Tagesdosis 9.8.2018 – Bots: Aufstehen, oder Linke mal wieder unter sich

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Unter einem Bot (von englisch ‚robot‘) versteht man ein Computerprogramm, das weitgehend automatisch sich wiederholende Aufgaben abarbeitet, ohne dabei auf eine Interaktion mit einem menschlichen Benutzer angewiesen zu sein(1).

Viele Menschen in diesem Land erleben seit Jahrzehnten die Politiker-Kaste als eine Form von Human Bots. Wiederkehrende Ankündigungen, Versprechen, Zusicherungen, Visionen, Verfahren wiederholen sich Jahr für Jahr. Wahlperiode für Wahlperiode. Das sich wiederholende Gelöbnis lautet: Mit mir, bzw. uns wird vieles besser. Dir, bzw. euch winkt die sichere, die schönere Zukunft. Vertraut uns. Wir kümmern uns.

#Aufstehen nennt sich die neue Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht(2). Obwohl noch vieles ungeklärt, wenig bekannt,  überrascht es nicht wirklich mit welcher Vehemenz, speziell aus sog. linken Kreisen und Ecken reagiert wird. Wozu, wer braucht eine neue linke Bewegung? Überflüssig. Und dann auch noch von der Wagenknecht und dem Lafontaine. Den Rechten unter den Linken, also denen, die gesellschaftliche Schieflagen zu Recht ansprechen, Lösungsmodelle aber vermeintlich falsch, also nicht inhaltlich links formulieren.

Nun beharken sie sich wieder, die Linken. Die 102 prozentigen Linken, meist Lenin und Marx zitierend. Die eigentlich schon immer Linken, also Die Linke & Grünen Wählenden und die vermeintlich Linken, also die SPD Gefolgschaft. Das klingt dann im entrüsteten Kommentar [von Mely Kiyak] bei der Zeit so: Das allerfalscheste Moment aber an dieser ganzen Bewegung ist und bleibt, dass Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine noch so viele schwarze DJs und syrische Journalistinnen im Exil auf ihrer Seite sprechen lassen können, sie haben ihr Bekenntnis längst abgegeben. Ihr Bestreben ist und bleibt, eine flüchtlings- und islamfeindliche, antiamerikanische, prorussische Haltung von links mehrheitsfähig zu machen(3).

Als linke Politiker prorussisch zu sein ist natürlich skandalös. Als Friedensliebende antiamerikanisch zu sein, heißt US-amerikanisch geführte Kriege zu kritisieren, ist natürlich mehr als verwerflich. Auf die journalistische Empörung folgt die Leser kommentierende Meinung auf der gleichen Seite: Eine Neuauflage der Montagsmahnwachen für die Generation Ü50Leider wird man durch diese Spaltungsbewegung – nichts anderes ist das – die Chancen auf einen gesellschaftlichen Wandel durch linke, bürgernahe Politik für lange Zeit verspielen.

Der Polit-Bot Claudia Roth, ein sog. linkes Urgestein, ist sich jetzt schon sicher: Wagenknecht relativiert Grundwerte und befördert die Spaltung der Gesellschaft. Es folgt die sich weitgehend automatisch wiederholende Aufgabe einer grünen Politikerin, vermeintlich nicht linke Bestrebungen, bzw. Analysen zu erklären: Es sei ein „himmelschreiender Skandal“, dass jedes fünfte Kind in Armut aufwachse, immer mehr Menschen von ihren Renten nicht mehr gut leben könnten und der Pflegenotstand immer größer werde, so Roth. „In einem solchen Land nimmt aber der Geflüchtete nichts den Arbeitslosen weg, wie Sahra Wagenknecht und Bernd Stegemann nun durchklingen lassen…In einem solchen Land stiehlt der Obdachlose auch nichts der Rentnerin. Vielmehr nehmen wenige Superreiche und eine Politik, die diesen Zustand akzeptiert oder gar fördert, der Gesellschaft die Möglichkeit, für mehr Solidarität und Zusammenhalt zu sorgen“, betonte Roth(4).

