Boxenstopp: Alexander Knöller über CoExist

Coexist – 7 Symbole – 7 Weltreligionen – 7 Milliarden Menschen, die heute auf der Erde leben.

Interessant hierbei, der größte Teil davon gehört einer spezifischen Glaubensrichtung an.

Jene, die sich als nicht gläubig bezeichnen, sind weltweit in der Minderheit. Leider bestimmen heute in der medialen Öffentlichkeit Halbwahrheiten die Diskussion, wenn es um Religion geht. Das Thema ist emotional aufgeladen.

Zeit für KenFM, sich eingehender mit den bekanntesten Religionen zu befassen und Repräsentanten der größten Glaubensrichtungen selber zu Wort kommen zu lassen.

Warum glauben Sie?

Wir gaben dem freischaffenden Journalisten, Alexander Knöller, die Möglichkeit, die Sendereihe „CoExist“ bei KenFM online zu stellen.

Wir freuen uns über euer sachliches Feedback zum Thema.

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34 Kommentare zu: “Boxenstopp: Alexander Knöller über CoExist

  1. Zu Quantenphsik und sogenannter exakter Wissenschaft ein Zitat von Max Planck, dem Begründer der Quantenphysik: „Denn, so zuverlässig die Wissenschaft arbeitet, so bedenklich gestaltet sich die Frage nach dem Fundament, auf dem sich ihr Gebäude erhebt. Denn, eine voraussetzungslose Wissenschaft gibt es nicht. Aus nichts lässt sich nichts folgern, auch nicht mit den exaktesten Methoden. Die große Frage nun, an welche Grundprinzipien die exakte Wissenschaft anzuknüpfen hat, ist von jeher der Gegenstand der tiefsinnigsten Forschung der Philosophen aller Zeiten und Länder gewesen, von Hales bis zu Hegel. Aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass eine Antwort im abschließenden Sinn nicht zu finden ist.“
    Wer seine Kenntnis zu dieser Frage vertiefen möchte, sollte sich den unterhaltsamen und lehrreichen Vortrag von Vera F. Birkenbihl – „Von null Ahnung zu etwas Quantenphysik“ unter dem Link:
    https://duckduckgo.com/?q=Birkenbil+Null+Ahnung+quantenphysik&t=ffsb&iax=videos&ia=videos&iai=XRLMkcJM4kk
    anschauen.
    Und zu hj-allemann noch eine Antwort: Nein, ich bin kein Kreationist, ich habe auch keinen Pfarrer und bin kein kleiner Junge. Sie sagen, dass es Atheisten aus wissenschaftlicher Erkenntnis gibt. Somit meinen Sie also, dass Sie die Nichtexistenz einer außerhalb unserer verstandesmäßig fassbaren Erkenntnis liegenden Kraft oder Intelligenz oder eines Bewusstseins oder von mir aus auch von etwas wie Gott (was auch immer das ist) wissenschaftlich beweisen können? Wenn Sie mir diesen unwiderlegbaren wissenschaftlichen Beweis bringen, dann akzeptiere ich Ihre Behauptung, dass es Atheisten auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis gibt. Mir ist ein solcher Beweis allerdings noch nicht untergekommen, was bedeutet, dass auch der Atheismus auf Glauben basiert. Sie glauben eben an die Nicht-Existenz von Gott/Göttern. Das können Sie auch mit flaspsigen Bemerkungen nicht wegdiskutieren. Ich bin gespannt auf Ihren Gegenbeweis, aber bitte nicht polemisch, sondern mit knallharten Fakten und ohne Geschwafel.

  2. Religöse Kriege jetzt mal den nahen Osten ausgenommen(wo sonst gibt es denn religiös bezeichnete kriege?… oh mannn alter… Jebsen ok, jeder darf mal was sagen, find ich auch super, aber hier wollen wir mal klarstellen, dass komischerweise die Knöller’schen Religionen und Arten von Sekten hier im Interview mit Ausnahme der Judenheit, einigermaßen neutral dargestellt werden.. na gu,t aber jeder darf mal, oder nicht?

  3. Jesus geht aus dem Judentum hervor.. alles klar mein Freund.. dass sowas kommt hätte ich auch schon vorher raten können. Die zentrale Schrift der Juden ist der jüdische Talmud. Erzähl nicht so einen Blödsinn und tu so als ob Du total ohne Vorbehalt da reingegangen wärst. #honorarschreiberling

  4. Ein sympathisches Interview. Auf einen kleinen, aber nicht unwichtigen Fehler möchte ich hinweisen. Ken Jebsen führte das Zitat an, die Religion sei „Opium fürs Volk“. Aber Marx spricht von „Opium des Volkes“. Warum ist das ein Unterschied? Weil Religion eben – gesellschaftlich gesehen – zwei Seiten hat: Zum einen ist sie (nicht vom Ursprung, aber von der Praxis und ihrer Institutionalisierung gesehen) Herrschaftsmittel, z.B. war der Katholizismus die Herrschaftsideologie des feudalen Mittelalters. Und nicht nur „Islamisten“, sondern auch amerikanische Präsidenten idealisieren damit ihre Kriege. Aber zum anderen ist Religion auch ein Bedürfnis der Beherrschten. Das drückt der religionskritische junge Karl Marx sehr sensibel aus, wenn er schreibt: „Die Religion ist [auch] der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
    Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.“ Das will sagen: wer die Religionen als Religionen kritisiert, der müsste auch zugleich menschenfeindliche und angstproduzierende Verhältnisse bekämpfen, die sie für viele Menschen notwendig machen. Alexander Knöller hat ja darauf hingewiesen, dass meist am Anfang die Not gestanden hat.

