Are you ready to rumble? | Von Mathias Bröckers

Über den Wahlkampf in einem Ein-Parteien-System mit zwei rechten Flügeln.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Demokratie in den Vereinigten Staaten eine Simulation ist und der milliardenteure Wahlkampf  ein hohler Budenzauber, weil Wahlen in einem Ein-Parteien-System mit zwei rechten Flügeln eben keine sind – die Debatte zwischen Präsident Trump und seinem Herausforderer Biden am letzten Dienstag hat ihn geliefert. Ein pöbelnder Troll, der keine 10 Sekunden die Klappe halten kann und ein semi-dementer Opi, von dem man schon froh war, dass er  seinen Namen nicht vergessen hat – wenn solche Gestalten das Beste darstellen, was ein politisches System zu bieten hat, wundert es nicht, dass mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten diesen Zirkus ignorieren. Sie haben einfach keine Wahl.

Dass Trump sich jetzt Corona eingefangen hat und in Quarantäne muss kann immerhin hoffen lassen, dass dies die letzte Debatte war. Unterbieten lässt sich das Niveau nicht mehr, es sei denn man stellt für das nächste Mal einen Pool zum Schlammcatchen bereit oder einen Boxring wie bei der „World Wrestling Federation“. Als mein Sohn einst Fan von Hulk Hogan & Co. war und so lange drängelte, bis ich mit ihm naserümpfend zu einer Live-Show ging, war ich hinterher ziemlich begeistert: alles hatte so ausgesehen, als würden sich die Kämpfer wirklich wehtun. Nach dem Match Trump gegen Biden notierten die Medien indessen als Höhepunkt, dass „Sleepy Joe“dem  „Pitbull“ Donald tatsächlich einmal ein genervtes „Shut Up“ zurief – und das war’s auch schon mit inhaltlicher Auseinandersetzung, mit Opposition, mit einer politischen Alternative. Keiner will eine Krankenversicherung für alle, keiner will den astronomischen Rüstungsetat schrumpfen, keiner will Großkonzerne besteuern und einen Green New Deal will auch keiner. Zwar plapperte Biden kurz davon, dass sich so ein Deal selbst finanziere – und Trump kläffte irgendwas von „Sozialismus“ dazwischen – musste dann auf Nachfrage aber zugeben, dass er einen Green New Deal ablehnt. Er favorisiere den „Biden-Plan“. Den hätte man dann gerne gehört, wie überhaupt mal irgendetwas Konkretes. Immerhin: beide sind für saubere Luft und sauberes Wasser. Und jeder meint, dass er das besser kann als der andere, der ganz schlecht ist und immer nur lügt und überhaupt ein Versager… (Weil das Video schwer erträglich ist,  hier  das Transkript)

Kurz vor der Schlammschlacht hatte die „New York Times“ noch enthüllt, dass der angebliche Milliardär Trump 2018 ganze 750 Dollar an Bundes-Einkommenssteuern bezahlt hat – irgendetwas Illegales oder gar Gelder aus Russland waren aber in der Steuererklärung nicht zu entdecken. Dass  Dutzende Großkonzerne, allen voran  Amazon,  gar keine Einkommensteuer zahlen blieb dann ebenso unerwähnt wie die Tatsache, dass beide Parteien dieses auf Superreiche zugeschnittene Steuersystem geschaffen haben und weiter unterstützen.

Auch das Trump-Lager zog vor der Debatte noch einen Pfeil aus dem Köcher: das Schreiben des nationalen Geheimdienstkoordinators James Ratcliff, nach dem die „Russiagate“- Vorwürfe gegen Trump eine Erfindung des Clinton-Lagers gewesen sein sollen,– und dass die US-Geheimdienste bereits davon wussten, bevor das haltlose „Steele-Dossier“ über Trumps angebliche Untaten in Moskau bekannt wurde und Ermittlungen in Gang setzte. Ihr Wissen verdankten die US-Dienste laut diesem Schreiben dem Ausspionieren eines russischen Analysten, der offenbar davon Wind bekommen hatte, dass der Einbruch in den Server der demokratischen Partei russischen Hackern angehängt  und Trump einer nicht vorhandenen Russland-Connection bezichtigt werden sollte. Laut dem Schreiben des obersten US-Geheimdienstlers  – das die  New York Times als „russische Desinformation“ bezeichnet   – wurde auch Präsident Obama über diesen Verdacht informiert. Doch der hatte, ebenso wie weitere hohe CIA-Beamte und die Chefs des FBI, keine Bedenken,  die „Crossfire Hurrikan“ genannten Abhörmaßnahmen und verdeckten Ermittlungen – und im Konzert mit den Großmedien die Russiagate-Verschwörungstheorie hochzufahren. Nicht gegen das Team Clinton, das das gefälschte Dossier in Auftrag gegeben hatte, dessen dubiose russische Informanten dem FBI schon bekannt waren, sondern gegen das Team Trump; nicht gegen Hillary, die den neuen kalten Krieg anheizte um von dem Skandal ihres gehackten Servers (und dem Betrug an Bernie Sanders) abzulenken, sondern gegen Trump, dem dann auch in den aufwändigen Impeachment-Ermittlungen und dem millionenteuren „Mueller Report“ keine Fehltritte in Sachen Russland nachgewiesen werden konnten.

