Aufschwung abgesagt? – Es fehlt Material! | Von Hermann Ploppa

Nach dem starrsinnigen Beharren der Bundesregierung auf dem Lockdown kommt die deutsche Wirtschaft nicht mehr richtig auf die Füße

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

So schnell kann der Traum vom eigenen Haus vorbei sein: da hat der Bauherr die Planung schon fertig. Kredite sind bewilligt. Die Baufirma kann anrücken. Genehmigungen sind in trockenen Tüchern. Und dann der Knall: das Haus kann nicht gebaut werden. Es gibt in Deutschland schlicht kein Bauholz mehr! (1). Das ist Realität im Jahr Eins nach Corona-Beginn.

Während in Deutschland die Wirtschaft in Fesseln liegt, brummt die Konjunktur in Ostasien, und nach der Lizenz zum hemmungslosen Gelddrucken neuerdings auch in den USA. Diese Länder sind derart gedopt, dass sie für Bauholz jeden Preis der Welt zahlen. Für Konstruktionsholz blättern die Kunden das Doppelte, und für Dachlatten gar das Dreifache des Vor-Corona-Preises auf den Tisch (2). Auch Holzpaletten, Träger der meisten Waren auf dieser Welt, sind selber Mangelware geworden.

Schon tummeln sich die Holzhändler bei Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur Holz-Runde. Im Gespräch ist, Einschlagbegrenzungen für Fichtenholz, die bis zum September gelten, aufzuheben und die Bäume jetzt schon zu fällen. Da stoßen die Holzunternehmer allerdings an die nächste Grenze. Zum einen setzen Naturschutzgesetze dem Baumeinschlag in den Sommermonaten enge Grenzen. Zum anderen sind jahrelang die deutschen Wälder derart unsachgemäß mit so genannten Harvester-Baumschälmaschinen ruiniert worden, dass Dürre und Käferbefall den traurigen Forst-Resten massiv zu schaffen machen (3). Der Traum vom Eigenheim ist an dieser Stelle leider oft ausgeträumt. Denn auch alternative Baustoffe sind stark verteuert. Selbst für Metallschrott muss man jetzt 62.7 Prozent mehr hinlegen als vor einem Jahr (4).

Der Schluck Benzin an der Tanksäule für das eigene Auto kostet mittlerweile ein Drittel mehr als vor Corona. Das liegt daran, dass der Öldurst in Fernost enorm zugenommen hat, und die großen Öllieferanten wie Russland und Saudi-Arabien sich augenblicklich nicht gegenseitig unter Druck setzen, ihre Förderquoten zu erhöhen. Aus Öl macht man Polyethylen, und daraus wird Plastik. Achtzig Prozent aller Unternehmen in Deutschland klagen über einen schmerzhaften Mangel an Kunststoff. Die Lieferzeiten für das synthetische Material erstrecken sich auf vierzehn bis sechzehn Wochen.

Mara Hancker, Sprecherin der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen: „… aktuell steht die Partnerschaft von Erzeugern und Verarbeitern unter Stress. Denn Rohstoffe nahezu aller Kunstofftypen sind knapp und die Preise explosionsartig gestiegen. Der Boom in Asien saugt Rohstoffe geradezu auf.” (5).

Der Hase und der Igel. Deutschland und China. Zu spät aus dem Corona-Winterschlaf aufgewacht. Der Lockdown-Wahn als empfindlich spürbarer Wettbewerbsnachteil, um in der Sprache der Ökonomen zu bleiben.

Und weil im letzten Jahr der Seetransport durch Corona-Beschränkungen in den Boden gestampft wurde, kommen die Container-Kapazitäten jetzt nur mühsam wieder in Fahrt. So kostet der Container-Transport von einem beliebigen chinesischen Hafen nach Amsterdam jetzt achtmal so viel wie vor Corona. Das zahlt selbstverständlich der Endverbraucher.

Am Mangel an Halbleitern leidet nun allerdings auch die Wirtschaft der Volksrepublik China (6).

