Auch das noch: Putin hat die US Wahlen gehackt!

von Dirk Pohlmann.

Der Hintergrund:

Wie alle zuverlässigen Fernsehzuschauer mit gefestigter transatlantischer Weltanschauung wissen, ist die hochgerüstete Supermacht Russland (Rüstungsetat 2017: 44 Milliarden) in aller Welt auf dem Vormarsch und die nahezu wehrlose NATO (Rüstungsetat 900 Milliarden) auf dem Rückzug. Zum Beispiel umstellt Russland die USA. (Die besitzt mindestens 701 Militärstützpunkte in 42 Ländern, davon 114 in zusätzlich 7 US Übersee-Territorien, zählt man auch die jederzeit nutzbaren Basen befreundeter Nationen hinzu sind es ca. 1000 Militärstützpunkte). Für diese mörderische Umzingelung nutzen die Russen die geballte Macht ihrer 27 Militärstützpunkte. Na gut, es sind eigentlich nur 3, zwei in Syrien, einer in Vietnam. Die restlichen 24 sind alle in ehemaligen Sowjetrepubliken. Nochmal na gut, in Vietnam haben die USA auch einen Stützpunkt, und der ist auch noch einer der größten der Welt. Aber die Russen sind trotzdem total gemein und supergefährlich!

Es ist also vollkommen klar, dass das ehemalige Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ seiner Chronistenpflicht nachkommt und die Bundesbürger darüber aufklärt, dass die NATO Staaten bei den Militärausgaben übel „hinterherhinken“. Und natürlich müssen sich die USA gegen diese russische Flutwelle wehren, indem sie ihre Special Forces in 138 Ländern weltweit einsetzen. Das sind ja auch nur 70% der Erde. Die Russen wollen schließlich 100%!

Aber militärische Hardware ist nur eine Seite der Medaille. Mindestens so wesentlich für den Endsieg der Guten über den Russen ist die „Psychologische Kriegführung“.

Seit einiger Zeit werden wir deshalb zusätzlich und täglich mit Meldungen bombardiert, dass Putin die US Wahlen manipuliert hat. Irgendwie. Die Grundlage dieser „Nachrichten“ waren und sind unbewiesene Vermutungen aus der Schmutzakte eines ehemaligen MI6 Agenten, die er im Auftrag eines republikanischen Trump Konkurrenten hergestellt hat, falsche Behauptungen und Berichte über Gerüchte.

Das haben sie in den Nachrichten aber ganz anders gehört? Bitte beachten Sie: mit Fake News und Qualitätsberichterstattung ist es wie mit dem Terrorismus und den moderaten Freedom Fighters: Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Oftmals fällt es deshalb dem überforderten Staatsbürger schwer, zu unterscheiden, wer die Guten und wer die Bösen sind. Ein Ratschlag: vertrauen Sie bei der Interpretation darauf, dass der Westen immer gut ist, und achten sie auf die Interpretationsverlautbarungen ihrer Regierung und der angeschlossenen Qualitätsmedien.

Wobei man wissen sollte, dass nach einer Harvard Studie die weltweit negativste Berichterstattung zur Präsidentschaft Donald Trumps welches Medium anbietet? Richtig, natürlich die Tagesschau, die Mutter aller ausgewogenen und objektiven Nachrichten über NATO, USA und Russland. Seriöse 98% der Tagesschau-Nachrichten über Trump sind negativ. Soviel Qualität macht uns keiner nach! Also: Aufgepasst und Ohren gespitzt!

Ebenfalls hilfreich ist die Faustformel: Putin ist an allem schuld.

In diesem Sinn wird jetzt noch mal richtig aufgedreht. Zitat Tagesschau: „Russland könnte sich stärker in den US-Wahlkampf eingemischt haben als bislang vermutet. Das soll aus einem geheimen NSA-Dokument hervorgehen. Eine Whistleblowerin soll das Papier an eine Website weitergeleitet haben. Die 25-Jährige wurde festgenommen.“

Schlimm an dieser Meldung ist leider, dass sie auf einem Artikel der auch von mir bisher hochgeschätzten Publikation „The Intercept“ von Glen Greenwald, Laura Poitras und Jeremy Scahill basiert. Der zugrunde liegende NSA Bericht war „The Intercept“ offenbar von der 25 jährigen US-Soldatin Reality Leigh Winner zugespielt worden. Sie ist bereits festgenommen worden.

Offenbar, weil „The Intercept“ der NSA einen Originalausdruck des Berichtes vorgelegt hat, um die Angaben des Berichtes zu verifizieren. Und offenbar weiß „The Intercept“ nicht, dass man bei Ausdrucken feststellen kann, auf welchem Drucker sie hergestellt wurden. Drucker markieren nämlich die Seiten mit winzigen gelben Punkten, die Informationen wie Typ und Seriennummer beinhalten. Was die Stasi mühsam durch Schreibmaschinen-Schriftproben händisch produzieren musste, liefert die Elektronik-Industrie der NSA heute frei Haus. Der „freie Westen“ kann eben alles viel besser als es die Stasi je konnte. Darüber wird Reality Leigh Winner in den nächsten Jahrzehnten in einem Militärgefängnis nachdenken können.

