KenFM im Gespräch mit: Bernd Senf

Zur Kasse, Schätzchen.

Ab 2018 wird der 500 Euro-Schein von der Bildfläche verschwunden sein. Das beschloss vor geraumer Zeit und ganz nebenbei die EZB. Fragt man die warum, wird gerne das Argument vorgebracht, man wolle vor allem dem organisierten Verbrechen die Barmittel entziehen.

Aha. Ist das organisierte Verbrechen wirklich auf den 500 Euro-Schein angewiesen? Jedes Kind weiß, dass dem nicht so ist. Es weiß auch, dass die Multimilliarden, die jedes Jahr organisiert ergaunert werden, auf das Konto der großen Finanzdienstleister gehen. Es ist das Giral-Geld, das digitale Geld, mit dem heute die großen Kapitalverbrechen begangen werden.

Geld regiert die Welt, nur wer regiert das Geld?

„Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.“ – Mayer Amschel Rothschild.

Banker und ihre Kartelle werden nicht demokratisch gewählt. Sie treffen sich in Hinterzimmern und hantieren jeden Tag mit Summen, die weit größer sind, als das Budget, das ganze Staaten in einem Jahr erwirtschaften. Banker sind längst die Herrscher der Welt. Sie schöpfen unser aller Girokonto-Geld aus dem Nichts und gehen damit global auf Einkaufstour. Sie finanzieren Kriege auf Pump. Alle Kriege sind Bankenkriege. Kriege um Macht, über den Hebel des virtuellen Geldes. Geld, das nur als Schuld existiert.

An der Spitze der Fake-Money-Pyramide steht die amerikanische Notenbank FED. Die FED besteht aus einem kleinen Club privater Banken. Zusammen gibt man den Dollar als Weltwährung heraus. Die FED muss sich keiner staatlichen Instanz beugen und macht daraus auch keinen Hehl.

So erklärte der langjährige Notenbank-Chef Allen Greenspan ganz offen:

„Zunächst einmal ist die Federal Reserve eine unabhängige Agentur. Das bedeutet, dass es keine Regierungsagentur gibt, die unsere Aktionen außer Kraft setzen kann.“

Das meiste Geld, das die FED erschafft und das als Weltreserve-Währung, den US-Dollar, mit fast allen anderen Währungen des Planeten zwangsverzahnt ist, entsteht nicht in Papierform, sondern virtuell. Girogeld. FIAT-Money.

Girogeld ist kein Zahlungsmittel, für das im Falle einer Pleite die Bank oder der Staat haftet. Wenn eine Bank pleite geht, ist das das private Problem ihrer Kunden.

Warum liegt ausgerechnet dem Staat soviel daran, die von ihm in Umlauf gebrachte Bargeldmenge zu reduzieren und ist der 500 Euro-Schein der Anfang vom Ende des Bargeldes? Der Verdacht liegt auf der Hand, auch wenn diese seit Jahren vorangetriebene Initiative vom Ende des Bargeldes kaum von den Staatsdienern selber stammen dürfte. Wer als Staat sein Recht aufgibt, Bargeld unters Volk zu bringen, überlässt seine Bevölkerung vollkommen der Macht privater Geldschöpfer. Nur sie hätten etwas davon.

Fakt ist, der Staat ist längst von den Banken abhängig. Ohne die privaten Kredite dieser Finanzdienstleister könnte der Staat gar nicht mehr haushalten. Schulden hindern ihn daran. Schulden, bei eben diesen privaten Banken. Die fälligen Zinsen und Zinseszinsen steigen in diesem Schuldgeld-System permanent.

Schon heute ist jedes Produkt auf dem sogenannten freien Markt mit durchschnittlich 40% Zinsen belastet, die an die Geldverleiher abgedrückt werden müssen. Der Staat ist gezwungen, sich immer mehr seiner sozialen Aufgaben zu sparen, um die Kredite bedienen zu können. Das alles geschieht, ohne dass es groß diskutiert würde.

Über Geld spricht man nicht!

Wenn Schäuble mit Blick auf den Staatshaushalt von einer schwarzen Null spricht, meint er damit, dass die BRD gegenüber den privaten Großbanken sämtlichen Zinsforderungen nachkommen konnte, indem sie auf den Konten der Nachkommen die Staatsschulden erhöhte. Von Tilgung der Schulden kann überhaupt keine Rede sein. Die Schuld in diesem verzinsten Geldsystem wächst Jahr für Jahr. Am Ende crasht jede Währung, die so konstruiert ist.

Bis es soweit ist, wird der arbeitende Bürger immer geschickter ausgepresst. Durch Steuererhöhungen, Sonderabgaben, Inflation oder knallharte Enteignung, wie im europäischen Ausland längst geschehen. Dann werden die Giro-Konten der Bürger einfach kollektiv rasiert.

Die einzige Möglichkeit, sich hier zumindest zur Wehr zu setzen, ist, am Bargeld festzuhalten.

Bildung ist der Schlüssel!

KenFM traf sich mit dem Volkswirt Bernd Senf, um über unser Geldsystem zu sprechen. Senf gehört seit Jahren zu den großen Kritiker des Geldsystems. Ein Aufklärer. Er hat diverse Bestseller zum Thema Geld geschrieben und damit das gelüftet, was man in Wahrheit unter Bankgeheimnis versteht. Das Geheimnis, wie Banken, seit sie dem Staat das Drucken des Geldes abgenommen haben, diesen in Wahrheit regieren.

Solange es privaten Banken erlaubt ist, das Geld des Staates aus dem Nichts zu erzeugen, zu taxieren und den Staat über Schulden zu kontrollieren, kann von Demokratie nicht die Rede sein.

Die Materie Geld ist komplexer, als die meisten Menschen ahnen. Das Gespräch mit Bernd Senf kommt daher um den ganz großen Bogen nicht herum.

Inhaltsübersicht

00:14:30 Die herrschende Lehrmeinung der Volkswirtschaftslehre: die Mär vom „neutralen“ Geld, den „guten“ Zinsen und dem sich selbst-regulierenden Markt

00:21:23 Neu-Interpretation der Zusammenhänge des Wirtschaftssystems in Auseinandersetzung mit Karl Marx

00:32:59 Zins-und Zinseszins: Wie die Zinslasten den Staat sukzessive weiter verschulden und in seiner Handlungsfähigkeit beschneiden

00:43:06 Historische Analogien zum Geldkreislauf: Zusammenhänge von Geld, Schulden und Zinseszins in überlieferten Geschichten

00:58:04 Fließendes Geld : 300 Jahre blühende Wirtschaft im Mittelalter – von Silvio Gesell bis Karl Walker

01:18:56 Die Wende beim Wirtschaftswunder: Vom Ordoliberalismus zum Keynesianismus

01:26:19 Bretton Woods-System: Nixon löst die Goldbindung auf

01:39:58 Die Herren der (Geld)-Schöpfung und Vorwürfe gegenüber ihren Kritikern

01:51:29 Geldschöpfung aus dem Nichts: Wie agieren Geschäftsbanken? Wo ist die Deckung des Geldes?

02:02:16 Bankenrettung, Giralgeld und System-Politik: Kreditbedarf, Verschuldung, Enteignung

02:13:29 Entgegen dem Status Quo- Positive Alternativen: das Wunder von Wörgl und andere regionale Währungensideen

02:25:13 Von der Notwendigkeit alternativer Ideen: Ausstiegsbremse und Umlaufantrieb für eine Parallelwährung

02:29:29 Geldschöpfung aus dem Nichts versus Idee von der Leistungsgesellschaft

02:40:40 Die große Umverteilung: Wer profitiert vom System Zins und Zinseszins?

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164 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Bernd Senf

  1. Danke schön Bernd Senf. Danke schön Ken Jebsen. — Die Aussage „Geld sind Schuldscheine“ bedeutet nichts anderes, als dass jemand in einem Akt der ritualisierten Anmaßung einen Betrag aufschreibt und diesen schön verzierten Zettel jemand anderen überreicht, der wiederum in einem Akt der hypnotisierten Demut sich „freiwillig“ verpflichtet, einen zu dem Betrag passenden Wert zukünftig zu erschaffen. Wenn ihr/ihm das nicht gelingt, dann wird das, was an Besitz schon da war, enteignet und das bedeutet im großen gesellschaftlichen Maßstab: Privatisierung. Geld ist eine suggestiv aufgebrummte Schuld, die über einen Zeitraum von ungefähr 50-100 Jahren betrachtet, das Zinseszinsphänomen mit sich bringt, dass die Kreditnehmer sich das einmal erschaffene oder erworbene Eigentum von den personifizierten Geldakkumulatoren schlußendlich wieder abkaufen lassen müssen. Diese zunehmende Gefahr wird anscheinend dadurch gebannt (und verdrängt), dass man der Massensuggestion folgend, in einem Wettrennen der Arbeitsleistung den sukzessiv ansteigenden ebenbürtigen „Gegenwert“ zum Geld trotzdem weiterhin zu erarbeiten versucht. Ein vor programmierter Wettlauf mit der Zeit, in dem immer mehr Leute betäubt und ausgebrannt auf der Strecke bleiben. (Hamsterradeffekt). Die Profiteure dieser sukzessiven Arbeitsintensivierung und Eigentumsverschiebung sind am Ende natürlicherweise die Geldschöpfer, die Schuldhypnotiseure. Die haben sich ja auch dieses Akumulationspiel extra dafür ausgedacht. Die anderen, zur Verarmung Verdammten, sind die schuldigkeitsbeseelten Werteschöpfer. Dieser verrückt anmutende, Vorgang wird hinter einem Bombast an Verschleierungshandlungen, Hokus Pokus und wissenschaftlich anmutenden Fehldeutungen verdeckt. …..Eben Hypnose. Daher nochmal: Jemand erschafft Geld (schreibt in einen offiziös anmutenden Ritual und beeindruckenden Umfeld einen Betrag auf einen Zettel oder in einen Computer) und der Hypnotisierte fühlt sich ab da an verpflichtet, dem aufgeschriebenen Betrag entsprechend zu arbeiten und Werte plus Zinsen zu erschaffen, die er dem Hypnotiseur am Ende zu Füßen legt. Geld entsteht durch eine Schuldhypnose, der Gang zur Bank ist der Hypnoserapport und das materielle Geld ist der Trigger, der die Schuldhypnose in der Psyche des Hypnotisierten erneuert und auffrischt. Sonst nichts. Dieser Prozess ist so unfassbar, dass ihn keiner glaubt. Aber gerade die Unfassbarkeit ist es, die diese Hypnose so wirksam einleitet und vertieft. Dieser tolldreiste Vorgang der heute einer Kreditvergabe entspricht, war als betrügerischer, magischer Trick noch einiger maßen plausibel, solange er mit einer Überprüfung der Wertschöpfungsbefähigung des Kreditnehmers verbunden war. Heute wird Geld und damit Schulden per Kredit und anderen Tricks vollkommen entfesselt erschaffen: von Leuten, die die ursprüngliche Grundlage des Betrugs, nämlich eine reale Wertschöpfung, anscheinend gar nicht mehr wollen, sondern im Gegenteil nur noch auf die Insolvenz der weltweiten Schuldner spekulieren, was einer Massenversklavung gleich kommt. Das bringt die Menschheit in einen nie da gewesenen, sich liberal nennenden Schulddruck, der alle und alles (Menschen, Tiere, Natur, Erde) vor lauter Wertschaffungsdemut krank macht, ruiniert oder sogar tötet und nur ein paar ganz Wenige, die geldschöpfende Klasse der Massenhypnotiseure, reicher, reicher und reicher werden lässt. Die Länder der Welt sind zusammen mit (inzwischen mehr als) 214 Billionen Dollar verschuldet. Ganz kleine Frage: Was hat die Welt für die 214 Billionen Dollar von den Gläubigern, den Geldschöpfern, bekommen? Die Antwort lautet….. NICHTS. (Man könnte auch sagen einen anfeuernden Tritt in den Allerwertesten für mit Zahlen bedrucktes Papier etwas Wertvolles heran zu schaffen). Aber, wenn die verschuldete Menschheit NICHTS, außer Schuldbelege, bekommen hat, womit und wodurch ist sie dann verschuldet? — Gute Frage. — Im Gegenteil…. die Welt (alle produktiven Menschen) hat nicht nur NICHTS bekommen, sie hat sich sogar verpflichtet in der Höhe der Geldbeträge Werte zu erzeugen. D.h. die 214 Billionen sind nur eine Restschuld einer ursprünglich noch größeren Schuld, die aber schon durch omnipresente Produkte abgegolten wurde. Alles, was auf dieser Welt an Warenwerten entstanden ist, war irgendwann mal eine Geldforderung. Alles (im Schuldgeldsystem) Erschaffene, ist im Zustand der Hypnosedemut gegenüber Geldschuldscheinen von den Schuldnern geschaffen worden. Dieses geschieht ja in aller Regel obendrein mit dem Ziel der seelischen Befreiung von dieser Schuld (Reichwerden), und nicht aus dem natürlichen Wunsch etwas zu produzieren. Aber je mehr jemand versucht auf diese Weise sich aus dieser ominösen Schuld heraus zu arbeiten, desto mehr wird er durch den Zinseszins früher oder später wieder eingefangen (Hamsterradeffekt). Das einzige was Gläubiger (Geldinstitute) an Produktivität beigetragen haben, sind Zahlenbeträge mit einer Schuld- oder Werterschaffungshypnose zu versehen. Für einen hypnodynamischen Kapitalismus natürlich genial. Aber heute im Sinne einer Nachhaltigkeit vollkommen zerstörerisch kontraproduktiv. — Es gibt kein richtiges Leben in einem Falschgeldsystem. Bevor wir nur daran denken, die Welt nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir ein Geld, dass nicht Ausdruck einer betrügerischen Verschuldungshypnose ist (die Erbschuld des Kapitalismus), sondern ein Beleg gegenseitiger Anerkennung auf Augenhöhe.

  2. Das sich selbst vermehrende Geld (durch Zinseszins, Fractional Reserve und private Geldschöpfung aus dem Nichts) hat keine Aussagekraft mehr über die gesellschaftlichen Leistungen und Befähigungen des Besitzers. Es ist vollkommen logisch, dass ein privater Reichtum, der aus solch einem angehäuften (Falsch)Geld besteht, die unfähigen, tendenziell kriminellen und narzistischen Leute in Machtpositionen bringt. Falschgelddrucken ist verboten, weil es die ursprüngliche Aussagekraft des Geldes, die mit einer realen Wertschöpfung verbunden ist, verwässert. Das heute den Reichtum der Welt „bezeugende“ Geld, dass ursprünglich über die Befähigung und den Charakter der Besitzer Auskunft erteilen sollte (im Verbund mit einer tatsächlichen Wertschöpfung) besteht praktisch nur noch aus solch einem sich selbst vermehrenden Falschgeld. Es zwingt uns, die an diesem Prozeß weltweit exorbitant „verschuldeten“ Bürger, aber trotzdem und um so mehr, in einer massiven Arbeitsanstrengung zu einer nachträglichen aussichtslosen, verrückten Wertschöpfung (im kriminellen Sinne dieser kriminellen, über Leichen gehenden, plutokratischen Reichtumselite),…… mit der wir unweigerlich zu Mittätern werden, indem wir die Erde durch eine erzwungene Überproduktion ruinieren. Es gibt keine nachhaltige Entwicklung durch eine verrückte Wertschöpfung außer Rand und Band, mit dem einzigen Nutzen, damit nachträglich Falschgeld zu verifizieren.

  3. Der Finanzausschuß des deutschen Bundestages oder besser das Geldsystem das unbekannte Wesen

    Laut Herrn Schreyers Recherche, nahmen an den Sitzungen, von den 37 Mitgliedern, durchschnittlich 12 Mitglieder teil. Was schon enorm ist, wenn man bedenkt, daß die von ihm gestellten Fragen nur von zweien überhaupt beantwortet wurden.

    Der Bundestag und das Geldsystem
    31. Mai 2016 Paul Schreyer
    Inhaltsverzeichnis
    1. Der Bundestag und das Geldsystem
    2. Der Abgeordnete, das ferne Wesen
    3. Der Nebel um die Geldschöpfung
    4. Bargeld abschaffen?
    Follow the money! – Teil 1

    https://www.heise.de/tp/features/Der-Bundestag-und-das-Geldsystem-3223186.html

    Das Finanzministerium, der „Deep State“ und das Geldsystem
    09. April 2017 Paul Schreyer
    Inhaltsverzeichnis
    1. Das Finanzministerium, der „Deep State“ und das Geldsystem
    2. Wer bekommt die Zinsen?
    3. Unternehmensberater als Abteilungsleiter
    4. Finanzieller „Deep State“?
    Follow the money! – Teil 2

    Welche Rolle spielt das Finanzministerium im Machtpoker der Banken? Ist es Gegenspieler oder eher Teil eines „Deep State“? Und wer verdient eigentlich an den Staatsschulden? Telepolis fragte nach und erhielt lückenhafte Antworten.

    https://www.heise.de/tp/features/Das-Finanzministerium-der-Deep-State-und-das-Geldsystem-3678541.html

    „Solche Personalien erwecken den Eindruck, als existiere im Grunde kein Interessensgegensatz zwischen Finanzministerium und privatem Bankensektor, als strebten vielmehr alle in schönstem Einvernehmen das gleiche an, nämlich „optimal funktionierende Finanzmärkte“. Nur: Wer setzt den Bankern Grenzen und Regeln, wenn ein Ministerium mangels Souveränität und Sachverstand praktisch offiziell von Lobbyisten mitgeleitet wird?
    Man kann diskutieren, ob der Begriff „Deep State“ in diesem Zusammenhang passend ist. In der Regel wird damit ein personell eng verflochtenes Milieu aus Regierungsbeamten, Geheimdienstleuten, Militärs und Geldadel bezeichnet, die unabhängig von Wahlergebnissen und Staatspräsidenten dafür sorgen, dass die Macht der eigenen Kreise gesichert bleibt.
    Wenn man zudem in Rechnung stellt, dass der Finanzsektor traditionell eng mit den Geheimdiensten verknüpft ist (die CIA wurde praktisch von Unternehmensanwälten und Wall-Street-Bankern gegründet) und bis heute auf Spitzenebene zwischen Finanzkonzernen und Geheimdiensten ein reger Personalwechsel herrscht (vor allem in den USA, aber auch in Deutschland), dann ist es naheliegend, den Finanzsektor als treibenden Akteur eines „Deep State“ zu sehen.

  4. Bei 43:50 kann man Ken Jebsens rechte Handfläche sehen. Er hat eine Vierfingerfurche (ungewöhnliche Form der Handlinien). Das ist selten.
    Vierfingerfurche soll mit Autismus korreliert sein. Aber da sie auch mit Trisomien, zum Beispiel Downsyndrom, korreliert ist, und Trisomien mit Autismus, ist das nicht verwunderlich.

    Ken Jebsen ist ein sehr interessanter Mensch, und ich bedauere es sehr, dass Menschen wie er so oft erfolgreich mundtot und handlungsunfähig gemacht werden.
    Wenn Menschen wie Ken Jebsen viel häufiger als andere eine Vierfingerfurche haben, dann hilft das dabei, sie zu finden.

    Ja, ich weiß, das ist wieder sowas von „rechts“.

  5. Ich lehne den am Ende von Senf gemachten Vorschlag (Gradido), Kindern, und damit tatsächlich Leuten, die Kinder haben, viel Geld zu geben, ab. Das führt nämlich dazu, dass sich die mMn Falschen vermehren.

    Auch wenn es inzwischen als „rechts“ gilt, behaupte ich, dass Vererbung wichtig ist, und dass Menschen gezüchtet werden. Was genetisch und was sozial vererbt wird, ist nicht entscheidbar, da das eine das andere beeinflusst und umgekehrt.
    Unter den Kindern von Leuten, die Kinder haben, um sich dadurch ihre eigene Versorgung zu sichern, werden viele das Gleiche machen wollen. Das ist langfristig schlecht, denn zu zu Versorgenden gehören Versorger.
    Ich empfehle stattdessen, nur den Versorgern, aber nicht den zu Versorgenden evolutionären Vorteil zu geben. Das Geld darf nicht für die Kindern sein, sondern für die, die sie versorgen, und auch nur, wenn sie sie versorgen. Dass man mit Kindern selber viel besser versorgt ist als ohne, darf nicht sein.

  6. Die Spaltung der Menschen in (viele) Arme und (wenig) Reiche wird nicht nur, aber auch, vom Zins erzeugt. Die Dummheit und Sorglosigkeit der Menschen ist am Anfang viel wichtiger. Später dann, also jetzt, ist es der Zins, der das Ungleichgewicht aufrecht erhält. Da hat man meistens trotz Klugheit und Sorgfalt keine Chance.

    Als Beispiel nehme ich das vom Pharao und Joseph in Ägypten.
    Ein Bauer hätte ja in den sieben fetten Jahren trotz der Abgaben an den Pharao selber Vorräte anlegen können, und dann die sieben mageren Jahre überstehen können, ohne in Sklaverei zu geraten.

    Der Zinsmechanismus allein reicht nicht. Auch die von Senf veranschlagten 5 Prozent (ich halte sie für zu hoch, gehe von 2 bis 3 Prozent über Inflationsrate aus) führen nur zur Verdopplung von Eigentum in 15 Jahren. Das ergibt erst nach über 60 Jahren eine Ver-20-fachung und damit deutlichen Reichtum.
    Das Ungleichgewicht ist schon viel früher da. Im Beispiel vom Pharao und Joseph waren es 14 Jahre.

    Ich habe erlebt, wie in den 1990ern Leute aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen. Einige haben rangeklotzt und Häuser gebaut, andere haben die Kohle abgegriffen und sind nach Kanada ausgewandert. Aber viele haben einfach nur ein paar Jahre gut gelebt. Jetzt sind die, die gut gelebt hatten, verhartzt und/oder arbeiten zu Niedriglöhnen, und wohnen in den Mietshäusern derer, die rangeklotzt hatten. Jetzt läuft der Umverteilungsmechanismus sehr schnell. Die, die rangeklotzt hatten, lassen von den Mieteinnahmen immer mehr Mietshäuser bauen.

  7. Wie haben die es zur Brakteatenzeit geschafft, dass keine stabilen Silbermünzen benutzt worden sind?
    Ich vermute, dass nur der Handel mit Brakteaten unter dem Schutz des Rechts stand, dass wer beim Handeln mit anderer Währung betrogen wurde, Pech gehabt hatte.

    Buchgeld wird nicht „aus dem Nichts“ geschöpft. Es basiert auf dem Recht. Da macht der Kunde mit der Bank einen Vertrag, und wenn die Regel „pacta sunt servanda“ gilt, muss der Kunde die vereinbarten Zinsen zahlen.
    Dass ein Gericht in den USA umgekehrt entschieden hat, zeigt nur einmal mehr, dass man mit Juristerei alles und sein Gegenteil begründen kann. Bei der Begründung muss es wohl um Sittenwidrigkeit oder etwas ähnlich Schwammiges gegangen sein.

    Der Zins kommt mit dem Eigentum in die Welt. Wer etwas hat, das er nicht braucht, kann es verleihen, und bekommt von der Allgemeinheit garantiert, dass er es wieder bekommt, auch wenn er es niemals selber brauchen wird. Weil er nur verleiht, wenn er um die 2 bis 3 Prozent pro Jahr an Leihgebühr bekommt (Jahrtausende alter Erfahrungswert), häuft sich Eigentum an. Und weil Eigentum vererbt werden kann, haben wir das Problem.
    Wir kriegen den Zins nur weg, wenn wir das Fundament des Rechtsstaats in Frage stellen.

    Das ist etwas Religiöses. Das ist der Kern der Noachidischen Gebote, wo gefordert wird, dass die ganze Menschheit mit Juristerei geknechtet werden müsse.
    Das der, der daran rüttelt, mit der Antisemitismuskeule bekämpft wird, ist nicht verwunderlich.

    • Ich habe gerade gelesen, dass sich Bernd Senf 1999 mit dem Buch „Eigentum Zins und Geld“ von Heinsohn (Gunnar Heinsohn. Ja, genau der!) und Steiger auseinander gesetzt hat.

      Ich habe das Buch vor über zehn Jahren gelesen, wobei mir einiges klar geworden ist. Das meiste in dem Buch ist allerdings falsch. Wer das nicht selber bemerkt, kann sich durch Senfs Text über dieses Buch helfen lassen.

      Das fehlende Schlüsselstück zum Verständnis von Geld und Zins ist die Verbindung von Geld und Recht. Das habe ich bisher nirgendwo gefunden.
      Vllt sollte ich einen Text darüber schreiben, aber das wird dann groß und damit unverständlich. Das Ganze ist nämlich nicht nur wie Religion. Es ist Religion. Das erklärt die Blindheit der Menschen bei diesem Thema.

      Ich habe „Eigentum“ geschrieben, weil ich das so bei Heinsohn und Steiger gelesen habe. Leider ist das unverständlich. Es geht um Verträge im Allgemeinen.
      Eigentum an einem Fahrrad heißt, dass man, wenn man will, Besitzer dieses Fahrrads werden kann. Die Allgemeinheit sorgt dafür, dass der jetzige Besitzer vom Fahrrad absteigt, und man sich auf das Fahrrad setzen kann. Dahinter steckt ein Vertrag, nämlich das Versprechen des Besitzers, vom Fahrrad abzusteigen, wenn der Eigentümer das fordert. Der Knackpunkt ist, ob und wie die Einhaltung des Vertrages erzwungen werden kann.
      Bei anderen Verträgen ist es genau so. Ein Arbeitsvertrag ist das Versprechen, dass der eine für den anderen arbeitet, und der andere dem einen dafür etwas gibt.

