Buchtipp: „Hitlers amerikanische Lehrer“

Exklusivabdruck aus dem Buch:
„Hitlers amerikanische Lehrer — Die Eliten der USA als Geburtshelfer des Nationalsozialismus“
von Hermann Ploppa.

Kaum sind nun die Nazis an der Macht, da erweisen sich Hitler und seine Freunde als überdurchschnittlich gelehrige Schüler ihrer Meister aus der US-Oligarchie. Dieser Übereifer trägt zuweilen groteske Züge.

Die amerikanische Schablone der Rassenaufartung der Nation soll eins zu eins auf Deutschland übertragen werden. So hatte es ja Hitler in „Mein Kampf“ und in seinen Reden angekündigt. Nun tritt jedoch das praktische Problem auf, dass es in Deutschland gar keine Bevölkerungsgruppe gibt, die, ähnlich wie Afroamerikaner, Chinesen, Indianer oder osteuropäische Ghettojuden in den USA, sofort und eindeutig zu identifizieren wäre.

Langfristig möchte Hitler Deutschland ausschließlich mit Menschen nordischer Rasse bevölkert wissen, ganz nach Vorgabe von Madison Grant. Allerdings, so hat es ja der NS-Rassentheoretiker H.F.K. Günther in seiner Adaption von Grants Agenda auf Deutschland verordnet, besteht die Bevölkerungsmehrheit der deutschen Nation aus Individuen der mediterranen, ostischen (alpinen) und der von ihm erfundenen dinarischen Rasse. Besonders die „ostischen“ Menschen hat der Rasse-Günther auf dem Kieker.

Nun wäre aber Adolf Hitler selber nach dieser Lehre ein ostisch-alpiner Typ. Zudem lebten die ostischen Mitbürger vornehmlich im süddeutschen Raum, besonders in Bayern. Mit anderen Worten: hier befanden sich Hitlers erste und treueste Mitstreiter und Stammwähler. Es war schlicht unvorstellbar, 1933 gleich mit dem Nordicizing, also der Aufnordung, zu beginnen und die Mehrheit der Deutschen zu verprellen.

Es galt also, künstlich eine Bevölkerungsgruppe zu erfinden, die man der in Amerika erfundenen Rassenaufartungsmaschine unterwerfen konnte. Die Wahl fiel auf die Juden. Nun waren die Juden schon lange in der deutschen Bevölkerung aufgegangen. Wer war überhaupt Jude, und wo lebten die Juden? Der Rassenhygieniker Fritz Lenz stützte sich nur auf grobe Schätzungen, wenn er 1920 von etwas unter einer halben Million Juden in Deutschland ausging. Die Nazis schätzten die aktuelle Zahl 1933 auf etwa 400.000 Juden.

Man musste die Juden ausfindig machen. Da kam, wie Edwin Black dokumentiert, die deutsche Filiale des US-Informatik-Konzerns IBM zu Hilfe. Die Dehomag entwickelte für die Nazis ein verfeinertes Lochkartensystem, mit dessen Hilfe sich herausfinden ließ, wer jüdische Vorfahren hatte, und wo genau „die Juden“ lebten.

Bereits im Jahre 1933 machten die NS-Volkszähler auf diese Weise die Juden in Preußen ausfindig. Um auf eine nennenswerte Zahl von Juden zu kommen, wurden nach dem System des US-Bundesstaates Virginia nicht nur „Volljuden“, sondern auch „Halbjuden“, „Dreivierteljuden“ und „Vierteljuden“ ermittelt. Bis auf Sechzehntelanteile („one drop only“) wie in den USA wollte man denn doch nicht feinauflösen. So wurden die ursprünglich 400.000 Juden auf 1.5 Millionen Juden mit unterschiedlichem Rasseanteil künstlich hochfrisiert. Somit hatte man zwar nicht 10% „Minderwertige“ zu „eliminieren“, wie es der ERO-Plan von 1914 vorsah, aber immerhin kam man jetzt auf etwa 2.5% der Gesamtbevölkerung.

Die Situation war gleichermaßen tragisch wie grotesk. Die Deutschen mussten auf Fragebögen ihre Herkunft bis auf die Großelterngeneration zurückverfolgen. Deutsche, die überhaupt keine Ahnung davon hatten, dass sie jetzt zu einer gefährdeten Personengruppe gehörten, fanden sich plötzlich als Juden wieder. Blonde, langschädelige, blauäugige Hünen mit „kerndeutschen“ Familiennamen galten plötzlich als „rassisch minderwertig“.

Eine Situation, mit der die deutsche Bevölkerung zunächst gar nichts anzufangen wusste. Die Boykottaktionen der paramilitärischen Verbände der NSDAP gegen jüdische Geschäfte im April 1933 waren nach einhelliger Meinung aller Experten ein Flop. Die SA konnte es sich auch bei der vorherrschenden Volksmeinung gar nicht erlauben, vor den jüdischen Geschäften flammende Kreuze aufzustellen, oder die Geschäfte gar niederzubrennen, so wie es der Ku Klux Klan zehn Jahre zuvor in den USA bei den damaligen Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte getan hatte.