Vielleicht muss man sich statt der glorreichen Vergangenheit der Veröffentlichung von ca 5% der Snowden Papiere eher damit beschäftigen, welche Rolle „The Intercept“ jetzt und in Zukunft spielen wird. Die Redaktionslinie ist in den letzten Monaten in Richtung Clinton-Unterstützung korrigiert worden, inklusive einiger Artikel (es gab auch andere), die für eine US-Intervention in Syrien Stimmung machten. Glen Greenwald, Laura Poitras und Jeremy Scahill sind exzellente Investigativjournalisten, die ich von dieser Kritik vollständig ausnehme, aber die Vorgeschichte der Veröffentlichung dieses Artikel ist zumindest merkwürdig. So merkwürdig wie einige Aktivitäten des Besitzers der Internet-Publikation. The Intercept wurde von Pierre Omidyar gegründet, der mit ebay und vor allem Paypal Milliardär wurde. Omidyar hat zum Beispiel in Indien mit der rechtslastigen RSS Partei zusammengearbeitet, in der Ukraine zusammen mit USAID neonazistische Gruppen unterstützt und gehört in den USA zu den engen Unterstützern der Demokraten mit guten Beziehungen zum Weißen Haus.

Der Bericht hat lange bei The Intercept gelegen, und wurde der NSA eine Woche zur Ansicht und Kommentierung überlassen. Viel Zeit, um die Quelle herauszufinden und festzusetzen. Nicht weniger als vier Journalisten sind Autoren dieses Artikels, der bereits mit einer falschen Behauptung beginnt, nämlich der Behauptung einer Cyberattacke, die sich durch den NSA Bericht nicht belegen lässt. Er handelt von Cyberspionage. Zur Erläuterung: Der Stuxnet-Fall war eine Cyberattacke.

In dem NSA Bericht wird erläutert, wie sich russische IT-Spezialisten des Militärgeheimdienstes GRU im Regierungsauftrag Zugang zur Software von amerikanischen Wahlmaschinen verschafft haben sollen. Es wird nicht behauptet, dass es gelungen sei und auch nicht, dass Wahlergebnisse erfolgreich manipuliert wurden.  Zitiert wird umfangreich Bruce Schneier, ohne klarzustellen, dass er ein Clinton Vertrauter ist und direkt nach dem Hillary-Desaster als einer der ersten die „Russland ist schuld“-Version in Umlauf brachte.

Die Kombination aus Geheimdienstbericht und Veröffentlichung durch eine investigative Quelle erzeugt falsche Glaubwürdigkeit, nämlich den Anschein, dass die Insinuationen des Intercept-Artikels zutreffend seien, obwohl sie tatsächlich nur ein weiteres Mosaikstück in der Unwetterwolke aus heißer Luft darstellen, dass „Die Russen“ irgendwie  hinter Trump stecken. Aber so geht es ja seit Monaten. Dieser neue Fall ähnelt der Berichterstattung zu den Scharfschützen auf dem Maidan (ungeklärt, aber war es nicht irgendwie Putin?) und dem Abschuss von MH17 (ungeklärt, aber war es nicht irgendwie Putin?). Mittlerweile redet die ganze Welt darüber, dass Trump irgendwie wegen Putin an die Macht gekommen ist.

Merkwürdigerweise gab es vor der US-Wahl eine Reihe von Veröffentlichungen, die davor warnten, dass die Software von US Wahlmaschinen gehackt werden kann – und das wurde auch praktisch vorgeführt. Es gab ja die Erfahrung der dubiosen Wahlentscheidung zugunsten von George Bush im Wahlkampf gegen Al Gore. Und es gab Vermutungen, dass auch bei den US Wahlen von 2016 manipuliert wurde, weil die Umfragen nach der Wahl in bisher unbekannten Größenordnungen vom Wahlergebnis abwichen.

Es gibt also gute Gründe, Wahlen auf keinen Fall völlig elektronisch durchzuführen, wenn man Manipulationen vermeiden will – was aber offenbar von den US Behörden nicht als unverzichtbar eingestuft wird. Die Minimumvariante für eine sichere Wahl mit Wahlautomaten wäre, den Wahlzettel auf Papier ausdrucken zu lassen, so dass der Wähler ihn kontrollieren und in eine herkömmliche Wahlurne werfen kann. So könnten im Nachhinein und durch Stichproben eventuelle elektronische Manipulationen nachgewiesen werden; denn die sind immer möglich. Das Problem bei Wahlautomaten ist, dass alle elektronisch erfassten Daten per Definition immer bearbeitbar, d.h. manipulierbar sein müssen, z.B. durch Addition, sonst bräuchte man die Daten ja nicht elektronisch zu erfassen.

Bei den Wahlen in den USA wurde bisher von offizieller Seite jeder Verdacht auf Wahlmanipulation zurückgewiesen. Die Frage ist, ob diese Einschätzung jetzt, wo Putin an Wahlfälschungen schuld sein soll, offiziell geändert werden wird. Den USA in ihrem derzeitigen McCarthy Modus ist alles zuzutrauen.

Es gibt viele, die daran Interesse haben, vor allem aus dem Deep State. Trump war wegen seiner außenpolitischen Ankündigungen „Worst Case“ für den Deep State. Die grauen Eminenzen des Council on Foreign Relations nutzen alle Möglichkeiten, Trump ihre interventionistischen Ideen aufzuzwingen, und dass hat mit den Russland-Anschuldigungen auch gut geklappt.

Jede Diskussion, ob die Wahl manipuliert wurde, kann gegen Trump genutzt werden. Und egal was er tut, es wird ihm schaden.

