Brexit: Perspektive für den Menschen – Exit oder Stay on Earth

Von Bernhard Trautvetter.

Die Abstimmung über die EU war Camerons Versuch, die radikaleren Nationalisten in seine persönliche Karriere mit einzubinden. Der Mann hat das Risiko leichtfertig unterschätzt. Das machen VerantwortungsträgerInnen der Militärs, Umwelt- und Sozialpolitik allzu häufig.

Großbritannien ist ein Warnlicht in der Krisenzeit des 21. Jahrhunderts. Was vorhersehbar war überraschte viele und führt zu Verzweiflungs-Rettungsversuchen von Elite-Angehörigen, die nicht wissen, was bei welcher Handlung herauskommt. Und Handeln ist das Gebot der Stunde. Die Machtelite des Kapitalismus ist dem Punkt nahe, da sie mit ihrem Latein, den Prozess gezielt steuern zu wollen, geschweige denn zu können, am Ende ist. Diese Zeiten sind militärische hochgefährlich, denn die zu Verfügung stehende Technik übersteigt in ihrer Zerstörungskraft alle Vorstellungskraft, und wer auf der Kommandobrücke eines Kreuzfahrtschiffes auf Sicht fährt, Stromschnellen und Riesenwellen ausweichen muss, dann auch Eisbergen, dem unterläuft leichter eine leichtfertige Fehlentscheidung, als wenn das Wetter schön ist.

Die Abstimmung auf den Britischen Inseln wird Großbritannien wohl beenden. Nicht nur die Schotten überlegen das. Sie kann auch die EU beenden. Handelsbeziehungen sind seit Lehman auf spürbar dünnerem Eis.

In England, wo der Brexit die größte Mehrheit hatte, wählten nicht nur die Älteren zum Ärger der Jüngeren den Austritt. ca. 75 % der unter 25-Jährigen wollten bleiben. Es waren auch vor allem die ärmeren Familien und BürgerInnen, die den Austritt aus der EU wählten. Sie haben schon nichts mehr zu verlieren, dann kann man es ja einmal wagen.

Dieses Bewusstsein ist die Einfallschneise für Nationalisten, die die Krise ausnutzen, um Macht zu generieren. Das Problem wird uns noch eine Weile in der EU und weltweit beschäftigen – Trump lässt grüßen.

Nur eine Aufklärung über die systembedingten Ursachen der Lage der Krisenverlierer wird uns vor den Schwarz-Weiß-Vereinfachern retten, vor den Militaristen, Nationalpatrioten mit dem Sündenbockdenken, vor der Gefahr eines kompletten Kontrollverlusts.

Die ökologische Bedrohung der Menschheit erfordert weltweite Kooperation, sonst war es das bald. Dann kommen die anderen Zukunftsgefährdungen hinzu. Es wird sich vielleicht dieses Jahrhundert erweisen, ob die Menschheit eine intelligente Rasse ist. Ich kenne so viele wunderbare intelligente engagierte Menschen, dass ich hoffe, am Rande des Abgrunds schaffen wir es. Versuchen wir es. Was sollen wir sonst tun!

Ende der Militarisierung von Denken und Handeln, Abrüstung zugunsten von Umwelt-, Bildungs- und Sozialpolitik, den Diskurs auf die wahren Probleme der Menschheit als Ganzes richten!

Kein Passagier kann sich in seiner noch so schönen Kajüte retten, wenn das Kreuzfahrtschiff untergehen sollte. Wir sitzen weltweit in einem Boot. Im Raumschiff Erde. Und wir wissen, so kann es nicht weitergehen, sonst…

Also versuchen wir, was eben wir können, solange es noch nicht ausgemacht ist, dass es keinen Ausweg mehr gibt!

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

41 Kommentare zu: “Brexit: Perspektive für den Menschen – Exit oder Stay on Earth

  1. hab mir mal par wirtschaftsdaten der baltischen Länder angeschaut, die Entwicklung ist verherend.

    bevölkerungsrückgang in allen 3 Staaten,
    starkes , übermäßiges Wachstum
    importquoten über 60 % des BIP
    stets importüberschüsse alle 3 Staaten.
    …..
    das Schema „f“ wird immer weiter durchgezogen…Wahnsinn…in 10 Jahren sind die platt….binnenwirtschaftlich und sozial am Ende…

    das absolute Negativbeispiel in Europa ist zudem Irland….die spielen nach der bankenpleite , jetzt „all in“ …unternehmenssteuern runter…binnenwirtschaftsausverkauf…da sind nur noch volldeppen am Werk….nicht zu fassen…

  2. Unter http://www.unhcr.de/fileadmin/user_upload/dokumente/07_presse/Pressemitteilungen/PM20150312_4ySyria.pdf
    (klappt komischerweise nur im Suchpregramm und nicht direkt) findet man den Appell des UNO-Flüchtlingsjeilfswerkes an die Staaten, die Hilfe für Flüchtlinge vor Ort aufzustocken, um noch Schlimmeres für die Geflohenen und die Aufnahmeregionen in der Nachbarschaft zu den Kriegsgebieten zu verhindern. Dieser Appell erzielte nicht die Wirkung, die es braucht. Auch nicht in Deutschland. Angela Merkel ist auch in dieser Frage differenziert wahrzunehmen. Sie ist weder was die Nazis aus ihr zu machen versuchen, noch Mutter Theresa.
    Wir müssen von einer Personalisierung wegkommen und verantwortlich auf tatsächliche Entwicklungen reagieren. Die EU-Flüchtlingskrise ist neben der Nato-Kriegespolitik seit Bushs Irak-Angriffskrieg und in der Folge des Rüstungsexports auch ein Resultat mangelhafter Unterstütung des UNHCR durch die internationale Gemeinschaft. Wenn Flüchtlinge im Lager morgens um neun zu wenig Reis mit Linsen bekommen und dann das gleiche noch einmal mittags um vier, wenn ihre Kinder … krank werden,…. dann ist hier die Verstärkung ihrer traumatischen Lage, unterlassene Hilfeleistung usw. Eben eine Katastrophe.

