Boxenstopp: Malte Klingauf über das Friedensfestival Pax-Terra-Musica

Malte Klingauf ist ein Mann der Tat. Ein Macher. KenFM konnte sein Engagement über Jahre als Organisator und „Mädchen für alles“ bei den Mahnwachen für den Frieden beobachten. Auf Malte war Verlass.

Über die Mahnwachen kamen sehr viele, vor allem junge Menschen, zusammen. Sie alle einte der Wunsch nach Frieden und einem gesellschaftlichen Kurswechsel. Nur, wie soll dieser bewerkstelligt werden? Wie wird der Einzelne konkret?

Die gute Nachricht: Es gibt schon heute XXL-Alternativen, die von chemiefreien Lebensmitteln bis zu Energieunabhängigkeit reichen. Man müsste hier nur einen Event aus der Taufe heben, der sich nicht wie eine Messe, sondern wie ein Rave anfühlt.

Exakt das war die Idee von Malte Klingauf:

Pax-Terra-Musica

Malte Klingauf stellt im Format Boxenstopp seine Idee Pax-Terra-Musica vor. Zwischen dem 23. und 25. Juni 2017 sind wir alle, die Macher von morgen, die Aktivisten von heute, dazu aufgerufen uns und unsere Ideen zu präsentieren. Pax-Terra-Musica versteht sich als Ideen-Pool von uns an uns. Lasst uns einfach zahlreich erscheinen.

2017 kann das Jahr des persönlichen Umbruchs werden. Tu es einfach! Werde Macher oder lerne Macher kennen. Lasst uns alle zusammen machen. Seid vom 23. – 25.06. am Start.

Seid selber der Wandel, den ihr sehen wollt.

http://www.pax-terra-musica.de

35 Kommentare zu: “Boxenstopp: Malte Klingauf über das Friedensfestival Pax-Terra-Musica

  1. Ein sehr cooles Projekt!!
    Hoffe das ich kommen kann!.

    Schön wäre es ja wenn folgende Herrschaften kommen könnten:
    • Herr Ganser,
    • Frau Wagenknecht,
    • Herr Wimmer,
    • Herr Richard David Precht,
    • Herr Mausfeld,
    • Herr Volker Pispers,
    • Franz Hörmann
    • Herr Popp
    • Herr Dirk Müller

    Die Liste wäre noch mit vielen vielen vielen Namen zu erweitern…..

    • Anfragen. 🙂

      – Dr. Ganser hat vorerst abgesagt. Müsste man vielleicht nochmal nach-haken.
      – Frau Wagenknecht haben wir noch nicht gefragt. Mit dem Büro von Gysi habe ich telefoniert ist aber eingeschlafen.
      – Precht hat nicht geantwortet.
      – Pispers hat freundlich abgesagt, er macht eine Schaffenspause und hält diese auch ein.
      – Dirk Müller hat abgesagt.

    • Hallo Malte!

      Vorweg: Finde Ihr Engagement toll und hoffe das Sie finanziell keinen Schiffbruch erleiden! Falls ich doch nicht kommen kann würde ich mindestens ein Ticket Spenden. Dieses soll wer bekommen der gerne kommen würde, aber finanziell gehindert wird.

      Ich habe selbst eine Messe mit Organisiert( vor 15 Jahren) und kann mir die Schwierigkeiten gut vorstellen mit dem das Team zu kämpfen hat. Die ersten 3 Jahre sind die entscheidenden. Die Erfolgsspirale ist so wie oft Hart und ungerecht. Um Leute anzulocken braucht man „Promis“, jedoch Promis kommen nur wenn die Veranstaltung bekannt ist und/oder das nötige Kleingeld vorhanden ist. Schwierig so ein Paradoxon zu durchbrechen.

      Habt Ihr euch vielleicht schon mal damit beschäftigt dies alles über Crowdfunding zu finanzieren? Wenn nicht, dann könnte man die hier Investieren möchten die Möglichkeit bieten wohin die Überschüsse gespendet/investiert werden. Bin mir sicher es gibt noch viel mehr Anreize für klein Investoren.