Franz Neumann, der aus Deutschland in die USA emigrierte, sagte noch 1942: „Der spontane Antisemitismus des Volkes ist in Deutschland nach wie vor schwach.“ Und über das deutsche Volk: „Nach meiner persönlichen Überzeugung ist das Volk, so paradox das auch scheinen mag, noch das am wenigsten antisemitische.“ Und der Jude Leo Löwenthal, ein deutscher Soziologe, der vor dem Naziterror in die USA fliehen musste, zur Stimmung in der Weimarer Republik: „Im alltäglichen Leben hat es eigentlich gar keine Rolle gespielt, ob man Jude war oder nicht (…) Wir haben uns immer darüber lustig gemacht, eben weil es [der Antisemitismus] eine solche Randerscheinung war.“ Und Löwenthal beschreibt im Kontrast dazu seine Erfahrungen in den USA: „Wir haben auf einmal entdeckt, daß es hier etwas gibt wie wirklichen everyday-Antisemitismus und daß man sich nicht ungehemmt und frei als Jude in allen gesellschaftlichen Bereichen bewegen kann.“

Auch die Reichskristallnacht im November 1938 war eine exklusive Veranstaltung der nazistischen Paramilitärs – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Das Ziel, irgendwann doch noch ein rassereines deutsches Volk von Nordics den aufgenordeten Völkern Skandinaviens, Großbritanniens sowie den USA hinzu zu gesellen, wurde indes nie aufgegeben.

Die SS betrachtete sich als Kerngruppe dieser Aufnordung. Zu nennen sind die „Forschungs“aktivitäten der SS-Stiftung „Ahnenerbe“. Für die rassereine Züchtung von Nordics war der „Lebensborn“ zuständig. Und Heinrich Himmler ließ exakt die Körpermaße seiner SS-Recken registrieren, und die Zugehörigkeit zu nordischer, fälischer oder dinarischer Rasse feststellen. Himmler war nicht ganz so optimistisch wie die ERO und andererseits nicht so „pessimistisch“ wie Hitler: seine Aufnordung des deutschen Volkes sollte 120 Jahre in Anspruch nehmen, und nicht etwa 70 Jahre oder 600 Jahre.

In zweiter Auflage erschienen beim Liepsen-Verlag, Marburg 2016.
ISBN 978-3-9812703-3-4 

Das Buch kann direkt bestellt werden beim Verlag über die Adresse: liepsenverlag@gmail.com.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

26 Kommentare zu: “Buchtipp: „Hitlers amerikanische Lehrer“

  1. Voice,
    damit was ich schreibe noch gelesen wird, meine Antwort hier.
    Versailles musste Deutschland für immer unter halten, Churchill bestätigte das ‚der grosse Fehler von Versailles war Deutschland nicht in eine Europäische Union zu bringen‘.
    Auch das hätte kein Effekt gehabt, Berlin ist faktisch die Hauptstadt vom Kontinent heute.
    Versuchen Deutschland schwach zu halten gelang nicht, in wenigen Jahren gelang es Hitler, mit Schacht als wirtschaftlliches Genie, von Deutschland wieder ein Land von Bedeutung zu machen.
    Hitler hatte zwei Ziele, das kaiserliche Deutschland wieder zu errichten, dazu gehörte Danzig zurück zu bekommen, und eine Land Verbindung zu Ost Preussen.
    Das zweite Ziel war, er bewunderte die Deutsche Kultur, Wagner, usw, darin waren Juden ein Fremdkörper, auch wollte er nicht wie Juden in viele Berufen, Anwalte, Mediziner, Politiker, Professoren, verhältnismassig überherrschten.
    Dabei kam das Juden keine Nationalisten sind, loyal zu den Land wo sie leben, die erste Loyalität ist zum Judentum.
    Und so kamen die Berufsverbote, und erklärten Juden 1933 Hitler den Krieg.
    1939 drohte Hitler in eine Rede Juden mit ausrottung ‚falls sie wieder einen Weltkrieg verursachten‘.
    Es kam die Weltkrieg, Hitler begann die Deportationen, die Frankfurter nicht wahr haben wollte.
    Frankfurter war einer der Architekten des USA Krieges, er schrieb das Lendlease Gesetz.
    Ich kann nicht sehen wie Hitler der willkommene Idiot war.
    Willkommen wäre gewesen die Weimar Republik zu halten.

    Hans Jansen, ‘Der Madagaskar Plan, Die beabsichtigte Deportation der europäischen Juden nach Madagaskar’, München 1997

    Bruce Allen Murphy, ‘The Brandeis/Frankfurter Connection, The Secret Political Activities of Two Supreme Court Justices’, New York, 1983

    • Pieter,
      das Sie an den Verbrechen der Nazis immer noch was „positives“ finden,
      kenne ich von Ihnen zur genüge.
      Die Auswahl, das Sammeln und Lesen von Büchern, bestätigen Ihr Weltbild, dass Sie gerne weitergeben wollen.
      Ihre Sprache ist verräterisch.
      „er bewunderte die Deutsche Kultur, Wagner, usw, darin waren Juden ein Fremdkörper, auch wollte er nicht wie Juden in viele Berufen, Anwalte, Mediziner, Politiker, Professoren, verhältnismassig überherrschten.
      Dabei kam das Juden keine Nationalisten sind, loyal zu den Land wo sie leben, die erste Loyalität ist zum Judentum.“
      Sie machen sich die Rhetorik der Nazis zu eigen. Damit disqualifizieren Sie sich selbst.
      So alt geworden – und nichts dazu gelernt. Schade!

