BITTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN

Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann.

EMPÖRT EUCH!

Am 14. Dezember soll im Berliner kommunalen Kino Babylon der Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik an den Journalisten und Medienmacher Ken Jebsen vergeben werden. Ob es bei dem Ort bleibt, ist derzeit unsicher, denn Kultursenator Klaus Lederer (DIE LINKE) übt Druck aus. Er schrieb am 13. November auf Twitter: Der Preisträger sei „durch offen abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten … Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.“ Finanziell von der Kulturbehörde abhängig, hat sich das Babylon vorerst dem Druck von oben gebeugt. Dieser Druck hat einen Namen: ZENSUR!

Wir bitten Euch und Sie: 
Verbreitet den untenstehenden Text,
sendet Unterschriften und Kommentare an: post@wolfgang-gehrcke.de.
Die Veröffentlichung erfolgt auf www.wolfgang-gehrcke.de.

EMPÖRT EUCH!

Das Kino Babylon liegt am traditionsreichen Platz, der den Namen Rosa Luxemburgs trägt. Ihr Gedanke von der Freiheit der Andersdenkenden ist dem Kino in seiner cineastischen Tradition und politischen Arbeit nah; der Kulturort Babylon ist genau der richtige Raum, um Ken Jebsen und die Arbeit von KenFM zu würdigen. Der Druck aus der Berliner Kulturbehörde ist das Gegenteil von der Freiheit der Andersdenken, er zeugt vielmehr von Zensur. In unserer Gesellschaft sind Freiheit der Kultur und Meinungsäußerung in höchstem Maß gefährdet. Auch in der linken Geschichte hat Zensur eine leidvolle und zerstörerische Schneise geschlagen.

Manche meinen: So ist eben DIE LINKE. Wir sagen: Das Vorgehen des Kultursenators ist weder links noch emanzipatorisch. DIE LINKE orientiert sich in ihrem Programm und ihrer Praxis so gut sie kann am freiheitlichen und kritischen Geist Rosa Luxemburgs. Der wird heute nicht zuletzt angegriffen von denjenigen, die allzu leichtfertig, dafür umso verbissener und leider auch raumgreifender kritische Geister als Verschwörungstheoretiker, Antiamerikaner, Antisemiten, Querfrontler diffamieren. Zu einem ihrer Lieblingsobjekte ist Ken Jebsen geworden. Allein: Er ist zwar umstritten und ob seine Art und Weise oder seine Argumente im Einzelnen gefallen oder nicht, sei dahingestellt, er ist weder rechts noch antisemitisch, er stellt sich kontroversen Debatten, er hilft Griechenland, unterstützt Flüchtlinge, er ist Teil einer breiten Friedensbewegung.

Wir möchten mit Euch gegen diese Zensur protestieren und wir wünschen uns mehr gemeinsame und konzentrierte Aktionen gegen den zerstörerischen Ungeist von Stigmatisierungen und Zensur. Auch in den eigenen Reihen.

Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann

PS: Hier unten geht es zu allen Wortmeldungen:
Unterstützung, Kommentare, Kritik

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Dieser Aufruf erschien am 17.11.2017 auf der Seite wolfgang-gehrcke.de.

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37 Kommentare zu: “BITTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN

  1. Bin nicht bei Facebook und werde es auch nie sein, hat Hr. Lederer mittlerweile die versprochenen Beweise vorgelegt die Ken Jebsen als Antisemiten entlarven? Ich würde ihm das Buch von Herrn. Bröckers „Der Fall Ken Jebsen“ empfehlen. Wäre sehr erhellend, wenn er auch den Kontext der „umstrittenen“ Aussagen beachtet.

    • ich denke es wäre besser wenn sie bei sich bleiben.
      desweiteren denke ich, dass KenFm nicht dieser Art Aufmerksamkeit bedarf um Reichweite zu erzeugen.
      Die hat er ohnehin.
      Und zwar mit (qualitativ hochwertigen) Content.
      Herr Lederer ist ein nicht allzu helles Licht, der sich mit seiner Aktion gewissen Kreisen anbiedern wollte.
      Das fällt ihm wohl gerade im Moment etwas auf die Füße…

    • Ein eindrucksvoller Beweis der belegt was der Menschheit (immer mehr) mangelt – Humor.

