Buchvorstellung „Die Mega Manipulation“ | Von Ullrich Mies

Ideologische Konditionierung in der Fasadendemokratie

Eine Buchvorstellung vom Herausgeber Ullrich Mies.

Sowohl Titel als auch Untertitel dieses Buches liegen drei Behauptungen zu Grunde:

1. Mega-Manipulationen finden statt.

2. Die Öffentlichkeit wird ideologisch konditioniert.

3. „Wir“ leben in einer Fassadendemokratie.

Mega-Manipulation? Schon wieder eine dieser maßlosen Übertreibungen, Luft- und Fake-Nummern, um die Öffentlichkeit auf das falsche Gleis zu lenken? Um Verschwörungstheorien zu verbreiten? Und mit der Einordnung „unserer“ Demokratie als Fassadendemokratie sogleich das ganze politische System und seine Repräsentanten zu verunglimpfen?

Für die ersten beiden Behauptungen liefern die Autorinnen und Autoren dieses Buches hinreichende Anhaltspunkte. Generell stellt sich aber die Frage: Warum finden Manipulation und Propaganda überhaupt statt, wenn „wir“ — wie immer behauptet — in gut funktionierenden westlichen Demokratien leben? Und was sagt es über die Qualität der Demokratie aus, wenn sich die sogenannten Repräsentanten des Volkes und die Regierungen des „freiheitlichen Westens“ für ihre kranke Politik die Zustimmung ihrer Völker nur noch mit Hilfe von Manipulationen und Propaganda sichern können? Und was bedeutet es, wenn zumindest Teile der Öffentlichkeit dennoch erkennen, dass Politik nahezu ausschließlich gegen die überwiegende Mehrheit betrieben wird und ihre Lebensrealität mit den propagierten Narrativen nicht in Einklang zu bringen ist? Sind „wir“ dann nicht bereits in einer neuen Herrschaftsform angekommen? Ist die gezielte Verwirrung und die tägliche Gehirnverschmutzung des „Souveräns“ nicht der eindeutige Beweis für den Fassadencharakter der westlichen Demokratien?

Kurz vor Fertigstellung des Buches überraschten uns die Herrschenden mit einem transnationalen Ausnahmezustand im Zusammenhang mit der ausgerufenen Corona-Pandemie. Seit Ende Februar 2020 haben sie nun die Gewissheit, dass sie breite Massen mit der Herstellung von Angst jederzeit unter Kontrolle haben, sie psychologisch perfekt steuern und in lemminghaftes Panik-Verhalten versetzen können. Die Autoritätshörigkeit der Massen ist beklemmend, ebenso ihre angstgesteuerte Bereitschaft, auf alle bürgerlichen Freiheiten zu verzichten. Sie glauben ausgerechnet den Zentren der Macht und stellen sich nun bereitwillig unter den Schutz derjenigen, von denen sie seit Jahrzehnten verraten, ausgeplündert und kujoniert werden.1

Als Machttechnik ist die Erzeugung von Angst sehr viel wirksamer als eine Manipulation von Meinungen. […] Angst ist dabei eines der stärksten Gefühle; sie ist ein Grundaffekt unserer Psyche [….].“2

Regierungen lieben Krisen, denn wenn die Menschen Angst haben, sind sie eher bereit, Freiheiten gegen das Versprechen aufzugeben, die Regierung werde sich um sie kümmern. Nach dem 11. September haben die Amerikaner zum Beispiel die fast vollständige Zerstörung ihrer bürgerlichen Freiheiten durch die hohlen Sicherheitsversprechen des PATRIOT-Gesetzes akzeptiert. […] Der Wahnsinn über das Coronavirus beschränkt sich nicht nur auf Politiker und die medizinische Gemeinschaft. Der Chef des neokonservativen Atlantikrats hat diese Woche einen Leitartikel geschrieben, in dem er die NATO auffordert, eine Kriegserklärung nach Artikel 5 gegen das COVID-19-Virus zu verabschieden! Werden sie Panzer und Drohnen schicken, um diese mikroskopisch kleinen Feinde auszulöschen?“3

Die neoliberale Konterrevolution hat im Bildungswesen und damit im Bewusstsein der Massen erhebliche Spuren hinterlassen4, sie für apolitisches, kritikloses Verhalten und autoritäre Konzepte empfänglich gemacht und zu einer tiefgreifenden kollektiven Verdummung geführt.5 Die erschütterndste Erkenntnis aus der Corona-Krise ist jedoch das freigelegte deutsche „Kulturgut“ des Untertanengeistes zahlloser Zeitgenossinnen und -genossen.

