BLVD 3.0 – Stefanie Heinzmann im Gespräch mit Ken Jebsen

Stefanie Heinzmann ist eine Schweizer Pop- und Soulsängerin.

Aufgewachsen im ruhigen und beschaulichen Kanton Wallis, geriet die damals erst 19 Jahre junge Heinzmann eher zufällig ins Rampenlicht, nachdem ihr Bruder sie 2008 motivieren konnte, ihr Gesangstalent bei der Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD von Stefan Raab unter Beweis zu stellen.

Den Castingwettbewerb „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf“, der eine Antwort zu Dieter Bohlens Superstar-Maschinerie darstellen sollte, konnte Heinzmann für sich entscheiden und gewann so einen Plattenvertrag bei Universal.

Seitdem hat sich für die junge Schweizerin, die damals gerade die Schule beendet hatte, viel verändert. Nach dem massiven Hype um ihre Person in den ersten Monaten nach dem Sieg bei Raab, empfindet sie sich heute wieder als deutlich ausgeglichener und glücklicher. Ihre „neue Gelassenheit“ lässt sie auch im Business selbstbewusster auftreten und spiegelt sich in ihrem aktuellen Album „Chance of Rain“ wider.

Der enorme Druck, der auf Musiker von deren Plattenfirmen ausgeübt wird, spielt in Heinzmanns Leben nur noch eine untergeordnete Rolle. Plattenverkäufe oder Labelerwartungen nach neuen „Hit-Singles“, die innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft werden sollen, interessieren sie nicht.

Ebenso wenig lässt sie negative Themen, gerade aus dem politischen, in ihr Weltbild eindringen. Stefanie Heinzmann glaubt an das Gute, und dass sie mit positiver Energie die Welt zu einem besseren Ort machen kann. Sie steht dazu, dass dies ein wenig esoterisch klingt.

Soziales Engagement ist ihr wichtig und sie möchte ihrer Vorbildfunktion, vor allem für junge Teenager, gerecht werden. Der Mensch ist für sie ein empathiefähiges und -bedürftiges Wesen, dessen schlechte Seiten sie sich nicht erklären kann.

Stefanie Heinzmanns Botschaft an die Welt, sowohl in diesem Interview, als auch in ihrer Musik, ist sehr simpel: „Habt euch lieb! ❤️ “

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39 Kommentare zu: “BLVD 3.0 – Stefanie Heinzmann im Gespräch mit Ken Jebsen

  1. Interessantes Interview, wenngleich K.J. immer wieder in diesem BLVD Format versucht, seine Welt in der Welt des/der Interviewten reflektiert zu sehen und sich nie selbst aus der Deckung begiebt und sich auf Ihre Welt einlässt. Ab Minute 36 hätte jeder checken müsste, dass hier jemand zum Anliegen, welches K.J. mit Herz verfolgt, ein ganz anderes Konzept hat. Hier hätte das Interview eine Eigendynamik entwickeln können, wenn K.J. sich auf dieses Modell eingelassen hätte anstatt seine Schablone immer wieder anzulegen.

  2. Ein wunderbares Interview. Wer hier Verletzung sieht, sieht nicht wirklich. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die eben nicht rein zufällig das Größte, was es gibt, gemeinsam haben: ein unendlich großes Herz. Bestünde der Planet nur aus solchen Menschen, dann wären diese Menschen alle miteinander sorgenfrei.

    Doch der Planet besteht aus 5kommaZwölfzig Gruppen von Menschen. Da sind die Guten, die Bösen, die Intelligenten, die Doofen, die Mutigen, die Schwachen, .. ganz zu Schweigen von den komplizierten Schnittmengen.

    Frau Heinzmann ist jung und so wie sie rüber kommt darf man ganz fest glauben, dass sie auf ihrem bisherigen Weg, ein guter Mensch zu sein, keine (oder nur wenige) Fehler gemacht hat. Bravo! So wie sie über Freunde, Familie und insbesondere ihren Bruder spricht, ist die Chance dafür, diesen guten Weg weiter zu gehen, groß.