      Humor ist einfach zu subtil, zu feinfühlig für diese (immer mehr) verrohende Menschheit.

      Wenn ich mir die u40 Bettnässer von heute so anhöre, wird mir nur noch übelst – von den u30 Bettnässern ganz zu schweigen…

    • Na hömma!

      Für die, die sich mit Humor nicht auskennen: U40 und U30 sind in diesem Falle Zentimeterangaben, wie weit der Humor unter der Gürtellinie ist.

      Du bekommst übrigens den Kölner Karl Marx nicht den Münchener Karl Valentin Preis, aber ich kam da beim Googeln jetzt auch durcheinander…

  2. Mann ist das schäbig!
    Sofortiger Rausschmiss von Lederer aus der Linken!
    Sofortiger Rausschmiss der Antideutschen aus der Linken!
    Sofortiger Rausschmiss der transatlantischen Antidemokraten aus der Linken!
    Oder Abspaltung!
    Aber da müsste man ja Pöstchen und Diäten aufgeben nicht wahr?!
    Stattdessen streitet sich der eine Flügel der Linken (wirkliche Linke) mit dem anderen transatlantischen,
    antideutschen, kriegstreiberischen Teil der Linken und das jetzt langsam schon Jahre.
    Wie erbärmlich!
    Wer, der noch ganz bei Sinnen ist soll sowas wählen?!
    Wen wähl ich denn da? die Linken oder die Finanz- und Kriegsfaschisten?
    Und jetzt dieser Appel!
    KenFm hat meine vollste Unterstützung!
    Wie lange soll das jetzt mit der LINKEN so weiter gehen?!
    WER WOLLT IHR SEIN?????!!!!!
    Und jetzt EEEEENNNNNNDDDDDDLLLLLLIIIIIICCCCCCHHHHH Taten folgen lassen!
    Sonst seid ihr sowas von tot…
    …seid ihr ja schon fast, dank dieser zahlreichen, destuktiven Subjekte in dieser Partei.

  3. Ich habe gestern an das „Team Sarah“ die folgende Mail geschickt:

    Meine Forderung: Klaus Lederer in die Wüste schicken (oder wo er keinen Schaden mehr anrichten kann)

    Liebe Frau Wagenknecht,

    den meisten Ihrer Reden stimme ich zu 99% zu (minus ein Prozent dafür, dass Sie – irre ich mich? – die Konrad Adenauer/Ludwig Erhard-Republik wiederhaben wollen). Auch Ken Jebsen sagt zu mindesten 90% Ähnliches wie Sie, wenn Sie seine Arbeit ehrlich verfolgen würden. Er stand sogar bei der letzten Anti-Ramstein Kampagne mit Ihrem Ehemann, dessen Worte ich auch über alles schätze, auf derselben Bühne.

    Die Antisemitsmus-und-sonstigen Anschuldigungen von Klaus Lederer gegen Ken Jebsen sind von so vielen guten Menschen inzwischen als vollkommen falsch bewiesen worden, dass es allmählich langweilig wird, sich immer wieder dieselbe Leier anhören zu müssen. Ken Jebsen sollte am 14. Dezember den Karlspreis im Kino Babylon verliehen bekommen, weil er ihn mehr als verdient hat!

    Und nun werde ich leider etwas unverschämt: Ich erwarte von Ihnen, liebe Frau Wagenknecht, dass Sie sich offen und resolut für die Sache Ken Jebsen einsetzen – nämlich für einen Mann, den sie klar als einen Mitstreiter erkennen sollten!

    Sorry, für meine markigen Worte, aber die Situation, in der wir uns alle befinden, ist sehr ernst!

    Mit freundlichen Grüssen

    • Habe den Artikel gelesen, ich bin fassungslos. Darf man jemanden in dieser Form eigentlich diffamieren oder heißt das freie Meinungsäußerung? Kann ich also als „Journalist“ auch ohne Folgen das schlimmste Etikett Kinderschänder (kommt ja gleich nach Antisemit) ohne einen Nachweis betiteln? Ich dachte immer, man müsste, wenn man Behauptungen aufstellt, die jemanden persönlich Schaden zumindest Argumente anführen. Wer ist eigentlich der Verfasser, kann man dem rechtlich gar nichts?

