9/11 – gewöhnliche Physik des Außergewöhnlichen

Von François Roby.

Vor kurzem hat mir Heinz Pommer vorgeschlagen für KenFM einen Artikel über die Physik des 11. Septembers zu schreiben. Ich kenne seine Arbeit ein wenig, die ich schätze, obwohl ich nicht immer einer Meinung mit ihm bin. In jedem Fall ist er jemand, der eine bemerkenswerte Anstrengung unternommen hat, um mit Nachdruck auf viele der „Anomalien“ hinzuweisen, die während der Ereignisse beobachtet wurden. Tatsachen, die uns alle aufschrecken lassen sollten, oder zumindest dazu führen sollten, dass wir zu lachen beginnen, oder mit den Schultern zucken, wenn uns die Massenmedien die „offizielle Verschwörungstheorie“ erzählen, das Kindermärchen von Osama bin Laden und seinen 19 Flugzeugentführern.

Ich habe also mit Freude den Vorschlag akzeptiert auf Französisch zu schreiben, für eine Übersetzung ins Deutsche, da ich – mit Mühe – Deutsch lesen und so prüfen kann, dass meine Worte nicht verzerrt werden! Diese Grundkenntnisse haben mir auch erlaubt, die drei auf KenFM publizierten Artikel von Heinz Pommer zu lesen, wie auch die recht heftige Kritik seines ersten Artikels durch meinen Physiker-Kollegen Ansgar Schneider[1], erschienen am 15. Oktober [2018]. Obwohl Heinz Pommer nicht namentlich genannt wurde, haben die Leser, wie aus den Kommentaren ersichtlich, gut verstanden, auf welchen Artikel sich die Kritik bezog.

Da ich selbst „professioneller“ Physiker bin, und da ich die Regeln dieser Disziplin meinen Studenten vermitteln muss, konnte ich einige der Kritikpunkte von Herrn Ansgar Schneider nachvollziehen. Dennoch halte ich seinen Artikel für ungerecht und einer Haltung entsprechend, die man auf Französisch „das Kind mit dem Bade ausschütten“ nennt. Denn selbst wenn das Wasser dreckig ist, muss man doch den Wert des Kindes erkennen, und sich in einer konstruktiven Form verhalten. Dies werde ich [hier] versuchen, beginnend mit einigen Worten über mein Fachbereich, die Physik.

Die unbekannte „Königswissenschaft“

Wir alle leben in einer hyper-technisierten Welt, die viel mit dem Fortschritt der Physik zu tun hat. Einige dieser Errungenschaften sind schon recht alt (wie die Thermodynamik, die [zunächst] die breite Nutzung der Dampfmaschinen, dann die [Entwicklung] der Verbrennungsmotoren unserer Autos ermöglicht hat), andere sind relativ jung (wie die Festkörperphysik, die die rasante Entwicklung der Elektronik, dann der Informatik ermöglicht hat). Jeder kann heute auf seinem Smartphone völlig einfach GPS nutzen, ohne die geringste Vorstellung darüber zu haben, welche Heldentaten der Wissenschaft und der Technik sich dahinter verbergen, die bis zu ultra-genauen Zeitkorrekturen auf Grund der Allgemeinen Relativitätstheorie reichen.

Aber diese herausragenden Leistungen der Wissenschaft und Technik haben eine Kehrseite: durch ständiges Benutzen „magischer“ Gegenstände, die uns auf Fingerdruck und Augenwink gehorchen, als seien wir Harry Potter in Hochform, akzeptieren wir letztendlich eine Art „magische Denkweise“. Wir werden wieder zu Kindern von unter sieben Jahren (Alter des Verstandes) und sind bereit, alles zu glauben. Es ist an der Zeit, dass wir uns dieses Abrutschens bewusst werden, und uns daran erinnern, dass die Physiker und Ingenieure keine Magier sind. Es ist nicht die Natur, die ihnen gehorcht, sondern ganz im Gegenteil: es sind sie, die den Naturgesetzen peinlich genau folgen müssen, die sie formalisieren.

Allem voran: die Größenordnung

Für die große Öffentlichkeit ist die Physik ein Synonym für präzise Messungen oder Rechnungen. Diese sind ein Teil davon, das ist richtig – obenstehend habe ich das Beispiel GPS angeführt – aber die Arbeit eines Physikers oder eines Ingenieurs besteht zunächst darin, einen Sachverhalt zu vereinfachen, indem er seine Größenordnung korrekt einordnet, besonders wenn dieser neu ist. Im Alltagsleben denken wir ohne Pause immer auf diese Weise, intuitiv: zum Beispiel müssen wir nicht unbedingt den Preis von einem Kilo Äpfel wissen – der nach Jahreszeit, nach Art, nach Qualität und nach Händler variieren kann – aber wir wissen, dass er weder 100 Euro sein kann, noch 1 Cent, denn wir sind an solche Situationen gewöhnt.

Die Arbeit eines Physikers oder Ingenieurs besteht zunächst darin, diese Intuition auf sein Fachgebiet zu übertragen, um notfalls sehr grobe Schätzungen zu machen. Enrico Fermi, der italienische Physiker und Pionier der Kernenergie, war berühmt dafür, seinen Studenten Aufgaben zu stellen, die ihre Fähigkeit prüften, sich ohne präzise Daten „durchzuschlagen“. Er verlangte von ihnen zum Beispiel die Zahl der in Chicago[2] lebenden Klavierstimmer abzuschätzen, wo er wohnte!

Für die [Beschreibung der] Ereignisse des 11. Septembers 2001, die ganz klar im wahrsten Sinne des Wortes außergewöhnlich sind, muss man so [mit groben Schätzungen] beginnen.

Unverfangen betrachten

Es ist sehr schwer, die unerwarteten Ereignisse des 11. Septembers 2001 auf eine ruhige und objektive Weise zu „betrachten“, so wie es jeder Wissenschaftler tun muss, der auf der Suche nach einer Erklärung eines Phänomens ist – auf Grund der emotionalen Belastung, die diese [Ereignisse] begleiten. Aber ihre spektakuläre Seite kann uns auch helfen, gerade auf Grund der ungewöhnlichen Größenordnung der Phänomene, die bestimmte Interpretationen ausschließen. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Anschläge ist die [totale] Verwüstung des World Trade Centers, als Folge der Zerstörung der drei Wolkenkratzer (WTC1, WTC2 und WTC7). Die Brände hielten sich für viele lange Wochen in den Trümmern: offiziell wurde der letzte Brand 100 Tage nach dem 11. September gelöscht [1].

Diese einfache Tatsache wirft Fragen auf, besonders im Hinblick auf die beeindruckenden Leistungen der Feuerwehrleute vor Ort: „wie kann es sein, dass so viele, und so erfahrende Männer so viel Zeit brauchten, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen?“

Man kann sich auch die Bilder der ersten Tage und Wochen nach den Anschlägen ansehen, und sehr erstaunt über die weiße Rauchfahne sein, die sich über Manhattan erhebt, wie die von Heinz Pommer für seinen Artikel vom 1. November [2018] gewählte Fotografie sehr gut zeigt, die ich hier nochmals untenstehend wiedergebe:

Bild 1: Manhattan, 11. September 2001. Rauch oder einfache Wolken aus Wasserdampf?

 

Gemäß den EXIF-Daten wurde diese Fotografie am 11. September um 10:35 Uhr aufgenommen, das heißt 7 Minuten nach dem Zusammenbruch des zweiten Turms. Die Brände in den Trümmern von Ground Zero sind damit noch klar vorhanden (und Gebäude 7 ist noch nicht zusammengestürzt). Dennoch zeigt eine aufmerksame Betrachtung des Bildes, dass es nicht Rauchwolken eines Brandes sind, die man sieht, sondern großteils einfache „weiße Wolken“, als Ergebnis der Kondensation von Wasserdampf. Dies ist besonders bei den Gebäuden an der Randzone sichtbar (im Zentrum zeigt ein deutlich dunklerer Rauch sehr wohl einen Brand an): Gebäude, die nicht Feuer gefangen haben, aber von denen Kondensationsschwaden auszugehen scheinen, genau so, wie man sie über dem Flügel eines Flugzeuges in einer feuchten Atmosphäre[3] beobachten kann.

Es handelt sich um exakt das gleiche Phänomen: auf der Gebäudeseite, die entgegen der Windrichtung liegt, findet auf Grund eines leichten Unterdrucks eine Kondensation von Wasserdampf in der von Feuchtigkeit gesättigten Atmosphäre statt. Selbst wenn die Massenmedien uns diese riesige Wolke als Rauchwolke eines Brandes präsentiert haben, muss man sie als das sehen, was sie ist: Manhattan wurde nach den Anschlägen zu einem riesengroßen Dampfkessel, in dem der Rauch der Brände nur einen kleinen Teil einnahm. Die Caldera von Yellowstone im Zentrum von New York…

Nun, um aber solche Mengen an Dampf zu erzeugen, ist es offensichtlich, dass man große Mengen an Wasser und Wärme benötigt. Wir haben es hier also mit einem Phänomen zu tun, dessen Größenordnung völlig aus dem Rahmen des Gewöhnlichen fällt, und das man erklären muss.

Das Wasser und die Wärme finden

Der Ursprung des Wassers

In Manhattan, als Halbinsel, ist es selbstverständlich nicht schwer, Wasser in der Nähe zu finden; trotzdem waten die New Yorker normalerweise nicht mit den Füßen im Schlamm und fahren nicht mit einem Kahn durch das Moor. Man muss also verstehen, wieso gerade an einer Stelle riesige Wassermengen vorhanden waren, an der die New Yorker trockenen Fußes stehen können. Man könnte denken, dass eine große Wassermenge eben zum Löschen der Brände eingebracht wurde; das ist richtig, aber sie stellt nur einen kleinen Teil der Wassermenge dar, die das World Trade Center durchfeuchtet hat, bevor sie verdampfte.

Nach einem Bericht des Lawrence Livermore National Laboratory vom 1. Oktober 2002, der sich mit einer Studie der Tritium-Spuren am World Trade Center befasst [2], schätzt man (durch Kenntnis des Pumpvolumens) die zwischen dem 11. und 21. September durch die Feuerwehr eingebrachte Wassermenge auf 3 Millionen Gallonen (11.000 m³), in der gleichen Zeit aber brachte der Regen zusätzliche 1 Millionen Gallonen ein, vor allem aber sickerten 26 Millionen Gallonen (fast 100.000 m³) durch Risse der „Schutzwanne“ ein (Bathtub), die den Untergrund des World Trade Centers gegen das Einsickern von Grundwasser schützte (Seite 9 [des Berichts]).

Diese Information ist entscheidend: die unterirdische Mauer (slurry wall), die mit einer Höhe von 7 Stockwerken das World Trade Center trocken hielt, war direkt, wie auch das Fundament der Wolkenkratzer, auf den Gesteinssockel gebaut und wurde nicht nur beschädigt, sondern verschob sich, gemäß dem Bericht („Other pumps were installed (after 9/21) along Liberty Street to stabilize the Slurry Wall, which had moved“).

