27’000 PR-Berater polieren Image der USA

Artikel von Marc Brupbacher.

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Dieser Artikel erschien zuerst bei Tagesanzeiger.ch.

Quellen: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

11 Kommentare zu: “27’000 PR-Berater polieren Image der USA

  1. Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut

    Eine sogenannte „Sockenpuppensoftware“ bereits vor etlichen Jahren vom Pentagon in Auftrag gegeben. Damit können die Militärs zahlreiche falsche Identitäten im Internet auftreten lassen und massiv die Meinunen in Internetforen, wie z.B. das Forum von Telepolis bzw. die Diskussionsforen beim Heise-Verlag gezielt mit Propaganda und sonstigen falschen, erfundenen, verzerrten Informationen fluten. Was diese Software genau kann, ist mir leider nicht bekannt, aber als Programmierer wüßte ich schon ungefähr, was sie können muß, um das leisten zu können. Darauf will ich aber nicht weiter eingehen, denn schließlich will ich hier keine Ideen oder Anleigungen verbreiten, um Diskussionen zum eigenen Vorteil verfälschen zu können.

    Aber genau das ist es, was solche Sockenpuppen tatsächlich tun: Sie tauchen meist in genau jenen Threads (Diskussionssträngen) auf, wo überzeugende kritische Aussagen getroffen wurden, und versuchen mit verschiedenen Mitteln, diese Aussagen und Hinweise zu verwässern, davon abzulenken, den Kritikern nach Möglichkeit schlechte Bewertungen zu verschaffen und vor allem mit Lügen (=bewußten Falschdarstellungen im Gegensatz zum „nicht besser wissen“) und Halbwahrheiten zu arbeiten. Oft lenken sie eine Diskussion auch auf harmlosere oder weniger brisante Aspekte eines Themas, geben sich manchmal auch naiv-dümmlich, um mit Fragen abzulenken, die kaum noch etwas mit der diskutierten Thematik zu tun haben. Sie greifen auch schnell mal zu Beleidigungen und anderen herabwürdigenden Aussagen über allzu kritische Forenten, um diese entweder zu entmutigen oder sie so sehr zu erzürnen und damit aus ihrer Mitte zu drängen, daß diese angegriffenen Kommentatoren nun ihrerseits zu Beleidigungen greifen, worauf der US-Spitzel schon gewonnen hat: Er beschwert sich sofort bei der Administration oder einem Moderator über Beleidigungen, worauf gewöhnlich der ganze Thread gelöscht oder gesperrt wird, und zwar völlig unabhängig davon, ob damit auch wertvolle Informationen verloren gehen.

    Ich hatte das bereits vor Jahren bei Telepolis versucht zu verbreiten, wurde aber meistens sofort niedergemacht von wegen Veschwörungstheoretiker und Ami-Hasser und dergleichen. Was mir auch oft aufgefallen ist: Häufig werden nachts zahlreiche positive Bewertungen (grün) im Heise-Forum auf Rot gestellt, was nur mit einer massiven Anzahl an klickenden Usern mögich ist oder eben mit einer Software, die diese Klicks automatisch ausführt (für einen Programmierer kein Problem). Was ich damit sagen will: Wir haben ja einen etwa 8-stündigen Zeitunterschied zu den USA, das würde schon passen, wenn diese Propaganda-Militärs gleich nach dem Frühstück zu arbeiten beginnen, wenn bei uns eben schon der frühe Abend oder späte Nachmittag begonnen hat.

    Daß man eine solche Software entwickeln kann, ist unstrittig, das kann ich euch als Programmierer mit langjähriger Erfahrung versichern. Und soll mir jetzt keiner damit kommen, die US-Militärs würden eine solche Software nur einsetzen, wenn Gefahr im Verzug sei. Wenn die das haben, dann setzen die das auch ständig ein und versuchen, ihren Einfluß auszuweiten. Das ist wie mit dem weltweiten Abhöhren: Von alleine werden die niemals damit aufhören, dafür ist einfach schon die gefühlte Macht, die sich mit dieser scheinbaren Kontrolle verbindet, die Machtillusion zu groß. Es gibt keine Mächtigen, die bereit sind, ihre Macht aufzugeben. Das liegt im Wesen der Macht, des zu Recht als dunkle Seite bezeichneten Kontrollstrebens gewisser Charaktere.

    http://rotefahne.eu/2012/01/us-regime-entwickelt-software-zur-manipulation-sozialer-netzwerke/
    http://itler.net/sockenpuppen-was-ist-das/
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/us-cyber-krieg-ueber-facebook-und-co-angriff-der-sockenpuppen-a-751567.html

    Wem diese Links nicht genügen, der bemühe die Suchmaschine seiner Wahl und füttere sie mit den beiden Stichworten „Sockenpuppe“ und „Software“.

