KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel (Diplomat und Botschafter a.D.)

Redaktionelle Anmerkung 09.08.2019: Aufgrund eines Artikel in der BILD-Ausgabe vom 09.08.2019 mit dem Titel:

Verschwörungs-Kanal auf YouTube. Deutscher Ex-Diplomat stolpert über Skandal-Auftritte

Zitat: Nach zwei Skandal-Auftritten wird Bernd Erbel (71, Ex-Botschafter in Irak und Iran) seinen Posten als Chef des Zahlungsmechanismus INSTEX für europäische Iran-Geschäfte nicht antreten,

möchten wir explizit dieses beeindruckende Gespräch nochmals in Erinnerung rufen. Wir wünschen erkenntnisreiche Unterhaltung.

Der Mensch trägt das Reisefieber in sich. Das war schon immer so und dafür bedarf es gar keiner Charterflüge und Vollpensionen.

Bernd Erbel ist das beste Beispiel hierfür. Schon zu Kindheitstagen bereiste er mit seinem Vater allerlei ferne Orte, in einer Zeit, in der das Reisen eigentlich nur einer kleinen, wohlständigen Elite vorbehalten war. Mit dem Auto bis in die Türkei oder den Iran zu fahren, war für das abenteuerlustige Familiengespann nichts Ungewöhnliches.

Das Fernweh wurde Erbel also in die Wiege gelegt. Folgerichtig entschied er sich auch für einen Beruf, bei dem seine Passion garantiert nicht zu kurz kommen würde: Er wurde Diplomat im Auswärtigen Dienst. Als solcher verbrachte er mehr als zwei Drittel seines Lebens im Ausland. Schwerpunkt dabei: Der Nahe Osten.

Ägypten, Libanon, Jemen und der Irak waren nur einige der Stationen einer bewegten beruflichen Laufbahn.

Heute kennt Erbel die Region wie kaum ein Zweiter. Nicht nur, weil er so viel Zeit vor Ort verbracht hat, sondern vor allem auch deswegen, weil er bei seiner Arbeit stets in Kontakt mit den dort ansässigen Menschen geblieben ist. Klimatisierte Hilton-Hotel-Diplomatie kam für den ausgebildeten Orientalisten nie in Frage.

All diese unzähligen Erfahrungen und Erinnerungen hat Erbel nun im Interview mit KenFM Revue passieren lassen. Und da Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind, ist es gelungen bei jedem Thema den Bezug zur aktuellen Tagespolitik herzustellen.

Was ist also los in Middle East und wie ist es dazu gekommen? Nun, nur wenige Menschen sind in der Lage so fundiert auf diese Frage zu antworten, wie Bernd Erbel es ist.

Anmerkung der Redaktion: Die Tochter von Herrn Erbel arbeitet bei der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) und nicht bei der GEZ.

Inhaltsübersicht:

 0:01:31 Erbels Reiseabenteuer in der Jugend

0:13:53 Deutschland und der Orient I – die Orientalistik

0:22:26 Der Orient – Vielfalt und Vorurteile

0:31:46 Deutschland und der Orient II – Die Rolle Goethes

0:38:13 Was ist der Islam?

0:44:41 Eine Laufbahn im Auswärtigen Dienst

1:03:27 Der Iran und die internationale Gemeinschaft

1:39:44 Die Verantwortung der deutschen Diplomatie

1:53:54 Das politische Ägypten damals und heute

2:05:20 Der Nahostkonflikt und die Palästinenserfrage

2:16:46 Iran – Deutschland: Chancen und Potenziale einer Beziehung

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50 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel (Diplomat und Botschafter a.D.)

  1. Um es kurz zu machen: Das Interview Jebsen-Erbel ist für mich ein Gespräch zwischen zwei überaus sachkundigen Menschen, fernab vom sonst weithin herrschenden Denk- und Sprachmodus subalterner Funktionäre. Den öffentlich-rechtlichen Framing-Dienern vertraue ich schon lange nicht mehr. KenFM und den vielen alternativen Info-Quellen sei gedankt! Nur so kann Demokratie, kann Frieden gelingen!

  2. Ken Jebsen als einen „Antisemiten“ zu bezeichnen halte ich wiederum für einen Verschwörungstheorie der Bild-Redakteure. Wer die Radiosendungen von Ken Jebsen im Öffentlich-Rechtlichen Radio verfolgt hat, weiss, dass er regelmäßig durch Beitrage an den Holocaust erinnert hat und dies bedeutend öfters als es der Redaktion recht war. Das Verweisen auf Falschbehauptungen scheint ein beliebter Sport bei diesen Schreiberlingen zu sein.

    Einen entschiedenen Kriegsgegner und Befürworter einer friedlichen Lösung der Israel/Palestina Frage als Antisemiten zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück liebe Bild Redaktion. Machen Sie sich bitte bewusst, das Sie mit dieser Praxis Menschen jüdischen Glaubens in Geiselhaft nehmen und damit selbst Antisemitismus fördern. Echter Antisemitismus muss bekämpft werden. Aber Sie verusuchen hier den Deutungsrahmen (was ist Antisemitisus) deutlich nach ihren Vorstellungen auszuweiten. Dies wird ihnen nicht gelingen.

