Alle krank?! | Von Anselm Lenz

Die Krankschreibung der ganzen Gesellschaft kann auch als spätes Kulturphänomen der gescheiterten Revolution von 1968 gedeutet werden. Derweil inszeniert das Bundespräsidialamt einen Kritikertisch — und will demnächst dem Angstmacher der Nation, Christian Drosten, das Bundesverdienstkreuz umhängen.

Ein Standpunkt von Anselm Lenz.

So richtig hatte es damals nicht klappen wollen und so ganz war es vielleicht gar nicht gewollt worden: Die westlichen Revolutionäre des Jahres 1968 probten den Aufstand ausgerechnet in jenen Jahren, in denen sich tatsächlich einmal die Verheißung von Freiheit und Gleichheit einzulösen schien: Bildung für alle und die Öffnung der Universitäten, Lohnsteigerungen, Vollbeschäftigung, die Möglichkeit, auch mit kleinen Jobs auszukommen und eine bescheidene, aber doch zählbare Vermögensbildung sogar für Hilfsarbeiter. Öffnung aller zivilen Berufe für Frauen, rechtliche Gleichstellung, Abschaffung der Kriminalisierung von Minderheiten. Das Versprechen des Aufstiegs in den bürgerlichen Lebensstil für alle, etwa mit Musikunterricht für die Kleinen.

Männer wie der spätere Außenminister Josef Fischer oder der ebenfalls nicht sehr friedliebende spätere Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit machten sich also zu einem Zeitpunkt zur letzten gesellschaftlichen Grenze auf, der sozialen Revolution, als sie selbst bereits in den Genuss aller Segnungen der Gesellschaftsform einer Republik und eines sozial engagierten Rechtsstaates gekommen waren. Die Türen standen ihnen offen. Sie entschieden sich, sie auch noch einzurennen.

Eine Technik, die in der Neoliberalen Epoche ab Anfang der 1970er Jahre zum gängigen Prinzip wurde: Wer ein Pöstchen erhaschen möchte, reklamiert ausschnitthafte Benachteiligungen, lässt aber alle substantiellen Fragen weg. So kann man seither mit Aussicht auf Karriere monieren, dass Frauen im Management der Rüstungsindustrie in der Minderzahl sind, nicht aber die Rüstung in Frage stellen. Es war zugleich die Zeit, in der es in Mode kam, Konkurrenten und politischen Gegnern allerlei Krankheiten zu unterstellen, am liebsten psychischer Art. Da wurde am WG-Küchentisch schon gern mal ein Vaterkomplex attestiert oder allerlei sexuelle Schwierigkeiten unterstellt. Irgendeine Minderwertigkeit wurde immer gefunden.

Den Gegner für krank zu erklären, wird seither mit immer neuen Begriffen aufgewärmt. Was heute dem Hanns Guck-in-die-Luft der Kondensstreifen am Firmament, ist dem Politruck sein Aluhut im jährlichen Poesiealbum des Inlandsgeheimdienstes: Im Grunde sind Staatsfeind und Politfunktionäre eine sich gegenseitig erhaltende Verbindung eingegangen. Wenn der Gegner einmal wegfiele, müsste er glatt erfunden werden. Was macht ein Verfassungsschutz, wenn die Regierung, wie derzeit, im rechtsfreien Raum agiert? Sehen wir die Schlapphüte bald ein Ballett auf den Treppen des Reichstags in Schwarz-Weiß-Rot aufführen? Oder haben wir das bereits?

Wer alle für voll nimmt, kann nicht ganz dicht sein

Nicht alle legten einen solch kometenhaften Impact wie Fischer und Cohn-Bendit hin. Wahrlich mutigere Leute als die beiden genannten Bummelstudenten aus der Frankfurter Wohngemeinschaftsküche, nämlich jene, die tatsächlich eine neue gesellschaftliche Qualität ermöglichen wollten, einen wahrhaftigen sozialen Ausgleich, echte Demokratie und Friedenspolitik, wie etwa der Soziologe Rudi Dutschke, wurden bereits frühzeitig aus der Bahn geworfen. Im Falle Dutschkes geschah dies bereits im April 1968, noch vor den Mai-Unruhen, durch ein dubioses Attentat. Für Fischer und Cohn-Bendit öffnete sich aber der Weg zu großen Karrieren — wohlgemerkt im bestehenden Apparat.

