BLVD 2.1 – Micaela Schäfer im Gespräch mit Ken Jebsen

Wie erreicht die KenFM-Redaktion BILD-Leser oder RTL-Zuschauer, UND: ist das überhaupt erstrebenswert?

Wir denken, es ist notwendig, denn nur, wer in einer Demokratie auch die Straße erreicht, nimmt seine Verantwortung als Journalist wirklich ernst.

Viele Kollegen sprechen über die Boulevard-Zuschauer auch dann mit Arroganz, wenn sie von ihnen leben, sprich wenn sie tagtäglich deren Programm zusammentrashen. Wer einmal dabei war, wie bei TV-Produktionsparties von den Machern über das Publikum gesprochen wird, weiß, dass „Menschenmüll“ noch der harmloseste Ausdruck ist, der dort für die Zielgruppe benutzt wird.

Die Zielgruppe von KenFM bleibt der Mensch. Wir können Menschen, die nie die Chance hatten, Zugang zu echter Bildung zu bekommen, nicht vorwerfen, zu ungebildet für die Demokratie zu sein. Sie sind das Opfer eines Systems, das gar kein Interesse an gebildeten Bürgern hat.

Bildung ist der Schlüssel. Er führt heraus aus einem Gefängnis, das die Insassen durch Konsum gefügig macht.

Der Bild-Leser oder RTL-Zuschauer wird auch KenFM-Inhalte begreifen und sich für sie interessieren, wenn wir ihn langsam an die Materie heranführen. Die Frage ist: Wie?

Wir denken, da gibt es nur einen Weg. Wir müssen erst anfangen, ihm Personen vorzustellen, die er aus seinen Medien kennt und bei uns wieder erkennt. Die Chance, dass er auf unserem Portal auf Inhalte stößt, die seine Neugier wecken und seinen Horizont erweitern, ist groß. Vielleicht wird er erwachen, sich mit Bildung selber befreien. Um diese Menschen geht es uns. KenFM-BLVD ist der Versuch, vor allem die Unterschicht als das zu sehen, was sie ist. Ein Opfer. Gerade die Medien tragen hier eine nicht geringe Mitschuld.

Wer sich abfällig über diese Medien- und System-Opfer äußert, weil der eigene Anspruch nicht erfüllt wird, ist arrogant und hat ein übles Menschenbild. Man muss die Menschen da abholen, wo sie sind, und man darf sich nie über sie erheben. Es sind Menschen. Menschen haben das Recht, das man ihnen aufhilft und auf Augenhöhe begegnet. Journalismus, wie wir ihn verstehen, ist nicht ohne Humanismus zu haben.

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„Ich bin der Boss“

Michaela Schäfer ist eine Vermarktungsmaschine. Ihr Produkt ist ihr Körper. Neun Schönheits-OP´s hat sie bereits hinter sich aber nur ein Ziel. Noch bevor sie 40 ist will, sie nicht mehr arbeiten müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, gönnte sich das „Nacktmodell“ keinen Tag Urlaub. „Ich bin ein Workaholic“, sagt sie von sich selber. Und sparsam ist sie auch. Jeden Cent, den die öffentliche Person Schäfer verdient, investiert sie in Immobilien. Mit den Mieteinnahmen soll das spätere Leben dann finanziert werde.

Sie weiß um ihr Image als Sexsymbol, bezeichnet sich selber aber als Sexmuffel. Sie mag Tiere und Kinder. Micaela Schäfer ist nach eigenem Verständnis vor allem Geschäftsfrau und würde sich nie in die Abhängigkeit eines Mannes begeben.

Die Boulevard-Welt, in der sie ihr Geld verdient, lebt von Voyeurismus der Massenmedien zu denen längt auch die Sozialen Netzwerke gehören. Wenn Michaela Schäfer privat vor die Tür geht, verkeidet sie sich bis zu Unkenntlichkeit, um nicht permanent für Selfies zur Verfügung stehen zu müssen.

Dennoch macht ihr Job sie „geil“ wie sie sagt , was soviel bedeuten soll, dass sie sich nicht zur Arbeit quält. KenFM sprach mit einer Frau der Red Bull-Generation, die sich in den Kopf gesetzt hat, möglichst extrem zu sein, um dem Milieu, in das sie hineingeboren wurde, zu entfliehen. Sie reagiert damit auf die Folgen des Kapitalismus mit den Mitteln des Kapitalismus. Sie ist Oper und Täter zugleich. Sie kassiert und bezahlt parallel einen hohen Preis.

Wir bewerten das nicht. Wir bilden das ab.

91 Kommentare zu: “BLVD 2.1 – Micaela Schäfer im Gespräch mit Ken Jebsen

  1. Nun im Anschluß an meinen Kommentar zum anderen Film mit ihr, ich fand dies ist ein Interssantes, gutes und sogar relativ wichtes Interview. Da fand ich das mit Jan Ulrich und anderen eher schrecklich irrelevant.
    Frau Schäfer wird angenehm offen und ehrlich, alleine das macht es schon sehr angenehm. Sie scheint auch an sich kein Dummerchen zu sein. Allerdings fehlt ihr ein eigendständiger Blick auf die die Dinge.
    Sie erscheint ein extrem geprägter Mensch zu sein, hält das was sie tut für eher etwas ungewöhnlich, dabei ist es das gewöhnlich in Person. Ich empfand sie als sehr symphatisch.

    Wichtig ist dieses Interview, da es schon einige Dinge aufzeigt. Ein Mensch der an sich offen sagt welche Dinge ihm wichtig erscheinen und die die natürlich sind (nicht normal, sondern natürlich). Ob Liebe, Sicherheit, Familie… Da kommen schon tolle Dinge. Sicher, viele Dinge sind extremst subjektiv, nicht nur der Teil mit den Männern.
    Nur hier sieht man einen offenen, ehrlichen, ich würde fast sagen liebevollen bzw. empfindsamen Menschen, der leider nicht mal die aller geringste Ahnung hat, das alles was sie tut nicht im geringsten dahin wirkt. Und ihm gegenteil alles eher verschlimmert. Sie hilft eher die Menschen weiter in Dummheit zu halten (ohne das sie es merkt), denkt Kapitalinvestitonen sind etwas gutes (Kapital, Mieteinnahmen, das sind ja alles Einnahmen zu Lasten der Arbeitenden. Also Leistung zu Reich.) Und so weiter und so weiter.

    Dabei ist das Naive und das Desintersse ein tolles Beispiel wie die Masse der Menschen denkt und handelt. Sie hat sich extrem verdummen lassen und zeigt kein Intersse das zu ändern. Reist damit andere mit sich.
    Dabei ist sie an sich von den beiden Gesprächen her ein sehr angenehmer Mensch. Ein bemühter, einer der an sich viel natürlicher ist, als es die Meißten sind. Es würde mich nicht mal wünschen, wenn sie natürlicher und ehrlicher (auch zu sich selbst) ist, als es viele der KenFM-Leser-Hörer sind.

    Ich fand es ein wenig amüsant, als Ken Jebsen sagte, er wußte nicht mal wer sie ist. Hihi. Bevor ich die Filme ansah, schrieb ich Gleiches als Kommentar zum anderen Video.

    Also, zwar würde ich die bisherigen Interviewpartner als wenig relevant für die Aufklärung bezeichen, allerdings als Beispiel sind sie doch gute Interviewpartner.

    Manchmal denke ich, man müßte Co-Moderator sein oder so was um hin und wieder mal was zuzuflüstern oder so wie diese „Augstein-Blome“-Sendung hinter her in der Art mal über Sendungen und Themen sprechen. Natürlich dann eher auf….KenFM oder Wissensmanufaktur-Nivea. Ach ja, ich bin einer der „sozialen Unterschicht“ ich kann das ja an sich gar nicht beurteilen.

    Und lieber Ken, mein unbekannter virtueller Freund 😉 ein sehr entspanntes ruhiges Klima…. Sehr ruhig waren Sie. Langsam. Es wirkte ein wenig… neugierig, was ist das… so…. widersprüchlich die Frau. Das was man bei ihr „empfindet“ und das was sie tut / denkt… so …. unpassend. Meine kurze Aussage dazu.

  2. In der Retrospektive versteh ich, warum Ken das Interview gemacht hat. Aber leider wenig relevant. Man sieht schon recht schnell, dass Frau Schäfer mit einem sehr engen Lichtkegel durch die Welt geht. Möglich dass sie sich dadurch mehr auf sich selbst konzentrieren kann, aber die Wahrnehmung für die Umwelt ist doch sehr eingeschränkt.

    Vielleicht würde sie sich in der Tat mit Angela Merkel sehr gut verstehen. Die ist auch dafür bekannt, dass die Wahrnehmung der Oberflächlichkeit einer sehr schwachen Taschenlampe entspricht.

  3. Wunderbar Ken, Ihr Interview mit Frau Schäfer! Wenn es mich nicht an manchen Stellen nachdenklich gestimmt hätte,
    hätte ich durchweg schmunzeln müssen. Zum Schluss jedoch, hatte ich nur noch Mitleid mit Frau Schäfer, die sich als Paradiesvogel selbst einen goldenen Käfig erschaffen hat und wahrscheinlich bis ans Ende ihrer Tage, ihrem Wunsch nach einem „normalen“ Leben hinterher rennt.
    Ganz besonders erstaunt hat mich das „männerfeindliche“ Bild von Frau Schäfer, dass ausschliesslich alle Männer schwanzgesteuert sind.
    Dabei muss selbst ich, als heterosexuelles weibliches Wesen gestehen, dass ich bei Frau Schäfer „neidvoll“ und zuallererst auf ihre prall gefüllten Brüste schiele – die sie ausschliesslich jedem vor die Nase hält – bevor ich ihr in die Augen schaue.
    Vielleicht ist diese Offenherzigkeit auch nur ein Ablenkungsmanöver, bevor ein nicht schwanzgesteuerter Mann auf die Idee kommen könnte, mit ihr ein geistreiches Gespräch führen zu wollen!
    Diese Taktik nennt man in der Politik „verdeckte Kriegsführung“ und damit zeigt sich mir eine gewisse Ähnlichkeit mit „unserer“ Kanzlerin Merkel. Und nun erstaunt es mich auch nicht mehr, dass Frau Schäfer „unsere“ Mutti Merkel so sympathisch findet. Wen interessiert es da noch, welche Politik die gute Frau Merkel betreibt!?! Zum Schluss aber bleibt zu sagen, dass Frau Schäfer – auch nach unzählig vielen Schönheits-OP`s – einen erfrischend natürlicheren, sympathischeren und „normaleren“ Eindruck hinterlässt , als so manche Politikerin in unserem Lande.

  4. Für mich gibt es keinen Grund, in irgeneiner Weise abfällig auf Frau Schäfer herabzublicken. Die Disziplin und Zielstrebigkeit, mit der sie ihre Einkünfte erzielt und ihre Zukunftspläne verfolgt, sind gewiss ehrenwert, zumal sie mit ihrer Arbeit niemand Drittem schadet (was nicht jeder Arbeitnehmer in Deutschland von sich behaupten kann). Ihr offenkundiges Desinteresse für (Geo-)Politik teilt sie vermutlich mit der Mehrheit der stimmberechtigten deutschen Bevölkerung. Dies zeigt also nur, wie viel Informations- und Überzeugungsarbeit noch bevorsteht, um die aktuellen gesellschaftlichen Denkstrukturen zu „entkrusten“. Mich persönlich hätte bei diesem kontrastreichen Interview noch als Fragestellung interessiert, ob und ggf. unter welchen Bedingungen sich Frau Schäfer einem zukünftigen Engagement im Humanistischen Sinne vorstellen könne. Die geplante Elternschaft und die Zukunft der eigenen Kinder wäre ein guter Aufhänger für diese Frage gewesen.

    Ich wünsche dem BLVD-Format den erhofften Erfolg. Je nach Auswahl der Interviewpartner ist es für Viele – wie auch für mich – sicher über weite Strecken spannend und unterhaltsam.

    • Abfällig sollte man auf Frau Schäfter wirklich nicht schauen. Eher im Gegenteil, ihre Offenheit ist eher beispielhaft.

      Das sie allerdings Niemanden schadet ist komplett falsch, einseitig, und naiv. Es ist sehr schädlich für „die Gesellschaft“. Nicht das ausziehen, das ist eher natürlich. Es sind ihr Beispiel für Dummehei und das asoziale wirtschaftliche Verhalten. An sich gehört auch sie zu den jenigen welche nicht das geringste „sinnvolle“ bzw. „naturelle“ materielle oder imaterielle leistet.

