Buchtipp: „99 Notes“

Exklusivabdruck aus dem Buch:
„99 Notes“
von Dirk C. Fleck

Weisheit entsteht unter Verschluss. In der Auster unseres Bewusstseins.

„Das ganze menschliche Projekt ist eine Maschine ohne Bremsen, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die politischen Führer der Welt der Realität stellen werden, bevor die Katastrophe eingetreten ist. Die reichen Länder verbrauchen Ressourcen mit rücksichtsloser Missachtung der kommenden Generationen, und die armen Länder scheinen unfähig, das Bevölkerungswachstum zu beschränken, das ihre Aussichten auf eine bessere Zukunft ausradiert. In einer solchen Welt sind Deklarationen und Manifeste, welche die Grenzen des Wachstums ignorieren, nichts als hohle Worte. Alle verfügbaren Daten sagen, dass wir den Point of no return bereits überschritten haben und die Menschheit vor gewaltigen Erschütterungen steht“. — Es war nicht irgendwer, der das gesagt hat, es war der 2010 verstorbene Steward Udall, ehemaliger Innenminister unter den US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson von 1961 bis 1969.

Hunderttausende, ja Millionen und Abermillionen Menschen wissen inzwischen und sagen es auch, dass wir keine Verantwortung mehr für die Erde übernehmen. Aber wir meinen damit die da oben, die anderen, es sind immer die anderen, die Schuld haben. So geht das nicht. Schuldzuweisungen gehen nicht, auch wenn die Verbrechen deutlich zugeordnet werden können. Das Problem entsteht im Geist von uns allen und dort wird es gelöst. Im Geist nämlich sind wir mit allem verwandt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Offensichtlich schon. Denn wir alle sind es, die Kritiker eingeschlossen, die täglich am Rad der Vernichtung drehen. Ohne unsere Unterstützung (wieviele Menschen ändern schon ihr Konsumverhalten?) könnten derart katastrophale Verhältnisse, wie wir sie in aller Kürze zu konfrontieren haben, nicht entstehen.

So werden die Dinge aller Voraussicht nach ihren schrecklichen Lauf nehmen. Denn Weisheit entsteht unter Verschluss. In der Auster unseres Bewusstseins. Als Irritation. Das kann einen ganz schön nervös machen. In  diesem nervösen Zustand befinden wir uns gerade. Wann endlich begreifen wir, dass diese Irritation sehr bald von faszinierenden Schichten kristalliner Strukturen umhüllt wird? Dass wir dieses Kleinod in die Hand nehmen, uns damit schmücken können. Dass eine andere Welt, eine andere Gesellschaft möglich ist, wenn wir es nur wirklich wollen. Dass der Drops gelutscht ist, habe ich an anderer Stelle mehrfach deutlich betont.

Wer diese Botschaft locker wegstecken kann, anstatt sie beschämt zur Kenntnis zu nehmen, ist nur ein weiteres Molekül im Sauerteig unserer Zivilisationskultur, die ausschließlich der Gier gehorcht – von oben nach unten, von innen nach außen, auf individueller wie auf gesellschaftlicher Basis. Unsere Zivilisation beruht auf der systematischen und absoluten Vermeidung von Verantwortlichkeit. Es ist allerhöchste Zeit, dass sie sich das Genick bricht, bevor sie uns in den kollektiven Untergang wühlt und dabei auch noch alles andere Leben aus dem Gleichgewicht reißt.

Natürlich wäre es sehr viel angenehmer, wenn wir diesem zerstörerischen Trieb mit einem veränderten Bewusstsein begegnen könnten. Vor dem Hintergrund eines global kollabierenden Wirtschafts- und Ökosystems nimmt sich das Tempo, in dem die Menschen sich ihrer selbst bewusst werden, allerdings bescheiden aus. Hinzu kommt, dass wir inzwischen auf einem gigantischen Minenfeld leben und Gefahr laufen, dass uns die Hinterlassenschaften aus der Atomindustrie, die Kriegslüsternheit der Machteliten, die weltweiten sozialen Verwerfungen, die Folgen der Genmanipulation und des Geoengineering und vieles andere mehr jederzeit um die Ohren fliegen können. Eine kleine Initialzündung auf dem globalen Minenfeld würde schon reichen, um eine katastrophale Kettenreaktion auszulösen.