Eine noch immer im Netz verfügbare Info-Grafik der New York Times [3] zeigt, dass die unterschiedlichen Stockwerke im Souterrain des World Trade Centers, unter den Zwillingstürmen, „eingestürzt oder schwer beschädigt waren“:

Bild 2: Schäden, wie sie im sechsten Untergeschoss des World Trade Centers gemäß der Info-Grafik der New York Times auftraten

 

Es ist schwer zu verstehen, wie der Einsturz der Wolkenkratzer, trotz ihrer Höhe, diese tief im Untergrund befindlichen Infrasstrukturen zerstören und bewegen konnte, und ein Loch in der Sickerwasser-Schutzwand reißen konnte (wir sprechen von einem Loch von 90 Fuß Breite, entsprechend 27 m, gemäß dem Artikel von NY1 News [4])… es sei denn, selbstverständlich, der Zusammenbruch wäre die Konsequenz dieser Schäden, und nicht ihre Ursache.

Wenn man Antworten sucht, sieht man sich oft mit neuen Fragen konfrontiert. Legen wir also für einen Moment diese Informationen zur Seite, selbst wenn sie einen wichtigen Beweis darstellen, und untersuchen wir nun, woher die Wärme kam.

Der Ursprung der Wärme

Jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht wie es aussieht, wenn nach Zubereitung eines Kaffees oder eines Tees dieser langsam in der Tasse abkühlt. Ein heißer Gegenstand, der sich in einer kühleren Umgebung befindet, gibt seine Wärme an die Umgebung ab, bis er sich in einem thermischen Gleichgewicht befindet. Dies haben die Physiker als Leitsatz festgeschrieben: der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Der Erste Hauptsatz ist ebenfalls sehr wichtig: es schreibt vor, dass die Energie erhalten bleibt. Mit anderen Worten, wenn die Tasse Tee abkühlt, dann deshalb, weil die Wärme, die sie ursprünglich beinhaltet irgendwo anders hin geht, aber sie verschwindet nicht.

Ein Gegenstand kühlt über drei Prozesse ab: durch Wärmeleitung, durch Konvektion und durch Strahlung. Wenn wir die heiße Wand eines Kochtopfs berühren, wird auf uns die Wärme durch Wärmeleitung übertragen; das setzt einen Kontakt voraus. Wenn wir unsere Hand über das heiße Wasser im Topf halten, fühlen wir ebenfalls die Wärme, aber nicht so stark. Sie wird uns einerseits durch die warme, aufsteigende Luft übertragen, die über dem heißen Wasser entsteht: das ist die Konvektion; und durch die Strahlung (Infrarot, deswegen unsichtbar), die vom Wasser abgestrahlt wird, und die unsere Hand empfängt.

Für einen Physiker unterscheidet sich das World Trade Center nach den Anschlägen nicht sonderlich von einer Tasse Tee. Es brauchte ebenfalls eine bestimmte Zeit um abzukühlen, und zwar durch die drei oben genannten Prozesse, deren Wirkung sich addiert. Anders gesagt, selbst wenn man nur einen [Prozess] davon untersucht, und man in der Lage ist, diese Menge an Wärme abzuschätzen, die durch diesen [einen] Prozess an die Umgebung abgegeben wird, kann man sicher sein, dass die Gesamtwärmemenge [noch] größer ist.

Die Wärmeübertragung durch Konvektion wird sehr häufig verwendet: durch den Motorkühler in einem Auto (erzwungene Konvektion) oder durch unsere Zentralheizung (natürliche Konvektion). Es handelt sich also um einen den Ingenieuren und Architekten gut bekannten Vorgang, die gut funktionierende Autos und komfortable Wohnung bauen müssen. Sie modellieren diese Wärmeübertragung mit Hilfe eines Wärmeleitkoeffizienten, normalerweise angegeben mit h, und dessen Größe von geometrischen Überlegungen abhängt (Oberflächenorientierung horizontal oder vertikal, heiße Oberfläche oben oder unten…). Wenn man diesen Koeffizienten, den Flächeninhalt der heißen Oberfläche und den Temperaturunterschied zur Umgebungsluft kennt, kann man daraus eine Wärmeleistung ableiten. Auf diese Weise plant man eine Heizung genau richtig, so dass sie ein Zimmer gut beheizt (nicht zu stark und nicht zu schwach).

Ground Zero kann man als eine einfache elektrische Kochplatte sehen: eine heiße Oberfläche, der man eine bestimmte Leistung in Watt zuordnet. Sicher, es ist fast unmöglich die Größe der Leistung genau zu bestimmen (maximal zu Beginn, und im Laufe der Monate abnehmend, bis zum Erreichen des Nullwerts), aber eine Schätzung ist möglich, wenn uns die Größenordnung interessiert: wir finden hier wieder eine Fermi-Aufgabe.

Zum Glück stehen uns die Aufzeichnungen der Temperaturwerte von Ground Zero der Wochen nach dem Anschlag zur Verfügung, dank der Aufzeichnungen der Infrarot-Luftbilder[5] [6] [7] [8]. Die Strahlung, die von einem heißen Gegenstand abgegeben wird, hängt stark von seiner Temperatur ab (Plancksches Strahlungsgesetz[4]), tatsächlich erlaubt die Spektralanalyse dieser Strahlung Temperaturen aus großer Distanz zu messen, so als würde man eine Fotografie machen; [genau] das ermöglicht es beispielsweise schnell Wärmelecks in Gebäuden zu finden, die man gerne besser isolieren möchte.

Bild 3: Infrarot-Aufnahme von Ground Zero, aufgenommen am 7. Oktober 2001 von Earth Data
[redaktionell bearbeitet (Grenzlinien)]

 

Diese Aufzeichnungen vermitteln uns Wissen über die Ausdehnung der Hitzezonen und über die Temperatur einiger [Hitze]-zentren, wie der Bereich mit ungefähr 730 °C (1.000 °K), aufgenommen am 16. September in den Trümmern von WTC7 [7]. Diese Temperaturen sind übrigens auch durch die Zeugenaussagen der Feuerwehrleute belegt, die von einer „echten Hölle auf Erden“ sprechen, und durch die wegschmelzenden Stiefelsohlen. Wir haben also Zugang, zumindest im Hinblick auf die Größenordnung, zu dem Wissen bezüglich der Heizleistung unserer „Kochplatte“; genauer gesagt: unserer drei Kochplatten: die Überreste von WTC1, WTC2 und WTC7. Es ist übrigens bezeichnend, dass Gebäude Nr. 7, obwohl es im Vergleich mit den Zwillingstürmen nur sehr schwachen Bränden ausgesetzt war, einen Trümmerhaufen zurückließ, der ungefähr so heiß war wie die anderen [beiden].

Hier ist nicht der Ort, um detaillierte Rechnungen anzuführen, aber jeder kann an Hand der Referenzen, auf die ich hinweise, lernen, dies zu tun: es handelt sich um ein klassisches Problem der Wärmeleitung. Für meinen Teil erhalte ich als Ergebnis für die Anfangs-Gesamtheizleistung den Wert von P0 ≈ 70 MW, als eine sehr ungenaue Zahl. Deshalb behalten wir von ihr nur die Größenordnung, und wir erinnern daran, dass sie nur einen Teil der Gesamtleistung darstellt (die Abstrahlung, besonders stark zu Beginn, als die Temperaturen noch hoch waren, spielt eine nicht vernachlässigbare Rolle).

Kehren wir für einen Moment zu unserer Tasse Tee zurück: jeder kann mit einem Küchen-Thermometer nachprüfen, dass ihre Temperatur ungefähr wie eine Exponentialfunktion abfällt, das heißt umso langsamer, je mehr sich ihre Temperatur der Zimmertemperatur nähert. Aber selbst wenn das völlige [thermische] Gleichgewicht theoretisch erst nach einer unendlichen Zeit erreicht wird, besitzt ein solcher Prozess eine charakteristische Abkühlzeit (nennen wir sie τ). Zum Beispiel wäre diese [Abkühlzeit] für die Tasse Tee weder eine Minute, noch ein Tag, sondern eher eine Stunde.

Da die Gesetze der Physik universell sind, gelten sie auch für Ground Zero. Es reicht also, die ihm zuzuordnende charakteristische [Abkühl]zeit zu kennen, um die im Rahmen des abgeschlossenen Abkühlprozesses freigegebene Gesamtwärmemenge Q zu kennen: diese errechnet sich als Produkt aus der Anfangsleistung P0 und der Zeit: Q = P0τ.

Nun, wir wissen dass die Brände an Ground Zero 100 Tage dauerten, dies gibt uns bereits einen Schätzwert dieser Abkühlzeit: mehrere Monate. Es gab sogar Luftbild-Aufnahmen vom 12. Februar 2002, die natürlich nicht mehr die extremen Temperaturen zu Beginn zeigen. Aber sie beweisen trotzdem, dass sogar nach 5 Monaten im Umfeld von WTC1 noch eine ausreichend warme Zone vorhanden war, die sich deutlich von dem „Hintergrundrauschen“ der Messungen abhob. Es ist also vernünftig, zum Beispiel τ = 4 Monate anzunehmen, was zu einer durch Konvektion freigesetzten Wärmeenergie von 7 x 1014 J[5] führt. Wohl wissend, dass allein die Größenordnung wichtig ist, und dass wir weder die Abstrahlung (deren Beitrag zu Beginn auf Grund der sehr hohen Temperaturen ohne Zweifel recht hoch war), noch die Wärmeleitung, noch nicht einmal die Konvektion auf Basis des Grundwassers (die Rechnung bezieht sich nur auf die Kühlung durch Luft), noch die zusätzlichen Effekte einer Luftströmung (die Rechnung geht von Windstille aus), noch den Regen berücksichtigt haben, kann man abwägen, dass die Größenordnung der Energiefreisetzung durch Ground Zero im Bereich von 1015 J liegt, oder anders [geschrieben:] 1 Petajoule (1 PJ).

Dies ist eine ungeheure Menge, und entspricht der Wärmemenge, die durch das Verbrennen von ca. 35.000 Tonnen Kohle freigesetzt wird…

Rückkehr zum Wesentlichen

Die Macht der Physik liegt in ihrer Universalität: die Bewegungsgleichungen von Newton werden überall exakt gleich angewandt, die Struktur der Atome ist überall exakt die gleiche, etc. Aber außer dieser exakten Allgemeingültigkeit gibt es auch ungefähre Allgemeingültigkeiten, die sehr interessant sind, wenn es nur darum geht, Größenordnungen zu vergleichen. Und da gibt es eine [Allgemeingültigkeit], die uns im Bereich der Energie die Aufgabe ganz wesentlich erleichtert.

Es existieren verschiedene Arten von Energie, die ich hier nicht weiter detaillieren werde. Aber wenn es sich um Energie handelt, die von Materie freigesetzt wird, kennen wir nur zwei Arten: chemische Energie und nukleare Energie. Genauer gesagt: chemische Energien und nukleare Energien, aber die Unterschiede zwischen diese beiden Familien sind derart, dass wir sie in zwei deutlich unterschiedliche Gruppen sortieren können.