  3. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/26/george-soros-eu-steuert-auf-aufloesung-im-chaos-zu/
    Liebe Foristen,
    Diese Schlagzeile habe ich heute gelesen. Soros wirft Kanzlerin Angela Merkel nun vor, aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen am drohenden Zerfall der EU Schuld zu sein.
    Ist das nicht unglaublich?
    Was halten Sie von diesen Nachrichten, die entweder mit Soros oder der Flüchtlingsproblematik zu tun haben – oder vielleicht mit beidem zusammen?
    http://news.sky.com/story/1551853/sky-finds-handbook-for-eu-bound-migrants
    Free 21 Artikel mit dem Titel: „Wer lockt mit Twitter Flüchtlinge nach Deutschland?“ Nr. 4, 2. Jg., kann man als PDF runterladen.
    http://www.christiannewswire.com/news/865772059.html
    Beschreibt, wie Soros Open Society Found. sich für Legalisierung von Prostitution und Zuhälterei einsetzt., ebenso dieses:
    https://thinkoutsidetheboxer.wordpress.com/2014/10/06/ngos-the-best-pr-and-spin-doctors-that-sex-industry-money-can-buy/
    http://www.katholisches.info/2016/04/08/george-soros-und-die-open-society-der-neomalthusianer/

    https://de.wikipedia.org/wiki/George_Soros
    Soros hat 1991 die Ehrendoktorwürde an der Universität Yale erhalten… und von Oxford und anderen Unis auch. Ist er wirklich ein sooo kluger Akademiker und eine solche Bereicherung für die Wissenschaft, dass er so viele Ehrungen verdient?
    Ich misstraue Leuten, die zu viele Ehren bekommen…., vor allem, wenn sie von Hochschulen verliehen werden, die von Geheimbünden unterwandert sind: in Yale ist es Skull & Bones, in Oxford, am All Souls College wurde „The Group“ gegründet, eine andere Geheimgesellschaft, noch geheimer.

    Könnte es sein, dass Soros eine Art Strohmann ist? Denn er vertritt die Ziele der Globalisierer – und hinter denen stehen diejenigen, die zunächst ein kommerzielles Weltreich unter angloamerikanischer Vorherrschaft wollen… und danach weiteres anstreben.

    Aber bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre.

    • Es läuft schon seit einger Zeit eine fragwürdige Kampagne gegen Markel.
      Soros Kommentar halte ich entweder für inhaltlich daneben und unqualifiziert oder für absichtliche Hetze.
      Das Erste schließe ich nicht mal ganz aus. Soros ist wahrscheinlich derart stark mit seinem Finanz- und Spekualtionsgeschäft, das bekanntlich mit Realwirtschaft und Realpolitik wenig zu tun hat, tätig, so dass er kaum Zeit hat, sich ein Bild der wahren Hintergründe zu machen.
      Vielleicht bezieht er seine Meinung aus Kreisen der Spalterlobby oder von der ungarischen Regierung.
      Fakt ist, dass Merkel a) alles versucht hat, eine den Standards der EU angemessene Lösung der Flüchtlingsthematik zu finden und das an der aggressiven Verweigerungshaltung der osteuropäischen EU-Staaten und Österreich gescheitert ist, b) die Flüchtlingsproblematik von den Massenmedien völlig überzogen dargestellt wird und c) Merkel auch von einzelnen EU-Regierungen in Form eines Affronts fälchlich für das Thema verantwortlich gemcht wird.

      Hier ist ein generelles Muster zu erkennen: Wie ich schon öfter schrieb, will die Kriegs-‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby Migration verhindern oder einschränken, die aus pesönlichen Gründen aller Art erfolgt.
      Nur rein von Wirtschaftslobbyisten diktierte ‚Migration‘ (etwa über ‚Einwanderungsgesetze‘, die de facto Lohndumping legalisieren) ist von denen gewollt.
      Daher ist die verlogene Hetze in der Flüchtlingsthematik auch in derem Interesse.

    • PS:
      ‚Es läuft schon seit einger Zeit eine fragwürdige Kampagne gegen Markel.‘

      Natürlich nicht ‚Markel‘, sondern Kanzlerin Merkel, sorry. Namen sollte man richtig schreiben.

