Aufstand der Friedliebenden

Mit „Der nächste große Krieg. Hintergründe und Analysen zur medial-politischen Hetze gegen Russland“ erschien das erste Rubikon-eBook.

Von Roland Rottenfußer.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

„Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg“, sagte der Feldmarschall.

„Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt.“

Und er fügt hinzu:

„Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

Der Autor dieser Sätze war Hermann Göring. Sein Statement ist in höchstem Maß entlarvend. „Mit oder ohne Stimmrecht“ — damit meint er: Der Wille von Staatenlenkern, einen Krieg zu führen, wird sich immer durchsetzen. In einer Demokratie, in der nominell der Wille des Volkes zählt, muss dieser Wille eben umgangen oder zurechtgebogen werden.

Dies erfolgt vor allem mit den Mitteln der Propaganda. Und wo ein Propagandaministerium aus historischen Gründen obsolet scheint, hält man sich Medien, die gegenüber den Konsumenten Unabhängigkeit simulieren, jedoch denselben Zweck erfüllen. Herrschaftswissen ist dort längst in die Köpfe und tief ins Unterbewusstsein der Medienschaffenden eingesickert.

Einer der größten Feinde eines wirklich vehementen Friedensengagements ist es, den Gegner zu unterschätzen. Propaganda wirkt am besten, wo man sie nicht als solche erkennt.

Ein anderer Hemmschuh besteht in der Annahme, einen „großen Krieg“ werde es ohnehin niemals geben. Speziell vor einem Angriff auf Russland würden die NATO-Staaten zurückschrecken. Dies sei schließlich Selbstmord und obendrein unmenschlich. Wer eine solch abwiegelnde Haltung einnimmt, könnte sich jedoch getäuscht sehen.

Maßgebliche Kreise, besonders in den USA, halten einen Krieg gegen die Macht im Osten wieder für führ- und gewinnbar. Wenn etwas wie Kriegsvorbereitung aussieht, muss man auch davon ausgehen, dass es irgendwann tatsächlich zum Krieg führen kann.

Warum sonst gibt es massive Truppenbewegungen in Osteuropa? Warum sonst massive Feindbildpropaganda, die durch die Realität russischer Politik in keiner Weise zu rechtfertigen ist?

Man will uns den Krieg wieder aufschwatzen, notfalls aufzwingen. Der Grund ist seit hundert Jahren derselbe: die Vollendung einer Entwicklung hin zur totalen „Global leadership“ der USA — zur Weltherrschaft.

Eine Bevölkerung, die zu diesen Kriegsplänen nicht passt, muss durch Medienbeschuss passend gemacht werden — durch „Wiederbelebung kampf- und kriegsorientierter Denkmuster“ (Wolfram Wette).

Vom Rubikon ist nun ein eBook mit Hintergründen und Analysen zur medial-politischen Hetze gegen Russland erschienen. „Der nächste große Krieg“ ist es betitelt. „Mit allen Mitteln untergräbt der Westen den Frieden zwischen Europa und Russland“.

Das Buch vereinigt die besten kritischen Journalisten, die sich auf diesem Fachgebiet einen Namen gemacht haben: unter anderem Daniele Ganser, Chris Hedges, Karin Leukefeld, Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer, Ulrich Teusch, Hannes Hofbauer, Ivan Rodionov, Jens Wernicke, Hermann Ploppa, Roland Rottenfußer, Nicolas Riedl, Stefan Korinth, Florian Kirner, Kilez More, Bernhard Trautvetter, Werner Ruf, Armin Wertz, Jens Lehrich, Peter Frey, Jens Bernert, Ullrich Mies, Andrea Drescher, Ulrich Heyden, Andreas von Westphalen, Nina Forberger, Madita Hampe und Christiane Borowy.

Es ist das erste echte Rubikon-Buch, das wir mit einigem Stolz aus der Taufe gehoben haben.

Braucht es noch ein Buch, wo das Internet doch viel schneller und flexibler ist? Ja! Schon deshalb, weil nicht alle interessierten Leser die Fülle unserer Anti-Kriegsartikel lesen konnten — vom angemessenen „Verdauen“ der Informationen ganz zu schweigen. Gute Artikel rutschen auf unserer Seite rasch nach unten und sind danach schwer auffindbar — es sei denn über den Namen des Autors. Da hilft es, den Stoff in Ruhe zu wiederholen, Leselücken aufzufüllen, Wichtiges vielleicht auch zwei- oder dreimal zu lesen und so wirklich argumentativ gerüstet zu sein für die anstehenden Konflikte.

