„Antideutsche“ Kritik – reaktionäres Spiegelbild ihrer selbst

Beitrag von Ramsis Kilani bei Gruppe42 – Das Neuland Portal – vom 02.05.2016.

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Ramsis Kilani war auch schon zu Gast bei KenFM im Gespräch. Hier der Link zum Interview: https://kenfm.de/ramsis-kilani-2/

 

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8 Kommentare zu: “„Antideutsche“ Kritik – reaktionäres Spiegelbild ihrer selbst

  1. @ Ramsis Kilani: Lieber Herr Kilani,

    bitte überschätzen Sie nicht die deutschen Staatsschulen. Hinterfragen Sie bitte ALLES, was von da kommt, jeden einzelnen Begriff, auch den Genderismus. Und vor allem möchte ich Ihnen eines ans Herz legen, ans Herz, weil Sie verstehen, dass heute die Herzen beginnen müssen, Gedanken zu haben: Das Leugnen ist etwas anderes als das Bestreiten.

    Wenn wir jemand kennen, von dem wir wissen, dass das kein Idiot ist, dass der die Welt so weit kennt, dass der wissen muss, dass die Milch gewöhnlicher Kühe weiss ist, und wenn der dann behauptet, sie sei schwarz, dann wissen wir, dass der eine offenkundige Tatsache wider besseren Wissens LEUGNET. Da wissen wir, dass der lügt.
    Will sagen: Das Leugnen setzt voraus, wider besseren Wissens eine Unwahrheit zu behaupten.

    Ganz anders beim Bestreiten. Es kann doch so sein, dass jemand irgendeinen Sachverhalt HINTERFRAGT und dann irrt und aus dem Irrtum heraus diesen Sachverhalt BESTREITET. Wer bitteschön hat noch niemals geirrt ? Irren ist menschlich.
    Da, wo wir Menschen beginnen selbständig zu denken, da hinterfragen wir zunächst etwas und bilden uns dann, nachdem wir hinterfragten, ein Urteil. Und wenn das Urteil falsch ist, kann jemand uns darauf aufmerksam machen und kann uns helfen, die Wahrheit zu erkennen.
    Wenn nun jedoch jemand zu uns sagt: Es ist gerichtlich verboten, dies oder jenes zu LEUGNEN, dann setzt das Verbot voraus, dass derjenige, der das Verbot aufstellte, im Besitz der absoluten Wahrheit ist. Sonst dürfte er nicht vom Leugnen sprechen. Da ist de facto ein solches Verbot ein DENKVERBOT, weil jedes Denken mit HINTERFRAGEN zu tun hat.
    Wer das HINTERFRAGEN bzw. INFRAGESTELLEN eines Sachverhaltes verbietet, der verbietet das Denken, und wer das Denken verbietet, der verbietet das, was den Menschen zum MENSCHEN macht.

  2. „Ich weiß, wer den Holocaust als PR erfunden hat“

    „Zu kritisieren ist die geschichtliche Beurteilung Jebsens in ihrer Formulierung derweil aber allemal.“

    Ähm – nein. Da gibt es überhaupt nichts zu kritisieren – allenfalls Nachfrage wäre statthaft.

    Ich verstehe selbst ohne Zusammenhang den Satz so, das jemand den Fakt, die Tatsache Holocaust propagandistisch oder/und PR mäßig ge oder mißbraucht. Aus der Grammatik und Semantik lässt sich die Leugnung des Holocaust einfach nicht herauslesen oder ableiten.

    Denn, bei „ich weiß wer den Holocaust“ steht dieses Wissen sowohl für/über den Holocaust, als auch für/über das Wissen der Person. Eindeutig auch „als PR erfunden“ was eine klare Aussage darstellt, da sich erfunden auf PR bezieht.

    Habe nie verstanden wie man daraus so ein Bohei machen kann. Ich hätte gesagt: Lernt mal deutsch ihr Schwachmaten und versucht es mal mit Geist und Wissen solltet ihr zufällig mal in Genuß selbigen kommen.

  3. Die Verständlichkeit des Textes von Ramsis ist durch Vergenderung beeinträchtigt.
    Vielleicht macht Ramsis das aus jugendlichem Leichtsinn. Vielleicht auch aus Berechnung, weil das bei solchen wie Reinhard Meys Annabelle zum Ziel führt.

  4. Die „Linken“ treiben die Massen den „Rechten zu. Dann muss alles pro amerikanische und die CDU und Merkel als „Links“ angesehen werden. Eine längst überfällige Kritik des Islam bleibt aus. Der Islam ist eine Sekte welche alle unsere demokratischen Werte und die Menschenrechte verachtet. Viele Menschen in Europa lehnen den Islam ab und wollen diese „Islamisierung“ nicht. Vielleichts ist es ja einfach das?

    Lesen sie mal die 10 Gebote, und wir wissen das Gott gesagt hat „Wer nur einen Buchstaben davon ändert, der sei für immer und ewig verflucht und wird nicht in den Himmel kommen“

    Wenn der Koran dann sagt „Für den Dschihad darfst du töten, lügen und betrügen, es ist die größte Tat die du Allah erweisen kannst“ so können wir Christen Allah nur als Satan die große Schlange und den Islam als Teufelsanbetung ansehen, da hier 3 der 10 Gebote Gottes gebrochen werden.
    Es ist auch kein Wunder das Allah den Muslimen nicht versprechen kann das sie in den Himmel kommen, denn diese Entscheidung trifft nicht Allah sonder JWHW.

