den bosnischen Serben in die Schuhe zu schieben. Das alles geschah, um die NATO-Öffentlichkeit und somit die NATO auf ihre Seite zu ziehen. Denn nur durch eine militärische Intervention der NATO hofften die Nationalisten in Sarajewo, ihren Traum von einem unabhängigen, muslimischen Nationalstaat auf dem Territorium von Bosnien-Herzegowina verwirklichen zu können.

Bereits am 22. August 1992, also zweieinhalb Jahre vor dem Markale-Massaker, hatte Leonard Doyle, Korrespondent der britischen Tageszeitung The Independent, unter dem Titel „Muslime schlachten ihre eigenen Leute ab“ (1) aus New York berichtet, dass „Vertreter der Vereinten Nationen und hochrangige westliche Militärs davon ausgehen, dass einige der schlimmsten Morde in Sarajevo, darunter das Massaker an mindestens 16 Menschen, die auf einem Markt für Brot anstanden, hauptsächlich von den muslimischen Verteidigern der Stadt (Sarajewo), und nicht wie behauptet von deren serbischen Belagerern verübt wurden“. Diese Morde seien „als Propaganda-Trick“  (also unter „falscher Flagge“)  ausgeführt worden, „um das Mitleid der Weltöffentlichkeit zu erregen“, mit dem Ziel, „sie für eine militärische Intervention zu gewinnen“.

In diesem Artikel berief sich die investigative britische Zeitung „auf vertrauliche Berichte“, die im UN-Hauptquartier in New York im Umlauf waren, was auch „in Washington bei Lageeinweisungen US-amerikanischer Politiker zum Ausdruck gebracht wurde“. Demnach deute alles darauf hin, dass die Verteidiger von Sarajewo, hauptsächlich Muslime, … „mehrere Angriffe auf ihre eigenen Leute unternommen hatten, in der Hoffnung, die Notlage der Stadt angesichts der unüberwindlichen serbischen Belagerungskräfte zu dramatisieren“.

Dieser Berichte des Independent wurden später von anderen Quellen bestätigt und durch Details ergänzt, vor allem von hochrangigen Militärs, die entweder im Rahmen der UNO oder der NATO bei den Kampfhandlungen damals vor Ort waren. Nach dem Krieg beschreibt zum Beispiel der kanadische Generalmajor Lewis MacKenzie, damals Befehlshaber der US-Streitkräfte in Sarajevo, in seinem Buch „Peacekeeper, The Road to Sarajevo“ (Friedenswächter, Die Straße nach Sarajevo, (2)) den oben beschriebenen Vorfall mit der Menschenschlange vor dem Brotbäcker:

27. Mai – Katastrophe in Sarajewo. Menschen, die sich für Brot in einer Reihe aufgestellt hatten, wurden angegriffen und mindestens siebzehn getötet. Die Präsidentschaft (Anm.: das Amt des bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic in Sarajewo) behauptet, es sei ein serbischer Mörserangriff gewesen, die Serben behaupten, es sei ein Sprengstoffanschlag gewesen. Unsere Leute sagen uns, dass es einige Dinge gab, die nicht passten. Die Straße war kurz vor dem Vorfall gesperrt worden. Sobald die Menge hereingelassen und in einer Reihe aufgestellt war, erschienen die Medien, hielten jedoch Abstand. Der Angriff fand statt und die Medien waren sofort vor Ort. Die Mehrheit der Getöteten soll aus „zahmen Serben“ bestanden haben. Wer weiß? Sicher ist nur, dass unschuldige Menschen getötet wurden.“ (Anm.: Mit zahmen Serben waren serbische Einwohner der Stadt gemein, von denen einige weder geflohen noch vertrieben worden waren).

In seinem Artikel aus New York geht der Independent-Korrespondent Doyle auf weitere Berichte ein, die an der UNO kursierten und die, abgesehen von der Bombardierung der Brotschlange, eine Litanei grausamer Ereignisse enthalten, wie z.B. die Explosion am 4. August auf einem Friedhof von Sarajewo während der Beerdigung von zwei Waisenkindern, die etliche Opfer forderte. Das ging damals als besonders abscheuliches Verbrechen der bosnischen Serben durch die Westmedien. Eine Vertreterin der UNO allerdings, die bei dem Angriff auf den Friedhof dabei war und ebenfalls verletzt worden war, bezweifelte gegenüber Doyle die offizielle Version der bosnischen Muslime:

Ich war nur etwa zwei Meter von der Stelle entfernt, wo nach der Explosion der Rauch aufstieg und wenn es, wie (von bosnischer Seite) berichtet, eine Mörsergranate gewesen wäre, wäre ich in 20 Stücke zerrissen worden.