Dass diese Zusammenhänge erst jetzt veröffentlicht und dokumentiert werden –weitere Dokumente sollen noch folgen – liegt nicht am aktuellen Wahlkampf, sondern an der Blockade der De-Klassifizierung geheimer Dokumente durch Betroffene – namentlich der jetzigen CIA-Direktorin Gina Haspel, die 2016 als ehemalige Stationschefin in London die CIA-Geschäfte mit dem britischen MI-6 koordinierte – dem (ehemaligen ?) Arbeitgeber von Christopher Steele, der dort sein Fake-Dossier verfasste…

Dass Trump in der Debatte triumphierend tönte: „Sie planten einen Coup vom ersten Tag an, …..aber wir haben sie erwischt. Wir haben sie alle erwischt und wir haben es auf Band!“

heißt nun nicht, dass die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden. Obwohl der Einbruch in das Büro der Demokraten im „Watergate“-Haus, der einst Richard Nixon den Präsidenten-Job kostete, verglichen mit diesem Skandal nachgerade lächerlich erscheint. Denn hier hat nicht eine kleine Klempner-Truppe mal nächtens die Konkurrenz ausspioniert, sondern die Spitzen von CIA, FBI und Regierung haben mit illegalen Methoden systematisch versucht, einen unerwünschten Präsidenten zu demontieren. Wobei es aber eigentlich, wie Caitlin Johnstone meint, gar nicht um Trump geht:

„Die gängige demokratische Parteierzählung bestand darin, dass Untersuchungen über mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Moskau klären sollten, ob die US-Regierung auf höchster Ebene von einer feindlich gesinnten ausländischen Macht kooptiert worden war, wobei unzählige „Experten“ zu Beginn von Trumps Amtszeit behaupteten, dass diese Untersuchungen dazu führen würden, dass Trump in Ketten aus dem Weißen Haus gezerrt würde. Das gängige Narrativ der republikanischen Partei lautet, dass der Präsident das Ziel eines sanften Putschversuchs des „tiefen Staates“ war, bei dem falsche Behauptungen über russische Absprachen aufgestellt wurden, um ihn aus dem Amt zu entfernen, weil er dem tiefen Staat die Stirn geboten hatte. Wie die meisten  Partei Erzählungen sind beide falsch.

Es ist richtig, dass die konspirativen Behauptungen, Wladimir Putin kontrolliere heimlich die Exekutive der US-Regierung, gefälscht waren. Richtig ist auch, dass das Russiagate eine Psychologische Operation war, die von Kräften des US-Geheimdienstkartells gefördert wurde,  welche manchmal kollektiv als Teil des „tiefen Staates“ bezeichnet werden, obwohl dieser Begriff in den letzten Jahren weitgehend bedeutungslos geworden ist, weil die Trumpisten seine Bedeutung in „Demokraten und alle, die Trump nicht mögen“ verdreht haben. Aber sowohl Republikaner als auch Demokraten irren, wenn sie glauben, dass Russiagate etwas mit der Amtsenthebung von Trump zu tun hatte. Russiagate war nie eine tiefenstaatliche Operation, die auf Trump abzielte; Russiagate war immer eine tiefenstaatliche Operation, die auf Russland abzielte. Sie können sicher sein, dass dies zutrifft, denn obwohl Russiagate keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Trump hatte, hat es die Räder für die Eskalation vieler neuer Aggressionen des Kalten Krieges gegen Russland geschmiert. (…) Was Trumps Präsidentschaftskarriere betrifft, so war alles, was das Russiagate je erreicht hat, die Galvanisierung seiner republikanischen Basis um die völlig falsche Vorstellung herum, er kämpfe gegen das Establishment….“

Womit wir wieder bei dem „Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln“ und seiner Kontrolle durch den militärisch-industriellen Komplex wären, sowie der Simulation von Demokratie und einer Präsidenten-Debatte auf Hauptschulhof-Niveau.  Insofern ist es relativ wurscht, wer von diesen beiden Antikörpern ab 2021 im Weißen Haus residiert, auch wenn die Medien die Wahl zum entscheidenden Kampf stilisieren,  mit einem ultrabösen Quasi-Hitler in der roten Ecke und in der blauen einem korrupten Konfuzius als Weißer Ritter.

Are You Ready To Rumble ?

No!

Wegen Covid musste der Hitler-Darsteller eine Auszeit im Spital nehmen, ein weiteres Match fällt wahrscheinlich aus. Aber die Gefahr ist nicht vorüber, denn, so der demokratische Senator Murphy, mit der „russischen Bedrohung“  geht es erst richtig los:  „Wenn Trump jetzt zwei Wochen bei der Wahlkampftour ausfällt, wird er Ersatzleute schicken und einer seiner Ersatzleute ist nun leider Wladimir Putin“.