Lasst uns doch mal im Geiste eine jener so beliebten Computersimulationen anwenden: Wir jagen die letzten 130 Jahre, also die Zeit, in der das Industriezeitalter ökologisch voll zu Buche schlug, durch den Zeitraffer, verdichten sie auf eine Stunde. Angenommen, wir starteten 1887 vor der amerikanischen Westküste in eine Umlaufbahn um die Erde. Pusteln bildeten sich entlang der Pazifikküste, die an der Ostküste bereits zu bedenklichem Ausschlag herangewachsen wären. Nach der Atlantiküberquerung stellten wir fest, dass ganz Europa befallen ist. Es sind die Städte, die wie Metastasen ins Land greifen. Schmutzige Schlieren ergössen sich in Flüsse und Meere. Unterdessen schrumpften die gigantischen Waldflächen in sich zusammen und machten braunen Wüsten Platz. Ein immer dichter werdendes Netz von Straßen und Schienen legte sich um den Globus, ganze Kontinente verschwänden unter einem diffusen Grauschleier. Endlich an den Ausgangspunkt zurückgekehrt, stellten wir fest, dass die Erde zu einer Geschwulst verfault ist, die von den Rauchschwaden unserer Brandschatzerei vielerorts gnädig verdeckt wird.

Mit einiger Rührung habe ich vor kurzem den leidenschaftlichen Kommentar einer Freundin auf Facebook zur Kenntnis genommen, die sich dagegen verwahrte, der Natur ins Handwerk zu fuschen, welche unsere Sehnsucht nach einer besseren Welt doch in unsere Seelen implantiert hätte. Abgerundet wurde der Kommentar von dem Bild einer alten Indianerin, die der Kamera den Stinkefinger zeigt.

Starkes Bild, starke Geste. Sie war ausschlaggebend dafür, dass ich mir das Buch “Endgame” des US-amerikanischen Umweltaktivisten Derrick Jensens sehr genau durchgelesen habe. Um letztlich festzustellen, dass er recht hat. Zumindest hat der Widerständler, der Öko-Krieger, der Aktivist in ihm recht, dem es an diesem Punkt der Geschichte, an dem der Ökozid an jeder Ecke spürbar ist, darum geht, seinen Seelenfrieden zu finden. Er fordert dazu auf, uns in die Schlacht zu werfen. Nur im aktiven Widerstand, so argumentiert er, könnten wir uns wieder als Mensch definieren, als Verteidiger eines fantastischen Mysteriums, das wir Leben nennen und dem wir fahrlässigerweise so wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben. Dadurch könnten wir uns wieder verbinden mit der Schöpfung.

Dass die Schlacht inzwischen verloren ist, dürfte auch einem Derrick Jensen klar sein. Insofern ist sein Appell, nicht in der Hoffnung zu verharren, selbst ein Stück Hoffnug. Der Hoffnung nämlich, dass sich genügend Klarsichtige finden mögen, die sich aufgerufen fühlen, aus der Reserve zu treten, die ihre Duldsamkeit angesichts des kollektiven Untergangs endlich ablegen, um ihr Selbstwertgefühl, ihren Stolz und ja … ihre Ehre wieder zu entdecken. Wann, wenn nicht jetzt, so Jensen, wollen wir dem alles vernichtenden Irrsinn entgegentreten? Er kann und will nicht verstehen, dass wir nicht mindestens den Versuch unternehmen, uns frei zu kämpfen, bevor wir uns in die Gaskammern der Zivilisation prügeln lassen.