Falls er die Behörden anweist, bei der bisherigen offiziellen Version „Keine Manipulationen“ zu bleiben, kann das genüsslich im bekannten Modus ausgeschlachtet werden: „Trump verhindert Untersuchungen, ob Putin die Wahl zu seinen Gunsten beeinflusst hat.“ Stimmt er aber einer Untersuchung zu, hat er seine Glaubwürdigkeit selbst beschädigt: „Unter der Last der Beweise – Trump muss Untersuchung von Wahlmanipulationen zustimmen“. Das kann bis zur Forderung nach Neuwahlen gehen – auch ohne Amtsenthebungsverfahren. Und sollte es tatsächlich Indizien für Manipulationen geben, wäre eine Bewertung als „Einzelfall ohne Auswirkung auf das Endergebnis“ unmöglich. Mit der Russland-Anschuldigung hat der Deep State über Trump ein Damokles-Schwert installiert.

Kluge Köpfe in den US Geheimdiensten könnten bei den Wahlen vorgearbeitet haben. Wenn die Bevölkerung falsch abstimmt, gäbe es durch die manipulierbaren Automaten immer eine Möglichkeit, die Wahl zu korrigieren. Wer diese Möglichkeit auch in Zukunft nutzen will, darf also auf keine Fall sichere Verfahren für Wahlen einführen, z.B. Wahlmaschinen mit gleichzeitigem Papierstimmzettel.

Zusammengefasst:

Angeblich haben die Russen versucht, die US Wahl zu manipulieren. Sie haben dazu erfolgreich Wahlmaschinen gehackt – aber diese Fähigkeit dann gar nicht genutzt.

Sie haben also nur sich selbst immensen Schaden zugefügt, ohne dabei irgendeinen Nutzen verbuchen zu können. Das ist, als ob man eine Wolfsfalle versteckt und dann selbst reintritt.

Die US Dienste haben durch diese Veröffentlichung für ihre bisher unbewiesenen Anschuldigungen gegen Russland mächtig Auftrieb bekommen. Durch eine weitere unbewiesene Anschuldigung.

Außerdem: bitte auch daran denken, dass wir durch Wikileaks seit neuestem wissen, dass die US Dienste (oder: alle Geheimdienste, die die Technik beherrschen) vortäuschen können, jeder andere Dienst zu sein, sie können zum Beispiel vortäuschen, russische Hacker zu sein.

Gleichzeitig führen die US Dienste The Intercept als Idiotenclub vor, der seine Quellen ans Messer liefert.

Und sie können im gleichen Aufwasch andere Whistleblower hochwirksam abschrecken. Denn: wer als Whistleblower auftritt, wird innerhalb von Stunden in aller Öffentlichkeit fertig gemacht und darf sich auf Jahrzehnte im Gefängnis vorbereiten. Quod erat demonstrandum.

Die US Dienste haben also nur Nutzen, aber keinen Schaden – bei den Russen ist es genau umgekehrt.

Wenn dies eine russische Operation war, dann wäre der russische Militärgeheimdienst Weltmeister in der Disziplin „Idiotische Selbstverstümmelung“.

Wenn es eine amerikanische Operation war, dann war es ein voller Erfolg.

Die Frage ist, zu welchem Zweck diese Propagandaoffensive stattfindet, ob der Informationskrieg letztlich zu einem Krieg in Europa führen soll. Wir können die Antwort darauf bei der Bundestagswahl einfordern – aber sollten uns gleichzeitig keinesfalls darauf verlassen, eine wahrheitsgemäße Antwort zu erhalten. Wenn es um Leben und  Überleben geht, vertraut man besser nicht dem Staat, sondern nimmt die Angelegenheit selbst in die Hand.

Wir müssen damit rechnen, dass eine neue Friedensbewegung mit allen Mittel des „Teile und Herrsche“ minimiert werden soll. Aber das wird nur gelingen, falls wir es wieder zulassen, dass nützliche Idioten zu Spaltpilzen werden.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

14 Kommentare zu: “Auch das noch: Putin hat die US Wahlen gehackt!

  1. Um nochmal auf Putin, den personifizierten Stachel im Fleisch der US-Außenpolitik, zurück zu kommen:

    Putin hat bestimmt seine Leichen im Keller, anders ist es in diesen Sphären der Macht wahrscheinlich auch gar nicht möglich, sich zu behaupten.
    Aber trotzdem Ich bin sehr froh darüber, dass Russland mit Putin an der Spitze den USA und der NATO so gut paroli bietet.
    Ich möchte wirklich nicht wissen, wie die Welt aussähe bzw. aussehen wird, wenn dieses Korrektiv zur imperialen Herrschaftspolitik der USA nicht mehr ist.