  5. Wenn (der) Glaube wie Rückenwind erlebt wird, also beflügelt,
    ermutigt, wüsste ich nicht was dagegen sprechen sollte.

    Wenn Religion aber niederdrückt, unfrei, klein und abhängig
    macht, man sich damit unzulänglicher fühlt oder wie „Opium
    fürs Volk“ wirkt, also hilft, Abhängigkeit, Enge usw. besser zu
    ertragen, statt sie zu überwinden und also mithilft, den
    Menschen zu verzwecken, muss Mensch sich daraus befreien!

    Das wäre für mich eine Meßlatte, die ich an eine jede
    Religion anlegen würde.

    Gewissenserforschung ist eine Sache, die man entweder im
    Religions- oder Ethikkurs lernt und die regelmäßig hilft,
    selbst Kurs zu halten, wenn man sich etwa abends fragt, ob
    man jemand gekränkt oder geschadet hat und sich vornimmt,
    sich zu entschuldigen. Oder: War ich zu streng zu meinem
    Kind u.ä. Auch das Unterlassen von Hilfe wirft man sich
    mitunter vor.
    Wenn man das dann so für sich geklärt hat, kann man beruhigt
    einschlafen.
    Fragt man Menschen, was sie als schönste Abendlieder in
    Erinnerung haben, sagen viele, dass ihnen die warme, ruhige
    und tröstliche Melodie von „Der Mond ist aufgegangen“
    (Matthias Claudius) das Gefühl von Geborgenheit gegeben
    habe, ältere Menschen sagen häufig, dass ihnen die letzte
    Strophe „Verschon‘ uns Gott mit Strafen und lass‘ uns ruhig
    schlafen und uns’ren kranken Nachbarn auch“ besonders gefiele
    (Bsp. Helmut Schmidt in dem Video mit Peter Scholl-Latour).
    Auch häufig genannt:
    „Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin…“

    Weil ich einige depressive Menschen kenne, die sich um einen
    Zugang zu solchen „frommen“ Versen bemühen, schon allein um
    weniger Depressiva schlucken zu müssen, halte ich es für Eltern-
    pflicht, Kindern diese nicht vorzuenthalten und womöglich so
    einen Nonsens anzubieten wie: “ lass‘ uns Laterne laufen.“
    Weglassen geht immer, umgekehrt scheinbar weniger.
    Es gibt eine herrliche Anekdote hier, wie Fränzken jeden morgen
    vor der Schule zu Oma … kam um mit ihr zu beten, wobei nicht
    überliefert ist, ob es die Kerze war, die sie dabei anzündeten oder
    die Lieder die sie zusammen sangen. Auf jeden Fall hat er etwas
    gefunden, was ihm so wichtig war, dass er dieses Ritual nie ausließ.

    Der Mensch ist wohl irgendwie so angelegt, dass er nicht nur seine
    biologische Abstammung kennen will, sondern auch irgendwie eine
    Antwort nach woher und wohin sucht oder fragt: Interessiert sich
    überhaupt jemand für mich, wenn ich mir mal total verlassen vor-
    komme, wenn ich meine, dass ich alles vergeigt habe.
    Auch ein Fluch zum Luftablassen, kräftig und im Dialekt, kann
    Wogen glätten und verhindern, dass man einen persönlich beschimpft.
    Letztlich erwünscht der Mensch sich wohl eine positive Rückbindung,
    die ihn stärkt, tröstet, betätigt und ihn Freude erfahren lässt.

  6. Jeder Mensch glaubt an etwas, auch der Atheist. Wenn er sagt: „Das glaube ich nicht“, ist das ja schon sein persönliches Glaubensbekenntnis. Die so genannten harten Fakten der materialistischen Wissenschaft werden durch die Quantenphysik mehr und mehr erschüttertund nach und nach als Glaubenssystem entlarvt. Es gibt viele Hinweise darauf, dass es eine Welt oder viele Welten hinter der Existenz gibt, die für unsere Sinne wahrnehmbar ist. Da auch unser Gehirn ein Teil unseres Wahrnehmungsapparates ist, kann es die Phänomene jenseits seiner Wahrnehmbarkeit nicht begreifen, sondern nur vermuten oder logische, historische, empirische, faktische, wissenschaftliche und intuitive Hinweise als Fingerzeig auf die denkbare Existenz mental nicht erfassbarer Phänomene für höchstwahrscheinlich annehmen. Religiöse Erfahrung jenseits des Verstandes entsteht, wie zahlreiche spirituelle Quellen berichten, durch Intuition über die Seele, das Herz. Der Kern aller Religionen ist die Suche nach unserem unsterblichen Selbst, unserer göttlichen Seele, jenseits des vergänglichen Ego-Verstandes. So genannte Religionskriege haben immer etwas mit dem Ego, also mit der dogmatischen Auslegung von Religion, dem Missbrauch für persönliche Ego-Machtansprüche zu tun und niemals etwas mit dem spirituellen Kern jeder Religion. Den Missbrauch von Religionen durch dogmatische Monopolansprüche zum Aufbau einer Machtstruktur kann man zu Recht als ‚Opium fürs Volk‘ bezeichnen. Dieser Missbrauch hat aber mit der wirklichen religiösen Essenz nichts zu tun, er liegt auf der gleichen Ebene wie jede andere Form manipulativer Täuschung mit der Absicht, persönliche Herrschafts-und Besitz-Interessen zu verschleiern.