    Ich kann nur hoffen, dass Sie ihr schlechtes Gewissen plagt. Ich empfehle Alkohol (sehr beliebt bei den Bild Kollegen) oder ein Sturz von der Brücke (meine Präferenz).

    • Das wissen die Herrschaften alles längst. Die haben sich entschieden ihren Weg trotzdem so weiterzugehen. Dennoch gut es immer wieder zu erwähnen, schon aufgrund der vielen sonstigen Unwissenden.

      Ein bisschen tun mir die Leute leid, natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit seinen Job mal eben zu wechseln, und ein Reporter ist da vermutlich noch eingeschränkter als ein Bandarbeiter. Aber das kann leider auch nicht alles entschuldigen.

  3. Ich habe den Bild Artikel mal überflogen. Da ich nicht so firm in der Historie bin die die Bild Zeitung da zum Besten gibt würde mich mal interessieren wie die Gegendarstellung zum Bild Artikel aussieht.
    An der Schreibweise des Bild Artikels kann man aber gut erkennen das KENFM alles richtig macht, scheinbar schmerzen die Nadelstiche langsam aber sicher da KENFM nicht mehr zu ignorieren oder zu diffamieren ist..

  4. Wer wie der Springerverlag wissentlich die Menschen im eigenem Land belügt, manipuliert und in Kriege treiben will, zum Nutzen einer ausländischen Macht und zum Nachteil der eigenen Bevölkerung, ist in meinen Augen ein Verräter am eigenen Volk und Kollaborateur der Besatzungsmacht.

    Wenn die USA sich den imperialen Scheiß nicht mehr leisten können, wird es noch dauern bis wir auch die ganzen Landesverräter los geworden sind, falls die sich nicht vorher in die USA absetzen.

  5. wenn ein solch umsichtiger Diplomat mit unfangreichstem Fachwissen – wie Bernd Erbel als Chef des Zahlungsmechanismus INSTEX für europäische Iran-Geschäfte abgezogen wird, zeigt das, welche Hörigen hier im Lande und in West-Europa herrschen und wer diese Truppe der fremdbestimmten sogenannten Regierenden zusammengestellt hat.

    Wie schon George Friedman im Video-Interview 2014 sagte, „es liegt wieder daran, wie sich Deutschland entscheidet.“
    Würde eine eigenständige Politik betrieben und aus der NATO ausgetreten werden, würde das die Welt verändern.

    • Laut dem Auswärtigen Amt hat er die Tätigkeit aus persönlichen Gründen und Erwägungen noch nicht aufgenommen. Der Lacher schlechthin. Als Artikeleinstieg tut man ja gerade so, als ob Ken nun INSTEX vermasselt hätte.
      Am Ende erwähnt man beiläufig dass es laut Auswärtigen Amt persönliche Gründe gibt, anstatt klar zu sagen, dass das AA das gar nicht und nie dementiert hat, was eingangs suggeriert wurde.

  6. Wenn BILD sich nicht mehr anders zu helfen weiß, als solch einen Verriss zu veröffentlichen, ist die frohe Botschaft davon doch nur: KenFM kann man nicht totschweigen! Totschweigen wäre schlimmer als jede wie auch immer geartete Öffentlichkeit. KenFM ist längst ein ernst zu nehmender Faktor der Medienlandschaft geworden, an dem man nicht vorbeigehen kann. Ich wünsche dem Interview noch viele neue Hörer, die dank Bild überhaupt erst darauf aufmerksam werden.

    • Vielleicht kennt jemand die T-Shirts mit denen manche junge Männer herum laufen mit der Aufschrift: „Mädels, wir sind die Kerle, vor denen euch eure Eltern immer gewarnt haben!“
      So fand ich zu KENFM und muss dem damaligen Urheber des „Verrisses“ dafür dankbar sein. Übrigens hielt ich mit dem oben genannte Aufmacher vor kurzem einen Vortrag über genau das Thema vor ca. einem Dutzend Menschen, die sich hinterher dafür bedankten. Einige teilten mir mit, dass sie schon seit Jahren keine MSM mehr konsumieren, was mich überraschte, den das Publikum war bunt gemischt.

      Ja, es ist Werbung im besten Sinne, weil es um Aufmerksamkeit geht. Lob wäre langweilig und sogar gefährlich weil einschläfernd. Man müsste sich fragen, was man falsch macht. Wenn man dagegen als ernsthafter Gegner betrachtet wird, hebt einen der Andere damit in eine neue Liga. So geht nun mal das Spiel. No pain no gain.

    • Den Gedanken hatte ich auch und wollte da auf FB etwas nachhelfen, um vielleicht den einen oder anderen Bild-Verschwörungsgläubigen zu erreichen. Wurde alles binnen Minuten wieder gelöscht bzw. erst gar nicht veröffentlicht.
      Reale Schilderung seiner Exzellenz aus neutraler Warte, als skandalös zu werten, geht ja weit über Relotius-Methoden hinaus. Hier haben wir ein exemplarisches überzogenes Beispiel um Axel Springer Akademie Methoden zu veranschaulichen. Genau genommen müsste hier das Auswärtige Amt klagen, was von wahrscheinlichen Kollaborateuren wie Herrn Maas ja wohl kaum zu erwarten ist.
      Daher ja auch meine erste etwas verwunderte Nachfrage.
      Obendrein hat die Sache weitere hohe politische Relevanz und die Veröffentlichung offenbart auch nicht nur eine krasse Fehleinschätzung.