Die Massenmedien als sogenannte 4. Gewalt im Staate sind gescheitert. Sie haben ihre degoutante und servile Nähe zu Regierungen, Großkonzernen, NATO-Militärapparaten und dem marktradikalen EU-Projekt tausendfach bewiesen. Dasselbe gilt für eine Vielzahl sogenannter sozialer Medien und NGOs als nützliche Helfer der Machtzentren.

Die sogenannten sozialen Medien haben Wege eröffnet, die verbliebenen Reste argumentationsbasierter Kommunikation aus den Köpfen zu spülen und ein Rauschen zu erzeugen, das Machtverhältnisse einer rationalen Verstehbarkeit entzieht und somit unsichtbar macht.“6

Als kritische Begleiter des Zeitgeschehens und Kontrolleure der Mächtigen sind die Massenmedien ausgeschieden. Bis weit ins konservative Lager hinein haben sie ihre Glaubwürdigkeit verspielt und sind zur „Fünften Kolonne“7 der Machtzentren degeneriert. Über die Manipulation der Bevölkerung durch die Massenmedien wurden in den letzten Jahren viele wertvolle Bücher und Beiträge geschrieben sowie Videos erstellt. Trotz alledem hat sich bis heute am intellektuellen Niedergang der Mainstream-Medien und an der beschämenden Konformität der Öffentlich-rechlichen nichts geändert. Im Dauergefecht gegen ihre Kritiker werden allein die Rechtfertigungen immer dummdreister, Ignoranz und arrogante Attitüde immer unerträglicher. Fakt, nicht Fake ist: Die Wagenburg der Mächtigen und ihrer opportunistischen medialen Hilfstruppen rückt immer enger zusammen. Wer weiß, wem die mediale Megamaschine gehört, auf wen sie hört und von wem sie kontrolliert wird, erwartet ohnehin nichts anderes.

Schockstrategie und Staatsstreich

War der Shutdown ganzer Nationalstaaten als Folge der von der WHO ausgerufenen Pandemie gerechtfertigt? Den totalen Shutdown ohne Rücksicht auf Verluste und kollektive Folgen anzuordnen, deutet jedoch auf ganz andere Absichten hin. Dies gilt insbesondere dann, wenn er, wie vom deutschen Zentral-Regime verordnet, mit dem Inlandseinsatz des Militärs gekoppelt wird.8 Die politischen Hardliner innerhalb des deutschen Regimes konnten nun endlich den lang herbeigesehnten Inlandseinsatz des Militärs realisieren. Dieser Einsatz wäre gar nicht erforderlich, wenn das Regime im Laufe der neoliberalen Revolution zivile Sozialdienste und die Polizei nicht finanziell und personell ausgetrocknet hätte.

Den westlichen Machtzentren geht es offensichtlich vor allem darum, das heißgelaufene, toxisch-dystopische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem des marktradikalen Kapitalismus mit seinen schmarotzenden Reichen, seinen Polit-, Militär- und Sicherheitskomplexen irgendwie aufrecht zu erhalten, um die Zivilgesellschaften als Wirtskörper weiter aussaugen zu können.9 Zusätzlich nutzen sie die Gelegenheit, die Überwachung10 der Menschheit zu perfektionieren. Dass die Herrschaftszentren nun im Rahmen von Corona Mitmenschlichkeit und gesellschaftliche Solidarität entdecken, ist bestenfalls lächerlich. Seit Jahrzehnten beweist ihr Treiben das genaue Gegenteil. Wenn die Regierungen in den letzten Dekaden etwas für die „Mitmenschlichkeit“ hätten tun wollen, dann hätten sie unzählige Gelegenheiten dazu gehabt.

