Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg (Podcast)

Das Coronavirus-Phänomen des jungen Jahres 2020. Im Stundentakt werden neue Forderungen und Herausforderungen an die Bürger gerichtet. Was zumindest nachweislich in der Bevölkerung kontinuierlich steigt, ist der Grad der Verunsicherung.

Was muss man glauben, was darf man glauben? Welche Darlegung von Fakten sind seriös, welche Mahnung ist fahrlässig?

Wie schon zu den Zeiten der Klima-Diskussion rücken sogenannte „Experten“ in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Berliner Zeitung formulierte es am 17.03.2020 so: „Virologe Christian Drosten – Eine Instanz in Coronavirus-Zeiten. An ihm kommt man in der Coronavirus-Krise nicht vorbei: Charité-Mediziner Christian Drosten ist seit Wochen omnipräsent. Als Berater für die Regierung – und für uns alle.“ Ist dem so?

Der Internist, Lungenarzt und Facharzt für Umweltmedizin Dr. med. Wolfgang Wodarg ist nun seit Tagen nicht unerheblicher Kritik ausgesetzt, da er um eine etwas differenzierte und vor allem unaufgeregtere Betrachtung der aktuellen Situation bittet. Er erfährt dadurch ungeahnte Anfeindungen, die aufgrund seines beruflichen Werdegangs irritieren.

KenFM möchte von ihm wissen, was unterscheidet die aktuelle Viren-Diskussion von denen zurückliegender Jahre? Sind die eingeforderten Maßnahmen wirklich angebracht oder übertrieben? Was ist eine Corona-Pandemie?

Antworten auf diese Fragen gibt uns am Telefon: Dr. med. Wolfgang Wodarg.

Biografie: Dr. med. Wolfgang Wodarg, geb. 1947, ist Internist und Lungenarzt, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie für öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin. Nach seiner klinischen Tätigkeit als Internist war er u.a. 13 Jahre Amtsarzt in Schleswig-Holstein, gleichzeitig Lehrbeauftragter an Universitäten und Fachhochschulen und Vorsitzender des Fachausschusses für gesundheitlichen Umweltschutz bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein; 1991 erhielt er ein Stipendium an der Johns Hopkins University/Baltimore/USA (Epidemiologie) Als Mitglied des Deutschen Bundestages von 1994 bis 2009 war er Initiator und Sprecher in der EnquêteKommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, dort Vorsitzender des Unterausschusses Gesundheit und stellv.Vors. des Ausschusses für Kultur, Bildung und Wissenschaft. 2009 initiierte er in Straßburg den Untersuchungsausschuss zur Rolle der WHO bei der H1N1 (Schweinegrippe) und war dort nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament als wissenschaftlicher Experte weiter beteiligt. Seit 2011 ist er als freier Hochschullehrer, Arzt und Gesundheitswissenschaftler und ehrenamtlich als Vorstandsmitglied und AG Leiter (Gesundheit) bei Transparency International Deutschland engagiert.

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Ein Kommentar zu: “Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg (Podcast)

  1. Seine Meinung und Expertise in Ehren, aber da wurde doch viel vermischt (Wahrheit und Unwahrheit).

    Eine Grippe ist per definitionem durch Influenza-Viren bedingt (und nicht Corona-Viren).
    Und ja Corona-Viren gab es schon "immer": um genau zu sein es werden 4 große Gruppen unterschieden. Aber der derzeitige Erreger und die "Vorfahren" (Beta-Gruppe; SARS-Coronavirus, MERS-Coronavirus) sind doch neu. Diese sind ja im strengeren Sinn als eine neue Zoonose zu uns gekommen. Daher hat unser Immunsystem eben noch nicht gelernt damit umzugehen (wie bei anderen Influenzaviren oder Coronaviren).

    Auch sind Viren per se nicht auf Zellen spezialisiert, sondern auf "Andock-Stationen" auf Zellen. Diese Unterscheiden sich je nach Zelltyp und "Art". Für einen Laien ergibt sich somit das Bild, dass ein Virus auf einen bestimmte Zelle geht, aber das ist eben nicht der Fall. So gibt es Hinweise, dass CoVID-19 auf ACE Rezeptoren in den tiefen unteren Atemwege andockt. Diese Rezeptoren gibt es aber auch in der Nieren. Damit würden sich dann auch das Nierenversagen erklären. Nicht zuletzt finden sich diese Rezeptoren auch im Herzen und auf einigen Blutzellen sowie im Intestinal-Trakt.

    Selektion-Bias? Soweit mir bekannt ist, ist der Test spezifisch für den neuen Erreger ( Coronavirus 2019, nCov). Also es wird nun der tatsächliche Co2019-nCov gemessen. Oder hat da wer eine andere Quelle?
    Eine Co-Infektion mit Influenza kann tatsächlich der Fall sein, aber da spricht die epidemiologische Datenlage eine ganz klare Sprache. Das wäre ja schon ein enormer Zufall. Zudem ist das Erkrankungsmuster bei CoVID doch anders. Das sieht man z.B. sehr deutlich bei radiologischen Aufnahmen (vor allem CT). Es finden sich da schon Veränderungen am Lungengewebe und die Menschen/Patienten sind tw. noch symptomlos (daher auch die Ansteckung mit bis zu 14 Tage vor Ausbruch der Erkrankung.

    Und damit sind wir beim letzten Punkt der hier fälschlich dargestellt wird. Eine CoVID-19 ist (nach heutigem Wissenstand) grundsätzlich nicht viel schlimmer als eine Grippe (Influenza). Das wirklich tragische ist allerdings, dass eben oft the unteren Atemwege betroffen sein können. Eine optimale Versorgung mit z.B. Beatmungsmaschinen kann auch einen schweren Verlauf gut "abfangen".
    Das Problem ist allerdings, dass in kurzer Zeit sehr viele Menschen gleichzeitig krank werden!
    Eben weil scheinbar gesunde Menschen die Krankheit für 14 Tage verteilen. Und damit ist der in ganz Europa krank gesparte Gesundheitssektor total überlastet. Also gibt es nicht genug Versorgungsmöglichkeiten; und dann bleibt nur mehr das Sterben (Triage; siehe Italien).

    Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass wahrscheinlich die epidemiologischen Daten bzgl. CoVID-19 in Deutschland offenbar stark verfälscht sind (nicht-Testungen). Einfach mal die Zahlen studieren: https://www.worldometers.info/coronavirus/

    Impfungen gegen Viren verändern das Biotop? Das kann auf Bakterien zutreffen; für Viren wäre mir das ganz neu. Kennt wer eine Studie die zeigt das Viren Viren bekämpfen?

    Der Punkt bzgl. Panik ist durchaus gerechtfertigt. Aber das ist ein Zeichen unserer Zeit. Auch Impfungen sind zurecht kritik würdig.
    Und ja, China hat durchaus eine enorme Leistung an den Tag gelegt; eigentlich schon fast unglaublich.
    Aber die Reduktion der Tests ist wohl eher durch die Quarantäne-Maßnahmen geschuldet (oder Quelle?). Und genau hier war die EU viel zu langsam: Die Rechnung folgt; jedes Volk bekommt die Politiker die es verdient. 🙁

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