Biden hält Putin für einen „Killer“ und kündigt neue Sanktionen an | Von Thomas Röper

Wie reagiert Russland?

Von Thomas Röper.

Nun beginnt eine konzertierte Aktion der USA, denn es wurde ein Bericht der US-Geheimdienste veröffentlicht, der Russland mal wieder Wahleinmischung vorwirft und unmittelbar danach kündigt Biden in einem Interview neue Russland-Sanktionen an. Das Timing, mit dem die Meldungen aufeinander abgestimmt sind, ist perfekt.

Der Spiegel berichtete unter der Überschrift „Geheimdienstbericht – Putin wollte US-Wahl zugunsten von Trump beeinflussen (1)“ über den Geheimdienstbericht:

„Ein freigegebener Bericht des US-Geheimdenstkoordinators kommt zu dem Schluss, dass die russische Regierung Einfluss auf die US-Wahl nehmen wollte“

Da könnte man noch meinen, das ist nichts Neues, das kennen wir schon seit 2016. Aber dann steht im Spiegel zu lesen:

„Russland habe sich 2020 auf Desinformation konzentriert, sich aber im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht darum bemüht, die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben, hieß es.“

Das ist vielsagend. Ich habe über die Vorwürfe der US-Demokraten, Russland habe sich in die Wahl 2016 eingemischt, sehr viel berichtet und kenne die Vorwürfe sehr genau. Die Vorwürfe betrafen den angeblichen Hack des Servers der Demokraten 2016, sie betrafen angebliche russische Kampagnen in sozialen Netzwerken wie Facebook und sie betrafen eine angebliche Verschwörung von Trumps Wahlkampfteam mit Moskau. Aber es gab nie Vorwürfe, die Russen hätten 2016 versucht, „die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben.“ Wie genau soll das abgelaufen sein? Es gab nie Meldungen, Russland habe das Wahlsystem der USA gehackt oder sonst wie „die Wahlinfrastruktur in den USA untergraben.“

Dieser Vorwurf ist neu, er wird aber so dargestellt, als sei er erstens altbekannt und zweitens Fakt. Es wird etwas als gegeben hingestellt, was nie behauptet (geschweige denn mit Details belegt) wurde. Das ist ein beliebtes Mittel der Propaganda, denn der Leser überliest das in der Regel, ohne sich zu fragen, ob es diese Vorwürfe früher mal gegeben hätte. Stattdessen setzt sich diese Information in seinem Unterbewusstsein als gegeben fest.

Dass alle Untersuchungen der Jahre nach 2016 ergeben haben, dass an den Vorwürfen nichts dran war (2) und dass freigegebene CIA-Memos belegen (3), dass Hillary Clintons Wahlkampfteam die ganze Geschichte um Trumps Verbindungen zu Russland frei erfunden hat, um von Clintons eigenem E- Mail-Skandal abzulenken, wird vom Spiegel und anderen Medien, die diese Meldung aufgreifen, nicht einmal erwähnt.

Warum diese unwahre Behauptung?

Man muss sich fragen, warum die US-Geheimdienste, kaum dass Biden an der Macht ist, eine so offen unwahre Behauptung in die Welt setzen. Die US-Regierung wirft Russland vor, es wolle das Vertrauen der US-Bürger in das US-Wahlsystem untergraben. Das Problem ist, dass die US-Regierung das selbst tut, wenn sie wider besseres Wissen solche Behauptungen in die Welt setzt. Immerhin impliziert das ja, dass Russland 2016 „die Wahlinfrastruktur in den USA untergraben“ haben könnte. Damit untergräbt die aktuelle US-Regierung selbst das Vertrauen der US-Bürger zumindest in die US-Wahl 2016.

Das allerdings kann niemanden überraschen, denn 2016 hat Trump gewonnen. Es soll wieder einmal der Eindruck erweckt werden, das wäre Russlands Werk gewesen. Und so erklärt sich auch der ausdrückliche Hinweis darauf, dass Russland „die Wahlinfrastruktur in den USA“ bei der aktuellen Wahl nicht untergraben habe. Man will schließlich den Wahlsieg von Biden nicht diskreditieren. Es ist also ein sehr durchsichtiges Manöver, das die Biden-Administration hier fährt: Sie zieht erneut den Wahlsieg von Erzfeind Trump in Zweifel und bescheinigt Biden gleichzeitig, seine Wahl vollkommen sauber gewonnen zu haben.

