Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Enno Schmidt (BGE) und Bilbo Calvez

„Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?“, soll die größte Frage der Welt sein, die natürlich auch an Enno Schmidt gestellt werden sollte.

Enno Schmidt ist Maler und Vermögensberater. Zusammen mit dem Unternehmer Daniel Häni hat er die Initiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ins Leben gerufen und den Film „BGE, ein Kulturimpuls“ realisiert. Getroffen haben wir Enno Schmidt in dem Tresorraum einer ehemaligen Bank in Basel, was nun der Treffpunkt der Initiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ist. http://www.grundeinkommen.ch

Obwohl die meisten äußern, dass sie im Falle eines bedingungslosen Grundeinkommens positive Änderungen in ihrem Leben einführen würden und sicher weiter arbeiten würden, ist ein Großteil der Befragten zugleich besorgt, dass die anderen nicht so gut wie sie selbst mit einem bedingungslosen Grundeinkommen umgehen würden, bzw. nur noch bequem auf dem Sofa Bier trinken und Chips essen würden. Es wäre sowieso eine Unverschämtheit, dass die wenigen, die sich in der Gesellschaft vor allem drücken und sich niemals Mühe geben, auch noch unterstützt werden, und das dann auch noch bedingungslos, also ohne jegliche Fragen oder Kontrollen, denken diejenigen, die Arbeit als unumgängliche Maloche betrachten.

Abgesehen davon, dass diese „anderen“, zumindest die, die sich offen dazu bekennen, nur einen Bruchteil der Bevölkerung repräsentieren, wird vergessen, dass sowieso schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung keine Erwerbstätigkeit ausübt u.a. Rentner, Hausfrauen, Arbeitslose und Kinder. Sie werden also vom Rest der Bevölkerung getragen.

Auch werden die offensichtlichen Vorteile eines BGE für den Einzelnen ignoriert, unter anderem das Sicherheitsgefühl und dass der Mensch, wenn Arbeit und Überleben nicht so arg gekoppelt wären, nicht mehr so leicht erpressbar wären. In der Tat müssten Arbeitgeber ihren Umgang mit ihren Arbeitnehmern überdenken, die Ansage „Wir streiken!“ hätte dann ein ganz anderes Gewicht!

Idealerweise müsste das BGE voll zum Leben reichen, damit man tatsächlich einfach „ja“ oder „nein“ zu einer Arbeit sagen kann. Nun, in der Realität wird es nicht so radikal sein können, sondern erst ein Herantasten geben. Ob dieser Kompromiss überhaupt die Früchte bringt, die man sich vom BGE erhofft, werden wir hoffentlich bald in der Schweiz sehen. Am 5. Juni 2016 ist die Volksabstimmung über die Einführung des Bedingslosen Grundeinkommen für alle Schweizer.

Das Interview wurde am 10. Mai 2016 in Basel aufgezeichnet.

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Dieses Gespräch ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“.
Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft, genauer beschrieben einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie, bildet den Kern des Projektes.

Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben. Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben.

Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Der andere, analoge Teil, in Form einer Kunstausstellung, wird in Berlin in der Galerie Lite-Haus im September 2016 und im Jugendklub Königstadt im November 2016 präsentiert. Die Besucher werden durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen dazu geführt, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die interaktive Hauptinstallation, in dem geldlosen Bereich des Ausstellungsortes, wird den Besuchern die Möglichkeit geben, gegenseitiges Vertrauen zu beobachten und dieses auch selbst zu üben.

Die Ausstellung soll darüber hinaus einen schützenden Rahmen bieten, wo man sich mit diesem Thema, was allergische Reaktionen bei den meisten Menschen auslöst, in Ruhe annähern kann.

Andere Interviews der Bärensuppe:
https://www.youtube.com/watch?v=Ip6WetGBi7Y&list=PLeJoe5WGh0K2yjiyNCbRUEi_joKzDEp96

52 Kommentare zu: “Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Enno Schmidt (BGE) und Bilbo Calvez

  1. Heute wird in der Schweiz über das BGE abgestimmt. Ich bin gespannt.
    http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_78017422/experte-unklar-ob-sich-das-grundeinkommen-fuer-geringverdiener-rechnet-.html

    • Nur 22% dafür, BGE in der Schweiz abgelehnt.
      http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_78031742/schweizer-lehnen-bedingungsloses-grundeinkommen-ab.html

    • @Josef Kandl

      KenFM hat noch Winterzeit – ist das gewollt?

      Na klar, Stichwort „Alernative Medien“ 🙂

    • Da ich mal in der Schweiz gelebt habe und deshalb weiß wie die Schweizer ticken, hatte ich ein ablehnendes Ergebnis erwartet. Getippt habe ich auf 30% bis 35% Zustimmung. Das es lediglich 22% sind, zeigt nur eines – den Schweizern geht es (noch) viel zu gut. Wobei ich jedem einzelnen Menschen von Herzen gönne, das es ihm noch sehr viel besser als den Schweizern gehen möge.

  2. Mehr zufällig habe ich gestern diesen Beitrag gehört:
    https://kenfm.de/franz-hoermann/

    Was hier beim BGE theoretisch angedacht wurde, ist in obigem Gespräch mit Prof. Hörmann durch diesen nicht nur fertig gedacht, sondern es werden auch die Hintergründe und Ursachen des Nicht-Funktionierens unseres herkömmlichen Geld-„Systems“ offen angesprochen.
    Er liefert nach der vollständigen Analyse „was ist Geld“ auch ein Modell, was ich sehr interessant finde.

    • Das Problem ist abstrakter, denn Ökonomie ist nichts anderes als reine Mathematik. Die Hauptdarsteller, die Menschen, sind nicht ansatzweise mit Mathematik beschreibbar. Der Mensch kann nur so tun als ob.

      Wozhlmeinend: Ökonomie beschreibt eine tote Maschinerie.
      Hochfrequenzhandel sei ein Hinweis hierauf.

      Der Mensch wird an die Wahnvostellung der Naturtheologen angepaßt, sprich manipuliert. Das ist die Herrschaft des Steuermannes, auch als Kybernetik bekannt.

      Der ganze Algorithmenschwachsinn funktioniert nur scheinbar, eben solange, wie Menschen daran glauben. Statistik ist umgekehrt proportional, Je mehr Daten, desto willkürlicher werden die Ergebnisse. Bei unendlicher Datenmenge ist es nur noch Unsinn.

      Sprache wird seit den 50ern immer mehr formalisiert, um von Rechnern ‚verarbeitet‘ werden zu können.

      Zusammenhänge können nur abstrakt erkannt werden, der Mensch wird durch die ständig fortschreitende Formalisierungen immer weiter in seinen Fähigkeiten eingeschränkt. Es sei an politische Korrektheit erinnert…daher weht der Wind. Was der Mensch nicht denken kann, kann er auch nicht erkennen (siehe Universalienstreit).

      Daraus entwickelt sich die zu beobachtende Verblödung und es bleibt nur zu hoffen, daß es nicht bereits Degeneration ist.

    • @ F.M. Arwee: Aus Ihrer Sicht betrachtet, kommt man in’s Grübeln. Übrigens teile ich Ihre Abneigung gg. den Hochfrequenzhandel.

      Eine Sache ist mir nicht klar: „Der Mensch wird an die Wahnvostellung der Naturtheologen angepaßt, sprich manipuliert. Das ist die Herrschaft des Steuermannes, auch als Kybernetik bekannt.“

      Was meinen Sie damit?

  3. Vorteile vom ‚BGE‘ hätten nur die, die reich sind und nicht arbeiten.

    Das ‚BGE‘ ist aus zwei Gründen aus meiner Sicht völlig inakzeptabel:

    1)
    ‚BGE‘ würde für die wirklich Bedürftigen sogar eine klare Verschlechterung gegenüber dem jetzigen System bedeuten, die existenzbedrohend wäre. Denn ‚BGE‘ würde nicht wie Hartz4 oder Sozialhilfe erhöht, wenn z.B. die Miete erhöht würde. Es wäre vielmehr eine Pauschale.

