BLVD 2.0 – Micaela Schäfer im Gespräch mit Kai Stuth

„Ich bin der Boss.“

Micaela Schäfer ist eine Vermarktungsmaschine. Ihr Produkt ist ihr Körper. Neun Schönheits-Operationen hat sie bereits hinter sich, aber nur ein Ziel. Noch bevor sie 40 ist, will sie nicht mehr arbeiten müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, gönnt sich das „Nacktmodel“ keinen Tag Urlaub. „Ich bin ein Workaholic“, sagt sie von sich selber. Und sparsam ist sie auch. Jeden Cent, den die öffentliche Person Schäfer verdient, investiert sie in Immobilien. Mit den Mieteinnahmen soll das spätere Leben dann finanziert werde.

Sie weiß um ihr Image als Sexsymbol, bezeichnet sich selber aber als Sexmuffel. Sie mag Tiere und Kinder. Micaela Schäfer ist nach eigenem Verständnis vor allem Geschäftsfrau und würde sich nie in die Abhängigkeit eines Mannes begeben.

Die Boulevard-Welt, in der sie ihr Geld verdient, lebt von Voyeurismus der Massenmedien, zu denen längst auch die Sozialen Netzwerke gehören. Wenn Micaela Schäfer privat vor die Tür geht, verkleidet sie sich bis zur Unkenntlichkeit, um nicht permanent für Selfies zur Verfügung stehen zu müssen.

Dennoch macht ihr Job sie „geil“, wie sie sagt, was soviel bedeuten soll, dass sie sich nicht zur Arbeit quält. KenFM sprach mit einer Frau der „Red-Bull-Generation“, die sich in den Kopf gesetzt hat, möglichst extrem zu sein, um dem Milieu, in das sie hineingeboren wurde, zu entfliehen. Sie reagiert damit auf die Folgen des Kapitalismus mit den Mitteln des Kapitalismus. Sie ist Opfer und Täter zugleich. Dafür kassiert und bezahlt sie parallel einen hohen Preis.

Wir bewerten das nicht. Wir bilden das ab.

52 Kommentare zu: “BLVD 2.0 – Micaela Schäfer im Gespräch mit Kai Stuth

  1. Hallo.
    Ich kommentiere selten etwas im Internet, ich mache dies meißt persönlich. Ken Jebsen ist mir bewußt noch gar nicht so lange bekannt. Zwar bin ich ursprünglich in einer Familie mit Pressebezug (Zeitungswesen) aufgewachsen, nur trotz Intersse, irgendwie war meine Art nicht passend. Für so fast nichts in der Welt.

    • (Sorry, ich war noch nicht zu Ende. Beitrag ändern ist wohl nicht möglich.) Eigenartig verstehe ich in der Alternativen Scene die Art von Andreas Popp und Ken Jebsen nicht nur sehr gut, wenn sie teils auch sehr unterschiedlich auf die Leute wirken, ich empfinde viele Gemeinsamkarten. Vermutlich mehr als andere. Gerade Ken Jebsen, die feinen Unterschiede, wie er Dinge aufnimmt, wieder gibt, was er erzählt wenn er mit der Familie am Frühstückzisch sitz, wenn er befragt wird, ich kenne das bis in das Kleineste sehr gut. Und, das können nicht viele Nachvollziehen. In der Art wie Ken viele Dinge angeht (soweit ich das nach den vielen Videos sagen kann), ist es sehr erfrischend für mich so ziehmlich die einzige person virtuell erleben zu können, welcher ich gegen über eine gewisse Nähe gegen über empfinde.

      Ich habe zuerst ich glaube in My, Myself und Media etwas über das Video mit Frau Schäfer gehört und werde es mir jetzt mal anschauen. Ich kommentiere also vorher. Warum… nun, um einfach mal zu sagen, „Wer ist Frau Schäfer“? Sollten sich Personen aufregen, daß so jemand gezeigt wird… Also… ich finde es eher interssant, das diese Leute diese Person dann kennen. ich habe von ihr noch nie etwas gehört. Und neben bei, schaut man das Interview mit diesem Jan Ulrich an, na ja, er ist auch nicht gerade ein Vordenker oder Vorbild für …. offene Geister. Allerdings, es ist mal eine ganz andere Art der Interviews. Das gefällt mir schon.

      Und ich habe mir bei google nur mal die Titel zu dem Namen angeschaut, na ja, das man da dann… schon verständlich. Allerdings, sie spielt mit ihrem Aussehen, na und. Menschlich. Ich bin auch nur Mensch, mag auch schöne Frauen (was eine sehr individuelle Sache ist). Nur das alleine reicht halt höchstens für ein paar Minuten.

      Mich würde es jetzt allerdings gar nicht wundern, wenn ich in dem Interview vielleicht doch an diesem Menschen viel interssanteres, schlaueres, offeners sehe oder empfinde als an manch so einem Gast in der Politksendung von KenFM. Obohl diese Sendung schon sehr interssante Menschen zeigt. Nebenbei, ich empfand es als traurig und lustig, das gerade so eine „extrem Linke“ Frau aus der Sendung doch im Grunde eine der übelstens Verfechter des Kapitalismus ist. Einer in der Sendung hatte es bemerkt. Die bringen nicht Kapitalismus und Marktwirtschaft auseinander. Markt, und (Sach-)Kapital… usw.
      Zurück.

      Ich kann mir nicht alles anschauen was auf KenFM läuft, einfach nur weil es mich depremiert oder ich mir wünsche die Leute wären nicht so rückschritlich. Und das obwohl es schon die Fortschrittlichstens Denker sind. zum Glück, ist dies nur ein kleiner Teil. Frau Schäfer, sie ist ein Mensch. Und wenn man die „richtigen“ Fragen stellt, dann kann man da sicher sehr interessante Dinge erleben. Und… Ich vermute, lieber Frau Schäfer zwei Stunden, als 5 Minuten Merkel oder die Lehrer der Schule meiner Kinder. hihi.

      Also, dann mal auf auf: „Wer zum Teufel ist Frau Schäfer“ 😉

  2. Einem Schönheitsideal nacheifern durch Operationen. Kein Thema. Sexuell anziehend wirken ohne auf Sex zu stehen. CHECK. Sich als C Promi verstehen. Umgeben von Neid und Missgunst. Aber trotzdem Spass daran haben. Also ich finde es hat mehr wie andere Interviews gezeigt wie weit wir Menschen in Mittel Europa von einer gesunden Art zu Leben entfernt sind . Da darf sich jeder im Spiegel anschauen. Zu viel Handy? Zu viel Pornographie ? Zu viel Wissen ? Wenig Menschlichkeit. Wenig Empathie. Was soll jetzt die Kritik an Frau Schäfer? War doch erlich . Aber ich hoffe Sie schaffen den Absprung . Gesund hört sich das nicht an . Aber ja . Wenn man mit etwas Geld verdienen kann . Roll on. Man kann auch Waffenhändler sein. Oder Politiker. Sich ausziehen ist irgendwie allemal spiritueller .

    • Ich weiss noch wie ich einmal den Spiegel abonniert hatte und dann mit meinem Spiegellein Stolz wie Bolle durch die Gegend lief. Im Wissen wie schlau und gut ich Informiert bin. Und wie doof die andern. Heute ist Ken Fm mein Spiegel . Und ich bin wieder so schlau. Dank Frau Schäfer wieder etwas schlauer !

  3. BLVD ist ein gutes Projekt, weiter so. Besonderes Lob auch für Kai, er macht das sehr professionell.

    Solange es für Micaela nur ein Geschäftsmodell ist, chirurgisch optimiertes Nacktmodell zu sein. erfüllt sie damit bestens die Bedingungen für Gerd Schröders Ich-AG-Modell aus den Hartz-IV Jahren 2002-2004. Vielleicht liegen hier ihre „Gründer“-Wurzeln für die Ich-AG „Nacktschnecke“ und ihre Vorliebe für Gerd Schröder?
    Zeitlich würde das ja auch passen, denn wie sie sagte, mit 18 jobbte sie noch für 7,65 Euro.