Bei Halbleitern haben Produktionsstätten in Taiwan und Südkorea die Nase vorn. Festlandschina hinkt in der Halbleiterproduktion um zwei Entwicklungsgenerationen hinter Taiwan und Südkorea hinterher. Die Digitalisierung durch Corona bescherte China im Jahre 2020 dagegen ein Nachfrageplus von dreizehn Prozent. Da mittlerweile jede elektrische Zahnbürste über ein digitales Gehirn verfügt, ist der Hunger nach Halbleitern nicht mehr zu stillen. Auf die Lieferung von Halbleitern muss man weltweit zwölf Monate warten. Das Problem ist verschärft dadurch, dass Spekulanten Halbleiter horten, um sie in einem günstigen Augenblick zu verhökern. Was wiederum die Lieferengpässe weiter verschärft.

Jahrzehntelang hat der Welthandel die Lagerung von Waren immer weiter heruntergefahren. Die engere Vernetzung und die zunehmende Digitalisierung haben es ermöglicht, die Zeit und den Weg vom Hersteller zum Abnehmer immer weiter zu verkürzen. Und damit den Gewinn immer weiter zu erhöhen, indem man Lagerkosten einsparte. Die Transporter wurden selber zum Lager. Wovon sich jeder selber ein Bild machen kann, der am Wochenende Autobahnrastplätze ansteuert und vor lauter Kühl-LKWs dort kaum wieder herauskommt. Diese Unsitte der so genannten Schlanken Produktion (Lean Production) und des Anlieferns exakt zum Zeitpunkt des Bedarfs (Just in Time) verschlimmert jetzt gerade radikal die Lieferkrise. Es gibt einfach keine Reserven mehr. Und die Wirtschaft gerät in den Modus der Schnappatmung.

Bei Lebensmitteln kommt zu den genannten Faktoren noch die Psychologie der Verbraucher hinzu. Denn in Erwartung möglicher kommender Lieferengpässe horten manche Verbraucher schon jetzt Lebensmittel, bevorzugt in der Tiefkühltruhe – was wiederum nicht so toll ist für die Umweltbilanz. Allerdings können sich in ärmeren Gegenden dieser Welt die Leute keine Tiefkühltruhe leisten. Sie leben von der Hand in den Mund. Entsprechend existentiell fallen hier die Preissteigerungen in der Corona-Welt aus: die FAO, die Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, stellt für März 2021 einen um 30.8 Prozent höheren Nahrungsmittelindex fest als im Vorjahr (7).

Getreide ist auf diese Weise in diesem April um 26 Prozent teurer gewesen als vor einem Jahr, Mais ist in der selben Zeit sogar um zwei Drittel teurer geworden. Die Experten sind sich einig, dass die Corona-Kampagnen den Hunger auf dieser Welt radikal verschlimmern werden. Die genauen Zahlen der Hungernden weiß man nicht. Oder man will sie nicht wissen. Sicher ist, dass schon vor Corona auf diesem Globus 690 Millionen Menschen an Hunger litten, und zwei Milliarden Menschen sind der Mangelernährung ausgesetzt gewesen (8).

Wie schon in früheren Jahrhunderten, so spielt auch jetzt die widerwärtige Spekulation mit Nahrungsmitteln neben den oben schon genannten Ursachen eine Hauptrolle (9).

Immer mehr Menschen erkennen indes, dass es gar nicht so schwer ist, diesem Hamsterrad der künstlichen Verelendung zu entkommen. Immer öfter finden Lebensmittelhersteller und Lebensmittelabnehmer wieder den direkten Weg zueinander und umgehen die oftmals parasitären Zwischenstationen.

Sogar große Discounter gehen mittlerweile den vernünftigen Weg zu regionalen Produzenten. Not macht erfinderisch.