      Auch wenn sie sparsam ist, gar nicht so viel an Einkommen zu haben scheint, bekommt sie mehr als sie sie „natürlich“ verdient. Diese Einnahmen gehen für viele Dinge aus, die nur dieses zerstörerische Gesellschaftsbild unterstützen, von Werbung, über Ärzte bis….. Aber viel schlimmer sind die Teile mit dem „Wählen gehen“, sie geht wählen, was ich jetzt nicht mehr mache, sie macht es noch nach dem Aussehen usw. Sie interssiert gar nicht was die Kriegstreiber und Mörder machen. Und dann noch… Ich bekomme „Geld“ oder „geldähnliche Buchwerte“ und kaufe mir davon Gebäude die jemand mit echter Leistung erbaut hat der davon nichts hat, und will dann unberechtigt (aber gesetzlich) Leistungen erhalten. Sie ist also am unteren Ende jemand der wohl als EMpfänger von „Leistung nach Reich“ zählen muß. Wobei „Reich“ hier fast lächerlich wirkt.

      Gerade wem viele weitere Dinge auffallen muß sagen, daß Interview ist sehr lehrreich. Nur wie sie, erkennen die meißten Leute nur was ihnen vorgesetzt wird. Sicher, in der „Aufklärungsszene“ seit ihr offener die Fehler in der Gesellschaft zu erkennen, Einige sogar im eigenen Denken, allerdings fällt es auch hier der Mehrheit schwer alleine solche offensichtlichen Dinge zu erkennen zu zu nennen.

      Ihre Zukunftspläne sind sicher alles andere als ehrenwert, sie sind eher, normal. Und wie gesagt, schadet ihr Verhalten sehr wohl. Und ob es Arbeit ist darf bezweifelt werden. Es ist eine Tätigkeit, aber Arbeit… nun ja. Nicht alles was Zeit benötigt und anstrengend ist, sollte man gleich als Arbeit benennen. Ich meine jetzt nicht den psysikalischen Begriff der Arbeit.

      Sicher, sie ist keine der absichtlich oder extrem destruktiven Arbeitskräfte im Land (da sind wenn man es genau nimmt viele VW-Mitarbeiter mehr an zerstörerischen Verhalten beteiligt, selbst am Fließband).
      Ich freue mich, das sie sehr wohl viele Dinge erkennen, nur ist es leider für euch doch zu schwer automatisch noch mehr zu sehen, vom Grunde herauf auch hier zu erkennen wo etwas analytisch… doch anders ist als man erst erkennt. Leider bin ich bestraft damit, daß mir doch einige Dinge mehr in den Sinn kommen.

      Es mag sein, daß sie es doch so sehen oder bemerkt haben, nur sollte man dies danna auch schreiben. Besonders wenn es halt hier ein „leicht abwendbarter Vorsatz“ von ihr ist. Sie kann sich entscheiden kein Kapitalitsch in dem Maße zu werden. Ich hingegen habe halt schwierigkeiten eine Hose so zu kaufen, bei der nicht Kinderblut oder anders geflossen ist.

      Herr Jebsen hat ohne wie sonst oft, weil ihm Dinge auch auffallen, gleich hart versucht „aufzuklären“ oder zu „fragen“. Auf eine sehr sanfte Art hat er es doch an einigen Stellen getan. Ein wenig.
      Es wäre interssant mal ein Spräch zwischen Herrn Jebsen und Frau Schäfer, bei dem die Punkte aus dem Interview mal aufgegriffen werden und er versucht aufzuklären und dann zu fragen. Einfach um dann zu schauen, wie so eine Frau reagiert. Das meine ich als wirklich interessanten Versuch. In welche Richtung würde so eine Frau gehen, verdrängen, desinteressse, aufwachen, erschrecken,… potential scheint sie zu haben. Also Team von KenFM… genaues vorbereiten und in einigen Wochen oder Monaten eine dritte Runde mit Frau Schäfer!!??

  5. Das wertvolle an diesem Interview liegt besonders darin ,dass sich hier zwei völlig unterschiedliche welten gegenübersitzen, und dann so offen und offensiv mit einander reden.
    so ein bisschen fragte ich mich, bei der ein oder der anderen Frage von Ken Jebsen, ob er nicht Angst hat, das sich niemand mehr traut, so von ihm interviewt zu werden

  6. Das Frau Schäfer als schlaue Frau dargestellt wird, erschliesst sich mir einfach nicht. Sie ist vielleicht pfiffig und hat es mit Ehrgeiz und einem dicken Fell geschafft, sich in der Medienwelt zu etablieren. Aber schlau ist für meine Begriffe etwas anderes.
    Habe das Interview mit halben Ohr bis zur Stelle gehört, wo Frau Schäfer sagt, sie finde Frau Merkel symphytisch und wähle deshalb die CDU. Danach musste ich aus entsetzen das Interview ausmachen.
    Ich vermute, dass ein Grossteil der „Ich-interessiere-mich-nicht-für Politik“-Fraktion genauso wählt. Es ist doch traurig, dass Menschen so willkürlich von unserer Medienlandschaft, und schlussendlich ist es ja die Regierung, manipuliert und geblendet, kurzum dumm gehalten werden, damit dann genau nach diesem Schema das Kreuz auf dem Wahlzettel gesetzt wird.

    Wie kann man sich denn nicht dafür interessieren was die Regierung mit dem eigenen Land treibt? Was in der Welt um mich herum geschieht. Wie entstehen denn erst diese armen Kinder, um die sich Frau Schäfer ab 40 kümmern möchte? Doch nicht weil Frau Merkel so sympathisch und nett ist?
    Frau Schäfer und sicher ein grosser Teil der deutschen Bevölkerung, die genau solches TV konsumieren und sich „nicht für Politik interessieren“, leben in so einer grossen Traumwelt, dass mich das gerade ziemlich fassungslos macht.

    Also, wenn der Hintergedanke von solchen Formaten bei KenFM ist, genau diese Zielgruppe zu erreichen, dann hoffe ich stark, dass das Konzept aufgeht. Mich persönlich als „Politik-Interessierte“ hat diese Art von Gast gerade sehr erschüttert. Es muss noch viel politische Aufklärungsarbeit e in unserem deutschen Volk stattfinden. Das jahrelange verstrahlen mit manipulierenden und Sinn-freien TV-Beiträgen hat anscheinend grosse Spuren hinterlassen.

  7. Also ich muss sagen, das gruselt mich. Beim ersten Interwiew mit Kai Stuth dachte ich noch „WTF? Was ist das denn hier? Die Sendung mit der Nacktmaus: Heutiges Thema: Was ist Idiocracy?“ [https://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy]
    Bei diesem Interview mit Ken.. Kennt jemand den Roman „Es“ von Stephen King? Wenn ich diese Frau sehe, muss ich unwillkürlich an den Clown denken..

  8. Ich finde das Format sehr lobenswert, als nächsten Gast würde ich mir gerne den deutschen Sprechgesangsartisten Felix Antoine Blume wünschen. In seinen Texten verherrlicht er Gewalt, die ungleichberechtigung, die Macht des Stärkeren und vieles mehr, jedoch ist das nur ein Aufgesetztes Image. Früher hat er für seinen Lebensunterhalt Rauschgift verkauft, jedoch hat er das Geld nicht in Sportwagen o. ä. investiert sondern seiner Mutter geschenkt (laut Texten). Er zählt in der Szene als Genie, vor allem durch seine Reime sowie Geschwindigkeit. Ich fände es sehr interessant hinter die Fassade einer solchen Person zu blicken, da alle sonstigen Interviews ihn nur sehr oberflächlich behandeln.

  9. Ich habe mir das Interview in voller Länge angesehen, um mir ein Urteil bilden zu können.
    Ob man mit dieser Art „Unterhaltung“ es wirklich schaffen kann, Menschen, deren Interesse ja offensichtlich gerade nicht darin liegt, hinter die Fassade zu schauen, bzw. sich umfassend und vor allem breiter zu informieren, dazu bringen kann sich aus ihrer extrem eingeschränkten Weltsicht zu befreien, wage ich zu bezweifeln.
    Klar mag es für Menschen, die sich dafür interessieren, den Menschen hinter dem „BILD“ oder die Geschichte hinter der Schlagzeile kennenzulernen, ein durchaus unterhaltsames Format sein, allerdings entspricht das dann schon wieder kaum mehr der eigentlichen Zielgruppe, der ja eben genau dieses Interesse fehlt.
    Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass sich Micaela Schäfer durch dieses Interview am Ende sogar mehr geschadet haben könnte, als dass es ihr nützt.
    Im Boulevard in dem sie sich vermarktet gibt es keinen Platz für die Person(en), die man hier kennenlernen konnte. Das gilt sowohl für die zielstrebige Karrieregeile, als auch für die von Verlustängsten Getriebene. Natürlich gehört all das zu der Person Micaela Schäfer, aber das sind ja eben auch genau die Seiten, die im „BILD“ ihrer Fans wenig bis gar nicht und denen im Boulevard ganz bewusst überhaupt kein Platz eingeräumt wird, solang sich daraus nicht ein Skandal stricken lässt. Es ist nun mal so, dass der Boulevard genau von diesem verengten Zerrbild lebt, dieser Scheinrealität, in der kein Makel und auch keine Anstrengung zu erkennen ist. Locker flockig, leicht und Gegenstandslos.
    Am Ende ist das aber auch genau das Gegenteil von KenFM.
    Ich befürchte, dass wenn man dieses BILD entzaubert man kaum jemand erreichen wird, da die breite Masse nur darauf schaut. Es schadet eher den entzauberten Personen, da diese ihre Magie verloren haben.

    • Micaela Schäfer hat schon ein Buch veröffentlicht ( aber wohl nicht selber geschrieben) , was ich nach dem Interview mal nachgeforscht habe.

      „Lieber nackt als garkeine Masche“ – das Buch hat auch von völligen Fans bis hin zur inhaltliche Leere, extrem polarisierende Kommentare bekommen.

      Die Kundenklientel, die sich von den Auftritten angesprochen fühlt, wird (vermutlich) ähnlich großes Interesse haben, eigene Illusionen nicht „entzaubert“ zu wissen. Daher unterstelle ich der Klientel auch eine gewisse Verdrängungsleistung.

      Auch wenn Micaela Schäfer von ihren unmoralischen Angeboten bei Kai Stuht „… denken die, ich bin eine Göttin? Ich sehe innendrin genauso aus, wie jede Andere…“ erzählt hat – der radikale Fan wird vermutlich immer noch idealisiert diesem Wunsch hinterherlaufen, ihr näher zu sein und sie zu begehren.

      Sollte das Interview ihr eher geschadet haben, was ich teilweise auch erst vermuten wollte, so kann es unter Umständen dazu führen, dass sie selbst gezwungen wird, einige ihrer ausgesprochenen Widersprüche neu auf den Prüfstand zu stellen.

      Nacktheit lässt sich bisher aber anscheinend gut verkaufen.

  10. CDU Wählerin, unpolisch .
    totalitäre Regime bauen gerne einen umfassenden Unterhaltungsapparat auf,
    in dem sich ehrgeizige Selbstverwirklicher im öffentlichen Scheinwerferlicht auch verwirklichen können.
    Nun ist das Selbstverwirklichen nicht primär zu kritisieren, aber die damit verbundene Entpolitisierung und radilkle politische Naivität,
    die es den Faschisten ermöglicht, totalitäre Systeme aufzubauen und Kriege zu führen, ohne dass die Bevölkerung den Eindruck hat , im Krieg zu sein oder unter einem totalitären Regime zu leben .

    • Zur Nazizeit liefen während des Krieges Filme wie „die Feuerzangenbowle“. Was damals schon unterhaltsam war, wurde in den Jahren eben perfektioniert.

      Wer weiß schon, in wievielen Kriegen Deutschland sein „Auswärtsspiel“ hat?

      Das könnte an vielen Stellen auch ein „Heimspiel“ werden – nur ist Krieg kein Spiel.