Chemische Energie

Chemische Reaktionen brauchen Energie oder setzen Energie frei, durch eine Änderung der chemischen Bindungen zwischen Atomen. Beispielsweise entsteht bei der Verbrennung von reinem Kohlenstoff CO2, bei dem sich der Kohlenstoff dann in einer Verbindung mit zwei Sauerstoffatomen befindet. Also, eine chemische Verbindung ist nichts anderes als eine gemeinsame Nutzung von Elektronen durch zwei [oder mehrere] Atome, und diese Elektronen besitzen ein „Energieniveau“, das gut bekannt ist, in der Größe von einigen Elektronenvolt[6], die den Kraftaufwand darstellt, um diese [Elektronen] aus der Atomhülle zu lösen. Und wenn eine chemische Reaktion Energie freisetzt, dann bedeutet das, dass sich die Elektronen zwischen den Atomen neu platzieren, indem sie ein anderes Energieniveau einnehmen, und es ist der Unterschied zwischen dem ursprünglichen und dem finalen Energieniveau, den man „außen“ wiederfindet. Nichts geht verloren, nichts wird erschaffen: der erste Hauptsatz [der Thermodynamik] verlangt die Energieerhaltung.

Aber da die Energieniveaus ihrerseits höchstens einige Elektronenvolt betragen, sind auch die Differenz[energien] höchstens in der Größenordnung einiger Elektronenvolt. Nun ist die Materie elektrisch neutral: auf jedes Elektron kommt ein Proton im Atomkern, der auch die Neutronen enthält[7], die aber, wie ihr Name schon sagt, neutral sind. Und die Masse der Materie geht fast ausschließlich aus der Masse der Nukleonen hervor (Protonen und Neutronen), denn ein Proton oder ein Neutron wiegen ungefähr 1.800 mal mehr als ein Elektron.

Diese sehr grundlegenden Betrachtungen erlauben es, eine einfache Regel zu formulieren: weil es das Elektron ist, das im Rahmen einer chemischen Reaktion Energie freisetzt, und da die Materie [elektrisch] neutral ist, da sie genauso viele Elektronen wie Protonen enthält, und da die Nukleonen die Massenträger sind, ist die freigesetzte Energie jeder chemischen Reaktion von der maximalen Größenordnung von 1 eV pro Nukleonenmasseneinheit, entsprechend [einem Gewicht von] 1,67 x 10-27 kg.

Die Rechnung ergibt , oder in der Umgangssprache 100 Megajoules (MJ) pro Kilogramm. Hierbei handelt es sich um einen Höchstwert (denn nicht alle Elektronen nehmen an einer chemischen Reaktion teil, mit Ausnahme von Wasserstoff, der nur ein Elektron besitzt!) und um eine [Abschätzung der] Größenordnung, denn diese Rechnung ist sehr approximativ. In der Praxis enthält ein Stoff, der sehr viel Energie freisetzt, nur einige MJ-Zehnerstellen (Erdöl: 42 MJ/kg), und ein [Stoff], der eine geringe Menge [an Energie] freisetzt, wie ein Explosivstoff, der den Luftsauerstoff nicht nutzt, bringt es nur auf einige Megajoules (TNT: 4,18 MJ/kg)[8]. Der Wasserstoff, der Weltmeister aller Klassen, der kein Neutron als „tote Masse“ besitzt, setzt 120 MJ/kg frei, dies entspricht der hier oben berechneten Menge.

Für einen Brennstoff der „Mittelklasse“ ist es somit vernünftig, eine Größenordnung von 10 MJ/kg anzunehmen. Eine Regel, die sich sogar für die Energiefreisetzung von Lebensmitteln (bei weitaus geringeren Temperaturen!) anwenden lässt, denn auch diese sind chemischer Natur: machen Sie selbst das Experiment und lesen Sie auf einer Verpackung die Zahl der kJ pro 100 g ab, Sie werden schon sehen….

Nukleare Energie

Nun treten wir in einen ganz anderen Bereich ein; die Energie, die durch eine nukleare Reaktion (Spaltung oder Verschmelzung) freigesetzt wird, stammt aus einer Änderung der Bindungsenergien der Kernbausteine (der Nukleonen, also der Protonen und Neutronen). Deren Energie ist sehr viel höher als die der chemischen Bindungen, um es zu vereinfachen: etwa eine Millionen mal höher. Aber da die Massenträger noch immer die Nukleonen sind, folgt daraus eine andere, sehr einfache Regel: bei gleicher Masse kann die nukleare Energie bis zu einer Millionen mal größer sein als die chemische Energie. In der Praxis wird diese theoretische Zahl jedoch nicht erreicht, jedes zweckmäßige Aggregat (Reaktor oder Atombombe) trägt eine große Menge Masse, die keine Energie freisetzt.

Wenn man nun die öffentlich zugänglichen Zahlen von der Masse [des Aggregats] und der Energiefreisetzung von echten Atombomben nimmt, kommt man eher auf 1011 J/kg, entsprechend 10.000 mal mehr als die 107 J/kg eines „durchschnittlichen“ Brennstoffs. Aber selbst wenn das 100 mal weniger ist als der theoretische Wert, so liegt dies weit über den Möglichkeiten chemischer Energie, und das reicht für unsere Argumentation.

Spiel-Ergebnis

Unsere [Mengen-]Schätzung der durch den Mega-Dampfkessel Ground Zero freigesetzten Wärme war 1015 J; mit den jeweiligen Grenzen für chemische und nukleare Energien führt dies zu einer Schätzung der Masse [des Reaktionsstoffs], die für diese Energiefreisetzung benötigt wurde:

  • für den Fall einer Verbrennung (chemische Energie):
    also ungefähr: m ≈ 100.000 Tonnen
  • für den Fall einer nuklearen Energiequelle:
    also ungefähr: m ≈ 10 Tonnen

Nun, gemäß den Angaben der NIST betrug die Masse des Stahls jeder der Zwillingstürme ungefähr 100.000 Tonnen… [9]. Es scheint also relativ offensichtlich, sofern davon ausgehend, dass der Stahl und der Beton als Hauptbestandteile der Türme nicht selbst die Brennstoffe waren, dass keine Form chemischer Energie die gewaltige, durch Ground Zero abgegebene Wärmemenge erklären kann. Ein Begriff – vor dem 11. September nicht mit Großbuchstaben geschrieben – , der ursprünglich aus der Militärsprache kommt und exakt bedeutet: „die Stelle an der Erd- oder Wasseroberfläche senkrecht zum Explosionsort einer nuklearen Bombe.“[9]

Schlussfolgerung

Es ist Zeit, die Schlussfolgerung [des erreichten Meilensteins] zu ziehen: auf Basis des außergewöhnlichen Maßstabs der Abgabe von Wärmeenergie, wie sie an Ground Zero nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auftrat, können wir alle Formen chemischer Energie (und damit alle Verbrennungsprozesse) als einzige Energiequelle dieser Wärme ausschließen. Wir müssen auf nukleare Energien zurückgreifen, denn die chemischen [Energien] reichen nicht aus. Die Brände waren damit nicht der Grund dieser Wärme, sondern ihre Konsequenz, was außerdem ihre – ebenfalls ungewöhnliche – Langlebigkeit erklärt. Aktuell wissen wir nichts über die Art der Energiefreisetzung (progressiv oder explosiv), aber etwas Lesestoff bezüglich der Charakteristik und Anwendung ziviler unterirdischer Nuklearexplosionen, sehr modern in den Jahren um 1960, sollte uns erlauben, hier schnell weiterzukommen.

Für einen ersten Schritt ist das Erreichte mehr als genug, und man darf in diesem Stadium die Physik nicht Dinge sagen lassen, die sie nicht sagt. Reden wir also nicht von einer nuklearen Waffe (eine Waffe wird gebaut um zu töten, wir aber wissen nichts über die ursprüngliche Funktion der nuklearen Vorrichtung, die auch entwendet worden sein könnte), und geben wir auch nicht vor zu wissen, wer diese Vorrichtung aktiviert hat und noch weniger warum. Dies sind Fragen, die weitaus komplexer sind und die, zumindest auf den ersten Blick, nicht im Verantwortungsbereich der Physik liegen.

François Roby ist Assistenzprofessor für Physik an der Universität von Pau (Frankreich).

Fußnoten

[1] Grober Unfug und der 11. September
https://kenfm.de/grober-unfug-und-der-11-september/

[2] Für den interessierten Leser:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Problem#Beispiel:_Klavierstimmer_in_Chicago

[3] Einige schöne Fotos kann man hier sehen:
https://aviation.stackexchange.com/questions/19241/why-does-condensation-form-on-the-wing-especially-during-take-off-and-landing

[4] Für Details:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wärmeübergangskoeffizient

[5] Das Joule, abgekürzt J, ist die Einheit für Energie und 1014 ist eine 1 gefolgt von 14 Nullen
https://de.wikipedia.org/wiki/Joule

[6] Das Elektronenvolt (eV) ist eine sehr kleine Energieeinheit und beträgt ca. 1,6 x 10-19 J
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronenvolt

[7] Außer für Wasserstoff, der nur 1 Proton enthält.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff#Protium

[8] Üblicherweise misst man die „Sprengkraft“ einer Atombombe, die in Wirklichkeit eine Energiemenge darstellt, in Kilotonnen TNT (1 kt TNT = 4,18 x 1012 J)
https://de.wikipedia.org/wiki/TNT-Äquivalent

[9] Alte Definition von Ground Zero:
https://sophias-correction.weebly.com/uploads/1/8/5/4/18541048/published/image041.jpg

Referenzen

[1] Jeffrey W. Vincoli, Norman H. Black, and Stewart C. Burkhammer. Disaster Response / SH&E at Ground Zero / a firsthand account from the most dangerous workplace in the U.S. -. Technical report, American Society of Safety Engineers, 2002.
http://911research.wtc7.net/cache/wtc/analysis/asse_groundzero1.htm

[2] T.M. Semkow et al. Study of traces of tritium at the World Trade Center. Technical report, American Chemical Society, October 2002.
https://e-reports-ext.llnl.gov/pdf/241096.pdf

[3] Interactive graph New York Times [online]. October 2001.
https://archive.nytimes.com/www.nytimes.com/library/national/sci_WALL_1009_B6.html

[4] NY1 News. Workers Rush To Repair Huge Hole In WTC ’Bathtub’ [online]. September 2001.
http://www.ny1.com/nyc/all-boroughs/archives/2002/03/21/workers-rush-to-repair-huge-hole-in-wtc-bathtub.NYC_20029

[5] WTC Thermal Imagery.
http://newyork.earthdata.com/thermal.html

[6] Charles K. Huyck and Dr. Beverley J. Adams. Remote Sensing in Response to September 11th. MCEER Special Report Series, 2002.
http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/summary?doi=10.1.1.210.3959

[7] Images of the World Trade Center Site Show Thermal Hot Spots on September 16 and 23, 2001., 2001.
https://pubs.usgs.gov/of/2001/ofr-01-0429/thermal.r09.html

[8] Dr. Beverley J. Adams Charles K. Huyck and David I. Kehrlein. An evaluation of the role played by remote sensing technology following the World Trade Center attack. Earthquake Engineering and Engineering Vibration, 2(1) :159, June 2003.
http://s3.amazonaws.com/nasathermalimages/public/images/wtc_eev.pdf

[9] Stephen W. Banovic. Steel inventory and identification. Technical report, NIST, September 2005.
https://ws680.nist.gov/publication/get_pdf.cfm?pub_id=101430

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

70 Kommentare zu: “9/11 – gewöhnliche Physik des Außergewöhnlichen

  1. Danke für diesen interessanten Beitrag.
    Eine bemerkenswerte Analyse der Vorgänge des 11.09. liefert Frau Dr. Judy Wood – ein unglaublicher Vortrag und brillante Analyse.
    „9/11 Breakthrough Energy Technology | Dr Judy Wood“.

