Bakterien und Roboter | Von Herman Ploppa

Die schöne neue Welt der Biotechnologie.

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

2020 war das Jahr der Science Fiction. Was wir da so alles gehört und gesehen haben. Die Reichen und die Schönen halten die Zeit für gekommen, die schaurigsten dystopischen Romane in die Jetztzeit zu beamen. Da hören wir von der Fusion von Mensch und Maschine. Von der volldigitalisierten High-Tech-Stadt.

Besonders der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, avancierte letztes Jahr zum gefragten Science Fiction-Autor. Neben Schreckensgestalten wie dem Cyborg, dieser Mixtur aus Mensch und Maschine, dann doch auch immer wieder Sirenengesänge von der nachhaltigen Wirtschaft und der grünen Technologie. Besonders auf das Lockwort Green Deal und den geplanten Ausstieg aus fossilen Energieträgern fallen nachwachsende Akademiker immer wieder herein.
Und immer noch nicht wird kapiert, dass wir nicht über etwas sprechen, was jetzt gerade erst uns übergestülpt wird wie ein Latexanzug. Wir sind doch schon mitten im Latexanzug. Seit Jahren vollziehen sich revolutionäre Neuprogrammierungen der Natur auf breitester Front. Globalkonzerne werden entsprechend neu geordnet, gruppiert und wieder getrennt, um den Anforderungen der schönen neuen Welt der Biotechnologie entsprechen zu können.

Da haben wir es: Biotechnologie. Alles wird jetzt Biotechnologie. Die rote Biotechnologie ist für die Medizin zuständig. Die grüne Biotechnologie steht für Landwirtschaft; weiß für die Herstellung von Werkstoffen, die das fossile Plastik ersetzen sollen. Die graue Biotechnologie macht unsere Gewässer und unsere Luft durch gefräßige Mikroorganismen wieder rein und die verschmatzen dann auch noch unseren Wohlstandsmüll. Und unsere mikrobiotischen Freunde in der Tiefsee werden nicht mehr in Ruhe gelassen. Auch sie sollen noch geborgen werden, um für unseren Wohlstand zu knechten. Sie arbeiten dann unter dem Label „Blaue“ Biotechnologie.

Denn immer wieder wurden die Fanatiker des globalen Wirtschaftswachstums aufgeschreckt durch die Peak-Szenarien: die Wirtschaft könnte plötzlich zu einem Gipfel- und Umkehrpunkt nach unten gelangen, wenn einmal Öl, Gas und Kohle soweit aufgebraucht sein könnten, dass ihr Einsatz nicht mehr wirtschaftlich ist. Die fossilen Energieträger sind ja nichts anderes als verdickte Leichname früherer Lebewesen vor Jahrmillionen, zusammengedrückt in Erdschichten. Also kann man doch gleich lebende Organismen als Energieträger nehmen. Und das ist jetzt die Lösung aller Probleme einer immer weiter wachsenden Weltwirtschaft: weg vom toten Energieträger hin zum lebenden Energieträger.

Auch ein Teil der Biotechnologie ist allerdings bereits in Verruf geraten. Die Gewinnung von Biodiesel aus Soja geriet in Misskredit, weil für diese Verschönerung der CO2-Emissionsbilanzen Urwälder in Indonesien unwiederbringlich vernichtet wurden. Das ist aber nur der schaurige Vorbote für die gigantischen Naturzerstörungen, die erforderlich sind, um den immensen Bedarf nach biotischen Energieträgern in Zukunft decken zu können.

Die Anwendungsbereiche der volldigitalisierten Grünen Technologie sind schier unendlich: die DNA in Zellen wird in Zukunft als Speicherchip dienen. Beton wird flexibel und biegsam dank biologischer Füllung. Aus Kartoffeln wird Stärke, und aus der Stärke wird ein biologischer Kunststoff. Antibiotika, Nahrungsergänzungsmittel, Biowasserstoff, Enzyme, Hormone oder Biopestizide – alles schon längst in Arbeit. Wachstum: explodierend.

Das hat aber mit dem, was wir unter nachhaltiger Wirtschaft verstehen, nicht das Geringste zu tun. Es ist, um es mal klar auszusprechen, eine Ausbeutung und Versklavung der Natur, noch feiner und noch perfider als wir es bislang betrieben haben. Die schöne neue Biowelt im ganz großen Maßstab des netten Opas vom Weltwirtschaftsforum in Davos funktioniert nur als Monokultur. Und sie funktioniert nur mithilfe massiver Manipulation der genetischen Ausstattung von Lebewesen. Unter dem Kamm der Biotechnologie wird alles Lebende gleich behandelt, ob nun Tiefseemikroben im Philippinengraben oder Senioren im Krankenhaus.

Ein Musterbeispiel ist der in den 1980er Jahren von Donald Rumsfeld gegründete Biotechnologiekonzern Gilead Sciences. Oder der deutsche Konzern Bayer. Der hat mit Monsanto den führenden Agrokonzern gekauft, mit dem Gift Glyphosat und der grünen Gentechnik im Angebot. Zugleich produziert Bayer auch Pharmazeutika und Chemieprodukte. Und selbstverständlich gehört zur Biotechnologie auch die Gentechnik. Syngenta wiederum wurde als Agroproduzent aus den Konzernen AstraZeneca und Novartis ausgegliedert und gehört heute zu 98% dem staatseigenen chinesischen Biotech-Konzern ChemChina. Im Gegensatz zu den chinesischen Staatskonglomeraten werden die restlichen Biotechnologie-Konzerne weitgehend frei an der Börse gehandelt und damit leicht kontrollierbar für Interessengruppen wie z.B. dem gigantischen Vermögensberater Blackrock.
Was diese Herrschaften im Schilde führen, entzieht sich unserer Kontrolle. Bei den Grundsatzentscheidungen, wie die Welt dem Regime der Biotechnologie unterworfen werden soll, hört jede demokratische Mitbestimmung auf. Es geht um gigantische Marktanteile.

Und dieses Monstrum der Biotechnologie will natürlich immer mehr Macht und Möglichkeiten zum Geld drucken gewinnen. Das muss bisweilen ruppig geschehen. Monsanto zwingt die Kunden seines Saatguts, in Zukunft nicht mehr selber Saatgut aus laufender Ernte zu gewinnen und im nächsten Jahr auf dem Feld auszubringen. Vielmehr verpflichten sich die Monsanto-Bauern, jedes Jahr erneut Saatgut von Monsanto zu kaufen. Der ideale Boden der Biotechnologie ist zudem ein biologisch toter Boden, bestehend aus Kiesgranulat, in den man durch Hydrokultur Düngemittel beliebig einführen kann. So kennen wir es bereits von Ackerflächen der industriellen Landwirtschaft in Deutschland.

Und der Mensch? Wie sieht der ideale Kunde der modernen Biotechnologie aus? Dieser Mensch sollte seine Immunität eingebüßt haben, um durch regelmäßige Impfungen immer wieder ein guter Konsument biotechnologischer Produkte zu sein. Was tun denn die Regierungen seit fast einem Jahr? Sie verbieten uns, uns im Freien aufzuhalten, uns natürlich und in Freude zu bewegen; zu tanzen, zu singen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass genau diese Aktivitäten das Immunsystem am besten stärken. Stattdessen sollen wir unsere ausgeatmeten Krankheitserreger in einer Mundmaske einem nährstoffreichen Feuchtbiotop überlassen, um das Ganze dann angereichert erneut einzuatmen. Fast scheint es, dass auch wir selber werden sollen wie der verödete Ackerboden der biotechnologischen Monokultur. Anfällig und auf Leben und Tod abhängig von den Produkten der Biotechnologie. Der Bedarf spielt keine Rolle mehr. Es wird produziert. Wie man die Produkte dann an den Mann und die Frau bringt, ist Sache der Werbefachleute und Lobbyisten.

Jedenfalls ist die Expansion im Pharmamarkt als großem Teilstück der Biotechnologie fest eingeplant. GlaxoSmithKline hat im Jahre 2017 6,652 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Und für 2024 ist die Produktion beim britischen Pharmariesen auf 10,742 Milliarden US-Dollar projektiert. Merck soll in derselben Zeitspanne von 6,546 Milliarden auf 9,398 Milliarden Dollar anwachsen. Ähnliche Wachstumsraten von etwa 40 Prozent sind bei Sanofi und Pfizer in der Sparte Impfen vorgesehen. Das anvisierte Wachstum darf um keinen Preis der Welt gehemmt werden, sonst platzt der Ballon.

Das bedeutet Green Economy wirklich.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:   Budimir Jevtic/ shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

57 Kommentare zu: “Bakterien und Roboter | Von Herman Ploppa

  1. "Dieser Mensch sollte seine Immunität eingebüßt haben, um durch regelmäßige Impfungen immer wieder ein guter Konsument biotechnologischer Produkte zu sein. Was tun denn die Regierungen seit fast einem Jahr? Sie verbieten uns, uns im Freien aufzuhalten, uns natürlich und in Freude zu bewegen; zu tanzen, zu singen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass genau diese Aktivitäten das Immunsystem am besten stärken. Stattdessen sollen wir unsere ausgeatmeten Krankheitserreger in einer Mundmaske einem nährstoffreichen Feuchtbiotop überlassen, um das Ganze dann angereichert erneut einzuatmen."

    Das ist mir dann doch zu weit her geholt. Niemand möchte unser Immunsystem aktiv schwächen. Werr sich vernünftig ernähren will kann das tun und wer Sport treiben will kann auch das tun.

    Und die FFP2 Maske ohne Ventil schützt uns davor, Krankheitserreger einzuatmen und unsere Mitmenschen vor unseren Krankheitserregern die wir ausatmen zu schützen. Wer die Maske ihrer Bestimmung nach einsetzt schadet sich mit dem Tragen dieser kein bisschen.

    • > Wer die Maske ihrer Bestimmung nach einsetzt schadet sich mit dem Tragen dieser kein bisschen.

      Der kann allerdings nicht die Verordnungen befolgen. Ich sehe haben noch nie die Gebrauchsanweisung von FFP Masken gelesen.

      Sie wollen nicht wahr haben was passiert – und drehen daraus Forderungen an andere.

