Beitrag vom Newscan-Kanal (NSC) #63: Ken Jebsen in Aachen: „Rede gegen Casinokapitalismus und Krieg.“

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17 Kommentare zu: “Beitrag vom Newscan-Kanal (NSC) #63: Ken Jebsen in Aachen: „Rede gegen Casinokapitalismus und Krieg.“

  1. ich erhebe mich zum Applaus ! Es gibt nur sehr wenige Menschen, die so eine Situationen überlegen und kontrolliert managen können! Fachlich brauche ich dazu nichts sagen… , daß Die KenFM Redaktion exzellente Arbeit leistet ist uns allen bereits bekannt! Demütig applaudiere ich also (demütig weil, auch ich nicht aktiv-verbal gegen die Missstände kämpfe und selber finanzielle Vorteile aus dem System ziehe)!

  2. Hallo Ken,
    ich denke den Störern wurde genau gesagt was sie rufen und brüllen sollten, um Dich zu treffen.

    Wenn sich jemand mit denen unterhalten sollte, dann höchstens ein guter Psychotherapeut.
    Es gibt auch heute jede Menge aggressive Polizisten, was man zum Beispiel am schwarzen Donnerstag in Stuttgart, den 30. September 2010, ganz gut erkennen konnte. Polizisten haben mit Hilfe von Schlagstöcken und Wasserwerfern hunderte friedliche Demonstranten z.T. schwer verletzt. Bestraft wurden nur eine Handvoll. In Genua 2001 beim G7- oder G8-Gipfel gab es auch viele verletzte Demonstranten und sogar einen Toten.
    Dass es damals Ende der 60er, Anfang der 70er jede Menge gewaltbereite Polizisten gab, war nach dem nicht allzu lange zurückliegenden Zweiten Weltkrieg nicht allzu verwunderlich. Es gab ja auch auf Demonstranten-Seite viele Gewalttätige (Joschka Fischer etc., „Zwischen Helmvisier und Nasenbein passt immer noch ein Pflasterstein“).

    Warum aber werden heutzutage immer noch gewalttätige Polizisten zum Polizeidienst zugelassen?
    Ich weiß, dass die alle von staatlichen Psychologen untersucht werden, allerdings weiß ich nicht wie lange die Auswahlgespräche dauern und was da alles abgefragt wird.

  3. ich habe mir das Video ebend angeguckt und finde es gut das der Gastherr und auch Ken Jebsen die Zwischenrufe zugelassen haben,so kahm bei dem ganzen ein sehr interessanter Vortrag raus der ein neues Format werden könnte,es wäre doch nicht verkehrt,wenn man bei „Positionen“ auch leute am Tisch oder noch besser im Publikum hat,die absolut NICHT die Meinung von kenfm vertretten oder einzelner Gäste.Denkt mal darüber nach liebes kenfm-Team,ich bin mir sicher das die Reichweite somit vergrössert werden könnte.

    Bleibt nur eine frage,hält das ein Ken Jebsen ein mal im Monat durch?
    Über eine Antwort von kenfm-Team würde ich mich sehr freuen.
    gruss

    Stephan

    • so kahm bei dem ganzen ein sehr interessanter Vortrag raus

      Ist das ironisch gemeint? Glaubst Du dass Brüllen das neue Vortrags-Format werden sollte?

      .Denkt mal darüber nach liebes kenfm-Team,ich bin mir sicher das die Reichweite somit vergrössert werden könnte.

      Findest Du über 600.000 Klicks für die erste Sendung „KenFM-Positionen“ (https://www.youtube.com/watch?v=hrU5i_hjDNc) innerhalb von acht Monaten wenig?

  4. Wer von seiner Mitte aus
    zu weit nach links oder rechts geht,
    kommt irgendwann an den (gleichen) Punkt
    hinter oder außerhalb von sich selbst
    und ist dann so weit von sich entfernt,
    dass er nur noch Hass, Frustration, Wut und Verbitterung findet.

    Schon das Einzelne Individuum (von lat. dividere= abtrennen/teilen) stellt eine Gefahr für sich und die Umgebung dar.
    Wir diese Zer-teilung und Abtrennung in Gruppen ge-teilt und genährt potenziert sich diese Gefahr!