  2. Jahrelang wurde man als Verschwörungstheoretiker – oder als Spinner, Esotiker, Aluhutträger usw. – beschimpft und verunglimpft, wenn man in den einschlägigen Foren davon schrieb, wie sehr die USA ständig darum bemüht sind, ihr düsteres Image aufzuhellen und die wichtigsten Medien der Welt mit allerlei Legenden und Märchen über ihre hehren Absichten und humanen Militäreinsätze zu überfluten. Dabei wissen all jene, die sich über die Jahre und Jahrzehnte nicht den Mainstream-Medien auslieferten, um sich schmerz- und kostenfrei das Gehirn waschen zu lassen, längst darüber bescheid, wie korrupt, verlogen, habgierig und unmenschlich die amerikanische Regierung nebst ihrer eigentlichen Herren schon seit langem ist. Ich selbst wurde erst durch ein Buch von Hans Bergmann auf diesen Umstand aufmerksam, als ich selbst noch glaubte, all die tollen und fesselnden Hollywood-Filme würden die Wahrheit über ein großartiges Land zeigen. Erste kritische „Indianerfilme“ wie „Das Wiegenlied vom Totschlag“ und die damals beginnende Gegenwehr gegen Atomwaffen und Atomenergie rissen mich jedoch mit und begannen, mir eine andere Wirklichkeit zu zeigen, die alles andere als berauschend oder gar wünschenswert war.

    In „Die Eingreifer – Hintergründe der USA-Interventionspolitik“, das hier in Deutschland gar nicht so ohne weiteres zu erhalten war, denn es erschien 1984 in der ehemaligen DDR, legt der Autor dar, wie schon 1898 die ersten Bemühungen stattfanden, Regime-Changes anzustoßen:

    Havanna 1898: Spanische Offiziere spazieren mit ihren Damen am Hafenkai und betrachten spöttisch die weit vor der Stadt ankernden Kriegsschiffe der USA. Plötzlich Kanonendonner von See her. Doch die Kanonade war zu kurz geraten. Lediglich eine Granate explodierte und traf – einen Esel.
    Teheran 1953: Oberst Nasire überreicht Premierminister Mossadegh die Entlassungsurkunde, unterschrieben vom Schah. Der alte Mann liest sie aufmerksam, wendet sich schließlich seiner Leibwache zu und sagt: »Verhaften Sie diesen Mann!«
    Washington 1950: Pressekonferenz von Präsident Truman. Frage eines Reporters: »Mr. President, wie ist Ihre Äußerung zu verstehen, die USA werden alle Schritte unternehmen, um der militärischen Lage in Korea zu begegnen? Schließt das alle Waffen ein?« Truman: »Das schließt alle Waffen ein, über die wir verfügen.« Reporter: »Bedeutet das, es gibt aktive Überlegungen über den Einsatz von Kernwaffen?« Truman: »Ja, es gibt aktive Überlegungen für ihren Einsatz.«

    Drei Schauplätze, eine Grundsituation: Die USA greifen in die Politik eines Staates ein. Was sind die Ursachen? Welche Mittel werden angewandt? Wie wehren sich die Staaten gegen diese Eingriffe? Der Publizist Hans Bergmann beantwortet die Fragen durch dramatische Vor-Ort-Schilderungen. Er beleuchtet anhand von insgesamt elf Beispielen Fakten und Hintergründe der Interventionspolitik der USA. Der Bogen spannt sich von der Besetzung spanischer Kolonien bis zur Bildung der Schnellen Eingreiftruppe und der Intervention in Grenada. Im Gegensatz zu Ereignissen vor einigen Jahrzehnten kann ein Eingreifen heute zur nuklearen Katastrophe führen.