  11. Gerade in diesem Fall konnte K.J. unter Beweis stellen, dass er tatsächlich völlig frei von Vorurteilen und Abschätzigkeit ist. Bei vielen Kommentaren hier ist dies leider nicht der Fall. Ich fand es mal interessant, in eine Art Leben hineinschnuppern zu können, das mir völlig fremd ist und das ich mir sonst noch nicht einmal im Traum vorstellen konnte. Frau Schäfer kam dabei aber locker, sauber und aufrichtig rüber, wenn auch die politische Naivität, bzw. Unwissenheit schockiert. Schade finde ich auch diese Umoperiererei, aber ein Indiz für den pervertieren Schönheitsbegriff der Massen. Ein anoperierter Busen und aufgespritzte Lippen sind nun einmal alles andere als schön. Dafür tut mir Micaela ein bisschen leid. Ich glaube, sie wäre auch ohne schön genug gewesen. Warum nicht auch einmal ein Nackt-Star ohne Busen? Ich hoffe auf ein Ende des Busenwahns!

    • Genauso habe ich das auch gesehen. Fand die harsche Kritik auf YouTube irgendwie beschämend, denn es war alles in allem ein wirklich spannendes und interessantes Gespräch.

    • Veganislove: Micaela hatte ja ganz ausdrücklich gesagt, das sie sich für Politik nicht interessiert. Ihre Unwissenheit ist daher nicht schockierend, sondern ein ganz bewusst in Kauf genommene Konsequenz. Sagt sie ja auch. Dies legt auch klar, das ihre Zustimmung für Frau Merkel keine politische sein kann. Sagt sie ja auch.
      Der politisch Interessierte sollte ja vor allem eins drauf haben: er muss Willens und Fähig sein, sich in die Sicht seines Gegenübers hinein versetzen zu können. Egal wer Gegenüber sitzt. Und Micaela macht es hier mit ihrer Offenheit nun wirklich niemandem schwer. Alles Weitere mit unnötigen OP’s usw. gefällt mir auch nicht. Bei Meg Ryan hätte ich fast geheult.

    • Völlig frei von Urteilen. Na wenn sie das so sehen, dann sehen sie nicht viel. Und achtes auf die Worte, ohne die richtigen Worte und deren Bedeutung ist das gesagte nicht das Gemeinte. Nicht nur, daß Niemand föllig frei von Vorurteilen ist, was sie genau mit Abschätzigkeit meinen erschließt mich hier nicht, Vorutreile, wer ohne sie ist, ist nur dumm. Vorteile sind keine „negative“ Eigenschaft, Zustand oder Verhalten, es ist eine der natürlichsten und lebenswichtigsten Dinge. Wer sie verleugnet, hat nichts verstander ist quermanipuliert.

      Allerdings versteht man schon einiger Maßen was sie damit meinen.
      Vergessen sie allerdings nicht, man kann gar nicht erkennen ob er Vorurteile oder ähnliches hat. Es war / ist ja soweit ich verstanden habe sogar sein Beruf mit der Branche in Kontakt zu bleiben. Daher… hat das sicher nichts mit „frei von Voruteilen“ zu tun,

      Spannend war das Gesprächsthema ihres Berufes nicht, da gibt es in dem Bereich, interessanteres. Allerdings sie als Mensch scheint schon nicht uninterssant zu sein.

      Sie sage auch, sie interessiere sich nicht für Politik. Soweit wie ich wohl gehört habe, ist „Politik“ ja an sich vom Begriff her wohl sowas wie „Gemeinwesen“. So in der Art. Also nicht das was man da mit den Staatsverbrechern, -darstellern meint. Ein unpolitischer Mensch müßte somit an sich sehr asozial sein. Das man sich nicht sonderlich für die Staatspolitik im Einzelnen interssiert,…. ich kann mir das auch nicht mehr an tun. Sehe dann nur noch Farben die sich drehen.

    • p.s.: das Video fasst textlich zu 99% ( das „Vorbeikommen“ ausgenommen) inhaltlich und bildlich vieles zusammen, was sowohl für die aktuelle Politik wie auch den Gesprächsgast gegolten hat.

      Auch die Band ist ein Teil der Gesellschaft. Das dies Lied inhaltlich ( aus meiner Sicht) aber fast zu 100% passt, hätte ich nicht erwartet.

  12. Das erscheint mir irgendwie wichtiger als Merkels Nacktschnecke:
    Bernie Sanders unterstützt nun offiziell die Kriegsfurie Clinton.

    I intend to do everything I can to make certain she will be the next president of the United States, says Sanders at rally alongside Clinton.

    Damit ist Sanders für mich erledigt. Wenn er nicht sieht, daß von Clinton die größere Gefahr ausgeht als von Trump, taugt er nichts. Falls er es doch sieht und nur der „Parteidisziplin“ folgt, um so schlimmer!

    Sanders hätte die Möglichkeit, als Unabhängiger gegen Trump und Clinton anzutreten. Er könnte Clinton möglichst viele Stimmen wegnehmen, vielleicht sogar die Wahl gewinnen. Wenn er das nicht tut, ist die wahnsinnige Clinton kaum zu verhindern, dann ist freie Bahn für noch mehr Kriege, dann wird es bald zappenduster, auch für buchlose Nacktschnecken.

    • Sanders hatte offiziell mal geäußert, dass er sie unterstützen würde auf Nachfrage. Er steht zu seinem Wort – auch wenn er sonst viel in der USA angestossen hat- es gibt immer noch Jill Stein.

    • Ist zwar total off-topic, aber orf.at schreibt jetzt auch noch, dass Clinton’s Vize eventuell ein ehem. NATO-Admiral (war u.a. NATO-Oberbefehlshaber für Europa) werden könnte:

      Der frühere NATO-Kommandierende hatte im März für Aufsehen gesorgt, als er Aussagen von Clintons Rivalen Trump zur Verringerung des US-Engagements im nordatlantischen Verteidigungsbündnis heftig kritisierte. Mit dem Eintreten für eine Kürzung der amerikanischen NATO-Beiträge mache Trump dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die größte Freude, sagte Stavridis damals.

      http://orf.at/stories/2349163/
      http://www.nytimes.com/2016/07/13/us/politics/james-stavridis-hillary-clinton-vice-president.html?_r=0

      Da blüht uns was, das können sich die meisten anscheinend nicht vorstellen…

    • Okay, der Beitrag mit den Links hängt schon seit 7:24 Uhr in der Warteschleife – also noch mal ohne Links:

      Ist zwar total off-topic, aber orf.at schreibt jetzt auch noch, dass Clinton’s Vize eventuell ein ehem. NATO-Admiral (war u.a. NATO-Oberbefehlshaber für Europa) werden könnte:

      Der frühere NATO-Kommandierende hatte im März für Aufsehen gesorgt, als er Aussagen von Clintons Rivalen Trump zur Verringerung des US-Engagements im nordatlantischen Verteidigungsbündnis heftig kritisierte. Mit dem Eintreten für eine Kürzung der amerikanischen NATO-Beiträge mache Trump dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die größte Freude, sagte Stavridis damals.

      orf.at/stories/2349163/

      Da blüht uns was, das können sich die meisten anscheinend nicht vorstellen…

    • Wo es hier sowieso off topic zugeht: Ich bin sehr in Aufruhr in Bezug auf die „Kreuzzüge nach Kiew“ in der Ukraine, auf die @löwenzahnsalat hier schon hingewiesen hat und über die in unseren Medien kein Wort verlautbart wird! Querfront zeigt die Videos und berichtet.

    • @ veganislove

      kleine Korrektur:
      nicht Querfront, sondern „QuerdenkenTV“

      Es gibt heute schon ein neues update: (bitte link kopieren)
      – quer-denken.tv/ukrainer-stehen-auf-zigtausende-auf-einem-friedensmarsch-nach-kiew/

      13. Juli 2016 (von Niki Vogt) Update 11:00 Die „Kreuzzüge für den Frieden“ wachsen stündlich an.

      Kreuzug 1 geht über Charkow, Poltawa nach Kiew
      Kreuzzug 2 Pochajiw – Rovno – Zhitomer -Kiew
      Kreuzzug 3 Odessa – Uman – Kiew

      Wieviele Menschen am 27.7. in Kiew eintreffen werden, ist schwer zu sagen. Die Ukrainer, die nicht an der Strecke des Kreuzzuges leben, fahren mit Bus und Bahn dorthin, um sich anzuschließen. Man schätzt heute, daß es bis dahin zwischen 800.000 und 1,5 Mio. Menschen sein werden. Gegen diese Masse hat die Kiewer US-Vasallenregierung keine Chance. Wieviele Bürger aus Kiew sich bei der Ankunft dieser Massen noch anschliessen, kann niemand abschätzen. Man kann aber schon von 1 Mio Menschen nach heutigem Stand ausgehen. … weiter siehe oben.

  13. Also – jetzt habe ich mir beim Abendessen noch ein paar Minuten dieses sagenhaft wichtigen Interviews reingezogen und ausgerechnet die Stelle erwischt, wo Micaela Schäfer über ihre politische Meinung spricht; d.h. eigentlich hat sie ja gar keine, sondern sie wählt nach Sympathie.

    Entweder ist es sehr mutig von ihr oder einfach eine Anwandlung totaler Selbstüberschätzung, sich einem Interview bei KenFM zu stellen. Ich vermute das letztere.

    Wenn sich Frau Schäfer hier schon in einem aufreizenden rosa Taucheranzug interviewen lässt und ihre skurilen Lebensweisheiten mit einem Selbstbewusstsein von sich gibt, dass an jenes eines überheblichen aber im Grunde stark verunsicherten Teenagers erinnert, dann muss sie sich auch meine offene Meinung gefallen lassen:

    Man sollte nicht damit kokettieren, dass man nicht liest, den Bundeskanzler nach Sympathie wählt (nicht wissend, dass man diesen direkt überhaupt nicht wählen kann), eine „Sex-Kunstfigur“ ist (oder sein will) und Ruhm und Geld als Lebensinhalt betrachtet. Vielmehr sollte man in diesem Leben nach Tugenden streben, sich Wissen aneignen, sich für gesellschaftlich relevante Dinge engagieren und vom Materiellen (und von üblen Leidenschaften) lösen. Das ist es, was die Seele und die Welt voran und Segen im Leben nach diesem irdischen Leben bringt.

    Frau Schäfer verkörpert ziemlich viel von dem, was ich für nicht erstrebenswert halte. Sie lebt in einer Welt, die mir nicht nur völlig fremd, sondern auch zuwider ist. Insofern erachte ich dieses Interview für völlig bedeutungslos. Ich wünsche Frau Schäfer persönlich alles Gute – aber bitte verschont mich mit so einem Unsinn auf diesem Kanal.

    Interviewt lieber mal einen Obdachlosen, eine Mutter von sieben Kindern (Ursula von der Leyen ausgenommen) oder eine Rentnerin, die ihr Leben lang hart gearbeitet hat und heute ohne Nahrungsmittel von der „Tafel“ nicht auskommt. Das wären wenigstens Menschen mit interessanten Schicksalen, die wahrscheinlich vieles zu erzählen hätten.

    • „Interviewt lieber mal einen Obdachlosen, eine Mutter von sieben Kindern (Ursula von der Leyen ausgenommen)……“

      Ich gehe jede Wette ein: Ursula von der Leyen hat kein einziges Kind selber ausgetragen

    • Herr Schuster, ich gebe Ihnen völlig Recht.

      Aber gerade mit diesem an sich inhaltslosen Interview wird doch sehr deutlich aufgezeigt, wo unsere Gesellschaft, zumindest dieser sehr große Teil unserer Gesellschaft aktuell steht und das ist doch das alarmierende!

      Ich kann diese politische Lethargie in meinem beruflichen, als auch in meinem privaten Umfeld mehr als nur bestätigen und darin sehe ich Frau Schäfer lediglich als eine von vielen, die völlig unbedeutend für jede gesellschaftspolitische Weiterentwicklung ihr Geld verdient. Sie bedient einen Markt, den sie clever in ihre Angebotsrichtung anpassen kann. Das dies im „EinFrauBetrieb“ ein hartes Stück Arbeit ist, ist zweifellos richtig und verdient unter diesem Blickwinkel auch den nötigen Respekt.

      Welche Antworten bekomme ich in 99% auf politische Fragen in meiner Altersgruppe? „Interessiert mich nicht.“, „Habe keine Ahnung.“, „Habe keine Zeit.“, „Mir doch egal.“, usw. usf. das sind genau die Antworten von Frau Schäfer im Interview.

      Wen wundert es, dass unsere (Volks-)Vertreter machen können was sie wollen? Ich denke das Interview verrät mehr über die Generation Golf und Playstation als besprochen wurde und schon deshalb fand ich es gar nicht schlecht. Man muss nur die richtigen Schlüsse daraus ziehen UND erkennen, wie weit die Ablenkung durch den täglichen Überlebenskampf und das Ergebnis der Bombardierung mit völlig nebensächlichen Unwichtigkeiten bereits Früchte getragen hat.