Das meint er ernst und erzählt es auf CNN.  Doch auf  ein Live-Match zwischen Wladimir dem Schrecklichen und Sleepy Joe Biden werden wir wohl verzichten müssen – Russiagate indessen und der neue Kalte Krieg hingegen gehen in die Verlängerung, ganz gleich wer nach dem Schaukampf der US-Wahl zum Sieger erklärt wird…

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Mathias Bröckers schrieb zuletzt „Don’t Kill The Messenger – Freiheit für Julian Assange“ (Westendverlag) .  Er bloggt auf broeckers.com

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Danke an dem  Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Angyalosi Beata  / shutterstock

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32 Kommentare zu: “Are you ready to rumble? | Von Mathias Bröckers

  1. also wenn ich mir die DIGITALE UEBERWACHUNGSDIKTATUR China oder die PUTIN DIKTATUR in Russland anschaue (wo alles offen ist aber jeder der zu putin will 2 wochen vorher quarantaineplicht hat) da erscheint mir das LEBEN in den USA selbst unter Trump noch sehr lebending und zumnindest demokratischer als im Vergleich zu den anderen grossen Maechten….

    ja in Deutschland geht es natuerlich demokratischer zu … die Medien sind nicht von lobyisten unterwandert und sind GEZ finanziert .. Hut ab….. die Bundeskanzlerin lebt in einem kleinen Appartment in Berlin …. Schroeder hatte ein Hauesschen in Hannover ……. das muss ja wirklich peinlich sein da irgendeinen Staatsgast einzuldaden (siee Mar a Lago) aber…. dafuer ist halt Deutschland auch keine 'grosse Macht'

    • Ja, das kleine Häuschen von Spahn macht als Hundehütte auch nicht viel her. Und in den USA lebt es sich gut, wenn Du nicht schwarz bist und und nicht arm. Zu welchem Zweck willst Du eigentlich zu Putin, so dass Du Dir Sorgen um die Quarantäne machst? Und keine Sorge – mindestens mal das UK hat so viele Überwachungskameras wie China. Wir ziehen gerade nach und "wir schaffen das".

    • nee China ist uns um Jahrzehnte voraus … schaue sie mal was eine mittelgrosse Stadt (so unter 10 Millionen Einwohner) in China in Kunestliche Intelligenz investiert … etwas mehr als der etat der EU

  2. Besonders lustig finde ich in einigen Kommentaren Leute, die versuchen, den einen Lumpen gegen den anderen zu verteidigen. Dahinter verbirgt sich: "Die Hoffnung stirbt zuletzt" und irgendwie braucht man eine Figur, die eine solche liefert, auch wenn da nichts ist. Es ist doch einfach: Das Imperium ist und bleibt das Imperium, egal welche Galionsfigur vorn ans Schiff genagelt wird. Es ist nicht die Galionsfigur, die den Kurs des Schiffes bestimmt, es sind Kapitän und Mannschaft (der tiefe Staat). Und so wird uns die imperiale, neokoloniale Politik erhalten bleiben. Auch in der US.Kolonie BRD.

    • Es geht nicht um die Verteidigung einer Gallionsfigur gegen die andere. Die Aussagen Bröckers sind auch auf dem intelektuellen Niveau der Bildzeitung. Jeder Idiot kommt zu dem Schluß, dass es eigentlich keine Rolle für uns spielt wer da sitzt.

      Aber es geht sehr wohl um das Verhalten einiger Akteure seit Trump am Hebel ist (mehr oder weniger). Er blockiert immerhin den Stuhl, auf dem die bisher etablierten Spielfiguren saßen und ohne jeglichen Widerstand agieren konnten. Die Zeiten sind wohl aktuell vorbei und dieses Phänomen ist sehr wohl zu erkennen, schon allein an den Medien.

      Das betrifft uns in soweit, dass sich die Staaten aktuell von innen zerfleddern (so wie viele Weltreiche zuvor). Für uns mit negativem Ausgang, da wir eine Kolonie sind.

    • Lol Ania
      Danke der Nachfrage.
      Bauen Sie z.B mal eine Nordstream oder handeln Sie mal mit dem Iran ganz legal.
      Dann erfahren auch Sie noch wo der Hammer haengt.
      Sie koennen einfach nur an die Drohnenmorde ueber deutschen Boden denken.

    • Hallo Marin Bauer:

      U-Boote hab ich keine zum Verschenken 😉

      Als Kolonie bezeichnet man ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht. Das trifft auf Deutschland nicht zu.