„Es gibt kein richtiges Leben im Falschen“ —? Das berühmte Zitat des Philosophen Theodor Adorno meint letztlich, dass es Momente in der Geschichte gibt, in denen ein Rückzug ins Private, die nobel abwartende Haltung, keine Möglichkeiten mehr darstellen, weil die gesellschaftlichen Umstände eine öffentliche Haltung einfordern. Wie alle Philosophen erzählte Adorno seinen Lesern letztlich von sich selbst, und doch fragt er schließlich: Wann ist der Moment gekommen, in dem ich die Welt nicht nur interpretiere, sondern handelnd einzugreifen habe, zumindest insofern, praktische Handreichungen anzubieten?

Die Ikone aller Achtundsechziger, der personifizierte Feingeist schlechthin dieser vergangenen Zeit, eben dieser Adorno, wäre heute sicherlich nicht auf Seiten des Corona-Regimes. Es lässt einen tiefen Einblick in den Zustand westlicher Gesellschaften zu, dass die öffentlichen Intellektuellen, Kulturschaffenden und Künstler fast durch die Bank seit sechs Monaten auf Tauchstation sind, nicht einmal in der Lage scheinen, Forderungen für die alsbaldige Nach-Corona-Zeit zu formulieren. In jenem Moment, in dem die Gesellschaft sie bräuchte, haben sie sich auf die Seite eines absolutistisch zur Macht greifenden Regimes geschlagen, dessen Umrisse zu beschreiben doch immerhin ihre Aufgabe wäre. „Ein wahres Wort“, wie es einer der verbliebenen Redlichen, Professor Giorgio Agamben, fordert, bleiben sie schuldig.

Abgedichtet in der Schweigespirale

So, wie die Hinterbänkler der Parteien sich in vorauseilendem Gehorsam bereits im März unterwarfen, sind die zweite und die dritte Reihe der Buchautoren und Kommentatorinnen, die vermeintlichen Edelfedern und Aushängekünstler verschwunden. Und nun weiß man auch, warum die letzten Jahre so flau waren, warum nichts Neues durchgelassen wurde, warum die Kritik so kärglich und zuweilen eindimensional geriet, also nach Herbert Marcuse, einem weiteren Denker der Achtundsechziger-Zeit, „technokratisch“, „geprägt von Herrschaft und Gleichschaltung“, eine niemals endende Netflix-Serie des Immergleichen, wo doch ein prägnantes „wahres Wort“ soviel verändern könnte. Ein Schlaglicht fällt heute auf traurige Gestalten in ihrer selbstverschuldeten Düsternis; doch was soll man hier Namen nennen, die alsbald vergessen werden, es im Grunde schon sind.

Und also ist es ein trauriger Rahmen, den das Bundespräsidialamt da gezimmert hat, um noch letzte hilflose Versuche eines Framings, einer Rahmung der gesellschaftlichen Diskussion zu simulieren: Am gestrigen Dienstag tafelten im Schloss Bellevue nicht etwa Professorin Karina Reiß und Professor Sucharit Bhakdi, die führenden Vertreter der schulmedizinischen Wahrheit zum Corona-Virus beim Staatsoberhaupt, nicht etwa Dr. Bodo Schiffmann und Michael Ballweg, Wortführer der außerparlamentarischen Opposition der deutschen Demokratiebewegung. Auch nicht Gunnar Kaiser, Lehrer und Philosoph, nicht Hendrik Sodenkamp, Theaterdramaturg und oppositioneller Journalist, nicht Friederike Pfeiffer-de Bruin, Friedensaktivistin, die immer wieder aus dem Vorwort des Hausherren, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers zur aktuellen Druckfassung des Grundgesetzes zitiert, die nicht müde wird, den ganzen Text der Redenschreiber mitsamt Steinmeiers krakeliger Unterschrift vorzulesen und sich einfach nicht abbringen lässt, dies auf allen Bühnen und bei allen Versammlungen der Republik zu tun.

