Antikriegstag: Rede von Bernhard Trautvetter (DGB Essen und Essener Friedensforum)

Eine Rede von Bernhard Trautvetter, auf einer Veranstaltung des DGB Essen und des Essener-Friedensforums, am 30.8.2018 zum Antikriegstag [1. September 2018].

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich begrüße Euch herzlich zu unserer Antikriegstags-Veranstaltung in bedenklicher Zeit.

Ich beginne mit dem, was ich nicht sagen werde:

Unsere Wegbereiter fanden sich vor 85 Jahren teilweise in KZs wieder und in Anlehnung an Martin Niemöllers Text gilt heute, zumal Menschen über Straßen gejagt werden, weil sie fremd aussehen: Zuerst verfolgten sie die, zu denen ich nicht gehörte. Als sie mich verfolgten, war keiner mehr da, der protestieren konnte.

Ich sage auch nichts dazu, dass die Gewerkschaften und die Friedensbewegung eine lange gemeinsame Geschichte haben, die teils über den ersten Weltkrieg hinaus in die Vergangenheit greift. 1912 warnten Gewerkschaftler, Linke und Pazifisten vor einem in den Abgrund rollenden Lastwagen, den wir mit unseren Seidenfäden aufhalten müssten.

Ich zitiere hier allerdings den damaligen DGB-Vorsitzenden Heinz Oskar Vetter, der uns  am Antikriegstag 1981 in Düsseldorf aufforderte: „Laßt uns überall in der Welt Dämme gegen jede kriegerische Politik bauen.“ Wir beziehen uns in diesem Zusammenhang immer auf Willy Brandt’s Satz „Ohne den Frieden ist alles nichts.“

Dieser Satz begleitet uns, wenn wir uns gegen die Militarisierung der nationalen und internationalen Politik und für Verhandlungslösungen im Rahmen des Völkerrechts statt des Unrechts des Stärkeren engagieren.

Bertha von Suttner’s allerletzter Satz, ehe sie nicht mehr atmete, stimmt im Atomzeitalter mehr noch als zu ihrer Zeit: „Die Waffen nieder! – sag’s vielen – vielen.“

Das gilt auch für Waffen, die streng genommen keine sind. Waffen sind Mittel zum Angriff oder zur Verteidigung. Die heutigen Wasserstoffbomben sind demgegenüber Mittel für Selbstmordattentäter, die die gesamte Menschheit mit sich ins Inferno reißen können.

Auch die Information ist ein Instrument, das zur Zerstörung missbraucht werden kann. Die Nato spricht dann von Informationskrieg oder psychologischen Operationen. Hier ein Beispiel, wie sie uns für ihre brandgefährliche Strategie zu gewinnen versuchen: Am 8.10.2015 las man in der Bildzeitung: „Die Nato ist schwer besorgt über den immer aggressiveren weltpolitischen Kurs Moskaus. … Das Bündnis will seine Nuklearstrategie anpassen. Dabei dürfte es unter anderem um ein modernes Arsenal und möglicherweise sogar um eine Atomwaffenaufstockung gehen… .“ Der Beschluss über die Weiterentwicklung der Nuklearrüstung fiel Jahre zuvor auf dem Nato Gipfel im Mai 2012, und er hatte weder etwas mit Syrien, noch mit der Krim zu tun, auch wenn die Nato immer so tut, um uns für ihre Eskalation zu gewinnen.  Das Gut-Böse-Schema geht in einem Fort eindeutig gegen den Osten. Vergessen, dass die meisten und massivsten Völkerrechtsbrüche seit dem Ende des kalten Krieges von Nato-Staaten ausgingen.

Die Ukraine und die Krim werden auch zum Kronzeugen für ihre Aufrüstung missbraucht. Die Nato bräuchte weit mehr als das derzeitige Vierzehnfache der russischen Militärausgaben. Wenn sie die Krim zur Wegscheide nehmen, blenden sie z.B. den vorher gehenden Rechtsbruch bei der Installierung einer pro-westlichen Regierung ebenso aus, wie die gewaltsame Besetzung Nordzyperns durch die Türkei.

Genau diesen Propaganda-Trick wenden auch die Dokumente an, die der nächsten Konferenz der Kalkarer Nato-Strategie-Schmiede Joint Air power Competence Centre in sechs Wochen in der Messe Essen zugrundeliegen. Die Strategen sprechen von einer russischen Invasion in die Ost-Ukraine, seit die Nato ihre Vorne-Präsenz direkt an der russischen Grenze mit tausenden Soldaten verstärkt habe.(1) Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa widersprach der Nato und der pro-westlichen Übergangsregierung der Ukraine in diesem Punkt schon vor vier Jahren.(2)

In der Eskalationspolitik spielt die Luftleitzentrale der Nato, wo die Strategieschmiede Joint Air Power Competence Centre stationiert ist, eine Schlüsselrolle im Konzept, das sie C2 nennen – es steht für die englischen Worte Kontrollieren und Kommandieren. Das macht die Zentrale Kalkar auch für das Baltikum. Dazu schreibt die NRZ [vom 31.8.2018]: „Deutsche überwachen … Nato-Grenze…  Deutschland übernimmt die Aufgabe zum zehnten Mal. … Im Zuge der Nato-Luftraumüberwachung des Baltikums kam es …zu einem … Zwischenfall: Ein …Eurofighter hatte Anfang August eine scharfe Luft-Luft-Rakete unbeabsichtigt im Luftüberwachungsgebiet … abgefeuert. Wo der Flugkörper niedergegangen ist und ob er explodiert ist, ist  … unbekannt.“(3)

Es ist nicht auszudenken, was aus solchen Missgeschicken nahe der Westgrenze einer Atommacht alles erwachsen kann. Die sogenannte gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der europäischen Nato-Staaten erweist sich als ein Tanz auf dem Pulverfass an den Fundamenten der Zivilisation.

Es kommt noch krasser:  Zu den seit der Krim legitimierten militärischen Handlungen gehört der Plan, von Nato und EU, innerhalb Europas schnell Truppen und Militärgerät dahin zu transportieren, wo sie eingesetzt werden sollen. Angesichts der Spannungen im Verhältnis zu Russland schlägt die EU-Kommission vor, innerhalb der nächsten zehn Jahre 6,5 Mrd. Euro in panzertaugliche Verkehrswege zu investieren(4); das gilt für Brücken, Straßen und Bahnstrecken. Die EU-Kommission spricht von „Militärischer Mobilität“.(5)

Das vor zwei Jahren von der Bundesregierung beschlossene „Konzept Zivile Verteidigung“ umfasst Vorkehrungen für den Fall eines konventionellen Krieges, eines Atomkrieges, eines Krieges mit biologischen und chemischen Massenvernichtungsmitteln und eines Cyberkrieges. Derartige Szenarien offenbaren uns die Gefahr. Es gehört zu den Wahrheiten des  Lebens, dass sich im Falle eines nuklearen Infernos für die nächsten einhunderttausend Jahre niemand mehr in unserem Land blicken lassen dürfte. Schon im Falle eines konventionellen Krieges wäre diese Gefahr konkret, alleine im Angesicht der über sechzig Nuklearanlagen im Atomland Deutschland.

Trotzdem will man mit einer sogenannten proaktiven Informationsstrategie die Bevölkerung auf mögliche Gefahren und Bedrohungen sowie ihre möglichen Konsequenzen für den Staat und die Bevölkerung vorbereiten, wie Seite 16 des Konzeptpapiers besagt.(6) Dazu gehört ein Massenanfall von Verletzten, das Konzept der Bundesregierung nennt es „MANV“.(7)

Die Konferenz der Nato-Militärs in sechs Wochen in Essen wird im Forum zwei die Fragen thematisieren, ob die Nato die Haltung und Bereitschaft hat, in Englisch heißt das „Mindset“.

Nach Website der einladenden Strategieschmiede aus Kalkar gibt es eine Aversion gegen das Auftreten von vielleicht sogar vielen Opfern(8), die in die Psyche der Bevölkerung und des Militärpersonals eindringt, sodass es darum gehe, die Bevölkerungen neu zu orientieren, in die Richtung der Kernaufgaben der Nato.