    „Basisarbeit“ schön und gut, aber ich schließe mich den Vorrednern an: Tu Dir (Ken) das in dieser Form nicht mehr an!
    Entweder aufs Podium holen und wirklich miteinander reden, oder raus aus dem Saal!

    Mit „solchen Leuten“ kann man vielleicht, so es denn überhaupt gewollt ist, nach laaanger Zeit des Kennenlernens mal vernünftige Argumente austauschen. So ein Feindbild wird aber nicht gerne aufgegeben, es hat ja eine wichtige Funktion!

    Hoch lebe Erich Fromm! 🙂

    „Wege aus einer kranken Gesellschaft.“

    Schon damals geniale Ideen um etwas gegen den „Superkapitalismus“ zu unternehmen!

    • In der Tat: Fromm ist heute noch immer absolut lesenswert, auch wenn der Autor bereits 1980 verstorben ist. Mich hat Fromm quasi auf den Weg gebracht, endlich mal herausfinden zu wollen, was denn mit der Menschheit nicht stimmt. Und ich bin fündig geworden, nicht zuletzt auch durch die zahlreichen Literaturhinweise in Fromms Büchern.

      http://www.irwish.de/bin/FrommPdf.zip

  5. @Frank Rothweiler
    Ich glaube, man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was in Ditfurth abläuft, wenn man „ihren Kampf“ und die Nazi-Vergangenheit ihrer Familie nebeneinander legt. Sie arbeitet sich an anderen ab, obwohl sie sich eigentlich vor ihrem Spiegel abarbeiten müsste.

    „…Weitere Diagnosen werde ich hier jedoch nicht anstellen, da ich kein studierter Psychologe bin…“

    Man versteht auch so auf Anhieb, was du meinst.
    Die Stimme der Zwischenruferin ist derart bizarr,dass ich mir gut vorstellen kann, dass man für derartige Aktionen auch gezielt psychisch grenzwertige Zeitgenossen instrumentalisiert.

    @Werde Rose
    Dasselbe dachte ich auch. Nicht dass er irgendwann umkippt. Statt Kaffee wäre vielleicht ein Sandsack neben dem Tisch gesünder.

    • Antwort an @Freiherr_von_Irgendwo (4. Kommentar):

      So weit, daß ich die Nazi-Vergangenheit der Familie Ditfurth recherchiert habe, bin ich nicht vorgedrungen, denn diese Dame hatte mich noch nie ernsthaft interessiert, obwohl ich selbst einst ein Mitglieder der Grünen gewesen bin, aber das ist eine andere Story. Ihren Vater, den Hoimer, den hab ich schon als Schüler bewundert, wegen seiner Bücher, die ich schon damals mit 17 alle gelesen habe, vor allem „Am Anfang war der Wasserstoff“. Mir hatte dieses Buch ein großes Tor zum Verständnis unserer stofflichen Welt aufgetan. Außerdem war ich stolz darauf, daß unser Chemielehrer in der Realschule ausgerechnet mir, der ich eigentlich von den meisten anderen eher verachtet wurde, dieses Buch aus seinem persönlichen Bestand ausgeliehen hatte. Aber auch das ist eine eigene Geschichte, die hier nicht wirklich hergehört.

      Wenn ich mir die Geschichte allein der Präsidentenmorde in den USA anschaue, waren die Attentäter immer angeblich Geistesgestörte und scheinbar religiöse Menschen. Aus Sicht einer Gruppe, deren Anliegen die Verbreitung von Chaos ist, sind Menschen, die seelische Störungen aufweisen, die idealen Kandidaten. Man nahm deshalb ja auch ehemalige NS-Schergen und -Offiziere unter Vertrag, als man die Stay-Behind-Armeen in Europa zusammenstellte, die dann zu europaweiten Terroranschlägen eingesetzt wurden, um linke Entwicklungen in Europa zu verhindern. Die Attentäter, die Schäuble und Lafontaine verletzt hatten, waren ebenfalls seelisch Kranke gewesen. Andreas Baader war ein Heroin-Junky, der vom Verfassungsschutz überhaupt erst dazu gebracht worden war, Terrorist zu werden, und Ulrike Meinhof hatte einen Gehirntumor, der sie psychisch beeinträchtigte. Und daß die Antifa ein gewalttätiger Haufen ist, wissen wir ja auch erst nicht seit gestern.