    Einen Business-Plan machte ich damals -2004- auch.
    Ob das „Invest on Return“ bei Micaela stimmte – Prüfung durch das Arbeitsamt -, kann nur sie sagen. Wäre aber interessant, wenn das damals so gelaufen ist.

    „Blond“ ist aber nicht sie, sondern die Medien, ihre Benutzer und die Idee alles dem Geld zu opfern.
    Kai´s Vorschläge, die „Nacktschnecke“ vor der DB und Primark zu optimieren, sind daher sehr zu begrüßen.
    Bei Micaela mag es nur das „Geschäftsmodell“ sein sich chirurgisch zu optimieren.
    Bei einigen anderen befürchte ich aber, was schon Erich Kästner über „Sogenannte Klassefrauen“ in einem Gedicht 1929 schrieb.
    https://www.youtube.com/watch?v=tJJvXhTiFuQ

  4. Tjoah, ich habe die erste viertel Stunde davon gesehen und dann ausgemacht, weil mich das nicht soo sehr interessierte. Runtergeladen hab ich das überhaupt nur wegen der ansprechenden Optik der Dame. Ich kannte sie bis dahin gar nicht, hatte lediglich den Namen schonmal irgendwo gehört, aber da kann Mann eben auch nicht immer aus seiner Haut^^
    In dieser viertel Stunde vermittelte Fr. Schäfer den Eindruck, eine offene, ehrliche Person zu sein, die sich bewusst ist, was sie macht, warum sie es macht, und was das heißt.
    Letztlich ist sie weder treibende Kraft, noch jemand, der andere massiv schädigt. So zu leben wie sie wäre für mich ein Albtraum, aber sie versucht für sich, das Beste draus zu machen, im Rahmen dieses Mistsystems, und kommt dabei ganz gut zurecht, kann man ihr das verdenken?
    Der Unterschied dieses Formats zur Bild und Co. liegt natürlich darin, dass Menschen, über die sonst jemand anderes mit nettem oder schrecklichem Bildchen irgendwas zusammengeschreibselt hätte, selber ausführlich zu Wort kommen. Das kann für „Fans“ sowohl ein Leckerbissen sein, als auch eventuell ein wirklicher Augenöffner, wie sinnvoll oder sinnlos es sein mag, Idolen hinterher zu eifern. Kann man schauen, muss man ja nicht.

  5. Ja, Micaela Schäfer erzählt locker vom Hocker aus ihrem Leben und antwortet freimütig auf die gestellten Fragen.
    Ich war neugierig und habe bis zum Ende durchgehalten.
    Frau Schäfer steht jedenfalls mit beiden Beinen auf der Erde, ist unabhängig und selbständig in ihrem Geschäft und weiß, dass sie C-Promi ist und dass sie dies auch bleiben wird. Sex findet sie persönlich nicht mehr sooo spannend.
    In Deutschland hat sie sich jedenfalls als d i e Nacktschnecke einen Namen gemacht und wird von vielen gerne gesehen und wiedererkannt.

    Was bei KenFM mit diesem BLVD-Projekt eigentlich bezweckt werden soll und wie und wo sich der rote Faden zwischen Kunst, Philosophie und den Bildern von Persönlichkeiten der Zeitgeschichte durchziehen soll, erschließt sich mir bisher nicht. Es liegt wohl daran, dass selbst Kai Stuth das Gesamtbild, das Gesamtkunstwerk, das am Ende abei entstehen soll noch nicht genau kennt und vor Augen hat. Mal sehen wie dieses Experiment ausgeht.

    • Josef Kandl sagt: „Was bei KenFM mit diesem BLVD-Projekt eigentlich bezweckt werden soll und wie und wo sich der rote Faden zwischen Kunst, Philosophie und den Bildern von Persönlichkeiten der Zeitgeschichte durchziehen soll, erschließt sich mir bisher nicht.“

      Wenn nur ein Mensch durch BLVD anfängt bei KenFM rumzustöbern und dadurch ein Interesse an politischen Zusammenhängen entwickelt, hat sich dieses Format schon gelohnt.

  6. Frau Schäfer erscheint sehr authentisch. Die Intention den Boulevard mit einem aufklärerischen, kritischen Ansatz zu versehen ist durchaus lobenswert.

    Boulevard einmal nicht einfach nur als seichtes Geplaudere.
    Um ernsthafte Kritik anzumelden, sollte man sich der Mühe unterziehen, die Sendung komplett anzuschauen.

    Dann könnte man anmerken daß das Gefährlichste im Dschungelcamp ist, über eines der zahlreichen Glasfaserkabel zu stolpern, in einem Gebiet das weit von einem realen Dschungel entfernt ist. Soviel nur um der Haarspalterei Genüge zu tun.

    Ergänzung zur Sexualisierung der Gesellschaft:

    PC-Dildos, Rubbel-Roboter und Hentai: Pornofestival wegen Andrang abgebrochen – VIDEO

    Der Drang zum Virtuellen: In Japan wurde im Juni das „Adult Virtual Reality Festival“ abgehalten. Da aber das Festival fast wortwörtlich überrannt wurde, musste die Veranstaltung abgebrochen werden, berichtet das Webportal für Computertechnologien, Siliconangle.com.

    http://de.sputniknews.com/panorama/20160704/311139726/japan-pornofestival.html

    Dieser Trend ist nicht auf Japan beschränkt.
    Dazu passend:

    A disturbing image of Mark Zuckerberg and our virtual reality future

    The Oculus Rift is widely viewed as the virtual reality headset to rule them all. With John Carmack working on the tech and Facebook providing the funding, it’s hard to argue against the Rift coming out on top, even if the price of entry is incredibly steep right now. However, Facebook’s involvement also brings with it a few concerns.
    (…)
    Remember this image. It gives us a hint of the potential future of virtual reality. And in it, only Mark Zuckerberg is seen smiling.

    http://www.geek.com/news/a-disturbing-image-of-mark-zuckerberg-and-our-virtual-reality-future-1647860/

    Abschließend, da wir beim Boulevard sind, möchte folgenden Stanislaw Lem Roman empfehlen, was ziemlich schräg ist da Lem und Boulevard durchaus als Antagonisten zu bezeichnen wären:

    Die Stimme des Herrn

    Ein pulsierender Neutrinostrahl ist entdeckt worden. Handelt es dich um ein rein phyikalisches Phänomen? Oder aber um eine interstellare Botschaft, ausgesandt von einer der Menschheit weit überlegenen Zivilisation? Dieser Sience-fiction-Roman läßt ein faszinierendes Geflecht aus Hypothesen und Vermutungen entstehen und zeigt, wie abhängig die modernen Wissenschaften von den politisch-gesellschaftlischen Bedingungen sind.

    ISBN-10: 3518389947

    Lem ist am besten als wissenschaftlicher Philosoph beschrieben der auch Romane schrieb.
    Jenen empfohlenen Roman kann man gerne als aktuellen Spiegel unserer Zeit bezeichnen.

    Ich kam nun darauf, da auch die Sexualisierung der Gesellschaft, zwar nur in einigen Sätzen, manchmal bezogen auf Freud, in dem Buch Erwähnung findet.
    Neben der Gefahr eines Atomkriegs.

    Wer noch einen Spiegel unserer Zeit in Romanform lesen möchte mag sich an die Strugatzkis halten:

    Strugatzki Gesammelte Werke 1: Drei Romane in einem Band: Die bewohnte Insel; Ein Käfer im Ameisenhaufen; Die Wellen ersticken den Wind

    ISBN-10: 3453526309

    Zusammen mit George Orwell und Aldous Huxley sind das Schablonen für unsere Gesellschaft.