Die Konferenz, die dies verhandelt, tagt unter dem Titel „Der Nebel des Tages Null – Luft und Weltraum an der Frontlinie“.(9)  Angesichts der europäischen Industrielandschaften würde ein Kampfgeschehen im gesamten Gebiet Europas einen Nebel der Unbewohnbarkeit hervorbringen. Beim GAU in Tschernobyl war nur ein Teil der Reaktormasse freigesetzt worden und hat noch tausende Kilometer vom Reaktor entfernt Versuchung bedeutet.

Wir engagieren uns gemeinsam gegen den Wahnsinn, die nukleare Verseuchung inkauf zu nehmen  und dafür, dass es Frontlinien nicht mehr gibt.

Unser aller Leben hängt davon ab, dass wir es zu einem solchen Nebel nicht kommen lassen. Solche Tagungen wie die nächste Essener Nato-Konferenz, die für die Politik der Nato insgesamt stehen, gefährden den Frieden, untergraben das friedliche Zusammenleben und damit das Leben der Völker und sie sind somit zu verbieten. Die Nato, aber nicht nur sie, sondern die mit ihr kooperierenden EU-Militärpakt-Strukturen und damit auch die Militäreinrichtungen der Mitgliedsstaaten erweisen sich als Einrichtungen, die den Überlebensinteressen der Menschheit im 21. Jahrhundert widersprechen. Die Friedensbewegung nimmt diese Tatsache nicht hin. Die nächsten Möglichkeiten, sich an den Aktionen dagegen zu beteiligen, sind im Großraum Rhein-Ruhr am 3.10. in Kalkar und am 6.10. in Essen.(11)

Quellen

(1)  https://www.japcc.org/wp-content/uploads/JAPCC_Read_Ahead_2018.pdf

(2)  http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/09/65820/

(3) NRZ vom 31.8.2018

(4) http://www.fnp.de/nachrichten/politik/EU-will-fuer-6-5-Milliarden-panzertaugliche-Strassen-bauen;art46560,3009406

(5)  https://ec.europa.eu/transport/sites/transport/files/2018-military_mobility_action_plan.pdf

(6) https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/bevoelkerungsschutz/konzeption-zivile-verteidigung.pdf;jsessionid=9671A38DD5435B5FBAE027425754B837.1_cid364?__blob=publicationFile&v=1

(7) ebenda, S. 14

(8)  https://www.japcc.org/conference/conference-topics/

(9) ebenda

(10) ebenda, S. 83 ff.

(11) https://www.japcc.org/conference/conference-topics/ und http://www.no-natom-krieg.de/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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43 Kommentare zu: “Antikriegstag: Rede von Bernhard Trautvetter (DGB Essen und Essener Friedensforum)

  1. „Think again, sunshine!“

    ************************

    Warum Postmodernismus und Neomarxismus eine Gefahr sind und warum deren Verfechter nicht einhalten, was sie selber predigen:
    Jordan B Peterson on „But That Wasn’t Real Communism, Socialism, or Marxism!“

    Professor Jordan B Peterson on the rise of modern leftism and their failure to practice what they preach.

    Sorry, leider nur auf Englisch.
    Eine Übersetzung würde sich mehr als lohnen.

    https://www.youtube.com/watch?v=HXBjVau1w7Y (7 Minuten)

    ************************************

    Und das hier empfehlenswert für des Englischen mächtige Mitleser. Oh. Habe ich jetzt „geworben“?
    Asche auf mein Haupt.

    https://www.youtube.com/watch?v=wLoG9zBvvLQ (43 Minuten)

    • ich wollte schreien: Und auch das hier ist empfehlenswert für des Englischen mächtige Mitleser.

      An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich KenFM dafür danken, daß tatsächlich auch durchgehend
      Beiträge von Menschen publiziert und stehengelassen werden, die nicht dem entsprechen, was ich als die
      Hauptagenda von KenFM bezeichnen würde.

      Vielen herzlichen Dank dafür!!!

      Hier ist die Fortsetzung von „Think again sunshine.“
      13 Minuten. Mein Lieblingsvideo 😉

      https://www.youtube.com/watch?v=TaAA_jkkkpU

      Und jetzt noch allen Beteiligten, Gebeutelten und Mitgenommenen einen schöne Tag.

  2. Okay, hier wird für ein Video geworben, in dem eine Person entwürdigt und widerlich genannt wird.
    Im Video erheben Demonstranten sich über Andersdenkende und bezeichnen sich (alleine) als ‚Wir sind das Volk‘. Die umgekehrte Deutschlandfahne kommt wiederholt im Film vor, das ist ein Symbol von Reichsbürgern, die das Grundgesetz und damit die Grundrechte und damit die Würde des Menschen als Grundlage ablehnen. Die tun das, weil Hitler sich der Verantwortung durch Tod entzogen hat für das, was seine verbrecherische Politik angerichtet hat, von der sich dieses Land immer noch nicht erholt hat. Die Staatsführung des Nazi-Reiches konnte zum Kriegsende in keinem Dokument mehr dem Zustand Ausdruck verleihen, den sie angerichtet hat. Und dann noch führenden Politikern dieses Landes, die ich mit validen Argumenten kritisiere, zu unterstellen, sie hätten Bürgerkriegspläne, das ist Volksverhetzung. Und das alles unter meinem Text, der mit dem Bild aufmacht ‚NO WAR‘! Zu diesen Worten stehe ich. Von vielem hier kann ich mich nur distanzieren, denn ich will leben.

    • „Die tun das, weil Hitler sich der Verantwortung durch Tod entzogen hat für das, was seine verbrecherische Politik angerichtet hat, von der sich dieses Land immer noch nicht erholt hat.“

      Diesen Satz habe ich überhaupt nicht verstanden.

      Die Reichsbürger tragen eine umgekehrte Fahne, weil Hitler sich umgebracht hat?
      Und inwiefern hat sich Deutschland von der Nazi-Politik nicht erholt?

      Ich stamme aus einer deutsch-jüdischen Familie, die nach dem Krieg so pragmatisch war und einfach miteinander gelebt hat, vielleicht weil keiner gefragt hat, vielleicht weil die alle nur leben mussten oder wollten. Ich weiß es nicht so ganz genau, es wurde auf beiden Seiten nicht viel geredet. Mir schienen die allesamt nicht mehr oder weniger glücklich zu sein als andere. Das waren Ingenieure, Grafiker, Krankenschwestern, Hausfrauen einer ist sogar konvertiert und wurde Pfarrer. Die waren sicher von der Nazipolitik nicht erholt. Nie. Aber heute? Ich glaube, da machen Sie sich einfach nur wichtig, wenn Sie von dem Ruhm der Opfer was abhaben wollen.

      Nazi-Zeit, das war eine ganz andere Hausnummer und es ist eine Frechheit gegenüber den damals Lebenden und der Getöteten, sich heute in diese Reihe zu stellen.

      Aber deren Leben hat einigermaßen funktioniert, ohne Schuldkult und ohne Überlebensschuld, weil nur so das Zusammenleben einigermaßen auszuhalten ist. Meine Oma mütterlicherseits wollte nie wissen, wo mein Opa väterlicherseits im Krieg so überall war. Heute sind alle tot. Und wir als Nachgeborene müssen unser Leben leben, was nützt mir dieser permanente Nazi-Vergleich? Null. Hitler? Vollspast, aber nur ein Miet-Honk des Imperiums. Was soll ich mich als Deutscher heute geißeln, weil die Briten einen Öschi angeheuert haben (1923 nach dem Rapalloabkommen), um ihr aus dem Ruder gelaufenes Kommunisten-Experiment in Russland einzukassieren?

      Meine Güte, Sie und Ihre Friedendbewegung machen doch dieses Reichbürger-Gschwerl erst richtig groß und wichtig, indem Sie ausgerechnet an diesen Fuzzis die große Welterklärung aufhängen. Dieses paar Freaks am Arsch der Welt, die schweigt man tot, mehr ist das dochnicht wert. Wen kümmern Reichsbürger?
      Aber wenn man als Linker keine Gegner mehr hat, dann quatscht sie man sich her.

