Aufmarsch gegen Nordkorea: Wem nützt das Zündeln im Fernen Osten? (I)

Meinung von Rainer Rupp.

Der ehemalige Pentagon-Chef William Perry macht deutlich, dass von Nordkorea kein Angriff zu erwarten ist. Wenn das aber stimmt: Warum gibt es dann den massiven militärischen US-Aufmarsch in Südkorea und der ganzen Region?

Nordkorea ist eine Bedrohung, so geht die Erzählung. Nicht nur eine Bedrohung für die Amerikaner, sondern für uns alle, von Japan bis Deutschland. Deshalb sitzen wir alle in einem Boot und wir sollen Angst haben vor dem irren, fetten Jungen und dessen gefährlichem Nuklearspielzeug.

Das ist auch der Grund, so geht die Erzählung weiter, warum US-Flugzeugträger, voll bestückt mit Kampfjets und begleitet von einer Armada weiterer Kriegsschiffe, derzeit auf die koreanische Halbinsel zusteuern.

Das sei auch der Grund, warum die kampfstärksten Soldaten der US-Streitkräfte derzeit in Südkorea intensiv Kommandooperationen üben, angeblich mit dem Ziel, Kim Jong-un und dessen Umfeld zu eliminieren.

Auch als Begründung dafür, dass die Regierung in Japan, ein starker Verbündeter der USA, derzeit öffentlich darüber nachdenkt, Truppen nach Südkorea zu verlegen, muss böse Diktator-Junge aus dem Norden herhalten: Angeblich geht es nämlich darum, japanische Bürger dort vor einem Angriff aus dem Norden zu schützen. Tatsächlich bahnt sich auf der koreanischen Halbinsel eine bisher einzigartig starke Konzentration der mächtigen Streitkräfte der USA, Japans und Südkoreas an, und das alles gegen den kleinen und verarmten Norden? Hier kann etwas nicht stimmen.

Wollen die Fabulanten in Politik und Medien uns tatsächlich glauben machen, dass nur die vereinte militärische Macht der USA, Japans und Südkoreas Kim Jong-un davon abhalten könne, seine Nachbarn anzugreifen? Aber wie soll man das Säbelrasseln der USA, einschließlich ihrer nuklearen Drohgebärden, gegen Nordkorea interpretieren?

Angriff durch Nordkorea widerspricht jeder Logik

Bei geopolitischen Analyse würde es den so genannten Experten unserer Mainstreammedien guttun, erst einmal einen Blick auf die Landkarte zu werfen. Auch im Fall von Nordkorea wäre das dringend vonnöten gewesen. Schnell hätten sich dann nämlich die angeblich so furchterregende Bedrohung aus dem Norden als harmlos erwiesen. Denn das kleine, 24 Millionen Einwohner zählende Nordkorea liegt zwischen dem von der US-Supermacht besetzten Gebiet im Süden, grenzt im Norden hauptsächlich an die aufsteigende Supermacht China und im extremen Nordosten an Russland.

Wie bizarr muss die Welt in den Köpfen der westlichen Politiker und Medienschaffenden aussehen, um überhaupt auf die Idee zu kommen, Kim Jong-un und die nordkoreanische Führung könnten sich irgendeinen Vorteil von einem Angriff gegen ein Nachbarland ausrechnen?

Selbst für William Perry, Chef des Pentagon unter Präsident Bill Clinton, steht fest, dass Nordkorea niemals als Erster angreifen wird. Der Grund ist ganz einfach: Kim und seine Leute wollen nicht sterben. Im November 2016 – gerade hatte die jüngste Medien-Kampagne gegen Nordkorea begonnen – hatte Perry gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN gesagt:

„Ich glaube nicht, dass das nordkoreanische Regime selbstmörderisch ist. Unprovoziert wird es keinen Atomangriff gegen jemanden starten.“

Offensichtlich geht Perry davon aus, dass auch Kim Jong-un die militärpolitische Lage auf der koreanischen Halbinsel mit gesundem Menschenverstand analysiert und er und seine Führungsriege nicht von einem kollektiven Bedürfnis zum Massenselbstmord besessen sind. Genau diesen Eindruck versuchen uns aber die Mainstreammedien in ihren Erzählungen über Nordkorea zu vermitteln. Aber jeder, der auch nur ein bisschen logisch denken kann, kommt unausweichlich zu dem Schluss, dass Nordkorea für keinen seiner Nachbarn eine Bedrohung darstellt.

