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Angriff auf unseren Kopf

Von Bernhard Trautvetter.

„Strategische Kommunikation“ ist ein Begriff der Nato, den sie aus den kapitalistischen Wirtschaftswissenschaften entlehnt hat, um die Gehirnwäsche zu verklausulieren, mit der sie den Informationskrieg um die öffentliche Meinung gewinnen will, mit der sie unser kritisches Denken im Informationskrieg angreift.

In der Ökonomie (Bsp. der Studiengang unter diesem Titel an der Uni Münster) und im Coaching von Führungskräften „bedeutet strategische Kommunikation … kommunikative Beeinflussung“.

Führungskräfte wollen ein Ziel erreichen. Die Nato hat z.B. das Ziel, die Öffentlichkeit zur Unterstützung einer Politik zu gewinnen, die das Ende der Zivilisation riskiert.

In der Essener Konferenz der Nato-Einrichtung in Kalkar/NRW >>Joint Air Power Competence Center<< unter dem Titel ‚Strategic Communication‘ besprachen die Militärs diese Erkenntnis aus ihrem Vorbereitungsmanuskript: „Im Irak 2003 machte die Busch-Administration einen großen strategischen Fehler, indem sie den Besitz von Massenvernichtungswaffen durch das S. Hussein-Regime herausstellte.“

Hätte man Saddam Husseins Glaubwürdigkeit durch Verweise auf seine Grausamkeit in der Öffentlichkeit erschüttert, dann wäre die öffentliche Unterstützung für den Krieg viel stärker ausgefallen“ – Seite 44.

Es ging in diesem Initial-Krieg für alles, was dann im Zusammenhang mit ISIS, dann Libyen, Mali, Jemen, Syrien, … folgte, nicht um die von G.W. Bush hervorgekehrten Menschenrechte und nicht um Demokratie.

Was Syrien betrifft, findet man den Beweis ständig, dass die Krokodilstränen der Militaristen und ihrer Propagandisten mit Strategischer Manipulation lügen, u.a. hier:

„Bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat sich seit Januar eine Gruppe von bis zu 50 syrischen Oppositionellen aller Couleur geheim getroffen, um Pläne für die Zeit nach Assad zu schmieden. Das geheime Projekt mit dem Namen „Day After“ wird von der SWP in Partnerschaft mit dem United States Institute of Peace (USIP) organisiert, wie die ZEIT von Beteiligten erfuhr. Das deutsche Außenministerium und das State Department helfen mit Geld, Visa und Logistik. Direkte Regierungsbeteiligung gibt es wohlweislich nicht, damit die Teilnehmer nicht als Marionetten des Westens denunziert werden können.“ (Quelle: Zeit Online)

Wenn jetzt Russland und Assad dämonisiert werden, ist das Kriegspropaganda.

Wir kennen das auch aus den letzten wenigen Jahrzehnten der Friedensbewegung besonders markant am Datum des 12.12.: Hier jährt sich der so genannte >>Nato-Doppelbeschluss<< von 1979, der eine >>Nachrüstung<< mit einem Verhandlungsangebot an die gegnerische Sowjetunion verband.

Man hatte im Bundeskanzler Schmidt den Kronzeugen für die >>Vorrüstung<< Moskaus mit nuklearen landgestützten SS 20-Mittelstreckenraketen, gegen die man nun die Pershing II und Cruise Missile in Europa zunächst aufstellte, bis sie 1986 wieder abgezogen wurden.

Die Vorrüstung war ein Nato-Narrativ, das nur dadurch scheinbar griff, dass man geflissentlich unter anderem die englischen und französischen landgestützten nuklearen Mittelstreckenraketen (Nato-Länder) nicht mit in die Vergleichsrechnungen einbezog.

