Brexit für alle

Von Willy Wimmer.

Der 7. Februar 2017 ist eine gute Gelegenheit. Dann ist es fünfundzwanzig Jahre her, dass die Staats- und Regierungschefs in der bezaubernden holländischen Stadt Maastricht den nach dieser Stadt benannten Vertrag zur Weiterentwicklung der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft unterzeichnet hatten. Dieser Vertrag galt dem „europäischen Friedenswerk“ und es war kein Zufall, dass dieser Vertrag sich einreihte in die Verträge, die das Ende des Kalten Krieges besiegeln sollten, vorneweg die berühmte „Charta von Paris“ aus dem November 1990. Nie mehr Krieg in Europa, Demokratie, Pluralismus und Wohlstand, nicht für einige wenige, sondern möglichst viele Menschen in Europa.

Die Verträge überzeugen nicht

Dieser Maastrichter Vertrag fand seine Fortsetzung im sogenannten „Vertrag von Lissabon“, der mit Ende des Jahres 2009 in Kraft treten sollte, nachdem der damalige CSU-Abgeordnete Dr. Peter Gauweiler wesentliche Veränderungen vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten hatte. Eine Sondersitzung des Deutschen Bundestages mitten im Herbst-Wahlkampf des Jahres 2009 wurde nach den insgesamt vorliegenden Klagen erforderlich, um den Vertrag nicht an Deutschland scheitern zu lassen.

Merkel betreibt eine gegen das „europäische Friedenswerk“ gerichtete Politik

Fünfundzwanzig Jahre nach der Unterschrift des deutschen Friedenskanzlers Dr. Helmut Kohl unter den Maastrichter Vertrag steht unter der Regierung Merkel fest, dass durch sie die Grundlagen des „europäischen Friedenswerkes“ substantiell erschüttert und weitestgehend zerstört worden sind. Das kann jeder Betrachter in diesen Monaten an der tatsächlichen Entwicklung festmachen:

Führende Vertreter der Europäischen Kommission werden nicht müde, eines wieder und wieder zu betonen. Die Nationalstaaten, die nach allen Europäischen Verträgen und dem Selbstbewusstsein der Völker die einzige Grundlage für die Entwicklung der Europäischen Union sind, sollen verschwinden. Das ist deshalb überraschend, weil niemand diejenigen, die das fordern, dazu über allgemeine und freie Wahlen in den Mitgliedsstaaten autorisiert hat. Solange die Juncker-Kommission sich in dem Lichte derartiger öffentlicher Erklärungen sonnt, muss jeder in Europa davon ausgehen, dass die Kommission in Brüssel ihre Macht nutzt, den Souverän zu beseitigen. Das nennt man „Putsch“.

Merkel legt die Axt an

Die Bundeskanzlerin legt durch ihre praktische Politik die Axt an dieses „europäische Friedenswerk“. Darüber können auch keine offenkundigen „Judas-Küsse“ durch einen ausscheidenden amerikanischen Präsidenten Obama in dem Versuch hinwegtäuschen, einer von ihm mit zu verantwortenden globalen Politik gegen seinen Nachfolger eine europäische Basis zu verschaffen. Wir Deutschen stellen fest, dass die erfolgreichen Regeln für die innere Machtbalance in Deutschland durch die Frau Bundeskanzlerin wesentlich außer Kraft gesetzt worden sind. Dazu gehören die Überlegungen, die mit der ausgewogenen regionalen und konfessionellen Repräsentanz verbunden waren und sind. Innenpolitisch akzeptiert das föderale Deutschland keine „Berliner Vorherrschaft“ und unseren europäischen Nachbarn gegenüber ist dieses zunehmende Verhalten der Frau Bundeskanzlerin ein Grund mehr, sich von diesem „europäischen Friedenswerk“ wegen einer deutschen Alleinunterhalterin abzuwenden. Das hat Europa nicht verdient und Deutschland ist alarmiert. Die praktische Politik der Bundesregierung in Berlin, unseren europäischen Nachbarn mit einer Politik der „vollendeten Tatsachen“ zu kommen, stellt unser Europa auf den Kopf und zerstört den europäischen Frieden. Man muss nur einmal die „europäische Raison“ der Kanzler von Adenauer über Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl neben die Politik der „neuen Berliner Arroganz“ stellen, um sich über die Welten Gedanken zu machen, die dazwischenliegen. Was hat uns in Europa und in Deutschland gedient? Jedenfalls nicht die Eskapaden Berliner Randale-Professoren, die für diese Politik die Schalmeien blasen oder die peinlichen Entblödungen über deutsche Rollen im Lego-Maßstab seitens regierungsfinanzierter „Sink-Tanks“ in unserer glorreichen Hauptstadt.