    2)
    Diese Pauschalierung wollen die ‚BGE‘-Befürworter exakt deshalb, um Reichen, die gar keinen Bedarf haben, Sozialhilfe zukommen zu lassen. Das ‚BGE‘ würde die Leistungen für Ärmere existenzbedrohend zusammenstreichen, um Millionären Sozialhilfe hinterherzuwerfen, die via Steuern von denen abgepresst würde, die arbeiten und kein Vermögen haben.

    Ich lehne daher das ‚BGE‘ kategorisch ab. ‚BGE‘ wäre die Zerstörung des Sozialstaats und eine Einführung einer zwangsweisen Umverteilung von Arm nach Reich. Wenn eine Partei ‚BGE‘ befürwortet, ist sie für mich unwählbar.

    • sehe ich im Grunde genommen genauso, dass ein BGE ohne gleichzeitiger Adaptierung anderer fehllaufenden Systeme eher destruktive Wirkung zeigen wird.
      wie du den punkt mit den steigenden Mietpreisen schon erwähnt hast, denke ich, dass auch eine Änderung des bodenrechts gemeinsam mit einem BGE vorgenommen werden sollte. mit dem Hauptaugenmerk auf die Verhinderung von Spekulation bzw sinnloser Akkumulation von bzw mit grund und boden. denn gerade diese (neben der Inflation und der zinsbelastung in den mietobjekten) lassen die Mietzinsen stetig ansteigen, zulasten der unselbstständigen Arbeitnehmer, die auf ihr monatliches einkommen angewiesen sind.

      des weiteren finde ich, dass eine freie presse, die bürger möglichst objektiv in dingen wie fiskalpolitik, geldsystem und wirtschaft aufklärt und quasi das nachholt, was in der Schulbildung und derzeitiger situation der leitmedien versäumt wurde, ob absichtlich oder nicht.

      traumszenario wäre dann die Umstellung des geldsystems per se, die geld- Theorien nach franz hörmann hören sich sehr tauglich dazu an, um ein aktives gemeinwohlökonomisch orientiertes geldsystem zu schaffen, allerdings kann ich das als laie nicht genau analysieren. zusammen mit einer Anpassung der Arbeitszeit an ökonomisch sinnvollen, ökologisch nachhaltigen anfallenden arbeiten (vom Straßenkehrer bis zum Krankenpfleger) und einem ende des wachstumszwangs in einer Volkswirtschaft könnte das der Grundstein zu einer Ökonomie sein, die dem Gemeinwohl dient und nicht dem kapital.

      nur die Einführung des bedingungslosen grundeinkommen alleine kann und wird keine -> langfristige <- positive Änderung der sozialen umstände herbeiführen. es wird sie höchstwahrscheinlich noch verschlimmern.

  4. Ein BGE dürfte wohl erst kommen, wenn es dem jetzigen System nutzt. Wenn die größer werdende Zahl
    von Verlierern der zunehmenden Besitz- und Machtungleichverteilung durch ein Einkommen ruhiggestellt
    werden muss. So könnte es dazu beitragen, die derzeit bestehende Pyramidengesellschaft noch eine gewisse
    Zeit zu stabilisieren.

    Das ist eine Argumentation. Hier eine andere.

    Ein BGE könnte Menschen vom Gelderwerbszwang befreien. Menschen würden weniger erpressbar sein, da
    sie eine feste Einkommenskomponente erhalten würden.

    Also mehr Sicherheit und Selbstbestimmung?

    Schauen wir einmal in die Geschichte. Wann haben hierarchische Pyramidensysteme den Menschen schon
    einmal mehr Entscheidungsfreiheiten gegeben?

    Pyramidengesellschaften entstehen und bestehen, wenn viele Menschen wenigen Menschen immer mehr
    Ressourcen liefern (heute durch Umsatz, Konsum und dem bestehenden Geldsystem). Ein BGE könnte die
    bestehenden Machtstrukturen untergraben, aber auch mehr Ressourcen in die Pyramidenspitze liefern.

    Die meisten Menschen wären wohl froh, wenn es ein BGE geben würde. Ich auch. Aber es wird keine Lösung
    für unser dringlichstes Problem sein: die zunehmende Zerstörung unseres globalen Lebensraumes.

    Dazu müsste die ganze Struktur der Gesellschaft in eine Peer-Communities Gesellschaft geändert werden.
    Dann braucht man kein Grundeinkommen, kein fließendes Geld und auch kein anderes Geld mehr.

    Roland Dames

    • ‚Ein BGE könnte Menschen vom Gelderwerbszwang befreien. Menschen würden weniger erpressbar sein, da
      sie eine feste Einkommenskomponente erhalten würden.‘

      Eine völlige Fehlannahme. Da das ‚BGE‘ an alle ausgeschüttet würde – auch an Reiche, die nicht einmal Steuern zahlen, weil sie nicht arbeiten und nicht mal Gewinne machen – würde es den Markt so zerstören, dass es Ärmeren ohnehin nicht reichen würde. Bereits rein technisch wäre das ‚BGE‘ eine Pauschale und somit für Bedürftige, denen z.B. die Miete erhöht würde, eine existenzbedrohende Verschlechterung gegenüber dem jetzigen System.

      ‚BGE‘ wäre staatlich erzwungene ‚Sozialhilfe‘ für Reiche auf Kosten aller anderen.

    • Wer viel Geld hat, würde das BGE kaum merken, wer wenig oder kein Geld hat, für den würde es mehr
      Sicherheit schaffen.

      Ob es reicht und wie es finanziert oder konkret ausgestaltet wird, ist eine andere Frage (siehe z.B. den
      Plan-B der Wissensmanufaktur oder Gradido). Es soll ja nur die Lebensgrundlage sichern und keinen Luxus
      schaffen.

      Das Grundproblem, die zunehmende Zerstörung unseres Lebensraumes, wird dadurch jedenfalls nicht gelöst.
      Dazu müsste die Ressourcenbewirtschaftung vom Privatgut ins Gemeingut (Peer-Communities, Kollektivwirtschaft, Commons, kommunistischer Anarchismus, Commonismus) gewandelt werden. Was wiederum für viele Menschen nicht attraktiv genug ist. (Oder sie es nicht verstehen oder verstehen wollen.) So wird die private Ressourcenbewirtschaftung unseren begrenzten irdischen Lebensraum zerstören, bis wir keine Luft zum atmen, kein Wasser zum trinken und keine gesunden Nahrungsmittel mehr haben werden. Es ist eine
      Frage der Evolution.

      Siehe: FERMI-PARADOXON!

      Roland Dames

      P.S. …Und die meisten Reichen haben gute Vermögensberater, die die großen Vermögen z.B. in Hedgefonds
      vermehren. Und Sie zahlen kaum Steuern, weil man sich auch noch gute Steuerberater leisten kann, die
      die Vermögenswerte und Gewinne in Steueroasen anfallen lassen und in einem Netz aus undurchsichtigen
      Stiftungen verstecken. Wer mit seinem Besitz keine Gewinne macht, lebt von der Substanz und hat dann
      bald keinen Besitz mehr.

      Ressourcenkonzentration: Immer mehr Menschen liefern immer mehr Ressourcen an immer weniger Menschen:

      WIE BEIM SPIEL MONOPOLY!

      Bis am Ende Einer alles hat und die bestehende Pyramidengesellschaft an den dabei immer größer werdenden
      Spannungen zerreißt.

      Dann folgt das ENDE!

