Attac-Palaver mit Ernst Wolff: The Great Reset – die Agenda des digital-finanziellen Komplexes

Vortrag von Ernst Wolff in München, am 26.10.2020, um 19:30 – 22:00 Uhr, im Eine-Welt-Haus, Schwanthaler Straße 80

Zwölf Jahre nach dem Beinahe-Crash von 2007/08 hat die Politik die Corona-Pandemie zum Anlass genommen, fast die gesamte Weltwirtschaft im Zuge eines „Lockdowns“ lahmzulegen. Die Folgen sind dramatischer als die der „Großen Depression“ (Weltwirtschaftskrise 1930): Millionen Menschen haben ihre Jobs verloren, es wurden die größten jemals aufgebrachten Summen ins Finanzsystem gepumpt, die Welt sitzt auf dem höchsten Schuldenberg aller Zeiten.

Vor allem hat die weltweite soziale Ungleichheit ein nie gekanntes Ausmaß angenommen. Während die Vermögen der Multimilliardäre schneller als je zuvor zugenommen haben, sind die Löhne von 1,6 der 2 Milliarden Menschen, die in nicht geregelten Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, um sechzig bis achtzig Prozent eingebrochen.

Größte Profiteure der Krise waren noch vor den Ultrareichen die großen IT-Konzerne, allen voran Microsoft, Apple, Google, Amazon und Facebook, deren Macht bis ins Unendliche angewachsen ist und die ihre fast unumschränkte Monopolstellung zurzeit nutzen, um uns in eine von ihnen beherrschte Zukunft zu führen.

Ihre Vision einer vollständigen Digitalisierung unseres Lebens lässt sich jedoch nicht mit den bestehenden politischen und wirtschaftlichen Strukturen vereinbaren. Deshalb setzen die Giganten aus dem Silicon Valley auf den „Great Reset“ – die radikale Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft zu ihren Gunsten.

Was das für uns alle bedeutet, welche Folgen diese Strategie hat und welche Möglichkeiten uns bleiben, dagegen anzugehen, wird Ernst Wolff in seinem Vortrag erläutern.

Referent: Ernst Wolff, geboren 1950 in Südostasien, zur Schule gegangen in Deutschland, Studium in USA, ist Autor und Journalist. Sein Schwerpunkt ist die Kritik des globalen Finanz- und Geldsystems, besonders der Rolle des IWF, der Weltbank, der Federal Reserve, des Bretton-Woods-Systems und des weltweit verbreiteten Fiatgeldes.

Mehr: https://youtu.be/tJI4-s0BBQQ (Ernst Wolff im Mai 2019 bei Attac München)

Kontakt: Renate, Ekke, Achim, palaver@attac-m.org (Archiv)

Kurzlink zu dieser Website: t1p.de/attacm-palaver10-2020

Das Attac-Palaver richtet sich an alle an dem jeweiligen Thema interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das Palaver findet monatlich statt, meist am letzten Montag des Monats. Es bietet Informationen, Überlegungen und Gelegenheit zur Diskussion. Es dient der eigenen Meinungsbildung zu dem, was geschieht.

Ort: Eine-Welt-Haus, Schwanthaler Straße 80, 80336 München
Datum: Montag, den 26.10.2020
Uhrzeit: 19:30 – 22:00 Uhr

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3 Kommentare zu: “Attac-Palaver mit Ernst Wolff: The Great Reset – die Agenda des digital-finanziellen Komplexes

  1. "Verschwoerung" ist natuerlich Quatsch. Niemand mit einigermassen realitaetsadaptiertem Hirn "schwoert" abenteuerlich bei Gott, Satan und sonstigen Absurditaeten.
    Es gibt aber manchmal, oft, gemeinsame Interessen.
    Z. B. von Menschen, die in aehnliche Positionen hineingewuerfelt wurden. Z. B. tausendfacher Millionaer zu sein.
    z. B.: daran nix aendern zu wollen, allenfalls zwei- oder mehrfachtausender Millionaer werden zu wollen.
    Da braucht sich auch niemand "verschwoeren". Umstaendehalber aehnliches Tun/Verhalten ist da ganz einfach wahrscheinlich. Z. B. das Bestreben jedes Milliardaers, seine Milliarden nicht von 8 Milliarden armen Habenichtsen umverteilen lassen.
    Also Journalisten und Politkomiker z. B grosszuegig einzukaufen, damit die nicht den Mist machen, das Geld an die erarbeitenden Schlucker und Fronsoldaten zurueckzuverteilen zu wollen.
    Wolff z. B. hat sich vermutlich nicht kaufen lassen wollen.
    Deshalb sind seine Themen fuer uns alle sehr wichtig.
    Hoeren Sie genau hin…….

  2. glücklicherweise war es dem corona-ausschuss.de nunmehr möglich, Ernst Wolff zum Zusammenbruch unseres Finanzsystems anzuhören (https://youtu.be/YCbcslfBR6Y). Nicht, daß ich es nicht putzig finde, wenn die Stacheln eines Virus, das es gar nicht gibt, hier auf KenFM permanent gezählt werden, aber so ganz nebenbei könnten wir uns doch auch mal 5 Minuten mit dem größten wirtschaftlichen Zusammenbruch der Weltgeschichte befassen, aber natürlich erst, wenn die virologischen Fragen geklärt sind.

  3. Ich weiß nicht, warum Ernst Wolff eine Verschwörung von superreichen Individuen ausschließen will, oder nicht für so wichtig hält. Er sagt selbst, das diese untereinander super vernetzt sind. Dass einmal ein Außenseiter wie Jeff Bezo aufsteigen kann – eine Schwalbe macht doch keinen Sommer. Die USA werden doch von den privaten Eigentümern der Fed seit Anfang des 20. Jahrhunderts wesentlich bestimmt. Wenn Bill Gates einen Warren Buffet als Freund hat, das ist doch ebenfalls eine erhebliche Kapitalkonzentration, wohl dem, der solche Freunde hat. Und last- but not least: Trotz der gleichlautenden Parole haben es die Proletarier aller Länder nicht geschafft, sich zu vereinigen. Es sind ja auch ziemlich viele. Die Superkapitalisten aller Länder könnten sich theoretisch viel leichter einen.

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