    • „Es läuft sein einiger Zeit eine fragwürdige Hetze gegen Merkel“…
      Ja, da gab es hier ja auch schon einen Artikel: „Wer jagt Angela Merkel“?
      Aber G. Soros ist mit seiner „Open Society Foundation“ ein Befürworter der großen Migration und der allseits offenen Grenzen – zumindest meine ich, dass mir die Medien bisher dieses Bild vermitteln sollten und es mir auch vermittelt haben.
      Und nun wirft er Angela Merkel genau das vor – wo sie doch das getan hat, was er früher propagierte. Wieso tun Staatsführer überhaupt etwas, was reiche Spekulanten „empfehlen“? Das ist doch eines Politikers unwürdig. Und sein jetziges Statement entlarvt ihn als Heuchler: Gestern sprach er so, heute so…
      Reg nur ich mich über eine solche doppelzüngige Politik der Falschheit auf?
      Wieso durfte überhaupt ein solcher Mann bei der Siko und anderswo sprechen? Weil er Ehrendoktorwürden bei vielen Unis hat?
      Eigentlich dürften Politiker sich von solchen Leuten nicht dreinreden lassen.
      Während der Sowjetunion hat sich der Staat zu sehr in die Wirtschaft eingemischt. Und bei uns heute ist es so, dass sich die Wirtschaft zu sehr in die Politik einmischt. Allmählich begreife ich etwas besser, warum Rudolf Steiner gesagt hat, dass man den Staat zerklüften muss. Was gemeint ist, wenn er sagte, dass die Wirtschaft sich selbst verwalten muss, dass das staatliche Rechtsleben sich selbst verwalten muss und dass das geistige Leben sich selbst verwalten muss und dass kein Bereich dieser drei sich in einen der anderen Bereiche einmischen dürfte, das heißt, die staatliche Verwaltung und die Wirtschaft haben an Unis, Schulen und geistig arbeitenden Einrichtungen nichts verloren, und die Wirtschaft darf sich nicht in den Staat und das Rechtsleben einmischen und der Staat nicht in die Wirtschaft. Aber so ganz habe ich die Dreigliederung des sozialen Organismus dennoch noch nicht kapiert. Ich sehe nur, was für Verheerungen ein Ungleichgewicht zwischen Recht, Wirtschaft und geistigem Leben anrichtet. Heute ist das geistige Leben so untergebuttert und unterjocht von den Vorgaben der ideologischen Ausrichtungen von Stiftungen und von staatlicher Verwaltung und Wirtschaft, dass es sich nicht mehr frei entfalten kann.
      Staat schwächen, Bürger stärken müsste die Devise heißen. Und es dürfte nicht sein, dass ein Einzelner oder eine einzelne Gruppe so viel Geld hat, dass er oder sie damit ganze Revolutionen und globale Flüchtlingsströme finanzieren können. Und eine echte Ethik müsste es verbieten, dass Leute aus anderen Ländern, ja sogar Kontinenten, riesige Landstriche einfach so aufkaufen können und dann die bis dahin dort ansässige Landbevölkerung, die schon seit Urzeiten dort traditionell Ackerbau und Viehzucht betrieben hat, einfach die Lebensgrundlagen entziehen kann und sie dadurch vertreibt.
      Es fing an unter Heinrich VIII in England, als die Gentry, der Landadel, begann, Ackerflächen als Schafweiden einzuhegen und dadurch die vorher dort ansässige Landbevölkerung vertrieb – denn für Schafzucht brauchte der Adlige nur einen Schäfer, die anderen verloren ihre Lebensgrundlage und konnten sehen, wo sie blieben – sie wanderten in die Städte und wurden dort Bettler und Strauchdiebe – und, wenn man sie erwischte, hart, mit Erhängen, bestraft. – Aber was blieb den Armen denn übrig? Thomas Morus hat diesen Missstand in „Utopia“ angeprangert und wurde offenbar deshalb auch hingerichtet. Es ist also offenbar nicht nur die protestantische, puritanische Ethik der Prädestination, die so hart mit den Armen umgeht, sondern es hatte wohl schon vorher eine gewisse Tradition in England – bis ins 20. Jahrhundert – man denke an Oliver Twist und Charly Chaplin – welches Elend da geschildert wird.
      Ich muss schon sagen, da waren die Habsburger und die kontinentalen Herrscher und Adligen irgendwie menschlicher, wenn sie auch ein patriarchalisches Verständnis von Ständischer Ordnung hatten. Ihnen wäre aber zumindest früher nicht in den Sinn gekommen, die schon lange ansässigen Bauern aus reiner Profitgier zu vertreiben – im Gegenteil, Letztere waren an die Scholle gebunden – was auch wieder nicht ganz richtig war – aber der Grundherr und schon gar nicht die Klöster wären nicht auf die Idee gekommen, sie einfach zu verjagen. Man war aufeinander angewiesen. Klöster haben Bauern, die Baumaterialien, Werkzeuge und Vieh anschaffen wollten, zinslose Kredite gegeben, wie ich bei einer Führung erfahren habe. Welche Bank heute tut das schon?

  4. Lieber Josef Kandl, liebe MitLeserInnen,
    eine „europäische Armee“ ist ein ungenauerBegriff. Ein Teil Russlands gehört zu Europa. Sie meinen vermutlich eine EU-Armee. Was ist mit der Force de Frappe (der französ. Atom-Bewaffnung?) Wie verhält sich Ihre Vorstellung gegenüber der Nato? Immerhin ist das das Militärbündnis, aus dessen Verantwortungsgebiet die massivsten und häufigsten Völkerrechtsverletzungen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgingen. Und dann gibt es in der sog. EU-Verfassung mit dem Gebot, die eigenen militärischen Fähigkeiten ständig zu verbessern (Art. I – 40 Abs. III) und mit der EU-Agentur, die dieses auch Aufrüstungsgebot kontrolliert und durchsetzen soll, schon immanent Elemente, die gegen die gegen die Idee der weiteren Militarisierung der EU sprechen. Ähnliche Vorschriften zur Sozialpolitik sieht die EU-Verfassung nicht vor. Es wäre interessant, wie die Abstimmung in Groß Britannien ausgegangen wäre, wenn die EU sozial wäre…