      Liebe Grüsse,
      ein Ösi

    • @Armin Richter
      Danke! Ja, haben wir. 🙂
      Es hat nur etwas gedauert, bis alles fertig und freigegeben wurde.
      Ab sofort findest Ihr unser Crowdfunding unter
      https://www.startnext.com/ptm-gelaende
      Hier kannst Du auch ganz direkt Tickets spenden!

      Einen Schiffbruch wird es nicht geben. Wir haben so viel Unterstützung und jeden Tag mehr Leute die helfen wollen (auch dank KenFM!) .
      Wir haben auch schon die Zusage, offiziell an den Ostermärschen in Berlin teilnehmen zu dürfen. Also auch die „alte“ Friedensbewegung ist dabei. So soll es sein. Bei Pax Terra Musica kann jeder dabei sein und es werden viele neue Verbindungen und Freundschaften entstehen!

  2. Ich weiß nicht, ob ich es hier posten soll oder unter einem anderen Beitrag auf Kenfm, aber ich hätte sehr gerne mal einen konstruktiven Beitrag über die Klimaveränderungen auf unserem Planeten und deren wahren Ursachen, die ja durchaus in der Wissenschaft – und politisch gelenkt – kontrovers diskutiert werden.

    • Was soll das denn jetzt werden? So à la Trump von wegen „Klimawandel gibt’s nicht – mal wird’s wärmer, mal kälter, das nennt man Wetter.“

      Falls ja, dann posten Sie es am besten wo anders. 🙂

    • Hmm, also „was soll das denn jetzt werden?“ ist nun nicht gerade eine Kriegserklärung. Ich frage mich, was da noch kommt – mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass es in der Wissenschaft noch Kontroversen gibt zum Klimawandel (außer über Details und genaue Prognosen für die Zukunft, aber nicht bzgl. der Ursachen).

    • @Keeneahnung: Es gab mal welche, daraus ist die Größe der Sahara entstanden. die Lüneburger Heide. Die ganzen Trockenzonen um das Mittelmeer herum. Alles Folgen von Abholzungen. Und das Abholzen der Regenwälder hinterlässt auch nichts anderes als Wüsten.
      Man kann die ungewöhnlichen Wetterlagen in letzter Zeit auch als (teilweise) menschengemacht betrachten (Jahresende in Teilen des Polarmeers 15°, in Teilen von Kanada 20° zu warm, dafür Schnee in Saudi Arabien, Schneerekorde in Kalifornien [bis zu 15m] und nach jahrelangen Dürren extreme Niederschlagsmengen, in Teilen von Sibirien ungewöhnliche Kälte [15°-20°zu kalt] usw.)

    • Benjamin, vizero
      ja, ja, so einfach kann ein Weltbild sein, wenn die Logik hinten runterfällt! Nur nichts hinterfragen, dann kommt man schnell zum Schluss, CO2 ist schuld, „habe ich gehört“.

    • Liebe Vorredner,

      CO2 und andere Stoffe haben also nichts mit dem Klimawandel zu tun? Was dann, Ihrer Meinung nach?
      Und v.a.: Was ist Ihre Schlussfolgerung daraus? Ruhig den Planeten weiter ausbeuten und die Luft verpesten, weil uns das alles nichts anhaben kann?
      Bitte in Kurzform für Unwissende wie mich.

      @Malte Klingauf: Sorry, dass ich jetzt auch nicht widerstehen kann, diese abstruse Diskussion weiter zu befeuern, die nichts mit Ihrem Event zu tun hat. Diesen und Ihr Engagement finde ich auch großartig! Leider werde ich auch nicht kommen können – würde mich aber evtl. auch über Crowdfunding beteiligen, falls es diese Möglichkeit gibt, wie von Armin Richter angeregt wurde.