      Atombomben + Kernkraftwerke

      Zwanzig Millionen Jahre radioaktive Verseuchung der gesamten Erdoberfläche…

  5. Geld unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, wie im Himmel, so auch auf Erden…

    Heilgste Einfalt,

    wann werdet ihr verstehen, daß etwas, das nicht existiert, auch keine Möglichkeiten eröffnet?
    Niemals, so wie alle Gäubige einer Glaubensgemeinschaft?
    Geld ein Tausch- und Aufbewahrungsmittel?

    Geld hat genau einen Zweck und der ist Manipulation zur Verhaltenssteuerung, ganz genau wie alle Regeln (siehe Moritz Schlick vom Wiener Kreis). Wer hier von Freiheit faselt, hat nicht im Ansatz verstanden, was Freiheit überhaupt ist.

    Wer Regeln fordert, hat gerade kein Interesse an Verständigung…ohne Verständigung ist leider keine Freiheit möglich…auch wenn der Gläubige etwas anderes glaubt…

    …aber Sklaverei, hier in Form der Unterwerfung, ist ja auch Freiheit.

    Wie sagte bereits Marie von Ebner-Eschenbach so schön:
    Der glückliche Sklave ist der erbitterste Feind der Freiheit.

    Was genau wollt ihr ändern? Was?

    • @ Franz Maria Arwee: “ Was genau wollt ihr ändern ? Was ? “

      Ich will mein Bewusstsein und das Bewusstsein der Allgemeinheit verändern, erweitern, bis allgemein erkannt wird, warum ohne Freiheit alles nichts wäre. Was wäre ein „Recht auf Freiheit“ ohne die Freiheit selber, dieses Recht auf Freiheit auch durchsetzen zu können ? Nichts. Was wäre ein „Recht auf Leben“ wert ohne die Freiheit selbst, leben zu dürfen ? Nichts. Weil es schon Justizirrtümer gab.
      Ich will denjenigen Schizos, die die „Ich-AG“ erfunden haben, eine Rolle Klopapier öffentlich überreichen und zu denen sagen: “ Macht uns vor, wie ihr als einzelnes Ich die grossen und kleinen Geschäfte mit euch selber tätigt und findet dann eine AG, die euch das abkauft. Und wenn ihr das nicht selber auf die Rolle kriegt, ab nach Sibirien.“

    • @ Franz Maria Arwee „Was genau wollt ihr ändern? Was?“

      Als Sofortmaßnahmen fallen mir spontan ein:

      1.) Abschaffung der Spekulation auf Lebensmittel, Wasser, usw.
      2.) Abschaffung der Spekulation auf Negativereignisse. Es ist derart krank, wenn eine Spekulation auf den Zusammenbruch eines Landes als „Gewinn“ verbucht werden kann.
      3.) Abschaffung des „Hochfrequenzhandels“, was VÖLLIG verblödet ist.

      (Dank des ehemaligen „Teams“ Thatcher/Nixon wurden diese Dinge erst möglich. )

      4.) Entweder man löst das EU-„Parlament“ (es ist gar keins) auf, oder man löst die beteiligten nationalen Souveränitäten auf. Beides geht nicht, weil, unlogisch. Dieses nun schon jahrelange Parallel-Gesabber ist Murks!

      5.) Schreddern von TTIP und CETA, weil es nicht gebraucht wird.
      6.) Aufnahme nachbarschaftlicher Beziehungen zu Russland, DIE sind unsere Nachbarn, nicht die USA.
      7.) Einführen eines Straftatbestandes „Wählertäuschung“ mit empfindlichen Freiheits-Strafen.

      Ich könnte noch lange weitermachen…

    • So stellt sich die Frage des ‚WIE‘?
      Durch die Teilnahme an einer Wahl, wird der jeweilige Sieger legitimiert, völlig unabhängig, wen der einzelne gewählt hat.
      Es sind immer Sieger, die die Regeln des Rechts in den Parlamenten in Gesetzesform gießen. Verlierer machen keine Gesetze. Herrschaft funktioniert folglich über Ohnmacht und nicht über Macht, denn die Unterwerfung entsteht durch die Wahl.

      Der von der Ökonomie ausgerufene Egoist, auch homo oeconomicus genannt, ist niemals selbstbestimmt, denn er steht in einem ständigen Wettbewerb, nicht anderst verhält es sich mit dem Altruisten. Beide sind durch die Spielregeln des Wettbewerbes fremdbestimmt.

      Was ist Freiheit?

      Ist Freiheit über das Individuum überhaupt feststellbar?

      Ich denke nein. Menschen sind heute immer weniger in der Lage, Zusammenhänge erkennen zu können, es wurde ihnen abgewöhnt. (Siehe unter anderem: Warum Schweigen die Lämmer? von Rainer Mausfeld)
      Das ist aber nur das Schaumkrönchen eines riesigen Eisberges. Vieles hat mit der übermenschlichen Vernunft zu tun, vielleicht wird dies wesentlich deutlicher, wenn wir dies übersinnliche Vernunft nennen…
      Menschen sind nicht (mehr) in der Lage abstrakt zu denken, da liegt das Problem. Mathematik ist eine reduzierte, Betrachtung der Welt, durch Weglassen, aber keine abstrakte, durch Verallgemeinerung.
      Das Allgemeine wird zugunsten des Ego’s, des einzelnen unterdrückt.

      Freiheit ist ein Zustand ZWISCHEN Menschen, nicht anderst als dies bei den Zuständen Gerechtigkeit und Sicherheit der Fall ist.
      Wir können nur Voraussetzungen schaffen, die diese Zustände befördern, die erst ein gelingendes selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
      Es ist unschwer zu erkennen, daß diese Zustände direkt voneinander abhängen:
      Ist der Zustand Freiheit gering, ist auch der Zustand Gerechtigkeit gering, daraus ergibt sich, daß auch der Zustand Sicherheit eher gering ist.

      Eine Wissengesellschaft kann nicht auf Glauben aufbauen:

      Wettbewerb ergibt nur dann einen Sinn, wenn es eine einzig wahre Wahrheit gibt, denn dann kann es keine zweite einzig wahre Wahrheit geben.
      Das Dumme hierbei ist, daß diese einzig wahre Wahrheit zwingend unveränderlich sein muß, denn sonst wäre dies ja eine andere einzig wahre Wahrheit.

      Dann jedoch ist es völlig wurscht, was auch immer wir tun oder eben auch lassen, denn wir können ja eh nichts ändern und alles geht seinen unveränderlichen, vorherbestimmten, determinierten Lauf des Schicksals aller Dinge…

    • @Franz Maria Arwee:
      Ich kann Ihnen nicht folgen:
      (Zitat“Menschen sind nicht (mehr) in der Lage abstrakt zu denken, da liegt das Problem. Mathematik ist eine reduzierte, Betrachtung der Welt, durch Weglassen, aber keine abstrakte, durch Verallgemeinerung.“)

      Obigen Satz begreife ich nicht.
      Mathematik ist eine Sprache, der wir uns bedienen, wenn es darum geht bestimmte Dinge zu beschreiben, wo Worte unzureichend sind. Beispielsweise bei der Beschreibung von Naturgesetzen.
      Welcher Zusammenhang besteht da nun Ihrer Meinung nach mit „Menschen, die nicht mehr in der Lage sind abstrakt zu denken“ (übrigens täglich Brot eines Naturwissenschaftlers)?

    • Was genau wollt ihr ändern? Was?

      Die Frage lässt sich schon allein aus Zeitgründen nicht beantworten. Es sei denn man nimmt 3 monate Urlaub und macht nichts anderes als die Antworten formulieren.

      Deshalb sollte die Frage lauten: Was wollt ihr nicht ändern? Darauf hätte ich dann eine Antwort. Ich würde z.B. die aktuell ausgewiesenen Naturschutzreservate nicht verkleinern wollen.