      Der Wunsch, dass die Fangruppe von Frau Schäfer über ein solches Interview an eigenständiges politisches Denken und/oder Handeln herangeführt werden kann, ist fromm und naiv. Geht Frau Schäfer, findet sich ein neues Sternchen um die Bedürfnisse nach Zerstreuung zu befriedigen. Frau Schäfer hat diesbezüglich keinerlei Zug- oder Mitnahmefunktion. Wie oft wurden Stars und Sternchen nach ihren frommen Wünschen befragt und jedesmal kam die Antwort: „Für den Weltfrieden.“? Derartige Statements hat denen damals schon niemand abgenommen und solche Aussagen verpuffen auch heute ins Nirvana der Belanglosigkeit.

      Erfolg ist eine Droge, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Solange ‚Micaela Schäfer‘ vermarktbar ist, wird sie sich vermarkten und sei es als neue Mutter Theresa im kleinen Stil, wenn man(n) ihre Brüste mit Mitte 40 dann irgendwann auch nicht mehr sehen will oder die Schönheits-OP’s dann tatsächlich Geld kosten.

  14. So gerne würde ich wissen, wie sie aussieht. Sie ist nur ein Kunstprodukt. Äußerlich sicher kaum wieder zu erkennen zu damals… Sieht aus wie das Computerbild einer Frau. Lara Croft. Wie kann man sich äußerlich so entstellen. Sie tut mir leid. Was gibt es Schöneres als die natürliche Ausstrahlung eines Menschen mit Götterfunken…als Gottes Ebenbild sind wir erschaffen. Die Sinneswahrnehmungen sind da völlig zweitrangig.

  15. Micaela ist erstaunlich offen. Ich wünsche ihr weiterhin, dass sie trotz der Oberflächlichkeit ihres „Geschäfts“ glücklich und erfolgreich bleibt und ihr die Schattenseiten vorerst erspart bleiben.
    TIPP:
    Die Geldflut der EZB muss irgendwann zur Inflation führen. Also dann besser eine ihrer ETW zuvor gewinnbringend verkaufen und damit die Kredite der 3 anderen ETWs rechtzeitig tilgen, bevor alle 4 ETWs zwangsversteigert werden.

    Die letzte Frage von Ken stellt sich uns allen. Wir beantworten sie meist, wenn wir aus dem Hamsterrad der ABHÄNGIGKEITEN aussteigen und für die Gesellschaft kein Humankapital mehr darstellen. Ein Dachdecker soll noch als 70-jähriger aufs Dach, bei Micaela wird das entschieden früher sein.

    PS:
    Kurt Eisner, – 1918 der erste bayerische Ministerpräsident (USPD)-, sorgte erstmals in D dafür, dass Frauen wählen konnten. Leider war er nicht so SYMPATISCH wie z.B. Angela Merkel. Er erhielt glaube ich nur ca. 3 % der WählerInnen-Stimmen.
    Ein alter Sack wurde von den Frauen gewählt und war sein Nachfolger als bayerischer MP.
    Kurt Eisner selbst wurde am 21.02.1919 in München erschossen. Vielleicht weil niemand erkannte, wie SYMPATISCH er wirklich war?

    Von daher finde ich, sollten wir dringend die aktuelle Parteien-Demokratie evolutionieren. Gewählte Vertreter der Bürger sollten nur ihre Sachbearbeiter, die ihre Wünsche umsetzen. Sonst nichts.
    Statt unbekannte Personen mit x-Kreuzchen alle 4 Jahre zu wählen, die sich anmaßen, dann z.B. TTIP / CETA gegen die Bürger durchsetzen (Völkerrechtswidrig = ANNEKTION Europas zugunsten v Konzerninteressen)
    wäre es besser, die Bürger nach FAKTEN-Lage ihre politischen Vertreter auswählen zu lassen.

    Am besten jedes Jahr.
    Aus dem Ergebnis der Befragung ergeben sich die Politiker, die das dann umsetzen müssen.
    https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php?frage=0&wombundestagswahl2013=8fbefdb22bf01a0b9f3174a1f7200df0&servername=www.wahl-o-mat.de

    Wäre das nicht demokratischer statt ideologische Grabenkriege?

  16. wer einer partei zur macht verhilft, nur weil ihr diese person sympathisch erscheint, dem ist nicht zu helfen. kenfm-fans werden das video spätestens an der stelle abgebrochen haben. bildleser werden sich bestätigt fühlen. was soll der scheiß? echt jetzt, mann!!

    • micaela ist damit ganz schön aufgelaufen. nicht nur damit, sie widerspricht sich öfters (im lauf des gesprächs). fand ich interessant. wer war denn nicht mal so, früher irgendwann, zumindest teilweise? ich kann sowas nachvollziehen.

      sie geht ja auch zur wahl, damit die nazis nicht über die 5% kommen. da hätte das gespräch (oder die nächsten 2 fragen) noch richtig interessant werden können. „ken“ hat leider nur schnell seine mc donalds metapher vorgetragen. das findet micaela natürlich nicht gut, wie auch? das braucht viel geduld und cool bleiben.

      genau die stelle zeigt doch, wie extrem viele leute ticken. und das zu sehen hilft vielleicht, sich drüber bewusst zu werden

  17. SUPER idee. ich hoffe, dass sich die rtl- und bild-klientel tatsächlich aus der trash-ecke locken lassen. viele bildungsmedien disqualifizieren sich trotz wichtigen und gut recherchierten inhalten bei den bildungsferneren leider durch einen schwer zugänglichen schreib,- bzw. präsentationsstil (siehe „junge welt“)… nur wer auch die sprache der kleinbürgerlichen spricht, wird auch diese enorm wichtige zielgruppe erreichen. leider scheinen bisher die bild-„zeitung“ nebst trash-tv-kanälen die einzigen zu sein, die das erkannt haben. sie nutzen ihre position jedoch für schlimmste propaganda angerührt mit nackten titten und unwichtigen prominews, die den unwissenden konsumenten noch tiefer ins tal der unwissenden hinabführen sollen. der ansatz, den kenfm hier verfolgt, ist wichtiger als er auf den ersten blick erscheinen mag. MACHEN SIE WEITER SO HERR JEBSEN!!!

  18. Die Idee ist gut, aber bei der Umsetzung wird es schwierig. Oder glaubt ihr, sie wird über das Gesagte reflektieren, ihre Meinung ändern und dann in der Bild oder bei taff zum Vordenker und Menschen-Aufrüttler? Hab mir das Interview ganz tapfer angeguckt, aber wenn jemand wählen geht und es wird CDU gewählt und das nur weil Frau Merkel SYMPATHISCH ist, weiß man doch, daß einfach jegliches Interesse fehlt!
    Ken, die Sendung sehen doch nur Interessenten Deiner Arbeit, die wird nicht im Mainstream landen und ich glaube, Du vergeudest Deine Zeit und die Deiner Leser.

  19. so, das 2. Interview hab ich mir nun doch angesehen … 😉 .. das erste hab ich sofort ge-skip-ed.

    Ich hoffe, irgendein reicher „älterer Mann“ schenkt ihr mal ein Buch und läßt was springen, wenn sie es auch liest 😉
    Na ja, jetzt weiß ich also auch, wer Fr. Schäfer ist.
    Durchaus sympathisch und sogar eloquent und keinesfalls dumm! Es besteht also Hoffnung?

    Ich finde, Ken hat das Interview sehr respektvoll geführt, hätte ihr ihre Schwächen (die sie ja gar nicht wahrnimmt) aber ruhig etwas dezidierter „aufzeigen“ können.
    Dabei nicht respektlos oder beleidigend zu wirken, ist allerdings eine sehr schwierige Gratwanderung! 😀
    Ihre offenbar komplett unhinterfragte Sympathie für Frau Merkel und das automatisierte Wählen an sich, war nicht leicht zu ertragen, hätte aber durch ein von Kenn lächelnd vorgebrachtes: „Wußten sie eigentlich Fr. Schäfer, dass die Bundeskanzlerin….. ??? … entschärft werden können. 😉

    Wir alle treffen tagtäglich solche Menschen. Leider zeigt die Erfahrung, dass man in gesellschaftlichen oder politisch relevanten Fragen, Niemanden irgendwo abholen kann, solange dieser nicht von sich aus Interesse zeigt und dazu bereit ist. Zwangsmissionierung geht gar nicht!

    Vielleicht sollte man zukünftige Gäste dieses Formats sehr kurzfristig vorher bitten, sich ein Video, einen Vortrag etc., den die Redaktion ausgewählt hat, anzuschauen, und sie im Gespräch über ihren Zustand zu diesem Inhalt, oder was dabei hängen geblieben ist, befragen. Ohne diese „vorzuführen“ natürlich. Dass aber hie und da doch plötzlich ein wenig „Glatteis“ auftauchen kann, damit muss jeder Gast rechnen. Man wird ihn aber sicher über das Glatteis begleiten, ohne dass er Schaden nimmt.
    Damit könnte man vielleicht Interesse am jeweiligen Thema ev. auch bei den Massen bewirken, die jene bedienen, die ev. nur wegen des Gastes „einschalten“? So könnte vielleicht was gehen? Nur so eine Idee ….

    Danke für den Versuch dieses Konzepts, dass ja womöglich im Laufe der Zeit noch „reifen“ kann … mit ein wenig mehr subtilem Mut in der Fragestellung und etwas spitzbübischer Frechheit (der ehemalige Schauspielschüler Ken schafft das!) , kann das noch ein richtiger Quotenschlager werden. 😀 Mit etwas Humor „verkauft“ man die schwersten Brocken oft viel einfacher. Ich drück die Daumen! 🙂

    So wirkte dieses Interview manchmal, wie wenn man Fr. Schäfer auch nur wieder gut „verkaufen“ wollte, was sie ja sowieso beherrscht. Aber ein gewisses Maß an Demut konnte man auch dem gewohnt bereits eher kritischer denkendem KenFM-Publikum damit bestimmt auch vermitteln.
    Aber ein bißchen mehr, stets höflich anberaumte, satirisch-ironische „Schärfe“ brächte wohl auch automatisch mehr „Quoten“ für dieses experimentelle Format. Auch das rechte „Abholen“ will gelernt sein! Kann mir aber vorstellen, wie schwierig das wohl ist.

    So aber werden wir nie erfahren, wie „cool“ Fr. Schäfer nun wirklich ist, hätte man ihr die Gelegenheit gegeben, zu ihr weniger geläufigen Themen, das auch wirklich zu zeigen. Und sie „erfährt“ es selbst nun leider auch nicht .
    Nur einer von xxx PR-Auftritten (ja, auch die alternativen Medien interessieren sich schon für mich!), die ihre Selbstdarstellung nähren, ohne irgendwas „anzupatzen“, im positivsten Sinne gemeint.
    Wirklich „gefordert“ schien sie zu keinem Zeitpunkt zu sein 🙂

  20. Interessant. Man sieht Frau Schäfer meistens nackt irgendwo posieren. Oft steckt man Menschen, die man nicht kennt, gedanklich in eine Schublade. Vielleicht mit einer Aufschrift ,,geld-/ sexgeil“ etc. Dieses Interview hat deutlich gezeigt, wie schädlich Vorurteile sein können. Hinter jedem Menschen ist auch eine persönliche Geschichte. Und ihre Geschichte ist einzigartig. Dieses Interview zeigt sehr viel mehr als ein Gespräch zwischen zwei Menschen. Es zeigt wie wichtig es ist, mit Menschen zu sprechen, die man nicht kennt.

  21. Das Interview ist klasse! Wer mal Alfred Adler oder Arno Grün gelesen hat, wer seine Freude an Heinrich Mann oder Stefan Zweig hatte, der wird an diesem Interview schätzen, dass es eben kein Boulevard-Interview ist, sondern ein Anti-Boulevard-Interview. Anhand von Frau Schäfers Antworten, die alle genauso gekünstelt sind, wie ihr Äußeres, erlebt man den theatralischen Menschen von heute beinahe in Rein“kultur“. Wahnsinn – selten so einen Ich-losen Menchen gesehen – Frau Schäfer ist ein „es“ – die Abwesenheit von „Mensch“ 😉
    Und sie erklärt alles selbst: Ich arbeite „60h am Tag“ – sie meinte wahrscheinlich in der Woche – „umsonst“ Hahaha und sie will Kinder und die echte Liebe für viele andere Personen hat natürlich auch noch Platz in diesem Multitalent, die mit 40 ausgesorgt haben will – Hahahaha die kapitalistische Welt entblößt sich in diesen Figuren, wie sie eine ist, selbst – mit dem Selbstbetrug, ach was sag‘ ich: dem Verlust des Selbsts, dem Gehorsam diesem vorgeprägten Leben gegenüber usw.
    Ich habe es gerne geschaut, als Illustration, was dieses System aus einem macht, wenn man dessen Begriff von Erfolg tatsächlich zu erfüllen versucht und wie ich nie werden will.