      Hinter Geld steckt eine Forderung von irgendwem gegen irgendwen. Wer das Geld gibt, darf fordern, und wer das Geld nimmt, muss leisten.
      Wenn die Einhaltung von Verträgen mit übertragbaren Forderungen erzwungen werden kann, gibt es Geld. Dazu braucht man keine Zentralbank.
      Wenn der Hühnerbauer vom Tischler einen Tisch kauft, und mit hundert 10-Eier-Gutscheinen bezahlt, also verspricht, jedem, der ihm so einen Gutschein gibt, zehn Eier zu geben, dann sind diese 10-Eier-Gutscheine Geld. Der Tischler kann beim Metzger mit diesen 10-Eier-Gutscheinen bezahlen. Er kann die Gutscheine aber auch gegen Zins verleihen.

      Der Kaufkraft des Geldes und die Zinsen ergeben sich aus den geschätzten(!) Möglichkeiten zur Erzwingung und Festlegung(!) der hinter dem Geld steckenden Forderung.
      Es geht um Macht und Bluff. Als Nixen „gibt nix!“ sagte, wurde die hinter dem Dollar steckende Forderung neu festgelegt.

      Es reicht nicht aus, die Monetative als vierte Säule des Staates einzuführen. Die Monetative ist nicht von der Judikative trennbar. Das Problem liegt viel tiefer, nämlich beim Glauben an die Juristerei, und damit noch unter der Verfassung des Staates.

  8. Ein ergänzender link zum Thema der Bargeldabschaffung, zur totalen Kontrolle der Geldmittel und damit über die Abhängigen:

    EU Steps Up The Pace For Cashless Society In 2017/18
    By Graham Vanbergen

    On the 23rd January 2017 the EU Commission issued the “Commission Initiative Roadmap” for 2018 regarding the step up fight against the financing of terrorism, also known as its ‘Payments Restriction Initiative’ or as we are reading more often, the cashless society. This document is an extension of the communication document dated February 2016 (COM-2016/50) and updated to include new regulations for member countries to implement and future intentions by the Commission.
    (…)
    The EU’s war on cash and desire to control citizens through a cashless-society model is snowballing without a real open debate with its people.

    http://www.globalresearch.ca/eu-steps-up-the-pace-for-cashless-society-in-201718/5573210

  9. Einen Umstand,den ich für sehr wichtig halte,möchte ich hier noch erwähnen.Ich weiß nicht,ob Bernd Senf diese Tatsache erwähnt,da ich nicht den gesamten Beitrag mir angeschaut habe.

    Es ist nun mal so ,dass der Zins,der gezahlt werden soll,nicht existiert. Er wurde nie geschöpft oder anders erschaffen .Er existiert nicht und kann daher eigentlich nicht bezahlt werden.Außer natürlich,er wird einem anderen genommen. Und das führt seit Jahrhunderten zu sozialen Verwerfungen oder Kriegen. Mal ganz einfach ausgedrückt.

    • Dem könnte man entgegenhalten das der Zins, aus der Arbeit geschöpft wird.

      z.B. Ein Tischler nimmt einen Kredit um sich Holz zu kaufen.
      Der Kredit + Zins wird aus den Erlös, aus den verkauften Tischen und Stühlen bezahlt.
      Die Möbel erzielen durch die Arbeit des Tischlers einen höheren Preis, als der des Holzes.
      Was noch als Differenz bleiben muss, ist Geld für den Lebensunterhalt, Steuern+Abgaben und anteilige Kosten für Produktionsmittel.
      Der Preis muss also eine bestimmte Höhe erreichen, damit es sich lohnt Möbel herzustellen.

    • Sie verstehen nicht,was gemeint ist.
      Das Gesagte bedeutet,dass der Zins im gesamten Geldkreislauf nicht enthalten ist.
      Der zurückgezahlte Zins wird dem Geldsystem entzogen,darum entsteht ein permanenter Geldmangel.
      Daher wiederum muß dann permanent neues Geld geschöpft werden,ob man will oder nicht.

      Der Zins,den der Tischler zurückzahlt,wird dem Geldkreislauf entzogen. Auch war dieser Zins nie im System enthalten.
      Denn der Zins ist ja ein „mehr“an Geld.Aber dieses „mehr“gibt es nicht,weil wie Aristoteles schon erkannte,-nämlich dass das Geld keine Jungen bekommt.

    • Ich versteh es – nur anders als Sie.
      Kann es sein, das Zinsen gar nicht das Problem sind, sondern das der Fehler in unserem Schuldgeldsystem liegt?

      Der Zins beim Kredit ist praktisch wie eine Leihgebühr.
      Durch Arbeit (z.B. vom Tischler) wird ein Mehrwert geschaffen = ein höherer Warenwert kommt in’s System.
      Bei gleicher Geldmenge würde der Wert der einzelnen Geldeinheit wachsen, bzw. die Preise würden fallen.(Deflation)
      Um das auszugleichen kann die Bank die Geldmenge, entsprechend dem geschaffenen Mehrwert im System, erhöhen, ohne das sich der Wert der einzelnen Geldeinheit verändert. Und da könnten dann auch die Zinsen herkommen.

    • Das ist im Film Goldschmied Fabian beschrieben. Da ist Fabian der Herausgeber des Geldes. Jemand sagt Fabian, dass Fabian das Geld, was Fabian an Zinsen haben will, zusätzlich erzeugen und es ausgeben müsse, denn sonst würde es im Kreislauf fehlen. Er bekommt dann als Antwort, dass der Hinweisgeber zu dumm sei, das zu verstehen, weil er nicht jahrelang Ökonomie studiert habe.

  10. Vielen Dank für das hervorragende Gespräch und die hartnäckigen Nachforschungen von Herrn Senf. Ich wünsche, dass sehr viele Leute dieses Interview hören, auch die in aktiven Schlüsselpositionen. Sie werden wahrscheinlich aber leider keine drei Stunden+ investieren können, weil sie damit beschäftigt sind, ihre Zeit den Geldabschöpfern zu schenken, daher: wie wäre es mit einem Zusammenschnitt der wichtigsten Passagen (also mehrere „Spotlights“ zusammen) der das Interesse so heftig „einsaugt“ (wie der Geldsauger), dass das Interview in voller Länge gehört wird.

  11. Wie wäre es,wenn jemand behaupten würde ,dass wir heute die Hälfte des Jahres umsonst als moderne Sklaven arbeiten gehen.Da würde jeder meinen ,das wäre absurd ,so etwas zu behaupten.Und doch ist es so.
    Da alles und jedes Produkt,das wir bezahlen den Zins und Zinseszins enthält, verliert das Geld die Hälfte seiner Kaufkraft,da die eine Hälfte nur für Zinszahlungen benötigt wird.

    Wenn in alten Zeiten die Sklaven mit vorgehaltener Waffe zum arbeiten gezwungen wurden,tun wir das heute ganz freiwillig.Und rühmen uns dabei noch unserer Zivilisation.
    Weil kaum ein Mensch erkennt,dass die Versklavung im Geldsystem besteht.

  12. Ich muss jetzt mal ganz global was los werden: Ich habe in den wenigen Monaten in den ich KENFM kenne MEHR gelernt als in 10 Jahren Spiegel/Zeit/Süddeutsche Abo… Ich weiß das jetzt kein Wunder ist, aber für mich ist es einfach an der Zeit DANKE zu sagen! Danke KENFM!!!

  13. Wieder mal ein sehr gutes Intervies. Sehr angenehmer Mensch. Wäre froh gewesen, an der ETH hätte ich auch solche Professoren in Physik gehabt 🙂 Professoren mit Verantwortung, freude am Lehren und vor allem mit etwas Ehrgeiz, den Stoff auch wirklich weiter zu geben…

    Ist nur zu hoffen, dass dieses Gespräch von einigen Politikern auch gesehen wird….

    • Lieber Herr Senf, lieber Ken. Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag.

      Nur einen Hinweis möchte ich hier loswerden. Auf die, im Gespräch aufkommende Frage, ob in der deutschen Parteienlandschaft eine Partei gibt, die sich in ihrem Wahlprogramm mit der Problematik Geldschöpfung und Geldsystem auf der höchsten Ebene auseinandersetz, meine Antwort heisst, ja! Nach flüchtigem Durchlesen die Webseite der „Deutsche Mitte“ bin ich fündig geworden. Bin parteilos und glücklich…

      Gruß

  14. Ganz naiv zwischengefragt:

    Fließendes Geld. Würde der Zwang, das Geld möglichst schnell wieder auszugeben, zwar der Wirtschaft gut tun, der Natur jedoch eine enorme Belastung bedeuten? Menschen würden anfangen, Dinge zu kaufen, die sie eigentlich gar nicht bräuchten. Unnütze Produktion, Plastik, Umweltverschmutzung…

    • Nach dem heutigen Gedankengang und Meinungsbild, haben Sie recht. Daher muss mal das System des fließenden Geldes immer mit einer nachhaltigen Wertschöpfung koppeln. Wie im goldenen Mittelalter, da wurde in Kunstwerke und Prachtbauten, Infrastruktur sowie Brücken investiert.
      Die Antwort dazu ist heute wesentlich einfacher. Die Kopplung in regenerative Energieerzeugung wäre ein gutes Beispiel, oder in Renaturierung, alles kein Problem. Wie Gerald Hüther so schön sagte, es mangelt nicht an Wissen, sondern die Umsetzung wird nicht in Gange gesetzt. Schlimmer noch sie wird blockiert.

  15. Hallo Ken, Hallo Bernd,
    Ich kenne euch nun schon seit 2-3 Jahren aus dem Internet und es war für mich damals ein wahnsinniger Moment, da sich
    die Erkenntnisse von Bernd Senf über unser Geldsystem (und mittlerweile vielen anderen im Internet) mit meinen voll decken.
    Für mich hat Ken Jebsen den Begriff „Lügenpresse“ in einer Wutrede in Berlin geprägt, der später auch in Dresden jeden Montag benutz wurde. Wobei ich mittlerweile feststellen muss, das über die Mainstream-Medien nicht gelogen wird (das würde ja bedeuten, dass sie eine Plan hätten) sondern einfach nur einseitig (manipuliert) informiert wird.
    Nun zum Geld:
    Es ist einfach so wie es Bernd Senf erklärt. Es ist so, weil es die logische und stimmige Möglichkeit ist, wie sich unsere Gesellschafft (Global Menschheit) entwickeln kann.
    Wir können auf unseren Globus (Erde) nur gemeinsam Frieden schaffen und zwar durch Globalisierung. Dies geschieht
    durch eine (unsichtbare??) Welt-Macht, deren wichtigste Aufgabe es ist, diesen ständigen ablaufenden Prozess unumkehrbar zu machen. Es gibt nun einmal nur Menschen die in ihrem Bewusstsein gute und böse Gedanken (richtig und falsch, + und-,rechts und links,…) entwickeln können.
    Unser jetziges (geniales) Geldsystem (von den Rockefellers, Rothschilds,…..erdacht und entwickelt) führt zu dieser Macht.
    Und diese Macht wird logischer Weise nicht böse sein, sondern gut!
    Die Zentralbanken die Weltbank und der IWF sind privat! Und das ist gut so! Parteien und Regierungen sind nicht gut für uns Menschen sobald sie sich in unsere Arbeit einmischen (siehe auch „Geldsozialismus“ von Roland Baader).
    Demokratie ist nicht gut für unsere friedliche Entwicklung. Sie spaltet die Menschen auf unserem Planet. Durch Kompromisse lösen sie nicht unser Problem. Parteien und Politiker wollen nur Macht ausüben. Wenn unser Problem gelöst ist, brauchen wir keine Parteien im herkömmlichen Sinn mehr.
    Deshalb ist es wirklich egal, wer jetzt in Amerika regiert oder in Deutschland regieren wird.
    Nochmal zum Geld:
    Die gesamten materiellen Produkte der Menschen (Wohnungen, Möbel, Kleidung, Autos, Flugzeuge, Kreuzfahrschiffe, Züge, usw.) liegen im Gegenwert in Form von Zinsen bei den Banken. Den nur die Zinsen haben wir erschaffen.
    Diese Zinsen gehören zu je gleichen Teilen uns Menschen! Machen wir uns endlich davon ein schöneres friedliches Leben!

    • Zitat Hans: „Unser jetziges (geniales) Geldsystem (von den Rockefellers, Rothschilds,…..erdacht und entwickelt) führt zu dieser Macht. Und diese Macht wird logischer Weise nicht böse sein, sondern gut!
      Die Zentralbanken die Weltbank und der IWF sind privat! Und das ist gut so! Parteien und Regierungen sind nicht gut für uns Menschen sobald sie sich in unsere Arbeit einmischen.“

      Diese zwei skandalösen Feststellungen (1. daß die Macht des jetzigen „(genialen)“ Geldsystems „logischer Weise nicht böse“, „sondern gut“ sein werde; 2. daß es „gut so“ sei, daß die „Zentralbanken, die Weltbank und der IWF“ privat sind)
      richten sich diametral gegen alles, was sowohl Bernd Senf als auch Ken Jebsen jemals in diesem Zusammenhang
      geäußert haben.
      Hansi, es gibt nur vier Möglichkeiten:
      Entweder 1. Sie haben nicht richtig zugehört (und nicht verstanden, um was es geht)
      oder 2. Sie können sich nicht richtig ausdrücken,
      oder 3. Sie leiden an einer (hoffentlich nur vorübergehenden) Geistesverwirrung
      oder 4. ich kann nicht mehr lesen und verkenne Ihre ironischen Absichten…
      Sollte von allem etwas zutreffen, wünsche ich uns beiden gute Besserung!

    • Dabei hätte ich Hansis nächsten Hammer beinahe übersehen:
      „Demokratie ist nicht gut für unsere friedliche Entwicklung. Sie spaltet die Menschen auf unserem Planet.“
      Nicht weil sie demokratisch ist, spaltet die Demokratie die Menschen auf unserem Planeten, sondern weil sie im Namen der Demokratie Kriege führt, militärische wie finanzielle, indem sie ganze Nationen entweder in die Steinzeit zurückbombt oder ausplündert, wrd unsere friedlichen Entwicklung hintertrieben.

    • Hallo Teddiefidel: Danke für Ihre Reaktion auf meinen Beitrag.
      zu 1.Ich habe richtig zugehört und verstanden, worum es geht (habe ich auch geschrieben). Das Problem ist nur die Lösung des Dilemmas (siehe auch Andreas Popp von der Wissensmanufaktur). Ein wichtiger Teil seines Plan B ist das bedingungslose Grundeinkommen. Die Einführung dieses BGE würde die Grundlage für eine neue Weltordnung, von der ja auch viel gesprochen wird, bedeuten. Gleichzeitig würden die sich bekämpfenden Parteien an Bedeutung verlieren, was ja der Ausdruck der „Demokratie“ ist. Dies ist auch der Grund, dass keine Partei oder kein Politiker das BGE einführen würde. Nebenbei gesagt ist die Einführung des BGE keine Frage der Finanzierung. Wir können ja heute schon unendlich viel Geld erschaffen, nur um den Sog von vielen Fleißigen und Armen zu wenigen Reichen exponentiell zu beschleunigen:weltweit (siehe Bernd Senf). Diese Reichen sind die Bänker. Was würden Sie machen, wenn sie an deren Stelle in absehbarer Zeit mit unendlich vielen Dollar und einer weltweit verteilten Armee (Nato oder besser UN-Truppen) machen? Und das in Kooperation mit Russland (und China und Kanada und Europa usw.).
      zu 2.Ich gebe mir wirklich Mühe. Es ist natürlich sehr allgemein gefasst. Die im Detail geführte Diskussion führt zur Demokratie und damit zu Kompromissen. (Versuchen sie mal 80 Mio. oder 500 Mio. oder ca.6.5 Milliarden Menschen zu einer richtigen Meinung zu bringen. Wir kommen dort hin, wo wir heute sind!
      zu 3.Das kann durchaus passieren, wenn sie eine logische Möglichkeit sehen, auf der Welt (Globus) Frieden zu schaffen. Nebenbei gesagt, können wir Frieden nur begreifen, wenn wir wissen was Krieg bedeutet.
      zu 4.Sie können noch lesen und Politik und Philosophie ist schon immer mein Hobby.
      zum 2.Teil. Genau das meine ich doch, wenn ich Sie jetzt richtig verstehe!?
      mit freundlichen Grüßen Hansi

  16. Bernd Senf zuzuhören hat mir einiges an Freude bereitet. Und dies in vielerlei Hinsicht.
    Allein die Vergötzung des bösen Geldsystems nervt doch zunehmend. Was soll das sein? Die neue Schlauheit?

    Beispiel:
    du nimmst einen Kredit von 20.000 €, Laufzeit 60 Monate, monatliche Tilgung 333 €, Kreditkosten incl. Zins 540€. (=2,7%).
    Für dich bedeutet dies, das du für 9€ Kreditkosten monatlich in den Genuss kommst, ab sofort z.B. ein Auto nutzen zu können, und nicht erst in 5 Jahren, wo du erst das Geld für den Autokauf zusammengespart hast. Und dies Dank der bösen Bank.
    Und weil du nicht willst, das die böse Bank das Geld „aus dem Nichts schöpft“, lässt du es dir bar auszahlen. Ha! Denn außerdem bist du ja auch noch ein Schlitzohr: für den Barkauf mit diesem Geld kriegst du beim Händler 3% Rabatt. Tja, und dies bedeutet, das sich die 9€ monatliche Kreditkosten über den Händlerrabatt (=10€ monatlich) einander verrechnen. Zu deinen Gunsten. Ergo: Böse Bank. Böser Kredit. Böser Zins!
    Bist du aber kein Schlitzohr, dann „überweist“ die Bank das Geld eben zur Bank des Händlers. Aha! Giralgeld! Und aus dem Nichts geschöpft!! Böse!
    Hat die Bank wirklich (neues) Geld aus dem Nichts geschöpft? Nein, nicht wirklich. Denn es ist DEIN Geld, das du dem Händler geben würdest, das du (jetzt) aber noch nicht in der vollen Höhe hast, aber in Raten zahlen wirst. Eben über eine Bank. Und sie gibt es dir, weil sie sicher sein kann, das sie es auch bekommen wird. Sei es durch Pfändung. Nicht ein Cent wird geschöpft. Es ist stets dein Geld. Und es kommt nicht aus dem Nichts, sondern aus deinem Portemonnaie. Ok?

    Wenn du mit diesen finanziellen Möglichkeiten, welche die Bank dir anbietet, jedoch Schindluder treibst, z.B. durch immer mehr Kreditaufnahme, und immer mehr verschleppte Rückzahlung und womöglich noch zu idiotischen Kreditkonditionen, dann ist nicht die Bank böse, sondern du einfach nur bescheuert. Biste ja nich ;-). Oder aber du hast viele Steuerzahler die du dafür aufkommen lässt. Nun capito?

    Ja und die Banken? Wenn die eine Zahlung veranlassen, oder ein Kauf tätigen, ohne das dem ein entsprechendes Haben oder eine gleichwertige Forderung z.B. aus Kreditvergabe zugrunde liegt, dann „schöpfen“ sie wirklich Geld aus dem Nichts. Das dürfte ganz klar kriminell sein. Auch dann, wenn „Regierungen“ dies so bestellen (z.B. um Maßnahmen zur „Befriedung der Welt“ zu finanzieren). Sollten Banken nicht einer hinreichenden Kontrolle unterliegen? Schließlich könnte die ja auch wirklich Missbrauch mit den ihnen verliehenen Befugnissen treiben. Bankaufsicht? Bankaufsicht? Bankaufsicht?

    Egal. Hauptsache jeder weiß nun endlich, das der Zins Schuld an allem hat.

    • Bei einem Kredit, zum Bau oder Erwerbes eines Hauses oder Wohnung, sieht das schon anders aus.
      Das liegt an der geringen Tilgung und der langen Laufzeit. Da kommt bei allen, schon mit Zinsen was anderes heraus.
      Je nach dem, was man an Eigenkapital hat. Um das angenehmer zu gestallten wird dann noch die „gesparte Miete“ abgezogen aber die Kosten für Werterhaltung und Reparaturen müssen auch gezahlt werden. Ganz nebenbei wird dann noch ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung als Bedingung gestellt was den Geldbeutel auch belastet.

    • schwarz ist weiß:
      Ja durchaus. Beim banküblichen Annuitätendarlehen sähe das obige Beispiel auch schon anders aus. Da würde der Zins jährlich auf die Restschuld erhoben, also wiederholt, und man käme auf ca. 1300€ Kreditkosten. Oder man kriegt eben ein Auto’chen für „0%“ finanziert. 🙂
      Schlussendlich muss jedoch selber entscheiden, ob er z.B. für ein Immobilienerwerb einen Kredit von 200.000€ aufnimmt, und am Ende dafür 360.000 € zurückzahlt; wegen einer langen Laufzeit. Die aber deswegen so lange ausfällt, weil eben das verfügbare Geld gemessen an der Kreditsumme einfach viel zu gering ausfällt. Wer zu hohe Kredite aufnimmt, der bezahlt dafür bitter.

    • @wiebitte:
      Zitat: „Hat die Bank wirklich (neues) Geld aus dem Nichts geschöpft? Nein, nicht wirklich. Denn es ist DEIN Geld, das du dem Händler geben würdest, das du (jetzt) aber noch nicht in der vollen Höhe hast, aber in Raten zahlen wirst. Eben über eine Bank. Und sie gibt es dir, weil sie sicher sein kann, das sie es auch bekommen wird. Sei es durch Pfändung. Nicht ein Cent wird geschöpft. Es ist stets dein Geld. Und es kommt nicht aus dem Nichts, sondern aus deinem Portemonnaie. Ok?
      –> Frage: Und woher kommt das Geld aus deinem Portmonnaie?

    • Nachtrag. Giralgeld gut oder Böse? Im derzeitigen System kommt Geld eben (fast ausschließlich. es gibt ja immer Ausnahmen. Der Vereinfachung halber muss man das ja nicht immer hinzufügen. ich mache es jetzt noch mal. Aber ansonsten bitte ich zu entschuldigen, wenn ich nicht immer jeden Sonderfall im Detail aufführe). durch die Giralgeldschöpfung der Banken in den Wirtschaftskreislauf. Es braucht Giralgeld. Dass das System falsch konstruiert ist, steht außer Frage.

      Es ist übrigens gar nicht falsch, dass Geld aus dem Nichts kommt, also fiat money ist. Damit der Waren- und Dienstleistungsaustausch funktioniert, brauchen wir ja Geld. Es muss also irgendwie in Umlauf gebracht werden. Dabei wäre es Unsinn, Geld mit Gold oder sonst was zu decken oder an dessen Menge zu binden. Geld muss durch das BSP gedeckt sein. Die Geldmenge muss also der Menge an Gütern und Waren entsprechen. Die Geldmenge muss an die Wirtschaftsentwicklung angepasst werden. Wenn die Geldmenge viel stärker als die Wirtschaft wächst, bekommen wir Inflation. Bsp: Es gibt 10 Äpfel zu kaufen. Die Geldmenge ist 10 Euro. Dann wird ein Apfel im Idealfall 1 Euro kosten. Gibt es auf einmal 20 Euro, wird der Preis auf 2 Euro steigen = Inflation.

      Ein einfaches, bekanntes Beispiel, das zeigt, was Geld ist bzw. welche Funktion es erfüllt.
      A hat einen Garten, wo der Rasen gemäht und Unkraut gejähtet werden muss. Die Arbeit erledigt B für A. B verspricht im Gegenzug dem B, einen Sack Äpfel zu geben, wenn sie geerntet werden können. Sie halten das Schwarz auf Weiss auf einem Zettel fest. Man kann das Gutschein oder Schuldschein nennen.

      In der Zwischenzeit geht das Dach bei B kaputt. Er holt den C für die Reparatur. Weil B dem C selbst keine geeignete Gegenleistung erbringen kann, akzeptiert C den Schuldschein, der auf B lautet, weil C auch gern Äpfel ist. Etwas später dann können die Äpfel in dem Garten von A geerntet werden. Nun geht C zu A mit dem Schuldschein. Der A gibt dem C dafür den Sack Äpfel. Ihm ist es egal, ob er den Schuldschein von B oder von C wiederbekommt. A zerreißt den Schuldschein. Ergebnis: Niemand hat mehr eine Schuld. Jeder hat eine Leistung erbracht und dafür eine Gegenleistung bekommen. Es gibt keinen Schuldschein/Geld mehr.

    • Gostomsky hat weiter unten auf den Vortrag von Ulrike Hermann hingewiesen
      youtube.com/watch?v=u6wc3hg61UA
      Insbesondere empfehlenswert weil entmysterisierend.