    • Lieber Gloucester,
      es ist in der Tat die Frage, ob Nichtbeachtung von menschenfeindlichen Bestrebungen mehr zur Zukunft des Lebens beiträgt. Ich gehe auch lieber in die Richtung, das, was aus meiner Einsicht eine zukunftsverträgliche Vision ist, positiv zu gehen. Dann lese ich aber unter anderem Nato-/Bundeswehr…-Papiere, gegen die ich mich engagiere. In der Tat würde ich lieber nur so etwas schreiben, wie John Lennon es mit ‚Imagine‘ geschaffen hat, oder Jesus mit der Bergpredigt, oder all die anderen großen Visionäre. Aber ob es zu verantworten ist, aufstrebende Gefahren durch Nichtbeachtung sich selbst zu überlassen? Ich fange an, daran zu zweifeln. WIr sollten jedenfalls in der Tat mehr darüber sprechen, welche Visionen und Motive im Sinne des Über-Lebens wir stärken können, sollten und aus Verantwortung für das Leben auch müssten. Denn die Herrschenden freuen sich, wenn Kräfte, die gegen sie stehen könnten, ihre Energie aufeinander richten.

    • Oha, da schwimmen jemandem offenbar die Felle davon. Mir ist es jetzt schon fast peinlich, mitzuerleben, wie hier so gut wie alles bestätigt wird, was ich über Gutmenschen zusammengetragen habe.
      Erstens der Versuch, jene, die anders ticken als man selbst, zu Unmenschen zu machen und sich von ihnen zu distanzieren, denn jene wollen ja offenbar gar nicht leben, wohl aber der gute Herr T.
      Zweitens durch den Verweis auf A.H. und die Verklammerung der Inhalte des Videos sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch, drittens, wieder ein Ablenkungsversuch, mit Reichsbürgern (völlig mißverstanden, Herr T. was jene wirklich wollen. Nichts kapiert. Die Reichsbürger haben nicht das geringste mit A.H. oder mit Faschismus zu tun. Ganz im Gegenteil, Informieren Sie sich mal.)
      Viertens diese pathologisch-selektive Wahrnehmung auf das Schlechte und darauf, was man jenem Video wohl irgendwie zum Vorwurf machen könnte. Und dabei gab es so viel Anderes und so viel Gutes auf diesen 27 Minuten zu sehen. (Und damit meine ich nicht das Absingen der Nationalhymne ganz am Ende, was mich persönlich eher abgestoßen hat.)
      Fünftens das, was ja auch schon Ihre Mutti zu den Vorgängen in Chemnitz gesagt hat und ihre Schergenriege in den Hofberichterstattungsmedien gebetesmühlenartig kolportieren läßt: den Vorwurf der Volksverhetzung.
      Was suchen Sie hier auf KenFm, wenn Sie noch nicht erkannt haben, daß die Migrationsagenda unter anderem auch das Ziel hat, Chaos zu schaffen und bürgerkriegsähnliche Zustände zu erzeugen, damit der Überwachungsstaat verschärft, Bundeswehr gegen Bürger eingesetzt werden und der Notstand ausgerufen werden kann, damit diejenigen, die sich als das Volk verstehen, das schon länger hier lebt, noch leichter unterdrückt und irregeführt werden können?
      Sechstens ist es auf auf diesem Portal gang und gäbe, auf Videos und Berichte aus dem alternativen Milieu hinzuweisen und das habe ich ganz unten getan durch die Verlinkung einer anderen Perspektive auf die Vorgänge in Chemnitz seitens von Nikolai Nerler, auch genannt der „Volkslehrer“.
      Hier zeigen sich erneut die Gitterstäbe des in der antikapitalistischen Agenda eingesperrten Gutmenschen, der solche Hinweise nur noch durch einen längst negativ konnotierten Begriff benennen kann und somit versucht, diesen Hinweis gleich von vornherein in den Dreck zu ziehen: als Werbung. Oh, da macht jemand Werbung. Lassen Sie sich nicht manipulieren, denn das ist es, was Werbung tut! Vorsicht, hier wirbt jemand!
      Wenn Sie also nicht schon längst ein Agent des Mainstream sind, Herr T., dann verhalten Sie sich hier zumindest wie einer und ich finde nur noch jämmerlich, was Sie hier veranstalten. Sie hätten es sich einfacher machen können, indem Sie einfach mal einen Fehler eingestanden hätten.
      Aber auch die Unfähigkeit hierzu ist einer der Gitterstäbe, hinter denen ich Sie auf Zehenspitzen durch ihr unterbelichtetes Weltbild schweben sehe.
      Von dem, was Sie auf dieser Seite hier versucht haben, kann ich gar nicht anders, als mich vollständig zu distanzieren.
      Ihre Platte hat einen Sprung, Herr T. und es wiederholt sich ständig die gleiche Rille!

    • Mein Kommentar von 11:24 war gemeint als Erwiderung auf den Kommentar von 23:31.
      Da ist leider ein gewissen Zurückrudern und Einlenken dazwischengekommen und auch das gehört zum Gutmenschentum. Ich würde es eher als Ablenken bezeichnen. Es gibt keine Nachweise dafür, daß auf Deutschlands Straßen Menschen gejagt werden, weil sie fremd aussehen. Die Gründe liegen ganz woanders.

    • „Aber ob es zu verantworten ist, aufstrebende Gefahren durch Nichtbeachtung sich selbst zu überlassen?“
      Nein, das ist nicht zu verantworten, warum tun Sie es dann?
      Auch diese Weisheit wird leider nur auf das bezogen, worauf man focussiert.
      Fachblindheit wird das in der Wissenschaft genannt. Fachidiotentum.

    • Ja, KenFM ist ein Forum des Diskurses. Im Diskurs kann jede/r bereichert werden. Niemand muss Angst um seine Felle haben.
      Es mutet allerdings seltsam an, wenn jemand gegen den Mainstream der Eliten ist und gegen den Marxismus. Gegen den waren schon Kaiser Wilhelm mit den Sozialistengesetzen, Hitler mit seiner Rede vor dem Industrieclub Düsseldorf und dem Mord am KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der in seinem Lebensende Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg folgte, die auch ermordet wurden. Dann war das KPD-Verbot, das die Bundesregierung unter Konrad Adenauer u.a. so beantragte: Es gehe gegen die „Lehre des Marxismus-Leninismus-Stalinismus als ideologische Zielsetzung der KPD.“ Dann die Berufsverbote der 70er Jahre,…
      Der Videolink passt in die Reihe des bürgerlichen Antikommunismus, zu dem ich bei Rubikon den Artikel ‚Die Gespensterdebatte‘ geschrieben habe (24.4.2019). Es ist ganz normal, dass diese Kräfte einen Papiertiger aufbauen, weil sie nicht verstehen, und dann kommt Hau drauf in allen Formen, die die Geschichte kennt, auch in den USA mit dem Beispiel des McCarthyismus u.a. gegen Bert Brecht, Thomas Mann, Oppenheimer,… Wen Rulais Link dann noch so tut, als seien Frauenbewegte nicht gegen Saudi-Arabien, sind wir direkt erkennbar im Bereich der Fake-News.
      Rulais Frage, zur Nichtbeachtung von Gefahren hat auch einen wiederkehrenden Irrtum zugrunde: Die Friedensbewegung hat von Anfang an gewarnt, die Angriffskriege der USA lösen eine Vielzahl an Leid und weiterer Gewalt aus. Sie sind keine legitime Aktion, sondern werden die Tragödien verintensivieren. Wir setzen nicht erst an den Konsequenzen dieser Verbrechen an, die in den Flüchtlingsschicksalen zum Ausdruck kommen, sondern in deren Ursachen,. ohne deren Beseitigung wir nicht klar kommen werden. Fatal und logisch, dass die AfD diese Politik mitträgt, wie Herr Lucassens (Verteidigungspol. Sprecher) Äußerung zeigt: Auslandseinsätze sind gut, wenn „wenn sie den deutschen sicherheitspolitischen Interessen dienen“; passend das Abstimmungsverhalten der Partei im Bundestag etwa bei ‚Auslandseinsätzen‘ in Dafur, Somalia und Süd-Sudan.
      Ich greife meinen Anfang in diesem Kommentar von mir hier auf: Ich verurteile nie Personen, ich kritisiere nur Worte und Taten. Zum Gutmenschen wiederhole ich mich nicht, dazu habe ich schon gesagt, wie sich der Begriff und seine Benutzung einordnet.