    Zur Taktik von KenFM den RTL2 / Bildzeitungskonsumenten anzulocken: Das hilft nichts. Man kann nicht alle erreichen und sollte es auch nicht versuchen, denn ein Einströmen von Leuten, die einem zu sehr abgeneigt sind, verwässert die eigenen Positionen. Es kommt eher darauf an, eine gesunde, vitale Bewegung zu erschaffen, die es anhand von objektiven, praktischen Beispielen aufzeigt, wie es anders geht – dass man die Ideologie der Macht nicht benötigt, weder durch das Kapital noch durch den Staat. Aus diesem Grund würde ich die Taktik nicht versuchen zu fahren, solche ins Boot zu holen, die gar nicht wollen. Wenn man erstmal den Ton irgendwo angibt, kommen die von selbst, weil sie sich immer an den Stärkeren hängen, dann hat man deren Gehör und kann sie eventuell umerziehen. Bis dahin aber würde ich die geringen Kräfte dahingehend benutzen, eine kleine aber feine Bewegung aufzubauen – zunächst durch diese Medienschiene und dann durch Projekte wie kollektivierte Betriebe (siehe Spanische Revolution 1936) und die dann durch die Medien, wie KenFM bekannt gemacht werden, sodass man die Idee Kapitalismus / Macht angreift und mit einem praktischen Beispiel ad absurdum führt. Solche Interviews, dieses Demaskieren – das ist Klasse, wird aber wahrscheinlich selten verstanden, weil die meisten ja so sind. Sie opfern sich und applaudieren noch den Schäden die sie sich zugefügt haben zu: Siehe die autoagressive Frau Schäfer, die sich verstümmeln ließ, für irgendeinen abstrakten Begriff von „schön“ – was dabei herausgekommen ist… naja 😉 das sieht man ja 😉
    Nun – das Interview ist Klasse, aber zu der Frage, ob man die Bildzeitungsleser agitieren sollte, sage ich zu diesem Zeitpunkt Nein – es gilt eine Bewegung aufzubauen, von der dieser mediale Zweig nur ein Teil ist und die anhand praktischer Lebensbeispiele aufzuzeigen in der Lage ist, dass der Mensch in Produktion und Verwaltung des gesellschaftlichen Reichtums keine Mächtigen und Eliten braucht – und diese Beispiele müssen durch die Medien der eigenen Bewegung transportiert werden – DAMIT bekommt man die Bildzeitungsleser, weil viele auch Arbeiter sind und die sind sowieso dran interessiert, dass sich was ändert, aber tun wenig selbst – sie sind unmündig weil sie so gemacht wurden und brauchen handfeste, unleugbare Beispiele wie es anders sein kann – nur durch Ideologie und Aufklärung geht das nicht – also quasi alleine durch die Medien. Es muss gelebt werden und leben kann man antikapitalistische Haltungen nur in Betrieben die basisdemokratisch organisiert sind und die von den Mitarbeitern alleine geführt und verwaltet werden. Wenn die wichtigste Elite im Leben von uns – der „Chef“ – schon fehlt, dann bröckelt auch der Glaube an die anderen Eliten weiter oben – aber man muss unten anfangen. Dieses Interview demaskiert schon mal gut diese „Promis“, obwohl das eigentlich schon vorher hätte klar sein müssen, ist das Interview ein echter Schmankerl und ich habe mich gefreut sowas angesehen zu haben!
    Weiter so – immer draufhalten! (Mit der Kamera ;))))

    • Genau das habe ich mit meinem Kommentar zu befürchten ausdrücken wollen.

      Da seziert sich ein Mensch vor laufender Kamera. OK, nicht so platt wie es die gewöhnlich und prollig wie in den gewöhnlichen Medien, mehr für was für den intellektuellen Feinschmecker, für den menschliche Abgründe nur unterhaltsam sind, wenn sie auf höchstem Niveaus und Raffinesse die Schattenseiten der Umstände in denen wir leben herauskitzelt. Da mit einem auch nicht eine Sekunde der Gedanke anfällt, auf einer Stufe damit zu stehen.
      Und dabei sitzen wir doch alle längst splitternackt da,

    • Wir sitzen, was unsere Lohnabhängigkeit anbelangt mehr oder minder im selben Boot, das stimmt. Aber es gibt dennoch verschiedene Bewusstseinszustände – die sind danach gegliedert, oder könnten gegliedert werden, inwiefern jemand sein Leben dadurch entfremdet es möglichst an die Vorgaben der Macht anzupassen.
      Ich weiß genau, was du meinst. Zum Beispiel, wenn man einen Lebenslauf schreibt, fühlt man sich schon nackt, weil man sich vor der unmittelbaren „Elite“ – dem Unternehmer – „ausziehen muss“.
      Auch gegenüber dem Staat sind „nackt“, das ist auch klar.
      Aber es muss Vergleiche zwischen Menschen und ihren Lebensauffassungen geben, damit man Widersprüche wahrnimmt, beispielsweise, wenn es darum geht, wieviel ein Mensch wirklich aus sich heraus macht oder anders herum: Wieviel Freiheit er hat, am gesellschaftlichen Reichtum zu profitieren, oder inwiefern der / die Einzelne Träger einer gemeinsamen Kultur ist.
      Dann merkt man schnell, dass es im Fall von der Frau Schäfer unverhältnismäßig ist: Sie folgt abstrakten Begriffen und opfert Seele und Körper für deren Erfüllung. Das merkt man auch am Reden – alles hört sich euphorisch und motivierend an, es gibt kaum eine kritische Stimme – alles ist nur noch Kapitalismus an ihr – Selbstvermarktung. Das ist aber auch gleich Selbstverlust und niemals wird die „Zeit kommen“ die Ken Jebsen meinte, denn dazu ist es nicht nur nötig „Zeit“ im Sinne von Freizeit zu haben, sondern auch ein Selbst, ein Ich ausgebildet zu haben. Diesbezüglich hat Frau Schäfer anscheinend ein Vakuum, welches in der Zeit ihrer „Karriere“ ausgebildet wurde.
      Dieses Vakuum trifft nicht auf alle Menschen zwangsläufig zu, weil es viele gibt, die das gegen den Menschen Gerichtete dieses Systems wahrnehmen und es von sich fern halten.
      Sie wissen eben nur noch nicht, wie man sich verbinden sollte oder was man tun könnte um von der Defensive in die Offensive zu gelangen. Aber es gibt sie. Deshalb sitzen wir nur bedingt „im selben Boot“ und sind nur bedingt gleichsam „nackt“. Was denkst du?

    • Das beste war doch das sie ihre Freunde an einem Daumen abzählen kann.
      Was für mich bedeutet das sie entweder nur einen Freund hat,oder nur bis eins Zählen kann oder noch besser das sie nicht weiß das man Freunde an einer Hand abzählt und diese normalerweise fünf Finger hat.

    • @sportivo
      Sehr interessante Einschätzung, danke der ich jetzt mehr aus dem Gespräch mitnehme als ich es anfangs für möglich hielt
      ?
      Interessant ist auch, dass dieses Interview (wohl eher die Gesprächspartnerin) ne Menge Resonanz erzeugt: Viel Feedback und (re)aktivierte Accounts…vielleicht ging der Schuss doch nicht nach hinten los 🙂 auch wenn sich Ken ein wenig „Belehrung“ gefallen lassen muss, ob der Art seines letzten Gastes. Gutes Anschauungsmaterial…vielleicht ist sie doch ein Opfer, aber eines das sich (bis jetzt) bewusst für diesen Weg entschieden hat.

    • ;D Das war auch geil! Stimmt.
      Aber da erwähnt sie natürlich auch wieder was wichtiges, lehrreiches, was wir auch alle kennen: Diese Art sich selbst in die kapitalistische Wirtschaftsform einzuspannen zerstört einfach Beziehungen. Wessen Eltern sind noch verheiratet? Wer behält Freundschaften über lange Zeit? Wessen Liebesbeziehungen werden nicht abgetötet durch eine Routine des Nichts-Gemeinsam-Machen-Könnens aufgrund der Arbeitszeiten und der Verfügbarkeit, die man stets wahren muss, will man den Job „behalten“?
      Nun – auch dieses Phänomen kann man ihr nicht insofern anrechnen, als dass sie das bewusst so anstrebt. Ich denke sie hätte gerne mehr echte Beziehungen, wirft aber auch dieses menschliche Bedürfnis über Bord für die abstrakten Ziele die sie in reflexartiger Anti-These zu ihrer Kindheit herausgebildet hat.
      Kleiner Exkurs: Pierre-Joseph Proudhon hat mal darüber referiert, dass die freiesten Menschen die sind, mit den meisten Beziehungen (Also echten Beziehungen, nicht dieses du gibst mir Geld, ich geb dir Arbeitskraft…).
      Wenn man vor diesem Hintergrund die deutschen Städte heute ansieht, dann sieht man überall die Abwesenheit von Freiheit. Denn wer plauscht schon gemeinsam auf der Straße? Wer kennt seinen Nachbarn über das „Hallo, wie geht’s?“ „Muss, bei dir?“ hinaus?
      Das sind alles Folgen vom Geld dem man hinterherrent, ohne auf andere warten zu können.
      Pjotr Alexejewitsch Kropotkin hat in seinen Werken gegenüber Darwins Kampf-Prinzip die gegenseitige Hilfe als genauso wichtigen Faktor der Evolution herausgestellt und damit posthum Recht erhalten, auch von modernen Forschern.
      Rudolf Rocker hat schon in den 1930er Jahren darüber gelacht, wie bestimmte Philosophen den Staat legitimiert haben – nämlich mit einem Menschen der in Vereinzelung gelebt hat und der andere Menschen feindlich begegnete… das sei wisenschaftlich unhaltbar und heute weiß man, dass auch das richtig ist: Nie hat der Mensch alleine die Wildnis durchstreift in Hoffnung einem Abel einen Knüppel über den Kopf zu ziehen…
      Schon in unserer steinzeitlichen Vergangenheit waren wir Gemeinschaftswesen und sind deshalb so stark – denn wir können die Kraft eines Einzelnen potenzieren indem wir uns gegenseitig helfen.
      Wenn man all dies jetzt im Kopf hat und sich dann die Thesen von der Schäfer ansieht, besonders, dass sie „die einzige“ sein will, dass sie „Freunde an einem Daumen abzählen kann“ und wie sie sich gegen alles und jeden abhebt, dann merkt man schnell, dass auch hier das System kein Werk verrichtet, welches dem Wesen des Menschen, welches ein geselliges ist („gut“ oder „schlecht“ trifft hier beides nicht zu), gerecht wird. Sie redet die ganze Zeit von Verienzelung – da waren ja die Steinzeitmenschen sozialer…. taucht ein Höhlenbär auf, schließen sie sich zusammen und überleben als Gemeinschaft – 10 Schäfers würden sich streiten, und der Bär würde alle einzeln fressen – bzw. der kapitalistische Höhlenbär, wenn man so will – frisst diese Schäfers, wie es sue zu Hauf gibt alle einzeln. Denn er hat es geschafft das Konkurrenzprinzip in ihre Seele zu pflanzen, was sie angreifbar und schwach macht, einsam und ich-los.

    • Edit: Wenn man all dies jetzt im Kopf hat und sich dann die Thesen von der Schäfer ansieht, besonders, dass sie „die einzige“ sein will, dass sie „Freunde an einem Daumen abzählen kann“ und wie sie sich gegen alles und jeden abhebt, dann merkt man schnell, dass auch hier das System kein Werk verrichtet, welches dem Wesen des Menschen, welches ein geselliges ist („gut“ oder „schlecht“ trifft hier beides nicht zu), N I C H T gerecht wird.

    • Unsinn – stimmt natürlich so der letzte Satz… Darf ich’s auf die Uhrzeit schieben?