Quellen und Anmerkungen:

  1. Das Beispiel beruht auf einem ganz konkreten Ereignis im unmittelbaren Umfeld des Autors.
  2. Handelsblatt, Nr. 101 2021, 28.-30.Mai, S.8: Bedrohter Aufschwung – Viele Betriebe sorgen sich wegen steigender Rohstoffpreise um ihr Geschäft. Die Preissprünge könnten Vorboten einer langfristigen Entwicklung sein.
  3. Hermann Ploppa: Der christdemokratische Waldgipfel
    https://kenfm.de/tagesdosis-3-8-2019-der-christdemokratische-waldgipfel/
  4. siehe Anm. 2
  5. Mara Hancker: Rohstoffknappheit: Verpackungshersteller in Sorge. Wir hier. Die Chemieunternehmen in Rheinland-Pfalz.- https://www.wir-hier.de/politik-und-wirtschaft/unser-chemiestandort/detail/kommentar-knappheit-bei-kunststoff-beenden/
  6. https://www.gtai.de/gtai-de/trade/branchen/branchenbericht/china/firmen-in-china-leiden-unter-lieferengpaessen-bei-halbleitern-637752
  7. http://www.fao.org/worldfoodsituation/foodpricesindex/en/
  8. https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2020/un-report-nahrungssicherheit-hunger/221914
  9. https://www.weed-online.org/themen/finanzen/nahrungsmittelspekulation/index.html

Der Artikel erschien zuerst in der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand Nummer 50. Er wurde für diese Tagesdosis geringfügig überarbeitet.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  Chris Redan / shutterstock

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10 Kommentare zu: “Aufschwung abgesagt? – Es fehlt Material! | Von Hermann Ploppa

  1. Herbert sagt:

    Das kann sich noch weiter verschärfen, je praller die Schuldenblase wird (danke Merkel). Man tut sicher gut daran, sich selbst möglichst unabhängig von diesen globalistischen Fehlentwicklungen zu machen und nicht zu den Schafen zu gehören, die irgendwann geschoren werden.

  2. Ralf Becker sagt:

    Helmut Schmidt hatte sich seinerzeit mehrfach zum Raubtierkapitalismus geäußert.
    Der Kapitalverkehr hätte sich stark ausgeweitet und er würde auch völlig unzureichend beaufsichtigt.

    Schmidt bedauerte etwa das Fehlen großer heimischer Banken mit Ausnahme der Deutschen Bank als Gegengewicht zu den Fonds.
    (vgl. Welt, 01.02.2007, Helmut Schmidt geißelt "Raubtierkapitalismus" der Hedgefonds und ist froh, dass es die Deutsche Bank)

    Dann gibt es etwa von Volker Pispers das Video "Nokia und der Raubtierkapitalismus".

    – Immer mehr, immer mehr. Produktivität, Wachstum.
    – Guck dir doch mal an, wie das da im Osten aussieht.
    – Der Rumäne will anfangen zu arbeiten.
    – Wie ist denn Nokia nach Bochum gekommen? Hat der Nokia Vorstand getagt, und hat gesagt: Wat is' denn die schönste Stadt auf der Welt?
    (vgl. http://eulenspargel.de)

    Handelsblatt; 14.06.2021
    EZB-Chefin Lagarde: Noch viel zu früh für Debatte über Ende der Krisenhilfen

    hierzu:
    Weil die EZB doch dermaßen Geld ins System pumpt, müsse es doch allzu offensichtlich sein, dass uns mit diesen Geldinjektionen insofern geholfen sein müsse.
    Anders als wie Christine Lagarde uns dies aber vermitteln möchte, wird es keine wirtschaftliche Erholung geben können, weil die Geldmenge auch nicht immer weiter ansteigen darf.
    Die EZB sorgt zwar bis auf weiteres (noch) erfolgreich dafür, dass uns die vielen Schulden nicht ausgehen, zumal das immer schneller im System "benötigte" Geld als solches eine Schuld ist. Leider funktioniert die Geldexpansion der EZB jedoch dergestalt, dass ausgerechnet Ultrareiche die von den Banken auf betrügerische Weise aus dem Nichts verliehenen Kredite für lau bekommen.
    Die Rettung des Finanzsystems ist aber leider nur mit einem immer schnelleren Geldmengenanstieg und gleichzeitig auch immer mehr Ungleichheit möglich.

