Atomare Zeitbomben der sog. „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft

Von Bernhard Trautvetter.

Am gestrigen Montag waren die 24 Milliarden Euro fällig, mit denen sich die vier atomaren Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall auf einen Schlag von den Endlagerkosten für die Hinterlassenschaften der Nuklearindustrie freikaufen. Die nächsten 1 Mio. Jahre soll dann der Staat, also die Steuerzahlergemeinschaft, die Risiken übernehmen. Die Atomkonzerne bleiben lediglich für die Stilllegung und den Abriss der Atomkraftwerke verantwortlich. Dann haben sie zwar die Profite der Nutzungsjahre eingestrichen, aber die unüberschaubaren Folgelasten sind sie los. Der Kapitalismus orientiert auf die Privatisierung der Gewinne. Weltweit.

Über sechs Jahre nach dem „Super-Gau“ in Fukushima am 11. März 2011 haben sich Manager des Energiekonzerns Tepco wegen der ihnen vorgeworfenen Missachtung von Gefahren vor Gericht zu verantworten. Ein solcher Prozess gegen Führungskräfte eines solchen Großkonzerns ist ein höchst ungewöhnlicher Akt.

Aber eins nach dem anderen: „Super-Gau“ ist ein verharmlosendes Wort. „Gau“ ist „größter anzunehmender Unfall“. Außer einem größten solchen Unfall gibt es dann also noch einen größeren als den größten, das ist ein Super-Gau.

Der Vorwurf gegen die Manager stütz sich unter anderem auf die Information, dass der Konzern seit 2008 gewarnt war: Ein konzerninternes Dokument für eine Tagung im Jahr 2008 legt offen, dass Experten befürchteten, ein Tsunami von mehr als 15 Metern könnte die Anlage gefährden, wie die Japan Times veröffentlichte.

Eine Expertenkommission erklärte 2012, es handele sich bei der Katastrophe um ein „Desaster von Menschenhand“, entstanden unter anderem in einem „Beziehungsgeflecht zwischen Staat und Atomlobby“, so die Tagesschau vom 30.06.2017.

Diese Menschenhand ist noch immer nicht im Griff.

Greenpeace schrieb dazu letztes Jahr: “ ‚Ich habe daran geglaubt, dass Japans fortschrittliche Technologie einen nuklearen Unfall wie in Tschernobyl verhindern würde‘, sagt Naoto Kan, Japans Premierminister zur Zeit der Fukushima-Katastrophe. Doch er ist passiert – und das hat Kans Leben verändert. Heute wirbt er für Japans Ausstieg aus der Atomenergie. Vor dem fünften Jahrestag des Reaktorunglücks lässt er sich an Bord des Greenpeace-Schiffs Rainbow Warrior erklären, wie Strahlenschutzexperten die radioaktive Belastung des Pazifiks vor Fukushimas Küste messen. (…) ‚Das Fukushima-Desaster hat bislang ungekannte Mengen Radioaktivität ins Meer freigesetzt‘, so Thomas Breuer, Leiter der Klima- und Energiekampagne von Greenpeace Deutschland. (…) 1,4 Millionen Tonnen radioaktiv verseuchtes Kühlwasser aus den havarierten Reaktoren ließ der AKW-Betreiber Tepco nach dem Gau in den Pazifik abfließen. Auch anschließend gab es beträchtliche Austritte kontaminierten Wassers ins Meer. Bis heute wäscht der Regen aus den umliegenden Bergen und Wäldern immer wieder radioaktive Partikel in die Flüsse und schließlich in den Pazifik. Diese Verseuchung des Ozeans wird noch hunderte Jahre andauern.“

