Am Telefon zu „Die Corona-Krise ist eine Systemkrise“: Anselm Lenz (Podcast)

Anselm Lenz ist Kulturwissenschaftler und Publizist. Er ist zudem Gründer und Herausgeber der Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“. Im Zuge der Corona-Krise hat Lenz die Initiative „Nicht ohne uns“ ins Leben gerufen.

Auf dieser Grundlage fanden dann seit März 2020 am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin erstmals Kundgebungen für das Grundgesetz statt.

Die Verhinderung des Abbaus unserer Bürgerrechte und der Diskurs um den Status Quo unserer Demokratie stehen im Mittelpunkt dieser sogenannten „Hygiene-Demos“.

Anselm Lenz hat mit seiner Initiative Tausende von Menschen in ganz Deutschland angesteckt, sich auf die Straße zu bewegen und ihrem Protest gemäß unserer Grundrechte öffentlich Ausdruck zu verleihen.

Wie ist der Stand der Dinge heute? Wir sprechen mit Anselm Lenz.

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Ein Kommentar zu: “Am Telefon zu „Die Corona-Krise ist eine Systemkrise“: Anselm Lenz (Podcast)

  1. Sehr geehrter Herr Jebsen,
    sehr geehrter Herr Lenz,

    ich habe dieses Gespräch sehr genossen und möchte meinen Dank für Ihr beider wertvolle Arbeit und der damit verbundenen Ausdauer zum Ausdruck bringen!
    Ich spüre auch, dass sie sich der Macht der Wortwahl bewusst sind. Danke, daß sie diese Macht so gut einsetzen.

    EIne Sache viel mir in Herrn Jebsens Resümee auf, als von "oben" und "unten" in Bezug auf Staat (=oben) und Bevölkerung (=unten) gesprochen wurde.
    Die Unterscheidung zwischen "oben" und "unten" halte ich generell nicht für zweckdienlich bzw. sogar für gefährlich. Wie ich darauf komme und warum ich mich an dieser vermeintlichen Kleinigkeit aufhänge?

    Nun, Sie werden mir zustimmen, dass man das Wörtchen "oben" mit "höherwertiger" assoziieren kann – mit, höher, besser wertvoller, vielleicht auch als dem "unten" "überlegen".
    "Unten" hingegen kann mit niederwertiger assoziiert werden. Richtig?

    Wollen wir mit unserem Sprachgebrauch die derzeitige Regierung als der Restbevölkerung in irgend einer Weise überlegen darstellen?
    Ich denke nicht.
    Wir können auch diese mögliche Assoziation einfach verhindern.

    Meine Denkmodell ist dieses:
    Die Regierung sind Angestellte der Bevölkerung. Die Bevölkerung bezahlt die Regierung (durch Steuern) für diesen Job. Die Regierung soll die Interessen der Bevölkerung vertreten. Die Regierung ist NICHT höher als das Volk. Die Regierung ist genaugenommen eine kleine Minderheit des Volks. Eine kleine Gruppe, die mit wichtigen Aufgaben betraut ist, nämlich sämtliche Interessen der gesamten Bevölkerung zu vertreten, diese zu berücksichtigen und verbindliche Regeln abzuleiten, die dem Wohl der Bevölkerung dienen. Man könnte auch sagen das Volk ist "oben" und dem Volk UNTERGEORDNET sind die einzelnen Repräsentanten des Volks.

    Wer soll also "oben" sein im unserem Sprachgebrauch?

    Ich halte es für wichtig, dass jeder Bürger einmal darüber nachdenkt. Ein Gedankenshift kann Bürger unheimlich "ermächtigen". Ein Umdenken anstossen.

    Dann wird nicht gedacht "ich bin unglücklich darüber, was "da oben" für mich minderwertigen und stimmlosen Befehlsempfänger beschlossen wurde"
    sondern "ich bin nicht einverstanden bzw. wütend darüber, wie meine Angestellten bzw. Repräsentanten da in meinem Namen handeln und was sie mit meinem Geld machen und werde sie jetzt zur Rede stellen"

    Ich stehe hinter der Idee zur Einführung des imparativen Mandats.

    Fazit: Ich schlage vor, dass keiner mehr "oben" oder "unten" genannt wird.

    Anstattdessen schlage ich vor die Wörter "Bevölkerung" und "Repräsentaten der Bevölkerung" zu nutzen.

    Also… eine neue Bewegung muss "mitten aus der Bevölkerung heraus" entstehen und nicht "von unten".

    Und "von oben" gibt es nicht!

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