    Der Vortrag ist in englisch auf YouTube, er dauert über 2 1/4 Stunden. Über 4000 Mal wurde dieser Vortrag kommentiert.

    Im Kreise wissenschaftlischer, oder zumindest wissenschaftlich angehauchter Erörterungen pflegt man eigentlich einen eher respektvollen Umgang…, wenn ich mir die Kommentare hier – so – mal – durchlese, überfliege…

  2. Ein Zitat aus diesem artikel reicht um aufzuzeigen das die Nuklear-Theorie sogern sie auch physisch erklärt werden will hingt:

    „Nun, gemäß den Angaben der NIST betrug die Masse des Stahls jeder der Zwillingstürme ungefähr 100.000 Tonnen… [9]. Es scheint also relativ offensichtlich, sofern davon ausgehend, dass der Stahl und der Beton als Hauptbestandteile der Türme nicht selbst die Brennstoffe waren, dass keine Form chemischer Energie die gewaltige, durch Ground Zero abgegebene Wärmemenge erklären kann.“

    Der Stahl kann aber als Trägermasse für den Grund Hitzerzeugung nicht ausgeschlossdn werden. Rückstände von Thermit oder Thermat wurden in den Trümmern nachgewiesen. Dieses ist in der Lage Stahl zu schmelzen.

    Wenn es Stoffe gab die Stahl zum schmelzen brachten, ist die Wärmeerzeugung durch geschmolzenen Stahl nicht auszuschließen.

    Diese ganzen neueren ab ca 2008 immer vehementeren Nuklearsprenungstheorien, einhergehend mit der No Planetheorie, sind einfach geworfene und medial verbeitete Nebelkerze um die wahrlich überzeugenden Nachforschungen zu untergraben.

    Der Pöbel, soll sich wiedereinmal spalten damit er seine Kräfte selbst aufzehrt.

    Nebenbei, warum ist es wichtig über den Grund und die Inzenierung zu streiten. Die aufgedeckte Lügenfassade um dieses Ereignis wie auch die daraus resultierenden gezogenen Konsequenzen die uns alle betreffen seit über 17 Jahren reichen schon komplett aus um festzustellen, das nun mal leider nicht dem Narrativ transatlantische Think Tanks entspricht.

    Und das reicht vollkommen um dieses Geschehen historisch und geopolitisch einzuordnen und zu verstehen in welcher Gesdllschaft wir leben und es Zeit für Veränderung ist.

    Man sollte auch bei der Wortfindung „Ground Zero“ erkennen können, das es ein dramaturgisches Mittel war und ist, mehr nicht.

    Darauf eine Theorie zu bauen die dann noch 100.000t. Stahl beiseite wischt, wie auch die nachgewiesenen Fakten ab 2001, die den Einsturz hinlänglich erklären, mit der Gefahr die Unterwanderung und Spaltung der kritischen Masse weiter voranzutreiben ist doch sehr gewagt…

    Das nun auch selbst KenFm solche Fehler unterlaufen zeigt dich wie anfällig jede Größere Bewegung aufgrund der Leichtgläubigkeit und mangelnden Reflektion des Einzelnen ist.

    • @Gerhard
      es geht hier um die Quellen der entstandenen Wärmeenergie, um den Energieerhaltungssatz und um Größenordnungsabschätzungen. Also eine Quantitativ Abschätzung.

      Stahl tritt hier als ein Stoff auf, der Wärmeenergie aufnehmen kann. Mit Thermit, ein explosiver Stoff, werden bestenfalls Stahlträger durchschnitten. Mit Thermit kann man ein Stahl-Skelett zerstückeln. Mit Thermit kann man aber kein Stahl-Skelett pulverisieren oder/oder einschmelzen. Die massiven bruchlosen Deformationen von Stahlträgern und die hohe Korrosionsanfälligkeit (schnelles Rosten) kann ebenso nicht qualitativ durch „Thermit-Brände“ erklärt werden.

      Quantitativ (Energieerhaltungssatz) funktioniert eine reine Thermit-Hypothese nicht.
      Qualitativ (Schadendbild) sind die Beobachtungen auch nicht auf eine Thermit-Hypothese zurückzuführen.

      François Roby und Heinz Pommer verneinen den Einsatz von Thermit nicht. Aber die wesentlichen Beobachtungen können damit nicht quantitativ sowie auch nicht qualitativ erklärt werden.

  3. an Aaron Swartz:
    da wir hier im freien Diskurs sind, darf hier jeder diskursen, wie es ihm beliebt. Sie natuerlich auch, auch nur fokussiert auf physikalische Betrachtungen.
    Ihr Hinweis auf Kriminalistenist Korrekt: die muessen beruflich auch Verschwoerungstheoretiker sein, Wenn Sie diesen Begriff korrekt als eines der oft nuetzlichen Aufklaerungsinstrume einsetzen und nicht etwa in der neuerdings Mode gewordenen orwellschen Verklammerungsdenunziation.
    Und da leistet die Betrachtung Nucleartechnik beim gewollten Abriss von 3 hoechst widerstandsfaehig gebauten Wolkenkratzern (die fielen aus physikalischer Sicht kaum unschaerfemaessig „spontan“ genau in sich selber zusammen) mit der Frage qui bene ganz gute Dienste.
    Bei der Fallanalyse solcher Bauwerke ist Physik und Nutzvorteil zu untersuchen gleichberechtigt.

    • Physik steht über Nutzvorteil. Man kann natürlich über Nutzvorteil auf die richtige Spur kommen. Aber Nutzvorteil belegt und beweist nicht wie die Physik.

  4. zu loup:
    Ja, teile Ihre Bedenken.
    Es gibt aber die Therie, dass die US-Wissenschaftler zugelernt haben koennten, die Ereignisse um einen ground zero (nicht nur Ground Zero) schon seit langem so unter Kontrolle einer Verlangsamung bekommen haben, dass ein New York dabei nicht „rocken“ muss. Und Zeit z. B. verbliebe, einen Plasmastrahl zu errichten.
    Das machte auch militaerisch viel Sinn, nicht nur in New York.
    Sowas muessen sie der Baubehoerde in NY womoeglich auch schon frueh gesteckt haben.
    Auch die Mininucs ebenfalls auf russischer oder chinesischer und israelischer Seite werden so ploetzlich „sinnvoller“.
    Vermutlich koennen die Fremdmaechte des Nucleo Clubs 9/11 technisch sehr gut beurteilen und bewerten.
    Aber es ist obendrein womoeglich hier wie bei Hiroshima und Nagasaki: Ziel der beiden Bomben waren klar Moskau und St. Petersburg. Sie verfehlten Ihr Ziel auch keineswegs, strategisch nicht.
    Das dabei aus US Sicht „Japse“ umkamen, vergroesserte nur den Terrorerfolg der Aktion.
    Genau so wie die (nur) 3000 US-Buerger in NY auch nur als Statisten der neuen Botschaft von Amerika an die Welt dienten.

    • @loup, @Ursprung

      Hier geht es nicht um die Täterfrage. Es geht hier nicht darum, wer dieses Ereignis instrumentalisiert hat. Es geht nicht darum, wer davon profitiert hat. Es geht auch nicht darum, wer hier alles bewusst oder unbewusst lügt.

      Hier geht es um Forensik, um PHYSIK und um den Energieerhaltungssatz.

      Der Physiker François Roby stellt seine Fachkompetenz und seine Analyse zur Verfügung.

      Also argumentiert bitte auf dem Gebiet der Forensik! .. und nicht auf dem Gebiet der Kriminalistik („Verschwörungstheorie“)

  5. Also vielen Dank für die Rechnung. Ich bin ja froh, das überhaupt mal wieder gerechnet wird.

    Ich habe selbst mal nachgerechnet, wieviel Energie eigentlich so eine Ladung Flugzeugbenzin in ein Stahlgerüst des WTC einbringen kann, und die Rechnung war ernüchternd. Wenn man versuchen würde mit Flugzeugbenzin aus Boings das Stahlgerüst soweit zu erhitzen, dass es seine stabilität verliert (und wir reden hier von den veranschlagten 900° von den Anhängern um die Religion vom Flugzeugeinschlag – nicht von Temperaturen, die zu einem Zusammensturz in freifallmanier führen könnten) dann bräuchten wir 9 Maschienen pro Turm, vorrausgesetzt die Heizenergie aus dem Kerosin wird auf irgend eine magische Weise zu 100% in die Stahlgerüste transferiert.

    Diese Rechnung ist wirklich vergleichsweise einfach, weil sie eben nicht mit irgendwelchen dynamischen Größen rechnet, sondern einfach nur vergleicht, wieviel Energie in einer Flugzeugladung Kerosin drin steckt, und wieviel Energie man braucht um das Stahlgerüst des WTC auf 900°C zu erhitzen. Trotzdem finde ich sie nirgends wieder.

    Ihr Beispiel ist zwar im Prinzip schön, hat aber die große Schwäche, dass sie einen Energiefluss abschätzen. Und das kann kein Nicht-Physiker nachvollziehen – sorry. Wie ’schwer‘ das ist, zeigen ja schon die Kommentare, die meinen es sei sehr wohl möglich die von ihnen errechneten nötigen Energien mittels chemischer Reaktionen zu erreichen (was sie ja nie bestritten haben…).
    Außerdem sehe ich nicht, wie sie bei so einem großen Ereignis sicherstellen können, dass der Energieabfluss wirklich auf die übliche Weise abnimmt. Könnte ja sein, dass eine Explosion im Keller so viel Wärme erzeugt hat, dass das Fundament schwer beschädigt wurde, und Energie in form von verflüssigtem Gestein nach außen dringen konnte. Diese Energie hat zuerst das Wasser im Boden um das WTC-Gelände verdampft – explosionsartig – weshalb wir die Wolke sehen. Dann aber hat die selbe Energie das Gestein um das WTC-Fundament verflüssigt, und dieses flüssige Gestein hat dann im Prozess des abkühlens und wiedererstarrens eine geschlossene Hülle um das Fundament WTC erzeugt, so das kein weiteres Wasser mehr eindringen konnte, und so als mögliche Konvektionsquelle (also Wärmeverlust durch Verdunstung) nicht mehr beitragen konnte. Das ist jetzt nur so halbseiden zusammen gesponnen – ich will nur sagen, Flussgleichungen sind übel kompliziert, und die Bedingungen unter dehnen sie so oder so aussehen (Oberflächenform, Schmelzpunkte, innere Strukturen, …) sind schon den meißten Physikern nicht geläufig. Dann kommen solche völlig unvorhergesehenen Vorgänge wie der gerade beschriebene dazu – kein Nichtphysiker ist hier in der Lage ernsthaft eine Rechnung nachzuprüfen, die irgend jemand aufgestellt hat. Man kann sie nur glauben oder es sein lassen. 🙁

    Ich persönlich sehe da auch nicht, wie man da an gesicherte Daten kommen sollte, um das quantitativ nachzuvollziehen, wenn man staatlichen Angaben in dieser Sache nicht trauen kann. Und es ist hoffentlich klar, dass man solchen nicht trauen kann.