Es sind seit 28. März 2020 Aberhunderte Versammlungen mit insgesamt vielen Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Mitte, den Rändern und allen Schichten der Gesellschaft, aller Hintergründe und sämtlicher Couleur, ja, auch den geächteten. Von den Augustdemonstrationen ganz zu schweigen, die mit „Hunderttausenden“ friedlichen Demonstranten zurückhaltend eingeschätzt sind. Jeder weiß es, der anwesend war, jeder Polizist, sogar jeder zufällige Passant in jenen Tagen, der irgendwie im Zentrum Berlins unterwegs war. Sie alle wissen, dass die Zahlen von „20.000“ und „38.000“ politisch festgelegt wurden, jeweils mindestens eine Null einfach weggestrichen, weggelogen wurde.

Alles auf Maulkorb

Und so endet der Bericht der Propagandaplattform tagesschau.de vom 22. September 2020 zum Thema der Simulation eines Runden Tisches in unser aller Schloss Bellevue auch mit folgenden Sätzen: „Die Berliner Schülersprecherin Luisa Regel zieht das Fazit: Es war ein gutes Gespräch, sie sei zu Wort gekommen, wenn auch deutlich kürzer als die Kritiker am Tisch: ›Aber das waren halt auch diejenigen, die sehr starke persönliche Meinungen vertreten haben. Wir haben halt eher, gerade im künstlerischen Bereich und in der Schule, für eine breite Masse gesprochen.‹ Und die ziehe Abstandsregeln und Maskenpflicht ja auch nicht grundsätzlich in Zweifel.“

Was soll man dazu nach sechs Monaten des Bruchs mit Verfassung und Menschenrecht, der Verhöhnung der Freiheit von Forschung und Lehre, des Missbrauchs der Schulmedizin, des finalen Vertrauensbruchs der großen Medienbetriebe noch sagen? Es scheint fast so, als wäre den Altachtundsechzigern — jenen, die eine Karriere im Apparat gemacht haben, zu denen qua Jahrgang auch Steinmeier gehört — im Moment des Zusammenbruchs des Finanzmarktkapitalismus, wie er sich seit Mitte des Jahres 2019 in Form von Negativzinsen ankündigte, nichts anderes eingefallen, als die Gesellschaft krankzuschreiben und alle anzulügen.

Der Gesundheits-Coup wäre womöglich keine schlechte Idee gewesen, um kurzfristig Schlimmeres zu verhindern und dann zu einer wahrhaft demokratischen, aufklärerischen und menschenfreundlichen Aushandlung von Gegenwart und Zukunft zurückzukehren. Leider ist das einzige Ziel des Ausnahmezustands — das lässt sich fast auf den Tag genau ein halbes Jahr nach Beginn der verfassungswidrigen Notstandsregimes heute leider konstatieren — die Verstetigung einer fanatischen Konzernherrschaft über das ganze Menschengeschlecht, eine Wirklichkeit gewordene Dystopie, vor der wir jahrzehntelang gewarnt worden waren in Werken von Blade Runner bis Star Wars, von Autoren wie George Orwell bis Mark Fisher. Die vermeintlich offene Gesellschaft hat dort versagt, wo sie ihre eigene Stärke behauptet: Bei der Diskussion von Ethik, dem Respekt vor der Menschenwürde und der Ablehnung von Übergriffigkeiten auf Körper und Privatautonomie.

Und so passt es in das traurige Bild, das die konzernhörige, politmediale Kaste abgibt, dass der führende Angstmacher der Nation, der nimmermüde Pandemie-Ausrufer, der bereits 2009 wie ein Irrer den totalen Notstand in Sachen Schweinegrippe propagierte, demnächst das Bundesverdienstkreuz verliehen werden soll, im trauten Kreise einiger weiterer Regierungstreuer am 1. Oktober im Regierungsschloss an der Spree.

Die „20.000“ kommen wieder nach Berlin ab 2. Oktober

Schon ab 2. Oktober Uhr versammeln sich dann wieder die, na, „20.000“ der Demokratiebewegung in ihrer Hauptstadt. Darunter werden wieder viele Kinder mit ihren Familien sein, eine wachsende Zahl von Beamten, die ihrer Remonstrationspflicht nachkommen, zusammen mit echten Linken aus den Kiez-Initiativen, Liberalen aus dem Mittelstand und Menschen strammen republikanischen Geistes, die sich einfach nicht mehr anlügen lassen wollen.