Der kanadische Kriminalpsychologe Robert Hare, emeritierter Professor der University of British Columbia, behauptet, dass die Leitfiguren unserer Zerstörungskultur, also die Mitglieder der politischen und wirtschaftlichen Eliten, größtenteils Psychopathen sind. Ein Psychopath lässt sich definieren als jemand, der ohne Bedauern absichtlich Schaden verursacht. Robert Hare: „Zu viele Menschen glauben, dass Psychopathen im Wesentlichen Killer oder Zuchthäusler seien. Die allgemeine Öffentlichkeit hat nicht gelernt, die sozialen Stereotype zu durchschauen, und kapiert nicht, dass Unternehmer, Politiker, Konzernchefs und andere erfolgreiche Persönlichkeiten, die möglicherweise nie ein Gefängnis von innen zu sehen bekommen, Psychopathen sein können“.

Wir sehen also: man kann entweder albträumen oder träumen. Aber verschlafen sollten wir den Zusammenbruch unserer Zivilisation nicht. Obwohl ich glaube, dass genau das passieren wird, dass die meisten ihn gar nicht bemerken werden, weil sie die Indizien für den bevorstehenden Zusammenbruch nicht zu deuten wissen. Schließlich fühlt er sich für jeden anders an. Das Ende unserer Zivilisation wird uns nicht wie eine aus tausend Kilometern Entfernung abgeschossene Rakete treffen, es wird viele Gesichter haben.

Vielleicht kommt es in Gestalt so schlimmer Hungerkatastrophen, dass wir die Toten nicht mehr zählen mögen. Für diejenigen, die sich bisher in Online-Petitionen gegen die Zentralisierung der Macht und gegen das System der totalen Überwachung zur Wehr gesetzt haben, könnte der Zusammenbruch nach Tränengas riechen. Für arbeitslose Jugendliche wird er aussehen wie Einstichstellen in der Armbeuge, wie Schorfwunden, wie der kurze Kick eines Crack-Krümels, mit denen ihr Viertel von der CIA überschwemmt wird. Vielleicht fühlt er sich aber auch wie gar nichts an. Vielleicht klingt er wie gar nichts, sieht aus wie gar nichts. Oder wie Derrick Jensen es formuliert: „Vielleicht ist er der unverkennbare Geruch im Inneren eines Polizeiautos und der Blick durch das Rücksitzfenster auf ein kleines Mädchen, das an einer Eiswaffel leckt und das Wissen, dass Sie so etwas niemals mehr in ihrem Leben sehen werden.“

Wir alle stecken in persönlichen Geschichten fest, in der die Sorgen um unsere Familie, den Arbeitsplatz und die Gesundheit mehr wiegen, als ein historisches Ereignis, selbst wenn es von so großer Tragweite ist, wie das Ende unserer Zivilisation, das in seinen diffusen Erscheinungsformen allerdings kaum beweisbar ist, nicht jetzt. Und weil das so ist, weil wir uns nicht unnötig in Panik versetzen lassen, deuten wir Wahrheiten zu Verschwörungstheorien um.

Uns ist es an dieser Stelle egal, ob der Umweltschutz systematisch ausgehöhlt oder ignoriert wird, uns kümmert es nicht mehr, dass die Grenzen zwischen Konzernen und Regierungen gänzlich aufgehoben werden. Und Folter, Freunde, hat es schon immer gegeben. Lasst sie doch an jeder Straßenlaterne dieser Welt eine Kamera installieren, lasst sie unsere Mails lesen und unsere Telefonate abhören, sollen sie doch daran ersticken, mir doch egal. Die einzige Methode, alles zu kontrollieren, besteht darin, alles zu töten. Sollen sie doch. Sterben müssen wir schließlich alle einmal. Aber solange die Termine für Fußball-Endspiele noch stehen, interessiert uns das eigentliche Finale nur am Rande. Capice?