    Und dennoch darf man die gerade in diesem Interview sehr deutlich sichtbare Gefahr, sich nur für das Gute interessieren zu wollen und dem tödlichen Glauben, das „Aufschnappen“ von Politik reiche aus, nicht verkennen. Wirklich gut, wirklich intelligent und wirklich mutig waren in diesem tollen Gespräch die Fragen.

  3. Frau Heinzmann kommt sehr warmherzig und gefühlvoll rüber. Wenn man zugibt, dass man politisch keine Ahnung hat, dann sollte man zu Putin schweigen. An Frau Heinzmann kann man sehen was die Mainstream-Medien an politisch unbedarften Leuten anrichten.

  4. Ken,

    als Kommunikationsprofi muss man auch erkennen können, wann es gut wäre dem Gegenüber einmal eine kurze Atempause zu gönnen!

    Respekt an Stefanie Heinzmann… (1000 andere junge Künstler wären wohl einfach aufgestanden und gegangen…) aus ihrer fehlenden politischen Bildung macht sie kein Geheimnis… darüber kann man denken was man will, aber letztendlich ihre eigene Entscheidung! Offensichtlich hat sie aber ein „großes Herz“ und das muss man nicht übertrieben triggern… so eine Situation kann man rhetorisch „besser“ meistern, ohne das Thema komplett wechseln zu müssen (kleine thematische Abstecher und kurze Gesprächspausen zum Beruhigen helfen da immer). Also bitte beim nächsten Mal ein paar Prozent mehr Empathie. Sonst ganz nett – wird aber irgendwann langweilig Künstler und B/C-Promis bez. ihrer nichtvorhanden politischen Bildung vorzuführen. Ich habe selber in der Branche gearbeitet und tatsächlich ist es fast unmöglich Kreativität mit politischen Themen zu vereinen. Künstler arbeiten vorwiegend mit der kreativen Seite ihres Gehirns und brauchen daher auch Manager und andere betriebswirtschaftlich denkende Menschen, die ihr „Business“ managen (und meistens werden sie dabei auch noch komplett verarscht). Für große Politik, geopolitische Analysen und co bleiben da kaum Ressourcen übrig (LEIDER). Trotzdem darf man sie natürlich mal „aufwecken“… aber bitte mit etwas mehr Feingefühl ;-).

    Wie im Interview gesagt: Grönemeier (Kinder an die Macht, Männer…) wäre da ein besserer Kandidat zum „Grillen“ (oder auch Westernhagen, Campino, Die Ärzte oder unsere Schlager-Riege…)

    ach ja – und „Dummduzen“ ist sicher kein gutes Wort für branchenübliche Gepflogenheiten – die sicher nicht abwertend gemeint sind. Die „first name terms“ sind halt nach dem Krieg aus dem internationalen Business in die Branche geschwappt.

    Ich bin ebenfalls international tätig und tu mich nach 15 Jahren auch schwer, wenn man mich mit „Herr“ anredet.

    Respekt entsteht nicht durch die Anrede über den Zunamen – das wäre auch ziemlich „oberflächlich“! Achtung & Menschenliebe (der nächste Schritt) entstehen im Herz – nicht im Sprachzentrum ;-).

  5. Es wäre etwas ganz anderes wenn Ken sich auch offen und ohne Deckung zeigen würde und beide auf augenhöhe sprechen. Aus der Deckung Worte zu feuern auf ein Mädel ohne Deckung oben. WOW KEN JEPSEN. WAS FÜR NE LEISTUNG!!

  6. Warum Stefanie Heinzmann? Gibt es doch hochkarätige Künstler in dieser Branche die einiges mehr zu erzählen hätten als „das weiss ich jetzt gerade nicht….“ was sie gefühlt nach jeder zweiten Frage von sich gibt. Eigenständige Köpfe die weiter denken als, was sie in Ihren Koffer packen sollen, würde ich hier erwarten.