Wir werden seit den Anfängen unseres Magazins gefragt, ob man uns auch gedruckt lesen kann. Unsere Antwort ist: „Wir arbeiten daran“. Das erste Rubikon-Buch ist zunächst ein eBook. Es enthält Texte, die Sie sonst nirgends finden und die der alltäglichen Gehirnwäsche entgegenarbeiten.

Mit dem Kauf dieses Buches wird man aber nicht nur klüger, weil man Dinge erfährt, die die meisten anderen Medien verschweigen. Man unterstützt auch direkt den investigativen, unabhängigen und kritischen Journalismus im Land, unterstützt die Arbeit des Rubikon.

Ein Teil der Einkünfte aus dem Buch kommt direkt der Friedenskasse des Rubikon zugute. Gegen die prall gefüllten Kriegskassen der großen „Kulturnationen“ haben wir nur eine Chance: Alle, die verstanden haben, müssen sich den Kriegsplänen widersetzen: mit allen Mitteln der Information und Aufklärung, durch Aktionen, Demonstrationen, Appelle und Wahlentscheidungen beziehungsweise Wahlenthaltung.

Den Frieden wollen viele; der Widerstand bleibt aber bis jetzt weitgehend zahnlos und halbherzig. Unser Buch zeigt auf, wie ernst die Lage ist — durch präzise Analysen der Kriegspropaganda, vor allem gegenüber Russland. Weil wir die Brisanz der Weltlage begriffen haben, waren wir entschlossen, nicht zu kleckern, sondern zu klotzen.

Wir haben weit über die Alltagsarbeit hinaus Kräfte mobilisiert und alles aufgeboten, was es an kompetenten Autorinnen und Autoren in unserem Umfeld gibt. Entstanden ist ein Kompendium des Friedenswissens, das auf dem Buchmarkt seinesgleichen sucht: ein machtvoller Kassandraruf und ein Appell an das Gewissen der Menschen.

Wir werden es nicht allein schaffen. Lesen Sie unser Buch! Verbreiten Sie es und empfehlen Sie es weiter! Unterstützen Sie damit auch unseren täglichen, kräfteraubenden Einsatz. Der Zeitpunkt, etwas zu tun, ist jetzt. So singt Konstantin Wecker in seinem Lied „Der Krieg“:

„Wir müssen seh‘n, wie wir den Gewalten widersteh’n. Denn sonst heißt es wieder eines Tages dann: Seht euch die dumpfen Bürger an. Zweimal kam der große Krieg mit aller Macht. Und sie sind zum dritten Mal nicht aufgewacht.“

Klappentext:

Nach zwei Weltkriegen, in denen sich Deutschland jedes Mal angeblich gegen Russland „verteidigte“, darf von deutschem Boden nur noch Frieden ausgehen. Dies hatten sich viele angesichts der Trümmerlandschaften nach 1945 geschworen. Nun wird erneut für einen großen, verheerenden Krieg mobil gemacht. In den Waffenfabriken sowie in den Medien der „Heimatfront“, die ihre vornehmste Aufgabe darin zu sehen scheinen, die Köpfe der kriegsskeptischen Bürger mit Propagandaphrasen sturmreif zu schreiben. Das betrifft unser ureigenstes Metier: den engagierten Journalismus. Der Rubikon hat für dieses Buch daher die hellsten Köpfe der Friedensbewegung versammelt, um ein machtvolles Gegengewicht zu schaffen. Denn ist höchste Zeit, aufzustehen. Zeit, die eigene Stimme zu erheben. Zeit, Position zu beziehen. Für jeden und jede von uns.

Mit Beiträgen von: Daniele Ganser, Chris Hedges, Karin Leukefeld, Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer, Ulrich Teusch, Hannes Hofbauer, Ivan Rodionov, Jens Wernicke, Hermann Ploppa, Roland Rottenfußer, Nicolas Riedl, Stefan Korinth, Florian Kirner, Kilez More, Bernhard Trautvetter, Werner Ruf, Armin Wertz, Jens Lehrich, Peter Frey, Jens Bernert, Ullrich Mies, Andrea Drescher, Ulrich Heyden, Andreas von Westphalen, Nina Forberger, Madita Hampe und Christiane Borowy.