Die Corona-Krise wird dazu instrumentalisiert, ein mit allen Machtbefugnissen ausgestattetes diktatorisches Gesundheitswesen zu etablieren, das den Macht-„Eliten“ jederzeit Hebel in die Hände gibt, sämtliche Verfassungsgrundsätze und Bürgerrechte zu suspendieren beziehungsweise ganz abzuräumen. Versammlungen, Kulturveranstaltungen, Demonstrationen können so unter grotesken Vorwänden verboten werden, auch wird der Durchgriff einer modernen Diktatur bis in die Privatsphäre möglich. Im Schatten der Krise werden Politiken exekutiert, die sonst niemals hätten durchgesetzt werden können.11

Die repressiven Gesundheitsvorkehrungen sind vor allem ein Mittel, um Kritik nicht öffentlich werden zu lassen. Es geht im Corona-Regime-Zeitalter offensichtlich darum, den Widerspruch gegen die exekutiven Maßnahmen zu unterdrücken. Wenn dabei Legislative und Judikative, Parlamente und Gerichte mitmachen, haben wir eine totalitäre Situation. Die Gewaltenteilung besteht nicht mehr.12

Tatsache ist: Die parteienbasierte parlamentarische Demokratie repräsentierte noch nie die Interessen der breiten Bevölkerung. Sie war ein stets gegebenes, aber nie eingehaltenes Versprechen. Die Corona-Krise hat die Zustände noch radikalisiert, die parlamentarische Demokratie ist damit auf breiter Linie kollabiert.

Die herrschende Politkaste Deutschlands hat ihre Ziele mit Hilfe eines totalitären Gesundheitsregimes verwirklicht. Die Herrschaftszentren in den westlichen Fassadendemokratien haben sich mit der Corona-Krise Luft verschafft, um die Spielfiguren auf dem Schachbrett der Macht und der Weltherrschaft neu zu ordnen. Die Zwangsmaßnahmen ermöglichten es den Regierungen, das komplette Wirtschafts- und soziale Zusammenleben durch den präventiven Ausnahmezustand zu kontrollieren.13 Die Corona-Krise ist der „Impulsgeber“, nicht die Ursache für den absehbaren Kollaps des internationalen Finanz- und Wirtschaftssystems.14

Bei der Corona-Krise handelt es sich offensichtlich um eine zentral orchestrierte Schockstrategie mit dem Ziel, die Gesellschaften in kollektive Angststarre zu versetzen. Naomi Klein hat bereits vor 13 Jahren in ihrem Buch „Die Schockstrategie“15 eindrucksvoll beschrieben, wie die Herrschaftszentren Krisen ausnutzen, Gesellschaften unter Schock setzen, um ihnen dann innerhalb klar gesetzter Zeitfenster die „unumkehrbaren Veränderungen“, das heißt, die „Schockbehandlungen“ aufzuherrschen. Es geht um Steuerkürzungen für Reiche, Freihandel, Einschnitte bei den Sozialausgaben, Privatisierungen und Deregulierungen aller Art sowie Umstrukturierungen der Wirtschaft im Schnellfeuertempo. Ganze Branchen werden abgeräumt.16

Diese Schockbehandlung empfahl Milton Friedman — einer der „Chicago-Boys“ — unter anderem der faschistischen Diktatur unter Augusto Pinochet, um den Staat an Privatinvestoren zu verfüttern, solange sich die Bürger vom Schock noch nicht erholt hatten.

Nur eine Krise […] führt zu echtem Wandel. Wenn es zu einer solchen Krise kommt, hängt das weitere Vorgehen von den Ideen ab, die im Umlauf sind. Das ist meiner Ansicht nach unsere Hauptfunktion: Alternativen zur bestehenden Politik zu entwickeln, sie am Leben und verfügbar zu halten, bis das politisch Unmögliche politisch unvermeidlich wird.“17

In einem aktuellen Beitrag vom März 2020 äußert sich Naomi Klein ebenfalls zur Corona-Krise.18