    • Auch ich halte es für eine gewisse Schwäche der EU, keine Mindeststandards im sozialen Bereich implementiert zu haben.
      Gerade die Staaten Südeuropas haben, anders als von der Kampagne der (praktisch in jedem Punkt verlogen argumentierenden) Eurohasser dargestellt, nur lückenhafte oder (Griechenland) praktisch gar keine Sozialsysteme.
      Der Punkt ist allerdings: Genau deshalb gab es deren Mißstände bereits vor der EU, diese sind nur auf nationalstaatliche Versagen oder Entscheidungen zurückzuführen. Insgesamt macht es meines Erachtens politisch zu 100% Sinn, die Mittelmeerländer in der EU zu haben, auch die noch nicht in der EU befindlichen Balkanstaaten sollten meines Erachtens bald eintreten (Albanien ebenso). Die EU ist ein klares Erfolgsmodell. Was nicht stimmt, ist teilweise die PR. Die Lügen der Eurohasser, die die EU für das verantwortlich machen wollen, was nationale Regierungen verschulden, werden weder von den Mainstreammedien noch von den Politikern adäquat beantwortet. Es fehlt auch an Imagepflege.

    • @Bernhard Trautvetter
      Die „europäische Armee“ entnahm ich meinem aktuellen Lesestoff.
      Ich selbst bin seit einiger Zeit hin- und hergerissen und schwanke je nach Nachrichten- und Stimmungslage zwischen einem Austritt Deutschlands aus der EU und aus der NATO (Dexit und Neutralität) und der Idee eines Europas (Eurasien) welches von Lissabon bis Wladiwostok reicht.
      Eine privilegierte Partnerschaft mit Russland könnte ich mir gut vorstellen. Alle Europäer die das auch wollten wären herzlichst eingeladen. Von den USA möchte ich mich lösen.

    • „Es wäre interessant, wie die Abstimmung in Groß Britannien ausgegangen wäre, wenn die EU sozial wäre…“
      Sicher wäre die Wahl anders ausgegangen.
      Nur die Schuld auf „die da oben“ zu schieben ist nicht zielführend.
      Jean Ziegler hat in einem Interview mit KenFM in etwa gesagt, die Bevölkerung wählt gegen ihre eigenen Interessen.
      Ich denke, das ist der Punkt.
      Eine Wahl muss auch nicht direkt gefälscht werden, weil die Leute von den Medien indoktriniert sind.
      Leider machen sich nur wenige Leute darüber Gedanken.

  5. Ich finde all diese Reparationsvorschläge ja rührend, aber dazu fällt mir nur grad wieder das Zitat aus der Frankfurter Schule ein: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“. Jeder einzelne Mensch muss halt jetzt mutig in seinen eigenen Glauben reinspringen und sehen, was dabei rauskommt. Das Alte geht alles nicht mehr. Wir leben in totgelebten Systemen.

    • Gerade die EU ist die völlig falsche Adresse für derartige Systemkritik. Die EU steht für Frieden, offene Grenzen und freien Handel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Probleme und Gängelungen kommen in aller Regel von den nationalen Regierungen. Die EU hat damit nicht ansatzweise so viel zu tun wie die Eurohasser behaupten.

    • Ich würde sagen die EU steht für:
      Lügen und Propaganda, wenige der Versprechen die gegeben werden,, werden auch eingehalten,
      Lügen gegen Russland und NATO Osterweiterung,
      Jugoslawienkrieg,
      TTIP, CETA, … Konzerndiktatur und Zerstörung von nationalstaatlichen Rechtssystemen,
      Vereinigte Staaten von Europa nach Vorbild der USA, eine oligarchische Diktatur,
      Libyen Krieg,
      Junker, Alkoholiker an der Macht,
      Alle Deutschen die den Numerus Clausus nicht schaffen studieren in Österreich, unsere Unis sind vollkommen überfüllt, anstatt das Problem in Deutschland zu lösen muss Österreich herhalten,
      gescheiterte Griechenland Politik,
      Völkerhass untereinander ist gestiegen,
      Nicht Aufklärung des von der Ukraine abgeschossenen Fluges MH17, Ermordung unschuldiger Menschen für politische Zwecke,
      Unterstützung von Nazis und Mördern in der Ukraine,
      Militärprovokationen gegen Russland,
      Unterstützung der Amerikanischen Angriffskriege,
      Sinnlose Gesetze die die Menschen terrorisieren, zB auf einer Almhütte darf nicht mehr mit einen Holzofen gekocht werden.
      Missbrauch von Milliarden von Steuergeldern,
      Unterdrückung demokratischer Bestrebungen,
      Alle Regeln bezüglich der Geldpolitik wurden gebrochen,
      Goldman Sachs Banker als oberster Chef der EZB,
      Massive Steigerung der Staatsverschuldungen,
      Lissabon Vertrag, ausländische Polizei darf eingesetzt werden zur Niederschlagung von Demonstrationen,
      verarmte Südastaaten Griechenland, Italien, Spanien Portugal, zerstörtes Sozialsystem,
      die Bedrohung durch Terrorismus ist so groß wie nie zuvor, über 150 Tote alleine in Paries,
      Migrationspolitik gegen die Bevölkerung dadurch massiver Rechtsruck, (fast jede Woche eine Vergewaltigung durch Migranten oft gegenüber Kindern, mehrere Ermordungen bereits durch Migranten oft gegen alte Menschen die sich nicht wehren können),
      Eine eigene Grenzschutzfirma,
      totale Verunsicherung der Bevölkerung durch Aussagen wie „es gibt keine Obergrenze, wenn zB. 50 Millionen Menschen kommen werden wir sie aufnehmen, wir sind dazu verpflichtet“,
      skrupellose Migrationspolitik lässt Schlepperbanden zu Milliardären werden während viele 1000 Menschen im Mittelmeer ertrinken.