Wir wollen durch die Bundesregierung als das angesprochen werden, was wir sind: Deutsche

Nicht nur Brüssel ergeht sich in Abschaffungsphantasien, was unsere Staaten als Grundlage der europäischen Demokratie betrifft. Das Kanzleramt in Berlin steht dem nicht nach. Der „rote Faden“ ist seit langem sichtbar. Vor allem dann, wenn unser eigenes Land nur noch darüber definiert wird, dass es hier „Menschen gibt, die schon länger hier leben“. Wir sind Deutsche und stolz darauf und in diesen Stolz beziehen wir selbstverständlich unser Deutschland ein. Wir müssen uns doch nur einmal in Europa umsehen, wie die Nachbarn zu ihren Ländern stehen. Russland rückte unter dem lebensgefährlichen Vorgehen Obamas zusammen, Frankreich ist stolz auf alles, auch auf die zivilisatorischen Folgen französischen Denkens für die ganze Welt, Spanien ist das, was es ist: stolz und den Griechen und Italienern sieht man es an der Nasenspitze an. Polen und Ungarn haben das freiheitliche Europa nach 1990 erst möglich gemacht. Sie alle wollen Angehörige ihrer Nation sein und als solche auch verstanden werden. Die Berliner Denke ist in den Augen unserer Nachbarn so etwas von abartig, das es zum Himmel schreit.

Brexit: Chance für uns alle

Gerade, wenn man den Migrationsputsch der deutschen Bundeskanzlerin 2015 und die völlige Unfähigkeit der Juncker-Kommission in diesem Zusammenhang betrachtet, kommt man fast zwangsläufig dazu, im englischen Brexit den großen Warnruf für das westliche Europa zu sehen. Warum sollen die Briten trotz Brexit weniger europäisch sein als andere? Sie sind eine Handelsnation und da muss man sich mit den anderen vertragen, sonst klappt das mit dem Handel nicht. Sie wollen Engländer, Schotten und Waliser sein und ringen mächtig darum, dazu eine innere Balance jenseits des englischen Imperialismus zu finden, auch wenn das nordirische Kolonialgebiet Dauer-Makel ist. Warum wird das britische Signal in Anbetracht der wesentlich von der Bundesregierung zu verantwortenden europäischen Fehlentwicklungen nicht genutzt, aus dem Brexit-Votum eine „Änderungs-Kündigung“ für die Verträge aus Maastricht und Lissabon zu machen? Donald Trump kann aus gutem Grund lauthals „America first“ rufen und auch eine entsprechende Politik umsetzen. Wir sind aber ein Teilkontinent, der auf Gedeih und Verderb auf die Schumanns, de Gaulles, Adenauers, Brandts, Kohls und de Gasperis, die Walesas und die Klaus angewiesen ist und nicht auf die Politik, wie sie derzeit von einer deutschen Bundeskanzlerin in Berlin mit Zwangsläufigkeiten für alle Nachbarn betrieben wird. So wird Berlin wegen der Diskrepanz zwischen der europäischen Politik und der europäischen Realität die Grundlage dafür liefern, es Donald Trump nachzumachen. Nicht für das EU-Europa, sondern für jeden einzelnen Nationalstaat. Das soll uns dienen?

Willy Wimmer war Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE 1994-2000 und Leiter der deutschen Delegation bis 2009.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

 

10 Kommentare zu: “Brexit für alle

  1. Guter Artikel, danke.

    Ein gleichberechtigtes achtsames Nebeneinander und Miteinander von Nationalstaaten, in denen die Bürger der Souverän sind – das wäre wünschenswert. Eine Welt“nation“ wäre eine Weltdiktatur. Die EU ist auf dem Weg dahin. Wie sollten sich all die verschiedenen Bedürfnisse in unterschiedlichen Teilen der Erde unter einen Hut kriegen lassen? Die Gefahr ist viel zu groß, daß sich da eine Alleinherrscherclique über alle hinwegsetzt. Wenn man sieht, wie hier die Deutschlandflaggen in den Gärten flattern – was ich nicht als gut oder schlecht werte – wird deutlich, wie sehr die Menschen diese (kleinere) Identität auch brauchen (wobei die Flaggen auch als Erweiterung des Ichs interpretiert werden können, nicht nur als Ausgrenzung). Sich darüber hinwegzusetzen, wäre schon arrogant und autoritär. Dr. Merkel ist überzeugt davon, es besser zu wissen was für uns gut sein soll.