    • Ich erfahre Sie im Moment als überfordert, Herr T.
      Machen Sie mal ne Pause.
      „Rulais Frage, zur Nichtbeachtung von Gefahren hat auch einen wiederkehrenden Irrtum zugrunde:“

      Diese Frage habe ich aus Ihrem eigenen Kommentar zitiert.

      Gehen Sie jetzt auf sich selber los?

      Lassen wirs gut sein.

    • Mensch Rulai, sie seltsame Tröte, wie können Sie nur kein Marxist sein?
      Das ist hier doch Portalsräson!
      Nur dass das bisher keiner so deutlich ausposaunt hat.

    • Zum „wiederkehrenden Irrtum“: Einfach mal meinen darauf folgenden nächsten Satz lesen! Ich hatte da einen Doppelpunkt gesetzt. Das hätte helfen können. Das kann immer noch helfen. MAn soll die Hoffnung nie aufgeben.
      Ansonsten: Das mit der Überforderung sei geschenkt. Auch die Reaktionen auf die Warnung vor dem Marxismus. Ich gehe auf niemanden los. Wir lassen es jetzt am besten gut sein. Gute Idee!

  3. „Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben.“ (zit. nach publicomag Punkt com)

    Wer hat es gesagt? Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen.

    Das System kann seine Märchen keine Woche mehr aufrecht halten.

    Gibt es zu dem kontrafaktischen Bashing Deutschlands, welches die Kanzlerin auf dem Kerbholz hat, keinen Straftatsbestand? Was passiert eigentlich, wenn der Kanzler seinen Eid verletzt, Schaden abzuwenden?

    Bei uns ist die Ricke zum Gärtner gemacht worden. Auch nicht besser.

    • Denn Begriff „Hetzjagd“ war von bestimmten Medien in’s Spiel gebracht worden.
      Bildzeitung mach Schule!
      Einige Medien distanzieren sich auch davon.

      Warum die „Freie Presse“ nach den Ausschreitungen vom Wochenende den Begriff Hetzjagd nicht verwendet.

      Die Ereignisse in Chemnitz werden deutschlandweit und darüber hinaus mit dem Label Hetzjagd versehen. Wir, die Redaktion der Freien Presse, haben uns bewusst entschieden, für das Geschehen am Sonntag von Anfang an den Begriff Hetzjagd nicht zu verwenden, weil er aus unserer Sicht nicht zutrifft. Wenn aus dieser Differenzierung interessierte Gruppen und Medien nun ableiten, es sei alles halb so schlimm gewesen oder eine große Erfindung, dann ist das weder in unserem Sinne noch entspricht es der Wahrheit.
      Es gab aus der Demonstration heraus Angriffe auf Migranten, Linke und Polizisten. So wurde Menschen über kurze Distanz nachgestellt. Insofern wäre der Begriff „Jagdszene“ noch gerechtfertigt. Eine „Hetzjagd“, in dem Sinne, dass Menschen andere Menschen über längere Zeit und Distanz vor sich hertreiben, haben wir aber nicht beobachtet. Wir kennen auch kein Video, das solch eine Szene dokumentiert.
      Wir wissen mittlerweile, dass es am Abend und in der Nacht nach der Demonstration Angriffe auf Migranten gegeben haben soll. Der Polizei liegen dazu jedenfalls mehrere Anzeigen vor. In diesen Fällen waren wir nicht Augenzeugen.
      Der offen zu Tage getretene Hass, der die Proteste auf den Straßen in Chemnitz am Sonntag begleitet hat, war schrecklich genug. Er bedarf keiner Dramatisierung.

      Torsten Kleditzsch, Chefredakteur (30.08.18)

  4. „Du sollst deinen Selbsthass nicht auf andere projezieren…“ .
    Man Trautvetter hauen sie ab mit den ollen Kamellen. Kommen sie aus ihrem Elfenbeinturm und schnuppern sie mal wieder Realität. Trautvetter sie sind raus.
    Bei den Genossen der Bosse was über NATO und KZs erzählen, haben sie dafür Geld bekommen? Kein Wunder das keiner mehr zur Gewerkschaft will.
    Ich dummer Goi hab andere Probleme als mir im 79. Jahr nach Kriegsbeginn immernoch dieses Geseier reinzuziehen:

    Ich fühle mich immer fremder in meinem Land, es wird zunehmend aggressiver, aber von der selbsternannten Linken und nicht von den hauptsächlich friedlichen sogenannten Rechten. (Die Polizei ist wie in Chemnitz wegen der Gegendemos da und nicht wie am ersten Mai wegen der Demonstranten.) Die Versprechen der links-sozialen-Mittepolitik werden nicht eingelöst, dafür werde ich von denen immer weiter Enteignet und bevormundet und überwacht. Die Infrastruktur zerfällt und das Bildungsniveau sinkt stätig.
    Danke Herr Trautvetter für nichts. Machen sie ne Therapie gegen Autoaggression oder seien sie als gutes Beispiel ihrer Antideutschen Weltanschauung endlich mal konsequent, stellen sie sich an die Klippe. Sie wissen ja, mit dem ersten Schritt fängt es an.

    An Ken Jebsen: Weniger war mehr.

    • Denkspruch an der Stelle, wo Daniel H ermordet wurde:

      „Es ist schon bemerkenswert, dass die Tatsache, dass gegen Mord und Totschlag demonstriert wird,
      grössere Empörung auslöst, als Mord und Totschlag selbst.“

    • Die Information Rulais über Empörung als Denkspruch ist als konstruktive Anregung bedeutsam. Wenn sich damit zwischen Zeilen verbindet, dass Menschen, die Kritik an Ereignissen üben, über Demonstrationen empört sind, dann ist das eine Unterstellung.
      Nicht nur die herabwürdigende Frage von Irgend Jemand, ob ein Andersdenkender für seine Beiträge Geld bekommt, offenbart eine Unwilligkeit, sich konstruktiv auseinanderzusetzen.
      Hier will jemand auf der Grundlage weiter diskutieren, dass ich den Mund als Autor beschnitten oder verboten bekomme. Interessante „Diskussions“-„Kultur“. Wenn das um sich greift, dann gute Nacht.

    • Okay, hier wird für ein Video geworben, in dem eine Person entwürdigt und widerlich genannt wird.
      Im Video erheben Demonstranten sich über Andersdenkende und bezeichnen sich (alleine) als ‚Wir sind das Volk‘. Die Umgekehrte Deutschlandfahne kommt wiederholt im Film vor, das ist ein Symbol von Reichsbürgern, die das Grundgesetz und damit die Grundrechte und damit die Würde des Menschen als Grundlage ablehnen. Die tun das, weil Hitler sich der Verantwortung durch Tod entzogen hat für das, was seine verbrecherische Politik angerichtet hat, von der sich dieses Land immer noch nicht erholt hat. Die Staatsführung des Nazi-Reiches konnte zum Kriegsende in keinem Dokument mehr dem Zustand Ausdruck verleihen, den sie angerichtet hat. Und dann noch führenden Politikern dieses Landes, die ich mit validen Argumenten kritisiere, zu unterstellen, sie hätten Bürgerkriegspläne, das ist Volksverhetzung.

    • Sehr geehrter Herr Trautvetter,

      da wir nun direkt mit einander kommunizieren verlasse ich mein stilistisches Mittel und möchte die üblichen höflichen Geflogenheiten anwenden.
      Die Unterstellung des Rulai („Es ist schon bemerkenswert, dass die Tatsache, dass gegen Mord und Totschlag demonstriert wird, grössere Empörung auslöst, als Mord und Totschlag selbst.“)
      ist aber durch tendenziöse Berichterstattung über diese Episode in Chemnitz belegbar. Wer das anders sieht soll mir ein Beispiel aus den Massenmedien zur besten Sendezeit zeigen der diesen Satz in Klammern widerlegt.

      Würde es einen Herrn Trautvetter anstoßen, wenn ein sogenanter Rechter Geld von den Gewerkschaften bekäme, die meiner Meinung nach politisch neutral sein sollten, da sie Probleme von Arbeitnehmern vertreten, egal ob schwarz oder weiß, wenn dieser „Rechte“ über die Greuel der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung reden würde, die Millionen Russen auf dem Gewissen hat? Ich nehme es vorweg, sicherlich nicht.