Stimmen zum Buch:

„Die aktuell größten Bedrohungen für das Überleben der Menschheit stellen die beständig wachsende Gefahr eines großen Krieges sowie die immer gravierendere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dar. Zeit, dass entschlossen gegen die Propaganda in beiden Bereichen vorgegangen und so immens wichtige Aufklärung geleistet wird.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„Ich habe die ganz große Sorge, dass wir von den drei westlichen Nachrichtenagenturen in einen Krieg gegen Russland gehetzt werden — und fast alle unsere Leitmedien und Politiker übernehmen das unhinterfragt.“
Prof. Christian Kreiß, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik

„13 Erkenntnisse aus traumapsychologischer Sicht zu Krieg und Frieden: 1. Krieg ist Terror und die massenhafte Traumatisierung von Menschen. 2. Traumatisiert werden die Opfer eines Krieges. 3. Auch die Täter in einem Krieg traumatisieren sich durch ihre Taten selbst. 4. Die traumatisierenden Folgen eines Krieges setzen sich über drei Generationen fort. 5. Wer Krieg plant, ist psychisch bereits traumatisiert. 6. Wer psychisch traumatisiert ist, ist verwirrt und kann nicht unterscheiden zwischen Realität und Fiktion, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Außen und Innen, zwischen sich und anderen, zwischen Leben und Tod. 7. Jeder Krieg entsteht aus einer nicht aufgelösten Täter-Opfer-Dynamik und erzeugt daher neue Kriege. 8. Alle Aussagen von Kriegstrauma-Tätern über andere sind Aussagen über sich selbst. 9. Wer Atombomben baut, ist mörderisch und suizidal zugleich. 10. Die vermeintlichen Retter und Beschützer der Menschheit sind ihre Totengräber. 11. Realität und Wahrheit sind das einzige Mittel gegen den Wahnsinn derer, die Krieg wollen und machen. 12. Frieden kann nicht erkämpft werden. 13. Wer Frieden mit sich selbst schließt, braucht keine äußeren Feinde mehr.“
Prof. Franz Ruppert, Traumaforscher

„Die herrschenden westlichen Politkasten in Kooperation mit dem transnationalen Tiefen Staat weiten ihre Handlungsspielräume unablässig aus. Es reicht ihnen nicht, dass sie die parlamentarischen Demokratien in pseudodemokratische, marktkonforme Schmierentheater verwandelt haben. Sie haben den Krieg wieder zur Ultima Ratio politischen Handelns erhoben und treiben die Welt an den Abgrund des Dritten Weltkrieges. Das angeschlossene Medienkartell marschiert im Stechschritt mit und trimmt die Öffentlichkeit auf Russland- und Chinahass. Die Wissenschaftler des Bulletin of the Atomic Scientists halten die internationale Lage daher für hochbrisant und haben die Weltuntergangsuhr auf 2 Minuten vor Zwölf gestellt.“
Ullrich Mies, Autor und Publizist

„Mit allen Kräften forciert die sogenannte westliche Wertegemeinschaft — allen voran die USA — einen neuen großen Krieg gegen Russland. Das Menschheitsverbrechen ist bereits geplant, die Kriegsvorbereitungen laufen. Truppen werden gen Osten verlegt und die Straßen in Richtung Russland panzerfest gemacht. Und selbstverständlich wird, um das Feindbild des bösen Russen wieder einmal in den Köpfen und Herzen der Menschen zu verankern, politisch und medial gelogen, dass sich die Balken biegen, wird Geschichte verfälscht und ist grundsätzlich jedes Mittel recht und kein „Kollateralschaden“ zu groß. Angesichts dieser Lage kommt man nicht umhin, unsere aktuelle Lebenszeit als Vorkriegszeit sowie die pausenlos über uns alle erbrochene Propaganda als „ideologische Mobilmachung“ der Republik zu verstehen. Es ist daher höchste Zeit, aufzustehen. Zeit, die eigene Stimme zu erheben. Zeit, Position zu beziehen. Für jeden und jede von uns.“
Jens Wernicke, Autor und Publizist

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Dieser Beitrag erschien am 26.10.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: zef art / Shutterstock

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5 Kommentare zu: “Aufstand der Friedliebenden

  1. Ihr habt recht! Aber was soll's? ich habe das Gefühl: Wir kommen zu spät! Wie soll diese über gerüstete Nato-Kriegs-Maschine denn aufgehalten werden, wenn alle schon längst auf dem Weg sind? Deutsche Soldaten 100Km vor "Leningrad"! Das ist realer Irrsinn! Erstaunlich mit welcher Geduld die Russen das ertragen.