Der Zeithorizont von hunderten Jahren ist für sich genommen schon ein Indikator für die Unfähigkeit der Menschheit mit einer Technologie klarzukommen, deren Hinterlassenschaften nachfolgende Generationen über solch lange Zeiträume schädigen. Was war vor z.B. 300 Jahren? Da gab es noch keinen Kapitalismus, keine Dampfmaschine, keine Industrie. Aber dieser Zeitraum ist ein Wimpernschlag in der Ewigkeit, um die es eigentlich geht. So schrieb der Spiegel am 10.5.2011: „In unscheinbaren Hallen in Deutschland stapelt sich hochgefährlicher radioaktiver Abfall. In den sogenannten Zwischenlagern werden jedes Jahr Hunderte Tonnen Atommüll aus Kernkraftwerken aufgeschichtet. Das Problem: Die Substanzen strahlen mit tödlicher Stärke – und das noch Millionen Jahre. Zwar blockieren Castorbehälter aus Stahl und Glas die Radioaktivität. Doch um den Atommüll für alle Zeit sicher zu entsorgen, fahnden Politiker und Wissenschaftler nach einem Endlager. Die jahrzehntelange Suche blieb allerdings bislang vergeblich – und so steht der Müll bis auf weiteres in den unsicheren Hallen.“

Vor einer Millionen Jahre lebte noch kein Homo Sapiens. Die Situation der Menschheit angesichts der Atomindustrie, ist mit der von den Mitfliegern in einem Interkontinentalflug zu vergleichen, die zwar schon in der Luft sind, für die es im Zielgebiet aber noch keinen Flughafen gibt.

Hinzu kommt die unverantwortliche Unbedarftheit im Umgang mit den durch bekannte wissenschaftliche Fakten bestehenden Gefahren.

In dieser Situation die Atomindustrie zu forcieren, ist ein Ausdruck von kurzfristiger Risiko-Herausforderung, in der Hoffnung, dass das Befürchtete ja vielleicht nicht so schlimm kommt. Es ist ein verantwortungswidriger Umgang mit dem Leben. Diese Verantwortungswidrigkeit wird noch gesteigert, wenn man sich folgendes vergegenwärtigt: Die Tatsache, dass Atomkraftwerke aufgrund des Erfordernisses ständiger Kühlung, um einen Gau zu verhindern, oft nahe an Küsten gebaut sind, stellt eine Gefahr wie die einer Zeitbombe dar. „So liegen zum Beispiel viele der Kernkraftwerke an der britischen Küste nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Und 1992 verursachte der Hurrikan Andrew erhebliche Schäden am Kernkraftwerk Turkey Point in der Bucht von Biscayne in Florida, wenn auch zum Glück nicht an betriebskritischen Systemen.“, so Die Welt am 15.3.2011.

Neben die Wasser-bezogenen Probleme treten Erdbebengefahren, die bei Fukushima ebenfalls zutage traten: Die Tsunami-Tragödie war die Konsequenz eines Seebebens. Japan liegt zum Beispiel „auf dem Rand der Pazifischen Platte, dem sog. ‚Feuergürtel der Erde‚, der durch besonders intensive Tektonik (Vulkane, Erdbeben) gekennzeichnet ist. Japan ist außerdem durch die hohe Anzahl beteiligter Erdplatten besonders gefährdet. Hinzu kommt, dass die Grenze der Ochotsk-Platte direkt die Hauptinsel Honshu in der Nähe von Kyoto schneidet.“

Ein solches Problem kann innerhalb der Existenzzeit der Hervorbringungen der Nuklearindustrie auch in Europa verheerend wirken; und zwar nicht nur dann, wenn ein Schrottreaktor wie der im belgischen Tihange – der auch das Ruhrgebiet mit seinen ca. 10 Mio. Einwohner bedroht und der von Deutschland mit Brennstab-Material versorgt wird – einen Gau erfährt. Dann brauchen sich für die nächsten Jahrhunderte im Ruhrgebiet keine Menschen mehr blicken lassen.

Die Erdbebengefahr kommt für die gesamte Zivilisation in Europa vom Mittelmeer bis nach Eurasien hinzu: „Ein wirklich verheerendes Beben ist – bezogen auf eine einzelne Stadt oder einen Ort – nur alle paar Hundert Jahre zu erwarten. Und gerade in jahrhundertealten Siedlungen, wie der jetzt schwer getroffenen Bergregion Zentralitaliens, ist es unmöglich, die komplette Stadtplanung nachträglich auf Erdbeben auszurichten. Ein Problem, das auch Metropolen haben. (…) Wie Istanbul zum Beispiel. Oder Lissabon. Dort ereignete sich das letzte verheerende Beben vor mehr als 250 Jahren und es mag scheinen, als hätten sich die Platten dort beruhigt. Doch Geologen wie Onno Oncken wissen: ‚Ruhe gibt es nicht.‘ Es kann in Europa jederzeit zu einem schweren Beben kommen. Mit Pech liegt das Epizentrum mitten in einer Großstadt.“