    Eine kleinere Schwäche ist, dass sie nicht genauer formulieren, was die ‚charakteristische Abkühlzeit‘ sein soll. Ich kann dazu auch nichts in der Wikipedia finden. Mit ein wenig Vorbildung könnte man analog zur Radioaktivität sagen, das die Charakteristische Abklingzeit die Zeit ist, in der die Temperaturdifferenz zwischen Umgebung und Tasse halbiert wurde. Das ist insofern hilfreich, als dass dann die Energie die die heiße Tasse in dieser Zeit Tau abgegeben hat, genauso groß ist, wie die Energie, die sie vom Zeitpunkt Tau bis zum Erreichen des thermischen Gleichgewichtes abgibt – egal wie lange das jeweils dauert.
    Das passt aber noch nicht mit der Rechnung Q = P0 * Tau zusammen. Der Zwischenwertsatz sagt dann nur, dass es eine Strahlungsleistung Px gibt, für die gilt:
    Px * tau = E; die gesamte in der Zeit tau abgestrahlte Energie,
    und Px muss zwischen P0 und Ptau liegen. Hier einfach P0 zu benutzen ist völlig unbrauchbar, weil das ein Fehler ist, der unser Ergebnis sehr stark überschätzt. Wir wollen aber eine untere Grenze für die Energie, keinen Wert der unter Umständen um Größenordnungen nach unten korrigiert werden müsste. Dafür müssten wir sagen, wann denn die charakteristische Abkühlzeit war, was wir anhand von Temperaturmessungen mit Satelliten machen könnten. Dann müssten wir zu diesem Zeitpunkt die Wärmeleistung Ptau abschätzen und könnten dann das Produkt Ptau * tau als untere Grenze nutzen.

    • Der Punkt ist, dass das offizielle Verschwörungstheorie absolut unstimmig ist.

      Man muss nunmal immer Daten nehmen, die man als möglichst valide und relevant hält.

      Wobei man Daten über die gemessene Radioaktivität sehr leicht fälschen und verbergen, so lässt sich die starke und langanhaltende Hitze schwerer verbergen.

    • Das die offizielle Version quatsch ist, ist für mich auch Usus. 🙂

      Ich erzähle sie so:

      1 1/2 Dutzend Saudis und ein paar weitere Araber (kein Iraner, kein Afghane) bringen unter Führung eines Mannes, den die USA seit den 80ern finanziell und geheimdienstlich unterstützt haben, um Menschen zu ermorden (damals Sowjets), in den USA 3 Häuser zum Einsturz.
      Darauf hin lösen wir den 1. Bündnisfall der Nato überhaupt aus, der inzwischen länger anhält als 2 Weltkriege zusammen. Wir überfallen erst Afghanistan, dann den Irak (hier wegen Massenvernichtungswaffen die weder in den Rechnungen der NATO-Unterstützer auftauchen noch im Irak gefunden werden, in den USA aber wegen seiner ‚verwicklung in den 11. September‘) und verurteilen den Iran zu Schadensersatz zu Gunsten von Hinterbliebenen (das ist besonders billig, weil – ob der Iran zahlt oder nicht – so die Ansprüche gegenüber westlichen Verantwortlichen negiert sind).
      Während dessen ist Saudi Arabien der wichtigste westliche Verbündete in der Region im Kampf gegen den Terror.

      Und den Schwachsinn glauben heutzutage die meißten Menschen in unserer Gesellschaft. Und sie glauben sie lebten in Freiheit…

    • Was Roby da anstellt ist weniger eine „Rechnung“, als eine Reihe grober und gröbster Schätzungen. Im obigen Artikel sind diese Abschätzungen meist weggelassen, man findet sie aber im PDF unter dem Link weiter unten bei „hal.archives-ouvertes.fr“. Offensichtlich sind die Werte viel zu groß gewählt: So wählt er als Konvektionsfläche der Grundfläche der WTC. Als durchschnittliche Temperaturdifferenz über Fläche und Zeit werden 350k angenommen: Wenn das wahr wäre, hätte man nicht nur punktuell Hitzeherde gehabt, sondern man hätte in den ersten Tagen und Wochen kaum irgendwo laufen können. Und so kommt er eben auf diese astronomischen Energiemengen.

      Wenn man diese Werte realistischer wählen würde – punktuelle Zentren hoher Temperatur mit wesentlich kleinerer Konvektionsfläche, wie man sie auf den infrarot-Aufnahmen eigentlich ja auch erkennt – wäre der Ansatz vielleicht sogar brauchbar. Er hätte nur definitiv ein völlig anderes Ergebnis.

    • Lesesalamander: meine Tau entspricht einer Division der Temperaturdifferenz durch 2.71828 (Basis der natürlichen Logarithmen). Es ist nicht sehr verschieden von 2, wenn wir in Größenordnungen überlegen. Ihr Tau ist (ln 2) mal mein Wert, oder 0,693 Tau. Bei dieser Berechnung brauchen wir keine subtilen Annahmen für die Wärmeübertragung.

      Marvin: entweder haben Sie den Artikel nicht gelesen oder Sie lügen absichtlich. Alles ist falsch.

    • „Marvin: … Alles ist falsch.“ 🙂

      @marvin,
      jetzt mal Butter bei die Fische! Nachdem nun Dein französischer Professorenkollege sowas sagt und Du ihm auch schon „offensichtlich irgendwo fürchterlich falsch[e]“ Rechnungen vorwarfst, lass doch mal hören wo Du promoviert hast oder in welcher Branche du arbeitest, dass wir besser einschätzen können, wie belastbar Deine harten Wertungen hier sind.

      Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich von der physikalischen Seite nur Bahnhof verstehe und somit, außer von der Art der Diskussion her, nicht beurteilen kann, wer von euch beiden hier rechnerisch die Hosen an hat. Aber es hilft uns denke ich allen Deine Gegenrechnungen einzuschätzen, wenn man auch weiß wo Du fachlich angesiedelt bist; bei Herrn Roby ist das recht klar und im Netz einsehbar.

      Ich denke es ist an der Zeit nach drei Artikeln der mehr oder weniger fundierten Kritik Deinerseits mal dieses kleine Bisschen Privatsphäre von Dir preis zu geben, um dich nicht lächerlich zu machen 😉 Danke Dir.

    • Leider hat der Herr Roby die Gelegenheit verpasst, einfach „die richtigen“ Werte zu nennen, wenn er diejenigen, die ich in seinem eigenen Script gefunden habe, für falsch hält. Ich kann ja einfach mal zitieren:

      „[…] since hot zones extend significantly further than the buildings footprints total area which is about 12×10³ m², we consider that a good estimation of the hot zones total area for the initial heat release rate is Shz ≈ 2 × 10^4 m².

      As said before, this area in itself has little importance if it is associated with the wrong temperature difference ∆T; that is, taking a larger value with a lower ∆T can give the same heat release rate.

      […] Somewhat arbitrarily, but keeping in mind that it should be enough for an order of magnitude estimation of initial heat release rate, we choose to take half of the maximum value given above for an equivalent hot zones temperature difference:
      ∆T0,hz ≈ 350 K
      Hence we get the initial heat transfer rate, or thermal power associated with the three buildings hot zones:
      P0 ≈ Shz h ∆T

      ≈ 2 × 10^4 × 10 × 350
      ≈ 7 × 10^7 W
      ≈ 70 MW (22)
      Again, this should not be considered as an accurate value but just as an indication that we should expect the actual initial thermal power to have been in the 100 MW range for the whole site, rather than in the 10 MW or 1 GW ranges.“

      3.4 Numerical estimate of heat transferred by convection
      https://hal.archives-ouvertes.fr/hal-02004696v3/document (S.14 ff)
      (es gab leider ein paar Copy-Fehler mit tiefgestellten Zeichen)

      Überhaupt taucht „estimate“ 66 mal in dem Dokument auf („Estimation“ nochmal zwölfmal), weshalb es sicher nicht verkehrt von mir war, das Ganze als „eine Reihe grober und gröbster Schätzungen“ zu bezeichnen. Die 350k waren für obige Schätzung korrekt; die korrespondierende Fläche hatte ich allerdings sogar zu niedrig in Erinnerung: Sie liegt nochmal ein gutes Drittel über dem Wert der Grundfläche der Gebäude.

    • @marvin

      Wir Physiker können auch nicht das Standardmodell der Elementarteilchenphysik beweisen. Wir NEHMEN AN, dass es eine hinreichend gute Approximation ist.

      Bei allen Daten, die das USGS zu GZ bereitstellt und gemessen haben will, können wir auch nur ANNEHMEN, dass diese HINREICHEND richtig sind.

      Wenn man ein seriöser Wissenschaftler ist, formuliert man in dieser Art und Weise korrekt. Also wo ist das Problem mit dem Wort „estimate“? Hast du etwa nie wissenschaftlich gearbeitet?

      Sonst interessiert mich auch dein wissenschaftlicher Hintergrund. Also zeig mal deine Reputation. Ich bin gespannt.

    • Schon klar, dass Sie am liebsten ad hominem ausweichen würden.
      Wo diese Werte doch ganz offensichtlich viel zu hoch sind.

    • Marvin:

      So wählt er als Konvektionsfläche der Grundfläche der WTC.

      Falsch. „der Grundfläche der WTC“ (alle Gebaüde + Plaza) ≠ Grundfläche der 3 „hotspots“.

      Es gab 7 Gebaüde:
      https://fr.wikipedia.org/wiki/World_Trade_Center#/media/File:WTC_Building_Arrangement_and_Site_Plan.svg

      Als durchschnittliche Temperaturdifferenz über Fläche und Zeit werden 350k angenommen

      Falsch. 350 K (nicht 350k) werden als anfängliche (t=0) durchschnittliche Temperaturdifferenz über Fläche der 3 „hotspots“.

      Glauben Sie, ich kenne den Artikel nicht, den ich geschrieben habe?

    • Sehr geehrter Herr Roby,
      Ich sehe doch, was Sie gerechnet haben: Die Konvektionsfläche, die direkt als Faktor in die Gleichung eingeht, ist mit 2×10^4 m² weit größer als der Grundriss der drei Gebäude.

      Wenn ich einen Vergleich anstellen darf: Wenn Sie die Leistung eines Heizkörpers in einem Zimmer berechnen, dann ist die Konvektionsfläche die Oberfläche dieser Heizung. Es ist NICHT die Fläche des ganzen Zimmers, obwohl dieses Zimmer durch die Heizung sicherlich ebenfalls weit wärmer ist als die restliche Umgebung. Außerdem wäre es meistens wohl zu hoch gegriffen , als mittlere Temperatur für das ganze Zimmer die halbe Temperatur dieser Heizung (also des Spitzenwertes) anzunehmen (zumal ohne Wände wie an ‚Ground Zero‘).
      Wenn Sie in dieselbe Gleichung, mit der Sie die Konvektion eines Heizkörpers berechnen würden, die Fläche des Zimmers statt der Fläche der Heizung einsetzen, erhalten Sie VIEL zu hohe Werte.

      Wir sehen auf den Infrarotbildern einige sehr heiße rote „hot spots“ in einer mäßig erwärmten Umgebung, in der man sich durchaus aufhalten konnte und in der sich auch viele Menschen aufgehalten haben. Mit großer Wahscheinlichkeit sind diese „roten“ Zentren Blasen flüssigen Eisens, dem Produkt einer Thermit-Reaktion. Deren Oberfläche müssten Sie abschätzen und in die Gleichung einfügen. Die übrige Erwärmung ist nicht Ursache, sondern Folge.