      (im übrigen schwächen wir unser Imunsystem bereits selbst aktiv indem wir in Städten leben und diese ausbauen, die Dörfer betonieren usw usf …)

    • Sie wissen sicher, wie man die Maske korrekt einsetzt und können mir das auch erklären. Meine Mutter – die fast jeden Tag beim Einkaufen eine trägt – kann das nämlich nicht. Vielleicht haben Sie ja praktikable Vorschläge. (Aber wozu überhaupt MNS, wenn es doch auch viel einfacher geht: https://www.youtube.com/watch?v=sgATH1V8Wj8)

      Ich selbst trage die Maske vielleicht einmal im Monat höchstens für ein paar Minuten bei absolut notwendigen Erledigungen (die ich eben genau wegen der Maskenpflicht auf das absolute Minimum reduziert habe) und kann daher nicht viel über die gesundheitlichen Auswirkungen auf mich selbst sagen, außer, dass ich bereits beim Gedanken, diesen faschistischen Fetzen tragen zu müssen, psychische Probleme habe – aber was sagen solche esoterischen nicht messbaren Überlegungen schon einem Menschen wie Ihnen. Ich habe dann halt aus der Not eine Tugend gemacht und mir auf die Sanitätsburka das noch nicht verbotene Kruckenkreuz der Vaterländischen Front aufgenäht – wenn schon Faschismus, dann aber auch richtig. Leider oder gottseidank habe ich trotz dieser Provokation in Österreich keine Probleme, weil auch hier Geschichte nur mehr Hitler in Dauerschleife bedeutet. Der autochthone Austrofaschismus interessiert dafür keine Sau – obwohl man gerade jetzt beim Eintauchen in die Materie unerwünschte Bezüge zur Gegenwart herstellen könnte. Dazu auch noch ein reißerisches Zitat einer völlig unbeteiligten Person: „Ist das noch ein Rechtsstaat? Nach der Zerstörung des Parlaments jetzt auch noch die Zerstörung des Verfassungsgerichtshofs. Das soll ein katholisches Gewissen aushalten!“ Es könnte fast vom jetzigen österreichischen Bundespräsidenten Van der Bellen stammen.

      Aber nach diesem kleinen Exkurs habe ich noch eine Frage: Sie können mir definitiv mitteilen, wann und welche Vorschläge die Regierungen zur Stärkung des Immunsystems verkündet haben. Zumindest eine offizielle Stellungnahme, dass das überhaupt erwünscht wäre, haben Sie sicher parat. Und dass die aktuellen Maßnahmen die körperliche Stärkung eher verhindern als fördern (siehe Rodler als neue Sündenböcke), muss scheinbar nicht weiter stören. Auch die sportliche Ertüchtigung von Altenheimbewohnern muss halt einmal für kurze Zeit ein paar Monate ausfallen – sehen Sie in letzterem Fall potentielle positive oder negative Auswirkungen auf die Gesundheit von alten Leuten?

  2. Die "Mutter aller Lügen" scheint mir die Behauptung der "New green Dealer" zu sein, es handele sich um FOSSILE – also endliche – Energieträger wie Oel, Gas, Kohle. Wo ist denn die Knappheit von Oel & Gas geblieben? Die Propaganda wird durch ANGST verstärkt und zu einem Geschäftsmodell "green-new-deal".
    Die Logik der Wissenschaftler, die davon sprechen, dass Oel, Gas sich unter Druck und Kondensation dauerhaft aus den Tiefen der Erde speisen, liegt mir näher.
    Würden hingegen frühzeitliche Lebewesen z.B. im heutigen brasilianischen Gasfeld, dass unter 8.000m Granit zu finden ist, früher gelebt haben und nun zum Energieträger Gas mutiert sein sollen, hätten sie kein gutes Leben gehabt.

  3. Nehmen wir die Ausfuehrungen von Peter Koenig zum Krieg, die von Plopppa zur Technologie, die von Gates zur false flag Gesundheit und die Bemerkung Soros dazu, wer gerade gewonnen hat:
    dann sind wir ungefaehr im jetzigen Realstatus.
    Es ist schon losgegangen. Vor einem halben Jahr. Es liegen, haltet Euch fest, wenig aber moegliche Kriegsjahre vor uns, Mistgabeln ist gar nix dagegen, oder wir biegen es uns den naechsten Monaten noch unblutig hin. Laenger haben wir nicht.
    Mal sehen, spannende Zeiten. Drueckt die Daumen.
    Falls noetig, auf die Tube.

  4. "Der Mensch und die lebendige Natur:
    Bisher ging es in erster Linie um das Überleben gegen die Natur, in Zukunft geht es um das wahre menschliche Leben mit der Natur. Das bedeutet nicht ein naives "Zurück zur Natur" durch Verzicht auf kulturelle und technische Errungenschaften, sondern ein "Mit der Natur" in dem Sinne, dass wir unsere Kultur auf höchstem technologischem Niveau in die Natur integrieren. Das wird sich ganz ohne Zwang, also nicht planwirtschaftlich verordnet, sondern eigendynamisch nach rein marktwirtschaftlichen Prinzipien und nach eigenem Ermessen jedes Einzelnen entwickeln."

    Und das in einer Welt, in der nach dem arbeitendenden Menschen die höchste höchste Nachfrage besteht.
    Wenn man auf dem Niveau Ploppas stehen bleibt will, will man das einfach nicht verstehen.
    Man kann sich dann vielleicht "gut" und/oder "gerecht" fühlen, für das Überleben wird das nicht reichen.

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/01/der-mensch-und-die-lebendige-natur.html

    • "…für das Überleben wird das nicht reichen."
      Überleben? Wozu?
      Wie weit sind wir von der Intelligenz eines Corona-Virus entfernt, wenn wir nur überleben wollen, um zu überleben?
      Mit anderen Worten: WIR sind das Corona-Virus für diesen Planeten, die Krönung der Virenentwicklung, und wir verhalten uns exakt so. Wahrscheinlich steht dieser arme, geschundene Planet schon seit geraumer Zeit unter galaktischer Quarantäne. Wer will sich schon Zustände einhandeln, wie wir sie hier haben?
      Man erkennt Gleiches am Gleichem. Aber man muss hinsehen wollen.

    • > Überleben? Wozu?

      Solange Meinung unsere Philosopie (Denkweise) ist, macht Überleben wahrlich keinen Sinn. Es ist egal.

  5. Vielen Dank Herman Ploppa!

    für diese zusammenfassende Darstellung.
    Mensch könnte diese noch wohl endlos verlängern und hier geht es auch m.E. gar nicht um Vollständigkeit oder ob in Detailfragen genügend (oder richtig) ausgeführt oder nicht.

    Es sind Szenarien, die deutlich machen, wie sich die Dinge, Gesellschaften, usw. entwickeln, wenn Menschen glauben Demokratie sei ein Selbstläufer: Es reicht alle vier Jahre "Irgendwas" zu wählen und mit genügend Gehälter auszustatten und Mensch kann sich in ein bequemes Wachkoma begeben, mit der Scheinbaren Gewissheit: Sie werden es schon zu "Unserem" Wohle richten. . . . .

    Dass das nicht funktionieren kann, ist wohl eine Binsenweisheit und dennoch scheinbar nicht wirklich verstanden.

    Jean-Claude Juncker: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

    So läuft das!!

    und wenn das Geschrei zu groß wird, kann auch selbst da noch Abhilfe geschaffen werden, wie wir nun alle sehr sehr deutlich in dem vergangen Jahr erfahren durften.

    Wie war das noch: Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient oder nimm Dein Leben selbst in die Hand, sonst tun es die Anderen!

    Die Masken sind das Ergebnis dieser Wachkomaillusionen und wohl redlich verdient

    Es braucht wohl noch weit mehr solcher Zusammenfassungen, damit immer mehr Menschen begreifen, dass sie selbst aufstehen und sich engagieren müssen, um wieder frei Atmen und sich umarmen zu können.

    Bleiben wir stark!

    🙂

    • In Guantanamo wurden sowohl genötigte Gesichtsverhüllung als auch soziale Isolation
      als Mittel zur Brechung des Willens des Menschen erprobt .

    • Der Standpunkt von Peter König "Wir befinden uns mitten in einem Krieg" passt ja auch hervorragend als Ergänzung zu diesem Artikel hier

  6. FAGMAT ist die Abkürzung für die neue Weltordnung.
    (Facebook Apple Google Microsoft Amazon und Twitter)
    Der Krieg zwischen dem neuen Kapital und dem alten Kapital läuft.
    Black Rock koordiniert das neue Kapital, deswegen wird das alte Kapital verlieren.
    Die einzige Möglichkeit um die schöne neue Weltordnung zu verhindern ist ,
    wenn wir alle Schuldenfrei und Eigenbestimmt leben.
    Das alte System läuft vielleicht noch ein paar Jahre, aber es wird auf keinen Fall überleben.

    • Der Krieg um die absolute Herrschaft liegt offen,
      wenn der Account des US Präsidenten von Twitter&Co gelöscht wird.
      Wenn auch Demokratie stark beschädigt ist, repräsentiert der US Präsident doch den Willen der Wähler .
      Die Löschung des Accounts des US Präsidenten
      ist damit auch eine Kriegserklärung an die Demokratie .

    • @wasserader
      Nicht nur das. Es ist eine Kriegserklärung an uns alle, die 99,99%.
      https://kenfm.de/wir-befinden-uns-im-krieg-von-peter-koenig/

      Neu ist das allerdings nicht: Warren Buffett in der NYT, 2006!
      “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.”

      <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/fritz/' rel='nofollow'>@Fritz</a> Walch
      Neues Kapital und altes Kapital mögen sich beharken; der Krieg findet jedoch wie eh und je zwischen oben und unten statt.

    • Für habibi .

      Der Trump hat den Kampf gegen die Zensurhoheit der Internetkonzerne verloren
      und Twitter als Beispiel rächt sich nun alleine für den Versuch Trumps mit einer Sperre von Trumps Account .