  7. In der Darstellung eine sehr naive, konsumorientierte Frau, die sich zur Aufgabe gestellt hat, sich zur Schau zu stellen. Ein Konsumprodukt, mehr nicht! Prädikat?? … Man kann nur hoffen, daß diese Form von Individuen, nicht die Oberhand dieser Gesellschaft gewinnen… (blond, blond blond!!!) Ein Daumen hoch für Ken FM, der versucht, mit intelligenten Fragen – ich hätte dieses Blablabla, und mehr bietet diese Dame nicht, in den ersten Minuten abgebrochen! Uns wäre allerdings ein amüsanter Einblick entgangen, jenseits jeglicher Illusion, und ich glaub, Frau Schafer ist sehr ehrlich.. Oh Gott…. bewahre uns von derart verbalem Kompost. Bitte: macht weiter schöne Bilder von ihr – für mehr taugt ihr Intellekt wirklich nicht!

  8. Sendung fand ich gut.

    Philosophischer Rückschluss.

    Der Überfluss von allem stumpft den Menschen im Umgang damit ab und macht ihn gleichgültig.

    Sex oder Nacktheit als revolutionären kleinen Aufstand ??
    Gegen was ??
    Vor dem Brandenburger Tor eine Bonobo ähnliche Massenorgie mit aufgesetzten Masken der Politelite als Protest in der Deutung einer sexuellen Versöhnung von Affen .
    Oder lieber gleich einen Snuff- Film mittels Projektor an den Reichstag projizieren ??
    Ah… an den Berliner Reichstag passen Pädophilie Darstellungen besser.

    Die Sendung war gut und zeigte auf welchem Weg wir uns befinden.
    Auch in der Person von Micaela Schäfer und
    wie pervertiert der Mensch heutzutage mit seinem Körper umgeht.

    Sie selbst ist sich gar nicht bewusst wie krank sie eigentlich schon ist oder besser wie krank dieser Medienüberfluss sie gemacht hat.
    Wie kaputt muss man sein, sich freiwillig zwei Rippen entfernen lassen zu wollen.
    Selbst Gott war nicht so gierig.

    Lasst diese Frau ihren Weg gehen, denn sie ist „auch“ kein Vorbild für eine bessere Welt.

    lg

  9. Vor allem an Diejenigen, die sich echauffieren über dieses Format oder speziell über dieses Interview…

    Das Ding ist nicht mal zwei Tage online und hat schon 33 Kommentare…anscheinend werden auch hier, bei KenFM, die Synapsen stimuliert, wenn man ein It-Girl dahin stellt….
    Natürlich werden auch sehr viele ernste Beiträge, mit weitaus mehr Kommentaren gewürdigt.
    Ich will also nicht plump sagen, so nen „schwachsinn“ kommentiert man und wichtige Themen nicht, denn das würde ja auch nicht der Wahrheit entsprechen.
    Allerdings gibt es in der Tat einige Interviews und Beiträge, die weitaus mehr Relevanz besitzen (müssten) und nur spärlich oder gar nicht kommentiert wurden.
    ICH weise, natürlich nicht zufallig, mal auf ein Beispiel hin. Das Missing Link to Janis Varoufakis Interview zum Beispiel…
    -ca 1Jahr nach Erscheinung: Um die 6 ! Kommentare
    -Nachdem ich es kommentiert hab : 11 Kommentare
    -und dabei wird es bleiben

    Wie man sieht, funktioniert das Konzept Micaela Schäfer auch hier…
    Hoffe meine Message ist angekommen…sich über primitive Beiträge zu echauffieren klappt garantiert, auch hier.
    Sich über wichtige Beiträge intensiv auszutauschen, klappt sehr oft und dann auch meistens so wie es sein sollte, aber eben bei weitem nicht immer…
    Bei einem Micaela Schäfer Interview wird es immer klappen, auch hier.

  10. Zitat Infobox: „KenFM sprach mit einer Frau der „Red-Bull-Generation“, die sich in den Kopf gesetzt hat, möglichst extrem zu sein, um dem Milieu, in das sie hineingeboren wurde, zu entfliehen. Sie reagiert damit auf die Folgen des Kapitalismus mit den Mitteln des Kapitalismus. Sie ist Opfer und Täter zugleich. Dafür kassiert und bezahlt sie parallel einen hohen Preis.“

    sagt doch schon alles über die Sinnhaftigkeit dieses Interviews aus, oder?
    So habe ich Boulevard Zeitungen eigentlich noch nie betrachtet. Attention whores, die sich für Geld der mehr oder weniger interessierten Öffentlichkeit prostituieren. und viele scheinen damit sehr sehr gut zu fahren. Alles hat eben seinen Preis. Auch die Würde und Persönlichkeit eines Menschen. Wenn wir – die echauffierte Bevölkerung, die sich fragt, was das soll- uns jetzt über menschen beschweren, die die kinder der ersten Generation sind, die den Kapitalismus aufgesogen und verinnerlicht hat, ist das bigott.

  11. Hallo Leute,

    bitte nicht allzu sehr über BLVD 2.0 aufregen, wenn man noch darüber rätselt, wozu das Format denn nun dienen soll.

    Ich weiß aus erster Hand, dass der Versuch — vereinfacht ausgedrückt — die vielen fehlgeBILDeten Leser etc. im Lande dazu anzuregen, auch mal einen Blick in KenFM zu werfen, doch echt nicht unsinnig sein kann.
    Also, das ist das Projekt.

    Das sind doch genau diejenigen Leute, die KenFM und Hintergrundinformationen, also unabhängige Medien am dringendsten „brauchen“. Stimmt’s?

    Und damit genau diese „bedürftigen“ Leute mal hier rein schauen, sind BouLeVarD-Themen schlichtweg nützlich. Dazu ist es auch entsprechend gekennzeichnet.

    Das ist eigentlich alles was dahinter steckt. Hoffentlich finden also viele neue Leser Gefallen an KenFM.

    Ist doch prima wenn die Bekanntheit von KenFM steigt, darin müssten wir uns doch alle unterm Strich einig sein.

    Und KenFM rutscht mit BLVD 2.0 gewiss nicht im Niveau ab, das muss man nun auch wahrlich nicht fürchten.

  12. Mir erschließt sich der Sinn von KenFm Blvd nicht. Passt irgendwie nicht zum eigentlichen Programm.

    Wir stehen kurz vor einem dritten Weltkrieg und sollte dieser wirklich entfachen wird Deutschland brennen. Ein Interview mit der Michaela ist da völlig überflüssig. KenFm hat mittlerweile so viele Zuseher, man könnte untereinander so viel machen nur muss das organisiert werden und man muss radikaler werden. Warum nicht dazu aufrufen die Banken zu sprengen indem jeder am Monatsanfang sein Konto leer räumt? Das fürchten die doch, das ist doch mit ein Grund für die Bargeldabschaffung, oder mit den 5000 Leuten die bei der Ramstein Demo waren, die Bilderberger Konferenz stürmen, die Polizei dazu bringen zu desertieren. Was wollen die machen uns alle erschießen? Demonstrationen bringen genauso wenig was wie Petitionen, das wird doch immer deutlicher.

  13. da muß man wohl durch, als „aufgeklärter“ kenfm User….

    die Auswüchse unserer Gesellschaft, sollen wohl vollumfänglich aufgezeigt werden.

    nun ja, auch ne Möglichkeit , dass mit hilfe von M.Schäfer zu beleuchten …auweia

    • Es ist interessant wie bei Youtube an den Kommentaren erkennbar ist wie die Zuschauer so drauf sind.
      Da ist bei LeFloid noch eine recht unaufgeklärte junge Zuschauerschaft, bei Jung & Naiv etwas besser, bei KenFM sind im normalfall doch einige nützliche Kommentare und hier könnt ich mich mit den Infos die ich aus manchen Kommentaren ziehe ewig beschäftigen.
      Es kommt natürlich immer aufs Thema an. Sowas wie hier wird sehr schnell runter gemacht, genauso dieses Rebellunionzeug oder Bärensuppe..