      Frieden ist wohl mehr eine Floskel als Tatsache,
      Freier Handel ist per se nicht positiv, Zölle können Staaten schützen, und freien Handel dort wo er Sinn macht hat es auch vor der EU gegeben,
      Die offenen Grenzen gibts wohl auch nicht mehr, es müssen Zäune gebaut werden.

      Es ist nicht alles die Schuld der EU, aber sie hat zumindest nicht viel gemacht damit es nicht so kommt.

    • „Gerade die EU ist die völlig falsche Adresse für derartige Systemkritik. Die EU steht für Frieden, offene Grenzen und freien Handel.“
      Das ist das Statement, was die EU über sich selbst abgibt.
      Im Grunde genommen kämpft doch jeder einzelne EU-Staat nur gegen die anderen und versucht einen Vorteil aus seiner Mitgliedschaft zu ziehen. Die Starken gegen die Schwachen. Wenn man so weitermacht, zerfällt die EU.

  6. „Ende der Militarisierung von Denken und Handeln, Abrüstung zugunsten von Umwelt-, Bildungs- und Sozialpolitik, den Diskurs auf die wahren Probleme der Menschheit als Ganzes richten!“
    Ja, Herr Trautvetter, das ist schon richtig. Der Brexit verlangt aber zunächst mal einen Blick auf Europa und die Organisation der EU zu richten. Die Völker Europas zu einem friedlichen Verbund zusammenzuführen und dafür zu sorgen, dass alle Menschen in diesem Teil der Welt gut leben können, das war die Idee. Gelungen ist das bisher nich so recht.
    Gegründet 1957 als EWG (Römische Verträge), umbenannt in EG durch den Vertrag von Maastricht 1993 und an die neuen Erfordernisse angepasst 2009 im Vertrag von Lissabon.
    Ich lese z. Zt. „Wunschdenken“ von Thilo Sarrazin. Seiner Meinung nach wurden beim Aufbau Europas mehrere Fehler gemacht. Als Hauptfehler nennt er die falsche Reihenfolge des Vorgehens. Man hätte seiner Ansicht nach folgendes in dieser Reihenfolge tun sollen:

    1. Herstellung des gemeinsamen Wirtschaftsraums
    2. Einführung einer zentralen Staatsgewalt
    3. Übertragung der Außenpolitik auf Europa
    4. Ablösung der nationalen Armeen durch eine europäische Armee
    5. Einführung eines europäischen bürgerlichen Rechts
    6. Einführung einer gemeinsamen Währung

    Möglicherweise wäre es nicht das Schlechteste, wenn man sich jetzt nach dem Brexit der Briten auf die Gründungsakte von 1957 zurückbesinnen würde und EUROPA, die EU nochmal auf Anfang setzen könnte.
    Eine lange und breite Diskussion aller Europäer auf allen Kanälen könnte zu einem Gemeinschaftserlebnis, zu einem Event werden, das ein von allen getragenes Ergebnis im Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens auf diesem Kontinent hervorbringen könnte.
    Ja, ich weiß, Träume sind Schäume.

  7. Klar, erlebt Jugend, was Vorfahren herbeigeführt.
    Und es ist nachvollziehbar, wenn sich Jugendliche darüber ärgern, dass Ältere herbeiführen, was weniger auf ihre Lebenssituation wirkt, als auf die der nächsten Generation.
    Bei den Suchmaschinen schnelllten in Groß Briitannien nach dem Referendum Anfragen über die Auswirkungen des Brecit hoch. Besser wär’s umgekehrt.
    Wir sollten bei allem mehr überlegen, was es für unsere Kindedkinder und weit entfernt lebenden Zeitgenossen bedeutet, was wir herbeiführen. Das nenne ich Verantwortungsethik

  8. Klar, erlebt Jugend, was Vorfahren herbeigeführt.
    Und es ist nachvollziehbar, wenn sich Jugendliche darüber ärgern, dass Ältere herbeiführen, was weniger auf ihre Lebenssituation wirkt, als auf die der nächsten Generation.
    Bei den Suchmaschinen schnelllten in Groß Briitannien nach dem Referendum Anfragen über die Auswirkungen des Brecit hoch. Besser wär’s umgekehrt.
    Wir sollten bei allem mehr überlegen, was es für unsere Kindedkinder und weit entfernt lebenden Zeitgenossen bedeutet, was wir herbeiführen. Das nenne ich Verantwortungsethik

  9. @ Bernhard trautvetter

    Herr trautvetter ,

    die jugend erlebte schon immer, was die alten herbeiführten.
    genau deshalb ist diese generation Jugend da….

    ob das die jetzige Jugend auch von sich behaupten würde können, wenn sie den alten nicht ihr Vertrauen schenkten?