  2. „Rassismus“ ist ein Aufhänger für Machtpolitik,
    wie Antirassismus auch .
    Eine Rasse unter wissenschaftlich-genetischer Betrachtung gibt es nicht .
    In der Praxis verschwimmt der Begriff mit Nation, mit Kultur aber auch mit Religion .
    Wie alle Identitätsstiftenden Merkmale können diese von Ideologen vereinnahmt und missbraucht werden .
    Es ist der Missbrauch und nicht die Identitätsstiftenden Merkmale selbst , die Krieg und Faschismus ermöglichen .
    Wer nun um Krieg und Faschismus zu verhindern, die Identitätsstiftenden Merkmale zum Problem stilisiert , erkennt die Grundlagen von Krieg und Faschismus nicht und schafft mit der Entwurzelung der Menschen die Basis für neue Demagogie und Gewalt .

    Was kümmert die MachtPolitik die offene Gesellschaft, die Globalisierung oder die Nationalisierung ?
    Die deutsche Politik betreibt mit ihrer Massenmigration den Globalismus in faschistuider Weise gegen die eigene Bevölkerung
    während sie gleichzeitig den nationalen Faschismus der Ukraine unterstützt oder auch den nationalistischen Terror der Kurden .
    Und — wie selbstverständlich fliesst Geld , der Treibstoff der Machtpolitik für Nationalismus wie fur Antinationalismus wie für den Terror und den Kampf gegen den Terror ,für die Aufrüstung von IS wie die Bombardierung von IS — im Wesentlichen aus der gleichen Quelle .
    Über Rassismus oder Antiislamismus wie auch Antisemitismus …. bleiben die Verursacher der Gewalt und Kriege unangetastet und sind gottgleich : too big to fail.

    • „Identitätsstiftende Merkmale“ bedeutet, wir haben die Möglichkeit, Aussagen über die Identität eines Menschen zu tätigen, ohne ihn zu kennen, und zwar das aufgrund von Ethnie, Weltanschauung,… Das erinnert an Rassismus – deshalb die Frage: Sind Weißhäutigkeit blonde Haare und blaue Augen (was bei den Nazis Merkmale von Ariern war) solche Merkmale?

      Die Aufnahme von Flüchtlingen als faschistoid dazustellen, das sehe ich als eine Verharmlosung des Faschismus an. Was ist Antinationalismus und wer finanziert ihn? Ähnliche Kapitalkräfte, wie die, die auch die Nazis finanzierten? >> http://dasjahr1933.de/die-herren-von-rhein-und-ruhr-lassen-bitten-hitlers-rede-vor-dem-dusseldorfer-industrie-club-am-26-januar-1932/

      Und: >> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19181492.html

      Das Verursachen von Kriegen ist in der Flüchtlingsfrage das Initialverbrechen. Wer seine Kritik und deren Begründung an den Konsequenzen dieses Verbrechens beginnt, verfehlt jede analytische Möglichkeit, die Bedingung für Schritte in die Richtung einer Lösung sind.

    • Das ist unangehehm . Schon wieder ein Angriff unter der Gürtellinie .

      „Die Aufnahme von Flüchtlingen als faschistoid dazustellen“
      Das ist klar eine falsche Unterstellung .

      Faschistoid ist ein Krieg der unter falschem Vorwand und Gesetzesbruch geführt wird .

    • Die „Entwurzelung“ der Menschen hat ihren Grund darin, dass sowohl „Staatsbürgerschaft“ wie gerade auch „Nation“ beides nur Abstrakta sind;; das eine, der Staat, der vorgeblich von der Natur entnommenen „Vernunft“ unterworfen, die die Menschen (bis auf die im Naturzustande, also alle außer den Westlichen) angeblich zu erkennen in der Lage sind, das andere die pseudokonkrete Chi-Möhre, die Halt, Inhalt und Sinn stiftet.
      Es bringt nicht weiter, hier das eine oder andere Ende zu besetzen, weil beides im Erklärungshorizont der heutigen, unerträglichen Verhältnisse verbleibt. Es mangelt dem originär sozialen Wesen „Leute“ an substantieller Inhaltlichkeit. Diese Kompetenz wieder an sich zu nehmen, liegt aber jenseits der aktuellen ‚Barbarei des abstrakten Universalismus westlicher Prägung, namentlich jenseits der „Idiotie“ (im altgriechischen Sinne) der Nation.

    • Petra: Es ist meiner Ansicht nach nicht „die Idiotie“ ursächlich gewesen, sondern die Lügenhaftigkeit und der Selbstbetrug, die Überheblichkeit, die Machtgier und die damit verbundene Gewaltbereitschaft. Das kann man natürlich auch Idiotie nennen mit dem Resultat, was wir heute haben. Als Quintessenz der ganzen Menschheitstragödie ist nach meinem jahrelangen Nachdenken darüber das für sich und immer primär für die eigene Spezies und dann die eigene Kaste gültige Herausnehmen von Gewalt gegen alles andere Leben, dann auch menschliches, verantwortlich. Erst Speziesismus, dann Rassismus, dann Satanismus.

    • @Petra
      „Diese Kompetenz wieder an sich zu nehmen“
      Voraussetzung dafür sind Identität und Souveränität .
      Beides wird vom globalistischen Neoliberalismus zerstört .
      Es liegt in der Natur, dass dafür Abgrenzung Voraussetzung ist .
      Abgrenzung ist die Voraussetzung der Vielfalt des Lebens wie Vielfalt Voraussetzung für eine positive Entwicklung ist .
      Die „Eine Menschheit“ ist ein ideologisches Konstrukt, das Weltherrschaftsphantasien entspringt und unweigerlich in Monokultur und Unfreiheit führt .