Bidens Korruption

Über das Vorgehen Russlands kann man im Spiegel lesen:

„Eine der wichtigsten Strategien Moskaus sei es gewesen, Biden und seiner Familie im Zusammenhang mit der Ukraine Korruption vorzuwerfen. Russlands Agenten hätten dafür auch gezielt Amerikaner angesprochen, die Verbindungen zu Trumps Regierung hatten, um ein Einleiten von Untersuchungen gegen Biden zu fordern.“

Nun sind Korruptionsvorwürfe gegen Biden nicht neu, die gab es auch vorher schon. Und dabei ging es nicht einmal um die Ukraine, es ging zum Beispiel um den Irak. Und das war keine „russische Propaganda.“ So hat zum Beispiel Politico noch 2019 ausführlich über Bidens Korruption berichtet (4). Allerdings hat Politico das Thema schnell wieder vergessen, nachdem Biden Präsidentschaftskandidat der Demokraten geworden ist. Wenn man nur die bei Politico veröffentlichten Vorwürfe addiert, hat Biden bei Korruptionsfällen im Umfang von mindestens vier Milliarden Dollar seine Hand aufgehalten (5). Und da sind die Vorwürfe aus der Ukraine noch nicht einmal eingerechnet (6).

Die Medien und auch die sozialen Netzwerke haben im US-Wahlkampf so getan, als seien die Korruptionsvorwürfe gegen Biden wahlweise russische Propaganda oder Lügen von Trump. Das hat zu absurden Situationen geführt, so war bei Facebook eine Frau namens aus der Ukraine verantwortlich (7). Sie war aber vorher unter Vizepräsident Biden für die Ukraine zuständig. Und sie war es, die in der heißen Phase des US-Wahlkampfes bei Facebook löschte, was mit Vorwürfen gegen Biden in Sachen Ukraine zu tun hatte.

An all dem sollen nun „Russlands Agenten“ Schuld sein und bei US-Medien wie Politico erinnert sich niemand mehr an die Artikel, die man 2019 über Bidens Korruption geschrieben hat, sondern man singt nun fröhlich in dem Chor mit, der all das als russische Propaganda bezeichnet.

Bidens Angriff

Biden hat auf den Geheimdienstbericht reagiert und sofort ein Interview gegeben, in dem er all die Vorwürfe gegen Russland wiederholt und Putin sogar als „Killer“ bezeichnet hat. Der Spiegel hat unter der Überschrift „Russland und die US-Wahl – Biden hält Putin für einen »Mörder«“ darüber berichtet (8):

„US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, für Wladimir Putin werde es Konsequenzen haben, dass Russland Einfluss auf die Präsidentschaftswahl nehmen wollte, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. »Er wird einen Preis zahlen«, sagte der US-Präsident in einem Interview mit ABC News. Auf die Frage, was die Konsequenzen sein würden, sagte er: »Sie werden es in Kürze sehen.«

Auf die Frage, ob er Putin für einen Mörder halte, antwortete Biden: »Das tue ich.«“

Es ist eine in der internationalen Diplomatie wohl nur sehr selten dagewesene Frechheit, das Staatsoberhaupt eines anderen Landes als „Mörder“ zu bezeichnen. Das haben sich US-Präsidenten bisher bestenfalls bei Staaten erlaubt, die den USA weit unterlegen waren und die die USA danach bombardiert haben, zum Beispiel beim Irak oder Afghanistan. Jedenfalls ist es nur schwer vorstellbar, dass es nach einer solchen Beschimpfung konstruktive Gespräche zwischen den USA und Russland geben kann. Würden die USA mit einem Land verhandeln, dessen Staatschef den US-Präsidenten als „Mörder“ beschimpft? Wohl kaum.

Und man fragt sich unversehens, wie es nun im Ost-West-Verhältnis weitergehen soll. Biden hat neue Sanktionen gegen Russland angekündigt und begründet die mit einem „Chemiewaffenangriff“ auf Navalny.