    • Sie haben offensichtlich nicht begriffen.
      Das Beispiel mit dem Auto ist ja schön und gut, aber was ist mit der Bilanz der Bank?
      Vor dem Kredit und nachher? Die Bank hat bei 20 000€ 540€ Geld in der Kasse.
      Was macht denn die Bank mit einem Mindestreservesatz von einem Prozent?
      Der Banker drückt ein paar Tasten an der Tastatur seines Rechners und damit hat er (laut „wiebitte“) DEIN EIGENES Geld erschaffen nur eben etwas früher. Sorry, aber das ist einfach Blödsinn.
      Der Banker drückt ein paar Tasten an der Tastatur seines Rechners und wenn du den Kredit zurückbezahlt hast hat die Bank 20 000€ mehr in der Bilanz plus Zins und Zinseszins. Bei deiner Recnung von 333€ per Monat, Laufzeit 60 Monate kämen allerdings weniger als 20 000€ zusammen was sehr unwahrscheinlich ist.
      Bei einem Immobilienkredit sieht die Sache schon anders aus. Der Banker drückt ein paar Tasten, nach 20 Jahren hat die Bank dann 300 000€ mehr in der Bilanz.
      Um jetzt mal von den Zahlen wegzukommen weil die Bank hat ja auch eine Bilanz mit soll und haben.
      Vorher (vor dem Tastendrücken) hat die Bank ein Haus weniger, danach ein Haus mehr. Das sind reale Werte!
      Also: der Schuldner kann den Kredit nicht bedienen und die Bank hat aufgrund von ein paar Tastendrückern ein Haus (mehr) im Besitz.
      Dann kann man ja auch noch ein wenig weiter denken und sich vorstellen was unsere (ja ach so bösen Banken wie „wiebitte“ ironisch meint, er will damit sagen dass die Banken jetzt total zu unrecht ins Visier geraten, weil sich so eine Bereicherung für eine gut und ethisch korrekte Volkswirtschaft sind) also wenn man weiter denkt kommt man zu dem Schluss, dass sich die Banken auch gegenseitig Kredite geben, z.B Bank A gibt Bank B einen Kredit über 2 000 000€ Bank B gibt Bank C einen Kredit über 20 000 000€ und Bank C gibt wieder Bank A einen Kredit über ???…€
      Wiebitte, ich muss schon sagen. Wenn man nur eine Seite der Bilanz betrachtet, nämlich die Seite des abgezockten Kreditnehmers, könnte man schon so argumentieren. Aber eben nur wenn man die Seite der Bank völlig ausblendet wie das ja seit Jahren geschieht, nein, es ist gar nicht erwünscht, dass die Seite der Bank ans Licht kommt. Zu viel unangenehme Fragen.
      Also: schöner Versuch alles wieder so hinzurücken und den Blick nur auf den Bankkunden zu lenken und NICHT auf die Bank. Genau das Gegenteil aber, will dieses Interview bewirken und ich finde es wirklich extrem gut gemacht. Die Art und Weise wie sich Jebsen und Herr Senf den Ball gegenseitig zuspielen und somit ein Gespräch entfalten was selbst für Menschen mit wenig Vorwissen zum Thema einiges entwirren und klar machen dürfte ist erste Klasse. Dieses Interview sollte in Schulen gezeigt werden und danach mit Schülern und Lehrern diskutiert werden..
      Und „wiebitte“: wie sie hier andere lächerlich machen wollen (Herrn Senf, Jebsen und alle die kritisch das Geldsystem beleuchten, mit ihren ach so bösen Banken, die neue Schlauheit und die Vergötzung des bösen Geldsystems) und selbst die grundlegenden Dinge und einfachsten Zusammenhänge nicht schnallen, wie sie sich hier über andere erheben, mit einer Arroganz die seines Gleichen sucht, und selbst bei einfachsten Rechnungen und Betrachtungen scheitern ist wirklich amüsant.

    • Eine allgemeine Anmerkung: Es ist wenig hilfreich für die Diskussion und das Erkenntnisinteresse, in seine Kommentare Sarkasmus einfließen zu lassen und zu sehr auf die persönliche Ebene abzuheben. Durch die Diskussion und die Gegenüberstellung verschiedener Sichtweise, soll doch ein Nutzen für alle rauskommen: Interesse wecken, hinzulernen, praktisches Handeln ableiten, falsche Vorstellungen korrigieren, etc. Wir alle können immer hinzulernen und niemand hat die Wahrheit mit Löffeln gefressen.

    • rule72
      Gut! Dein, aus meiner Sicht gültiges Beispiel möchte ich mal auf der Basis von Geldkarten nachbilden. Das ist zwar umständlicher lässt aber differenzierte Aussagen zu.

      Für die Geldkarte (=GK) soll gelten:
      – sie ist ein Speicher für Geldwerte
      – die Werte auf einer GK lassen sich (z.B. per Controller) verringern bzw. erhöhen
      – ein Wert ist eine positive Zahl (z.B. Anzahl Einheiten BSP)

      daraus folgt:
      – Geld ist stets ein Wert (und daher niemals wertlos)
      – zeigt die GK (auf einen Controller) keinen Wert an (=kein Geld), dann ist die GK wertlos

      Nun zu deinem Beispiel:
      B erbringt eine Leistung (Gartenpflege) für A; A sagt zu, dies mit einer Leistung (Apfellieferung) zu vergelten, jedoch nicht sofort sondern später (nach Apfelernte).
      Beide sind einverstanden. Sie bewerten die Leistung von B mit 10 BSP-Einheiten. Die spätere Verrechnung soll jedoch „verbrieft“ sein (=Gutschein).

      Hinweis: Die GK’s verfügen daher mehr als nur ein einziges Konto (Kasse). Sie bieten noch die Konten Verbindlichkeiten und Forderungen.

      Der GK-Controller verrechnet in diesem Fall also nicht per Kasse GK(A) an Kasse GK(B), sondern erhöht die Verbindlichkeiten von GK(A) und die Forderungen von GK(B) je um den Wert +10.
      Damit nachvollziehbar bleibt, wer wem solch einen „Gutschein“ ausgestellt hat, muss die Kontonummer der GK-Besitzer auf beiden GK’s vermerkt werden. Ebenso der Termin, zu dem die eigentliche Verrechnung vorgesehen ist (Fälligkeitstermin).

      In deinem Beispiel geht es dann weiter:
      C repariert für B das Dach. C akzeptiert statt einer sofortigen Verrechnung eine gleichwertige Forderung von B zu übernehmen (jene von B an A).
      Der GK-Controller überträgt dazu die Forderung von GK(B) an GK(C) incl. der Kontonummer von A und das Fälligkeitsdatum. Für B ist damit das Geschäft abgeschlossen.
      C informiert A, das er die Forderung von B übernommen hat. A ändert die Kontonummer von B auf die von C.

      Zum Fälligkeitstermin liefert A tatsächlich die Äpfel an C. Der GK-Controller verringert dann die Forderungen von GK(C) um 10 und die Verbindlichkeiten von GK(A) um 10. Für A und C ist damit das Geschäft ebenfalls abgeschlossen.

      Nun die Interpretation:
      – die Leistungserbringung (A/B/C) schöpfte reale Werte
      – die Werte wurden einvernehmlich je mit einem Geldwert von 10 Einheiten (BSP) gleichgesetzt
      – die Verrechnung der Geldwerte (Buchgeld) erfolgt per GK’s. Buchgeld lässt sich so auch als Giralgeld bezeichnen

      Dazu das Fazit:
      – Geld entsteht niemals aus dem Nichts, sondern bezieht sich stets auf reale Wertschöpfung
      – Buchgeld bzw. Giralgeld ohne reale Wertschöpfung hat keinen (realen) Wert
      – Giralgeld ist kein zusätzlich „schöpfbares“ oder anderes Geld, sondern nur eine andere Bezeichnung für Buchgeld

      Im Rahmen der Qualitätssicherung von geldverarbeitender Software generiert man zum Testen auch „Geld“. Nun lässt sich herzlich darüber streiten, ob darin eine Schöpfung von Buch- bzw. Giralgeld zu sehen ist. Jedenfalls wird dieses Geld vor der Produktivsetzung des Systems auf jeden Fall wieder vernichtet.

      @Marco: Frau Herrmann sagt aber auch, das Geld „aus dem Nichts geschöpft“ keinen Wert hat. Und so kann es ohne irgendwelchen Verlust auch jederzeit wieder vernichtet werden. Wenn dieses Geld jedoch so gehandelt wird, als ob dem ein realer Wert zugrunde läge, dann ist es einfach Betrug.

    • @ wiebitte

      wenn sie für ein Auto einen Kredit nehmen, 20, 000 € weil sie das Geld nicht haben und die Bank es auch von keinem anderem Konto abbucht, na wo kommt denn das Geld her?
      Natürlich werden wenn sie das Geld zurückbezahlt haben ihre Schulden getilgt, nur das was sie zu viel an Zinsen zurückbezahlt haben dieses Geld hat es vorher nicht gegeben, die Geldmenge ist erhöht worden, Sie müssen anderen Geld wegnehmen um ihre Zinsen bedienen zu können. Ein anderer muss einen neuen Kredit aufnehmen weil sie ihm das Geld weggenommen haben. So dreht sich das im Kreis und die Geldmenge wird jedesmal erhöht und die Sparer durch die Inflation enteignet.
      So wenn sie einen Kredit für ein Auto bekommen und das in bar, da muss ich mich mal erkundigen was da wirklich für Zinsen zu bezahlen sind.
      Dieser Mechanismus ist nun überall vorhanden, bei ihrem Haus, Auto, Wohnung, bei den Steuern 50%, wen sie zum Bäcker gehen oder beim Handwerker was kaufen.
      In der Statistik bezahlen die Menschen ca 35-40% von dem Geld was sie verdienen wieder an Zinsen an die Menschen die ihr Geld arbeiten lassen. Das ist ein ständiger Umverteilungsmechanismus von fleißig nach reich.
      Die Menschen die arbeiten bezahlen den Menschen die ihr Geld arbeiten lassen die Zeche.

      Bei ihren Beispiel mit dem Auto, wenn sie 20 000@ in bar aufnehmen zu 10% Zinsen und sie ihren Job verlieren, na, dann können sie das Auto nicht zurüch zahlen, ein verkauf des Autos bringt ihnen nur mehr 50% des Neuwertes, dann bleiben sie also verschuldet so schnell kann es gehen und es liegt sicher nicht daran das die Menschen bescheuert sind.

      Leider gibt es zu viele Menschen wie sie die sich weigern zu verstehen, die es sich lieber so zurecht basteln wie es halt ihnen in den Kram passt. Eine hinreichende Kontrolle der Banken kommt erst bei wetten an der Börse zu tragen, da sie wie früher in aufgeteilt werden sollten. Trennbankensystem. Banken die eld von Sparern verwalten dürfen nicht an der Börse spekulieren und alles verzocken und dann sagen, bitte liebe Steurzahler ihr seid ja eh so blöd darum müsst ihr das jetzt bezahlen.
      Das Giralgeld könnt doch auch von dem Staat herausgegeben werden, dann müsste der Staat wenn er Kredit aufnimmt nicht auch noch die Zinsen an private Personen bezahlen.
      Und wenn sie einen Kredit aufnehmen dann merken sie keinen Unterschied nur geht halt der Zins an den Staat und peppelt so den Staatshaushalt auf und sie müssen weniger Steuern zahlen und noch weniger Steuern zahlen weil ja der Saat die Zinsen nicht zurück zahlen muss.

      Aber das liegt ja anscheinend nicht in ihrem Sinne.

    • Lieber Arrrrggggggg…

      …. zurechtgebastellt? Ich meine mehr, das es eine Analyse bei klar definierter Konfiguration ist, die ich hier zur Sachdiskussion bereitgestellt habe.
      Bitte lese auch nochmal nach, in welchem Fall genau ich ein Kreditnehmerverhalten als bescheuert bezeichnet habe. Du führst einen anderen Fall an, den ich nicht aufgegriffen hatte.

      Vielleicht prüfst du meinen Beitrag auch nochmal genau auf Herz und Nieren. Wenn da was falsch ist, oder sich genauer / richtiger darlegen lässt, würde mich das durchaus interessieren. Zudem halte ich es für wichtig, den wahren Ursachen auf die Spur zu kommen. Mit vorgeblichen / anscheinenden Schuldursachen werden sich die Probleme nicht wirklich lösen lassen.

    • Ich stimme arrrggg grundsätzlich zu. Wenn Geld erzeugt wird, ist der Gegenwert noch nicht erbracht. ER muss erst noch geleistet werden. Das Beispiel, das ich gebracht habe, soll erklären was Geld ist. Für die Erklärung der „Geldentstehung aus dem Nichts“ ist es eher hinderlich. Das siehm man daran, wie sie es für ihre Erklärung nutzen.

      Wenn Geld als Kredit aus dem Nichts erzeugt wird, hat der Kreditnehmer noch keine Leistung erbracht. Er muss sie erst noch bringen. Es gibt noch keinen Gegenwert.

      Ich finde ihre Argumentation doch auch sehr konstruiert. Ich habe schon einige Diskussionen gehabt, wo der Gegenüber auch sehr komplizierte Begründungen dargestellt hat, um seine These zu begründen. Durch die Komplikation wird die These auch nie richtiger. Aber die Diskussion wird dadurch so erschwert, dass es bald sinnlos wird.

      Manche kommen dann mit rechtlichen Argumentationen, dass das was Banken erzeugen, also das Giralgeld, gar kein Geld ist und nur Banknoten, Münzen und Zentralbankreserven Geld sind. Dann können Banken natürlich kein Geld erzeugen. Dass wir aber hauptsächlich Giralgeld zum Bezahlen nutzen und es eben die Funktion von Geld hat, scheint diese Leute nicht umzustimen.

      Übrigens kommen sie an Banknoten und Münzen auch nur über Giralgeld, das auf ihrem Konto ist, von dem sie dann Bargeld am Geldautomaten abheben. Der Normalbürger kommt überhaupt nur über Geschäftsbanken an Geld.

    • Wir brauchen nun mal Geld, dass wir unser Transaktionen/Käufe durchführen können. In meinem Beispiel garantiert sie, das der Schuldschein von A an B gültig ist und als allgemeines Zahungsmittel akzeptiert wird. Damit A nicht die Leistung von B geschenkt bekommt, muss er das Geld (den schuldschein) über eine Gegenleistung zurückerlangen und der Bank zurückgeben. Denn schließlich hat er Kredit (einen Vorschuss) bekommen. Die Bank wiederrum kann nicht beliebig für sich Geld erzeugen, mit dem sie einkaufen geht. Sie muss dafür ja auch eine Gegenleistung erbringen. Das ist heutzutage so geregelt, dass wenn das von ihr erzeugte Geld (Giralgeld) – wiebitte stellt das ja auch über die Verbindlichkeiten-Forderungen Relation dar (natürlich ist Buchgeld Giralgeld) – ihr von jemanden vorgelegt wird, der keinen Kredit zurückzuzahlen hat, sie eine Gegenleistung dafür erbringen muss. Das kann eine Bankdienstleisung sein.

      Aber es gilt grundsätzlich, dass sie von der Bank verlangen können, Ihnen Bargeld auszuzahlen. Und Bargeld kann die Bank nicht selbst herstellen. Das muss sie von der Zentralbank besorgen. Da heute aber überwiegend durch Überweisung bezahlt wird, muss die Bank nur zu einem geringen Betrag wirklich liefern = ein Opfer in Form von Bargeld bringen.

      Die Funktion der Sicherstellung, dass mit Geld allgemein bezahlt werden kann, sollte vom Staat übernommen werden. Und nicht nur für Bargeld, wie dass der Fall ist, da es das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist, sondern auch für Buchgeld/Giralgeld. Dies sollte auch auf das Buchgeld/Giralgeld ausgeweitet werden. Vollgeld etwa würde dafür sorgen.

    • rule72
      Wenn Geld erzeugt wird, ist der Gegenwert noch nicht erbracht. ER muss erst noch geleistet werden. Das Beispiel, das ich gebracht habe, soll erklären was Geld ist.

      Diese Aussage schlüssele ich nun mal schrittweise wie folgt auf:

      (Buch)Geld wird erzeugt, um erbrachte Leistungen (=Realwerte) über verrechenbare Geldwerte zu übertragen. Die „Schöpfung“ des Buchgelds erfolgt also erst dann, wenn erbrachte Realwerte in Buchgeld übertragen werden soll (eben zu Zwecken der Verrechnung). Das Buchgeld existierte vor dem aber nicht. Damit ist sichergestellt, das Buchgeld stets vorhandenen Realwerten entspricht (=kein Fiatmoney).

      Im Moment der Gelderzeugung ist der Gegenwert noch nicht erbracht. Richtig, da im Beispiel die Schaffung des Realwerts (die Äpfel für B) noch aussteht.

      Ergo: die Aussage von Ihnen ist zutreffend.
      Frage: Wo und an welcher Stelle behaupte ich was anderes?

      Der nächste Satz:
      Wenn Geld als Kredit aus dem Nichts erzeugt wird, hat der Kreditnehmer noch keine Leistung erbracht. Er muss sie erst noch bringen. Es gibt noch keinen Gegenwert.

      Dies ist so formuliert ein Trugschluss:
      1. In Ihrem Beispiel ist A der Kreditnehmer (die Äpfel liefert er erst noch, nach der Ernte). Dennoch erfolgt keine „Geldschöpfung aus dem Nichts“, sondern über den gleichwertigen Realwert der von B erbrachten Gartenpflege
      2. Wenn ich in meinem Beispiel 20.000€ Kredit nehme, dann bezieht sich dieser ebenso wie bei 1. auf einen Realwert (dem Auto). Die Geldschöpfung erfolgt also nicht aus dem Nichts, sondern auf den Realwert des Autos.

      Gegenprobe: in beiden Fällen besteht bis zum Abschluss der Verrechnung ein Eigentumsvorbehalt. Und dieser berechtigt den „Kreditnehmer“ ggf. auch zu Pfändung offener Forderungen. Dies dient zur Absicherung der Geldwerte durch Realwerte. Ergo: der Realwert existiert. Kein Fiatmoney.

      Stimmt dies so wie ich das hier aufführe?

    • @ wiebitte
      Hallo, eigentlich wollte ich das gleiche Problem wie sie behandeln, mir ist der Unterschied auch nicht klar.
      Ich versuche es nochmal.
      Sie wollen sich ein gebrauchtes Auto kaufen, sagen wir es ist gebraucht, es existiert als schon und de es schon den 3 Bestizer hat wurde auch schon 3 mal dafür bezahlt
      der erste besitzer hat 120 000 ausgegeben und der zweite hat 60 000 ausgegeben und der 3 hat 30 000 ausgegeben und ist damit kaum gefahren..
      Es ist ein sehr gutes und beliebtes Auto sagen wir irgend ein BMW und der ist noch immer 20000 wert.
      Ihnen gefällt das Auto sehr gut da sie aber kein Guthaben und kein Bares haben und auch keinen freund der ihnen das Geld leihen würde, daher müssen sie zur Bank und nehmen einen Kredit den sie sich Bar auszahlen lassen, Laufzeit 5 Jahre und 5% Zinsen. Für die Bar Zahlung bekommen sie 3% Skonto.
      Aber die 20 000 werden von der Bank nirgendwo abgebucht die werden erzeugt, nun sie arbeiten fleißig und bezahlen den Kredit in 5 Jahren ab, dann werden die 20 000 wieder gelöscht und sie haben keine Schulden mehr. das Auto gehört jetzt ihnen. Ja da sagen wir mal da ist kein Geld entstanden, aber die Zinsen müssen sie auch zurückbezahlen und dieses Geld ist nicht im Umlauf, daher fehlt es wo anders und irgend jemand anders muss sich auch wieder einen Kredit aufnehmen weil ihm eben das Geld fehlt. Die Geldmenge wurde um den Betrag was sie an Zinsen zurückbezahlen erhöht, also die Zahlen im Bankcomputer, nicht das Papiergeld.
      darum möchte man ja das Papiergeld abschaffen.
      Und das passiert bei jedem Kredit und die Geldmenge (Zahlen im Bankcomputer) wächst ständig, wenn Papiergeld fehlt wird es nachgedruckt und in Umlauf gebracht, das ist eine andere Geschichte.
      So das ist mein Verständnis.
      sie bezahlen 20000 – 3% = 19 400
      20 000 + 5% 5 Jahre = 22960 + 400 Bearbeitungsgebühr = 23360
      eine monatliche Rate von 376 €
      Hier erhöht sich die Geldmenge um 2960 €.

      Ok, ich habe gedacht das es mehr ist aber so ist es eben. Ich glaube die Geldmenge verdoppelt sich so alle 25 Jahre, korrigiert mich bitte wenn das falsch ist.

    • Habe in den Kredit Rechner auch noch andere Summen und längere Laufzeiten eingegeben. da kommt dann fast das Doppelte zusammen also es müssen fast nochmal so viel wie benötigt werden an Zinsen drauf gepackt werden, das ist der Zinseszins.

    • Und das ist der best case. Wenn sie nicht in der Lage sind den Kredit zurück zu bezahlen weil sie ihren Job verloren haben und sich die 375 € monatlich nicht mehr leisten könne, so nun müssen sie ihr Auto verkaufen, aber ie bekommen nur noch 10 000 da fehlen jetzt noch 5000 und darum müssen sie auch noch ihren Fernseher, Computer, Schmuck verkaufen.
      Beim Häuslbauer hat die Bank das Haus und darum gehts eigentlich.

    • @wiebitte

      „Die „Schöpfung“ des Buchgelds erfolgt also erst dann, wenn erbrachte Realwerte in Buchgeld übertragen werden soll (eben zu Zwecken der Verrechnung). Das Buchgeld existierte vor dem aber nicht. Damit ist sichergestellt, das Buchgeld stets vorhandenen Realwerten entspricht (=kein Fiatmoney).“

      Wir haben aber fiat money! Wir haben keine Goldbindung mehr oder ähnliches.

      Wenn ich einen Kredit bei der Bank aufnehmen und sagen wir 10.000 auf mein Konto gutgeschrieben bekomme, habe ich noch nix geleistet und die Bank auch nicht. Die Bank prüft vielleicht meine Bonität aber sie fragt mich nicht konkret, für was ich den Kredit will, wenn es sich um kleine Kredite handelt.

      Vielleicht geht es ja auch nur um den Begriff „aus dem Nichts“, der Sie stört Natürlich braucht die Bank auch einen Kreditnehmer etc. Bedingungen gibt es, die an die Kreditvergabe gebunden sind.

      Ich habe schon mal drauf verlinkt, mache es aber gerne nochmal. Die Bundesbank gibt dazu auch Auskunft.
      https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html?docId=322134#322134

    • @wiebitte
      Habe noch was vergessen. Es wurden in den letzten Jahre enorm viel Kredite für Spekulationen etc. auf dem Finanzmarkt aufgenommen. Deshalb gab es ja auch die Finanzblase, die dann in der Krise geplatzt. Sind denn diesen Krediten reale Werte gegenübergestanden?
      Das Geld floss ja auch gar nicht in die Realwirtschaft, sondern in den Finanzmarkt und hat dort den ganzen Irrsinn erst möglich gemacht.

    • Rule72: Wir haben aber fiat money!
      Ja haben wir tatsächlich. Aber nicht, weil das Geldsystem, die Zinsen usw. daran schuld sind bzw. fehlerhaft seien. Ein Teil der wahren Übeltäter haben Sie ja schon benannt: z.B. Spekulationen. Systeme spekulieren nicht, aber gewisse Bankmenschen hingegen schon. Dies ist der Unterschied den ich hier verdeutlichen wollte.

      Aber bleiben wir mal bei den Consumerkrediten.

      Hier die Auszüge von Ihrer verlinkten Quelle, auf die es ankommt:

      …in vielen Lehrbüchern wird unterstellt, dass einer Geschäftsbank zunächst (!) zusätzliches Zentralbankgeld zugeflossen sein muss, bevor sie zusätzliche Kredite gewähren kann.
      In der Praxis ist dieser Zusammenhang nicht zwingend gegeben. So sind einzelne Geschäftsbanken normalerweise stets in der Lage, sich bei Bedarf Zentralbankgeld (!) kurzfristig über den Geldmarkt zu beschaffen – das heißt, von anderen Geschäftsbanken zu leihen…. Abgesehen davon verfügen die Geschäftsbanken im Normalfall stets über ein gewisses Guthaben in Zentralbankgeld. Denn jede Geschäftsbank ist verpflichtet, eine Mindestreserve in Zentralbankgeld zu halten ….
      Die Buchgeldschöpfung … der Banken sind grundsätzlich der Aufsicht nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und weiteren Gesetzen unterworfen.

      Dies bedeutet, dass für solche Consumerkrediter auch KEIN Buchgeld aus dem Nichts geschöpft wird. Im Bedarfsfall wird die eigene / fremde Mindestreserve an Zentralbankgeld dafür beliehen.

      Solche Kredite werden gewährt, wenn die Kreditvergabe durch anderweitige, geldwerte Sicherheiten abgedeckt sind (regelmäßiges Gehalt, Eigentum, etc.) und die Risiken insgesamt als gering eingeschätzt werden.

    • „Dies bedeutet, dass für solche Consumerkrediter auch KEIN Buchgeld aus dem Nichts geschöpft wird. Im Bedarfsfall wird die eigene / fremde Mindestreserve an Zentralbankgeld dafür beliehen. “

      Die Banken müssen sich nur zu einem Bruchteil mit Zentralbankreserven refinanzieren. Weniger als 5% genügen im Durchschnitt. Wir haben deshalb ein fraktionales Reserve-System. Das Giralgeld übersteigt immer bei weitem die Menge an Reserven.

      Wie sieht es denn bei Investitionskrediten aus? Der Unternehmer braucht diesen als Vorschuss, um überhaupt erst produktiv werden zu können und Werte zu schaffen oder die Produktivität zu erhöhen. Hier ist nur ein Potential vorhanden. Das Geld muss vorgeschossen werden, also erst mal auf Basis zukünftiger Erwartung geschöpft werden.