Klingt super, Polit-Bot Roth! Leider sowas von unglaubwürdig, dass es schon ein bisschen sehr weh tut. Der deutsche Duden nennt das schlicht Heuchelei. Den realitätsfernsten Beitrag lieferte der Vorsitzende der SPD Nordrhein-Westfalen: Die linke Sammlungsbewegung in Deutschland ist seit 1863 die SPD. Wer mitmachen möchte, kann eintreten(5). Der deutsche Duden nennt dies wiederum Realsatire.

1980 veröffentlicht die holländische Politrock Combo Bots das Album Aufstehn!, mit dem gleichnamigen Hit(6). Äußerst beliebt in sog. linken Kreisen. Die dritte Strophe lautet wie folgt:

Es gibt so viele, die wie Du auf bessere Zeiten warten,
Wo keiner sich mehr Angst um morgen macht,
Aber unser Morgenrot kommt nicht nach einer durchgeschlafenen Nacht
Wir träumen von ner Revolution hier
Doch wer will schon, daß dabei Blut fließt.
Wenn Du Dich da ganz mitbringst,
Mag sein, daß es gelingt,
Dich ganz und Deinen Traum mitbringst
Mag sein, daß es gelingt(7).

Deutschland 2018. Der Paritätische Gesamtverband veröffentlichte am Dienstag sein aktuelles Gutachten(8). Das ZDF fasst zusammen: Vertrauen in Sozialstaat verloren. Doch nicht nur die Menschen am unteren Rand der Gesellschaft bangen um ihre Zukunft. Unabhängig von der eigenen Einkommenslage sorgen sich beinahe 90 Prozent der Bevölkerung um den sozialen Zusammenhalt. Die große Mehrheit der Bürger habe das Vertrauen in den Sozialstaat verloren. Inzwischen seien so gut wie alle Menschen in ihrem Umfeld damit konfrontiert: ob es um eine bezahlbare Wohnung, einen Pflegefall in der Familie, einen Kindergartenplatz oder die Versorgung auf dem Land gehe. Die häufige Fokussierung der politischen Debatte auf Migration und Flucht lenke jedoch von den Sorgen vieler Bürger ab und verschaffe den rechtspopulistischen Parteien wie der AfD Zulauf(9).

Wie die Politik mit existierenden Ängsten und Sorgen der Menschen verfahren möchte, erfährt man auf Seite 5 des Gutachtens: Der Bundestag hat Mittel zur Gründung eines „Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ bereitgestellt. Das mit der Umsetzung betraute Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Erforschung der Ursachen und die Erarbeitung praktikabler Gegenmaßnahmen mit jährlich 10 Millionen Euro. Damit soll ein Verbundsystem aus bis zu 10 speziell profilierten wissenschaftlichen Instituten geschaffen werden. In den entsprechenden Förderrichtlinien werden als aktuelle Krisensymptome unter anderem genannt: „Auflösung traditioneller Milieus“, „Entkopplung zwischen Eliten und sogenannten ‚sozialen Verlierern‘“, „Desintegrationsprozesse, eine generell zunehmende Verunsicherung“ und anderes mehr.

Nochmal zum Genießen, wie weit sich die Politik mit ihren Erfüllungsbots von den Bürgern entfernt hat: Ein Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Erforschung der Ursachen. Übersetzt kann dies nur heißen, warum in Gottes Namen sind die Bürger bloß so ängstlich, so unzufrieden? Wir, die Politik, wissen, bzw. verstehen es nicht.

Warum finden sog. linke politische Positionen keine Mehrheiten in der Bevölkerung? Zuerst durch die sehr gern verdrängte Tatsache, ein nicht zu unterschätzender Anteil Politikverdrossenheit wurde seit 1990 durch linke Regierungsbeteiligungen auf Bundes- und Länderebene geschaffen. SPD, Grüne, wie Linke tragen auch ihre Mitschuld am Status Quo, dem Zustand und der Stimmung dieses Landes. Nun gibt es neue Überlegungen aus linken Kreisen und „Die Linke“ verfällt in altbekannte Beißreflexe. Man zerfleischt sich untereinander, wer denn nun der wahre Linke sei. Der bessere Linke. Der Superlinke. Die Linke samt Anhang, wer das auch immer sein soll, beschäftigt sich wieder mal mit sich selbst. Ein gelebter Elitismus, dem viele Menschen schlicht überdrüssig sind.