Mit der „choreografierten Mörsersalve“ weist Doyle auf eine weitere „falsche Flagge“ hin. Diese Mörsersalve schlug am 17. Juli ausgerechnet in der Nähe des Gebäudes ein, das der britische Außenminister Douglas Hurd 30 Sekunden zuvor für sein Treffen mit dem bosnischen Präsidenten betreten hatte. Dabei wurden 10 Zuschauer verwundet. Auch dieser Mörserbeschuss erregte weltweite Aufmerksamkeit zugunsten des bosnischen Muslime, wurde er doch von den auch damals schon Fake News verbreitenden Mainstream-Medien ohne weitere Fragen als heimtückischer Mordversuch der Serben am britischen Außenminister dargestellt.

Laut Doyle gingen „Vertreter der Vereinten Nationen auch davon aus, dass die Kugel, die den amerikanischen Fernsehproduzenten David Kaplan am 13. August in der Nähe des Flughafens von Sarajevo getötet hatte, wahrscheinlich nicht von einem Scharfschützen aus den weit entfernten, serbischen Positionen abgefeuert wurde“. Doyle zitiert einen Offizier der UN-Friedenstruppe: „Das wäre unmöglich gewesen. Der Schuss kam horizontal über den Boden. Deshalb muss der Schütze auf Bodenhöhe gewesen sein“, heißt es in dem Independent-Artikel. Da die bosnischen Serben ihre Positionen nur auf den Bergen rund um die Stadt hatten und sich die bosnischen Muslime im ebenen Talkessel der Stadt befanden, bedeutet eine horizontale Flugbahn der tödlichen Kugel, dass sie von einer muslimischen Position innerhalb der Stadt abgefeuert worden war.

Weiter berichte Doyle, dass Vertreter der Vereinten Nationen davon ausgingen, dass ein ukrainischer Friedenssoldat, der wenige Tage vor dem Erscheinen seines Artikel in der Marshall-Tito-Kaserne in Sarajewo durch Schüsse in Kopf und Herz getötet worden war, nicht von der Langwaffe eines serbischen Scharfschützen, sondern durch eine „Handfeuerwaffe“ getötet worden ist, was ebenfalls klar auf einen bosnischen Muslim hindeutet.

Zum Abschluss seines Artikels beschreibt Doyle eindrucksvoll, vor welchem politischen Hintergrund damals das Massaker an der Warteschlange vor der Bäckerei in Sarajewo stattfand. Und auch, wie es von den westlichen Fake-News-Medien mit grausamen Bildern ausgeschlachtet wurde, wodurch kriegsgeile Politiker Wasser auf ihre Mühlen bekamen. Das Szenario dürfte jedem regelmäßigen RT-Leser inzwischen geläufig sein. Denn es läuft immer nach demselben Grundmuster ab, das wir von den Terror- oder Giftgas-Angriffen unter falscher Flagge aus jüngerer Zeit kennen, von Duma in Syrien bis zu Skripal im englischen Salisbury. Hier noch Doyles eingehendere Beschreibung:

Die im Fernsehen übertragenen Szenen, in denen Zivilisten durch eine Explosion in Stücke gerissen wurden, erschreckten die internationale öffentliche Meinung und erhöhten den Druck (in Richtung) auf militärische Intervention gegen die serbische Seite. Plastische Aufnahmen zeigten Leichen auf der Straße und Menschen mit abgetrennten Gliedmaßen, die in Blutlachen auf dem Gehsteig saßen. Der Angriff kam kurz vor einem Treffen der Botschafter der Europäischen Gemeinschaft, um Sanktionen gegen Serbien zu erwägen. Die Weltpresse schlussfolgerte, dass die Gräueltaten durch Mörserbomben verursacht wurden, die aus serbischen Positionen abgefeuert wurden, und der Angriff wurde weithin als zynischer Widerstand der Serben (gegen die Internationale Gemeinschaft) interpretiert.