    • „Jeder Mensch glaubt an etwas, auch der Atheist“ So? Es gibt Millionen Atheisten, unter denen sicherlich auch solche, die sagen, sie glaubten an keine Götter. Nicht anders als viele andere Menschen, die sagen, sie glauben irgendwie an was Göttliches, nur an den ganzen Kirchenkram nicht. Das kann man sicher als Glaubensbekenntnis bezeichnen, aber doch nicht verallgemeinern für die Millionen Atheisten und Agnostiker, die das aus (wissenschaftlicher) Erkenntnis heraus sind.

      Ihre Aussage „der Atheist“ ist Glaube. Darf es auch bleiben, egal wie die Wirklichkeit ist. Aber erkenntnistheoretisch ist Ihre Aussage falsch, denn da können Sie nicht mehr von „dem“ Atheisten sprechen.

      Worum geht es Ihnen? Ich glaube, Ihnen geht es nur darum den Unterschied zwischen Glauben und wissenschaftlicher Erkenntnis zu verwischen. Ich glaube zum Beispiel auch, daß Sie das schreiben

      * weil Sie ein verkappter Creationist sind
      * ein kleiner Junge sind, von seinem Pfarrer vorgeschickt
      * und noch ein paar Dinge mehr

      Warum? Weil sie davon sprechen, daß es Hinweise auf eine Welt jenseits unserer Existenz gäbe und leiten dann dazu über: „…wie zahlreiche spirituelle Quellen berichten…“ Eben! Diese Hinweise sind nichts als Äußerungen von Gläubigen und haben nichts mit wissenschaftlicher Erkenntnis zu tun, genauso wenig wie mein geäußerter Glaube über Sie nichts mit Erkenntnis zu tun hat. Ich weiß das ja nicht und kann auch nicht behaupten, daß es so sei, obwohl es in Ihrem Beitrag genügend Hinweise darauf gibt ,zum Beispiel:

      „Die so genannten harten Fakten der materialistischen Wissenschaft werden durch die Quantenphysik mehr und mehr erschüttertund nach und nach als Glaubenssystem entlarvt.“ Diese Aussage ist einfach falsch. Was sind denn „harte Fakten“? Handelt es sich bei der Quantenphysik nicht um Fakten? Einfach gesprochen (ich bin kein Physiker): Quantenphysik beschreibt im wesentlichen Zustände im subatomaren Bereich, die in bestimmten Fällen nicht unserer Alltagserfahrung entsprechen. Von Widerspruch zu Fakten oder Glaubenssystemen ist da bei Wissenschaftlern nirgends die Rede. Das haben Sie konstruiert, ob wissentlich oder nicht, spielt keine Rolle. Es soll nur Menschen, denen das nicht so bewußt ist, weiter verwirren zugunsten irgendeines Glaubens; das glaube ich widerum nur, kann es nicht beweisen. Möge sich jeder selbst eine Meinung bilden.

      Das Gute an Wissenschaft ist, sie ist ständig auf der Suche nach Wahrheit, dazu gehört, daß Theorien immer wieder auf dem Prüfstand stehen. Mit Glauben ist das anders, da muß nichts auf den Prüfstand.

    • E.Witte, ich finde, sie haben das ganz gut zusammengefasst. Jedenfalls das, was Glaube, was Religion im Idealfall sein und bewirken könnten oder sollten. Aber in Wirklichkeit ist es ja leider nicht so. Es gibt sicher in allen Religionen gemeinsame Berührungspunkte, sodass sich die Menschen nicht zwingend darüber streiten müssten.
      Es ist mir völlig egal, woran ein Mensch glaubt, so lange dieser Glaube nichts mit Gewalt und Unterdrückung zu tun hat. Leider finde ich das bei den Abrahamitischen Religionen nicht so und insofern sehe ich Jesus von Nazareth tatsächlich als den „Erlöser“ an, zumindest für die westliche Hemisphäre, aber eigentlich auch für die ganze Welt.

  7. Finde ich super …
    Wenn man bedenkt, dass wegen Religionen schon so viele Menschen sterben mußten, weil sich Jede für die Eine hielt, ist es wirklich an der Zeit mal alle auf eine Ebene herab zu stutzen und allen das Wort zu geben.
    Respekt vor dem Engagement von Alexander Knöller!
    Ich freue mich auf das, was da kommt….

  8. Aus den Symbolen der Religionen ein „Coexist“ zu basteln, gefällt mir ausgesprochen gut und deutet schon an, wohin das hier führen soll.
    Sich diesem sensiblen Thema auf diese Weise zu nähern, halte ich auch für ziemlich clever.
    Man hört schon den substanzlosen Gegenwind pfeiffen, aber sowas ist dieses Portal hier ja leider gewohnt…

    Ich freu mich auf die Reihe und erhoffe mir einen Zugewinn an Wissen und Verständnis.

