AUFRUF II

Von Dirk C. Fleck.

Wir leben in einer Zeit, in der die Mediengesellschaft das Wort Krieg prüfend in ihren Händen wiegt wie einen Kohlrabi auf dem Gemüsemarkt, in der man das Denunziantentum hoffähig macht und den Maulkorb zum Accessoire erhebt. Die Kraftspeicher für die Wachgebliebenen in unserer narkotisierten Zivilgesellschaft sind fast leer. Jetzt gilt es, angesichts des globalen Treibens einer durch geknallten Finanz- und Politelite nicht den Verstand zu verlieren.

Deshalb ist es dringend notwendig, dass wir uns frei machen von den Narrativen, die der Politik entspringen, dass wir uns wieder unsere eigenen Geschichten erzählen. Schließlich gibt es noch ein Leben außerhalb des politischen Ränkespiels, das unsere Seelen immer mehr zu vergiften droht. 
Es braucht über den riesigen Misthaufen, den das von Gier gesteuerte System permanent produziert, weder weitere Informationen noch Aufklärung – wir wissen doch seit Jahrhunderten, nach welchen Gesetzen ein menschen- und naturverachtendes System funktioniert.

Vergessen wir das dämliche Spiel der „Mächtigen“, bleiben wir bei uns selbst, das lohnt sich. Es ist das einzige, was sich noch lohnt. Vor allem dann, wenn wir füreinander in Liebe da sind. Davon haben die seelenlosen Killer und Psychopathen aus Wirtschaft und Politik nämlich nicht die geringste Ahnung. Verschwenden wir unsere Energien nicht in einem aussichtslosen Kampf gegen sie, in dem die Gewalt die einzige Option zu sein scheint. Auf diese Weise werden wir nie gewinnen.

Arbeiten wir an uns selbst, seien wir uns wichtig, jeder für sich, und sehen wir zu, dass wir die Personen in unserem unmittelbaren Umfeld aus ihrer Bewusstlosigkeit reißen. Machen wir sie vertraut mit sensiblen, mitfühlenden Menschen. Das ist die einzige Chance, die Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Eine andere haben wir nicht.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: isabel engelmann / shutterstock

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7 Kommentare zu: “AUFRUF II

  1. Das Treiben der durchgeknallten Finanz- und Politelite lässt sich nicht durch herkömmlichen Strategien bekämpfen. Proteste, auch wenn als Meditation geframet, Petitionen, neue politische Bewegungen wirken nicht. Willemsen sagte auch, "es muss eine andere Form des Einspruchs entstehen, die aus der Kompetenz der Sozialwisschenschaftlern stammt". Weder weitere Informationen noch Aufklärung nützt, eben, ich weiss… wir wissen doch seit Jahrhunderten, nach welchen Gesetzen ein menschen- und naturverachtendes System funktioniert. Aktivismus steht unter einem schlachten Design, und zwar das Design des Denkens. Die Sprache kontrolliert unsere Gedanken, und wir benutzen die Sprache die den Eliten auch gehört. Aktivismus, Frieden, Friedensbewegung, sind die Wörter die in der Sprache die wir verwenden, gehören nicht "uns". Das Aktivismus selbst bedarf bessere Beratung, besseres Framing. Die Sprache kann man ändern, anders verwenden, es steht uns ja frei zur Verfügung. Ich darf aber nicht mitreden, weil es besteht ja auch einer Elite der Intellektuellen, die ja denjenigen mit unkonventionellen Loesungen, nicht ansprechen lassen.