  2. Die russische Regierung ist vielleicht nicht an jedem Hackerunsinn schuld, aber Russland hat sich eben für Militarismus und Weltmachtspiel entschieden statt für Europa, und das war und ist die Entscheidung der Putin-Regierung. Natürlich könnte es viel schlimmer sein, natürlich gab es große Fortschritte im Vergleich zur Sowjetunion, aber es ist bei weitem nicht alles optimal. Und wenn Putins Kriegspolitik quasi ‚vorwärtsverteidigt‘ wird, also, wenn „Friedensbewegte“ plötzlich mit rein militaristischen Argumenten die Annexion ganzer Provinzen der Ukraine durch Russland verteidigen (wie war das nochmal, Russland „darf“ die Krim „sezessieren“ wegen des Militärhafens Sebastopol??) sollten diejenigen, die die russische Regierung völlig zu Recht massiv kritisieren, auch zu Wort kommen.
    In der Tat hat sich die russische Regierung Trump als Präsidenten gewünscht und in der Tat hat die russische Regierung Marine Le Pen den Hof gemacht. Und zwar bei beiden ganz offen mit der Intention, dass die EU massiv geschwächt wird, und russische Oligarchen dann abräumen können. Russland müsste zudem alle Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, in jedem Fall DEUTLICH mehr als jetzt.
    Russland hat ein riesiges Territorium, auf dem ganze Millionenstädte für Flüchtlinge gebaut werden könnten, ohne jeden Nachteil für die Bürger Russlands – Russland ist wirtschaftlich gesehen klar unterbesiedelt.
    Russland stützt in Syrien die Diktaturregierung mit geradezu lächerlichen ‚Völkerrechts’argumenten. Nach einer solchen krassen Fehlinterpretation des ‚Völkerrechts‘ wäre Deutschland heute immer noch ein Nazistaat.
    Der russische Staatssender ‚RT‘ produziert sich in zahlreichen Ländern als ‚Alternativmedium‘, obwohl es natürlich massiv regierungsgesteuert ist (eben ein Staatssender) und entblödet sich nicht, bisweilen in Rechtspopulismus abzugleiten (natürlich nur außerhalb Russlands). Auch dafür ist Putin als Regierungschef natürlich verantwortlich.
    Es könnte schlimmer sein, aber eben auch deutlich besser.

    • Herr Pohlmann leitet seinen Artikel mit einer Gegenüberstellung der Rüstungsetats ein, aber Russland ist der Militarist?
      Das ist schon ein wenig merkwürdig.

      Ja Russland ist Weltmacht und derzeit ist das auch gut so, denn sonst wäre es bereits durch westliche Oligarchen, unter Mitwirkung von inländischen Kollaborateuren, aufgeteilt worden.
      Und nebenbei bemerkt, ein Fall Russlands legt den darauffolgenden Fall Chinas nahe und somit einen „Endsieg“ der, durch westliche Oligarchen dominierten, Hierarchie.
      Und nein, ich brauche überhaupt keine Oligarchen, egal wo diese herkommen.

      Im Falle der Ukraine lassen sie, wie sonst im MS üblich, den vom Westen initiierten Putsch aus. Gleiches gilt bei ihnen für Syrien, hier wird die Verbringung von Waffen und Söldnern in’s Land, gleichfalls durch den Westen, ignoriert.
      Syrische Flüchtlinge nach Russland? Hier ist wohl der Wunsch die Mutter des Gedankens. Instabile Systeme lassen sich leichter, im westlichen Sinne, lenken, siehe EU.

      Die Nennung des Völkerrechts, in Verbindung mit inhaltslosen Vorwürfen, dient wohl einzig des Mißbrauchs eines ansonsten positiv besetzten Begriffes.

      RT produziert sich nicht als Alternativmedium, RT ist ein Alternativmedium zum westlichen MS.

    • Wenn mal ein richtig guter Artikel kommt, kommen SIE auf den Plan.. typisch! Jetzt wird aber geklotzt und nicht gekleckert. Bleiben Sie einfach ganz ruhig und überprüfen Sie Ihre Logik, vor allem Ihren eigenen Sinn für Wahrheit.

      Thatsit sagt:

      „Die russische Regierung ist vielleicht nicht an jedem Hackerunsinn schuld, aber Russland hat sich eben für Militarismus und Weltmachtspiel entschieden statt für Europa“

      Das Gegenteil ist der Fall wie der oben genannte Artikel beweist. Die russische Regierung ist gegen jegliches „Weltmachtspiel“. Wir können uns in dieser Welt sowas nämlich nicht leisten. Es geht schlicht unsere Existenz.

      „…natürlich gab es große Fortschritte im Vergleich zur Sowjetunion…“

      Die Sowjetunion hat mit dem heutigen Russland nicht mehr viel zu tun. Leider ist dies in den Hirnen der Menschen noch immer nicht angekommen (wie man an Ihnen sieht).

      „…Und wenn Putins Kriegspolitik quasi ‚vorwärtsverteidigt‘ wird, also, wenn „Friedensbewegte“ plötzlich mit rein militaristischen Argumenten die Annexion ganzer Provinzen der Ukraine durch Russland verteidigen (wie war das nochmal, Russland „darf“ die Krim „sezessieren“ wegen des Militärhafens Sebastopol??)…“

      Wo leben Sie, guter Mann?? Wie kann man so tendenziös argumentieren?! Jeder einigermaßen informierte Staatsbürger sollte inzwischen wissen, dass man sich nicht über die sog. „Leitmedien“ informieren sollte. Vielleicht ist dies ja bis zu Ihnen noch nicht vorgedrungen… meinen Sie, ein Land lässt sich seinen Militärhafen rauben? Wo leben Sie eigentlich? Versuchen Sie es doch einfach mal mit einem kleinen Schuss Empathie und lösen Sie sich vor allem von ihrem Wahndenken…

      „…hat die russische Regierung Marine Le Pen den Hof gemacht. Und zwar bei beiden ganz offen mit der Intention, dass die EU massiv geschwächt wird, und russische Oligarchen dann abräumen können…“

      Präsident Putin redet mit (fast) jedem. Warum sollte er auch nicht?! Was Sie da mit ihren russischen Oligarchen faseln, spiegelt doch nur ihre Einfältigkeit wieder. Friedensbewegt scheinen Sie jedenfalls nicht zu sein.