    • Kleine Korrektur meinerseits: die Zeitung ist die „BZ“, nicht die „Berliner Zeitung“. Also Springer-Presse. Somit natürlich nicht verwunderlich, daß die BZ Ken Jebsen verleumdet. Interessant finde ich, daß Lederer und Springer-Presse aus der selben Ecke gemeinsam verleumden und rufmorden.
      Die Linke bleibt für mich unwählbar. Und Frau Wagenknecht hätte ich gerne als Bundeskanzlerin.

    • @ Lilywihite Lilith

      Ich weiß das es natürlich schräg klingt sowas anzudeuten….aber wenn ich eine starke Linke verhindern wollte, würde ich genau solche Leute wie diesen Herrn Senator installieren um diese Partei elendig zu schwächen.

      Auch wenn ich glaube, dass es sich bei dieser speziellen Sache einfach nur um einen ganz schwachen Charakter handelt der sich auf diese Weise andernorts anbiedern will – ist aber im Ergebnis natürlich gleich.

      …Vielleicht nicht gleich Kind mit dem Bade ausschütten?

    • Ich vermute, das er sich hochdienen möchte, ist ja lt. HR. Bröckers Mitglied der Atlantikbrücke. Das wäre für mich schon ein Ausschlusskriterium, Mitglied in dieser Partei zu sein. Speziell zum Artikel in der BZ, gibt es nicht eigentlich einen Presserat, der sich mit solchen journalistischen Glanzleistungen beschäftigen sollte? Oder hat die Springerpresse einen besonderen Status?

    • @Bernard Neelen
      Wie Herr Lederer zu diesem Posten gekommen ist, weiß ich nicht. Sein Vokabular, das er Ken Jebsen gegenüber gebraucht („Antisemit“, Verschwörungstheoretiker“) signalisiert mir schwere charakterliche Defizite. Menschen, die ihr „Wissen“ über andere Personen offensichtlich aus Wikipedia-Artikeln schöpfen, sollten nicht in irgendwelchen Ämtern Macht ausüben dürfen. Macht kommt nicht selten mit einer unerträglichen Arroganz daher. Oft auch mit einer Selbstsicherheit, die sprachlos macht. Daß Klaus Lederer sich in seiner Einschätzung von Ken Jebsen irren könnte? Das wird er selbst in einem Albtraum niemals träumen, selbst dagegen wird er immun sein. An Menschen wie Klaus Ledere scheint alles abzuperlen. Menschen wie er sind vermutlich absolut immun gegen Selbstzweifel. Sie scheinen sich als Vertreter der „reinen, absoluten und unanzweifelbaren Lehre“ zu sehen. Solche Menschen, auch Dogmatiker genannt, begegnet man sonst eher in Religionsgemeinschaften.
      Übrigens, passend dazu: Herr Lederer hat auf dem Ev. Kirchentag eine „Bibelarbeit“ mit der Kirchentagspräsidentin Christina von der Au durchgeführt:

      https://www.kirchentag.de/aktuell_2017/donnerstag/bibelarbeit_christina_aus_der_au_klaus_lederer.html