Neben die Ignoranz gegenüber sichtbaren unverantwortbaren Bedrohungen tritt der Terror der Profit-Priorität zugunsten der Konzerne: Sie haben das Recht, satte Rendite aus dem Atomgeschäft einzustreichen und dann der Menschheit die Folgen für die nächsten 1 Mio. Jahre zu hinterlassen: „Die Atomkonzerne können sich für 23,6 Milliarden Euro von sämtlichen Kosten für Zwischen- und Endlagerung ihres Strahlenmülls freikaufen. Ist das ein Aufreger? Ja und nein. Die Steuerzahler werden am Ende höchstwahrscheinlich auf Milliardenkosten sitzen bleiben. Allerdings ist der Ansatz durchaus richtig: Der Staat muss die Entsorgung selbst in die Hand nehmen und darf diese Aufgabe nicht den Atomkonzernen überlassen. Die haben nämlich ein Interesse am günstigsten, nicht am sichersten Endlager.“ [Freitag 31.10.2016]

Hier wird sichtbar, dass der Kapitalismus sich mit der von der Nuklearindustrie ausgehenden Gefahr nicht im Sinne der Menschen und des Lebens versöhnen lässt: Ein System, in dem Betriebe auf Kosten des Lebens die Priorität der Rendite haben, ist unfähig, der Menschheit im Atomzeitalter die Sicherheit zu geben, die das Leben braucht.

Fassen wir zusammen: Der Prozess gegen die Manager von Tepco ist so lächerlich wie vermutlich im Detail sachlich richtig. Die Verbindung von Atomlobby und Politik stellt eine bei Licht gesehene intolerable Zukunftsgefährdung für die Menschheit dar. Wir müssen die Atomindustrie zur Geschichte machen, ehe das Vorhersehbare überraschend eintritt. Und das gleiche gilt für das System des privaten Profits im Konkurrenzkampf der Einzelkapitale, das ich Kapitalismus nenne. Diese Aufgabe bedarf des Zusammenwirkens aller Kräfte guten Willens, ohne dass es eine Gewissheit auf Erfolg geben wird. Es gibt dazu einfach keine mir sichtbare Alternative.

Infos über die Anti-Atom-Bewegung aus erster Hand findet man beim „wichtigsten deutschen Bürgernetzwerk gegen Atomkraft“, wie es die ZEIT am 22.11.2012 titulierte :
https://www.ausgestrahlt.de
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/tihange-menschenkette

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

16 Kommentare zu: “Atomare Zeitbomben der sog. „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft

  1. Wenn eine Anlage gebaut wird, sagen wir mal ein Staudamm, dann überlegen sich die Ingenieure, was denn der grösste anzunehmende Unfall sein könnte. Dafür gibt es Regeln, z.B. könnte man sagen: „Die Anlage muss alle Naturkatastrophen der vergangenen 1000 Jahre ohne wesentliche Konsequenzen überleben können.“ Dann sucht man das grösste dieser Ereignisse heraus – sagen wir ein Erdbeben – und baut den Staudamm so, dass dieser das aushält. Das nennt man Gau. Von einem Super-Gau spricht man bei Ereignissen, die heftiger waren als das; also ein Erdbeben, wie es seit über 1000 Jahren nicht eingetreten ist, würde dann den Staudamm zum Einsturz bringen. Das Tal würde geflutet und ein Chemie-Werk weggeschwemmt und ganze Landstriche wären über Jahrzehnte vergiftet.

    Was ich damit sagen will ist: Es gibt immer den Super-Gau. Alles was wir machen können ist den Gau – bzw. das Restrisiko – zu definieren. Da aber bei Dingen darüber hinaus, also bei Super-Gaus es oft unmöglich ist die schwere der möglichen Schäden abzuschätzen, ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll diese Definition auf eine bestimmte Technologie festzusetzen, sondern es sollte eine möglichst objektive, neutrale Definition sein. Natürlich ist es schwieriger ein solches Schreckensszenario für Photovoltaik zu finden, aber da würde ich beim Chemie-Werk, das die benötigten Materialien produziert, suchen.