    • Die Frage was genau geändert werden sollte oder muß, stellt sich eigentlich nicht, da im Grunde alles geändert werden muß. Jedenfalls wäre eine Frage „was genau wollt ihr nicht ändern“ wesentlich einfacher und kürzer zu beantworten.

    • @ Ron B.
      Einer der größten Irrtümer ist gerade, Mathematik würde etwas beschreiben. Mathematik beschreibt Unveränderliches, das kann jedoch nicht existieren (siehe unter anderem Philosophie der Mathematik).
      Das wußten bereits die alten Griechen, heute weiß es kaum noch einer. Ein Stichwort ist die Zahlenmystik und Platon’s Ideenlehre.

      Sprache ist nicht logisch, weil einfach nur Rituale eingehalten werden. Hier ist bereits ein Denkfehler. Was nicht hinterfragt wird, ist die Grundannahme. Die mathematische Funktion t ist keine Zeit, mathematisch unendlich ist keine Unendlichkeit. Ein mathematischer Vergleich ist nur eine Bewertung.
      Daher die Erkenntnistheorie:

      Unveränderliches kann nicht erkannt werden.
      Unveränderliches hat kein davor und kein danach, sprich keine Zeit. Unveränderliches hat auch kein von und kein nach, sprich keine Bewegung. Unveränderliches ist nicht Teil der Raumzeit.
      Unveränderliches hat keine Wirkung, auf Unveränderliches kann nichts wirken.
      Unveränderliches bleibt immer mit sich selbst identisch.

      Mathematik beschreibt Unveränderliches. Naturgesetze beinhalten die Behauptung sie seien unveränderlich…welche Wirkung haben sie dann?

      Ein funktionierendes System wäre zwingend ein Perpetuum Mobile.

      Der Mensch kann nur Ähnliches erkennen, aber nichts Identisches. Identisches existiert nicht.

      Die ganze Argumentation übersteigt den Rahmen, um sie hier darzulegen. Ich hoffe es ist ausreichend verständlich.

      @ Der Souverän
      Unsere Vorstellungen bestimmen unser Verhalten.
      Existieren unsere Vorstellungen? Beruhen diese auf Wissen oder auf Glauben?
      Das sind die entscheidenden Frage.

    • @ Franz Maria Arwee: “ ..kann nicht erkannt werden.“ Was wissen denn Sie darüber, was andere erkennen können ?
      Sie sind ein Kantianer, und Kant stülpte seine eigenen Erkenntnisgrenzen anderen über.
      Es ist sehr wohl möglich, in die übersinnliche Welt erkennend einzudringen. Das braucht die Einweihungswissenschaft, auf die „Rebell“ indirekt hinweist. Er schrieb am 3.6.2016 um 00:08 : “ Eine einzige Person ist so mächtig, dass alles sein kann, was sie sich nur vorstellt. Wir sind Schöpfer…“

      Wir sind es allgemein gewöhnt, Zahlen nur quantitativ zu betrachten. Doch es gibt auch eine qualitative Betrachtung der Zahlen. Da ist der Mensch der Mass-Stab. Die EINS ist die Qualität, die auf das Individuum im Kosmos hinweist.
      EINS = ALLES. Die ZWEI ist die Zahl der Polarität. Männlich und Weiblich. Usw.
      Doch bevor wir uns als EINS erkennen können, müssen wir durch die NULL hindurch.
      Das ist der Moment, wo der Saulus in der NULL verschwindet, damit der neue Paulus zur EINS wird, der dem Christus die Freiheit verdankt. Christus sprach: Steht nicht geschrieben: Ihr seid Götter ! ?

      Die Natur offenbart überall Zahlen. Die Lilie hat sechs Blütenblätter. Und im Wort:“Erzählung“ ist „Zahl“ verborgen.
      Der sechste Buchstabe im Alphabet ist: F. Die Rose hat fünf Blütenblätter. Der fünfte Buchstabe ist:E.
      Denken Sie eine Lilie und zwei Rosen. Da haben Sie eine LEBENDIGE Mathematik und ein LEBENDIGES Wort.

  6. Meine Einstellung zum bedingungslosen Grundeinkommen war immer die, dass ich, wie viele andere, sagte das geht gar nicht. Ich würde arbeiten bis zum Umfallen und viele, viele andere würden sich bequem zurücklehnen und das Leben auf ihre jeweils eigene Art genießen ohne auch nur einen Federstrich für sich und andere zu tun. Wo kämen wir denn da hin? Das ist eine Idee die sich Faulenzer und Schnorrer ausgedacht haben.

    Dieses Gespräch zwischen Enno Schmidt und Bilbo Calvez bringt mich auf andere Gedanken. Schmidt’s ruhige Art die Grundidee eines bedingungslosen Grundeinkommens zu erklären führt mich zu der Frage – warum eigentlich nicht?
    Ab jetzt bin ich bereit über diese Idee intensiver nachzudenken und mir die vielfältigen Argumenten für und wider einer solchen gesellschaftlichen Übereinkunft näher zu Gemüte zu führen. So ganz blöd wie ich mir die Sache dachte ist sie wohl doch nicht. Mal sehen was in der Schweiz daraus wird – ich bin gespannt.

    • Das bedingungslose Grundeinkommen geht aus zwei Gründen gar nicht:
      1) Es würde Reichen Sozialhilfe hinterherwerfen, die Ärmeren, die arbeiten, zwangsweise als Steuern abgepresst würde.
      2) Es wäre für wirklich Bedürftige eine klare Verschlechterung gegenüber dem jetzigen System, und wäre für wirklich Bedürftige existenzbedrohend. Das liegt daran, dass das ‚BGE‘ nur eine Pauschale wäre, die dann nicht mehr ausreicht wenn z.B. den Empfängern die Miete entsprechend erhöht wird. Hartz4 zahlt dann auch die höhere Miete, beim ‚BGE‘ würde das Geld hingegen gar nicht reichen.

      Diese Pauschalisierung ist nur deshalb im ‚BGE‘, WEIL die ‚BGE‘-Lobby ihrer reichen, nicht arbeitenden Klientel Sozialhilfe zukommen lassen will. Sie können bei reichen Leuten ja keinen ‚Bedarf‘ ermitteln, dieser Bedarf wäre Null.
      Daher wollen die ‚BGE‘-Propagandisten die Sozialhilfe für Ärmere zu einer Pauschale machen. Die ‚BGE‘-Befürworter bedrohen Ärmere existenziell, um Reiche an Sozialhilfe kommen zu lassen.

      ‚BGE‘ wäre nicht nur das Ende des Sozialstaats, sondern die komplette Umkehrung des Sozialstaats in ein Umverteilungssystem von Arm zu Reich.
      Ich lehne das ‚BGE‘ kategorisch ab. Eine Partei, die für ‚BGE‘ ist, ist für mich unwählbar.

  7. Hallo,
    nach dem letzten Beitrag fiel mir spontan ein, das man ja auch damit beginnen könnte, die Krankenversicherung + kostenlose Medikamente bedingungslos allen Leuten „zu schenken“. Es kotzt mich schon lange an das man als Krankenversicherter als Kunde und nicht als Patient gesehen wird. Das wäre ein wirklicher Fortschritt und würde die Zweiklassenmedizin abschaffen.
    Aber ich mache ne neue Schublade auf.
    Ich glaube, das die Bedenken gegenüber eines BGE bei der breiten Masse geringer wären und es wäre auch ein Schritt zur geldlosen Gesellschaft – und es ist gerecht!
    Natürlich wird es auch da wieder Leute geben die dann sagen „Warum soll ich die ungesunde Lebensführung einiger Zeitgenossen mittragen?“ oder „Warum soll den Reichen die Krankenversicherung geschenkt werden?“ Aber das sollte eine solidarische Gesellschaft ertragen und es würde alle Menschen auf eine Stufe heben.
    Mich würde mal interessieren wie Ärzte darüber denken, die dann keine Privatpatienten mehr abrechnen können.
    Oder sind dann alle Privatpatienten? Sei es drum!