      Ev. Kirchentag 2017, ja, das war doch jene Veranstaltung, auf der dem Kriegsverbrecher Obama als Friedensapostel geradezu gehuldigt wurde. Da waren alle einträchtig vereint, die feinen Damen und Herren Vorzeigechristen, Merkel, Bedford-Strohm, Huber, Göring-Eckardt, Gauck und wie sie alle heißen.
      Mir als Kriegsdienstverweigerer hat dieses Spektakel tiefe und sehr wertvolle Einblicke in den geistig-moralischen Zustand unserer „geistigen/geistlichen Elite“ vermittelt (ich selbst stamme aus einer Pfarrersfamilie, und dieses Ereignis hat mir den letzten Anstoß gegeben, aus der Organisation auszutreten).
      Daß Herr Lederer auf dem Ev. Kirchentag eine Bibelarbeit mit der Kirchentagspräsidentin durchgeführt hat, zeigt doch, daß er nur einer der „Guten“ sein kann. Oder nicht? Zumindest, so mag Herr Lederer gedacht haben, ist nicht verkehrt, gar karriereförderlich, wenn ich zeigen kann, daß ich selbst mit den Kirchen „gut kann“.
      Vielleicht tut sich ja etwas bei den Linken, und es setzen sich die durch, denen die Menschen wichtiger sind als Posten und Ämter, die ihre Unsicherheit, Verzweiflung, ihre Ängste, Sorgen und Nöte ernst nehmen. Die zu Selbstkritik und Dialog fähig sind. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Kleine Ergänzung.
      Der „Tagesspiegel“ setzt noch einen drauf und titelt zum Thema:
      „Unter Putin-Verstehern und Aluhüten“.
      http://www.tagesspiegel.de/politik/die-linke-unter-putin-verstehern-und-aluhueten/20610784.html
      Endlich, da ist er, der „Putin-Versteher“.
      Ich frage mich, ob nach den „Aluhüten“ und dem „Putin-Versteher“ nicht noch eine Steigerung gefunden werden kann?
      Immerhin ist Giovanni di Lorenzo Mitherausgeber des Blattes, da sollten sich die Redakteure mal anstrengen, um ihren Chef nicht zu enttäuschen.

    • Mitglieder der Atlantikbrücke dürften keinesfalls Mitglieder der LINKEN sein. Diese Partei hat es definitiv versäumt aufzuräumen und ist somit erfolgreich zerstört worden.

    • @Lilywhite Lilith
      Ich fürchte es gibt eine Steigerung: es gibt ja dafür das passende Tool #me….,
      wird sich sicherlich eine stramme Antideutsche finden, die sich dem öffentlichen Druck stellt (ich möchte hiermit tatsächliche Übergriffe nicht bagatellisieren, lässt sich aber mangels Skrupel und Überzeugung leider auch missbrauchen)

  4. Hallo Herr Gehrcke,

    Ich danke Ihnen für Ihre Initiative – Pro Meinungsfreiheit!

    Ich vermute das ich so ca. 90% der Beiträge des sehr großen KenFM Portals gesehen, gehört oder gelesen habe. Die Beiträge haben mein Weltbild sicherlich erweitert und positiv verändert. Sehr viele besondere Menschen haben bei Ken Jebsen eine wunderbare Möglichkeit erhalten sich zu äußern – zu allen möglichen Themen!

    Ein Ehrung für Ken Jebsen ist mehr als überfällig – schon allein für seine Griechenlandhilfe!

    Das ausgerechnet ein Linker Kultursenator eine Preisverleihung zu verhindern versucht ist an Absurdität!! nicht mehr zu überbieten.

    Mein Vorschlag:
    Die Linke organisiert eine entsprechend alternative Räumlichkeit für die Preisverleihung!

    Wäre doch schön wenn Sie und Sahra den Preis mit überreichen täten!

    • das ist doch lächerlich! die LINKE besteht doch zum großen Teil aus genau solchen transatlantischen, antideutschen, antidemokratischen, kartellprostituierten Subjekten! Das ist doch das Problem! Diese Partei ist schon länger nicht mehr wählbar, leider! Wen wählt man denn da?! Die antideutschen……….. Subjekte? oder die „wirkliche LINKE“?
      Diese Partei ist erfolgreich zerstört worden und es reiben sich im HIntergrund schon länger gewisse Kreise die Hände…

    • deswegen ist auch dieser Aufruf (im Kern der Sache gut!) nur ein weiteres Trauerspiel von bemitleidesnwerten Protagonisten die krampfhaft an einem Label und an dem einen und anderen Pöstchen festhalten bis das geamte Schiff komplett in der Versenkung verschwunden ist.
      Tut nur noch weh…

    • @ Schliemanns

      Glauben Sie mir ich würde mir am liebsten sofort ein plebiszitäres System wünschen – weiß aber auch das wir noch Meilen weit davon entfernt sind.

      So denke ich mir das es nur über den langen Weg der viel beschriebenen Instanzen gehen wird, unsere Demokratie zum besseren zu verändern. Wenn es keine Linken mehr im Bundestag gibt, würde niemand mehr die Kriegstreiberei und Sozialabbau der Regierenden hinterfragen, berichten, diskutieren und Abmahnen.