    • Ich kann deinen Kommentar NULL nachvollziehen. Sie hat offen geantwortet auf sehr persönliche fragen. Ich konnte fühlen das sie ein herzlicher und natürlicher mensch ist.die art von ken zu fracen fand ich schon grenzwertig.wenn er den spiegel ex redakteur da sitzen hat ist er immer ganz handzahm und stell brav sachbezogene fragen. Bei BLVD dringt er in die privatzone der menschen ein. Ich finde er könnte sich auch mal so interviewen lassen. Sodass er rede und antwort steht.dann würde ich gerne seine antworten miterleben. Ich würde das wirklich sehr gerne mal sehen.

  7. Zur Frage, warum kein Künstler einmal sich kritisch zum System äußert. Da hätte ich einmal auch einen Vorschlag für eine Einladung bei BLVD, bei dem mich interessieren würde, wie er sich bei KenFM äußern würde…..

    Andreas Gabalier! Über die Musik kann man unterschiedlicher Meinung sein, den Mensch dahinter finde ich persönlich aber sehr interessant. Ich finde, er wirkt authentisch. Er wirkt nicht angepasst und ich finde, ihm macht seine Musik wirklich Spaß. Interessant ist, wie er bekannt geworden ist. Kein typischer Weg über eine Casting Show! Auch hat er schwere Schicksaalschläge verarbeiten müssen. Und das macht ihn, finde ich, so sympathisch. Ich bin mir sicher, Ken & Co würden da richtig gute Interviews daraus machen.

    Und er sagt zu bestimmten Themen auch seine Meinung. Ein Kostprobe hier aus einem Konzert im Münchner Olympiastadion. Hier spielt er auf die Zeitgeschichte an. Leider hat er nach kurzem überlegen nicht mehr gesagt (schade eigentlich), was aber vielleicht hier bei KenFM leichter fallen wird….Schaut aber selber hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=VqOLFQsIIyk

    Und hier eine weitere interessante Aussage ab 5:05 min. Da ist es wieder die Diffamierung, weil er tatsächlich sich in der Öffentlichkeit nicht extrem weichspülen hat lassen. Einige stören sich anscheinend an seinem Erfolg und dass er noch eine eigene Meineung zu Themen hat. Schaut auch hier rein:
    https://www.youtube.com/watch?v=n851guh6QiE

    Und hier, warum hier wieder drauf gehauen hat…. Und gleich ist man rechts…..
    https://www.youtube.com/watch?v=u-4hc4bfzvE

    Und aus diesen Gründe ist hier einer, der vielleicht auch hier seine Meinung äußert. Er füllt auf jeden Fall immer noch viele Stadien und ist vielleicht ein Künstler, der noch mehr seine Meinung sagt…..

  8. Eine interessante und nette junge Frau. Ihre Musik finde ich allerdings fürchterlich (diese amerikanische Pop-„Kultur“ geht mir wirklich massiv auf die Nerven – besonders in den Kaufhäusern – überall dasselbe Gedudel).

    Ken Jebsen hat extra seinen Schlips durch einen flotten Schal ersetzt, aber so richtig zusammengepasst hat dieses Duo nicht. Was ist eigentlich der Plan bei diesen Interviews? Bad guy – good guy? Erst Ken Jebsen, der die Damen provoziert und zum Weinen bringt und danach Kai Stuht, der sich wesentlich einfühlsamer und psychologisch gibt.

    Ich glaube, diese Reihe Boulevard sollte allein Kai Stuht machen. Ken Jebsen sollte sich lieber um Politik kümmern. Gäste aus dem Showgeschäft einzuladen, um eine gewisse Klientel zu erreichen, ist eine Sache. Aber sie mehr oder weniger vorzuführen, in dem man von ihnen eine Stellungnahme zu brisanten politischen Fragen erwartet, finde ich nicht besonders nett und auch kontraproduktiv. Dies sollte – wenn überhaupt – viel sensibler geschehen.

    • Herr Jebsen hat schon das richtige Maß. Die Variante Herrn Stuhts ist mir zu oberflächlich und könnte sonstwo stattfinden.
      Welche die beliebtere Version ist, wird auch durch die Zugriffszahlen bei der Googletochter YouTube bestätigt.