  2. " " Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

    Der Autor dieser Sätze war Hermann Göring."

    Das funktioniert mit Meinungshoheit und wenn die Pazifisten diesen Vorwurf nicht nur auf sich sitzen zu lassen, sondern vor allem nicht für Frieden nutzen.

    Konkret; 1914 und im Vorfeld haben deutsche Patrioten dem Volk gesagt, es würde angegriffen.
    1919 war das Deutsche Kaiserreich in einem Zustand, den hätte kein äußerer Feind so hingekriegt wie die deutschen Patrioten.
    Oh das böööse Versailles die bööösen Siegermächte … nee es waren DEUTSCHE Patrioten, indem sie das Volk in den Krieg führten.
    (Den bööösen Außenfeinden haben die deutschen Patrioten damit in die Hände gespielt, Nationalkonservative sind eben so überschaubar strukturiert.)
    Wenn danach nochmal jemand kommt und Pazifisten vorwirft, sie brächten das Land in Gefahr (siehe oben Göring), dann ist nichts klarer, als wer das Land in Gefahr bringt.
    Das kann seit 1914-1919 jeder wissen, der es sich anschaut.
    Und an der Stelle fehlt es heute wieder an Trennungsschärfe zu Patriotismus einschließlich Nationalstolz im Allgemeinen; ach so ein bisschen sei doch nicht so schlimm und es gäbe irgendwie positiven Patriotismus und überhaupt und sowieso und beim Fußball … und schwupps ist Patriotismus einschließlich Nationalstolz salonfähig und dann ist die Tür geöffnet für patriotische Kriegstreiberei, die wird damit salonfähig und wenn es positiven Patriotismus gäbe, dann ist ja auch Kriegstreiberei eigentlich aus einem positiven Antrieb heraus, nicht war … dann kann man es den Kriegstreibern doch gar nicht übel nehmen …
    "Wehret den Anfängen" bedeutet nicht, dann aufmerksam zu werden, wenn die Panzer und Bomber bereits aufmunitioniert werden, die Anfänge sind weit vorher.

  3. Ein solches Buch ist wichtig, schön und gut. DANKE !
    Für die, die sich in dem Buch informieren wollen.

    Aber wir wissen das doch Alles im Wesentlichen.
    Vielfach schon lange.

    Warum t u n wir nichts außer lesen und schreiben und Bücher herausgeben ?

    Wir sind längst genug aufgeklärte und bemittelte und zeitlich flexible Menschen in Deutschland, die keinen Krieg mehr wollen.

    Warum o r g a n i s i e r e n wir uns nicht ? Übergreifend und die jahrelang mitgeschleppten Urteile über einander vergessend.

    Es braucht W I L L E N, Z E I T, M U T dazu und V E R T R A U E N in die E I G E N E F R I E D F E R T I G K E I T.

    Hiermit fordere ich Die Leute von Rubikon, Kenfm und Nachdenkseiten auf, gemeinsam Leute freizustellen, die sich Gedanken darüber machen, wie das F R I E D E N S P O T E N T I A L I N D E R B E V Ö L K E R U N G wirksam gemacht werden kann. Wenn ich dabei behilflich sein kann – ich bin bereit.

    – A. Eberl schreibt, dass laut einer repräsentativen Umfrage in Welt online 7 3 % der Deutschen in 2018 gegen den Einsatz der Bundeswehr in Syrien stimmten: https://www.welt.de/politik/ausland/article181491964/WELT-Trend-Fast-drei-Viertel-der-Deutschen-gegen-Bundeswehr-Einsatz-in-Syrien.html ;
    – 2003 stimmten 6 9 % der Deutschen gegen eine deutsche Beteiligung am Irak – Krieg: https://www.stern.de/politik/ausland/umfragen-mehrheiten-gegen-den-krieg-3337530.html ;
    – 2014 stimmten 5 2 % der Deutschen sogar gegen einen Bundeswehreinsatz gegen den IS: https://www.focus.de/politik/deutschland/kampf-gegen-dschihadisten-in-syrien-und-irak-doppelt-so-viele-maenner-wie-frauen-fuer-bundeswehreinsatz-gegen-is_id_4188867.html ;
    – 2015 ergab eine Gallup Umfrage, dasS nur 1 8 % der Deutschen bereit wären, für ihr Land zu kämpfen: https://www.reddit.com/r/europe/comments/39dqfw/would_you_be_willing_to_fight_for_your_country/ ;

    W I E K A N N D I E S P O T E NT I A L W I R K S A M G E M A C H T W E R D E N ?