    • Benjamin
      einfache Erklärungen gib es im Mainstream (wissen2go), meist ohne Ursachen-Analyse.
      da ich in der Schule aufgepasst habe, weiß ich, dass
      1. co2 wasserlöslich ist.
      2. es 5 klimazonen gibt
      3. es in der Erdgeschichte immer einen wechsel zwischen Eiszeiten und Warmzeiten gibt/gab

      daran kann man anknüpfen!
      wenn man dazu noch in Chemie und Physik in der ersten oder zweiten reihe saß, wird das gesamte klimagelabber des Mainstream und schwachsinniger Politiker ziemlich abstrus.

      man kann natürlich wie sie und andere, daraus eine Religion schmieden. klar!!!!
      ein kluger satz, den ich mal irgendwo gelesen habe.

      „dumm ist der, der permanent gegen Logik verstößt“

  3. Ich habe schon mit einem von der Antifa geschrieben. Er wollte eigentlich kommen und einen Stand machen, damit er mit den „Anti-Imperialisten“ diskutieren kann.
    Ich habe ihm vorgeschlagen, dass wir eine Podiumsdiskussion machen könnten in dem wir einmal sachlich die Dinge diskutieren können.
    Nach ein paar ausweichenden Antworten kam dann nichts mehr. War ja fast zu erwarten.

    Aber wirkliche Antifaschisten sind natürlich auch vor Ort aber die machen auch keinen Zoff. Einfach mal auf der Webseite schauen .
    http://www.pax-terra-musica.de/aussteller

    • Jemand, der noch alle Sinne beisammen hat, dessen Urteilsfähigkeit noch intakt ist, der wird als wahrer Antifaschist entweder sagen, ne, da brauch ich gar nicht hinzugehen um Leute aufzuklären, weil da überhaupt keine Faschisten zu finden sind. Oder aber er wird sagen, na klar geh ich dahin, weil ich mich dem Widerstand gegen den wahren, weltweit operierenden Finanz-Faschismus anschließen will.
      Die Tatsache, dass da keine Antwort kommt, spricht Bände. Dann müsste man sich ja auseinandersetzen mit Menschen, die Argumente haben und nicht ahnungslose Bürger, die gar nicht wissen, was vor sich geht mit lautstarken Parolen beschallen.
      Aber vielleicht schicken sie ja wieder ein paar militante Vermummte, um einfach nur zu stören. Wir werden es erleben. Besser aber nicht.
      Vielen Dank noch mal für Ihr bewundernswertes Engagement Herr Klingauf.