Laut Oskar Lafontaine hätten sich seit Samstag letzter Woche 50.000 Menschen bisher auf der Online Seite registriert(10). Warten wir den 4. September 2018 ab. Aufstehen klingt gut, aber wohin werden Interessierte geführt? Es wird sich zeigen, welchen Weg die Linke diesmal offeriert. Ob links, oder rechts abgebogen wird, wird sich auch durch den Winkel der Betrachtung zeigen.

Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Bot
  2. https://www.aufstehen.de/
  3. https://www.zeit.de/kultur/2018-08/linke-sammlungsbewegung-aufstehen-sarah-wagenknecht?sort=desc#comments
  4. https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/roth-kritisiert-linken-bewegung-wagenknecht-relativiert-grundwerte-und-befoerdert-die-spaltung-der-gesellschaft-a2512523.html
  5. https://twitter.com/sebast_hartmann/status/1025694728485044225
  6. https://www.youtube.com/watch?v=1lKr8J1VEHk
  7. http://www.songtexte.com/songtext/bots/aufstehn-2bcfc4c6.html
  8. http://infothek.paritaet.org/pid/fachinfos.nsf/0/c5eda480fad73dc2c12582e200306a7d/$FILE/Jahresgutachten_2018.pdf
  9. https://www.zdf.de/nachrichten/heute/paritaetischer-wohlfahrtsverband-fordert-milliarden-sozialprogramm-102.html
  10. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/oskar-lafontaine-und-sahra-wagenknecht-aufstehen-hat-50-000-unterstuetzer-a-1222312.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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18 Kommentare zu: “Tagesdosis 9.8.2018 – Bots: Aufstehen, oder Linke mal wieder unter sich

  1. Ein interessanter und sachlicher Beitrag, verehrter Bernhard Loyen, nur… wer um Himmels willen zitiert (sprich: beachtet) im Jahr 2018 eine Figur wie Claudia Roth??! Diese durchsichtige Grüne (weil ohne Substanz) unter den Olivgrünen.
    Wenn schon politische und ideologische „Gegner“ zitiert werden, dann bitte welche mit Format (falls das überhaupt möglich ist).

  2. Danke für den Beitrag!
    Seit der unauffälligsten Regierung in negativer und positiver Hinsicht der Linken in Thüringen bin ich als ehemaliger Linkenwähler geheilt. Wahlversprechen wurden nicht gehalten. An sinnfreien Gemeindeverwurstelungen hält man sich bis heute auf. Die Deisntwagen sind immer noch Audi A8 und dicker. Also die Linke in Thüringen ist ein no go! Samt ihrem selbstverliebten Landesvater, dem Nicht-Thüringer! Wir müssen uns noch immer Importe vorsetzen lassen, statt eigene Leute nicht mögen zu müssen. Sieht man sich das ganze hysterische Gehampel dieser Darsteller an, wird einem übel! Ich halte den Personenkult bzw. die Installation einer Rampensau zur Bügerverarsche für unglaublich dämlich. Wer darauf noch hereinfällt, darf sich auch so nennen. Schade ist es um manche vielleicht schon, doch sieht man mal nach, wie diese Genossen doch recht herrschaftlich leben können, wars das wieder mit Vertrauen. Leute lasst sie links liegen und sich selbst überlassen! Was Lenin und Marx mal sagten, ist völlig uninteressant und zudem ideolgisch verquirlte „merde“!

    • Moin, Axel,
      “ Was Lenin und Marx mal sagten, ist völlig uninteressant und zudem ideolgisch verquirlte „merde“!“
      Was gefällt Ihnen nicht an dem, was Marx oder Lenin gesagt haben? Es ist so einfach solche Behauptungen hier ins Forum zu setzen, man kann sich ja des Beifalls der Mehrheit hier gewiss sein! Also, ich bin gespannt, welche „verquirlte Ideologien“ Sie mir von Marx oder Lenin benennen können?