      "Am 28. Mai 2020 hat Präsident Donald Trump ihnen dieses Privileg (Anm. : Zensurrecht der Internetkonzerne) entzogen, das den Weg für eine Regulierung durch die Justiz ebnet, aber es ist unwahrscheinlich, dass der US-Kongress diese Entscheidung der Exekutive in ein Gesetz umwandeln wird. Umso mehr, als die Eigentümer dieser Foren mit der NATO bereits Ratingagenturen eingerichtet haben, die sich ihrer Kontrolle entziehen (darunter NewsGuard). Für sie gilt es einfach, die schlecht Denkenden in die Tiefen der Suchmaschinen zu versenken, bis sie verschwunden sind. Willkür und Zensur sind wieder da."

      weiteres : https://www.voltairenet.org/article211884.html

    • Die Löschung des Twitter, Facebook und aller anderen Accounts von Herrn Trump ist ein Mittel, seine Hetze gegen die Menschen und die Demokratie in seinem Land zu unterbinden, sowie natürlich seine Lügen. Wer zur Gewalt gegen die Demokratie auftruft muss eben mit den Konsequenzen leben.

      Wäre die Weimarer-Republik wehr haft gewesen, dann hätte es keine Machtergreifung gegeben. Der Massenmörder Hitler wäre einfach in Landsberg bis zum St. Nimmerleinstag versauert.

    • @ Regreubtlew

      Der Kommentar von Ihnen offenbart viel eher, dass Sie zur Zeiten der Weimarer Republik auf Seiten der Nationalsozialisten gewesen wären.
      Ihrre kognitive Dissonanz lässt Sie nicht mal erkennen, dass diejenigen die zensieren und dafür sind andere Meinungen zum Stillschweigen zu bringen, meist mehr mit den Mördern gemein haben als diejenigen die Sie verunglimpfen wollen.

      Selbstverständlich ist mir bewusst, dass Ihnen das komplett unklar ist und Sie das nicht wahrhaben, aber das ist auch nicht verwunderlich, wenn man das "Selber Denken" noch nie praktiziert hat.

      Noch viel Spaß beim Wiederkauen dann noch…

  7. Samstag, 25. August 2018, 15:30 Uhr
    ~12 Minuten Lesezeit
    Der Krieg der Reichen
    Die Reichen verschwören sich, um uns zurückzulassen.
    von Rubikons Weltredaktion

    „Flucht statt Ethos“ könnte das Motto dieser Männer sein, geht es ihnen doch nicht darum, die Welt noch zu retten oder zumindest zu verbessern — nein, es geht ihnen um Flucht, darum, die eigene Haut zu retten, koste es was es wolle. Der Autor dieses Artikels, Douglas Rushkoff, kommt zu dem Schluss, dass in dieser Denkweise nicht die „neutrale“ Technologie als das Problem angesehen wird, sondern der fehlerhafte, defizitäre, schrecklich un-binäre Mensch in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Und die gilt es zu transzendieren – Maschinen sind schließlich die besseren Menschen.

    Das Überleben der Reichsten
    von Douglas Rushkoff

    Letztes Jahr wurde ich auf ein exklusives Luxus-Privatanwesen eingeladen, um einen Grundsatzvortrag zu halten. Ich nahm an, mein Publikum werde aus etwa einhundert Investment-Bankern bestehen. Für diese Rede hatte man mir mein bisher höchstes Honorar angeboten – etwa die Hälfte meines jährlichen Professorengehaltes –, nur um einen Einblick in das Thema „Die Zukunft der Technologie“ zu geben.
    „Investieren oder nicht?“

    Ich habe noch nie gerne über die Zukunft gesprochen. Die Frage-und-Antwort-Runden werden immer zu einer Art Gesellschaftsspiel, in denen man mich bittet, meine Meinung zu den neuesten Technologie-Modewörtern abzugeben, als wären diese Börsenkürzel für potentielle Investitionen: Blockchain, 3D-Druck, CRISPR. Meist interessiert die Zuhörer nur die binäre Entscheidung – investieren oder nicht? – und nicht die Technologie an sich oder ihre möglichen Auswirkungen. Aber Geld regiert die Welt, und so nahm ich den Auftrag an.

    Nach meiner Ankunft wurde ich in einen Raum geführt – ich nahm an, dies sei der Green Room, der Vorbereitungsraum hinter der Bühne. Doch statt mit einem Mikrofon verkabelt oder auf die Bühne begleitet zu werden, saß ich an einem einfachen runden Tisch, als man mein Publikum zu mir brachte: fünf superreiche Typen – ja, alles Männer – aus den Führungsetagen der Hedgefonds-Welt.

    Nach ein wenig Smalltalk wurde mir klar, dass sie kein Interesse an meiner vorbereiteten Rede über die Zukunft der Technologie hatten. Sie hatten eigene Fragen mitgebracht.
    Sie fingen ganz harmlos an. Ethereum oder Bitcoin? Gibt es Quantencomputing wirklich? Langsam aber sicher tasteten sie sich an die für sie wirklich interessanten Themen heran.

    Die wirklich interessanten Fragen

    Welche Region wird die kommende Klimakrise weniger zu spüren bekommen: Neuseeland oder Alaska? Baut Google wirklich ein Zuhause für Ray Kurzweils Gehirn und wird sein Bewusstsein während des Übergangs weiterleben oder wird es sterben und völlig neu wieder geboren werden? Schließlich erklärte der Vorstandsvorsitzende eines Maklerunternehmens, dass er den Bau eines eigenen unterirdischen Bunkersystems so gut wie fertiggestellt hatte und fragte dann:

    „Wie erhalte ich nach dem Ereignis meine Autorität gegenüber meinen Sicherheitskräften aufrecht?“

    Trotz ihres ganzen Reichtums, trotz ihrer ganzen Macht glauben sie nicht, dass sie die Zukunft beeinflussen können.
    (…)
    Sich des Mobs erwehren

    Diese einzige Frage beschäftigte uns für den Rest der Stunde. Sie wussten, dass sie bewaffnete Wachen brauchen würden, um ihre Anwesen vor dem wütenden Mob zu schützen. Wie würden sie aber die Wachen bezahlen, wenn das Geld wertlos geworden wäre? Wie könnte man die Wachen daran hindern, einen eigenen Anführer zu wählen? Die Milliardäre dachten über spezielle Zahlenschlösser für ihre Nahrungsmittelvorräte nach, deren Zahlenfolge nur sie kannten. Oder darüber, ihren Wachen eine Art disziplinarische Halsbänder anzulegen, um sich zu schützen. Oder vielleicht könnten ja auch Roboter als Wachen und Arbeiter dienen, wenn die Technik bis dahin so weit sei.
    (…)
    Das Transzendieren des Menschseins an sich

    Da wurde mir schlagartig bewusst: Für diese Herren war dies tatsächlich ein Gespräch über die Zukunft der Technik. Angeregt wurden sie von Elon Musk, der den Mars bevölkern und Peter Thiel, der den Alterungsprozess umkehren möchte; von Sam Altman und Ray Kurzweil, die ihren Verstand in einem Supercomputer speichern wollen.

    Diese fünf hier bereiteten sich auf eine digitale Zukunft vor, die weit weniger damit zu tun hat, die Welt zu verbessern, als damit, die conditio humana an sich zu transzendieren und sich abzuschotten von den sehr realen und gegenwärtigen Gefahren des Klimawandels, dem steigenden Meeresspiegel, Massenmigration, weltweiten Pandemien, nativistischer Panik und Ressourcenerschöpfung. Für sie besteht die Zukunft der Technologie allein in der Flucht.
    (…)
    "Ist es fair, wenn Aktienhändler bewusstseinsverändernde Drogen nehmen? Sollen Kinder Implantate für Fremdsprachen bekommen? Wollen wir, dass autonome Fahrzeuge das Leben von Fußgängern über das der Fahrgäste stellen? Sollten die ersten Mars-Kolonien als Demokratien geführt werden? Beeinträchtigt es meine Identität, wenn ich meine DNA verändere? Sollten Roboter Rechte besitzen?"

    Moralische Dilemmata

    Während es philosophisch durchaus unterhaltsam ist, solche Fragen zu stellen, stellt es doch einen armseligen Ersatz dafür dar, mit den echten moralischen Dilemmata zu ringen, die mit der ungezügelten technologischen Entwicklung im Namen des Konzernkapitalismus Hand in Hand gehen.
    Digitale Plattformen haben einen bereits ausbeuterischen Markt (man denke an Walmart) in einen noch entmenschlichenderen Nachfolger verwandelt (man denke an Amazon). Die meisten von uns haben diese Schattenseiten durch automatisierte Jobs, die Gig-Economy (das auf Freiberuflern basierende Wirtschaftsmodell; Anmerkung der Übersetzerin) und den Rückgang des lokalen Einzelhandels erfahren.

    Die Opfer des Vollgas-Kapitalismus

    Die verheerenderen Folgen des Vollgas-Digitalkapitalismus müssen jedoch die Umwelt und die Armen weltweit ausbaden. Für die Produktion einiger unserer Computer und Smartphones greift man noch immer auf Netzwerke von Sklavenarbeit zurück. Diese Praktiken sind so fest verwurzelt, dass ein Unternehmen namens Fairphone – gegründet, um ethisch vertretbare Telefone herzustellen und zu verkaufen – feststellen musste, dass dies gar nicht geht. Der Firmengründer bezeichnet seine Produkte nun traurigerweise als „fairere“ Telefone.
    Währenddessen zerstört der Abbau seltener Erden und die Entsorgung unserer hochdigitalen Technologien menschlichen Lebensraum und macht daraus giftige Abfallkippen, die die Kinder von Bauern und ihre Familien durchforsten, um brauchbares Material an die Hersteller zurück zu verkaufen.

    „Aus den Augen, aus dem Sinn“

    Diese „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Externalisierung von Armut und Gift verschwindet nicht, nur weil wir unsere Augen mit VR-Brillen bedecken (mit denen virtuelle Realitäten auf einen augennahen Bildschirm oder direkt auf die Netzhaut projiziert werden, Anmerkung der Übersetzerin) und in eine alternative Realität eintauchen. Und je länger wir die sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachwirkungen ignorieren, desto größere Probleme werden sie für uns darstellen.
    Dies wiederum führt zu noch mehr Rückzug, Isolationismus und apokalyptischen Fantasien – sowie zu noch verzweifelter zusammengebrauten Technologien und Businessplänen. Ein Teufelskreis.

    https://www.rubikon.news/artikel/der-krieg-der-reichen

    Es geht um weiter nichts als die Fortführung der Herrschaft egal was und wer dabei über die Klinge springen muß. Schlußendlich: – Klare Sprache bitte – Wegsperren, Kontaktsperren, Ausgangssperren, Verkaufssperren (dauert nur 9:35)
    https://clubderklarenworte.de/klare-sprache/

    • Warren Buffet, schon vor 15 Jahren zur New York Times:
      „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
      Nennenswerten Widerstand gibt es noch immer nicht, zu viele begreifen nicht welcher Klasse sie angehören.