  14. „Dennoch macht ihr Job sie „geil“, wie sie sagt, was soviel bedeuten soll, dass sie sich nicht zur Arbeit quält. KenFM sprach mit einer Frau der „Red-Bull-Generation“, die sich in den Kopf gesetzt hat, möglichst extrem zu sein, um dem Milieu, in das sie hineingeboren wurde, zu entfliehen. Sie reagiert damit auf die Folgen des Kapitalismus mit den Mitteln des Kapitalismus. Sie ist Opfer und Täter zugleich. Dafür kassiert und bezahlt sie parallel einen hohen Preis.“
    Opfer? ? Was sollen die Menschen sagen die von Montag bis Samstag hart arbeiten um eventuell 700€ Rente zu erhalten? Das Format ist nicht schlecht, nur die Auswahl und Niveau der Kandidaten lässt gleich stark nach. Wer kommt als nächstes? Katzenberger oder Paris Hilton? Ein Interview mit Dirk Müller oder Sebastian Deisler wären schon von den verschiedenen Perspektiven und Lebensweisen interessant. Nur Beispiele! Passt zwar nicht zu diesem Thema aber liebes KenFM Team, ich vermisse Berichte über Wettermanipulation, RIFD Chip, Krisenvorsoge
    etc. Vielleicht wichtiger als dieser Boulevard Käse. Meine Ansicht!

    • Ja, das mit der Wettermanipulation vermisse ich auch hier. Ist eigentlich das heißeste Thema, weil es absichtlich am sorgfältigsten und gewalttätigsten unter den Teppich gekehrt wird. Wenn ich unseren Himmel sehe, kann ich meines Lebens nicht mehr richtig froh werden!

    • wie bitte wettermanipulation…?!? o.O
      hast du einen Artikel/ YouTube link für mich?
      noch nie was davon gehört, es sei denn, es geht hierbei um chem trails, etc.

    • @ZiSt1989: Schau mal bei „Ken FM im Gespräch mit Matthias Bröcker(die ganze Wahrheit)“ oder einfach gleich bei „Werner Altnickel“ im Netz. Ich fände gut, wenn KenFM den einmal hier interviewen würde.

    • Nährt die CIA Verschwörungstheorien?

      Another example is the array of technologies—often referred to collectively as geoengineering—that potentially could help reverse the warming effects of global climate change. One that has gained my personal attention is stratospheric aerosol injection, or SAI, a method of seeding the stratosphere with particles that can help reflect the sun’s heat, in much the same way that volcanic eruptions do.

      „Ein weiteres Beispiel ist das Technologienfeld, das in seiner Gesamtheit Geo-Engineering genannt wird – welches möglicherweise hilft dazu beizutragen kann, erwärmende Effekte des Klimawandel umzukehren.

      Etwas, das meine persönliche Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist die „Stratosphären-Aerosol-Injektion“ oder SAI, ein Verfahren der Stratophäre Aerosol-Partikel einzuimpfen, welche die Wärme der Sonne im gleicher Weise reflektiert, wie es bei Vulkanausbrüchen der Fall ist.“

      Director Brennan, CIA

  15. Boar ey…..Leute, kommt mal wieder herunter. Das manchen von euch die Sendung BLVD oder Barensuppe nicht mögen ist vollkommen legitim und dass diese hier auch mitgeteilt wird finde Ich auch okay; Nein, sogar wichtig….die Redaktion KENFM ist auf Feedback angewiesen. Aber das einige von euch so echauffiert sind und mit Sanktionen drohen wie z. B. Herr Joachim Schuster, ich zitiere „Ich überlege mir, meinen Dauerauftrag zu löschen. So etwas möchte ich nicht mitfinanzieren.“ oder auch Beleidigungen ausgesprochen werden und dass weil die Redation KENFM etwas neues ausprobiert finde ich schon ziemlich infam und auch perfide.

  16. Was Micaela Schäfer so macht hat mich nie interessiert. Gut fand ich aber, das sie es machen darf und sie es auch gut macht. Nun dieses Interview hier. Aber keine Sekunde langweilig, im Gegenteil, Micaela bezaubert durch ihr frisches und originales Wesen. Hätte ich jetzt nicht erwartet. Erstaunlich auch ihre innere Klarsicht darüber was sie will, und wo sie Chancen für sich sieht. Dazu die innere Freiheit und Stärke, es dann auch tatsächlich anzugehen. Wow.
    Ihre Nacktheit geht über die körperliche Freizügigkeit weit hinaus. Sie zeigt ihre Seele. Das ist verdammt stark. Und wirklich sexy. Das ist A-Klasse. Ich denke, da geht noch sehr viel mehr. Toi, toi dafür und herzlichen Dank für dieses tolle Interview.

  17. Bisher bekamen viele interessante Menschen bei KenFM Gehör, die in anderen Medien wenig Beachtung finden, und die wirklich etwas zu sagen haben. Dieses Interview finde ich nicht nur vollkommen überflüssig, sondern es führt meines Erachtens nach in ein völlig falsche Richtung. Die Welt schenkt den pathologischen Selbstdarstellern genug Aufmerksamkeit und bei KenFm habe ich bisher eine klare Linie gesehen, bei der es um echte Werte geht. Eine Bewegung auf Frieden und Wahrheit hin, braucht den Fokus auf Menschen, die in dieser Hinsicht wirklich etwas zu bieten haben.

    • Naja. Ihr Argument finde ich nachvollziehbar. Andererseits besteht die Gesellschaft in Deutschland, mit allen potenziellen Wählern und Nicht-Wählern auch aus den Menschen die sich u.A. so darstellen wie Micaela Schäfer es tut.

      Sie sieht sich selbst ja in Zusammenhang mit Katzenberger und Lohfink. Da sie zweimal diese erwähnt.

      Aber auch diese Personen werden und wurden in den Medien genug gehyped, also bringt KenFM ( aus meiner Sicht) hier nur weitere Personen ins Rampenlicht, die in diesem System mit Ihrer Art sich zu geben, eben Erfolg hatten und haben.

      Das mag persönlich viele Geschmäcker nicht treffen, aber sollten diese Persönlichkeiten viele Wähler ansprechen, die mitverantwortlich für die aktuelle Politik sind, so erkenne ich schon auch hier eine aufklärende Absicht beim BVLD-Format.

    • Ich fand es mal ganz interessant, mit diesem Interview in eine Szene hineinzuschnuppern, die ich überhaupt nicht kenne und die mir auch gefühlsmäßig völlig fremd ist. Immerhin hat die Dame sich um Aufrichtigkeit bemüht. Erstaunlich finde ich z.B. auch, dass jemand, der selber eher keine Lust auf Sex hat, andere scheinbar aufgeilen kann. Mich stört diese Frau nicht, sie tut mir nichts und lässt sich für etwas bezahlen, was in dieser Gesellschaft anscheinend einen Wert darstellt. Ich sah und hörte ein Stückchen unserer Gesellschaftsrealität. ist doch o.K.

  18. Ich würde gerne meine Antwort auf eine entrüstete Reaktion für alle geltend machen, da dieser Reaktionen einige waren:

    Genau die Meinung hatte ich nach der ersten Folge in der Kai Stuth vorgestellt wurde. Nach dem Motto „Was interessiert mich jemand der beruflich photographiert?“. Hatte die Folge damals auch nicht mehr weitergeguckt nur in der Zeitleiste rumgezippt um zu schauen ob das ganze Interview so ist. Bei dem Interview hier mit der Schäfer kommt der Sinn und Zweck in den Vordergrund. Man braucht einen Menschen der hinter den Kulissen ganz nah mit den boulevardbezogenen Personen arbeitet. Einen Photographen eben. Das Format BLVD 2.0 ist ebenso interessant, weil hier, weder die wichtigen Fragen, noch die wichtigen Antworten klar ausformuliert werden, sondern ein Gesamtbild gezeichnet wird, was ganz gut die Bandbreite des öffentlichen Interesses widerspiegelt. Ich hoffe ich beantworte dir deine Frage, wenn ich den Bezug von BLVD zu übrigen KENianischen Beiträgen verdeutliche. Die üblichen Gesprächspartner von Ken sind meist intellektuelle, eloquente und/oder wissenschaftlich orientierte Menschen. Doch die Interessensgemeinschaft für Frieden und Fairness und Co. sind eben nicht nur oben genannte Personen, sondern eben alle. Nun ist es sinnvoll sich langsam daran zu tasten Zielsetzungen von KenFM Boulevard(zeitungs)fähig zu machen und die Inhalte mit entsprechenden Menschen mit Micaela Schäfer zu verknüpfen. Das Thema an sich ist fast schon trivial, wenn man beobachten kann, wie bestimmte Menschen, die auch vielleicht in einer ganz anderen Welt zu leben scheinen als man selbst, auf bestimmte Themen blicken um Differenzen und kleinste gemeinsame Nenner aus zu loten. Meiner Ansicht nach eine gelungener taktischer Zug für die gemeinschaftsfinanzierte Plattform KenFM. Zum einen, weil dadurch journalistische Optionen geöffnet werden und zum anderen, weil wir mit anderen, verschiedenen Menschen leben und deren Meinungen durchaus anhören sollten, wenn sie exemplarisch für etwas stehen könnten. Ich habe persönlich kein Interesse an der Person M. Schäfer, doch ich habe mit Interesse zugehört und einiges mitgenommen, was die Medienlandschaft durchaus exemplarisch wiedergibt. Ich bin auch NICHT für den vorher geäußerten Vorschlag, ein separates Spendenkonto für BLVD 2.0. einzurichten. Es ist nachvollziehbar, dass man kein Interesse daran hat selbst nachzudenken und sich ,stattdessen, wie bei Galileo mit Informationen berieseln lassen möchte. Man kann sich genug informatives Zeugs reinpfeifen, solange man nicht fähig ist die Informationen selbst zu verallgemeinern und ins Gesamtbild einzufügen, sollte man sich vorerst auch nicht mit komplexen Themen wie Geopolitik auseinander setzen. Das ist absolut nicht beleidigend gemeint. Ich finde solche Beiträge gleichwertig wie jene mit bsp. Jean Ziegler, einfach weil man nur dadurch wirklich sieht wie die Welt draussen ist und womit sich große Teile der Bevölkerung beschäftigen. Nämlich Formate a la Dschungelcamp. Daraus resultieren auch mögliche Ansätze große Teile der Menschen für Gutes zu mobilisieren und sei es durch „Micaelas Nackheit gegen Kinderarbeit“. Wenns klappt?

  19. Frieden ist mehr als keine Waffen
    Wie wollen wir eine friedliche Welt schaffen, wenn die Menschen ihre Seelen verkaufen, um Ruhm und Geld zu erlangen? Wie soll eine hedonistische, materialistische und unmoralische Gesellschaft eine gerechte und friedvolle Zivilisation aufbauen?
    Der Tanz um’s Goldene Kalb bringt nichts weiter als Chaos, Verrohung der Sitten und Verderbnis.
    Ich verstehe nicht, bei allem Respekt vor der Person Michaela Schäfer, wie ein Kanal, der sich um die Ursachen des Krieges, um Aufklärung und Abbau von Vorurteilen bemüht, seinen Zusehern und Unterstützern solche Beiträge vorsetzt.
    Es ärgert und enttäuscht mich. Was kommt als nächstes? Mario Barth blödelt für den Weltfrieden?

    • Ich überlege mir, meinen Dauerauftrag zu löschen. So etwas möchte ich nicht mitfinanzieren.

    • Mir scheint, hier wird versucht, eine Art „Vollprogramm“ mit etlichen unterschiedlichen Formaten zu simulieren. Aber damit wird KenFM überlastet; das ist auf die Dauer nicht durchzuhalten und verärgert Zuschauer. KenFM sollte sich auf die Kernkompetenz konzentrieren, die Arbeit dafür ist sehr wichtig und unverzichtbar.

      Mich persönlich stört auch „Bärensuppe“, die mich irgendwie an die krampfhaft „alternative“ Hippiezeit erinnert. Aber naja, die Geschmäcker sind verschieden.

    • Ich verstehe viele Kommentare hier – allerdings ist die Gewichtung wohl auch persönliche Sache.

      zur Bärensuppe, dem Alternativprojekt von Bilbo Calvez:

      dies bietet eine alternative Sichtweise auf das Thema Geld, bzw. Geldlose Gesellschaft – im Grunde kein so abwegiges Thema, wenn das Geldsystem mit all seinen Veränderungen, Irrungen und Wirrungen, betrachtet wird.

      zum BLVD-Format ,ähnlich wie Patrick es schon formuliert hat:

      Oft sind eher intellektuelle Gesprächspartner im KenFM-Format zu finden.

      Fühlt sich die Masse der Menschen dadurch angesprochen, bzw. weiß diese die Ansichten mancher Soziologen, Ökonomen , Politiker etc. richtig einzuordnen?

      Beim BLVD-Format kommen eben auch die Menschen zu Wort, aus dem Bereich Unterhaltungsindustrie.

      Die haben naturgemäß eine andere Sichtweise auf das Geschehen der Welt, aber auch auf die Art sich in Szene zu setzen. Ein Buchautor, oder Soziologe fragt Ken Jebsen oder Kai Stuht eher seltener „Wie ist ihr Job?“. Bei der Unterhaltungsindustrie kann das durchaus anders kommen.

      Alle die interviewten Personen spiegeln immerhin Teile des Standorts Deutschlands wieder.
      Ist sicher die Frage für manche, ob die es einordnen können.

      Aber: solange wir als Menschen eine Micaela Schäfer ausgrenzen würden und dennoch von Deutschland als Einheit schreiben oder sprechen würden, machten wir den Fehler der Ignoranz.

      Denn all diese Menschen gehören zu Deutschland.

      BLVD könnte ( aus meiner Sicht) auch Flüchtlinge interviewen. Die haben bestimmt auch eine ganz andere Sichtweise auf Deutschland. Aber sie sind auch ein Teil der deutschen Bevölkerung. Und es wäre ebenso verkehrt auch dort zu denken :“Einheit Deutschlands“ aber Flüchtlinge?= Nein Danke.

  20. Ich kannte die nur vom Namen her. Jetzt hab ich auch mal einen visuellen Eindruck. Schöne Frau auf den ersten Blick.
    Ich möchte da nicht urteilen, jedem das Seine. Nur eines sehe ich dabei konsequent negativ: Die sog. „Schönheits-OP’s“.
    Mir ist sofort die seltsame Taubheit der Oberlippe aufgefallen und der unnatürliche Brustansatz. Das stört doch nur, ist doch nicht schön. Ich habe auch den Eindruck, dass diese Art OP’s wirklich süchtig machen und ungesund sind sie sowieso. Ich verstehe nicht, wie man so lieblos gegenüber seinem eigenen Körper sein und immer wieder an ihm herumschnibbeln lassen kann!

    • vielleicht ist mehr die Art der Selbstvermarktung gefragt: was verkauft sich besser?

      Und da zählt vielleicht das, was Sie als unschön empfinden.

      Gibt es bei Bodybuildern ebenso. Spritzen sich ständig Steroide und ähnliches… teilweise mit massiven körperlichen Einbussen, aber… „wer schön sein will…“

    • @Demo, naja, das ist mir schon alles klar! Ich gebe hier meine persönliche Meinung und Kritik wieder und das ist es halt, was mich an dieser Szene stört: die Ignoranz gegenüber dem eigenen Körper. Halten Sie mich für bescheuert, oder was?

  21. habe 25 sek. gesehen, danke reicht.
    was soll das? wenn mich solche themen interessieren, suche ich andere seiten auf. (mache ich aber nicht, denn das ist sooo unwichtig ^^)
    leute, läuft das unter „meinungsvielfalt“?

    verzettelt euch nicht!

    • Ich habe es bis Minute 1:16 geschafft !
      Dieses Kontrastprogramm ist mir zu heftig.

    • ich verstehe BLVd als Format bisher so, dass die Unterhaltungsindustrie in möglichst vielen Facetten dargestellt wird.