Dirk C. Fleck
99 Notes
p.machinery Verlag Michael Haitel, 99 Abbildungen, 470 Seiten
Preis: 17,90 Euro

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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14 Kommentare zu: “Buchtipp: „99 Notes“

  1. Alle bisherigen gesellschaftlichen Richtlinien haben sich angesichts dieser Schreckenskulisse als null und nichtig erwiesen- mehr noch- als niederträchtige Fehlorientierungen. Das müsste von der Mehrheit erst einmal begriffen werden, ehe eine wirkliche Umsteuerung einsetzen könnte. Rein theoretisch logisch gedacht. Für die Praxis kann ich da in diese Zivilisation keine Hoffnung mehr setzen. Da bin ich ganz mit Dirk C. Fleck, der wenigstens ehrlich und aufrichtig ist, auch gegenüber sich selbst, und sich nichts mehr vormacht. Als Grundlage für etwas Höheres als diesen Zivilisationsmenschen. Alles „materielle“ kommt aus dem Geistigen, ist verfestigter Geist. Nur auf dieser Erkenntnis könnte hoffnungsvoll aufgebaut werden. Die Menschheit dieser letzten Zivilisation ist im Materialismus versackt.

  2. Man muss die letzten Winkel der Erde besuchen , um den Übergang einfacher aber funktionierender Gemeinschaften and der Schwelle zur Globalisierung zu beobachten .
    Wie zuerst über das Bild dann real in die Gesellschaft das Produkt der Industriegesellschaft als das begehrenswerte Ziel eintritt .
    Das Erreichen dieses Zieles , der Kauf des Produktes, ist mit der Integration in das globalistisch-materialistische System verbunden .
    Das globalistisch-materialistische System verspricht gigantischen Gewinn für Wenige und diese Wenigen haben verstanden, die Verwaltung, den Staat auf ihre Seite zu ziehen .
    Die Massenmigration , gezielt von den Profiteuren geplant und organisiert ,
    zielt nun darauf ab, den letzten möglichen Widerstand gegen den totalen Zugriff „der Elite“
    auf Recourcen zu unterminieren .
    Recourcen wie Wasser oder Wald , aber auch Recourcen wie Arbeitskraft und zentral wesentlich auf die grundlegernde Organisation und grundlegende Interessen und Wertvorstellungen der Menschen .
    Dass diese „Eliten“ im allgemeinen Naturverständnis krankhafte psychopathische Züge haben, wird vielfach festgestellt . Es ist das Verhalten von Psychopathen, totale Herrschaft und totale Kontrolle anzustreben . Mit der Kontrolle über Wirtschaft und Technologie und Steuerabgaben und Militär aber auch des öffentlichen Wollens sind sie auf Bestem Weg .
    Es gibt für den Durchschnittsmenschen keine Möglichkeit der Verweigerung . Versuche , doch gut oder doch ausserhalb des Systems zu sein sind naiv und in vielen Fällen von den Machthabern gesteuerte Wohlfühlecken .
    Atomkraftwerke und Monokulturen und Pestizide und Konsummüll sind Folge und nicht das eigentliche Problem . Ein Problem, das im Westen als Problem behandelt wird , kaum aber anderswo . Interessanterweise sind es wieder westliche Organisationen (NGOs) die diese Problemstellung in andere Länder bringen — andere Völker also selbstverständlich bereit sind , auch die negativen Folgen einer Entwicklung offensichtlich zu lassen .
    Oberflächlich lassen sich materialistische Problemstellungen lösen (z.B. Umweltschutz) ,
    die Verfasstheit der Gesellschaft aber geht tief in die Wurzeln und in die Psyche und dort hilft keine CO2 Reduktion.