    Ich halte es für hochgradig Schwachsinnig in einer Atom-Panik die Atomkraft komplett zu verwerfen, bloss um festzustellen, dass der Strom nicht reicht und man dann z.B. Kohlekraft verwenden muss (wie es aktuell in Deutschland der Fall ist). Denn bei den Fossilen Energieträgern von Risiko zu sprechen ist eigentlich lächerlich, da wissen wir ganz sicher, dass es zu einer Katastrophe kommen wird, wenn wir nich endlich das ausgestossene CO2 anfangen irgendwie aus der Atmosphäre wieder zu entfernen (nicht bloss aufhören neues auszustossen). Und auch das wird unheimlich teuer werden.

    Das mit den Radioaktiven Stoffen ist so eine Sache: Es gibt sie immer und überall in der Natur. Wir können die z.B. aus dem Boden holen und den nutzbaren Teil verwerten und was dann übrig bleibt tun wir wieder zurück. Machen wir das nicht, so strahlt das halt ohne Nutzen für uns ein paar Mio. Jahre lang vor sich hin. Nutzen wir es, so wird natürlich das Material bewegt und kommt u.U. irgendwo hin, wo es nicht so viel hatte zuvor.

    Eventuell ist es dann – unter Berücksichtigung aller Risiken und Alternativen – tatsächlich so, dass die Atomkraft an gewissen Orten durchaus sinnvoll ist und wenn nicht, dann eben nicht. Aber aus Prinzip darauf zu verzichten halte ich für dumm.

    • Angesichts des Aufeinanderprallens gegensätzlicher Szenaria halte ich es technologisch für not-wendig, alternative Entwicklungspfade zu erringen: Regenerative Energien und Kraft-Wärm-Kopplung sowie ein Zurückfahren der individuellen Auto-Mobilität mit Verbrennungsmotoren und Akku-Batterien (deren CO2-Bilanz auch noch fraglich ist). Nach https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/kohlekraftwerke_im_bau_und_in_planung_tabelle_dez_2014.pdf sind im Zeitraum von 2014 bis 2030 alleine in Deutschland 13 neue Kohlekraftwerke in Planung/im Entstehen. Auf die Welt umgerechnet hieße das eine Zunahme um mehrere Hundert. Ein Gegner der Atomindustrie muss nicht für fossile Energien sein. Alleine in Deutschland fahren ca. 45 Mio. Autos. Der Energieverbrauch der USA ist im Sommer über dem des Winters (wegen der Klimaanlagen)…
      Warum schaffen wir es nicht, die Zukunftsgefährdungen abzuwenden? => keine Zeit. !! DAS DARF NICHT SEIN !
      Es gibt keine verantwortbare Alternative zu einer ökologischen Wende, angefangen bei Abrüstung,…

    • Zitat „Ich halte es für hochgradig Schwachsinnig in einer Atom-Panik die Atomkraft komplett zu verwerfen,, bloss um festzustellen, dass der Strom nicht reicht“
      Dazu habe ich dies anzumerken: angesichts der Katastrophe, die sich da am Rand des Pazifiks immer noch abspielt und droht, den gesamten Ozean zu verseuchen, ist es doch etwas blauäugig, da noch auf die Atomkraft zu setzen, zumal mit den folgen dieser GAUs (sind ja nach Ihrer Definition keine Supergaus mehr) noch auf die Atomkraft zu setzen, zumal ihre Gesamtbilanz angesichts von Harrisbuirg, Tschernobyl , Fukushima und ihrer Folgen langsam weit ins negative rutscht (der Energieaufwand für Betrieb, Brennstoffherstellung, Müllentsorgung, Katastrophenfolgenbeseitigung- so unvollständig sie auch sein mag, Katastrophenfolgekosten) arg ins Negative rutscht- es also keinen Energiegewinn, sondern Verlust bringt, Atomkraft zu nutzen.
      Was den 2. Teil des Zitats angeht: Noch vor 100 Jahren war der Energieverbrauch pro Kopf ein Bruchteil dessen, was heute verbraucht, ja selbst im alternativen Bereich produziert wird. Also mit Weniger Energie kann man durchaus als Menschheit überleben, aber nicht mit radioaktiv verseuchter Umwelt und Lebensmitteln.