Die Pershing II war eine als ‚Enthauptungswaffe‘ eingestufte Atomrakete, die in Minutenkürze ihr Ziel erreichen sollte und dort z.B. in Atom-Leitzentralen der Sowjets oder in Nuklearraketen-Bunkern einschlagen sollte. Das bedeutete, die Militärs waren sich nicht zu schade, den Atomkrieg aus Versehen zu riskieren, denn: Wenn die Sowjets in der Zeit einen Fehlalarm verzeichnet hätten, hätte ihnen die Zeit gefehlt, zu überprüfen, ob der Alarm real oder ein System-Irrtum ist. Bis zur Klärung, ob er wäre real gewesen war, hätte ihnen wegen der technischen Eigenheiten der schnellen bunkerbrechenden zielgenauen Atomrakete die Zeit für besonnenes Handeln gefehlt. Sie hätten, um kein Risiko einzugehen, gleich ihrer Nuklearmacht entledigt zu werden, ihre Silos auf der Stelle frei schießen müssen, also den Atomkrieg zu eröffnen gehabt, um dem Gegner zuvorzukommen.

Die Nato wusste das, und die Friedensbewegung eröffnete ihren Aufruf für die erste hunderttausender-Friedensdemonstration in Bonn am 10.10.1081 mit dem Satz: „Die 80er Jahre werden mehr und mehr zum gefährlichsten Jahrzehnt in der Geschichte…“ Über der Großdemonstration im Bonner Hofgarten flog ein Flugzeug mit dem Banner „Und wer demonstriert in Moskau?“

Die Friedensbewegung ließ sich nicht beirren. Sie kannte die Fakten. Nicht einmal die damit verbundene und weit verbreitete Angst hat einschüchternd oder lähmend gewirkt – die Friedensbewegung hat sie in Mut verwandelt. Die Theologin Dorothe Sölle formulierte dazu unter dem Titel ‚Der Angst die Macht verweigern‘: „Die Angst ist eine notwendige Herausforderung, sie anzunehmen und positiv zu nutzen, ob als Warnung oder durch ihre Überwindung, macht aus uns reifere Menschen.

Angst spielt in der Unterdrückungs- und Befreiungsgeschichte der Menschheit eine große Rolle. Zur Substanz des Glaubens gehört es, sich der Angst zu stellen. Sich dabei von ihr besiegen zu lassen, ist keine Schande. Die jüdische und christliche Traditionen enthalten viele Erfahrungen und Geschichten, die zur Überwindung der Angst ermutigen.“ Und die Friedensbewegung ermutigt seit Generationen zum Wahrnehmen einer Angst um das Laben, aus der die Kraft erwächst, sich an seine Seite gegen die Lügen, gegen die Militärs und gegen ihre Propagandisten zu stellen.

Bei allen Propagandalügen der Nato zur Ukraine, zur Notwendigkeit der Hochrüstung und der Atomwaffe, zur Legitimation der Menschen- und Völkerrechtsverbrechen zwischen dem Golf und Tunesien, zwischen dem Sudan und dem Balkan,…

In Europa damals wie heute…

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

17 Kommentare zu: “Angriff auf unseren Kopf

  1. Die Ängste der Geldmachthaber vor der zahlenmäßigen Übermacht der unterdrückten, übervorteilten Weltbevölkerung spitzen sich zu. Es wird für sie immer schwieriger, sich vorzumachen, sie seien im Recht und die Welt gehöre und gehorche ihnen auf Ewigkeit nach ihren elitären Vorstellungen. Machtbesessenheit und Angstbesessenheit bedingen sich gegenseitig. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber vermutlich nähern wir uns immer mehr einer Psycho-Hölle, die alles bisher vorstellbare übersteigt. Wahrscheinlich ist das einzige Mittel dagegen, die Angst vor dem Tod zu überwinden. Das bedeutet: Bewusstseinserweiterung. Wir müssen denen da oben zeigen, was Menschlichkeit wirklich beinhaltet. Wir sollten unsere Lebensenergie jetzt vor allem nicht damit sinnlos verschwenden, dass wir uns noch mit Gehässigkeiten abgeben, aber nie den Mut aufgeben, die Wahrheit bzw. die eigene Weltsicht offen zu legen! Das Erdrosseln des geistigen Lebens dürfen wir unter keinen Umständen zulassen. Zombies und Satanisten haben wir schon genügend an der Spitze. Das ist, was Nichts und Niemand braucht.