    • Ach, wenn es denn nur die Eliten wären.
      Die Meinungsdiktatoren und Machtmenschen etablieren sich doch schon in jedem winzigen Verein.
      Und was über ihren Horizint hinausgeht, das wird verhöhnt, bekämpft, gemieden.
      Die Lemminge (oben wie unten) sind einfach nicht in der Lage, sich dem Ausmaß der Verheerung zu stellen, das sie umgibt. Sie schlafen gar lieblich und jene, die Aufklärung betreiben, werden gehaßt und verfolgt. Ich erlebe das im Moment in einem winzigen Kunstverein.
      Da mein Veranstaltungsplakat „Chemtrails“ abbildet, die es ja nicht geben darf (Fotografien vom Himmel aus sieben Jahren) wurde die mir vor einem Monat für 1.April zugesichert Kunstausstellung abgesagt.
      Das hat der Vorstand in meiner Abwesenheit so entschieden und Punkt. Vertragsbruch? Drauf gesch…….
      Spricht man jetzt mit mir darüber?
      Ach woher.
      Mit SOLCHEN spricht man doch nicht.
      Man spricht über sie, aber doch nicht mit ihenen.
      Warum sollte man?
      Warum sollte man ihnen überhaupt zuhören?
      Warum sollte man sie überhaupt zu Wort kommen lassen?
      „Why should you let them talk?“ Jordan Peterson darüber, wie es angefangen hat:
      https://www.youtube.com/watch?v=wLoG9zBvvLQ
      Am besten ignorieren, ausgrenzen, oder, wenn sie sich denn so gar nicht mehr ignorieren lassen, totschreien, bedrohen, zusammenschlagen.
      Ja, die SA marschiert in Deutschland längst schon wieder. Diesmal nennt sie sich nur anders. Sie ist ANTI. Von Grund auf ANTI. Ein PRO hat sie nicht zu bieten. Sie ist einfach nur dagegen. Nur gegen das, was sie als falsch identifiziert zu haben glaubt. Ein Gutes kennt sie nicht. Nur ein Gegen das, was in ihrem Computerkopf als negativ oder gar gefährlich definiert wurde.
      Das genügt.
      So gut wie jedem genügt es.
      Dieser ganze deutsche Staat ist auf ANTI gebürstet.
      Man wußte 1947 ja nur, wie man es NICHT mehr machen wollte. Was man auf keinen Fall wiederholen wollte.
      Einen positiven Gegenentwurf gab es nicht wirklich.
      Und wenn doch, dann wurde er korrumpiert.
      Ein jämmerliches Wesen ist der Mensch.
      Ach, es ist doch alles gut, oder nicht?
      Durchhalten und sitzen bleiben.
      Man sitzt die Krise aus.
      Man hüllt sich in Schweigen oder betreibt Verschleierungsstrategiern.
      Man lügt wie gedruckt und läßt sich anschließen noch dafür feiern.
      Man tut so, als ob alles in Ordnung wäre.
      (Oben wie unten. KEIN Unterschied. Derselbe Mind.)

      Und so bekommt das Wort Holocaustleugner eine ganz neue, entsetzliche Bedeutung. Vor 75 Jahren sind die Waggons und Züge regelmäßig gefahren. Man hätte wissen müssen, was vor sich geht. Man hätte es sehen und Fragen stellen müssen. Menschen verschwanden. Man hätte herausfinden können, was geschieht. Aber man wollte nicht. Man konnte nicht. Man wollte und konnte es nicht wahrhaben. Man wollte es nicht wissen. Man konnte das absolute Grauen nicht an sich heranlassen.
      Es war ganz einfach völlig unmöglich, daß Menschen zu so etwas Schrecklichem in der Lage sind.
      Auch heute wieder ist es so.
      GeoEngineering? Unmöglich. Solar Radiation Management, wobei Tausende Tonnen giftiger Aerosole über unseren Köpfen in der Atmosphäre ausgekippt werden?
      Du spinnst doch.
      Wer sollte so etwas tun?
      Wer würde sich selbst vergiften?
      Immer die gleiche Leier.
      Alles tausendmal wiederholt und nichts dazugelernt.
      Auch heute fahren die Güterzüge wieder.
      Sie haben Flügel und sehen nett aus.
      Die Züge fliegen heute über den Himmel. Und wieder wird ein gigantisches Verbrechen begangen. Und wieder wollen die Menschen nichts sehen und von nichts gewußt haben. Die Grünen machen mit. Greenpeace macht mit. Die Wetterdienste machen mit. Die Akademien machen mit. Alle machen sie mit.
      Und wenn jetzt ein Künstler den Mut hat, sich an jenes Thema heranzutrauen, dann ist er mindestens rechts, wenn nicht gar ein Nazi.
      Nein, so jemandem geben wir in unserem Künstlerhaus keinen Raum.

      Ganz ehrlich?

      Nein. Lieber nicht.