    Ein Vorschlag: über einen Einsatz der Bundeswehr entscheidet zukünftig nur noch eine V O L K S B E F R A G U N G. Durchgeführt werden muss die Volksbefragung, wenn 1 Million Unterschriften deutscher Staatsbürger dafür vorliegen.
    Für dies Ziel wird demonstriert – so intensiv und so zahlreich, bis das Parlament einknickt und eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes beschließt.

    Juristisch wäre da eine Menge Vorarbeit zu leisten. Siehe z.B.: "Zur Geschichte des Verrats am Friedensgebot" http://www.grundrechtekomitee.de/node/978

  4. Was heißt das, dass es im Westen Politiker gibt, die wollen, dass gerade Deutschland eine Konfrontation anführen solle?

    Die US-amerikanische Nato-Botschafterin Kay Hutchison sagte in einem Interview am 8. Juni 2018 im Deutschlandfunk, sie „wünsche“ dass Deutschland im Falle einer Konfrontation mit Russland die Konfrontation anführe. Kay Hutchinson kennt die deutsche Geschichte und weiß sicherlich auch, dass die meisten Deutschen (73 %, laut einer repräsentativen Umfrage in Welt online: https://www.welt.de/politik/ausland/article181491964/WELT-Trend-Fast-drei-Viertel-der-Deutschen-gegen-Bundeswehr-Einsatz-in-Syrien.html ) : „Nie wieder Krieg!“ wollen. Die Moderatorin weist sie auf die deutsche Geschichte hin. Doch Hutchison entschuldigt die Deutschen. Deutschland sehe leider noch nicht, dass es über seine Vergangenheit hinausgewachsen sei und dass es heute „demokratisch“ und ein „Wächter der Demokratie“ sei. Sie glaube, dass sich Europa eine deutsche Führungsrolle wünsche, weil Deutschland so erfolgreich aus seiner dunklen Geschichte herausgekommen sei und die Wiedervereinigung geschafft habe. Es gäbe keinen Grund, warum Deutschland nicht die Führungsrolle in Europa innehaben sollte, aber das bedeute auch, dass man in der Lage sein solle, sich selbst zu verteidigen. Quelle: ttps://www.deutschlandfunk.de/us-nato-botschafterin-kay-hutchison-wir-wuenschen-uns-dass.694.de.html?dram:article_id=419839

    Sputnik hat dieses Interview von Kay Hutchison analysiert und kam zu folgenden beachtenswerten Schlüssen (Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentare/20180612321129060-leyen-nato-aufruestung/)1. Die Grundhaltung „Kein Krieg!“ habe nichts mit Schuldgefühlen zu tun, sondern sei eine berechtigte Grundhaltung des Menschen. 2. Die US-Botschafterin und auch die anderen Kriegstreiber, die Deutschland eine Führungsrolle zusprechen wollten, täten dies nicht aus Liebe zu Deutschland und den Deutschen, sondern eher aus gegenteiligen Gründen. Ein Krieg gegen Russland unter deutscher Führung würde die Vernichtung Deutschlands bedeuten und die Kriegstreiber wüssten das sehr genau. 3. Es habe im Ersten und Zweiten Weltkrieg auch nichtdeutsche, vor allem angelsächsische Interessen daran gegeben, dass sich Deutschland und die Deutschen im Kampf gegen Russland und die Sowjetunion gegenseitig ausbluteten. Sputnik fragt weiter: Wie sei es in diesem Zusammenhang zu beurteilen: dass Mitglieder der deutschen Regierung wie die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich zeigten, dass sie der Forderung nach „Führung“ gern nachkämen, dass deutsche Politiker davon redeten, Deutschland müsse „mehr Verantwortung übernehmen, und „führen“, dass die deutschen Militärausgaben tatsächlich auf die Zwei-Prozent-Höhe hochgeschraubt würden und dass jetzt kontinuierlich aufgerüstet werden solle? Auch mit einer neuen Nato-Kommandozentrale für schnelle Truppentransporte an die russische Grenze im süddeutschen Ulm? Sputnik fragt: Wollten diese deutschen Politiker nach zwei verlorenen Weltkriegen in einem dritten Weltkrieg endlich mal auf der „richtigen Seite“, auf der Seite der „Sieger“ stehen? Und tatsächlich: Wolfgang Ischinger sagt in einem Artikel des Tagesspiegels: „Als deutscher Botschafter in den USA habe ich gerne gesagt: In der Geschichte haben wir Deutschen oft auf der falschen Seite gestanden. Nun werden wir immer auf der richtigen Seite stehen.“ Quelle: ttps://www.tagesspiegel.de/politik/wolfgang-ischinger-im-interview-deutschland-macht-nur-dinge-bei-denen-man-nicht-nass-wird/22902048.html