    • Zitat „Das mit den Radioaktiven Stoffen ist so eine Sache: Es gibt sie immer und überall in der Natur. Wir können die z.B. aus dem Boden holen und den nutzbaren Teil verwerten und was dann übrig bleibt tun wir wieder zurück.“
      In den AKWs werden aber massig neue und in der Natur nicht vorkommende Substanzen erzeugt, und das „Zurücktun“ des Abfalls wirft bisher unlösbare Probleme auf, abgesehen davon, dass sich einige der radioaktiven Substanzen durch AKW-Betrieb in der Ökosphäre anreichern, womit die „natürliche“ Strahlenbelastung ansteigt.Übrigens: Was heute als natürliche Strahlung bezeichnet wird ist inzwischen doppelt so viel, wie noch vor 100 Jahren- die Atombombenversuche, AKW- Betriebe und -Unfälle lassen grüßen. Das wird aber in der Propaganda der Atomindustrie geleugnet, dürfte aber zu einem nicht unerheblichen Teil zu der gestiegenen Krebsrate beitragen.

    • Zitat „ber aus Prinzip darauf zu verzichten halte ich für dumm.“
      Das ist durchaus richtig, aber es ist einfach so, dass die Tatsachen gegen die Atomkraft sprechen und zur Zeit nicht absehbar ist, ob sich da etwas dran ändern könnte.

    • 1. Ich bin auch der Meinung, dass man es schaffen kann „genug“ Strom zu produzieren ohne übermässige Risiken eingehen zu müssen. Dabei sollten aber Risiken, nicht Technologien, ausgeschlossen werden.
      2. Fukushima war ein Super-Gau, das war ein so grosser Tsunami, womit die nicht gerechnet hatten.

  2. 1. Die 24 Milliarden wurden fällig, weil die von der Mehrheit des deutschen Volkes völlig legal ins Amt gewählte Regierung zu inkompetent war, um den Vertrag hieb und stichfest machen zu lassen. So weit bekannt wurde keiner der Fachleute belangt, die den Steuerzahler jetzt mit 24 Milliarden belasten, die an Anteilseigner gehen.
    Ganz im Gegenteil bekommen diese weiterhin ihr perverses hohes Juristen Gehalt weiterhin in vollem Unfang, bis sie auf eine 5stellige Alters-Pension zugreifen können.

    90% der 65% die zum Wählen gehen haben eine der 5 Einheitsparteien gewählt… und werde sie im September wieder wählen .

    2. Nur ein Dummkopf kann Fukushima als Super Gau bezeichnen. Was dort passiert ist, ist eine Kleinigkeit verglichen mit dem was passiert wenn AKW tatsächlich mal in die Luft fliegt. Wobei dies ja auch bei Fukushima noch lange nicht ausgeschlossen werden kann. Man hat dort, wenn man mal genauer recherchiert, noch nicht das Geringste wirklich im Griff. Für die meisten anstehenden Probleme hat man noch nicht mal eine Idee, wie man das angehen könnte.
    Ja, jetzt ein paar 80jährige gerichtlich zu bestrafen, wird all diese Probleme ganz sicher nicht lösen. Aber wer, egal wo auf der Welt, etwas anderes erwartet ist ein Dummkopf!
    Die „Schuldigen“, die ja selber letztlich nur „Funktionäre“ sind, werden dann übrigens aus demselben Haufen, typischer weisser, alter, ebenso inkompetenter Männer ersetzt!
    Und die AKW Lobby hat ja niemals aufgehört weltweit daran, wegen des Klimawandels auch künftig neue AKWs zu bauen.
    Nun raten sie mal was also bald passieren wird….