      Unterhaltungsindustrie:

      – Radsport
      – Sex
      – vielleicht demnächst Whatsapp/ Google/ Facebook? oder ähnliches?

      vielleicht demnächst noch andere, bekannte Persönlichkeiten.

      In den Interviews mit Kai Stuht kommt mehr der persönliche Kontakt ( das „Du“) zu den Persönlichkeiten im Gesprächskontakt.

      Bei Ken Jebsen ( vermutlich) eher das Sie und schätzungsweise eher der Bezug zu Politik und anderen Themen in den Fokus.

      Ein alternatives Format. Den Ansatz finde ich bisher gut, weil er eben auch einen Teil der Bevölkerung abbildet, die politisch relevant.

      Relevant was die Wählerschaft angeht, oder auch was die Ablenkungsmöglichkeiten von der Politk ( Unterhaltungsindustrie als Ablenkung) angeht.

    • Genau die Meinung hatte ich nach der ersten Folge in der Kai Stuth vorgestellt wurde. Nach dem Motto „Was interessiert mich jemand der beruflich photographiert?“. Hatte die Folge damals auch nicht mehr weitergeguckt nur in der Zeitleiste rumgezippt um zu schauen ob das ganze Interview so ist. Bei dem Interview hier mit der Schäfer kommt der Sinn und Zweck in den Vordergrund. Man braucht einen Menschen der hinter den Kulissen ganz nah mit den boulevardbezogenen Personen arbeitet. Einen Photographen eben. Das Format BLVD 2.0 ist ebenso interessant, weil hier, weder die wichtigen Fragen, noch die wichtigen Antworten klar ausformuliert werden, sondern ein Gesamtbild gezeichnet wird, was ganz gut die Bandbreite des öffentlichen Interesses widerspiegelt. Ich hoffe ich beantworte dir deine Frage, wenn ich den Bezug von BLVD zu übrigen KENianischen Beiträgen verdeutliche. Die üblichen Gesprächspartner von Ken sind meist intellektuelle, eloquente und/oder wissenschaftlich orientierte Menschen. Doch die Interessensgemeinschaft für Frieden und Fairness und Co. sind eben nicht nur oben genannte Personen, sondern eben alle. Nun ist es sinnvoll sich langsam daran zu tasten Zielsetzungen von KenFM Boulevard(zeitungs)fähig zu machen und die Inhalte mit entsprechenden Menschen mit Micaela Schäfer zu verknüpfen. Das Thema an sich ist fast schon trivial, wenn man beobachten kann, wie bestimmte Menschen, die auch vielleicht in einer ganz anderen Welt zu leben scheinen als man selbst, auf bestimmte Themen blicken um Differenzen und kleinste gemeinsame Nenner aus zu loten. Meiner Ansicht nach eine gelungener taktischer Zug für die gemeinschaftsfinanzierte Plattform KenFM. Zum einen, weil dadurch journalistische Optionen geöffnet werden und zum anderen, weil wir mit anderen, verschiedenen Menschen leben und deren Meinungen durchaus anhören sollten, wenn sie exemplarisch für etwas stehen könnten. Ich habe persönlich kein Interesse an der Person M. Schäfer, doch ich habe mit Interesse zugehört und einiges mitgenommen, was die Medienlandschaft durchaus exemplarisch wiedergibt. Ich bin auch NICHT für den vorher geäußerten Vorschlag, ein separates Spendenkonto für BLVD 2.0. einzurichten. Es ist nachvollziehbar, dass man kein Interesse daran hat selbst nachzudenken und sich ,stattdessen, wie bei Galileo mit Informationen berieseln lassen möchte. Man kann sich genug informatives Zeugs reinpfeifen, solange man nicht fähig ist die Informationen selbst zu verallgemeinern und ins Gesamtbild einzufügen, sollte man sich vorerst auch nicht mit komplexen Themen wie Geopolitik auseinander setzen. Das ist absolut nicht beleidigend gemeint. Ich finde solche Beiträge gleichwertig wie jene mit bsp. Jean Ziegler, einfach weil man nur dadurch wirklich sieht wie die Welt draussen ist und womit sich große Teile der Bevölkerung beschäftigen. Nämlich Formate a la Dschungelcamp. Daraus resultieren auch mögliche Ansätze große Teile der Menschen für Gutes zu mobilisieren und sei es durch „Micaelas Nackheit gegen Kinderarbeit“. Wenns klappt?

  22. Es kann vieles zu diesem Thema „Selbstvermarktung“ genannt werden.

    Ich werde auf die Themenaspekte „Belanglosigkeit“ innerhalb der Gesellschaft eingehen, die gerade auf vielen Ebenen langfristig zu Verdummungen führen können.

    Zunächst zum Thema Selbstvermarktung: lässt sich ideal auch auf das Thema Micaela Schäfer anwenden:

    Prof. Peter Kruse: Resonanzen aufbauen
    ab :0:02:
    “ wenn ich hingehe und mit einem unternehmerischen Geist mir Werteassoziation in der Gesesellschaft aussuche und darauf einschwinge. Wenn ich zum Bespiel die Verbindung zwischen Sporthype und Mode einmal erkannt habe, dann kann ich durch das erzeugen von Sporthypes Mode verkaufen. Dann springe ich auf einen Zug, der bereits fährt.“

    ab 1:20: “ Wenn ich also jetzt was bewegen will, muss ich mich nur fragen: was sind die Resonanzfähigen Punkte in diesem System? Und wenn ich dann in der Lage bin, diese Resonanzen in die Aufschaukelung zu bringen, bekomme ich einen Lawineneffekt. Und dieser Lawineneffekt ist real. Er wird manchmal inzwischen für völligen Unfug benutzt.“

    https://www.youtube.com/watch?v=Q3RIAO2KUHg

    Und Micaela Schäfer hat sich eben für die Darstellung der Nacktheit als resonanzfähiger Punkt im System entschieden.

    Im Interview wird auch auf Facebook, bzw. Smartphones , belangloses Schreiben und Flirten verwiesen:

    Hier nun ein Beispiel, wie Internet- und Smartphonenutzung gerade bewertet, analysiert und missbraucht werden kann und wird:

    Manfred Spitzer, Cyberkrank!

    https://www.youtube.com/watch?v=5k6whmt_FSM

    Auch wird im folgenden Beispiel deutlich, dass die Jugendlichen durch eine erhöhte Nutzung des Internets Verhaltensänderungen erleben können:

    Die übermäßige Nutzung virtueller Netzwerke kann zur Verarmung sozialer Kompetenzen und einer verschobenen Realitätswahrnehmung führen. Gefährdet sind vor allem Jugendliche.

    Die Profilbilder der meisten „Facebook“- Nutzer sollen dem Betrachter ein permanent glückliches und zufriedenes Leben suggerieren. Das ist das Ergebnis einer US-Studie.

    Die Kehrseiten der virtuellen Welt werden laut Psychologe Dr. Lars Satow dabei oft vernachlässigt: „Gerade bei jungen Menschen kann es passieren, dass sie das echte soziale Leben vernachlässigen. Im Internet haben sie tausend Freunde, in Wirklichkeit sind sie aber allein.“
    Virtuelle Community macht süchtig

    Dr. Satow, Diplom-Psychologe und Social-Media-Experte, betreibt eine kostenfreie Beratungsstelle im Netz, die sich auch mit den Auswirkungen sozialer Netzwerke auseinandersetzt. „Einige Nutzer verbringen so viel Zeit auf ‚Facebook‘, dass sie Probleme in anderen Bereichen des Lebens bekommen, zum Beispiel in der Schule oder am Arbeitsplatz“, erklärt Satow. Dabei gibt es nicht nur im realen Leben Anlaufstellen, auch im Internet gibt es Hilfsangebote. Auf „Psychomeda.de“ können sich Betroffene zum Beispiel kostenlos und anonym psychologisch beraten lassen.