    P.S. Ich glaube, das das BGE in unserem Geldsystem nicht funktioniert.
    Was funktioniert schon in userem Geldsystem, wenn alle Nutzen davon haben sollen?

    • Ich habe gegen das ‚BGE‘ nicht nur ‚Bedenken‘, sondern lehne es kategorisch ab.

      Das ist Resultat einer eingehenden Beschäftigung mit dem Thema.

      Hier die Zusammenfassung;

      Das bedingungslose Grundeinkommen geht aus zwei Gründen gar nicht:
      1) Es würde Reichen Sozialhilfe hinterherwerfen, die Ärmeren, die arbeiten, zwangsweise als Steuern abgepresst würde.
      2) Es wäre für wirklich Bedürftige eine klare Verschlechterung gegenüber dem jetzigen System, und wäre für wirklich Bedürftige existenzbedrohend. Das liegt daran, dass das ‚BGE‘ nur eine Pauschale wäre, die dann nicht mehr ausreicht wenn z.B. den Empfängern die Miete entsprechend erhöht wird. Hartz4 zahlt dann auch die höhere Miete, beim ‚BGE‘ würde das Geld hingegen gar nicht reichen.

      ‚BGE‘ wäre nicht nur das Ende des Sozialstaats, sondern die komplette Umkehrung des Sozialstaats in ein Umverteilungssystem von Arm zu Reich.
      Ich lehne das ‚BGE‘ kategorisch ab. Eine Partei, die für ‚BGE‘ ist, ist für mich unwählbar.

  8. Bilbo Calvez ist wirklich eine Bereicherung für das Team von KenFm. Ich danke für das sehr schöne Interview.
    Nachdem hier scheibchenweise der Sozialstaat abgebaut wurde, wäre das bedingungslose Grundeinkommen in Deutschland eine Lösung für viele Menschen.
    Probleme der Menschen in Deutschland:
    Obdachlose,viele Menschen haben keine Krankenversicherung, kein Zugang zu Strom (wegen Sperre), viele sind auf Tafeln angewiesen, kein Zugang zu kulturellen Veranstaltungen, von den Behörden in den Tod getrieben, Altersarmut, Kinderarmut usw.

    Griechenland ist der Vorreiter. Das wird in anderen Ländern der EU auch noch kommen.

    EU steht für – Europäischer Untergang.

  9. Enno Schmidt ist in seiner ruhigen und eloquenten Art schon eine beeindruckende Person. Seine Ausblicke philosophisch / ideologischer Art sind verführerisch, fast suggestiv. Sie verheissen den Start in eine neue Zukunft. Bilbo’s Fragen erfahren eine durchaus gekonnte Umgarnung. Und klar, es ist nur eine Idee und noch kein Konzept (für alles). Klar, das Thema Geld erfordert zunehmend einer näheren Beleuchtung, es macht Sorgen. Den Eliten samt ihrer Politikbeauftragten noch mehr als der Bevölkerung. Es geht ja ums Geld! Kann sich jemand vorstellen, das in der heutigen Zeit durchgängiger Korruption und Lüge solche Ideen zugunsten der Bevölkerung gelöst werden? Eh? Als Nichtelite stellen sich dem gegenüber mehr die Fragen nach bedingungsloser Grundversorgung. Wieso muss ich als Bundesbürger ein Grundstück teuer erwerben, für ein kleines Haus mit Garten? Wie überlebe ich, wenn Strom und Wasser abgestellt werden, die Banken, Apotheken und Supermärkte geschlossen bleiben? Ich nicht zum Doktor schaffe, weil es kein Benzin mehr gibt? Was passiert mit meinem Arbeitsplatz? DIESE Fragen sollten wir uns nun stellen. Vor allem um zu erkennen, wie vollumfänglich abhängig wir geworden sind. Und wie leicht es ist den Hebel auch gegen uns umzulegen, sehen wir live in Griechenland. Na, noch Fragen?
    P.S. Wider der Korruption: https://deutsche-mitte.de/

  10. Kommentar per Mail von PETER KÖNIG:
    (Ich darf es von Peter ausdrücklich hier teilen)

    Liebe Bilbo,

    Sehr gut Bilbo.
    Das Grundeinkommen in der Schweiz. Ich bin natuerlich ein Befuerworter. Nach vielseitiger Berechnung auch der meinen wuerde so ein Grundeinkommen, der Schweiz mehr Geld fuer den zentralen Tresor bringen. Ganz einfach, es gibt mehr ‚Umsatz‘ – also Steuerbares Geld wird umgesetzt – und die Anfangs-Kosten des Grundeinkommens sind relativ gering. Es gibt da leider sehr viel Missverstaendniss und das ist der Fehler der Initianten. Sie haben es nicht verstanden diese einmalige (in der westlichen Welt) Initiative zu beschreiben, in einfachen Worten, so dass der Durchschnittsbuerger sie versteht.

    Nicht einmal der Bundesrat hat am Anfang verstanden dass die Kosten nicht 220 Milliarden (dann auf 155 reduziert!) sind wie von Experten im Bund berechnet wurden) sondern lediglich etwa 20 -25 Milliarden Franken, und das nur am Anfang, bis sich das System eingependelt hat. Danach uebersteigen die Bundeseinkommen bei weitem diese Ausgabe. Selbst fiese Luecke ist falsch un beruht auf linearem Denken, denn das Grund Einkommen, angegeben mit CHF2,500 wurde nicht nur Einkommensteuer und im beim Ausgeben Mehrwertsteuer verursachen, sondern es wuerde eine ganze unabschaetzbare Kette von zusaetzlichen Einkommen und steuereinkommen verursachen. Das wurde bei der Schaetzung von 20-25 Milliarden nicht berechnet, kann auch nicht, denn die Dynamik laesst sich beschreiben aber nicht wirklich berechnen.

    Aber es geht natuerlich nicht nur ums Geld. Und da liegt der Haken bei der Regierung. Es geht darum Unabhaengigkeit zu schaffen, den Leuten mehr Freiraum zu geben, Freiraum heisst Creativitaet – Ausschau in eine bessere und vorallem ausgewogenere Zukunft, fuer Mensch und Umwelt. Mehr soziale Gerechtigkeit.Man gibt en Menschen die Moeglichkeit ihr Gewissen wachsen zu lassen, aufzuwachen.

    Das heisst, der Mensch wuerde der Kontrolle des Staates entschluepfen. Das kann doch nicht zugelassen werden.- Also muss der Bundesrat die ‚Nein‘ Parole empfehlen, und das tut er schamlos, wie er es bei fast allen (95%) aller Initativen tut. Und da die Autoritaet bei den meisten Leuten recht hat – werden auch weitaus die meisten Initiativen abgelehent.

    Schon waehrend meiner Studienzeiten habe ich mich gegen diese ‚Gewohnheit‘ des Bundesrates – die Leute anzuweisen wie sie zu stimme haben – gestreubt. Und das maechtig. Aber natuerlich erfolglos. Und es gibt in der Schweiz zu wenige die sich echt um solche Prinzipien kuemmern. Es geht der Schweiz zu gut. Das ist schade.

    Es ist nie zu spaet. Information verbreiten, Missverstaendnisse richtig zu stellen, ueber Alternativ-Medien, ist immer noch moeglich – eine Woche fehlt noch.

    Leider hat die Initiative keine (gross) Chance – aber sie bewirkt eine Debatte, ein Nachdenken, das vielleicht in der Schweiz doch irgendwann auf einen Gruenen Zweig stoesst; aber vorallem, was ich hoffe, dass die Initiative im Ausland, bei progressiveren Leuten neue Ideen erweckt und vielleicht zu einem Durchbruch kommt.