  3. “ Henry Ford war auch der Herausgeber antisemitischer Schriften wie das Buch „Der internationale Jude – Ein Weltproblem“, eine Zusammenfassung von Artikeln, die 1920 bis 1922 in seiner Haus-Postille, dem „Dearborn Independent“, veröffentlicht wurden. “

    Stimmt.
    Wer Diskussionen auf USA Sites verfolgt kann sehen wie viele aus der USA heute genug davon haben das die USA weiter Kriege führt für Israel, so wie die drohende Krieg gegen Iran.
    USA Senator Hollings sagte 2004 in eine Rede das Bush jr AIPAC Krieg gegen Irak versprach, indem er die jüdische Stimmen bei den Wahlen bekam.
    Das ’neue Pearl Harbour‘ was PNAC vom jüdischen Think Tank AEI kam 11 September 2001.
    Das ich fürchte das Trump gezwungen wird zum Krieg mit auch Russland kann mann sehen, ich hoffe, ich sehe das falsch, an wer jetzt geht und wer kommt, nahe Trump.
    Deep State ist bei lange nicht geschlagen.

    Die Vollidoten die Krieg wollen erwarten das Europa wieder Kriegsplatz ist, sie verstehen nicht das heute ein Weltkrieg auch die USA vernichten wird, und die ganze Menschheit, wie Putin warnt.
    Aber ein Teil dieser Vollidoten nahm Fürsorge, Häuser mit viel Grund in Neu Seeland, und eine Landebahn für die privaten Jets.
    Ob sie dort sicher sind, ich bezweifle es, radioaktives Staub wird auch Neu Seeland erreichen, denke ich.

  4. “ Franz Neumann, der aus Deutschland in die USA emigrierte, sagte noch 1942: „Der spontane Antisemitismus des Volkes ist in Deutschland nach wie vor schwach.“ “

    Stimmt,das beschreibt auch der deutsche Jude Klemperer
    Victor Klemperer, ‘I will bear witness, A diary of the Nazi years, 1942-1945’, New York 1999

    Damit steht fest das Goldhagen ein Vollidiot ist.

    Wer wissen will warum es ging kann ich raten zu lesen
    Ismar Schorsch, ‚Jewish Reactions to German Anti-Semitism, 1870 – 1914‘, New York 1972
    und
    ‘Christianity and the Holocaust of the Hungarian Jewry’, Moshe Y Herclz, 1993 New York University press

    Die Bücher beschreiben wie Juden die Gesellschaft beherrschten.

    Hitler’s Deportationen, er sagte 1939 ‚wenn sie wieder einen Weltkrieg entzündten konnten sie selber ausgerottet werden‘.
    Was damals ‚ausrottten‘ genau bedeutete, darüber kann diskutiert werden.
    Was das damals Plan war, auch die Wannsee ‚Endlösung‘, auch dieses Wort könnte damals eine ganz andere Bedeutung gehabt haben, kann mann lesen in

    Hans Jansen, ‘Der Madagaskar Plan, Die beabsichtigte Deportation der europäischen Juden nach Madagaskar’, München 1997

  5. Aufgeklärt durch die Bücher des investigativen Wirtschaftsjournalisten F.William Engdahl, sage ich das jetzt schon fast seit 10 Jahren: Hitler war nichts weiter als der willkommene Idiot für die selbst ernannten Weltmächtigen aus Übersee, der das ausführte, was sie so haben wollten. Und sein Nutz-Effekt besteht sogar bis heute. Wird höchste Zeit, dass die Wahrheit hinter Hitler und dem 3.Reich ans Licht der breiten Öffentlichkeit kommt.

    • Nicht nur aus Übersee und nicht nur in Deutschland. Die europäischen Bourgeoisien, ob in Italien, Spanien, Frankreich und noch einige mehr, waren nur allzu bereit mitzuwirken.

      Und im Pazifik hat man Japan zum Imperium errichtet, das dann auch bald in China einfiel.

      Dieser Aufbau erfolgte nicht anders wie heute auch.

      Anbei noch Chris Hedges:

      Samstag, 24. Februar 2018, 15:45 Uhr
      ~10 Minuten Lesezeit
      Unheilige Allianz
      Kapitalismus und Faschismus haben mehr gemeinsam als man denkt.
      von Chris Hedges

      Hat sich der Kapitalismus der letzten demokratischen Reste entledigt, gedeihen nicht nur Kleptokratie, Korruption und Militarismus. Auch der Faschismus erhebt wieder sein Haupt — und hat überall dort leichtes Spiel, wo das Leben der Menschen zum Existenzkampf gerät. Pulitzerpreisträger Chris Hedges entdeckt Clara Zetkins „gespenstisch prophetische“ Beobachtungen zur Entstehung des Faschismus neu, die heute so aktuell sind wie einst.
      (…)
      Der Faschismus, warnte Zetkin, keimt auf, wenn der Kapitalismus in eine Krisenphase eintritt und wenn demokratische Institutionen zusammenbrechen, die ursprünglich reformierbar waren und Schutz vor hemmungslosen Angriffen durch die kapitalistische Klasse boten.

      Die unkontrollierte kapitalistische Attacke drängt die Mittelklasse, das Bollwerk der kapitalistischen Demokratie, in die Arbeiterklasse und oftmals gar in die Armut. Er beraubt die Arbeiter jeglichen Schutzes und drückt die Löhne.

      Je länger eine ökonomische und soziale Stagnation anhält, desto attraktiver erscheint der Faschismus. Zetkin hätte uns davor gewarnt, dass nicht Donald Trump die Gefahr darstellt; die Gefahr besteht vielmehr in der wachsenden sozialen und ökonomischen Ungleichheit, die das Vermögen in den Händen einer oligarchischen Elite konzentriert und das Leben der Bürger herabwürdigt.