  2. Der, beziehungsweise die Angriffe auf unseren Kopf, also auf unser Denken, ist sehr ernstzunehmen, denn eines der wichtigsten Grundrechte, die Gedanken- und Meinungsfreiheit ist davon betroffen. Es gibt handfeste Bestrebungen, die Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken und das soll über Kommentare im Fernsehen dem Publikum schmackhaft gemacht werden. Gestern, am 12.12.2016 wurde im Ersten deutschen Fernsehen in den Tagesthemen ausgiebig über die Gefahren von „Fake News“ berichtet, wobei man allerdings nur die „Fake News“ der Anderen, nicht die des eigenen Senders (z.B. „Brutkastenlüge“ 1991, „Hufeisenplanlüge“ 1999, „Massenvernichtungswaffenlüge“ 2003) erwähnte.

    Nach dem Ende der Berichte kam ein Kommentar von Sonia Seymour Mikich
    In diesem Kommentar forderte sie eine „Selbstverpflichtung der Netzbetreiber, vor allem Facebook: Es darf nicht sein, dass gefälschte Nachrichten mehr Verbreitung haben, als Recherchierte.“ Damit fordert sie offen die Zensur.
    Ihr Kommentar endete mit dem Satz:

    „Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung aber nicht auf eigene Fakten.“

    Dieser Satz darf in einem Land, in dem früher Dichter und Denker gelebt haben, nicht unwidersprochen stehen bleiben. Der Satz kommt flott rüber, wie ein Slogan und soll im Gedächtnis bleiben. Tatsächlich ist er aber ein phrasenhaftes Oxymoron, ein Widerspruch in sich – und das fällt sofort auf, wenn man den Nebensatz alleine stellt, denn dann heißt er:

    „Keiner hat ein Recht auf eigene Fakten!“

    Wenn die Kommentatorin das in dieser Härte gesagt hätte, dann hätte sich jeder sofort innerlich dagegen gewehrt und das autoritär Diktatorische dieses Satzes erkannt. Der Satz ist eigentlich absoluter Nonsens: Es gibt keine „eigenen Fakten“, es gibt nur eigene Erkenntnisse, denn der Mensch selbst kann erkennen, ob etwas wahr und somit eine Tatsache ist oder ob etwas falsch ist.
    Insofern ist dieser Ausspruch „Keiner hat ein Recht auf eigene Fakten“ ein Satz, der keinen richtigen Sinn hat, aber trotzdem einen einschüchternden Befehl, einen imperativen Gedanken enthält, nämlich:

    „Verzichtet auf das Recht, Fakten SELBST zu überprüfen, denn wir, der Nachrichtensender, vermitteln Euch die Fakten, die ihr zu glauben habt.“

    Das ist ein Imperativ, der autoritär und diktatorisch ist, also handelt es ich um Meinungsdiktatur. Und Meinungsdiktatur ist das Gegenteil von Meinungsfreiheit und Gedankenfreiheit und deshalb hebelt der Satz von Sonia Seymour Mikich die Meinungsfreiheit aus. Das ist gegen das Grundgesetz.

    Gedanklicher Beleg anhand eines Beispiels: Die Nachrichtensender bringen eine Nachricht:

    „Zwei Flugzeuge sind in zwei Wolkenkratzer hineingeflogen. Daraufhin brach ein Brand aus, der sie einstürzen ließ.“

    Es meldet sich ein Sprengmeister, der schon viele Hochhäuser gesprengt hat. Er weiß aus Erfahrung, wie durch Sprengung eingestürzte Gebäude sich verhalten und wie die Trümmer hinterher aussehen. Er kommt zu dem Schluss, dass ein Brand allein erfahrungsgemäß nicht zum Einsturz von solchen Hochhäusern führt. Außerdem, so erinnert er, ist auch ein drittes Gebäude eingestürzt, in das kein Flugzeug hineingeflogen ist. Er kommt zum Schluss, dass alle drei Gebäude gesprengt worden sein müssen. Er bringt also eigene Erkenntnisse in die Debatte ein, die der offiziellen Version, wie sie von den Nachrichten gebracht werden, widersprechen. Doch laut Frau Sonia Seymour Mikich wären das „eigene Fakten“ – und dazu habe man kein Recht.