      Wegen der Sandsack-Anspielung verkennst du meiner Einschätzung nach Herrn Jebsen vollkommen. Ich halte ihn nicht für gewalttätig oder gewaltbereit, daher braucht er wohl auch keinen Sandsack, um sich daran abzureagieren. Eine aggressive verbale Entgegnung auf vorangegangene aggressiv vorgetragene verbale Angriffe, besonders wenn sie unzutreffend sind, kenne ich von mir selbst nur zu gut. Ich wuchs in einem Elternhaus auf, in dem viel geschrien wurde, eigentlich fast nur. Dadurch haben sich meine Stimmbänder vermutlich stärker entwickelt, so daß ich meist viel lauter brüllen konnte, als jemand, der meint, mich durch Brüllen einschüchtern zu wollen. Und die Straßenmusik, von der ich ein paar Jahre gelebt habe, hat mich auch nicht leiser werden lassen. Ob ich heute noch brüllen könnte, weiß ich nicht, ich fand schon sehr lange keinen Anlaß mehr. Inzwischen habe ich nämlich gelernt, viel viel leiser zu sprechen und dennoch schärfer und direkter zu wirken, ohne beleidigend zu sein. Damit hab ich mir bereits mehr Feinde gemacht als mit erhobener Stimme. Aber wie oben bereits festgestellt, lohnt es sich nicht bzw. ist es im Grunde unmöglich, mit solchen Menschen wie diesen Störern vernünftig zu diskutieren.

      Wer’s nicht glaubt, dem sei das Buch »Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren« von Hubert Schleichert empfohlen:

      http://www.irwish.de/Site/Biblio/Sprachkritik/Schleichert.htm

  6. Ein unerträgliches Video und ein ungeheuerlich menschlicher Energieaufwand.

    Unerträglich, weil Herr Jebsen sich nichts (justiziables) zu Schulden kommen hat lassen, und sich rechtfertigen soll. Das sollte er sich verbitten, prinzipiell, und schon wegen der Form.

  7. Hallo Herr Jebsen,

    obwohl ich zwischendurch den den starken Impuls empfand, die Wiedergabe des Videos zu stoppen, hab ich es mir bis zum Ende angeschaut. Gleich zu Anfang möchte ich mein Unverständnis dafür ausdrücken, daß diese offensichtlichen Störenfriede, die sich ohne jeden Zweifel nicht die Bohne für den Vortrag und die geplante Diskussion interessierten, nicht einfach aus dem Saal geworfen wurden. Das wäre aus meiner Sicht vollkommen gerechtfertigt gewesen, denn diesen Leuten ging es eindeutig nur darum, Sie, Herr Jebsen, an Ihrer Arbeit zu hindern.

    Aus meiner Sicht gibt es bei solchen Leuten keinerlei gemeinsame Basis, auf der man sich mit ihnen auseinandersetzen könnte. Das schreibe ich nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sonders aus Erfahrungen mit der Antifa-Szene, die ich in den Jahren 1993 bis 1996 machen durfte. Damals gab es ein besetztes Haus in meiner Stadt, ich kannte dort einige Bewohner, hin und wieder fanden dort auch offene Feste statt, mit diversen Ständen und zahlreichen Aktivitäten. Eigentlich fand ich diese Szene ganz gut – bis auf jene Bewohner, die sich regelmäßig mit ansässigen Neonazis zu Straßenschlachten verabredeten. Sie riefen regelrecht dazu auf mit kleinen Zetteln an Laternenpfählen. Mich erinnerte das an die ersten Jahre, nachdem mich meine Eltern rausgeworfen hatten: Ich war so voller Wut und Haß, ich suchte regelrecht nach körperlicher Auseinandersetzung, ging abends in Diskos, nur um irgendwelche Typen zu provozieren und den unsäglich dummen Spruch „wir sehen uns draußen“ loswerden zu können. Ja, ich wurde für ein paar Jahre zu einem regelrechten Schlägertypen, vor dem sich alle fürchten sollten. Schließlich kam ich erst davon weg, nachdem ich von einem städtischen Sozialarbeiter, den ich bereits kannte und der gleichzeitig Aikidolehrer war, zu den ersten Anfängerstunden mitgenommen wurde … aber das ist eine andere Geschichte.