  9. Liebe und Totschlag, insoweit wir Menschen das zurückverfolgen können, war das immer schon so. Scheint auch wohl beides in unseren Genen angelegt zu sein. Von unseren Primatenvettern haben wohl nur die Bonobos „bessere“ Gene, denn sie bevorzugen Sex zur Konfliktlösung.

    Zur Lösung von Konflikten sind Regeln nützlich, sowohl im friedlichen Miteinander als auch im weniger friedlichen Gegeneinander, selbst erfolgreiche Kriegsführung braucht Regeln.

    Dazu kommt die Frage, woher kommen wir, wohin gehen wir. Daß wir sterben müssen, ist ja irgendwie schwer begreiflich. Trost ist da sehr nützlich.

    Mit der Entwicklung des menschlichen Gehirns kommt dann ja auch der Wunsch nach Erklärungen. Die sind aber sehr schwer zu finden. Da breitet sich ganz natürlich der Glaube aus, der es auch erlaubt, einen positiven Endzustand nach dem Tod zu finden, sei es Nirwana, Himmel oder sonstwas Erstrebenswertes. Das liefert den gewünschten Trost.

    Soweit ich aus unserer westlichen Kultur weiß, fingen wissenschaftliche Überlegungen/Erklärungen mit den alten Griechen an. Wissenschaft – zumindest in unserem Kulturkreis – hat sich immer wieder nur im Streit mit dem organisierten Glauben durchsetzen können. Unsere „christlich-jüdische“ Tradition (z.B. Verbrennen von Büchern und Hexen) hat einen ziemlichen Knacks mit der Aufklärung bekommen.

    Nur noch ca. 55% der Deutschen sind in christlichen Kirchen Mitglied. Manche davon sind immer noch Kirchenmitglied, weil sie sonst ihren Job verlieren. Einige Nichtkirchenmitglieder glauben „trotzdem“, es sind also nicht alle verbleibenden 40% (Moslems etc. abgezogen) Atheisten.

    Eigentlich glaubt jeder Gläubige individuell. Die einen an die Jungfrauengeburt, die anderen nicht. Die einen zitieren nur die „guten“ Stellen ihrer Religion, andere die kriegerischen, z.B. Djihad, Judenprogrome, Kreuzzüge. Bei Nachfrage wird man ein extrem buntes Kaleidoskop an Glaubensbestandteilen finden. Die Mehrheit der Deutschen glaubt sogar, es habe einen Jesus wirklich gegeben – das nenne ich mal erfolgreiche Propaganda.

    Es gibt auch Menschen, die wissenschaftlich arbeiten, also eigentlich nicht glauben, die sagen, vielleicht gibt es doch ein höheres Wesen, wer weiß. Eben, weiß keiner. Alles was wir sagen können ist, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott/Götter.

    Inzwischen gibt es wahnsinnig viel, was wir erklären können. In Bezug auf die Welt, in der wir leben, ist die Menge unserer Erklärungen allerdings fantastilliarden mal kleiner als ein Atom. Aber zu dem Wenigen, was wir erklären können, gehört der Glaube. Der Glaube hingegen erklärt gar nichts und ist deshalb beliebig.

    Diese Beliebigkeit des Glaubens ist auch so brauchbar, wenn man ihn als Religion organisiert, predigt, missioniert etc. Da zitieren die einen die Bergpredigt (ist mir sympathischer) und die anderen segnen Waffen. Da werden wir in dieser Serie, auf die ich mich freue, sicher verschiedene Variationen hören. 6 von Millionen, schätze ich.

    Aber ich zweifle stark, daß Religionen uns helfen können, Konflikte zu lösen. Die Reichen, so der Supermilliardär Warren Buffet, führen ja bereits Krieg gegen 99% der Menschen. Wir werden wissenschaftlich weiter forschen müssen, um bessere Strategien zu entwickeln, wie Konflikte friedlich gelöst werden können. Wird verdammt schwer.

    Aber falls da einer vorher den größeren Knopf drückt, war es das sowieso. Ich bleibe dennoch optimistisch

    • Ja die Bonobos mag ich auch sehr! 🙂 Die Bonobos sind schwarz, die Schimpansen weiß, ansonsten sehen sie gleich aus. Die weißen Schimpansen töten und sind kriegerisch, deshalb mag ich die Bonobos einfach lieber. Aber damit oute ich mich ja schon fast als Affenrassist.

      Wie kommst du darauf, dass wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen können, es gäbe weder Gott noch die Götter? Die Evolutionstheorie ist ja am Ende auch nur eine Theorie und es gibt sogar Biologen, die sie widerlegt haben wollen.
      Könnten wir dann nicht auch mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit sagen, es gibt Gott und die Götter? Was antwortest du den Menschen, die Kontakt hatten?

      Ich mein diese beiden Fragen wirklich ernst. Ehrliches Interesse, weil ichs z.B. genau rumgedreht sehe und gern wüsste, wie du darauf kommst bzw das begründest. Im Endeffekt ist noch niemand wieder ausm Grab aufgestanden um zu berichten. Und selbst wenn – würden wir ihm glauben?