      Sie brauchen sich um mich keine Sorgen machen, wie kontruktiv ich mich auseinander setze. Doch sind ihre Beiträge regelmäßig eingefärbt und wenig konstruktiv. Wenn sie sich also aufregen und wettern ist das in Ordnung, wenn das ein Abweichler macht nicht.
      Zur Kenntnis genommen.

      Das ist nicht das weswegen ich KenFM unterstütze.

      Und sie möchte ich nicht finanzell unterstützen.
      Sie vertreten eine auf Selbsthass und Selbstverleugnung aufgebaute Ideologie. Einer ist für sie wertvoller von je weiter er wegkommt. Ich soll ein schlechtes Gewissen haben für Dinge die andere getan haben, zu denen die damals genötigt wurden. Habe ich aber nicht.
      Ihr Weltanschauung ist für mich OK, jeder kann sich nur ein Bild aus dem machen, was er gelernt hat. Aber sie schauen nicht über ihren Tellerrand, verlangen dies aber von anderen.

      Die Diskussionskultur vor der sie warnen existiert bereits oder darf man offen sagen und diskutieren, dass die Gremien der jungen Sovjetunion zum Großteil durch Juden besetzt waren, das das Geld für die Revolution aus den USA kam? Wen ich Unsinn schreibe widerlegen sie mich gerne.

      Sie sind nicht auf einen meiner eindeutig sichtbaren Kritikpunkte eingegangen und unterstellen mir mangelnde Diskusionskultur…..

      Kultur ist im übrigen enthalten, die erste Zeile ist aus einem Antinazilied der Punkband „Die Ärzte“. Sollte man kennen.

      Also sie sind dran, gehen sie bitte auf die Kritik meines ersten Beitrages konstruktiv ein und wiederlegen mich.

      Nochmals zusammengefast:

      1. „Die Linken“ sind selbstzerstörerisch und wollen das alle anderen mitmachen. Wer anders denkt ist schlecht.
      2. Wir leben heute und haben andere Probleme, zum Beispiel, dass die Gewerkschaften eher mit den Bossen kuscheln als mit den Mitgliedern.
      3. Niemand kritisiert die Juden als Erfinder des Rassismus. Haben sie im Fernsehen mal von jüdischen Deutschen gehört, ich höre immer nur von deutschen Juden. Mal sind die Volk, mal Religion, wie es eben passt.
      4. Der vorletzte Abschnitt ist ja wohl eindeutig.
      5. Selbstmord für Afrika, machen sie doch einen Platz frei. Ich weiß, das Ökosysteme und darin existierende Gesellschaften nur begrenzt aufnahmefähig sind und auch das es zu Verwerfungen kommt, wenn Veränderung zu schnell geht.

      Wenn sie gut sind schaffen sie das ohne Moralkeule.

    • Ich bekomme hier kein Geld für mein Engagement, und beim DGB auch nicht.
      Ich trenne das Berufliche vom sozialen Engagement.
      Unterstellungen wie Autoagression und Selbsthass sind ein nächster Schritt weg von den Fakten.
      Es ist eine Sache der Kultur, dass wir uns um Inhalte in den Diskurs begeben. DA bin ich gerne dabei.

    • Irgend jemand, hallo. Ich mag, was Sie schreiben. Erwarten Siebitte vom Angesprochenen keinen sachlichen Austausch. Es wird nur Ideologie gepredigt.

  5. Der hier folgende Kommentar ist ziemlich off-topic und hat mit Herrn Ts Text nur soviel zu tun, als daß seine Eingangsbemerkungen mich in den Hintern gezwickt haben, denn was er hier kolportiert – Menschen werden auf den Straßen gejagt, und durch Verweis auf KZs weiß man auch gleich, wer das ist, der da jagt – und nicht etwa die arabischen Gangs – was hier kolportiert wird, das ist Mainstream-Propaganda pur.

    • Eine eklatante Fremdenfeindichkeit im Land werden Sie doch nicht anzweifeln?
      Das ist auch nicht neu. Bloß jetzt krakelt jeder Vollhonk ungehemmt seinen Dünnschis in die Welt.
      Nach einem Vorfall, so wie in Chemnitz geschehen, kann man doch nicht eine ganze Menschengruppe in Sippenhaft nehmen.
      Selbst wenn das vermehrt passiert, ist immer nur der Täter der Täter.
      Vielleicht sollten Sie doch mal zur Probe auswandern, auch wenn das Geld nicht vorhanden ist.
      Dann sehen Sie mal, wie es ist, sich in der Fremde zurechtzufinden und sein Leben zu organisieren.
      Könnte sehr hilfreich sein.

    • Eigentlich ist es ja schon wieder ulkig, dass zur Untermauerung der Behauptung, dass es keine Gewaltproblematik durch Ausländer gibt, zu allermeist das gleiche behauptet wird wie in mainstream-Quellen. Das BKA sieht keinen Anstieg und das Bundesinnenministerium schon mal gleich gar nicht. Die Kanzlerin wittert Nazis hinter Kritik…
      Gut, dann gehen wir wieder ins Bett und schnarchen den Schlaf der Selbstgerechten weiter.
      Ausgeblendet (und zwar völlig) werden die berichteten Einzelfälle in der Gesamtschau, denn dann würde sich ein differenziertes Bild ergeben. (Lassen wir mal die Dunkelziffer weg. Dazu gäbe es weit mehr zu sagen, aber man redet hier vermutlich mit den Blinden über Farben.)

      Es ist doch unstrittig, dass die meisten Ausländer vollkommen unauffällig sind.

      Aber wer sich der Mühe aussetzt, die Einzelfälle zur Kenntnis zu nehmen, dem sollte doch ein wenig mehr einfallen als auf diejenigen herunter zu sehen, die solche Taten schockieren und künftig verhindert sehen wollen.
      Denn erstens sind es in der Zahl erschreckend viele und in der Ausführung solche bisher kaum gekannter Brutalität und Enthemmung. Ich kannte bisher keine Häufung von Menschenschlachtungen in meiner Heimat. Oder habe ich etwas verpasst?

      Wie viele Messerattacken sind noch ok? Wie viele Vergewaltigungen muss man als offene Gesellschaft aushalten können?

      Es kotzt mich an, dass alte Männer erklären, dies sei irgendwie kein Thema. Für die Opfer ist es Thema. Und ich kann Ihnen versichern, dass dieses Thema die Opfer und ihr Umfeld den Rest des Lebens begleiten wird. Dies zumindest hat mir gegenüber eine Psychologin geäußert, die in Bereich der Traumatherapie arbeitet. Nur dem allergeringsten Teil der Opfer/Patienten gelingt eine Aufarbeitung oder wenigstens Verdrängung.

      Wer stellt sich also hier hin und sagt den Opfern offen ins Gesicht, dass man das aushalten können muss? Als Demokrat, Mensch?

      Frage nur deshalb, dass ich Bescheid weiß, wenn ich mal wieder mit einem Opfer (oder wie in meinem Fall mit der Familie) zu tun bekomme, dass ich dann politisch korrekt reagieren kann und denen die Welt erklären kann, dass das nämlich alles ganz anders ist und niemanden beunruhigen muss.
      Alles ganz normal. Das ist halt so, weil wir jetzt eine moderne Gesellschaft werden, da gibt es Brüche, Verwerfungen und jeder muss sich mit Opfern einbringen in den Prozess. Aber das alles führt hin zum Guten und deshalb ist es das alles wert.

      Denke, so kann ich das dann machen. Das wird ein Brüller, da wird mir der rote Teppich ausgerollt werden.

      Wann wird der noch so bemüht gute Mensch zu einer Gefahr für seine Umwelt?