    Wie wurden sich die Deutschen gegenuber einer solchen Initiative verhalten?

    Herzlichst,
    peter

    • @ bilbo: Kommentar von Peter König: …“ der Mensch wuerde der Kontrolle des Staates entschluepfen.*

      Das halte ich aber für ein Gerücht ! Es gibt das Sprichwort: “ Wes`Brot ich ess`des Lied ich sing`!“
      Man würde die Eigenverantwortung an den Staat delegieren, der einen finanziert, der einen füttern soll. Man würde in immer grössere Abhängigkeit vom Staat geraten. Da würde dann gelten, dass man die Hand nicht beissen soll, die einen füttert. Wirkung wäre eine lauwarme Kritiklosigkeit der Politik gegenüber, und das wäre der wahren Demokratie nur abträglich.
      Man könnte ganz anders initiativ werden, indem man zunächst sich fragt, ob ich denn jemand anderen für dessen Arbeit bezahlen kann. Wenn ich eine Grossbäckerei gründe, die Brötchen herstellt, dann zahle ich den Arbeitern Lohn. Das könnte man als Verkauf betrachten: Der Arbeiter verkauft mir die Produkte, die er mit erarbeitet.
      Und ich KANN nur für Produkte etwas bezahlen, nicht für Arbeit sondern für erarbeitete Produkte, weil ich diese Produkte erst verkaufen muss, um dem Arbeiter den Lohn – den Verkaufspreis – zahlen zu können.
      In Wirklichkeit kann ich nur Produkte verkaufen und kann nur für Produkte bezahlen.

    • @Peter König
      Den gedanklichen Sprung zu schaffen, dass das BGE eben von den Staatsbürgern, nicht nur nur unserer Generation, sondern auch den Vorherigen geschaffen wurde, den Denkern und Erfindern, aber natürlich auch den Arbeitern, welche die Ideen praktisch umsetzen mussten, um Maschinen, auch Computer zu bauen, ist leider selten.
      Es wird uns nichts geschenkt. „Wir“ haben das erarbeitet. Werte, in Form von Geld (Zinseszins) die heute an die Hochfinanz gehen. Die frei gewordene Kreativität bei ausgezahltem BGE würde noch mehr Arbeitskräfte wegrationalisieren. Soll das gemeinsam Erarbeitete dann wieder einseitig bei der Geldmafia hängen bleiben??
      Leider haben die meisten Bürger hier das Brett vorm Kopf, auf dem steht, „Die das BGE wollen, wollen sich auf die faule Haut legen“. Damit endet ihre Gedankenfreiheit. In der Schweiz wie in Deutschland.

  11. Sehr wichtiges, gutes Gespräch. Das Argument, dass dann ja niemand mehr arbeiten würde, kenne ich natürlich auch von anderen. Witzig dazu die Umfrage, die gemacht wurde: 80% befürchteten demnach, dass dann „keiner mehr arbeiten würde“. Aber die selben 80% sagten auch, dass sie selbst natürlich trotzdem weiter arbeiten würden. Also würden demnach mindestens 80% weiter arbeiten gehen und von 20%, die nicht ihre Mitmenschen gleich der Faulheit zeihen, würden womöglich alle etwas arbeiten wollen, was ihnen selbst auch gefällt! Na gut, Umfragen….wir wissen ja! Aber ich finde die Idee grundsätzlich das Beste, was in Bezug auf Demokratie und Soziales bisher ausgedacht worden ist. Daneben natürlich die Abschaffung des Geldes von Grund auf. Das wäre dann vielleicht der nächste Schritt. Wichtig erst einmal das Wegfallen des Überlebenssorgenstresses vor allem auch von Eltern mit kleinen Kindern.
    ich verstehe und halte die Gedankengänge des Enno Schmidt für sehr gut im Sinne echter Menschlichkeit*. Ein BGE würde endlich viel mehr die echten, von Herzen kommenden Fähigkeiten und Begabungen der Menschen herauskitzeln, sag ich mal. Es geht jetzt vor allem um die Entwicklung des Menschseins und die würde mit dem BGE viel eher gefördert, als durch das unterdrückerische und beschämende und auch ungerechte sogenannte „Sozialsystem“ das wir heute haben und das mit Riesenschritten in Richtung Versklavung marschiert.
    *Lieber Enno Schmidt, ich fand das sehr gut, was Sie über die „Bedingungslosigkeit“ gesagt haben! Alle großen Geister dieser Welt waren „bedingungslos“ und haben durch diese Bedingungslosigkeit die besten Wertmaßstäbe für die Menschheit gesetzt! Wenn etwas nicht bedingungslos ist, wie die Liebe sein sollte, so ist es eben nichts und Du kannst es vergessen!

    • Das mit der Arbeit ist nicht der Punkt.
      Zumal das ‚BGE‘ ohnehin viel zu niedrig wäre.

      ‚BGE‘ hat nichts mit Menschlichkeit zu tun, sondern damit, dass denen, die arbeiten und kein Vermögen haben, Steuern abgepresst werden und damit, dass die Sozialhilfe zusammengestrichen wird, nur damit Reichen ein fester Satz Sozialhilfe, die sie nicht brauchen, hinterhergeworfen wird.

      ‚BGE‘ würde für die wirklich Bedürftigen sogar eine klare Verschlechterung gegenüber dem jetzigen System bedeuten, die existenzbedrohend wäre. Denn ‚BGE‘ würde nicht wie Hartz4 oder Sozialhilfe erhöht, wenn z.B. die Miete erhöht würde.

      Es ist das essentielle Kennzeichen jedes Sozialstaats, dass eine Bedürftigkeitsprüfung stattfindet, bevor Leistungen ausgezahlt werden. Das ‚BGE‘ will das abschaffen, das wäre die Zerstörung des Sozialstaats und dessen Umkehrung in einen Umverteilungsmechanismus von Arm zu Reich.‘

  12. @michaela
    Wenn Spitzenverdiener sich ihre Steuern nicht auf Null rechnen könnten, wäre mehr Geld als nötig ist, frei für das bGE.
    Davon könnten auch die Steuerberater noch finanziert werden. Es geht ja auch nur um die Differenz zu dem, was sie heute schon kriegen. Natürlich müsste die Kaufkraft von, sagen wir 1200 € erhalten bleiben, sonst hätten wir nach 5 Jahren ein bGE auf heutigem Harz 4 Niveau. Vergessen darf man auch nicht, dass das zusätzliche Geld im Wirtschaftskreislauf bleibt und nicht in Form von Wertpapieren, welcher Form auch immer, wieder aus dem Kreislauf verschwindet. Es würde 99% der Bevölkerung besser gehen.

    • @ Horst Kietzmann: „BGE“

      Wir haben doch die dubiose Situation fast weltweit, dass die Regierungen bei privaten Bankherrschaften betteln gehen müssen. Um die Staatskredite überhaupt ansatzweise bedienen zu können, müssen diese Regierungen ihren Wählern immer tiefer in die Taschen greifen. Mir ist ein komplettes Rätsel, wie man in dieser Situation überhaupt soviel Vertrauen in die Regierung setzen kann, dass man allen Ernstes vom Staat erwartet, er würde nun allen ein sorgenfreis Leben finanzieren.
      Bin froh, dem Staat gegenüber so weit unabhängig zu sein, dass ich keine staatlichen Leistungen beanspruchen muss. Mir kommt dieses Fordern des BGE vor, als würde ein Kind fordern: Mami Merkel zahle mir mein Taschengeld akonto ! Anstatt sich selbst zu sagen: Ich will mich unabhängig vom Staat machen.
      Dieser Staat ist doch selber nicht mehr unabhängig, nicht mehr souverän. Was will man denn erwarten von diesen Kreisen, die selber nichts können, ausser Schuldenberge aufhäufen und uns in die Taschen greifen ?