Ungesunde Obsession 

Nordkorea wird keinen Nachbarstaat aus freien Stücken angreifen. Wenn es jedoch selbst bedroht, in die Enge getrieben oder gar angegriffen wird, dann ist davon auszugehen, dass das Regime mit allen Mitteln, auch mit Nuklearwaffen, zurückschlägt. Vor diesem Hintergrund tun die USA nichts, um die Lage zu entspannen, aber alles, um Nordkorea weiter zu provozieren.

In letzter Zeit wird die Beschäftigung mit dem Land auffallend exzessiv: US-Großmanöver vor der nordkoreanischen Küste, die Entsendung zwei weiterer Flugzeugträger-Kampfgruppen in die Region, der demonstrative Abwurf der „Mutter aller Bomben“ in Afghanistan – verbunden mit unterschwelligen Drohungen gegen die Nuklearanlagen Nordkoreas, der US-Test-Abwurf eines neuen Atomwaffentyps mit einem F-16 Jagdbomber, die Medienberichte, dass US-Spezialeinheiten in Süd Korea den Enthauptungsschlag gegen die politische und militärische Führung Nordkoreas üben… All das sind Beispiele dafür, wie die Kriegstreiber in Washington derzeit die Spannungen in Nordostasien in unmittelbarer Nähe zur chinesischen und russischen Grenze schüren.

Wenn aber von Nordkorea kein Angriff zu erwarten ist, sofern man das Land in Ruhe lässt, es nicht in die Enge drängt oder zum Krieg provoziert, dann muss man sich die Frage stellen: Warum gibt es aktuell diesen massiven militärischen US-Aufmarsch in Südkorea? Sollte die Absicht dahinterstecken, durch den Aufbau dieser Drohkulisse Nordkorea doch noch dazu zu bringen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, dann wird sich Washington auch diesmal wieder die Zähne an Pjöngjang ausbeißen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich der Aufmarsch vordergründig gegen Nord-Korea richtet, tatsächlich aber China getroffen werden soll.

Dieser Artikel erschien in verkürzter Fassung zuerst bei RT-Deutsch.

Hier der link zum Beitrag von Rainer Rupp:  Aufmarsch gegen Nordkorea (…)

Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Urheber: MB298; Kim Jong-un image by P388388 and others (CC-BY-SA-4.0); Trump image by Office of the President (PD)., Lizenz: CC BY-SA 4.0

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16 Kommentare zu: “Aufmarsch gegen Nordkorea: Wem nützt das Zündeln im Fernen Osten? (I)

  1. Wenn ich mich recht erinnere, begann es damit, dass Nordkorea einen Atombombentest oder etwas in der Art durchgeführt hat. Dass sich aber ausgerechnet das amerikanische Establishment so darüber echauffiert, finde ich einfach nur verlogen und scheinheilig.

    Als Anschauung dazu dieses Video des japanischen Künstlers Isao Hashimoto:
    A Time-Lapse Map of Every Nuclear Explosion Since 1945 – by Isao Hashimoto

    Wenn man sich das Video ansieht und dabei realisiert, wie viele Atombomben schon mindestens auf der Erde gezündet wurden – das Video behandelt nur die Atomexplosionen von 1945 bis 1998 – fragt man sich unweigerlich, ob nur Psychopathen in den Regierungen sitzen…

  2. Hallo Herr Rupp,

    vielen Dank für Ihren Artikel.

    Ich möchte die Aufzählung geopolischter Kleingeistigkeiten der USA nicht kleinreden.
    Es ist sicher wichtig, den Unsinn mal temporär beim Namen zu nennen.

    Was aber kann das Volk mit diesem Wissen wirklich konkret anfangen?

    Ändert Trump seine Meinung, wenn wir davon lesen?