    • Eine Gefahr für die Welt beziehungsweise für die Menschheit sind die, die die Militarisierung der Weltpolitik und die Spaltung der Menschheit in den Gesellschaften forcieren, während es des Gegenteils bedarf, um die Zukunftsgefährdungen zu lösen. Eine flankierende Gefahr sind die, die das aus der Wahrnehmung abspalten und sich dann nur zu den Konsequenzen äußern, zu denen die Tatsache zählt, dass wir weltweit zig Millionen Flüchtlinge – nach UNHCR waren es 2017 68,5 Mio. – zu beklagen haben. Sich nun ausschließlich über Gewalt sorgen, die von diesem Personenkreis ausgeht, ist Wirklichkeitsverneinung. Damit sage ich nicht, dass es da kein Problem gibt. Aber ich selbst wurde von einem Deutschen, der dann auch noch dem äußerlichen Ideal der Rassenkunde der Nazis entsprach, und seinem Freund mit einem Colt bedroht. Ich bin seither immer noch nicht gegen alle Deutschen. Auch nicht gegen jene, die so ähnlich aussehen, wie jener. Rassismus heißt, ich habe eine vielleicht sogar sehr pointierte Meinung über jemanden. Problem dabei: Ich kenne ihn gar nicht. Ich warte immer noch auf die Bewegung, die zumal nach den NSU-Morden und den Attacken auf Flüchtlingswohnheime gegen die Gewalt aufsteht. Sich eine Form von Gewalt herauszupicken, steigert die Konflikte nur. Auch auf Kosten jener, die in Ablehnung der abfällig „Gutmenschen“ Gennnten meinen, es besser zu wissen.

    • Der Schilderung Ihrer zu verurteilenden Begegnung mit einem Colt entnehme ich allerdings, dass Sie davon ausgehen, dass ich alle Ausländer ablehne, weil Sie ja in der Folge eben nicht gegen alle Deutschen sind. Impliziert das nicht den Vorwurf, ich wäre gegen alle Ausländer?

      Wollen Sie mich absichtlich falsch verstehen?

    • „Eine Gefahr für die Welt beziehungsweise für die Menschheit sind die, die die Militarisierung der Weltpolitik und die Spaltung der Menschheit in den Gesellschaften forcieren, während es des Gegenteils bedarf, um die Zukunftsgefährdungen zu lösen.“

      Die Spaltung der Gesellschaft ist ein unübersehbarer Fakt und wird gefördert.
      Warum wird nicht miteinander geredet? weil es nicht sein darf?
      Warum genehmigt man 2 sich gegenüberstehende Demos zeitgleich und in unmittelbarer Nachbarschaft?
      Das hat doch einen Grund.
      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das diese „Masche“ System hat.
      Leute beider Lager kommen zum Versammlungsort. (Protesttourismus)
      Der Pöbel „haut sich auf die Fresse.“
      V-Leute (vermutlich) in beiden Lagern, die von der Polizei getrennt werden.
      Die Demo ist dann irgendwann vorbei oder wird wegen Ausschreitungen vorzeitig aufgelöst und man fährt nach Hause. Feierabend!
      Das Drehbuch kann man bei Bedarf immer wieder benutzen.
      Ich weis nicht, warum das so wenigen auffällt?

  6. „War das jetzt schon wieder zu viel des Guten?“ schrieb Herr Bauer auf der Tagesdosis vom 30.8.
    unterhalb des Textes von B.Loyen (den ich sehr treffend und angemessen finde, bis auf eine winzige Kleinigkeit.)

    War das jetzt schon wieder zuviel des Guten?
    Vielleicht sollte ich mich mal an einer Defintion des ‚Gutmenschen’ versuchen. „Zuviel des Guten“ oder „zu gut“ geht nämlich eigentlich gar nicht. Es muß jedoch echt sein; authentisch; angemessen. Der Gutmensch ist eine Persiflage; eine Imitation; eine verwackelte Raubkopie eines Menschen, der in seinem Wesen wirklich gut ist. Der Gutmensch ist für mich jemand, der, immer auf der Flucht vor seinem inneren Unglücklichsein, immer auf der Flucht vor dem, was er selbst in Wahrheit über sich denkt, eine künstliche Identität über seiner inneren, ungefühlten Hölle (und seinem inneren Bösen) dergestalt errichtet hat, wie sie dem Zeitgeist entsprechend nach der Mehrheit der öffentlichen Meinung zu sein habe. Der Gutmensch ist ein Opportunist. Er ist ein Mitläufer. Er ist ein wandelndes Programm. Der Gutmensch fängt an, seine Wohnung aufzuräumen und zu putzen, wenn er Besuch bekommt (ansonsten lebt er in einem Saustall). Der Gutmensch kritisiert Menschen vor allem dann, wenn sie nicht im Raum sind, denn er kann ihnen nur schwer in die Augen schauen. Der Gutmensch – in seiner inellektuellen Ausprägung – kritisiert lieber Agendas, Ideologien, Institutionen, Parteien oder, am allerliebsten, das Kapital. Der Gutmensch wirft den Minderbemittelten vor allem dann eine Münze in den Hut, wenn die Verwandtschaft oder Freunde zusehen. Ach, wie gut er sich fühlt, nachdem er anderen einen Brosamen abgegeben hat, während daheim die Speisekammer voll ist. Der Gutmensch betrügt sich selbst, nicht nur in Gedanken, sondern mit jedem Atemzug. Und da er sich für das h ält, was andere über ihn denken oder sagen oder schreiben, wird er auch immer erwidern müssen, wenn jemand unter einer Verlautbarung von ihm eine Kritik formuliert hat. Er kann Kritik überhaupt nicht stehen lassen. Er muß sie gleich aus der Welt schaffen, denn sie bedroht sein Selbstbild und vor allem: damit wir uns hinterher wieder alle liebe haben. Er hat keine Ahnung wer er wirklich ist, also tut er, was von ihm verlangt und erwartet wird und womit er sich vorübergehend ein Wohlbefinden erzeugen kann. Er ist ein Schaf. Selbst in der intellektuellen Ausprägung noch ist Schaf, das seinem Schlächter vertraut – der nichts ist als eine nach außen projizierte Abspaltung aus seinem eigenen Mind – und wenn er sich nicht aufs ewige Leben vertrösten läßt, dann erwartet er die Anerkennung zumindest von seinem gegenwärtigen Umfeld. Der Gutmensch hat seine Wurzeln in den Doktrinen des Christenstums genauso wie in einer Gegenreaktion auf das, was die Linke seit jeher aus ihren politischen Gegnern und aus Andersdenkenden zu machen versucht(e): nämlich Unmenschen. Der Gutmensch sieht seine Vorfahren in den KZs der Nazis, (in den Gulags der Kommunisten lieber nicht), aber auf jeden Fall gern in den Christenverfolgungen oder, der Höhepunkt seines Selbstbetruges, in einem ans Holzkreuz genagelten Körper.
    Der Gutmensch auch als Gegenreaktion auf den Unmenschen, zu dem der Deutsche seit ca 70 Jahren gemacht werden soll.
    Ja, das trifft es vermutlich am besten.
    Nichts Echtes. Einfach nur die andere Seite der Medaille mit dem Unmenschen.
    Nichts, was Beständigkeit hätte oder Dauer oder was tatsächlich Frieden schaffte oder andere wirklich glücklich machen könnte.
    Eine Lüge. Ein unaufrichtige Strategie.
    Eine Gefahr im Grunde.
    Ja, eine wirkliche Gefahr für sich selbst und alle, die beteiligt sind.
    Denn was mit dieser künstlichen Identität, was mit dieser gefaketen, aufgeblähten, gutmenschlichen politischen Korrektheit passiert, das sehen wir sehr schön an einer Politikerin aus Kaufbeuren, die vor laufender Kamera in Tränen ausbricht, weil es ihrer Fraktion nicht gelungen ist, den Bau einer Moschee durchzudrücken. Es bricht ihr das Herz, daß nicht alle so gut sind, wie sie selbst. Sie kann es einfach nicht fassen, wie schlecht die Welt inzwischen geworden ist. Und das ist es, was bleibt, wenn die Fassade des Gutmenschen zusammenbricht: Schmerz, Unglück, die innere Hölle, vor der man sein ganzes Leben lang auf der Flucht war.