    • Lieber Bernhard

      Natürlich, keine Frage. Ich drücke das etwas anders aus und sage immer: Jeder Mensch ist das Produkt seines Umfeldes und der Umwelt. Aber die Jugend ist nicht gänzlich Körperlos und hat somit auch Einfluß auf Alles.

  10. „In England, wo der Brexit die größte Mehrheit hatte, wählten nicht nur die Älteren zum Ärger der Jüngeren den Austritt. ca. 75 % der unter 25-Jährigen wollten bleiben.“

    Da kann ich mir den Kommentar eines Sputnuklesers nicht verkneifen:

    > Manche sind der Meinung, dass ältere Briten den
    > jungen eine Entschuldigung schulden würden.

    Häh . . ? die Arroganten „Jungen“ sollten mal einen Gang zurückschalten
    und öfters mal Zuhören wenn die Alten was sagen, die haben nämlich
    den Jungen etwas Vorraus, was die noch nicht besitzen,“Lebenserfahrung“
    Die Alten haben bereits reichlich „Erfahrung“ darüber gesammelt, wie die
    „Korrupten Volksvertreter“ lügen und Betrügen . . .

    Ausgerechnet die Jungen, die man mit Ach und Krach durch die Schule
    geprügelt hat, damit die Pisa-Quote nicht in den Keller Knallt, machen
    nun einen auf dicke Lippe. Von Nix ne Ahnung, aber Rumjammern.

    http://de.sputniknews.com/panorama/20160625/310893335/netz-reagiert-auf-brexit.html

    • P.S.

      So manchmal frage ich mich, was man von einer Generation erwarten darf, für „Ampeln“ in den Straßenbelag eingelassen werden müssen, damit sie nicht unter die Räder kommt…

      Andererseits müssen Nicht Wenige der jungen Generation ihren tiefsten Dank aussprechen, weil sie nahezu ungehindert auf Kosten der Nachfolger ihre Selbstgefälligkeit und grenzenlosen Egoismus ausleben können.

    • wer nicht auf Erfahrungen aufbaut, wird an genau den selben Stellen beständig scheitern.

      und hört zuerst auf die , die gelebte Erfahrung haben und danach auf die , die Erfahrung leben wollen…

    • Viele – insbesondere Junge – Menschen unterliegen irgend einem „inneren Zwang“ JEDE Erfahrung selbst machen zu müssen, anstatt sich diese Mühe, Kosten, Schmerzen, Leid etc zu ersparen und auf die dieselben! Erfahrungen zurückzugreifen die Millionen Menschen bereits vor ihnen gemacht haben.

      Man könnte sagen: Praxis schlägt Theorie… Es gibt aber auch soetwas wie Lernunwilligkeit und Lernunfähigkeit – die Unbelehrbaren.

  11. Der Gauck steht auf dem Balkon und greift nach seinen Telefon.
    Die Merkel steht vorm Küchenherd als ihr Mann in die Küche plärrt,
    dein Telefon das klirrt und scheppert, ich bin in meinem Kopf schon deppert,
    Zum Telefon die Merkel rennt, das Rindersteak in der Küch verbrennt.
    Der Gauck schreit aus dem Telefon, aus is ich bin auf und davon.
    Der Merkel tut ihr Herz nicht weh, sie fährt ja auch nach Übersee.
    Die Eliten haben ihre Bunker, das Volk wird zu spät munter.
    Ground Zero ist wo das Volk mal war, die Eliten findens wunderbar.
    Die Welt gehört jetzt ihnen ganz allein, muss nur bald wieder blauer Himmel sein.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt, der Himmel bleibt schwarz, die Eliten haben die Pest.
    Nach 1000 Jahr eine Blume fein blüht auf einer Wiese im Sonnenschein.
    Die Menschen gibt es nimmermehr sind ausgestorben wie die Saurier.
    Haben selbst das Leben nicht geachtet, drum wurden sie von Gott verachtet.

  12. es ist doch schizophren, wenn einige Menschen behaupten. man könne ein system, in dem Fall die EU , nicht mehr von innen heraus reformieren und diese personen dann gleichzeitig fordern, das System müsse verändert , in gewissem maße auch destabilisiert werden, um es reformieren zu können. am Ende aber sagen genau diese Personen wiederum, am besten wäre es aber gewesen , es wäre so geblieben wie es ist.

    diesselben Menschen warnen auch stets vor krieg und wenn Entscheidungen getroffen werden , die das System angreifen, sind es wieder dieselben Menschen , die wiederum vor Krieg warnen…also entweder fühlen sich diese Menschen derart ohnmächtig oder haben den Glauben an konstruktive entwicklung komplett verloren….ein mit dieser haltung verknüpftes Signal ist aber wohl das nachhaltigste…nämlich das schüren von Angst geprägter entscheidungs- und handlungsunfähigkeit.