    • @ sportivo

      Top Kommentare!

      richtig gut analysiert.

      ob das auf Micaela alles unmittelbar zutrifft, sei mal dahingestellt, aber

      ich glaube viele Menschen können oder wollen ihre gelebten Widersprüchlichkeiten gar nicht mehr erkennen, weil es aufgrund des „Systems“ , auch nicht mehr möglich wäre , diese abzustellen bzw. „unnötige“ Kraft Kosten würde , diese überhaupt zu hinterfragen und zu korrigieren.

      ich habe ihren Ausführungen nichts mehr hinzuzufügen…sie haben meiner Meinung nach vieles richtig gut erläutert- meinen Respekt dafür.

    • Ken FM hat das wirklich gut gemacht, hat hier wieder einmal sein wie ich finde herausragendes Interviewer-Talent bewiesen. Aber dieses hängt mit seiner fairen inneren Einstellung gegenüber ausnahmslos allen Menschen zusammen. Mit Eurer herzlosen, überheblichen Art, diese Frau zu betrachten, hat das aber gar nichts zu tun.
      Schade, Herzlosigkeit bis hin zur Gehässigkeit scheint hier bei KenFM gerade zum Mainstream zu geraten!

    • @ veganislove

      Zitate von Ihnen:

      „Ein anoperierter Busen und aufgespritzte Lippen sind nun einmal alles andere als schön. Dafür tut mir Micaela ein bisschen leid. “
      “ ich hoffe auf ein Ende des Busenwahns!“

      weiterer Kommentar:

      „..Mit Eurer herzlosen, überheblichen Art, diese Frau zu betrachten, hat das aber gar nichts zu tun.“

      Fazit:

      sie haben Mitleid mit einer Frau , die erfolgreich ist und durch ihre mediale Präsenz sich ein gutes auskommen sichert und sagen , dass der busenwahn doch endlich ein Ende haben soll…

      sie verstehen nicht, dass das Produkt „Micaela“ deshalb funktioniert, weil alles genauso ist, wie es ist.

      ihre Art Mitleid ist überheblich , genauso wie die Forderung nach Beendigung des busenwahns…denn Micaela steht für denselbigen…verstehen sie?

      die User , die hier geantwortet haben , positionieren sich allenfalls und versuchen zu deuten , wieso sich jemand in der Gesellschaft so positionieren möchte

      was sie machen ist, sich nicht zu positionieren und andere mit ihrer eigenen Unsicherheit zu diskreditieren..durchdenken sie ihre Kommentare besser, wenn sie solch hohe Maßstäbe bei der Beurteilung anderer Kommentare anlegen. sie werden daran scheitern, andere Positionen angreifen zu wollen und dabei selbst keine plausible Position eingenommen zu haben.

      kenfm kann ihnen dabei nicht helfen, das liegt auf ihrem „Tisch“

    • Dito, S.M.: Wer nicht mit dem Herzen verstehen kann, bzw.will muss auf bestehende theoretische Wertesysteme der Gesellschaft zurückgreifen, das sog. „Kästchendenken“. Sie tun mir eindeutig noch viel mehr leid wie Frau Schäfer wegen ihrem künstlichen Busen, weil Frau Schäfer trotz allem aus dem Herzen heraus lebt, ein „freundlicher“ Mensch ist, wie Ken Jebsen das auch wahrgenommen hat. Hieraus schöpft sie meiner Meinung nach ihre ganze Lebenskraft und hinterlässt, ganz im Gegensatz zu der Beklemmung, die Sie hier mit Ihren Kommentaren verbreiten(wollen) gegen andersartige user, eine angenehm entspannende freundlich- zufriedene Stimmung. Insofern ist sie auch eine starke Persönlichkeit und keinesfalls ein „ich-loser“ Mensch, wie oben behauptet wird.

    • @ veganislove

      ich tue ihnen viel mehr leid ,als eine Frau mit silikon brûsten….das sehe ich wirklich als Beleidigung an….hm

      liebe ken fm Redaktion!
      ….
      😉 peinlich , die Frau….

    • Zur Taktik von KenFM den RTL2 / Bildzeitungskonsumenten anzulocken: Das hilft nichts. Man kann nicht alle erreichen und sollte es auch nicht versuchen, denn ein Einströmen von Leuten, die einem zu sehr abgeneigt sind, verwässert die eigenen Positionen.

      Das sehe ich persönlich anders. Schauen Sie sich das Beispiel Mc Donald’s an – Fastfood.

      Keine besonders werthaltige Nahrung – Welche Kundschaft geht dort alles essen?

      Nur die Klientel mit finanzieller und seelischer Armut, oder auch Menschen mit Kostümen, Krawatten und Anzügen?

      Es liegt daran, wie etwas präsentiert wird – auf welche Art und Weise ein Produkt vermarktet wird, so meine Antithese zu Ihrer These „Das hilft nichts“.

      Ich stimme dem Folgenden zwar zu, aber eingeschränkt:

      Es kommt eher darauf an, eine gesunde, vitale Bewegung zu erschaffen, die es anhand von objektiven, praktischen Beispielen aufzeigt, wie es anders geht – dass man die Ideologie der Macht nicht benötigt, weder durch das Kapital noch durch den Staat

      Sie schreiben das Wort „eher“, dass eine gewisse Einschränkung im Vergleich zum Wort „ausschließlich“ darstellt.

      Sie hätten ausschließlich schreiben können, wenn Sie sich selbst Ihrer Position sehr sicher gewesen wären.

      Ich schätze es im Bestfall so ein, dass einige Interessenten aus beiden Welten ( KENFM-Welt und Micaela Schäfer-Welt) kommen bzw. gehen werden.

      Und durch diesen Zuwachs an anderer Leserschaft kann es auch im Sinne einer vitalen Bewegung weiter vorwärts gehen.

      Denn neue Impulse können ein größeres Gesamtbild erzeugen.

      Was aber dem BLVD 2.0 und 2.1-Format sehr positiv anzurechnen ist: der Versuch wird unternommen hinter die Fassade zu schauen.

      Wenn Frau Schäfer vergessen hat, dass Sie bereits ein Buch als Audiodatei eingesprochen hat, über ihr Leben, dies im Interview unerwähnt bleibt, so ist es zumindest kein Widerspruch zu den häufig vorhandenen Widersprüchen im Interview; es bestätigt vielmehr deren Vorhandensein.

    • @sportivo: „Und sie erklärt alles selbst: Ich arbeite „60h am Tag“ – sie meinte wahrscheinlich in der Woche…“

      Hörfehler! 1 6 (!) Stunden am Tag sagte sie (dadurch dass es „sechzn“ ausgesprochen wird, klingt es wie „sechzig“).

      Von dieser Kleinigkeit abgesehen, hab ich nach ner guten halben Stunde abgebrochen.
      Für meine Begriffe ein höchst uninteressantes Gespräch. Köstlich fand ich lediglich Ken Jebsen’s Anmerkung in der Einleitung „Micaela Schäfer, wer ist das?“

      Das Gespräch von Frau Schäfer mit Kai Stuht hab ich mir überhaupt nicht angehört. Erstens erschliest sich mir diese Doppelhaftigkeit sowieso nicht. Das allein reicht schon, um abzuwinken. Dass aber dann Herr Stuht dieses Gespräch laut Foto mit überflüssigem Hut führt, war mir dann doch zuwider. Ätzend! Auch wenn ich Frau Schäfer nicht mag, WENN ich ihr begegnete und HABE einen Hut auf, dann SETZE ich ihn verdammt nochmal ab!

    • @ Quark

      Einfach ausprobieren. Im Grunde kann man meine Anmerkung dahingehend verstehen, dass eine lediglich große Bewegung noch nicht bedeutet, dass auch der Einzelne bewusster Träger der sozialen und kulturellen Ideale der Bewegung ist.
      Das sieht man ja am Wahlkampf: Hauptsache Masse – diejenigen die wählen haben gar keinen Anteil an der „gewählten“ Politik. Sie nicken nur ab und treten überhauptnicht persönlich in Erscheinung. Letzteres will KenFM laut eigener Aussage durch Ken Jebsen auf div. Demonstrationen usw. nicht. Mündigkeit, Selbstständigkeit und Partizipation in einer föderalistischen Struktur setzen aber einen gewissen Bewusstwerdungsprozess voraus. Der braucht Zeit – ich stelle mir daher beides gleichzeitig schwierig vor. Die Qualität sollte meiner Meinung nach nicht unter der Quantität leiden.
      Und „neue Impulse“ kommen von den RTL2 und Bildzeitungslesern seit Jahrzehnten nicht. Das zeigt mir, dass deren Schädigung, ähnlich wie bei Frau Schäfer, tief sitzt und deshalb enorm viel Kraft nötig ist, diese zu heilen. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, aber KenFM ist nur ein kleines Medienprojekt, welches jetzt mittlerweile einige Interessenten hat. Diese sollten eher in der Richtung eigenen Wirkens herangebildet werden um zu Multiplikatoren zu werden, anstatt immer neue Leute nur an das Projekt an sich zu binden. Neue Filialen sollten entstehen, statt die eine alte immer weiter herumzureichen und in den neuen Filialen kann man sich dann dann wieder mit neuen Leuten beschäftigen. Was denken sie?

    • @ Veganislove
      „Dito, S.M.: Wer nicht mit dem Herzen verstehen kann, bzw.will muss auf bestehende theoretische Wertesysteme der Gesellschaft zurückgreifen, das sog. „Kästchendenken“. Sie tun mir eindeutig noch viel mehr leid wie Frau Schäfer wegen ihrem künstlichen Busen, weil Frau Schäfer trotz allem aus dem Herzen heraus lebt, ein „freundlicher“ Mensch ist, wie Ken Jebsen das auch wahrgenommen hat. Hieraus schöpft sie meiner Meinung nach ihre ganze Lebenskraft und hinterlässt, ganz im Gegensatz zu der Beklemmung, die Sie hier mit Ihren Kommentaren verbreiten(wollen) gegen andersartige user, eine angenehm entspannende freundlich- zufriedene Stimmung. Insofern ist sie auch eine starke Persönlichkeit und keinesfalls ein „ich-loser“ Mensch, wie oben behauptet wird.“

      Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich kann Ihre Reaktion nur als „naiv“ bezeichnen.
      Gründe zu der Annahme, dass Sie einem Realitätsverlust erliegen, sind folgende:

      1. „Stimmungen“ gehören bei Frau Schäfer zum Business dazu. Sie sind also keineswegs mehr Ausdruck ihrer eigenen Bedürfnisse und echten Emotionen, sondern nur noch ein von ihr losgelöstes Produkt. Wie ich beim Vorstellungsgespräch dem sogenannten „Arbeitgeber“ auch nicht ins Gesicht sage, dass er ein Ausbeuter und Parasit ist, denn ich will ja was bekommen – die Stelle. Frau Schäfer will den „Fame“ bekommen Yeah! Und dazu muss sie nun mal Yeah! gute Miene zum bösen Spiel machen. Ihr ist das Schicksal der Welt und ihrer eigenen Spezies völlig egal, genauso wie ihr eigenes Schicksal ihr selbst egal ist. Das merkt man schon an diesem „Plan“ den sie sich gemacht hat. Ein Leben auf Jahrzehnte schablonisiert hinaus zu planen – ist das Ausdruck einer gesunden, in sich ruhenden Persönlichkeit? Dann müssten die Leute unter (pseudo-) sovjetischer Planwirtschaft ja die Glücklichsten gewesen sein…
      Ich denke daher, was Sie hier in Reflex auf die Kommentare wahrnehmen, ist keine echte freundlich entspannte Stimmung sondern Überkompensation von innerer Verletzung.

      2. Aus dem folgt, dass Frau Schäfer ihr Ich (Ja, vielleicht ist der Ausdruck „ich-los“ nicht zu 100% zutreffend) irgendwo verschüttet hat, um ihre Ziele in einem selbstbezogenen Wirtschaftsystem durchzudrücken. Sie kann sie aber nicht gegen das Wirtschaftssystem durchdrücken, sondern nur gegen ihr Ich. Das muss zurückstecken und leidet darunter und kann eben nicht als ausgeprägt und frei bezeichnet werden, weil auch Frau Schäfer im Kapitalismus, wie 99% aller Menschen, NICHT FREI IST, DIE ZU SEIN, DIE SIE EIGENTLICH WÄRE.