    • @michaela
      Geld wird „aus dem Nichts“ erzeugt, Fiat Money, durch Kreditvergabe. Das hat mit den Spargeldern des Volkes nichts zu tun. Alle Regierungen sind nur Marionetten der Hochfinanz, was uns die Bilderberger und andere Verschwörungen immer wieder vorführen. Seit 1913 ist der Dollar, der seit 1944 unsere Leitwährung ist, in privater Hand.
      Ich habe kein Vertrauen in unseren korrupten Staat, aber noch weniger in die Hochfinanz. Es wird in näherer Zukunft, aus systhemischen Gründen, zum Finanzcrash, vermutlich verbunden mit einem Krieg auf dem Kontinent, kommen. Dann wird ein schmales Zeitfenster aufgehen, dass wir für eine neue Wirtschaftsordnung nutzen könnten. Mit den Schwachköpfen unserer Regierung ist das heute nicht zu machen. Der Staat ist übrigens nicht „Mami (die sie nicht ist) Merkel“, sondern eine notwendige Organisation, in die wir uns mit guten Ideen (BGE) auch einbringen können. Ich lese schon wieder „Schuldenberge“. Nochmal, es gibt im Kapitalismus keinen Staat ohne Schuldenberge, weil das Geld als „Schuldgeld“ geschöpft wird, als Schuld auf die Welt kommt. Jeder Geldschein ist auch ein Schuldschein.
      Das BGE sind die Werte, Ideen, Kraft welche die Forscher, Tüftler, Erfinder und natürlich die Arbeiter der letzten Generationen geleistet haben. Wir bekommen da nichts geschenkt!!!

    • @ Horst Kietzmann: “ Fiat Money“ Ja, genau das ist auch von mir gemeint: Dass die Staaten „Marionetten der Hochfinanz“ geworden sind, weil sie Zinsen und Zinseszinsen bezahlen müssen. Deswegen meine ich, ist weder den Banken noch den Regierungen zu trauen.
      1913 hat Woodrow Wilson, damals Präsident und Freimaurer dieses System in einer Nacht- und Nebelaktion mit seinen „Brüdern des Schattens“ etabliert. Kurz vor Weihnachten, als die anderen Politiker im Urlaub waren.
      Seitdem haben wir keinen Rechtstaat mehr sondern Staaten sind Bettler.
      Die Hochfinanz entzieht gigantische Geldsummen dem Umlauf. So wird Inflation verhindert, trotzdem immer mehr Geld gedruckt wird.
      Ob es zum Crash kommt, ist wohl Sache von Wettbüros. Der Staat selber hat kein Interesse an unserer Freiheit.
      Der will Untertanen, die ihm Steuern zahlen. Vom Staat zu erwarten, dass der uns ein sorgenfreies Leben finanziert, halte ich für naiv, weil das nicht im Interesse des Staates selber wäre.

    • @ Horst Kietzmann: „Fiat Money“ Warum verschwinden meine Kommentare ? Ich hatte eben einen Kommentar geschrieben, der nicht erscheint.
      Der Staat hat kein eigenes Interesse an unserer Freiheit. Der will Untertanen, die ihm Steuern zahlen.
      Deswegen halte ich für naiv, zu glauben, der Staat, der durch das Fiat Money – System, das Wilson 1913 begründete, in die Abhängigkeit der Hochfinanz geriet, würde uns ein sorgenfreies Leben finanzieren.
      Wir sollten dem Staat die Verwaltung der Hochschulen entziehen.

    • Spitzenverdiener können ihre Steuern auf Null rechnen?
      Was für ein Unsinn. Arbeit und Arbeitseinkommen werden in Deutschland massiv besteuert ohne ‚Schlupflöcher‘.

      Reiche (was etwas ganz anderes ist als Gutverdiener) zahlen hingegen kaum Steuern.

      Und auf die ist das ‚BGE‘ gemünzt: Reiche, die nicht arbeiten und nicht mal Gewinne machen, sondern nur ihr Geld ausgeben, wollen mit dem ‚BGE‘ einen monatlichen Sozialhilfesatz aus Steuergeldern abzocken.
      Dazu schrecken die ‚BGE‘-Propagandisten nicht einmal davor zurück, die Sozialhilfe zu einer Pauschale zusammenstreichen zu wollen, die Ärmeren dann gar nicht mehr reichen würde, wenn z.B. die Miete erhöht wird.

      ‚BGE‘ wäre die Zerstörung des Sozialstaats zugunsten der zwangsweisen Umverteilung von Arm zu Reich.

  13. Zitat: „Abgesehen davon, dass diese „anderen“, zumindest die, die sich offen dazu bekennen, nur einen Bruchteil der Bevölkerung repräsentieren, wird vergessen, dass sowieso schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung keine Erwerbstätigkeit ausübt u.a. Rentner, Hausfrauen, Arbeitslose und Kinder. Sie werden also vom Rest der Bevölkerung getragen.“

    Veto. Wer wen innerhalb der heutigen Gesellschaft trägt ist ein zumindest diskussionswürdiges Thema.

    Welche der ausgeübten Tätigkeiten sind nützlich, welche sind nicht gar schädlich? Wie nützlich oder eher schädlich sind die Tätigkeiten von z.B.: Bankangestellten, Versicherungsangestellten, Arbeitsvermittlern in Leiharbeitsfirmen, Rüstungsindustrie, etc?

    Diese Anmerkung betrifft nicht einmal die Gruppierung mit den perversen Vergütungen. Es scheint eine Faustregel zu sein, je höher das Gehalt umso destruktiver die Tätigkeit.

    Andererseits, die zweite genannte Gruppe (Rentner, Hausfrauen, Arbeitslose), übt sich in nicht unbeträchtlichem Maße in ehrenamtlicher Tätigkeit. Vieles vom sozialen Restzusammenhalt innerhalb der Gesellschaft, wäre ohne dieses Engagement nicht mehr möglich.

    Nun ließe sich die Frage erneut stellen: „Wer trägt hier wen?“

    • Wer immer argumentiert Menschen würden nur Faul rumliegen und notwendige Jobs nicht tun vergisst folgendes
      http://de.statista.com/themen/71/ehrenamt/

      Das allein beweist, dass Menschen willens sind notwendige Tätigkeiten zu erledigen.

    • @ hooma: Thema „Ehrenamt“

      Feine Sache, ehrenamtlich zu arbeiten ! Besonders in Zeiten, in denen Massen von Menschen ohne Grenzkontrollen ins Land kamen, von denen keiner weiss, wer die sind und ob die IS sind usw.
      Wir organisieren derzeit ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe, seit Einbrecher da waren und die Polizeiarbeit nicht zu Festnahmen führte. Ehrensache, da selber Kontrollgänge zu machen. Besonders wenn Nachbarn im Urlaub sind und die Polizei damit belastet ist, blitzen zu müssen und Parksünder abzukassieren.

  14. Oh, darauf freu ich mich jetzt aber wirklich!

    Ich habe mir in den letzten paar Wochen unzählige Sendungen, Interviews, Diskussionen zum Thema BGE angesehen und finde das Thema sehr spannend, vor allem so, wie die Schweizer es aufziehen: Im Vordergrund steht nicht so sehr der wirtschaftlich – finanzielle Aspekt, sondern eher der gesellschaftlich – kulturelle.

    Enno Schmidt habe ich in zahlreichen Gesprächen schon gesehen, und nun bin ich gespannt, welche Fragestellungen Bilbo einbringt.