  8. Hallo,
    Es ist alles gut und schön, aber Zitat:

    „ Auch ein Teil der Biotechnologie ist allerdings bereits in Verruf geraten. Die Gewinnung von Biodiesel aus Soja geriet in Misskredit…“

    Biodiesel wird aus Palmöl gewonnen.

    Wenn wir alle glaubwürdig bleiben wollen, sollte so ein Fehler nicht passieren. Was ist mit den Dingen im Artikel, die ich jetzt nicht sofort falsifizieren kann?

    Es grüßt Wolfgang Mayer

    • Das ist aber lediglich ein ziemlich irrelevantes Nebendetail, genau wie die ganzen technokratischen Debatten, denn es ist eben nicht ein technisches Problem, sondern ein Problem der gesellschaftlichen Verfasstheit.
      Auch die green-, white- und sonstwie gewashten Technologien gehören privaten Eigentümern die Gewinn für die Eigner zu erwirtschaften haben und dabei stehen sie, wie zuvor auch, in Konkurrenz zueinander. Die kapitalistische Logik liegt weitab von jeglicher Moral oder Sinnstiftung jenseits des Profites und Machterhalts.

      Das kann man auch rauf und runter debattieren, nur ändern werden sie nichts wenn sich die Machtverhätnisse nicht ändern.

      Ergänzung zum angemerkten tech. Detail:

      Soja verbindet Produktion von Futtermitteln und Biodiesel

      Soja ist eine sehr flexibel einsetzbare Nutzpflanze und gilt mit 55 Prozent Marktanteil und einem jährlichen Marktwert von 40 Mrd. Euro als wichtigste Ölsaat weltweit.

      In großen Mengen wird das Öl der Sojapflanze (etwa 18 Prozent der Pflanze) für die Herstellung von Nahrungsmitteln und das Eiweiß der Sojapflanze (28 Prozent) für die Herstellung von Futtermitteln verwendet. Die Verbindung zur Bioenergie entsteht dann, wenn wir berücksichtigen, dass der Ölanteil der Sojapflanze neuerdings auch für die Herstellung von Biodiesel verwendet wird.
      https://www.biomasse-nutzung.de/biokraftstoffe-futtermittel-soja-biodiesel/

      Wie wird Biodiesel hergestellt?

      Biodiesel wird aus ölhaltigen Pflanzen hergestellt. Das Pflanzenöl für die Biodieselproduktion liefert in Deutschland fast ausschließlich die Rapspflanze. Im Herstellungsverfahren werden zunächst die Rapssamen in einer Ölmühle zermahlen und gepresst. Der Ölgehalt beträgt rund 40 Prozent. Die übrigen rund 60 Prozent der zermahlenen Rapssamen entfallen auf den Pressrückstand, auch Rapskuchen genannt. Er hat einen hohen Eiweißgehalt und wird in der Futtermittelindustrie weiterverwendet.
      https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/wie-wird-biodiesel-hergestellt

      Produzenten von Biodiesel klagen über Billigimporte

      Damit Diesel schadstoffärmer wird, bekommt er einen Biozusatz. In Deutschland wird dieser Biodiesel zu einem erheblichen Teil aus Raps hergestellt. Doch Biosprit aus Soja ist zur Zeit erheblich billiger.

      Berlin (dpa) – In Deutschland wird die Produktion von Biodiesel zurückgefahren. Die Hersteller reagieren damit nach Angaben ihres Verbandes auf steigende Billigimporte aus Argentinien.

      Durch die staatliche Förderung sei argentinischer Biodiesel aus Soja etwa 70 Dollar (57 Euro) pro Tonne billiger als hierzulande aus Raps produzierter Diesel, sagte der Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), Elmar Baumann . Drei Anlagen in Deutschland hätten die Produktion schon verringert oder ganz gestoppt.
      https://www.wn.de/Welt/Wirtschaft/3254041-Klage-ueber-Biosprit-aus-Soja-Produzenten-von-Biodiesel-klagen-ueber-Billigimporte

    • Ja! Nur ein Nebendetail.

      Vielleicht ziehe ich meinen Kommentar das der Artikel inhaltlich ganz gut sei ganz schnell wieder zurück.

    • Auch aus Soja wird Biodiesel hergestellt, auch z.B .aus Raps .
      Wobei tatsächlich ein Problem besteht, das aber betrifft die Zusatz "Bio" zu Diesel .

    • ei ei ei

      aus welchem Planzenöl ist Biodiesel ist was auffällt an dem Artikel. Oh je.

      Was ist "Diesel" selbst? Alles vergessen oder nie gewusst?

      Mit dem Wort verbunden ist die Fortsetzung des Machtverlusts der Bevölkerung um 1890 herum… da passierte schematisch genau das Gleiche, was Ploppa hier für die Zukunft mit den neuen Erungenschaften der [Bio]Technologie vorausahnt …

      … 1890 startet ne Wiederholung der Ignoranz der Bevölkerung bezgl. einer Technologie namens Dampfmachine und das war ne Wiederholung der Ignoranz des Buchdrucks und so vieler anderer … "Internet" ist auch so eine Wiederholung …

      Warum denken Bürger immer und immer wieder dass Konzerne und deren Eigner Technologie schaffen und daher stehts kontrollieren? Das war praktisch nie der Fall. Auch jetzt nicht. Aber Bürger denken und vor allem handeln immer so.

      Ich vermute auch wenn Ploppa einen Beitrag zu "Warum sprang der Rudolf vom Schiff?" macht, wird keine Erleuchtung einsetzen sondern Prüfung der Details.

      (ein Dieselmotor läuft mit allen Ölen – das war Kern der Idee … damit Technologie nicht Freiheit im Weg steht, sondern schafft … haben sich die Bürger alles wegregulieren lassen)

  9. Für eine Zusammenfassung ist der Artikel inhaltlich recht gut aber die Rhetorik ist mal wieder viel zu tendenziös. Warum nicht einfach bei den Fakten bleiben? Sie wollen sich doch von den Qualitätsmedien unterscheiden? Warum tun sie dies dann nicht endlich mal?

  10. Nun, ich danke Herr Ploppa und er hat ja weder recht noch unrecht nur bin ich ihm dankbar, dass er sich kritisch äussert. Biotechnologien sind an sich weder gut, noch schlecht (auch Atomtechnologie ist weder gut noch schlecht). Was aber gar nicht geht, ist Technologien nicht zu entwickeln. Wir selber sind Teil der Evolution, auch unsere Wissenschaften, nur mir fehlt Bescheidenheit. Mehrheitlich ist unsere sogenannte Biotechnologie ein schlechter Abklatsch der Natur, denn was wir biotechnisch können, können existierende Lebewesen deutlich besser. Was wir aber dringend lernen müssen ist Abfall verhindern, denn nirgends in der Natur gibt es Abfall, denn der biologisch produzierte Abfall ist ja sofort wieder im Nahrungskreislauf. Ich rate dem Menschen dringend, hier einen viel höheren Anteil an Grips zu verwenden, den alle anderen sogenannt grossen Probleme (menschgemachter (!?) Klimawandel, Atomkraftwerke, "Energieverbrauch", fossiler Brennstoffe) sind dagegen ein Nichts, schlicht relativ unwichtig. Dass wir auch in der Forschung immer schlechter werden, uns den Luxus leisten über "Gender" zu studieren verheisst nichts gutes. Selbst in der Physik stehen wir praktisch bockstill, das müsste zu denken geben! Wenn Ihr Lust habt: blog.jvbc.ch geht auch auf solche Probleme tiefer ein und liefert meist auch erste Lösungsansätze (mehr kann ich nicht 😉 ).

    • Es muss immer gewarnt werden vor Propheten des "Weiter wie bisher, nur ein wenig anders".
      Wie wäre es mit: "Biotechnologie ist Größenwahn", weil "wir" gerade erst anfangen, "Bio" zu verstehen – richtig! Und mit "Atomkraftwerke sind Größenwahn" denn, wie Einstein sagte, ein lächerlich aufwändiges Verfahren um einen Topf Wasser zu kochen. Abgesehen davon, dass der genannte "Grips" gerade gereicht hat, Berge von nuklearem Abfall anzuhäufen und nicht zu wissen, wohin damit.
      Was den Abfall betrifft, wie auch den Energieverbrauch, so wäre bereits enorm viel gewonnen, wenn das Überflüssige gestrichen würde. Lehrt doch die Konsumgesellschaft (und das ist die kapitalistische Gesellschaft), dass gar nicht genug verschwendet werden kann, denn "neu ist King". Wieviel macht das aus? Schwer zu beziffern – vielleicht 2/3 des Verbrauchs?
      Das wiederum lässt sich nicht ändern, wenn nicht die Lebensweise und die zugehörige Gesellschaftsstruktur wesentlich verändert werden – und in welche Richtung das gehen müsste, habe ich etwas weiter unten beschrieben. Da geht es um Grundsätzliches und nicht darum, auf den im Ganzen wunden Körper ein paar Pflaster zu verteilen.
      Zuletzt noch zur Wissenschaft: Richtig. Seit ca. 40 Jahren stagniert sie fast überall, weil nur noch beforscht wird, was morgen schon der Profit einfährt. Natürlich stagniert korrupte Wissenschaft! Dann kommt aber noch eins hinzu: Seit ungefähr der Entdeckung der Quantenphysik, (aber nicht nur in der Physik) regiert ein striktes Wissenschaftsdenken, das auf dem davor liegenden Wissenschaftsmodell mit Zähnen und Klauen insistiert, dass nämlich das Universum ein großes, mechanisches Uhrwerk ist, das wir längst beherrschen und an dem wir schrauben können.
      Damit hätte eigentlich die Quantenphysik Schluss gemacht und deshalb wird sie bis heute in ihrer Bedeutung ignoriert und allenfalls dort, wo eine praktische Anwendung den genannten Profit verspricht, "zugelassen". Diese stagnierende Wissenschaft ist längst von tausenden von höchst interessanten Konzepten umgeben, deren Erforschung jedoch nicht zugelassen wird und denen Reihenweise – ohne wissenschaftliche Begründung – der Aluhut aufgesetzt wird, denn "wir wissen doch schon alles" und brauchen nur noch herausfinden, wie das zur Profitmaximierung eingesetzt werden kann. (Wie ist das eigentlich gerade mit den Impfstoffen? 🙂

    • Hallo Herr Wildenfelder! Nicht schlecht Ihr Kommentar! Beim letzten Satz bin ich zwar wieder draußen aber bei vielem anderen kann ich mit dem Kopf nicken.