  2. Lieber Herr Fleck, ich lese Ihre Gedanken zur gegenwärtigen Situation. Danke dafür.
    Welche Gefühle haben Sie dabei ?
    Sie schreiben "Arbeiten wir an uns selbst, seien wir uns wichtig, jeder für sich, und sehen wir zu, dass wir die Personen in unserem unmittelbaren Umfeld aus ihrer Bewusstlosigkeit reißen."
    Wir brauchen aber den ehrlichen Austausch miteinander. Miteinander, gegenseitig.
    Ich sehe darin, eine Person aus meinem unmittelbaren Umfeld aus ihrer Bewusstlosigkeit zu reißen, ein rigides Gedankenkonzept. Ohne Gegenseitigkeit, ohne Einfühlung und Liebe.

    Was halten Sie von Gopal Norbert Klein ? Seine Idee der Lokalen Gruppen zum Ehrlichen Mitteilen ist möglicherweise genau das, was auch Sie sich wünschen für den Neuaufbau unserer Gesellschaft.
    Von der Einsamkeit in den Kontakt – Gopal Norbert Klein im Gespräch, 13.9.2020 https://www.youtube.com/watch?v=BNn0CbNJx-M
    Ehrliches Mitteilen (EM) – Für alle die NEU hier sind…13.07.2020, https://www.youtube.com/watch?v=cARUzSHfJZ4&t=15s

    Mit einem herzlichen Gruß !

  3. Würde der Friedensbewegte endlich sein Hirn einsetzen, bräuchte er sich keine Gedanken um Imperien, Machtblöcke, Ressourcenkriege, Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und weitere für ihn relevante Themen machen. Diese Spielwiese für „moralisch gute“ Menschen, die unterbewusst zu rachegeleiteten Idioten gemacht worden sind, könnten endlich ad acta gelegt werden.
    https://melezyprzikap.wordpress.com/2019/12/17/friedensbewegung/

    • Was ist ein COVIDIOT?
      Ein Covidiot ist jemand, der sich über Maßnahmen beschwert, die man ohne sein Verhalten gar nicht mehr bräuchte.

      Soviel zu "Hirn einsetzen" und "rachegeleitete Idioten"…

  4. Ach stimme in Vielem zu, aber was schreiben Sie da?: „Vergessen wir das dämliche Spiel der „Mächtigen“, …“
    Gerade jetzt, wo so viele wach geworden sind, haben wir die einmalige Chance, gewaltfrei diesen Wahnsinn zu beenden.
    Wenn der Kraftspeicher eines „Wachgebliebenen“ oder eines „Aufgewachten“ gerade leer ist, ist das doch kein Problem. Derjenige, dessen Kraftspeicher gerade leer ist, sollte sich zurückziehen, um seinen Speicher wiederaufzuladen. In der Zwischenzeit haben Andere ihre vollen Speicher zur Verfügung.
    Wir sind Viele und wir werden immer mehr.

  5. Das meiste davon wuerde ich unterschreiben, bis auf den letzten Satz: naturlich gibt es der Moeglichkeiten ganz viele. Genauer: unendlich viele.
    Wird auch aufploppen. Eben weil es unendlich viele sind.
    Es ist eher eine Zeitfrage. Je laenger es dauert, umso mehr Wesen werden leiden. Das alleine ist ein Riesengrund genug, sofort irgendwas zu unternehmen, was einem so alles einfallen koennte. Aus jeder Idee, aus jedem denkbarem "Anliegen" nach Gerald Huether kann Immenses entstehen, es braucht nur wenige Menschen, um per "Kohaerenz"-Erlebnisse in ihrem Hirn bis Weltveraenderndes erwachsen zu lassen.
    Rummeckern in alten Denkrahmen hat den Nachteil, seine Zeit zu kuerzen, in der man was neues zusammen mit anderen aufstellen koennte.
    Die sicherste Mehode, den schwarzen Schwan zu sehen, ist, ihn inmitten einer Gruppe lauter weisser zu vermuten. Denn der weiss gar nicht, dass er schwarz ist, merkt es nicht und kann alle anderen schlagartig zu einer Gruppe machen, die einzigartig und nebenbei in der Schwanenwelt ploetzlich Schwarzen Schwan kann.

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