      Exzesse des Kapitalismus

      Der Zusammenbruch der kapitalistischen Demokratie, so Zetkin, entmachte die Angehörigen der Arbeiterklasse. Ihre Bitten finden kein Gehör mehr. Reformen, die ihr Leiden begrenzen sollen, sind lediglich kosmetischer Natur und nutzlos. Ihre Wut wird als irrational oder rassistisch abgetan.

      Eine bankrotte liberale Klasse, die einst zumindest schritt- und stückchenweise Reformen ermöglichte und damit die schlimmsten Exzesse des Kapitalismus abmilderte, übt sich in leeren Versprechungen von sozialer Gerechtigkeit und Arbeiterrechten, während sie diese in Wirklichkeit an die kapitalistischen Eliten verkauft.
      Der Zorn der Entrechteten

      Die Scheinheiligkeit der liberalen Klasse ruft nicht nur Verachtung, sondern Abscheu gegenüber den liberalen, demokratischen Werten hervor, für die sie doch angeblich eintritt.
      (…)
      Die Nation als Heilsversprechen

      An die Stelle der diskreditierten Ideale der Demokratie tritt ein übersteigerter Nationalismus, der die Bevölkerung nicht in Klassen aufteilt, sondern zwischen Patrioten und vaterlandslosen Gesellen unterscheidet. Unter faschistischer Herrschaft verschmelzen nationale und religiöse Symbole wie das christliche Kreuz und die US-Flagge. Der Faschismus bietet den Besitzlosen einen fassbaren Feind und das Recht, körperlich zurückzuschlagen.

      Diejenigen, die man für den Niedergang der Gesellschaft dämonisiert – Juden und Kommunisten im Nazi-Deutschland, die Kulaken in der Sowjetunion und die Sans-Papiers, Afroamerikaner und Muslime in den USA – werden zu gesellschaftlichen Parias. Die Stigmatisierten werden zusammen mit Intellektuellen, Liberalen, Schwulen, Feministen und Dissidenten als Verkörperung der Seuche attackiert, die die Nation zerstört hat und die die Faschisten ausrotten werden.
      (…)
      Verherrlichung von Gewalt

      Die höchste Ästhetik des Faschismus ist der Krieg. Seine Bewunderung für militärische Stärke und Gewalt, sein Unvermögen, sich mit der Welt der Ideen, mit feinen Schattierungen und komplexen Zusammenhängen zu befassen, und seine emotionale Abgestumpftheit machen es ihm unmöglich, in einer anderen Sprache als der von Drohungen und Nötigungen zu sprechen.

      Institutionen, die respektvoll mit Komplexität umgehen, die über kulturelle Grenzen hinweg kommunizieren und andere verstehen wollen, werden von den Faschisten herabgewürdigt und zerstört. Diplomatie, Gelehrsamkeit, Kultur und Journalismus sind ihnen verhasst.

      Entweder man fügt sich, innerhalb und außerhalb der Grenzen der Nation, oder man wird niedergewalzt. Dieses moralische und intellektuelle Vakuum bringt die Faschisten dazu, den Bogen zu überspannen, vor allem in Form von militärischen Abenteuern und imperialistischer Expansion.

      Sie brechen langanhaltende und sinnlose Kriege vom Zaun, die die erschöpften Ressourcen der Nation auszehren und die bürgerlichen Freiheiten im eigenen Land auslöschen. Und am Ende lassen sie sowohl innen, wie auch außen eine Brutalität walten, die das Ausmaß von Völkermord annimmt.
      Kapitalismus und Faschismus – eine unheilige Allianz

      Der Faschismus, so Zetkin, hetzt einen Teil der Arbeiterklasse gegen den anderen auf.
      https://www.rubikon.news/artikel/unheilige-allianz

    • Nicht zu vergessen, zwischendrin, die faschistischen Regime in Lateinamerika und auch heute geht ein Putsch in Lateinamerika immer.
      Gerne auch mit Unterstützung, nicht nur vom großen Bruder im Norden, sondern auch mit Hilfe europäischer Stiftungen.
      Sie sehen, es bleibt komplex oder simpel, gerade wie sie es sehen möchten, das Kapital spielt die Arbeiterklasse gegeneinander aus:

      “Man kann immer eine Hälfte der Armen kaufen, um die andere Hälfte umzubringen.”
      Martin Scorsese, Gangs of New York

    • Es gibt da noch mehr zu beachten, als „das Kapital“. Zum Beispiel den gewaltbereiten religiösen zionistischen und evangelikalen Endzeitwahn, der von Wolfgang Eggert in seinem Buch: „Erst Manhatten, dann Berlin“ beschrieben wird. Es gibt auch ein Gesprächs-Video davon im Netz. Der menschliche Wahnsinn sollte nicht unterschätzt werden.

    • Ja, ist ja klar, dass überall auf der Welt die Gewaltgläubigen-und -bereiten ihr Unheil treiben. Rotchina mit Mao nicht vergessen! Und dass Faschismus und Kapitalismus sich ergänzen, ist doch sowieso klar.
      Aber hier geht es doch um den Hitler-Wahn und der damit verbundenen all-einzigen Nazi-Zuweisung an Deutschland, mit der immer noch Weltpolitik betrieben wird.

    • “ Hitler war nichts weiter als der willkommene Idiot für die selbst ernannten Weltmächtigen aus Übersee, der das ausführte, was sie so haben wollten. “

      Ich verstehe das nicht.