  3. Ein „Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ – das ist ja ne feine Idee.
    Warum fragen Sie nicht einfach die Bürger? Ist wahrscheinlich zu bürokratisch und zu teuer.
    Aber so schmort man, wie fast immer im eigenen Saft und kann dabei noch schön Geld verdienen.
    Mal sehen, wann das Institut mit den ersten Ergebnissen rausrückt.
    Ich schätze, bestenfalls werden wir dann von Seiten der Politik hören, die vorgeschlagenen Maßnahmen sind zwar wünschenswert aber nicht bezahlbar. Wir haben doch schon dies und das gemacht.
    Die Schwarze oder Rote „0“ fest im Blick und die 2% des BIB für die Rüstung sind allemal wichtiger als die paar Rentner, die Obdachlosen, die Arbeitslosen, Minijobber, Geringverdiener, und die Kinder, die an der Armutsgrenze sich bewegen.

    • Zuarbeit fürs Institut:

      Der Sozialstaat ist unbezahlbar!
      Entgegen aller Zahlenspiele ist Deutschland nicht sozialer geworden
      Letzte Woche ließ die Bildzeitung die Öffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin hätten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das natürlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren müsste, darüber ließ man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es nämlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden wäre, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.
      Dass wir angeblich im SozDaZ, im sozialsten Deutschland aller Zeiten, leben sollen, neutralisierte dann eine Meldung, die zeitgleich mit den 965,5 Milliarden Euro eine Nachricht wert war: Es fehlen nämlich Sozialwohnungen. Die minimierten sich gewissermaßen jährlich. Etwas mehr als 1,2 Millionen gab es im Jahr 2017 noch – das waren 46.000 weniger als noch 2016. Einige Stunden vorher konnte man außerdem noch lesen, dass laut Statistischem Bundesamt Alleinerziehende ganz besonders von Armut bedroht seien. Von den vielen Kindern, die in Deutschland in oder ganz knapp an Armut leben, ganz zu schweigen. Ferner sind seit Jahren etwa 20 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – so stellt es ebenso das Statistische Bundesamt Jahr für Jahr aufs Neue fest. Das sind keine gefühlten Realitäten, kein Bauchgefühl: Das sind messbare, auch sichtbare Entwicklungen.
      Quelle: Heppenheimer Hiob

  4. Das Problem bei dieser Bewegung liegt darin, dass sie wiederum ausschließlich auf Politik und die Meinungsabsonderung in der Öffentlichkeit fokussiert ist. Verhältnisse ändern sich aber ausschließlich durch soziale Kämpfe und Zusammenschlüsse, denen es um tatsächliche Veränderung geht.

    • Petra
      Die Bewegung hat real kein Problem. Es gibt sie ja real noch nicht.

      Virtuell werden ihr jede Menge Probleme angeboten. Eins davon bieten Sie hier an „dass sie wiederum ausschließlich auf Politik und die Meinungsabsonderung in der Öffentlichkeit fokussiert ist.“

      Ist das vielleich Ihr eigenes Problem, Petra ?

      Wenn nicht: machen Sie doch mit und tun Sie was für die linke Bewegung, indem Sie “ durch soziale Kämpfe und Zusammenschlüsse … tatsächliche Veränderung…“ bewirken. Oder durch… Ihnen wird schon was einfallen, wenn Sie wirklich positive Veränderungen wollen.

      Vielleicht haben Sie aber auch recht, dass die Bewegung nichts wird. Wenn sie nämlich in einem Jahr keine neuen und tätigen Zusammenschlüsse, effektive Lösungspläne für gesellschaftliche Probleme, Aktionen, Kämpfe gezeitigt hat, sondern immer noch nur virtuell durch die Medien gereicht wird.

