Boxenstopp: Klaus-Jürgen Bruder zum NGFP Kongress „Gesellschaftliche Spaltungen“

„Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt und das Gesetz, das befreit“

Jean-Jacques Rousseau´s Analyse war damals so richtig wie heute. Dennoch konnte seine Erkenntnis eines nicht verhindern: Gleiches Recht für alle ist ein Illusion!

Auch in der Repräsentativen Demokratie ist die Ungleichheit nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Gemeint ist hier nicht die Individualität eines jeden Staatsbürgers, sondern das vollkommene Missverhältnis der ökonomischen Verhältnisse. Während immer mehr Menschen sozial abrutschen, wird eine immer überschaubarere Gruppe an der Spitze der Pyramide noch reicher, als sie es sowieso schon ist.

Wer heute von gesellschaftlicher Spaltung der Gesellschaft spricht und diese als neues Phänomen deutet, hat seine Hausaufgaben nur unzureichend gemacht. Rassismus und der aktuelle wieder anziehende Hass auf Ausländer und Flüchtlinge ist nur ein Symptom auf eine uralte Ursache. Ökonomische Macht zielt immer auf politische und sichert diese ab.

Der Rechtsstaat kann nur so gerecht sein, wie seine Gesetze es zulassen und die werden von der besitzenden Klasse gemacht. Ihnen ist es gelungen, feudale Privilegien zu verrechtlichen.

Wer sich dagegen wehren will, kann sich als Staatsbürger an den Staat wenden, doch der handelt nicht als Vertreter des Souveräns, also dem Volk, sondern als Werkzeug des Kapitals.

Damit der Frust der Massen nicht die Verursacher trifft, muss ein Sündenbock her. Teile und Herrsche.

Wer diesen Mechanismus der Macht unterlaufen will, muss ihn zu allererst erkennen und verstehen.

Die Neue Gesellschaft für Psychologie veranstaltet vom 9. bis zum 12. März in den Räumen der Rosa Luxemburg Stiftung unter dem Motto “Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit” einen Kongress, der sich dieser Problematik widmet.

Wie überwinden wir als Gesellschaft ein System, das offensichtlich nicht ohne Spaltung auskommt? Welche Blitzableiter-Funktion haben AfD und Pegida und sind die Medien hier neutrale Berichterstatter oder eher Komplizen der Reichen und Schönen?

KenFM sprach mit dem Vorsitzenden der Neuen Gesellschaft für Psychologie, Prof. Klaus-Jürgen Bruder.

Ziel des Interviews ist es auch, möglichst viele Menschen ohne psychologische Vorkenntnisse für den Kongress zu begeistern. Bildung ist der Schlüssel!

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107 Kommentare zu: “Boxenstopp: Klaus-Jürgen Bruder zum NGFP Kongress „Gesellschaftliche Spaltungen“

  1. Wenn ich das hier alles so lese, dann denke ich: Die überzivilisierte Menschheit lügt sich nicht nur immer weiter in ihren eigenen Untergang hinein, sondern sie reißt dabei auch noch die gesamte Schöpfung mit in den Abgrund! Prost Mahlzeit!

    • Apropos Mahlzeit..

      Die gläsernen Mauern, welche sich Paul M.C. gewünscht hätte, sind heute Videos auf YT gewichen.
      Nach Eingabe von z.B. „Hausschlachtung Rind“ oder dergleichen, schmeckt das nächste Steak gleich doppelt so gut oder so ähnlich oder was auch immer.

      Was Marikka S. weiter unten meinte, mit diesen lustigen Videos, zielt wahrscheinlich nicht darauf ab, die Thematik in´s Witzige zu ziehen. Vielmehr, man beachte mal Volksaufklärung ala „Die Anstalt“, die weitaus mehr Resonanz als jede öffentliche Empörung Eugen Drewermanns oder irgendwie wütend geäusserte Meinungen oder Wissen. Leider ist das so!

      andi

    • Wem der Anblick der grausigen Wirklichkeit noch nicht genügt, zu verstehen und entsprechend zu reagieren, den soll dann ein „lustiges“ Video dazu bewegen, seine Lebensweise zu ändern? Frag doch einfach mal Veganer, was bei ihnen den Ausschlag gab, über ihre Essgewohnheiten nachzudenken, um dann vegan zu werden!
      Das bedrohliche an dieser lebensverachtenden Tradition des Tiere- Vernutzens ist ja, dass sie schon so tief in die menschliche Psyche eingesunken ist, dass die Mehrzahl sie für naturgegeben und damit unabdingbar hält. Es ist damit auch die ganze patriarchale gewaltgläubige Viehzüchterkultur, die schon seit ca. 7 000 Jahren besteht, die da in Frage gestellt werden muss. Und das geht wohl den meisten einfach zu weit über ihren Horizont.
      Ich meine das, was Joan Marler z.B. einmal so beschreibt: “ Das Starren auf Asymmetrie und Herrschaft führt dazu, dies als allgemein gültiges Glaubenssystem und Lebenspraxis von vorn herein anzunehmen…“
      Aber man muss ja noch nicht einmal dieses ganze Wissen besitzen, man braucht doch nur zu fühlen, welches Höllentor mit dieser Idee der Tiervermarktung geöffnet wurde und die Bedeutung dessen auch zu würdigen. Das sehe ich aber hier leider nicht.
      „Meat is murder“. Das kann sich auf youtube ja jeder ansehen. Wie kann man sich so eine Hölle nur auch noch einverleiben? Und wie wirkt sich das dann aus, wenn sich der Großteil einer Gesellschaft so etwas tagtäglich einverleibt? Ich jedenfalls sehe darin die allergrößte Gefahr nicht nur FÜR die Menschheit, sondern auch DURCH diese.

  2. Ich möchte meine erste Kritik hier etwas revidieren, denn: VERLEUGNUNG ist tatsächlich das Schlüsselwort zur ganzen Misere und es ist immerhin gut, dass Professor Bruder es hier so betont hat, auch, wenn er es besser mit der Selbstverleugnung verbunden hätte, die von Arno Grün und Erich Fromm behandelt werden anstatt Freud als „Erfinder“
    des psychologischen Problems zu nennen.

  3. Die Rede des Philip Wollen, des ehemaligen Chefs der Citibank in Australien im St. James Ethic Centre in Melbourne, 2013.

    Bei Shakespeare fragt der König Lear den blinden Earl von Closter, wie er die Welt sähe. Der blinde Earl antwortet:
    „Ich sehe sie fühlend“. Sollten wir das nicht alle so machen?
    Fleisch ist der Asbest unserer Zeit. Es bringt mehr Menschen um, als Tabak. Co2, Methan und Stickstoffoxyd aus der Tiermast zerstören unsere Ozeane durch saure, sauerstoffarme Todeszonen. 90% der Kleinfische werden zu Tierfutter zermahlen. So sind die eigentlich vegetarischen Kühe heute die weltweit größten Meeresräuber. Die Ozeane liegen im Sterben. Bis zum Jahr 2048 werden alle Fischgründe ausgestorben sein. Die Lungen und Arterien unserer Erde. Milliarden von fröhlicher kleiner Kücken werden bei lebendigem Leib geschreddert, weil sie männlich sind. Insgesamt 100 Milliarden Menschen haben bislang auf dieser Erde gelebt. Momentan sind es 7Milliarden und Woche für Woche foltern und töten wir 2 Milliarden fühlende Wesen. 10 tausende Arten verschwinden jedes Jahr aufgrund des Verhaltens einer einzigen Art. Wir stehen vor dem 6. Massensterben in der Geschichte des Universums. Wenn irgend ein anderer Organismus so etwas verursachen würde, würden ihn die Biologen als Virus klassifizieren. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit von unvorstellbarem Ausmaß.
    Aber zum Glück verändert sich die Welt. Victor Hugo sagte einmal, nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Tierrechte sind das drängendste Problem im Bereich sozialer Ungerechtigkeit seit Abschaffung der Sklaverei. Wussten Sie, dass es weltweit mehr als 600 Millionen Vegetarier gibt? Das ist mehr als die Einwohnerzahlen von USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Kanada, Australien und Neuseeland zusammengenommen. Wenn wir eine Nation wären, hätten wir mehr Einwohner als die 27 Mitgliedstaaten der EU zusammengenommen. Konnten Sie sich das vorstellen? Und trotz dieses massiven Aufgebots kommen wir immer noch nicht an gegen die lautstarken Jagd-Schieß-und Todeskartelle, die glauben, Gewalt sei die Antwort, obwohl sie doch nicht einmal eine Frage sein dürfte!
    Fleisch tötet: die Tiere und unsere Wirtschaft. Das staatliche Gesundheitssystem Medicare hat die USA in den Bankrott getrieben. 8 Millionen Dollar an Staatsanleihen sind allein für die Zinsen nötig, vorhanden sind genau 0. Sie könnten alle Schulen zumachen, die Armee, die Navy, die Luftwaffe, den Heimatschutz, die Marine, das FBI und die CIA und sie hätten immer noch nicht genug Geld für die Arztrechnungen. Wissenschaftler von Corneill und Havard sagen, dass der optimale Fleischanteil einer gesunden Ernährung bei genau 0 liegt!
    Wasser ist das neue Öl. Bald werden Kriege darum geführt werden. Unterirdische Grundwasserleiter, die sich über Millionen Jahre aufgefüllt haben, trocknen aus. Man braucht 50 000 Liter kostbares Trinkwasser für die Herstellung von 1 Kilo Rindfleisch. Eine Milliarde Menschen hungert. 20 Milliarden Menschen werden an Unterernährung sterben. Schon bei 10% weniger Fleischkonsum können 100 Millionen Menschen mehr ernährt werden. Das Ende des Fleischverzehrs wird den Hungertod für immer besiegen. Wenn jeder dem westlichen Ernährungsstil folgen würde, bräuchten wir eine 2. Erde. Aber wir haben nur eine und sie liegt im Sterben. Die Tiermast verursacht 50% mehr Treibhausgasemissionen als der gesamte Transport und Verkehr. Also alle Autos, Züge, Busse, Schiffe und LKW zusammen.
    Rund um den Globus verkaufen arme Länder ihr Getreide an den Westen, während ihre eigenen Kinder in ihren Armen verhungern. Und der Westen verfüttert es in der Tiermast, nur, damit wir ein Steak essen können! Bin ich der einzige, dem dies als Verbrechen erscheint? Jedes Stückchen Fleisch ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungernden Kindes! Wenn ich ihm in die Augen sehe, kann ich dann schweigen?
    Die Erde kann genug Nahrung hervorbringen, um den Bedarf aller Menschen zu befriedigen, nicht aber ihre Gier.
    Wir stehen vor einem absoluten Desaster. Wenn eine Nation Waffen mit einem solchen Zerstörungspotenzial entwickeln würde, würden wir sie mit einem Präventiv- Schlag zurück in die Bronze-Zeit bombardieren. Doch wir haben es nicht mit einem Schurkenstaat zu tun, sondern mit einem Industrie-Zweig.
    Die gute Nachricht ist: wir müssen ihn nicht bombardieren. Wir können einfach nur aufhören, seine Produkte zu kaufen.
    George Bush hat sich geirrt. Die „Achse des Bösen“ verläuft nicht durch den Irak-Iran oder Nordkorea, sondern quer über unsere Ess-Tische! Die Massenvernichtungswaffen sind unsere Messer und Gabeln. (….)
    Diese grausame und widerliche Industrie wird an ihr Ende kommen, weil uns die Ausreden ausgehen. Fleisch ist wie die 1-und 2- Cent-Münzen: ihre Herstellung kostet mehr, als sie wert sind. Ich komme selbst vom Land. Die Landwirte sind diejenigen, die dann am stärksten profitieren werden. Die Landwirtschaft wird nicht aufhören, zu existieren- sie wird boomen. Nur die Produkte würden sich ändern. (…)
    Neue Industriezweige werden sich entwickeln. Krankenkassenbeiträge werden sinken, Wartelisten in Krankenhäusern verschwinden. (….)
    Ich möchte die gegnerische Seite mit 2 Fragen konfrontieren. 1. Fleisch verursacht eine Vielzahl unterschiedlicher Krebs-und Herz-Kreislauferkrankungen. Können Sie mir eine Krankheit nennen, die durch vegetarische Ernährung verursacht wird?
    2. Ich finanziere die „Earthlings-Trilogie“. Wenn die gegnerische Seite sich so sicher ist, warum schickt sie nicht jedem ihrer Kollegen und Kunden eine „Earthlings-DVD“? Na los, trauen Sie sich!(Gelächter im Saal).
    Tiere sind nicht nur eine andere Spezies, sie sind andere Nationen und wir ermorden sie auf eigene Gefahr.
    Der Friedensplan wird auf der Speisekarte entworfen.

    FRIEDEN IST NICHT NUR DIE ABWESENHEIT VON KRIEG, SONDERN DAS VORHANDENSEIN VON GERECHTIGKEIT!
    UND GERECHTIGKEIT MUSS BLIND SEIN FÜR RASSE, HAUTFARBE, RELIGION ODER SPEZIES!
    WENN SIE DA NICHT BLIND IST, WIRD SIE ZUR WAFFE DES TERRORS!

    In diesem Moment herrscht eine unvorstellbare Folter in den Guantanamos, die wir Massenställe und Schlachthöfe nennen. Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, würden wir diese Debatte heute nicht führen. Ich glaube, dass eine andere Welt möglich ist. Nachts, wenn es still ist, kann ich ihren Atem hören. Lasst uns die Tiere von der Speisekarte streichen und aus diesen Folterkammern holen! Bitte stimmen Sie heute Abend für die, die keine Stimme haben!
    Vielen Dank für ihre Stimmen!

    Soweit Philip Wollen bei einer Podiumsdiskussion 2013 in Australien, auf youtube anzuschauen.

    • Was wir säen werden wir auch ernten. Es ist alles eine Frage des Bewusstseins.
      Danke für den Kommentar!

      Für alle die sich dem Thema auf leichte Weise annähern wollen, empfehle ich die Kurzvideos von
      „Vegan ist ungesund“
      Witzig, kurzweilig und sehr informativ!

    • V-love

      Weisst Du, wir waren und sind hier ganz sicher nicht immer einer Meinung und Ansicht. Das müssen wir auch garnicht sein. Dein Einsatz für die, die ihre Stimme nicht wirklich selbst erheben können, verdient allergrösste Hochachtung.

      Ob Du in deiner Wut und Verzweiflung immer die richtigen Worte findest, vermag ich nicht zu beurteilen.
      Ich verspüre aber sehr gut wie es in Dir, auf diesem richtigen Weg, brodelt und kocht.

      Respekt
      andi

    • Danke Andi! Ja ich „brenne“ für meine Überzeugung. Warum auch nicht? Und Du bist ein mitfühlender Mensch. Ich habe nicht die „warme Jacke“ vergessen, die Du mir mal vorbeibringen wolltest. Was Deine Toleranz- Begeisterung betrifft, muss ich allerdings dazu sagen, dass man diesen Begriff auch bis zur Perversion überstrapazieren kann.
      Du ahnst sicher, was ich meine.

    • Ja, ich weiss was Du meinst. Ich muss mich immer wieder selbst zur Toleranz zwingen, sonst platze ich vor Wut und Wissen ob all´der menschengemachten Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten auf diesem Planeten. Das ist auch der Grund warum ich mich immer wieder mal zurück ziehen muss und positive Dinge anstosse.

      Sonst ginge dieses bewusste Denken nicht schon Jahrzehnte ohne Psychose halbwegs gut.

    • Frau Schaechtlin: Wie sind Sie denn vegan geworden? Durch lustige Videos? Mein Weg zum Veganismus begann z.B. mit einem Blick auf die ersten Fotos aus einer Hähnchemastanlage in den 1970er Jahren. Mit diesem einen Blick in eine reale Hölle wurde das Bewusstsein für die Verkehrtheit des ganzen Gesellschafts- Systems bei mir geweckt. Und ich weiß auch von vielen anderen, dass sie nicht durch lustige Videos, sondern durch die durch Videos dokumentierten grausigen Zustände in der Tierhaltung und durch die Berichte über die Viehtransporte das Fleischessen aufgegeben haben. Ich lache wirklich gern und mein Humor reicht auch bis in den schwärzesten Sarkasmus hinein, aber mit dieser Problematik kann ich nun einmal wirklich gar nichts Lustiges verbinden!