  3. ZUM GLÜCK ist Bröckers, im Gegensatz zu vielen seiner Altersgenossen und einigen jüngeren Anon-Alleswissern, ein halbwegs echter "68er" geblieben… Und er hat nunmal recht, daß es seit bald 250 Jahren egal ist, welcher Millionär oder Milliardär die Gallionsfigur der demrep-US-Oligarchie mimt: ob Verbrecher wie Nixon, Johnson und Bush sen., Geisteszwerge wie Carter, Reagan und Bush jr., Heuchler und Kriegsabenteurer wie B. Clinton und Obama (mit ihren faschistoiden Außenministerinnen Albright und H. Clinton), der blasse Plutokraten-Schwätzer Biden, der Rassist und Soziopath Trump oder der chancenlose (weil fast so "links" wie Steinbrück) Sanders – der militärisch-industrielle Finanz-Komplex geht sowieso seinen Weg der Hegemonie, Umverteilung nach oben, Feindbild-Erzeugung, Kriegseinsätze und Umwelt-Zerstörung, solange das neofeudale Regime (dort wie hier) nicht grundlegend umgekrempelt wird…
    Was sollte an einem stammtischreaktionären steuerhinterziehenden Spekulanten mit einem Faible für bewaffnete Nazi-Milizen und der Absicht, die Armee gegen die murrenden Marginalisierten einzusetzen, besser sein, als an den andern Reaktionären?
    ("BBC lügt sowieso" reicht auch nicht, um Drohneneinsätze unter der Trump-Regierung zu verharmlosen: dann bitte andere Zahlen mit Quellenangabe ! Trump hat TTIP nicht fallen lassen, um Europa eine Freude zu machen, sondern aus "America-First"-Protektionismus ! Er hat keine neuen Kriege angefangen, weil er genügend laufende weiterführt ! Und daß "Hitler-Darsteller" nicht Bröckers Einschätzung ist, sondern als die des "Establishments" von ihm zitiert wird, kapieren nur Anon-Alleswisser nicht…)
    Trump ist nunmal keine Lichtfigur (und "Corona" hatte er mit Sicherheit leider auch nicht: das war bloß PR), und die ganze Personaldebatte ist "Yellow Press"…

    • Bisher habe ich nicht vernommen, dass das Establishments Trump zum Hitler-Darsteller (was auch immer damit gemeint sein soll) gemacht hätte.

      Trump ein Rassist? Erkenne ich nicht so vorstechend.

      Jeder Staat ist feudal, mit oder ohne neo. Es bilden sich überall Kasten heraus.

      Bei Trump ist doch erstmal erstaunlich, dass er sich zurückziehen will und endlich das ami go home-Szenario eintritt.

      Und dann ist es auch wieder nicht recht.

      Der könnte alles machen, dem best geschulten Personal dürfte und darf das einfach das nicht gefallen.

    • Keiner hat behauptet, dass Trump eine Gallionsfigur ist. Eigentlich ist Trump sogar wenig bedeutend.
      Interessanter sind, die Aktionen der Medien und der sog. "Biden" Seite die Ihre Machenschaften noch nie so freigelegt haben, wie seit dem Amtsantritt Trumps.

      Und damit, dass man ein 68er ist sollte man nicht angeben. Dazu zählen auch Herrn wie der Kriegsfischer. Geistig sind sich Bröckers und er sehr nah.
      Die 68er sind die lächerlichste PR und FaleseFlag Truppe die es auf europäischen Boden gab.
      Die 68er sitzen aktuell im Bundestag und schickanieren den Kontinent.

      Und mit Ihrem Anon Schwachsinn können Sie auch jedem gestohlen bleiben.

      Herr Bröckers ist ein von Ideologie verblendeter Zeitgenosse, der nicht über seinen Tellerrand blicken will. Das haben im Übrigen alle 68er gemein.

    • Hallo Medium,
      was bringt Sie zu der Ansicht, Trump sei kein Rassist?

      Hallo Werweißdasschon,
      so ganz unbedeutend kann Trump aber nicht sein, immerhin ist er der Präsident. Und was soll an einem „Kriegsfischer“ schlimmer sein als an Trump?
      Sie scheinen auf die 68er sehr schlecht zu sprechen zu sein. Wie kommt`s?

    • "Hitler-Darsteller" ist eben Bröckers Metapher für das etablierte Trump-Bashing (aber man muß ja nicht für Trump sein, bloß weil der "Spiegel" gegen ihn ist…). Ist man kein Rassist, wenn man rassistische Polizeigewalt und Fascho-Milizen verteidigt und die "Black Lives Matter"-Bewegung als Pöbel und Abschaum bezeichnet?
      Wenn Bröckers vom Schlag eines Fischer wäre, wär er jetzt mindestens Chefredakteur der gewendeten "taz" oder hätte ein gut-dotierten Posten bei der "Zeit" oder bei irgendeiner "Soros-Stiftung", statt als freier Autor kritische Bücher zu schreiben.
      Auch wenn nicht alles, was er blogt, genial ist, steht er auf der richtigen Seite (wie noch einige andere "68er).

    • Hallo <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/medium/' rel='nofollow'>@MEDIUM</a>,
      siehe meinen Kommentar von 1 Stunde vor Deiner Frage zu Trump´s Rassismus…

  4. Denke nicht, dass es egal ist, welcher der beiden mehr als betagten Herren Präsident bleibt oder wird. Aus geopolitischer Sicht ist das Trump-Bashing des deutschen Politisch-Medialen-Komplex nicht so schlecht. Man könnte dies sogar als "friedensstiftend" bezeichnen.

    Viel mehr Angst habe ich davor, dass "Sleepy Joe" ins Weiße Haus einzieht. Dann wären die Transatlantiker vereint und hätten leichtes Spiel erneut eine Koalition der Willigen zu schmieden. Man erinnere sich an das Jahr 1999 und den Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien. So wie uns derzeit täglich die "Neuinfektionen" um die Ohren gehauen werden, wird es dann ein Leichtes sein, 1.000 "demokratische" Gründe zu finden, Russland, Syrien, Venezuela oder wen auch immer angreifen zu müssen. Die Barrikadenbräute des ÖRR, der CDU und der Olivgrünen (inkl. ihrer NGOs) stehen ja bereit.