    Ändert Merkel ihren (scheinbar) uneingeschränkten Rückhalt zu Trump, bei sämtlichen Militärschlägen ohne irgendwelche Fakten vorher zu prüfen?

    Die anstehende Bundestagswahl 2017 ist demokratisch gesehen schon lange eine Farce.

    Die 20 – 30 US-Stützpunkte in Deutschland geben uns ein Gefühl von Souveränität – als „Freunde 3.Grades“ ( wie aus Snowden-Dokumenten damals ersichtlich war) der USA.

    Was können wir denn tun?

    Jetzt – meine ich.

    Je mehr ich solche Berichte wie den Ihren, oder auch ähnliche Berichte sehe – umso mehr darf ich anerkennen, dass Machtgeilheit im geopolitischen Sinne keine Gefangenen macht.

    Würde man selbst gewalttätig gegenüber Politikern, die pro-Militärschläge sind, macht man sich strafbar.

    Hinsehen und die von der USA eingefädelten Provokationen schweigend geniessen ist bei Syrien, Nordkorea – oder den Panzern an der russischen Grenze schwer möglich für mich.

    Ich reiche gerne Petitionen ein – wenn es denn Sinn hätte.

    Wer hat denn hier wirklich Zugang zu Politikern und möchte, dass diesem besch….. Militärkurs mal Einhalt geboten wird.

    Ich hab keine Lust eine Geschichte wie 1945 in Schlimmer zu erleben – wo am Ende alle Bevölkerungen vernichtet sind – aber die Politiker mit ihren Geopolitischen Agendafreunden Schampus trinken, um auf das Fest der Vernichtung gemeinsam anzustossen.

    Eine atomar verseuchte Welt wird auch den geopolitischen Strategen deren Nahrungsaufnahme versüßen.

    Das geht alles nach hinten los – und wer als Politiker da noch mitmischt – auch wenn es 20-30 US-Stützpunkte in Deutschland gibt – auch wenn Trump gerade Spaß hat, Nordkorea zu provozieren – wer da als Politiker in Deutschland nicht gegen seine Atlantikbrückenfreunde spricht, nicht gegen seine German-Marshall-Fund-Finanzierung sich erhebt…

    der bricht seinen Eid „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“ – und wenn irgendein Politiker noch ein Restgewissen hat , dann sollte er seine Kollegen mal an diesen Eid erinnern….

    • Zitat: „Was aber kann das Volk mit diesem Wissen wirklich konkret anfangen?
      Ändert Trump seine Meinung, wenn wir davon lesen?“

      Aus Unwissenheit ergeben sich sicherlich keine sachdienlichen Handlungen. Herr Rupp dürfte für eine breitere Aufklärung der Bevölkerung schreiben und die Motivation dafür dürfte sein, daß sich ein größer werdender Teil der Menschen für ihre eigenen Interessen stark macht.

      Zitat: „Würde man selbst gewalttätig gegenüber Politikern, die pro-Militärschläge sind, macht man sich strafbar.“

      Es ist nicht Sinn und Zweck gewalttätig zu werden, denn dies ist Aufgabe der Provokateure. Es dient ohnehin nur dem Vorwand noch repressiver zu werden.
      Die Pro-Militärschläge Politiker selbst sind ziemlich strafbar, allein der Umstand aus den derzeitigen Machtverhältnissen schützt sie vor der Geltendmachung von Gesetzen.

      Was kann man selbst tun? Weiter aufklären, andere motivieren sich für ihre Interessen einzusetzen, sich selbst einbringen und an gemeinsamen Aktionen teilnehmen.

    • @ Box:

      Ja. Aufklärung ist sicherlich ein Teil davon.

      Sind denn Aktionen gegen diesen Nordkorea-Provokations-Unsinn geplant?

      Merkel müsste eigentlich schon länger wegen Ihrer Unterstützung zu Kriegshandlungen ohne Faktenprüfung belangt werden.

      Aber es ist mit Merkel wohl so ähnlich wie mit Clinton.

      Entweder ein tolles Netzwerk von Firmen – oder viele Menschen, die käuflich sind.

      Anders kann ich es mir momentan noch nicht erklären.