      Ihr wollt nicht wirklich wissen, was ich von Euch halte.

      Andreas, Kempten

    • „Man hätte herausfinden können, was geschieht. Aber man wollte nicht. Man konnte nicht. Man wollte und konnte es nicht wahrhaben. Man wollte es nicht wissen. Man konnte das absolute Grauen nicht an sich heranlassen.“

      Holocaust – Die Lüge von den ahnungslosen Deutschen – auf YouTube.

    • @Andreas G .
      Es sind die Eliten (auch wenn es für Eliten zutreffendere Bezeichnungen geben mag) .
      Es ist die Macht und Geld ist das herausragende Mittel .
      Geld ermöglicht die Kontrolle – die Kontrolle ist hermetisch .
      Kontrolle über Medien die seit gut 2 Jahrzehnten auch die Kinderzimmer beherrschen .
      Selbstverständlich die thinktanks ,die wiederum beinahe alle Belange der Öffentlichkeit unter Kontrolle haben, im Speziellen auch die Bildung , eben auch die Politik
      .
      Eben auch die Kunst . Kunst war eine Kulturangelgenheit, die Europa seit der Renaissance prägte , nun aber für die Elite keinen Wert besitzt . Kunst wurde seit den 1980er Jahren der (Gutmenschen)Ideologie unterstellt und andererseits der vollständigen Kommerzialisierung ausgeliefert . Das Umfeld von „Kunst“ ist entsprechend .

      —-
      Was schon wieder mit dem Holocaust . Die Holocaustindustrie nervt .
      Niemand hat sich für den Holocaust interessiert , auch nicht die Engländer und nicht die USA ,
      bis der Holocaust als politisches Kampfmittel entdeckt wurde .

    • „Und wieder wird ein gigantisches Verbrechen begangen. Und wieder wollen die Menschen nichts sehen und von nichts gewußt haben.“

    • Und fast glaubte ich schon, irgend jemand würde auf einen alternativen Veranstaltungsraum, auf eine andere Ausstellungsmöglichkeit hinweisen; da Kunst und Kreativität noch immer zu den wahren revolutionären Möglichkeiten zählen; und mit der Zensur künstlerisch erlaubter Themen auch noch die letzte Freiheitsnische des Menschen mit Aktenordnern und Grabsteinformaten vollgestellt wird.

      Aber nein. Es geht ums Besser- und ums Anderswissen; ganz, als ob es um ein echtes Leben ginge.

      Wasserader, Ihre ganzen Aufregungen finden in einer winzigen mentalen Blase statt.
      Mein Vorschlag an Sie: Mal bei Mondschein schaukeln gehen, bis das Seil reißt.

    • Einerseits das Klein-Kästchen-Denken und andrerseits die großklotzige Gier nach Macht. Das ist es, was hier dem Leben den Garaus macht. Die beiden ergänzen sich in wahrhaft diabolischer Weise.

    • Na bravo, Wasserader. Es war ja gleich klar: wem das Wort Holocaustleugner auf die Nerven geht, der ist selbst einer; der ist selbst jener zeitgenössischen Leugner des Holocaust 2.0, der fast täglich am Himmel vor sich geht.
      Ihr Kommentar zeigt mir, daß nichts, aber auch gar nichts Sie von jenen „bösen Eliten“ unterscheidet, die Sie so gerne attackieren. Derselbe Mind.
      Wenn ich Ihren Namen hier nicht schon so oft gelesen hätte, würde ich fast glauben, daß jemand vom Künstlerhaus hier in deren Sinne geschrieben hat. Wie lang sind Sie jetzt schon bei KenFM, fleißig kommentierend?
      Zwei Jahre? Drei? Und immer noch nichts dazugelernt?
      Was für ein Armutszeugnis.