    • @marvin

      weißt du überhaupt, wer Aaron Swartz?

      Zeig du doch erstmal welcher fachliche Kompetenz du hast. Zeigt deinen Leistungsnachweis, wenn du willst, dass ich dich ernst nehmen soll. François Roby ist ein seriöser Physiker, der beweisen hat, dass er etwas Naturwissenschaften versteht. Von dir ist vorerst bis auf Bluffs und Ausweichmanöver nichts zu sehen. Also woran kann ich deine wissenschaftliche Reputation messen? Wer bist du?

    • marvin: Ihr Beispiel mit dem heißen Körper im Zimmer macht keinen Sinn. Ich nehme die Oberfläche des heißen Körpers und nichts anderes.

      „Die übrige Erwärmung ist nicht Ursache, sondern Folge.“

      Na ja. Also im Februar 2002 gab es noch Thermit-Reaktion?

      Ich habe Erfahrung mit Diskussionen über den 11. September. Es ist hier auf Französisch, aber die automatische Übersetzung kann Ihnen eine Idee geben:
      http://aitia.fr/erd/les-associations-pour-la-verite-sur-le-11-septembre-la-cherchent-elles-vraiment/
      Das war meine letzte Antwort für Sie.

    • Sehr geehrter Herr Roby,
      Sie tun so, als sei diese 20.000 m² große Fläche, die Sie für Ihre Rechnung ansetzen, eine gleichförmige „Heizplatte“. Dabei wissen Sie sehr genau – man sieht es bereits an der Infrarotaufnahme vom 3. Oktober 01 – dass dort von sehr heißen, „roten“ Zonen über viel dunkles oder helles Gelb bis hin zu dem Grau der übrigen Umgebung alles vertreten ist. Weiter wissen Sie natürlich, dass die Abnahme der Temperatur eine Exponentialfunktion ist: Sie können nicht einfach einen linearen Mittelwert bilden. Ebensowenig können Sie annehmen, dass die Dauer der Abkühlphase der heißesten Zone für das gesamte Areal gilt, im Gegenteil: Der größte Teil Ihrer „Heizplatte“ dürfte zum Februar 2002 schon für Wochen und Monate Umgebungstemperatur erreicht haben.

      All das machen Sie aber: Sie wählen für Ihre Berechnungen das maximale Areal, die längstmögliche Dauer sowie einen linearen Mittelwert der größten Hitze. Das führt zu sicherlich um Zehnerpotenzen überhöhten Werten – die Sie allerdings auch brauchen, um die Notwendigkeit atomarer Kräfte zu postulieren?
      So sieht es jedenfalls aus.

      Mein Ansatz, nur die heißen Areale zu wählen, mag ebenfalls Schwächen haben und im Ergebnis etwas unter dem wahren Wert liegen. Er wäre aber um Klassen seriöser.

    • „Das führt zu sicherlich um Zehnerpotenzen überhöhten Werten“ by @marvin

      Dann schreibe bitte ein Artikel mit einer Gegendarstellung sowie ein Paper und veröffentliche ihn hier.

    • Wie schön, dass auf unseren Pausenclown verlass ist. Ich hatte sowieso noch eine Frage an Sie:
      Wie kann es sein, dass Sie hier Ihre Beiträge editieren können?

    • @marvin
      Du meinst wohl Kommentare, nicht Beiträge.
      Ich wünschte, ich könnte meine Kommentare editieren. Denn es schleichen sich immer wieder Tipp-Fehler ein.

      Aber, nein. Ich kann meine Kommentare nicht editieren. Entweder gibt es hier eine unsichtbare Hand oder du halluzinierst.

      Dennoch bleibt die Fragen: Welche Reputation hast du? Welche Kompetenz hast du? Warum soll ich dich ernst nehmen?

      Wenn du mit dem Artikel von Prof. Roby unzufrieden bist, dann reiche selbst ein Artikel ein. Ich freue mich über einen sachlichen Diskurs.

    • Wie soll ich Ihnen helfen? Meine Kritik war konkret. Der Weg aus Ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit liegt nicht im Glauben an andere Autoren oder Artikel.
      Und bitte lassen Sie dieses pennälerhafte Duzen.

    • @marvin
      Du magst in deinem Universum glauben, dass deine Kritik korrekt ist. Die Inquisition glaubte/glaubt auch, dass sie korrekt agiert.

      Schreib einfach ein Artikel oder eine wissenschaftliche Publikation unter deinen Klarnamen, wenn es dir so wichtig ist. Egal, ob diene Meinung korrekt ist oder nicht. Sie hat dann eine Relevanz und ich setzte mich mit ihr auseinander.

      Und warum sollte ich dich nicht duzen? Erkläre mir das mal bitte.

    • @marvin
      Warum ich dich duze:
      1.) Ich habe dir noch nicht das „Sie“.
      2.) Wenn ich mit jemanden intensiv und direkt kommunizieren will, dann ist das „Du“ wesentlich effizienter, da es die Distanz verringert. Ich habe einfach mehr Möglichkeiten.
      3.) Du verhältst dich nicht erwachsen, respektvoll und seriös.

    • Sie geben auch noch zu, dass Ihnen ohne solche Herabwürdigungen die Mittel fehlen?
      Ist das armselig…
      Und Tschüß.

    • @marvin

      Aus „mehr Möglichkeiten“ wird plötzlich die einzigen Möglichkeiten???
      Deine Art der Kommunikation, spricht schon für sich. Eigentlich bräuchte ich gar nichts machen. Aber es mir einfach soviel Spaß, das noch weiter offen zu legen.

      Alles Gute und bis zum nächsten mal,
      Aaron

  6. Der islamistische Terror begann nicht am 11.9.2001, sondern am 3. Juli 1979, als Präsident Carter die erste Direktive unterschriebe, welche die geheime Hilfe an die Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul einleitete. Ein halbes Jahr später erfolgte die sowjetische Intervention in Afghanistan. „Jetzt können wir der Sowjetunion ihr Vietnam bereiten“, freute sich der US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski 1979 in einem Brief an Carter, am Tag, als die Russen einmarschierten. Er bestätigte auch das Präsident Carter wußte, dass eine Unterstützung der Mudschahedin eine sowjetische Invasion auslösen würde. Als Brzezinski gefragt wurde, ob er es nicht bereue islamistische Fundamentalisten unterstützt zu haben, sah er keinen Grund zur Reue: „Was soll ich bereuen? Die geheime Operation war eine ausgezeichnete Idee. Was ist wichtiger für die Geschichte der Welt? Die Taliban oder der Zusammensturz des sowjetischen Imperiums? Einige aufgescheuchte Muslime oder die Befreiung Zentraleuropas und das Ende des Kalten Krieges?

    Am 11. September 2001 ereignet sich dann der bisher größte Terroranschlag der Geschichte. Umgehend wurde das muslimische Terrornetzwerk al-Qaida und Osama bin Laden dafür verantwortlich gemacht und am 7.10.2001 wurde Afghanistan ohne UNO Mandat angegriffen und der Bündnisfall ausgerufen. Im offiziellen Untersuchungsbericht von 2004 wurde der Einsturz des WTC 7 nicht behandelt. Man kann sagen bis heute gibt es keine saubere Untersuchung dieses Terroranschlags. Seit diesem Anschlag, also seit fast 18 Jahren, befindet sich das westliche Bündnis ohne Exit-Strategie im War on Terror. Entscheidend für mich ist nicht ob dieser War on Terror durch geheime Mächte oder tatsächlich durch islamistische Terrorgruppen ausgelöst wurde, sondern dass die Destabilisierung ganzer Weltregionen aufhört um weiterhin einen hegemonialen Machtanspruch durchzusetzen.

    • Danke, passant, endlich sagt das mal jemand, es war überfällig. Brzezinski war übrigens auch der Architekt des „Krisenbogens“, der Förderung des Islams in den südlichen und wie in Bogenform angeordneten Teilrepubliken der Sowjetunion. Brzezinski beginnt mit B wie Blut, Blut, Blut, Blut, … . Der Boden um sein Grab müßte mittlerweile morastig sein.

  7. Nachtrag – insbesondere an den Autor:
    Ob Punkt 2 nur aufgrund von freier Konvektion berechnet wurde: geschenkt, da irrelevant.
    Denn meine Kritik setzt an der Grundannahme „weiße Wolken = Wasserdampf“ an.
    Dazu ein Zitat im O-Ton:
    „sondern großteils einfache „weiße Wolken“, als Ergebnis der Kondensation von Wasserdampf.“

    Nun ist die zweite Hälfte des Halbsatzes aber nur pure Mutmaßung. Mehr nicht. Weit jenseits eines wissenschaftlich belastbaren Nachweises.

    Ich hingegen hatte ein unwiderlegbares Argument vorgebracht, dass die Wolken große Mengen Staub enthalten haben mussten. Damit steht die gesamte „Nukleartheorie“ auf mehr als löchrigem Boden. Die anderen von mir dargelegten Argumente wurden komplett ausgeblendet. Dies spricht genug für sich.

    • Das Foto des Artikels wird zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgenommen, wenn der Staub noch nicht komplett gefallen ist. Aber die „weißen Wolken“ sind während Wochen präsent, was dieses Argument aufhebt.
      Zum Beispiel:
      https://www.amazon.fr/gp/product/1401058450/
      Wie gesagt, diese Geschichte der weißen Wolken hatte nur mit den falschen Erklärungen der Medien zu tun, und diente als Ausgangspunkt für Reflexionen, sie ist jedoch unabhängig von der Berechnung der Energiemenge.
      Und für die Radioaktivität:
      https://nypost.com/2018/08/11/nearly-10k-people-have-gotten-cancer-from-toxic-9-11-dust/

    • >> Ich hingegen hatte ein unwiderlegbares Argument vorgebracht, dass die Wolken große Mengen Staub enthalten haben mussten. Damit steht die gesamte „Nukleartheorie“ auf mehr als löchrigem Boden. << by Logos

      Warum widerlegt eine große Staubmenge eine nuklear Hypothese? Große Mengen Wasserdampf wird damit schließlich nicht ausgeschlossen.

  8. Die Argumentationskette funktioniert so:
    1) Die weißen Rauchwolken sind Wasserdampf
    2) Die Energie, die nötig ist, um derartige Wassermengen zu verdampfen, lässt sich nicht mit chemischer Energie, sondern nur nuklearer wissenschaftlich schlüssig erklären.

    Punkt 2 wurde imo ausreichend schlüssig nachgewiesen. Dies ist jedoch nur dann relevant, sofern 1) korrekt ist. Die Richtigkeit dieser Annahme ist jedoch nicht hinreichend belastbar nachgewiesen.

    Unstrittige Fakten beweisen, dass „weiße Rauchwolken = Wasserdampf“ so pauschal nicht korrekt sein kann: Denn es ist dokumentierte Tatsache, dass sich über einen sehr großen Bereich eine zentimeterdicke „Staubschicht“ ablagerte. Was wiederum schlüssig ist, denn der in den Towern verbaute Beton (in den Decken) brennt nicht und muss irgendwo abgeblieben sein. Am Einsturzort aber war es nicht. Allein aufgrund der anderenorts abgelagerten Staubschicht müssen also die Wolken große Mengen davon mitgeführt haben.
    Dann aber lässt sich Punkt 1 nicht mehr in der Form aufrecht erhalten, womit die Basis, auf der Punkt 2 fußt, „zu Staub zerfällt“.