      „…Russland hat ein riesiges Territorium…“

      Ja, und Putin hält es in Schuss.

      „…Russland stützt in Syrien die Diktaturregierung mit geradezu lächerlichen ‚Völkerrechts’argumenten. Nach einer solchen krassen Fehlinterpretation des ‚Völkerrechts‘ wäre Deutschland heute immer noch ein Nazistaat…“

      Wie sind denn IHRE „Argumente“ von Völkerrecht? – Vielleicht lassen Sie uns DAS doch mal wissen. Da bin ich sehr gespannt! Mein Wunsch an Sie: Reinigen Sie mal Ihre Augen, ihr Herz und ihren Verstand. Dann sehen Sie vielleicht auch klarer. Die Intention muss bei Ihnen aber eine friedlichere werden.

      „…Es könnte schlimmer sein, aber eben auch deutlich besser…“

      So ist es. Arbeiten Sie dran!

    • Ich erlaube mir hiermit, „Thatsit“ als Troll einzustufen.
      Das ist reine Meinungsäußerung, und somit erlaubt, aber es bringt kein einziges, tragfähiges Argument.
      Beispiel: „In der Tat hat sich die russische Regierung Trump als Präsidenten gewünscht“
      Where is the beef?
      Dazu noch garniert mit sachlich überflüssigen Adjketiven und Attributen.
      Meinung ist OK, aber hast Du auch Argumente, Thatsit?
      Ich konnte keine erkennen.

    • „Ja Russland ist Weltmacht und derzeit ist das auch gut so, denn sonst wäre es bereits durch westliche Oligarchen, unter Mitwirkung von inländischen Kollaborateuren, aufgeteilt worden.
      Und nebenbei bemerkt, ein Fall Russlands legt den darauffolgenden Fall Chinas nahe und somit einen „Endsieg“ der, durch westliche Oligarchen dominierten, Hierarchie.
      Und nein, ich brauche überhaupt keine Oligarchen, egal wo diese herkommen.“

      Russische Oligarchen sind kein bißchen anders oder besser als westliche Oligarchen. Wenn sich allerdings russische Politik in der EU durchsetzen würde, hätte das deutliche Nachteile für die Beteiligten.
      Die EU mit ihrem Wirtschaftsliberalismus und ihren klaren Regelen ist gerade NICHT das, was sich Oligarchen der üblem Sorte wünschen.
      Die russische Regierung ist viel zu sehr auf der Seite der EU-HAsser aus Wirtschaftskreisen.

      „Im Falle der Ukraine lassen sie, wie sonst im MS üblich, den vom Westen initiierten Putsch aus. Gleiches gilt bei ihnen für Syrien, hier wird die Verbringung von Waffen und Söldnern in’s Land, gleichfalls durch den Westen, ignoriert.
      Syrische Flüchtlinge nach Russland? Hier ist wohl der Wunsch die Mutter des Gedankens. Instabile Systeme lassen sich leichter, im westlichen Sinne, lenken, siehe EU.“

      Ich lasse gar nichts aus. Vielmehr bin ich wohl der EInizige hier, der die Dinge auch bezüglich der in der Tat unmöglichen Politik (dem inhaltlichen kompletten Offenbarungseid) der USA RICHTIG darstellt.
      Die USA betreiben nämlich weder eine echte Kriegspolitik (wirklichen Krieg führt Russland in der Ukraine, und damit wurden die USA wohl kalt erwischt) noch überhaupt echten Imperialismus.
      Die USA betreiben wahllose ‚Interventionen‘ und richten dabei Chaos an, in Syrien ist das zu sehen, und in der Ukraine war das zu sehen. Die USA unterstützen islamistische Verbrecherorganisationen und Islamdiktaturen, anstatt Verantwortung zu übernhemen und etwa den Irak zum US-Staatsgebiet zu erklären.

      Leider verhalten sich BEIDE militärischen Weltmächte, die USA und Russland, aktuell in verschiedenen Punkten inadäquat. Die USA sind aber unser Verbündeter, während die Putin-Regierung Russland von der EU und von der NATO entfernt hat. Dennoch habe ich gerade die absurden Aktionen der USA in der Ukraine, die sich auch gegen die EU richteten, klar benannt und kritisiert. Wann schreibt denn KenFM einmal etwas über Frau Nuland und Herrn Kagan?

      Das alles ist aber kein Grund, Putin und die russische Regierung toll zu finden. Russland hat gerade Atomraketen stationiert, die auf Europa gerichtet sind (Schweigen dazu natürlich bei KenFM – sind bei KenFM Drohnen schlimmer als Atomraketen??). Wenn das zusammen mit dem Ukraine-Krieg kein Militarismus ist, was ist dann überhaupt Militarismus?

      Btw: Dass Herr Pohlmann hier Donald Trump völlig wahrheitswidrig verklärt, der 120%ig die Interventions- und Kriegspolitik des selbsternannten US-Establishments fortführt, ist ein weiterer Punkt.