    Welche Aufgabe hat also so ein Kommentar? Er hat die Aufgabe, das Denken vorzugben. Darauf sollte sich niemand einlassen, denn ein solches Ansinnen ist gegen den Zentralgedanken der Aufklärung gerichtet: Habe Mut, dich deines EIGENEN Verstandes zu bedienen.

    • Finde Ihren Kommentar auch recht interessant, A. Eberl. Besonders in Ihrer Einleitung „…ist ernstzunehmen…“ sehe ich die gleiche Gefahr.
      Sie führen die „eigenen“ Fake-News an, z.B. Brutkastenlüge usw. Problematisch sehe ich diese zum Zeitpunkt der Verbreitung. Da ist nämlich u.U. den Medien noch gar nicht bekannt, dass es „Fake“-News sind. Das lief über die Ticker oder Kameras und alle verbreiteten es. Was nun? Eine gezielte Absicht dahinter lag ja bei der Person, die zitiert wurde.

      Dem Begriff „Fakten“ gegenüber bin ich über die letzten Monate sehr vorsichtig geworden. Gleiches gilt für wahr/falsch. In der Mathematik ist das einfach, weil es normativ geregelt wurde. Das ist auch der Grund, warum Computer niemals Fehler machen können (unterstellt man einmal korrekt funktionierende Hardware und korrekte Programmierung). Dass man kein „Recht auf eigene Fakten“ hätte, ist natürlich völlig daneben. Sie erkennen klar, dass es immer nur „eigene Erkenntnisse“ geben kann, womit wir bei der Empirie landen, die ich schon immer schätzte. Eine vorsichtige Kritik möchte ich über „Fakten SELBST zu überprüfen“ anmerken: Nehmen wir Ihr Beispiel 9/11. Ich habe keinerlei Möglichkeit jeglicher Überprüfung, was da genau geschah. Einzig der gezeigte Zusammenbruch von WTC7 macht mich aus Erkenntnis misstrauisch, da dies einer Sprengung gleicht, die wir alle schon X-mal gesehen haben.

      Der Fall Künast mit der ihr untergeschobenen Aussage X zeigt mir im Grunde nur eine „Brandbeschleunigung“ dessen, was uns Menschen offenbar schon immer innewohnt: Die Lüge! Ich habe schon mehrmals den Versuch gemacht, bei harmlosen Begegnungen und Kommunikation mit Mitmenschen mich selbst zu beobachten. OFT verlief solche Begegnung mit einer (kleinen) Lüge meinerseits! Und sei es auch nur, dass ich auf die Frage „wie geht’s“ ein „danke, gut“ äußerte, obwohl ich mich aus diesem oder jenem Grund ziemlich mies fühlte.

      Die Künast Fake-News zeigen m.E. auch, dass die ganze Hysterie und Schnappatmung unserer Volksvertreter überflüssig ist. Aus 2 Gründen:

      1.) Die kritisierte massenhafte Verbreitung dieser Fake-News konnte mit der gleichen Geschwindigkeit -auch massenhaft- richtig gestellt werden. Genau das geschah auch.

      2.) Die menschliche Lüge existiert schon viel länger, als es das Internet überhaupt gibt („Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen“) Es ist also heute nur eine Beschleunigung dessen, was es schon lange gibt. Mehr nicht.