Nach politischen Zahlen werden es wieder einmal nichts als ein paar Unwürdige gewesen sein — womit wieder einmal die bloße physische Anwesenheit der meisten Leute geleugnet worden sein wird. Es wird bejubelt werden, dass es diesmal wahrscheinlich tatsächlich ein paar weniger sein werden, als im sommerlichen August. Es ist ein unendlich trauriges Menschenbild der Herrschenden, das auch von einer lange aufgebauten Verzweiflung zeugt, von einem anscheinend unüberbrückbaren Abstand, einem tiefsitzenden Hass auf die Menschen in ihrer körperlichen Präsenz, die von der politmedialen Kaste nur noch als überflüssig, ja, als Belästigung wahrgenommen werden.

Bleiben die bis heute nicht abschließend beantwortbaren Fragen: Was spricht dagegen, den Leuten einfach mal die Wahrheit zu sagen? Wer oktroyiert diesen absolut perversen Maskenzwang, dessen Ziel nichts anderes ist, als die Leute zu demütigen und in Angst zu halten? Die übergeordnete Bedrohung muss gar fürchterlich sein, ist jedenfalls nicht mehr mit jeder noch so gut gemeinten Aktion etwa zum Schutz des planetaren Klimas zu rechtfertigen.

Oh Himmel, die menschliche Spezies, die das mit sich macht — und mit sich machen lässt — muss wahrlich in einem erbärmlichen Zustand sein. Man könnte fast zum Schluss kommen, dass da jede Krankschreibung angebracht ist. Allein, Corona ist nicht das Problem. Und leider, es ist auch keine psychische Krankheit. Es sind Auswirkungen eines ungezügelten Wirtschaftssystems, das krankhafte Machtkonzentrationen zur Folge hat und Fantasien davon, durch Entmündigung möglicherweise sogar gutgemeinte Ziele durchsetzen zu können. Aber so geht das eben nicht.

Anselm Lenz ist Herausgeber des Demokratischen Widerstandes (DW), der aus einem informativen Flugblatt in kürzester Zeit zur auflagenstärksten Print-Wochenzeitung der Republik geworden ist. Die oppositionelle Zeitung wird auch kommenden Wochenende auf dem ganzen Bundesgebiet verteilt und erreicht Menschen, die ansonsten ausschließlich der Regierungs- und Konzernpropaganda ausgesetzt wären. Der DW ist auf Spenden angewiesen an IBAN DE51 1001 1001 2625 2368 69 oder am besten als Patreon.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: bekulnis / shutterstock

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23 Kommentare zu: “Alle krank?! | Von Anselm Lenz

  1. Wildenfelser und andere: bei Klagepaten.eu und bei Rubikon gibt es eine Tabelle mit den Bußgeldern der Bundesländer bei Maulkorbverweigerung – bezogen auf die Kunden und auf die Ladeninhaber. Ich habe es so verstanden, daß kein Ladeninhaber Strafe zahlen muss, wenn ein Kunde keinen Maulkorb trägt, sondern der Kunde eventuell. Dazu hört euch das Video von RA Ralf Ludwig zur Bußgeldverhängung bei Maulkorbverstoß an und, wer oft in Öffis unterwegs ist, ein weiteres von einem privaten Sicherheitsdienst.
    https://www.youtube.com/watch?v=koH392Ey0Bo
    https://www.youtube.com/watch?v=MauiIiCIWak