    http://www.irwish.de/pdf/Bergmann_Eingreifer.pdf

    Aus der Chronik des Eingreifens der USA
    1898 – Kuba, Philippinen, Puerto Rico, Guam, China
    1899 – Nicaragua
    1901 – Kolumbien
    1903 – Honduras, Dominikanische Republik, Panama
    1913 – Mexiko
    1914 – Haiti
    1916/1917 – Mexiko
    1916/1924 – Dominikanische Republik
    1918 – Sowjet-Rußland
    1918/1919 – Mexiko
    1920 – Guatemala
    1945/1949 – China
    1947/1949 – Griechenland
    1950 – Koreanische DVR
    1953 – Iran
    1954 – Guatemala
    1954/1973 – Vietnam
    1958 – Libanon
    1961 – Kuba
    1965/1966 – Dominikanische Republik
    1971/1973 – Chile
    seit 1979 – Nicaragua
    seit 1980 – El Salvador
    1983 – Libanon

    Nach Bergmann gab es bereits in den 70ern einen geheimen Plan der US-Regierung zur Einrichtung einer Strike Force Initially, einer Entzündungsstreitmacht, also einer Brandstiftergruppe. Dieser gehörte laut Bergman die 82ste Luftlandedivision an, die durch ihre barbarische Kriegsführung im Vietnamkrieg bekannt geworden war. Im Spiegel vom 17.03.1980 hieß es dann aber euphemistisch:

    Um im Ernstfall bestehen zu können, arbeiten die Amerikaner seit gut einem Jahr am Ausbau der Eingreiftruppe „Rapid Deployment Force“ (RDF), die 110.000 Soldaten in kürzester Zeit an Krisenherden in aller Welt einsetzen könnte. Doch die amerikanische Krisenfeuerwehr ist noch „zehn Milliarden Dollar und fünf Jahre“ (Newsweek) von ihrer Verwirklichung entfernt.

    Bergmann meint dagegen, daß das gar nicht zuträfe, denn in Wirklichkeit „probten die Paratroopers der 82. Luftlandedivision in der kalifornischen Mojavewüste die Invasion der Ölfelder im Nahen Osten“ schon lange. Drei Jahre nach Erscheinen dieser Meldungen war die Truppe etabliert.

    Man sieht, diese ganze Propaganda-Maschinerie ist nichts wirklich Neues. Sie erscheint uns nur neu, weil wir zuvor nichts darüber gehört oder gelesen haben. Erst das Internet und die Möglichkeiten der Informationsverbreitung für jeden, der sich einen Internetzugang leisten kann, stellen sicher, daß diese Informationen eine weitere Verbreitung finden können. Einschlägige Bücher wie z.B. das von Bergmann waren noch vor 35 Jahren kaum bekannt und hatten auch keine Chance auf einen höheren Verbreitungsgrad. Heute ist es ein Leichtes, Textauszüge und Hinweise aus Büchern zu posten und auf diese Weise zahlreiche Menschen mit Informationen zu versorgen, die sie sonst niemals erhalten würden.

    Ein weiteres Buch neueren Datums, das die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten beschreibt und ihre desaströsen Folgen – Tod und Elend der Bevölkerung, Terror, Staatszerfall und der Siegeszug der islamistischen Milizen – erklärt, ist von Michael Lüders, der lange Jahre Nahost-Korrespondent der ZEIT gewesen war und daher alle Länder der Region aus eigener Anschauung kennt. In „Wer den Wind sät, wird Sturm ernten – Was westliche Politik im Orient anrichtet“ gewährt er dem Leser einen detaillieren Überblick der meist von den USA durchgeführten Regime-Changes im Nahen Osten, und der derzeitigen US-Kriege: „How the Americans and British fucked up the Middle East and happily continue to do so.“ Angefangen mit dem 1953 erfolgten Putsch in Teheran, wo der demokratisch gewählte Präsident Mohammed Mossadegh von CIA und MI6 aus dem Amt gedrängt wurde, um einen Diktator, dem „Shah von Persion“ Platz zu machen und ein Terror-Regime zu beginnen, das noch heute seinesgleichen sucht, bis zum „Gazakrieg“ 2014, bei dem innerhalb von 50 Tagen zwischen Juli und August rund 2200 Palästinenser abgeschlachtet wurden, die meisten davon Zivilisten, darunter fast 500 Kinder:
    http://www.irwish.de/Site/Biblio/Markt/Lueders.htm