    • Natürlich ist es nicht nur ein Angriff auf unseren Kopf. Er soll gelähmt werden, wie ein Firewall, damit der Zugang zu unserem Herz, zu unserer Seele, damit unser Widerstandpotential gegen die tödliche Gefahr des Militarismus schwindet. Sie haben dabei die Friedensbewegung als  Gegner ausgemacht; sie ist den Militaristen im Weg – Glückwunsch an uns alle, wie offensichtlich wirksam wir sind, dass die Nato unsere Erfolge in der EInladung zu einer ihrer wichtigsten Konferenzen herausstellt:
      „Entities  hostile  to  NATO  understand  that  the  general  public’s knowledge  and  opinion  of  airpower  are  vulnerable.“  https://www.japcc.org/wp-content/uploads/JAPCC_Conf_Flyer_2015_web.pdf
      ‚Entities‘ sind keine Staaten, es ist auch nicht ISIS, offensichtlich sind wir es, da wir die öffentliche Meinung gegen das Militärische in den letzten Jahrzehnten offensichtlich sehr erfolgreich beeinflussen:)

  3. ‚Strategische Kommunikation‘, ‚Kampf um und in die Köpfe‘ u.ä. – funktioniert doch alles nur, weil gerade diejenigen, die sich darüber aufregen, es monieren, nicht verstehen wollen, dass das Entwickeln und Einsetzen solcher Manipulationsmittel doch nur die ANTWORT auf die Tatsache ist, dass die meisten Menschen die ‚wirkliche Wahrheit‘ gar nicht wissen WOLLEN, weil sie sie nicht aushalten, goutieren oder integrieren können.

    Und mit der ‚wirklichen Wahrheit‘ ist ein ungeschminktes Abbild des Menschen und seiner eklatanten Defizite gemeint, die das Selbstbild, das so viele wie eine Monstranz mit sich herum tragen, herbe entzaubern würde, würde man sie nicht ignorieren, sondern akzeptieren.

    Da dieses Selbstbild aber Grundlage für Lebenskonzepte ist, kann diese Selbsttäuschung nicht einfach aufgehoben werden und so wird ‚dankbar‘ die Fremdtäuschung, die exakt auf dieser Gegebenheit aufbaut, zwar u.U. als solche erkannt, aber weil sie die Eigenverantwortung für die Selbsttäuschung delegieren hilft und als Sündenbock-Projektionsfläche dienlich ist, angenommen und nicht geschlussfolgert, was DAS denn nun eigentlich bedeutet, dass Fremdtäuschung oft genug auch dann noch akzeptiert wird, wenn sie eigentlich evident gemacht wurde!?

    Täuschung und Manipulation ist so alt wie das Leben selbst.
    Aber nicht der Täuschende täuscht, sondern der Getäuschte täuscht sich selbst.
    Es ist nicht die Schuld des fremden Mimikri, wenn es nicht erkannt wird und noch nicht mal des eigenen Auges, sondern des geistigen ‚Sehens‘, also Wahrnehmens, Verstehens und Verarbeitens.

    DA muss man ansetzen und nicht sich verlieren im endlosen Decouvrieren und Exaltieren, denn sobald die geistige Sicht der Dinge wahrhafter wird, erledigen sich solche Täuschungsmomente von selbst und werden als unbrauchbar, weil wirkungslos, eingemottet.

