Boxenstopp: 9. November ’89 – Die Archivkiste von Bernd Leyon

Der heutige 9. November 2019 wird hinsichtlich der Bedeutung des 30. Jahrestages des sog. Mauerfalls für Menschen, die diesen Tag erleben durften, in der Betrachtung individuell ausfallen. Der Blick zurück, die Erinnerungen sind eingefärbt von den persönlichen Erfahrungen, den Umständen rund um dieses historische Ereignis.

Auch die Redaktion von KenFM beschäftigt dieser Tag, sowie die kommenden Wochen und Monate des permanenten Rückblicks auf die letzte Phase des alten Kalten Krieges. Des Noch-Zustandes zweier deutscher Staaten, der BRD und der DDR.

Aus diversen Gesprächen zu dieser Thematik ergab sich die Erkenntnis, ein Redakteur des Teams war individueller Zeitzeuge des Jahres 1989.

Er war (und ist) Berliner, neugierig und immer mit einer Kamera in der Tasche. Auch ihn überraschten die Ereignisse des 9. und 10. Novembers ’89, sowie die aufregenden und ereignisreichen Folgemonate. Sein damaliger Gedanke: dies muss dokumentiert, für die Nachwelt erhalten werden. Festgehalten in Form von Fotografien. Trocken gelagert über die Jahrzehnte in einer – Archivkiste.

Ken Jebsen, als Nicht-Berliner jener Tage, stellt mit interessiertem Blick auf die Originalfotos Fragen und lässt Bernd Leyon, für sich und die User von KenFM, aufschlussreich aber auch unterhaltsam diese spannende Zeit erklären. Die Bilder wurden zum erweiterten Verständnis des Gesprächs, für Interessierte, eingescannt.

Wir wünschen erkenntnisreiche Einblicke in das 80er Jahre West-Berlin des letzten Jahrhunderts und in die Archivkiste von Bernd Leyon.

Redaktionelle Anmerkungen:

  • Ja, es war ein Schwarzwaldurlaub – nicht urwald.
  • Nein, Markus Wolf war nicht oberster Stasi-Chef, er war Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung, dem Auslandsnachrichtendienst im Ministerium für Staatssicherheit der DDR.
  • Ja, die SED hieß ab 1990 LL / PDS
  • Die verdrängte Schriftstellerin heißt Christa Wolf.

Quellen:

Alle dargestellten Fotos sind © B.Leyon

Ausnahmen stellen dar:

Fotograf: 14. N.Bauer, 18. RBM (Bild-ID: M6EYCN), 20. Wikimedia Com., 21. R.Ebberg, 26. Wikimedia Com., 41. Wikimedia Com., 54. U.Häßler, 55. Wikimedia Com., 56. Wikimedia Com.

Foto unbekannt: Bild Nr.: 1, 3, 9, 12, 16, 19, 40, 42, 57, 80, 99, 100

Bewegtbild Youtube Quellen:

Tagesthemen:

https://www.youtube.com/watch?v=O_jsVWQG77o

Demo 04.11.89:

https://www.youtube.com/watch?v=pD6K6r2ku4Q

Pressekonferenz Schabowski:

https://www.youtube.com/watch?v=bsJyUS0HP2U

Tagesschau 09.11.89:

https://www.youtube.com/watch?v=llE7tCeNbro

Aktuelle Kamera 09.11.89:

https://www.youtube.com/watch?v=1vUk1tHcGpE

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse:18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

8 Kommentare zu: “Boxenstopp: 9. November ’89 – Die Archivkiste von Bernd Leyon

  1. Ich nutze sehr sehr viele Beiträge von mp3. Auch KenFM im Gespräch und selbst Positionen. Da spannt sich so richtig schön die Leinwand zwischen den Ohren auf . . . – KopfKino – Außerdem wird das Gesagte bei der hohen Informationsdichte viel besser verinnerlicht. Gerade dieses Format ist genau meins. Ein gutes informatives Gespräch und zwischendrin einige Bilder zum verdeutlichen – super -. Außerdem in diesen Zeiten der tiefgreifenden Diskussionen…. Auf Arbeit oder unter Freunden kann man bei passendem Thema gern die mp3 mitgeben. Man muss dann nicht die mobilen Datenvolumen Anderer einfordern.

  2. Ich kann mich in den letzten Jahren des Verdachts nicht erwehren, daß das 1989 eine erfolgreiche Farbrevolution war um die NATO direkt an die russische Grenze zu bringen.
    Aussagen, daß die westl. Geheimdienste insbesondere die CIA vom Fall der Mauer überrascht wurden, sind für mich so glaubwürdig wie die Aussage, daß sie von 9/11 überrascht wurden. Wer soll das bitte glauben?!

    • Ich glaube nicht einmal, dass die Sowjets so ganz ohne Strategie die Grenze aufgemacht haben:

      Bisher leider nur in Englisch:

      Golitsyn, New Lies for Old: The Communist Strategy of Deception and Disinformation. Oder Sejna: We Will Bury You.
      Auf deutsch hat sich ein Herr Mann damit beschäftigt, der den Sowjets eine Langzeitstrategie nachweist. Die hat es gegeben, die Farge ist, ob diese 89 untergegangen ist oder ob 89 Teil der Taktik war.

      Wenn ich sehe, wie die SED-Merkel den Westen vollends zerstört, dann kommen die Roten sicher bald wieder.

      Wäre doch albern zu glauben, dass der mindestens zweimächtigste Apparat der Welt einfach stiften geht ohne Anschlusstaktik.

      Für mich undenkbar.

    • Deshalb lieber noein hetzen diese Leute auch so vehement gegen Putin, der keinen Kommunismus will, sondern echten Kapitalismus (nicht zu verwechseln mit dem Kartellismus, den wir im Westen haben). Auch deswegen wird hier im Westen diese CO2 Lüge so promotet. Es ist ein geopolitischer Schachzug gegen Russland,China und die gesamte, sich entwickelnde3. Welt.

  3. Die DDR. Aus spiritueller Sicht : Geister einer gewaltsamen Tötung. Geister welcher ihre Heimat ihr Zuhause suchen. Alle reden nur …. nein … der Westen redet nur über den Fall der Mauer als wäre eine düstere Seifenblase geplatzt und deren gesamter Inhalt der Freiheit entflohen. Aber so einfach ist das nicht, denn nach der WENDE wurden wiederum viele Familien getrennt. Mütter und Väter welche ihre Kinder verabschiedeten. Viele Menschen standen auf dem Scherbenhaufen ihrer Existenz. Einem Scherbenhaufen den der Hammer der Freiheit hinterlassen hat und die Fackel der Gerechtigkeit hat mit ihrem Feuer die Demokratie in das Land gebrannt. Alles wurde getilgt als hätte die DDR nie existiert. Wie einst bei unliebsamen Pharaonen, deren in Stein geschlagene Schriften und Bilder ausgeschlagen wurden, um diese aus der Geschichte zu verbannen.

    • ja das fiel mir auch auf, 1960 bin ich noch mit meinem Motorrad die Grenze zwischen West und Ostberlin abgefahren, mal war der Bürgersteig West und mal Ost. Die Vopos haben es geduldet. Aber richtig berichtet: Man konnte riechen, wann man im Osten war, draußen die Zweitakter-Mischung und drinnen die Reinigungsmittel! 😉

Hinterlasse eine Antwort