    • wiebitte Sie schreiben:
      „Fiat money….Ja haben wir tatsächlich. Aber nicht, weil das Geldsystem, die Zinsen usw. daran schuld sind bzw. fehlerhaft seien. Ein Teil der wahren Übeltäter haben Sie ja schon benannt: z.B. Spekulationen. Systeme spekulieren nicht, aber gewisse Bankmenschen hingegen schon. Dies ist der Unterschied den ich hier verdeutlichen wollte.“

      Natürlich liegt es am System. Sollten die Spekulanten das System überlisten und daraus ein fiat money system machen? Sie bekommen wie andere auch ihre Kredite von den Banken, ganz nach den Regeln des Systems.
      Zudem muss Geld keinen festen Anker wie Gold haben. Ein fiat system ist okay. Die Geldmenge muss jedoch an die die Wirtschaftsleistung gekoppelt sein. Warum sollte man Geld an Gold oder was anderes binden, und sich dadurch in seinen Möglichkeiten einschränken. Geld muss durch das gedeckt sein, was man dafür kaufen kann. Dadurch erhält es seine Deckung=Kaufkraft. Ich möchte im Notfall mein Geld nicht in Gold eintauschen, sondern Güter bekommen, die einen Gebrauchswert für mich haben. Auch deshalb ist Deckung an ein bestimmtes Gut nicht sinnvoll.

    • rule72
      Ich möchte im Notfall mein Geld nicht in Gold eintauschen, sondern Güter bekommen, die einen Gebrauchswert für mich haben. Auch deshalb ist Deckung an ein bestimmtes Gut nicht sinnvoll.

      Ja, im Notfall brauchts wirklich andere Sachen. Mit einer Gold- oder Silbermünze würde ich mich beim Händler bestimmt nicht blicken lassen. Selbst wenn es offen wäre, und noch Waren hätte. Das Edelblech kommt erst Jahre danach ans Tageslicht, um das konservierte Vermögen wieder flüssig zu machen. Falls es sich erholen sollte.

      Für Regierungen und Konzerne ist das anders. Wenn alles zusammenkracht bleibt nur eines übrig: das Militär. Und das tut dann das Übrige, um vor allem sich selbst handlungsfähig zu halten.

    • Arrrrggggggg
      Wenn man Kredite nicht mehr zurückzahlen kann, egal warum und wofür, dann wird es meistens bitter. Und zunehmend unfairer, da die Restwertbestimmung für Haus, Auto, usw. selten befriedigend ausfällt. Viel zu viele standen am Ende mit nichts außer Schulden fürs weitere Leben da. Nicht selten mit Konsequenzen für die ganze Familie.
      Das ist für mich erstlinig keine Finanzsache, sondern eine Frage der Ethik. Eine Bank schreibt Verluste aus Consumerkrediten einfach ab, erhöht bei den Konditionen irgendeine Nachkommastelle oder Sonst was. Das juckt sie überhaupt nicht. Für den betroffenen Privatmensch ist es aber ein finanzieller / wirtschaftlicher GAU. Mitunter das ganze weitere Leben lang. Das steht in keinem vertretbaren Verhältnis. So darf das nicht sein!

      Wenn wir uns anschauen, wie es der Bevölkerung in Griechenland ergeht, dann sehen wir bezogen auf EU, Banken und den Schäubles eine ethische Katastrophe. Wie innig wünsche ich mir, das es eine Weltethikkommission als höchste Instanz gäbe, die da reingrätscht und die Verantwortlichen für jegliche politische Ämter bzw. verantwortliche Positionen sperrt.

  17. Prima Interview.
    Der von Herrn Senf erwähnte Hans Scharpf / http://www.geldhahn-zu.de (1:52:00 und 2:02:00) wollte ja mit rechtstaatlichen Argumenten die Justiz „bemühen“, unser Geldsystem zu erkennen und juristisch die privaten Banken – mit ihrer Falschgeld-Produktion durch Luftkredite aus bits & bytes – in die Schranken zu verweisen.

    Dumm nur, dass die deutsche Justiz nicht dem entscheidenden höchstrichterlichen Urteil des EuGH vom 13.04.2013 folgte, um auf juristischem Wege einen Wandel zu einem fairen Geldsystem zu erreichen.

    Bisher gilt:
    Die Kreditvergabe durch private Geschäftsbanken an Häuslebauer erfolgt in D (EU) nur, wenn der Kreditnehmer / Häuslebauer die „vorformulierten Grundschuld-Bestellungs-Urkunden“ der Geschäftsbanken unterzeichnet.
    Damit ist den privaten Banken sichergestellt, dass bei Tilgungsproblemen des Kreditnehmers sie jederzeit Zugriff durch Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung der notleidenden Immobilie haben, sollte ihr Luftgeldkredit (1% Mindestreseve) in Schieflage kommen.

    Nun urteilte der EuGH am 13.04.2013 auf Grund einer Klage eines Herrn Aziz aus Barcelona, dass der Zugriff der Banken auf Immobilien nur möglich ist, wenn ein Gericht zuvor darüber per Urteil Recht spreche.
    Zudem ist dem notleidenden Kreditschuldner Prozesskostenhilfe / PKV zu gewähren.
    Das EuGH-Urteil:
    http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=135024&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1

    Die Kreditvergabe von „Geld aus dem Nichts“ basiert also grundsätzlich auf realen Sicherheiten, aber der direkte Zugriff ist rechtswidrig.
    Faktisch haben Banken – ohne einen Richterspruch – keine Sicherheiten der gewährten Kredite. Die Bank-Bonitäten müssten sich bei ca. CCC- einpendeln, was der Realität ja mehr als entspräche.

    Die deutsche Justiz urteilte jedoch, dass „dann erst recht das gesamte Geld- und Finanzsystem zusammenbrechen würde“. (so z.B. das OLG Karlsruhe)
    Eigentlich richtig erkannt, will man zu einem fairen Geldsystem kommen.

    Es ist also noch schlimmer als befürchtet, denn die Justiz sitzt auch im Boot, das mit Geld aus dem Nichts finanziert wurde.
    „Kollektive Korruption“ erwähnte mal Thorsten Polleith – Chefanalyst Degussa AG – und meinte, wenn …
    „..Ihr zufolge ist es das Eigeninteresse einer wachsenden Zahl von Nettostaatsprofiteuren, die den Freiheitsraub durch die Politik nicht nur duldet, sondern (still und heimlich) auch unterstützt.“
    Hängt da was zusammen?
    http://www.rottmeyer.de/kollektive-korruption-warum-es-kein-freiwilliges-aussteigen-aus-dem-fiatgeld-standard-geben-wird/

    • Mir ist durch das Interview mit Prof. Senf und das Lesen der Kommentare etwas klarer geworden, worin das Problem mit dem Schuldgeldsystem steckt und warum es gegenwärtig immer noch „funktioniert“:

      Durch die Kreditvergabe mittels eines Schreib- und Buchungsaktes (Bilanzverlängerung) wird „offiziell“ für das Justiz- und Rechtssystem nur der Darlehensnehmer zum Schuldner im juristischen Sinne, der bei nicht pünktlicher Erfüllung seiner Geldrückzahlungsschuld (Zahlung Darlehensrate) sofort ohne Umwege über ein gerichtliches Erkenntnisverfahren vollstreckt werden kann, weil er sich wegen der Darlehensrückzahlungsschuld der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein (Immobilien)Vermögen unterworfen hat.
      Die kreditierende Bank geht dabei aber ebenfalls eine Verpflichtung ein, nämlich den Kreditbetrag in der vereinbarten Währung zur Verfügung zu stellen (gesetzliches Zahlungsmittel). Sie behält sich allerdings heimlich vor, den Geldbetrag nicht bar auszuzahlen (als gesetzliches Zahlungsmittel/Bargeld bzw. Zentralbankgeld) oder mit Bargeld zu decken, sondern verspricht dies zu tun, aber nur auf Verlangen und gegen vorherige Stellung der Sicherheit (Vollstreckungstitel auf Zwangsvollstreckungsunterwerfung)
      und das auch nur, wenn der Kunde nachfragt, was kein Kunde tut, der einen Bankkredit haben möchte. Den Kunden interessiert nur, ob es „funktioniert“, er also durch „Überweisung“ der „ausgezahlten“ Darlehenssumme (Gutbuchung auf sein Darlehensauszahlungskonto oder „direkte Überweisung“ auf ein Bankkonto des Verkäufers) die Wohnung erwirbt, also Eigentümer und damit Nutzungsberechtigter wird.
      Die Bank bucht die durch den Kreditvertrag begründete Auszahlungsverpflichtung als Geldzahlungspflicht auf der Passivseite ihrer Bilanz.
      Allerdings wird diese Geldauszahlungspflicht n i c h t gelöscht, wenn die Gutbuchung auf dem Kundenkonto erfolgt und der Kunde denkt, dass die Bank ihre vertragliche Auszahlngsverpflichtung erfüllt hat und er jetzt Zinsen schuldet. Die Auszahlungspflicht wird erst mit und in Höhe der Tilgungen gelöscht.
      Dann erst ist die Bank das Risiko los, Ihre Barauszahlungspflicht erfüllen zu müssen.
      Zur Deckung dieses Risikos benötigt sie die Sicherheit (Grundschuld u n d Vollstreckungstitel).
      Die kreditierende Bank ist also während der gesamten Kreditlaufzeit bis zur vollständigen Tilgung des Buchgldkredites selbst Schuldner!

      Dies ergibt sich unmittelbar aus den Buchungen, die bei Kreditauszahlung vorgenommen werden (Bilanzverlängerung) und bei Tilgung/Rückzahlung (Bilanzverkürzung).

      Die Kunst der Banker besteht darin, die Tligungsphase möglichst lange hinzuziehen und während dieser Zeit Zinseinnahmen zu generieren, möglichst ohne tatsächlich die Kreditsumme bar auszuzahlen bzw. auszahlen zu müssen. Dadurch wird der Refinanzierungsaufwand vermieden, der entsteht, wenn die Bank sich mit dem Geld ihrer Sparer oder Zentralbankgeld finanzieren muss.

      Der größte Künstler auf diesem Gebiet war bis zum Ende der Ära Dr. Ackermann die Deutsche Bank.
      Ackermann kannte diese Zusammenhänge, wie sich seiner Dissertation aus 1978 (!) entnehmen lässt.
      Ihm ist dann auch der wahrscheinlich größte Coup der neueren Finanzgeschichte gelungen, indem er die Merkel-Regierung zur „Rettung“ der „Bad Bank“ HypoRealEstste überreden konnte (€ 143 M i l l i a r d e n an Steuermitteln und Staatsgarantien).

      Das war der auslösende Grund für mich, den Schuldenstreik zu beginnen und diesen mit meinem Widerstandsrecht gemäß Art 20 IV GG zu begründen:

      https://m.youtube.com/watch?v=hSHfCa0WKOo

      Hans Scharpf

  18. Großes Kompliment an Bernd Senf! Habe dieses für mich unerquickliche Thema noch nie mit so viel mitfühlender Anteilnahme vortragen sehen. Er hat sich eine geradezu jugendliche Lebendigkeit erhalten! Danke sehr für diese Vorstellung! Vielleicht blicke ich dann mal hiermit irgendwann von A-Z da durch! (Bis jetzt habe ich immer nur klar verstanden, dass es alles ein Riesenbetrug ist und dass die Zinsen die Hauptrolle dabei spielen.) Seine ehemaligen Studierenden können von Glück sprechen!

  19. Der Begriff Vollgeld leitet sich übrigens von „VOLLwertigem Zahlungsmittel“ ab, also gesetzlichem Zahlungsmittel, das zudem so sicher wie Bargeld ist und nicht von einem „Banken-Bankrott“ betroffen ist. Die Bank kann hops gehen, mein Vollgeld ist aber immer noch da, wie Bargeld in der Tasche. Senf interpretierte wohl nicht ganz zutreffen, Vollgeld als VOLLständige Geldschöpfung in staatlicher Hand, also dass alles Geld vollständig von der Monetative geschöpft wird und nicht mehr von privaten Geschäftsbanken. Das ist natürlich auch das Ziel von Vollgeld. Aber der Begriff leitet sich von VOLLwertigem Zahlungsmittel ab.

  20. Ich stelle immer wieder fest wie sehr wir geprägt und manipuliert aufwachsen.
    Zins, Finanz und Kapital sind nur gedankliche Konstrukte die oft ungerechtfertigter weise als Grundlage herangezogen werden.
    Geld wird in der Allgemeinheit als Tauschmittel empfunden (was es auch sein sollte).
    Andere sehen darin die Möglichkeit unberechtigt Leistung anderer zu erlangen.

    Wenn man das Thema Gold betrachtet fallen einem ganz einfach und nachvollziehbarer als beim Geld die unsinnigen Prägungen derer wir unterliegen auf.
    Nur durch finden eines Klumpen des Metalls brauche man ein Leben lang nicht mehr arbeiten? Ist das logisch/gerecht?
    Wozu brauche man Gold im Alltag? Essen – nein. Werkzeug – nein. Wohnung -nein. Medizin – nein. Kunst – wohl ehr.
    Wieso sieht dann jeder von uns gedanklich Goldtaler in der Piraten Schatzkiste. Gibt es keine besseren Schätze?
    Es gilt noch vieles zu hinterfragen und neu zu denken .

    • Goldbesitz hat nicht den Sinn, ein Leben lang nicht mehr arbeiten zu müssen.
      Der Besitz von Gold oder Silber in physischer Form ist eher ein Beruhigungsmittel, wenn Sie so wollen eine Versicherung für die Zukunft. (gerade in Krisenzeiten) Edelmetalle bringen keine Zinsen und sind auf der Erde begrenzt.
      Das am Goldpreis manipuliert wird, ist bekannt.
      Auch Staaten und Banken halten Gold als Wertspeicher, deren Wert zwar rauf und runter geht, aber nie gegen 0 gehen wird, was bis heute das Schicksal aller Papierwährungen war.
      Deshalb redet man bei Immobilien auch von „Betongold“.

    • Die Problematik dabei ist auch hier wieder das „Marktinteresse´´. Wenn Öl so knapp wäre, wie behauptet, wären bereits in den 70er Jahren Elektroautos in die Massenproduktion gegangen. Die Vorkommen sind aber noch gewaltig, nur derzeit nicht erreichbar und man wird wie oh wunder staun bestimmt in den nächsten 20 Jahren vermelden das man nicht geahnte Fortschritte gemacht hat bei der Ölförderung. Was das soll?

      Ganz einfach: Die Bewertung eines Produktes ist nur für den Konsumenten interessant, wenn er es auch konsumieren kann. Gold, wenn es denn dann tatsächlich Mangelware werden würde, würde man einfach künstlich entwerten, damit es die Leute abtreten und es wieder der Industrie zugeführt werden kann. So läuft es dann auch mit Immobilien, sprich Baugrund. Die DB zum Beispiel hat in ihren Büchern eine Menge Bahnhöfe und andere Grundstücke mit einem Restbuchwert stehen, den man getrost vernachlässigen kann. Vorzugsweise sind es Bahnhöfe etc die man nicht mehr brauchte, stillgelegt wurden usw usw. Der Restbuchwert beträgt oft nur wenige tausend Euro, da man es 1:1 umgeschrieben hat. Bei einer Neubewertung sind diese Grundstücke dann aber mehrere Millionen wert! UNABHÄNGIG vom vorgesehen Zweck! Nennt man auch stille Selbstfinanzierung. Und so läuft es dann auch mit allen Rohstoffen. Und um beim „Betongold´´ zu bleiben, dann wiederholt sich eben die Immobilienblase. Das System hat sich ja bisher nicht geändert und ist nur 9 Jahre älter. Eine Frage der Zeit.

      Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und beides geht (inzwischen) aber vom Anbieter aus. Einfach mal die Liste der Fortune500 ansehen.

    • Wenn ein Anbieter einen hohen Preis für einen Rohstoff haben will, dem keiner zahlen will, dann muss er den Preis senken, oder darauf hoffen, das er ihn später für den aufgerufenen Preis verkaufen kann. Da macht er aber jetzt keinen Geschäft und damit keinen Gewinn.

      Bei der Liste geht es um Umsatz und nicht um Gewinn.

    • Das stimmt leider nur in der Theorie @ schwarzistweiss

      Und sie geben mir ja auch recht, danke dafür^_^

      Wenn Sie Gold besitzen, als Notgroschen, und keiner ihr Gold kaufen will zu dem Preis den Sie verlangen, was machen Sie dann? An den Höchstbietenden verkaufen! Die Unternehmen, welche sich vernetzt im Primär-, Sekundär- und Tertiärsektor (dafür war die Liste gedacht) bewegen, sitzen letztendlich am längeren Hebel. Trauriger Weise ist Deutschland ja nicht nur Anbieter von Waffen sondern auch von Prothesen. Gleiches galt für den Vatikan, der vorschrieb was denn alles so als Sünde zu bewerten war und Ablassbriefe dafür gleich parat hatte. Oder wenn Nestle Wasserquellen kauft, wer bestimmt dann letztendlich den Preis? Wenn eine Abfüllanlage selbst unter volllast (was man nicht macht) nur 10.000 Flaschen herstellt, warum dann einen Preis bedienen denn sich alle, oder nur 2 mrd. Menschen oder nur 80 mio. leisten können? Rewe und Edeka sind sehr viel mehr als nur Supermärkte, das wissen sie sicherlich aber verdeutlicht die Problematik (und beschränkt sich dabei nur auf den Tertiärsektor).

      Klar wäre es schön wenn sie recht hätten @ schwarz ist weiss, nur ist das praktisch nicht der Fall.

    • Edelmetalle eignen sich nur bedingt beim Crash.
      Wenn aber, nach dem Neustart, neues Geld ausgegeben wird, hat man nicht alles ersparte verloren.
      Aber selbst, wenn weiter so gewurschtelt wird und sich Zeit kauft, bleibt der Wert z.B. einer Unze im Bezug auf eine bestimmte Ware relativ stabil.

      zu 2. Für einige Monopole trifft das sicher zu. Aber nicht für alle Güter. Preissteigerungen oder Preissenkungen können verschiedene Ursachen haben.

  21. Uh, viel Gerede wenig Praxis. Am Ende sagt Ken Jebsen noch was von „Mechanik“… dabei handelt es sich um Religion und nicht Mechanik. Darum ging es ja eigentlich auch im ganzen Gespräch.
    Das dreistündige Gespräch drehte sich meiner Meinung nach maßgeblich darum, die Herrschaft und das Eigentum zu schützen und gegen das Geld abzuheben.
    Wir schützen den Staat und das Eigentum an Produktionsmitteln und opfern das Geld, so wie es heute „funktioniert“. Es funktioniert zwar nicht, aber wir könnten eine Funktionsweise erfinden, diese unterstellen und dann die Abschaffung fordern. Wenn dann das Geld abgeschafft ist, ist der Mensch die nächsten Jahrzehnte damit beschäftigt alles umzustrukturieren – neue Arbeitsplätze und Lebensaufgaben werden geschaffen.
    Am Ende dann wird vergessen, dass Staat und Eigentum, die zentralistische Religion im ALlgemeinen, an den Zivilisationskrisen unserer Menschheit schuld sind, was ja schon Marx entweder bewusst unterschlagen hat, oder aber nie kapiert hat. Er selbst war ja auch ein absolutistischer Denker, in dessen politischer Metaphysik bereits der Keim aller sich auf ihn berunfenden Diktaturen zugrunde lag.

    Also ich fand das Gespräch sinnlos – ein Akademiker erklärt einzelne Aspekte eines viel einfacher beschreibbaren Problems, eines Problems, das er selbst erst nach der Marxlektüre und durch Hörensagen dritter als Problem erkennen konnte. Das zeigt mir, dass er kein Fachmann ist. Er kann zwar viel über Geld reden, aber wir wollen ja echte Probleme lösen. Das Geld verschwindet mit dem Glauben an die Macht, aber die Macht verschwindet nicht mit dem Geld. Sie bleibt bestehen und wird ihren Tribut fordern: Ob nun in „Geld“ oder in „Gütern“, Abgaben, Leistung irgendwie wird sich die Elite nach dem Geld etwas Neues einfallen lassen.
    Selbst wenn die heutige Elite durch die vorstellbare Erlischung des Geldsystems ihre Machtposition verliert, wird der ihr zugrundeliegende Glaube an die eigene Unfähigkeit bei den Massen und an die Fähigkeit von Herrschern und Eigentümern wieder neue Eliten entstehen lassen. Gäbe es dann kein Geld, dann nähmen sie Muscheln, Jungfräulichkeit oder Arbeitskraft unmittelbar.
    Die Ausbeutung des Menschen und des Planeten durch den Menschen ist nicht an Geld gekoppelt, es ist nur ein unbedeutendes Tool. Genauso wenig, wie die Hitlerbewegung ans Hakenkreuz gebunden war, es war halt nur ein lächerliches Symbol, verführerisch, weil es emotionen gebunden hat, statt den Blick auf die wahren Hintergründe der faschistischen Macht zu entblößen: Die Ichlosigkeit der Masse, der Sklavengeist der größten Anteile der Bevölkerung.
    Dieses unterwürfige, das Sklavendasein, ein typisch deutscher Zug 😉 ist das wahre Geburtsbett von „Großen“ in der Geschichte – nicht deren „Leistungen“.
    Aber wie auch immer – mit dem Geld besteht das Problem immernoch, dass es Eigentümer und Herrscher gibt und diese illegitimen Sonderstellungen in der Gesellschaft wollen verteidigt werden!
    Und deshalb ist das Geld nicht das Problem – sondern die zentralistische Auffassung des (menschlichen) Lebens – fällt sie, macht sie einer föderalistischen Auffassung platz, dann kann der Mensch ein Leben als Mensch führen. So, wie heute, zentralistisch, führt er ein Leben als Herrscher oder Beherrschter – beide sind betrogene Betrüger – beide entmenschlicht. Der eine isst dabei nur Kaviar und der andere Staub. Aber das Motiv: Die UNterdrückung, die Ausbeutung und der dahinter stehende Glaube an die „Mächtigen“, und der Vertrauensverlust in die eigenen Kräfte, ist, was uns wirklich ins tiefe Loch der Krisen stürzt. Denn es ist ein Irrglaube: Erstens können wir Arbeiter unser Leben selbst verwalten, wir tun es auf Millionen Gelegenheiten bereits heute, wenn wir in Eigenregie arbeiten und die Menschen versorgen, wo der Staat und das Unternehmertum uns nicht hindert und zweitens sind die Mächtigen nicht diejenigen, die „Ordnung“ schaffen, sondern diejenigen, die ins Leben ihnen Fremder eingreifen: Mit katastrophalen Folgen! Millionen Menschen werden unter „Allgemeinheit“ summiert – etwas, dass es nicht gibt.
    Menschen werden zu Zahlen und diese Zahlen werden auf politischen Schachbrettern hin und her geschoben!
    Und das passiert jeden Tag mit uns!
    Und dann fragen wir uns, wozu diese Zinsen????
    Ich frage mich schon mein ganzes Leben, wozu Staat? Wozu diese selbstvergessene Sklavenhaltung, die Herrschaft von Politikern, Priestern und Unternehmern über das eigene Leben akzeptieren?
    Und wenn wir über Lösungen nachdenken, dann bitte nicht diese marxhörigen Verkürzungen. Lasst einfach die Arbeiter selbst sprechen.
    Die Akademiker haben eine „Lebensrealität“, die ich gelinde gesagt, als „embedded“ beschreiben würde.
    Das trifft natürlich auf die Arbeiter auch zu – aber sie haben wenigstens noch den nötigen Realitätskontekt durch die gemeinsame Arbeit, durch die sie erzogen werden können. Und sie sind direkt mit dem Unternehmertum konfrontiert – im Lohnkampf und so weiter. Hier gilt es der Ausbeutung entgegenzutreten. Wie die Herrschenden denken, dass ihr Geld funktioniere, das kann uns ziemlich egal sein.
    Ich wünschte mir, so wie sich die Leute an einzelnen Symptomen die Zähne seit 30 Jahren ausbeißen, dass sie mal an Wurzeln beißen würden. Dem Willen zur Macht schließlich, der das Geld und seine Ercheinungen erst möglich machte.
    Aber gut – wieso mühsam die Götter anrühren, wenn man einen Propheten leicht entsorgen kann….