    • Eines muss ich zum Abschluss hier doch noch zur ganzen Diskussion auch weiter unten noch bemerken: Was mich immer so verstört, wie auch hier, ist, dass das VERBRECHEN AN DEN TIEREN gar nicht empfunden und anerkannt wird!
      Es werden hier bei Ken FM alle möglichen Verbrechen der „Eliten“ aufgezählt und eifrig und engagiert diskutiert.
      Aber das kollektive Verbrechen an den Tieren interessiert die allerwenigsten, bzw. will gar nicht erst als solches anerkannt werden! Da wird dann nur, wie eh und je in der Geschichte, diejenige Person, die verzweifelt darauf hinweist, nach allen Regeln der billigen Rhetorik versucht, herabzusetzen.
      Das hat mich außerordentlich enttäuscht und ich weiß nun genau, woran ich mit diesen usern bei diesem Thema bin und dass darüber kein Konsens erzielt werden kann. Aber ich werde auch in Zukunft nicht aufhören, auf dieses Verbrechen aufmerksam zu machen, wo immer ich eine Möglichkeit sehe. Und da bin ich ganz mit Ken Jebsen, der immer wieder sagte, es sei ihm egal, was die anderen über ihn denken. Wem das nicht egal ist, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und nicht verstanden, was Mensch-Sein verantwortet.

  4. Feststellung: Im vorwiegend christlich geprägten westlichen Angriffsbündnis der NATO hat bis heute noch niemand darüber nachgedacht, dass die ehemals befreundeten Staaten des Ostblocks hochgeheime „Kolchosen des Denkens“ betrieben, in denen sie Strategiespiele zur Übernahme des Westens durchdachten und planten.
    Die Strategie „Bezahlte Übernahme 08/15“ (aus dem baltischen übersetztes Geheimpapier) besteht aus dem Plan der ehemaligen Sowjetstaaten der UDSSR, diesen Staatenverbund aufzulösen, sich mit den baltischen Staaten des Ostblocks (von der Ostsee bis zum schwarzen Meer) dem Westen anzunähern und sich durch die NATO aufrüsten und ausbilden zu lassen, sprich die modernen Waffen des Westens frei Haus liefern und dort stationieren zu lassen.
    Im gleichen Atemzug sollen sich Teile der nun befreundeten Bevölkerungen an eben diesen Waffensystemen ausbilden lassen (z.B. Truppenübungsplatz Hammelburg / Wildflecken) und auf anderen Standorten der NATO-Partner, um dann schließlich und endlich gemeinsame Manöver vor der russischen Haustür durchführen zu können, damit man die Denk und Befehlsstruktur sowie die Handlungsweisen des westlichen Verteidigungsbündnisses kennen und zu sabotieren lernt.
    Schließlich und Endlich lautet für die Angehörigen der baltischen Staaten der Befehl, an einem näher bestimmten Tag sämtliche Waffensysteme des Westens für die „ehemaligen“ Sowjetstaaten zu übernehmen, alle Treibstofflager Richtung Westen zu besetzen und die Angehörigen der westlichen Streitkräfte festzusetzen, um dann mit deren Waffensystemen gegen den „ehemaligen“ Klassenfeind vorzurücken.
    Damit wären alle Expansionsgelüste des westlichen Angriffsbündnisses Richtung Osten hinfällig und 08/15, – weil die durch die „Kolchose des Denkens“ geplante und vom Westen bezahlte Übernahme friedlich stattgefunden hat.
    Um einem Eingreifen der vereinigten Staaten von Amerika zuvorzukommen, schleuste man einen Immobilienoligarchen an die Spitze der US-Streitkräfte, der diesen als erstes den Rückzug befielt, um die vereinigten Staaten von Amerika vor den Europäern zu beschützen!

    Die „Kolchose des Denkens“ hat schon einen Großteil ihres Plans erreicht, und die Angehörigen der baltischen Streitkräfte fiebern schon auf ihren großen näher bestimmten Tag und Einsatzbefehl.

    Die Psychologie des Denkens besteht darin zu erkennen was der andere denken wird, bevor er es denkt, – um zuvor entsprechend handeln zu können! Denn nur der ist seinem Gegner mit Zügen voraus, wenn er die Züge des Gegners durchschaut und zum entgleisen bringt, damit er das Gut zügig nutzen kann!

    • Der Hund, nun auch Autor fiktiver Literatur… Wäre aber ein interessantes wenn auch höchst unwahrscheinliches Szenario…

    • „…dass die ehemals befreundeten Staaten des Ostblocks…“
      -> welche sollen das konkret sein?
      .
      „…hochgeheime „Kolchosen des Denkens“ betrieben, in denen sie Strategiespiele zur Übernahme des Westens durchdachten und planten.“
      -> warum sollen das die ehemals befreundeten Staaten machen und nicht die Staaten des Ostblocks selbst?

  5. Mag sein, dass ich hier übertrieben reagiert habe auf eine „Kleinigkeit“. Aber ich habe gelernt, dass gerade an den vermutlichen „Kleinigkeiten“ oft das maßgebliche zu erkennen ist. Mir ist es nämlich in diesem Gespräch übel aufgestoßen, dass von Professor Bruder gesagt wurde,Sigmund Freud habe den Begriff „Verleugnung“ geprägt. Warum muss einem sich selbst erklärendes Wort, dessen Bedeutung wir schon aus der Bibel kennen, jetzt auch noch mit einem Sigmund Freud Gewicht gegeben werden? Einem heute schon lange fragwürdigen Theoretiker, der den irreführenden Begriff „Aggressionstrieb“ in die Geschichte der Psychologie eingeführt hat? Wir kennen doch heute weissgott Psychologen, die uns das Kranke in der Gesellschaft durch Liebesmangel von klein auf viel besser erklären können! Zum Beispiel Erich Fromm und Arno Gruen. Der einzige Lichtblick in diesem Gespräch war für mich die Nennung des Ulrich Teusch als Mit- Vortragendem . Was die Veranstaltungen der Rosa -Luxemburg -Stiftung betrifft, kenne ich zwei Herren, die dort einmal Vorsitzende waren und das genügt mir auch schon, um keine Lust zu haben, dort hin zu gehen.

    • Es müssten bei so einem Kongress ganz neue Gedankenmaßstäbe kreiert werden wie z.B. dass die alles beherrschende Geld-Wertigkeit in der Gesellschaft bzw. in unser aller Psyche umgewandelt werden muss in eine für alle gültige Energie- Wertigkeit. Der echte Wert des Lebens, mit dem gerecht umgegangen werden muss, ist die Energie in all ihren Ausführungen! Ich meine damit jetzt auch die Lebensenergie, die von jedem einzelnen Lebewesen aufgebracht werden muss, um zu überleben. Wir müssen da einfach grundsätzlich um-denken. Es sind nicht diejenigen „reich“ zu nennen, die die meisten Nullen hinter einer Zahl auf ihrem Konto haben, sondern diejenigen, die über die meiste eigene Lebensenergie bzw. geistige Beweglichkeit verfügen, was auch die Liebesfähigkeit und das Einfühlungsvermögen mit einschließt. Und es muss herausgearbeitet werden, wie viel wertvolle, nützliche und heilsame Lebensenergie verschwendet oder abgemurkst wird beim Betrieb dieses mörderisch kranken Systems! Wir müssen uns über den echten Wert in unserem Leben klar werden und dann darüber, wie wir ihn wieder schützen und aufbauen können, diesen echten Wert in uns Menschen und in allem, was lebt und was ist. Geldreichtum darf von niemandem mehr immer noch weiter bewundert oder geneidet werden, sondern sollte der allgemeinen Ächtung anheim fallen.

  6. Wieder einmal ein aufklärendes Gespräch. Herzlichen Dank. Ich stoße mich in letzter Zeit immer häufiger an dem Ausdruck „die Eliten“ für die Gruppe an Mitbürgern, welche in unserer Gesellschaft Herrschaft ausüben und verfestigen. Mir scheint es, dass das Wort „Elite“ derzeit das Wort „Adel“ ersetzt hat und einnebelnd, statt aufklärend wirkt, wenn es sich in unseren Gehirnen festsetzt.

    • Es wäre eindeutiger von Machteliten zu sprechen, sonst denkt noch wer, es handelt sich bei Elite in jedem Fall um überdurchschnittlich qualifizierte Personen.

    • Elite sind Menschen wie Ganser, Mausfeld, Senf etc..

      Die, welche immer wieder als Eliten tituliert werden sind nichts anderes als sich selbst bereichernde Sozialschmarotzer auf Kosten der grossen Masse, deren Helfer und Helfershelfer, welche auch ein paar elitäre Brotsamen einsammeln möchten. Ich denke Sie sehen das völlig richtig. Darum sollten wir diesen Begriff auch nicht mehr in deren Zusammenhang verwenden. Unser geehrter Neu-Aussenminister hat da mal ein wunderbares P-Wort gebraucht.

      Wär´das nix?

    • Ja das P Wort wär was. Kommt mir in den Sinn, vor allem beim Gedanken an die pädophilen Säcke da oben.

      Machtelite ist sicher das Wort, das auch ausgeschrieben passt. Ja Ganser etc. sind die wahre Elite.

  7. Hier ein Video, dass auf dem Bindungskonzept von Dr. Karl-Heinz Brisch beruht und eigentlich für Eltern von kleinen Kindern gedacht ist: http://havetrustinme.thinkific.com/courses/eltern-evolution
    Doch auch wir „großen“ können daraus lernen, uns bewusst machen, wie mit uns umgegangen wurde, als wir klein waren…oder wie wir unsere Kinder behandeln oder behandelt haben, wenn sie inzwischen erwachsen sein sollten!
    Was in dem Video Eltern von kleinen Kindern vermittelt werden soll, können wir sehr leicht auf unsere gesellschaftlichen Strukturen übertragen!
    Die erste „Herrscherelite“ der wir ausgeliefert waren, ohne flüchten zu können, war unsere Kernfamilie. Wir konnten nur nach „innen“ flüchten und mussten die Realität verleugnen.
    Wie sagte Ken Jebsen einmal so schön: wir müssen endlich bei unseren „Eltern“ ausziehen! Ja, das stimmt…doch wirklich gelingen kann das wohl nur, wenn wir mit uns selbst in Beziehung sind, mit unseren Gefühlen, den vielen ungeweinten Tränen und der Wut, die wir als kleine Kinder nicht fühlen durften…
    Wir leben in einer Gesellschaft die die Täter schützt und die Opfer vergisst!
    Warum wohl?
    Das vierte Gebot lautet: Du sollst Vater und Mutter ehren, auf das es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden!
    Das ist ein Täterschutzprogramm, was tief in uns verankert ist! Und ich gehe mal davon aus, dass es in allen Religionen ein ähnliches Gebot gibt!
    Und das wirkt auch, wenn ich gar nicht gar nicht religiöse bin…
    Ganze Therapiekonzepte sind darauf aufgebaut, den Eltern zu verzeihen, sich mit ihnen zu versöhnen!
    Das funktioniert nicht!!!
    Was wirklich hilfreich ist, wenn ich mich mit dem versöhne, was ich an „Täterenergie“ in mir selbst trage…mich nicht mehr selbst zum Opfer mache oder andere nicht zu meinen Opfern mache, weil ich meinen eigenen kindlichen Opfersein gegenüber blind bin, es nicht aushalte, nicht ertrage! Und ja, es verleugne!
    Ich habe mir das Programm von der NGFP angeschaut und leider niemanden gefunden, der zum Thema „Trauma“ referiert.
    Mein Gefühl ist, wenn „wir“ nicht bald ein Bewusstsein für Traumata entwickeln und nicht in uns selbst erkennen, dass wir von unseren Eltern traumatisierten wurden, weil sie selbst traumatisiert waren, dann leben „wir“ weiter in den Spaltungen: in den Eigenen und somit auch in den gesellschaftlichen.

    Der Kongress beginnt mit einer Lesung von Michael Schneider aus seinem Buch „Das zweite Leben“. In der Rezension zu diesem Buch schreibt Ulrich Gellermann u.a.:
    „Immer wieder taucht der Patient Fohrbeck, ermuntert durch die an ihm angewandte Psychologie, in die Zeiten seiner Kindheit, um dem erwachsenen Fabian näher zu kommen. Krieg und Flucht prägen seine Generation bis heute, und die Gewalt des Krieges setzt sich fort in einer schwarzen Pädagogik, die bis in die drohende Figur des traditionellen Nikolaus ragt. Manchmal, angesichts der therapeutischen Aufwände für die Ausgebrannten der Jetztzeit, schleicht sich die Frage nach der Therapie für die Kriegsgeneration an: Wie haben die Front- und Bombengeschädigten ihre Zeit nur ohne professionelle Hilfe bewältigen können?“

    Meine Antwort:
    Sie haben u.a. überlebt, weil sie das Schreckliche abgespalten haben, nicht einmal darüber sprechen konnten. Sie haben sich eine illusionäre Welt aufgebaut mit Wirtschaftswunder, Häuschen im Grünen und Reisen nach Italien…
    Statt einer Aufarbeitung wurde so getan, als wäre nichts passiert…Im Schulunterricht in den ersten Jahren nach dem Krieg endete der Geschichtsunterricht vor dem „Dritten Reich“. Zu viele Mittäter waren Lehrer und unterrichteten die „Nachgeborenen“…
    Ich empfehle an dieser Stelle die Bücher von Sabine Bode.

    Aufgrund der Epigenetik und auch der Traumaforschung ist bekannt, dass nicht integrierte Traumata an die nächste Generation weitergegeben werden, so gar die Gene verändern.
    Heute gehen die Kriegsenkel in Therapie, weil sie unter Depressionen, Burnout, chronischer Erschöpfung, Stresssymptomen, chronischen körperlichen Erkrankungen leiden. Die Schulmedizin ist mit ihrem Latein oft schnell am Ende, sie trennt Körper und Psyche.

    Hier Vortragsfolien, die die Täter-Opferdynamik auf der Basis von Traumata nach dem Trauma-Modell von Prof. Dr. Franz Ruppert anschaulich macht:
    http://www.franz-ruppert.de/index.php/en/downloads/send/17-gehaltene-vortrge-deutsch/199-taeter-opfer-spaltung

    • Also ich wurde nicht von meinen Eltern traumatisiert, und kenne niemanden, auf den das zutreffen würde. Jetzt kann man natürlich hingehen, und das Verleugnung nennen, wenn man pathologisieren möchte. Und wenn man unbedingt das Negative sogar in einer Eltern-Kind Beziehung suchen möchte, und all die Liebe und Fürsorge ausser Acht lässt, kann man was finden, wenn man will.

      Der kalte egoistische Neoliberalismus und Profit könnten ja auch Ursache dafür sein, dass Psychologen Hochkonjunktur haben… Ich verneine damit nicht, dass unsere Vorfahren unsäglich unter den Kriegen gelitten haben…

    • mamomi, das ist ein dicker Punkt! Ich bin Zeuge! Nach dem Krieg geboren, auch in eine Familie, in der scheinbar alles bestens war…begriffen habe ich es erst vollständig mit ca. 55 Jahren…Meine Eltern und ihre Geschwister wuchsen während des 1. und 2. WK auf, wurden ausgebildet, erwachsen, – so sehr sie ihre wissenschaftlich-humanitäten Standpunkte vertraten, Krieg verabscheuten, sie waren infiltriert! Die Familien, Gesellschaft, Gemeinden, Gemeinschaften hatten ihre stillen Regularien – es zog sich durch alles hindurch. Und noch heute sehe ich, bei allen verzweifelten Versuchen, die Skelette jenes, sicher schon Ende des 18.Jhdt´s, auf die dt. Seele einwirkenden Maximen: (Unter-)Ordnung – Pünktlichkeit – Disziplin(ierung), dem Menschlichkeit, Fröhlichkeit, Selbstverständlichkeit unterlagen…der Wettbewerbsgedanke, der Ehrgeiz, das Besser-sein-wollen,…das lieber in der Masse mitschwimmen – denn sich als Einzelner dagegenstellen…Autorität und Knechtschaft. Widerstände taten sich schwer.

      Nie wurden die Verhaltensweisen der Deutschen nach 1945 wirklich aufgearbeitet. Politisch, wissen wir langsam, ging es im Untergrund weiter…heute lebt eine Generation, die nicht mehr hingucken kann und will. Sie hat Eigen-Interessen. Starke, widersprüchliche Individuen sind rar.
      Und das ist das Problem. Es gibt gar keine wirkliche und allgemeine Kritik-Fähigkeit mehr. Die müsste gebildet werden. Es ist nur noch dumpfes Empfinden. Und das reicht nicht.