    Dann bezeichnete etwa Markus Söder seine Partei als den Anwalt der Fleißigen. Es sei ein wirtschaftlicher und finanzieller Stabilitätskurs gefordert. »Es geht um Wettbewerbsfähigkeit«, daher will Söder insofern die Unternehmenssteuern senken. Ein riesiges Konjunkturprogramm müsse her.
    Laut Söder sei unser Wohlstand "bedroht", aber das Schlimmste sei jetzt überstanden.

    Hierzu:
    Ministerpräsident Söder versteht es nicht, dass der "marktwirtschaftliche Wettbewerb" lediglich ein Wettbewerb um Marktmacht ist, der aber ausgerechnet deshalb so "gut" funktioniert, weil wenige große Akteure der Wirtschaft wegen ihrer Marktmacht immer schneller Geld einnehmen, wobei die öffentlichen Haushalte diese sonderbare Profitwirtschaft mit immer schneller aufgenommen, jedoch später nie wieder abbaubaren Schulden dann insofern möglich machen.
    Würden die öffentlichen Haushalte nicht ständig mit immer mehr Neuverschuldung "eingreifen", dann würde unsere Wirtschaft völlig zum Stillstand kommen.
    Der spätere Schuldenabbau ist aber leider gar nicht möglich, weil das viele Geld, das die öffentlichen Haushalte über den Umweg von immer mehr Schulden immer schneller in Umlauf bringen, als solches eine Schuld ist.
    Die Superreichen müssten ihr Geld irgendwann wieder ausgeben, aber das wird nie passieren.

    Dann will jetzt etwa Friedrich Merz die Rente zukunftsfest machen.
    (vgl. Focus-Beitrag von vorgestern)
    Jetzt würden gemäß Herrn Merz die Sozialdemokraten nicht nur jede vernünftigen Reform verweigern. Vielmehr bezweifelten sie auch allen Ernstes die Zahlen und Berechnungen des Wissenschaftlichen Beirats.

    Hierzu:
    Über die Arbeit des von Herrn Merz erwähnten Wissenschaftlichen Beirats kann man sich auf der Webseite des BMF informieren.
    Die dortigen Überschriften sind kompliziert, so dass sie "vermutlich" richtig sein müssten.

    In Wirklichkeit funktioniert unser Geld jedoch mit einer völlig falschen Schuldscheinlogik, über die man sich aber auch ohne die in jeder Hinsicht komplizierte Themenarbeit des sog. "Wissenschaftlichen Beirats" des BMF durchaus auch eigene Gedanken machen könnte.

    Dann lässt es etwa auch die neuste Themenarbeit von Bündnis 90/ Grüne deutlich daran zweifeln, dass man sich dort allzu ernsthaft an Geldsystem-Diskussionen beteiligt:

    Zeit online, vorgestern
    Grüne versprechen 50 Euro mehr für Hartz IV und zwölf Euro Mindestlohn

    Jetzt haben Frau Baerbock und Herr Habeck zudem die mehr als "fleißige" Überzeugungsarbeit vom Tagesthemen-Claus "endlich" verstanden und daher rücken sie von ihrem deutlichen Nein zu Drohnen-Einsätzen ab.
    (vgl. Spiegel, gestern, Grüne weichen Nein zu bewaffneten Drohnen auf)

    Zitat:
    Diejenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.
    Rothschild 1863

    Habe darüber hinaus zum KenFM-Talk vom 25.08.2018
    Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?
    einen Zusatzkommentar geschrieben.