Das Verhältnis zwischen Biden und Putin

In dem Interview sagte Biden über ein Treffen mit Putin (9):

„Ich war allein mit ihm in seinem Büro, und da ist es passiert. Präsident George W. Bush sagte mal, er habe ihm in die Augen geschaut und seine Seele gesehen. Ich sagte: „Ich habe Ihnen in die Augen geschaut und glaube nicht, dass Sie eine Seele haben.“ Daraufhin schaute er mich an und sagte: „Wir verstehen einander.“ Schauen Sie, das Wichtigste im Umgang mit ausländischen Führern ist nach meiner Erfahrung, und ich hatte in meiner Karriere mit sehr vielen zu tun, die Person zu kennen“

Putin spricht öffentlich nie über persönliche Gespräche mit anderen Staatschefs, wir werden also wohl nie eine Bestätigung dafür bekommen, ob sich das Gespräch zwischen Biden und Putin so zugetragen hat. Aber das ist auch fast unwichtig, denn egal ob es wahr ist oder nicht, Biden geht Putin in einer Art und Weise an, die in der Geschichte der internationalen Diplomatie ihresgleichen sucht. Es ist offensichtlich, dass es der Biden-Administration darum geht, Russland – und Putin persönlich – zu provozieren.

Ich habe mehrmals über Studien der RAND-Corporation berichtet, die sehr viel Einfluss auf die US-Außenpolitik hat. Zunächst hat die RAND-Corporation 2019 in einer Studie festgestellt, dass Russland keinerlei aggressive Absichten hat (10), auch nicht gegenüber den USA. Das war für die RAND-Corporation aber kein Grund zur Freude, daher hat sie Maßnahmen vorgeschlagen, wie man Russland so sehr provozieren könnte, dass es endlich mal aggressiv reagiert. Danach hat die RAND-Corporation in einer weiteren, fast 400 Seiten starken Studie ausgeführt, wie die USA Russland schwächen und angreifen können. Über die Studie habe ich in einer 20-teiligen Sonderreihe im Detail berichtet, den ersten Teil der Reihe finden Sie über den hinterlegten Link im Schriftartikel (11).

Zufall oder nicht, aber einige der in der Studie von Ende 2019 genannten Maßnahmen sind bereits umgesetzt worden. Die RAND-Corporation hat vorgeschlagen, Weißrussland zu destabilisieren, was 2020 versucht wurde, sie hat vorgeschlagen, die Lage im Kaukasus zu destabilisieren, was ebenfalls 2020 in dem Krieg um Berg-Karabach geschehen ist, sie hat vorgeschlagen, Navalny zu instrumentalisieren und ebenfalls 2020 hat Navalny fast ein halbes Jahr die Schlagzeilen beherrscht.

Aber Russland hat sich trotzdem nicht zu aggressiven Reaktionen provozieren lassen, die blöden Russen wollen partout nicht aggressiv reagieren. Nun scheint man es in den USA mit persönlichen Beleidigungen gegen Putin zu versuchen. Das ist wohl ein Eingeständnis dafür, dass alle anderen Versuche nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben. Ob diese Strategie erfolgreich sein wird, wird man abwarten müssen.

Die russische Reaktion

Über die Reaktion des russischen Parlamentspräsidenten Wolodin hat der Spiegel wahrheitsgemäß berichtet:

„»Putin ist unser Präsident, und ein Angriff auf ihn ist ein Angriff auf unser Land«, schrieb der Präsident des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, im Onlinedienst Telegram. Der einflussreiche Putin-Vertraute fügte mit Blick auf die Biden-Äußerungen hinzu: »Das ist Hysterie aufgrund von Machtlosigkeit.«“

Maria Sacharova, die für ihre manchmal ironischen Kommentare bekannte Sprecherin des russischen Außenministeriums, sagte im russischen Fernsehen zu den amerikanischen Vorwürfen (12):

„Erstens ist das ein weiterer Teil von Lügen, Desinformationen und Fakes, und zweitens müssen die sich mal etwas Interessanteres, Frischeres, Realistischeres einfallen lassen.“

Kremlsprecher Peskow erklärte (13), dass sich Russland aufgrund der „Unberechenbarkeit der Handlungen der USA auf verschiedene Szenarien“ vorbereitet. Da die USA schon für den 18. März die Verkündung neuer Sanktionen angekündigt haben (14), werden wir bald sehen, was die USA sich dieses Mal einfallen lassen, um Russland endlich zu einer aggressiven Reaktion zu provozieren.