    Eine gewisse Konkurrenz unter Staaten ist nötig. Die Menschen müssen dahin gehen können, wo sie es besser haben – das ist auch ein Druckmittel für gute Politik (wobei schlechte Zustände und damit Abwanderung oft von außen aufgezwungen werden können, z.B. Syrien).

    Unterteilung in kleinere Gebilde bedeutet nicht, daß es Kriege geben muß. Damit wird uns immer Angst gemacht, aber das ist Quatsch. Kleinere Einheiten, die auch „selbstständig“ funktionieren brauchen keine Kriege um was von woanders zu „kriegen“, sind zudem viel ökologischer und viel demokratischer. Am demokratischsten sind Stämme, in denen diskutiert und abgestimmt wird. Oder Familien, in denen jede Stimme zählt, aber auch daran wird gearbeitet, diese kleinste demokratische Einheit kaputt zu machen.

  2. ich möchte gern EUROPÄER sein !
    ABER: in einem demokratischen europa !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    und genau das ist die sog eu NICHT !
    also z b will ich in echt demokratischen europäischen wahlen auch einen irischen abgeordneten wählen können !!!
    wäre das nicht eine vision ???????? für die es lohnt nicht nur zu reden, sondern auch zu kämpfen ??????????
    semper vigil !

    • Was bringt es mir, statt eines korrputen deutschen Politikers, einen korrupten irischen Politiker wählen zu können? Was wir brauchen ist echte Demokratie nach schweizer Vorbild, alleine schon weil unsere Politkasper davor so große Angst haben.

    • Geht es um Abstimmungen die vor das Volk kommen ist die Schweiz natürlich ein grosses Vorbild. Man sollte sich aber nicht täuschen und denken das die Schweizer sich speziell verhalten. Man kann sehen das sich immer mehr abgeschottet wird, und die Presse ist genau so Professionell wie in Deutschland. Aber man ist nicht in der Nato und verhält sich zu Russland auch nicht so aggressiv. Das heisst aber nicht das sich das nicht ändern kann. Trotz allem kann man in relativer Freiheit und wenn man motiviert ist und sich integriert, auch in relativem Luxus schwelgen. Kurzum hier zählt nur das Geld. Haste was, biste was. Haste nix, biste nix

  3. Vieleicht habe ich Herr Wimmer falsch verstanden, aber ich brauch kein Stolz auf eine Nationale Identität. Seit ich denken kann ist das Kulturelle oder Nationale immer von Politikern benutzt worden um seine Schäfchen hinter sich zu scharen. Ist ja auch logisch. Wen sonst? Sich selber als Teil von einer Kultur oder Nation zu sehen empfinde ich als Problematisch . Es wäre mir lieber wir wären Menschen . Ist natürlich fahrlässig naiv von mir, geradezu utopisch. Aber der Frieden ist erkauft auf dem Blut von Millionen . Sich irgendwie Stolz oder gar Minderwertig aufgrund seiner gewürfelten Herkunft zu fühlen, das kann dann aber auch keine Lösung sein .

  4. Und hier habe ich einen sehr mutigen, alarmierenden Vortrag, den Ray McGovern vor der Oxford Union Society gehalten hat – und das ist bemerkenswert – denn an der Uni Oxford gab (und gibt?) es auch westliche Geheimgesellschaften (Rhode-Stiftung, Alfred Milners „Kindergarten“). McGovern prangert in dem Vortrag das Verhalten der Presse während US-Wahlkämpfen an und sagt ganz deutlich, dass die Republik in den USA am Ende sei : „Gone the Republic“.
    https://www.youtube.com/watch?v=LTt_XGKvePY