  5. Sehr geehrte Community,
    da dies ja eine Nachrichtenseite ist, möchte ich kurz etwas zum Thema anmerken, nämlich dies: mir fehlen die Infos zum Thema um mir ein klares Bild machen zu können.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass sich der Betreiber des Babylons zum Thema äußert. Gern auch öffentlich. Denn wenn nun tatsächlich eine rechte Hand, ein Bein, ein Vögelchen oder ein Wurmfortsatz des Berliner Kultursensors bei Herrn Grossmann angerufen haben sollte und verbal und unter Zurhilfenahme unserer Steuergelder den Herrn Grossmann erpresst haben sollte die Veranstaltung abzusagen, dann ist es nicht nur ein Skandal, sondern schlicht strafbar. Dann braucht der Mann einen Anwalt und liebes Babylon, dann habt ihr einen Haufen mehr Gäste 😉 Da mir hierzu aber keine gesicherten Infos vorliegen möchte ich mich etwas zurückhalten mit meiner Meinung.

    Jetzt mal zum Thema und diesem Beitrag: In den Kommentaren auf Herrn Gehrckes Seite fand ich auch diesen, der mich fast noch tiefer erschütterte als der von Herrn Lederer, da er einerseits von jemandem kommt, der ungefähr meine Generation ist und zudem von einer Gegend die ich selbst gut kenne, da nah meiner Heimat (Kiel), soeben in den Bundestag gewählt wurde. Er geht wie folgt:

    „Du kannst Dir denken, dass ich niemals eine Sache unterstützen werde, bei der Menschen auftreten, die der radikalen Rechten gegenüber offen sind, demokratische Prinzipien negieren oder rechte Verschwörungsideologie verbreiten. Dem keinen Fußbreit, niemals.
    Herzliche Grüße
    Lorenz Gösta Beutin (MdB)“

    Herr Beutin, es ist eine Frechheit Herrn Lederer Offenheit der radikalen Rechten gegenüber und Verbreitung von Verschwörungstheorien zu unterstellen! Auf die demokratischen Prinzipien können wir uns einigen.
    Und noch etwas: sollte es mal dazu kommen, dass Sie selbst Opfer einer Rufmordkampagne werden (wie hier gerade angedeutet) wünsche ich Ihnen, dass Ihre Freunde besser informiert sind als Sie. Zudem wünsche ich Ihnen eine noch weniger linke Gesinnung – das ist ein Teekesselchen, googeln Sie mal.

    Und eine Nachricht an Kiel: Wenn es zu Neuwahlen kommt, entscheide dich doch nochmal um, bitte!

    P.s. Ich bin garnicht weit entfernt von der Materie, da ich gerne an der Verleihung Teil nehmen werde und somit auch direkt von Herrn Lederer über Facebook als Teil eines „Jahrmarkt[s] der Verschwörungsgläubig[en] und Aluhüte“ bezeichnet wurde und nun lese ich gerade (auf der Suche nach dem Ledererzitat), dass die bei der Verleihung Anwesenden von einem Herrn Erik Peter in der Taz auch noch als „sich als Opfer stilisierende[r] Wichtigtuer, die überall große Lügen und Komplotte wittern, und sich vor allem auf eines einigen können: die steuernde Macht der Zionisten.“ bezeichnet werden.

    Sagemal Lederchen und Peterchen, da möchte ich sie aber jetzt fast auch mal das nennen was sie für mich sind: undifferenzierte, uniformierte Arschlöcher. Darf ich aber wahrscheinlich nicht, wegen justiziabilität und so. Dann lasse ich das mal besser und denke es mir.

    Ich verbleibe mit besten Grüßen an die Platform, die ich sehr schätze und bin sehr gespannt, wie es weiter geht 🙂

    Jörn Brodersen

    • Sachlich bleiben hilft selbst dann, wenn es die anderen nicht tun. Auch dann ist es m. E. die lösungsorientierte Haltung, (mögliche) Gegner der eigenen Position nicht nach dem Prinzip ‚Wie Du vorgehst, mache ich’s auch‘ zu behandeln. Das treibt die Spirale nur in neue Spannung…. und die Beteiligten weiter in eine Eskalation, die die Kräfte aufzehrt…

    • Lieber Herr Trautvetter,
      ich halte mich für einen sehr sachlichen Menschen und denke auch, dass mein Kommentar hier nicht unsachlich war.