  4. Das wirklich Verstörende an dem Beitrag ist, dass nicht wirklich irgendetwas in Frage gestellt werden soll. Es wird zur Tätigkeit (hier“ machen“ oder Macher – zu beachten ist das gesellschaftliche Geschlecht ) aufgerufen und das Konstrukt „Mensch“ oder „Menschheit“ bleibt völlig unbehelligt. Anders gesagt: Ich will so bleiben wie ich bin und die Welt soll an dem genesen an dem sie aktuell zu Grunde geht.
    Der Mensch, die Menschheit, ist empirisch nicht fassbar, ist ein Schemen, ein Gespenst. Worauf bezieht sich dieser Begriff? Auf die Art homo sapiens oder die Gattung homo? Bezieht sich dieser Begriff auf allgemeine äußere Merkmale wie aufrechter Gang, arbeitsteiliges, organisiertes und reflektiertes Sozialverhalten und kulturelle Evolution neben der biologischen? Dann ist damit nichts gewonnen außer einer naturgeschichtlichen Beschreibung, wie sie unzählige Monographien über unzählige Arten an die Hand geben. Oder bezieht sich dieser Begriff vielmehr auf eine bestimmte Art, sich selbst zu sehen und zu reflektieren? Bezieht sich „Mensch“ und „Menschheit“ auf Zuschreibungen, die wir gern für uns in Anspruch nehmen, um uns und unser Tun zu rechtfertigen? Dann bezieht sich das Tätigsein/Machenn der Menschheit auf unsere subjektiven Unternehmungen bis hin zur Gestaltung der so genannten internationalen Staatengemeinschaft, dann verlängern wir unsere spezifische, aktuelle, gleichzeitig historische Art der Tätigkeiten als menschheitlich in die Vergangenheit und behaupten, was wir tun, tun wir mit dem Segen der Geschichte der Menschheit und der Geschichte von Entwicklung, Evolution und Fortschritt. Ich sage in diesem Zusammenhang „aktuell, gleichzeitig historisch“, weil mit „historisch“ nicht Vergangenes bezeichnet wird, sondern Gegenwärtiges, das sich mit Vergangenem legitimiert, es nicht ruhen oder sterben lassen kann, sondern zu unserer Rechtfertigung seiner bedarf. So halten wir diese Leichname künstlich am Leben, damit sie uns stützen und uns willfährig dienen. Dieser Art, sich auf Vergangenheiten zu beziehen, setzen wir Denkmäler, die auf uns verweisen und uns immer daran gemahnen, dass wir Verwalter und Fortführer des menschlichen Erbes sind. Der Gedanke, Altes, Kaputtes oder Verbrauchtes entsprechend zu behandeln, ist uns widerwärtig und erscheint uns als barbarisch. Wir bemerken gar nicht mehr die Ungeheuerlichkeiten, die wir begehen, wenn wir darauf bestehen, durch weltweite Verträge gebunden, das „Erbe der Menschheit“ – immateriell oder nicht, kulturell oder natürlich – zu bewahren. Wir verschließen uns die Zukunft, die Neuerung, die tabula rasa, die Möglichkeit, mit dem Erinnern aufzuhören. Eine Gesellschaft wie die des Modernen Ensembles, die auf ursprünglicher Rechtlosigkeit und zu Grunde liegender Gewalt beruht, die um ihres Fortschritts willen, den sie ja doch nur als abstraktes Wachstum begreifen kann, die Vergangenheit als einziges Maß von Wachstum und Entwicklung willkürlich am Leben erhalten muss, um „aus der Geschichte zu lernen“, braucht den „Menschen“, die „Menschheit“, auf die sie sich berufen kann, deren kulturelle und natürliche und immaterielle Güter sie bewahren will, auch wenn diese jede Praktikabilität verloren haben und wir Tempeltanz oder Küferhandwerk nicht verstehen und nicht brauchen und uns Zeugnisse der ägyptischen Religion nicht weiter anrühren als durch ihre tote Monumentalität – ihre lebendige Bedeutung ist für uns ja längst geschwunden. Wir finden keinen Zugang außer dem archäologischen und musealen, aber verweigern ihnen den Untergang im Assuan-Stausee oder im Vergessen. Wir bauen unseren Städte keine Hochhäuser und Türme ins Zentrum, nur an den Rand, um die alten Stadtkerne im Ensemble zu schützen. Wir verzichten darauf, den Turm als lebendiges Zeichen und Mal der Stadtbevölkerung und ihrer Größe noch einmal aufzurichten, weil wir uns der Bewahrung verschrieben haben, nicht der Erneuerung. Bewahrt aber wird im Namen der Menschheit und des „Menschen“, ungeachtet dessen, ob die realen Menschen diese Bewahrung brauchen oder ob sie nicht sogar zu deren Lasten geht.
    Und so steht denn auch auf der Homepage der Humanistischen Partei: Unsere Religion (die Erklärung einer untergegangenen Formation) ist die Liebe (welche jetzt? – die Göttliche, oder oder oder?)° Unsere Nationalität (also positivistischer Bezug auf die Moderne) ist Mensch (gleichfalls ein Abstraktum) – quod erat demonstrandum, das tote und untergegangene muss dem Leben anhangen und weiter fortgeschleppt werden, damit wir nur nicht irgendwo anders hingelangen können.

    • Liebe Petra,
      „Das wirklich Verstörende an dem Beitrag ist, dass nicht wirklich irgendetwas in Frage gestellt werden soll.“

      Woher wissen Sie schon, was in Frage gestellt wird und was nicht?