    • Sie verstehen das nicht, wo Hitler die ganze Zeit von den imperialen Mächten, die ihn damals an die Macht gehievt und durchgehend unterstützt hatten, als Allerwelts-Satan hochstilisiert und politisch immer noch auch post mortem weiter für ihre verlogene Politik benutzt wird, einschließlich des damit verbundenen auf Flamme-Haltens des Deutschen Schuldgefühls und der ewigen Wiedergutmachpflicht aller nachkommenden Generationen?

    • “ imperialen Mächten, die ihn damals an die Macht gehievt und durchgehend unterstützt hatten, “

      Habe sehr viele Bücher über die Geschichte des 20ten Jahrhundert gelesen, aber nie etwas über imperiale Machten die ihn Macht gaben.
      In Gegenteil, Imperiale Machten wie noch Gross Brittaniën die ihn fürchteten.
      Genau wie sie das kaiserliche Deutschland fürchteten

      Edward Mead Earle, Ph.D., ‘Turkey, The Great Powers and The Bagdad Railway, A study in Imperialism’, 1923, 1924, New York

      Lawrence R. Pratt, ‚East of Malta, West of Suez‘, London, 1975

    • Was ist denn jetzt mit Ihnen los? Als Deutsche Untergrundkämpfer sich unter Lebensgefahr an Großbritannien um Hilfe für ihren Kampf gegen Hitler wandten, wurde ihnen geantwortet, dass England nicht gegen Hitler kämpfe, sondern gegen Deutschland. Quelle: Wolfgang Eggert, Historiker.

    • Voice
      das Problem war ein Bisschen Anders, die Deutsche gegen Hitler hatten dieselbe Auslandspolitik wie Hitler.
      Weiss nicht genau mehr wo es beschrieben wird.
      Günther W.Gellermann, ‘Geheime Wege zum Frieden mit England…, Ausgewählte Initiativen zur Beëndigung des Krieges 1940/1942’, Bonn 1995
      Fabian v. Schlabrendorff, ‘Offiziere gegen Hitler’, Zürich 1946
      Kurt Glaser, ´Der Zweite Weltkrieg und die Kriegsschuldfrage (Die Hoggan-Kontroverse)’, Würzburg 1965
      Max Klüver, ´Die Kriegstreiber, England’s Politik gegen Deutschland 1937 bis 1939’, Stegen am Ammersee, 1997, 2006
      Konstanze von Schulthess, ´Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, Ein Porträt’, München 2009

    • Wir reden aneinander vorbei, weil Sie nicht beim Thema des Artikels bleiben. Hier geht es um die Person Hitler und seine politisch genutzte Dämonisierung.

    • “ Es galt also, künstlich eine Bevölkerungsgruppe zu erfinden, die man der in Amerika erfundenen Rassenaufartungsmaschine unterwerfen konnte. Die Wahl fiel auf die Juden “

      Diese Unsinn, für mich nicht die Mühe zu wiederlegen.
      Aber, wenn sie daran glauben, lese
      Ismar Schorsch, ‚Jewish Reactions to German Anti-Semitism, 1870 – 1914‘, New York 1972
      Das Buch, geschrieben durch eine Jude, beweist wieder ‚Niemand kann seine eigene Sache verteidigen‘.

    • Ich habe diesen Satz nicht geschrieben, den Sie da zuletzt zitieren und weiß deshalb auch nicht, ob er genau trifft. Aber darum geht es mir auch nicht explizit, wenn ich sage, dass Hitler für die imperialen Mächte der willkommene Idiot war, genauso wie alle anderen Diktatoren, die erst von USA unterstützt und dann fallen gelassen wurden wie zu heiße Kartoffeln.
      Ich muss sie ja wohl jetzt nicht alle aufzählen. Es kam doch ein „Hitler“ nach dem anderen. Das wissen Sie doch aber selbst. Ich weiß ehrlich gesagt, immer noch nicht, was sie bei dieser Diskussion im Sinn haben.
      Das Buch von Ploppa will endlich der breiten Öffentlichkeit nahe bringen, dass Hitler nicht der Allerwelts-Satan gewesen ist, der sich den ganzen faschistischen Rassenwahn ausgedacht hat, sondern dass schon lange lange vorher in der Welt genau solche Kräfte unterwegs waren und entsprechend agierten. Und dafür bin ich dankbar. Der Holocaust ist keine „Singularität“, wie Herr Trautvetter es sieht, sondern ein systemimmanentes Symptom dieser Zivilisation. Was z.B. in der Massentierhaltung geschieht, übertrifft sogar meiner Ansicht nach noch diesen angeblich singulären Holocaust, weil er sogar noch ein mit Gewalt sich ständig neu regenerierender Vorgang ist. Und mit dieser Ansicht stehe ich zusammen mit bekannten Holocaustüberlebenden, einer davon war Martin Niemöller.

  6. Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?

    Ohne Geld keine Revolution, ohne Geld kein Hitler. Wer gab der NSDAP soviel Geld, daß sie innerhalb von zehn Jahren aus dem Nichts an die Macht kommen konnte? Unsere Spurensuche zeigt: Niemand spendete Hitler aus Idealismus Geld. Jeder sah in ihm einfach ein Mittel zum eigenen Zweck. Eine Rezension über das Buch „Der finanzierte Aufstieg des Adolf H.“ von Wolfgang Zdral.