    • Wir sind alle traumatisiert, an jeder und jedem von uns wurde die Zurichtung vollzogen. Dafür braucht es keinen Krieg, jede Kindheit (und seien die Eltern noch so wohlmeinend) ist Schauplatz und Tatort.
      Das ergibt sich aus der schlichten Tatsache, dass das Bürgerliche Subjekt abstrakt ist, dass Leute, die sich als Subjekt konstituieren, ihrer Eigenarten entraten müssen, nehmen sie doch nur die allgemein verbindliche Form gesellschaftlichen Handelns an und hat doch ihre Unternehmung (hier nicht ökonomisch gemeint) nichts mit Selbstverwirklichung zu tun. Mehr hat es damit zu tun, dass die Subjekte sich selbst (als konkreten Personen) Gewalt antun, wenn dies auch als gesellschaftliche Tugend des erwachsenen weißen Manns gepriesen, beschrieben und gefordert wird. Paradigmatisch und mustergültig gilt hier der Diskurs Freuds um Sublimierung, also die Umwandlung von Triebkräften in geistige Leistungen, und seine Formulierung des Ziels der Psychoanalyse, nämlich dass PatientInnen durch Einsicht in Zusammenhänge Wahrheit über die Persönlichkeitsstörung erfahren und so damit umgehen lernen. Es gilt also als therapeutischer Erfolg, die spezifischen Eigenschaften der Persönlichkeit nicht mehr als bestimmend zu erleben, sondern sie selbst zu bestimmen, wobei diese Bestimmung als erwachsener Umgang mit der Neurose angestrebt wird. Auch hier finden wir in einer hellsichtigen Selbstbeschreibung der bürgerlichen Gesellschaft die Forderung nach Subjektkonstitution, wobei Subjekt nicht einmal als der natürliche Zustand beschrieben wird, sondern als Leistung der Normalisierung und wohl auch Normierung in der Gesellschaft des Modernen Ensembles. Das Konkrete verschwindet also nicht durch die Abstraktheit, ihm wird nur in der Subjektivität Gewalt angetan, um es zu gesellschaftlichem Handeln anzuhalten, und ihm wird in der Abspaltung der Raum zur Entfaltung gegeben. Das kann man durchaus provokant als Perversion bezeichnen; Perversion nicht im Sinne des Abweichenden, Devianten, sondern als Umkehrung des Öffentlich-Diskursiven. Hier steht nichts mehr zur Debatte, die Eigenart findet hier ihre verschwiegene Bestätigung. Dass sie aber verschwiegen wird, verdankt sie der Subjektkonstitution.
      Das Verschweigen der Eigenarten, das Unterdrücken und Zurichten der Eigenarten an Person und Körper zum Subjekt ist dann das, was wir als Erziehung erleben. Es handelt sich dabei um eine gesellschaftliche Tätigkeit, die nicht die Form gesellschaftlichen Handelns im Sinne der Subjektivität annimmt, denn Subjektivität muss durch diese Tätigkeit erst hergestellt und eingeübt werden. Das heißt: Hier steht nichts zur Disposition, hier werden keine Diskurse geführt, keine Konkurrenzen abgehalten. Und es beginnt sofort im Säuglingsalter.
      Was das für die Mütter und ihre Kinder für Folgen zeitigt, zählt zu den dunkelsten Kapiteln des Modernen Ensembles. Was auch immer über das Vorhandensein oder Fehlen von Vätern oder anderen männlichen Bezugspersonen in der Entwicklung und Erziehung eines Kindes beklagt und geschrieben wird – hier zeigt sich ja doch nur die traurige Realität einer Erziehung, die zwar gesellschaftliche Tätigkeit ist, aber individuell, verschwiegen, privat vollzogen wird und dies in aller Regel von den Frauen, die Mütter sind. Gesellschaftliche Tätigkeit, privat vollzogen – hier zeigt sich schon deutlich die abgespaltene und verheimlichte Seite der Subjektivität: Auch hier wird privat vollzogen, was als verpflichtete, gesellschaftliche Tätigkeit gilt – das Verfolgen des Glücks des Einzelnen befördert das Glück aller, Verpflichtung zum Glück wird also zum terroristischen kategorischen Imperativ. Und dieser Befehl gilt ebenso mit aller Schärfe für die Frauen, die erziehen, darin ihr Glück zu finden und durch das Gelingen der Erziehung (dieser Glücksfindung) zum Glück der Gesellschaft beizutragen.
      Dies alles wird unter unter dem Begriff des Narzissmus beschreibbar und erkennbar – erkennbar in seiner Brutalität der zugefügten Verwundungen und beschreibbar in der Rückschau auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse ebenso wie in der Eigensicht der Gesellschaft selbst. Zwar wird Narzissmus auch durchaus als notwendiges (sic!) Durchgangsstadium in der Entwicklung von Kindern und Heranwachsenden gedeutet, in dem sie sich selbst entdecken, an sich selbst Wertschätzung und Gefallen finden, ein positives Selbstbild entwickeln, sich auf sich beziehen und wo das Liebesversagen der Heranwachsenden nicht manifest asozial, der Liebesentzug durch Erziehende nicht so bedrohend ist, aber meiner Meinung nach ist Liebesentzug in der Erziehung durchaus eine narzisstische Wunde, die in funktioneller Übereinstimmung mit den Bewegungsgesetzen der Gesellschaft zugefügt wurde und wird, auch gegen besseres Wissen und Fühlen, in Verfolgung der widersprüchlichen Ziele, dass es den Kindern besser gehen solle als einem selbst und dass die Kinder sich in der Gesellschaft zurechtfinden und mit ihren Anforderungen glücklich zu Rande kommen sollen. Darin, in diesem funktionellen Narzissmus, der den Liebesentzug zur raison d’être der Entwicklung und die Liebe der Mutter (nicht nur der empirischen weiblichen Person, sondern jeder Person, die in der Abspaltung erzieherisch tätig ist, deren Liebe daher artifiziell und abstrakt, ein bloßes ideologisches Erfordernis ist) zur Grundlage der Erziehung macht, spiegelt sich das allgemeine Gebot, dass das Fortkommen des Einzelnen ohne erforderliche Rücksichtnahme auf andere das Fortkommen der Gesellschaft bedinge, dass pursuit of happiness also nicht ein Privileg besonders Glücklicher, sondern eine monströse Verpflichtung aller sei. So wie dem Kind die Liebe der Mutter abhanden kommen muss, damit es sich zum Erwachsenen mausern kann, so muss das Individuum sich von allen anderen absondern und seine eigene Unternehmung (wieder nicht ökonomisch gemeint) verfolgen, um paradoxen Zugang zu den anderen zu erhalten: Einübung in den Narzissmus also durch frühe narzisstische Verwundung zum Wohle aller.

    • Lieber KenFmFan,
      Ihr Kommentar zeugt von völliger Unkenntnis der menschlichen Psyche und seelischer Verletzungen. Natürlich ist es ein glücklicher Umstand, wenn Sie nicht traumatisiert wurden, wobei vielen Menschen die eigenen Verletzungen häufig gar nicht bewusst sind und ein Bewusstsein sich erst entwickeln kann, wenn Menschen ihre körperlichen Erkrankungen ganzheitlich betrachten lernen. Unsere Gesellschaft ist im Hinblick auf das Zusammenwirken von Körper, Seele und Geist und ganzheitliche Heilung inzwischen viel fortgeschrittener. Doch diese Entwicklung scheint bei einigen Menschen noch nicht angekommen zu sein. Vielleicht sollten Sie sich erstmal etwas mehr mit diesem Thema befassen, bevor Sie derart urteilen. Und wenn Sie von Negativität sprechen, dann ist gerade Ihre Haltung bezüglich dieses Themas, sehr blockierend und damit negativ.
      Die pathologischen Wurzeln des kalten Neoliberalismus liegen in den Menschen selbst und wenn diese nicht geheilt werden, kann die Welt sich nicht verändern.

    • also – es ist doch wohlein Unterschied, ob Menschen mitten in einem Krieg waren – oder nicht! Das sind doch ganz andere Traumata!
      Normalerweise kann die Natur sich selbst heilen – aber wie mamomi beschreibt – und wie ich es erlebe – auch im Vergleich mit anderen Gesellschaften, haben die Deutschen einen erheblichen Schaden erlitten, der nie wirklich aufgearbeitet wurde. m.M.

    • Liebe/r Linus Ida,
      worauf beziehen Sie sich eigentlich in Ihrem letzten Kommentar?

    • „Die erste „Herrscherelite“ der wir ausgeliefert waren, ohne flüchten zu können, war unsere Kernfamilie. Wir konnten nur nach „innen“ flüchten und mussten die Realität verleugnen.“

      Du vermischt hier zwei Dinge: das Persönliche und die Organisation der Gesellschaft/ des Staates.
      Ich höre oft, auch in der Diskussion mit Bekannten oder in der Familie, wenn wir über das Thema der Elitenkontrolle und der globalen Verbrechen reden das Argument „Ja, jeder hat ja böse Seiten in sich.“
      Ich frage dann immer zurück: „Klar, und auch gut. Aber was haben wir denn zu entscheiden? Welche Auswirkung hat das?“

      Konkret auf deinen Fall bezogen: Du kannst super liebe Eltern haben, oder solche, die dich misshandeln, schlagen, etc. Das eine ist für deine Persönlichkeit sehr positiv, das andere traumatisiert dich.
      Das ist aber, global gesehen, nicht der Punkt! Das muss man begreifen, denn: ob gut oder böse, ob menschliche Absichten oder materielle, in unserem System, das von einer gierigen Elite kontrolliert wird, hat das einzelne Individuum praktisch nichts zu melden – darum ist es ja keine Demokratie mehr, sondern eine Oligarchie/Plutokratie, wie Studien belegen.

      Als Charles Wright Mills 1963 die „Power Elite“ in seinem gleichnamigen Buch analysiert hat, hat er treffen festgestellt:
      „Wollte man dass behaupten, dass ‚wir‘ alle die Geschichte bestimmen, dann wäre das soziologisch Unsinn und politisch verantwortungslos. Es wäre deshalb verantwortungslos, weil dadurch jeder Versuch im Keim erstickt wird, die Verantwortung für die folgenschweren Entscheidungen jener festzustellen, die die Machtmittel wirklich in der Hand haben.“

      Das schließt nicht aus, dass sich jeder auch mit sich selbst beschäftigen muss und „bei sich selbst anfangen“ sollte – klar.
      Nur: Wir leben in einem System, in dem die brutalsten, gierigsten und skrupellosesten Psychopathen die Fäden ziehen, und nur ähnlich korrupte Persönlichkeiten überhaupt eine Chance haben, nach oben zu kommen. Die Eliten kontrollieren das System und sind verantworlich für Krieg, massive Ausbeutung durch das Zinssystem (Staatsverschuldung) und die Zerstörung des Planeten.
      Das aus dem Fokus zu verlieren heißt, die Wirklichkeit zu verzerren und die wahren Schuldigen davonkommen zu lassen.

    • Wenn wir die gesamte Problematik unserer Menschengesellschaften heute auf den einfachsten Nenner bringen, dann landen wir unweigerlich bei dem Begriff GEWALT. Ich sage immer wieder und bleibe dabei: Gewalt -der scheinbar unerschütterliche Glaube daran- ist die todbringende Krankheit am Menschen. Man stelle sich nur einmal vor, die menschlichen Probleme wären bis jetzt alle ohne Kriege gelöst worden und wir würden für unsere tägliche Ernährung nicht einen ständig manipulativ reproduzierenden Höllen-Kreislauf für Tiere veranstalten!
      Dass auch sogar hier bei KenFM von usern schon die Rede davon war, wir Menschen trügen „das tödliche Prinzip“ in uns, es sei uns soz. angeboren, zeigt doch was für giftige Blüten die Freud’sche Aggressionstheorie getrieben hat, die auch der selbst ernannte Tierfreund und willige Mitläufer im 3. Reich Konrad Lorenz so eifrig aufgegriffen hatte, um damit als eine Art „Graugans-Galilei“ zu glänzen.

    • es gibt auch psychische Gewalt.

      Und ich frage mich, was sogenannte „Finanz-Eliten“ – gemessen am Gemeinschaftswert – wirklich `leisten`? Denn um so elitär zu werden, bedarf es einer Menge Rücksichtslosigkeit, Schamlosigkeit, Dominanz, Unehrlichkeit sich selbst gegenüber…, das über Leichen steigen können, das Weggucken und -ducken vor Konsequenzen des eigenen Tuns, das fokussierte und beschnittene Denk- und Vorstellungsvermögen, ein übergrosses Ego, Lust am Wettbewerb und Hochgefühl beim Verlust des Anderen…, ggf. Schadenfreude…und dann die verzerrten Selbstsicherheiten: ich bin reich, ich bin frei, ich kann machen, was ich will…
      Schaut Euch nur den Soros an!

      Freiheit heisst aber in erster Linie Verantwortung – wenn es richtig für die Gesamtheit sein soll.

    • Linus Ida: „Es gibt auch psychische Gewalt“.

      Wenn ich Gewalt- den Glauben an Gewalt- hier als Krankheitsherd nenne, so trenne ich von vorn herein nicht zwischen körperlicher und psychischer Gewalt. Wenn man sich mit der Bedeutung von Gewalt in unserem Leben auseinandersetzt, dann erkennt man die ganze breite Palette ihrer Spielarten in der Gesellschaft. Die Lüge z.B. und der damit erzielte Betrug sind eine dieser Spielarten, soz. die „verkleidete Gewalt“ im Gegensatz zur körperlichen, oder „blutigen“ Gewalt. Allerdings führt die psychische Gewalt ja bekanntermaßen am Ende immer zur körperlichen Gewalt und die körperlich ausgeführten Gewaltexzesse führen wiederum zu erneuter psychischer Gewalt im Sinne von „Glaube an Gewalt, denn wer an Gewalt glaubt, kennt ihre „Effektivität“.
      Oberflächlich betrachtet ist sie ja das Effektivste überhaupt, denn: was kann effektiver sein, als etwas Lebendiges tot zu machen? Was kann effektiver sein, als andere mit Lug und Trug psychologisch umzulenken? Das Verführerische an der Gewalt ist ja der Zugewinn von Macht und diese Machtgeilheit im Menschen, die sein Verantwortungsgefühl mit der Zeit offensichtlich vollständig überlagern kann, ist das Unglück, was der Menschheit widerfahren ist. Deshalb plädiere ich ja auch immer wieder für die sorgfältige und redliche Selbstüberprüfung, denn zweifelsohne sind wir alle ständig in Gefahr, anstelle der reinen Bemühung um Einsicht und der reinen Aufrichtigkeit, dieser Machtgier zu verfallen. Und wenn es auch nur in Ansätzen sei. Aus diesem Grunde finde ich unentwegte demütige Selbstkontrolle und -Erforschung mit der ebenso unentwegten Selbstjustierung das Wichtigste von allem. Dabei können einem Aussagen der größten Geister der Weltgeschichte große Hilfestellung geben wie z.B. Buddha(Hass ist die größte Verfehlung) oder Sokrates(Ich weiß, dass ich nichts weiß) oder Jesus von Nazareth.

    • Ich glaube die meisten die hier posten, haben das empfohlene Vidio nicht gesehen oder gehört.
      Es geht nicht vorrangig um die Gesellschaft und deren Verwerfungen.
      Es geht um uns und unser Verhalten im Umgang mit unseren Kindern.
      Das das voll auf die Gesellschaft durchschlägt ist das Drama, was wir so oft beklagen.

    • Ja, klar, nur „schwarz ist weiß“ hat’s mal wieder als einziger richtig verstanden!

    • Grundthese und Ausgangspunkt der Diskussion ist für mich der Satz vom Mamomi:

      „Die erste „Herrscherelite“ der wir ausgeliefert waren, ohne flüchten zu können, war unsere Kernfamilie. Wir konnten nur nach „innen“ flüchten und mussten die Realität verleugnen.“

      Das war und ist leider ein nicht von der Hand zu weisender Umstand einer unheilvollen Verschränkung von Individuum und Gesellschaft. Das Problem ist jedoch nicht die Erzieherin oder der Erzieher, sprich Vater oder Mutter in ihrer Eigenschaft als Menschen.