    Es ist kein Wunder das viele Menschen den Islam ablehnen:
    https://www.youtube.com/watch?v=PAJz0EDOx60
    https://www.youtube.com/watch?v=ctqXP-WWEVI
    https://www.youtube.com/watch?v=TwIJdy1-eR8
    https://www.youtube.com/watch?v=XOdnQUf5C5o
    https://www.youtube.com/watch?v=XIaLZ7zYZyk

    • Ich habe mir nur den letzten der fünf Links angesehen.
      Das Bild bei 6:06 hat mich an den Pfaffenspiegel erinnert, denn dort steht geschrieben, dass Maria Magdalena von Pazzi gesagt habe „Das ewige Wort ist in dem Schoße des Vaters unermesslich groß, aber in Mariens Schoß ist es nur ein Pünktchen. – Deine Größe ist unergründlich und Deine Weisheit unerforschlich, mein süßer, liebenswürdiger Jesus!“.

    • Eiszeit sagt:
      Lesen sie mal die 10 Gebote, und wir wissen das Gott gesagt hat „Wer nur einen Buchstaben davon ändert, der sei für immer und ewig verflucht und wird nicht in den Himmel kommen“

      Hat Gott das wirklich gesagt? Gibt es davon eine Tonaufzeichnung?
      Will er mich wirklich auf immer und ewig verfluchen, falls ich einen Buchstaben in einem Text ändere?
      Das hört sich für mich genauso schlimm an, wie der zitierte Korantext.
      Religionen dienen, meiner Ansicht nach, nur dafür Menschen zu spalten.
      Wir sollten endlich aufhören mit: „Mein Gott ist besser als Deiner“

    • @ Eiszeit, Michael

      Der Schreiber hat „Wer auch nur eines der kleinsten Gebote auflöst, und dieses lehrt, soll im Königreich des Himmels der Kleinste genannt werden.“ geschrieben. Dazu passend bekam Schaul, Saul oder Saulus, der das tat, schon auf Erden den Namen Paulus, was der Geringe oder der Kleine heißt.

  5. Zu Broder und Jebsen:
    Henryk Broder wird überschätzt, – vor allem von sich selbst. Sein „Werk“ zeugt davon, daß er eklektischer Nachahmungstäter mit Anflügen grandioser Selbstüberschätzung ist, siehe z.B. die „Achse des Guten“, eklektisch sein Vorbild Busch nachahmend, und „Kritik der reinen Toleranz“, sich als Philosoph neben Kant stellend.

    Eklektisch auch sein Anti-Antisemitismus. Wie sein Vorbild Busch die Verschwörungskeule, so schwingt er „seine“ Keule, von Alfred Grosser als „moralische Auschwitzkeule“ kritisiert, da er die Gleichsetzung der Kritik an Israel mit Antisemitismus für unehrlich hält.

    Ken Jebsen wird unterschätzt,- vielleicht auch von sich selbst, während die Breite des politischen Spektrums versucht, ihn in ihrem obsoleten Links-Rechtsschema zu verorten, welches sich so bewährt hat beim Fraktionieren und Frakturieren im Dienste des Ausgrenzens und des Teilens und Herrschens. Ich meine in Jebsen (auch) einen Frommianer, einen radikalen Humanisten zu erkennen. Und so geht es vielleicht auch Daniele Ganser, Eugen Drewermann und anderen.

    Zum Artikel allgemein:
    Links-Rechts ist obsolet, ebenso wie Populismus/populistisch und Elite nicht nützlich sind, ob rechts oder links. Nach all dem Fraktionieren und Frakturieren bleibt am Ende der Mensch in der Mitte, zu dessen Vorteil es wäre, wenn Wirtschaft und Staat/Nation/Region, Geld und Recht, für ihn und jeden gleichermaßen da wären, nicht umgekehrt! Wenn das lokal und regional real ist, dann wird das auch global real werden. „Small is Beautiful“. Wirtschaften und Politik machen, als ob der Mensch zählt.

    Revisionismus.
    Jeder Schüler einer Klassenfahrt wird einen anderen Aufsatz schreiben, obgleich alle auf der selben Klassenfahrt waren. Das englische Wort „History“ wird leicht zu „his story“. In der Tat ist Geschichte nichts anderes als „seine Geschichte“. Und „seine Geschichte“ ist zu oft die Geschichte der Mächtigen. Das ist dann so, als ob es für den Klassenlehrer eine „reale“ Klassenfahrt gibt, und er es bei Strafe verbieten kann, einen von der „realen“ Klassenfahrt abweichenden Aufsatz zu schreiben.
    Jede Geschichte sollte ohne Verbote oder Ausgrenzung untersucht werden dürfen, eben weil jeder eine andere Geschichte erlebt und erzählt, und weil das somit zum wissenschaftlichen Handwerk gehört. Das Prinzip, daß jede Meinung geäußert und kritisiert werden darf, sollte immer und überall gelten. Ansonsten sind wir im Mittelalter und schwingen die Keule wie Broder und Bush.
    Kritisch zu sehen ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, daß Archive selbst Historikern jahrzehntelang verschlossen bleiben.

    Antideutsche Kritik…
    übe ich als jemand, der in Amerika, Frankreich, Holland und Deutschland aufgewachsen ist und mehrere Jahre in England und Asien gelebt hat.
    Ich übe aber auch Kritik an allen anderen (genannten und nicht genannten) Ländern. In allen Fällen oft auch aus der Sicht des jeweils anderen Landes.
    Diesen Teil habe ich nicht verstanden. Wo ist das Problem?

    Schreibe des Autors.
    Er scheint die Schreibe der Linken der 60er zu kritisieren. Wenn das so ist, dann mit Recht. Allerdings ist seine Schreibe wirklich für die „Arbeiterklasse“???

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