      Ich fürchte, dass Sie mit einem schönigenden Optimismus, ersichtlich durch Floskeln wie „mit dem Herzen verstehen“, die Umstände ausblenden, in denen sich Menschen zu einem Produkt erniedrigen müssen, wie es Frau Schäfer tun musste, um die abstrakten Vorstellungen zu erfüllen, die sich ihr irgendwann herauskristallisiert haben. Deshalb benutzte ich zu Beginn das Wort „Realitätsverlust“, weil in ihrer Analyse die Welt um das Interview herum irgendwie nicht existiert. Und diese Welt, in die alles, was gesagt wurde eingebettet ist, ist gar nicht freundlich und entspannt… sondern sie befindet sich in einem permanenten Krisenzustand und im permanenten Interessenkonflikt. Und letztere manifestieren sich offensichtlich auch in Frau Schäfer.

  22. Na „Ken“
    dieses Mal hat sie nicht sich sondern Dich ausgezogen. Vielleicht solltest Du dieses Geschäft besser solchen wie den mit Hut überlassen. Ich werde das Gefühl nicht los man hat Deinen wunden Punkt gefunden und zieht Dich daran zu sich runter. Wäre schade wenn aus dem ernstzunehmenden Sender KenFM eine Spielwiese der Selbstdarstellung, Beliebigkeit und letztlich eine gewöhnliche Freakschow würde.
    Bin eigentlich sehr froh darüber dass mal wieder eine Journalismus ernst betrieben hat.

    Pass auf Dich auf.

    Jürgen Sievers

    • Schauen sie das Gespräch doch besser noch ein paar mal an,denn wenn man genau auf die Fragen von Ken und die Antworten von Barbie hört und nachdenkt sieht das mit (dieses Mal hat sie nicht sich sondern Dich ausgezogen) ganz anders aus.

  23. TOPINTERVIEW! Danke Ken und Micaela! Dieses Interview hat mich wieder darin bestätigt, daß man sich kein Bild über Menschen machen darf, die man nur aus den Medien kennt. Die persönliche Begegnung ist extrem wichtig.

  24. Ich bin ein großer Fan von der Arbeit von KenFM aber für einen Menschen der Toleranz predigt zieht er ganz schön über den Lebensstil von Micaela Schäfer her. Wieso akzeptiert man nicht einfach wie sie lebt, sie will Ken Jebsen ja auch nicht vorschreiben wie er zu leben hat.
    Jedenfalls sehr professionell von Micaela, sehr ruhig, sachlich und sympathisch reagiert.

    • Ich bin ein großer Fan von der Arbeit von KenFM aber für einen Menschen der Toleranz predigt zieht er ganz schön über den Lebensstil von Micaela Schäfer her. Wieso akzeptiert man nicht einfach wie sie lebt

      Er kennt den Gast nicht und daher möchte er sich und dem Zuschauer ein umfangreiches Bild machen. Er stellt ähnliche Fragen, unterschiedlich formuliert, um herauszufinden ob Micaela Schäfer sich selbst bewusst ist.

      Z.B. ( sinngemäß) : Sie hat mit ihrer Mutter in einem Raum gelebt – er fragt sie : „War Ihnen das nicht peinlich, mit der Mutter in einem Raum zu wohnen?“ Sie ( sinngemäß): „Peinlich, nein doch nicht peinlich, warum?“ – Ken Jebsen ( sinngemäß) : „Aber andere Klassenkameraden wollten sie nicht nach Hause einladen?“ – Sie ( sinngemäß) : „Nein.“

      So ist das Interview an vielen Stellen. Auf das Wort „peinlich“ wird so geantwortet, wie es Jemand aus der Branche vielleicht generell tut, wenn er gefragt wird, ob er ein Problem damit hat, sich nackt auszuziehen.

      Sobald dann eine neutrale Frage ohne das Wort „Scham“ oder „Peinlichkeit“ gestellt wird, die aber auch ähnlich den Hintergrund beleuchten möchte ( andere Klassenkameraden nach Hause einladen), wird ganz klar eine Antwort von Micaela Schäfer gegeben.

      Ich verstehe zwar vom Gedanken her, dass Sie es kritisieren, wie Frau Schäfer mehrfach durch einen bestimmten Fragestil auf unterschiedliche Themen zwei oder gar dreimal angesprochen worden ist, aber es dient der Klarheit.

      Spätestens ab dem Moment, wo es um die politische Wahl von Parteien ging, wird entscheidend, warum vorher so vieles mehrfach gefragt wurde – um eben ein bestimmtes Gesamtbild einer Person zu zeichnen.

      Sie ( Frau Schäfer) widerspricht sich inhaltlich sehr oft. Dadurch, dass dies permanent geschieht, wirkt sie glaubhaft in Ihrer Art. Unbewusst eben, was viele Themen angeht. Auch unbewusst, was politische Themen angeht.

      Das sie z.B. generell die NPD verhindern möchte, ist ein guter Gedanke, da die NPD eher die Werte um 1933 – 1945 wieder aufleben lassen möchte. Aber: Sie wählt einfach aus Sympathie.

      Provokant gesagt: wenn Frau Merkel nett lächelt, bekommt sie die Stimme von Frau Schäfer. Würde sie danach die Scharia in der Politik und in Deutschland einführen – wäre das egal, denn Frau Schäfer interessiert sich nicht für Politik – verfolgt auch nicht, was einzelne Politiker tun.

      Da Frau Schäfer in der Öffentlichkeit steht und in gewisser Weise auch eine Verantwortung trägt, da Sie viele Menschen erreicht mit Ihrer Präsenz in der Öffentlichkeit, finde ich es gut, wenn viele kritische Fragen ihr gestellt worden sind.

      Vielleicht haben Sie da andere Fragen erwartet, Herr Pfeilhofer, aber dafür ist z.B. wieder das Interview mit Kai Stuht gut – dieser fragt eher in Richtung Job von Frau Schäfer und auch nach einer weiteren Zusammenarbeit mit ihr – wenn Sie das Interview noch nicht gesehen haben sollten, gefällt Ihnen das mit Kai Stuht bestimmt besser.

  25. Danke, jetzt kenne ich Frau Schäfer auch. Ob es mir irgendwann etwas bringt, bezweifele ich.
    Meiner Meinung nach sollte Herr Stuht BLVD alleine moderieren bzw. dieses Feld lieber gleich BILD und Co. überlassen.
    Leider eine Zeitverschwendung.

    • Sehe ich ähnlich.
      Ich fände es jeoch sinnvoll, die Projekt „Bärensuppe“ und „BLVD“ die Künstler fortentwickeln zu lassen. Als Sidekick sollte sich Ken da raus halten – das geht innerhalb der Community nur nach hinter los, weil die Menschen etwas erwarten, wenn sie Ken als Interviewer sehen. Hm…sorgt jedoch für querverlinkte Klickzahlen via YT…Vielleicht sollte die Community es einfach als Gesamtprogramm betrachten: Ich guck ja auch nicht zuerst In_aller_Freundschaft wenn danach Report_München läuft.

    • @ EINFREUND:

      gerade durch Kai Stuht und Ken Jebsen bekommt eine öffentliche Personen unterschiedliche Fragen und unterschiedliche Sichtweisen präsentiert – und die öffentliche Personen antwortet daher auch anders.

      Es ist durch zwei unterschiedliche Interviewer ein farbenfrohes Format.

      A) was die Art der gestellten Fragen an den Gesprächsgast angeht und B) was den beruflichen Hintergrund und Bezug zum Gesprächsgast angeht.

      Keine Ahnung, warum viele Kai Stuht so sehr schlecht bewertet haben bei YT. Ken Jebsen schneidet dort besser ab.

      Die YT-User erwarten vielleicht eher Ken Jebsen mit seiner Art, Fragen zu stellen – wobei Kai Stuht seine ganz eigene Art hat und einen anderen Umgangston mit den Gesprächsgästen pflegt, da er mit Ihnen ja vorher schon in Kontakt gestanden hatte.

      Es ist eine Bereicherung( aus meiner Sicht), wenn Beide ein Interview mit demselben Gast führen, weil der Hintergrund und auch die Gesprächsthemen unterschiedlich sind.

  26. Die Seele erkennt, was der Kopf nicht versteht. Habe mich selten so amüsiert. Sie ist kein Mensch, sie ist kein Tier, ist sie dann
    ein Panzergrenadier? Ken knabbert an Micaela wie ein gnadenloser Pinranha, um den wahren Kern endlich freizubeißen. Und was bleibt übrig: Micaela Schäfer. Geil! Gott beschütze diese großartige Frau!!

  27. Die Argumentation bzgl. Zielgruppe erweitern leuchtet ein, und ich finde es übertrieben gleich die Unterstützung einzustellen, nur weil einem nicht alles gefällt. Allerdings sollten die anderen Formate auch nicht vernachlässigt werden. Es gab z.B. schon lange kein „KenFM über“ mehr.

  28. Warum das nicht weiterspinnen und wirklich mal ganz einfache Leute von der Straße holen und mit ihnen über Politik und „die da oben“ reden? Vielleicht so ein Arbeiterehepaar aus der Fabrik.
    Nicht um sich lustig zu machen, sondern um wirklich mal deren Sicht zu bekommen.

    • @j-m-s Das ist eine richtig tolle Idee! Aber so ein Seelen-Striptease ist bestimmt auch nicht einfach…der Umfang an Information hingegen und vor allem Erfahrungsschatz den man mitnehmen könnte, sind pure Diamantbarren umhüllt mit Gold. Es ist (so sehe ich das) an den 18-jährigen bis 40-jährigen etwas zu ändern (Ich selbst bin 27) . Wir können nur von den Erfahrungen der „alten´´ profitieren und lernen und mit Ihnen zusammen etwas für kommende Generationen ändern! Ein solches Format wäre eine prima Initialzündung dafür….oder vielleicht direkt in einer art Talk-Runde auch gleich generationsübergreifend. Gerne bin ich auch dabei, sagt nur bescheid oder greift euch gleich welche aus dem Publikum.

      Liebes KenFM-Team bitte greift diesen Gedanken nach Möglichkeit auf. Und danke nochmal an Sie Martin, für diesen sehr wertvollen Gedanken.

  29. Puh… das ist echt die Härte für mich… hab es aber trotzdem komplett angeschaut. Natürlich ging mir fortwährend die Frage durch den Kopf: „Warum macht das Ken Jebsen?“ Mich hat ja diese Frau Schäfer nie interessiert, was sie in diesem Erotik Bereich macht, weil ich sie nicht erotisch finde. Doch als ein DJ fühle ich mich schon von solchen Personen angepisst, die diesen (leider ungeschützten Beruf) für sich missbrauchen und damit „Kohle“ machen, während echte DJ´s von der Pike auf an sich hocharbeiten müssen und heutzutage nur noch wenig Gage bekommen.

    Aber ich habe mich zusammengerissen und habe mir diese Sendung angeschaut. Ok. Frau Schäfer kommt ehrlich rüber, doch macht dies das ganze besser? Konnte ich durch diese Sendung mein Bild von dieser Person überarbeiten? Nicht wirklich. Ich hätte gern auf diese Sendung verzichten können…

    • Anmerkung:

      Merkel wählen könnte sich Frau Schäfer nach meiner Meinung noch einmal überlegen. Nicht wählen ist sicher besser als Merkel wählen. Wir haben ein Parteien System – und das hat mit Demokratie überhaupt nichts zu tun. Wer seine Stimme abgibt, unterstützt das Parteien System und verhindert dadurch echte Demokratie

  30. Ich finde es wichtig und mutig, dass sich auch Nicht- Intellektuelle zu Wort melden über KenFM. Wir sind die 99% und keine neue marginale „Intellektuellen“-Elite, die sich exklusiv mit den aktuellen Themen beschäftigt. Die Menschheit sollte zügig aktiv werden, und jeder kann dazu beitragen, wach zu rütteln und aktiv Position zu beziehen. Und wenn sie nackt Reklame macht für KenFM, phantastisch!
    Micaela Schäfer spricht zudem einen zentralen Grund an, weshalb viele Menschen in dieser Zeit nicht nachfragen. Ihre Freizeit soll Erholungszeit sein. Verständlich. Die meisten Menschen lachen am Wochenende lieber als sich mit schwerer Recherche- Kost zu beschäftigen, sie haben lieber Glücksgefühle als Albträume. Und viele schauen sich halt lieber Nacktphotos von Micaela Schäfer an als 2-stündige Videos von älteren Männern in Sakkos.
    Wenn die Themen also ZUSÄTZLICH etwas leichter rüber gebracht werden können, wäre das doch ein Ansatz, mehr Menschen wach zu rütteln. Und wenn das dann auch noch von den Mainstream-Medien aufgegriffen wird, weil eine Micaela Schäfer das Transportmedium ist, dann ….
    MEHR C-PROMIS NACH RAMSTEIN!