Wir kennen das Drehbuch. Als wir 2008 das letzte Mal eine globale Finanzkrise erlebten, waren die gleichen schlechten Ideen für freie Firmenrettungsaktionen erfolgreich, und normale Menschen auf der ganzen Welt zahlten den Preis dafür. Und selbst das war völlig vorhersehbar. Vor dreizehn Jahren schrieb ich ein Buch mit dem Titel ‚Die Schockstrategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus‘, in dem eine brutale und immer wiederkehrende Taktik rechter Regierungen beschrieben wird. Nach einem schockierenden Ereignis — einem Krieg, einem Putsch, einem Terroranschlag, einem Marktcrash oder einer Naturkatastrophe — nutzen sie die Desorientierung der Öffentlichkeit aus, setzen die Demokratie außer Kraft, setzen eine radikale Politik der freien Marktwirtschaft durch, die das 1 % [der Superreichen und Reichen, U.M.] auf Kosten der Armen und der Mittelklasse bereichert. Aber hier ist, was meine Forschung mich gelehrt hat. Schocks und Krisen gehen nicht immer den Weg der Schockdoktrin. Tatsächlich ist es möglich, dass eine Krise eine Art Evolutionssprung auslöst. Denken Sie an die 1930er Jahre, als die Weltwirtschaftskrise zum New Deal führte.“19

Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, so Clausewitz. Der laufende Informationskrieg gegen die Öffentlichkeit ist die Fortsetzung der Politik eines Bündnisses zwischen internationalem Finanzkapital, Big-Media und der transnationalen diktatorischen Führungselite globaler Governance. 2020 befindet sich die westliche Welt im Häutungsprozess von einer postdemokratischen Fassadendemokratie mit noch bürgerlichen Freiheiten hin zu einem (proto-)faschistischen System, dessen schlussendliche Verfasstheit noch nicht offen zutage liegt.20

Die dystopische NEW WORLD ORDER, die die Zentren der Macht für die Menschheit vorgesehen haben, kann sich nur dann entfalten, wenn die Kräfte der Vernunft kapitulieren.21

Vorstellung der Autorenbeiträge

Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes analysieren an einigen Beispielen die unglaubliche Perfidie der Bewusstseins-Manipulationen. Die Massenmedien sind oft nur Verteilerstationen von Narrativen. Die eigentlichen Akteure und Dirigenten der Gehirnverschmutzung sind jedoch die Unternehmen der PR- und Propaganda-Industrie, die im Auftrag von Konzernen, Regierungen, NATO, einzelstaatlichen Militärapparaten und Geheimdiensten operieren. Deren Narrative werden „von oben“ eingespeist und über die Massenmedien schließlich zu Mega-Manipulationen. Damit ist nicht gesagt, dass die Medienmeute nicht auch ihre eigenen Narrative produziert oder vorauseilend der Herrschaft dienlich ist. Vor allem wird es dann hoch problematisch, wenn die verfälschte oder erlogene Erzählung zur einzig denkbaren Wahrheit wird. Dann ist die Gehirnverschmutzung als Massenphänomen perfekt. Allerdings ist es ein Ding der Unmöglichkeit, die unzähligen Aspekte möglicher Manipulationen, denen Menschen ausgesetzt sind, in nur einem Buch zu behandeln.

1. Ein Kompass für den Souverän

Mit dem Beitrag „Neoliberale Konterrevolution als Herrschaftsprojekt“ leite ich den Sammelband ein.

Wenngleich zahllose Veröffentlichungen über die vom Neoliberalismus angerichteten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Verheerungen vorliegen, weiß der überwiegende Teil der Öffentlichkeit immer noch nicht, was Neoliberalismus im Kern bedeutet. Die permanente Desinformation führte dazu, dass sich nur wenige ein Gesamtbild der zerstörerischen Dynamiken machen können.

Caitlin Johnstone beschreibt in ihrem Beitrag „Zwölf Tipps zu einem besseren Verständnis der Welt“, wie es ihr gelungen ist, im Meer gezielter geistiger Verwirrung durch Medien- und Regierungspropaganda eine klare Orientierung zu behalten und „ihren Kompass“ zu justieren.

Matthias Burchardt schreibt in seinem Artikel „Die große Manipulation — Wegbereiterin des Totalitarismus“, dass die Menschheit an der Schwelle zu dramatischen Umbrüchen steht. Nach Burchard kündigen sich soziale, militärische, ökonomische und ökologische Katastrophen an. Die Herrschaft in den sogenannten westlichen Demokratien wandelt sich nach seiner Auffassung vom verdeckten Regieren durch Tiefenstrukturen zu einem manifesten Totalitarismus.

Der zweite Beitrag von Caitlin Johnstone „Was ehrbare Bürger und was verrückte Verschwörungstheoretiker glauben“ ist eine Satire. Sie stellt klar, dass alle, die den Kurs ihrer Regierung hinterfragen, immer schon als „verrückte, dumme Verschwörungstheoretiker“ galten. „Kluge, aufrechte Bürger“ hingegen folgen autoritätshörig stets dem Kurs ihrer „gesetzestreuen und integren“ Regierung.