  7. KenFM❤️, da gibt´s nur EINES: Strafanzeige stellen! Was das für ein abgrundtief bescheuertes Propagandablatt ist, das wissen wir alle. Und trotzdem oder gerade deswegen: § 186 StGb ist wohl jetzt angesagt.
    Weiter so! Das selbsternannte Establishment hat die Hosen gestrichen voll!

    • Ich glaube, dass dies nichts nützen wird. Völkerrechtswidrige Kriegseinsätze werden in Deutschland auch nicht strafrechtlich verfolgt. Und Leute die diese Politik verteidigen (u.a. durch Denunziation) oder totschweigen, werden beschützt.

      Die Staatsanwaltschaften müssen endlich unabhängig und die Öffentlich-Rechtlichen endlich frei von Politik und transatlantischen Seilschaften werden. Nur so können wir die Demokratie retten.

  8. Hier noch ein Hinweis auf die Verfasser dieses Bild Artikels: https://offenkundiges.de/wer-ist-antje-schippmann-eine-journalistenkarriere-bei-der-springerpresse/ Und Björn Stritzel siehe hier: https://twitter.com/bjoernstritzel/status/987443532037320704 und hier: Gacks Bericht wurde von einigen seiner Kollegen in Deutschland sofort als „Propaganda“ bezeichnet . Ein Reporter der deutschen Bild-Tageszeitung, Björn Stritzel, der offen und aktiv mit Terroristen des Islamischen Staates (IS, ehemals ISIS) kommuniziert haben soll , schlug auf Gack ein und nannte seinen Bericht eine „unglaubliche Pro-Assad-Propaganda“ im deutschen Fernsehen. “ https://www.rt.com/news/424832-douma-attack-german-media/ . Vielleicht will ja jemand diese Art Journalisten näher beleuchten.

  9. Man könnte sich ja schönere Werbung wünschen für einen so bemerkenswerten Journalismus, dennoch ist es Werbung “ für “ Herrn Jebsen. Ich rate allen dieses Interview zu schauen und diese Lügenkampagne gegen Herrn Jebsen aufzuklären. Rechtlich würde ich natürlich dagegen vorgehen, da § 186 StGb das auch möglich macht.

    • Noch nie war echte Berufung leicht. Wer ein Beispiel dafür haben will, der sehe sich auf Youtube „Das Phänomen Bruno Gröning“ an. In Grönings Gegenwart wurden Menschen gesund. Das war alles, was er tat und dafür wurde er von den Herrschenden immer erbitterter verfolgt und stand trotz der vielen Menschen, die durch ihn gesund wurden, am Ende ziemlich allein da. Das war was Päckchen, das er sich aufgeladen hatte und das er bis zum Schluss tapfer trug. Die wirklichen Helden bekommen nie einen Platz in der offiziellen Geschichte, denn die wird von anderen geschrieben.
      Aber Herr Jebsen weiß das alles; der Mann intelligent genug, um zu verstehen, dass er mit seinem Verhalten die Dämonen der Hölle geweckt hat, die das Licht hassen, wie sonst nichts. Er hat sein Kreuz auf sich genommen und trägt es mutig. Vielleicht sieht es manchmal so aus, aber er ist keineswegs allein damit.

  10. Ab Minute 1:00:40 findet man die wenigen Worte, die Kontextlos in den Medien erscheinen und mit denen man versucht Herrn Erbel in ein schlechtes Licht zu rücken.
    Die Worte „Israel sei mehr den je ein Fremdkörper in der Region“ wirken ohne Kontext und weitere Informationen natürlich erstmal abstoßend und Israelfeindlich. Genau das wollen veraltete Medien wie Bild oder Focus erreichen – Zack, Job erledigt. Darunter noch eine Diffamierung von Ken Jebsen und schon wirkt die Manipulation wie üblich.
    Die sehr durchschaubare Propaganda von Bild und Co. ist jedoch überaus hilfreich, um auch ungläubigen Menschen zu zeigen was die veralteten Medien betreiben: MANIPULATION.
    Feinbilder statt Frieden – so sieht die Situation in der Mainstreampresse aus.
    Dankeschön an das Team von KenFM und den Herrn Erbel für ihre Aufklärungsarbeit.

  11. ´´bei dem Verschwörungspropagandisten und Antisemiten Ken Jebsen. ´´usw.
    Welch Chance für einen fitten, kreativen Anwalt mit Biss sich zu profellieren.
    Die 300 Mille an Kachelmann zu toppen ist doch eine angemessene Herausforderung.
    Überhaupt kann man sich so krass verschmierte Reaktion auf dem Level zu Nutzen machen,
    Kein Wunder dass immer mehr des verschwörungsgläubigen Publikums der Bildzeitung vom aufgezwängten Glauben abfallen.

  12. Ein sehr gelungenes Interview! Ich hoffe, es nehmen sich sehr viele die Zeit, es anzuschauen. Jemand der den Iran aus eigener Erfahrung lange Zeit kennt hört man nirgends im mainstream, eine stumpfe Verdammung des Landes ist dann nicht mehr möglich. Vielen Dank für die geteilten Erfahrungen Herr Erbel!