      Das A-Wort verwende ich eigentlich nie und habe ja auch gerade noch davor zurückgeschreckt.

      Die beiden haben es sich mit ihrem undifferenzierten verbalen Rundumschlag gegen alle Teilnehmern nun aber eingehandelt, dass ich für mich mal klar machen will, was ich von diesem Verhalten halte und was sie für mich sind. Das hilft in diesem Moment zwar nur mir und nicht der Diskussion, das müssen die zwei jetzt aber mal aushalten 😉

      Die Verniedlichungen war over the top, aber ich war auch sauer und das darf man auch mal. Dafür ein kleines Entschuldigung und ich wähle diese in Zukunft mit mehr Bedacht.

      P.s. ich habe Ihren Kommentar unten sehr genossen, aber als Kritik wollte ich auch schon anmerken, dass der Sachlichkeit ein Funken Zorn oder Liebe helfen könnte.

      In diesem Sinne alles Liebe und Dank,
      Jörn

    • Lieber Jörn, hallo mit ein ander,
      das mit der Liebe, die auch Gefühle der Ablehnung der Gefahren für sie in Schwingung bringt, gefällt mir. Wir müssen uns eben in der heutigen Welt erst einmal orientieren, wo wir mit unserer Verantwortung für das, was jetzt die Stunde schlägt, stehen: In der gefährlichen Entwicklung des Menschheit zwischen Zerfall der internationalen Ordnung, aus den Fugen geratenden Gesellschaften, globalen ökosozialen und militärischen Bedrohungen haben wir mehrere Aufgaben – Friedensengagement, Ökologie, Sozialpolitik, Medienpolitik, Menschenrechte, Liebe … im Großen wie im Kleinen mit antikapitalistischem Engagement mit Aufklärung über die letztendlichen Ursachen der globalen Zukunftsgefährdungen und mit Mobilisierung… . Jede/r da, wo wir sind… Wir brauchen/Das Leben braucht da jeden und jede, Deshalb rede ich so.

    • Lieber Bernhard,
      und die Antwort gefällt mir auch sehr. Dankeschön.

      Ich denke es ist die Liebe des Schaffenden, die das Gehörte, Gelesene oder Gesehene zum Genossenen macht.

      Die Liebe ist kein Gefühl, sie ist ein Zustand. Einer dauerhaften Schwingung gleich, die unter Tönen, Wörtern oder Bildern resoniert. Sie wäre ein guter Weg der Verständigung über Sprachen und Kulturen hinweg und die Lösung für unsere jetzige sehr gefährliche gesellschaftliche Situation.

      In diesem Zustand kann ich auch das A-Wort benutzen ohne zu spalten oder dem Empfänger seine Menschlichkeit abzusprechen. An diese appelliere ich ja gerade und wollte dafür hier eine Lanze brechen.

      In diesem Sinne war auch meine Kritik an Sie gemeint. Ich mag es, wie Sie schreiben.

      LGj

    • Zu Liebe fällt mir nich das ein:
      There’s nothing you can do that can’t be done * Nothing you can sing that can’t be sung
      Nothing you can say but you can learn how to play the game * It’s easy
      There’s nothing you can make that can’t be made * No one you can save that can’t be saved
      All you need is love, love * Love is all you need
      >> Tun wir was wir tun mit Liebe – Liebe zu dem, was wir tun, so, dass es uns von innen her wärmt und nicht zu Eis erstarren lässt. <<< Das erinnert mich an Zeilen von Wolf Biermann, als er noch nicht so hart und kalt redete/sang…:
      „Die allzu spitzen stechen und brechen ab sogleich“; deshalb „lass Dich nicht erhärten in dieser harten Zeit“, „lass Dich nicht verbittern in dieser bittren Zeit“.