    Irgendwo scheint sich weltweit im versteckten Hintergrund einiges abzuspielen, wovon wir nichts wissen.

    vgl. hierzu
    Webseite: bibliotecapleyades.net
    Location and Size of The Polar Openings

    Gemäß dieser Webseite gibt es an folgender Stelle eine Polöffnung in das Innere der Erde:
    142,2 Grad (östliche Länge) – 87,7 Grad (nördliche Breite) – 2,3 Grad vom Nordpol entfernt.
    Dies würde es erklären, warum es in Russland de facto dermaßen wenig Demokratie gibt und weshalb dort politische Gegner ermordet werden.

    Wenn uns aber jetzt Dr. Markus Krall "kostenlos" darüber informiert, mit welchem Depot wir unseren Wohlstand doch noch retten können?
    Ob es den von ihm angekündigten Crash demnächst noch geben wird?
    Ich halte es jedoch für eher wahrscheinlich, dass der große Crash nicht von selbst kommt und wir das Geld- und Bankensystem allenfalls mit Helikoptergeld stoppen können.

  3. Soeren Hueter sagt:

    Sorry dies sagen zu müssen, aber die wahren Ursachen liegen hierbei nicht unbedingt in der Fake-Pandemie begründet.
    Vielmehr war und ist es der Brexit der die Lieferketten ausgesetzt bzw. zugunsten der britischen Wirtschaft verschoben hatte.
    Denn völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit, hatte England währenddessen eines der weltweit größten und bedeutendsten Handelsabkommen mit China und einigen anderen Staaten abgeschlossen.
    Und somit gehen jene Waren nun nicht mehr Richtung Deutschland/EU, sondern vielmehr in Richtung England.
    Und alles was nun wiederum in Zukunft von dort in die EU weiterverkauft wird, dass kostet nun Zollgebühren usw.
    DAS ist der eigentlich Grund für das Zusammenbrechen der Lieferketten hierzulande, und "Corina" diente der hiesigen Politik und Wirtschaft vielmehr nur als Ausrede um den Menschen jenes Zusammenbrechen der hiesigen Wirtschaft irgendwie erklären zu können.
    Denn die Wirtschaft in Großbritannien die erlebt derzeit geradezu einen Boom wie nie zuvor.
    Im Grunde steuern wir hierzulande daher auf genau das zu worauf wir in den 30gern des letzten Jahrhunderts schon einmal zugesteuert sind, nämlich auf die wirtschaftliche Isolation Deutschlands.
    Und was das letztendlich bedeutet, dass kann sich im Grunde ein Jeder an fünft Fingern abzählen, nämlich in etwa das Gleiche wie zu Zeiten des 2WK.

  4. How-Lennon sagt:

    Zum Thema "Beschäftigung" noch etwas:
    Ihr Schrumpfen und drohender Kollaps muss mit den Dauerrettungen selbstverständlich auch und primär verhindert werden, da sie euer einziger Schutz und Puffer ist. Fällt sie, fallt ihr.
    Da werden immer mehr notgedrungen in hirntödlichste und roboterisierende, völlig überflüssige aber oft durchaus gut bezahlte Bullshitjobs getrieben. Was soll's – ist ja aus dem nichts geschöpftes Fake-Geld. Fake, wohin man schaut!
    Immer dreisterer Fake hat die Tendenz, nicht lange zu bestehen, die Ressourcen werden knapp(insbes. Öl), das Monopoly ist zu ende gespielt(wenige besitzen alles, die Massen nichts mehr außer Schulden), kein Wachstum, die Welt wird eng und ungemütlich, Massenmigration.
    Die Massenarbeitslosigkeit steht an und das wird der Kipppunkt sein.

    Was bleibt den mächtigsten "Glückspilzen" und Erbkinderchen dann noch?
    Ein Weltkrieg um die letzten Ressourcen?
    Darauf wird die Menschheit wohl – auf gut deutsch gesagt – keinen Bock haben. Und der Schuss könnte nach hinten los gehen.

    Spannende Zeiten!