  5. Spiro Skouras, ein richtig guter Internetjournalist, berichtet, dass Biden vermutlich technisch aufgeruestet ins Rennen ging:

    https://www.youtube.com/watch?v=4GQqSrILd3Y&ab_channel=SpiroSkouras

    Trump hat wirklich nie eine Chance auf faire Behandlung gehabt…. Man passt sich des Gegners Niveau an….

  6. Was wird hier an dem Artikel kritisiert? Geht es um diesen Satz:

    „Insofern ist es relativ wurscht, wer von diesen beiden Antikörpern ab 2021 im Weißen Haus residiert, auch wenn die Medien die Wahl zum entscheidenden Kampf stilisieren, mit einem ultrabösen Quasi-Hitler in der roten Ecke und in der blauen einem korrupten Konfuzius als Weißer Ritter.“

    Also darum, dass nach Ansicht des Autors die Medien (welche? Die hier oder die in der USA?) Trump als (ich will es nicht wiederholen) darstellen?

    Ganz so stimmt es für die US-Medien wohl nicht. Die New York Times zum Beispiel titelt nach Trumps Auto-Ausfahrt: „For the Secret Service, a New Question: Who Will Protect Them From Trump?“ – „Für den Secret Service eine neue Frage: Wer wird sie vor Trump schützen?“

    Auch die deutsche Presse regt sich vor allem über Trumps Umgang mit Corona auf.

    Der Autor hat die mediale Sicht auf Trump wohl sehr überspitzt dargestellt. Ich bin dafür, dass man Hitler-Vergleiche unterlässt, egal ob es nun Trump ist oder die Regierenden hierzulande, die man in diese Nähe rückt. Es wird immer schräg. Aber ich glaube, Herrn Bröckers wollte vor allem „Russiagate“ und den „neuen Kalten Krieg“ anprangern. So habe ich die Stoßrichtung des Artikels verstanden.

    • Der Faschismusbedarf der Herrschenden hat einen historischen Index. Erst wenn die kapitalistischen Besitz- und Verfügungsverhältnisse innerhalb der parlamentarischen Demokratie nicht mehr sicherzustellen sind oder wenn es dem formaldemokratischen System nicht mehr gelingt, die sozialen und politischen Bedingungen den Erfordernissen des kapitalistischen Verwertungsprozesses anzupassen, wächst ein systemimmanenter Faschismusbedarf.
      (Götz Eisenberg)

  7. Wenn ich mich recht erinnere hat der im Artikel so geschmähte „Pitbull“ Donald als eine seiner ersten Handlungen die TTIP Knebelverträge in die Tonne gedrückt. Für mich aber auch viele andere damals eine kleine Erlösung, davon noch einmal entronnen zu sein.
    Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er weitere Kriege gegen sog. Schurkenstaaten angezettelt hätte. Ein wohltuender Kontrast zu seinem Vorgänger Obama dem Guten. Wie es geworden wäre mit Killary als Präsidentin des US-Imperiums liegt nur halbwegs im Dunkeln, hat sie doch genügend Aussagen bezüglich eines Krieges gegen Russland gemacht.
    Dass seine Wirtschaftspolitik allerhand Jobs ins Land zurückholen konnte ist wohl unbestritten, und konnte wohl nur durch Corona gestoppt werden.
    Die Reihe von Auswechselungen seiner Spitzenpolitiker ist m.M.n. hauptsächlich auf das Agieren des sog. „Tiefen Staates“ zurückzuführen. Es droht im Hintergrund immer noch der Kennedy-Mord als Damoklesschwert. Und ein Herr Pompeo als Oberscharfmacher ist nicht so sehr in Donalds Sinne, wurde aber installiert, um dem „Tiefen Staat“ mehr Raum zu bieten.
    Kurzum, auch wenn der „Pitbull“ Donald nicht immer sympathisch rueberkommt und er sicherlich auch zugestandenermaßen viel Dreck am Stecken hat, so gibt es doch große Unterschiede in der Beurteilung zu Biden (siehe oben!).

    • Wohltuender Kontrast zu Trumps Vorgänger Obama? Wieso schreibt dann Wikipedia (bezugnehmend auf einen BBC-Beitrag vom März 2019, https://www.bbc.com/news/world-us-canada-47480207):

      „Trump erhöhte die Anzahl von US-amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorgänger Obama deutlich, in den ersten Monaten seiner Amtszeit bereits um 432 Prozent. Insgesamt wurden in Trumps ersten zwei Amtsjahren bereits mehr Drohnenangriffe durchgeführt als Obamas acht Jahren. Zugleich verbat Trump dem US-Militär, die Opferzahlen amerikanischer Luftschläge zu veröffentlichen – Obama hatte solche Veröffentlichungen seinerzeit vorgeschrieben.“

    • Moin, Ania,

      "Wieso schreibt dann Wikipedia (…) :"