    Also damals Mitte der Neunziger gab es in diesem besetzten Haus immer Freitag nachts die Haifischbar, wo man bis morgens billig saufen konnte. Und dort kam ich mit einigen der „professionellen“ Straßen-„Krieger“, einige offensichtlich Punks, immer wieder mal ins „Gespräch“. Von einem Gespräch, wie ich es heute verstehe, konnte natürlich keine Rede sein, es war eher ein Grölen und Schreien, angeheizt vom Alkohol und daher nicht selten aggressiv. Was da im einzelnen alles zur Sprache kam, kann ich nicht mehr genau wiedergeben. Hängengeblieben ist bei mir nur, daß diese Leute einen unbändigen Haß auf die Neonazis behaupteten und davon überzeugt schienen, man müsse diese „Brut ausmerzen“, die seien allesamt brutal und menschenfeindlich usw. Meine Gegenargumente – ich weiß heute nur noch dieses eine: „Ihr seid doch genauso brutal!“ – wurden feindselig aufgenommen, und nur wegen meiner schon damals langen Haare hielt man mich nicht für einen Neonazi. Außerdem wurde ich mehrmals von wohlmeinenden Bewohnern gewarnt, ich solle besser das Maul halten bei diesen Typen.

    Was ich eigentlich damit sagen will: Ich kenne heute keine Antifa-Typen mehr, aber damals hatte ich den Eindruck, daß das eigentlich „nur“ junge Leute waren, die wie die heutigen Hooligans einfach nur Stunk machen wollten, die Abenteuer und hitzige Auseinandersetzung suchten, weil sie sich selbst sonst nicht mehr richtig spüren konnten. Genau das trifft aber auch auf die meisten jungen Neonazis zu, die haben es auch nicht besser gelernt, sind sich selbst und ihrer Gefühlswelt weitgehend entfremdet und – weil sie ja noch immer Menschen sind – empfinden diese Situation unbewußt als Mangel und Schmerz. Den Schmerz projizieren sie nach außen, machen also andere dafür verantwortlich, ohne ihn sich wirklich einzugestehen, denn das dürfen sie nicht, das wäre schwächlich. Ob jetzt Antifa-Schläger antifaschistische Parolen brüllen oder Neonazis faschistische, tut nicht wirklich etwas zur Sache, ist eigentlich nur das Abzeichen, das Trikot der jeweiligen Mannschaft. Wichtig ist allen diesen Gruppierungen letztlich nur eines: Wir sind die Helden des [… bei Bedarf ausfüllen …] und wir machen sie fertig, wen auch immer. Hooligans sind dabei wohl noch die „ehrlichsten“, die geben offen zu, daß sie nur schlägern wollen, auch wenn’s dabei mal Tote gibt, egal, Spaß gehabt, morgen im Büro bin ich wieder brav.

    Mit solchen Menschen kann man nicht wirklich diskutieren. Solche Menschen sind im Grunde Fundamentalisten: Sie legen irgend eine Schrift oder ein Dogma wörtlich aus und verwenden diese Interpretation als Rechtfertigung für ihre Gewaltbereitschaft und ihren Haß. Haß ist ohne jeden Zweifel immer Selbsthaß. Auch wenn man glaubt, jemanden zu hassen, weil der einem was Schlimmes angetan hat, haßt man im Grunde sich selbst dafür, daß man das mit sich hat machen lassen.

    Die offensichtliche Aggressivität, mit der die absichtlich störenden Menschen dort in diesem Saal in Aachen herumgebrüllt haben, störte nicht nur den Vortrag, sondern auch Ihre Gemütsverfassung nachhaltig. Sie versuchten unwillkürlich, sich zu verteidigen, weil Sie ja vor Publikum standen, und gerieten dabei schon durch die unverhoffte Aggressivität der Angriffe aus Ihrer emotionalen Mitte, die man sonst von Ihnen kennt, von der gedanklichen Konzentration ganz zu schweigen. Damit begaben Sie sich gewissermaßen auf deren Niveau, und genau das war auch die Absicht des aggressiven Brüllens.