    Videos von kontrollierten Gebäudesprengungen, wo ganz sicher keine „nuklearer Energien“ zum Einsatz kamen, zeigen allesamt pyroklastisch-artige Ströme weißer Rauchwolken, die Staub enthalten. Es gibt also gar keinen wissenschaftlich stichhaltige Begründung für die Annahme, dass die Rauchschwaden an 9/11 [nur] aus Wasserdampf bestanden.

    Umgekehrt ist es so, dass der Einsatz „nuklearer Energien“ einen signifikanten Anstieg von Radioaktivität zur Folge gehabt haben müsste. Davon aber ist nichts bekannt. Eine 50-75 m unterhalb des Fundaments platzierte A-Bombe mit einem nach oben gerichteten nadelartigen Ausstoß nuklearen Plasmas hätte ein entsprechendes Loch im Boden hinterlassen müssen. Auch dies ist nicht dokumentiert.

    Die auf videos dokumentierten „Gasgemischaustritte“ unterhalb der Einsturzebene lassen sich mit dem Szenario „kontrollierte Sprengung“ schlüssig erklären [1] – mit der „Nukleartheorie“ jedoch nicht. Gleiches gilt für andere Aspekte.

    Sorry, aber der Artikel überzeugt mich als Ingenieur nicht.

    [1] Frühzündungen, sog. „Knallfrösche“

    Logos
    Dipl.-Ing. Maschinenbau, Jahrgang 64

    • Die Hauptargumentation ist die der eingebrachten Energiemenge
      und die ist chemisch-physikalisch stringent .
      Tatsächlich ein Schwachpunkt ist die Wassedampfargumentation, da nach Bruch der Wanne, der Hauptzufuhr des Wassers, die Dampfwolke über viele Wochen hätte gleichbleibend sein müssen.
      Dennoch bleibt die Gesamtenergiemenge, der nach Wochen noch glühende Untergrund und die durch Fotos belegte Breite der Hitze der entscheidende Rückschluss auf den Energieeinsatz, der aus chemischer Quelle praktisch unmöglich ist – Reibungsenergie ist zu vernachlässigen – und folglich wissenschaftlich konsequent nur Kernenerie als Quelle bleibt.

    • Absolut nicht. Die Energiemenge wird ausschließlich nach den Gesetzen der freien Konvektion berechnet.

      Ich lud die Leser ein, die Frage nach der Natur der Wolken (die nicht nur Wasserdampf waren) zu stellen, weil uns die Massenmedien jeden Tag mitgeteilt haben, daß wir Feuer sahen.

      Dies war nicht der Fall. Die Feuer gab es 100 Tage lang, waren aber nur eine Folge, und Ground Zero blieb noch einige Monate später warm.

    • Der Text meiner Antwort um 21.19 Uhr ist unvollständig. Ich dachte, ich hätte am Anfang den Satz „Punkt 2 wurde imo ausreichend schlüssig nachgewiesen. Dies ist jedoch nur dann relevant, sofern 1) korrekt ist.“ zitiert, aber ich musste einen Tippfehler machen. Entschuldigung!

    • Hallo Logos,

      wenn ich Herrn Roby richtig verstehe, lässt er den Wasserdampf vollständig aus seiner Rechnung heraus und nutzt ihn nur als Versinnbildlichung einer dampfenden Teetasse und damit dem physikalischen Prozess an sich.

      Seine Rechnung zur Energieerhaltung bezieht sich meines Verständnisses nach nur auf die über Satellit und Aufzeichnungen bekannte Wärmeenergie der Hitze unter den Türmen über Zeit.

      Die These, dass es sich bei dem weißen Rauch nur um Wasserdampf handelt, hielte ich auch nicht für belastbar.

      Aber, schon allein bei seiner Rechnung über die abgegebene Wärmeenergie der drei Turmreste kommt er zu so hohen Werten, dass er diese nur mit nukleare Energie zu erklären in der Lage ist.

      Eine Sprengung, wie Sie sie beschreiben halte ich im optischen Vergleich mit anderen kontrollierten Sprengungen auch für möglich, würde dann aber ja die Energie der Wärmequellen nicht schlüssig erklären können.

    • Was Sie sagen, erscheint logisch, Logos. Vollkommen logisch.

      Es gibt zudem einen Fakt, der die Argumentation von Prof. Roby als zwingend falsch erweist: Er hält seinen Lehrstuhl an der Universität der Stadt Pau. Pau ist die Hauptstadt einer als Gascogne bekannten französischen Region. Die Gascogne ist Frankreichs Gegenstück zur deutschen Region Ostfriesland. Kurz: Der Beitrag von Prof. Roby ist ein Ostfriesenwitz.

    • Wieviel Ostfriesen braucht man, um eine Missinterpretation eines Textes nochmal für logisch zu erklärt, sieben Minuten, nachdem der Autor weiter oben den Denkfehler des Vorschreibers offengelegt hat?

      Einen, er muss nur ganz langsam schreiben und den Browser nicht rechtzeitig refreshen.

      P.s. Das war übrigens eine Übersetzung eines Klassikers aus der Gascogne von jemandem aus Pommern 🙂

  9. Dieser Artikel kann nicht eine echte Demonstration sein: KenFM ist keine Wissenschafliche Publikation. Mein Ziel war es zu zeigen, daß es relativ einfach ist, die nukleare Natur der Zerstörung zu demonstrieren. Weil 9/11 ist eine Geschichte über alle und es ist wichtig, daß die meisten Menschen selbst darüber nachdenken.

    Aber Leser mit einem wissenschaftlichen Hintergrund können hier (in englischer Sprache) eine viel vollständigere Version lesen:

    https://hal.archives-ouvertes.fr/hal-02004696

    Und ich möchte noch einmal Heinz Pommer danken für die deutsche Übersetzung!

    • Merci François Roby! Ihr Ansatz einer Erklärung per Energieerhaltung ist tatsächlich beeindruckend einfach. Auch vielen Dank für das Nachlesen hier im Forum.

      Da ich mich analog zum Text höchstens als technisch versierter GPS-Nutzer bezeichnen würde hilft eine so simple Theorie mir viel weiter.

      Dem Argument des „Wasserdampfes“ mag ich nicht ganz folgen, da geklärt werden müsste, was die hellen Wolken sind (z.B. Staub, Wasserdampf, ne CIA-Backmischung, o.Ä.). Hingegen ist die Rechnung, wie heiß es über Zeit ist und wieviel Energie dafür benötigt wird, so simpel wie genial.

      Die nun folgenden Fragen an die Community sind denke ich klar:

      1. Stimmt denn die Rechnung, oder übersieht Herr Roby hier irgendwas? Ich bin leider physikalisch zu sehr Laie, um das selbst nach zu rechnen.

      2. Sollte die Rechnung so stimmen, gäbe es vielleicht noch eine weitere Möglichkeit solch hohe Energien zu erzeugen, ohne von einer nuklearen Sprengung ausgehen zu müssen?

      Danke zudem an diejenigen, die sich ernsthaft mit diesen Fragen auseinandersetzen, sowie an KenFM, Herrn Pommer und auch Herrn Schneider für die vorausgegangene gedankliche Streuobstwiese.

      LGj

    • @ Jörn Brodersen

      zu 1. Die Rechnung ist das eine, das Vertrauen in die Rohdaten das andere. Jedenfalls hat GZ erglüht wie Tschernobyl.

      zu 2. Man könnte höchstens noch fragen, ob Manhatten plötzlich für paar Monate geothermisch aktiv geworden sein. Andere Überlegungen gehen in Richtung Phantasie wie Chutulu oder driftet in die Metaphysik. Für einen Vertreter der Schulphysik wird es also schnell lächerlich sich hier etwas aus den Fingern zu saugen.

  10. Kein schlechter Einfall, einen Artikel zu platzieren, der in einer Offensichtlichkeit so absurd ist, daß er nur ein „Roter Hering“ sein kann.
    Nicht ganz schlecht, sogar in mehrfacher Hinsicht.

  11. Ein enttäuschender Artikel. der mir nichts Neues sagt und keine der tatsächlich interessanten Fragen beantwortet. Den Rest weiss ich spätestens seit Bröckers…

    Mit anderen Worten:
    „Bild 1: Manhattan, 11. September 2001. Rauch oder einfache Wolken aus Wasserdampf?“
    Weder noch… das Bild zeigt Manhattan an dem Tag der Legalisierung von Marijuana.

    Die die es sehen wollen wissen, dass die offizielle Geschichte nicht stimmen kann. was tatsächlich ablief, werdem wir wohl niemals herausfinden. Kenn wir das nicht schon zB vom der John F Kennedy Ermordung?
    Ich will WISSEN, nicht etwas glauben, nur weil etwas in meinen Frame passt.

  12. Was nicht kommuniziert wird, ist, dass kein Gebaude mit der Konstruktion wie die 3 WW- Center, nach der von jedermann einsehbaren Verordnung der Baubehoerde dort, errichtet werden darf OHNE eine baulich vorgeschriebene atomare Sprengkammer.
    Weil ein nicht atomarer Sprengsatz, egal welcher Art, nicht in der Lage waere, so ein Gebaeude bei Abbruch ohne Kippen zum sauberen Einsturz zu bringen. Also ohne andere Gebaeude mizureissen. So ist die Bauvorschrift in New York.
    Die New Yorker Baubehoerde gab die Baugenehmigung erst heraus, als Ihr Investor klipp und klar nacwies, dass er bei Abbruch in der Lage waere, die Gebaeude genau so (naemlich mit einer Nuklearsprengung) so zu beseitigen, wie es dann am 9/11 geschah.
    Der Ablauf der Geschehnisse legt den Schluss nahe, dass dieser sprengtechnisch vorbildliche Abriss nicht voher bei der Baubehoerde ordnungsgemaess angemeldet wurde,
    Irgendwie hat ein Nichtwisser namens Bin Laden in Afghanistan es versaeumt, die New Yorker Baubehoerde vorher von dem technisch perfektem Abriss genau per Baugenehmigung zu informieren.
    Furchtbar, diese Islambrueder, tssss, tzssss….

    • Wie schön Sie diesen Unsinn mit der „atomaren Sprengvorrichtung“ für die „Bauvorschriften“ nacherzählen können…
      Probieren Sie es mal mit Märchen. Sie haben Talent.

    • „jedermann einsehbaren Verordnung der Baubehoerde dort, errichtet werden darf OHNE eine baulich vorgeschriebene atomare Sprengkammer.“

      Die Stelle im Dokument und das Dokument würde ich gerne sehen.

      Bitte um Link zum Dokument auf offizieller WebSeite der Baubehörde.

    • Sorry, aber Eisen erhitzt sich in einer Thermitreaktion nunmal einfach auf zweieinhalb tausend Grad und mehr. Das macht es einfach, völlig unabhängig von atomaren Explosionen oder dieser komischen Rechnung. Mit einem größeren See flüssigen Eisens, umgeben von Gestein und Erde, erhält man dann in etwa einen Zustand wie in einem Hochofen. Und einen Hochofen kann man ohne weitere Energiezufuhr sogar bis zu einem Jahr auf „flüssiger“ Temperatur halten.
      Nochmal: Ohne weitere Energiezufuhr. Bis zu einem Jahr. Ein paar Monate Abkühlzeit sind absolut normal.