      Hast du schon mal von Eben Alexander (Neurochirurg, Nahtodskeptiker, war 7 Tage hirntot) gehört? Der hat ein tolles Buch geschrieben „Blick in die Ewigkeit“, ohne Dogmen und Religion. Hat damit seine Karriere an den Nagel gehangen und wird von seinen Kollegen jetzt belächelt. Sollen wir ihn einfach als Lügner bezeichnen? Wäre das nicht anmaßend, wo wir ihm ja nicht das Gegenteil seiner Erfahrungen beweisen können.

    • liebe und Totschlag, inwieweit wir Menschen das zurückverfolgen können, war das schon immer so. Scheint auch wohl in unseren Genen angelegt zu sein. Von unseren Primatenvettern haben wohl nur die Bonobos „bessere“ Gene, denn sie bevorzugen Sex zur Konfliktlösung.

      Das typische Mainstram -Argument. Erst mal können wir unsere Geschichte höchstens bis zum Beginn dieser patriarchalen Hirtenkultur zurück verfolgen, unserer sog. „Zivilisation“ in Bezug auf Kriege und das Töten allgemein. Was die Primaten angeht, bedenkt kaum jemand, dass deren Sozialverhalten immer unter Aufsicht und Einfluss von Menschen beobachtet wurde und es ist bekannt, wie stark gerade Affen Menschen imitieren. Besonders, wenn es sich um die intelligentesten handelt, nämlich um die Schimpansen. Von den Gorillas oder gar den Orang Utans ist hier gar nicht erst die Rede. Man kann u.a. darüber auch nachlesen in dem Buch: Schmerzgrenze von Prof. med. Dr. Joachim Bauer. Es handelt von der Erforschung der Aggression.

    • @Enttäuschung
      Der erste Absatz ist nicht als Zitat kenntlich gemacht, aber fast identisch mit dem was ich schrieb. Darin ist nur das Wort „insoweit“ durch „inwieweit“ geändert worden. War das aus Versehen oder hat es eine Bedeutung? Im Folgetext heißt es dazu: „Das typische Mainstram -Argument.“ Ist das eine Anklage? Was ist ein „typisches“ Mainstream Argument und was folgt daraus in Bezug auf richtig oder falsch?

      Inwieweit wir unsere Geschichte zurückverfolgen können, habe ich nicht erwähnt, nur insoweit wir sie rückverfolgen können, gab es Liebe und Krieg. Ist ja wohl richtig, oder? Selbst wenn es Hitler, Stalin oder Al Capone gesagt haben sollte.

      @Kristana
      Die Existenz von Gott/Göttern kann nicht bewiesen werden. Diesen Satz kann man „umdrehen“: Die NICHT-Existenz von Gott/Göttern kann nicht bewiesen werden.

      Nicht „umdrehen“ kann man „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott/Götter.“ Der entscheidende Unterschied beruht auf Mathematik/Wahrscheinlichkeitsrechnung und Beweisen.

      Erkenntnis, Wissenschaft etc. ist im Unterschied zum Glauben etwas, was Beweisen unterliegt. Es muß möglich sein, die aus Wissenschaft/Erkenntnis gebildete Theorie zu bestätigen oder zu widerlegen. Glauben kann man nicht widerlegen, selbst wenn einige von Irrglauben, Aberglauben etc. sprechen.

      Die Bildung einer Theorie und ihre Bestätigung/Widerlegung ist natürlich ein komplizierter Vorgang. Schon schwierig genug in den Naturwissenschaften. Der olle Pythagoras sprach schon von der Kugelform der Erde und des Mondes. Ich glaube (sorry, leicht dement), der hatte das durch Messungen der Sonneneinstrahlung in tiefen Brunnenlöchern ermittelt. Andere hatten zu der Zeit gute Argumente dagegen. Wir kennen wahrscheinlich alle die Geschichte von Kopernikus, der die Erde aus dem Zentrum holte und die Sonne in den Mittelpunkt des Geschehens stellte. Dann wurde die Sonne an den Rand der Milchstraße gerückt, im letzten Jahrhundert wurde dann klar, daß die Milchstraße nur eine unter Milliarden von Galaxien ist und jetzt hinterfragen die ersten Physiker die Theorie vom Big Bang. Bei dieser Entwicklung spielte Glauben keine Rolle. Macht aber nix, erst kürzlich berichteten die MSM, daß irgendsoein Imam aus Saudi-Arabien die Erde wieder zur Scheibe erklärte – was beweist ;-), daß erwiesene Theorien/Tatsachen/Erkenntnisse wahre Gläubige nicht erschüttern können.