    :o)

    • @ Claudia C. „BGE“ Jedes Einkommen ist an spezielle Bedingungen gebunden. So betrachtet ist der Begriff“BGE“ eine Illusion. Es ist die menschliche Arbeit, die dem Geld einen Wert gibt. Die Produkte und Dienstleistungen, die wir mit Geld kaufen können, sind erarbeitete Werte. Bedingung für ein angeblich bedingungsloses Grundeinkommen ist, dass es durch Arbeit erwirtschaftet wird. Andere Bedingung ist der Wille und die Macht, die durch Arbeit erwirtschafteten Gelder an die zu verteilen, die nicht arbeiten oder gleich an alle zu verteilen.
      Wer an das Schlaraffenland glauben will, der mag sich für „B“GE einsetzen.
      Und wer eine Drogeriemarktkette besitzt, der wird sich die Hände reiben, wenn der Staat die Finanzierung der Massen übernimmt und dann nur noch Mehrwertsteuer erhoben wird, wodurch die Preise steigen.

    • Ich lehne das ‚BGE‘ aus folgenden beiden Gründen klar und kategorisch ab:
      – ‚BGE‘ würde auch an Vermögende, z.B. Millionäre ausgezahlt, aber von den Steuern derer, die arbeiten (und ggf. gar kein Vermögen haben) zwangsfinanziert. Das geht gar nicht – Sozialhilfe für Reiche auf Kosten Ärmerer kann es nicht geben – genau das wäre aber das ‚BGE‘.
      – Das ‚BGE‘ wäre für die wirklich Bedürftigen deutlich schlechter als Hartz4 und existenzbedrohend. Und zwar deshalb, weil es als Pasuchale ausbezahlt würde und z.B. bei Mieterhöhungen nicht wie Hartz4 individuell erhöht werden könnte. Das ‚BGE‘ würde schlicht nicht reichen, wenn z.B. die Miete in Hamburg oder München zu hoch ist.

      ‚BGE‘ würde Reichen Geld hinterherwerfen, das von Ärmeren erwirtschaftet wird (und zwangsweise abgezogen würde) und wirklich finanziell Bedürftige unter das Existenzminimum drücken.
      Daher lehne ich das ab und ich wähle keine PArtei, bei der das droht.

      Ich bin allerdings der Meinung, dass man bei Arbeitssuchenden bezüglich ‚Sanktionen‘ und Ähnlichem großzügig verfahren kann und sollte. Und die ‚1-Euro-Jobs‘ gehören meines Erachtens abgeschafft.
      Dazu braucht es aber gerade kein ‚BGE‘. Eine wahllose ‚bedingungslose‘ Ausschüttung von Sozialleistungen auch an Reiche wäre das Ende des Sozialstaats. Die einzige echte Bedingung im Sozialstaat ist die, dass Leistungen nicht an Reiche gehen dürfen (bzw. in Härtefällen als Darlehen).

    • Das BGE wird nur funktionieren wenn das Geld durch Besitzbesteuerung der Reichen hereinkommt. Siehe Wissensmanufaktur „soziales Bodenrecht“. Im Prinzip sind auch die Gehälter der Beamten ein bedingungslosen hohes Grundeinkommen. Das wird aber nie in Frage gestellt. Erwirtschaften müssen das aber die Arbeiter die viel weniger bekommen.

    • @Michael Kanellos
      Wenn die Miete steigt, wird das HartzIV doch nicht „individuell“ erhöt. Da darfste dir ne Bude suche, die gefälligst deiner Würdig ist. Im Hartz IV Ghetto, wo sonst niemand mehr hausen will. Oder du zahlst den Rest, der nicht vom Amt finanziert wird, von deinem Bedarf zum Lebensunterhalt. So geschehen bei einem Bekannten, der nach einer Mieterhöhung mit 5 € drüber lag. Denn auch im Hartz IV Ghetto werden die Wohnungen knapp.

    • Da ein Großteil der Arbeiterschaft sich durch immer effektivere Maschinen, sei es in der Landwirtschaft oder Industrie, selber überflüssig gemacht hat, kommt entweder das bedingungslose Grundeinkommen oder die völlige Versklavung.
      Die freigesetzte Kreativität beim Grundeinkommen würde weitere Arbeitszeit einsparen. D.h. Maschinen , die noch effektiver pro Zeiteinheit ihr Soll erfüllen. Die Frage ist: Erkennen die Sklavenhalter diesen Fortschritt für sich als positiv oder negativ. (Nebenbei: Erst gilt es mal, den 3 Weltkrieg in Europa zu verhindern).

    • Ach Herr Kanellos. Vielleicht versuchen Sie es mal mit etwas Logik.. Wie gesagt Sie dürfen ja Ihre Meinung haben. Aber die Summe an Dummheit bei Ihnen läßt sich schwer überbieten. Seis drum:

      – „Das BGE wir auch an Vermögendes ausgezahlt“ -> Nach Schweizer Modell wäre es kein Problem weil es auch mit deren Einkommen verrechnet werden würde.
      – „BGE schlechter als Hartz4 und existenzbedrohend“ -> Für diese Aussage müßten Sie erstmal die Höhe eines vergleichbaren Einkommens für Deutschland wissen. In der Schweiz wäre dies über den gängigen Sozialleistungen.
      Sozialer Wohnungsnot ist auch nicht an das BGE gekoppelt, ansonsten würde das Problem nicht aktuell bereits existieren.

      Entweder besitzen Sie wirklich nicht den kleinsten Anflug von Logik oder Ihre Neid und Missgunst vernebelt Ihr Denken. Sie lehnen also etwas ab, was 99% der Bevölkerung zu Gute kommen würde, weil
      es Ihrer Meinung nach Menschen auch erhalten die es nicht benötigen? Wie bescheuert muss man eigentlich sein?

      Zumal Sie auch nicht zu kapieren scheinen, auf gut Deutsch, dass dieses BGE für Vermögende ein Fliegenfurz ist in Ihrem Vermögen und nicht mehr zur Ausbeutung beiträgt als das aktuelle System.
      Das BGE wäre eine lineare Zuweisung. Verstehen Sie endlich dass der exponentielle Anstieg von Vermögen das Problem ist. Zu Ihrer Definition von Sozial hatte ich mich ja bereits ausgelassen.

    • @ Horst Kietzmann: “ Grundeinkommen oder die völlige Versklavung“

      Wer soll denn dieses angeblich „bedingungslose“ Gundeinkommen bezahlen ? Die Politik bzw. der Staat ?
      Es wäre aus meiner Sicht eine wirtschaftliche Selbstentmündigung, sich finanziell abhängig zu machen von der Politik.
      Ich halte es für illusionär, zu glauben, dass die Politik selber bzw. der Staat selbst ein eigenes Interesse an Ihrer oder meiner Freiheit hat, im Gegenteil: Ich sehe, wie diese Politik immer mehr private Freiheiten abschafft.
      Neuerdings wollen die das Rauchen im Auto verbieten. Demnächst in der Einbahnstrasse ?
      Wer von DIESEN Leuten sich wirtschaftlich abhängig macht, IST ein Sklave.

    • @ Kanellos,

      gibts bei euch die 1 € Jobs noch immer. Absolute Frechheit. Ich weiß das damals der Lutz in Nürnberg 1 € Jobs vergeben hat, die Leute haben sich richtig ins Zeug gelegt um dann übernommen zu werden. Dazu war der 1 € Job auch gedacht. Nach 1em Jahr hat der scheiß Lutz (eine ö. Firma oh Schande) dann den 1 € Mitarbeiter rausgeworfen obwohl die Arbeitsleistung gut war und hat einen anderen 1 € Arbeiter genommen.

      Was auch unbedingt abgeschafft gehört sind Leiharbeitsfirmen und Personalleasing. Volle Verarsche. diese Firmen schießen wie Pilze aus dem Boden und oft ist es in der Jobbeschreibung gar nicht ersichtlich das es sich um Personalleasing handelt.

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