    • Ich kenne jemanden – er gehört zu meinem unmittelbaren Umfeld – der allem Anschein nach glaubt, bei der Vergabe von Verstand und Wissen mit der ganz großen Kelle bedacht worden zu sein. Wer ihn so wie ich kennt, ist dann auch nicht mehr überrascht, wenn er dann in Diskussionen erst mal allen Gesprächsteilnehmern eine generelle Beschränktheit attestiert um dann im zweiten Schritt klarzustellen, der „er“ derjenige mit Durchblick sei. Beim Lesen Ihres Kommentars musste ich an diesen Menschen denken, der ähnlich wie Sie zwar auch konstruktive Denkanstöße setzt, aber gleichzeitig auch den Fluchtinstinkt in einem aktiviert, weil was soll man schon zu jemanden sagen, der seine Perspektive als die allein gültige vorausschickt. Insofern, wenn Sie, wie ich übrigens auch, im absolutistischen Denken ein Grundproblem erkennen, empfehle ich Ihnen Ihre eigene Denke kritisch zu hinterfragen, denn aus ihr spricht aus meiner Sicht genau jenes.
      Ich fand das Interview alles andere als sinnlos und das auch deshalb, weil und Herr Senf an seinem ideologischen Werdegang hat teilhaben lassen. Es war genau diese Chronologie, man könnte auch Sicht des Sendeformates von Choreografie sprechen, die es meiner Meinung nach überhaupt erst möglich gemacht, der während des Interviews ausgebreiteten Komplexität folgen zu können. Ebenfalls durch mein Umfeld bin ich mit den groben Eckdaten von Wirtschaftstheorien vertraut. Mit meinem Mann, Sympatisant der Eigentumstheorie nach Heinsohn-Steiger hatte ich deshalb heute, angeregt durch das Interview ein Gespräch, dass mir einmal mehr verdeutlichte, wie sich An- und Einsichten auch durch den jeweiligen Blickwinkel ergeben. Ich wollte seine Sicht der Dinge zu dem Umstand hören, dass Banken mit nicht vorhandenen Geld Kredite vergeben und über den Weg der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners quasi an reales Geld herankommen, weil sie ja im Fall der Zahlungsunfähig Eigentümer des Gutes werden, für das sie den Kredit vergeben haben und dieses dann „versilbern“ können. Seine Antwort dazu: „Der Schuldner hätte den Kredit ja nicht aufnehmen müssen.“ Das hat mich zunächst sehr überrascht und ich begriff seine Reaktion erst, als mir klar wurde, dass er allem Anschein nach von so etwas wie einem physiologischen bzw. einem naturgesetzmäßigen Vorgang ausgeht. Ich habe es ab einem bestimmten Punkt dabei belassen, aber es drängte sich mir die Frage auf, ob er wirklich – wie in der Heinsohn-Steiger-These dargestellt – davon ausgeht, dass diese Operationen ausschließlich mit real existierendem Geld durchgeführt werden.
      Für mich war jedenfalls eine Menge anregendes dabei und in der Deutlichkeit wie in diesem Interview ist mir bislang noch nirgends bewusst geworden, was für einen „positiven“ Effekt die Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners für die Bank hat und ich hatte eine Erklärung für die Vorgänge in Amerika um 2008. Mir drängte sich plötzlich die Idee eines Geschäftsmodells auf.
      Zuletzt zu Marx und seiner absolutistischen Denkweise. Wäre er kein überzeugter Ideologe gewesen, wir wüssten heute nichts mehr von ihm. Natürlich kann man an ihm kritisieren, dass auch er unreflektiert das in der christlichen Religion verankerte Leistungsprinzip als Daseinsberechtigung übernommen hat. Durch seinen Schwiegersohn, der das wohl ganz anders sah, hätte er sich auch damit auseinandersetzen können, Anregungen dazu hatte er ja durch ihn. Und dennoch kann man sagen, dass er etwas in Gang gesetzt hat, was die Gemüter bis heute noch beschäftigt. Veränderungen vollziehen sich in kleinen, nicht in großen Schritten. Das Interview mit Herrn Senf hat für mich einen Beitrag dazu geliefert.

    • Allgemein: Die „Verkürzung“ liegt darin, bspw. die politische Religion des Zentralismus im Hintergrund, den Willen zur Macht und all die anderen Faktoren dadurch wegfallen zu lassen, dass man „Geld“ als einen gewissen Urgrund darstellt. Als einen Hintergrund der Ereignisse der heutigen Politik. Dieses Denken ist meiner Meinung nach marxistisch, weil es ähnlich wie die Auffassungen von den „historischen Notwendigkeiten“ oder den „Produktionsbedingungen“ monokausal ist.
      Weil dieses Denken auch nicht durch den Tiegel der Praxis gegangen ist, fördert es auch keine Praxis zu Tage. Das eine „Geld“ durch anderes auszutauschen, das dann besser sein soll, wär genauso, wie (entgegen Ken Jebsens Aussagen) den einen Herrscher durch einen anderen auszutauschen. Das Prinzip dahinter bleibt unangetastet.

      Beispiel: Die Rolle des Staates bleibt in Marx/Engels-Manier erhalten. Der Staat soll die Banken kontrollieren. Das führt zu einer Verlagerung dieser einen Kompetenz, aber nicht zur Lösung des Problems. Der Staat soll Geld zinslos erhalten, damit er es in öffentliche Projekte stecken kann…. Wieso???? Wenn es doch eh dort hin fließen soll, wieso dann erst erarbeiten!!! DANN dem Staat (Was auch immer das dann anderes sein soll als eine Bank) geben damit dann der unfehlbare Staat es irgendjemandem anderen geben kann….???? Ist doch widersprüchlich.
      Denn mit dem jetzigen Geld und so wies „funktioniert“ verschwinden ja die Herrschenden und ihre Auffassungen nicht – weder die sie stützenden AUffassungen in der Masse noch ihre eigenen Auffassungen.
      Und die sind es nun mal, die das ganze immer wieder ins Chaos stürzen, egal welche oberflächlichen Korrekturen durchgezogen werden. Die „Struktur dahinter“ ist eine Religion, ein abstrakter Glaube. Es gilt nicht ihre Einzelheiten abzuschaffen oder zu verändern, sondern sie in ihren Grundfesten auszutilgen und sie parallel durch eine freie Gesellschaft, ohne künstliche Abhängigkeit zu ersetzen.
      Sonst treibt sie immer wieder neu aus. Egal wie schön es eine Zeit lang ist, das Aufkeimen der nächsten Diktatur ist mit Beibehaltung der Herrschaft, des Staates und der ihn stützenden Religion (bspw. dieser abstrakter Begriffe von bspw. „Öffentlichkeit“, „Allgemeinheit“ usw.) vorprogrammiert.
      Ich seh das so, wie Noam Chomsky, es gibt zwar Intellektuelle, die gegen all das gründlich vorgehen, aber die Lebensrealität von Akademikern ist nun mal leider von den Herrschenden relativ unbeschwert gestaltet, sodass sie oft einfach nicht wahrnehmen, wie das Leben der Arbeiterklasse dieser Welt aussieht. Sie geben sich aber nie die Blöße solche Lücken anzuerkennen, reiten nur gerne bei den ungebildeten Arbeitern drauf herum, eben aus ANgst des Statusverlusts. Stattdessen, statt dem Eingeständnis ihrer eigenen Fehlbarkeit, reden sie über Wortschöpfungen und abstrakte Vorstellungen, die so in der Realität nicht auffindbar sind. Ihre Verbissenheit dabei ist faszinierend.
      Bei Arbeitern ist das nochmal anders: Wir bekommen unsere Fehlbarkeit immer unter die Nase gerieben. Und das macht uns stark, denn wir MÜSSEN einander helfen. Wo Akademiker von Konkurrenz und Noten, Credit Points usw. erzogen wurden und den unterschiedlichen Status der Professoren zu ihren Schülern, MÜSSEN wir gemeinsam schwere Dinge anheben. Das beste Beispiel wahren Menschseins, der Kooperation und der Gegenseitigen Hilfe, erlebe ich jeden Tag auf der Arbeit – das Ineinandergreifen der Hände, wenn es darum geht einen fünf, sechs Meter hohen „Weihnachtsbaum“ aufzurichten, diesen zu tragen, mit vereinten Kräften usw. Es gibt nichts um den heißen Brei zu reden – es geht um diese kleinen realen Dinge. Große Worte haben die Geschicke der Menschen immer nur negativ beeinflusst, weil sie eben nur in ihrem Kopf existierten und im Widerspruch zur eigenen Lebensrealität standen. Und da tut sich Marx eben besonders negativ hervor.

      Literatur:
      „Marxistische Geschichtslosigkeit: Von Verdrängung, Unwissenheit und Denunziation“ von Kellermann (Buch)
      „Absolutistische Gedankengänge im Sozialismus“ von Rocker (Broschüre)
      „Parlamentarismus und Arbeiterbewegung“ von Rocker (Broschüre)
      „Die Entscheidung des Abendlandes“ von Rocker (Buch, zwei Bände)

    • „dass er etwas in Gang gesetzt hat, was die Gemüter bis heute noch beschäftigt. “

      Ja, 🙂 nur in welchem Sinne… Er blockiert einfach alles perspektivische Befreien. Er ist der dogmatische Eiterbolzen in der Sinusitis des menschlichen Denkens.
      Aber wie ich schon bemerkt habe, ist die Unterwürfigkeit unter politische Propheten, ökonomische Priester usw. sei es Marx, Jesus oder Mohammed, ja im allgemeinen weit verbreitet.

      Marx und Engels haben zum Beispiel die Zersetzung der Internationalen „in Gang gesetzt“, durch ihre manipulative Machtposition im Londoner Rat. Bestes Beispiel zur Widerlegung von Machtpositionen in sozialen Bewegungen!
      Und das marxsche Denken hat lediglich aus dem Sozialismus eine Verzerrung in Form eines Staatskapitalismus gemacht. Die Folgen kann man überall sehen – nämlich, dass der Sozialismus seines Wesens entkleidet wurde, durch die Vorherrschaft der Avantgarde und der Partei usw. also durch die Kontinuität des Jakobinismus die Marx schuf – er kam ja nicht allein auf die Ideen… das mal nur nebenbei…

      Dieser gestrige Marxismus wird uns nur die Welt von Gestern bescheren. Das zeigt uns unsere Geschichte, die uns – wenn wir sie durch die Brille „historischer Notwendigkeiten“ betrachten – gefangen halten wird.

      Es geht um eine andere, freie Art zu denken und zu leben. Jene, die auch dem Sozialismus zugrunde lag, zum Beispiel in Pierre Joseph Proudhon, aber auch anderen Frühsozialisten. Mehr aber noch in ihren Nachfolgern wie Bakunin, Kropotkin, und besonders in ihren Praktikern, wie dem Anarcho-Syndikalisten Rudolf Rocker, Fritz Kater, Abel Paz und zig anderen.
      Dazu müsste man sich aber mal bequemen, statt immer nur Sekundärliteratur über Marx zu „studieren“, Bücher und Denker auszugraben, die bewusst durch die Marxisten totgeschwiegen werden.
      Diese vollstrecken damit das Todesurteil in Gulags und Schauprozessen, die diesen Menschen in der Vergangenheit gemacht wurden, auf dem geistigen Gebiet. Das führt zu einer nach innen gerichteten negativen Energie, zur Dogmatik. Diese verarmt dann die geistigen Vorräte der jeweiligen sozialen Bewegung und lässt sie vertrocknen.
      Wer das wieder braucht: Bitte! Tut euch keinen Zwang an. Aber ihr habt kein Recht anderen Marx aufzubürden, die bereits über ihn hinaus gelangt sind. Das kennen wir alles schon aus der Geschichte.

      Oft sind Leute aber gar keine Marxisten: Sie kennen nur niemand anderen, der nicht von der marxistischen Dogmatik vergiftet wurde. Viele wissen auch gar nicht, dass es nochwas anderes gibt 😉 Dass das noch ein ganzes Universum des Denkens schlummert, welches Marx nicht mal im Traum berührt hat.
      Um diese Menschen geht es mir – sie unter den Glauben an den Staatskapitalismus zu zwingen, möchte ich gerne verhindern, in dem ich warne und aufzeige, was die Geschichte schon aufgezeigt hat.
      Auch möchte ich gerne über Marx hinaus Sachen empfehlen, damit das eigene Denken nicht auf seiner Phraseologie stecken bleibt und stagniert. Im Leben ist Stillstand keine gute Idee. Man nennt es Tod.

    • Das sind heere Gedanken, die sie formulieren, nur haben sie leider nichts mit uns Menschen zu tun.
      Ich nehme an, das sie auch nichts mit ihnen zu tun haben, da auch sie die Segnungen der modernen Welt in Anspruch nehmen.
      Nach ihrem Modell könnte sich die Menschheit auch abschaffen, es würde keiner danach fragen,
      „wo sind sie geblieben.“

    • Hahaha!
      Die Wurzel!
      Ihr Arbeiter Finanziert sich einen Flachbildfernseher im vollen Bewusst, dass er sich das nicht leisten kann.
      Er ernährt sich im vollen Bewusstsein gesundheitsschädlich und konsumiert Alkohol u Zigaretten obwohl sein Arzt ein Raucherbein prophezeit.
      Kurzum er trifft von morgens bis Abends Entscheidungen die seinem Leben schaden.
      Er wird motiviert von Leuten die mehr besitzen wie er und entwickelt ein zwanghaftes haben müssen für materielle Dinge wie ein geleastes Auto das nicht im Verhältnis zum Rest seines Lebens steht.
      Das sind Ihre Arbeiter und die Wähler, bzw. Die Mehrzahl davon.
      Konsumsucht vor allem bei denen die die Schulden machen ist noch tiefer an der Wurzel.
      Motiviert wird er vom Typ mit der Yacht und dem Porsche.
      Unglaublich wie Sie sich hier anmaßen dieses Interview und das Lebenswerk eines Menschem zu kritisieren.
      Herr Jebens liefert hier eine Arbeit ab, vor der sich der Rest der Journalisten besser verstecken würde.
      Haben Sie ähnliches vorzuweisen wie die beiden Herren?
      Und zurück zur Wurzel. Das Konsum verhalten und der Konsumzwang sind bei uns so tief verwurzelt, dass wir gar nicht merken, wie abhängig wir sind. Zum Heroin Süchtigen ist da nimmer viel unterschied.
      Das sagt Ihnen hier ein Aussteiger der seit 25 Jahren kein Fernseher hat und seit einem Jahr ohne alles in einer Hütte im Wald lebt. Wasser hohl ich am Brunnen zb. Strohmversorgung über Solar usw.
      Davor habe ich in einem großen Haus in der renomiertesten Wohnlage der Region gelebt.
      Ich will nicht mehr tauschen und sehe die Welt mit anderen Augen.
      Jeder will zu den Eliten gehören und wenn es nur im Golfclub ist, ist es oft das Elitäre-Kreis-Feeling, was dazu motiviert.
      Demokratie, Arbeiter … lassen Sie doch den Drogensüchtigen selbst bestimmen was er macht. Stimmen Sie für freien Zugriff in jeder Reha auf Drogen und Alkohol, mal sehen wie erfolgreich das ist.

    • an nuevo1:

      Eigentlich sind sie genau das was sie kritisieren. Ihr Kommentar ist doch das philosophische, sinnlose ohne Praxis.
      Komplett sinnlos, sie sollten Macht mal definieren was sie damit meinen. Jedenfalls weiß Herr Senf wovon er spricht, sie aber anscheinend nicht.
      Wenn Arbeiter auch sich nur selbst verwalten, dann sollten sie nicht vergessen das sie ja die Straßen, Autobahnen, Eisenbahn, U-bahn, das sie ja alles selbstverständlich nutzen, nun genau diese Selbstverwaltung sollte der Staat sein und ist er auch. einen anderen Sinn hat ein Staat nicht.
      Nun zur Macht, es ist genau umgekehrt ohne Geldsystem würde es die Macht nicht geben denn erst Geld verleiht die Macht.

  22. Wozu braucht man eigentlich einen Zins?

    „In einem System, in dem Geld auch von Banken (einschließlich der Zentralbank) geschaffen und den Investoren zur Verfügung gestellt wird, muss niemand auf etwas verzichten, wenn ein anderer investieren will. Wofür aber ist der Zins dann der Preis? Für die einmalige Dienstleistung der Banken, die praktisch heutzutage nur aus einigen Computerclicks besteht? Wieso gibt es einen Preis für Geld und Kapital, das aus dem Nichts geschaffen wird? Warum stellt man dieses Geld der Gesellschaft oder dem Staat nicht kostenlos zur Verfügung, damit sie daraus, ohne unnötige Kosten tragen zu müssen, etwas Vernünftiges machen?“

    Die Antwort ist trivial: Der Zins ist Ausdruck des Versuchs der Gesellschaft, nur denjenigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen (um nichts anderes handelt es sich ja, wenn Kredite für Investitionsvorhaben eingesetzt werden), bei denen sie die Hoffnung hat, dass tatsächlich etwas Vernünftiges herauskommen könnte. Das Geld wird zwar aus dem Nichts geschaffen, aber die Nachfrager nach diesem Geld greifen auf reale gesellschaftliche Ressourcen (wie Kapitalgüter und Arbeitskräfte) zu und verdrängen damit womöglich andere Aktivitäten. Hätte der Kredit keinen Preis, wäre die Möglichkeit seiner missbräuchlichen Benutzung von vorneherein viel größer. Gleichwohl ist die Kreditvergabe fast immer auch an einen Verwaltungsakt oder einen Prüfungsakt gebunden, bei dem man fragt, ob das Zinsversprechen des Kreditnehmers auch glaubwürdig ist.

    Weil der Zins nur ein Versprechen ist, reicht dieses Versprechen nicht aus, um die potenziell erfolgreichen von den potenziell scheiternden Investoren zu unterscheiden. Es gibt also am Kreditmarkt immer auch ein Moment der Rationierung und es erhält nicht derjenige einen Kredit, der den höchsten Zins zu zahlen verspricht. Der Kreditmarkt ist auch in einer sonst vollkommenen Marktwirtschaft immer ein besonderer Markt. Er kann niemals alleine mit Hilfe der Flexibilität des Preises ausgeglichen werden, denn es gibt keinen unmittelbaren Tausch der beiden Vertragspartner, sondern eine Vereinbarung, die in die unsichere Zukunft reicht und auf einem bloßen Versprechen beruht.

    Weil es auf der Angebotsseite dieses Marktes eigentlich keine Mengenbeschränkung gibt (Kredit könnte vom Bankensystem weitgehend unlimitiert geschaffen werden), hat sich der Gesetzgeber in den meisten Ländern nicht darauf verlassen, dass Banken potentielle Kreditnehmer genau prüfen und bei der Kreditvergabe vorsichtig sind, sondern man hat direkt eingegriffen und im Detail geregelt, wie viele Kredite eine einzelne Bank mit welchen Risiken vergeben darf und wie viel Eigenkapital sie zur Vorsorge vorhalten muss. Um das Verhalten der Banken zu überwachen, gibt es ebenfalls fast überall Aufsichtsbehörden, die sich auf den Bankensektor spezialisiert haben.

    Dieses System ist darauf angewiesen, dass es immer eine ausreichende Nachfrage nach Krediten zum Zweck der Erhöhung der Produktivität und der Einkommen gibt, weil nur daraus, wie Schumpeter in vielen Schriften gezeigt hat, ein Zins gezahlt werden kann. Nur die Tatsache, dass mit Geld aus dem Nichts ein höheres Einkommen für alle aus dem Nichts geschaffen werden kann, erlaubt es, einen Zins zu zahlen. Verschwindet, wie derzeit, die Fähigkeit des Systems, mit Hilfe von Investitionen in Sachanlagen ein höheres Einkommen zu erzielen, verschwindet auch der Zins. Es ist also genau umgekehrt, wie viele Zinsgegner meinen: Nicht der Zins erzwingt Wachstum, sondern Wachstum ermöglicht den Zins.

    Nur weil der erfolgreiche Investor (im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft) einen echten Nettogewinn erzielt, also nicht jemand anderem etwas abjagt, sondern das Einkommen der Gesellschaft insgesamt erhöht, kann man einen Zins zahlen, der ja ebenfalls – für die Volkswirtschaft als Ganzes – über das Einkommen hinaus reicht, was bisher zur Verfügung stand. Gibt es keine oder immer weniger erfolgreiche Investoren, so dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zum Stillstand kommt, dann verschwindet auch der Zins. Ausgelöst wird das Verschwinden des Zinses in der Tat von der Zentralbank, die mit allen Mitteln versucht, Schuldner und Investoren zu finden, wenn die Volkswirtschaft in eine Rezession zu fallen droht.

    Der ganze Mechanismus funktioniert natürlich nur, wenn die Investoren sich bemühen, wirklich potenziell für die Gesellschaft insgesamt ertragreiche Investitionen durchzuführen, in der Regel also solche, die die Produktivität erhöhen. Ist ein Großteil der Aktivitäten der Nachfrager nach Krediten darauf ausgerichtet, mit dem geliehenen Geld Wetten an Finanzmärkten abzuschließen, kann auch auf Dauer kein Zins bezahlt werden, weil Wetten einfach ein Nullsummenspiel sind und keinen Ertrag für die Gesellschaft erbringen. Engagiert sich das halbe Finanzwesen der Welt in nichts anderem als in solchen Wetten, muss es früher oder später zu einem Kollaps kommen, weil sich im Zeitablauf zwangsläufig zeigt, dass die Erträge von der realen Wirtschaft nicht erbracht werden können, die den hochfliegenden Erwartungen und eingegangenen Versprechen des Finanzkasinos entsprechen.

    Für eine mehr oder weniger kurze Zeit können sich alle reicher fühlen, wenn es dank Herdenverhaltens gelingt, die Preise an den Finanzmärkten zum Steigen zu bringen. Wenn die Korrektur der Preise kommt und die (im Durchschnitt) erhofften Erträge nicht eintreffen, enden viele Marktteilnehmer überschuldet und müssen ihr Ausgabeverhalten entsprechend nach unten korrigieren.

    kleiner Ausschnitt
    quelle: Archiv flassbeck-economics

    • Was ich gehörte habe bzw. denke:

      Der Zins ist der eigentliche Gewinn der Bank.
      Der Kredit der geschöpft wird, muss zurückgezahlt und zurückgeschrieben werden.

      Das Banken auch Geld Schöpfen können, ohne Kredite zu vergeben, also einfach nach Bedarf, habe ich auch schon gehört.

      Der Zins, der von der Bank auf ein Sparkonto gutgeschrieben wird, entsteht auch nicht durch einen Mehrwert, sondern durch Geldschöpfung. Es wird einfach geschrieben.

      Meines Erachtens kontrollieren sich die Banken mittels der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gegenseitig, um nicht zuviel Vorteile Einseitig abschöpfen zu können.

      Der Zins ist meist so hoch, dass der Rückzahlbetrag den Betrag des eigentlichen Kredits entspricht. Der Kreditnehmer zahlt also das doppelte an die Bank zurück, was er erhalten hat. Das hat meines Erachtens den Vorteil, wenn der Kreditnehmer pleite geht und die Forderungen Tilgung und Zins fällig werden, die Bank die Immobilien gegen den Zins voll abrechnen kann und die Tilgung im Raum stehen bleibt. Denn es sind ja Kosten entstanden.

      Mich würde mal interessieren, ob die Praxis dem entspricht.

    • @ Kritiker:
      „Der Zins, der von der Bank auf ein Sparkonto gutgeschrieben wird, entsteht auch nicht durch einen Mehrwert, sondern durch Geldschöpfung. Es wird einfach geschrieben.“
      Das ist korrekt.

      „Meines Erachtens kontrollieren sich die Banken mittels der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gegenseitig, um nicht zuviel Vorteile Einseitig abschöpfen zu können.“
      Dort stimmen sich vornehmlich die Zentralbanken der Länder ab. Es ist aber richtig, dass Geschäftsbanken die Geldschöpfung „im Gleichschritt“ vollziehen müssen, damit nicht zu viele Zentralbankreserven an andere Banken abfließen. Ich meine, Senf hat das an einer Stelle auch angesprochen.

      „Der Zins ist meist so hoch, dass der Rückzahlbetrag den Betrag des eigentlichen Kredits entspricht. Der Kreditnehmer zahlt also das doppelte an die Bank zurück, was er erhalten hat.“
      Das ist sicher nicht so. Es kommt auch auf die Laufzeit drauf an, und die Zinsen können von einer Bank nicht nach Belieben der Laufzeit angepasst werden, sodass der Kreditnehmer das doppelte zurückzahlt.

      „Das hat meines Erachtens den Vorteil, wenn der Kreditnehmer pleite geht und die Forderungen Tilgung und Zins fällig werden, die Bank die Immobilien gegen den Zins voll abrechnen kann und die Tilgung im Raum stehen bleibt. Denn es sind ja Kosten entstanden. „
      Das habe ich nicht ganz verstanden.

    • @Kritiker, @rule 72
      siehe text „Wozu braucht man eigentlich einen Zins“

      zins in form von gewinne der bank, werden ja nicht auf dem „zins-Scheiterhaufen“ verbrannt währenddessen die manager um das Lagerfeuer tanzen. gewinne der banken werden ausgeschüttet (Dividende, Sparbriefe, Anleihen….).

      Geld und zins, muß man von daher im kreislaufzusammenhang verstehen!
      banken sind auch keine unternehmen, die Bankgeschäft werden in der regel staatlich/politisch bestimmt (Basel 1,2….3)

      das Problem der heutigen zeit ist ja nicht die geldschöpfung und der zins, sondern die völlige politische Inkompetenz/neoliberale-Ideologie (das nicht verstehen/verstehen wollen von makroökonomische zusammenhänge) und die sich daraus ergebenen Folgen (Verteilungsprobleme)!

    • Das Schwierige warum sich die Menschen so an das Geldsystem klammern ist das durch das Geldsystem bei uns der Wohlstand gekommen ist. Die Geldsystembetreiber haben ja ein Interesse das viele Kredite vergeben werden denn umso mehr verdienen sie. Nun obwohl im Prinzip ein jeder ungefähr das was er für sich selbst leistet nochmals an den Geldsystembetreiber abdrücken muss, so hat ihm dieses System trotzdem erlaubt sich eine Existenz aufzubauen. Das gilt aber nur für die erste und die zweite Generation, die nächste Generation kann nur noch davon leben das sie erbt, aber die Staatsschulden werden nicht mehr bedient werden können und die Enteignung wird kommen. In den ärmeren Ländern ist die Auswirkung j schon viel deutlicher zu sehen. sie müssen das machen was die Geldsystembetreiber von Ihnen verlangen oder es gibt kein Geld.
      dieses System führt über wenige Generationen zur kompletten Zerstörung der Natur und des Menschen.

  23. Dass Wagenknecht das Thema Geld in der Öffentlichkeit nicht anspricht stimmt nicht ganz. U.a. war Sie bei einer Anfrage an den Bundestag beteiligt, wo die Geldschöpfung der Banken eine Rolle spielt. Zudem schreibt sie hierzu ausführlicher in ihrem Buch ‚Reichtum ohne Gier‘.

    Zu Josef Ackermann: Der weiß, wie der Hase läuft. Er hat über den Themenbereich promoviert. Und zwar bei Prof. Binswanger, der auch öffentlich das Geldsystem und übrigens auch das falsch verstandene Wachstum kritisiert.

  24. Inflation, wodurch ja das Geld an Wert verliert, ist also ganz schlecht. Schwundgeld hingegen ist ganz toll, weil es ja mit der Zeit an Wert verliert (3:06). Was bitte soll das?