    Mit sachlichen Argumenten erreicht man diese Menschen nicht, die wollen das gar nicht wissen. Das haben Sie ja auch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und das Publikum hat Ihnen zugestimmt. Ich hätte da einfach mal kurz ins Publikum gefragt: „Wer ist dafür, daß wir diese aggressiven Leute, die den Vortrag und die Diskussion vereiteln wollen, rauswerfen?“ Ich bin mir sicher, da wären die allermeisten Hände hochgegangen und die Veranstaltung hätte einen ganz anderen Verlauf nehmen können. Vielleicht wollten Sie das aber auch einmal so vorführen und zeigen, weil Sie ja, wie Sie bereits mehrfach berichtet haben, hin und wieder auch privat und auf der Straße agressiv angegangen werden, auch im Beisein Ihrer Kinder. Oder steckt noch etwas anderes dahinter?

    • Danke, @Frank Rothweiler, für den interessanten Einblick in deine persönlichen Erfahrungen mit solchen Leuten.

      Ich möchte diesbezüglich ergänzen, dass ich vor wenigen Wochen den Livestream von Ruptly von dem Aufmarsch der Pegidisten u.Ä. in Köln im Nachgang der Vorgänge der Sylvesternacht am Domplatz angesehen habe.

      Dort wurden auch die Gegendemonstranten der, so vermute ich, antideutschen Antifa abgefilmt.
      Das war ziemlich erhellend! Sehr eindrücklich ist mir die Sequenz in Erinnerung geblieben, in welcher einige junge (immerhin unvermummte) Männer voller Inbrunst und mit nahezu schmerzverzerrtem Gesicht und geifernden Enthusiasmus folgendes brüllten: „Tod und Hass dem nationalen Widerstand“ Ob nun der Tod oder der Hass an erster Stelle stand, weiss ich nicht mehr – aber ansonsten ist es 1:1 dass, was dort skandiert wurde.

      Für mich hat diese Szene offengelegt, dass sich Neonazis, die „Tod und Hass den roten Zecken“ brüllen, diesen Antifaaktivisten wirklich in Nichts nachstehen!
      Die Hemmschwelle, öffentlich einer Gruppe von Menschen schlicht und ergreifend den Tod zu wünschen, entwickelt sich offenbar gegen Null.

      Eine Gesellschaft mit solchen Auswüchsen ist nicht friedensfähig – weder im Inneren noch im Äusseren.

    • Antwort @Haddock

      Die Beschönigung und Verherrlichung von Tod und Haß – sprich: Glorifizierung des Tötens aus Haß – ist ein ganz bekanntes Symptom faschistischer Grundtendenzen, wie schon Erich Fromm zu berichten wußte. In seinem Buch »Anatomie der menschlichen Destruktivität« schildert Fromm im Kapitel über den nekrophilen Charakter eine Szene aus dem Spanischen Bürgerkrieg:

      Der nekrophile Charakter

      Der Ausdruck »nekrophil« zur Bezeichnung eines Charakterzuges und nicht einer perversen Handlung im herkömmlichen Sinne wurde von dem spanischen Philosophen Miguel de Unamuno l936 anläßlich einer Rede des nationalistischen Generals Millán Astray in der Universität von Salamanca gebraucht, wo Unamuno zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges Rektor war. Das Lieblingsmotto des Generals lautete Viva la muerte (»Es lebe der Tod«), und einer seiner Anhänger rief dieses Motto aus dem Hintergrunde des Saales. Als der General seine Ansprache beendet hatte, erhob sich Unamuno und sagte:

      Gerade eben habe ich einen nekrophilen und sinnlosen Ruf gehört: »Es lebe der Tod!« Und ich, der ich mein Leben damit verbracht habe, Paradoxe zu formulieren, die den verständnislosen Zorn anderer erregt haben, ich muß Ihnen als Fachmann sagen, daß mich dieses ausländische Paradoxon abstößt. General Millán Astray ist ein Krüppel. Ich möchte das ohne jeden abschätzigen Unterton sagen. Er ist Kriegsversehrter. Das war auch Cervantes. Leider gibt es gerade jetzt in Spanien viele Krüppel. Und bald wird es noch mehr geben, wenn uns Gott nicht zu Hilfe kommt. Es schmerzt mich, denken zu müssen, daß General Millán Astray uns die Psychologie der Massen diktieren würde. Ein Krüppel, dem die geistige Größe eines Cervantes fehlt, sucht sich gewöhnlich dadurch eine fragwürdige Erleichterung, daß er alles rings um sich her verstümmelt (M. de Unamuno, 1936).