  11. Ich schätze Herrn Ploppa im allgemeinen als Analytiker. Dieser Beitrag allerdings, der ein großes Thema anfaßt, und in
    überkürzter Weise abhandelt, amagalmiert meines Erachtens zuviel. Natürlich hat der Autor in den meisten Einzelheiten Recht,
    über Monsanto und deren Machenschaften könnte man stundenlang klagen, dasselbe betrifft die Heilsversprechungen
    von Herrn Schwab und seinem Formu. Die entscheidende Frage (in Wirklichkeit ein Fragenkomplex) wäre aber die, wie "wir" (so wir überhaupt gefragt werden) die von der menschlichen Produktion am Planeten angerichteten Globalschäden tatsächlich
    wieder in den Griff bekommen sollen. Festzustellen, daß "Eliten" unter der Überschrift "Klimawandel" eine eigennützige Agenda umsetzen, reicht nicht. Die westliche Zivilisation verkündet dem Grundsatze nach für jeden den individuellen Glücksanspruch, der "pursuit of happiness" wird jedem zugestanden, mit welchem Erfolg auch immer der Einzelne sich daran abarbeitet. Dieser Verheisung stand schon immer der Klassencharakter des Kapitalismus entgegen, heute kommen
    ökologische Probleme hinzu. Der Kapitalismus hat dieses interne Problem früh mit Massenproduktion und Massenkonsumption "gelöst", die entwickelten Staaten haben ihre Bevölkerungen über Jahrzehnte materiell einigermaßen
    ruhigstellen können. Dies hat aber nur funktioniert, in dem man sich möglichst billigen und direkten Zugriff auf die Rohstoffe verschaffte und möglichst billig produzierte. Hier gehört der ganze Boom der ölbasierten Polymerindustrie samt Verpackungswahnsinn hinein, hinzu gehört aber auch das Auto für "jedermann". Die nach China externalisierte Massenproduktion ist da nur der Gipfel des Eisberges, und dort versucht man inzwischen sich von der Funktion einer Werkbank für die Welt ein wenig zu lösen. Letztlich ist die Wohlfeilheit des Lebens im Westen -jedenfalls für den, der Arbeit hat- mitbedingt von der Herschaftstellung westlicher Staaten in der übrigen Welt, die notfalls mit Krieg durchgesetzt wird.
    Mir scheint -aber auch dies ist letztlich Nebensache – daß dieses Erfordernis einen großen Beitrag zur Motivation "unserer
    Politiker" erzeugt, so treu -um nichtzu sagen "treudoof"- an der Seite der USA zu stehen, denn deren Militärmaschine versprach doch für Jahrzehnte stets am stärkeren Hebel von Konflikten zu sitzen.
    Etwas überspitzt gesagt: Die erschwingliche Banane beruht auf der Unterentwicklung der Bananenrepubliken. Mehr oder weniger ist das hier wohl jedem klar. Was nicht so klar ist, ist, wie man die Gesellschaft weiter entwickeln will, welcher Zielpunkt -oder besser Zielrichtung- zu wählen wäre. Für die großen Konzerne scheint klar zu sein: Wir kriegen die Kurve
    "nur" mit neuen Technologien (inclusive Biotechnologie und Gentechnik), lassen aber das "Zentraldogma" der materiellen
    Bedürfnisbefriedigung unter kapitalistischen Rahmenbedingen bestehen. Offensichtlich sind diese Leute guten Mutes, dass
    Ihnen das gelingt. Es ist völlig klar, dass diese als vierte industriellen Revolution proklamierte "Wende" einerseits reichlich
    Spielwiesen für Entdecker, Spekulanten, Glücksritter und deren Investoren erschafft, aber zugleich einen riesigen Abrieb
    nach "unten" hin erzeugt, wobei diesen "Unten" nun auch Teile des Mittelstandes erfaßt. Dieser fängt prompt an zu jammern und wittert das Hauptproblem im Geldsystem. Letzteres ist nicht ganz falsch, nimmt aber den Teil für das Ganze.
    Wen wir diese Art des eliteorientierten Umsteuerns "von oben" nicht wollen, -ich will sie jedenfalls nicht- dann genügt es doch nicht
    immer wieder die eklatantesten Punkte aufzuzählen, an denen wir uns stoßen. Vielmehr müßten wir (und jetzt könnte ein anderer sagen: Dann fang doch mal an; in der Tat, ich bin da auch nicht besser) mal sagen, wo wir hinwollen. Die Wohlstandsmaximierung zwingt quasi zur Umweltzerstörung und schliesslich auch zu aggressiver Geopolitik. Wenn man aber etwas anderes will, dann muß man ein bescheideneres Leben akzeptieren und dies dann auch als Modell vertreten. Ich bezweifele aber, dass dies mehrheitsfähig ist.
    Außerdem müßte man diskutieren, welchen Grad an Industrialisierung man für tolerabel hält -am besten müßte man die Erde danach fragen- und welcher Art diese Industrie dann sein soll. Es ist auch klar, dass dies eine gewisse Planung und Regulierung erfordern würde, die über den Rahmen individueller Firmen hinausgeht. Nun, in der Zwischenzeit werden es sich die Großkonzerne nicht nehmen lassen, an ihren Zielvorstellungen -die uns noch nicht einmal vollumfänglich mitgeteilt werden- weiter zu basteln, medial orchestriert und blumig beworben. Um aber auf die Kernaussagen des Artikels zurückzukommen, so wäre es durchaus eine sinnvolle Frage, inwieweit man biotechnologische Verfahren im Rahmen eines
    "vernünftigen", möglichst nachhaltigen Wirtschaftssystems nutzen könnte. Meines Erachtens wäre es sowohl nötig als auch
    möglich, doch müßten zugleich scharfe Barrieren vorhanden sein, inhumanen und naturzerstörerischen Unfug, der damit eben auch getrieben werden kann, einzuschränken. Sich diesen Techniken ganz und gar zu verweigern, wäre aber m.E. unklug. Mir ist übrigens klar, dass die gesellschaftliche Praxis der eigentliche Probierstein für solche Ideen ist, und da sehe ich ehrlich gesagt weit und breit soviel Konformismus und Denkfaulheit, dass es recht unwahrscheinlich ist, Mehrheiten
    für einen wenigstens in der Tendenz richtigen Weg zu gewinnen.

    • Anfangs klingt dieser Beitrag ganz vernünftig, doch dann löst er sich mehr und mehr in heiße Luft auf, die einem "Weiter so wie bisher, nur ein wenig anders" nahekommt und sich daher in der Vorstellung verfängt, mit der die "4. industrielle Revolution" zur Erhaltung des Kapitalismus und der Konsumgesellschaft einen Teil des rohstoffverschlingenden Konsums durch das Verschlingen digitaler Waren zu ersetzen. Dazu gehört: "Sich diesen Techniken ganz und gar zu verweigern, wäre aber m.E. unklug.". So, so.
      Fangen wir vielleicht lieber an einer anderen Ecke an. Ersetzen wir doch "Haben" und "Haben Wollen" als einzige "Glücksbringer" der kapitalistischen Welt durch die Verwirklichung der dem bzw. der Einzelnen innewohnenden Fähigkeiten, deren Realisierung deutlich mehr an Glück und Befriedigung erbringen kann, als es die Konsumsucht je vermochte. Dieses Tun wiederum wäre zu begleiten durch die Erzeugung der tatsächlich notwendigen Produkte, einem Bruchteil dessen, was heute verbraucht wird. Dazu erforderlich wäre nur ein kleiner Teil der Arbeitskraft und damit der Zeit und Rohstoffe, die der bzw. die Einzelne dafür aufzuwenden hätte, um den Rest der Zeit mit dem zu verbringen, was "er oder sie sich immer schon geträumt hätte, tun zu können". Damit entfiele die Ausplünderung des Planeten, die Ausplünderung des Menschen und eine sowohl der Gemeinschaft (Gesellschaft) wie auch dem Individuum günstigere Struktur und Lebensweise würden möglich UND VOR ALLEM könnte damit auch die Arbeit "rückerobert" werden statt sie AI zu überlassen und umgekehrt, AI der Platz zugewiesen werden, durch die diese dem Menschen dienen würde und nicht zu einem Agens würde, dass dem Menschen einen "Restraum" zuweist, in dem er vegetieren darf.
      Bleibt die Frage offen, ob dafür noch Zeit ist oder ob es längst zu späte und der "Krieg gegen das Leben" unaufhaltsam dem Sieg zustrebt – das wäre eine andere Frage. Eine Überlebensfrage für die Menschheit.

    • "Wir" können debattieren bis wir schwarz werden:

      "Westliche Demokratie" ist hohl: Reichtum regiert
      02. April 2018 Paul Schreyer

      Gedanken zu einer wenig beachteten und explosiven Regierungsstudie, die auf den Widerspruch zwischen Demokratie und konzentriertem Reichtum hinweist

      Manche Zusammenhänge sind so simpel und banal, dass sie leicht übersehen werden. Louis Brandeis, einer der einflussreichsten Juristen der USA und von 1916 bis 1939 Richter am Obersten Gerichtshof, formulierte es so: "Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides."

      Hinter dieser Aussage stehen Erfahrung und Beobachtung, aber auch eine innere Logik: Wenn in einer Gesellschaft die meiste Energie darauf verwandt wird, Geld und Besitztümer anzuhäufen, dann sollte es niemanden überraschen, dass die reichsten Menschen an der Spitze stehen. Was wir als führendes Prinzip akzeptieren, das beschert uns auch entsprechende Führer. Und wo sich Erfolg an der Menge des privaten Vermögens bemisst, da können die Erfolgreichen mit gutem Grund ihren politischen Einfluss für recht und billig halten.