  13. Wenn ein Diplomat ersten Ranges wegen solch eines exzellenten Interviews vom Mainstream derart angefeindet wird wie bei BILD, von welch unschätzbarem Wert ist es dann erst, wenn jemand wie er solch ein Interview hier bei KenFM gibt. Da wird erst richtig deutlich, wie wichtig solche Leute sind, wenn sie ihre reichen Erfahrungen aus einem gewiss höchst erfüllten Berufsleben unerschrocken mitteilen. Möge es immer mehr solcher Leute geben!

    Und es knirscht ja offenbar im Gebälk des auswärtigen Dienstes, wenn man sich nur die weitere Meldung bei Bild ansieht über „ANTISEMITISMUS-SKANDAL IN RAMALLAH – Disziplinarmaßnahmen gegen deutschen Top-Diplomaten“ Christian Clages. Was man dort erfährt, wäre es wert, bei KenFM einen eigenen Dauerbeitrag ins Leben zu rufen mit dem Titel „Was gilt bei Bild“ oder so, als Pendant zu Gellermanns „Macht um Acht“:

    „Eine nachträgliche technische Klärung der Like-Urheberschaft sei zwar nicht zuverlässig möglich. Im Zuge der Untersuchung hätten sich allerdings im Fall eines entsandten Bediensteten „Sachverhalte im Kommunikationsverhalten ergeben, die für den Einsatzort Ramallah zu erheblichen Zweifeln an der Eignung des Bediensteten“ geführt haben.“

    Gellermann würde diese Passage der Meldung von Bild wahrscheinlich in etwa so kommentieren:

    Was wurde untersucht, wie wurde untersucht und wer hat untersucht? Das mag uns die Bild nicht sagen. Das einzige, was hier als Faktum erkennbar ist, ist, dass eine nachträgliche technische Klärung der Like-Urheberschaft nicht zuverlässig möglich ist. Wie kann man aber dann Clages überhaupt etwas vorwerfen, wenn eine Klärung seiner Urheberschaft gar nicht möglich ist? Bild mag uns kein einziges Faktum mitteilen, das die Annahme von Clages‘ Urheberschaft oder wessen Urheberschaft auch immer stützen würde, sondern liefert nur die Behauptung, die durch rein gar nichts belegt wird: „Im Zuge der Untersuchung hätten sich allerdings im Fall eines entsandten Bediensteten „Sachverhalte im Kommunikationsverhalten ergeben, die für den Einsatzort Ramallah zu erheblichen Zweifeln an der Eignung des Bediensteten“ geführt haben“. Was für Sachverhalte das sind, will uns die Bild nicht mitteilen, erst recht nicht, was für „erhebliche Zweifel“ es sind, die an der „Eignung des Bediensteten für den Einsatzort Ramallah“ bestehen, und warum.

  14. Die BILD-Zeitung ist das größte Hetzblatt und Kriegsblatt überhaupt.
    Und immer die alten, längst vom RBB selbst zurückgezogene Behauptung des Antidingsbums-Vorwurfes.
    Früher hat mich so was getroffen. Heute kann ich über solches Schmierentheater nur lachen.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschenschicksale die BILD schon auf dem Gewissen hat.
    Es dürften mehr sein, als KenFM im Gespräch an Menschen bisher interviewt hat.
    Die BILD legt vor jedem Kaninchenbau ihr Häufchen. Muss sie ja machen, weil schon viel zu viele in den Bau gingen und mit sehr interessanten Infos zurückkamen.
    Naja, wir wissen ja wie das mit dem Hasen läuft.
    Lest mal alle das Buch: Das Schachbrett des Teufels. Ganz nebenbei haben die dabei noch die BILD-Zeitung in D gegründet.

    • Ich muss sagen, dass es mich durchaus aufregt, so etwas zu lesen. Es klingt vielleicht kindlich-naiv, wenn ich für mich vor allem feststelle, dass es schlicht so was von gemein ist, was da veranstaltet wird. Da wird mit der medialen Reichweite spielend stumpf und mit voller Absicht defamiert und desinformiert und somit für einen Großteil der Leser das Image des „Schmuddelkindes“ Ken Jebsen aufgfrischt und erhärtet. Eine eventuelle Klarstellung seitens der Bild – man darf ja mal träumen – erreicht dann nur noch eine kleine Minderheit der Leser.
      Das geschieht in voller Absicht und mit Kalkül und ich glaube, über so etwas werde mich immer aufregen.

    • … beim Lesen des unsäglichen Artikels kam mir übrigens spontan das Bild eines kleingeistig-dümmlichen, dafür aber mit reichlich Gewaltbereitschaft gesegneten Schlägertrupps in den Sinn. Hatten wir so was nicht schon mal mit der Sturmstaffel?