      Da konnte sich Millán Astray nicht länger zurückhalten und rief: »Abajo la inteligencia!« (»Nieder mit der Intelligenz!«) »Es lebe der Tod!« Und die Falangisten applaudierten begeistert.

      Aber Unamuno fuhr fort:

      Es ist dies der Tempel des Intellekts. Und ich bin sein Hohepriester. Sie sind es, die diesen heiligen Bezirk entweihen. Sie werden siegen, denn Sie verfügen über mehr als genug brutale Macht. Aber sie werden niemand zu ihrer Ansicht bekehren. Denn um jemand zu seiner Ansicht zu bekehren, muß man ihn überzeugen. Und um zu überzeugen, brauchten Sie etwas, was Ihnen fehlt, nämlich Vernunft und Recht im Kampf. Ich halte es für zwecklos, Sie zu ermahnen, an Spanien zu denken. Mehr habe ich nicht zu sagen (M. de Unamuno, 1936).

      Ich habe diesen Begriff von Unamuno übernommen und habe das Phänomen der charakterologischen Nekrophilie seit 1961 studiert. Meine theoretischen Auffassungen habe ich in der Hauptsache aus der Beobachtung von Personen in der Analyse gewonnen. Die Untersuchung gewisser historischer Persönlichkeiten – Hitlers zum Beispiel –, die Beobachtung von Einzelpersonen, das Studium des Charakters und des Verhaltens sozialer Klassen haben mir zusätzliche Daten für die Analyse des nekrophilen Charakters geliefert. Aber so sehr meine klinischen Beobachtungen mich auch beeinflußt haben, so glaube ich doch, daß der entscheidende Impuls von Freuds Theorie des Lebens- und Todestriebes ausging. Ich war von seiner Auffassung tief beeindruckt, daß der Lebenstrieb und der Todestrieb die beiden fundamentalsten Kräfte im Menschen sind; aber mit Freuds theoretischer Erklärung dafür konnte ich mich nicht befreunden. Trotzdem hat mich Freuds Theorie veranlaßt, klinische Daten in neuem Licht zu sehen, seine Auffassung neu zu formulieren – und so zu bewahren, allerdings auf einer anderen theoretischen Grundlage, auf klinischen Daten begründet, die, wie ich später zeigen werde, die Verbindung mit Freuds früheren Befunden über den analen Charakter herstellen.

      Die Nekrophilie kann man im charakterologischen Sinn definieren als das leidenschaftliche Angezogenwerden von allem, was tot, vermodert, verwest und krank ist; sie ist die Leidenschaft, das, was lebendig ist, in etwas Unlebendiges umzuwandeln, zu zerstören um der Zerstörung willen; das ausschließliche Interesse an allem, was rein mechanisch ist. Es ist die Leidenschaft, lebendige Zusammenhänge zu zerstückeln.

      Soweit Erich Fromm. Insbesondere an der gerufenen Forderung der Flanagisten, die lautete »Nieder mit der Intelligenz« drängt sich der Verdacht auf, daß sich diese dummen Leute von intelligenteren bedroht gefühlt haben mußten. Ebenso haben sich wohl auch die vermutlichen Antifa-Störer bedroht gefühlt, denn besonders intelligent waren die ganz offensichtlich nicht. Eigentlich hab ich noch nie intelligente Menschen getroffen, die gerne prügeln und überhaupt gerne Gewalt gegen andere anwenden oder androhen. Dabei muß man natürlich den Intelligenzbegriff, wie er im Zusammenhang mit diversen Intelligenztests verwendet wird, relativieren und Intelligenz als das harmonische und erfolgreiche Zusammenspiel von Empfindungs-, Wahrnehmungs- und Verarbeitungsapparat sehen. Wer ständig seine kognitive Intelligenz überbetont, um sich wirtschaftliche (Geld) und gesellschaftliche (Macht) Vorteile zu verschaffen, der ist nicht wirklich intelligent, sondern ausnehmend dumm. Die Krämerseele war schon immer armselig in ihrer Verkümmertheit. Ebenso dumm sind all jene, die sich diesen dummen Machtgierigen unterordnen in der Hoffnung, auch ein bißchen was vom Kuchen abzukriegen. Dumm sind all jene, die sich leicht gegen was auch immer aufhetzen lassen, weil sie einem tief verwurzelten Gehorsamsimpuls unterliegen und von früh implantierter Unterwerfungsbereitschaft geprägt sind, wobei die Unterwerfungsbereitschaft sowohl die Bereitschaft, andere, vermeintlich schwächere zu unterwerfen umfaßt wie auch, sich vermeintlich stärkeren freiwillig unterzuordnen.