  3. Ich denke den Ausführungen Herrn Flecks ist nichts weiter hinzuzufügen, außer vlt. eine weitere Bestätigung, die zwar vordergründig in anderem Zusammenhang erfolgte, aber sicherlich auch synonym für sämtliche im Buchauszug erwähnten Bereiche gelten kann.
    Und wenn’s aus dem Munde eines Staatspräsidenten erfolgt, der tatsächliche „Hard- und Soft-Power“ im Rücken hat, hat’s ein anderes Gewicht.
    Nach menschlichem Ermessen dürfte es dennoch auf weitgehend taube Ohren treffen. Denn hier gilt, bei vielen der Mächtigen; wenn ich die Macht nicht habe, soll sie keiner haben. Bevor ich irgend etwas abgebe, zerstöre ich es lieber. Die Geschichte belegt es immer wieder:

    Mittwoch, 07. März 2018, 09:37 Uhr
    ~15 Minuten Lesezeit
    Putins neue „Wunderwaffen“
    Wider besseres Wissen stellt der Westen Russland als Aggressor dar.
    von Jochen Mitschka

    (…)
    „Es wird Zeit, diese Realität zur Kenntnis zu nehmen, und mir nicht zu unterstellen, ich hätte heute geblufft. Ihr könnt mir glauben, ich habe nicht geblufft. Diejenigen, die noch in der Vergangenheit leben und nicht imstande sind, an die Zukunft zu denken, sollten endlich aufhören, das Boot mit dem Namen ‚Erde‘, in dem wir alle sitzen, zum Kentern zu bringen.“
    (…)
    „Unsere Welt braucht nicht noch mehr Bedrohungen. Wir sollten uns statt dessen an den Verhandlungstisch setzen, gemeinsam ein neues, wirklich funktionierendes, internationales Sicherheitssystem erarbeiten und über eine nachhaltige Entwicklung der menschlichen Zivilisation nachdenken. Das fordern wir schon lange, und unsere dazu gemachten Vorschläge gelten immer noch. Russland ist jederzeit zu Verhandlungen darüber bereit.“
    https://www.rubikon.news/artikel/putins-neue-wunderwaffen

    Zum Abschluß:

    „Vieles ist töricht an eurer Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben.
    Ihr plündert die Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht.
    Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.‘‘
    http://www.berndsenf.de/pdf/WeisheitDerIndianer.pdf

  4. Wir leben zwar seit Jahrtausenden in einem hierarchischen System, das von Psychopathen herbeigeführt, aufrechterhalten und anführten wird. Dieses System treibt erkennbar dem Abgrund entgegen. Der Absturz ist bereits im vollen Gang. Wir haben zwar immer noch das Gefühl, dass die Psychopathen die Sache im Griff haben und steuern. Tatsächlich steuern sie uns aber nur mit dem Fuß auf dem Gas talwärts um die dicksten Felsbrocken herum.

    Kurz vor dem finalen Aufprall werden wir merken, dass uns Führer nicht mehr retten können. Das wird der Moment sein, in dem wir uns trauen, uns vom Jahrtausende alten Ansatz abzuwenden und etwas Neues auszuprobieren.

    Ich habe die Hoffnung, dass uns dann genügend Handlungsspielraum bleibt, um als Zivilisation zu überleben. Immerhin verfügen wir derzeit noch über das Potential von 8 Milliarden Menschen. Ich befürchte zwar, dass sich die Erkenntnis erst durchsetzt, wenn wir deutlich weniger sind und uns auch deutlich weniger Ressourcen zur Verfügung stehen. Anderseits hoffe ich, dass wir, wenn wir uns kollektiv und empathisch selbst organisieren, viel mehr erreichen können, als es in diesem elitären hierarchischen System jemals möglich wäre.

    Eigentlich können wir uns nur persönlich dafür einsetzen, dass diese kollektive Erkenntnis möglichst bald reift und auch schon mal an Konzepten und Bündnissen arbeiten, die dann möglichst schnell greifen – ohne Hierarchien, ohne zentrale Macht!

  5. Wir haben internationale Abkommen, wir haben nationale Gesetze, wir haben Regeln.
    Und Nichtbeachtung führt zu keinen Konsequenzen. Solange keiner hinter Gitter kommt,
    wird sich nicht viel ändern. Geldstrafen bringen nichts, die kann ein anderer bezahlen
    (und womöglich noch von der Steuer absetzen).

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