    • @maggy

      …Und wenn Putins Kriegspolitik quasi ‚vorwärtsverteidigt‘ wird, also, wenn „Friedensbewegte“ plötzlich mit rein militaristischen Argumenten die Annexion ganzer Provinzen der Ukraine durch Russland verteidigen (wie war das nochmal, Russland „darf“ die Krim „sezessieren“ wegen des Militärhafens Sebastopol??)…“

      „Wo leben Sie, guter Mann?? Wie kann man so tendenziös argumentieren?! Jeder einigermaßen informierte Staatsbürger sollte inzwischen wissen, dass man sich nicht über die sog. „Leitmedien“ informieren sollte. Vielleicht ist dies ja bis zu Ihnen noch nicht vorgedrungen… meinen Sie, ein Land lässt sich seinen Militärhafen rauben? Wo leben Sie eigentlich? Versuchen Sie es doch einfach mal mit einem kleinen Schuss Empathie und lösen Sie sich vor allem von ihrem Wahndenken…“

      Sie kommen völlig vom Thema ab. Sebastopol gehörte zunächst einmal zur Ukraine, höchstens militaristisches Wahndenken „verlegt“ Sebastopol ins russische Staatsgebiet vor dem Jahr 2014. Und außer Militarismus spricht nichts dagegen, einen wirklich landes-eigenen Militärhafen an ein anderes Land zu verlieren. Wie ich schrieb, die angeblich ‚Friedensbewegten‘ rechtfertigen den Krieg Russlands mit reinen Militärargumenten.

      Es ist nämlich so:
      „Die Sowjetunion hat mit dem heutigen Russland nicht mehr viel zu tun. Leider ist dies in den Hirnen der Menschen noch immer nicht angekommen (wie man an Ihnen sieht).“

      Ja, in der Tat ist z.B. die Ukraine jetzt ein eigener Staat. In den Hirnen der Vorwärtsverteidiger der Kriegspolitik der russischen Regierung scheint das nicht angekommen zu sein.

      „Das Gegenteil ist der Fall wie der oben genannte Artikel beweist. Die russische Regierung ist gegen jegliches „Weltmachtspiel“. Wir können uns in dieser Welt sowas nämlich nicht leisten. Es geht schlicht unsere Existenz.“

      Syrien, die Ukraine (und die generelle Anti-EU-Haltung, sogar mittels Krieg) beweisen, dass Russland Weltmacht spielt. Die auf Europa ausgerichteten Atomraketen ebenfalls.
      Ich wäre für Russland, Ukraine und Weissrussland in der EU. Die russische Regierung torpediert das, weil sie Weltmacht bleiben will, besonders auf militärischem Gebiet. Stupider Militarismus ist das, de russischen Oligarchen unterstützen das, weil sie gar nicht am freien Markt der EU interessiert sind (auf russichem Gebiet).

      „Wie sind denn IHRE „Argumente“ von Völkerrecht? – Vielleicht lassen Sie uns DAS doch mal wissen. Da bin ich sehr gespannt! Mein Wunsch an Sie: Reinigen Sie mal Ihre Augen, ihr Herz und ihren Verstand. Dann sehen Sie vielleicht auch klarer. Die Intention muss bei Ihnen aber eine friedlichere werden.“

      Ich sehe wohl sehr klar – für mich relevant sind die Rechte und Möglichketen der einzelnen Bürger und kein obskures sogenannten ‚Völkerrecht‘ als Garantierecht für Diktaturen. Das kann man am besten an Beispielen sehen: Den Syrern würde es politisch klar besser gehen, wenn die USA und Russland das Land teilen würden und jeweils eine demokratische Regierung dort erzwingen würden. Die USA unterstützen aber lieber Islamisten und Russland dient dem Diktator Assad und seiner katastrophalen Regierung. Russland beruft sich dabei auf das Völkerrecht.
      Oder Palästina: Wie hier schon oft geschrieben, bin ich der Meinung, dass es den Paläsitinensern schlicht politisch klar besser gehen würde, wenn sie zum heutigen Israel gehören würden. Hier behaupten islamistische oder anderweitig diktatorische ‚Palästinenserführer‘, dass es um die ‚Heimat‘ der Palästinenser gehen würde. Das ist völliger Unsinn und dümmste faschistische Propaganda, denn natürlich dürfte Israel die Palästinenser nicht persönlich enteignen. Ein Haus oder eine Stadt ist auch und gerade dann Heimat, wenn der öffentliche Raum von der Demokratie Israel verwaltet wird statt von Schergen der ‚Hamas‘!
      Das Völkerrecht ist ein Recht, z.B. Kulturen und Sprachen weiter pflegen zu können. Es ist aber kein Recht von Diktatoren, quasi ‚politisch geschützt‘ zu werden!

      „Präsident Putin redet mit (fast) jedem. Warum sollte er auch nicht?! Was Sie da mit ihren russischen Oligarchen faseln, spiegelt doch nur ihre Einfältigkeit wieder. Friedensbewegt scheinen Sie jedenfalls nicht zu sein. “

      Ihre persönlichen Anwürfe ignoriere ich einfach. Was glauben Sie denn, wie „kompliziert“ das alles ist? Es IST in der Tat einiges so simpel. Es ist kein Zeichen von Intelligenz, einfache Dinge kompliziert hinzustellen!

      Russische skrupellose „Investoren“, eben die Oligarchen, sind nicht an wirklich freiem Markt in Russland interessiert und daher mögen sie die EU nicht und vor allem wollen sie verhindern, dass Russland in die EU eintritt. Putin und seine Regierung tun allzuoft, was diese Leute wollen. Und daher die Schlagseite der russischen Regierung für Rechtspopulisten, weil die nämlich – wie Putin, der sicher nicht dumm ist, weiß – die Politik sicher kaputtmachen, wo sie an der Macht sind. Daher auch die geradezu peinliche Schlagseite Putins für Le Pen und Trump.
      Bei Trump aber haben die Russen sich wohl verschätzt, mit einem solchen Ausmaß an Katastrophenpolitik wie beim Möchtegern-Drittweltdiktator Trump haben sie wohl nicht gerechnet. Das Thema Front National / Le Pen haben zum Glück die französischen Wähler einzig richtig entschieden (aber erschreckend knapp).