    • @Lilly, wenn man selbst mitten drin ist, in diesem Diffamierungszirkel und merkt, dass die Jahre vergehen und nichts ändert sich, die Masse bleibt und geht, die politische Linke und die politisch Grünen und sonst welche Gruppen, aus denen das erwächst und immer weiter nachgereicht wird, man sogar aus den eigenen Reihen diffamiert wird, wenn man merkt, was sie mit Daniel Ganser, mit Rainer Mausfeld ja mit allen machen, die sehr gut aufklären und eine andere Welt für möglich halten, dann verschwendet man seine Energien irgendwann nicht mehr an solche Kampagnen. Alle negativen Beschreibungen die man sich vorstellen kann, werden auf solche Leute ausgekübelt. Dringender denn je brauchen wir Menschen wie Bernd Erbel. Der Totalitarismus kommt wieder. Und er wird ausgeschmückt und verziert mit politischen Richtungen, denen man ihr genaues Gegenteil abnimmt. Als ich meine erste öffentliche Rede vor dem Brandenburger Tor hielt, hatte ich drei Stunden später eine Morddrohung in meinem E-Mail-Briefkasten. Ich sollte niemals mehr bei KenFM auftreten. Ein Monat später machte man mich zum Reichsbürger, zum Fascho und Frauenfeind und was weiß ich noch, ach ja, zum Antisemiten. Menschen das Richtige aussprechen nagelt man auch heute noch ans Kreuz. das hört noch lange nicht auf. Und so lange die Mehrheit noch mitmacht und ihre Schlächter mit standing ovation empfängt, wird sich nichts Wesentliches ändern. Weitermachen JA! Aber ich gebe mir da keiner Illusion mehr hin. Jeder der längere Zeit als Aufklärer oder Veränderer dieser Ordnung öffentlich in Frage stellt, wird ans Kreuz geschlagen und genau die, denen man nicht zumutet, dabei mitzumachen, genau die machen mit: Der ärgste Feind ist genau dort, wo du ihn nicht vermutest“, Julius Cäsar. Es ist genau so. Übrigens, die BILD hat jeden US- und NATO-Krieg bejubelt. Sie listen in dem Artikel ja auf, was Bernd Erbel alles nicht gesagt hat. Das die BILD seit über 60 Jahren schweigt und das wirklich Böse schützt, das verschweigen sie. Sie merken, dass ihnen die Felle wegschwimmen.

    • @Rüdiger Lenz
      Ihr wichtigster Satz:“Weitermachen JA!“. Und dabei bleiben Sie bitte, trotz allem. Und wissen Sie auch warum? Weil man doch nie auch nur annähernd wissen kann, was man alles bewirkt mit seinem Engagement, und bei wem. Sie wissen doch gar nicht, auf wie viel fruchtbaren Boden gefallen ist und noch fällt, was Sie tun und sagen, und was dann die Leute damit anfangen und was (durchaus in Ihrem Sinne) daraus wird. Die Möglichkeit, das Potential, dass das alles daraus werden kann, das sollten Sie sich und ihren Anliegen nicht vorenthalten. Das möchte ich jedem sagen, der sich in der von Ihnen beschriebenen Lage befindet, ganz gleich, ob ich ihm immer zustimme oder nicht.

  15. Habe mir eben mal den BILD-Artikel zu lesen zugemutet. Eigentlich meide ich BILD wie der Teufel das Weihwasser.
    Der Inhalt erfüllt für mich schon den Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung. Ich als „KenFM-Konsument“ fühle mich ebenfalls betroffen.
    Aber was will man von diesen hart transatlantisch gedrillten Schmierenjournalisten schon erwarten?
    Wenn man das US-Imperium ablehnt, den Abzug aller Amerikaner und ihren Atombomben fordert, 9/11 für das hält, was Dr. Judy Wood beschreibt, dann ist man ja schon ein Verschwörungstheoretiker der übelsten Sorte. Wenn man die Apartheit-Politik Israels kritisiert, ist man ein Antisemit.
    Nun, beides trifft auf mich zu. Aber ich bin weder ein Verschwörungstheoretiker noch ein Antisemit.
    Das Ken Jebsen Gespräch mit Bernd Erbel war wie so viele andere zuvor wieder einsame Spitze. Im Fernsehen gibt es solches in dieser Qualität nirgends. Ich hoffe, Herr Jebsen, solche erbärmlichen Artikel bringen Sie nicht aus der Spur.
    Und ich wünsche mir, dass die vielen bisherigen Interviewten sich mal öffentlich für Sie stark machen!
    Ich halte nicht damit hinter dem Berg, dass ich Ihr Format liebe und dass es mir viel mehr bringt als die Macht um Acht.

  16. Da es in dem unsäglichen Bildartikel heisst, Herr Erbel habe den Instex-Job aus persönlichen Gründen abgesagt, ist es denke ich an der Zeit hier mal Klartext zu sprechen, um dem Mann den Rücken zu stärken:

    Danke Herr Erbel für Ihren Einsatz hier und es tut mir unsäglich Leid, dass fremde verbildete Menschen mit Unwahrheiten und geschriebenem Dreck Ihnen das Leben schwer machen dürfen. In einer ordentlichen Presselandschaft, würden diese „Redakteure“ ab jetzt unbezahlte Sozialstunden in Altersheimpublikationen leisten. Naja, ausser dem „unbezahlt“ kommt es ja schon hin 😉

    Kopf hoch und nochmal vielen Dank für diese Sternstunde des Journalismus!

    Lieber Aluhut als Stahlhelm.

  17. p.s.: Da leider die Rolle der militärischen Kapazitäten zunimmt; dazu folgende Gedanken:

    1.
    Wieviele Jugoslawen, Afghanen, Iraker, Libyer, Syrer, Palästinenser, Jemeniten … getötet werden, das wird von den Usanern mit Krokodilstränen bedauert – aber als z.B. aus irak oder Afghanistan auch Usaner in „body bags“ zurück kamen, nämlich tote USA-Soldaten, da intensivierte sich in USA die Diskussion über diese Kriege.
    Wenn die eigenen Verluste an Soldaten zu hoch werden, ist es in innenpolitisch nicht mehr so einfach, einen Krieg zu vertreten.