      Logisch erscheint es auch, wenn in einer solchen Gesellschaft die Regierung immer wieder gegen die Interessen der breiten Masse entscheidet. Vereinfacht gesagt: Wo reiche Menschen an der Spitze stehen, da herrscht nun mal nicht die Mehrheit. Private Bereicherung und Allgemeinwohl passen ungefähr so gut zusammen wie ein Krokodil in den Goldfischteich.
      (…)
      Regierungsstudie untersucht Einfluss von Armen und Reichen

      Forscher vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück sind 2016 dieser Frage in einer aufwendigen empirischen Untersuchung nachgegangen. Ihre 60 Seiten lange Antwort lautet auf den Punkt gebracht: leider nein.

      Das Besondere daran: Die Studie wurde nicht von der Linkspartei, Attac oder den Gewerkschaften in Auftrag gegeben, sondern von der Bundesregierung selbst. Arbeitsministerin Andrea Nahles hatte 2015 den Anstoß gegeben. Sie wünschte sich eine solide Faktengrundlage für den damals in Vorbereitung befindlichen 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, in dem auch der politische Einfluss der Vermögenden wissenschaftlich untersucht werden sollte.

      Diesem Auftrag folgend hatte das Osnabrücker Forscherteam um Professor Armin Schäfer, Vizechef der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, die "Responsivität" der deutschen Politik überprüft, also inwieweit die Regierung tatsächlich durch Beschlüsse und Gesetze dem Willen der Bevölkerung folgt.

      Diese Responsivität, oder "Bereitschaft zur Antwort", steht letztlich im Zentrum jeder Idee von Demokratie. Eine demokratische Regierung hat die Wünsche und Forderungen aller im Blick und handelt entsprechend. Der Auftrag der Bundesregierung, wissenschaftlich zu untersuchen, inwieweit sie diesen Anspruch selbst erfüllt, ließ aufmerken. Noch nie zuvor hatte eine deutsche Regierung das so grundlegend prüfen lassen.

      Die Autoren der Studie analysierten dabei zunächst anhand der regelmäßigen Meinungsumfragen von ARD-Deutschlandtrend die Ansichten der Bevölkerung in etwa 250 Sachfragen. Untersuchungszeitraum waren die Jahre von 1998 bis 2015. Dann glichen sie diese Ergebnisse mit dem Handeln der Regierung in den Jahren danach ab. Was wurde umgesetzt, was nicht?

      Die Analyse wies dazu noch einen entscheidenden Clou auf: Das Forscherteam unterschied die politischen Ansichten der Befragten gestaffelt nach deren Einkommen. Denn betrachtet man die Meinungen der einkommensschwächsten 10 Prozent (im Folgenden: "Arme") und die der einkommensstärksten 10 Prozent (im Folgenden: "Reiche"), dann ergeben sich teils drastische Unterschiede.
      (…)
      Je mehr Arme dafür sind, desto eher ist die Regierung dagegen

      Dass solche Beispiele, die man in der Studie nachlesen kann, keine Einzelfälle oder Ausnahmen sind, fanden die Forscher in akribischer Kleinarbeit heraus. Die Ergebnisse sind eindeutig. So heißt es in der Untersuchung:

      Je höher das Einkommen, desto stärker stimmen politische Entscheidungen mit der Meinung der Befragten überein. (…) Was Bürger mit geringem Einkommen in besonders großer Zahl wollen, hatte in den Jahren von 1998 bis 2013 eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden.

      Mehr noch: Eine politische Regelung wurde nicht nur umso eher von der Regierung umgesetzt, je mehr Reiche sie unterstützten. Das hatte man ja fast schon erwartet. Nein, ein Vorschlag wurde von der Regierung auch umso eher abgelehnt, je mehr Arme dafür waren! Die Forscher sprechen hier von einem "negativen Zusammenhang". Sie schreiben wörtlich, dass "die Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung sogar sinkt, wenn mehr Menschen aus der untersten Einkommensgruppe eine bestimmte politische Entscheidung befürworten." Das bedeutet, dass die Regierung die Armen nicht einfach nur ignoriert, sondern praktisch aktiv gegen sie arbeitet.

      Bei der Berücksichtigung der Ansichten der Mittelschicht sieht es laut der Studie ähnlich aus. Deren Forderungen werden von der Regierung annähernd im gleichen Maße ignoriert wie die der Armen. Das heißt konkret: Es ist für die Politik praktisch egal, wie viele Menschen aus der Mittelschicht eine bestimmte Veränderung wünschen. Es existiert jedenfalls so gut wie kein messbarer Zusammenhang zwischen der Zustimmungsrate für eine Forderung in der Mittelschicht und deren Umsetzung. Ein solcher Zusammenhang ist allein für die Wünsche der Einkommensstärksten nachweisbar, dort jedoch sehr deutlich.

      https://www.heise.de/tp/features/Westliche-Demokratie-ist-hohl-Reichtum-regiert-4009334.html?seite=all

    • An Wildenfelser

      Wenn Sie schreiben:

      Fangen wir vielleicht lieber an einer anderen Ecke an. Ersetzen wir doch "Haben" und "Haben Wollen" als einzige "Glücksbringer" der kapitalistischen Welt durch die Verwirklichung der dem bzw. der Einzelnen innewohnenden Fähigkeiten, deren Realisierung deutlich mehr an Glück und Befriedigung erbringen kann, als es die Konsumsucht je vermochte"
      dann bin ich ganz und gar damit einverstanden. Als Individuen kann man sich von Konsumsucht doch einigermaßen befreien. Die Frage, die ich in diesem Zusammenhang stelle ist, ob dieser Weg "massentauglich" ist. Da bin ich eben
      skeptisch. Hier stehen der Vernunft die systemeigenen Werbeamplifikatoren, die Standardsetzung des Habens
      als Maßstab der Dinge dagegen -deren Hohlheit kaum zu überbieten ist, die aber dennoch verfangen.
      Wenn Sie übrigens weiter unten den "Alten Adam" dem "Neuen Menschen" gegenüberstellen, so treffen Sie natürlich
      in der Tat einen wichtigen Punkt, aber man muß sich auch eingestehen, dass der "Alte Adam" der Konsumführung
      oder etwas abstrakter "der Präferenz des Habens über das Sein" ganz schön auf den Leim gegangen ist, und die Eva dazu!
      Aber wenn man mal von suchtartigen Konsum absieht, so wird man wohl auch bei gesünderem Herangehen einräumen müssen, dass wir noch immer einen hohen Grundverbrauch haben. Sie und ich und alle in diesem Forum benutzen Rechner, deren Bestandteile schliesslich auch irgendwo herkommen müssen, verbrauchen täglich Strom und Wasser. Man müsste erstmal dahinterkommen, welcher Grundverbrauch noch einigermaßen als nachhaltig und erdverträglich gelten darf.

      Sie schreiben weiter:
      Dieses Tun wiederum wäre zu begleiten durch die Erzeugung der tatsächlich notwendigen Produkte, einem Bruchteil dessen, was heute verbraucht wird. Dazu erforderlich wäre nur ein kleiner Teil der Arbeitskraft und damit der Zeit und Rohstoffe, die der bzw. die Einzelne dafür aufzuwenden hätte, um den Rest der Zeit mit dem zu verbringen, was "er oder sie sich immer schon geträumt hätte, tun zu können".

      Dem würde ich auch zustimmen, aber -und ich meine diese Frage nicht als Vorwurf oder versteckte Beleidigung. sind Sie sich bewußt, wie weit entfernt dieser Zustand von der gegenwärtigen Gesellschaftsverfassung ist?
      Wir müssten die ganze Struktur, die die heutige Arbeitswelt "ordnet" oder eher "verunordnet" loswerden und danach etwas ganz anderes aufbauen. Mir kommen solche Gedanken auch selbst, aber ich sehe in der gegenwärtigen politischen Landschaft nirgends einen Anknüpfungspunkt. Und man kann auch nicht sagen, man müsse es einfach für sich relalisieren und die Karawane
      weiterziehen lassen. Was die Karawane bewirkt, betrifft schliesslich alle nolens volens mit. Schliesslich: ich beanspruche auch keineswegs, der weise Uhu zu sein, der hier den Weg weisen könnte.

      Weiters:
      Damit entfiele die Ausplünderung des Planeten, die Ausplünderung des Menschen

      Ja, das ist schön gesagt. Aber ich glaube nicht, daß man hierzu nur WIllensakte einfach mal umsetzen muß,
      nach dem Motto: Jetzt seht doch mal ein; Glück geht auch anders.

      und eine sowohl der Gemeinschaft (Gesellschaft) wie auch dem Individuum günstigere Struktur und Lebensweise würden möglich UND VOR ALLEM könnte damit auch die Arbeit "rückerobert" werden statt sie AI zu überlassen und umgekehrt, AI der Platz zugewiesen werden, durch die diese dem Menschen dienen würde und nicht zu einem Agens würde, dass dem Menschen einen "Restraum" zuweist, in dem er vegetieren darf.

      Ich stimme Ihnen erneut in derZielrichtung zu. Persönlich kann mir die AI in der Tat gestohlen bleiben. Gerade was an vordergründigen Anwendungen von "intelligenten" Häusern bis selbstfahrenden Autos zu erwarten ist, von geheimdienstlichen Applikationen ganz zu schweigen, wird die Menschen noch mehr verunselbständigen und zum Massenwesen degradieren. Aber welche Schiene bietet sich denn an, hier dem Trend entgegenzutreten? Wir reden hier. Inzwischen geschieht es. Die "Jugend von heute" hat scheinbar kaum ein Problem damit.

      Schliesslich:
      Anfangs klingt dieser Beitrag ganz vernünftig, doch dann löst er sich mehr und mehr in heiße Luft auf, die einem "Weiter so wie bisher, nur ein wenig anders" nahekommt und sich daher in der Vorstellung verfängt, mit der die "4. industrielle Revolution" zur Erhaltung des Kapitalismus und der Konsumgesellschaft einen Teil des rohstoffverschlingenden Konsums durch das Verschlingen digitaler Waren zu ersetzen.