  9. Stefanie hat trotz knallharter Verletzung der von ihr klar signalisierten Grenzen voll ihren Mann gestanden. Respekt! Dafür ein riesen Lob an Stefanie Heinzmann und viele, viele Herzi’s ! Und ein dicker Rüffel an Ken Jebsen: musste das wirklich sein?
    Stefanie engagiert sich auch jetzt schon, und wenn die Zeit reif ist, dann wird sie ihre Bekanntheit auch einsetzen um für Frieden und Füreinander die Stimme zu erheben. Ob man das dann als soziales oder als politisches Engagement kategorisieren mag, hat überhaupt keine Relevanz. Davon ab aber ein tolles Gespräch. Super Schlusswort von Stefanie.
    Bei BLVD, insbesondere für Junges Publikum, ist eher Empathie angezeigt. Knallhart rangehen dagegen gerne beim Kellergespräch.

    • Ach ja: Licht, Bild, Ton, Kamera und Kulisse wie stets Spitzenklasse. Geniesse das jedesmal. Und alles weiterhin ohne jegliche Werbung auf den Seiten. Vielen Dank dafür!

    • Ich halte die Frage nach dem was sein darf und was nicht in diesem Interview gerade auch mit dem Fazit in der Hand für relativ unwichtig, es war alles im Rahmen von gegenseitigem Respekt. Es war ein wirklich menschliches Gespräch auch von Herrn Jebsen. und das hat auch Stefanie Heinzmann verstanden. Dieses Interview hat mir den ganzen Tag heute Eine unheimlich gute Energie gegeben. Vielen Dank!
      Und auch gut: Die Musik von ihr ist echt genialer Pop. Das darf man ruhig hören und gut finden auch als Mann über vierzig. Meine Töchter sind jedenfalls begeistert, cheers!

    • Ja ich finde die Frau hat recht. Positives in der welt zu schaffen ist ein sehr wertvoller beitrag. Ken schreit einen bei seiner letzten me myself media folge regelrecht an weil wir das unrecht im mittleren osten zu verantworten haben. Damit schürt er bei mir auch so eine art innerliche abwehrhaltung. Ich bin nur für meine eigenen taten verantwortlich. Und habe nur diese in meiner macht. Klar ist es gut zu demonstrieren und das tu ih auch.aber vor allem positive du schaffst es botschaften verleiten zum handeln. Wir machen ne demo yeah.sei dabei. Das motiviert. Nur die moralkeule rauspacken und mich als zuschauer für das leid der welt verantwortlich zu machen. Da fühle ich mich durch den fleischwolf gedreht. Das saugt mir energie.statt mir energie für dems etc zu geben.

  10. Nicht meine Welt, aber süß. Ich muss zugeben das ich mit dem Format fremdeln muss, das ist mir doch einige Spuren zu weit. Ich finde Ken Jebsen verlangt hier zuviel. Warum soll Sie eine politische Künstlerin werden? Ich finde es gut, dass sie es eben still und leise macht, denn ihre Abteilung (Pop) ist nicht dafür gemacht. Politisierter Pop ist Trivialisierung des Politischen und hier schließe ich mich Adornos Kritik gegen die Kulturindustrie völlig an.