      Noch komplizierter wird die Sache mit der Verifizierung/Falsifizierung z.B.: bei den Sozialwissenschaften. Wissenschaft ist ja auch immer interessengeleitet und wenn es nur menschliche Eitelkeit ist, die den einen Wissenschaflter dazu verleitet, mit seiner Theorie „besser“ da zu stehen als der andere. Natürlich werden auch Klasseninteressen dabei realitätsverdrehend durchgesetzt. Man denke nur an die deutsche Begrifflichkeit von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die letzteren das Gewand der Mildtätigkeit umhängt. Die geben nicht nur Arbeit, sondern auch noch Geld, während die brutalen Arbeitnehmer alles an sich reißen, Arbeit und Lohn! Absurder nur noch der Beweis: „Die Partei hat immer Recht!“

      Jede Erkenntnis, die wir haben, haben wir komplett ohne Glauben erlangt, nur durch ständige Überprüfung in der Praxis – und da ist Gott/Götter bis jetzt nicht zu finden gewesen. Deshalb sage ich: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott/Götter. Aber das ist eben auch kein Beweis. Also glaube jeder, was er will, so lange er dem humanistischen Grundsatz folgt: „Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg‘ auch keinem Andern zu!“

      PS: Was Nahtoderfahrungen betrifft, hätte ich auch eine Menge zu sagen, aber irgendwie führt das hier zu weit. Das letzte Interessante dazu habe ich gelesen bei Holm Gero Hümmler: „Relativer Quantenquark – Kann die moderne Physik die Esoterik belegen?“

  10. Was schon mal grundsätzlich verkehrt ist: Himmel und Hölle mit Yin und Yang gleichzusetzen. Das zeigt, dass Herr Knöller sich bisher nur sehr oberflächlich mit Religionen beschäftigt hat. Die Hölle, der Dualismus, ist nämlich eine Erfindung der westlichen Hemisphäre. In den Fernöstlichen Religionen gibt es sie so nicht. Das Yin und Yang z.B. hat mit Himmel und Hölle oder „Ordnung und Chaos“, wie Knöller sich auch ausdrückte, gar nichts zu tun, sondern Yin ist die „weibliche“ Kraft und Yang ist die „männliche“. Aber auch nicht im Sinne eines Geschlechterkampfes, sondern in einem rein natürlichen Sinn. Überhaupt stehen die östlichen Religionen der Natur noch viel näher, wie die westlichen. In den östlichen Religionen gibt es nicht diese eine, „rächende“ und „eifersüchtige“(wie es tatsächlich in im AT heißt) Vaterfigur.
    Im Buddhismus z.B. gibt es explizit keinen Gott, sondern nur Dich selbst und die Aufgabe der hingebungsvollen Selbstreflxion. So könnte man sagen, dass der Buddhismus eigentlich keine Religion im Sinne der anderen sei, sondern eine Art Tiefenpsychologie, eine lebenslange Meditationsübung. Die Verkündigungen des Jesus von Nazareth kommen diesem von den westlichen Religionen noch am nächsten. Und es gibt ja auch viele Religionsforscher, die behaupten, dass Jesus eine lange Zeit vor seinen spektakulären Heilungen und Verkündigungen in Indien verbracht habe. Muss aber nicht zwingend so sein, denn auch in dieser Zeit gab es ja Reisende, die geistige Verbindungen zwischen weit voneinander entfernten Gegenden hergestellt haben. Außerdem war Jesus ja auch zu seiner Zeit sowieso ein Revolutionär, der gegen die Konventionen seiner Heimat aufbegehrte und nicht „im System“ lebte. Zum dritten gibt es ja auch die „Morphogenese“ , wie es Ruppert Sheldrake immer ausdrückt, also natürliche Gedankenverbindungen über den ganzen Erdball hin, die nicht von persönlichen Kontakten, Sprache, körperliche Berührung abhängig sind. Das, was wir auch „Telepathie“ nennen.
    Insofern sehe ich in Jesus von Nazareth eine Art Reinkarnation des Buddha. jedenfalls ist es aus meiner Sicht ein sehr ähnlicher Geist, wenn nicht der selbe, der diese beiden beseelte. Dazwischen könnte man noch Sokrates aus dem antiken Griechenland als Brücke nennen, aber der läuft ja nicht unter Religionsgeschichte, sondern unter Philosophie. Damit kann ich auch gleich vorab schon einmal das kennzeichnen, woran ich glaube: Bedingungslose Selbstreflexion und Bedingungslose, allumfassende Liebe. Diese ist die höchste Vernunft, deren Menschen fähig sind und die Geistesverfassung, mit der alle Probleme gelöst werden können.
    Allerdings behaupten ja auch alle Vertreter aller Religionen, dass ihre Religion dieses beinhalte. Das sei mal dahingestellt.

    • Und was das Glauben an sich betrifft, so glaubt sowieso jeder Mensch an irgend etwas. Wenn er nicht religiös ist, glaubt er halt an irgend ein politisches System, an das Geld, an die orthodoxe Wissenschaft, an die Sauberkeit an den Sex oder sonst an irgend etwas. Jeder Mensch lebt nach irgend einer Zielsetzung und die bedingt einen Glauben an irgend etwas. Oder auch umgekehrt, das, woran jemand glaubt, setzt das Ziel.

    • „Wenn er nicht religiös ist, glaubt er halt an irgend ein politisches System, an das Geld, an die orthodoxe Wissenschaft, an die Sauberkeit an den Sex oder sonst an irgend etwas.“

      Das ist der große Irrtum, dem fast alle Menschen unterliegen.

      Glauben im landläufigen Sinn ist: meinen, dafürhalten, davon ausgehen, überzeugt sein, usw.