    Beispiel:
    Ich bin König und in meinem Reich sind 1.000.000 Taler im Umlauf, die nur eine Jahr gültig sind. Am Ende des Jahres sammle ich das Geld ein, lasse es einschmelzen und neues prägen, das dann im Folgejahr gültig ist. Die Bevölkerung erhält 800.000 Taler zurück, 200.000 behalte ich, um damit die Staatsausgaben zu finanzieren. Wer also zum Jahresende 100 Taler hat, bekommt dafür nur 4/5, also 80 Taler zurück, wird also dazu motiviert sein Geld vorher auszugeben – klassisches Schwundgeldszenario.

    Dummerweise gehen von meinen 200.000 Talern gleich mal 20.000 drauf, weil das Einsammeln, Umprägen und wieder Verteilen im ganzen Reich ziemlich aufwendig und daher teuer ist. Dadurch kann ich mir leider die goldene Kutsche nicht mehr leisten, die ich so gern haben wollte – das übrige Geld ist ja bereits anderweitig verplant. Daher beschließe ich, das aktuell im Umlauf befindliche Geld für unbegrenzt gültig zu erklären und lasse einfach für das folgende Jahr 250.000 zusätzliche Taler prägen. Dadurch wird die gesamte Geldmenge auf 5/4 des ursprünglichen Wertes erhöht, wodurch wiederum der Wert eines Talers auf 4/5 reduziert wird. Wer vorher 100 Taler hatte, hat dann immer noch 100 Taler, die aber nur noch die Kaufkraft von 80 Talern haben. Man wird also dazu motiviert, das Geld auszugeben, bevor es an Wert verliert – klassisches Inflationsszenario.

    So wie ich das sehe, HABEN wir bereits Schwundgeld, nur ohne den Wahnsinn, ständig den kompletten Bargeldbestand austauschen oder mit Märkchen bekleben zu müssen.

    Das Schwundgeld im Mittelalter gab es nicht flächendeckend, sondern nur gebietsweise. Den Gebieten ohne Schwundgeld ging es wirtschaftlich auch nicht schlechter als den anderen. Der wirtschaftliche Einbruch im 15. Jahrhundert lässt sich mit der kleinen Eiszeit erklären, die zu massiven Ernteeinrüchen geführt hat. In Wörgl wurde seitens der Stadt neues Geld geschaffen, was – wie üblich – zu einem vorübergehendem Aufschwung geführt hat.

    Das Problem sind nicht die kleinen Leute, die eh nix haben, die man zum Geld ausgeben zwingen müsste, sondern die Superreichen, deren Vermögen größtenteils ohnehin nicht aus Geld besteht. Einerseits wird hier immer behauptet, man müsse seinen Konsum einschränken, gleichzeitig sollen die Leute aber mittels Schwundgeld zu mehr Ausgaben gebracht werden, ja was denn nun? Man kann am Geldsystem drehen soviel man will, die realen, materiellen Werte werden trotzdem in der Hand einiger Weniger bleiben.

    • Wieso Inflation? Die Preise bleiben stabil, verstehe Ihr Argument nicht.

      Ihr Punkt, dass der Konsum nicht eingeschränkt wird, ist interessant. Das wäre ja sicher auch nötig aus ökologischen Gesichtspunkten. Aber wenn ich bescheiden lebe und auch kein großes Einkommen habe, gebe ich mein weniges Geld gleich wieder aus für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. Außerdem wird generell die Großindustrie im Vergleich zu heute unattraktiver gemacht, was in jedem Fall der Umwelt und den Menschen hilft. Ich denke, dass das Konzept der alternativen Währung hier auch noch nicht das Allheilmittel ist für ökologische Belange. Da bräuchte es – in einer wirklich fortschrittlichen Gesellschaft – auch noch weitere Maßnahmen.

    • Wie kommen Sie darauf?

      Die realen und materiellen Werte benutzen sie jeden Tag, es gehört sogar ein unbestimmter Teil davon Ihnen, solange nicht auch noch der Rest des Staatsvermögens, wie aktuell in Griechenland, zwangsweise als „Reform“ getarnt unter den Hammer kommt. Nur weil Sie aus einer Brücke die nicht auf ihrem taglichen Weg liegt, keinen persönlichen Vorteil ziehen können, ist diese Brücke nicht wertlos, nur weil sie selbst nicht vom Hochwasser betroffen sind, ist der Deich der die unmittelbaren Anwohner neben dem Fluss schützt, nicht ohne entsprechenden Wert. Sie ziehen aber sehr wohl einen Nutzen aus dem Park, indem Sie spazieren gehen können um frische Luft zu tanken, sich zu erden – auch wenn am Parkausgang kein extra Geldautomat steht um ihnen 10,- € als Dank für die Nutzung des Parkes auszuzahlen.

      Natürlich können sie sich die Frage stellen, weshalb Ihnen das benachbarte Generatorenwerk nicht gehört. Wenn Sie danach streben, unterbreiten sie dem Besitzer ein entsprechendes Angebot. Möglicherweise kommt der irgendwann selbst auf den Dreh, dass er mit dem Generatorenwerk persönlich nichts anfangen kann, zumal er den Gewinn den er daraus zieht, nicht speichern kann. Er hat bereits 10 Waschmaschinen und erkannt, dass er nur eine braucht und sich die Dinger weder als Wertspeicher eignen, nichtmal zum Waschen von Geld. Das Dach seiner Großgarage ist mit Blattgold belegt und dicht, die örtlichen und überörtlichen Dachdecker raten ihm dringend davon ab, die vergoldeten Dachziegel gegen eine Sorte aus purem Gold zu tauschen, weil er dann um das Dach seiner Garage noch einen extra Zaun ziehen müßte und dieser die Ansicht verschandelt. Die drei Leute die in seinem Generatorenwerk noch beschäftigt sind (Pförtner, Hausmeister und Mechaniker zum Warten der Roboter), kann er auch nicht entlassen, noch produktiver geht nicht – ich denke, mit einem guten Angebot können Sie das Generatorenwerk von ihm erwerben.

  25. Für mich waren zwei aussagen von Bedeutung, da sie ja ein entscheidender Grund für die Zwänge sind, unter welchen alle Staaten der Welt leiden.

    1. In Min 1.33 Kommt die Sprache auf die Goldreserven, bzw die Deckung des Dollars durch Gold zur Sprache.
    Frankreich fordert seine Dollarbestände in Gold zurück. Darauf hin wird dieses von Amerika Abgelehnt.

    Hier fragt ich mich als Zuhörer, wieso lässt sich Frankreich das gefallen. Leider erhalte ich keine Antwort.
    Wahrscheinlich fehlt es an den geeigneten Druckmitteln.

    2. In Min. 1.42 Kommt das Thema auf den Zusammenschluss des private Geldinstitut Föderal Research zu sprechen, und dass diese das Monopol über die Staatliche Münzanstalt übernommen hat. Zwar wird sich der amerikanische President Wilson schnell im klaren, das er einen Fehler von historischem Ausmaß begangen hat, versucht diesen aber nicht zu korrigieren.

    Hier frage ich mich, welches Druckmittel die FED gegenüber dem amerikanischen Staat in Händen hielt, und anscheinend noch immer hält, um das Monopol nicht wieder abzugeben.

    War President Wilso wirklich so naiv, oder spielte er nur den Deppen und war Mitglied in dem Kartell der Gangster, die von nun an die monetäre Welt beherrschten.

    Solange hier nicht ein Machtgleichgewicht herrscht, werden wir noch so viel über gerechtere Verteilungssysteme reden können, umzuätzen werden sie nicht sein.

    • Zu 1. Charles De Gaulle überlebte einige Attentate. Unmissverständlich ist die USA nach dem 2. Weltkrieg das derzeitige Imperium. Vielleicht schauen Sie sich die Paar Führer der Länder an die den Dollar an die „Wäsche“ wollten, Saddam wollte weg vom Dollar -liquidiert-, Gadaffi wollte eine afrikanische goldgedeckte Währung, also weg vom Dollar -liquidiert-,
      Assad will weg vom Petrodollar -Liquidierung steht noch aus-. Russland und China wollen auch weg vom Petrodollar, Russland wird sanktioniert, Putin wird zum Belzebub, China mit Wirtschaftskrieg gedroht.

      Zu 2. Wilson wie viele andere US-Präsidenten, die eher an ihren Leben hingen, sagten nur am Ende ihrer Amtszeit etwas kritisches über die FED. JFK war eher lebensmüde und führte Executive Order 11110 aus, also er wollte dass der Staat wieder das Szepter über die Emittierung des Dollars übernahm. Wir wissen ja wie es ausgegangen ist.
      Die FED steht nicht für sich alleine als einzelne Institution da, sie ist aber der wichtigste Teil des Deep States. Wenn sie beseitigt wird, bricht das ganze Kartenhaus zusammen und das muss von den Geheimdiensten und FBI um jeden Preis verhindert werden.

    • Son_Snow:

      War eigentlich auch nur als rhetorische Frage gemeint, man will ja nicht immer gleich mit dem Holzhammer kommen.
      Wo die Ursachen liegen ist doch sowie so klar.

  26. Drei Hinweise an die Redaktion:

    1. Wäre es nicht einen Versuch wert, Varoufakis für einen Auftritt bei KenFM anzufragen? Trotz des um ihn betriebenen Personenkults habe ich ihn immer als ehrlichen und klugen Anwalt seiner Sache wahrgenommen.

    2. Ken erwähnte neulich, dass er u.a. auch bald mit Sahra Wagenknecht über die Idee von Haisenko/von Brunn sprechen wird. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Dann kann man ja auch direkt nachfragen, wieso sie die Herrschaft von Zins und Zinseszins bisher nicht so offen thematisiert hat.

    3. Ich bin offenbar nicht der einzige KenFM-Fan, der Franz Hörmann fragwürdig findet. Jedenfalls kann er die Thematik nicht einfach erklären – von dem her: Bitte nicht mehr einladen, auch falls ich mich täusche.

    • Benjamin, aus meiner Sicht tun Sie Franz Hörmann unrecht. Mag ja sein, dass die Art und Weise, wie Herr Senf die Dinge sieht, Ihnen verständlicher ist.
      Hörmann deswegen als „fragwürdig“ zu empfinden, halte ich für abwegig. Die gesamte Thematik, wie sie Herr Senf darstellt, ist deckungsgleich mit Hörmann’s Vorträgen. Mit einem Unterschied: Franz Hörmann geht in seinen Darstellungen WEIT über das hinaus, was Herr Senf vorträgt. Bei Hörmann wird z.B. ein zusätzlicher Aspekt immer einbezogen, der bei Herrn Senf einfach fehlt: Die psychologische Seite dessen, wie global Geld als solches wahrgenommen wird. Hinzukommt, dass Hörmann die Rolle der Zentralbanken tiefer beleuchtet, als Herr Senf das tut, so mein Eindruck.

      Last not least zeigt Hörmann einen (von vielleicht mehreren) theoretischen Auswegen aus dem Geld-Gefängnis. Herr Senf analysiert zwar -genau wie Hörmann- die Dinge übereinstimmend, kommt aber zu keinem Ausweg, der grundsätzlicher Natur wäre.

      Ihrer Bitte nach „Nicht mehr einladen“ Hörmann’s stehe ich ratlos gegenüber: Sie müsssen ihn doch nicht anhören ?!?

    • @Pingu:
      Tatsache, Asche auf mein Haupt!

      @Ron B.:
      Hörmann will auch noch seinen OSBEE verkaufen – sorry, aber so kommt es bei mir an. Aus meiner Sicht ist das der falsche Ansatz. Entweder regionale Währungen zum Anfassen und/oder politische Bewegungen, um das Währungssystem großflächig zu ändern.
      Außerdem gibt es im Internet Videos, wo er wilde Theorien über Außerirdische verbreitet. Einfach mal nach „Hörmann Ufos“ googeln… Also, naja.
      Bei Positionen in KenFM war er auch sehr schwach, „kryptisch“ hat Ken es genannt.
      Sorry, aber es ist nicht egal, wen man zu Wort kommen lässt. Sonst ruiniert man sich seinen Ruf – von wegen: da seht ihr’s ja, alles Verschwörungstheoretiker!

  27. Danke, KenFM! Das war einer der besten mir bekannten Beiträge überhaupt!

    Das Geldsystem ist sicher eines, wenn nicht das zentrale Problem. Daher kann man das gar nicht genug thematisieren. Obwohl ich das allermeiste schon oft gehört habe, ist es für mich auch immer noch schwer, das Thema kurz, allgemeinverständlich und überzeugend zu erklären. Und darauf kommt es ja letztendlich an. Und natürlich auch, dass man die Grundzüge eines alternativen Geldsystems skizzieren kann, am besten mit Praxisbeispielen. Das alles kann Herr Senf in seiner ruhigen, behutsam erklärenden Art ausgezeichnet!

  28. Ich finde die Dikussion über Zinsen nicht richtig. Denn Zinsen sind in allgemeiner Form eine Rendite für ein eingesetztes Kapital. Zum Beispiel kauft jemand eine Wohnung und vermietet sie. Er hat also Geld investiert, das jetzt in der Wohnung gebunden ist und nicht weiter verwendet werden kann. Dafür bekommt er Miete. Die Miete ist nichts anderes als der Zins für sein gebundenes Geld. Der Taxifahrer bekommt Zinsen für sein Geld, das er in das Auto gesteckt hat. Der Unternehmer bekommt Zinsen für sein Geld, für das er eine Maschine gekauft hat. Und Sixt bekommt Zinsen für das Geld, das im Fuhrpark steckt. Da kann man doch jetzt nicht sagen, Zins ist böse. Warum sollte jemand ein Auto verleihen oder ein Wohnung überlassen, wenn er keine Belohnung dafür bekommt? Ohne Zins würde auch niemand mehr sein Kapital anderen zur Verfügung stellen.

    • Ich denke die kulturelle Ablehnung der Zinsen (siehe Zinsverbot in den Religionen) stammt sehr stark aus vorkapitalisitischer Zeit als Kredite vor allem Notkredite für Bauern bei schlechten Ernten waren.
      Es wurde aus unmoralisch empfunden aus der Not der Mitmenschen Profit zu schlagen, noch dazu weil dies fast zwangsläufig dazu führte das die Bauern in eine Schuldenspirale gerieten an dessen Ende eine Form von Leibeigenschaft stand.

      Siehe dazu: https://www.youtube.com/watch?v=u6wc3hg61UA
      Ein super interessanter Vortrag von Ulrike Hermann

    • Genau darum geht es, sie haben es nicht verstanden, je mehr jemand besitzt, je mehr Mieteinnahmen, Gewinne aus Fabriken, Gewinne aus Zinsen, um so schneller wird er noch mehr Geld haben das er investiert und noch mehr Geld verdienen. Die Leidtragenden zB bei der Miete sind die Mieter die müssen nicht nur die Kosten für die Wohnung und Nebenkosten tragen, nein sie müssen auch noch was an den Vermieter abdrücken, der Vermieter hat da keine Leitung mehr.
      Genauso ist es mit den Zinsen, ie müssen ja von jemand anderen weggenommen werden, sehr traurig das es trotz der ganzen Informationen hier noch immer so viele gibt die gar nichts begreifen.
      Der Taxler muss Zinsen bezahlen weil er sich ein Auto auf Kredit gekauft hat, ein Unternehmer muss Zinsen bezahlen weil er sich eine Maschine auf Kredit gekauft hat. zahlen müssen das die Kunden.
      darum bezahlt wir 40% an Zinsen von unserem Einkommen. die die 40% Zinsen kassieren leisten dafür keine Arbeit, es ist einfach ihr Besitz, Reiche werden ohne Arbeit reicher. Die die weniger Zinseinnahmen haben als 40% ihres Jahreseinkommen, die sind die blöden, ich würde sagen da muss man schon sehr reich sein um das zu erreichen.
      wenn jemand 10 Häuser hat und nur eines braucht, dann sollte er enteignet werden, denn andere Menschen brauchen auch Häuser, genau diese Besitzgier ist das Problem.
      Man tut so als ob es gerecht wäre, dabei ist es Diebstahl und ein Verbrechen, wenn ein Armer einen Kaugummi klaut muss er ins Gefängnis, wenn ein Reicher 10 Häuser klaut denn wird er auch noch geschätzt dafür, er ist ja so fleißig.

    • „sehr traurig das es trotz der ganzen Informationen hier noch immer so viele gibt die gar nichts begreifen.“
      So absolut sehe ich das nicht.
      Sie müssen schon den Leuten zugestehen auch die Informationen zu hinterfragen.

      „darum bezahlt wir 40% an Zinsen von unserem Einkommen. die die 40% Zinsen kassieren leisten dafür keine Arbeit, es ist einfach ihr Besitz“
      So einfach ist das auch nicht.
      Ein Unternehmer wird das wieder anders sehen. Er bezahlt ja den Lohn + Lohnsteuer, die ja seinen Gewinn schmälern.
      Von den Steuern werden ja bestimmte Sachen bezahlt.
      Ob das IMMER sinnvoll ausgegeben wird, im Sinne des Gemeinwohls, ist doch eher die Frage!

    • „Warum sollte jemand ein Auto verleihen oder ein Wohnung überlassen, wenn er keine Belohnung dafür bekommt? Ohne Zins würde auch niemand mehr sein Kapital anderen zur Verfügung stellen.“

      Na unter Freunden u. in der Familie klappt das doch.

      Banken die Geld verleihen leben davon.
      Es fallen auch Kosten an. (Personal, Mieten, Steuern, Fahrzeuge u.a. Nebenkosten)
      Wenn ein Einfamilienhaus auf Kredit gebaut wurde und der Kredit nicht mehr bedient wird, geht das Haus in den Besitz der Bank über.
      Ob die Bank immer, bei der Veräußerung des Hauses, das geliehenen Geld zurück kommt, ist die Frage.
      Das ist in strukturschwachen Gebieten schwierig. (bei unserem Nachtbarhaus war das so)
      Zur Zeit bezahlen die Leute ja überhöhte Preise für Immobilien. Das war aber nicht immer so.

      Bei Autos oder einer Finanzierung einer Geschäftsidee sieht das schon anders aus, wenn der Kredit nicht bedient wird.
      Dann wird wohl der noch übrige Betrag gestrichen und die noch fälligen Zinsen bleiben aus.


    • So einfach ist das auch nicht.
      Ein Unternehmer wird das wieder anders sehen. Er bezahlt ja den Lohn + Lohnsteuer, die ja seinen Gewinn schmälern.
      Von den Steuern werden ja bestimmte Sachen bezahlt.
      Ob das IMMER sinnvoll ausgegeben wird, im Sinne des Gemeinwohls, ist doch eher die Frage!

      Ja so einfach ist es nicht, das stimmt.
      Die 40% von denen auch Herr Senf spricht sind ja Zinsen und nicht Steuern, das ist ein Unterschied, ein wichtiger.
      Habe ich richtig gehört 50% der Steuern werden an Zinsen zurückgezahlt (Staatsschulden)
      Dann gehen also von den Steuern ca 50 % an Zinsen an die die ihr Geld arbeiten lassen.
      Dann noch Haus, oder Bäcker oder Handwerker überall sind Zinsen drinnen, wenn sie ein Haus bauen mittels Kredit oder wenn sie zur Miete wohnen wo die Wohnanlage mittels Kredit gebaut wurde.
      So kommen diese 40 % zusammen.
      Und irgendwer bekommt dieses Geld und das sind Private Menschen.
      Fast alle glauben der Staat ist so übel und nimmt alles weg und darum ist der Neoliberalismus so beliebt.
      Wenn die Menschen das Geldsystem durchschauen würden, dann wäre es aus mit dem Neoliberalismus.

      Es geht auch nicht darum das Menschen für ihre Arbeit nicht bezahlt werden sollen, es geht darum das nicht auch noch andere dabei mit verdienen obwohl sie nichts arbeiten.
      Bei kleinen Unternehmen ist oft eh der Unternehmer der am meisten arbeitet. Es muss aber auch gesagt werden das alle Unternehmer steuerlich stark begünstigt werden. Auto, Treibstoff, Einkaufen bei der Metro, davon kann ein Arbeiter nur träumen.
      Es könnte statt Arbeit auch Besitz besteuert werden, progressiv versteht sich. Wer nur ein Haus besitzt bezahlt so viel wie seine Lohnsteuer beträgt, wer mehr Besitzt bezahlt mehr progressiv steigend.
      Da wäre ein Geschrei los, nur mit den Arbeitern kann es ja gemacht werden, die werden von allen verarscht auch von der Gewerkschaft.
      Die Unterteilung in Beamte, Unternehmer Angestellte und Arbeiter ist diskriminierend, da sollte protestiert werden und nicht dagegen das bei 100 männlichen Bewerbern und 1 weiblichen Bewerber nicht eine 50:50 Verteilung raus kommt.

    • @Markus Gelau:
      „Ohne Zins würde auch niemand mehr sein Kapital anderen zur Verfügung stellen.“

      Doch, weil sein Geld sonst entwertet wird. Das ist ein zentraler Punkt in dem alternativen Konzept von Herrn Senf. Das muss als Belohnung genügen für jemanden, der so viel Geld rumliegen hat, dass es über das Monatsende weit hinausreicht. Der also schon relativ reich ist.

    • @Arrrrggggggg natürlich ist es so, dass jemand, der viel Kapital (=Maschinen, Gebäude, Betriebsmittel) besitzt, auch immer mehr dazubekommt. Schuld daran ist aber nicht der Zins.
      Das Übel ist, dass es überhaupt möglich ist, so viel Kapital anzuhäufen, dass man (mehrfach) davon leben kann.
      Und das liegt daran, dass der Besitz von Kapital und das Einkommen durch Kapital in D vom Staat viel mehr belohnt wird als Arbeit.
      Das liegt z.B. an der Staatsverschuldung. Eine hohe Staatsverschuldung belohnt die Reichen und macht die Armen noch ärmer.
      Das liegt z.B. daran, dass in D gerade mal 35% der Leutein der eigenen Wohnung leben. In Thailand sind es 90%!
      Usw usf.
      Und es liegt auch z.B. an dem Gesetz üebr befristete Teilzeitarbeit und Arbeit auf Abruf. Arbeit auf Abruf ist etwa so, als bräuchte der Mieter keine Miete zahlen, wenn er nicht zu Hause ist.
      Es gibt ganz ganz viele Stellschrauben, die in den letzten 100 Jahren so eingestellt wurden, dass die Reichen immer reicherwerden.

    • @ Markus gelau


      natürlich ist es so, dass jemand, der viel Kapital (=Maschinen, Gebäude, Betriebsmittel) besitzt, auch immer mehr dazubekommt. Schuld daran ist aber nicht der Zins.

      Was wird denn bei den Staatsschulden zurückbezahlt? Wie können sie sagen das der Zins nicht verantwortlich ist, kapieren sie das nicht. Wir bezahlen ca 40% von dem was wir uns erarbeiten mittels Zins an die Menschen die ihr Geld arbeiten lassen. Geld arbeitet nicht, das was die die Geld arbeiten lassen verdienen, das wird wirklich arbeitenden Menschen weggenommen und das sind 40%. wie können sie sagen das Zins keine Rolle spielt.
      Natürlich kommen andere Mechanismen hinzu, zB. können sich die Manager viel höhere Gehälter geben als den Angestellten und Arbeiter, das ist ein weiterer Mechanismus, oder Aktien, es sind Eigentumsbeteiligungen, es wird Geld Investiert aber die Aktie hat keine Laufzeit, sie gilt ewig, auch wenn das investierte bereits längst wieder zurückbezahlt wurde. Noch viel schlimmer wird es mit der Börse, wo es nicht mehr darum geht, das Geld arbeiten zu lassen, sondern nur mehr darum wetten abzuschließen. Und wenn dann eine Bank ihr ganzes ergaunertes Geld und das der Großanleger verzockt hat, dann sagt sie sie ist System relevant und wieder müssen die arbeitenden Menschen in ihre Tasche greifen.

  29. Warum findet die Partei Deutsche Mitte keine Erwähnung in diesem Beitrag? Es ist die derzeit einzige Partei, die das ausbeuterische Geldsystem grundlegend reformieren und die Geldschöpfüng wieder in öffentliche Hand verlegen will!

    Aus dem Kurzprogramm der Deutschen Mitte zum Thema „Finanzen“ zitiert:
    ————————————————————————————————–
    „Banken werden ehrliche Dienstleister, Zockerei wird verboten, Zins und Zinseszins werden abgeschafft. Marode Banken werden vorübergehend verstaatlicht und teilweise in kontrollierten Konkurs gehen.

    Manager haften für Fehlverhalten, Betrug wird strenger bestraft.
    Wir fordern die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken und eine Börsentransaktionssteuer, um Großspekulanten einzubremsen.
    Diese Schritte werden international abgestimmt, durchgesetzt und eingeführt, genau wie das Verbot von Spekulantentricks: Derivate, Leerverkäufe und Termingeschäfte.

    EuroUnterstützung zahlen wir nur noch gegen dreifache Sicherheit, um das Vermögen des deutschen Volkes abzusichern.

    Künftig darf nie wieder eine nationale Währung Weltleitwährung sein! Wir fordern stattdessen eine zusätzliche, neutrale, gemeinschaftlich fair und staatsunabhängig verwaltete weltweite Ausgleichswährung.

    Steuern werden radikal vereinfacht, auch durch Abschaffung der meisten Steuerarten – bis hin zur Totalabschaffung sämtlicher Steuern.
    Auf dem Wege dahin motivieren wir Superreiche, Mega-Erben und Großkonzerne, soziales Mäzenatentum stärker zu unterstützen. Verschwendung öffentlicher Mittel wird strenger geahndet und wirkungsvoller vermieden.