Quellen:

  1. https://www.spiegel.de/politik/ausland/geheimdienstbericht-russland-wollte-us-wahl-2020-zugunsten-von-trump-beeinflussen-a-0dc8c43f-64db-42b8-af9f-190e81b9bb0e
  2. https://www.anti-spiegel.ru/2019/russiagate-und-mueller-bericht-wie-die-medien-unbeirrt-weiter-ein-totes-pferd-reiten/
  3. https://www.anti-spiegel.ru/2019/russiagate-und-mueller-bericht-wie-die-medien-unbeirrt-weiter-ein-totes-pferd-reiten/
  4. https://www.politico.com/magazine/story/2019/08/02/joe-biden-investigation-hunter-brother-hedge-fund-money-2020-campaign-227407/
  5. https://www.politico.com/magazine/story/2019/08/02/joe-biden-investigation-hunter-brother-hedge-fund-money-2020-campaign-227407/
  6. https://www.anti-spiegel.ru/2020/abgehoerte-telefonate-von-joe-biden-der-chronologie-des-vielleicht-groessten-korruptionsskandals-der-geschichte/
  7. https://www.anti-spiegel.ru/2020/abgehoerte-telefonate-von-joe-biden-der-chronologie-des-vielleicht-groessten-korruptionsskandals-der-geschichte/
  8. https://www.anti-spiegel.ru/2020/abgehoerte-telefonate-von-joe-biden-der-chronologie-des-vielleicht-groessten-korruptionsskandals-der-geschichte/
  9. https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/10924971
  10. https://www.anti-spiegel.ru/2019/russland-hat-keine-aggressiven-absichten-us-strategiepapier-erklaert-die-wahren-gruende-der-us-politik/
  11. https://www.anti-spiegel.ru/2019/russland-hat-keine-aggressiven-absichten-us-strategiepapier-erklaert-die-wahren-gruende-der-us-politik/
  12. https://www.vesti.ru/article/2537868
  13. https://www.vesti.ru/article/2537868
  14. https://www.vesti.ru/finance/article/2537958

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Dieser Beitrag erschien am 17. März 2021 auf dem Blog anti-spiegel

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Bildquelle:    Paris Malone/ shutterstock

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23 Kommentare zu: “Biden hält Putin für einen „Killer“ und kündigt neue Sanktionen an | Von Thomas Röper

  1. Ruediger Gerwin sagt:

    Biiden ist offensichtlich weder mental noch körperlich fit genug für seine Rolle als US- Präsident. Hoffen wir nur dass er auch die Codes für den "Atomkoffer" vergesssen hat……… Bestenfalls reicht es bei ihm noch als "Werbegesicht" für "Tebonin" und "Lifta"………

  2. Olaf Manns sagt:

    …der Großalarm begann kurz nach Bekanntwerden der Seidenstraße.Die Usa wußten sofort, das man die technologische und geographische Bündelung von wirtschaftlichen Mitbewerbern mit gleichartigen Regierungsformen,nicht als Währungshüter überleben werden.Da Amerika nun mit seiner maroden Sozial- und Arbeitsmarktbeschaffenheit nebst ausgelagerter Industrie ihren Vorreiterkomplex nicht mehr bedienen können,macht Silikon valley jetzt mit dem Klimawandelmythos und dem Digitalvirus nebst BLM und reset die komplette, westliche Welt bekloppt,um dann später mit dem ökologischen Finger auf die Faschisten der Seidenstraßenterroristen zeigen zu können…ergo werden sich die Leute,die heute Fuck AfD-shirts in den Schulen billig erwerben können, in drei Jahren mit der piependen Demokratieschutz-app auseinandersetzen müssen,wenn Kanzler Söder sie in die nachhaltigen,genderkonformen Kasernen ruft, weil es einen Unfall auf der Seidenstraße geben muß..dem Klima zur Liebe,weil der Verkehr dort zu stark wird.

  3. Meroe sagt:

    Die Symbolik und das wir gerade sehen, ist so klar zu erkennen. Amerika der alte senile kriegerische Mann, der noch nicht begriffen hat, dass seine Zeit vorbei ist. So sieht das dann aus, wenn man seine Macht schwinden sieht, wird man bösartig.

  4. Schramm sagt:

    Die Administration der USA und ihre NATO-Administration betreibt die nukleare Kriegsvorbereitung.

    Es geht der wirtschaftlichen und politischen Administration der USA vor allem um einen ungehinderten Zugriff auf die russischen Rohstoffe und nicht um die Person Putin.

    Das geostrategische und ökonomische Vorspiel liefert so auch die Forderung der USA und NATO für einen „sofortigen“ Baustopp für Nord Stream 2. Dabei geht es nicht nur um den eigenen für die Umwelt schädlichen Absatz, sondern auch um die vorrangige Beherrschung und Abhängigkeit Deutschlands und der anderen westeuropäischen Staaten bei deren Rohstoffversorgung.