      Für sämtlich friedliche Aktionen in der nächsten Zeit wäre ich motiviert.

      Es wäre nur gut, wenn tatsächlich kurzfristig etwas passieren könnte, denn… wer weiß wie lange dort in Nordkorea provoziert wird, bevor Jemand die Nerven verliert?

  3. Das ist doch klar zu erkennen: die beiden Herausforderer des Imperiums sind Russland und China.
    Der Konflikt gegen Assad/Syrien richtet sich gegen Russland, mit dem Konflikt Kim Jong-un/Nordkorea will man China treffen.

    Viel wichtiger scheint mir die Frage: wie weit ist man bereit zu gehen? Es ist doch völlig egal, welche Figuren in dem geopolitischen Schachspiel wen attackieren sollen – wenn man am Ende bereit ist, zum großen Knall (Krieg) zu eskalieren, dann droht eine Vernichtung gigantischen Ausmaßes!

  4. Das ist doch klar zu erkennen: die beiden Herausforderer des Imperiums sind Russland und China.
    Der Konflikt gegen Assad/Syrien richtet sich gegen Russland, mit dem Konflikt Kim Jong-un/Nordkorea will man China treffen.

    Viel wichtiger scheint mir die Frage: wie weit ist man bereit zu gehen? Es ist doch völlig egal, welche Figuren in dem geopolitischen Schachspiel wen attackieren sollen – wenn manam Ende bereit ist, zum zum großen Knall (Krieg) zu eskalieren, dann droht eine Vernichtung gigantischen Ausmaßes!

  5. GB war 1953 gegen Eingreifen in den Koreanischen Bürgerkrieg.
    Peter Lowe, The Origins of the Korean War, London, 1986
    Der USA musste seine Macht demonstrieren, Teilung, jetzt ein furchtbares Regime, vielleicht dass furchtbarste der Welt, was nur bestehen kann durch Atomare Waffen, die einzige Verteidigung gegen der USA.
    Aber was nun, abwarten bis N Korea der USA bedrohen kann ?
    Die einzige Möglichkeit dass Regime ohne Krieg zu stürzen isst mit Hilfe China’s, aber zugleich iss N Korea ein Stück im Schachspiel mit der USA.
    Was kann der USA China bieten um dass Schachstück fallen zu lassen ?
    Für nichts werden sie es nicht tun, dass N Korea Peking verwüsten kann isst wahrscheinlich, aber dass wäre Selbstmord für das N Koreanische Regime.
    Nicht nur militärisch, auch wirtschaftlich.

  6. Jeder kann sich selbst die Frage beantworten, wieviele Kriege haben die USA, wieviele Kriege hat Nordkorea seit dem Koreakrieg geführt?
    Und nebenbei bemerkt, der US-Vasall Südkorea war seinerzeit auch, unter Obhut des Hegemons, in Vietnam militärisch involviert.

    Südkorea macht sich selbst, per Vertrag, zur Geisel der US-amerikanischen Hybris, da sein Militär, im Kriegsfall, dem US-Oberkommando unterstellt ist.
    Es ließe sich daraus folgende juristische Spitzfindigkeit folgern, daß das südkoreanische Militär permanent dem US-Militär unterstellt ist, da es mit dem Norden nur einen Waffenstillstand, aber keinen Friedensvertrag gibt.

    Anbei der zweite Teil von Herrn Rupps Ausführungen:

    Aufmarsch gegen Nordkorea: Den Sack Nordkorea schlagen, um den Esel China zu treffen (II)
    https://deutsch.rt.com/meinung/49548-aufmarsch-gegen-nordkorea-krieg-china/

  7. Hallo Herr Rupp,

    wäre es nicht ebenso denkbar das die USA einfach nur verhindern wollen das Pjöngjang in der Lage ist, die USA mittels Raketen direkt anzugreifen?
    Es heißt die einzigen technischen Probleme die Nordkorea noch zu meistern hätte, wären Probleme beim atmosphärische Wiedereintritt der Raketen.
    Alles andere macht ja irgendwie keinen Sinn?