  2. Anselm Lenzens Texte schienen bisher klar strukturiert zu sein. Jedenfalls nachvollziehbar wie er ubers Thema denkt. Das schien schon aus intellekturllem Vergnuegen interessant zu sein.
    Fehlte diesmal irgendwie. Habe nicht bis zum Ende durchgehalten.
    Demokratie, richtig, besteht bislang in der Welt nur als Illusionswerkzeug zur Blendung vieler, damit die eine herrschende Oligarchie extremer, obszoener Reicher ueber den Rest der Artgenossen nicht erkennen moegen. Innerhalb einer solchen fake-Realitaet, in der wir hier auch in D leben, mit der undefinierten Leerformel "demokratischer Widerstand" rumzuschmeissen oder gar noch von "dem. WiEderstand" zu reden, erscheint hochgradig redundant bis begrifflich unverstaendlich, was da nun gemeint sein soll.
    Wir brauchen den "Reset", richtig.
    Nicht den der Davoser Machtgeilheitkranken, sondern den der Art- und Biosphaere konservierenden. Heisst, zurueck in ein hierarchiefreies Gesellschaftsverstaendnis, wie es nach der Artefaktenanalayse der Palaeontologen schon mal 300 000 jahre lang im menschlichen Bewusstsein offenbar vorgeherrscht hat. Damals wurde die Hierarchie in den Himmel, zu den Goettern verortet. Auf der Erde lebte man dagegen in hierarchiefreier Gleichberechtigung aller. "Egalitè" eben. Ist sowas wie eine echte Demokratiegrundform. Wir koennten die also.
    Aber erstmal muessen wir die Davoser Irren resetten. Dringend noetig. it haeppened, dass ich ein paar davon schon mal persoenlich und naeher dran erlebte. Sehr abstrus, diese Exemplare, wahnhaft genauer…..

  3. Die einzig richtige Aussage, wenn auch in Form einer Frage, findet sich in der Überschrift. Die Wirtschaftsteilnehmer der globalen Zinsgeld-Ökonomien sind so krank im Geiste, dass sie gar nichts mehr checken. Abhilfe schafft nur ein Aufwachimpluls dessen Stärke alles an bisherigen Katastrophen bzw. Witschaftskrisenin punkto Schnelligkeit und Intensität in den Schatten stellt.

    https://melezyprzikap.wordpress.com/2020/09/04/menschengedenken/

    Nicht, dass man später behauptet man wäre nicht gewarnt und alles erklärt worden (wobei es zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr „rechtzeitig“ ist):

    https://www.deweles.de/himmel-auf-erden.html

  4. Was mir vor allem übel aufstößt…man erkennt überall die Handschrift der C.I.A. Nichts zugeben, alles bestreiten, nichts wissen und alles mit Zuckerbrot und Peitsche und langsam im Kochtopf kochen damit man bloß nicht merkt was abgeht.

    "Admit nothing, deny everything, make counter accusations, and blame others. "

  5. Herr Lenz ,nach der Hälfte musste ich einfach ausmachen ,es war wie immer alles gesagt !Demokratischer Wiederstand ?Was soll das sein ?Demokratisch ist eigentlich das Wort für Vorschriftshandeln oder mit halber Kraft!Ein Stachelhalsband für das Volk.Aber das können Sie natürlich nicht wisssen.Nur Wiederstand hätte auch gereicht doch das hört sich wahrscheinlich zu völkisch an und ruft nicht die Leute auf Ihren Plan für die es bestimmt ist.Das Wort Demokratie in dieser Zeit zu benutzen ist einfach nur lächerlich und die vom System gewollte Valiumtablette für das halbentschlossene und sich leiten lassende Volk.Wer in diesen Zeiten in solch einer Öffentlichkeitsarbeit von Demokratie spricht ist mir unheimlich oder schwer von Begriff und definitiv ein Leerlauffahrer.Ihre Darstellung des Feindbildes und dessen Zusammenhänge sind immer ein guter Ablenker von der Wirklichkeit die auf uns zukommt.
    Demokratie ist die Fessel in unserem Hirn und wird je nach Belieben von den Leuten ausgelegt die sie selbst nur vom Hören Sagen kennen.Demokratischer Wiederstand mit Verlaub ist das schlimmste was uns passieren kann und macht uns zum Selbststeller.

  6. Zitat: Oh Himmel, die menschliche Spezies, die das mit sich macht — und mit sich machen lässt — muss wahrlich in einem erbärmlichen Zustand sein. Man könnte fast zum Schluss kommen, dass da jede Krankschreibung angebracht ist. Zitat Ende.

    "Krankschreibung" ?

    Ich würd eher sagen die meisten Menschen sind schon längst hirntot

    Ansonsten stimme ich den obigen Worten von Herrn Lenz allerdings weitestgehend zu.