  11. Wiedermal sehr schön herausgearbeitet, wie sehr doch sogenannte „Selbstwahrnehmung“ und andere abstrakte, auswendig gelernte, aber letztendlich hohle Begriffe im Leben eines Menschen mit der Realität kollidieren.
    Eine „Welle von Liebe“ die die Welt braucht…. und die selbstverständlich durch’s Radio kommt…. statt durch echte Zwischenmenschlichkeit…..
    Es ist klar, dass sich eine solche Existenzflucht weiter hinter solchen leeren Begriffen verschanzt, so auch das, was der Welt gerade am meisten fehlt: „Liebe“. Also nichts und alles – Aussagekraft = Null – man ist beruhigt, weil es so wie eine ganz tiefsinnige Antwort wirkt, aber wenn man darüber nachdenkt, dann wird einem schnell klar, dass die Antwort auf diese Frage niemals so einförmig sein kann – es klingt wie eine hippieske Variante der monokausalen Antworten der sogenannten „Entwicklungshelfer“, die angesichts ihrer wirklichen Ohnmacht falsche Macht und Wissen suggerieren, und die Dinge nur verschlimmern oder überhaupt erst ein Problem schaffen.
    Das Problem, oder vielmehr die Probleme existieren und die Interviewpartnerin steht diesen Dingen blind gegenüber, sie hat keine Antwort außer mitmachen und Phrasendreschen, wie „sein eigenes Ding machen“. In der heutigen Gesellschaft kann man nichts so wenig wie irgendwas eigenes tun, denn wir sind durch Eigentum und das darum gesponnene System und Denken ja völlig enteignet – bar jedes Selbst – und das merkt man bisher in einigen Ausgaben von Ken FM BLVD sehr schön.
    Hat mir gut gefallen, aber ich habe da mal eine ganz neue Idee:
    Könnt ihr von Ken FM nicht mal was gewagtes machen und keinen professionellen Interviewpartner einladen? Keinen Promi, sondern so eine BLVD-Ausgabe von einem ganz „normalen“ Menschen machen?
    Einem Arbeiter / einer Arbeiterin? Und mal etwas über unsere Realiät herauskitzeln: Wenn ich zum Beispiel schöne Gebäude sehe, dann höre ich oft die Leute darüber schwafeln, wie toll doch dieses oder jenes Muster der Architektur ist usw. aber keiner fragt oder ist sich bewusst, dass Menschen dafür gelitten, geblutet und geschwitzt haben und letztendlich auch dafür, was wir hier anhimmeln gestorben sind… Ich würde einfach gerne mal von einem bewussten Arbeiter erfahren, wie das ist eine Bandscheibe dem Chef zu schenken und dafür noch einen Tritt in den Allerwertesten zu bekommen. Wie hört sich das an, wenn einer redet, der sein Lbeen lang nur geschuftet – was kann der über unsere Welt erzählen?
    Oder was erkennt man an einem Arbeiter, der sich seiner Position in dr Gesellschaft nicht wirklich bewusst ist? Mit welchen Glaubensgrundsätzen hält der an seiner Untertänigkeit fest?
    Oder wie sieht es aus mit Leuten, die etwas anders gemacht haben: Die sich gewehrt haben und den ganzen Zorn des umliegenden bürgerlichen Dünkel zu spüren bekommen haben? Wie zum Beispiel GDL Streikende?
    Oder was ist mit Leuten, die versucht haben in einem Betrieb etwas anders zu gestalten: Zum Beispiel Chef und Bürokratie-Ebene abzuschaffen und Entscheidung bei der täglichen Arbeit untereinander zu fällen. Sowas gibt es ja zuhauf, nicht nur aus der Not heraus in Griechenland, sondern auch in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich – bis nach Mexiko.

    Mir fehlt einfach zuviel die Wirtschaft – aus der Perspektive von Unten. Die Welt des Menschen wird maßgeblich wirtschaftlich bestimmt, nicht abstrakt politisch oder religiös, das sind meistens nur Verkaufsstrategien für eine wirtschaftliche Machnschaft… also Blendwerk für Privilegien bswp.

    Aber gut – vielleicht wird es ja mal was mit BLVD ohne so einen sogenannten „Promi“.

    • Nein du hast keine ahnung sorry. Liebe ist das wichtigste und wertvollste in der welt. Was gibt es schöneres als eine liebende mutter die ihr kleines das schönste gefühl der welt vermittelt? Ich lese gerade viele bücher zum thema nahtoderfahrungen. Die wichtigste nachrich die ihnen vermittelt wird…ist liebe. Als zweites wissen. Beides soll man auf die andere seite mitnehmen können.