      Warum sie das schreiben und dabei die BBC zitieren weiss ich nicht, aber aufgeweckten Zeitgenossen duerfte nicht entgangen sein, dass der Mainstream (und dazu zählen eben auch die BBC und dieses heruntergekommene Lexikon-Portal wikipedia) sich auf das Trumpbashing vereinheitlicht hat. Insofern wäre eine Untersuchung ihrerseits in den alternativen Medien ganz vorteilhaft fuer eine tiefere Analyse des Problems und nicht nur das nachblaffen von irgendwelchen anti Trump Medien.

      mfG

    • Trump hat sein Wahlversprechen nicht gehalten, die Kriege zu beenden und die Truppen heimzuholen. Er hat den Militärhaushalt um zig Milliarden erhöht.
      Er hat den Superreichen das größte Steuergeschenk in der Geschichte verschafft, während der Durchschnittsamerikaner ums wirtschaftliche Überleben kämpft.
      Er hat den "Patriot Act" verlängert, ein von George Bush eingeführtes Gesetz, das es erlaubt, jeden Amerikaner ohne Anklage auf unbestimmte Zeit einzukerkern – eine ungeheuerliche Attacke gegen die Bürgerrechte, dessen Gültigkeit auch von der System-Marionette Obama immer pünktlich verlängert wurde.
      Und Trump hat 700000 bedürftigen Amerikanern den Bezug von Essensmarken gestrichen.
      Quellen:
      "US-Drohnenangriffe sind seit Trump Took Office um 432% gestiegen"
      https://worldbeyondwar.org/de/US-Drohne-schl%C3%A4gt-432-vor-dem-Amtsantritt-von-Trump/
      Und vertuschen möchte er es auch gerne, siehe hier:
      "Trump schränkt Transparenz zu CIA-Drohnenangriffen wieder ein"
      https://www.nzz.ch/international/trump-ueber-drohnenangriffe-cia-muss-zivile-opfer-nicht-beziffern-ld.1465266?reduced=true
      Bzgl. Steuergeschenke
      https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/trotz-apples-ankuendigung-warum-trumps-steuergeschenke-an-die-grosskonzerne-kaum-jobs-schaffen-werden_H1097223121_533146/
      Bzgl nicht beendeter Kriege
      https://www.businessinsider.de/international/trump-deploy-ships-and-troops-to-middle-east-counter-iran-2019-12/
      Bzgl. Kürzung der Lebensmittelhilfe
      https://www.infosperber.ch/Gesellschaft/USA-Hunderttausende-verlieren-Anspruch-auf-Essensmarken
      Tja, Ihr Trump tritt die kleinen Leute mit Füßen…

  8. Ergänzung, da es derzeit weltweit ein Überangebot an "Hitler-Darstellern" gibt, die sich im Ausdenken polizeistaatlicher Maßnahmen versuchen zu übertrumpfen:

    Der Faschismus der anderen
    22. September 2018 — Über Madeleine Albright, den freien Westen und die Feinde der Demokratie

    Madeleine Albright, die 81-jährige Ex-US-Außenministerin, ist beunruhigt über den Zustand der Welt. In ihrem neuen Buch „Faschismus – eine Warnung“ sorgt sie sich um die Demokratie und malt ein dunkles Bild der „neuen Autokraten“ von Trump bis Putin. Sie setzt deren Aufstieg in Verbindung zur Entstehung des Faschismus in den 1920er und 1930er Jahren.

    Albrights Buch ist ein Medienereignis, ein internationaler Bestseller, in den USA landete es auf Platz 1 der New-York-Times-Liste, die deutsche Übersetzung schaffte es im August auf Platz 4 der Spiegel-Bestsellerliste. Übersetzungen ins Spanische und Holländische sind ebenfalls bereits erschienen. Albright ist populär, auch in den Medien, sie gilt vielen als modern, liberal, ist bekannt für ihre uneitle Art und ihren Humor. Doch wie schlüssig ist ihre These? Und wie definiert die Autorin eigentlich den Begriff Faschismus?

    „Für mich ist ein Faschist jemand, der sich stark mit einer gesamten Nation oder Gruppe identifiziert und den Anspruch erhebt, in deren Namen zu sprechen, jemand, den die Rechte anderer nicht kümmern und der gewillt ist, zur Erreichung seiner Ziele jedes Mittel zu ergreifen, einschließlich Gewalt.“

    So schreibt es Albright gleich im ersten Kapitel – und da fangen die Probleme auch schon an. Denn nach dieser Definition könnte sie auch Barack Obama zum Faschisten erklären. Unbestreitbar griff er zur Erreichung politischer Ziele zu extremer Gewalt, warf Bomben auf zahlreiche Länder und beanspruchte dabei immer wieder, im Namen einer überlegenen Nation zu sprechen. So betonte er 2014, während seiner zweiten Amtszeit, in einer Rede vor Soldaten: „Ich glaube an die amerikanische Außergewöhnlichkeit mit jeder Faser meines Wesens.“ (1)
    (…)
    Gefördert von der Elite

    Die ersten Seiten des Buches beginnen mit der Schilderung der Flucht ihrer Familie aus der Tschechoslowakei 1939 vor den Nazis nach London, und später, nach ihrer Rückkehr in der Folge des Zweiten Weltkriegs, ihrer zweiten Flucht, diesmal vor den Kommunisten, die 1948 in Prag die Regierung übernahmen.