    In den Mainstream-Medien liest man dagegen so gut wie nichts über diese Dinge, über Zusammenhänge und Hintergründe, über Massenmorde und regelrechte Ausrottungskriege. Zumindest die US-Amerikaner waren darin schon seit Beginn ihrer Annektion des riesigen Kontinents, auf dem sie sich nun ausgebreitet haben, geübt, haben sie doch die amerikanischen Ureinwohner mit allen nur denkbaren Mitteln zu vernichten gesucht. Paralell dazu haben die US-Amerikaner Sklaven gekauft oder selber direkt aus Afrika geraubt und den größten Sklavenmarkt der Welt etabliert. Unzähliche unschuldige Afrikaner wurden unter oft unmenschlichen Bedingungen zur Sklavenarbeit auf den Feldern gezwungen, und noch heute scheinen Afro-Amerikaner wie amerikanische Ureinwohner im Empfinden der meisten Weißen nichts zu gelten, nichts wert zu sein. In zahlreichen Hollywoodfilmen hat man den „bösen“ Indianer dem „guten“ Cowboy gegenübergestellt, und wir als ahnungslose Kinder haben diese Klischees damals übernommen und sie im Spiel verfestigt.

    • In der Tat muss man leider den Eindruck gewinnen, dass die US-Regierungen im Mittleren Osten sehr viel dafür tun, dass in der Nähe Saudi-Arabiens keine echte Demokratie liegt. Das ist einfach das, was man als Beobachter sehen kann und was Millionen von Bürgern der betroffenen Länder des Mittleren Ostens als tägliche Realität erleben. Ich finde einerseits die Ergründung der wirklichen Hintergründe dieser aus Sicht der westlichen Bürger, die das mit ihren Steuern finanzieren, absurden Politik, wirklich interessant. Zumal es ja offenbar von so manchen nicht gewünscht ist, dass man das überhaupt weiß. Andererseits muss ich auch sagen, dass es irgendwo egal ist – wesentlich ist, dass das weder westliche Werte noch die Interessen der Bürger der beteiligten Länder repräsentiert, sonder wirtschaftliche EInzelinteressen, ggf. sogar die von Kriminellen (ggf. Drogenhandel oder Ähnliches). Es wird auch viel subtile Manipulation diesbezüglich durchgeführt, natürlich wieder auch mit Hilfe vieler Massenmedienvertreter. Insbesondere wird suggeriert, dass die von der westlichen Kriegspolitik ‚in Ruhe gelassenen‘, sogar verbündeten, Sultanate und Emirate (VAE, Oman, Katar, Kuwait etc.) in etwa das Gleiche seien wie Saudi-Arabien. Ds stimmt aber ganz und gar nicht. Zwar sind auch diese Staaten keineswegs echte Demokratien und nicht liberal nach westlichen Standards, sie sind aber allesamt (sogar Kuwait) um Klassen liberaler als Saudi-Arabien. Ich bin mir sicher, dass auch solche Strategien von den genannten etwa 27000 PR-Agenten gefahren werden. Dennoch – was sind das für Medien, in denen sowas kritiklos ‚durchgeht‘ und sogar als ‚Wahrheit‘ redaktionell deklariert wird? Einen Einblick in diese Zustände konnte man bei der unsäglichen Charade um Xavier Naidoo und den ESC bekommen. Insbesondere die Art seiner Nicht-Nominierung spricht Bände – da wird offenbar diktaturähnlich eine Meinung vorgegeben.

    • Die Sklaverei wurde in den USA in der Regierungszeit von Abraham Lincoln mit großer Wirkung abgeschafft – das war die große Zeit der Republikanischen Partei, auf die sie sich jetzt noch mit ‚Grand Old Party‘ beziehen. Leider gab es in den USA lange eine Diskrepanz zwischen den Werten, die in der Verfassung stehen, und dem, was die Exekutive umgesetzt hat. Wirklich gelöst wurde dieses Problem erst in den 1960er-Jahren mit der endgülitigen Abschaffung der Rassentrennung geprägt durch Martin Luther King, es war in diesem Fall die demokratische Partei, die hier trotz der katastrophalen Kriegspolitik der Johnson-Administration (die ganz nebenbei ein Bruch von Wahlversprechen war, hier gibt es Parallelen zu Obama) Verdienste hat.
      Insgesamt denke ich, dass man eindeutig zwischen den USA an sich und dem Gebaren der US-Regierungen trennen muss. Das Internet kommt z.B. aus den USA – ich glaube kaum, dass irgendeine andere Macht außer den USA für eine solche Innovation wie das Internet sorgen würde.