      „…das Konstrukt „Mensch“ oder „Menschheit“ bleibt völlig unbehelligt. Anders gesagt: Ich will so bleiben wie ich bin und die Welt soll an dem genesen an dem sie aktuell zu Grunde geht.“

      Soll Ihrer Ansicht nach heißen, man versucht Probleme mit Dingen zu lösen, die erst zum Problem geführt haben?
      Auch hier dient eine Auseinandersetzung, ein Treffen all derjenigen, die zweifeln an den Verhältnissen, ja dazu unterschiedliche Aspekte des Dilemmas zu benennen und im besten Fall mögliche Alternativen aufzuzeigen. Das ist eine komplexe Sache, die viel Zeit, Hirnschmalz und Energie erfordern wird und die Möglichkeit des Scheiterns ist immer inbegriffen.

      Ich ahne, dass ihre Sorge in die Richtung geht „denn sie wissen nicht was sie tun“, und das ist durchaus berechtigt.
      Irgendwie liegt es ja auch im Dasein des Menschen angelegt, dass er eigentlich nicht wissen kann was er wirklich tut (anrichtet). „Ich weiß, das ich nichts weiß“ beschreibt es wohl.
      Deshalb gibt es meiner Ansicht nach für uns nur eine Möglichkeit zu handeln: Wir müssen uns vergegenwärtigen, was unserer Erfahrung nach gut ist für den Menschen, sprich, unter welchen Umständen lernt, arbeitet, denkt, hilft, erfindet, kooperiert, lacht, liebt, verzeiht ……er am besten!? Auf diese Analyse hin kann man dann aufbauen, denken und planen. Dafür muss das Bewusstsein geschaffen werden und das kann nur mittels Kommunikation geschehen.

      Ja, das ist ein Ideal, aber wo nach anderes sollten wir suchen? Wenn wir dann noch scheitern, dann können wir wenigstens mit Recht sagen, wir haben das uns menschengemäß Mögliche versucht und gehen nun als Einheit unter.

      Ich weiß, dass Ihre Gedanken tief und nicht immer für jeden gleich nachzuvollziehen sind. Wenn ihre Bedenken gegen die aktuell beginnende Bewegung der Veränderungen so grundlegend sind, dann sollten Sie sie erst recht mit anderen zusammen zur Sprache bringen und sich beteiligen.
      Ich würde mich freuen Sie dort zu treffen, ahne allerdings, dass, wenn Sie genau so sprechen wie Sie schreiben, ich meinen Synapsen immer etwas Zeit geben muss für die Verarbeitung ihrer Infos.
      Mein Tipp: Fassen Sie Ihre Kernaussage mal in ein zwei Sätzen für alle verständlich zusammen!:)