    Die Deutsche Mitte fördert alternative und regionale Währungen ebenso wie Tauschringe.

    Die „Monetative“ (nach Prof. Dr. Bernd Senf) verbietet Geldschöpfung durch Regierung oder private Einrichtungen und legt dieses Privileg ausschließlich in die Hände einer reformierten und wirklich unabhängigen Bundesbank. Dieses Prinzip ist eingebettet in das ebenfalls verfolgte „Viergliederungsprinzip“ (nach Prof. Dr. Johannes Heinrichs) und angelehnt an das „Dreigliederungsprinzip“ (nach Dr. Rudolf Steiner).

    Sämtliche tiefgreifende Reformen erfolgen ausschließlich in gründlicher und tatsächlich unabhängiger wissenschaftlicher und praxisnaher Vorbereitung und Begleitung.“
    ————————————————————————————————–

    Christoph Hörstel im Gespräch mit Franz Hörmann (DM-Sprecher für Finanzpolitik) 4. Januar 2017
    https://www.youtube.com/watch?v=Fl8y3NFZ23w

    • Christoph Hörstel stellt viele richtigen Fragen an Franz Hörmann.
      Er lässt sich allerdings mit Antworten abspeisen, die mich nicht überzeugen.
      Technische Lösungen (die ich nicht wirklich durchblicke) und das dann ganz anders gewirtschaftet wird, sollen überzeugen.
      F. Hörmann lächelt Bedenken einfach weg. Er erzeugt den Eindruck, dass er über der Sache steht.
      Den Leuten wird es leicht gemacht schneller auf ehrliche Art reich zu werden.
      Ist den reich zu sein, ein Ziel?
      Es ist doch viel wichtiger allen zu ermöglichen, ein gutes erfülltes Leben zu führen.
      Das Ende von Ausbeutung, Krieg, Hunger und Elend müssten das Ziel unserer Bemühungen sein.
      Der Reichtum einzelner, schafft doch erst die Probleme.

      Die Frage des privaten Eigentums an Produktionsmitteln und Rohstoffen, wird nicht angesprochen, weil es nicht als Problem gesehen wird. Wir müssen halt nur verantwortlich damit umgehen, dann wird alles gut.
      Für mich ist das ein weiterer Punkt, neben dem bedingungslosen Grundeinkommen, das System weiter zu stützen.
      Die, die nicht mitspielen wollen, sollen in der „freien Wildbahn“ ihr Glück versuchen. Wo soll das denn eigentlich sein?

    • @ schwarz ist weiß

      Schön analysiert. ich stimme ihnen zu 100% zu. Ich sehe auch Probleme mit dem fließenden Geld.
      ja Hörmanns Ideekann ich auch nichts abgewinnen. Ich glaube er ist privat stark verschuldet, seine Idee ist glaub ich eher auf persönliche Bedürfnisse ausgerichtet, stark Schulden machen und nicht zurückzahlen müssen.
      Herrn Senf hingegen finde ich sehr verständlich und es war ein top Interview.

    • Schauen Sie mal, die Spielregeln sind so ausgelegt, dass alle die beim Spiel des Establishment mitmachen im Nachteil sind bzw. nur verlieren werden. Es ist sehr ambitioniert zu glauben, dass man das Spiel gewinnen kann, wenn man sich an deren Spielregeln hält. Ferner ist es auch nicht ratsam, wenn man sich auf das Spiel einlässt und versucht seine eigenen Spielregeln zu entwerfen wie man das Spiel zu seinen Gunsten gestaltet (hier wurde z.B. Herr Herrhausen genannt, oder JFK, Martin Luther King, Olof Palme, Thomas Sankara uvm.).

      Die logische Konsequenz ist, sich nicht auf deren Spiel einlassen.

    • Ja Herr Senf spielt in einer anderen Liga.
      Sehr klug und sympathisch, ne ehrliche Haut und kein bisschen überheblich.
      So jemanden wünscht man sich als Nachbar oder Freund.

  30. Ich habe noch eine Frage:

    Wenn Banken Geld aus dem Nichts schaffen – und damit einfach eine Bilanzverängerung durchführen – und bei Kreditausfall die Sicherheit des Kreditnehmers einkasieren, dann dürfte doch ein Kreditausfall weil ein Kreditnehmer nicht mehr seine Raten bezahlen kann gar kein Problem darstellen.

    Ich verstehe auch Prof. Senf in diesem Interview so, wenn er meint die Bank freut sich noch wenn Sie Sicherheiten insolventer Kunden einkassiert.

    Und außerdem sollen Banken die Möglichkeit haben für eigene Zwecke Geld zu schöpfen (kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen)

    Aber wenn das so weit stimmt, dann meine Frage:

    Wieso kamen die Banken in die Schieflage, als die Immobilienblase in den USA platzte? Die Krise war ja real, Banken gingen zu Grunde. Aber sie hätten doch nach den obigen Annahmen nur Ihre Bilanzen zusammenstutzen müssen.

    Klar sie hätten weniger laufende Einnahmen gehbat, einen sinkenden Gewinn. Und wenn sie Schuldpapiere auf Kredit gekauft hätten, hätten sie diese weiterhin zurückzahlen müssen, auch bei vernichtetem Gegenwert. Aber sie können das Geld für die Zahlungen doch einfach selbst schöpfen?????? Warum ging Lehman Brothers trotzdem pleite????

    • Eine Bank kann sich ein Bürogebäude kaufen und das Geld dafür in ihrem Computer erzeugen, also ohne es eigentlich zu haben. Das geht natürlich. Aber das Geld für das Gebäude steht ja immer noch in der Bilanz als zu bezahlen. Von der Bilanz her ist das nichts anderes als wenn sie sich das Geld von einer anderen Bank geliehen hätten.

      Ein weiterer Aspekt in Deutschland: Auch wenn Banken die Kredite, die sie vergeben, in ihrem Computer erzeugen, müssen sie aufgrund regulatorischer Vorschriften (Basel 2, KWG, EZB) 8-10% als Eigenkapital hinterlegen. D.h. 10% der Kreditsummen müssen sie schon haben.

    • Ja, es scheint als zu bezahlen auf, das wird eh mit den Zinsen beglichen.
      Aber so wird aus Nichts ein Besitz gemacht zB ein Mietshaus, eine Aktienbeteiligung bei Firmen, usw.

    • Die Banken können zwar Giralgeld schöpfen, aber keine Zentralbankreserven oder Bargeld. Um Zahlungen an andere Banken zu leisten, braucht die Bank diese Reserven oder Kredit von der anderen Bank. Wenn sie beides nicht mehr hat, kommt sie in Zahlungsschwierigkeiten, hat also Liquiditätsprobleme. Schließliche ist sie dann zahlungsunfähig und „bankrott“. Da die ganzen Banken untereinander sehr stark vernetzt sind und sich gegenseitig Kredite vergeben haben, kann der Zusammenbruch einer relevanten Bank wie Lehmann Brothers einen Domino-Effekt auslösen. Wenn Lehmann seine Schulden bei anderen Banken nicht mehr begleichen kann, bekommen die ebenfalls Probleme und auch jene, die von dieser Bank Geld bekommen zu haben usw………

    • Richtig, s stimmt, wenn aber zB der Besitzer eines Hauses das er an die Bank verkauft, wenn der ein Konto bei dieser Bank hat, so kann die Bank diese Überweisung problemlos durchführen.

    • Wenn die Bank von einem Bankkunden etwa eine Immobilie kauft, schreibt sie ihm den Kaufbetrag auf seinem Konto gut. Wie arrrrggghhh unten richtig sagt, braucht sie hierfür keine Reserven oder Bargeld. Geht einfach „per Knopfdruck“. Wie bei der Kreditvergabe ist auch hier neues Giralgeld entstanden. Interessanterweise ist dieses schuld- und zinsfrei.
      Wie bei einer Kreditvergabe wird auch hierbei die Bilanz verlängert. Anstatt einer Kreditforderung steht jetzt aber die Immobilie als Aktivposten in der Bilanz.

    • @agggrrrrr: Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Besitz und Eigentum. Letzteres ist belastbar, d.h. man kann es als Gegenwert bzw. als Sicherheit im Falle von Zahlungsunfähigkeit bei einem Kredit einsetzen. Für Besitz gilt das nicht, dieser ist nicht belast- bzw. beleihbar. Das ist insofern von Relevanz, als dass man sich – juristisch gesehen – durchaus etwas „ersitzen“ kann, z.B. eine Wohnung oder ein Haus – man denke an die Hausbesetzer-Zeit in den 80ern letztes Jhrd – aber gehören, in dem Sinn, dass ich damit auch (Kredit)Geschäfte machen kann, tut mir das „Ersessene“ deswegen noch lange nicht.

      @Gostomsky: Soweit ich die Zusammenhänge in den USA 2008 richtig verstanden habe war es so, dass die Immobilienwerte von heute auf morgen ins Bodenlose gestürztz sind. Vermutlich zu viele insolvente Schuldner, die ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten, wodurch wiederum zu viele Immobilien gleichzeitig zum Verkauf auf dem Markt waren. Parallel zu dieser Enwicklung platzte aber auch der (gewollt?) großzügige Umgang mit Kreditkarten, mit denen die selben Schuldner ihre prekäre Lage noch eine Weile unter der Decke halten konnten. Beides, die Vergabe von Krediten an Nehmern, von denen man eine ungefähre Vorstellung hinsichtlich ihrer fraglichen Zahlungspotenz hatte und die gleichzeitige Ausstattung mit Credit-Cards, die es den selben Leuten ermöglichten, heute Güter mit dem Zahlungsziel von X Monaten zu erwerben, war den Verleihern, sprich den Banken durchaus bekannt und es war gewollt, weil es weiteres geld einbrachte. Und zu guter Letzt – als wäre der Turm nicht schon so Schwindel erregend hoch gewesen – hat man auch noch aus diesen Schuldpapieren Pakete geschnürt, die man wiederum mit dem Ziel der Gewinnmaximierung auf den Markt geschmissen hat. Die faulen Kredite waren in diese Pakete mit eingewickelt. Man hat da quasi drauf gewettet. Das ging über eine ganze Weile gut und ist dann wie ein Kartenhaus im Domino-Manier zusammengekracht.

  31. Vieles in dem Interview ist ja sehr interessant, hier aber ein paar kritische Anmerkungen:

    1. Zum Thema Zinseszins: Ich denke in dieser Diskussion ist es doch zwingend zwischen Nominal- und Realzins zu unterscheiden. Wächst bei einem gegebenen Zinseszins ein Geldbetrag exponential, so muss man doch die Inflation (die auch exponentiell wächst) davon abziehen. Nur der so erhaltene Realzins ist relevant. Hat man etwa 100€ gespart und kriegt 5% Zins erhält man nach einem Jahr 105€, hatte man in der gleichen Zeit aber auch 5% Inflation ist die reale Kaufkraft nicht gestiegen!!!!!! und dieser Realzins kann durchaus negativ werden (Inflation höher als Zins). Dies ist durchaus schon vorgekommen und ähnelt doch sehr dem Schwundgeld.

    Eine interessante Frage wäre, ob ein System mit immer höheren Geldvermögen – die alle auf Zinseinnahmen warten – nicht auf diesen Zustand mit Realzins 0 oder negativ zwangsläufig zusteuert. Woher sollten denn die ganzen Zinseinnahmen kommen? Und das ist doch auch der zu beobachtende Zustand. Die Zinsen sind über lange Zeit in der Tendenz gesunken und nun praktisch 0. Der Zins ist abgeschafft – durch den Kapitalismus :O und alle Zinsfeinde sind glücklich 😉

    Damit würden sich sozusagen die „erfolgreichen“ Geldanhäufer sich am Ende zu tode siegen.

    Blöd nur das wir privat für die Rente vorsorgen sollen. Viel Erfolg dabei 😉

    • Zu 1.)
      haben sie festgestellt das die Steuern gesenkt wurden? weil nach ihrem Verständnis müssten jetzt doch keine Zinsen mehr auf die Staatsschulden bezahlt werden müssen, also 50% weiniger Staatsausgaben, dann könnten doch die Steuern um 50% runter?
      Möglicherweise ist ihnen aber nicht entgangen das mittels des ergaunerten „Nicht Geldes“ sich immer sofort reale Werte angeschafft werden. Firmen, Immobilien, Staatstragende Infrastruktur, wie Telekom, Bahn, Autobahn, usw.
      Banken können reale Werte kaufen ohne Geld, sie geben sich einfach selbst einen Kredit und wie wir ja wissen muss für einen Kredit kein Geld vorhanden sein.
      Die Gewinne kommen ja nicht nur aus den Zinsen.
      Die „erfolgreichen“ Geldanhäufer siegen nicht sich sondern uns zu Tode.

    • Lieber Arrrrgggggggg

      Steuern wurden bisher noch nicht gesenkt, aber das die niedrigen Zinsen dem Staatshaushalt gut tun kann man glaube ich schon behaupten.

      Das die hohen Geldvermögen (Ich denke das meinen Sie mit „Nicht Geld“) auf die Realwirtschaft zurückwirken, darin würde ich Ihnen sofort zustimmen. Man muss sich nur den deutschen Immobilienmarkt anschauen! Da versuchen jetzt doch ziemlich klar einige reichgewordene ihr unsicheres Geld in sicherere Realwerte umzuwandeln -> zum Unglück der Mieter.

      Ich wollte auch gar nicht das bisherige System total verteidigen. Aber bei dem Interview wirkt es so als ob das vorhandensein eines Zinses und Zinseszinses automatisch (total deterministisch) in die Verschuldungsfalle der Völker mündet. Dem würde ich widersprechen.

      Klar. In den letzten 30 Jahren sind einige wenige sehr reich geworden und viele andere arm und gleichzeitig gab es den Zins. Aber daraus darf man nicht den Schluss ziehen, das der Zins für die Spaltung die eigentliche Ursache ist.

      Meine These: Die Ursache sind ganz konkrete politische Entscheidungen! Steuersenkungen für Unternehmer, ausufernde Steueroasen, enfesselung des globalen Finanzverkehrs, Deregulierung der Banken, Hartz4 …. man könnte ewig so weitermachen. Aber es wäre auch eine gerechte Welt ohne diese Spalteung UND MIT ZINS denkbar.

      Die hohen Zinseinkünfte der letzten Jahrzehnte sind das Symptom einer Krankheit (=meiner Ansicht nach einer neoliberalen Politik), der Zins ist nicht das Problem) und das kann man eben auch daran erkennen das eine Welt mit einem langfristigen 0 oder Negativzins denkbar ist.

      Klar dafür bräuchte es einen politischen Willen und Entscheidungen ……….. tja, ob da Martin Schulz weiterhelfen wird hahahahahaha

    • Die Zinsen sind quasi der Mehrwert, den wir erwirtschaften. Letzen Endes kommt das aus den Ressourcen der Natur, Rohstoffe und Energieträger, z.B. Erdöl. Das holen wir aus der Erde, verbrennen es, bekommen dadurch Energie, die wertvoll und nutzbar ist. Und die Schulden an die Natur müssen wir nicht zurückzahlen.

      Von hohen Zinsen profitieren alle die, die mehr Vermögen als der Durchschnitt haben. Das sind 30’000€.
      Alle, die weniger als 30’000 haben, müssen die Zinsen der anderen bezahlen. Denn wenn jemand irgendwo Geld bekommt, muss es ein anderer bezahlen. Und das gilt erst recht bei einer hohen Staatsverschuldung.
      Wenn die Zinsen nahe 0 sind, können sich alle freuen, deren Vermögen unter 30’000€ ist. Die machen dann „Gewinn“.

    • Kann man wirklich sagen die Zinsen sind der Mehrwert? Das BIP als Gradmesser für den materiellen Wohlstand wächst ja bei steigender Produktivität in der Wirtschaft und die hat nicht direkt etwas mit dem Zins zu tun.

      Vielmehr wird der Zins heute von der Zentralbank gesteuert (zumindest langfristig) und wenn die eine Zinswende vollführt und die Zinsen nach oben drückt muss ja deshalb kein Mehrwert entstehen.

      Stammt der Mehrwert nicht viel mehr aus dem technischen Fortschritt und Arbeitsorganisation?

      Intersannt finde ich den Satz „Und die Schulden an die Natur müssen wir nicht zurückzahlen“, ich denke ich verstehe wie Sie ihn meinen. Die Natur bucht nichts von der Kreditkarte ab, aber am Ende wird die Menschheit wohl auch für die Umweltzerstörung in irgendeiner weise einen Preis bezahlen müssen.

      Zu den 30.000€: Ich würde gerne wissen ob das zur Aussage von Prof Senf passt, der jemanden zitiert und meint 85% der Bevölkerung zahlt derzeit beim Zinssystem mehr als sie bekommen.

    • zu BIP –
      25. März 2014, 07:31 Uhr Süddeutsche.de

      Neue Berechnung des BIP
      Kiffen für die Konjunktur

      „Wer als Buchhalter der Volkswirtschaft die jährliche Wirtschaftsleistung vermisst, darf keine Berührungsängste haben. Zum Beispiel mit dem Thema Prostitution. Was Zuhälter oder Bordellbetriebe erwirtschaften, steckt schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Bruttoinlandsprodukt (BIP). Und auch die Schwarzarbeit rechnen die Fachleute des Statistischen Bundesamts mit einem Aufschlag in die magische Zahl ein, die immer wieder das Land bewegt. Schließlich gibt es nach wie vor noch die oft allzu einfache politische Lösung: Wenn das BIP steigt, geht es allen besser.“

      „Nächstes Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt, das den Wert aller innerhalb eines Jahres hergestellten Waren und Dienstleistungen misst, noch weiter zulegen. Nicht nur, weil die Konjunktur besser laufen soll und die Forschungsinstitute ein Wachstum von mehr als zwei Prozent voraussagen. Grund ist vielmehr auch, dass künftig Drogenhändler und Zigarettenschmuggler die Wirtschaftsleistung erhöhen. Die Europäische Union (EU), die die methodischen Vorgaben für die sogenannte volkswirtschaftliche Gesamtrechnung erstellt, will es so. Erwirtschaftet ist nun einmal erwirtschaftet.“

      So kann man das auch rechnen!

    • Die Zinsen sind deshalb irgendwo bei Nullkomma, weil der bisherige Zins- und demgegenüber Schuldenberg nie und nimmer mit dem vorhandenen (Real-)Leistungsvermögen (weltweit) auszugleichen ist. Produzierende Länder wie Deutschland haben zwar die Möglichkeit, ihre Zinsbelastung durch Umschuldung niedriger zu gestalten, weniger produktive Länder wie bspw. Griechenland müssen ihr Volksvermögen privatisieren, um überhaupt die Zinsbelastung bedienen zu können. Sie haben keine Möglichkeit, die Zinsbelastung zu reduzieren, sie bekommen einfach keine günstigeren (fast zinsfreien) Kredite und sitzen auf ihren hoch zinsbelasteten Altschulden und gehen daran, u.a. durch staatlichen Ausverkauf zu Grunde. <= DAS ist die im Interview beschriebene Enteignung.

    • „Von hohen Zinsen profitieren alle die, die mehr Vermögen als der Durchschnitt haben. Das sind 30’000€.
      Alle, die weniger als 30’000 haben, müssen die Zinsen der anderen bezahlen. Denn wenn jemand irgendwo Geld bekommt, muss es ein anderer bezahlen. Und das gilt erst recht bei einer hohen Staatsverschuldung.
      Wenn die Zinsen nahe 0 sind, können sich alle freuen, deren Vermögen unter 30’000€ ist. Die machen dann „Gewinn“.“

      Woran machen Sie das fest. Nur weil 30.000 € der Durchschnitt des Vermögens in D. sein soll?
      An Zinsen (ob niedrig oder hoch) profitieren nur die Reichen. (das könnte man ausrechnen)
      Sie bekommen mehr Geld aus Zinsen und anderen Quellen für Gewinne, als sie selber für Zinsen bezahlen müssen.
      Auch versteckte Zinsen, die in allen verbrauchten Gütern und genutzten Dienstleistungen stecken. Das muss dann noch gegengerechnet werden. Ich schätze mal das sind so 10% -15%. Die anderen machen Verluste.

  32. Das ist ein abartig riesiges Dilemma in der wir uns befinden. Um mal mit dem Erkenntnissen von Prof. Hüther zu erklären.
    Mit der Kopplung von kognitiven sowie emotionalen Wissen entwickelt sich jede Haltung eines Menschen.
    In unserer Generation hier in der industriellen Verngnügungwelt haben wir, dank von Aufklärungsportale wie KenFm, zwar das kognitive Wissen, dass diese Nummer gewaltig schiefgehen wird, aber nicht das emotionale Wissen, also die Verelendung am eigenen Leib; noch nicht. Daher bleibt die ungünstige Haltung stets gleich, „es wird schon so weiter gut gehen“.
    Die Bevölkerung der ausgebeuteten Länder haben zwar das emotionale Wissen, also die Verelendung am eigenen Leib, aber (viele) besitzen nicht das kognitive Wissen, daher richtet sich deren Zorn stets gegen Menschen und nicht gegen das System. Auch hier ist die Haltung ungünstig.
    Meines Wissen nach gibt es nur wenige Länder deren Bevölkerungsgruppen sowohl kognitiv als auch emotional die Erfahrung durch gemacht haben, daher ist deren Haltung dementsprechend auch eine günstige. Zu nennen wäre Ecuador oder Kuba, nur diese sind zu klein um sich gegen die Strukturen der ungünstigen globalen Haltung entgegen zu wirken.

    Ich weiss nicht, wahrscheinlich brauchen wir die Katastrophe, damit auch wir emotional die Erfahrung durchmachen müssen um unsere ungünstige Haltung in eine Günstige zu ändern. Nur die Frage ist, bekommen wir dieses Mal noch eine weitere Chance nach einem Crash? Da ist das Dilemma.

    • Einfacher ausgedrückt, um etwas zu lernen welche dann in eine andere Haltung resultiert, muss man die Erfahrung gemacht haben.
      Z.B. man kann sich nur die Schrecklichkeit eines Krieges vorstellen, wenn man darin verwickelt ist oder die Nachwirkungen erlebt. Unsere Großeltern bzw. die Generation die dieses Übel miterleben mussten, werden nie wieder auf die Idee kommen und sagen, das war alles toll, lass uns noch einen veranstalten.
      Und da sehe ich ein riesiges Dilemma darin, weil aus den Geschichtsüberlieferungen gab es ja Zeiten, wo man aus seinen Fehlern gelernt hatte, doch diese gingen mit den nächsten Generationen verloren.


    • Ich weiss nicht, wahrscheinlich brauchen wir die Katastrophe, damit auch wir emotional die Erfahrung durchmachen müssen um unsere ungünstige Haltung in eine Günstige zu ändern. Nur die Frage ist, bekommen wir dieses Mal noch eine weitere Chance nach einem Crash? Da ist das Dilemma.

      Nein leider ganz falsch. Durch die Katastrophe wird jedes Verständnis wie das Geldsystem funktioniert wieder vernichtet.
      Man fängt von vorne mit dem gleichen System wieder an und die Menschen denken ja das System bring uns Wohlstand, erst die zweite oder dritte Generation wird merken das sie wieder in der Falle sitzen.
      Wir sollten aus der Geschichte lernen und tunlichst jede Katastrophe vermeiden.

    • Die Bevölkerung ist den Geldsystembesitzern egal solange sie sie ausbeuten kann ist alles ok, wenn die ärmste Millionen sterben, sie die Mittelschicht ausbeuten, ja die haben kein Moral, das sind keine Staatsführer, das sind nur sich versteckende Lügner, zerfressen von Gier, Menschen, die wissen gar nicht was das ist.
      Und wie vielen von den Wohlhabenden und aus der Mittelschicht sind genauso? denen ist es egal wenn ein Mensch wegen ihnen verreckt.

  33. Wenn Giralgeld ein Anspruch auf Bargeld ist, warum soll man dann mit Bargeld z.B. die GEZ-Gebühren bezahlen können müssen?
    Das müsste dann nur in den AGB’s der „Öffentlich Rechtlichen“ stehen!?
    Bei Amazon oder anderen Internetplattformen, kann man auch nur per Giralgeld bezahlen.
    Ich möchte nicht die Zwangsgebühr oder besser Zwangssteuer verteidigen – die muss weg!
    Es sollte jeder das nur bezahlen, was er auch konsumiert. (z.B. über einen TV-Zähler ohne Grundgebühr – was bestimmt technisch möglich wäre)
    Die „Öffentlich Rechtlichen“ würden so auch sehen, welche Sendungen überhaupt gesehen werden und können darauf reagieren.
    Wenn man GEZ nur mit Bargeld bezahlen will, ist das einfach umkonsequent.

    • Nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Wenn der Staat (Steuern können Sie heute auch nicht mehr bar bezahlen) oder öffentliche Einrichtungen (GEZ) das einzige gesetzliche Zahlungsmittel nicht mehr akzeptieren, läuft etwas sehr schief. Zu dem Thema das Interview mit Norbert Häring anschauen. Hans Scharpf, der vom Kollegen mp-ckm als Interviewpartner vorgeschlagen wird, kann hierzu auch viel erzählen.