    3. Das hervorragende Naoto Kan Interview, das damals Johanes Hano geführt ist natürlich aus dem Internet verschwunden. Recht gute Zusammenfassung hier:

    http://www.presseportal.de/pm/7840/2670582

    Gut und sehenswert, wie übrigens alles von dem Mann, der Nachfolge Bericht von Hano auf YouTube, von dem manwohl auch deshalb auf ZDF nichts mehr hört oder sieht

    https://www.youtube.com/watch?v=qAHuy9UwhW4

    4. „Fassen wir zusammen: Der Prozess gegen die Manager von Tepco ist so lächerlich wie vermutlich im Detail sachlich richtig. Die Verbindung von Atomlobby und Politik stellt eine bei Licht gesehene intolerable Zukunftsgefährdung für die Menschheit dar. Wir müssen die Atomindustrie zur Geschichte machen, ehe das Vorhersehbare überraschend eintritt. Und das gleiche gilt für das System des privaten Profits im Konkurrenzkampf der Einzelkapitale, das ich Kapitalismus nenne. Diese Aufgabe bedarf des Zusammenwirkens aller Kräfte guten Willens, ohne dass es eine Gewissheit auf Erfolg geben wird. Es gibt dazu einfach keine mir sichtbare Alternative.”

    Alles korrekt, aber wie immer fehlt der Satz: „Da es keine Alternative gibt, sind wir diesem Stand der Dinge ausgeliefert und es gibt KEINE Möglichkeit etwas daran zu ändern! KEINE !

    • Es gibt immer wieder Ereignisse, die uns positiv überraschen. Die Zukunft hat die Eigenheit an sich, offen zu sein. Aufgeschlossenheit gegenüber dem Unwahrscheinlichen hat schon viele Überraschungen mit sich gebracht. Mein Engagement entspringt dem Motiv, nicht aufzugeben. Das habe ich von den Antifaschisten gelernt, die Hitlers Todeslager überlebt haben…

    • ja, Herr Trautvetter, das ist gut gesagt. Ich glaube auch immer noch an Wunder. Es bleibt mir ja auch gar nicht anderes übrig, denn ein Leben in Verzweiflung ist ja unsinnig und negativ. Es gibt ja tatsächlich auch ständig immer wieder die kleinen erfreulichen Wunder. Warum sollte es dann nicht auch große geben? Ein ständiges Wunder ist für mich sowieso immer die unbeirrt von aller Missachtung wachsende Natur. Wie sich z.B. sogar kleine Blümchen ihren Weg zum Licht durch Betondecken brechen…

    • Nur mal so… angesichts der 71 Millionen die den Herrn NICHT überlebt haben erscheint ihnen so ein Widerstand erstrebenswert?
      „Das habe ich von den Antifaschisten gelernt, die Hitlers Todeslager überlebt haben…“ … und von den anderen haben sie nichts gelernt?

    • Specht, sie unterliegen da einem Irrtum… das Gegenteil vom „an Wunder glauben“, also das Gegenteil der Dummheit ist eben keineswegs „ein Leben in Verzweiflung ist ja unsinnig und negativ“. Ganz im Gegenteil…

      Das Gegenteil davon ist es, sich die Realität anzuschauen, und sich weigern Märchen und Lügen noch länger zu glauben.

      Diese Welt ist wunderschön, sie ist das einzige Paradies in dem wir je leben werden, und dies ist das einzige Leben das wir haben. Es ist ihr Leben und sie dürfen es mit jedem Unsinn verbringen, den sie wollen. Man kann aber besser.
      Sein Leben an den Widerstand gegen Dummheit, Habgier und Brutalität zu verschwenden ist, wenn es denn sowas wie eine Sünde geben sollte, die einzige, die es wirklich gibt.
      Ein Vergehen gegen sich selbst, eine Verschwendung des Potentials das das Leben jedem schenkt.

    • Was cgibt es an Ihnen falsch zu verstehen?

      Sie sehen es…. aber anstatt sich umzudrehen und wegzugehen jammern sie mit im Chor der Doofen!

      PS Ersparen sie uns bitte die lächetrlichen Ausreden, warum das gerade bei ihnen nicht geht….

  3. Anbei einige weiterführende links:

    Atomunfall.de – die schwersten Atomunfälle in kerntechnischen Anlagen

    Tschernobyl und Fukushima sind Synonyme für Atomunfälle katastrophaler Grösse.
    Orte wie Harrisburg, Sellafield, Majak, Tomsk-7 und Tokaimura bekamen einen unangenehmen Beigeschmack für eine nicht beherrschbare, lebensverachtende Industrie.