    • @ Außerkontrolle
      Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte und Ihr Verständnis für meine Anstrengungen. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ ist sehr treffend, denn der einer Epoche zugrunde liegende Fetisch, wird erst im Niedergang und Zerfall der Formation unglaubwürdig und beschreibbar.
      Mit Fetisch meine ich ein gesellschaftliches Verhalten gegenüber den eigenen Hervorbringungen, als wären eben diese Hervorbringungen nicht eigene Hervorbringungen der Leute, sondern eine ältere, äußere Autorität; als hätten wir sie nicht, zwar nicht aus freien Stücken oder mit bewusster Planung, aber immerhin mit unserer bewussten, im Nachhinein erteilten Billigung und durch unsere unbewusste Übereinkunft, mit dieser Autorität ausgestattet, also gleichsam der Religion oder der Kritik erlaubt, unser Leben und Treiben zu organisieren, sondern also hätte diese Autorität uns unterworfen. Die Götter werden in der religiösen Formation nicht behandelt, als wären sie von Menschen erfunden, von den Leuten in die Welt gesetzt, sondern grad so, als wäre es umgekehrt gewesen: als hätten die Götter die Menschen gemacht.
      Wenn ich also in vielen meiner Beiträge (nicht wissend aber irgendwie hoffend, ob das verstanden wird) Kritik als die Erklärung unserer Epoche beschreibe, als ihr Fundament, als ihre fetischhafte Autorität, dann müssen ich und andere, die dies bereits tun, gleichzeitig einen Abstand zwischen uns und diese aktuelle Epoche legen, der es uns ermöglichen soll, sie als schon der Vergangenheit anheimgefallen zu sehen, der es auch erlaubt, das Lächerliche und Aporische (hier im ursprünglichen Sinne der Ausweglosigkeit gemein)t, das Dysfunktionale und Paradoxe an der Kritik mit Staunen und Verwunderung zu beschreiben zu versuchen. Wenn das stillschweigend Vorausgesetzte (zumindest teilweise) sichtbar und gleichzeitig unglaubwürdig wird, wird eins notwendig ex-zentrisch, weil man wie frau es jetzt, zumindest teilweise, von außen betrachten kann.
      Das bringt neue Sichtweisen mit sich, die in der Sprache der gerade untergehenden Epoche schlecht formulierbar sind. Die Gefahr ist immer da, dass das Erzählen eingemeindet, identifiziert und zum Fortleben dessen beiträgt, was das Überleben der Leute behindert und schlimmeres. Kaum möglich also mit prägnanten Slogans vom bisher „Unerhörten“ zu erzählen – in wenigen Sätzen. Ich werde nicht für die Welt und alle Anderen sprechen. Das hatten wir schon und sehen gerade, wozu das führt.
      Ob ich auch im „echten Leben“ so spreche? Ja und nein. Nein, und in tiefer Achtung wohlgemerkt, wenn es anderen Leuten um diese Fragen (als Anwältin weiß ich sehr gut, warum und wann das so ist) gar nicht gehen kann – in unserer Welt zu überleben ist anstrengend genug und zwar auf Gedeih und Verderb. Ja, wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin, wo Sprechen jenseits von Konkurrenz möglich wird und wir genießen, nicht „Recht haben“ zu müssen, Wir freuen uns darüber, dass Sprache so komplex und zärtlich und nicht hierarchisierend sein muss und Eigenart uns ausmacht – wir nicht „Mensch“ oder „Menschheit“ sein müssen.
      Sei sehr lieb und achtungsvoll gegrüßt
      Petra

    • Petra, machen Sie doch einfach auch einen Stand auf bei der Veranstaltung, und bieten Sie die Substanzen feil, die Ihre Synapsen derart zum Knacken bringen – wird bestimmt ein Verkaufsschlager! Nix für ungut… 🙂 Aber ich bin sicher, dass Sie schon längst nicht mehr tangiert werden von derart profanen Kommentaren eines Homo Sapiens.

    • Benjamin
      Ich zähle drei Kommentare von Ihnen auf dieser Themenseite.
      Kein einziger davon trägt irgendwas zur Sache bei. Wir befinden uns hier nicht bei YouTube, wo
      Sie jeden nach belieben und ohne Achtung vor der Person runtermachen können. Oder haben Sie einen
      Auftrag dazu?

    • Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstanden habe, ob Sie „unerhört“ bleiben…

      Wer von Epoche spricht, kann aber doch auch nichts gegen den Begriff Menschheit haben. Epoche ist eine Zusammenfassung von individueller Zeit, so wie Menschheit eine Zusammenfassung individueller Menschen ist. Oder beides eine Verallgemeinerung der eigenen Subjektivität.

      Kritik als Erklärung unserer Epoche – leben auch jene in der Epoche der Kritik, die kritiklos sind? Ich bin mir nicht sicher, ob man Religion als untergegangen betrachten kann. Ich denke, viele haben einen ganz natürlichen Abstand zwischen der „Epoche der Kritik“ und sich selbst – ohne es zu verstehen, weil sie kritiklos hinnehmen. Vieles wird kritiklos hingenommen – auch in der Religion, vor allem neu aufkommenden Religionen. Es gibt noch Menschen, die glauben, dass Götter Menschen geschaffen haben, udn erhalten sich diesen Glauben trotz der Epoche der Kritik – die kann diesen Glauben gar nicht erreichen. Glaube wird abgeschottet vom Intellekt.

      Eine Epoche beschreibt nur einen Teil der Strömung – den, den die Eliten vorgeben.