      Wir sind als soziale Wesen angewiesen auf Anerkennung durch die Anderen in unserer Umwelt. Ob wir diese erhalten oder nicht, hängt davon ab, ob wir den Definitionen, also den getroffenen Zuschreibungen darüber, was ein sinnvolles, gutes,………..Leben ist, gerecht werden oder nicht.
      Auf diese Definitionen kam es und kommt es immer noch an, wenn wir verstehen wollen, warum wir alle traumatisiert sind (auch, wenn uns das nicht bewusst ist).

      Die Definitionen darüber weisen schon seit Urzeiten eine Differenz zu unserem inneren Empfinden auf und lassen sich nicht ohne „Störungen“ mit diesen in Einklang bringen. Weil die Definitionen aber für unser Zusammenleben mehr oder weniger festgeschrieben wurden und wir der Gemeinschaft nicht ausweichen können, wenn wir überleben wollen, spalten wir gegenteilige Impulse aus dem Selbst ab und verdrängen sie. Die abgespalteten Empfindungen sind uns in der Regel nicht bewusst, arbeiten aber weiter in uns.

      Erich Fromm, Arno Gruen und andere Psychoanalytiker sprechen für diesen speziellen Moment von „Verrat am Selbst“.
      Anstatt all unser Sein in dieser Welt, jegliche Frage des Überlebens und zwischenmenschlichen Handeln auf das Grundgefühl der Liebe, nämlich des Eins-Sein, der Kooperation, dem Zusammenhalt etc. aufzustellen (was keinen oder nur wenig inneren Widerspruch hervorrufen würde), machen wir genau das Gegenteil. Unser Dasein baut auf Machtverhältnisse, auf Konkurrenz und Ungleichheit auf.

      Da wir aber nun in eine Erwachsenenwelt hineingeboren werden, wird diese für uns zum Maßstab. Das trifft auch und insbesondere für unsere Eltern zu, die wiederum selbst unter den Bedingungen erzogen wurden.
      Die Eltern werden, wie hier von Petra ausführlich aber etwas anders beschrieben, unbewusst zum Agenten des herrschenden Systems, verursachen also Traumata, obwohl sie an der Oberfläche ihres Bewusstseins überzeugt sind das Richtige und Gute für das Kind zu wollen und zu tun. Sie dringen mit akzeptierten Erziehungszielen als eine sehr starke Autorität in uns ein, welche die Grundlage bietet dafür, dass wir weiteren Autoritäten des Systems, wie Lehrern, Arbeitgebern, Politikern etc. als solche anerkennen und ihnen „gehorchen.“

      An vielen kleinen Alltagsbeispielen lassen sich die in uns aufkommenden Impulse und ihre Verdrängung zugunsten der äußeren Autoritäten erkennen, wohl am deutlichsten am Beispiel Schule. Das natürliche Bedürfnis der Kinder etwas lernen zu wollen wird eingebettet in einen sogenannten „heimlichen Lehrplan“, der mit der Aneignung von Schulwissen nichts zu tun hat, sondern mit dem Erlernen von grundlegenden Erfordernissen für Systemfunktionsträger, nämlich sich anpassen, sich unterordnen, einordnen, sich den Anforderungen und Beurteilungen anderer zu fügen, ein Konkurrent zu sein, nach Leistung zu streben usw. Das ganze wird von der sozialen Umgebung, eben ganz besonders auch der Eltern, versüßt mit Schultüte, vielen guten Ratschlägen und Zuwendung. Denken wir an die vielen Situationen, wo wir uns mit dem Muß, dem Stillsitzen, dem endlosen Zuhören im Stundentakt, dem Schweigen ob des Zynismus und der Ungerechtigkeit mancher Lehrer, dem eigenen Schämen vor dem Nichtwissen, der Angst vor der Meinung der Anderen, der Angst vor Beurteilung und Versagen etc. trotz innerlicher Rebellion abgefunden haben. Solange, bis wir alles als „Normal“ hingenommen und uns vorwiegend darauf konzentrierten durchzukommen.

      Und so geht es dann weiter, z.B. in der Ausbildung. Das Gefühl, man müsse dankbar sein, überhaupt eine machen zu dürfen, weil es ja so viele Konkurrenten gibt. Die Ausbilder akzeptieren, obwohl sie dich möglicherweise nur als lästig oder als billige Arbeitskraft benutzen, das innerliche Aufbegehren und die Sprüche wie „das Leben ist nun mal kein Ponyhof“ als Erklärung hinnehmen und so weiter…
      Dann schließlich, derart vorbereitet, akzeptierst Du nicht einfach nur die Notwendigkeiten der persönlichen Ausbeutung für den Arbeitsmarkt und die Forderungen nach Flexibilität und Mobilität, sondern machst sie Dir zu eigen, redest Dir ein, nur so geht’s. Immer auch vor Augen, dass Du ohne erarbeitetes Geld nichts bist und ins Nichts fallen wirst.
      Die Zeit, die du dann noch hast, willst Du mit Leben füllen, was Dir ob der fehlenden Ruhe und Gelassenheit nur mäßig gelingt. Du versuchst es mit Konsum, Reisen, Fitness anzureichern, suchst nach Individualität, nach Nähe, nach Sinn und kommst nicht drauf, was Dir trotz Geld und Job eigentlich wirklich fehlt. Die Autorität, die zu Anfang nur bei deinen Nächsten lag, hat sich mittlerweile auf viele Personen und Institutionen verteilt, man nennt das auch den generalisierten Anderen.

      Natürlich kann das Hineingleiten in die Gesellschaft auch glatter, ohne Missbehagen und Fragen funktionieren. Bei vielen geht das bis zum Schluss ohne Konflikte. Bei anderen bricht es irgendwann hervor, z.B. durch Verlust einer Person, der Arbeit oder Krankheit, Burnout etc.

      Wenn nun jemand sagt, meine Eltern haben mich nicht traumatisiert, wie Kenfmfan es oben gemacht hat, dann habe ich dafür volles Verständnis. Die ganze Liebe und Zuwendung, die wir erhalten haben von unseren Eltern (falls so gewesen), sehen wir nicht in diesem Zusammenhang.
      Aber wir haben sie eben im Gesamtkontext der direkten oder indirekten Systemzustimmung der Eltern erhalten. Liebe findet in der vermeidlichen Akzeptanz unserer Lebensverhältnisse statt und ist mit dieser unauflöslich verknüpft.

      Diese Traumata sind grundlegenderer, unsichtbarerer Art und zu trennen von denen einer Kriegs- oder anderer Gewalterfahrung. Sie sind von uns in der Regel nicht ohne Hilfe von außen (Prozess der Bewusstwerdung) zu erkennen.

      Krieg oder Gewalt wären bei einer auf Liebe basierenden Lebensordnung gar nicht vorstellbar, weil sie dem Leben selbst wiedersprechen.

      Die Art wie wir lernen, arbeiten, wie Politik und Wirtschaft funktionieren wiedersprechen dem Leben selbst. Das Trauma ist die narkotisierte Gesellschaft mit Einzelausprägungen.
      Wir können es aber nicht wie bei einem Kriegstrauma auf ein einziges Erlebnis fixieren, sondern es liegt verborgen in der Gesamtheit unseres Lebensweges, welcher von Anfang an auf den negativen Elementen menschlicher Wesenheit basierte (Macht).

      Das Trauma, oder das Unbehagen an unserer Kultur, um es mit Freud zu sagen, ist immer in uns am arbeiten. Man könnte auch formulieren, unser natürliches Bedürfnis danach Einssein zu wollen mit der Natur und den Menschen meldet sich in unserem Unterbewusstsein und lässt nach sich suchen.

      Und wenn Herr Klaus-Jürgen Bruder nun sagt, dass sich die Psychologie darüber klar werden muss welche Rolle sie in der Verfasstheit unserer Gesellschaft spielt und zukünftig spielen will, dann ist das mehr als überfällig.
      Die gesamten Geistes- und Sozialwissenschaften dienen heute, damit sie überhaupt überleben können, dem neoliberalen Geist des ungebremsten globalen Kapitalismus mit Endzeitfolgen.
      Sie haben sich zur Hure der Herrschaft machen lassen.
      Ich selbst habe mich damals aus dieser Erkenntnis heraus entschlossen nicht weiter den Weg in die Arbeits- und Organisationspsychologie zu gehen.
      Und auch in allen anderen Bereichen der Psychologie, der sozialen Arbeit und letztlich sogar im Ehrenamt sozialer Sektoren muss man sich heute fragen, ob man nicht dazu beiträgt, dass jenes Herrschaftssystem weiter funktionieren kann, weil man die unmittelbaren psychischen und sozialen Verwerfungen ja nicht beseitigen, nicht an der Wurzel fassen, sondern immer nur weitere Symptome notdürftig behandeln kann.
      Es ist so, wie wenn man ein Loch im Garten hat aus dem Wasser heraussprudelt. Zur Lösung versucht man nun das Wasser in Eimern aufzufangen, solange, bis der ganze Garten mit Eimern bedeckt und kein Platz mehr ist, anstatt hinzugehen und das Loch einfach zu stopfen und den Strom zu stoppen.
      (Was nicht bedeutet, dass eine individuelle Therapie nicht eine Entlastung und Befreiung für den Einzelnen bedeuten kann. Bitte nicht falsch verstehen!)

      Auch hat uns die Psychologie und ihre Artverwandten, bzw. deren Vertreter schon früher verraten. Die kritische Theorie, die Frankfurter Schule, zu der auch der von mir oben genannte Erich Fromm zeitweilig gehörte, zusammen mit Adorno, Horkheimer und Marcuse, war damals in den 60er Jahren die geistige Grundlage der 68er Generation. Als die Studenten die Revolution entfachen wollten mit ihrer Hilfe, haben sie sich letztlich kollektiv zurückgezogen. Fast so wie Martin Luther mit seiner Aussage „die Obrigkeit sei letztlich gut und notwendig“, haben sich dieser Herren auf ihre Theorie als solche zurückgezogen und die Bewegung im Stich gelassen.
      Diese Weigerung war letztlich auch mitverantwortlich für die Entstehung der RAF, die das entstandene Vakuum mit Gewalt gefüllt hat. Wenn diese nicht so gar absichtlich gezielt hervorgebracht wurde, um zwar die Revolution der Studenten faktisch zu diskreditieren, aber
      nicht ohne eine Generation zurückzulassen, die die Werte der Familie in Frage gestellt hat ohne ein Gegenkonzept zu haben außer freie Liebe, Hippiekultur und Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Emanzipation war in vielerlei Hinsicht mehr als notwendig, dass mich da niemand missversteht. Aber wem hat das am Ende genützt? Es gab plötzlich nicht nur den Mann als Arbeitnehmer und Steuersklaven, sondern auch die Frau = doppelte Einnahmen. Gleichzeitig erodierte die Familienstruktur der Gesellschaft und die Geburtenzahlen stürzten ab. Wir haben bis heute keine Lösung für dieses Problem. Stattdessen müssen wir durch Zuzug von Ausländern die ganze verlogene Sklavenmaschine am laufen halten.
      Böse Zungen behaupten, dass die Entstehung und die Niederschlagung der 68er Generation ebenfalls bewusst aus einer Hand betrieben wurde, um die westlichen Gesellschaften, insbesondere die deutsche, zu zersetzen.
      Und wenn ich mir das Muster ansehe, welches darin besteht sich mit einer an sich guten Sache (Erkennen des Verrats am Selbst, Infragestellen von Autoritäten als Befreiung) gemein zu machen, um hintenherum etwas ganz anderes durchzusetzen, dann kommt mir das sehr bekannt vor.

      Wann haben wir das letzte mal gesellschaftspolitisch einen großen Wurf gemacht?

      Menschheit, Gesellschaft, Nation, was auch immer, ohne Herrschaft gibt es nicht. Die Frage ist was herrscht, der Geist der trennenden oder verbindenden Elemente menschlichen Seins? Ist es die Herrschaft der Unterdrückung, des Geldes, der Konkurrenz, des Gewinnstrebens und einer hohlen Individualität oder die Herrschaft der Liebe, des Zugehörigseins, der Kooperation, der gegenseitigen Anerkennung als Mensch und des Einsseins mit sich und der Natur?

      Setzt sich letzteres als Erkenntnis nicht durch, dann haben die Psychologie und alle anderen Wissenschaften, die sich um das Menschsein drehen, nur eine Alibifunktion und bleiben letztlich nur das Werkzeug in einem neoliberalen Reparaturbetrieb.

    • Linus Ida, Petra, schwarz ist weiß und Außerkontrolle:
      Ich kann Euren Beiträgen nur zustimmen und es freut mich, dass mein Kommentar eine Diskussion ausgelöst hat, mit der ich nicht gerechnet hatte 🙂

      Zu KenFmFan:
      Mein Kommentar war bewusst provokativ! Unsere Eltern wollten selbstverständlich das Beste für uns, nur wussten sie nicht, was wirklich das Beste für uns ist!
      Ich möchte hier noch ein kurzes Gespräch mit André Stern mit Freimut – Leben und Lernen mit Begeisterung verlinken: https://www.youtube.com/watch?v=gNh2haatENE

      Erziehung ist Gewalt, Erziehung traumatisiert! Ein Baby was nur alle 4 Stunden gefüttert werden darf, was mit 6 Wochen durchschlafen muss, dass man liegen lässt weil es schreit, aus Angst es zu verwöhnen, ist eine massive Traumatisierung mit Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühlen und Todesangst. Ein Baby lebt noch nicht „in der Zeit“, es weiß nicht, dass die Mama alle 4 Stunden mit der Brust oder der Flasche kommt. Hungergefühle verursachen starke Schmerzen. Wenn es schreit, weil es Nähe und Geborgenheit braucht und niemand kommt, dann setzt tiefste Verzweiflung ein und irgendwann ist es still, schreit nicht mehr…usw.
      Die Belohnungs- und Bestrafungssysteme fangen sehr, sehr früh an! Gehen in der Kita und im Kindergarten weiter, dann in der Schule, na ja, es geht so weiter, wie es Außerkontrolle beschrieben hat.

      Wir brauchen eine neue Psychologie, oh ja und zwar dringend…
      Und es gibt sie ja auch schon, viel ist in Bewegung, möglicherweisen in anderen Ländern schon viel mehr als bei uns.
      Wenn ich diesen Wahnsinn erkenne und ihn benennen kann, mich selbst darin bewusst erlebe, dann kann ich das nicht mehr machen…Doch dann kommt die Existenzfrage! Wer kündigt schon einen gut bezahlten Job, wenn er Frau und Kinder hat und möglicherweise ein Haus abbezahlen muss? Oder auch die Frau und Mutter, wenn der Preis bedeutet, zuhause zu bleiben, die Karriere nicht machen zu können, abhängig zu sein vom Mann? Da ist das verleugnen und verdrängen der Wahrheit einfacher…Und somit auch der eigenen Wahrheit. Wir leben weiter in unseren psychischen Spaltungen und rechtfertigen sie, wir lieben unsere Kinder und geben sie trotzdem früh in Fremdbetreuung und in der Schule mutieren unsere Kinder zu Schülern, werden zu Objekten!

      Es geht nicht darum, Eltern anzuklagen, sondern sich ehrlich einzugestehen, was ihre wohlgemeinte Erziehung mit mir gemacht hat…Auch sehr liebevolle Eltern belohnen und bestrafen ihre Kinder, sind mit ihnen nicht auf Augenhöhe!