    2.
    Iran ist waffentechnisch insgesamt weit unterlegen, hat aber letztens mit dem Abschuss einer USA-Drohne gezeigt, dass die Luftabwehr offensichtlich nicht so sehr unterlegen ist (und es soll angeblich ein iranisches Luftabwehrsystem eingesetzt worden sein).
    Um überhaupt Lufthoheit zu erlangen, hätte USA schon mindestens Materialverluste.
    (Von der Symbolwirkung, wenn die Welt sehen würde, dass auch USA-Militärflugzeuge runterfallen können, mal abgesehen … )
    Der hauptsächliche Punkt ist aber, dass ein Bodenkrieg ohne vollständige Lufthoheit zu hohen Verlusten führt und dann kommt wieder 1. ins Spiel.

    3.
    Russland hatte bekanntlich ein Flugabwehr-System mit einer Reichweite um 300 km an Iran geliefert.
    Mit sowas werden strategisch wichtige Punkte verteidigt.
    In Syrien arbeiten Russland und Iran vielleicht nichtmal direkt zusammen, sondern koordiniert über die syrische Regierung oder die syrische Armeeführung, aber wenn USA Iran angreifen würde, könnte Russland seine militärische Aktivität in Syrien intensivieren und oder einfach mehr Waffen an Syrien liefern.
    Und selbstverständlich könnte Russland auch mehr Waffen an Iran liefern.
    USA hat ein eigenes Satelliten-Navigationssystem und Iran nicht, dadurch ist Iran waffentechnisch unterlegen.
    Aber Russland hat GLONASS und muss da ja nicht unbedingt ausschalten.

    3.
    China mischt sich generell nicht ein, verkauft aber auch Waffen.
    China braucht Öl und Gas, Iran hat Öl und Gas.
    Und falls es China zu viel wird, hätte China ökonomische Hebel.

    4.
    NATO; was sollten die anderen Nato-Staaten denn machen können?!
    Die könnten USA assistieren wie beim Angriff auf Irak, aber dieses Szenario werden die Iraner studiert haben und werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf vorbereitet sein.
    Nach dem letzten Luftangriff von USA zusammen mit UK und Frankreich auf Syrien sah es nicht so aus, als ob diese Art Kriegsführung so sehr effektiv ist.

    5.
    Israel ist waffentechnisch modern und hochgerüstet, aber trotzdem – oder gerade deshalb – könnte Israel angegriffen werden, und zwar um die dortigen militärischen Kapazitäten zu binden / anderweitig zu beschäftigen. (d.h. nicht von Iran selber, aber Iran könnte dafür sorgen, dass Hezbollah volle Munitionsdepots hat)

  18. Herrn Erbel hört man gern zu. Solch erfahrene Experten sind extrem wertvoll.

    Mich hätte interessiert, was er von Jürgen Todenhöfer, Michael Lüders oder Karin Leukefeld, die ich allesamt schätze, hält.

    Gut fand ich die Interpretation von „Demokratie“ am Beispiel Ägyptens.

  19. Ein sehr informatives Gespräch. Danke an KenFM und an Herrn Erbel.
    In einem Punkt muss ich jedoch widersprechen:

    1:10:45 – Christen im Iran haben es nicht leicht. Aus Bekanntenkreisen habe ich von der Situation christlicher Flüchtlinge aus dem Iran erfahren, die aufgrund ihrer Religion mit Repressionen zu kämpfen hatten. Einst muslimische Konvertiten sind besonders betroffen. Laut UN-Bericht gibt es psychische und physische Folter und unfaire Prozesse. Hintergrund ist angeblich, dass die iranische Führung das Christentum als Bedrohung der nationalen Sicherheit ansieht.

    UN-Bericht:
    https://web.archive.org/web/20150909235552/http://shaheedoniran.org/english/dr-shaheeds-work/latest-reports/march-2014-report-of-the-special-rapporteur/#conclusions

    Für mich steht außer Frage, dass der Westen mit seiner interventionistischen Politik samt Regime-Change- sowie Creative-Chaos-Strategien diese Situation nur verschlimmert. Von jenen Flüchtlingen selbst sind (zumindest) einige jedoch verständlicherweise aufgrund ihrer Erlebnisse emotional so weit, einen Regime-Change als positiv zu betrachten. Nur würde ja in einem Krieg auch die Bevölkerung, und eben auch christliche Iraner, zu Schaden kommen, sowie aktuelle Repressionen verschärft werden.

    Manchmal wünsche ich, man könnte die Zeit bis 1953 zurückdrehen und den Putsch an Mossadegh als auch die weiteren nachfolgenden westlichen Einmischungen verhindern. Hätten die Christen im Iran dann heute ohne diese Repressionen leben können? Stimmt diese Theorie?