„Beamte der Vereinten Nationen sagten damals, sie seien misstrauisch, was die Umstände des Verbrechens betrifft, aber sie könnten damit nicht an die Öffentlichkeit gehen, ohne die UN-Mission und möglicherweise auch das Leben von UN-Friedenstruppen zu gefährden.“ Vertrauliche Berichte an den UNO-Befehlshaber der Streitkräfte, General Satish Nambiar, kamen jedoch zu dem Schluss, dass bosnische Truppen des Präsidenten Alija Izetbegović womöglich eine Bombe gezündet hätten.

„Wir gehen davon aus, dass es eine ferngezündete Explosion war, wahrscheinlich mit einer Bombe in einem Kanister“, sagte ein UN-Beamter. „Der Explosionskrater, der entstanden ist, ist nämlich nicht im Entferntesten so groß, wie er sein müsste, wenn eine Mörser-Granate die gepflasterte Oberfläche getroffen hätte.“

Quellen:

  1. https://www.independent.co.uk/news/muslims-slaughter-their-own-people-bosnia-bread-queue-massacre-was-propaganda-ploy-un-told-1541801.html
  2. https://www.amazon.de/Peacekeeper-Road-Sarajevo-Lewis-MacKenzie/dp/155054098X

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Dieser Artikel erschien am 01.03.2019 bei RT-Deutsch.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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6 Kommentare zu: “20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien – Teil 4

  1. Habt Dank, dass ihr dieses Thema so ausführlich behandelt!

    Ich bin 1961 in Mostar in eine kroatische Familie hineingeboren worden.
    Politik war bei uns in der Familie kein Thema. Meine Erziehung war eher pro-jugoslawisch.
    Mir persönlich gefiel der Multi-Kulti-Staat Jugoslawien.
    Als wir in den 1970-er Jahren nach Deutschland umzogen, lernte ich den deutschen Geschitsunterricht bis zum Abitur.
    Erst langsam, so in den vergangenen 6-7 Jahren, beschäftige ich mich intensiver mit der Geschichte des Balkan und lese Bücher darüber.

    Also: die Darstellung der Geschehnisse der kenFM-Autoren ist stimmig, aber ausgesprochen tendenziös pro-serbisch durchgezogen worden. Es fehlt so ziemlich der geschichtliche Zusammenhang, aber auch die Anerkennung der Interessen der nicht-serbischen Bevölkerungsmehrheit. Die Texte haben Lücken.

    Kroaten, Slowenen, Albaner und Bosnier werden als zersetzende Nationalisten bezeichnet.
    Fakt ist, dass die föderative Verfassung Jugoslawiens eine friedliche Abspaltung aus dem Staatenbund ausdrücklich vorsah. Als die Sowjietunion auseinaderbrach, wollten die traditionell katholischen & pro-germanischen Kroaten und Slowenen die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich ebenfalls vom Sozialismus verabschieden. Kann mans verdenken?
    Es fand eine Volksbefragung statt; über 90% der Bevölkerung war dafür, sich selbstständig zu machen.
    Die Zentralgewalt in Belgrad war not amused und versuchte erfolglos, den Staatenbund mit militärischen Mitteln zusammenzuhalten. Das konnte natürlich nicht gutgehen. Irgendwann kam die Idee bei Slobodan Milišević auf, dass wenn schon Jugoslawien auseinderfallen muss, dann soll ein beträchtlicher Territorialgewinn für Serbien dabei herauskommen.

    Man kann den 4. Balkankrieg des vergangenen Jahrhunderts nur dann verstehen, wenn man, zumindest, das gesamte 20. Jahrhundert analysiert.

    Tito war ein international anerkannter Politiker. Zu seinem Begräbnis kamen hunderte Staatsmänner, Scheichs, Prinzen, Monarchen, Diktatoren, Helmut Schmidt etc
    Dennoch: Tito war ein Kriegsverbrecher der übelsten Sorte, auch wenn er gegen den Hitler-Faschismus kämpfte, wofür ihm jeder normale Mensch Respekt zollen muss.