    Bei allem ist die nordamerikanische Rohstoff- und Rüstungsindustrie zugleich an der ökonomischen und sozialen Destabilisierung Russlands interessiert.

    Sollte es der amerikanischen Atlantikbrücke und NATO nicht gelingen einen inneren russischen Frühling zu inszenieren, so setzen sie auch auf einen möglichen militärischen Schlagabtausch mit der Russischen Föderation in Europa? Dieser Krieg ließe sich jedoch nicht auf Ost- und Westeuropa begrenzen und würde zu einem nuklearen Weltkrieg führen. Dabei der letzte Krieg in der damit beendeten Menschheitsgeschichte. An der Vorbereitung dieses tödlichen Menschheitsverbrechens beteiligen sich auch die Lobbyisten und Falken amerikanischer Interessen im deutschen Parlament und Bundesregierung.

    • Box sagt:

      Scharmützel des Geldadels und Theaterdonner, warum sollte das im Rahmen der vierten industriellen Revolution sowie dem beiläufig stattfindenden Genozid anders sein?

      Anbei und auch stets mit lesenswerten Kommentaren (wenn sie nicht gerade zensiert sind):

      – Es gibt ja Leute, die meinen, Russland und der Westen steuere auf eine militärische Auseinandersetzung zu.

      Stefan Scholl: Nein, das sehe ich nicht. Wenn man gemeinsame Pipeline-Projekte vollendet, passt das nicht. Wenn man Diplomaten oder Journalisten das Leben schwer macht, ist das kein Casus Belli. Auch der Nato-Bündnispartner Türkei hat deutsche Journalisten rausgeschmissen und dann wieder reingelassen.

      Allerdings gibt es auch kein "Turkish Today" in Deutschland. Bei der Türkei hingen die Fälle mit der Berichterstattung aus der Türkei zusammen. Bei Russia Today geht es ja nicht darum. Und es geht nicht darum, dass die Deutschen nicht so berichten, wie die Russen es gerne hätten. Sondern es geht darum, dass die Russen RT DE in Deutschland zu einem vollwertiges Fernsehkanal ausbauen wollen. Und dagegen gibt es offensichtlich heftige Widerstände.

      Aus:
      "Russia Today geht es darum, Unruhe zu stiften"
      18. März 2021 Ulrich Heyden

      Deutsche Korrespondenten in Moskau zum Medienstreit zwischen Russland und Deutschland, mögliche Folgen für ihre Arbeit und den Sender RT DE
      https://www.heise.de/tp/features/Russia-Today-geht-es-darum-Unruhe-zu-stiften-5991066.html

      Und, es besteht durchaus die Möglichkeit in die Materie einzutauchen und kein Affekttheater aufzuführen:

      PJ​: Das ist ein morbider Tanz, den der russische militärisch-industrielle Komplex und deramerikanische vollführen. Sie lieben sich gegenseitig. Sie könnten ohne einander nicht existieren. Lassen Sie uns auch den chinesischen militärisch-industriellen Komplex miteinbeziehen. In der Tat habe ich kürzlich gesehen, dass fünf der 15 größten Waffenhersteller der Welt jetzt chinesisch sind. Hier findet also ein Tanz der drei Seiten statt.

      AB​: Es ist wie ein Puppentheater in dem die Puppe der linken Hand, die Puppe der rechten Hand bekämpft, aber eigentlich ist es ein und derselbe Puppenspieler. Ich denke, so ist der militärisch-industrielle Komplex der USA und der Russen.
      (…)
      PJ​: Man kann es in den Vereinigten Staaten sehen. Es dient den amerikanischen Eliten, dass die Medien es immer um die Person Putins machen und nicht um die Oligarchie und dasKapital und die bösartige Ausbeutung der Russen durch die russische Oligarchie und das Kapital. Genau auf die gleiche Art und Weise wie CNN und MSNBC es lieben, diese persönlichen Angriffe auf Trump zu machen- und sicherlich hat er es verdient. Aber sie wollten nie über die Teile des Großkapitals und der Oligarchie sprechen, die hinter Trump standen. Und ich spreche nicht nur von den rechten Milliardären, wie Robert Mercers und Sheldon Adelsons, die in den Mainstream-Medien fast nie als die Leute in Verbindung gebracht wurden, die geholfen haben, Trump zum Präsidenten zu machen. Aber das Großkapital an derWall Street, das so sehr von den Steuersenkungen und dergleichen profitiert hat, einschließlich Unternehmen wie BlackRock, die traditionell eigentlich pro-Demokratisch sind, liebten Trump für die meiste seiner Amtszeit. Am Ende war seine Nützlichkeit ausgeschöpft, und sie wurden ihn los. Meiner Meinung nach ein Putsch innerhalb eines gescheiterten Putsches, den ich jetzt nicht weiter ausführen werde. Aber genau so, sie stellen die Person in den Fokus und nie, wie das System funktioniert und wie die Klassen funktionieren.