    Wenn McGovern darstellt, dass die Republik in den USA dahin sei, dann bestätigt das doch, was Sutton schon in den 80er Jahren befürchtete: Dass eben die Ziele gewisser mächtiger und einflussreicher Gruppen, die ich in meinen vorigen Posts versucht habe, darzulegen, darauf abzielen, den verfassungsmäßigen Schutz, den unsere westlichen Verfassungen den Menschen bieten, abzuschaffen. McGovern spricht explizit vom Zusatzartikel 4 der amerikanischen Verfassung: Zitat McGovern – Übersetzung von mir: „…Vor 12 Jahren, als George W. Bush zum zweiten Mal antrat, und die meisten von uns dachten, es wäre besser, wenn er das Weiße Haus verlassen würde, als nochmal gewählt zu werden … damals hatte ein sehr unternehmenslustiger und investigativer Reporter mit dem Namen James Risen herausgefunden, dass Bush und Cheney sogar schon vor 9/11 Schindluder mit unserem Vierten Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten getrieben hatten.
    In anderen Worten – gut, der Vierte Zusatzartikel sagt: „Das Recht des Volkes auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme darf nicht verletzt werden, und Haussuchungs- und Haftbefehle dürfen nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden und müssen die zu durchsuchende Örtlichkeit und die in Gewahrsam zu nehmenden Personen oder Gegenstände genau bezeichnen.“ Ende Zitat. Ich brauche wohl nicht mehr zu erwähnen, dass G. W. Bush Ordensmitglied bei S&B ist.

    Es ist so wichtig, dass wir aufwachen und beobachten, was auch unsere Europa-Politiker tun, unter welchem Einfluss sie stehen, welche Ideen sie annehmen und in welche Richtung sie gehen.
    Und bei Noch-Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel müsste inzwischen eindeutig sein, in welche Richtung sie geht und wem sie nachfolgt. Wenn sie wiedergewählt wird, wird sie diesen Weg weiter gehen. Sagt nicht, dass ich Euch nicht gewarnt hätte.

  5. Fortsetzung meines vorigen Posts: Auch Skull & Bones, die meiner Ansicht nach wirklich sehr einflussreich in Thinktanks und Zeitschriften sind und deren Mitglied, George W. Bush meiner Ansicht nach einen großen Einfluss auf Dr. Angela Merkel hatte, haben eine vereinheitlichende Agenda, die die Einheits-Menschheit langfristig unter die Weltregierung einer winzigen Elite bringen will: „Die Taten des Ordens sind darauf ausgerichtet, die amerikanische Gesellschaft zu verändern, die Welt zu verändern und eine Neue Weltordnung hervorzubringen. Diese wird eine durchgeplante Ordnung mit stark beeinträchtigten individuellen Freiheiten sein, ohne verfassungsrechtlichen Schutz, ohne nationale Bindungen oder kulturelle Unterschiede.“ Aus Antony Sutton: America’s Secret Establishment – An Introduction to the Order of Skull & Bones, Taschenbuchausgabe, Hrsg.:Trine Day, S. 31.

    Wenn man bedenkt, dass die Vorläufer-Organisationen der UNO, die „League to enforce the Peace“ (wieder „enforce = coercion-Zwang) „von den Ordensmitgliedern William H. Taft (der US-Präsiddent und Oberster Bundesrichter war) und Theodore Marburg gegründet wurde“ (ebenda, S. 32). Dahinter steht der Gedanke, dass die Menschheit zu ihrem „Heil“ gezwungen werden müsse – und das ist auch die Agenda der Politik von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Sie fragt uns nicht, sondern macht einfach über die Köpfe der Leute hinweg, was diese Agenda will, so, als ob die Leute Kinder wären. Es ist eine Art politischer Entmündigung des Volkes, ein Rückfall der EU-Politik in pharaonische oder chaldäische Zeiten, als „Gottkönige“ und deren Verwalter über ihre Völker hinweg bestimmten. So ein Verhalten hat heute keine Berechtigung mehr.

    Daher bitte ich: Nehmen wir die okkulten Gruppen ernst – ihre New-Age und „New-World-Order“-Ziele finden sich in erschreckend vielen internationalen Organisationen. Und während Skull & Bones meiner Ansicht nach die Menschheit im Materialismus halten will und die Schulen dazu bringen will, materialistische Lehren zu unterrichten, scheinen die ranghohen Mitglieder im Orden durchaus zu wissen, dass es geistige Dinge gibt, sonst würden sie nicht so viel Wert auf Rituale und Symbole und deren Wirkmacht legen, aber sie wollen dieses Wissen nicht popularisiert wissen, sondern nutzen es für ihre eigene Gruppe und üben ihr okkultes, esoterisches Wissen zum Zwecke der Machtausübung und Massenmanipulationaus.