      Keine Ahnung, ich habe das jetzt nicht weiter durchdacht, nur so gerade meinen Hirnströmen hingegeben.

    • Vielleicht errichten wir auch Denkmäler, weil wir wissen, dass Vergangenes in uns steckt, wissen dass wir leben, weil „vergangen worden ist“, und das Vergangene damit auch indirekt weiterlebt in Metamorphose. Wir setzen auch Denkmäler zur Bewusstwerdung zeitlicher Veränderung. Wir setzen auch der Erkenntnis des Wandels Denkmäler und erkennen damit, dass auch Zukunft Veränderung ist. Demnach wären Denkmäler auch Zeichen von Zukunft.

    • „Wenn das stillschweigend Vorausgesetzte (zumindest teilweise) sichtbar und gleichzeitig unglaubwürdig wird, wird eins notwendig ex-zentrisch, weil man wie frau es jetzt, zumindest teilweise, von außen betrachten kann.“

      Ja, von aussen betrachtet wird vieles unglaubwürdig. Kinder, die noch nicht in unsere Denkmuster verstrickt sind, weil sie das stillschweigend Vorausgesetzte noch nciht kennen, können „von aussen“ betrachten, erkennen dass der Kaiser nackt ist.

      Brauchen wir mehr Naivität? Vielleicht ist Naivität kritischer als Kritik. Wäre Naivität der Aufbruch in eine „neue Epoche“?

    • Dazu möchte ich nur eines anmerken: Wer die Fehler der Vergangenheit nicht (er)kennt, ist verdammt, sie zu wiederholen. Beispiele dafür, dass da was dran ist, kann man in der Geschichte genug sehen. Darum ist es vielleicht doch wichtig, auch untergegangenes nicht zu vergessen.

    • Verstörende Kommentare.
      Natürlich mit der allseits Beliebten Linken Besserwisser Mentalität und einem Ekelhaften zur Schau stellen der eigenen Intelligenz das es sich nicht mehr auszuhalten weiss. Bravo. Ich weiss schon warum ich auch Kenfm nicht mehr so stark besuche, wie auch schon. Das WIR haben die Wahrheit mit Löffeln gefressen steht niemandem gut. Sieht grusig aus, und liest sich wie Spiegel Online.

    • Beeskow Andreas, das nennt man Gedankenaustausch. Ihren Kommentar verbuche ich unter „intolerant“ und „falsch interpretiert“.

  5. Ich möchte an alle Mitforisten appellieren, unsere Zeit und Energie nicht mit Antworten auf diesen sinnfreien Kommentar zu verschwenden. Das wäre der Sache des Beitrags hier auch nicht würdig.

    @Redaktion: Verstößt dieser Kommentar nicht gegen die Netiquette und sollte gelöscht werden, da komplett „off-topic“? Finde es ja gut, dass hier Zensur möglichst nicht betrieben wird – aber das hier führt ja zu nichts, finde ich.

  6. Hallo Herr Jebsen, mir fällt ein Stein vom Herzen. Super!!! Ich hör hier sofort auf zu Quatschen.
    Eigentlich wollte ich Ihnen nach der Demo im Oktober mal einen Brief schreiben, zwecks NLP, etcpp. Ich habe den Brief auch dreimal geschrieben irgendwie war er mir immer zu arrogant oder zumindest sollte er nicht den Eindruck machen als wäre ers. Jedenfalls hat sich ja fast doch alles erfüllt. Erwin Thoma, Ganser, das hier Yeahh. Alles Gute ich bin dann mal weg. 😉

  7. Ja! Ganz tolle Idee. Meinen großen Respekt und herzlichen Dank an alle, die daran gearbeitet haben.
    Es darf kein Zurück mehr geben und jeder kann jetzt zeigen, dass es ihm wirklich ernst ist mit Veränderung und mitmachen.
    Ich werde dabei sein und freue mich sehr auf dieses Treffen. Es ist endlich ein Anfang in größere Dimensionen vorzustoßen, sicher vorerst nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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