2. Im Sumpf der Fassadendemokratie

In meinem Beitrag „Gehirnverschmutzung im Zeitalter der Gegenaufklärung“ gehe ich der Frage nach, welche Akteure jenseits der Mainstream-Medien die Herrschaftsgedanken in die Köpfe der Öffentlichkeit einspeisen. Hier stelle ich einige wichtige Vertreter der Public Relations- und Propagandaindustrie vor und gebe Hinweise, wie sie operieren. Diese Industrie arbeitet heute mit ausgefeilten Manipulationstechniken und dient den ökonomischen, militärischen und politischen Machtzentren als Dienstleister.22 Der Informationskrieg gegen die Öffentlichkeit läuft auf Hochtouren.

Chris Hedges untersucht in seinem Beitrag „Vorwärts — christliche Faschisten“ den wachsenden Einfluss christlicher Sekten unter der Präsidentschaft Donald Trumps. Hedges bezeichnet sie als „christliche Faschisten“, die maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke des Landes nehmen und damit indirekt auf den Lauf der Dinge in der gesamten „westlichen Wertegemeinschaft“. Nach Hedges ist das größte moralische Versäumnis der liberalen christlichen Kirche, die Anhänger der christlichen Rechten nicht konsequent als Betrüger, Scharlatane, Demagogen und Anhänger des Obskurantismus zu entlarven. Nach dem Glauben der christlichen Faschisten sei die weiße Rasse, vor allem in den Vereinigten Staaten, der auserwählte Vertreter Gottes. Imperialismus und Krieg seien ihre göttlichen Instrumente, um die Welt von Ungläubigen und Barbaren, ja dem Bösen selbst, zu reinigen.

Roland Rottenfußer analysiert in seinem Beitrag „Die Zeitgeistmacher“, warum PR-Phrasen nicht immer leicht zu erkennen sind. Dies gelte insbesondere, wenn sie als allgemein gültige Weisheitssprüche daherkommen wie „Sozial ist, was Arbeit schafft“, „Deutschland geht es gut“, „Leistung muss sich lohnen“, „Wir müssen Humanität und Härte vereinen“. Immer habe politische Propaganda versucht, das weltanschauliche Paradigma einer Epoche in ihrem Sinne zu beeinflussen. Wenn der Boden auf diese Weise bereitet sei, ließen sich dem „Souverän“ auch harte politische Maßnahmen leichter verkaufen. So würden Menschen dazu verführt, ihrer eigenen Entrechtung widerstandslos zuzustimmen.

Yana Milev beschreibt in ihrem Interview mit Beata Arnold „Kriegsrecht und Politagenda im Corona-Ausnahmezustand“, dass „Coronadie Republik in einen Ausnahmezustand versetzt hat. Es würden rechtsfreie Räume geschaffen, in denen schließlich neoliberale Umverteilungen stattfinden. Die Situation erinnere sie an den Gesellschaftsumbau der DDR nach der Wende, aber auch an vieles, was nach 9/11 geschah. Eine zentrale Regierungsstrategie, auch in Deutschland, sei die Strategie der Täuschung und Tarnung. Hinter einer massenpsychologisch wirksamen PR-Fassade spiele sich der Gesellschaftsumbau durch Privatisierungen ab. Es gehe um Marktbereinigungen durch Umwälzungen und Übernahmen.

3. Feindpropaganda, Kriegslügen und parasitärer Militärkomplex

Tilo Gräser beschreibt in seinem Artikel Mediale Propaganda als Begleitmusik zu Intervention und Krieg“, dass Kriege wie ein Film vorbereitet und orchestriert werden und geht dabei auf Drehbuch, Dramaturgie und Regie ein. Hierzu gehören einige Darsteller auf der Bühne, Statisten und die begleitende Filmmusik. Damit beschreibt er einige grundlegende Mechanismen der Kriegstreiber. Die Ereignisse in Libyen 2011 und in Syrien seien dafür bis heute ebenso Beispiele wie die in Jemen. Auch die Einstimmung des Publikums auf neue „Kriegsschauspiele“ gegen den Iran und Russland gehörten dazu.