    Sutton hat ein weiteres Ziel dieser Gruppen herausgefunden, das in die Vorgaben der National Education Association (=Landesverband für Volksbildung – Anmerk. d. Übers.), hineingeflossen ist, dem Lobbyverband für Bildung, das schon 1976 ein Programm mit dem Titel: „A Declaration Of Independence: Education For A Global Community“ herausgebracht hat.
    Auf S. 6 dieses Dokuments steht:
    „Wir sind der Idee der Erziehung zur Weltgemeinschaft verpflichtet. Sie sind aufgefordert, mitzuhelfen, diese Verpflichtung in die Tat umzusetzen und weltweit die Bildungssysteme für die Entwicklung einer Weltgemeinschaft zu mobilisieren.“
    Die Schrift „Self Knowledge And Social Action“ (=Selbsterkenntnis und soziales Handeln – Anmerk. d. Übers.) von Obadiah Silas Harris, Dozent für Erziehungsmanagement und Entwicklung an der staatlichen Universität von New Mexiko in Las Cruces hat fast das gleiche Ziel:
    Auf S. 84 des Buches heißt es:
    „Die Kosmische Seele… die ganze menschliche Rasse wird eine wirksame Seele entwickeln – die kosmische Gemeinschafts-Seele. Das ist die Zukunft der menschlichen Evolution. Als Ergebnis des Auftauchens der universellen Seele wird es eine große Vereinigung der gesamten menschlichen Rasse geben, die die Existenz einer neuen Ära einleiten wird, die Morgenröte einer einzigen Weltmacht.“ (Aus: America’s Secret Establishment – S. 104, 105.)
    Die Menschheit als eine Art Einheitsbrei.

    Es geht also nicht nur um Ent-Nationalisierung, sondern das Endziel ist sogar die Ent-Individualisierung, also die Ent-Ichung – und da schrillen bei mir alle Alarmglocken.

  6. Bravo. Danke für diesen Text.
    Es gibt eine Agenda, die Nationalstaaten und insbesondere das Bewusstsein des „Deutschseins“ abzuschaffen, zugunsten eines forcierten „Weltbürgertums,“ das aber alle Kennzeichen einer gleichförmigen, entindividualisierten Einheitsmenschheit hat.
    Weltbürgertum an sich ist ja etwas sehr Positives, wenn es freiwillig erstrebt wird – aber nicht, wenn es durch Coercion erzwungen wird – und wenn man bedenkt wer es erzwingen will und aus welchen Gründen es erzwungen werden soll. Meiner Ansicht nach soll es erzwungen werden von denjenigen, die große Menschenmassen beherrschen und manipulieren wollen und denen daher ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Menschen ein Dorn im Auge ist. Das weist auf diejenigen Gruppen hin, die eine okkulte Agenda von einer „Einheitsmenschheit“ betreiben, was sich in schwammigen Formulierungen ausdrückt. Da ist z. B. die Theosophical Society zu nennen, die auch die okkulte Agenda der UNO sein soll: http://theosophische-gesellschaft.org/C121/unsere-ziele.htm
    Unter Ziele steht da:
    „Die Grundlage der theosophischen Bruderschaft bildet die Tatsache, dass allem Dasein eine geistige, unzerstörbare Einheit zugrunde liegt, die auch das wahre Wesen des Menschen bildet. In dieser ewigen Einheit sind alle Wesen und Menschen untrennbar verbunden.
    Von daher ergeben sich
    drei Ziele der Theosophischen Gesellschaft:
    1. Den Kern einer allgemeinen, die ganze Menschheit geistig umfassenden Bruder- und Schwesternschaft zu bilden jenseits aller Grenzen von Nationalität und Hautfarbe, Glaubensbekenntnis, Stand und Geschlecht
    2. Zum vergleichenden Studium der Religion, der Philosophie und der Wissenschaften anzuregen.
    3. Die Erforschung noch ungeklärter Naturgesetze und die naturgemäße Entfaltung und Pflege der im Menschen noch schlummernden Geisteskräfte zum Wohle aller Wesen zu fördern.“

    Von Freiheit und Individualität ist in diesen theosophischen Zielen nicht die Rede.
    Auch interessant, was dieser „Adventist“ über Alice Bayley, Nachfolgerin von Annie Besant, Theosophical Society und deren Einfluss auf die UNO herausgefunden hat – wenn es stimmt: https://www.youtube.com/watch?v=PkUmpTINlxc
    Man kann ja vom Adventismus halten, was man will und muss die Vorträge dieses Veith vorsichtig und kritisch anhören, aber er bringt sehr viele Zitate und hat sich gründlich in die Agenden geheimer oder okkulter Gruppen eingearbeitet und deren Schriften durchforstet.

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