    Geld ist das Brecheisen der Macht. Friedrich Nietzsche

    Bevor wir Hitlers weiteren Aufstieg zur Macht weiterverfolgen, gehen wir hier der Frage nach, wer seine Geldgeber waren. Denn Geld ist das Benzin, nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Weltpolitik. Zu Recht kommentiert das Ministerium des Äußeren im Jahre 1923 über die Nazis: „Wie zum Krieg, so gehört zur Revolution erstens Geld, zweitens Geld, drittens Geld. Ohne Geld keine Revolution.“ :

    Als Adolf Hitler im Herbst 1919 erstmals zur NSDAP stößt, befinden sich in der Parteikasse gerade mal 7 Mark und 50 Pfennig. „Das war ja eine Vereinsmeierei allerärgster Art“, erinnert sich Hitler. „Außer einigen Leitsätzen war nichts vorhanden, kein Programm, kein Flugblatt, überhaupt nichts Gedrucktes, keine Mitgliedskarten, ja nicht einmal ein armseliger Stempel.“1 Hitler bemüht sich um zusätzliches Geld, doch das ist eine frustrierende Arbeit, welche die Parteikasse nach großen Anstrengungen auch nur mit lächerlich geringen 700 Reichsmark füllt.
    (…)
    Es war also keineswegs ein unaufhaltbarer Aufstieg, durch den Hitler an die Macht kam. Um das Jahr 1928 hätte die NSDAP genau so gut wieder untergehen können – wenn da nicht auf einmal beträchtliche Parteispenden gewesen wären, die Hitler die Mittel für gewaltige Propagandaschlachten lieferten.

    Dieser Artikel soll der Frage nachgehen, wer Hitler und der NSDAP wann wieviel Geld aus welchen Gründen gegeben hat – wenn auch diese Frage nicht endgültig zu beantworten ist, da viele Dokumente „verschollen“ und manche Quellen nicht über alle Zweifel erhaben sind.
    (…)
    Der Geschäftsführer einer Münchner Malzkaffeefirma, Hermann Aust, arrangiert daraufhin mehrere Treffen Hitlers mit bayerischen Industriellen. Diese sind beeindruckt und zücken die Geldbörse. Ein Vorarlberger Freund von Dietrich Eckart namens Gansser reist 1923 in die Schweiz und geht die dortigen gut situierten Bürger um Spenden für Hitler an. Hitler wird zu Vorträgen eingeladen und reist mit einem Gesamthonorar von 33.000 Schweizer Franken (zu Inflationszeiten waren ausländische Devisen ein Mehrfaches wert) nach Hause.

    Dietrich Eckart legt auch den Grundstein für einen weiteren Auslandskontakt, der die begehrten Fremdwährungen einbringt. 1919 lernt er Warren C. Anderson kennen, der als Europa-Präsident des amerikanischen Autoproduzenten Ford arbeitet. Konzernchef Henry Fords Abneigung gegen die Juden ist weit herum bekannt; sie geht soweit, daß er sogar ein Buch mit dem Titel „The International Jew“ schreibt, in welchem er den Juden die Schuld an der Misere in Wirtschaft und Politik gibt. Eckart nutzt seinen Kontaktmann zu Ford, und tatsächlich überweist der Autoindustrielle bald darauf Gelder an Hitler und seine Partei.

    Der bekennende Antisemit Henry Ford unterstützt Hitler – 1920
    (…)
    Henry Ford war auch der Herausgeber antisemitischer Schriften wie das Buch „Der internationale Jude – Ein Weltproblem“, eine Zusammenfassung von Artikeln, die 1920 bis 1922 in seiner Haus-Postille, dem „Dearborn Independent“, veröffentlicht wurden. Auch wurde mit seiner finanziellen Unterstützung das Pamphlet, „Die Protokolle der Weisen von Zion“ in viele Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet. Diese Schrift wurden bisher von nahezu allen Geschichtsforschern als Fälschung bezeichnet.

    Ein Bild von Henry Ford hing im Münchner Hauptquartier der NSDAP. Weiterhin überwies die Ford-Werke AG jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Inhaber der Stein Bank war der anglophile (dem englischsprachigen zugeneigt) Kurt Freiherr von Schröder, der auch dem „Freundeskreis des Reichsführers SS“ ein Konto einrichtete. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung, die Nazi-Deutschland an Ausländer zu vergeben hatte.

    Die Ford Motor Company war beteiligt am Aufbau der deutschen Streitkräfte vor dem Zweiten Weltkrieg. 1938 wurde beispielsweise ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, LKWs für die deutsche Wehrmacht herzustellen. Ford produzierte insgesamt 78.000 LKW und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung verschont und dann auch nur wenig beschädigt. In den Ford-Werken wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt, die man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh. 32
    (…)
    Dr. Max Erwin Richter, ein Pseudoadliger mit Revolutionärsblut – 1920
    (…)
    Scheubner-Richter macht sich bei den in Deutschland lebenden rechtsradikalen adligen und reichen Exilrussen beliebt, indem er sie organisiert und zu Treffen einlädt. Diese Exilrussen sind in der Regel russische Rechtsradikale, die vor der Machtübernahme der russischen kommunistischen Bolschewiki 1917, der russischen Oktoberrevolution, geflohen sind. Zur Geldbeschaffung gründete er zwei gemeinnützige Organisationen, weil man solchen leichter spendet als Privatleuten. Zudem setzt er damalige Prominente als Galionsfiguren ein – beispielsweise den bayerischen Aristokraten Freiherr Theodor von Cramer-Klett, Vertreter des Vatikans in Bayern und glühender Faschist.