      Na, hier haben Sie mich einfach mißverstanden. Die Erhaltung des Kapitalismus ist für mich kein Selbstzweck, ich räume aber ein, dass ich keinen Weg aus diesen Verhältnissen angeben kann. Man wird ihn nicht wegreformieren,
      das gibt der Fassade nur einen anderen Anstrich. Man wird ihn aber auch nicht wegrevoluzzen. Denn eine Revolution erfordert entweder eine Massenbasis -gibt es die irgendwo?- oder sie ist selbst eine elitäre Angelegenheit, die alsbald
      ihre Kinder frißt. Sehr wahrscheinlich wird der Kapitalismus an seinen eigenen inneren Defiziten "versterben". Die Frage ist allerdings, ob dann nicht der Planet mit Mann und Maus mitgerissen wird. Vielleicht spielt sich dieser Vorgang gerade vor unseren Augen ab. Auch ein
      "Weiter so wie bisher, nur ein wenig anders" habe ich nicht befürwortet, das war früher das Geschäft der SPD und
      später der Grünen. Heute bekommen diese Parteien nicht mal das hin. Im Gegenteil, ich wollte herausstellen,
      dass eine tatsächliche substantielle Veränderung keine einfache Sache, kein Selbstläufer und keine reine Bewußtseinsfrage ist. Ich habe manchmal den Eindruck, daß auch hier (etwa im Forum) die Leute glauben, man müsse nur "dem
      Schwab, dem Gates, dem Musk" oder wer weiß wem noch "das Handwerk legen", dann ist die Menschheit schon
      "befreit" und alles wieder gut. Ich sehe das anders. Die Tatsache, dass dieses Personal einen derart durchgreifenden
      Einfluß auf Belange hat, die weit jenseits ihrer Kernkompetenzen liegen, und sich Regierungen bei ihnen bedanken,
      ist Ausdruck einer tiefen Strukturkrise. Diese Leute sind durch die allerorts wirksamen Mechanismen zu Reichtum
      und Einfluß gelangt. Nun tun sie, was sie für richtig halten. Aber wenn sie, wie ein Wunder verschwinden würden, wären alsbald andere Kapitäne zur Stelle, und übrigens : Schlimmer geht immer. Wer Produktionsmittel in großem Maßstab besitzt, bestimmt quasi durch seine Verfügungsgewalt darüber, was, wie und wo, und grtoßenteils auch zu welchen Bedingungen produziert wird. Das gibt den Konzernen bereits eine gewaltige faktische Macht, die von Regierungen und Bürgern bisher nur sehr dürftig kontroliert wird. Die Regierungen sind inzwischen handzahm und
      der Bürger wird reduziert auf einen Mitproduzenten -wenn er denn brav ist, und auf den Konsumenten, der umworben sein will. Das ist erscheckend hohl, aber wie ändert man das?

      "Sich diesen Techniken ganz und gar zu verweigern, wäre aber m.E. unklug.". So, so. Das habe ich geschrieben.
      Was ich damit meine, ist etwa folgendes: Der Mensch hat es geschafft, seinen Dreck in den letzten Winkel der Erde
      zu pusten, inclusive Feinstaub oder molekulardispersiv gelöste Quecksilberverbindungen in allen möglichen Meerestieren. Wenn man da überhaupt noch etwas richten will, dann wird es nicht mit rustikaler Heimarbeit gehen.
      In bestimmten Gebieten könnten hier Mikroorganismen durchaus hilfreich sein, mit ihrer Fähigkeit Stoffe in erstaunlichen Größenordnungen zu akkumulieren. Und wo sollen wir die Grenzen ziehen? Bier und Wein werden seit Jahrtausenden durch Gärung gewonnen. Warum sollte man nicht -immer vorausgesetzt man visiert ein sinnvolles Ziel an- Mikroorganismen zu anderen Zwecken nutzen? Wieder behaupte
      ich hier nicht, dogmatisch alles besser wissen zu wollen. Aber wir brauchen klare Kriterien für die Verfahren, die wir
      nutzen könnten und für die, die wir mit Bedacht ablehnen. Was die Gentechnik betrifft, würde ich auf alle Fälle die Hände von allen höheren Tieren lassen, den Menschen selbstverständlich inbegriffen. Bei Mikroben wäre ich sehr vorsichtig. Immerhin, Insulin wird schon lange mit gentechnisch veränderten Mikroben hergestellt. Bei Betrachtung
      der Alternativen sehe ich das als tolerabel an. Natürlich kann man sagen: Brauchen wir alles nicht. Ist ja die böse Schulmedizin. Bitte. Sagen kann man alles. Vielleicht heilt ja der Schamane. Aber desto mehr sollte man mal angeben, wo man hin will.

      Und übrigens: Die 4. industriellen Revolution habe ich an keiner Stelle gepriesen, auch nicht in einer abgeschwächten
      Variante.

      Mit den besten Grüssen zum Abend

    • Das, was vielleicht fehlt ist, dass Du selbst anfängst zu denken. Und wenn Du das gemacht hast – lass hören 🙂

    • "Herr Ploppa hat also eine Meinung zu … irgendwas. Wozu wird nicht klar."
      Dann bitte einfach noch einmal anhören …

    • Es gibt möglicherweise einen guten Grund dafür, dass Augen und Ohren des Menschen so dicht am Gehirn sitzen.

    • "Es gibt möglicherweise einen guten Grund dafür, dass Augen und Ohren des Menschen so dicht am Gehirn sitzen."
      You made my day!
      Wunderbar hier immer mal wieder solche Perlen aufzufischen.

    • Antwort: In einer Welt, in der es (noch) Streaming-Plattformen gibt, auf denen solches immerhin transparent gemacht wird.

      Vergleichen Sie die Machenschaften mal mit den ganzen Verbrecherplattformen a la Youtube, Facebook und Konsorten.

      Da lesen Sie zwei Jahre lang irgendwelche entnervenden, für niemand verständlichen Nutzungsbedingungen …
      … und stimmen dann letztlich, kurz vorm Nervenzusammenbruch, dann doch Ihrer totalen Ausspähung, Überwachung und Manipulation zu.

    • Also du hast die Wahl entweder gehst du auf youtube und guckst dir dort was vom Lesch an, dann wird nicht nur deine IP Adresse sondern sämtliche Klicks und Likes bei youtube gespeichert und an den Höchstbietenden verkauft. Oder du schaust dir das Video hier vom guten Ploppa an und mein Computer verbindet sich mit deinem damit ich dir das Video peer-to-peer schicken kann und du verbindest dich noch mit jemand drittem dem du dann wiederum das Video weiterschickst. Dafür braucht man nun mal IP-Adressen. Der große Unterschied ist, dass in diesem Fall youtube nicht den Stecker ziehen kann und ich mich weder für deine IP interessiere noch in der Lage bin dich über das ganze Internet zu tracken und jeden Klick zu speichern und an Großkonzerne weiterzuverkaufen. Genau das passiert nämlich wenn du bei google/youtube/facebook surfst oder bei einer Website die diese Dienste nutzt. Und das sind heutzutage verdammt viele Websites geworden. Man erkennt das daran, dass heutzutage schon bei x-beliebigen Websites unten in der Leiste Verbindungen zu google.analytics.com… facebook.com… aufgebaut wird obwohl die Seiten mit diesen Diensten oberflächlich überhaupt nichts zu tun haben.

      P.S.: Wenn du wirklich Angst davor hast, dass die anderen KenFM-User dich hacken wollen dann benutze einfach ein VPN. NordVPN ist sehr gut und kostet 2-3€ pro Monat, dafür kannst du dann alle deine Geräte über VPN laufen lassen. Du kannst sogar anonym mit Bitcoin bezahlen und Finger weg von kostenlosen VPNs, die holen sich das Geld wiederum über deine Daten die sie verkaufen.

    • Das ist ein überflüssiger Hinweis. Selbstverständlich liegt – wenn Interesse besteht, z.B. bei NSA et al – immer alles offen. Der gläserne Mensch gehört längst zum begonnenen "Neuen Normal" geworden und nicht erst seit 3 Tagen.
      Was meinst Du, warum soviel von "Datensicherheit" die Rede ist? Genau darum, weil es die nicht gibt. Allenfalls sind die Daten vor Dir und Deinem Nachbarn sicher 🙂

    • Hallo Wildenfelser, also für überflüssig halte ich den Hinweis nicht sondern eher für Transparenz 😉

      @ Lutzi: Kann den Tipp von Severin nur bestätigen sich ein VPN, wie das von NordVPN zu gönnen. Das ist auch noch für viele andere Gelegenheiten nützlich. Alternativ kannst Du natürlich den Beitrag auch als MP3 hören, dann machst Du Deine IP nicht anderen KenFM Nutzern bekannt.

      Ich persönlich finde es völlig OK, wenn sich hier Nutzer bei KenFM gegenseitig die Inhalte auf einer Peer to Peer Platform streamen, dies entlastet ja letztlich Serverkosten für KenFM 🙂

    • Ok…ich hab keine Ahnung, wer welche IP-Adressen sieht bzw von wem das kommt oder auch nicht…aber ist mir langsam auch egal. Whatever

    • @ Lutzi, na ja, ist doch gut wenn man Dinge hinterfragt und kritisch ist 🙂

      PeerTube (https://joinpeertube.org/), die Software die KenFM da nutzt ist auf den KenFM-Servern installiert. Sieht sich ein Nutzer eines der Videos an kommt der Inhalt vom KenFM-Server. Sehen sich aber mehrere User gleichzeitig das selbe Video an, so können die einzelnen User gegenseitig sich Teile des Videos weiterleiten, wodurch der KenFM-Server entlastet wird. Das Weiterleiten einzelner Teile des Videos passiert autom. im Hintergrund. Wenn jetzt beispielsweise mein Rechner ein Teil an Deinen weiterleitet oder auch von dort erhält, dann müssen die Rechner "wissen" von wo der Inhalt kommt. Dieses von "wo" bedeutet im Imternet immer von welcher IP.

      Wenn Du also ein Datenpaket von einem anderen User herhälst ist dabei auch immer dess IP-Adresse. Diese wird natürlich nirgends angezeigt. Ein pfigger ITler oder natürlich auch die NSA könnten die IP anzeigenlassen solange sie diese Videos auch gerade anzeigen lassen. Aber ersten stünde der Aufwand in keinem sinnvollen Verhältnis zum "Nutzen". Und zweitens wäre es für Dich nur relevant, wenn Du der Welt um Dich herum verschweigen willst, dass Du KenFM siehst 😉

      BTW, Markus Fiedler hat noch einen ganz guten Beitrag zur Technik von PeerTube gepostet:
      https://wiki-tube.de/videos/watch/51f7703a-c1f2-46b1-a86f-b804b72c2cd7

    • sehr traurig.

      Siehe oben zu Diesel.