    Heranwachsende „Facebook“-Nutzer agieren laut Psychologe Dr. Satow häufig unvorsichtig mit ihren Daten: „Gerade junge Menschen machen sich oft keine Gedanken darüber. Sie geben private Informationen über sich preis, die sich später vielleicht einmal negativ auf ihr Leben auswirken können.“

    Online-Profile zur Selbstinszenierung

    „’Facebook‘ ist auch eine Plattform für Selbstdarsteller. Die meisten Menschen versuchen in sozialen Netzwerken einen guten Eindruck zu hinterlassen und stellen sich als aktiv, gut gelaunt, interessant und gebildet dar“, erklärt Dr. Satow. „Für jemanden, der das nicht durchschaut, kann der Eindruck entstehen, dass er der letzte normale Mensch auf der Welt sei.“ Viele Nutzer würden ganz genau überlegen, wie sie sich im Internet inszenieren, weiß der Psychologe: „Profile werden von den Nutzern meistens bewusst gestaltet. Sie sagen daher vor allem etwas darüber aus, wer man gerne sein möchte.“

    http://medien-mittweida.de/facebook-psychologie-jugend-unsozial/

    Hier auch noch ein weiteres Beispiel dafür, wie häufige Smartphonenutzung Nebenwirkungen erzeugen kann:

    Nebenwirkung von Smartphone, Facebook und Co. | 31.05.2016 | kla.tv

    https://www.youtube.com/watch?v=ObS4mJnOkDk

    Ergänzend:

    Die Oberflächlichkeitsfalle – Wider die Belanglosigkeit

    Die Gesellschaft wird immer oberflächlicher, behaupten viele. Doch was meinen diese Menschen eigentlich mit diesem Urteil? Was ist Oberflächlichkeit überhaupt? Der Gentleman-Blog sucht Antworten und geht der Frage nach, wieviel Tiefgang sein muss und sein kann.
    Was ist Oberflächlichkeit?

    Viele Menschen kritisieren immer wieder die angebliche Oberflächlichkeit unserer heutigen Gesellschaft. Doch was bedeutet Oberflächlichkeit überhaupt und auf welche Art und Weise äußert sie sich? Wie bereits die Wortherkunft verrät, zentrieren sich oberflächliche Gespräche lediglich auf Äußerlichkeiten und gehen nicht in die Tiefe, sie trauen sich einfach nicht unter die Oberfläche der Dinge vorzudringen. Gleichzeitig erfolgt die thematische Behandlung einer Fragestellung nur kurz und wenig ausdauernd, die Mühe einer anstrengenden Analyse wird gescheut. Die Standpunkte und Argumente sind ausgewogen, wie die Schlagzeilen in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben. Und bei der Urteilsbildung über Mitmenschen sind Aussehen und Kleidung die wesentlichen Faktoren.
    Oberflächlichkeit gehört zum Leben

    Fairerweise muss festgestellt werden, dass Oberflächlichkeit zum Leben gehört und unserer Spezies erhebliche Vorteile bringt, nämlich Zeit- und Energieersparnis. Der Tag hat nur 24 Stunden, und es ist uns unmöglich, jedes Kantinenessen und jede Zugfahrt in eine Philosophie AG zu verwandeln. Wir können nicht bei jedem Menschen unter die Oberfläche vordringen und bis zu seinem tiefsten Seelengrund tauchen. Auch Parties, Events, Musikkonzerte oder Stehempfänge sind nicht unbedigt die passende Gelegenheit, um auf Teufel komm raus, nachdenkliche Dialoge zu führen. Hier steht das schnelle Beschnuppern und gegenseitigige Abklopfen unterschiedlicher Personen im Vordergrund. Sogar die tiefsinnigsten Menschen werden an diesem Orten keine Gespräche über den Sinn des Lebens erwarten. Nachdenklich sollten Sie erst werden, wenn der Tiefgang in Gesprächen und Begegnungen auch im engen Freundes- oder Familienkreis verloren geht. Doch woran erkennt man diese ungesunde Schieflage der Gesprächskultur?
    Indikatoren für oberflächliche Gespräche und Beziehungen

    Kritisch wird es, wenn für „schwierige“ Themen wie Ängste, Sorgen und Gefühle scheinbar kein Platz mehr vorhanden ist. Wenn Nachfragen über die Befindlichkeit des Anderen ausbleiben oder zur reinen Floskel verkommen. Wenn klar wird, dass der Gesprächspartner sich gar nicht die Mühe macht, das Wesen des Anderen kennenlernen zu können. Sie erzählen von der Krankheit Ihres Vaters, Ihr Gegenüber nickt kurz und thematisiert dann seine Vorliebe für Hasenrücken. Sie sprechen über persönliche Schwierigkeiten im Job und Ihr Gesprächspartner bleibt stumm und schaut ins Leere. Auch die Wahl der Themen ist ein guter Bla-Bla-Indikator. Wird vornehmlich über Fernsehsendungen, Prominente, Autos, Computer, Mobiltelefone, Kleidungsstücke oder Klatsch gesprochen, kann keine Atmosphäre für ernsthaften Austausch entstehen. Weitere Alarmsignale: gelangweiltes Herumspielen auf dem Smartphone oder ein nebenbei plärrendes Fernseh- oder Radiogerät, von dem der Blick des Gesprächpartners nicht weichen will.
    Wie oberflächlich darf ein Gentleman sein?

    Auch ein Gentleman kann nicht jeden Mitmenschen in aller Tiefe ergründen. Trotzdem sollte sich ein Gentleman eine erhöhte Sensibilität für die Gefühlslage seiner Mitmenschen erhalten. Gibt das Gegenüber klar zu erkennen, dass es eine schwierige Lebenssituation durchläuft, ist es unverzeihlich einfach auf Banalitäten umzuschalten und munter weiter zu schnattern. Hier gilt es Menschlichkeit zu zeigen, auch wenn es nicht der bequemste Weg ist. Dieses Eingehen auf das Gegenüber sollte sich proportional zu der Bedeutung intensivieren, die ein Mensch in unserem Leben innehat. Gerade unter engen Freunden und in der Familie werden oft wunderbare Chancen für tiefgehende Gespräche zugunsten von banalem Geplapper und kleinlichem Gezänk vergeben. Schade, ist unsere gemeinsame Zeit doch sehr begrenzt, wie wir in der Rückschau meist schmerzlich feststellen müssen. Diese schmerzliche Erkenntnis sollte motivieren, sich nicht um schwierige Gespräche zu drücken. Wichtig sind stets Zuhören und taktolles Nachfragen. Es lohnt sich, denn es eröffnet die Chance auf eine für beide Gesprächspartner bereichernde Begegnung.

    http://www.gentleman-blog.de/2012/10/08/oberflaechlichkeit/

    Was passiert nun mit einer Gesellschaft, die mit der jungen Generation in einer Belanglosigkeit von versendeten Smartphonenachrichten, Selbstdarstellung, Selbstvermarktung und belanglosem Flirten wie belanglosem Sex konfrontiert wird?

    Sie wird immer stärker abstumpfen. Immer dumpfer wahrnehmen. Immer beliebiger kommunizieren. Immer leichter steuerbar von denen werden, die sehr wohl noch ein Wertebewusstsein und Wertesystem haben und verteidigen.

    Das passiert und wird weiter geschehen.

    Wenn Micaela Schäfer dort eine Nische zur Selbstverwirklichung gefunden hat, ist das für Sie persönlich ein Erfolg, der zu begrüssen ist – weil sie sich selbst verwirklichen konnte.

    Was die Struktur der Gesellschaft angeht, so wird diese auf längere Sicht stärker verschwimmen. Die Exklusivität geht verloren. Das persönliche „Teilen“ von Dingen mit nur einem Menschen wird schwieriger werden, wenn eine Gesellschaft zunehmend stärker in die „Facebook“-Gemeinschaft, oder Whatsapp-Gruppe hineingeboren wird.

    Prof. Manfred Spitzer beschreibt dies in vielen Büchern und Vorträgen ausführlicher.
    Prof. Kruse beschreibt in seinen Vorträgen, wie sehr die Aufschaukelungsphänomen innerhalb von Massen möglich sind.