  12. eine höchst liebenswerte frau!
    ich glaube , durch ihr empathisches empfinden, ist sie den meisten von den belesenen (auch kenfm usern) einen schritt voraus. sie brauchte, ich nehme an,aufgrund ihrer spirituellen seite, nicht das umfassende wissen und das gesicht des schreckens zu erkennen, um sich der lösung bewusst zu werden. es fängt bei jedem selbst an…..

    als „wissender“ läuft man schnell gefahr sich in eine rebellische, evtl revolutionäre haltung, dem „bösen“ gegenüber zu stellen, welches einen aber widerrum in anerkennung dessen an es bindet….
    das problem sind nicht die politiker, bänker, nato,bilderberger,rothschilds,nwo oder religionen….
    das problem ist die unterdrückung der menschlichen natur, aberziehung der empathie und „verbildung“ der immer folgenden generation, was im elternhaus beginnt……..

    deshalb stimme ich mit ihr überein….liebe und empathie!!!!!!!!!!!!!!….(und der nächste putin wird die wolken in ruhe lassen;-) :D)

    • Man kann vieles mit Offenheit und Einfühlungsvermögen-bzw. -willigkeit verstehen, aber echtes Wissen, muss „erlebt“ worden sein. Ich war auch entzückt von der Natürlichkeit der Stefanie Heinzmann. Aber die Musikdarbietungen von ihr sind wohl hauptsächlich auf Teenies zugeschnitten, die sich einfach nur wohlfühlen wollen. Und das ist mir zu wenig, insbesondere in einer Zeit, wo alles auf der Kippe steht. Wie stark das in ihrem Leben verdrängt wird, hat Ken Jebsen soz. mit ihren Tränen „herausgekitzelt“ und einem kurzen Ausrasten von ihr in die Aggressivität. Ich kenne genau dieses Verhaltensmuster von einem Freund, der auch so offen, natürlich und liebenswert ist, aber von den nackten Tatsachen nichts wissen will und dann lieber spontan die Flucht ergreift. Vielleicht müsste er sonst auch weinen. Er sagte einmal: Nachdenken macht nur traurig(und dachte wohl: deshalb lass ich es lieber). Ich erwähne das hier deshalb, weil ich glaube, dass diese Art von Realitätsflucht ziemlich verbreitet ist und ich das gar nicht gut finden kann. Sorry!

  13. ich kenne Stefanie Heinzmann schon seit gefühlter Ewigkeit und finde ihre Stimme zum träumen und weinen schön!
    Dies Interview hat mich wirklich geflasht – so ein gefühlvolles Wesen.
    Ich habe mich super – mega gefreut, als ich das Gespräch heute morgen im Feed hatte !
    Ich liebe diese Frau <3

  14. Ich weiß nicht so recht was ich von dem Interview halten soll….
    BLVD soll ja Promis vorstellen, eben anders als üblich und so auch neue Zuschauer generieren. Das Konzept ist klar.

    Mich stört aber bei diesem Interview…so auch bei dem mit Ullrich und Schäfer, das eben nicht „die wichtigen´´ Fragen gestellt werden bzw nur angeschnitten werden.

    Ich verstehe das Ken seinen Gast nicht zerreißen will, aus Respekt dem Gesprächspartner gegenüber…und doch wünschte ich mir das er seinen Finger tiefer in die Wunde gedrückt hätte. Wenn ein Gesprächspartner anfängt zu weinen, dann doch nur weil endlich im Kopf was passiert…in diesem Moment kann man alles oder nichts erreichen. So sehe ich das.

    Er hätte einfach den Wunsch von Ihr ignorieren sollen und weiter bohren. Ich mag Frau Heinzmann für ihre Natürlichkeit und diesen Frohsinn den Sie lebt und versucht zu verbreiten und eben auch dafür mag ich sie nicht… Das Sie „Schlechtes´´ nicht an sich ranlässt ist das Problem und ich hoffe das Ken beim nächsten Gast mit ganzer Härte vorgeht.

    Und Frau Heinzmann hat sehr wohl eine polit. Verantwortung auch wenn sie die selber nicht will. Ständig sterben Menschen oder werden anderweitig deswegen Mundtot gemacht… Sie sollte sich dessen bewusst werden und das auch ihren Fans mitgeben, denn es sind die unsicheren, sich selbst in Frage stellenden Menschen, Teenies was auch immer….die eines Tages verantwortlich sind für das was sein wird.