      Was der Herr Roby sich da zusammenrechnet, beruht auf groben und gröbsten Schätzungen, die ganz offensichtlich irgendwo fürchterlich falsch sind.
      „Garbage In => Garbage Out.“
      Sein Problem.

  13. So viel Text für die vergleichsweise schlichte (und falsche) Aussage, dass chemische Energie die lang anhaltende Hitze nicht erklären könne. Das Wort „Thermit“ taucht folgerichtig gar nicht erst auf – dabei zeugen ca. 6% elementares Eisen im Staub von ganz enormen Mengen dieses Stoffes. Und wie lange ein heißer Eisen-See vor sich hinglühen kann, kennt man von Hochöfen.

    Was dem überlangen Text noch schmerzhaft fehlt, ist übrigens das Wort „Radioaktivität“ – unverzeihlich!
    Herr Roby mag vielleicht Physiker sein. Ein Wissenschaftler wie Herr Schneider ist er nicht.

    • Die Thermitchose hatte der Baubehoerde zur Errichtungsgenehmigung nicht gereicht. Erst der Nukesatz ueberzeugte sie. Gibts auch noch in weiteren Wolkenkratzern.
      In allen mit der Schalenbauweise per Stahlskeletten ringsum bis oben hin alle 80 cm ein senkrechter Stahltraeger, dicker als jede Panzerbewehrung, wo kein panzerbrecherArtillerieschuss durchginge, erst recht kein Aluflugzeug. Hoechstens eines aus angereichertem Uran.

    • Ich kann mich dunkel an „dirty bomb“ Geruechte nach 9-11 erinnern. Deshalb liefen Truppen von Menschen mit Geigenzaehler durch New York um die Radioaktivitaet zu messen. Hohe Werte wurden mit vorbeilaufende Passanten, die sich medizinische Untersuchungen unterzogen hatten, erklaert.

    • Der François Roby hat an Hand von TNT explizit dargelegt,
      dass chemischer Sprengstoff niemals die Kapazität zu der gemessenen Erhitzung hat.

      Das schließt natürlich nicht aus, dass zusätzlich chemischer Sprengstoff (Thermit) verwendet wurde.

    • Und eben das ist falsch: Natürlich reicht die „chemische Energie“ Nanothermits. Das ist nur eine Frage der Menge. Glühende Eisen-Seen am Fuß der Zwillingstürme sowie fünf bis sechs Prozent elementares Eisen im Staub lassen auf äußerst hohe Thermit-Mengen schließen (aus Eisenoxid und Aluminium wird bei der Reaktion Aluminiumoxid, ein weißes Gas, und Eisen).

      Übrigens hatte Niels Harrit die ganz real im Staub gefundenen Thermit-Proben im Kalorimeter getestet: Der Energie-Überschuss lag deutlich über dem von TNT.

    • @marvin
      Steht ja im Bericht .
      Die Energiemenge für chemische Stoffe, also auch für Thermit würde – natürlich überschlagsmässig – 100.000 Tonnen betragen .
      Eine Menge die für die Sprengung der WTCs nicht eingebracht wurden .
      Auch Niels Harrit sprach nie von auch nur annähernd 100 000 Tonnen Thermit.

    • Dein Kommentar macht nur Sinn, falls du nicht den Artikel verstanden hast. Eintrag von chemischer Energie allein – und da ist jede Form von chemischer Energie eingeschlossen – kann die Beobachtungen von GZ nicht alleine erklären. Wieviele Tonnen Nanothermit schlägst du vor wurden bei den Anschlägen verwendet?

    • Sorry, aber Eisen erhitzt sich in einer Thermitreaktion nunmal einfach auf zweieinhalb tausend Grad und mehr. Das macht es einfach, völlig unabhängig von atomaren Explosionen oder dieser komischen Rechnung. Mit einem größeren See flüssigen Eisens, umgeben von Gestein und Erde, erhält man dann in etwa einen Zustand wie in einem Hochofen. Und einen Hochofen kann man ohne weitere Energiezufuhr sogar bis zu einem Jahr auf „flüssiger“ Temperatur halten.
      Nochmal: Ohne weitere Energiezufuhr. Bis zu einem Jahr. Ein paar Monate Abkühlzeit sind absolut normal.

      Was der Herr Roby sich da zusammenrechnet, beruht auf groben und gröbsten Schätzungen, die ganz offensichtlich irgendwo fürchterlich falsch sind.
      „Garbage In => Garbage Out.“
      Sein Problem.

    • Marvin: wie Sie verwirren viele Neulinge Temperatur und Hitze. Kein problem, mit (nano)Thermit sehr hohe temperaturen zu bekommen. Aber ich rede nicht davon.

    • Thermit ist ein Pulver. Es wird zum Schweißen verwendet, zum Beispiel zum Aneinanderschweißen von zwei Schienen. Da ein Pulver, muß eine Vorrichtung von der Art einer Verschalung vorhanden sein, um das Pulver am gewünschten Ort zu halten.

      Falls dem so ist, bekomme ich bei dem Versuch, mir die Herbeiführung des Einsturzes des WTC mittels von Thermit vorzustellen, leichtes Kopfweh. Dieses wird zu schweren Kopfschmerzen, wenn ich versuche, mir Zehntausende von Tonnen dieses Pulvers vorzustellen.

      Auch Ursprungs nukleare Sprengkammern sind echte Schädelspalter aus meiner Sicht. Wenn es die tatsächlich gäbe, wüßte das die ganze Welt! Und die seismischen Wellen einer nuklearen Explosion tief unter dem World Trade Center – Komplex hätten sicherlich ganz Manhattan gerockt.

      Wacht auf, folks! Es geht einfach nichts an Dr. Judy Wood vorbei: Es war offenkundig eine Art von „directed energy“ am Werk (siehe Frank Stoners 9/11- Video)! Und vielleicht will uns jemand mit der Nase draufstoßen. Damit wir anfangen, ängstlich über eventuelle Geheimwaffen des interNAZIonalen Kapitals nachzugrübeln.

    • @ François Roby
      Ich nehme an, Sie meinten, ich verwechsle „Temperatur“ und „Energie“?
      Keineswegs. Die Frage ist ja erst einmal, wie man auf solche Temperaturen kam.
      Ihre Rechnung bezüglich des Energiebedarfs zum Erhalt der Temperatur halte ich für äußerst fragwürdig: Das Hauptargument, die nötige Energie zur Erhitzung von Regen- bzw. Löschwasser hochzurechnen, setzt ja voraus, das Wasser könne nirgends entweichen und müsse zwangsläufig mit dem Hitze-Herd in Berührung kommen. Dabei lag unterhalb der WTC z.B. ja die New Yorker U-Bahn, deren Rolltreppen direkt in die Gebäude führten. Außerdem lässt sich heißes Eisen mit Wasser gar nicht so leicht abkühlen, weil man wohl den Rand erreicht, nicht aber das Innere – fragen Sie mal einen Feuerwehrmann, ob er so einen Hochofen löschen kann.

      Am meisten irritiert bin ich jedoch, dass Sie (als Physiker) mit dem Ergebnis Ihrer Rechnung offenbar aufhören, zu denken: Wie soll das denn aussehen? Wenn der Energiebedarf dafür wirklich so hoch sein sollte, dass die Temperatur sich nur langsam verringert, setzt das eine mehr oder weniger kontinuierliche Energie-Zufuhr voraus – quasi einen laufenden Reaktor. Wollen Sie das wirklich behaupten? Und nach der Radioaktivität traue ich mich schon gar nicht mehr zu fragen…

  14. Selbst wenn nicht gelöscht worden wäre, kein Regen und kein Grundwasser eingesickert wäre, stellte sich die dringende Frage, was von sich aus nach einem Stahlskelettgebäude-Einsturz noch 100 Tage (und die ersten Tage derart heiß) brennen kann und nach 4 Monaten immer noch messbar Wärme abgibt.

    Zum anfangs im Artikel erwähnten weißen Rauch, der als Wasserdampf bezeichnet wird, möchte ich jedoch hinweisen, dass diese Rauchentwicklung, die sich auch gegen die Windrichtung gen Norden und exakt bis zum Ufer bzw. den dortigen Gebäuden ausbreitete, und zum Zeitpunkt, an dem das Foto gemacht worden sei: 11. September um 10:35, noch „dasteht“, doch wohl maßgeblich durch den soeben erfolgten Einsturz des Nordturms herrührt. Dies ist zumindest auf diversen Videoaufnahmen aus allerlei Perspektiven recht deutlich nachvollziehbar zu erkennen. Spätere Aufnahmen zeigen Ablagerungen dieses Gebäudestaubs in ebendiesem Bereich. Auch ist der Rauch in den Videos, die teils unmittelbar in der Nähe aufgenommen wurden, nicht weiß, mehr grau und bräunlich – wenn auch teils sehr hell und mit der Anmutung von (Wasser-)Dampf.
    Anzunehmen, dass es sich also um eine große Menge Wasserdampf handelt, die in der Manhattener Atmosphäre kondesierte und sichtbar wurde, mag legitim sein, wird durch die Argumentation und Darlegung im Artikel selbst aber leider nicht hinreichend begründet bzw. bestätigt – oder ich hab das Prinzip seiner angeblichen Enstehung nicht wirklich verstanden.

    Dunkel geraucht hat WTC 7 etwa den gesamten Nachmittag auf gesamter Höhe an einer Seite, bis es schließlich zu einem Haufen Schutt zusammensackte. Dort brannte oberirdisch nix in den Tagen danach, soweit ich das mitbekommen habe. Was auch? Die gut sichtbar darübergefaltete Marmorfassade?
    Ordentlich gebrannt haben tatsächlich die kleineren WTC 4, 5 und 6, auch nach dem Verschwinden der drei größeren Türme, was Videoaufnahmen beim Gang durch die angrenzenden Straßen belegen. Diese Feuer und die enormen Beschädigungen durch Trümmer führten offensichtlich nicht zur völligen Zerstörung der Gebäude, noch nicht mal zum Einsturz. Lediglich WTC3 wurde sprichwörtlich nach dem Verschwinden von WTC1 endgültig dem Erdboden gleichgemacht.

    Dies alles sind nur wenige der unmengen an Tatsachen im Kontext 9/11, die bis heute noch keine wissenschaftliche Untersuchung oder Würdigung erfahren haben. Auch der Artikel beweist und sagt streng genommen gar nichts. Doch wo Dinge derart offensichtlich sind, reicht mir persönlich dann auch erstmal eine professionelle Schätzung zur Einordnung.
    Darum großen Dank an den Autor dieses Beitrags und KenFM für die Veröffentlichung! So kommt man dem, was da stattgefunden hat, wieder ein Stückchen näher.

  15. Eine Analyse, die Hand und Fuss hat , die logisch aufgebaut ist und wissenschaftlich nachvollziehbar .
    Es ist somit klar : Es gab an 9.11 Nucleare Reaktionen , also Zündungen von Atombomben, auch wenn der Autor die Bezeichnung Atombombe meidet .

    Und auch klar, -wenn auch schon lange- und der Autor auch diese Schlußfolgerung meidet :
    Osama Bin Laden und die 19 mit den Teppichmessern warens nicht .
    Der Kreis der tatsächlichen Täter ist weitgehend eingeschränkt und ist in der Umgebung der US Politik/desTiefenStaates zu suchen.

Hinterlasse eine Antwort