    • Ja, ist schon alles soweit richtig.
      Ursache liegt aber doch eher im Vertrauensverlust in das Geld- und Wirtschaftssystem – und das einer Überwachung der Menschen Tür und Tor geöffnet wird.
      Das bargeldlos zu bezahlen, z.B. beim Strom- oder Gasanbieter, hat schon für beide Seiten Vorteile.
      Das nur Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel ist, ist unbestritten. (so lange nicht das Gesetz geändert wird)

      „Dessen ungeachtet ist Giralgeld in Wirklichkeit das heute allgemein und meist gebrauchte Zahlungsmittel überhaupt (80 Prozent oder mehr der Geldmengen), also eindeutig Geld, und zwar das heute dominante Geld, nach jeder empirisch belastbaren Definition dieses Begriffs.“ (Quelle: vollgeld.de)

      Das Interview mit Norbert Häring sowie auch andere Beiträge z.B. in den NDS kenne ich.

    • Natürlich ist elektronisches Bezahlen sinnvoll und Barzahlen oft unpraktisch bzw. heute nicht mehr machbar. Ein Problem ist ja die Geldschöpfung der Banken und wenn wir mit derem Giralgeld bezahlen, sind wir daran gebunden und kommen nicht davon weg. Eine Lösung ist Vollgeld, da kann man dann auch elektronisch mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel zahlen. Das ist auch einer der Zielrichtungen, die Häring mit seiner GEZ Aktion verfolgt.

    • Auf welches Geldsystem bezieht sich die Frage?

      Im aktuellen Geldsystem wird der Kreditbetrag nicht vernichtet! Das Geldsystem ist am Ende und hängt bereits sprichwörtlich am Tropf. Durch den im Interview beschriebenen Effekt etwa alle 70 – 80 Jahre muss das Geldsystem zwangsläufig krachen gehen. Aktuell wird dieser Effekt nur durch neue Namen verschleiert. Die sog. Bankenkriese 2008 kam ziemlich genau 80 Jahre nach dem Börsencrash 1929, Griechenland & Co. sind unter dem gleichen Blickwinkel logische Folge dessen. Soll heißen, die erste große Geldentwertung fand im europäischen Raum doch bereits mit der Einführung des Euros 2001 statt, In diesem Zusammenhang mal bite die jeweiligen Landesumrechnungskurse betrachten, in Deutschland etwa 2 zu 1

      https://jumk.de/calc/waehrung.shtml <= hier kann man sich selbst ein Bild von dieser massiven Geldentwertung machen.

    • Also, meine Recherche hat ergeben, das der Kredit nach der Zurückzahlung nicht mehr vorhanden ist.
      Die Zinsen bekommt die Bank. Das ist jedoch bei einem normalen Hauskredit, so über den Daumen, die gleiche Summe.
      Bilanztechnisch und per Saldo entstehen gesamtwirtschaftlich durch aktive Geldschöpfung keine zusätzlichen Nettogeldvermögen (= Forderungen minus Verbindlichkeiten). Das nennt man Aktive Giralgeldschöpfung.
      Es gibt dann noch die so genannte Passive Giralgeldschöpfung.

    • Doch der Kreditbetrag wird vernichtet. Wer sollte denn etwa das Geld denn bekommen, wenn es nicht vernichtet wird?
      Die Bundesbank gibt Auskunft. Sie stellt das System richtig dar. Sehr informativ.
      https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html?docId=175754#175754

      Das Schülerbuch Geld und Geldpolitik ist sehr gut geeignet, um sich ein näheres Bild vom System zu machen:
      https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.html

    • Der Kredit selbst kann natürlich nicht mehr vorhanden sein, wenn er getilgt wurde. Das geht buchungstechnisch wegen der Null zw. Haben und Soll nicht – ist das ausgelichen ergibt das Null.

      Die geschöpfte Geldmenge des Kredites bleibt natürlich im (Giralgeld-)Umlauf und wird sofort anderweitig verwendet, der (geschöpfte) Kreditwert wird nicht vernichtet.

    • …berechtigte Frage!

      Wem gegenüber ist die kreditgebende Bank bzgl. der geschöpften Kreditwerte auskunftspflichtig? Gegenüber den Zentralbanken. Wird auch dort dieser Wert gegen Null nach Tilgung gesetzt oder als fiktiver Geldumlaufwert auf Giralgeldebene belassen? Irgendwoher muss ja das stetige Mehr an fiktiver Geldumlaufmenge kommen, dass dann alle Jubeljahre über eine massive Geldentwertung wieder „einkassiert“, sprich gestrichen wird. Wie wird denn Wachstum der Wirtschaft „berechnet“, der daraus größere Geldumlauf im Gesamtsystem – das kann doch nur darüber laufen, sonst wäre die Geldmenge als solche ja begrenzt – das ist sie ja offensichtlich nicht und unterliegt lediglich den Regularien der Zentralbanken oder verstehe ich da grundsätzlich was falsch?

    • Ich versuche mich zu erinnern.
      Bei der Auszahlung eines Kredites bekam ich ein separates Konto, auf den die Kreditsumme gebucht wird. Danach wurden direkt monatlich Zinsen u. Tilgung fällig.
      Ich konnte auch das Geld in Teilbeträgen auf mein Girokonto überweisen. Musste aber dann Rechnungen vorweisen.
      Nach 10 Jahren konnte gesondert getilgt werden, was die Zinsen und auch den verbleibenden Kredit verringerte. Nach Bedienung des Kredites wurde das Konto gelöscht. Die Zinsen gingen über die Zeit an die Bank.

    • Ja, das ist der übliche Weg und bei mir nicht anders.

      In der Summer erhöht sich doch aber mit jeder Kreditvergabe die im Umlauf befindliche Geldmenge im Gesamtsystem. Mit jeder Tilgung wird diese Summe zumindest bei den kreditvergebenden Banken wieder vernichtet. Die Zentralbank kennt aber weder jeden einzelnen Tilgungsplan der vergebenen Kredite, noch Zahlungsschwierigkeiten der Kreditnehmer, noch Sonderzahlungen. D.h. die Zentralbank rechnet zur im Umlauf befindlichen Geldmenge die ausgegebenen Kredite drauf, die Geldmenge erhöht sich. Was passiert dann, zw. kreditvergebender Bank, Zentralbank und welchen Einfluss hat das auf die im Umlauf befindliche Geldmenge?

      Dieser Kreislauf funktioniert nur, wenn im Gesamtsystem immer ein größerer Geldwert im Umlauf ist, als die Summe aller Verbindlichkeiten und deren Zinsen. Wäre dies nicht der Fall, würde jede Störung das System unweigerlich zur Zahlungsunfähigkeit, zum Stillstand führen, d.h. sobald bspw. jemand den Geldumlauf stört, indem er den eigenen Bettkasten füllt, statt sein Geld zur Bank zu bringen. Irgendwoher muss dieses prozentuale Mehr an Umlaufgeld kommen, die Zentralbank stellt sich ja nun nicht hin, druckt frische Scheine und wirft sie auf irgendeinem Marktplatz in die Luft. D.h. sie senkt die eigenen (Leit-)Zinsen um den Geschäftsbanken über die Kreditvergabe die Schöpfung von billigem Geld zu ermöglichen. Wir als Kunden, Endverbraucher nehmen diesen Vorgang als Inflation wahr.

      Was war die Folge zur Weltwirtschaftskriese, es wurde Geld gedruckt, noch und nöcher – die sprichwörtliche Einkaufstüte voller Geld um ein Brot kaufen zu können. Durch die Gelddruckmaßnahme wurde versucht, den Kreislauf des Geldes wieder in Gang zu bringen. so massiv, dass sich dieser Effekt umgekehrt hat – das Geld war zwar im Umlauf, hatte aber keinen Wert mehr.

      Also, was passiert mit der Information, dass Ihnen Bank X einen Kredit Y ausgezahlt hat nach Tilgung des Kredites bei dieser Bank? Etwas differenzierter, was passiert mit dieser Information zur Kreditvergabe (okay, es ist Betrag Y mehr im Umlauf), zur Zwischeninformation über den Stand der Tilgung hervorgehend aus den Büchern Ihrer kreditvergebenden Bank und schlussendlich der Tilgung des Kredites dort. Was passiert mit diesem Wert?

    • @unknown74:
      Die Zunahme der Geldmenge kommt einal, wie Sie richtig schreiben, durch das Wirtschaftswachstum Außerdem durch die Zinslast, die aufgrund des Zinseszins sich stark vergrößert. Das Geld für diese Zinsen muss ja auch geschöpft werden, um sie zu bedienen. Ein zentraler Punkt für das immense Anwachsen der Geldmenge aber ist der Finanzmarkt. Wir wissen ja wieviele Billionen da rumschwirren.

      Die Geldmenge wird durch die Banken bestimmt. Die Zentralbanken haben darauf kaum Einfluss. Die Geldschöpfung der Banken verläuft in der Regel prozyklisch, d.h. überschießend im Boom (Aufschwung) und rückläufig im Bust (Abschwung). Die Finanzkrise hat das ja gezeigt. Dieses prozyklische Verhalten der Banken verursacht Krisen, weil nach der zu starken Ausweitung der Geldmenge zwangsläufig der Crash kommen muss. Im schlimmsten Fall, wie in den Jahren der Großen Depression, fahren die Banken die Geldmenge so stark zurück, dass es zu einer Wirtschaftskrise kommt. Stichwort: Deflationsspirale. Es führte zu weit, hierauf jetzt näher einzugehen.

      Der Vergleich von Wirtschaftswachstum und Geldmenge über die letzten Jahre zeigt, dass die Geldmenge überproportinal zum BSP gewachsen ist. Das ist die überschießende Geldschöpfung, wie oben erwähnt.
      Das erwähnte Vollgeldkonzept hingegen, ermöglicht eine viel effizientere und der Wirtschaftsentwicklung entsprechenden Geldmengensteuerung, weil nur sie die Geldschöpfunge kontrolliert und die Banken kein Geld mehr schöpfen können.

      Bemerkungen zum Nachdenken, die hoffentlich helfen, besser zu verstehen, warum Geld bei der Kreditrückzahlung vernichtet werden muss. Meine Frage, wer denn das Geld nach Rückzahlung der Kredits bekommt, wenn es nicht vernichtet wird, zielte auch darauf ab.
      Das Geld wird vernichtet, weil es vorher von der Bank „aus dem Nichts“ geschöpft wurde. Dahin muss es wieder verschwinden, denn die Bank hatte das Geld ja vom „Nichts“. Also muss sie es dem „Nichts“ wiedergeben.
      Die Bank hat es ja von keinem Dritten bekommen. Also kann sie es dem Dritten nicht zurückzahlen. Es gibt also niemandem, dem Sie es auf sein Konto überweisen/gutschreiben könnte. Entgegen der weitverbreiteten falschen Auffassung, verleihen Banken eben kein Geld weiter, dass sie sich von Dritten geliehen haben. Sie erzeugen es bei Kreditvergabe.

      Die Bank selber hat auch kein Girokonto. Wenn sie „einkaufen geht“ oder Guthabenzinsen auszahlt, schreibt sie den Betrag dem Girokonto des Empfängers gut. Wenn der Zinsen oder Gebühren zahlen muss, belastet sie den Betrag seinem Girokonto. Sie überweist also nix zwischen ihrem Konto und dem des Gegenpart hin- und her. Da die Bank Giralgeld selbst Geld erzeugt, braucht sie kein Girokonto bzw. kann keines haben.

      Der Buchungssatz bei Kreditvergabe und Rückzahlung:
      Kreditvergabe: Forderungen an Verbindlichkeiten (Bilanzverlängerung)
      Kreditrückzahlung: Verbindlicheiten an Forderungen (Bilanzverkürzung)

    • Ich habe das schon verstanden – die kreditgebende Bank ist doch mit Schöpfung und Vernichtung im Rahmen des Kreditgeschäftes in diesem Zusammenhang auch völlig unstrittig.

      Die Frage ist, was passiert mit dem MEHR an Geldumlauf, der durch die Vergabe des Kredites in dem Moment, wo er generiert wird, erzeugt wird? Darauf aufbauend, was passiert während der Tilgung und unmittelbar mit Tilung der gesamten Schuld. (die Zinsen lassen wir außen vor, das ist auch völlig klar)

      Vllt. ums besser begreiflich zu machen, was ich meine. Wir haben einmal den Kredit selbst, dessen Schöpfung, Tilgung, Zinsen und anschließende „Vernichtung“ der des Kredites mit abschließender Tilgungsrate gegen Null. <= Damit ist der Kredit als Thema abschließend unstrittig und klar.

      Trotzdem wird durch Schöpfung des Kredites mit Blick auf das Gesamtsystem der umlaufenden Geldmenge diese um den Kreditbetrag erhöht. (das das nie real durch Bargeld hinterlegt ist, spielt dabei keine Rolle und ist auch völlig klar und nebensächlich) Was passiert mit dem umlaufenden Gesamtbetrag an virtueller Geldmenge, wird der um die Tilgungsrate tatsächlich wieder minimiert oder bleibt dieser einmal geschöpfte virtuelle Wert im System?

      Sie sagen ja selbst, die Geldmenge wird durch die Banken bestimmt, Zins und Zinseszins werden ebenfalls geschöpft um das System überhaupt bedienen zu können. Wie funktioniert das? Werden dort einfach die ursprünglichen Werte der ausgegebenen Kredite nicht zurück geschrieben, also von der zirkulierenden Gesamtgeldmenge mit Tilgung nicht wieder subtrahiert und damit wieder "vernichtet", oder werden die Kredite einfach im System belassen, um eben Zinsen und Zinseszinsen überhaupt bedienen zu können?

      Herr Senf sagte ja, dass dieses System gegen unendlich rechnet – dort hätte ich den / einen möglichen solchen Schnittpunkt zu "unendlich". Wir haben ja 2 getrennte Systeme, einmal das an sich geschlossene System des realen Geldumlaufes mit uns als Endkunden, der realen Wirtschaftsleitung der Betriebe, Waren, Dienstleistungen, Arbeitskraft, Löhnen, Gehältern, Steuern, Endverbraucher-, Energie- und Rohstoffpreisen, etc. – alles das, was für uns sichtbar ist. <= das System ist mehr oder weniger geschlossen, da ist nicht viel Bewegung drin, das ist realtiv starr und innerhalb dieses Systems bewegt sich auch der angesprochene Kredit. <= dieses System sollte eine klar definierte (das sollte man ausrechnen können) Geldumlaufmenge haben aus o.g. Faktoren addiert. Hinzu kommt der Zins, den muß ich irgendwie generieren, sonst wäre das System bewegungsunfähig, spätestens dann, wenn der Geldumlauf, der Warentransfer, die Rohstoffversorgung, die Arbeitskraft, sprich in irgendeiner der Möglichkeiten der Wurm drin ist (bspw. durch Streik, versiegende Rohstoffquellen, einen Großbrand beim Energielieferanten, sonst irgendwas) Woher kommt dieser zusätzliche Geldwert, damit genau das nicht passiert? Sie sagen, es wird generiert, geschöpft – ja, wodurch? Möglicherweise doch durch den Kredit, der als inhaltsloser Geldumlaufwert bei Schöpfung dem System gut geschrieben, nach dessen Tilgung aber nicht wieder vernichtet wird? <= wir sind nicht bei der Bank und dem realen Geldumlauf, wir sind im gesamten Geldumlauf, also eine Ebene darüber!

    • @unknow74:
      ich versuche zu antworten:
      „..Was passiert mit dem umlaufenden Gesamtbetrag an virtueller Geldmenge, wird der um die Tilgungsrate tatsächlich wieder minimiert oder bleibt dieser einmal geschöpfte virtuelle Wert im System? “

      Die Geldmenge wird mit der Tilgung vernichtet. Wenn der Kredit getilgt wird, verschwindet mit ihm die Geldmenge. Der Kredit ist doch nur das Gegenstück zu dem Geldbetrag, er steht und fällt mit ihm. Kreditentstehung = Geldschöpfung.
      Der Buchungssatz „Forderung an Verbindlichkeit“ (Bilanzverlängerung) bedeutet: das Konto von Ihnen wird erhöht, es entsteht neues Geld. Die Verbindlichkeit der Bank (Passivseite) entspricht dem Geldbetrag der auf Ihrem Konto erscheint. Im Gegenzug entsteht auf der Aktivseite der Bank eine Forderung an Sie. Diese Forderung wird durch den Kreditvertrag verbrieft. Das ist das, was Sie Kredit nennen. Man könnte flapsig sagen, auf der Aktivseite steht der Kreditvertrag genauso wie eine Immobilie.

      Wenn Sie den Kredit zurückzahlen wollen, müssen Sie die Kreditsumme wieder auf Ihr Konto schaffen. Jetzt ist das Geld wieder auf Ihrem Konto. Die Bank reduziert ihr Konto um den Kreditbetrag und gleichzeitig wird die Forderung/der Kreditvertrag vernichtet = Bilanzverkürzung.
      Das Geld auf ihrem Konto ist ja eine Verbindlichkeit der Bank gegenüber Ihnen. Sie muss es auf Verlangen Ihnen in bar auszahlen oder auf ein Konto ihrer Wahl überweisen.

      Das alles ist schwer zu verstehen, u.a. weil es den Buchungssatz der Kreditvergabe „Forderungen an Verbindlichkeiten“ nur bei Banken gibt. Bei Unternehmen, die keine Bank sind und kein Geld schöpfen können, gibt es den nicht.

      „Sie sagen ja selbst, die Geldmenge wird durch die Banken bestimmt, Zins und Zinseszins werden ebenfalls geschöpft um das System überhaupt bedienen zu können. Wie funktioniert das? Werden dort einfach die ursprünglichen Werte der ausgegebenen Kredite nicht zurück geschrieben, also von der zirkulierenden Gesamtgeldmenge mit Tilgung nicht wieder subtrahiert und damit wieder „vernichtet“, oder werden die Kredite einfach im System belassen, um eben Zinsen und Zinseszinsen überhaupt bedienen zu können?“
      Das Geld für die Zinsen muss neu geschöpft werden, über neue Kreditvergabe (oder indem die Bank Immobilien oder andere Aktiva erwirbt oder Zinsen ihren Kunden gutschreibt).

      „Woher kommt dieser zusätzliche Geldwert, damit genau das nicht passiert? Sie sagen, es wird generiert, geschöpft – ja, wodurch? Möglicherweise doch durch den Kredit, der als inhaltsloser Geldumlaufwert bei Schöpfung dem System gut geschrieben, nach dessen Tilgung aber nicht wieder vernichtet wird? “
      Durch neue Kreditvergabe oder dadurch, dass Banken Aktiva – siehe oben – kaufen.
      „..wir sind nicht bei der Bank und dem realen Geldumlauf, wir sind im gesamten Geldumlauf, also eine Ebene darüber!..“
      Ich weiß nicht, was sie damit meinen. Was soll der Unterschied zwischen realem und gesamtem Geldumlauf sein?

      Es ist schwierig, solche Fragen hier in der Diskussion zufriedenstellend zu klären. Das System richtig zu verstehen, ist nicht einfach. Und im Normalfall braucht es eine gewisse Zeit, bis man es richtig versteht bzw. es tauchen immer wieder neue Fragen auf. Ich empfehle die Broschüere Geldpolitik der Bundesbank oder weitere Quellen, natürlich auch die Bücher von Senf, um sich schlau zu machen.

    • Okay, danke – hab’s kapiert.

      Durch die Anzahl, Höhe und Laufzeit neuer Kredite wird die Umlaufgeldmenge stetig erhöht. Mit Tilgung wird die Umlaufgeldmenge reduziert (weil vernichtet).

      Ist das Geld zu teuer, d.h. keine oder wenig Kreditverträge neu abgeschlossen, wird die Umlaufgeldmenge knapp und die Umlaufgeschwindigkeit gebremst – schlussendlich, die Bank gewinnt immer.

    • @unknow74
      freut mich. Ich glaube die Unterscheidung in reale und gesamte Umlaufgeldmenge (eine Ebene darüber) hat sie verwirrt. Vielleicht haben Sie die Unterscheidung zwischen den zwei Geldkreisläufen gemeint. Das ist für unsere Frage aber erst mal irrelevant.

  34. Manifest um die Dogmen des Hr. Ken aufzulösen!
    Natürlich werde ich die Zusammenhänge das von mir erlesenden einfach erklären. Ökonomie (VWL) allein aus dem zugrundeliegenden Geldsystem zu erklären halte ich für Sinnlos. Die beste Erklärung für mich, Geld ist ein Kommunikationsmittel mit Steuerungsfunktion.
    1. Der hier angesprochene Zinseszins kommt doch nicht von irgendwoher. wer setzt denn den Zins fest? Doch wohl die Notenbank. Kann man gerade schön beobachten. Von wegen Notenbanken sind unabhängig, kann man in den USA nicht erkennen. Im Gegenteil, FED und Finanzministerium arbeiten eng zusammen, mit dem Ziel Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Offensichtlich denken die Amerikaner VWL eher pragmatisch, als die Europäer.
    2. Geldmengensteuerung (Monetarismus) , den Gütern liegt einer Geldmenge zugrunde. Ist auch eine Ideologie. Wie soll man dem Güter-korb im laufenden Prozess Quantitativ bewerten? Was wäre denn aus dem Potential neuer Produkt-ideen (Internet, Ökologie usw.) wohl dann geworden? Aus unter anderen diesen Grund, konnte die Bundesbank auch nie die Geldmenge steuern (Hochzins und Niedrigzinspolitik)
    3. Die Schuldenthese?! Wer hält denn die Schulden? Natürlich die Sparer. Womit vergleicht man denn Schulden? Natürlich mit dem Vermögen. Wieso soll denn die Nächste Generation mit Schulden belastet werden, wenn diese einen funktionierenden Flughafen in Berlin nutzen dürfen? 🙂 Oder anders gesagt, welche Infrastruktur hatten denn eure Vorfahren im Vergleich zur heutigen Zeit? (Öffentlicher Nahverkehr, Polikliniken, Straßen usw.) Schulden und Vermögen wird vererbt! Ob nun Staatlich oder Privat.
    4. Wieso wird immer auf den Kompetenten Staat (den wir z.Z. nicht haben) rumgehackt, wenn der unsinnige Investitionen tätigt? Was macht denn die Privatwirtschaft besser? (VW, Banken, fukushima, Private- Daseinsfürsorge usw.)
    5. Soziale Marktwirtschaft, ist nur ein „Name“, mit dem der Deutsche Staat nix zu tun hatte. Nur die Preise freizugeben hat nix/wenig mit dem darauffolgenden „Wirtschaftswunder“ zu tun. Dem lag das einzigartige Ökonomische Experiment zu Grunde, durchgesetzt von roosevelt unter der Regie von john maynard keynes.
    6. Und als letztes ein Historischer Bezug. In welcher Epoche war denn der Kapitalismus erfolgreich? In der liberalen Ordnung 1760 bis 1933 und 1970 bis heute oder in der staatlichen Ordnung 1933 bis 1970?

    Darüber nachdenken und einarbeiten! Eine gute Quelle ist https://makroskop.eu/
    Zum einlesen.

    • Hallo !
      Meinen Sie mit Hr.Ken am Anfang das KenFm-Team ?
      Dann verstehe ich nicht, wie ihre genannten Punkte irgendwelche Dogmen auflösen sollen oder dem gegenüber stehen, was hier gesagt wird.
      Aber möglicherweise verstehe ich was falsch.

      Makroskop ist ne gute Seite, macht aber erst richtig Sinn mit Abo.
      Verstehe sowiso nicht, warum Herr Flassbeck hier noch nicht gesessen hat :]

      Die einzige Schwierigkeit, die ich habe, die beiden Schilderungen übereinander zu bringen, betreffen folgendes:

      Herr Flassbeck betont immer, DIE WELT könne gar nicht verschuldet sein, weil Aktiva und Passiva immer gleich null ergeben müssen.“Simpelste Buchhaltung!“
      Und eigentlich verstehe ich Herrn Senf da auch so, wenn er von der einen exponentiellen Kurve nach oben und der nach unten spricht.
      Nur wenn die Geschäftsbanken aus dem Nichts Geld schöpfen, das als Kredit verleihen, der bei Tilgung wieder vernichtet wird…. was passiert dann mit den Zinsen ?
      Die wären dann doch auf der Aktiva-Seite über, oder nicht ?
      Oder ist das jetzt des Rätsels Lösung ?

      JessusMariaundJoseph, ich muss mir mehr Bücher kaufen !!

    • @seven
      mit „Dogmen kenfm“ meine ich die Ökonomischen Pauschalisierungen, die immer wieder als Schlagworte daherkommen. Bsp. die FED, Finanzkapitalismus, die USA usw.
      schließlich schafft er es ja auch andere Themen gut „aufzudröseln“ wieso nicht in der Ökonomie. Ökonomie nach meiner Meinung kann man nur im Zusammenhang betrachten, da reicht es nicht irgendein „Journalisten, Prof.“ einzuladen, der dann übers Geldsystem palabert.

      Es wundert mich es auch, warum Team Kenfm noch nicht über ein Buch von Hr. Flassbeck gestolpert ist.

      Zinssteuerung war in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte ein mittel um Geldmengenausweitung zu begrenzen/steuern (Monetarismus) und die Inflationsraten abzuschöpfen. d.h. in wirtschaftlich überhitzen Phasen hat man den Zins erhöht um mögliche Blasen zu verhindern und in wirtschaftlich schwachen Phasen senkte man den Zins (siehe heute). Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die Realwirtschaft.

      Warum Ökonomie heute nicht mehr funktioniert, hängt mit dem „schlanken Staat“ und der Ideologie genannt Neoliberalismus zusammen.

      Zum Thema Banken, Banken sind keine Unternehmen, auch wenn es in der Presse und sonst wo anders dargestellt wird. Banken haben kein Produkt, sondern eine quasi Hoheitliche Aufgabe „Geldschöpfung und Verteilung“ (ein Staatliches Privileg). Leider funktioniert auch das nicht mehr in der heutigen Zeit, aus dem selben ideologischen Dogma „Liberalisierung“.

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