  3. Ich habe gerade eine weitere äußerst kritische Geschichte gelesen (um nicht direkt zu sagen, dass mir wieder fast ‚die Kinnlade heruntergegangen‘ ist). Es geht hier um Kambodscha und um die nahezu beispiellose kommunistisch-faschistische Terrorregierung der ‚Roten Khmer‘ und deren Beziehungen zur damaligen US-Regierung.
    Man kann in Pnomh Penh die ‚Killing Fields‘ besichtigen, in denen die Schergen dieses Regimes Regimegegner serienweise ermordeten und sogar teilweise deren kleine KInder brutal umbrachten. Ein Besuch dieses Ortes ist meines Erachtens in etwa vergleichbar mit der Besichtigung eines ehemaligen KZs.

    Ich habe gerade folgendes Buch gefunden, das beschreibt, dass die damalige US-Regierung unglaublicherweise eine unkritische bis unterstützende Haltung gegenüber diesem Terrorregime hatte und klare Belege dafür bringt, dass die US-Regierung nach dem Fall des Regimes die Roten Khmer sogar aktiv unterstützte.
    https://books.google.de/books/about/Cambodia_Pol_Pot_and_the_United_States.html?id=n1D7l8qUpN8C&redir_esc=y

    Offenbar ist es also gar nicht neu, dass US-Regierungen mit Terrorbanden und ideologisch extremen Diktaturen de facto paktieren, um irgendwelche in Thinktanks ‚entwickelte‘ Geopolitik zu betreiben – und wobei die Belange der Bürger der betroffenen Länder sowie westliche Werte offenbar schlicht keine Rolle spielen. Früher konnte man aber dank gefügiger Massenmedien und vor allem mangels Internet solche Themen stärker aus der öffentlichen Diskussion halten. Btw: Das Internet kommt im Wesentlichen aus den USA. Auch dieser Aspekt unterstreicht den Unterschied zwischen ‚den USA‘ und den jeweiligen US-Regierungen.

  4. Ich denke, dass das Image der USA an sich gar nicht so sehr aufpoliert werden muss. Wenn es derzeit einen (immerhin) westlich-demokratischen Staat oder einen Staatenbund (das sind die USA nämlich de facto) gibt, bei dem die Regierung intransparent und eigenmächtig eine chaotische Krigespolitik führt und meilenweit von den eigenen Bürgern entfernt ist, dann sind das die USA. Aber hier sieht man wieder, wie scheinbar kleine Unterschiede im ‚Wording‘ die wesentliche Bostschaft verändern. Die US-Regierung Obama stellt massenhaft PR-Berater an und nennt dies ‚Imagepflege der USA‘. In Wirklichkeit betreiben diese PR-Berater aber ‚Imagepflege der US-Regierung‘ (und ihrer Außenpolitik, die mit Diktaturen und islamistsichen radikalen Gruppen paktiert und ganze Länder und Regionen destabilisiert). Das ist ein wesentlicher Unterschied, und zeigt ein wesentliches PR-Thema: Die Manipulation über die Sprache.

    • PS: Der Punkt ist: Ich denke, man muss hier die USA strikt von der aktuellen US-Regierung unterscheiden.
      Es gibt nur sehr wenige US-Bürger, die aktuell wirklich EInfluss auf die ‚Strategie‘ Washingtons nehmen können, zumal da vieles sogar offiziell geheim ausgeführt wird (secret service). Ich habe seit einiger Zeit den EIndruck, dass die USA ziemlich anders sind als das, was ihre Regierungen abziehen.

  5. dem kann ich nur beipflichten. Spannend, dass angesichts der Wahrheiten die nachgereicht wurden und einigen Menschen die Augen geöffnet haben durften, sich Umfeld und Presse teilweise noch immer über die wachsenden Ausbrüche von „Vergeblichkeitsgefühlen“ wundert. In dem fortlaufend und wiederholend vergangene Tatsachen in der Gegenwartsform ausgedrückt werden, unterstützen Selbige wiederum die Steigerung dieser aktuellen „Ohn(e)machtsgefühle vieler Menschen.

    Wenn sich der Mensch wirklich gewahr geworden wäre, dass Denken einen Einfluss auf unsere Wahrnehmungen ausübt, dann würde es mir tatsächlich ein Rätsel bleiben, weshalb diese Erkenntnisse keinen sofortigen Einzug erhalten für eine effektive Umsetzung in der aktuelle Berichterstattung. Forscher der Verhaltensepigenetik oder der sozialer Konflikte und auch der Quantenphysik verweisen schon länger darauf hin. Diese Erkenntnisse werden den Persönlichkeitswandel akzeptiert und genutzt.