      Aus:
      Putin und Navalny repräsentieren beide russisches Großkapital -Alexander Buzgalin
      https://www.actvism.org/wp-content/uploads/2021/02/Putin-und-Navalny-repra%CC%88sentieren-beide-russisches-Gro%C3%9Fkapital-Alexander-Buzgalin.pdf

      Oder hier, wiederholt zur Verdeutlichung, daß es um das Befeuern einer Ablenkdebatte geht:

      Daher in aller Klarheit: Personalisierungen sind ein bewährtes Spaltungsinstrument. Das hat auch jüngst noch einmal der Rufmord an Julian Assange gezeigt. Doch leider ist der kollektive Gedächtnisverlust auch im sich progressiv fühlenden Milieu mittlerweile so groß, dass das Wissen darüber verlorengegangen ist.

      Das gilt übrigens allgemein. Ein Trump-Hass und eine Obama-Begeisterung sind lediglich zwei Seiten derselben Verblendungsmedaille. Beide Personalisierungs-Affekte machen blind für die Art und für das Funktionieren tatsächlicher Machtstrukturen. Für eine Analyse politischer Machtverhältnisse ist es ebenso wenig relevant, ob ihre Repräsentanten in kultivierter oder in vulgärer Maske auftreten, wie es für die Opfer eines Verbrechers relevant ist, ob der Täter bei seiner Tat bürgerlich-kultivierte Manieren gezeigt hat oder nicht. Personalisierungen erzeugen stets eine Art Affektverschiebung auf Ablenkziele und sind genau aus diesem Grund ein bewährtes Mittel zur Spaltung und Zersetzung von emanzipatorischen Bewegungen.

      Aus:
      Die neue Arche
      Im Interview mit Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke klärt Elitenkritiker Rainer Mausfeld über aktuelle Massenmanipulationen rund um die Themen globale Erwärmung und Umweltzerstörung auf.
      von Rainer Mausfeld, Jens Wernicke
      https://www.rubikon.news/artikel/die-neue-arche

    • GoranSorek sagt:

      Das sehe ich ähnlich. Das Grundgestz ist hier eindeutig "Eigentum verpflichtet…". Blos wozu, das wird nicht näher beschrieben. Ausser zum "Wohl der Allgemeinheit". Wie das aussehen mag ist wohl interpretationsfähig. Und genau hier liegt die Krux, m.E. Wollen wir weg vom Dogma der Macht, sollte dies wohl näher erläutert werden. Leider sehen die Menschen diesen gravierenden Fehler nicht, und lassen sich mur allzu gern spalten. Aktuell in Maskenträger oder Genderwahn oder Umweltzerstörung oder Lockdownmassnahmen. Während im Hintergrund Menschen agieren, die alles wollen, nur nichts Gutes. Weiss nicht, was man gegen diese Verblendung tun kannn, da bin ich sprachlos. Ich selbst versuche schon mittels Verlinkung von Texten im Status einiges Aufzuklären. Trifft man sich aber physisch, wird alles getan, um nicht darüber zu debattieren. Da wird man sich der Ohacht gewahr…

  5. passant sagt:

    Ich schließe mich den Gesundheitswünschen für Biden an.

    Mask ? and Apple? a Day Keeps the Doctor ? Away.

    • Olaf Manns sagt:

      ..er wünscht ihm ja Gesundheit,nicht weiterhin gute Gesundheit,das ist der feine, schlaue Unterschied,wie beim Arbeitszeugnis…

  6. corovide sagt:

    Ein Präsident der ohne Kriegserklärung seine Soldaten in ein fremdes Land entsendet die dann da Menschen töten ist womöglich ein Verbrecher.

    Demnach wären fast alle Präsidenten Killer.

    • Hartensteiner sagt:

      Nimm den Konjunktiv raus und dann hast Du es ganz genau.
      Zur Zeit scheint Dementia-Biden gerade auszutesten, ob sich in Sachen Krieg mit China" etwas machen lässt. Was das bedeuten würde, kann er offensichtlich nicht mehr erfassen. Schätze aber, die Chinesen sind intelligent genug, mit so einem Vogel umzugehen.