    Es bleibt die Frage offen, ob es den Menschen möglich ist, sich selber noch viel mehr für die Tiefe zu begeistern.

    Micaela Schäfer hat zwar über ihr Business, ihre Selbstvermarktung gesprochen – das belangloser Sex und auch Jugendsex von Politikern für sie in Ordnung ist – aber die wirkliche Tiefe, das wirkliche Berührtwerden – sich angesprochen fühlen, in der Tiefe mit der Welt verbunden sein – das konnte selbst dieses Interview nicht leisten ( aus meiner Sicht).

    Da blieb es eine detaillierte Beschreibung des Business, eine offenkundig erfolgreiche Selbstvermarktung, eine Akzeptanz und Würdigung der digitalen und emotionalen Belanglosigkeit.

    „Dschungelcamp“ lebt doch eher von der Konträrfaszination , d.h.: ich versetze mich in die Lage des anderen, empfinde bei manchen Aufgaben Ekel – aber schaue aus dem Grund hin, weil es so gegenteilig vom eigenen Leben ist.

    “Die Sexindustrie funktioniert nach dem Vorbild der Fast Food-Industrie”

    Ausdehnung der Sexindustrie

    Mit Slogans wie „Die Ukraine ist kein Bordell“ und „Sexismus ist Sklaverei“ demonstrierte Femen im Vorfeld und während der Europameisterschaft. Brutale Einschüchterungsversuche und Gefängnisaufenthalte waren für einige Mitglieder die Konsequenz ihrer Aktionen.

    Shevchenko beobachtete im Vorfeld der EM eine Ausdehnung der Sexindustrie: „Vor der Meisterschaft wurden viele neue Bordelle mit englischer Werbung für die Touristen eröffnet. Die Sexindustrie funktioniert nach dem Vorbild der Fast Food-Industrie, es ist billig, leicht verfügbar und überall erhältlich.“

    http://www.euractiv.de/section/ukraine-und-eu/news/die-sexindustrie-funktioniert-nach-dem-vorbild-der-fast-food-industrie/

    Und das passiert eben auch bei Belanglosigkeit. Das Thema Ernährung, Konsum ebenso wie Sex – wenn alles belanglos wird… stumpft es eben ab.

    1. Wirtschaftliche und soziale Gründe der Prostitution in Asien

    Lin Lean Lim

    Ich möchte Ihnen zunächst einige Gründe für die Entstehung meines Buches „The Sex Sector: The economic and social bases of Prostitution in Southeast Asia“ erläutern, bevor ich anschließend einige der wichtigsten Ergebnisse unserer Arbeit darlegen werde.

    Prostitution ein Sektor der Volkswirtschaft

    Ich tue dies, weil ein wichtiger Punkt in der Debatte über das Buch die Frage gewesen ist, warum wir die Prostitution einen volkswirtschaftlichen Sektor genannt haben. Der Vorwurf war, daß wir Prostitution durch diese Bezeichnung legalisieren würden. Um das zu erklären, lassen Sie mich zurückgreifen und ihnen berichten, warum diese Studie, die sich über vier Länder erstreckt, überhaupt durchgeführt wurde. Ich arbeitete bereits mehrere Jahre im Bangkoker Büro der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und so war es nur natürlich, daß ich mich für die Frage der Prostitution zu interessieren begann.

    Daß die Wahl auf die vier Länder fiel (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand), bedeutet nicht, daß nur diese Länder ein ernstes Problem mit der Prostitution haben. Es bedeutet auch nicht, daß diese Staaten in irgendeiner Weise ein besonders befremdliches ökonomisches, soziales oder politisches System aufweisen. Das Problem der Prostitution ist – wie wir alle wissen, ein weltweites und wir hofften, daß wir, wenn wir dieses Thema in einigen Ländern genauer untersuchen, dazu beitragen können, größere Probleme zu erhellen. Ich hatte besonderes Glück mit meinen Kollegen in den vier Ländern, die alle sehr interessiert an dem Problem waren und die die Veröffentlichung erst ermöglicht haben.

    http://library.fes.de/fulltext/iez/00742.htm

    Was auch passiert, wenn Belanglosigkeit stärker einzieht:

    McDonald’s Burger Besteht Aus Fettpaste und Ammoniak – Verliert Gerichtsverfahren gegen Starkoch Jamie Oliver

    Giftmischer McDonald´s: „Fleisch“ in Burgern besteht aus Fettpaste und Ammoniak – prominenter englischer Koch gewinnt spektakuläres Gerichtsverfahren gegen Fastfood-Giganten! Auch deutsche Restaurants betroffen.

    Der prominente Koch Jamie Oliver hat gegen McDonald´s ein Gerichtsverfahren gewonnen, in dem er bewies, dass die Fast Food Kette anstatt Fleisch – Fett und Ammoniak – verwendet. Das ist keine Nahrung. Der Chefkoch öffnete die erschreckende Wahrheit darüber, was in Wirklichkeit in die „leckeren“ Hamburger und Nuggets reinkommt. Nach den Aussagen von Jamie darf man das, was McDonald´s serviert nicht als Nahrung bezeichnen.

    ….

    http://derwaechter.net/mcdonalds-burger-besteht-aus-fettpaste-und-ammonika-verliert-gerichtsverfahren-gegen-starkoch-jamie-oliver

    Je belangloser, unverbindlicher ( dank chats, messages mit vielen Männern/ Frauen gleichzeitig) die Kommunikation und der Konsum wird – auch durch und in der Sexindustrie – umso mehr steuerbarer, belangloser und willfähriger wird die Gesellschaft.

    Ich hoffe, dass Ken Jebsen im Gespräch mit Micaela Schäfer diese Punkte auch ansprechen wird – denn Belanglosigkeit ist keine gute Entwicklung. Sie ist vergleichbar mit einigen Zügen der Dekandenz.

    02.08.14
    Wie Roms Untergang den Weg in die Zukunft weist

    Dekadenz, Migranten, Elitenversagen: Die Gründe für das Ende Roms lesen sich wie Zustandsanalysen der Gegenwart. Jetzt hat Alexander Demandt seine Sammlung von Untergangsszenarien überarbeitet.

    Das Römische Weltreich war das dauerhafteste politische Gebilde, das die Menschheit bislang hervorgebracht hat. Von den Siegen über Karthago und die hellenistischen Könige um 200 v. Chr. bis zur Absetzung des letzten weströmischen Kaisers 476 sind es fast 700 Jahre, bis zum Zusammenbruch des von Justinian restaurierten Imperiums mehr als 800 Jahre, in denen Rom der Maßstab für Macht, Kultur und Zivilisation war. Wenn seitdem über Aufstieg und Fall großer Mächte nachgedacht wurde und wird, steht daher immer der Fall Roms Pate.

    „Der Fall Roms“ nannte Alexander Demandt 1984 ein Buch, das für Furore sorgte. Auf mehr als 600 Seiten fasste der Berliner Althistoriker die Vorstellungen zusammen, mit der Menschen diesen welthistorischen Vorgang zu erklären versucht haben: „Die Auflösung des römischen Reichs im Urteil der Nachwelt“, so der Untertitel, präsentierte unterschiedlichste Ansätze: Was einige das „interessanteste Problem der Geschichtswissenschaft“ nannten, war für andere das „schlimmste Unglück“ oder „der glänzendste Triumph“. Allerdings: Ohne Superlativ ging es nicht.

    Die merkwürdige Karriere von Demandts Buch erklärt, was die Nachwelt am Fall Roms vor allem interessiert: die Suche nach Hinweisen auf das eigene Schicksal. Ging Rom an der eigenen Dekadenz, an Naturkatastrophen, an Invasionen zugrunde – stets waren und sind die Antworten Spiegel, in denen sich nachfolgende Epochen Antworten auf ihren eigenen Werdegang suchen.

    http://www.welt.de/geschichte/article130797844/Wie-Roms-Untergang-den-Weg-in-die-Zukunft-weist.html

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