  31. „Wir denken, da gibt es nur einen Weg. Wir müssen erst anfangen, ihm (dem Bild-Leser und RTL-Zuseher) Personen vorzustellen, die er aus seinen Medien kennt und bei uns wieder erkennt. Die Chance, dass er auf unserem Portal auf Inhalte stößt, die seine Neugier wecken und seinen Horizont erweitern, ist groß. Vielleicht wird er erwachen, sich mit Bildung selber befreien.“

    Ich glaube kaum, dass man mit diesem „Kontrastprogramm“ niveaulose und ungebildete Personen für Interviews z.B. mit Eugen Drewermann oder Rolf Hochhuth „ködern“ kann. Jemand, der sich in der Finsternis wohl fühlt, wird kaum Interesse am Licht haben oder es sogar störend empfinden.

    Frau Micaela Schäfer interessiert mich nicht die Bohne und die Welt, in der sie lebt noch weniger. Wenn ich zu einem Konzert in die Carnegie Hall gehe, erwarte ich keinen Auftritt der Wildecker Herzbuben. Und wenn ich auf die Seite von KenFM gehe, erwarte ich politische Bildung und keine Ausflüge in die Primitivwelt. Ich finde das Sprichwort „Schuster bleib‘ bei deinen Leisten“ richtig. KenFM sollte sich lieber seiner Kernkompetenz widmen.

  32. Ich hab mir das ganze Interview angeschaut. Ich gebe zu: da war eine voyeuristische Komponente im Spiel. Ich hoffte nämlich die süße Micaela (irgendwie scheint mir das Adjektiv nicht ganz zu passen. Aber andererseits wird ja auch Lakritze – auf bayrisch Bärendreck – den Süßigkeiten zugeordnet.) würde uns im Rahmen dieses Interviews eine Kostprobe ihres einzigartigen Talents geben und mal kurz blank ziehen (wem diese Ausdrucksweise nicht geläufig ist: sich mal kurz nackig machen).

    Was der Interviewer ihr am Schluß da noch für einen Deal vorgeschlagen hat habe ich ebenso wenig verstanden wie Micaela. Ich hätte es viel interessanter gefunden wenn sie uns mal die beiden Rippen präsentiert hätte die sich gerne amputieren lassen wollte. Inklusive einer ästhetischen Begründung für dieses Ansinnen.

    Ich hoffe die Denke von Micaela (ich schreibe das ganz bewußt nicht in Anführungszeichen – Höflichkeit geht vor) ist nicht repräsentativ für ihre Fangemeinde. Andernfalls mache ich mir große Sorgen ob es in Deutschland jemals wieder eine Revolution im Interesse der bildungsfernen Abgehängten geben wird.

    Aber wer weiß, vielleicht ist BLVD ja ein erster Schritt in diese Richtung. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg!

  33. Und der Gewinner in der Kategorie „Redezeit“ ist… Ken Jebsen!

    Ich fand das Interview überraschend interessant und die Fragen zum Teil sehr tiefgehend und direkt (um nicht zu sagen brutal und etwas belehrend), aber über lange Strecken hatte ich den Eindruck, die arme Micaela wurde vom Wortschwall beinahe ertränkt.

    Das war für mich sehr anstrengend und teilweise frustrierend anzuschauen… Glücklicherweise wurde Ken Jebsen aber zum Ende hin etwas ruhiger.

    Micaelas Antworten finde ich angenehm offen und ehrlich, auch wenn ich bei den meisten Dingen ihre Meinung nicht teilen kann.

    Was sie zum Thema Politik bzw. Wahlen zu sagen hat, ist ja schon etwas haarsträubend, aber leider wohl tatsächlich repräsentativ für einen großen Teil der Bevölkerung. Hatte da gerade ein ähnliches Erlebnis mit einem ehemaligen Arbeitskollegen…

    Spannend finde ich, dass bei diesem Format auch Ken Jebsen etwas an Kontur gewinnt, vermutlich weil er sich in ungewohnterem Terrain bewegt und anders sprechen, formulieren muss.

    Und ich finde es beschämend, abfällige Bemerkungen zu machen, ohne sich das Interview anzusehen. Außerdem hat speziell dieses Interview tatsächlich eine gewisse „Dramaturgie“, die verlorengeht, wenn man herumzappt – da möchte ich mich „OvO“ anschließen:

    Aber wenn man solchen Interviews und Menschen mit einer derartigen Abneigung begegnet und den Großteil einfach überspringt, braucht man sich auch nicht wundern zu solchen Schlüssen zu kommen.

    • Micaelas Antworten finde ich angenehm offen und ehrlich,

      Ergänzung:

      Wobei die Frage offen bleibt, inwieweit ihr die eigenen Widersprüchlichkeiten klar sind. Dank der geschickten Fragen wird ja am Ende doch deutlich, dass die Motivation für ihr Tun nicht wirklich beantwortet werden kann: Ist es wirklich der Spaß an der Berühmtheit? Oder die Sucht nach Anerkennung? Oder doch die Angst vor Armut? Oder was?

    • Die Ehrlichkeit möchte ich ihr aber auch hoch anrechnen. Die Fragen offen zu beantworten und damit auch Widersprüchlichkeiten zuzulassen verleihen ihr Authentizität. Und viel Glück mit dem Buch…

  34. KenFM-BLVD ein sehr interessanter und aufschlussreicher Weg, der viel zu bereicherndem Verstehen (ersehen) beitragen kann. Eine (ge)wichtige Förderung von Wahrnehmungsqualitäten und das, weiterführend, zu echter/wahrhafte Kommunikation führen kann. Danke hierfür.

  35. Was bin ich glücklich, dass ich die mittlere halbe Stunde übersprungen habe. Die Frau geht ja gar nicht.

    — Die ist kein Opfer —

    Auch wenn die Einleitung (gerechterweise) der Micaela eine Chance geben will, so ist sie weder besonders intelligent (Selbstbezeichnung) noch ein Opfer. Sie erschafft Opfer. („Die Quote gibt mir Recht“) – sie lebt von „oben ohne“ und stellt fest:

    „Junge Männer sind schwanzgesteuert. Denen gehts um Sex.“ und dann bei 52:40
    „Bei jungen Männern interessiert mich nicht, was er macht, was er vorhat, was er denkt, was er fühlt – für mich ist das nur ein Toy-Boy“
    Ebenso leicht „schwanzgesteuert“, die Frau. Aufreißen wegschmeißen

    Dann zugeben, dass die kein Plan von Politik hat, geschweigen denn Geopolitik, und kräftig für Merkel trommeln.
    Erinnert mich an Marusha, die in einem Interview Merkel als Person hochlobt – und gleichzeitig sagt, dass sie sich für Politik nicht interessiert. Interelligente Menschen wie Volker Pispers abstrahieren das dann auf den Witz, dass in Umfragen die Regierung durchweg schlecht bewertert wird, die Merkel aber super dasteht. Und es sind womöglich sogar noch dieselben Leute -bildungslos wie diese obige Interviewpartnerin- die Regierungschefin und Regierung einfach nicht miteinander in Verbindung bringen.

    Außerdem schwafelt sie ständig von ihrer Durchsetzungsfähigkeit und ehrgeizigem Verhalten – sich Klamotten ausziehen ist aber nicht sehr ehrgeizig – eher ziemlich billig, auch wenn es teuer bezahlt wird. Eine Nutte der Öffentlichkeit. Sie hätte auch Boxenluder oder Playmate werden können. Entspricht ihrem Niveau? Ich will hier nicht haten, aber die Frau ist einfältig, wenn sie nicht WILLENS ist, ihre erkannte Unmündigkeit zu überwinden – statt dessen sühlt sie sich genüßlich darin: Sie hat den Käfig erkannt aber will ihm erst mit 40 Lebensjahren entfliegen. Viel Glück – vielleicht hat sie dann Zeit und Muße ein paar mehr Zusammenhänge zu begreifen.

    Das Format ist super. Beim BLVD sind die Interviewpartner selbst der Mittelpunkt – anders bei Geopolitik, wo es im Wesentlichem um den Inhalt geht.

    Am Anfang des Interviews habe ich der Micaela Schäfer noch eine Chance gegeben – aber diese Frau scheint mir hohl und (noch?) aktives Teil des Problems.

    • Ich glaube nicht, dass sie den eigentlichen Käfig erkannt hat. Nur einen kleinen Teil davon. Ist aber nicht bereit weiterzudenken weil sie Angst davor hat, den Glauben an ihre eigene Persönlichkeit/Existenz zu verlieren. Und diese Angst ist ganz natürlich und rührt auch aus der instinktiven Überlebensangst. Diese muss sich jeder stellen, der die eigene Normalität nicht von der Realität unterscheiden kann. In diesem Punkt unterscheidet sie sich nicht von 80% aller Deutschen. Da kann man ihr keinen Vorwurf machen. Ken arbeitet diese Diskrepanz aber sehr gut heraus, wie ich finde. Aber wenn man solchen Interviews und Menschen mit einer derartigen Abneigung begegnet und den Großteil einfach überspringt, braucht man sich auch nicht wundern zu solchen Schlüssen zu kommen.

      Da muss ich ganz klar sagen, dass die Frau Schäfer hier mehr Standvermögen bewiesen hat als die Meisten, die sich hier beschweren. Denn sie hat das ganze Interview durchgehalten. Ohne auszuweichen und ohne rumzujammern. Und das obwohl sie auf der Anklagebank sitzt anstatt es sich von iwo aus der Ferne anschauen zu können.

    • die kommentare hier genügen mir – ich werde mir diese interview nicht antun.
      obwohl ich sagen muss: ob eine skrupelloser geschäftsmann seine lieferanten ausbeutet oder eine nutte ihre freier ist für mich egal.
      beides ist abzulehnen. (man kann natürlich auch sagen die freier sind selber schuld – warscheinlich die lieferanten auch. aber so ist es halt auf der welt)

    • @darkarth alias @OvO
      „Ich muss Schäfer auch dafür loben, dass sie dieses Interview überhaupt durchgehalten hat. Ken spielt da ja schon etwas den Psychoanalytiker. Das halten nicht viele Menschen aus. Schon garnicht Plastikmenschen.“

      ?

  36. wäre/ hätte /könnte /würde /müsste, ich brauch ne pause nachdem ich das bis zuende durchgehalten habe.

    Ich hab soviel anderes erwartet und dann redet das weibchen exakt so wie ich es nicht haben wollte.

    bin etwas abgeneigt das die fragen auch so gefallen sind, sie waren schon bissig und haben das erreicht was der ken evtl. wollte aber trotzdem fühlt es sich schlecht an naja, entschuldigung … so ein scheiß gesehen zu haben.

    Ich freu mich auf zukünftige gäste, z.b. wäre tilo jung mal ein guter gast. soweit ich mich erinnern kann hat er Ken auch bereits Interviewt

    • Ich fands sehr gut. Besonders die letzte Frage, die den Kreis geschlossen hat, in der Antwort sie zugegeben hat doch süchtig zu sein, nachdem sie es zu Beginn verneint hat. Ich denke auch, dass Kens Intention ist, die Gäste zum NachdenKen zu bringen. Aber ich muss Schäfer auch dafür loben, dass sie dieses Interview überhaupt durchgehalten hat. Ken spielt da ja schon etwas den Psychoanalytiker. Das halten nicht viele Menschen aus. Schon garnicht Plastikmenschen. Aufgrunddessen denke ich aber, dass Schäfer schon eine sehr echte Person ist. Das heisst, sie glaubt wirklich der zu sein den sie versucht darzustellen und hat da auch ihre Freude dran. Tut dies eben nicht nur fürs Geld.

      Ob sie am Ende auch der Mensch ist, der sie glaubt zu sein, ist eine andere Frage. Aber die kann sie sich nur selbst beantworten. Vielleicht brachte das Interview einen Impuls dies iwann mal zu hinterfragen.

  37. Ich muss sagen, mich machen viele Reaktionen auf Youtube ziemlich traurig. Ich finde dieses Format unglaublich spannend hier zwei Welten jedesmal aufeinander treffen zu lassen und Menschen auch mal anders kennenlernen zu können, als nur aus dem Mainstream. Es ist vor allem auch eine schöne, ausgleichende Abwechslung zur Geopolitik. Großes Lob hierfür an Kai, Ken, KenFM und jeden Gast, der sich traut hier auch teilzunehmen. Ich hoffe, dass dieses Format und dieses Konzept, trotz seiner umstrittenen Reaktionen noch lange bestehen bleibt.

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