    Ferner Großfürstin Viktoria Fedorowna, deren Gatte Kirill Ansprüche auf den Zarenthron erhebt, und den einflußreichen General Vasilij Biskupsij, der vor der Oktoberrevolution einer der jüngsten Generäle der russischen Armee gewesen ist. Diesem ist klar, daß Lenin & Co. sich nur mit Waffengewalt aus seinem Heimatland vertreiben lassen, und daher zeigt er sich willig, jenen deutschen Politiker zu unterstützen, der sich als Bolschewisten-Hasser hervortut und in einer kommunistisch-jüdischen Weltverschwörung den Quell allen Übels sieht.
    (…)
    Die „Geldmacht“ USA trifft Kriegsvorbereitungen – seit 1918

    „Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, fanden sie heraus, dass schon seit 1918 Schritte unternommen worden waren, um Deutschland in ökonomischer und industrieller Hinsicht auf einen Krieg vorzubereiten.“ Zu diesem eindeutigen Fazit kamen die Aussagen verschiedener Regierungsbeamter vor dem amerikanischen Kilgore Committee nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Diese Kriegsvorbereitungen vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 gingen zum großen Teil auf die finanzielle Unterstützung der Wall Street zurück, welche in den Zwanziger Jahren mithalf, das deutsche Kartellsystem zu formieren. Zudem stellten bekannte amerikanische Firmen später technisches Know-How zur Verfügung, um die Deutsche Wehrmacht aufzubauen.

    Der dies behauptet, ist kein dubioser Verschwörungshysteriker, sondern ein amerikanischer Professor, Geschichtsforscher und Autor zahlreicher Bücher, der sich auf erstklassiges Primärquellenmaterial stützt: „Wall Street and the Rise of Hitler“ ist eines der vielbeachtetsten Bücher des gebürtigen Engländers Antony C. Sutton (1925-2002). Die finanzielle und technische Unterstützung Deutschlands durch die Wall Street sei weder zufällig noch kurzsichtig geschehen, hebt Sutton hervor.

    Es beginnt mit dem Dawes-Plan – 1924

    „Was jetzt inszeniert wurde, war auch ein Krieg, ein unblutiger, leiser, der die Nationen finanziell ausbluten sollte, um sie auf den rechten Weg einer Welt-Wirtschaft und einer Welt-Finanz unter dem richtigen Dach zu bringen“, kommentiert E. R. Carmin* in seinem Buch „Das schwarze Reich“. Der Anfang allen Übels war der vermaledeite Versailler Vertrag. Seine Verfasser wußten, daß es Deutschland niemals möglich sein würde, die ihm aufgebürdeten, immensen Schulden abzutragen. Vielmehr sollte es nur gerade in der Lage sein, die Zinsen jener gigantischen Summe zu begleichen, auf daß die Schuld selbst niemals kleiner würde, sondern in alle Ewigkeit nur anwachsen und drückender werden könne.
    (…)
    Rockefeller und die Standard Oil Company

    John D. RockefellerEin weiterer großer Bezin-Lieferant für die Nationalsozialisten war natürlich die Standard Oil Company des Amerikaners John D. Rockefeller. Er galt durch seine Unternehmungen als der reichste Mann seiner Zeit und erreichte monopolartige Machtstellungen. Sein damaliges Vermögen betrug rund 900 Millionen Dollar (1913), was 2001 etwa einem Wert von 200 Milliarden Dollar entsprach. Damit war John D. Rockefeller der reichste Mann, der jemals gelebt hat.

    Rockefeller und das Ludlow-Massaker von 1914

    John D. Rockefeller baute in der Kleinstadt Ludlow eine Siedlung, konzerneigene Wohnhäuser, die den Arbeitern gegen Lohnabzug zur Verfügung gestellt wurden. Im Jahr 1914 kam es, wie an anderen Orten, unter den Arbeitern von Ludlow zum Wunsch einer Gewerkschaftsbildung. Nach der Ablehnung Rockefellers riefen sie einen kontrollierten Streik aus, bei dem rund 70% die Arbeit niederlegten.

    Daraufhin entzog Rockefeller mitten im Winter seinen Arbeitern das Wohnrecht, indem er sie mit sofortiger Wirkung entließ. Die Häuser der Familien, die sich weigerten die Wohnung zu verlassen, wurden in Brand gesteckt. Zahlreiche Kinder und Frauen verbrannten. Als der Rest der Arbeiter vertrieben werden sollte, kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen den Arbeitern und der von Rockefeller bezahlten Miliz. Diese verübten kurzerhand Selbstjustiz, bei der über 45 Arbeiter ihr Leben verloren. Das grausame Treiben wurde erst beendet, als US-Präsident Woodrow T. Wilson nach 10 Tagen durch die Entsendung der Armee dem Massaker ein Ende setzte.

    Die Rockefeller Foundation

    Um sein Ansehen in der Öffentlichkeit wiederherzustellen, verteilte Rockefeller großzügige Spenden in unterschiedlichen Bereichen. Rockefeller gründete Stiftungen, soziale Einrichtungen und begründete die „Rockefeller-Foundation“ die noch bis heute Bestand hat. 44 45

    Die amerikanische Hilfe für die deutsche Aufrüstung erstreckt sich noch auf weitere Gebiete. In Hitlerdeutschland sind die zwei größten Hersteller von Panzern Opel, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der amerikanischen General Motors, die wiederum von J. P. Morgan kontrolliert wird; sowie die Ford AG, eine Tochtergesellschaft von Henry Fords Ford Motor Company in Detroit.
    (…)
    etc.

    http://sauber.50webs.com/kapital/

Hinterlasse eine Antwort