  13. Europa(Das Narrenschiff, Reinhard Mey)

    Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
    Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
    Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
    Und rollen und Stampfen und schwere See,
    Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
    Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
    Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
    Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
    Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
    Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
    Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
    Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

    Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
    Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
    Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
    Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
    Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
    Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
    Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
    Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
    Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
    In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
    Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
    Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
    Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
    All die hohen Ideale sind havariert,
    Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
    Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
    Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
    Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
    Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
    Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
    Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
    Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
    Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
    Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

    ie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
    Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
    Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
    Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
    Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
    Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
    Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
    Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
    Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
    Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
    Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
    Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

  14. „Die ökologische Bedrohung der Menschheit erfordert weltweite Kooperation, sonst war es das bald.“

    Genau diese Wahrheit wollen jedoch diejenigen nicht einsehen, die heutzutage Wirtschaft als Kriegswaffe betrachten und überhaupt Wirtschaft als „Kampf“ betrachten, anstatt sie auf die Grundlage der Brüderlichkeit zu stellen.
    Und es sind genau dieselben Kreise, die auch nicht einsehen wollen, dass die Zeit für Nationalismus für ALLE vorbei ist.
    AUCH für die englischsprachigen Nationen !
    Und wenn es um eine ökologische Bedrohung der Menschheit geht, dann müsste doch die ganze Menschheit einsehen, dass man zuerst unabhängige freie Wissenschaft braucht, um betreffs der realen ökologischen Bedrohungen Erkenntnisse zu erlangen. Eine Wissenschaft braucht es dafür, die sich weder von der Politik vordiktieren lässt, wie sie denken darf und wie nicht, und die sich auch durch die Wirtschaft nicht korrumpieren lässt.
    Diese derzeitige Politisierung der Wissenschaft, der Hochschulen und Schulen wird für mich erkennbar durch folgendes: Ein Schulleiter erzählte mir vertraulich, dass er OHNE Parteibuch NICHT hätte Schulleiter werden können !
    Es ist in dem Zusammenhang unwichtig, WELCHER Partei der zugehörig sein musste, um Schulleiter werden zu dürfen.
    Und die Wissenschaft scheint ja auch die CO – Frage durch parteipolitisch gefärbte Brillen zu betrachten, denn gerade in dieser rein wissenschaftlichen Frage sind sie sich nicht einig. Sondern da äussert ein Teil der Wissenschaft eine Meinung, die der Partei A in deren Konzept passt, und der andere Teil der Wissenschaft äusserte eine gegenteilige Meinung, die der Partei B in deren Konzept passt, und diese Parteien sind wiederum mit unterschiedlichen Lobbyistengruppen verbandelt.

    • So wichtig eine „freie Wissenschaft“ an und für sich ist. Im Falle der „ökologischen Bedrohung“ liegen alle Fakten auf dem Tisch…und alle gegenläufigen Möglichkeiten stehen ‚auf der Matte‘ und treten uns schier die Tür ein zwecks Ergreifung. Darauf kommt es jetzt an, dass die realen Möglichkeiten (auch der Technik) jetzt ergriffen und gestaltet werden. Sonst werden alsbald große Katastrophen die großen Lehrmeister „dass die Zeit für Nationalismus für ALLE vorbei ist“.

    • der Nationalismus ist eine folge davon, dass Technik benutzt wird, nachteilige ökologische folgen abzuwenden, in dem diese soziale Verwerfungen produziert.

      das kanns also nicht sein…

      wir brauchen qualitatives soziales Wachstum…. wenn das mit Technik geht ok…wenns teilweise ohne Technik funktioniert, noch besser….

    • @michaela: Ich gehe auf Ihr Beispiel mit dem Schulleiter ein. Zunächst einmal ist das pure Spekulation („hätte“). Nehmen wir es trotzdem als gegeben an. Wenn sicher ist, dass er diesen Posten nicht ohne das Parteibuch X bekommen hätte, und er diese Stelle dann annahm, ist er als Schulleiter UNGEEIGNET!

      Ihren Worten über die ökologische Bedrohung der Menschen sollte jedermann zustimmen. Sie sind vernünftig. Ihrer beschriebenen Abhängigkeit der Wissenschaft muss ich widersprechen. Die Wissenschaftler, die ich so aufzählen kann, machen auf mich nicht diesen Eindruck. Und wer in der Wissenschaft zu feige ist, eine angebliche Abhängigkeit anzuklagen, dem rate ich einen Blick auf Daniele Ganser. Der hat kurzerhand sein eigenes Institut aufgemacht. Voila.

      @Wilfried Michalski: Zustimmung. Nur bei den „realen“ Möglichkeiten habe ich so meine Zweifel, weil sie sofort den Würgegriff einer ausufernden Lebensweise auf dem ganzen Planet offenbart. Haben Sie sich auch gewundert, warum die letzte Klimakonferenz derart flott über die Bühne ging? Alle waren sich einig: 2° maximale Erwärmung. Wenn man sich damit näher befasst, stellt man bestürzt fest, dass 2° bereits eine Katastrophe IST! Einzig die Möglichkeit einer reversiblen Entwicklung legt eine Grenze von 2° fest. Das ist hoffnungslos unverantwortlich, dass man offenbar die Wissenschaft gefagt hat: „Wo ist denn die Grenze, dass uns der Laden nicht hopps geht“?

      @Sebastian Mühl: Ihrer Definition einer Ursache / Wirkung von Nationalismus kann ich nicht folgen, ist nicht plausibel.

    • @ Ron B. : „Spekulation“ Wir haben so genannte „Staatsschulen“. Und mir ist dieser Schulleiter persönlich so gut bekannt, dass ich davon ausgehe, dass er die Wahrheit sagte.
      Ob er nun ungeeignet war, weil er das Parteibuch brauchte, um diese Karriereleiter hoch steigen zu dürfen, weiss ich nicht. Er war sehr beliebt bei Lehrern UND Schülern und war offen für persönliche Gespräche usw.
      Zu Daniele Ganser : DAS halte ich für einen GUTEN Ansatz, dass der „kurzerhand sein eigenes Institut“aufgemacht hat!