    „Zu gut“ geht gar nicht, sofern es authentisch ist. Zuviel des Guten, das ist schwerlich möglich, sofern es nicht aus dem Ego kommt, sondern aus dem Herzen und aus der Seele.
    Nur darf ich mir dann auch nicht die Lorbeeren für mein gutes Handeln anstecken, denn im besten Falle fließt es durch mich hindurch, wie auch der Atem ganz natürlich durch mich fließt. Es ist weder meines, noch kommt es von mir. Es kommt aus der Quelle allen Seins, so wie alles, was beständig und unzerstörbar ist.
    Und so wirkt denn der Gute in seiner wahrhaftigen Güte am liebsten unerkannt und in seinem stillen Kämmerchen. Der Gutmensch hingegen sucht das Rampenlicht, die Scheinwerfer, den Applaus. Das, was die anderen über ihn denken, ist für ihn das Wichtigste, was es gibt. Und lieber gibt er sich selber auf, als daß er sich von jemandem als Unmensch, als Rechter, oder gar als Nazi bezeichnen ließe.
    Was für ein Jammertal.
    Was für eine Farce.
    Was für ein Schmierentheater.

    Mein Dank an die wenigen und immer zahlreicheren Aufrichtigen in Chemnitz. Ich bin in Gedanken bei Euch!

    ++++++++

    Fast hätte ich den unausgesprochenen Vertrag vergessen, den jeder Gutmensch – bewußt oder unbewußt – mit seinem Umfeld und mit der Gesellschaft geschlossen hat. Der Vertrag lautet:

    Ich tue so, als ob alles in Ordnung wäre. Und dafür tust Du so, als ob Du mich liebst.
    Und umgekehrt: Ich tue so, als ob ich Dich liebe, und dafür tust Du so, als ob alles in Ordnung wäre
    (Und vor allem, als ob ich in Ordnung wäre, woran ich ja, in meinem tiefsten Inneren, gar nicht glaube.)

    Noch einmal: Ich tue so, als ob alles in Ordnung wäre, und dafür tust Du so, als ob Du mich liebtest.
    Das ist das credo des Gutmenschentums.

    eine ausnahme in diesem Vertrag ist nur die verallgemeinernde Analyse und Kritik des herrschenden Systems. Auch hier wird etwas vorgetäuscht, was nicht wirklich da ist: Mut.

    +++++++++++++++++++++++++++++

    Da Sie, Herr Trautvetter – ich möchte Ihnen auf keinen Fall Unrecht tun oder ihre aufrichtigen Friedensbemühungen unterlaufen – in dieser Rede gegen den Vertrag, von dem ich spreche, an mehreren Stellen verstoßen, werden Sie meinen Kommentar ja hoffentlich nicht auf sich selbst beziehen?

    (Tatsächlich wollte ich vor allem auf eine Tagesdosis hinweisen, die binnen kurzem in der Trödelkiste verschwand.)

    • Ich mache mir den Begriff ‚Gutmensch‘ nicht zu eigen. Er kursiert mir zu stark im Bereich jener, die die Ungleichbehandlung von Menschen von deren (äußerlicher, weltanschaulicher…) Zugehörigkeit zu einer Gruppe abhängig machen. Ihn benutzen heißt, ich werfe jenen vor, etwas nicht sehen zu wollen, bzw. etwas nicht zu sehen, was eigentlich vielleicht sogar unübersehbar ist. Subtext: Ich, der ich andere so tituliere, habe sicher Recht und die sicher nicht. Ich versuche es lieber, mit Fakten zu argumentieren. Valide, überprüfbar, kritisch, meine Sinne und meinen Verstand in Anspruch nehmend, ohne Angst vor Unterstellungen, die mir in Reaktion auf meine Position untergeschoben werden. Mit diesem Vorgehen versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten, den großen ‚Vertrag‘ mit Leben zu füllen.

    • „Ich versuche es lieber, mit Fakten zu argumentieren. Valide, überprüfbar, kritisch, meine Sinne und meinen Verstand in Anspruch nehmend,“
      Ich gehe davon aus, daß es ein Leichtes für Sie sein wird, die Fakten und Quellen, valide, überprüfbar, zu diesem Ihren Statement an dieser Stelle nachzuliefern?:
      „zumal Menschen über Straßen gejagt werden, weil sie fremd aussehen“.

    • Wenn man die Worte hier unten – m.E. am besten mit ecosia.org – ‚googelt‘, kommt die Website mit den Bildern. Ich kann leider nicht überall gewesen sein, wo etwas geschieht, was ich mit verarbeite. Insofern ist die Validität nicht über eigenes Ansehen und Miterleben zustande gekommen.
      *ze.tt. nach-viralem-video-das-ist-die-geschichte-des-menschen-der-in-chemnitz-von-einem-neonazi-gejagt-wurde

      Was die NSU gemacht haben, folgt dem gleichen Muster der Verfolgung andersartig Aussehender durch Anhänger gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, staatlich unterstützt. Ich ärgere mich, dass die Menschheit sich zu wenig fragt, was es für uns alle bedeutet, ‚America first‘ oder ‚Buy British‘ oder Deutschland den Deutschen, Polen PIS, Italien Lega Nord, Front National, Ungarn Orbans… zu einer zentralen Grundlage der Politik zu machen. Damit verlieren wir vielleicht -hoffentlich nicht- die Zeit, die wir zur Abwendung der (ökologischen … ) Zukunftsgefährdungen brauchen. Weil wir uns die falschen Fragen stellen, oder keine. Die richtigen Fragen beziehen sich nach meiner Ein-/Ansicht auf das System des Kapitalismus, das auch schon in der Weimarer Zeit auf Hitler setzte, weil er die ‚Bolschewisten‘ unterstütze. Um vom System abzulenken werden allzu oft Sündenböcke propagiert. („Das Abschlachten geht weiter“, „Messermigration“ …: das sind dafür würdelose Beispiele der Volksverhetzung)

    • Das von Ihnen angeführte Video ist bekannt. Es ist ein Witz. Man sieht gar nichts darauf.
      Sonst noch was, das die Behauptung untermauern könnte, daß auf Deutschlands Straßen Jagd auf Migranten gemacht werde? Und bitte erwarten Sie nicht von mir, daß ich jetzt noch auf die NSU-Geschichte eingehe.
      Bißchen dünn, oder?

      Ich zitiere mal hierher, was Gloucester auf der Tagesdosis vom 30.8. geschrieben hat:

      „Spätestens seit dem Interview des Chefredakteurs der stramm linken „Freien Presse“ Torsten Kleditztsch im Deutschlandfunk, dass die Journalisten vor Ort keine Hetzjagden beobachten konnten, ist die von einem Zeckenbiss-Video ausgelöste Medien-Kampagne, in Chemnitz hätten Neonazis Ausländer gejagt, widerlegt worden.“

      […]

      „Das Ganze beruht auf den Behauptungen des Antifa-aktiven Journalisten Johannes Grunert, dem es gelang, in der Nacht zum Montag bei Zeit online den Spruch unterzubringen: „Rechte jagen Menschen in Chemnitz. Zwar liefert er keinen einzigen Beweis, aber das Mediengewitter ging los. Die Kollegen von spoekenkiekerei haben den Ablauf dankenswerterweise genau recherchiert. Ihr Bericht ist ein einzigartiges Dokument des wohl größten Medienskandals in diesem Jahrhundert. Das Besondere an diesem Skandal, dass die linksradikale Unterstellung vom Kanzleramt unverzüglich übernommen wurde. Die Gründe dafür werden einst Historiker erforschen.“

      Hat sich nicht auch Herr Pohlmann zu diesen „Jagdszenen“ geäußert? Ich finde leider auf die Schnelle nicht, wo das war.
      Kann jemand helfen?

      Ich fand jetzt doch noch etwas, und wieder von dem guten Gloucester auf eben jener Tagesdosis (die ich nicht ganz zufällig nochmal in Erinnerung rufen wollte):

      „Im übrigen hat Dirk Pohlmann in einem Video-Interview bei ExoMagazinTV zusammen mit dem Moderator eine Sequenz kommentiert, in der eine vermeintliche Jagdszene gezeigt wurde. Vollkommen albern, so(was) kennt man doch selbst von früher (so Pohlmann). Ein Typ rennt einem anderen hinterher und scheucht ihn vom Acker. Mehr nicht.“

      Hi Gloucester, wissen Sie noch, wo genau das zu finden ist?