    Albrights Vater, Josef Korbel (1909-1977), bis zu seiner Flucht in die USA ein tschechischer Diplomat, hatte vor der Machtübernahme durch die Kommunisten gute Aussichten, Außenminister seines Landes zu werden. In den USA wurde er bald zu einem einflussreichen Universitätsprofessor. Zu seinen Studenten zählte in den 1970er Jahren die spätere US-Außenministerin Condoleezza Rice.
    (…)
    Die CIA lenkte aktiv die politische Forschung in den USA mit. Wer welche Studie schreiben durfte, war Gegenstand geheimdienstlicher Erwägungen.

    Albrights Vater wirkte hier als nützliches Rädchen in der großen Kampagne gegen den Kommunismus, mitfinanziert durch Stiftungen von Milliardären wie Rockefeller, die sich begründete Sorgen um den Fortbestand ihres gigantischen Reichtums machten, sollte der Kommunismus sich weiter ausbreiten. Gern spendierten die Reichsten der Gesellschaft da ein paar Millionen, um genehmen Wissenschaftlern den Weg zu ebnen und es ihnen zu ermöglichen, „Bücher über die Gefahr der Tyrannei“ zu schreiben.

    Das ist deshalb besonders verlogen, da in jener Zeit, Ende der 1940er Jahre, die CIA nicht nur damit begann, autoritäre und gewalttätige Rechtsextremisten in aller Welt zu fördern, solange sie nur den Kommunismus bekämpften (der das Privateigentum der Reichsten bedrohte), sondern selbst berüchtigte Nazis aktiv vor Verfolgung schützte und für sich arbeiten ließ. (3)

    Albright knüpft mit ihrem aktuellen Buch nun nahtlos an die familiäre Traditionslinie an. Dazu kommt das Element des Opportunismus.
    (…)
    Abgründe von Morallosigkeit

    Madeleine Albright ist nicht nur mitverantwortlich für die erste Bombardierung einer europäischen Hauptstadt nach 1945 (Belgrad 1999), sondern auch berühmt geworden für ihre 1996 getätigte Aussage die US-Sanktionen gegen den Irak seien die 500.000 verhungerten Kinder dort „wert“ gewesen. Eine weniger bekannte Episode ihrer Karriere veranschaulicht vielleicht noch deutlicher, dass diese Politikerin sich hinter den größten und bösartigsten Kriminellen der Gegenwart kaum zu verstecken braucht.

    1997, sie war gerade Außenministerin unter Präsident Bill Clinton geworden, nahm sie an einem informellen Frühstück im Büro des Sicherheitsberaters teil. Zu dieser Zeit führten die USA Überwachungsflüge über dem Irak mit U-2-Jets durch, die in großer Höhe operierten. Albright nahm beim Frühstück den ranghöchsten US-Militär, den Chef des Vereinigten Generalstabs, Hugh Shelton, vertraulich zur Seite und machte ihm einen Vorschlag: „Hugh, ich weiß, dass ich Sie das nicht fragen sollte, aber um in den Irak zu gehen und Saddam ausschalten zu können, brauchen wir ein wirklich extremes Ereignis – etwas, das uns in den Augen der Weltöffentlichkeit gut aussehen lässt. Könnten Sie dafür sorgen, dass einer unserer U-2-Jets ausreichend tief und langsam genug fliegt, um sicherzustellen, dass Saddam ihn abschießen könnte?“

    Shelton schilderte diese Episode in seiner 2010 veröffentlichten Autobiographie, ohne Albrights Namen dabei direkt zu nennen. Aus dem Kontext heraus wird gleichwohl klar, dass es sich um die Außenministerin handelte. (5) Shelton war, seiner Darstellung zufolge, erschüttert über diesen Abgrund von Kriminalität und Morallosigkeit und antwortete recht schlagfertig: „Natürlich können wir …“, worauf Albright erfreut gelächelt und sich aufgeregt vergewissert habe: „Wirklich?“ Shelton präzisierte seine vermeintliche Bereitschaft dann so: „Aber sicher. Sobald wir Sie zum Fliegen ausgebildet haben, werde ich Sie so tief und langsam fliegen lassen, wie Sie nur wollen.“ Albright darauf: „Ich wusste, dass ich Sie das nicht hätte fragen dürfen …“

    Man sollte diesen außergewöhnlichen Dialog in Ruhe auf sich wirken lassen: Die amtierende US-Außenministerin wollte den ranghöchsten Militär für eine Verschwörung gewinnen, mit dem Ziel, die eigene Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit zu täuschen, um einen Krieg vom Zaun brechen zu können. Und die gleiche Person „warnt“ heute mit erhobenem Zeigefinger vor den Feinden der Demokratie. Absurder geht es kaum.
    (…)
    Wenn Albright ihr Buch mit einem ausführlichen – und durchaus kundigen Kapitel – zum Aufstieg Benito Mussolinis beginnt, dem Begründer des Faschismus, dann vergisst sie dabei, vielleicht nicht zufällig, zu erwähnen, dass Mussolini bereits 1917, damals noch Journalist und Herausgeber einer Zeitung, umgerechnet mehr als 300.000 Euro vom britischen Geheimdienst erhielt, um in Italien weiter für den Krieg zu trommeln und Friedensdemonstranten verprügeln zu lassen. Die Geschichte des Faschismus ist komplex und der „liberale Westen“ auf vielfältige Weise darin verwoben.