    Nochmal: wirklich ein tolles Gespräch. Einfach mal der echte Mensch.

    • Herr Jebsen hat in einer der letzten Ausgaben von MMM ausführlich Auskunft über Sinn und Zweck von BLVD gegeben, wobei er auch auf die von ihnen angeführten Kritikpunkte eingegangen ist.

      Sollte Herr Jebsen beginnen seine BLVD Interviewpartner zu „foltern“ wäre das sicherlich kontraproduktiv.
      Mit Zwang dürften sie hier das Gegenteil des Gewünschten erreichen.

      Um das aktuelle Beispiel anzuführen, als Bruder von Frau Heinzmann wäre ich eingeschritten hätte Herr Jebsen nicht aufgehört.
      Und sicherlich würde ich ein Interview abbrechen, das mir persönlich nicht passt.

  15. Wie bereits zuvor innerhalb diesen Formats, so auch beim aktuellen Gast von BLVD.
    Frau Heinzmann wirkt sehr authentisch.

    Im kurzen, politischen Teil bestätigen sich die Thesen von Herrn Ganser und Herrn Rothfuß, vom aktiven und passiven Medienkonsum, sowie der Feindbildgenese.

    Der Gefühlsausbruch zeugt von tiefem Mitgefühl und Abscheu gegenüber all dem Hass und der Grausamkeit auf dem Globus.
    Das extremste Kontrastbeispiel das mir dazu einfällt, ist eine Hillary Clinton die bei denselben Themen in Verzückung gerät.
    Frau Heinzmann zu nötigen tiefer in diese Materie einzusteigen, würde sie möglicherweise zerstören und wäre somit ein Verbrechen.

    Hier könnte die Aufgabe sein, Menschen wie Frau Heinzmann bei der Verkündung ihrer Botschaft von Liebe zu unterstützen und sie vor Instrumentalisierung zu schützen.
    Dafür wäre dann ihr Bruder zuständig.

    Sehr sympathisch auch die Abscheu gegenüber Geld.

  16. Interview sehr unterhaltend und aussagekräftig – klasse Fragen – Frau Heinzmann wirkt natürlich und offen – ja, es gibt Menschen für die Liebe und Freundlichkeit das Wichtigste im Leben sind und die sich für Politik nicht interessieren – ja, jeder Mensch kann dazulernen

  17. Erstaunlich, was solche Interviews immer wieder zutage fördern. Wenn man die Frau erstmal so sieht, hört, was sie macht, dann erwartet man nicht viel Tiefe. Da Ken aber Fragen stellt, auf die niemand einfach mal so antworten kann, merkt man schnell, dass sie sehr intelligent ist, kluge Antworten gibt, auch an der richtigen Stelle erstmal nachdenkt, bevor sie irgendetwas daherlabert. Und sie steht auch zu sich selbst, lässt sich nicht einfach mal so etwas aufzwingen.

    Umso aufschlussreicher dann der Part über Putin. Was können wir daraus lernen? Frau Heinzmann sagt ja selbst, dass sie sich nicht sehr für das Weltgeschehen interessiert und sich jedenfalls nicht aktiv informiert. Sie kriegt halt mal etwas mit, nebenbei aus den Medien, natürlich können das dann nur die Mainstreammedien sein (n-tv in der Hotellobby, ein ARD-Sender im Autoradio, vielleicht mal eine Tageszeitung im Flugzeug etc.), oder durch Erzählungen von Bekannten.

    „Der Putin hat mal wieder Wolken wegmachen lassen“ – für einen intelligenten Menschen gibt es hier eigentlich nur eine Reaktion: „So ein Quatsch, wer behauptet denn sowas, gibt es dafür auch einen Beleg?“ Aber man hat ja zuvor schon ab und zu seltsame Dinge über Putin gehört: „Der reitet immer nackt durch die Landschaft“. „Der hat die deutschen Urlauber in einen Stau in den Alpen gelockt“. „Der hat ein Flugzeug über der Ukraine abgeschossen“. „Der lässt alle Schwulen in Russland umbringen“. Irgendwann kann das gar nicht mehr absurd genug sein, um noch Zweifel zu haben.