  5. How-Lennon sagt:

    Ich wiederhole gerne mein Kommentar von vor dem "Anonymous"-Angriff, wahrscheinlich gelenkt von den Noch-Reichen (Die Verlustangst/die Angst vor dem tiefen Fall wird immer größer, gell? Das habt ihr euch verdient!).
    Extra für euch:

    "Während in Deutschland die Wirtschaft in Fesseln liegt, brummt die Konjunktur in Ostasien, und nach der Lizenz zum hemmungslosen Gelddrucken neuerdings auch in den USA."

    Und Ostasien hat keine "Rettungs-Bazookas" rausgehauen???
    Dieses unsägliche Ausbeuter-System, dass eigentlich schon 2009 starb und nur noch ein gestützter Zombie ist, springt nie wieder an, weder durch Dauerrettung, "Bazookas" und "Ankurbelungen", noch durch immer größeren Druck auf die Massen. Aus diesen ist nichts mehr rauszupressen, da könnt ihr machen was ihr wollt.
    Verantwortlich dafür sind die immer offensichtlicher und bedrohlicher(vor allem für euch) zu ende gehenden Ressourcen und die ausgeschlachtete und mit vor allem eurer Gier und Emsigkeit zubetonierte/-asphaltierte und monokultivierte Natur.

    Genießt noch ein kurzes Weilchen die Ruhe vor dem Sturm. Und vor dem tiefen Fall. 🙂

    • How-Lennon sagt:

      P.S.: Die "Pandemie" ist eine Instrumentalisierung, damit ihr weiterhin frech und ungestört "Bazookas" raushauen könnt. Für euer Wohl. Auf unsre Kosten. Wie plump und dämlich! Das funzt doch nicht mehr lange, Freunde!

  6. Schlafschaf sagt:

    Hatte wirklich einer angenommen, dass das runterfahren der Weltwirtschaft kein nachbeben verursacht?
    Geld drucken alleine hält den Laden nicht am laufen. Auch wenn das Möbelhaus wieder öffnen kann, so müssen da auch Möbel reingestellt werden. Und wenn die nicht produziert werden konnten, dann ist da halt gähnende Leere.
    Wer hätte das gedacht.
    Aber da der Strom ja aus der Steckdose kommt, haben wir keine Probleme zu erwarten.

  7. Ulli sagt:

    Hier geht es um Kontrolle der Versorgungsketten, um die Inflation zu steuern.
    Es wurden massive Eingriffe in deren Finanzierung getan, siehe Greensill und Wirecard.
    Das laufende Cyber-Polygon -Planspiel wird in Kürze ausgewertet werden, und es wird vermutlich zu weiteren Eingriffen führen.

  8. Poseidon sagt:

    Die Grünen – Teletubbies und der Staatsterror.
    https://youtu.be/jpmYtOwcv3c

    • Box sagt:

      So nebenbei. Und wenn man nur auf Emissionen schaut. Dienstboten und Dienstherren:

      Ohne Reiche ginge es dem Klima besser
      13. Dezember 2020 Wolfgang Pomrehn

      Neue Studie zeigt, dass vor allem die oberen zehn Prozent der Bevölkerung die großen Umweltsünder sind

      Die EU will mehr Klimaschutz betreiben. Zumindest ein bisschen mehr. Aber was heißt das? Müssen wir jetzt alle den Gürtel enger schallen? Der Hartz-IV-Bezieher und der Privat-Jet-Flieger? Das Gerede vom CO2-Fußabdruck, Fleischverzicht und Ähnlichem legt das nahe.

      Doch es mehren sich immerhin auch die Stimmen unter Wissenschaftlern und in der Fridays-for-Future-Bewegung, die das etwas anders sehen und darauf hinweisen, dass dieser Diskurs den Energiekonzernen und anderen emissionsintensiven Branchen gerade recht kommt. Ihr gewichtiger Beitrag zum Problem gerate damit aus dem Fokus.

      Wenn schon über die individuelle Verantwortung gesprochen wird, lohnt sich ein etwas differenzierterer Blick. Eine neue Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam hat sich genau das zum Ziel gesetzt und die sogenannten Konsum-Emissionen unter die Lupe genommen. Das sind jene Emissionen, die sich dem privaten Verbrauch zuordnen lassen, das heißt, auch die mit importierten Waren verbundenen abzüglich der mit dem Export verbundenen Emissionen.