    Möglicherweise sympathisieren manche der heutigen Faschismus-Warner im Establishment insgeheim mit António Salazar. Dieser faschistische Führer Portugals, (das unter seiner Herrschaft 1949 Gründungsmitglied der Nato war), hielt die Demokratie insgesamt für eine Einbildung. Überliefert ist sein Bekenntnis: „Ich glaube nicht an das allgemeine Stimmrecht, ich glaube nicht an die Gleichheit, ich glaube an die hierarchische Ordnung.“ Und, so schrieb es der Spiegel anlässlich seines Todes 1970: „Er glaubte an die Macht.“

    Auch wenn Albright kein Anhänger Salazars sein sollte – dass sie diesen Glauben mit ihm teilt, hat sie in ihrem Leben hinreichend bewiesen.
    (Paul Schreyer)

    Nach diesem Exkurs nochmals kurz zur Farce der Wahl, da, man bringt sich nicht nur in Übersee, sondern auch hier bereits in Stellung. Womit Stellung den Bückling vor dem Geldadel meint und natürlich auch direkt mit dem zusammenhängt was derzeit global geschieht:

    In der Volkssouveränität drückt sich also das Recht auf eine politische Selbstbestimmung aus. Diese Selbstbestimmung soll gerade sicherstellen, dass jeder Bürger einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen haben kann, die das eigene gesellschaftliche Leben betreffen. Zentrale Bereiche einer Gesellschaft dürfen nicht von einer demokratischen Legitimation und Kontrolle ausgeklammert werden. Da die Wirtschaft zweifellos hierzu gehört, sind — wie schon vor fast hundert Jahren der einflussreiche politische Philosoph John Dewey bemerkte — die Kriterien einer Demokratie so lange nicht erfüllt, wie die Wirtschaft autoritär organisiert und einer demokratischen Kontrolle entzogen ist. Das beantwortet noch einmal die Frage, ob es eine kapitalistische Demokratie geben kann.

    Schauen wir uns nun unsere Verfassungswirklichkeit an. Im Grundgesetz findet sich in der floskelhaften Bestimmung des Artikels 20, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, die Idee der Volkssouveränität zwar wieder, doch wird sie sogleich durch den extrem repräsentativen Charakter des Grundgesetzes wieder unterlaufen. Das Grundgesetz ist durch tiefes Misstrauen gegenüber dem Volk gekennzeichnet. Dieser konstitutionelle Schutz vor dem Volk genügt indes den anti-demokratischen Bedürfnissen der Machteliten nicht. Schon seit den Anfängen sind sie daher bemüht, die in der Verfassung enthaltenen demokratischen Elemente zu schwächen, zu unterlaufen oder zu beseitigen. Dabei bediente und bedient man sich einer systematische Angsterzeugung durch wechselnde Feindbildern und Bedrohungskulissen, um die Duldung der Öffentlichkeit für immer weiterreichende autoritäre Maßnahmen und für einen Abbau von Grundrechten zu erreichen.
    (Rainer Mausfeld, Die verhinderte Demokratie, Rubikon)

  9. Was für ein mieser Beitrag, mal wieder, von Herrn Bröckers….
    Die ideologische Brille sitzt fest auf der Nase.

    Inhaltlich so schlecht, dass dieser Artikel auch im Spiegel stehen könnte.
    Dem Spiegel ist Herr Bröckers mittlerweile näher als KenFm.

    Wenn er dann noch Biden etwas positiver darstellt, darf er bestimmt bald auch in der Tagesschau kommentieren. Viel fehlt nicht mehr.

    @ Herr Bröckers

    Wenn Sie schon mal auf KenFm sind lesen Sie doch auch mal Beiträge wie den folgenden (erst gestern veröffentlicht):
    https://kenfm.de/programmiertes-chaos-was-washingtons-trump-gegner-nach-der-wahl-planen-von-whitney-webb/

    Als Ansatz wäre das schon mal ein Anfang und würde evtl. dazu führen, dass Sie Ihren "Kunstwerk" oben etwas differenzierter betrachten. Aber wir wissen beide, dass das nicht geschehen wird 🙂

    • Ach ne, der Matze mal wieder. Da sieht man aber wieder, was das noch für ein freies Land ist, wenn solch ein dummes Zeug veröffentlich werden darf.

      Hitler-Darsteller, der Bröckers ist einfach undicht. Klar, war wieder voll Spaß und Satire.

      Bezeichnend, dass so ein Typ als alternativ durchgeht. Einmal 68er und dann nichts mehr dazugelernt.

      Der Trump könnte persönlich Katzenbabies aus dem Versuchslabor retten, die Opas aus 68 ff. würden sicher nur Dinge finden, die auf Hitler deuten.

      Das Niveau ist vergleichbar mit dem hier, das ich mir heute auf der Autofahrt mal gegeben habe.

      swr.de/swr1/bw/swr1leute/josef-braml-politikwissenschaftler-100.html

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