KenFM im Gespräch mit: Dr. Alexander Dill („Die Welt neu bewerten“) (Podcast)

Kolonialismus hat viele Gesichter, z. B. indem man den Wert einer Nation danach bemisst, wie hoch das Bruttoinlandsprodukt ausfällt, abgekürzt BIP.

Wer einen hohen BIP-Wert erwirtschaftet, erhält günstige Kredite. Länder mir weniger auf Produktion getrimmter Wirtschaft müssen dann horrende Zinsen bezahlen und rutschten in die Schuldenfalle.

Wer die koloniale Brille trägt, kann das soziale Klima eines Landes nicht als Wert erkennen oder besser anerkennen. Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft oder Mitgefühl sind Werte, die im BIP nicht enthalten sind. Aber sind sie deshalb auch nichts wert?

Wir müssen endlich aufhören, dem gesamten Globus unsere neoliberalen Maßeinheiten aufzuzwingen. Der Wert eines Landes setzt sich aus weit mehr zusammen als klassische Waren, die man über den Scanner ziehen kann.

Der promovierte Soziologe Alexander Dill, Gründer des Institute of Commons and Economics zur Messung von Sozialkapital in Basel, rät als Autor seinen Lesern, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und den überfälligen Perspektivwechsel zu vollziehen.

Der Westen und seine sogenannten Werte und Messmethoden sind weder neutral, noch geeignet die Zukunft des Planeten zu sichern.

Der wirtschaftliche Output einer Nation kann nicht die einzige Bemessungsgrundlage sein nachdem es Zugang zu den internationalen Finanzmärkten hat. Es sei denn, man verfolgt verdeckt das Ziel, diesem von außen knebelnde Regeln aufzuzwingen.

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