      Sieben Prozent der Weltbevölkerung lebt in den Mitgliedsstaaten der EU, aber zugleich sind diese für 15 Prozent der jährlichen Konsum-Emissionen verantwortlich. Diese verteilen sich allerdings nicht gleichmäßig auf alle EU-Bürger. Diverse Studien haben in der Vergangenheit bereits den – naheliegenden – Zusammenhang zwischen Einkommen und Konsumverhalten nachgewiesen und quantifiziert.

      Auf diese Gegenrechnung aufbauend kommt die Oxfam-Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die reichsten zehn Prozent der EU-Bürger im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2015 für ein gutes Viertel der hiesigen Emissionen verantwortlich waren. Für die gleiche Emissionsmengen zeichneten auch die ärmeren 50 Prozent der Bevölkerung verantwortlich, die selten oder nie fliegen, eher keine oder kleine und daher sparsamere Autos besitzen und diese gegebenenfalls länger nutzen.

      Aber es kommt noch schlimmer. Ein bisschen Klimaschutz hat es in den EU-Länder ja gegeben. Von 1990 bis 2018 sind die Emissionen immerhin um ein knappes Fünftel reduziert worden.

      Doch zu diese Reduktion hat das reichste zehn Prozent der Bevölkerung nichts beigetragen. So wie in den letzten 30 Jahren gesellschaftlicher Reichtum von unten nach oben umverteilt wurde, so haben auch die Konsum-Emissionen am oberen Ende der gesellschaftlichen Stufenleiter weiter zugenommen.

      Während die untere Hälfte der Bevölkerung ihre Emissionen um 24 Prozent reduziert hat, die mittleren 40 Prozent immer noch um 13 Prozent, haben sich Emissionen der oberen zehn Prozent zwischen 1990 und 2015 sogar noch um drei Prozent zugenommen.
      Je reicher, desto schlimmer

      Noch eklatanter ist das Missverhältnis, wenn ein Blick auf die Pro-Kopf-Emissionen geworfen wird, wie es die Autorinnen und Autoren der Oxfamstudie unternommen haben. Dann kommt heraus, dass die Zunahme der Emissionen ausschließlich auf das Konto der Superreichen geht.

      Bei den oberen ein Prozent der Bevölkerung haben die Pro-Kopf-Emissionen binnen 25 Jahren um sieben Prozent zugenommen. In den anderen Bevölkerungsgruppen gab es hingegen eine Abnahme, und zwar um so mehr, je geringer das Einkommen. In der unteren Bevölkerungshälfte waren die Pro-Kopf-Emissionen 2015 um 32 Prozent niedriger als 25 Jahre zuvor.

      Interessant ist schließlich auch der Ländervergleich. In einigen Ländern wie Kroation, Rumänien, Griechenland oder Portugal ist das Pro-Kopf-Emissionsniveau der unteren Bevölkerungshälfte schon jetzt auf dem Level, wie es für das Erreichen des Pariser 1,5-Grad-Ziels EU-weit notwendig ist.

      Ansonsten bleibt festzustellen, dass Deutschland innerhalb der EU nicht nur das Land mit meisten Treibhausgas-Emissionen sondern auch jenes mit den meisten Reichen ist. 29 Prozent aller Konsum-Emissionen der EU-Bevölkerung entfielen 2015 das obere Zehntel. Davon wiederum ging ein knappes Drittel auf das Konto der reichsten Deutschen.

      Oder in anderen Worten: Die deutschen Geldeliten machen zwar nur etwa 1,9 Prozent der EU-Bevölkerung aus, sind mit ihrem Lebenswandel aber für rund 9,5 Prozent der Emissionen in der Gemeinschaft verantwortlich.

      https://www.heise.de/tp/news/Ohne-Reiche-ginge-es-dem-Klima-besser-4988188.html

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