  20. Abgesehen von der inhaltlichen Qualität, immer die Zusammenhänge zu betrachten …
    Bernd Erbel kann sich bemerkenswert gut diplomatisch ausdrücken.
    (nicht zu verwechseln mit Politiker-Bla-Bla zur Vernebelung, sondern eben diplomatisch)
    Ken geht wie gewohnt offensiv ran und für einen Journalisten auch angemessen provokativ in etlichen Fragen, Bernd Erbel ist immer ganz Diplomat, diese beiden Pole machen das Gespräch auch stilistisch so wohltuend.

  21. That’s it! Ruhige Bildführung, klare, strukturierte Sprache, anregende Fragen. Das macht ein narratives Interview aus. Ich könnte dabei stundenlang zuhören. Mach ich ja auch. 🙂
    Mein Fernseher ging mir schon vor 15 Jahren irgendwie verloren. Wenn ich heute z. B. im Hotel mal die Glotze anschalte, dann halte ich das kaum aus. Dieses irre Flimmern, kurze Schnitte, aggressiver Unterton, zwanghaft unterhaltsame, meist hohle Phrasen. Ich bin entwöhnt.
    Gestern hab ich in einem Supermarkt Eis probiert. Mir tat die Frau leid, die da verloren an ihrem Stand herum oxidierte. Das Gespräch wurde interessant, als wir vom Produkt auf sie selbst und ihre Tätigkeit kamen, während ich das Eis kaum herunter bekam, weil es vor Zucker nur so strotzte. Ich bin entwöhnt. Das macht mich irgendwie ein bisschen asozial.

    Ex-Botschafter Erbel liebt das Land, er liebt den Iran, das merkt man ihm an und das tut gut. Unsere Qualitätsmedien hassen es auftragsgemäß, wahrscheinlich ohne es zu kennen. Was für ein Kontrast. Vielleicht sieht Erbel den Iran in einem zu positiven Licht, ich kann das nicht bewerten, weil ich noch nie da war, doch es macht Spaß, ihm zuzuhören und seine Erfahrungen aufzunehmen. Hängen bleiben meist die Randbemerkungen. Das, was scheinbar nebenbei gesagt wird, gerät zum Ankerpunkt:
    Man unterbindet den Drogentransit nach Europa.
    Die Juden haben einen eigenen ständigen Sitz im Parlament.
    Man kann mit der Kippa unbehelligt durch Theheran gehen.

    Ruhig, beharrlich, sachlich und wohlwollend berichten und das Denken dem Zuhörer überlassen. Endlich hat es mal einer verstanden.
    Weiter so!

  22. Dieser Beitrag macht u.a. deutlich, was für ein reicher, mächtiger Unterbau die Kultur für ein Land und seine Gesellschaft ist.
    Qualitätsmedien wie KenFM müssen unbedingt helfen, die USA daran zu hindern, wie der Elefant im Porzellanladen ein Land der Erde nach dem anderen zu unterwerfen und dessen Identiät zu ersetzen durch einen armseligen American Way of Life.

  23. Es wäre zu wünschen, dass sämtliche Personen auf der politischen Bühne, durch Menschen wie Bernd Erbel ersetzt würden. Dann würde aus einem Kasperltheater mit Profilneurotikern, endlich eine ernst zu nehmende Sache.

    Das Interview an sich verdient Bestnoten, einmal mehr herausragend und äusserst Informativ!

    Besten Dank allen Beteiligten.

    • tja..Das Problem dabei dürfte sein, das man solch einen Horizont ja nicht in der Lotterie gewinnt, und schon gar nicht von den üblichen Bildungsinstitutionen vermittelt bekommt.
      Genauer gesagt, es besteht eben darin, dass die Top-down-Perspektive allgemein eben nicht vom Button-up-Verständnis getragen wird, was de facto Inkompetenz hervorbringt, die dem Verbildeten aber nicht bewusst wird.
      Im Gegenteil, Je blöder er ist, für desto schlauer hält er sich. Womit er sich denn für die Transatlantiker qualifiziert etc. und sich aufhört zu wundern warum alles keinen Sinn macht.

  24. zunächst auch von mir ein kräftiges Lob für das Interview. Ist schon toll, was das Team unter Leitung von Ken Jebsen da leistet.

    @tootje

    Herr Erbel weist zu Recht daraufhin, dass Islam, Christen- und Judentum zu 95% gleich seien. Ihre Bemerkung: „Ganz zu schweigen von der frauenverachtenden, antisemitischen und auch homophoben Grundhaltungen in diesen Gesellschaften.“ gilt eben nicht nur für den Islam, sondern genauso für die anderen beiden Religionen. Schauen Sie doch nur mal in die USA und die evangelikalen Ableger in der ganzen Welt, z.B. Brasilien und Nigeria. Die Politik der israelischen Regierung ist natürlich nicht antisemitisch, aber rassistisch, selbst gegenüber den „eigenen“ Juden.

    Wenn Sie die Demos der Muslime „Nicht in meinem Namen“ suchen, wo sind denn die Demos der Christen, Atheisten, Juden etc. mit dem Schild: „Nicht in meinem Namen“?

    Wir sollten uns nicht an der Frage abarbeiten, welche Religion friedlicher oder kriegerischer sei.

    Machen wir Religion zur Privatsache und begreifen, dass Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie eine Frage der Kultur sind. Die Religionen sind nur Früchte dieser Kultur und widerspiegeln die Widersprüche dieser Kultur und deren Entwicklung.