  3. Bedenkenswerte Details, danke…

    „Was können/sollen wir also tun?“

    Es ist etwas fantastisch angesichts der Realität eine solch völlig naive Frage zu stellen.
    Man hat dem amerikanischen Volk in einer „demokratischen“ Wahl Hilray und Trump angeboten… und alles was denen dann einfällt ist Trump die Schuld für alles zu geben?

    „Was können/sollen wir also tun?“ soll also heissen, was kann eine minimiale Minderheit gegen die über 90% der Blinden tun?
    Etwas albern gefragt, oder? Oder meint ihr, eine Wahl zwischen Merkel und Schulz für akzeptabel zu halten zeuge von grösserer Integrität und INtelligenz der Deutschen?

    • Kanzlerin Merkel hat die EU mit ihren offenen Grenzen gerettet, während Trump für Rechtspopulismus und Knaststaaten steht und auf dem Niveau eines Drittweltdiktators agiert, bisher verhindern nur Gerichtsurteile kompetenter Juristen das Schlimmste. Vergleichbares wäre bei Hillary Clinton nicht passiert.

      Hillary Clinton ist ganz offensichtlich genau an zwei Punkten gescheitert, nämlich daran, dass sie das in den USA verfassungsmäßige Recht auf Waffenbesitz nicht akzeptiert (wie auch Obama) und dass sie überdies den Eindruck vermittelte, dass ihr die qualifizierteren Arbeitnehmer völlig egal sind (diesen Fehler hat Obama so nicht gemacht, aber seine Politik hat auch nicht viel für Arbeitnehmer getan). Das Erstere ist ein Grundproblem der Demokratischen Partei, das Zweite aber können sie sich nicht leisten. Nur deshalb wurde Trump gewählt.

    • Man fasst es nicht was manche für eiune Schwachsin von sich geben…

      Wenn schon zwei Gründe dann diese:

      Erstens hat ei enorme Anzahl von Demokraten Wählern die Schnauze endgültig von korrupten ud verlogenen Verbrechern, die das Maul voll nehmen und danan der Regierung das Gegenteil tun, wie Mr Clinton und vor allem Obama. Daher auch der kurzzeitige Ergfolg von Bernie Sanders! Und genau der war der zweite Grund. Wikilwaks hatte veröffentlicht, dass Hilray den betrogen hatte. Das hat nochmal jede Menge vom Wählen abgehalten und Trumps SIeg ermöglicht

      Man ist fassungslos welchen Scheiss man hier manchmal lesen muss.

      Zwischen den zahlrtecihen Artikeln auf kenfm und diesem Forum besteht offensichtlich nicht der geringste Zusammenhang

      „Kanzlerin Merkel hat die EU mit ihren offenen Grenzen gerettet….“ sie sollte wirklich mal wieder ihren Arzt aufsuchen.

    • Michel Eyquem: Thatsit beurteilt immer alles aus seiner treuen Gefolgschafts-Perspektive zu Frau Merkel. Davon kann ihn wohl auch keiner abbringen! 🙂

    • Ich habe selten so viel fälschlicherweise von der eigenen Bedeutung überzeugten Flachsinn gelesen.

      Thatsit: „Hillary Clinton ist ganz offensichtlich genau an zwei Punkten gescheitert, nämlich daran, dass sie das in den USA verfassungsmäßige Recht auf Waffenbesitz nicht akzeptiert (wie auch Obama) und dass sie überdies den Eindruck vermittelte, dass ihr die qualifizierteren Arbeitnehmer völlig egal sind (diesen Fehler hat Obama so nicht gemacht, aber seine Politik hat auch nicht viel für Arbeitnehmer getan). Das Erstere ist ein Grundproblem der Demokratischen Partei, das Zweite aber können sie sich nicht leisten. Nur deshalb wurde Trump gewählt.“

      Die beiden von Thatsit -vollmundig, darunter tut er es nicht- als entscheidend benannten Punkte kommen in den sehr vielen Exit Poll Analysen zu Trumps Wahlerfolg nicht vor.
      Als wichtigster Grund für den Wahlsieg Trumps wird angegeben, Zitat:
      „3. Hunger for change trumped other considerations. The exit poll asked voters, “Which one of these four candidate qualities mattered most in deciding how you voted for president?” The options were “has the right experience,” “has good judgment,” “cares about people like me,” and “can bring needed change.” Fifty-six percent of voters picked one of the first three categories, and Clinton won these voters handily. But 39 percent of voters picked the fourth quality—“can bring needed change”—and Trump got 83 percent of those votes. The “change” factor overrode everything else.“
      http://www.slate.com/articles/news_and_politics/politics/2016/11/debunking_myths_about_trump_voters_with_exit_polls.html

      Thatsit denkt sich etwas aus, glaubt dann fest daran – und schon ist es Tatsache. Genauso daneben, in diesem Fall aber wohl absichtlich: Thatsit: „Btw: Dass Herr Pohlmann hier Donald Trump völlig wahrheitswidrig verklärt, der 120%ig die Interventions- und Kriegspolitik des selbsternannten US-Establishments fortführt, ist ein weiterer Punkt.“

      Thatsit kann meine „Verklärung“ Trumps in 3 (!) Kommentaren bei KenFM nachlesen. Ich empfehle für den Anfang: „Caligula Trump“. Aber Recherche gehört leider nicht zu Thatsits Talenten. So überzeugungsschwanger und tatsachenresistent wie er lautspricht, sollte er als Pressesprecher bei einer konservativen Partei anheuern, die suchen öfter mal in Wahlkampfzeiten einen „Mann für´s Grobe.“

      Dass ich Trump nun wirklich nicht gut finde, ändert nichts an meiner Verachtung für das bananenrepublikanische Schmierentheater, das derzeit in den USA inside the beltway and live on screen aufgeführt und in den deutschen Medien kritiklos gespiegelt wird.