      Das alles aber hat nichts mit dem Glauben zu tun, der von Gott als das „Geheimnis des Glaubens“ bezeichnet wird.
      Dieser Glaube ist ein Geschenk Gottes, das allein von Gott geschenkt wird und ist nicht zu ergründen.
      Dieser Glaube ist ein Geheimnis, er ist Gottes Geheimnis.
      Auch wer in hat oder nicht, weiß nur Gott allein. Nicht einmal der, der damit beschenkt wurde, weiß davon.
      Der Beschenkte wird sich aber als wahres Werkzeug Gottes, als wahrer Diener Gottes erweisen, sobald seine Zeit dazu gekommen ist.

    • Ichlebe, meinen Sie nicht, daß er schon längst wiedergekommen IST?
      Bzw. daß er niemals wirklich fort war, sondern immer in Form auch anderer vollkommen gottesverwirklichter Menschen anwesend war; anderer Manifestationen des Christus-Bewußtseins?
      Oder glauben Sie, der Christus wäre ausschließlich jener Nazarener gewesen, eine vollständig einmalige und singuläre Erscheinung und seine Wiederkehr müßte ein Mensch sein, der körperlich in etwa genauso aussieht?

      Da sind wir vermutlich bei diesem He-is-the-only-one-Dogma, das jede Religion für ihren Propheten in Anspruch nimmt.

    • Falsche Stelle. Dieser Kommentar hätte nach unten gehört, zu Ihrem anderen, Ichlebe.

    • Ja, aus Sicht der Gottgläubigen hat das Glauben an irgendein politisches System oder dergleichen nichts mit dem „Geheimnis des Glaubens“ zu tun. Der unergründliche Gott ist wählerisch, manchen Menschen gewährt er sein großartiges Geschenk, anderen halt nicht. Manche rettet er aus Gefahr, andere läßt er genüßlich verrecken.

      Ich als Nichtbeschenkter sehe es so: Manche Menschen leben im Gotteswahn, die anderen eben nicht.

      Religiöse Wahnideen beschäftigen mich höchstens am Rande als historisches und pathologisches Phänomen. Das Beschäftigen mit den „Inhalten“ der Wahnideen ist Zeitverschwendung. Man kann sich zwar dafür interessieren, so wie man sich auch für die Formen schizophrener Psychosen interessieren könnte, aber man sollte nicht erwarten, daß dabei etwas herauskommt.

  11. Ein Fehler wäre es, mit einem Religionsvertreter zu sprechen und dann zu glauben, seine Aussage sei „die“ richtige Darstellung der jeweiligen Religion. Überall gibt es unzählige verschiedene Richtungen, die sich gegenseitig spinnefeind sind, wobei man nicht einmal an radikale Sekten denken muß. Bei offziellen Religionssprechern sollte man besonders vorsichtig sein, denn sie betreiben Lobbyismus und stellen ihre Religion so dar, wie wir sie ihrer Meinung nach sehen sollen.

    • Da gebe ich Ihnen recht. Und jetzt, wo ich nur erst ein paar Minuten in die erste Besprechung reingehört hab über den Islam, finde ich das auch bestätigt. Mir ist, auch durch die ganze scheppernde und pfeiffende Akustik dabei jetzt schon wieder die Lust vergangen, an dieser Religionsdiskussion teilzunehmen. Das Ganze kommt mir dann doch zu gefühllos rüber.

  12. Ist es Frieden fördernd, nach hinten. statt nach vorne zu schauen?
    Sich die klebrigen Vorurteile, (die in sich und für sich, mäßigen und disziplinieren sollen, nach außen hin aber Streit säen), besserwisserisch um den Latz schlagen, statt nach tragbaren Zukunftsmodellen, (Kooperation statt Konkurrenz), ohne die psychopathischen Eliten, die uns hier das Leben schwer machen, zu suchen?
    Vor uns liegen nicht die Feindschaften der Vergangenheit, sondern eine friedliche oder gar keine Zukunft.

  13. Sehr gut, dass es nun hier eine Diskussion über die verschiedenen Religionen gibt- und lange überfällig. Denn wenn wir über die heutige Weltpoitik uns klar sein wollen und über unsere Überlebenschancen, dann gehört das Betrachten der Religionen und das Diskutieren darüber unabdingbar dazu. Da könnte es dann wirklich mal so richtig ans „Eingemachte“ gehen- und das ist auch gut so.

    • Was soll denn dabei rauskommen? Außer Diskussionen im Elfenbeinturm.
      Wem nützt die Diskussion? Außer den üblichen Verdächtigen?
      Oder glaubst Du, am Ende sagen fünf Weltreligionen zur sechsten: So haben wir das noch gar nicht gesehen, Recht hast Du, danke für die Erweckung! Und alle reichen sich in die Hände und gehen glücklich und friedlich nach Hause, Nein, hier wird sich demnächst um jede (überflüssige) Formulierung gestritten, Evangelikale und Zionisten, die wohl aggressivsten Glaubensrichtungen, werden unerkannt außen vor bleiben. Statt dessen stehen sich, weil von den Eliten (mehrheitlich Zionisten und Satanisten) so gewollt, Christentum und Islam gegenüber. Diese Diskussion braucht kein Mensch.
      Dabei wäre es so wichtig in diesen kriegerischen Zeiten, Strategien gegen den, von den US-Eliten forciert vorbereitenden Krieg gegen Nordkorea, Iran, Russland und neuerdings Pakistan zu diskutieren und entwickeln.
      Das in Afghanistan angebaute Opium fürs Volk, zusammen mit den Religionen reicht zur Verblödung der westlichen Völker völlig aus. Da brauchen sie ihre neoliberalen Theorien gar nicht mehr.