      Was auch noch auffällt: Diese Leute, egal ob Antifa oder Nazis, treten niemals alleine auf, so wie das z.B. Ken Jebsen häufig tut. Man sieht sie immer nur im Pulk, in der Gruppe, denn nur da fühlen sie sich stark.

  8. Hallo,

    ich habe mir soeben die Story rund um den Vortrag in Aachen weitestgehend durchgelesen. Über diverse Verlinkungen wurde ich dann hierher geführt:
    https://www.facebook.com/jutta.ditfurth.5/posts/1746212042277177?hc_location=ufi
    Ich bin schon erstaunt, dass Jutta Dittfurth Ken Jebsen öffentlich ‚Der Antisemit‘ nennen darf. Mir klingeln da noch diverse Aussagen von Ken Jebsen in den Ohren, dass Jutta Dittfurth wegen anderer Aussagen im TV Post von seinen Anwälten zu erwarten hätte. Ist die denn noch nicht angekommen? Oder ist ihr das egal? Ich erwarte mindestens Unterlassung! Muss Sie das nicht, interessiert es mich wirklich, warum nicht!

    Grüße

    PD

    • Zum Glück tu ich mir Facebook und all die anderen Twitters etc. nicht an und werde das auch niemals tun. Mein Tag hat nämlich nur 24 Stunden, und der ist bereits ausgefüllt mit diversen Tätigkeiten und Interessen, vom Schlafen, Essen und Arztbesuchen einmal abgesehen.

      Wie im wirklichen Leben gibt es auch in den Foren zahlreiche Menschen, die auf die eine oder andere Weise manipuliert wurden und daher nicht mehr klar denken können. Jeder, der auf ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit bei sich selbst achtet, wird sich eingestehen müssen, daß er schon Situationen erlebt hat, wo er abgeblockt und für rationale Argumente nicht mehr zugänglich war. Hält das dauerhaft an, kann man von einer manifestierten Neurose ausgehen. Spätestens dann ist jegliche Entgegnung sinnlos. In Frau Ditfurths Mimik erkenne ich jedesmal eine gewisse Verbissenheit, die ich auch an etlichen Menschen in meiner Umgebung beobachten konnte. Weitere Diagnosen werde ich hier jedoch nicht anstellen, da ich kein studierter Psychologe bin.

      Dennoch glaube ich sehr gut zu verstehen, wie die meisten, ausschließlich durch Mainstream-Medien in ihrer Weltsicht geprägten Menschen ticken müssen. Vor allem ist mir eines klargeworden: Die Weigerung der Mehrheit der Menschen, sich nicht einzig von den Mainstream-Medien beeinflussen zu lassen, hat mehrere Gründe, von denen der gewichtigste wohl der vermeintliche Selbstschutz sein dürfte.

      Soweit es mich selbst betrifft und soweit ich mich noch daran erinnern kann, fielen meine eigenen Entscheidungen, mich still zu verhalten und meine abweichenden Sichtweisen meinem Umfeld zu verheimlichen, in Situationen, in denen ich Angst davor hatte, meinen Arbeitsplatz oder das Wohlwollen vermeintlicher Freunde zu riskieren. Ich machte quasi gute Miene zum bösen Spiel. Was dabei unterschwellig noch ablief, war mir damals nicht wirklich geläufig und daher auch nicht bewußt. Heute weiß ich z.B., daß wir uns vor unangenehmer Selbsterkenntnis schützen, indem wir Erkenntnisse, die unsere gedankliche Harmonie gefährden könnten, regelrecht ausblenden und die damit in Zusammenhang stehenden Fakten oder Hinweise negieren, verteufeln, als Manipulationsversuche abtun – oder kurz: einfach verdrängen. Wir vermeiden kognitive Resonanz, wo es nur geht, denn die tut uns nicht gut, sie fühlt sich äußerst unangenehm an und ist nur sehr schwer auszuhalten.