      Und nun noch ein Video von Rüdiger Lenz. Ein wunderbarer Monolog in dem er aus dem Buch von Arno Gruen „Der Fremde in uns“ liest und das Gelesene in unser Leben überträgt:
      https://www.youtube.com/watch?v=n1jgzEwLITU

    • Liebe Marikka,
      mein Kommentar mit den Verlinkungen ist noch nicht freigschaltet. Der Monolog von Rüdiger Lenz bringt auf den Punkt, was sie beschreiben 🙂

    • Mamomi, welch ein Zufall, dass SIe auf Andre Stern verweisen, wo ich doch vor einer Stunde noch ein Buch von ihm in der Hand hatte: „Und ich war nie in der Schule“. Der Mann ist einfach nur klasse. Wenn unsere Kinder nicht gerne zur Schule gingen, würde ich sie sofort rausnehmen…

      Ich möchte noch die letzten Sätze des sehr treffenden Kommentars von Außerkontrolle hervorheben:

      „Die Frage ist was herrscht, der Geist der trennenden oder verbindenden Elemente menschlichen Seins? Ist es die Herrschaft der Unterdrückung, des Geldes, der Konkurrenz, des Gewinnstrebens und einer hohlen Individualität oder die Herrschaft der Liebe, des Zugehörigseins, der Kooperation, der gegenseitigen Anerkennung als Mensch und des Einsseins mit sich und der Natur?
      Setzt sich letzteres als Erkenntnis nicht durch, dann haben die Psychologie und alle anderen Wissenschaften, die sich um das Menschsein drehen, nur eine Alibifunktion und bleiben letztlich nur das Werkzeug in einem neoliberalen Reparaturbetrieb.“

    • Alle: der IST-Zustand ist uns ja wohl hier allen klar. Ich möchte jetzt aber auch mal Vorschläge für gangbare Methoden hören oder lesen, die aus diesem unmenschlichen, Gewalt-Beherrschten System herausführen. Wie kann das Denken und Tun ALLER Menschen dahingehend beeinflusst werden, dass die von oben diktierte Lebensverachtung und damit die ganze Ungerechtigkeit wieder abgebaut wird und wieder in Richtung der höchst möglichen menschlichen Vernunft(welches die allumfassende Liebe ist) gemeinsam gegangen wird?
      Ich bin der tiefen Überzeugung genau dessen, was schon Pythagoras darüber gesagt hat und viele große und geniale Denker nach ihm.

    • Und, wenn es hier bei der Rückführung zum ursprünglichen liebevollen Menschsein um Erziehung geht, sind ja wohl alle hier Schreibenden einig mit mir, dass den jungen Menschlein nichts gegen ihren Willen aufgezwungen werden sollte. Wie ist es denn da mit dem Tiere-Töten? Ist es nicht so, dass überall, wo Tiere getötet werden, die kleinen Kinder gezwungen werden, es erst mit anzuschauen und es dann selber praktizieren lernen müssen? Von sich aus würde kein noch psychisch gesundes Kind den Wunsch haben, ein Lebewesen abzuschlachten!

    • @ KenFmFan
      Glückskind, ich kenne leider viel zu viele davon.
      Einige wenige konnten das, gewöhnlich nach dem sie sich selbst darüber klar geworden sind, mit ihren Eltern zusammen auflösen. Einige haben die Lösung für sich alleine finden müssen, viele trauen sich nicht den entscheidenden Schrit zu tun und noch viel mehr leiden darunter, ohne zu erkennen, was es ist (als Außenstehender, der die Leugnung bei sich selbst überwunden hat, merkt man das oft ganz schnell, obwohl der Betreffende manchmal noch Jahre gebraucht hat). Solange man in seiner Filterblase bleibt, ist es auch sehr schwer das zu merken da gibt es so viele Glaubenssätze, nicht nur, du sollst Vater und Mutter ehren, man muss doch die Liebe und Fürsorge achten, du musst doch dankbar sein… Und das wird in der Filterblase eben immer wieder verstärkt, da sagt keiner, wieso lässt du dich denn so behandeln, findest du das wirklich in Ordnung. Man kann einfach nicht denken, dass die Eltern Dinge getan oder unterlassen haben, die den Kindern z.T. ganz erheblich geschadet haben, obwohl es so war.
      Es könnte also auch sein, dass Sie oder einige Ihrer Bekannten einfach der Leugnung unterliegen.
      Aber da Sie offensichtlich nicht alles glauben, was man Ihnen so erzählt, bin ich sicher, dass Sie es im Ernstfall mit der Zeit herausfinden werden. Wenn es nichts herauszufinden gibt, um so besser.

      Ja und die Überwindung der Leugnung führt gewöhnlich auch zu heftigen Spaltungen in der Familie, weil diejenigen, die ihr noch unterliegen sie auch mit allen Mitteln der Tatsachenverdrehung beschützen.

      Von daher finde ich den Ansatz, die Leugnung auf familiärer Ebene mit der auf gesellschaftlicher Ebene zu vergleichen recht interessant.
      Hier wird doch auch alles zu unserem Besten getan und es geht uns doch gut.
      Ja, sie wollen unser Bestes – unser Geld, unsere Arbeitskraft, unseren blinden Gehorsam…

    • Liebe Veganislove,

      die von oben diktierte Lebensverachtung in eine diktierte Lebens-Achtung umzuwandeln macht keinen Sinn und wird auch nicht funktionieren. Bewusstsein lässt sich nicht erzwingen. Das, was in der Welt derzeit seinen Höhepunkt findet, ist ein Krieg um die Köpfe (um das geistige Potential) der Menschen. Wir alle können jeden Tag durch unser Handeln entscheiden, ob wir uns für das Leben und damit auch für die Liebe entscheiden oder dagegen. Wir haben die Wahl, ob wir unsere Lebensenergie konstruktiv oder destruktiv einsetzen. Dies ist aber immer abhängig vom gegenwärtigen Bewusstsein. Wir können Kopf und Herz klären, wir können uns aber auch zumüllen. Die Entscheidung, in welche Richtung wir uns bewegen, ist unsere, mit aller Konsequenz und Verantwortung. Stillstand gibt es nicht.
      Da die Menschen sich auf unterschiedlichen Bewusstseinsebenen befinden, wird nicht schlagartig bei allen das Licht angehen und eine große kollektive Wandlung einsetzen. Auch wenn dies sehr wünschenswert wäre, weil es dem Leiden schneller ein Ende bereiten würde. Wenn wir uns nicht freiwillig bewegen, wird der Ausgleich vom Leben selbst herbeigeführt, sobald die Trägheit der Masse einen kritischen Punkt erreicht hat.

      Sehr empfehlenswert zum Thema Veganismus finde ich übrigens die kurzen Videos von „Vegan ist ungesund“ auf You Tube. Positiv, witzig und sehr informativ räumen die beiden Jungs mit den bekannten Vorurteilen auf. Schön auch, dass der eine Arzt ist und klar und deutlich betont, dass das Thema Ernährung im Medizin-Studium so gut wie keine Rolle spielt. Gut für alle, die noch in den alten Schuhen stecken.

    • Liebe Mamomi,
      ja, ein sehr guter Beitrag von Rüdiger Lenz. Das Buch von Arno Gruen kann ich auch nur jedem empfehlen.

    • Ja, ich bin ein Glückskind. Ich hatte sehr viel Glück. Glückliche Menschen umgeben sich mit glücklichen Menschen, daher habe ich persönlich keinen Umgang mit Traumatisierten.

      Nicht nur die Umgebung ist wichtig, in der das Kind aufwächst, sondern auch wie psychisch widerstandsfähig es ist – Resilienz. Da kann der gleiche Auslöser bei einem zu psychischen Verletzungen führen, dem anderen geht das quer vorbei weil er selbstsicher ist.

      Auf die Suche nach Traumata müssen sich nur Menschen begeben, die das Gefühl haben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Wenn ich das Gefühl nicht habe, ist das keine Verleugnung von Traumatisierung.

    • Liebe Marikka! Dass Bewusstsein etwas ist, was sich nicht erzwingen lässt, ist eigentlich nicht erwähnenswert. Ich meinte aber, dass sich dass Bewusstsein auch nicht ändert, wenn, wie hier zum weiß nicht wievielten mal analysiert wird, dass es eben in unserer Gesellschaft an diesem Bewusstsein fehlt und dass deshalb alles den Bach hinunter geht und dass es besser gehen würde, wenn die Menschen alle auf Gewalt verzichten würden und alle lieb zueinander wären. Ich selber unterliege keinerlei Zwängen, wenn ich über den Terror schreibe, den die bedenkenlose Gier nach Fleisch in der Welt auslöst, sondern es ist mir eine Herzensangelegenheit, weil ich die Tiere liebe. Wer hier einen Zwang aus meinen Texten herausliest, der sollte sich dann doch einmal fragen, warum.
      Es sollen doch Vorschläge gemacht werden, wie mehr Bewusstsein in der Bevölkerung erzeugt werden kann und dies ist mein Vorschlag dazu. Ich bin zwar keine Ärztin, aber ich bin durch meinen eigenen Lebenswandel umso mehr Expertin dafür, wie sich eine zum Veganismus veränderte Ernährung auf Körper- Seele auswirkt. Von da her weiß ich genau, worüber ich schreibe. Aber selbst für jene, die diese Verwandlung noch nicht durchgemacht haben, gibt es so viele reale vernünftige Gründe, das Tiere-Essen aufzugeben, dass ich mich immer wieder sehr wundere, mit welcher Hartnäckigkeit dieses Thema immer noch überall ausgegrenzt wird und wie es immer ignoriert und klein geredet wird. Angesichts der ununterbrochenen Höllenqualen der Tiere und des damit verursachten Hungers in der Welt und all der vielen anderen Gründe, die Herr Wollen, so schön zusammengefasst hat, lasse ich mir so einen Unsinn einfach nicht mehr gefallen!

    • Und was Sie außerdem noch dazu geschrieben haben, Marikka, ist ja auch sowieso alles klar. Aber nützt das denn etwas im Gegensatz zu dem, was ich schreibe? Man kann Bewusstsein nicht erzwingen, aber man kann mit Gewalt und Zwang Bewussseinsbildung verhindern, bzw. Menschen seelisch verstören, so wie bei meinem Beispiel mit den kleinen Kindern, die gezwungen werden, beim Tiere- Schlachten zuzuschauen und es dann selber zu lernen.

    • @ Veganislove: ich lebe längst vegan und viele Menschen in meinem Umfeld auch! Doch ihre frühkindlichen Spaltungen können sie auch mit veganer Lebensweise nicht integrieren.
      Es geht darum, dass erst einmal ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass wir gespalten wurden, das Trauma nicht mehr pathologisiert wird, sondern eher die Regel an statt die Ausnahme ist.

      Wenn ich anerkenne, selbst bindungstraumatisiert zu sein, in Kontakt komme mit meinen „inneren Kindern“ und meine Eltern als die Verursacher benennen kann, dann werde ich automatisch mein Leben ändern müssen und dazu gehört dann auch, auf Fleisch ganz zu verzichten, ohne zu diesem Thema missionieren zu müssen.

      Und vielleicht kann ein erster Schritt sein, auf Massentierhaltungsprodukte zu verzichten, dann folgt vielleicht die vegetarische Lebensweise und danach ist der Schritt zu vegan nicht mehr weit!

    • @ KenFmFan

      Resilenz gilt meines Wissens allgemein als erworbene Eigenschaft, wobei eine angeborene Disposition den Erwerb erleichtern oder erschweren kann, was wohl bedeutet, dass die Umgebung in der jemand aufwächst eine ganz entscheidende Rolle spielt, wobei man die Chance hat, später nachzubessern. Aber auch das dickste angeborene Fell kann fadenscheinig werden, wenn man nur früh genung und genug daran rumzerrt oder draufhaut (ob nun rein körperlich oder psychisch). Genausogut kann man lernen, die Vorteile einer dünnen Haut zum eigenen Vorteil zu nutzen.
      Und sorry, sich nur mit glücklichen Menschen zu umgeben, stelle ich mir ja rein menschlich so ein bisschen langweilig vor, aber jeder Jeck ist eben anders.

    • Hallo Kenfmfan
      Zunächst mal freue ich mich ehrlich für Sie, dass sie eine glückliche Kindheit gehabt haben. Ich denke, für viele trifft das zu, eben weil sie sich aufhoben und geliebt fühlten.
      Ich habe den Eindruck, Sie fassen den Begriff Trauma etwas zu eng im Sinne einer therapeutisch zu behandelnden Angelegenheit. Was auf die Fälle, die Mamomi beschrieben hat, durchaus als behandlungsbedürftig/fähig zutrifft, ist auf den Sachverhalt, den ich schilderte nicht unbedingt anzuwenden.

      Ich denke, es lässt sich aber einfach an Ihrer (unserer) Situation gut beschreiben.
      Wann haben Sie angefangen im Netz nach Informationen zu suchen? Vor 2, vor 5 Jahren?, während der Ukrainekrise oder nach dem 11. September 2001? Nun, ich glaube jeder hatte seinen eigenen Zeitpunkt. Alle dürften wir aber etwas gemeinsam haben, nämlich die Erfahrung gemacht zu haben, dass irgendetwas an den bisherigen eigenen Annahmen nicht stimmen konnte. Erinnern Sie sich noch an den Moment? War das einfach nur eine normale Entdeckung? Oder war es nicht eher ein bisschen so, als ahnten Sie ihre Frau/Freundin, von der Sie glaubten sie zu kennen, würde Sie anlügen und möglicherweise betrügen – Ihnen was erzählen, dass gar nicht stimmt? Ein Zustand, der gewisse Ohnmachtsgefühle auslöst? Kommt Ihnen das nicht bekannt vor?
      Vielleicht haben Sie schon länger leise Zweifel an etwas gehabt, aber im Grunde vertrauten Sie den täglichen Gegebenheiten: Die Nachrichtensprecher sind seriös und vertrauenswürdig, Politiker sagen zwar nicht immer die Wahrheit aber im großen vertreten Sie unsere Interessen. Banken sind staatliche Einrichtungen, die dafür sorgen, dass eine Volkswirtschaft funktionieren kann. Demokratie ist noch die beste Regierungsform auf dieser Welt und bei uns ist sie am sichersten. Die Dinge, die uns in der Schule gelehrt werden dienen unserer Bildung und unserem Fortkommen. Demokratie und Kommunismus stehen sich diametral gegenüber. Die Nato dient unserer Verteidigung…. usw. usw.
      Sicher werden, was den Glauben an die Richtigkeit der Verhältnisse angeht, individuelle Unterschiede existieren.
      Wenn aber nicht eine Diskrepanz zwischen ihrem Weltbild und den neuen Erfahrungen, Ahnungen liegen würde, dann wären Sie nicht auf Kenfm und würden sich nicht auf der Suche befinden. Und wie wir feststellen, haben wir offensichtlich gerade mal die Spitze des Eisbergs gesehen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, für mich ist das eine Art Trauma.

      Das Kennzeichen eines Traumas ist u.a., dass die Person einer (meist unbewussten) Annahme unterliegt, die etwas mit ihr macht und sich im Verhalten, Empfinden oder Denken niederschlägt. Ein Kind, welches im Säuglingsalter beispielsweise nicht genügend Nähe, Geborgenheit und Zuwendung bekommen hat, kann später annehmen, dass es nicht liebenswert sei, trotz faktischer Liebesbekundungen der Eltern und anderer Menschen. Dies lässt sich unter bestimmten Umständen durch eine Gesprächstherapie (Bewusstwerdung) oder mit Hilfe zusätzlichen Methoden (EMDR etc) behandeln. Die Annahme stellt sich als eine Übertragung früher gemachter Erfahrungen dar (um es hier kurz zu halten) und kann sich mit der Zeit auflösen.
      Die Eltern haben häufig nicht vorsätzlich gehandelt, sondern sind einfach einem früher nicht selten gemachten Ratschlag gefolgt, den Säugling ruhig erst mal schreien zu lassen, damit er lernt sich selbst zu beruhigen. Was allerdings ein fataler Irrtum ist, denn in diesem Alter ist das nicht angezeigt, wie Mamomi schon beschrieben hat.

      Unsere Therapie findet gerade statt, hier im digitalen Aufwachzimmer des Internets. Wir hinterfragen frühere Annahmen auf ihre Wahrhaftigkeit. Des weiteren fragen wir uns, wie es zu diesen Annahmen, obwohl diese offensichtlich falsch waren, kommen konnte?
      Und hierbei kommen all die Anderen, die in unserem Leben wichtig waren mit ins Spiel. Nicht, weil die etwa in irgendeiner Weise Schuld auf sich geladen hätten, sondern, weil Sie als Teil der Gesellschaft dafür gesorgt haben, dass wir bestimmte Annahmen über die Beschaffenheit unserer Umwelt für Richtig erachtet haben.
      Wenn das nicht auch auf ihre Eltern zutreffen würde, dann wären Sie jetzt nicht auf der Suche, sondern schon lange aufgeklärt.

      Ich weiß nun nicht, wie Ihr Umfeld beschaffen ist. Ich habe, wie viele andere, die Erfahrung gemacht, dass es äußerst schwer ist sein unmittelbares Umfeld, selbst die nächsten Verwandten, von unseren Erkenntnissen zu überzeugen.

      Ich glaube, wir sind angesichts der Tatsache, dass wir voll in der Thematik sind, schon dabei zu vergessen, wie sehr uns die Diskrepanz zwischen den alten Annahmen und den neuen Erkenntnissen zu schaffen gemacht haben und noch zu schaffen machen. Bei mir hat das schon traumatische Züge, wenn ich ehrlich bin. Und ich ahne, dass dieser Prozess alles andere als vorbei ist.