    Um nun die oben gestellte Frage zu beantworten: Was heißt das, dass gewisse Politiker die Deutschen wieder im Krieg und noch dazu "führend" sehen wollen? Es heißt im Klartext, dass sie die Deutschen untergehen sehen wollen – und Mittel- und Osteuropa mit ihnen. Anders kann ich mir die Forderung der engelhaft nett aussehenden Kay Hutchison nicht erklären. Wenn man zu Ende denkt, was ihre Forderung bedeutet, dann kommt man zu diesem Schluss.

  5. Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen! Deutschland muss, lt. Grundgesetz, einen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten. Sogenannte „Humanitäre Interventionen“, die in Wahrheit meist räuberische Ressourcen-Raubkriege sind oder Kriege um die Vormachtsstellung der westlichen Globalisten zu sichern, leisten keinen Beitrag zum Frieden und deshalb darf Deutschland sich nicht daran beteiligen. Außerdem wäre es selbstmörderisch für Deutschland – und zwar aus folgendem, leicht verständlichen Grund: Seit über 100 Jahren gibt es das Bild vom hässlichen Deutschen in der internationalen Medienwelt – und die angeblichen Verbündeten Deutschlands, die englisch-sprachigen Länder, haben besonders viele Filme, Bücher und Schriften, in denen es um deutschen Militarismus und um Nazis geht: vom Bryce-Report bis zu „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ und von „The Battle Cry of Peace“ über den „Großen Diktator“ bis zu "Inglourious Bastards" bis zu „Wonderwoman“, u. v. a. überall taucht der deutsche Militarist und der deutsche Nazi als absolutes Sinnbild des Bösen auf – böser als Dracula, Zombies und Hannibal Lector, ja „böser“ noch als Teufel, Satan, Luzifer und Beelzebub – so die mediale Botschaft. Und diese Filme, Schriften, Medien werden in der ganzen Welt verbreitet, bis heute. Das bedeutet, es ist in den Seelen der Menschen weltweit das Bild vom hässlichen Deutschen latent vorhanden und kann jederzeit aktiviert werden, wodurch auch jederzeit und überall der Hass gegen Deutsche aktiviert werden kann. Angenommen deutsche Soldaten stünden irgendwo in Syrien und da stünden auch Amerikaner, Engländer, Franzosen, Israelis, Syrer, Araber, Kanadier, Australier und es passierte ein Vorfall, ein False Flag oder ein Irrtum, für den man die Deutschen beschuldigte – es würde sofort eine solche Woge des Hasses auf Deutsche über den Erdball hinweg entfacht werden, dass die Situation schlimmer eskalieren würde, als wenn der Vorfall einem anderen Volk zugeschrieben würde. Und wenn die Deutschen gegen die Russen in Stellung gebracht würden – was meinen Sie, was dann erst los wäre – nach 27 Millionen Toten in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs?

    Und dennoch gibt es verantwortungslose Stimmen von Politikern im Westen und leider auch in Deutschland in der letzten Zeit, die fordern, dass Deutschland, auch die Bereitschaft zeige, „militärische Gewalt anzuwenden“, wie es Wolfgang Schäuble hier ausdrückt:
    Tagesspiegel v. 29.10.2019: „Schäuble fordert stärkeres militärisches Engagement Deutschlands“
    https://www.tagesspiegel.de/politik/heraushalten-ist-keine-option-schaeuble-fordert-staerkeres-militaerisches-engagement-deutschlands/25166690.html?fbclid=IwAR2WiFREU9ITSqueXrIAfD24rDQV5Hr7njsqvWPNeHfOAxTJbZXZgW58ZTo

    Er ist nicht der einzige Politiker in Deutschland, der so denkt – und ich kann nur sagen, dass ich diese Forderung von dieser Art Politiker als bewussten Verrat empfinde – denn man kennt die Problematik, die ich oben beschrieben habe. Jeder einigermaßen wache und intelligente Deutsche müsste sich dessen bewusst sein.

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