  7. Schlafschaf sagt:

    Falls man sich noch mal das Buch von Wolfgang Bittner zu Gemüte führen will, " Die Eroberung Europas durch die USA. Eine Strategie der Destabilisierung". Fast schon anachronistisch , da ja 2017 erschienen.
    Allerdings kann man ja mal nachlesen wie sich dieser schlimme Finger schon damals eindeutig zu erkennen gab.
    Jetzt wird dieses alte Dreckschein wieder als Lichtgestalt von unseren "unabhängigen freien Medien" auf den Sockel gehoben.
    In einer Aura des Lichtes gehüllt, wird er den "Killer" nun jagen. Weiter so, wir sitzen ja in sicherer Deckung. Die Schutzwälle der Esten, Ukraine und Polen werden schon standhalten. Unfassbar, wie sich armselige Arschkriecher in den MSM die Welt zurecht fantasieren.

    • Huley sagt:

      "Man muss sich fragen, warum die US-Geheimdienste, kaum dass Biden an der Macht ist, eine so offen unwahre Behauptung in die Welt setzen."

      Das liegt daran, weil die Politik des "freien Westens" zu einer eigenständigen Form politischer Kriminalität mutiert ist.

    • Schlafschaf sagt:

      Politik hat wohl wenig mit Menschlichkeit zu tun, sie dient zum Erreichen von Interessen. Das Interesse hier, ist wohl in der geografischen Lage Russlands zu sehen. ( ein riesen Land, viele Bodenschätze) Man weiß nicht so recht, wie man sich dieses Stück Kuchen unter den Nagel reißen kann. Also wird ständig ein Szenarium der Gefahr gebastelt. Da wir als Bevölkerung nur eine strategische Masse bilden, werden wir ständig in diese oder jene Richtung getrieben, gerade wie man es braucht. Ich als Mensch spiele da überhaupt keine Rolle. Es geht lediglich um das Ergebnis.
      Jeder Krieg kostet Menschenleben, aber für wen sterben die eigentlich?
      Ach ja richtig, für die Freiheit. Die brauchen wir aber zurzeit in Deutschland nicht.
      Nur der unfreie Russe, der muß von diesem Despoten und Killer befreit werden. Da ist jedes Opfer gerechtfertigt.
      Ich reiß mir das Hemd auf und, stürze mich mit freier Brust in das Getümmel. Huraaaa
      Und die Kanalige grinst.

    • Poseidon sagt:

      "It's not shit when we do it"ist das Wesen einer "chienlit".

      Dabei stinkt die Bonanza eigentlich schon immer zum Himmel.
      Ob Putin den Epic Split zwischen Ost und West dennoch vernuenftig zu ueberbruecken vermag
      und die schmutzige Waesche zu waschen,steht in den Sternen.

      Bist jetzt gibt er den Umstaenden entsprechend eine grossartige Figur zum boesen Spiel des Westens ab.

      Ответ Путина , Ван Дамму !
      https://youtu.be/MNgvgd64Xlc

      Die Pariser Studentenproteste 1968 und die "chienlit"
      https://youtu.be/wrcGSKYjn84

  8. Poseidon sagt:

    "Sleepy Joe" steht stellvertretend fuer die Bonanza einer vergangenen Epoche.
    Fuer Russland arbeited die Zeit und das Licht im Land der aufgehenden Sonne.
    Also warum sich aufregen fuer Dinge die sich selbst erledigen?
    Die Caravane zieht einfach weiter und die Geburtstagskerze werden vielleicht seine "Minions"
    fuer ihn ausblasen.

    "Sleepy Joe" struggles to name his defense secretary
    https://youtu.be/GdNm-rvodZU

    Minions and Dracula
    https://youtu.be/Dkfm2O7dw94

  9. wasserader sagt:

    Ausschaltung von Menschenrechten
    Radikale Einschränkung der Meinungsfreiheit
    Propaganda
    Existenziell gefährdende Maßnahmen gegen Kritiker
    Aufrüstung
    Massives bedienen von Feindbildern
    Gigantisches Gelddrucken zur Durchsetzung ideologisch/politischer Ziele
    … das war Mitte der 1930er Jahre .