    Aber: Tito hatte erst 1953 ein Nazi-KZ dicht gemacht. In der Adria unterhielt er eine Gulag-Insel (Goli Otok).
    Zuverlässige historische Quellen gibt es leider nicht, da alle Siegermächte plus Serbien und Kroatien die Staatsarchive nicht gänzlich freigeben. Warum wohl?
    Man schätzt, dass Titos Leute etwa 600 000 Menschen nach dem zweiten Weltkrieg gekillt haben, auch antititoistische Serben, von denen es sehr viele gab.
    Tito hatte sich somit weltweit sehr viele Feinde gemacht und eine beträchtliche Anzahl von Menschen wartete auf eine Gelegenheit zur Rache.

    Die Staatsreligion des Sozialismus hiess: Atheismus.
    Man konnte nicht gleichzeitig ein gläubiger Muslim oder Christ sein und gleichzeitig ein Sozialist/Kommunist.
    Die Mehrheit der Stadtbevölkerung Jugoslawiens vor und während dem WW II waren grösstenteils kleinbürgerliche Anti-Titoisten.
    Titos Partisanen rekrutierten sich dagegen überwiegend aus dem ländlichen Prekariat.
    Diese Leute enteigneten nach dem Krieg die gesamte wohlhabende Mittelschicht. Man musste froh sein, wenn man mit dem Leben davonkam. Politiker und Militärs schnappten sich ALLE interessanten Objekte an der Adriaküste.
    ALLE Führungspositionen im Staat wurden mit Pattisanen-Kämpfern und deren Familienmitgliedern besetzt. Es herrschte politischer Apartheid, bei dem die Serben die militärischen Schlüsselpositionen besetzt hielten.

    Wer die politische Linie der Partei nicht teilte, musste ganz still sein. Schon ein Witz über Tito oder den Sozialismus hatte Folgen, denn Spitzel waren überall.

    Kann man es nun den anti-titoistisch eingestellten Menschen verdenken, wenn sie davon genug hatten und eine Demokratie wetlicher Prägung sich wünschten?

    Buchtipp: "The Minister And the Massacre" von dem Historiker Graf Nicolay Tolstoy 1986 verfasst. In GB zensiert und verboten.

    Oder: John Corsellis: "Slovenia 1945"

  2. es ist ja auch nicht anders zu erwarten gewesen, denn immer und immer nutzten diese massaker der nato, den nationalisten.
    in einigen dokumentationen gerade zu srebrenica zeigt es sich, daß die serben um mladic durchaus nicht die mörder und kriegsverbrecher waren, als die sie verteufelt wurden… um das aber immer wieder am kochen zu halten und zu strategisch günstigen zeitpunkten mal ein attentat, ein massaker und es den anderen in die schuhe schieben, das ist anglo-amerikanisches herangehen seit dem 19 jahrhundert…

  3. Ja, hoffentlich.
    Auch die Befehlsausfuehrer aus der DDR und BRD stammend allesamt eingeschlossen.

    §11, Soldatengesetz
    „(2) Ein Befehl darf nicht befolgt werden, wenn dadurch eine Straftat begangen würde. Befolgt der Untergebene den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umständen offensichtlich ist, dass dadurch eine Straftat begangen wird.“

    Da ein nicht von der UNO sanktionierter Angriffskrieg ein „offensichtliches“ Kriegsverbrechen darstellt, waere das Gehorchen eines Befehles zugunsten eines solchen Angriffs oder die Vorbereitung dazu, eine Straftat. Ein Offizialdelikt uebrigens, welches staatsanwaltlich verfolgt werden MUSS.

    Kennt man einen solchen Fall? Wurde gegen Schroeder, Fischer, Angriffsminister, Miitaerangehoerigen je von einem deutschen Staatsanwalt auch nur ermittelt? Gegen die Zieleerkundung deutscher Phantoms im Angriffskrieg gegen Syrien, gegen Afghanistan, gegen Malibeteiligte?
    Wie ist es mit der Strafvereitelung um Amt?

  4. Wer es immer noch nicht glaubt kann sich „Amerikas Geschichte“ im engl. „American Untold History“, von Amerikanern u.a. (Oliver Stone) verfasst, zur Gemüte führen. Ich hoffe und bete jeden Tag, dass alle Kriegsverbrecher dieser Welt eines Tages einsitzen werden. Und zwar lebenslänglich.

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