      Und noch eine kurze Anmerkung zu ihrer Aussage, dass Ihre Kinder gerne in die Schule gehen. Meine Kinder sind auch gerne zur Schule gegangen, später vor allem wegen der Freunde.
      Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder kommen aus der Schule und bringen eine gute Note mit. Was machen Sie?
      Ich denke, vielleicht machen Sie es wie wir es getan haben, wir lobten sie und freuten uns mit ihnen.
      Ist da etwas falsch dran? Nein, natürlich nicht, weil die Anerkennung wichtig ist. Etwas geleistet zu haben ist etwas Schönes und die Anerkennung dafür auch.
      Und dennoch, und das ist das perfide und die Zwickmühle daran, erkenne ich, indem ich meine Kinder für ihre Leistungen in der Schule lobe, auch die Notwendigkeit und Richtigkeit der Schule generell an (in den Augen meiner Kinder), obwohl ich die Schule heutiger Form immer noch für die größte Selektionsmaschine der Welt halte mit der die Aufrechterhaltung von Ungleichheit weiter gesichert wird. Das bedeutet, ich festige ein Bild im Kopf meiner Kinder, obwohl ich das nicht will. Alles andere wäre kontraproduktiv im Sinne des Lernprozesses an sich. Natürlich habe ich die Schule und ihre Bedeutung auch mal vor den Kindern relativiert, z.B. um einen größeren Druck von Ihnen zu nehmen, aber vor dem Hintergrund des Gesagte immer mit Vorsicht.
      Das noch mal zur Verschränkung von Individuum und Gesellschaft und dem zwanghaften Mitmachen müssen dabei.
      H.G.

    • Mamomi: Ich verstehe ums Verrecken nicht, warum der Veganismus immer noch sogar auch hier, wo sich schon die Gedankenvolleren und Informierteren eingefunden haben immer noch so behandelt wird, als sei es etwas wahnsinnig Schwieriges, Belastendes, ja so eine Art Strafe! Wo es doch in Wirklichkeit nur befreiend und in jeder Beziehung und für alle und jeden eine köstliche Entlastung ist! Umso weniger verstehe ich das von jemand, der behauptet, „schon längst“ vegan zu leben. Wie lange wollen Sie denn Tieren noch die Hölle auf Erden bereiten lassen und mit den Exkrementen dieser armen kranken Geschöpfe die ganze Erde verseuchen lassen? Was ist das für eine seltsame, pervertierte Toleranz! Ich verstehe das nicht, tut mir leid!
      Wenn Sie selbst vegan sind, warum zieren Sie sich dann so, darüber zu informieren und werfen lieber anderen Veganern als Vorwurf das Missionieren vor, wie es immer diejenigen tun, denen ihr gewohnter Gaumenkitzel wichtiger ist wie die untergehende Welt! Können Sie mir das mal genauer erklären? Ich verstehe es nämlich immer noch nicht, obwohl ich dieses Argument schon tausendmal gehört und gelesen habe. Ich mache da Ihrer Meinung nach also ständig etwas falsch, aber alle diejenigen, die verantwortungslos immer weiter das Ergebnis von Massenfolter und Massenmord sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen, ja mit denen muss man doch Nachsicht haben! Hauptsache, man beleidigt die ignoranten Fleischesser nicht, da rügt man dann doch lieber die Veganer! Super! So soll es also besser werden ja?

    • Sehr schön beschrieben Außerkontrolle.
      Trauma muss sehr viel umfänglicher begriffen werden. Auch die anonymisierte Gesellschaft basiert letztlich auf kollektivem Trauma, genauso wie der anonyme Kommentator, der in der Angst lebt erkannt zu werden, ein Trauma im weitesten Sinne haben muss. Wäre der Mensch in keinster Weise traumatisiert, dann hätte er gar nicht dieses Schutzbedürfnis. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass jeder der sich offen zeigt, frei von Trauma ist. Das ist natürlich nicht der Fall. Früher habe ich auch immer gedacht, ich hätte eine glückliche Kindheit gehabt, bis ich irgendwann zulassen konnte, dass es auch die andere Seite gab und ich mich viele Jahre damit auseinandersetzt habe. Daher weiß ich, wie gut diese Schutzmechanismen funktionieren. Der innere Prozess der Befreiung und Selbstwerdung findet meiner Ansicht nach lebenslang statt, vorausgesetzt, wir entscheiden uns dafür und haben den Mut zur Wahrheit zu stehen.

    • Hauptsache, die Veganer halten ihre Klappe! Alles andere ist ja nicht so schlimm!

    • Liebe Veganislove,
      was ist eigentlich mit Ihnen los? Sie können die Menschen doch nicht gewaltsam zwingen vegan zu werden.
      Wenn ich jetzt z.B. schon zur Lichtnahrung übergegangen wäre und würde Ihnen als Veganerin ständig vorhalten, dass Sie sich am Massenmord der zartesten Geschöpfe dieses Planeten schuldig machen. Wie würden Sie das finden? Und argumentieren Sie jetzt nicht damit, Pflanzen hätten kein Nervensystem. Es sind sehr beseelte, fühlende Wesen.
      Es geht doch um den achtsamen Umgang mit allen Geschöpfen und jede Entwicklung braucht ihre Zeit.

    • Marikka: Ich registriere immer wieder verwundert, wie unlogisch plötzlich Menschen zu diesem Thema argumentieren, die sonst auffallend logisch, gebildet und klar sind. Anscheinend sind Ihnen die gesamten Auswirkungen der Tiere-Esserei immer noch nicht bewusst genug. Wenn Sie tatsächlich meinen, dass das mit den Tieren noch warten kann, bis die überzivilisierte Menschheit ihre frühkindlichen Probleme gelöst hat, dann stelle ich ihnen hier mal die Frage, wie Sie das Tiere-Essen noch verantworten können, angesichts der Tatsache, dass aufgrund dieser kranken und kränkenden Tradition woanders in der Welt ständig andere Menschen verhungern müssen! Soll das auch Ihrer Meinung nach noch so lange weitergehen, bis hier bei uns alle Erziehungsgeschädigten ihre Probleme gelöst haben? Was ist eigentlich mit Euch los?

    • Lieber KenFmFan,
      dann gehören Sie wirklich zu den wenigen Ausnahmen und müssen sehr, sehr bewusste Eltern gehabt haben.
      Auch ich habe vieles anders gemacht als meine Eltern, weil mir zur rechten Zeit die Bücher von Alice Miller in die Hände gefallen sind. Dennoch habe ich Fehler gemacht, weil ich mir meiner eigenen Abspaltungen nicht bewusst war.
      0ftmals habe ich es nicht geschafft, diesen Perspektivwechsel hinzubekommen, der so wichtig im Umgang mit kleinen Kindern ist und ja, sie habe mich auch in meinen kindlichen Strukturen „getriggert“, was ich natürlich nicht wusste.

      Falls Ihre Kinder irgendwann zu Schulverweigern werden, was ich gut verstehen könnte. Es sei denn sie gehen eh schon auf eine alternative Schule, dann geht das hier in Deutschland noch nicht.
      Viele Eltern ziehen ins benachbarte Ausland, wo es keine Schulpflicht gibt, z.B. in die Schweiz. Die Schweiz hat auch Kriegsvergangenheit zu verarbeiten und ist sofern freier als wir. Was nicht heißen soll, das in der Schweiz alles in Ordnung ist, denn die „schwarze Pädagogik“ gab es in fast allen „zivilisierten“ Ländern der Welt.
      Dazu kann ich das Buch von Lloyd deMause empfehlen: Hört ihr die Kinder weinen: eine psychogenetische Geschichte der Kindheit

    • Außenkontrolle, sehr lieben Dank für Ihre Ausführungen.
      Ich habe meinen Sohn dem Triage-System – zumindest in der Kindheit – mehr schlecht als recht entziehen können. War bitter wegen der daraus resultierenden zeitweisen Trennung, aber er sagt mir mit über 20 Jahren heute, dass er sonst zu Grunde gegangen wäre. Der Clash der Generationen ist zu beenden anstatt ihn immer nur mit den ach so guten Absichten der Eltern zu entschuldigen. Pursuit of happiness „jeder gegen jeden“ hat uns genau in diese heutige Situation gebracht – und wir haben noch das Glück auf der von Ihnen benannten „Aufwachstation“ mit einander ins Gespräch zu kommen. Gesprächsthema ist das gute Leben für alle – jede mit jedem.
      Liebe/r Veganislove,
      eine andere Sicht auf unsere Mitwesen zu suchen und für sich selbst zu finden – wer wollte da widersprechen. Aber ich ersuche höflichst nicht, wie es zu unserer pervertierten Welt gehört, gleich wieder für alle zu sprechen – und gleich auch für die „Tiere“ mit, die auch nicht ohne die Vielfalt der Pflanzen und deren Vermittlung mit der „Welt“ leben könnten.

    • Liebe Veganislove,
      ich muss das Tiere essen nicht verantworten, weil ich mich seit vielen Jahren vegan ernähre. Und genau das ist doch der Punkt: Wir können nur die Verantwortung für unser eigenes Handeln übernehmen.
      Wollen Sie die Fleischesser einsperren und zwangsernähren?

    • Jetzt wird mir also neben „Missionieren“ auch noch Zwangsgelüste angedichtet! Ich schreibe hier meine Meinung
      und meine Überzeugung nieder. Was ist daran verkehrt? Dass es den Traditionsessern nicht passt?
      Wollen wir nun eigentlich die selbe gerechte Welt? Ich beginne langsam daran zu zweifeln.

    • Es soll heißen: die Schweiz hat KEINE Kriegsvergangenheit zu bewältigen 🙂

      zu Veganislove: sagen Sie einmal einer Magersüchtigen, sie soll doch einfach essen, ist doch ganz leicht!
      Oder einen Alkoholabhängigen: Mensch, hör doch einfach auf mit dem Trinken, ich trinke doch auch nicht!
      Oder einen Spielsüchtigen: Was gehst du auch immer in die Spielhalle, lass es doch sein, braucht kein Mensch!
      Oder einer Bulimikerin: Wieso kotzt du alles, was du isst, wieder aus, lass es doch einfach, das ist ekelhaft!
      Oder einem Raucher: du weißt doch wie schädlich das Rauchen ist, auf jeder Packung kannst du das sehen, hör auf damit!
      Ich könnte hier noch endlose weitere Beispiele aufführen, doch vielleicht bekommen Sie ein Gefühl dafür, dass es nicht so einfach ist, wie sie es sich wünschen…

      Doch vielleicht ist das „missionieren“ für Sie auch zu einer Art Sucht geworden, mit der Sie nicht so einfach aufhören können?
      Ich kann das auch halbwegs gelassen sehen, weil viele Ihrer Informationen hilfreich und sinnvoll sind. Doch mein Gefühl ist, sie würden vielmehr Gehör bekommen, wenn Sie mit weniger „Eifer“ Ihre Anliegen beschreiben könnten.

      Und nein, ich habe Sie nicht angegriffen, doch was ich erlebe, dass Sie mit Ihren Kommentaren genau das Gegenteil von dem bewirken, was Ihr eigentlicher Wunsch ist.
      Mit Ihren Kommentaren, bzw. der Art wie sie teilweise schreiben, lösen Sie auch „Trigger“ aus, ohne dass Sie sich dessen bewusst sind und die Folge ist eine Abwehrhaltung, die zumindest für mich, sehr gut verständlich ist!
      Doch ich kann Ihre Art und Weise zu kommentiere, mittlerweile tolerieren…nur manchmal „springe“ ich noch darauf an 
      Außerkontrolle: ja, der Traumabegriff müsste viel weiter gefasst werden…darum bemühe ich mich in meiner beruflichen Arbeit.
      Lob- und Bestrafung sind wirklich ein heikles Thema und ich brauchte echt lange bis ich begriff, das Lob nur die andere Seite der Medaille von Strafe ist.
      Sie haben selbst ein Beispiel gegeben: Sie haben Ihre Kinder für gute Note gelobt, was tatsächlich sich erst einmal sinnvoll liest. Doch die Krux ist, dass sie nicht gelobt werden, wenn sie eine schlechte Note schreiben, und eine schlechte Note eh schon eine Bestrafung ist. Vielleicht werden die Kinder dann getröstet mit den Worten: Ach, das nächste Mal klappt es bestimmt wieder besser… oder wie auch immer.

      Doch das Thema was sich wirklich dahinter verbirgt ist, dass die Kinder sich nicht mit dem beschäftigen können, was in ihnen totale Begeisterung auslöst, sondern Sie lernen Dinge, für die sich vielleicht gar nicht interessieren. Sie „lernen“ nicht für sich, sondern für die Noten, für die Lehrer, für die Eltern…

      Allerdings schließe ich überhaupt nicht aus, dass es Kinder gibt, die total gerne in die Schule gehen. Mein Sohn hat die Schule mit „links“ gemacht und sein Studium auch…so richtig lernen brauchte er nie, darauf habe ich immer gewartet! Das Gymnasium auf das er wollte, hat er sich selbst ausgesucht und er fühlte sich da bis zum Schluss sehr, sehr wohl. Noch heute treffen sich die Schüler dieser Schule regelmäßig, es ist immer noch „ihre“ Schule!

      Doch wir brauchen Alternativen, vor allen Dingen, weil der Druck auf die Kleinsten der Kleinen immer größer wird.
      Grundschüler zeigen häufig schon deutliche Symptome der Überforderung und der Druck geht nicht immer nur von den Lehrern aus, sondern auch von den Eltern.

      Letztens sagte eine Grundschullehrerin zu mir: ich habe dreißig Kinder in meiner Klasse und die Aggression der Kinder macht mich fertig! Ich finde es unerhört, dass den Kindern von ihren Eltern keine „Regeln“ beigebracht werden, so funktioniert das nicht! Es braucht einfach klare Grenzen und die müssen von Eltern vermittelt werden.

      Als ich sie fragte, warum Sie das mit sich machen lässt? Also dreißig Kinder in einer Klasse mit komplett unterschiedlichen Biografien und aus verschiedenen Kulturen? Wieso sie sich nicht wehrt, weil so kein Kind wirklich gesehen werden kann? Und nicht darauf besteht, dass sie höchstens 10 Kinder in ihrer Klasse hat?

      Nur 10 Kinder in einer Klasse zu haben, wäre ihr großer Traum, doch so funktioniert unser System halt nicht und da könne sich auch nichts machen…

      D.h. die Eltern sind frustriert, die Lehrer sind frustriert und dieser Wahnsinn wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, die zu Recht rebellieren…

      Doch damit es nicht zu Missverständnissen kommt: meine Spezialgebiet ist „Trauma“ und ich weiß, dass ich somit auch eine „Traumabrille“ trage 🙂

    • Mamomi: Ihre Argumente in Bezug Vegan sind genau jene herzlosen, unlogischen, wie ich sie seit gefühlten Ewigkeiten von den Traditionsessern kenne, um ihr eigenes starrsinniges und egoistisches Festhalten an diesem Miss- Brauch zu verteidigen. Sie sehen das Problem nicht von innen. Gerecht ist das alles nicht, was Sie hier darüber schreiben. Weder sachgerecht noch ethisch gerecht.

    • Mamomi und Marikka Schaechtlin: Sie sind also seit Jahren schon vegan, aber ich habe bis jetzt darüber noch nie ein Wort darüber hier gelesen. Was mich daran wundert, ist dieser Unwert, den Sie damit dieser alternativen Lebensweise verleihen. Gerade hier, wo wir verzweifelt nach allen möglichen guten alternativen Lebensweisen suchen! Mich interessieren z.B. auch aus psychologischer Sicht die genauen Gründe und Anlässe, weshalb sie vegan geworden sind und wie sie diese Lebensweise nun gestalten! Ist man nur ein richtig guter Veganer, wenn man kein Wort darüber verliert? Oder wie ist das gemeint? Hat es denn dann überhaupt einen überpersönlichen Sinn? Ich z.B. fühle trotz meiner 40-jährigen fleischlosen Ernährung schwere Schuld, wenn ich auf der Autobahn einen Viehtransport sehe, wo kleine schöne neugeborene Kälbchen dicht an dicht angekettet brav nebeneinander ihrer Abmurksung entgegenfahren. Ich fühle mich schuldig, weil ich zu dieser Spezies gehöre, die das als weltweit organisierte Lebensmittelherstellung betreibt.
      Bei Euch genügt es scheint’s, wenn Ihr die Tiere nicht mehr selber esst und weiter verliert Ihr kein eigenes Wort darüber. Nein, im Gegenteil, es ist Euch auch noch unangenehm, wenn jemand anders das tut.
      Das passt in meinem Herz und Hirn alles nicht zusammen. Tut mir leid. Für mich stimmt daran etwas wesentliches nicht. Und es macht es auch weissgott nicht glaubwürdiger, dass die Mehrheit so denkt und handelt.