      Bürger haben sich "Internet" – die Idee – so zurecht kastrieren lassen, das sich Macht darüber in wenigen Händen bǘndelt, weswegen heute solche Hinweise auftauchen, alles an jeder Stelle überwachbar ist und wird und ganze Lebenszeiten für "Datenschutz" verbrannt werden.

      Den ganzen Unfug jetzt, mit den Medienkanonen, Desinformation und Widersprüchen auf allen Ebenen, usw … usf … haben wir selbst verursacht.

      Alles weil Bürger ignorant sind und daher ebenfalls nicht verstehen was Kapital ist. Oder Technologie. Oder irgendwas. Nur Bewerten und Fordern wird praktiziert.

  12. Mutter Erde (Quelle:Medium-Geistige -Welten 15. Dezember2020)

    Geliebte Seele, ich bin Mutter Erde und ich möchte ein paar Worte an euch Menschen richten, die ihr derzeit auf diesem Planeten wandelt. Ihr sagt, ich sei eure Mutter, doch behandelt ihr mich häufig nicht wie eine Mutter, die euch hier auf der Erde alles zu Verfügung stellt, was ihr zum Leben benötigt. Ihr seid von eurem Weg abgekommen im Einklang mit mir zu leben.

    Ich sehe wie einige von euch, in liebevoller Absicht ihre Energien senden und ja ich weiß, dass ihr es gut mit mir meint, doch leider ist ein Großteil der Menschen noch nicht erwacht und gefangen in der Habgier meine Seele auszurauben und auszubeuten.

    Wenn euch bewusst wäre, was ihr meiner Seele und meinem Erdenkörper damit antut würdet ihr nicht so handeln, denn ihr versteht nicht, dass es ohne mich kein Leben auf dieser Erde geben kann. Denn wenn sich meine Seele von diesem Planeten zurückzieht, dann ist die Erde nur noch ein unfruchtbarer Planet und nicht mehr bewohnbar, weder für euch Menschen noch für die Tiere und Pflanzen und alle Lebewesen, die hier zur Zeit auf der Erde leben.

    Es ist wichtig das ihr versteht, dass auch ich ein Lebewesen bin und in meinem Wesenskern eine Seele besitze, die sich weiter entwicklen möchte. Meine Entwicklung entfaltet sich in der Fruchtbarkeit.

    Was können wir für dich tun Mutter Erde ?

    Ihr könnt euch vernetzen als Menschheit, um das Erwachen zu beschleunigen. Das Erwachen all derjenigen, die noch tief und fest schlafen. Indem ihr euch mit anderen Menschen verbindet, die euren Bewusstseinsgrad erreicht haben, könnt ihr mich in meiner Heilung unterstützen. Es geht darum das Bewusstsein vieler Menschen zu erreichen. All jene die noch unbewusst auf dieser Erde wandeln.

    Ihr seid wie Lichtpunkte die miteinander verbunden sind und ihr könnt mich unterstützen, indem ihr mich liebevoll behandelt. Jeder kleinste Versuch mich in meiner Heilung zu unterstützen, wird sich auf das kollektive Bewusstseins auswirken und erreicht auch die Menschen deren Handeln immer noch von Zerstörung geprägt ist.

    Ich habe schon so vieles erlebt und ertragen und mich in meiner seelischen Entwicklung immer weiterentwickelt. Doch die Zerstörung, die ihr als Menschheit gerade anrichtet, ist wie ein Stich in mein Herz. Meine Seele blutet, wenn ich all die Lebewesen und Pflanzen sterben sehe. Dies sind alles meine Kinder, die ich geboren habe um euch zu ernähren, um euch das Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Denn ohne die Pflanzen und die Tiere, könntet ihr nicht auf dieser Erde existieren. Ihr müsst erkennen, dass ihr als Menschen in ein großes Netzwerk eingebunden seid und ihr euch gegenseitig zerstört, wenn ihr nicht mit dem Raubbau der Wälder und der Meere aufhört.

    Verbindet euch, die bereits erwacht sind, verbindet euch mit mir, mit meiner Seele, mit meinem Wesen. Denn so können wir gemeinsam meine Seele retten und ich die Eure, die Menschenseele.

    Ich werde mich in der nächsten Zeit in meiner Form und Gestalt verändern, weil auch ich mich weiterentwickle und mich verändern muss, denn nur so habe ich als Seele eine Chance, diesen Planeten Erde weiterhin mit meinem Reichtum zu segnen. Wenn ich mich nicht verändern würde, müsste ich diesen Planeten verlassen und meine Seele würde sich einen neuen Planeten suchen, wo sich meine Seele vollständig entfalten kann.

    Wenn die Erde bebt, dann geschieht dies, weil mein inneres Feuer sich entfalten möchte und mir die Luft zum atmen fehlt, um weiter zu existieren. Ich tue dies nicht, um den Menschen zu schaden, sondern weil dies ein normaler Zyklus ist den ich nicht willentlich steuern kann.

    Geliebte Menschen ihr seid es, die gemeinsam mit anderen Lebewesen und Lebensformen hier auf dieser Erde existieren, und dass Neue Bewusstsein in diese Welt zu bringen. Ihr seid es, deren Schicksal davon abhängt, wie ihr euch in Zukunft auf dieser Erde bewegen werdet.

    Ihr habt die Möglichkeit mich in meiner Heilung zu unterstützen und wisst bereits wie ihr dies tun könnt. Ihr seid Lichtträger und könnt die kosmischen Energien durch euch fließen lassen, um sie in mir zu verankern. Verbindet euch mit mir und ich sage euch worin ihr mich in meiner Heilung unterstützen könnt.

    Vergesst nie, ich bin eure Mutter für eine kurze Zeit, die euch hier auf der Erde empfängt, euch mit Lebensenergien versorgt und das Leben auf dem Planeten erst möglich macht. Die alten Völker und Kulturen wussten darum und sie sind mit mir als Wesen sorgsam und respektvoll umgegangen. Denn sie haben verstanden, wenn sie mich zerstören dann zerstören sie sich selbst und kein Leben wäre möglich auf dieser Erde.

    Ihr seid hier auf diese Erde gekommen, als Menschenkinder, um den Prozess des Erwachens zu beschleunigen. Nehmt euch Zeit mit mir in Kontakt zu treten und verbindet euch mit mir. Ihr könnt dies tun, wie ihr es bereits schon tut. Indem ihr euch vorstellt, ihr seid über eure Füße mit eurem gesamten Körper mit mir verbunden. Fühlt meinen Mutterboden und stellt euch vor, wie Wurzeln in die Erde bis in meinen Erdkern hineinreichen und hineinwachsen. Verbindet euch mit der Geistigen Welt aus der ihr kommt. So bilden wir eine Einheit, denn auch ich bin nicht getrennt vom Ganzen sondern ein Teil davon.

    Ich sende euch meine Liebe und meine Kraft – möge diese eure Herzen öffnen und wir schreiten gemeinsam in ein neues Zeitalter, wo die Liebe die Quelle ist der alles entspringt. Ich bin Mutter Erde und ich verabschiede mich für heute.

    Meditation – Heilung für Mutter Erde

    Begib dich in die Stille und schließ deine Augen. Atme ein paar mal tief ein und aus. Stelle dir vor, du hältst die Erde in deinen Händen – Spüre ihre Energie…

    Bitte nun die Geistige Welt, die Göttliche Quelle, dass sie ihre Heilenergien durch dich sendet. Stelle dir dabei vor, wie die göttlichen Heilenergien durch dein Kronenchakra in deinen Körper hineinströmen bis zu deinem Herzen.

    Von deinem Herzen fließen nun die Heilenergien, über deine Arme in deine Hände und über deine Hände zu Mutter Erde, die du in den Händen hältst.

    Stelle dir die einzelnen Kontinente, Länder, Meere und Tiere vor, die jetzt besonders Heilung benötigen. Drehe die Erde in deinen Händen und lass sie schweben und beobachte was sich dir zeigt und gib die göttlichen Energien weiter, die durch dich fließen.

    Wenn du magst sprich innerlich folgende Worte….

    Ich bitte um Heilung für die Meere, mit allen Lebewesen

    Ich bitte um Heilung für die Tiere auf der Erde

    Ich bitte um Heilung für alle Menschenseelen auf der Erde

    Ich bitte um Heilung für die Natur, die Pflanzen und Bäume

    Ich bitte um Heilung für Mutter Erde, für ihre Seele

    Beobachte während der Meditation, was mit Mutter Erde geschieht und wie sie sich in ihrer Form und Gestalt verändert, während du sie deinen Händen hältst und die göttlichen Heilenergien zu ihr fließen….

    Zum Abschluss der Meditation, bedanke dich bei Mutter Erde und komm wieder vollständig in deinen Raum zurück.

    • Wenn euch so ein "Mantra" hilft, dann ist es ja gut. Aber es handelt sich um eine einfache Erkenntnis, die zu haben "ein einziger Blick" auf die Natur ausreicht. Von rund 2 Millionen Jahren Menschheit und ca. 600 000 Jahren Homo Sapiens ("Sapiens jetzt längst die Lachnummer darin) ist es nur eine verschwinden kleine Zahl von Jahren, in denen diese Erkenntnis zugunsten von Profit ausgeblendet wurde. Das kam immer gleich nach der Erkenntnis, dass ohne die Sonne kein Leben wäre.

  13. Hermann Ploppa beschreibt hier sehr anschaulich, wohin wir unterwegs sind.
    Schon lange bin ich mir sicher: "Wir werden siegen!". Wir werden den "Krieg gegen das Leben" gewinnen. "Hands down", wie man englisch sagt. Und so wird auch der "alte Adam" verschwinden und durch den "Neuen Menschen" ersetzt. Wie man sich den vorstellen kann? Wie eine digitale Version der Tiere in der Massentierhaltung, gentechnisch "aufgewertet". Diese grandiose Vision wird zudem begeistert von den Massen willkommen geheißen, die diese Entwicklung freudig auf ihren Handies verfolgen.
    In diesem "größten Krieg", den die Menschheit je geführt hat, dem "Krieg gegen das Leben", haben wir bereits weite Areale erobert – und für den Rest gilt: "Wir schaffen das!".

    • Wahrlich der grösste Krieg aller Zeiten.

      Die Galaxie wird beeindruckt sein und das Sonnensystem vor Ehrfurcht erstarren. Im Universum wird sich herumsprechen, wieviel Freiheit wir Menschen nach dem Endsieg haben!

Hinterlasse eine Antwort