      Zur Verklärungs-Dekonstruktion für Thatsit: wenn ein Gericht einen Mordverdächtigen aus Mangel an Beweisen freispricht, ist das Ausdruck einer zivilisierten Rechtsordnung und nicht der Beleg für die klammheimliche Sympathie des Richters und der Jury für Mord, Hinterhältigkeit und Grausamkeit.

      Meine Auffassung, dass Trump von einer gemeinsamen Querfront aus Medien und Deep State zur Strecke gebracht werden soll, vor allem wegen seiner ursprünglichen außenpolitischen Absichten, kann sich Thatsit auch von einem linksradikalen Verschwörungstheoretiker wie Pat Buchanan anhören, der unter Ronald Reagan Kommunikationschef des Weißen Hauses war: http://buchanan.org/blog/nearing-civil-war-127177

      Zitat „Another example. According to Daily Kos, Trump planned a swift lifting of sanctions on Russia after inauguration and a summit meeting with Vladimir Putin to prevent a second Cold War.

      The State Department was tasked with working out the details.

      Instead, says Daniel Fried, the coordinator for sanctions policy, he received “panicky” calls of “Please, my God, can you stop this?”

      Operatives at State, disloyal to the president and hostile to the Russia policy on which he had been elected, collaborated with elements in Congress to sabotage any detente. They succeeded.

      “It would have been a win-win for Moscow,” said Tom Malinowski of State, who boasted last week of his role in blocking a rapprochement with Russia. State employees sabotaged one of the principal policies for which Americans had voted, and they substituted their own.

      Not in memory have there been so many leaks to injure a president from within his own government, and not just political leaks, but leaks of confidential, classified and secret documents. The leaks are coming out of the supposedly secure investigative and intelligence agencies of the U.S. government.

      The media, the beneficiaries of these leaks, are giving cover to those breaking the law. The real criminal “collusion” in Washington is between Big Media and the deep state, colluding to destroy a president they detest and to sink the policies they oppose.“

      Thatsit, übernehmen sie. Sie sind nach eigenen Angaben „der EINZIGE, der die Dinge …richtig darstellt.“

      Buchanan, Deutschland und das Universum braucht ihre Führung, die Anleitung ihres überlegenen, messerscharfen Geistes.

  4. Herr Schreyer zum Thema:

    Die Wahrheit (der Mächtigen)

    9. Juni 2017 — James Comey, der von US-Präsident Trump jüngst als FBI-Chef entlassen wurde, hat in dieser Woche vor dem Kongress ausgesagt und sich zum immer wieder erhobenen Vorwurf geäußert, Russland habe die amerikanischen Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr manipuliert. Interessant dabei war die Art der Fragestellung. Der Ausschussvorsitzende wollte von Comey wissen, ob er „irgendwelche Zweifel“ daran habe, dass die russische Regierung versucht habe, in die Wahlen einzugreifen – was Comey mit einem knappen „nein“ beantwortete.

    Gefragt worden war also nicht nach konkreten und überprüfbaren Beweisen für diese Behauptung, sondern nach einer persönlichen Überzeugung. Dieser Unterschied ist von großer Bedeutung. „Können Sie es beweisen?“ ist etwas fundamental anderes als „Sind Sie davon überzeugt?“ Auf diesem Unterschied basiert letztlich jedes moderne Rechtssystem.
    (…)
    Nun ist es für sich genommen schon ein bemerkenswerter Umstand, dass die sich in einem öffentlichen Streit bekämpfenden Gegner nicht etwa zwei politische Parteien sind oder zwei konkurrierende Politiker, sondern eben der gewählte Präsident und, ihm mehr oder weniger als einheitlicher Block gegenüberstehend, die Leitmedien. Im Grunde stellen die Journalisten damit ihre Rolle als „Medien“, also „Vermittler“ oder „dazwischen Stehende“ grundlegend in Frage. Sie stehen eben nicht länger erklärend dazwischen, sondern sind ganz offen politische Akteure.
    (…)
    Vor allem aber: Das Ersetzen von Deutungen durch Wahrheiten, von Beweisen durch Überzeugungen, ist ein kultureller Rückschritt, der es schwerer macht, künftig noch sinnvoll miteinander zu kommunizieren. Über „Wahrheiten“ lässt sich nicht debattieren – dafür um so besser Krieg führen. Dass gerade Journalisten, also „Spracharbeiter“, diesen Rückschritt auch noch vorantreiben und eine Welt komplexer Interessen und Interpretationen zu einem hitzig-fundamentalistischen Kampf von „wahr“ gegen „falsch“ verflachen, kann man nur als tragisch bezeichnen.
    https://paulschreyer.wordpress.com/2017/06/09/die-wahrheit-der-maechtigen/

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