    Wann also dürfen sich diese (ge)wichtigen Erkenntnisse in der Berichterstattung ankommen. Wer hat den Mut sich einer „Sprach- bzw. Schriftweise“ zu bedienen, welche Wahrheit jederzeit erkenntlich machen kann und die gleichzeitig ent-spannend auf den Leser wirken kann, dadurch dass der innere Unfrieden im Leser durch die Wahrheit in Frieden gewandelt werden kann. Meines Erachtens könnte sogar ein regelrechter Bewusstheitsvorsprung initialisiert werden, der dem Frieden mehr Kraft schenken wird.

    Allein intellektuell bewusstes Verstehen obiger Tatsache wird in Abwesenheit der eigenen Ergründung keine adäquate Erkenntnis erzeugen dürfen.

    Vielleicht bedarf es meinerseits gar einer anderen Art der Formulierung, so dass technisch orientierte Menschen es besser nachvollziehen können:

    Wenn die Entwicklung des digitalen „Zeitalters“ eine so hohe Effizienz an den Tag legen konnte, dem ein bestimmter Denkprozess zugrunde lag, wäre es möglicherweise angebracht sich diesen Denkprozess für andere Bereiche nutzbar zu machen? In jeder Optimierungsbranche werden die Ausdrücke Prozesse verwendet. Prozessoptimierung, Prozessmethoden, In Bildern denken passé. Nur Teilbereiche optimieren passé.

    Heute wird gefordert den Verbrauch zu optimieren, also von der ersten Idee bis hin zur Wiederverwertung, wenn es um die Produktion von „Sachen“ oder Dienstleistungen geht. Es wäre unmöglich dies allzu zu realisieren, wenn es dem menschlichen Geiste unbekannt wäre.

    Tausende Bücher wurden geschrieben, dass sich der Mensch doch endlich im Hier und Jetzt verweilen soll. Und alle „Wenn’s“ und „Abers“ fanden gleichzeitig Einzug in den Vorgang für das zukünftige Gestalten. Denn Ja, der Mensch gestaltet und unaufhörlich, für sich und ebenso im Wir und dies in JEDEM AUGENBLICK.

    Darf nun auch genau dieser Denkprozess (der jede Zeitform berücksichtigt) auftauchen. Darf erkannt werden, dass jede Veränderung die erreicht werden möchte im HIER und JETZT* Zustand, des Ausdrucks bedarf um sich unmittelbar, je nach Entwicklung eben erst in ferner Zukunft, zu manifestieren!

    Darf es also gelingen vergangene Taten auch in der korrekten Zeitform, nämlich in der „Vergangenheitsform“ auszudrücken, damit die „schlechten Beispiele“ auch tatsächlich der Vergangenheit angehören dürfen. BITTE?! Wann Morgen oder übermorgen, wann es zu spät sein wird oder doch lieber im Hier und Jetzt.

    * Zitat: ein jeder Zustand entsteht allein durch das Betrachten – alles andere bewegt und verändert sich unaufhörlich! Es war eine Illusion zu denken es könne kontrolliert werden – doch den Prozess verstehend zeigt es sich beeinflussbar © Januar 2016

  6. Der verlinkte Artikel ist zwar aus dem Jahr 2009 – hat aber NICHTS von seiner Brisanz und Aktualität verloren.

    Wenn man all die Artikel, Berichte und belegte Aussagen bzgl. der westlichen Propagandaaktivitäten und -Bemühungen mal zusammenstellte, und mit den seitens der Qualitätspresse behaupteten propagandistischen Bemühungen Russlands (Stichwort: Cyberwar) vergliche, würden diese letztgenannten total mickrig aussehen!

    Danke, wem auch immer, für das „Ausgraben“ aus den Tiefen des Internets.

  7. „… AP-Chef Tom Curly plädiert für neue klare Regeln im intervestigativen Journalismus.
    «Denn wir sind einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.»…“

    Ein Kommentar – zum kompl. Bericht – von Andreas Bolte.
    „Wenn das US-Militär wirklich 5 Mrd. jährlich für PR ausgibt (ca. 30.000 PR-Berater),
    dann ist das nicht viel anders, als wenn sich eine Geflügelfarm eine separate Unter-
    mehmenssparte „Zäune & Alarmanlage“ leistet, damit Tierschützer nicht
    die wahren Zustände hinsichtlich der Tierhaltung in diesem Unternehmen
    herausfinden können.“

    27.000 US-Militärs könnten endlich beginnen Wiedergutmachung zu leisten,
    angefangen mit den Kindern von BASRA und ihrer Umwelt.

    • Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.
      Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.
      Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.
      So sei es.

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