    Und genau das ist der Grund, warum selbst absurdeste Propaganda wirkt. Die meisten Leute beschäftigen sich nicht so sehr mit den politischen Geschehnissen wie das etwa die KenFM-Leser und -Zuschauer tun. Die meisten schauen vielleicht die 20-Uhr-Tagesschau. Oder überfliegen täglich die Schlagzeilen der „Bild“. Den Rest glauben sie am Stammtisch, im Laden, beim Frisör, beim nachbarschaftlichen Gespräch oder abends beim Bier oder Wein mit Freunden zu erfahren. Und dann trifft dann – bestenfalls – Halbwissen auf Halbwissen, was leider nicht addiert werden kann, sondern multipliziert wird. Halb mal halb ergibt aber nur noch ein Viertel. Und leider ist es tatsächlich so, dass das nur zu einem kleinen Teil von der Intelligenz der Leute abhängt. Unwissenheit selbst der naivsten und dämlichsten Sorte findet sich nicht nur bei den Dummköpfen.

    Frau Heinzmann hat übrigens Kens Vergleich mit der Presse, die auch mal Seltsames über ihre Konzerte schreibt, sofort kapiert. Das ist die gute Botschaft: Aufklärung zu betreiben lohnt sich! Wir alle können das jeden Tag tun. Jeder einzelne Mensch, der dadurch wenigstens ins Grübeln gerät, ist ein Gewinn.

  18. Mir wurde eine bislang nur vom Namen her bekannte Künstlerin nahe gebracht und sie hat auf Anhieb mit ihrer Art gewonnen. Danke dafür. Im Laufe des Tages werde ich wohl mal ins 2015er Album ‚Chance of Rain‘ bei Spotify hereinhören.
    Sympathisch in dem Interview war, als sie Herr Jebsen erkannten, dass sie Frau Heinzmann keine politischen Satements abringen können, wie Sie sich dann auch darauf einlassen können. Das kann leider nicht jeder Journalist – empathisch sein.
    Es muss nicht jeden jedes Thema interessieren. Ich finde es in jedem Fall besser, wenn sich eine junge Künstlerin dazu bekennt, eher unpolitisch zu sein als sich auf die Bühne zu stellen und eher halbseidene, in hübsche Melodien und Rhythmen verpackte politische Parolen ins Publikum rotzen, die wegen der Kohle und der Chartplatzierung unbedingt das Wohlwollen der Mainstreammedien haben müssen.

    Bitte unbedingt weiter das Boulevard-Format!

  19. Stefanie Heinzmann war mir bisher überhaupt kein Begriff.
    In diesem schönen Interview musste ich mitweinen.
    Diese Frau ist eine ganz liebe.
    Jetzt will ich mir auch noch anhören wie sie singt.

  20. Ganz ehrlich,
    ich weiß nicht, ob es das schlimmste oder beste Interview war, was ich bisher gesehen habe. Ich mag Stefanie Heinzmann genau wegen dieser Philosophie: Alles Schlechte einfach wegzulachen bzw. unglaublich gut zu singen! Von diesem ganzen Casting-Gedöns ist sie eine, von ganz ganz wenigen, die mir positiv im Gedächtnis geblieben ist. Zunächst war ich empört, weil ich geahnt habe, dass sie gleich weint. Ich hätte direkt mitheulen können. Und Ken, ich wäre schockiert, wenn du nicht mit den Tränen gekämpft hast;) Aber, genau das will ich, mehr oder weniger emotionslosen, also vernunftgeleiteten Journalismus.
    Vielen Dank

    ps ich hab noch nie irgendwo im Netz einen Kommentar hinterlassen, aber das musste ich unbedingt loswerden.

  21. Sehr gutes Interview Ken! Wenn Tränen fließen (und das ist wirklich selten in einem öffentlichem Interview) entsteht die Chance auf Heilung und Erweiterung der eigenen Perspektive. Und es zeigt mir, wie sensibel, offen und betroffen sie ist. Daumen hoch!

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