    • @ Veganislove
      Ich finde es tatsächlich merkwürdig, in welcher Art Sie sich hier ein Urteil über andere Menschen anmaßen, die nicht so tun, wie sie das wollen und selbst über die, die das so machen wie sie wollen. Mit Liebe, die sie ja im Namen führen, hat das für mein Empfinden überhauptnichts zu tun.
      Ich habe auch keine Lust, mich in eine Diskussion darüber einzulassen, da ich mich dann mit all Ihren Behauptungen zunächst mal prüfend auseinandersetzen müsste, halt – ich müsste sie erstmal alle lesen.
      Ich finde es auch unangemessen, wie breit Sie sich mit diesem, Ihrem Thema hier machen – aber das Internet ist groß und geduldig und es gibt da diese wunderbare Scroll-Funktion, die erlaubt nicht alles zu lesen.
      Kann sein, dass mir dabei der eine oder andere anregende Gedanke von Ihrer Seite zur Sache entgeht. Das nehme ich billigend in Kauf.

    • Liebe Veganislove,
      hat für Sie etwas nur eine Wertigkeit, wenn Sie ständig darüber reden/schreiben? Entscheidend sind doch die Handlungen und wenn der Veganismus für Sie ein echtes Herzensanliegen ist, dann gibt es bestimmt viele gute Möglichkeiten sich sinnvoll dafür einzusetzen. Im Übrigen finde ich es sehr unangebracht und vermessen Mamomi der Herzlosigkeit zu bezichtigen. Sie setzt sich in meinen Augen sehr konstruktiv und wertschätzend mit dem Thema auseinander.
      Zur Zeit wirken Sie auf mich wie eine hungrige Tigerin auf Beutezug. Das finde ich schade und wenig konstruktiv.
      Das ist dann wie bei den Linken, die nichts besseres zu tun haben, als auf Sahra Wagenknecht einzudreschen.
      Ein anderer Punkt ist der mit der Schuld. Wenn Sie das Leid der Welt auf Ihre Schultern laden wollen, dann haben Sie wirklich ein Problem und können weder die Lehre von Buddha noch die von Jesus Christus wirklich verstanden haben. Die Identifikation mit dem Leid erhält das Leiden. Für mich ist der Veganismus und die Lebensfreude nicht zu trennen. Die Emotion des Herzens ist die Freude und diese kann viel mehr bewegen als alles andere.

    • Das Niveau sackt hier immer weiter ab. Ich wende mich jetzt gern woanders hin. Enttäuschung ist aber letztendlich immer auch etwas Positives, den es sie führt ja aus der Täuschung heraus.

  8. An einer wesentlichen Stelle muss ich doch deutlich widersprechen. Min 20:40, zu 9/11:
    Der wesentliche Konflikt besteht gar nicht zwischen Leuten, die offizielle Version vertreten und solchen, die 9/11 als nicht geklärt ansehen; ich denke sogar, mit dieser Art „Unsicherheit“ kann das Establishment wunderbar leben.

    Das ist aber falsch: Die Architekten und Ingenieure von AE911Truth, Richard Gage & Co. sagen seit Jahr und Tag, dass absolut fest steht, dass alle drei New Yorker Gebäude gesprengt wurden. Das steht genau so fest und darf als bewiesen angesehen werden, wie dass ein Apfel nach unten fällt und dass Ziegelsteine nicht in der Luft schweben – Newtons Gesetze lassen gar nichts Anderes zu.
    Und damit haben die Architekten und Ingenieure völlig recht!

    Unsicherheit bezüglich 9/11 zu konstatieren, ist selbst bereits ein Ergebnis des besprochenen Medien-Einflusses. Ganser & Co. kommen in diesen Medien am Rande noch vor, die Arbeit von AE911Truth aber wird von unseren Massenmedien völlig verheimlicht und totgeschwiegen; Und so bildet sich erst dieser Rahmen, aus dem auch ein Herr Jebsen und ein Herr Bruder miteinander reden.
    Wir bräuchten hier dazu endlich mal einen Physiker…

    • Ja, es ist wirklich eigentümlich wie immer wieder über Dinge diskutiert wird, die im Grunde längst klar sind.
      Allerdings bräuchten wir dann auch hier keinen Physiker mehr.

  9. Ist zwar am Thema vorbei, aber ich muss mal fragen: Hat sich schon jemand von KenFm mit der neuen Bewegung“Pulse of Europe“ beschäftigt? Vielleicht passt es doch zum Thema weil es auch Spalterpotenzial hat? Ist das Astroturfing? Friedensleute von den wichtigen Friedensthemen abziehen? Später Umschwung in Anti-Trump Bewegung? etc.

    • Hallo !
      Also ich kann nur für uns hier sprechen.
      Alles, was ich dabei hören und sehen konnte, waren Menschen, die sich klar zu Europa bekannten – über Parteigrenzen hinweg.
      Aus Sorge um Europa.
      Weiss jetzt nicht, was daran weniger wichtig wäre.
      Wird sich zeigen, ob sich was ändert.
      Mir wäre auch lieber, man würde für Euroasien demonstrieren, aber so weit ist man noch nicht.
      Und wenn sich nicht Menschen pro Europa bekennen, wirds dazu auch nicht kommen.

    • Hallo Seven, danke für die Mitteilung Ihrer Beobachtungen. Sich für Europa zu bekennen, das finde ich ja auch gut, würde dabei aber nicht die Fähnchen der EU schwenken.

      Ich finde es allerdings schon seltsam, dass plötzlich so viele Menschen in europäischen Städten gleichzeitig auf die Strasse gehen – mit den meisten Standorten in Dtl wie es aussieht. Das sieht für mich eher nach Wahlkampf aus, wenn auch überparteilich in Richtung GroKo vielleicht (mit Schulz als Kanzler). Das bringt das System ja nicht ins Wanken…

      Es mag weit hergeholt erscheinen, aber mir drängt sich da was auf: Puls – Schulz (EU). Ist es gleichzeitig eine Demo gegen alle antieuropäischen Parteien, für die Etablierten (nein ich bin kein Anhänger der AfD). Es wird suggeriert, die EU sei ein lebendiges Wesen mit Herzschlag, statt eines diktatorischen Bürokratenapparates das die EU m.E. nach leider ist. EU und die friedliebenden Menschen Europas werden hier verwechselt.

      Ich werde mir die Reden genauer anhören, insbesondere darauf achten, gegen wen sie auftreten. Laut offiziellem Gründer war es eine Reaktion auf die Wahl Trumps.

      Es besteht momentan zum Glück kein Anlass zur Sorge, dass europäische Länder gegeneinander Krieg führen werden. Wird hier mit Angst gespielt? Es gibt andererseits viele existente Kriege gegen die man auf die Strasse müsste…

    • Hmm, ich verstehe Ihr Misstrauen.
      Ich werde mir nächsten Sonntag mal das Mikro schnappen und ein paar kritische Fragen zu Nato und EU-Kommission stellen.
      Mal sehen, wie die Menschen darauf reagieren.

    • Hallo Kenfmfan
      Ich hatte noch keine Ahnung von dieser Bewegung. Es wird in jedem Fall schwieriger noch durchzublicken, wer für was steht und warum.
      Habe mir angeschaut, wie die Presse auf Pulse of Europe reagiert. Nach unseren Erfahrungen kommt eigentlich nichts in die Zeitungen und schon gar nicht ins Fernsehen, was nicht publik werden soll. Wenn ich mir zum Beispiel die Teilnehmerzahlen auf den Kundgebungen ansehe, dann ist eine Beachtung dieser Bewegung in den Medien schon mehr als erstaunlich. Auf der Website gibt’s eine Liste mit TV-Berichten und Zeitungsmeldungen. In den Heute Nachrichten ein sicher 3 Min. Bericht.
      Ich war damals auf den Montagsdemos, die größer und in mindestens so vielen Städten durchgeführt wurden, aber kein Wort in den Medien und wenn, dann nur negative Kommentare.
      Vom Medienecho her würde ich sagen, da stimmt was nicht. (Die Strategie kann sich natürlich auch mal ändern, wer weiß das schon)

      Dann habe ich mir angesehen, was die Vertreter der Bewegung angeben zu ihrer Motivation für die Pro-Europa-Aktionen. Das Ganze ist so allgemein gehalten und klingt wie eine Herausgabe des Europaparlaments. Es wird darauf hingewiesen, dass es wichtig sei die Kritik an der EU ernst zunehmen, aber kein Wort über z.B. die bisher erlassenen Gesetze der EU, die wesentliche Rechte der Mitbestimmung hinter dem Rücken der Menschen beschneiden oder abschaffen. Eigentlich wird kein einziges Argument konkret benannt.

      Mir geht es, was Europa angeht wie Ihnen. Die EU ist in ihrer ganzen Entstehung und ihrem Aufbau mehr als fragwürdig. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir nie eine Parlamentarische Auseinandersetzung irgendwo live verfolgen können? Alles wird in Hinterzimmer Manier entwickelt und entschieden. Wir werden lediglich informiert.
      Ich wäre für ein Europa, bei dem es nicht zu erst um Währung und Wirtschaft geht. Vorher müssten wir als Menschen zusammenwachsen, wozu beispielsweise auch die Aufarbeitung unserer Geschichte gehörte. Am sinnvollsten wäre es aus meiner Sicht gewesen zunächst ein vereinigtes Europa unabhängiger Länder entstehen zu lassen. Das, was jetzt geschieht, passiert sicher nicht im Interesse der Völker Europas. Wir werden unmündig gemacht und bilden lediglich ein Interessen-Kollektiv mit Menschen und Organisationen, die wir nicht kennen und deren Ziele wir nicht abschätzen können.

      Vielleicht habe ich ja unrecht, aber für mich sieht das nach einer weiteren Aktion gegen vermeidlich Rechte Bürger aus, die angeblich die Freiheit abschaffen wollen und vor deren Wahlverhalten man sich jetzt fürchtet. Entweder ist diese Bewegung tatsächlich von den offensichtlich un- oder eben fehlinformierten Gutmenschen, die da angegeben werden, ins Leben gerufen, die jetzt ebensolche um sich scharren, oder von höherer Ebene aus organisiert, welche aber natürlich die selbe Zielgruppe hat: Die gutgläubige, arglose Masse, die meint, das Richtige zu wollen.
      Mit dem vorgeblich Guten und Richtigen Motiven (wie immer), die doch der gute Bürger nur wollen kann, da ja dessen Wahrheiten oft genug verbreitet wurden, wird ein weiterer Schauplatz geschaffen.

      Lasse mich da aber gerne eines besseren belehren!

    • @ Seven
      mal sehen ob das dann auch in den Nachrichten oder der Zeitung kommt oder ob nur verbreitet wird, was ins gewünschte Bild passt, was ja eine Verfälschung ist, genau wie bei anderen Demos auch oft genug verfälschend berichtet wird, indem nur Einzelheiten herausgepickt werden.

  10. Alles richtige und gute Statements, auch der anstehende Kongress „Gesellschaftliche Spaltung“
    sind kleine, kleine Meilensteine. Steter Tropfen….
    Das Grundproblem.. wir sind alle gefangene in einem System wo keine fundamentalen Änderungen
    möglich sind.
    Wohne an der Schweizer Grenze und muss sagen – ganz so falsch läuft es bei den Eidgenossen
    nicht mit ihrer direkten Demokratie – kenne jedenfalls nicht besseres.

    Ken, Danke für den Beitrag

  11. Danke. Ich freue mich, dass sich Soziologen, Psychologen etc. zusammentun um die Mechanismen der Gesellschaftsspaltung zu diskutieren. Nachdem die Macher des Neoliberalismus laut Prof. Mausfeld, Wissenschaftler Jahrzehnte lang damit beauftragt haben, Manipulationstechniken im stillen Kämmerlein zu entwerfen bevor Sie mit diesen Techniken auf die Öffentlichkeit angewendet haben, ist es nun an der Zeit, dass sich Wissenschaftler nicht weiter derart instrumentalisieren lassen, und die Öffentlichkeit aufklären. Ihre Branche kann viel wiedergutmachen. Danke, dass es immer mehr gibt, die aus der Instrumentalisierung der Wissenschaften aussteigen.

    Ich würde mich freuen, wenn die Ergebnisse der Tagung hier in Kürze kurz dargestellt würden.

  12. Was ich hier bei KenFM einmalig, beachtlich und dankenswert finde, ist, dass ich wirklich hier schreiben kann, wie ich fühle und denke, auch, wenn es mal nicht so positiv ist. Letzteres mag auch an meiner momentan gedrückten Stimmung liegen, aber das ehrlich registrierte und dokumentierte Stimmungs- Auf-und Ab gehört ja zur Wahrheitssuche dazu. Dafür sind wir Menschen.

    • Kopf hoch, meine Liebe 🙂

      Dir und deinem Liebsten einen schönen Abend..

      Grüssle andi

    • Hallo andi! Freut mich sehr, Dich wieder zu sehen! Herzlichkeit, das ist es, was wir brauchen. Das bringt viel mehr als jede ausgeklügelte und tausendmal wieder neu entstaubte Theorie!

    • Herzlichkeit, Toleranz, Mitgefühl, Nachsicht etc.. (Und zwar für ALLE auf diesem Planeten)

      Für Manche mögen das zigfach wieder,- und überholte sowie ausgelutschte Begrifflichkeiten sein, mir sind diese und noch viele andere Worte, mehr noch ihre Bedeutungen sehr wichtig.

      Wir drehen uns im Hamsterrad, auch hier auf KenFm. Es wird auf Begriffen, deren Auslegungen und ursprünglichen Bedeutungen umher geritten. Wieder und wieder raufen sich all´die Menschen, die im wesentlichen die gleichen hehren Ziele und Wünsche in sich tragen, gegenseitig. Zeitgleich drehen die Verbrecher in Parlamenten und Regierungen ihre Runden und ziehen die ihnen aufgetragene Agenda der Grossbesitzhabenden mal eben so durch. Wir haben uns derweil zu unserer eigenen Agenda durchgerungen und sind, im positiven Sinne, mächtig beschäftigt.

      Würde ich mich hier öfter zu Wort melden, wäre meine Stimmung wahrscheinlich auch gediegen gen Keller marschiert. Da wird ein Ken Jebsen in irgendeinem anderen Artikel der Zulassung lediglich einseitiger Trump-Berichterstattung und Kommentierung beschuldigt. Von irgendwem der hier höchst selten und wohl auch mies bezahlt aufschlägt und als Teilzeittroll irgendein Häufchen hinterlassen soll. Der juute Ken kriegt da draussen schon ständig mitten in die Fresse rein und fängt den Müll lächelnd ab.. Jetzt auch noch hier?? Hä?? Was soll das? Wem nutzt das?

      Ebenso der hin und wieder erhobene Vorwurf, hier würde tollwütig und willkürlich Zensur an Beiträge gelegt. Manches ist halt einfach nur löschfähig und sonst nichts. Also what shells?!

      Ich glaube, ich muss jetzt noch was zu obigem Artikel schreiben, sonst wird mein Kommentar zensiert 🙂
      Also Jacques Rousseau fand ich auch schon immer klasse!!

      Lieber Gruss
      andi

    • Ein Tisch ist ein Tisch nur so lange wie Einigkeit (Konsens) besteht. Dieser Konsens ist aufgehoben, sobald eine Sprach-/Denkgrenze überschritten wird, so ist man sich in der englischen Sprache einig, das Ding table zu nennen. Daß Sprache ein Instrument der kulturellen Hegemonie ist, bedeutet, daß die Herrschenden den Konsens regieren. Und wenn sie Wörter schaffen, wie z.B.postfaktisch, dann sollte man selbst denken und entscheiden, ob man sich dem Konsens anschließt. Das gilt für alle genannten Schlagwörter. Durch den Kommerz und Konsumenten entsteht zwangsläufig ein „Verbrauch“ der Wörter.
      Was der Satz von Rousseau bedeutet, erlebte ich am Schicksal von Menschen in einer Diktatur in Asien, wo ich fast zehn Jahre lebte. Wo das Recht fehlt, da gilt nur das Recht des Stärkeren in allen Lebensbereichen. Nur ein Beispiel: In Berlin wurden zwei Raser zu lebenslänglich verurteilt, weil sie einen Mann getötet haben. In jenem Land in Asien tötete fast täglich irgend ein Ferrari-Fahrer einen anderen Menschen und wurde in keinem der Fälle in irgend einer Weise zur Rechenschaft gezogen. Ohne Recht hat der Starke alle Freiheiten – in allen Lebebsbereichen.