  6. Guten Tag Christiane Reymann,
    Guten Tag Diether Dehm und
    Guten Tag Wolfgang Gehrcke.

    Die allerste Frage die sich mir stellt ist doch die: „Sind Sie eigentlich in der selben Partei wie Herr Lederer?“ Gibt es eine „Gute“ Partei die Linke und eine „Böse“ Partei die Linke? Wie können Sie zur Empörung gegen Zensur aufrufen, während diese gerade durch Ihr Parteimitglied Lederer massiv praktiziert wird?“ Wenn die Linke vorhat die neue SPD zu werden, dann sind Sie auf dem besten Wege dahin. Zumindest was die Mittel des Opportunismus anbelangt haben Sie da schon gut aufgeschlossen.

    Was Herr Lederer macht, würde ich normalerweise als Erpressung bezeichnen. Was das Babylon macht, nämlich sich mit den von Ken Jebsen organisierten, hochkarätigen Vorträgen – u.a. zur Zensur bei der Wikipedia und zu Ursachen und Funktion des Terrorismus – die Taschen voll zu machen, um anschließend zu kneifen, ist mindestens wiederlich. Und jetzt kommen auch noch Sie und fordern uns auf sich dagegen zu empören.

    Mir stellt sich immer häufiger die Frage ab wann Politiker in ein Paralleluniversum übertreten in dem so etwas problemlos nebeneinander stehen kann.

    Es gibt zahllose Themen bei denen ich mir von den Linken einmal solch hochkarätige Diskussionen und wissenschaftliche Darlegungen publiziert wünschte. Fehlanzeige. Ich wünschte mir, dass die Linke auch nur ansatzweise einen ähnlich hochkarätig gestalteten web-Auftritt hätte wie Ken Jebsen.

    • Guten Tag Michael

      Ich gehe davon aus, dass auch Sie erwarten, dass Ihr Kommentar von der angesprochenen Dame und den Herren beantwortet wird.

      Alles Gute
      Kari

  7. Herr Gehrcke
    Nun das alles ist ja schön und gut,nur wieso glauben sie Herr Gehrcke das Ken Jebsen umstritten sei.?
    Das sagt mir das Herr Jebsen für sie indirekt auch nicht so das wahre ist.
    WORTE-SPRACHE verstehen sie.?

    „Er ist zwar umstritten“ und ob seine Art und Weise oder seine Argumente im Einzelnen gefallen oder nicht, sei dahingestellt, er ist weder rechts noch antisemitisch.

    So wäre es für mich Akzeptabel.:
    Und ob seine Art und Weise oder seine Argumente im Einzelnen gefallen oder nicht, sei dahingestellt, er ist weder rechts noch antisemitisch.

  8. Gesagt haben wir es ihm schon, den Herrn Lederer. Jetzt geht es darum: fällt auch die Linke, so bald nur ein beheiztes Büro zu ergattern ist, sofort der Arroganz der herrschenden Klasse anheim? Dafür würden, neben dem Eindruck, den man schon haben könnte, drei neue, also *zusätzliche* Indizien sprechen:
    1. Lederer räumt seinen Sitz nicht.
    2. Seine Partei unternimmt nichts, ihn *unten* wieder einzugliedern und schenkt ihm kein Parteiprogramm zum Durchlesen.
    3. Seine Zensurentscheidung wird nicht zurück genommen.
    Für Ken Jebsen ist momentan jeder Preis Recht. Von seiner Sorte gibt’s nicht viele – professionell, unabhängig, streitbar, gut vorbereitet. Vielleicht kann er ja später mal Unterricht für Journalisten geben?
    Frage noch, weil ich es nicht weiß: wer genau ist denn eigentlich dieser Herr Lederer? Und – wichtiger – wessen wohl genährtes Schoßhündchen?

  9. Herr Lederer,

    ich trage weder einen Aluhut noch bin ich ein Israelhasser.
    Ich möchte auch nicht in eine Schublade mit diesen gesteckt werden,
    nur weil ich von meiner Freiheit nämlich der freien Meinungsbildung, Gebrauch mache.

    Ihr Posting war gelinde gesagt, ein Griff ins Klo.