    • @ Wilfried michalski

      der Einsatz von Technik , wird die ökologische bedrohung nie stoppen können.

      den die Technik selbst, ist die ökologische Bedrohung….es sind einzig und allein kluge und gewillte Menschen, die das verhindern können. daran scheints zu scheitern….

    • @michaela: Gut, man muss auch zurückstecken können. Ich darf nicht bestreiten, dass besagter Schulleiter ein tüchtiger Mensch sein kann, trotz oder wegen des Parteibuchs. Aber Sie verstehen, worauf ich hinauswollte?

      Im Grunde wollen Sie und ich das Selbe: Beste Bildung für die nächste Generation.
      Wenn ich an meine eigene frühe Schulzeit denke, war das Horror.

    • @ Ron B.: „verstehen…( )..?“ Glaube schon, und irgendwie haben Sie ja auch Recht. Es ist schon irgendwie in dem Hinnehmen dieser Voraussetzungen eine Disqualifizierung drin. Glaube, zu verstehen, wie das gemeint ist.
      Wenn Sie an Ihre eigene Schulzeit zurückdenken, war das „Horror“.
      Kann ich nachvollziehen. In der Grundschule kriegten wir noch Schläge von der Lehrerin mit Lineal auf die Finger…
      Der schlimmste Horror war für ein Mädel, die neben mir sass, aufgerufen zu werden..Man musste aufstehen.
      Die pinkelte sich vor Angst in die U-Wäsche und das lief die Beine runter, ehrlich wahr. Selber gesehen.
      Und ein Lehrer war so verrückt, dass der vor Wut über einen kleinen Jungen den am Haarschopf packte und hochzog und den so auf ein Sideboard o.ä. setzte. Das war so in der Grundschule, doch später in den höheren Klassen war das dann ganz anders.
      Fairerweise muss ich bekennen, dass die uns auch etwas beibrachten.

    • @michaela: Ja, ich denke die Älteren könnten weitere Negativ-Beispiele bringen.

      Was mir komischerweise seinerzeit (60er) im Unterricht immer im Gedächtnis blieb, war Religion. Ich muss präzisieren: Eine ganz besondere Stunde: Da war der Herr Kaplan, ein zwar strenger aber auch sehr fairer Mann. In dieser Stunde sprach er über die Schöpfung. Wenn ich ehrlich bin, ging das anfangs bei mir wie vielen anderen in das eine Ohr rein und im anderen wieder raus.
      Aber dann… er ging durch die Reihen und zeigte aus einem Buch Hochglanzfotos. Seinerzeit gab es noch kein Hubble etc. aber, es gab schon Fotos guter Sternwarten. DAS hat mich umgehauen ! Zwar bin ich dann nicht sofort in die Kirche gerast, dennoch hat das einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

      Ich glaube fest daran -da komme ich zum Titel- eine mögliche „Perspektive für Menschen“ wird die Reise zu den Sternen sein. Wenn man bedenkt, dass laut NASA fast eine halbe Million Menschen damit beschäftigt waren, 3 Männer auf den Mond zu bringen, halte ich das für sinnvoller, als jemanden zu erklären, wie man am geschicktesten andere Menschen dazu bringt, die Sorte X bei den Knabberchips zu bevorzugen.

    • Sebastian Mühl sagt: 25. Juni 2016 at 19:10
      „der Einsatz von Technik , wird die ökologische bedrohung nie stoppen können.
      den die Technik selbst, ist die ökologische Bedrohung….“

      Einspruch!!! Technik und Wissenschaft sind heute bereits durchaus in der Lage das ökologische Desaster umzukehren, ja sogar auf einen parasiesähnlichen Stand zu bringen.

      Gib ihnen den unbedingten! Auftrag nur Gutes für Mensch und Umwelt zu tun – bei gleichzeitiger hoher Wohlstandsmehrung ALLER Menschen – und ein paar hundert Trilliarden Euro und du wirst sehen das sie zaubern können.

      Getreu dem Motto: Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.

    • Ich kann Dir davon nichts abgeben, da es physisch nicht herstellbar, nicht produziebar ist.
      Ich kann Dir das höchstens verbal vermitteln. Aber ich glaube das Du (noch) nicht offen genug dafür bist. 🙂

  15. Die Gefährdungen durch ein Zerstieben im national fundierten ‚klein-klein‘ sehe ich auch. Ebenso das Gegenüberliegende. Das ‚Große Gemeinsame‘, das uns als MENSCHEN und als Spezies miteinander alle sehr viel angeht, bzw. angehen sollte. Wenn wir verfehlen sollten, uns in die Existenz-Erfordernisse der ‚Spezies‘ zu bewegen …und statt dessen die ‚Rolle rückwärts‘ als Zukunftsverheißung wählen, dann wird wohl die Schussfahrt gegen die Wand unvermeidlich sein.
    Umso dringender erscheint mir, die möglichen ‚Gegenläufigkeiten‘ konkret aufzuzeigen. Z.B. im Bereich der EnergieErnte-Strukturen, in dem im als ‚arm‘ geltenden Süden Europas (mit seinen Heerscharen an Arbeitslosen) ein europäischer solarbasierter EnergieErnte und NutzungsVerbund aufgebaut wird. DAS gäbe ‚Arbeit und Entwicklung‘ für Jahrzehnte und könnte gleichzeitig ein Hebel gegen die Energie und Ressourcenkriege sein.
    Kurzum: Es sollten überall möglichst konkrete Ansätze entwickelt werden, WIE Europa anders gestaltet werden kann.

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