    • PS: Probleme gab’s nur, wenn der Ferrari-Fahrer Pech hatte, weil sein Opfer noch weiter oben und noch freier war.

    • Tony Hill,
      mir ging es nur darum, dass die meisten Menschen nur nachplappern, meine Substantive wurden durch den vielfältigen Gebrauch missbraucht, daher wertlos gemacht worden.Beispiel:Merkel und Werte, Demokratie, Frieden, Chancengleichheit, kommt nicht einmal in die Nähe eines Blinden, der von der Farbe spricht!

    • Annette,

      Ja, und ich wollte nur sagen, daß ich empfinde wie Sie. Inflationärem Gebrauch sind Verbrauch (Entwertung) und Mißbrauch (Nachplappern) inhärent. Der Konsens des Kommerz (immer mehr und billiger) verträgt sich nicht mit bestimmten Wörtern und deren Inhalt, wie „Chancengleichheit“ oder „Werte“. Diese Wörter und Begriffe bedeuteten Ihnen offensichtlich mal was. Verteidigen Sie den Konsens dieser Begriffe gegen die Entwertung durch den Kommerz und die „Nachplapperer“. Nicht resignieren.

  13. „Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt und das Gesetz, das befreit“

    Tja, zu blöd aber auch, daß immer nur die Sieger, die Gewinner, die Starken, eben die Elite, die Gesetze macht…deshalb wird dies auch das Recht des Stärkeren genannt, weil die Schwachen die Gesetze machen…

    Irgendetwas stimmt an der Aussage hinten und vorne nicht, denn Recht bedingt Unrecht und da, wo Unrecht herrscht, kann es keine Gerechtigkeit geben. Recht kann niemals zur Gerechtigkeit führen, das ist ein typisches Ammenmärchen noch aus der Zeit Platons und seinem idealen Staat, dem Jenseits, dem Himmelreich. Menschen verhalten sich wie Automaten, das gefühllose Lebewesen, der rationale homo oeconomicus, der tatsächlich emotionalisierte Vollpfosten.

    Das Bescheuerte ist daran zu erkennen, daß es ein Konstrukt namens Staat nicht gibt, Menschen können nur so tun als ob. Ein Staat ist auch keine Organisationsform. Jeder Staat ist eine nicht existente Utopie, ein Spielzeug für Kinder, die sich weigern, Verantwortung für sich und folglich auch für alle anderen übernehmen zu wollen oder noch schlimmer, dies nicht einmal mehr können.

    Rousseaus Aussage ist wohl eine der dümmsten der ganzen verklärten Aufklärung.
    Gesetze, Recht, Regeln unterliegen dem Sein-Sollen-Fehlschluß, dem völlig bekloppten Identitätsgequatsche. Es gibt kein Wissen über ein Ideal, über ein Optimum oder gar des Absoluten.

    Der Real, spanisch der König, nichts anderes als die Herrschaft erschafft mittels Gesetzen Rechte, deshalb auch eure REALität genannt. Nicht zu verwechseln mit der Wirklichkeit.
    Der Regulus, der kleine König erläßt die Regula, den Maßstab, die Regel und eben nicht das Volk, eher der gemeine dumme und unfähige Pöbel. Ihr seid das Eigentum, dem Rechte von eurem Eigentümer verliehen werden.

    Gefangen im Dramadreieck.

    Logik, die Kunst des Folgerns. Selber denken ist eben anstrengender als plumpen Regeln folgen, die andere, eure Herrschaften, nichts anderes als eure Eigentümer, aufgestellt haben.

    Ihr seid nichts anderes als das Spielzeug, ihr macht euch selbst zu diesem in eurer Marionettenwelt.

    • Oh ja, kommen wir zu Ihnen. Wo haben sie so was nur gelernt? „blöd, bescheuert, dumme unfähige Pöbel“. Wo haben Sie den heute zu Mittag gegessen? Irgendwas am Magen? Das sollten wir uns noch mal genauer ansehen. Nicht das unsere Mitmenschen denken, Sie hätten etwas gegen sie.

    • „Tja, zu blöd aber auch, daß immer nur die Sieger, die Gewinner, die Starken, eben die Elite, die Gesetze macht…deshalb wird dies auch das Recht des Stärkeren genannt, weil die Schwachen die Gesetze machen…“

      Falsch. „Das Recht des Stärkeren“ ist kein Synonym für Gesetze, sondern für die Gewalt des physisch Stärkeren.

      „Der Real, spanisch der König, nichts anderes als die Herrschaft erschafft mittels Gesetzen Rechte, deshalb auch eure REALität genannt. Nicht zu verwechseln mit der Wirklichkeit.“

      Falsch. Real kommt von lat. „res“=Sache, real= in der Wirklichkeit vorhanden, der Realität entsprechend.

    • Das waren zwei Sätze rausgenommen die hinten und vorne nicht stimmen. Jeder Ihrer Sätze ist widerlegbar, ausser: „Logik, die Kunst des Folgerns“, aber das ist ja auch kein Satz, und da Sie diese Kunst nicht beherrschen, ergo auch nicht Logik nachvollziehen können, werde ich meine Zeit darauf nicht verschwenden, Ihnen die Unlogik zu beweisen.

    • Wenn man sich angesprochen fühlt, lässt die Logik zu wünschen übrig! ……
      Und genau das ist der Knackpunkt in Deutschland: „Selber denken ist eben anstrengender als plumpen Regeln folgen, die andere, eure Herrschaften, nichts anderes als eure Eigentümer, aufgestellt haben.“
      Deshalb werden sich eher die Finger wund geschrieben werden, als den Kopf anzustrengen , um damit eventuelle Taten hervor bringen zu können!

    • Franz Maria Arwee

      Sie sehen ja, mit was für Gut-Menschen Phrasendreschern man sich hier unterhalten muss, abre immerhin Kenfm ist es wert. an lernt wie diese Leute ticken und versteht dann ganz einfach, warum es in diesem Land so zugeht wie es zugeht…
      Damit sie nicht meinen sich die Mühe des Schreibens ganz vergeblich gemacht zu haben:

      „Der Rechtsstaat kann nur so gerecht sein, wie seine Gesetze es zulassen und die werden von der besitzenden Klasse gemacht. Ihnen ist es gelungen, feudale Privilegien zu verrechtlichen.”

      Der übliche Irrtum den linke Spiesser nahezu stets machen, wenn sie nicht offen legen wollen, dass ihre Argumentation auf moralischen Überlegungen ruht, und sonst nicht viel.

      Die viel banalere Wahrheit ist, dass der Rechtsstaat nur so gerecht sein kenn, wie ihn jene Politiker bereit sind zu machen, die niemand anders als die anschliessend stets jammernden Mitglieder des Urnenpöbels, bei der letzten Wahl in Amt und Würden gewählt haben.

      Ein Volk das die Wahl zwischen Merkel/Gabriel oder Merkel/Schulz ernsthaft als Demokratie sieht, verdient nicht anders behandelt zu werden.
      Jedes Volk hat den Rechststaat, den es verdient…

    • Erstmal missfällt mir persönlich der Tonfall, sowie die allgemeinen und konkreten Beschimpfungen, auch in den Kommentaren.

      Dem Gedankengang, dass diese Aussage („Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt und das Gesetz, das befreit“) so nicht grundsätzlich stimmt, kann ich mich nur anschließen.
      Solange die Stärkeren und nicht die Allgemeinheit das Recht macht, wird es naturgemäß ein Recht des Stärkeren werden – es sieht nur zivilisierter aus.

      Und tatsächlich hat der Stärkere womöglich auch noch die Macht, das Gerechtigkeitsempfinden der Massen solange zu verbiegen, bis sie zum großen Teil glauben, das Recht wäre in ihrem eigenen Interesse.

      Und den Spielraum das Recht auch gerecht zu machen, halte ich eher insgesamt für gering, egal wer in Amt und Würden gewählt wird. Aber diesen Spielraum auszunutzen wäre immerhin schon etwas.

    • Echt wahr und kaum zu glauben!

      Spannend, daß Meta-Aussagen wieder einmal direkt auf sich bezogen gelesen werden…Reduktionismus, die Geisel der Menschheit…

      In den Augen der _Herrschaft_, der Sieger, ist der Verlierer, der Schwache nichts anderes als dumm, einfältig, unfähig, bescheuert und bekloppt.

      Ansonsten werden die Königlichen aus Madrid jetzt zur Sache degradiert. Die Realität ist eben nicht übereinstimmend mit der Wirklichkeit. (siehe Giorgio Agamben – Dispositiv)
      Der Herrscher bestimmt was Res, was Sache, ist.

      Ich empfehle, nicht auf die Form, sondern auf die Folge einer Aussage zu achten, denn formale Logik ist nicht logisch, sie ist nur gesetzt.

      Die Unfähigkeit des Denkens tritt hier wunderbar zu Tage. Die Bedeutung von Sprache liegt in ihrem Gebrauch (Wittgenstein).

      Erkenntnis hier:
      Die Formalisierung der Untertanen ist bereits sehr weit fortgeschritten:
      Unterwerfung ist Freiheit, Ignoranz ist Stärke, Reduktionismus macht frei und gehorsame Erbsenzähler werden die Überlebenden sein.

      Mit feundlichem Gruß

      Euer Ministerium für Liebe

  14. @ Ken

    Danke für die Unterstützung der Öffentlichkeit und damit der Demokratisierung des kritischen Beitrags zur Gesellschaft, den Psychologen leisten können.

    Endlich wieder Psychologen und Psychiater, die sich kritisch zu Wort melden. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren scheinen sie in der Mehrheit für Geheimdienste, den militärisch-industriellen Komplex, die Werbeindustrie, PR-Unternehmen, die Regierungen beraten, und für die neoliberal-getriebene Globalisierung tätig gewesen zu sein.
    Das dort zur Verfügung gestellte Wissen der Psychologen muß dringendst demokratisiert werden, dann werden die Methoden und Möglichkeiten der o.g. Clientele der Psychologen der vergangenen 20 bis 30 Jahre besser verstanden werden.

    Zu Aktion und Reaktion möchte ich ergänzend auf OR = Orienting Response/Reflex hinweisen. Es lohnt, das genauer zu studieren! Insbesondere, wie Schock und Habituation dabei wirken. Habituation auch im Sinne von „Abstumpfen“ (Gewalt in Medien).
    Total spannend und aktuell wird das, wenn OR in Bezug zu „Browsen“, bzw. letzteres in Bezug zu OR untersucht wird.

    „Ziel des Interviews ist es auch, möglichst viele Menschen ohne psychologische Vorkenntnisse für den Kongress zu begeistern. Bildung ist der Schlüssel!“

    Psychologische Bildung ist gewissermaßen „Universalschlüssel“.

  15. „‚Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt und das Gesetz, das befreit‘

    Jean-Jacques Rousseau´s Analyse war damals so richtig wie heute. Dennoch konnte seine Erkenntnis eines nicht verhindern: Gleiches Recht für alle ist ein Illusion!“

    Jo, brav nachgeplappert! Hol das Stöckchen 😉 Aber leider keine Ahnung von Geschichte.

    Rosa Luxemburg Stiftung = Springer für Linke.

    Bald kommt noch die Friedrich Ebert Stiftung und redet neben dem Marxismus noch die Sozialdemokratie schön….
    Gähn… und ich dachte hier sollen die Leute selber denken – Schade.

  16. Ich habe hier nicht den Ansatz von etwas Neuem vernommen. Nichts Zielführendes. Wir wissen doch, dass alles pervertiert ist und kennen die perversen Mechanismen, die dazu geführt haben. Warum soll man sich das nun drei Tage lang nochmal alles anhören? Auswendig lernen, welcher bekannte Soziologe oder Philosoph bisher schon dies oder jenes dazu gesagt hat? Es reicht doch, wenn das Prinzip Gewalt und Lebensverachtung dahinter erkannt ist und dass es schon umfassende und durchdringende Formen angenommen hat. Und wir kennen auch die großen weisen Warner aus der gesamten Menschheitsgeschichte und dass sie schon vor tausenden von Jahren vorausgesehen haben, wo das endet, wenn Menschen weiter mit Gewalt und Lebensverachtung sich ihr Leben einrichten. Wenn das nicht bei der Mehrzahl endlich verinnerlicht wird, geht es weiter so mit der gesamten Lebensvernichtung, bei der die Mehrzahl immer noch mitmacht, ob sie das nun wahrhaben will, oder nicht.

    • “ Warum soll man sich das nun drei Tage lang nochmal alles anhören?“
      Weil die Rosa-Luxemburg-Stiftung das dir als unwissende Person von Oben herab, vom bürgerlich-marxistisch-akademischen Ross herab „erklärt“, damit du nicht-selbst-denkende Person das auch verstehst und die Rosa-Luxemburg-Avantgarde ihre Stellung wahren kann, als intellektuelle Klasse über den Unterdrückten, die aber für die Unterdrückten „nur das Beste will!“

      Denn Freiheit brauchen wir nicht!

      Schon Lenin wusste: „Freiheit ist ein bürgerliches Vorurteil“
      Nur der Zwang und die Autorität können das Leben regeln. Schon Fleck schrie nach der Ökodiktatur um den Planeten zu retten! Sehr klug der Mann! Und der Bolschewist Pedram Shayar stößt ins selbe Horn, der „rechtmäßigen Machthaber“.

      Scheiß Freiheit – hoffentlich kommt bald die Diktatur der Intellektuellen! Dann fühl ich mich richtig gut und sicher 😉

      Ich persönlich brauche euch nicht… also ich denke aber ihr braucht mich… denn ob ihr es schafft 8h am Stück zu fugen, bezweifele ich, Aber eure Bücher kann ich schnell durchlesen und eure nachgeplapperten Thesen ebenso schnell entkräften…. da frag ich mich doch… wer hier wen belehren soll…..

      Ich empfehle KenFM praktischere Ansätze und auch mehr Proletarier selbst sprechen zu lassen – also nicht die Vorsteher der DGB „Gewerkschaften“ oder diese Intellektuellen, sondern echte Menschen, wie selbst denken und Befreiung wollen. Sonst nämlich habt ihr kein Alleinstellungsmerkmal mehr und man kann sich direkt diesen ganzen linken Stumpfsinn geben…. wäre Schade – denn KenFM wollte sich ja mal von diesem Überbau emanzipieren…

    • Was haben wir hier den für ein Exemplar. Der Neue also. Nr. 1. Soso. Massenmörder Lenin. Jaja. Diktatur wollnse. Kann ich bei Ihnen verstehen.

    • Ich habe schon lange den Eindruck, dass Namen wie Rosa Luxemburg oder Heinrich Böll heute einfach nur noch als Zugpferde benutzt werden, weil niemand die letzten Wahrheiten öffentlich mehr auszusprechen wagt, die diese Menschen noch den Mut hatten, auszusprechen. „Wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt“.
      Es gibt ja diesen Spruch: „Wer nicht an den Teufel glaubt, gibt ihm noch zusätzlich eine Chance“.
      Das muss richtig verstanden werden: Wir werden tatsächlich von Satanisten dominiert. Und das wahre Problem, was wir da alle ausnahmslos haben, ist, dass dieser Satanismus in alle unsere Lebensbereiche und zu all unseren Ängsten Zugang hat.
      Es muss dazu kommen, dass dieser Satanismus von der Mehrheit erkannt und geächtet wird! Nur damit kann man ihm seine Kraft entziehen! Es ist notwendig wie noch nie, offen und ehrlich zu seinen Empfindungen zu stehen, denn die sind der Grund, mit dem alles beginnt. Das NACH- DENKEN kommt immer erst danach!

    • Ach die viel gelobte Demokratie war doch schon immer nur eine Demokratie der Mächtigen, nix für Sklaven, Unfreie, Arme oder Frauen.

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