    • @ Schliemanns….
      Das sehe ich genauso – die Frage ist doch:
      Lassen die USA eine solche Option überhaupt zu?!
      Ich könnte mir denken das die amerikanische Falken lieber einen lokalen Atomkrieg auf der Koreanischen Halbinsel erzwingen bevor sie diese Option als gegeben akzeptieren würden.

  8. Gestern sah ich ein interessantes Gesprächs-Video auf „QuerdenkenTV“, wo Gerhard Wisnewski zu der Frage: „Links oder rechts, wer sind eigentlich die Nazis?“ interviewt wird. Er sagt da an einer Stelle so etwas wie: Verfolgungswahn zieht immer Verfolgung nach sich. Wenn der Verfolgungswahn mit Machtwahn gekoppelt ist, so trifft dies genau auf die US-Politik zu. Ich war so ziemlich einig in allem, was Wisnewski hier sagte, nur in einem nicht: Er hegt immer noch Hoffnung infolge der überraschenden Trump -Wahl. Er glaubt, dass diese von den bisherigen Eliten so nicht gewollt war und nun „einiges durcheinander“ brächte. Ich glaube eher, dass Trump nun einfach nur als der willkommene Buh-Mann benutzt wird. Warum sollte nun er plötzlich mehr Handlungsfreiraum haben, als alle Präsidenten vor ihm? Er ist außerdem ein Geld-Mensch. Wie sollte sich da am Welt-Regiment des Geldes etwas ändern?

    • Das miltärische Vorgehen der USA ist mit gesundem Menschenverstand genauso wenig mehr erklärbar, wie das Säbelrasseln von Nordkorea. Wenn USA jetzt auch noch mit China die selbe Einkreisung betreiben will, wie bisher mit Russland, dann kann das nur der Beginn eines Weltenbrandes sein. Und Japan würde ich eher nicht als „starken Verbündeten“ der USA bezeichnen, sondern als einen mit aller Gewalt rekrutierten Vasallen. Wenn das alles mal nicht plötzlich umkippt und auch den USA zum Verhängnis wird! Ein Erfolg kann das jetzt für niemanden mehr werden.

    • Der Niederländische Professor Laslo Maracs, UVA Amsterdam, erklärt Trump durch acht Jahre Obama, acht Jahre die der USA financiëll, politisch unde wirtschaflich so geschwächt haben, und die Koöperation Russland und China so gestärkt, dass so weiter gehen für der USA unmöglich isst, ohne sich selbst zu vernichten.
      Leider verstehen noch nicht alle Amerikaner die Lage, Deep State gar nicht.

    • @ Pieter Kamp

      Ich glaube, ob es für die USA so weitergehen kann, das hängt weniger davon ab, wie sehr die USA wirtschaftlich etc. geschwächt ist, sondern eher von den Interessen des Geldes, die hinter dem zur Zeit weltweit sukzessiven Abbau von mehr oder weniger demokratischen Systemen und dem Installieren von autokratischen Systemen stehen. Demokratie wird zunehmend offen formuliert als hinderlich für die Wirtschaft, eine Einsicht, welche die Manager und Schöpfer von global corporate governance mit Blick auf China gewannen. Wenn dieses Geld erreicht, diese autokratischen corporate Systeme im Westen zu installieren, dann kann die USA so weitermachen wie bisher. Die andere Option wäre, den Sieger (China, Rußland), wenn möglich ohne Krieg, zu übernehmen, wie schon so oft praktiziert. Demokratische und nationale Interessen im Westen und nationale Interessen im Osten stehen dem im Wege.

  9. Kim Jong-un kann nichts anderes als Ruhe für sein Land wollen, und er weiß, was dafür erforderlich ist. Von diesem Ziel wird er sich nicht abbringen lassen, und das bedeutet die Reichweite bis zum amerikanischen Kontinent zu realisieren. Das wiederum wird sicher nicht zugelassen. D.h., bis dahin ist Frist. Die Manöver finden wieder zur Erntezeit statt, bindet also Arbeitskräfte. Eine Hungersnot (und mehr?) als Folge möglich. Das könnte die Frist verlängern oder gar aufheben. China wird wohl keine US-Basen an seiner Grenze zu einem vereinigten Korea wollen? Und Rußland?

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