  10. Die alternativen Kräfte haben nach dem Beschluss über den EU-Militärpakt Pesco , nach dem weit hinter den Erfordernissen zurück gebliebenen Ende der Bonner Klima-Konferenz, nach dem Beschluss der USA von letzter Woche, den Militäretat noch einmal auf 700 Mrd. $ – das entspricht offiziell 15 % Plus – nach dem Platzenlassen der Regierungsbildung durch die Neoliberalen, die u.a. gegen eine humanitärere Flüchtlingspolitik stehen, in der Zeit der Versuche der Herrschenden, den Rest des zur Unkenntlichkeit zerschossenen Sozialstaates weiter zu demontieren und die Militärausgaben in die Richtung einer Verdoppelung hochzutreiben, wahrlich andere Aufgaben, als Kräfte, die als nicht genehm kommuniziert werden, auszugrenzen.
    Ich schrieb Herrn Klaus Lederer das:

    >Die Linke dieses Landes hat vielerlei Diffamierung und Verfolgung erfahren. … Ich kenne auch Kommunisten, die unter dem verfassungswidrig zustande gekommenen KPD-Verbot litten, teils nachdem sie Verfolgung durch die Nazis überstanden hatten. …
    Max Reimann sagte bei der Unterzeichnung des Grundgesetzes, dass seine Partei, die KPD, gegen das Dokument der Teilung Deutschlands sei, dass aber die Zeit komme, da die Kommunisten das Grundgesetz gegen die verteidigen, die es beschlossen haben.
    Ich beteilige mich an dem Engagement der Verteidigung der Grundrechte seit den Protesten gegen den Notstandsstaat und gegen die Berufsverbote, später gegen die Volkszählung mit ihren Verletzungen der Privatsphäre,…
    Dass nun ausgerechnet ein LINKER der Reaktion in die Hände spielt und eine nicht-verfassungs-widrige Veranstaltung in Räumlichkeiten, die vom staatlichen Verantwortungsbereich, für den er zuständig ist, nicht stattfinden lassen will, zeugt von bedenklicher Blindheit gegenüber den Gefahren. Soeben hat das Kasseler Verwaltungsgericht in einem Urteil in der Nachfolge der Berufsverbote antikapitalistische Positionen als gegen die Verfassung stehend eingestuft. In der Zeit eines Roll-back in der Nachfolge auch der G20-Ereignisse, in denen „Linksextremismus“ per se auch von Regierungspolitikern kriminalisiert wird, eine Veranstaltung zu verbieten, weil jemand ‚auf dem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen‘ handele im Zentrum steht, ist aus demokratischen Gründen inakzeptabel. Der ursprünglich vom CIA in die Öffentlichkeit eingebrachte Begriff der Verschwörungstheorie (>http://www.jfklancer.com/CIA.html) bezieht sich mitnichten in jedem Fall auf fasche Positionen, dann nämlich nicht, wenn jemand Verschwörern ihr Handeln vorwirft. Abzulehnen sind nicht-valide Theorien. Diese stehen allzuoft für bewusste Manipulation. Ken Jebsen, um den es hier geht, ist beweisbar kein Antisemit, auch wenn der Gegner des Pazifismus und damit der Friedensbewegung Henryk M. Broder dies behauptete. Er ist kein Marxist, das kann kein Argument für einen Akt gegen die >Freie Meinungsäußerung< sein.
    Wer kein Marxist ist, ist leicht anfällig dafür, in persönlichen Verschwörungen das Übel zu sehen, das von der Wurzel her im System seinen Ursprung hat. Das als Grund für das Handeln gegen die Veranstaltung im Babylon am 14.12. zu nehmen, ist aus demokratischen Gründen wie dargelegt inakzeptabel und für einen Linken, der aus einer sei Karl Marxens Zeiten verfolgten Bewegung kommt, unverantwortlich, weil es ein weiterer Dammbruch zumal in einer Zeit ist, in der Max Reimanns Worte neue Aktualität bekommen. Bitte sorgen Sie für die Einhaltung der Demokratie. Ich wünsche unserem Engagement für eine Bewegung, die eine Attraktivität in der Öffentlichkeit entfaltet, sodass dies für die antikapitalistische/humanistische/pazifistische/ demokratische soziale Bewegung mobilisierend wirkt, den Erfolg, den das andere=lebendige Leben braucht. Jeder Akt der Unterhölung der Demokratie trifft nicht nur die direkt Getroffenen, sondern die Demokratie.

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