      Wie sonst könnte es geschehen, daß man einem Menschen, der die Inhumanität der israelischen Regierung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung anprangert, als Antisemiten bezeichnet? Gibt es unter den Juden etwa keine Verbrecher? Gibt es keine faschistischen Israelis? Oder will man das gar nicht erst wissen, gar nicht erst in Erfahrung bringen, weil man sonst in Konflikt geraten könnte mit der – laut Merkel – deutschen Staatsraison, wonach Juden und Isrealis nicht kritisiert werden dürfen? Es ist ja nicht so, daß Herr Jebsen oder Frau Hecht-Galinski alle Juden verteufelt, nein, das tut sie nicht und das haben beide auch niemals getan.

      Zudem sind Palästinenser ebenso Semiten wie jene Israelis, die in diesen Gebieten geboren sind oder von dort stammen. Doch nicht alle in der Welt lebenden Juden sind zwangsläufig Semiten, denn hier findet gewöhnlich eine Verwechslung statt: Das Judentum ist eine Religion, der Begriff Semit bezieht sich dagegen auf die Herkunft, die Abstammung, vermutlich auch auf gewisse genetische Merkmale, die jedoch nicht zwangsläufig äußerlich sichtbar sind. Es gibt Europäer und US-Amerikaner, die zum jüdischen Glauben gewechselt sind, aus welchen Gründen auch immer. Sind das Semiten? Nein, das sind Europäer, so wie die meisten Amerikaner eben aus Europa stammen. Würde ich ein Hindu werden, wäre ich noch lange kein Inder und würde auch nie einer werden können. Ein Buddhist muß auch kein Japaner oder Chinese sein.

      Der durchschnittliche Bürger mit hauptsächlicher Mainstream-Bildung macht diese Unterschiede nicht, weil er sie gar nicht kennt. Sein Denken und Handeln ist weitgehend an den Mainstream angepaßt, das garantiert ihm gewöhnlich gesellschaftlichen, beruflichen und wirtschaftlichen Erfolg, auch wenn der bei den meisten nicht gerade üppig ausfällt. Und die Medien informieren nicht wirklich, sondern stiften eher Verwirrung, weil sie erstens keine Hintergründe aufdecken und zweitens immer alles sehr fragmentiert gedruckt und gesendet wird.

      Vor über 30 Jahren kannte ich mal einen, den Lutz, der sich in seinem Wahn vor einen Zug geworfen und das wie erwartet nicht überlebt hatte. Gewisse Frauen, die mich auch interessierten, himmelten diesen Typen an, was ich lange Zeit nicht wirklich verstehen konnte. Lutz war vollkommen paranoid und hoffnungslos drogensüchtig. Er zeigte um den Mund und die Augen herum ständig diese sprunghafte Bereitschaft, jederzeit sofort auf jeden loszugehen, der auch nur eine seiner Überzeugungen in Frage stellte. Er faselte schon damals von CIA und Überwachung und Orwell, war zuvor wie viele andere einige Jahre in Indien gewesen, glaubte an Tarotkarten und sonstigen Esoterikkram und belästigte quasi jeden damit, ob der’s hören wollte oder nicht. Mit Sicherheit, das kann ich heute sagen, hatte er in einigen Dingen den Nagel auf den Kopf getroffen, aber er selbst wurde höchstens von seinem Vater verfolgt, der ihn aus seinem Testament gestrichen hatte, und von der Drogenbehörde, bei der er bestens bekannt war. Wenn ich das heute Revue passieren lasse, sehe ich einen Menschen vor mir, der sich auf einiges eingelassen hatte, was ihn komplett überforderte. Bei ihm hatte der Selbstschutz versagt, vielleicht weil er wie ich selbst nicht ausreichend sozialisiert (= angepaßt an die Regeln des Marktes und der darauf beruhenden Gesellschaft) wurde und weil er wie ich erkannt hatte, daß die Prügel, die er zu Hause erhielt, nichts mit Elternliebe zu tun hatten. Wie das bei ihm alles genau abgelaufen war, weiß ich nicht, so gut kannten wir uns nicht, so gut wollte ich ihn schon damals gar nicht erst kennenlernen …

      Wenn ich Jutta Ditfurth in diversen Videos beobachte, wie sie hetzt und geifert, dann fällt mir immer sofort der Lutz ein.

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