  4. Die verletzte Seele braucht Trost. Nun ist Putin auch noch schuld am Wahlsieg Trumps. Irgendwie haben wir das ja schon geahnt. Hätten sich die Russen mal so vorbildlich benommen und zurückgehalten wie die Amerikaner und ihre Europäischen Freunde (zufällig alles Nato Verbündete) in der Ukraine, dann gäbe es den Ärger jetzt nicht. Das der Russe sich auch nicht raushalten kann, wo doch die Amerikaner die Diskretion in Person sind. Nur der dämliche Snowden hat das nicht begriffen. Aber diesem Betrüger ist Kai Diekmann von Bild schon auf der Spur. Snowden ist nämlich in Wirklichkeit ein Russischer Spion, nur die (westliche) Welt ist blind. Aber die klären wir noch auf.
    Eine furchtbare Tatsache tritt jetzt zu Tage. In den sozialen Medien werden Falschbotschaften verbreitet und die verblenden die gesamte Wählerschaft. Ich ahne schon den gigantischen Wahlbetrug – falsche Tatsachen zu behaupten – wie ist so etwas überhaupt möglich. Vierzig Jahre freie unabhängige Presse, da ist so etwas nie vorgekommen, mich rührts, wir haben doch so aufrechte Leitmedien. Und wenn mal ein Fehler aufgetreten ist, dann wurde er mit hervorstechenden Schlagzeilen auf der Titelseite korrigiert.
    Die Welt ist schlecht und sie wird immer schlimmer! Jetzt wird auch noch staatlich gedopt, als ob es mit den anderen Grausamkeiten nicht schon genug ist. Mir fällt kein westlicher Sportler ein, der gedopt hätte und schon gar keine Organisation, die dahinter stand, wie der Staat, der verfluchte Staat. Staatsdoping – geht’s noch! Und jetzt steht auch noch der Fußball unter Verdacht, ich werde wahnsinnig, die sauberste und ehrlichste Sportart überhaupt, was wird Ulli dazu sagen?
    Ich mach Schluss, mir wird schlecht.

    • Sollte Merkel ihre Kanzlerschaft nicht wiederholen können, wird Putin ebenso schuld daran sein.
      Sie baut doch schon vor, falls sie mit Schimpf und Schande durch fällt, was zeigt ,sie ist sich nicht sicher.Doch bevor sie sich Fehler eingestehen müsste, sucht sie sich schon ihr Opfer,denn Merkels vermeidende Persönlichkeitsstörung zeigt sich immer wieder dadurch, dass sie als Person nicht in der Lage ist, Entscheidungen treffen zu können, eh sie sich nicht Ratschläge von anderen ein holen könnte.Im Sprachgebrauch, unfähig!.
      .

  5. Sehr wichtiger Text – danke dafür. Es läuft nicht nur der Kampf um unsere Köpfe – also um unser Denken sondern man will uns sogar vorschreiben, wie wir fühlen sollen. Das wäre die totale geistige Sklaverei – wie früher von einem besonders strengen Beichtvater. Mit welchem Recht will man uns das Denken vorschreiben?
    Das alles hat mit „Freiheit“ und „westlichen Werten“ nichts zu tun. Vor allem, wenn es den NATO-Strategen nicht um den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen geht, sondern nur noch um die Wirkung der Aussagen.
    Und Achtung – das Folgende gehört auch dazu: Die Mächtigen – die Regierungen der EU und vermutlich auch der USA überlegen sich, wie sie das Netz zensieren können – und wie sie die Zustimmung der Bevölkerung dafür bekommen könnten. Gerade eben habe ich nach langer Zeit mal wieder den ARD-Tagesthemen-Kommentar zum Thema „fake-news“ gehört und wie „schröcklich gefährlich“ sie seien… aber die größten Fake-News der letzten Jahrzehnte, nämlich die Lügen der beiden Bush-Administrationen und der Schröder-Fischer-Regierung, die zu Kriegen und Bürgerkriegen geführt haben und mittlerweile über eine Million Tote gekostet haben dürften, wenn nicht mehr, nannte die Kommentatorin nicht: 1. die Brutkastenlüge (1991), 2. die Hufeisenlüge (1999), 3. die Giftgas-Lüge (2003).