    • Es ist sicher auch ein Witz, dass Demonstranten vor laufender Kamera den Hitlergruß zeigten. Man kann auf dem Videomaterial genug erkennen, auch hören, wie gegenüber dem Gejagten die Schreie zur Legitimierung der Handlungen gegen ihn „Ihr seid nicht willkommen“. Wenn Fakten nichts mehr gelten, endet die Möglichkeit der Verständigung. Mein Prinzip besteht darin, in offene Ohren alles sagen zu wollen. Sind aber die Sinne -Augen, Ohren- zu, dann ist das brotlos. Es erschreckt mich nur. Nicht nur wegen der traurigen Diagnose, wie weit wir schon von einer Welt entfernt sind, in der der Mensch Mensch ist, sondern ich frage mich, wenn das Wegmarken sind, wo kommen wir als nächstes hin. Und das in einer Welt, die nun wirklich Probleme zu lösen hat, wenn die Gattung Mensch überleben will. Sie wird das nur schaffen, wenn sie ihr volles Potential einsetzt, statt, es und sich zu zerstören.

    • Na, da ist die Maske aber schnell gefallen. Ich hatte gestern abend nach dem Lesen Ihrer Kommentare, Herr T. derartige Bauchschmerzen (wie immer, wenn ich jemandem begegne, der sich seinen Schatten noch nicht wirklich gestellt hat und auf einem rasenden Zorn sitzt, der dann jeweils auf den politischen Gegner projiziert werden muß; und der dann unterschwellig um sich schlägt sogar da, wo eine heuchlerische Honigsüße in der Argumentation scheinbar beibehalten wird), daß ich hier eigentlich nicht länger mitmischen wollte. Ich habe jedoch noch eine Abschlußbemerkung, obwohl es mit Sicherheit so ist, wie Gloucester oben mutmaßt: Hier spricht man wohl eher mit Blinden über Farben. Oder noch besser: mit Verblendeten über ihre Dunkelheit, mit Verblendeten, die in einem historischen Zwangsknast sitzen, und die Gitterstäbe desselben gar nicht mehr in der Lage sind zu sehen: ihre eigene Dunkelheit und Deformation; es ist eine Trance. Es ist eine tiefgehende Hypnose, die aber völlig verdrängt wird. Eine Gutmenschentrance, wie ich sie nennen möchte.
      Bevor ich KenFM kennenlernte, das war vor über 2 Jahren, kannte ich den Begriff „Gutmensch“ noch gar nicht. Zu dem Bedürfnis, dieses Wort in seinem realistischen Gehalt anzuerkennen und sogar zu verwenden, kam ich erst durch die Begegnung mit einigen Autoren hier, sowie deren stur kontrafaktisch runtergespulten Gesellschaftsdiagnosen. Ich habe gestern abend gelernt, daß der Gutmensch seinen bösen Feind so sehr braucht, daß er gegen dessen Verlust ankämpft, als ginge es um sein Leben; er braucht ihn, wie er auf das tägliche Brot unmöglich verzichten kann. Er kämpft mit Händen und Füßen darum, daß er existiere. Alles, was dieser Feind macht, darauf wird ganz gezielt focussiert. Recken sich Hände von ein paar Verirrten im H.gruß in die Höhe, tant mieux! War doch klar, daß dieser ganze Bürgerprotest aus Nazis besteht. Ausgeblendet wird, daß Linke über Twitter angekündigt haben:
      „Auf Twitter forderte ein User: „Den Nazis ordentlich in die Suppe kacken. Rein in den Haufen und richtig laut 2-3 Mal ‚Heil Hitler‘ rufen. Morgen in den Zeitungen gibt’s dann richtig was zu lesen.“ Mit dieser Strategie sollen den Journalisten die Bilder geliefert werden, die sie brauchen, um die Demo anschließend als Nazi-Aufmarsch zu diffamieren.“
      (Von Journalistenwatch zitiert)
      Ausgeblendet wird, wie sehr sie selbst, die intellektuelle ausgebildeten Schafe, trotz aller Gegenbehauptungen, den Herrschenden in die Hände arbeiten. Ja, sie scheuen nicht einmal davor zurück, teilweise wörtlich zu wiederholen, was die Systemmedien über jene ausspucken, die sie als ihre Gegner identifiziert haben.
      Ausgeblendet wird, was überhaupt zu dieser Eskalation geführt hat.
      Ach, ich mag diese Liste gar nicht fortsetzen, es ist mir die Zeit nicht wert.
      Und über die übelsten Gewalttäter unserer Zeit (abgesehen von den Eliten), die Antifa, mag ich mich überhaupt gar nicht mehr auslassen. Das ist die neue H.Jugend, nur andersrum. Das ist die SA, die bereits wieder marschiert. (Haben Sie die jemals mal irgendwo kritisiert, Herr T.?)
      Aber auch in Bezug auf die SA, äh, ich meine Antifa, gilt:
      – Bei links dominierten Aufmärschen, die von Extremisten und Gewalttätern missbraucht werden, ist stets von „einer kleinen Gruppe von Randalierern“ die Rede, die „aus der Masse der friedlichen Demonstranten heraus operiert“ hätten. Die Tausende von Chemnitzern dagegen, die sich gegen Abend nicht mehr auf die Straße trauen, um arabischen Gangs nicht in die Quere zu kommen, werden ohne Ansehen von Person und Motiv allesamt unter das Fallbeil des „Kampfes gegen Rechts“ gelegt, das keine Differenzierungen akzeptieren will.
      (Mein Dank an den Inspirator zu dieser Bemerkung.)
      Abschließend nur das noch: Wenn sich jemand auf einer sogenannten Antikriegsveranstaltung hinstellt und behauptet, daß auf Deutschlands Straßen Menschen gejagt werden, WEIL SIE ANDERS AUSSEHEN, dann erwarte ich mehr als ein aus dem Kontext gerissenes Video, wo ein Mensch mit dunklem Gesicht vor anderen auf der Flucht ist, die dann auch noch übel hinter ihm herschreien.
      Wir wissen nicht, was sich vorher ergeignet hat. Wir wissen nicht, wie die Sache ausging. Demonstranten aus Chemnitz haben an mehreren Stellen davon berichtet, daß sie als „Scheiß Deutsche“ beschimpft wurden (und zwar von den „Gästen“, die sie hier beherbergen und verpflegen), und mehrmals wurde die typische halsabschneidende Geste gegenüber den Demonstranten gemacht; ebenfalls von Seiten der lieben Gäste, die anders aussehen. Wir wissen also nicht, was der Verfolgte gemacht hat, bevor er die Beine in die Hand nahm.
      Wir wissen überhaupt so gut wie gar nichts über das, was da vor sich ging, außer jenen, die dabei waren.
      Aber auch daß dem so ist, daß wir nicht wirklich etwas wissen, wird einfach ausgeblendet. Es paßt doch einfach zu schön ins Narrativ, was sämtliche Mainstreammedien jetzt immer wiederkäuen. Und ihr hier, die es eigentlich besser wissen könntet, mischt da blindlings mit.
      Herr T. Sie haben mir auf meine Frage, womit sich Ihre vollmundige Behauptung bei der Antikriegsveranstaltung belegen läßt, bis jetzt keine Antwort gegeben, die mir ausreichen würde. Ich vermute, Sie haben nichts. Sie haben nichts, und Sie bieten Ihre gesamte Gutmenschenrhetorik auf, (das, was nicht nur Matti vor einiger Zeit als unerträglich bezeichnet hat), um sich und andere darüber hinwegzutäuschen, wie sehr Sie in die Irre gegangen sind, bei Ihrem verzweifelten Kampf gegen Rechts. Ihr abstraktes Gerede kann mich überhaupt gar nicht beeindrucken. Mir machen Sie nichts vor.

      Markus Fiedler machte mich auf Nikolai Nerling aufmerksam. Seither habe ich mir immer mal wieder angehört, was er so zu sagen hatte. Man muß nicht alles mögen, was er so von sich gibt und ich finde, daß er bei vielem über das Ziel weit hinausschießt. Aber das hier, im Gespräch mit Spiegel- und Bildredakteuren in Chemnitz gesagte, nebst dem Bericht von direkten Beteiligten, das sollte sich jeder zu Gemüte führen, der nicht nur Mainstream zu den Ereignissen hören möchte:

      (Link kommt mit der nächsten Mail)

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