    Es ist traurig, einfach nur noch traurig…… 🙁

    Die meisten Menschen wirken wie geistig paralysiert, unfähig sich dessen zu erwehren was da mit ganz großen Schritten auf sie zugerollt kommt.
    Dabei wäre es bei entsprechendem Zusammenhalt der Menschen soooo unglaublich einfach das Blatt zum Besseren hin zu wenden.

    Aber die Einen scheinen vor lauter Angst wie gelähmt zu sein.
    Und die andere Hälfte der Menschen will bloß das alles wie immer beim Alten bleibt.
    Gar nicht merkend, dass es sich schon längst alles verändert hat, Stichwort "neue Normalität", und auch noch viel mehr verändern wird, wie es jenen Menschen wohl recht sein dürfte.

    Und diejenigen die durchaus die eine oder andere praktikable Lösungen für die anstehenden Probleme unserer Zeit hätten, die werden öffentlich geflissentlich ignoriert.
    Ich sach ja, Hirntot.

  7. Anselm ist im Nu zu einem meiner absoluten Lieblingsdenkern avanciert! Die Schönheit von ideologiefreiem Denken, nenn ich es mal.

    Das stimmt eigentlich, ich kann mich an diese immerwährende Psychiatrisierung des Anderen gut erinnern, und seit 68 hat es sich doch irgendwie tief eingenistet in der ganzen Gesellschaft. Ausgerechnet Psychiatrie, einer der grössten Pseudowissenschaften und Machtmittel der Neuzeit. Passt doch alles gut zusammen.

  8. Das Bundesverdienstkreuz an Herrn Drosten vergeben? Das würde ich doch davon abhängig machen, ob er auch der laufenden, größten Herausforderung gewachsen ist oder nicht. Geht es doch darum, die Pandemie mindestens über den Winter zu retten – die derzeit größte Sorge von Politik und Medien, deren Lösung oder Gelingen erst an einem zweiten Lockdown sichtbar würde. Das soll er denn erst mal leisten, bitte schön.
    Zudem: So schwierig kann das ja nicht sein, denn gäbe es eine ausreichend große denk- und handlungsfähige Mehrheit in diesem Land, hätte man längst gemeinschaftlich ein Datum festgesetzt, an dem niemand mehr eine Maske aufsetzt, keine und keiner mehr Abstand hält und auch niemand mehr seine Daten abgibt um eine Tasse Kaffee trinken zu können und was es sonst noch an "Maßnahmen" gibt.
    Da es aber eine solche Masse nicht gibt, kann es doch "kein Ding" (Aktualisierte Ausdrucksweise) sein, die Pandemie zu retten, über den Winter zu bringen und im geeigneten Moment einen weiteren Lockdown (Ausnahmezustand) zustande zu bringen.
    Also, Herr Drosten, "ran an den Speck" – dann erst Verdienstkreuz.
    Ist ja nicht so, dass es nicht genug, um nicht zu sagen massenhaft, fleißige Helferinnen und Helfer gäbe, nicht wahr, Herr Söder? Ich kann es nur wiederholen und unsere allseits geliebte Kanzlerin zitieren: WIR SCHAFFEN DAS!

  9. Was mich wundert ist, wieviele Menschen sich immer noch über Maßnahmen wundern die, durch die demokratische Brille betrachtet, sagen wir mal etwas seltsam daherkommt. Das einzige was von unserer Demokratie noch übrig ist, ist das Ereignis vor etwa 3 Jahren als wir den Werdegang in die Diktatur sogar noch selber wählen durften. Die Meisten haben damals nicht gewusst was sie taten und haben bis heute nicht begriffen dass da dringend ein kapitaler Fehler zu korrigieren wäre. Das kostet Mut,stimmt. Aber alles Andere kostet die Freiheit oder sogar das Leben.

  10. Da immer wieder früher oder später die 68er zitiert oder erwähnt werden sobald es um ein politisches Thema oder Statement aus der Gegenwart geht, muss ich hier doch einige Fragen in den Raum werfen.