    Der wahre Grund, warum jetzt die „Gefährlichkeit“ von Fake News so gepusht wird, ist, dass man einen Grund sucht, das Grundrecht der freien Meinungsäußerung zu beschneiden. Die Kommentatorin der Tagesthemen hat nämlich die Rolle, für das Kollektiv zu denken – oder vielmehr, dem Kollektiv die „richtigen Gedanken“ vorzugeben – und sie endete heute mit dem Satz:

    „Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung aber nicht auf eigene Fakten.“

    Liebe Leser, haben Sie diesen suggestiven Trick dieser Aussage durchschaut? Dieser Satz hebelt letztendlich die Meinungsfreiheit AUS, denn wenn er ernst genommen würde und man kein Recht mehr auf Phantasie oder Irrtum hätte – dann könnte man ja die Menschen wegen jeder Kleinigkeit belangen… Aber dafür würden die Gerichte nicht reichen, und eine Prozesswelle ist gar nicht erwünscht. Erwünscht ist, dass die Wirkung der Angst erzielt wird, dass das Volk kuscht, weil es eingeschüchtert wird. Der Satz soll die Leute hemmen, so dass sie sich nicht mehr trauen, Vermutungen zu äußern oder Hypothesen aufzustellen, die „nicht genehm“ sein könnten.
    Freiheit muss immer verteidigt werden:

    Freiheit des Denkens

    Ihr sagt, wie man denken soll.
    Ihr nennt es Mind Control.
    Ihr setzt dem Denken Schranken,
    durch eure Imperativ-Gedanken.

    Mit Dogmen, Tabus und Denkverboten
    macht ihr uns alle zu Heloten.
    Das ist euer Ziel, euer Wille zur Macht:
    Das Denken sei nur für euch gemacht.

    Der große Rest sei Befehlsempfänger.
    Doch mich täuscht ihr nicht länger.
    Ihr wollt, dass wir es nicht merken,
    sonst könnten auch wir unser Denken stärken.

    Ihr sagt, dass Eure Imperative alternativlos seien
    Und wollt uns Sand in die Augen streuen.
    Nichts ist alternativlos. Immer gibt’s den andern Weg
    für den, der selbst sein Denken pflegt.

    Ihr glaubt, dass schaffend sei, wer denkt
    und somit die Zukunft alleine lenkt.
    Doch eure Macht, sie beginnt zu wanken
    Durch die Kraft unsrer freien Gedanken.

    A.Eberl

    • Es ist nicht nur die Meinungsfreiheit um die wir beschnitten werden, wofür benötigen wir sie denn eigentlich, doch nicht um unsere Anliegen verkünden zu können, dafür ist es in Deutschland viel zu leise!
      Und selbst die die zu hören sind werden zwar oftmals wahr genommen, aber nichts von alledem was sie erzählen wirkt nachhaltig. Erst ein Buch, welches Interesse voraussetzt um es zu kaufen, könnte mehr erreichen,weil Gelesenes sich fest setzt.
      5x Herr Bittners „Die Eroberung Europas durch die USA
      “ verschenkt,hat bewirkt, dass sogar telefonische Diskussionen entstanden.Wenn das kein Erfolg ist, was dann?
      Vielleicht ist die Welt wirklich zu komplex geworden, so das sich viele Bürger resignierend abwenden.Wenn ihnen dann klar und deutlich, leicht verständlich Zugang zu Erklärungen geboten werden, kann man ihr Interesse wieder wecken…ich hoffe es, denn intelligent erscheinen wollen, ist nicht immer intelligent gehandelt, weil Massen so nie erreicht werden können!

    • Ja, sehe ich auch so, wir sollen uns nicht mehr trauen Hypothesen aufzustellen. Einschüchterung, weil sie mit Prozessen gar nicht nachkämen, und auch um den treuen Tagesschau Leuten Killer“argumente“ zu liefern. „Ach du mit deinen fake news.“

      Aber ich denke, der Schuss mit den fake news wird nach hinten losgehen, denn das Thema, daß es fake news gibt, ist nun angeschnitten, das Bewußtsein dafür ist nun in der Breite geschaffen. Sie geben sich zwar Mühe, das immer aufs Internet zu reduzieren, aber das geht unter…wichtig ist: fake. Das belibt hängen. Sobald der Verdacht da ist, daß man verarscht wird, spielt man nicht mehr mit. Das machen Kinder schon so.

      Schönes Gedicht, und auch Ihre anderen Beiträge finde ich sehr lesenswert, danke.

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