  10. Michael Haas sagt:

    (Biden und) sein Team nerven gewaltig. Gut dass Putin auf so etwas relativ entspannt reagiert. Aber er muss aufpassen, dass er seinen Ruf in Russland nicht verliert und deshalb irgendwie reagieren. Vielleicht und hoffentlich ist es ausreichend, wenn sich seine Vertrauten gegen die Blöd-Männer in God´s own country aussprechen.
    Erinnerung und Bitte: Wir brauchen freie Informationen und dürfen die Inhaftierung von JULIAN ASSANGE nicht akzeptieren. Bitte setzt euch für ihn ein. Danke.

    • Hartensteiner sagt:

      Ich finde es gut, dass Du nochmal auf Julian Assange verweist. Leider ist es mittels Corona auch gelungen, das Augenmerk von ihm wegzulenken, wenngleich schon vorher, bei noch mehr wahrgenommenem Einsatz Vieler (Denke u.a. an Sevim Dagdelen) zu erkennen war, das die Vernichtung Julian Assanges nicht aufzuhalten sein wird, also beschlossene Sache ist.
      Sollte er überhaupt jemals lebend wieder ins Freie gelangen, dürfte ihn die vieljährige Tortur (Melzer!) dennoch seelisch sehr schwer beschädigt, wenn nicht vernichtet haben. Das ist eines der unzähligen Verbrechen des westlichen Systems ("Demokratie"), die über die endlosen Heucheleien von der "freiheitlich demokratischen Grundordnung" und ihren "Werten" geschickt ausgeblendet werden und im "öffentlichen Diskurs", meint, der Propaganda, der Bewusstseinsindustrie, ausgeblendet werden.

  11. Werweißdasschon sagt:

    War zu erwarten und wundere mich, dass der Beginn so lange hinausgezögert werden konnte.

    Aber es musste begonnen werden, bevor der Biden sich komplett auflöst.

    Auch wenn die aktuell noch dran glauben, aber das kann die Dienerschaft in den Medien nicht so einfach unter den Teppich kehren, wie all die unzähligen üblen Taten und Kriege zuvor.

    Ich bin überzeugt die verrechnen sich aktuelll gewaltig.

  12. Elbereth sagt:

    Auch interessant, dass ABC News dem Biden die Keule vorgekaut in den Mund gelegt hat. Hätte er sie selber bringen müssen, hätte Biden sie wahrscheinlich schlicht vergessen. Und da sagt man, die Amerikaner könnten keine Altenpflege!

    Stimme Hartensteiner absolut zu. Es war abzusehen und ist nun zu sehen, was passiert, und das ist 100% die Company Line. Es wird hier keine positiven Überraschungen geben.

    • Hartensteiner sagt:

      Sobald aber Biden nicht mehr in der Lage ist, den Teleprompter abzulesen, kommt Kamela Harris, die eigentlich jetzt schon die Amtsgeschäfte führt. Das ist dann die "Apotheose" Bidens, intelligent und stromlinienförmig, die sich schon früher die Zähne hat spitz zuschleifen lassen. Kann man sich wie einen menschlichen Hai vorstellen, was wiederum ein passendes Symbolbild für die USA wäre. Da können wir uns schon mal warm anziehen, selbst wenn es im Sommer auf 40° gehen sollte.

  13. Hartensteiner sagt:

    Aufmerksame Beobachter der USA haben schon mit dem Auftauchen Bidens als einem Kandidaten darauf verwiesen, dass dieser in der Nachfolge der Russlandhasserin Clinton die Aggression gegen Russland entsprechend fortsetzen wird. Es ist also gekommen, wie schon angekündigt und nicht überraschend. Wenn nun der Zündelfrieder munter weiter zündeln wird, ist damit zu rechnen, dass wir, wie in der schönen Geschichte im Struwelpeter, irgendwann beim Thema "Aschehäufchen" ankommen werden und zwar bei einem globalen Aschehäufchen. Das wiederum wird der bundesrepublikanischen (Merkel et al) Begeisterung für Biden nichts nehmen.

    • Werweißdasschon sagt:

      Es ist sowasvon egal in wessen Anus sich Merkel austobt.

      Deutschland (und damit ganz Mitteleuropa) war auch schon vor Ihr das Ziel, aktuell ist es das Ziel und es wird auch das Ziel bleiben bis hier alles eingeäschert wurde.

      Offensichtlicher als in den letzten 10 Jahren kann es gar nicht sein.

      Und wieso werden hier wieder alle abgemurkst auf welcher Weise auch immer? Na aus dem selben Grund wie schon zuvor.
      Als Hilfe für die globale Wirtschaft. Unser Blut wird, mal wieder, die Geldbeutel der anderen füllen.

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