    • Man kann sich nicht über die aktuelle Wirklichkeit ernsthaft austauschen, wenn man sich nie ernsthaft mit den Religionen und ihrem Einfluss beschäftigt hat. Das finde ich sehr oberflächlich und geradezu naiv gedacht.

    • „Oder glaubst Du, am Ende sagen fünf Weltreligionen zur sechsten: So haben wir das noch gar nicht gesehen,“

      Die Religionen sicher nicht. Aber vielleicht jene, die sich mit Religion befassen?

      Bisher hat mich jedes Studiengebiet um eine Facette reicher und lebendiger gemacht. Beim Studium der verschiedenen Religionen könnten wir im Idealfall auf Folgendes stoßen:
      – es gibt nur einen höchsten Gott; die Religionen, die anderes behaupten und glauben, Ihr persönlicher Gott oder ihr persönliches Gotteskonzept wäre der/das einzig Wahre, liegen falsch
      – nicht eine einzige Religion wurde zu Lebzeiten der Meister „gegründet“, auf die sich die Religionen berufen; das müßte uns nachdenklich machen (Ich werde meine Antwort auf dieses Problem aufschreiben, wenn alle 7 Religionen besprochen wurden, die Herr Knöller sich herausgesucht hat; schade, daß der Sikhismus nicht dabei ist)
      – Religion ist zur Veräußerlichung dessen degeneriert, was uns die lebenden Meister gelehrt haben und immer noch lehren; zur Befolgung von Dogmen, Regeln, Verhaltensvorschriften, Ethik und Moral; in den Religionen werden wir nicht mehr dazu angeleitet, den lebendigen Kontakt zum Kern der göttlichen Offenbarungen zu suchen. Folglich ist Religion zu einer Kopfgeschichte geworden, und der Gott, der in Wahrheit angebetet wird, ist der MInd. (Ausnahme: Religion mit meditativer Praxis)
      – These: Kein einziger vollkommener Meister wollte jemals eine Religion begründen. Das waren immer nur deren Nachfolger und Anhänger. Folge: Ein Mißverständnis erzeugte das nächste und am Ende landeten wir bei Kreuzzügen, beim Dschihad, beim Autodafé und dem Zustand der heutigen Welt, deren Krise vor allem in einer Religionskrise besteht: statt Einheit und Zusammengehörigkeitsgefühl, Kampf und Krieg, wo man hinschaut – aus religiösen Gründen.
      Ein Sektierertum auch innerhalb der verschiedenen Religionen. Genau das Gegenteil von dem, was Religion eigentlich bewirken sollte, wurde erreicht.
      Ein paar nette Witze von jemandem, den ich als lebenden Meister bezeichnen würde.
      https://www.youtube.com/watch?v=NbCP31kkKNw
      Warum kann es der denkende Mensch mit solchen Meistern so schlecht aushalten? Vielleicht weil er seinen eigenen Gott (den Mind) nicht neben andere Götter stellen will und kann?

    • Man könnte es auch so ausdrücken: Alle „Religionsbegründer“ wurden später von den Machteliten missbraucht als Galionsfigur für ihre Interessen. Besonders krass finde ich das beim Christentum, wo im Namen Jesu schreckliche Kriege geführt wurden.

    • Enttäuschung
      „Man kann sich nicht über die aktuelle Wirklichkeit ernsthaft austauschen, wenn man sich nie ernsthaft mit den Religionen und ihrem Einfluss beschäftigt hat. Das finde ich sehr oberflächlich und geradezu naiv gedacht.“
      Wir können nicht mal ansatzweise auch nur eine Weltreligion hier besprechen. Wenn das so ist, warum nicht auf das Vorwissen von jedem Diskutanten setzen und in die Zukunft schauen? Den Ballast von 2 oder 3 tausend Jahren mit in die Zukunft schleppen; dafür reicht schlicht die Zeit nicht. Aber wie die Prioritäten hier gesetzt werden, bestimmt Ken, nicht ich. Und das ist auch gut so.

    • „Besonders krass finde ich das beim Christentum, wo im Namen Jesu schreckliche Kriege geführt wurden.“

      Warum findest du dass krass?

      Es wurde von Gott vorhergesagt.
      Das ist das Wirken des Antichristen, also des Papsttums – vom ersten selbsternannten Stellvertreter Gottes auf Erden an.
      Das Papsttum und die rk-Institution enden mit der Wiederkehr Jesu Christi.

  14. Mal sehen, ob diese Serie geeignet ist, ein wenig mehr Verständniss (hatte zuerst Toleranz geschrieben, aber das Wort ersetzt,wegen seines lateinischen Ursprungs, da bedeutet(e) es so was wie erleiden) zu/gegenüber und zwischen den Religionen zu erzeugen.

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