    Auf Atomunfall.de finden Sie eine Liste der schwersten Atomunfälle seit 1945 bis heute in kerntechnischen Anlagen (z.B. Atomkraftwerken, Forschungsreaktoren, Wiederaufbereitungsanlagen etc.)

    Bei der Bewertung, ob ein Atomunfall oder nur ein Störfall vorliegt, orientieren wir uns an der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse: INES (englisch für „International Nuclear Event Scale“).
    http://www.atomunfall.de/

    Recht aktuell:

    Nukleare Kontrollbehörde der Ukraine: Rauch im Reaktorblock 3 von Tschernobyl entdeckt
    https://deutsch.rt.com/europa/52321-nukleare-kontrollbehorde-ukraine-rauch-entdeckt-tschernobyl/

    Tickende Zeitbombe? Dutzende neue Risse in belgischem Atomreaktor entdeckt
    https://deutsch.rt.com/international/52166-tickende-zeitbombe-dutzende-neue-risse-in-belgischem-atomreaktor-entdeckt/

    Zum Atommüllablasshandel und dem AKW Brokdorf:

    Atommüll: Risiko wird sozialisiert

    Derweil haben gestern vor dem schleswig-holsteinischen AKW Brokdorf Aktivisten mit einer Blockade begonnen. Die Umweltschutzaorganisation Robin Wood verweist in einer Pressemitteilung auf die Probleme, die vor einigen Wochen bei der routinemäßigen Revision des dortigen Reaktors sichtbar geworden seien, der seit dem noch nicht wieder ans Netz ging. Daran werde deutlich, dass niemand die Prozesse im Reaktor nachvollziehen können und daher sei es skandalös, ihn erst 2021 stillzulegen.
    https://www.heise.de/tp/news/Atommuell-Risiko-wird-sozialisiert-3649960.html

    Abschließend, da Frau Merkel wohl einmal mehr durchgewunken wird, zur höchsten Position der Sachverwaltung im Dienste des Kapitals für Deutschland:

    Merkel wusste seit 1996 von Atommüll-Risiken der Asse
    https://www.greenpeace.de/presse/presseerkl%C3%A4rungen/merkel-wusste-seit-1996-von-atommuell-risiken-der-asse

    Atom-Endlager vor dem GAU – was wusste Kohls Umweltministerin Angela Merkel?
    http://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/umwelt/atom_endlager.html

    … der gleiche Beitrag nochmals bei Youtube:
    https://www.youtube.com/watch?v=Eh6N-MYGhhM

    … und in aller Kürze:
    Die Endlagerung der Angela Merkel
    https://www.youtube.com/watch?v=0TzUDj-gMzk

  4. Was können wir anderes erwarten, wenn das Denk-und Handel-Prinzip der Menschheit, bzw. derjenigen, die sich in dieser Menschengesellschaft an die Spitze der Machtpyramide gehievt haben, allein von Profitgier besessen ist?

    • Natürlich können wir nichts anderes erwarten….

      Aber trotzdem ist es der Kapitalismus, der der Welt zum ersten Mal seit Menschenbestehen, unfassbar vielen von ihnen ein schönes Leben ermöglicht. Vergleichen sie das mal mit früheren Zeiten…. wie viele mittlerweile wissen, haben wir ein „Vertzeilkngproblem“.

      Es können also keineswegs Profit&Habgier ALLEINE sein, die das Problem sind.

      Es wäre ja kein prinzipielles Problem für eine Regierung eine Änderung der Vermögens-, Erbschafts- und Finanztransaktions-Steuer durchzuziehen. Aber solche Regierung wird auch in den aufgeklärtesten Demokratien nicht gewählt.
      Statt desen jammert man lieber über „deijenigen, die sich in dieser Menschengesellschaft an die Spitze der Machtpyramide gehievt haben“…
      Ja, dIe haben sich gehievt, weil ihr sie hbt hieven lassen! Und bei freien demokratsichen Wahlen, wählt ihr die Leute, die das ermöglichen…

      Ach, ist das ein schönes Gefühl, wenn man selbstgerecht jammern und auf andere mit dem Fingern zeigen kann, gell?

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