  25. Wieder mal eine Sternstunde auf KenFm * * * *
    Ein Zeitdokument politischer Bildung, Whow!!
    Es ist ein Genuß Herrn Erbel, diesen absolut sympathischen, gebildeten und Lebenserfahrenen Menschen zuzuhören!

    Mir hat es sehr gefallen, dass in der ersten Hälfte die kulturellen Aspekte und vielfältigen Informationen über die Regionen so im Vordergrund standen. Danke Herr Erbel!!
    Und hat auch mal wieder gezeigt, wie hinrissig die aktuellen geopolitischen Aktionen sind.

    solche Gespräche gehören ins öffentl. rechtl. Fernsehen . .

    Danke KenFm für diese epische Länge und die richtigen Fragen . . .

    1001 Dank!

    • Da dem Öffentlich Rechtlichen Gäste, Reporter und Gespräche solchen Kalibers komplett abhanden gekommen sind, sollte man einen Fernsehpreis einführen, der gutes, altes „Bildungsfernsehen“ ehrt.

      Gern könnte man auch Sendungen aus dem ÖR nominieren.

      Im direkten Vergleich zu Precht und Kollegen, wäre der kognitive Qualitätsunterschied dieser Sendung erdrückend offensichtlich…

      Achso: Ein wirklich hervorragendes Interview und eine Sternstunde des Bildungsfernsehens!

      Tief verneigt,
      Jörn

    • Das Gespräch zeigt ja auch was eigentlich – medial/ in den öffentl rechtl. und auch in der Politik – bezüglich dieses Themas gewußt werden und/oder als bekannt vorrausgesetzt kann ! (Herr Erbel ist ja nun auch nicht Irgendwer und auch nicht der Einzige).
      Und das darf man bei den Gehältern und administrativen Aparaten die dafür unterhalten werden, wohl auch getrost annehmen, oder . .

      Das Gespräch zeigt hier einmal mehr wie platt und flach die notorische Feinbildpropaganda ist, die wir anstelle dessen täglich und penetrant serviert bekommen.
      Man kann hier ja fast schon von Missbrauch des öffentlichen Bewußtseins reden, weil hier nicht nur historische und kulturelle Zusammenhänge einfach weggelassen werden und wir billige Feindbildern produziert werden und sondern auch mit drohenden Kriegsszenarien auf Trapp gehalten und in Sorge versetzt werden.

      Wird Zeit Wirtschaftssanktionen, endlich mal als Kriegshandlung zu bewerten!

    • jetzt nochmal (weniger rechtschreibtechnisch verwurstet) 😉 . . .

      Das Gespräch zeigt ja auch was eigentlich – medial/ in den öffentl rechtl. und auch in der Politik – bezüglich dieses Themas gewußt werden und/oder als bekannt vorrausgesetzt kann, aber eben nicht präsent ist !
      (Herr Erbel ist ja nun auch nicht Irgendwer und auch nicht der Einzige).
      Bei den Gehältern und administrativen Aparaten, die dafür unterhalten werden, darf das wohl auch getrost angenommen werden, oder . .

      Dass wir anstelle dessen nur notorische Feinbildpropaganda serviert bekommen, zeigt wie platt, flach und interessengesteuert das Ganze ist.
      Dem Bürger/Menschen gegenüber, kann hier ja fast schon von Missbrauch des öffentlichen Bewußtseins gesprochen werden, weil hier nicht nur historische und kulturelle Zusammenhänge einfach weggelassen werden und billige Feindbildern produziert werden, sondern wir auch mit drohenden Kriegsszenarien auf Trapp gehalten und in Sorge versetzt werden.

      Wird Zeit Wirtschaftssanktionen, endlich mal als Kriegshandlung zu bewerten!

  26. Ich mag die Art von Herrn Erbel sehr und es ist durchaus den Horizont erweiternd, seinen Schilderungen zuzuhören.
    Was das Märchen von der Religion des Friedens, dem Islam angeht, da sträuben sich mir allerdings die Nackenhaare.
    Der Islam ist nichts friedliches, weltoffenes und schon gar nichts tolerantes,
    Wenn ich mir die Muslime um mich herum ansehe, dann ist da sehr viel Engstirnigkeit, bisweilen großer Hass auf alles westliche.
    Und natürlich gibt es da eben auch die terroristischen Islamisten, die jeden Tag auf der Welt Terror-Anschläge begehen.
    Und da habe ich noch nicht eine einzige Demo auf der Welt gesehen, wo hunderte oder tausende friedliche Muslime auf die Strasse gehen und Schilder mit „Nicht in meinem Namen“ hochhalten – das gibt es nicht.
    Und wer schweigt, der stimmt zu.

    Ganz zu schweigen von der frauenverachtenden, antisemitischen und auch homophoben Grundhaltungen in diesen Gesellschaften.

    Ich muss die Aussagen des Herrn Erbel zum Islam also als Propaganda, zumindest aber doch naiv bezeichnen.

    • Offenbar stimmen Sie den Aussagen von Herrn Erbel an einigen Stellen nicht zu. Welche Erfahrungen haben Sie denn im nahen und mittleren Osten gesammelt? Wieviel Gespräche haben Sie mit diesen Menschen geführt. Konnten Sie Unterschiede bei islamischen Kriegsopfern und normalen (nicht vertriebenen) Islamen ausmachen?

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