    Was bringt die Schreiberlinge zu der Annahme, dass damals nicht bereits gelogen wurde? Wie kommen alle nur auf die Idee das wären alles "Helden" und "Freiheitskämpfer" gewesen.
    Wieso zum Teufel denken alle Schreiberlinge hier, dass nur heute plötzlich und wie aus dem Nichts gelogen und insziniert wird?
    Die 68er waren eine lächerliche Veranstaltung. Dutschke wollte mehr und wurde aus diesem Grund beiseite geschafft. Und die Protagonisten wie Fischer oder Bendit haben genau den Lohn/Posten gekriegt die denen im Vorfeld versprochen wurde.
    Hören Sie mir auf mit WG Tischen und Idealen. Es war wie heute mehr Schein als Sein. Und die Dienste lachen sich heute noch kaputt drüber, dass die Protagonisten von damals immer noch hoch gehalten werden und immer wieder als "Vorbilder" hervorgeholt werden. Sind es nicht durch und durch 68er die für die heutige Misäre zumindest mit-/verantwortlich sind? Sind es nicht die, die sich überbieten seitdem, in Gehorsam gegenüber der transatlantischen Mafia?

    • Die 68er können sehr gerne mit den heutigen FFF Bewegungen verglichen werden.

      Bestehend aus Rattenfängern und an der Nase herumgeführten Jugendlichen, denen es nicht primär um die Sache geht sondern um die Selbstdarstellung.

      Sinnlos und vor allem Wirkungslos sind aber beide.

      Und bitte, es soll keiner kommen mit "Aber die 68er haben doch sooo vieeel bewirkt".

    • Da muss es wohl zugegangen sein wie in der "friedlichen Revolution" in der DDR. Da gab es ganz vorn ein Transparent, auf dem stand "Demokratischer Sozialismus!" und – schwupps – wurde das vertauscht gegen "Kohl soll unser Kanzler werden und Bananen wollen wir auch!". Der Tausch ist gar nicht aufgefallen und die Feier hält bis heute an.

    • Richtig Werweißdasschon,

      nur, DAS weiß ja heute kaum noch einer. Also lass sie die Ikonen polieren und hochhalten – Hauptsache es erfüllt seinen Zweck 😉

    • In den 60gern war ich noch Kind, 1968 stand ich am Beginn meiner Pubertät, ich bin also ein Mitglied der ersten Nachfolge-Generation der 68ger.

      Es gab ein völlig anderes Lebensgefühl, gekennzeichnet von Freude, Lust und Sehnsucht nach Freiheit und Frieden, eine Aufbruchstimmung, der die 68ger den Weg bereitet haben, die sich aber leider in ihr Gegenteil verwandelt hat.

      Den 1968 durch die erste große Koalition verabschiedeten sogenannten Notstandsgesetzen verdanken wir unsere heutige Lage. Unser heutiges Lebensgefühl ist geprägt von Angst und Resignation. Die ganze Welt liegt in Agonie.

      Der Teufel hat uns das Lachen gestohlen und mit dem Lachen ging die Freude verloren.

  11. Eine mich derzeit beschäftigte Frage, ist an diesem Gesetz was gerade in Berliner Senat verabschiedet wurde etwas dran?

    Demoverbot für Rechts – Linksradikale und Islamisten nicht betroffen
    https://www.wochenblick.at/neues-gesetz-in-berlin-versammlungsfreiheit-nur-noch-fuer-linke/

    Paßt ja super ins Bild. Erst wird so ein Stürmchen am Reichstag medial als rechter Sturm ausgeschlachtet und ein Herr Steinmeier gibt auch noch seinen Senf dazu und appeliert an ahnungslose Volk und dann folgt eine Verschärfung für das Verammlungsverbot gerade für unliebsame kritische Stimmen gegen die Regierungspolitik.

    Ein Schelm, wer da ein abgekartetes Spiel hinter erkennt…..

    • Tja, Mario…. so ist das. Man geht mal eben raus und hat für einen Moment vergessen, wo wir leben (Im Neuen Normal!) und… oh je… schon wieder im Irrenhaus gelandet. Also wieder heim, Tuch oder Maske holen oder es wird nix mit dem Einkauf. (Der kleine Ladenbesitzer, zu dem ich will, hat Angst vor € 15 000.– (mehr?) Strafe und achtet auf Maske. Er tut mir leid. Ist schon mal verwarnt worden, weil er lax war).

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