      On va voir. Ich finde den Kommentar von Herrn Loyen ausgezeichnet und schließe mich auch seinem Schluß, leicht modifiziert, an . „Warten wir den 4. September 2018 ab. Aufstehen klingt gut, aber wohin werden Interessierte gehen ? Es wird sich zeigen, welchen Weg die Linke diesmal geht.“

      Gehen, tun – real – das ist für mich allerdings schon lange dran. Für viele andere auch. Tun wir uns neu zusammen

  5. In den letzten Jahren habe ich CDU gewählt, weil sie mir als das kleinere Übel erschien. Zuletzt wollte ich unbedingt Schulz verhindern und habe wieder Merkel meine Stimme gegeben. Heute bereue ich das. Derzeit würde ich AfD wählen. Daher kommt mir die Bewegung Aufstehen.de gerade recht. Ich habe mich dort mal angemeldet und will sehen, was hier passiert.
    Daher finde ich gut, dass man dieser Bewegung eine Chance gibt, schlechter als jetzt kann es ja auch nicht werden.

    • Oh doch, es kann noch viel, viel schlechter werden!

      Man muss z.B. nur das Parteiprogramm der AFD ansehen, um das ganz leicht zu verstehen. Gerade was „das Soziale“ oder die derzeit so aktuellen Umweltprobleme von diesen Leuten nun mal so gar nicht bedacht wird, Kriege und Wiederaufrüstung stattdessen befürwortet und unterstützt werden.

      Es kann also – im allgemeinen menschlichen Verständnis – viel schlechter werden, wenn diese Typen mitregieren oder wenn die anderen verrückten der Koalition sich durchsetzen.

      Es sei denn, man empfindet Krieg + Elend als gut, die Umwelt als egal und die Ärmeren als eh Selbstverantwortlich.

      Aber dann ist einem wohl ohnehin nicht mehr zu helfen…

    • Hallo Kitkat,

      die Sache mit dem schlechter kann es auch nicht werden bezog sich nicht auf die AfD, sondern auf die Ideen der neuen Bewegung Aufstehen.de. Mir ist schon klar, dass die AfD eine neoliberale Partei ist. Für mich wäre in erster Linie wichtig, dass Deutschland aus der NATO austritt, sämtliche Militärstützpunkte der USA aus Deutschland abgezogen werden und dem Casino-Kapitalismus der Garaus gemach wird. Ich bin gespannt welche Ideen die neue Bewegung hat. Ich habe noch nie die LINKE gewählt, aber schauen wir mal, was hier für Vorstellungen unterbreitet werden.

    • W. Altpeter: “ Ich bin gespannt welche Ideen die neue Bewegung hat. Ich habe noch nie die LINKE gewählt, aber schauen wir mal, was hier für Vorstellungen unterbreitet werden.“

      Das ist bedauerlich und es hilft sicher, x deren Programm anzusehen, das dem der neuen Bewegung sicher stark ähneln wird.

      Aber z a u b e r n können die natürlich auch nicht, weder als kleine Partei noch als neue Bewegung gegen all diese Verrückten in der Regierung und bei all den Problemen, die uns beschäftigen.

  6. Ich hätte auch Kritik an der Bewegung anzubringen und große Zweifel, ob das was werden kann. Aber wenn überhaupt, dann gibt es nur diese (wohl letzte) Chance, ob es uns passt oder nicht. Man muss nun mal eine Vielzahl an Menschen überzeugen und von einem gemeinsamen Programm überzeugen, wenn man in der Realität etwas ändern möchte. Und nicht nur in irgendwelchen Foren intellektuelle Masturbation betreiben will.

    Sich angesichts übermächtig erscheinender Gegner in den „eigenen Reihen“ gegenseitig zu zerfleischen, ist völlig bescheuert, wie der Artikel natürlich zurecht ausführt.

    Daher: Ich hoffe auf diese Bewegung und kann mir auch vorstellen, mich da aktiv einzubringen.

  7. „Die Rechten unter den Linken“, har har.
    Sind Sie sicher, daß es sich nicht um die Linken innerhalb der Rechten unter den Linken handelt?
    Oh jeminee, was hat sich Euer politisches Denken und Handeln ad absurdum geführt.
    Wer mag da auch nur noch zuhören oder mitlesen.

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