Wolfgang Effenberger nennt seinen Beitrag „Wie uns die transatlantischen Herrschaftscliquen in neue Kriege lügen“. Zahllose Manipulationen, deren politische Wirkungen sich erst viel später entfalten, gehen auf Entscheidungen zurück, die Jahre, bisweilen Jahrzehnte zurückliegen und von langer Hand vorbereitet wurden. Dazu zählen zum Beispiel das Zerlegen des früheren Jugoslawiens und die zielgerichtete Re-Installation der NATO nach 1990, insbesondere deren Osterweiterung, sowie der systematische Aufbau Russlands und Chinas als neue Feinde des Westens. Umfangreiche Propagandaoperationen begleiteten diese Prozesse. Wer tief in die organisierte Friedlosigkeit des „freien Westens“ eintaucht und die Neubelebung des Kalten Krieges verfolgt, landet schnell in den Abgründen der US-amerikanischen Welteroberungsmission, von Regierungskriminalität und Vasallengefolgschaft. Die USA und ihre „Partner“ bereiten den großen Krieg gegen Russland vor, den führende US-Militärs für unausweichlich halten.23

Nicolas Riedl und der Herausgeber schildern in ihrem Beitrag „Wir.dienen.nicht.Deutschland “, wie die Merkel-Regierung und das sie tragende Parteienkomplott gegen breite Teile der Bevölkerung regieren wie keine andere deutsche Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg. Als „Krönung“ ihrer Regentschaft betreibe das Regime die Militarisierung des öffentlichen Raumes mit großem Enthusiasmus. Die gigantische Aufrüstung der Bundeswehr sowie die mediale Kriegstreiberei gründeten auf einer beispiellosen Propaganda. Hierzu würden dutzende Millionen Euro an Steuergeldern verprasst. Die beauftragten PR-Agenturen hätten die Aufgabe, Militär, Soldatsein, Kriegsvorbereitungen und Krieg als Selbstverständlichkeiten staatlichen Handelns in die Köpfe der Menschen zu hämmern. Ziel der Propagandaoperationen sei, „junges, frisches Kanonenfutter“ für die imperialen Ressourcen- und Handelskriege der sogenannten freien Welt im Allgemeinen und Deutschlands im Besonderen zu gewinnen.

4. Staatsterrorismus, Geheimdienstoperationen und Attentate

Kees van der Pijl und Jens Bernert befassen sich in ihren Beiträgen mit der Frage, wie Geheimdienste Lügen konstruieren, welche Kräfte daran beteiligt sind und wie diese Lügen schließlich Eingang in die Massenmedien finden und zu dominanten Narrativen aufgeblasen werden. Den herrschenden westlichen „Eliten“, ihren Geheimdiensten und transatlantischen Kriegsenthusiasten ist keine Niedertracht, Manipulations- und Propaganda-Operation zu schmutzig, um ihre geopolitischen Ziele zu erreichen.

Kees van der Pijl schreibt zum Thema „MH17-Prozess — Rechtsprechung als politisches Theater“. Um den Kalten Krieg 2.0 zu entfachen, hätten sich geheimdienstlich operierende Netzwerke mit dem Ziel herausgebildet, den Propagandakrieg im Untergrund zu führen. Dieser Informationskrieg richte sich vor allem gegen die Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen ideologisch konditioniert werden, um Russland aber auch China als Feinde des „freien Westens“ zu begreifen. Der MH17-Abschuss und seine juristische Bearbeitung spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. In dieser schmutzigen Unterwelt mit vielen Akteuren komme dem britischen Geheimdienstkomplex eine führende Rolle zu.

Jens Bernert überschreibt seinen Beitrag „Britische Qualitätspropaganda“ und ist davon überzeugt, dass Großbritannien in allen Techniken und Methoden der Desinformation immer noch Spitzenreiter, ja Weltmacht ist. Viele Geschichten und bekannte Akteure der aktuellen westlichen Propaganda hätten einen britischen Hintergrund, unter anderm die Skripal-Story, die Weißhelme und Bellingcat. Auch die BBC sei ebenfalls mit von der Partie, wenn es um Propaganda-Artefakte gehe. Die britische Einheit für Internetkriegsführung, die 77. Brigade mit ihren 1.500 Soldaten, gehöre ebenfalls zum Propaganda-Zoo. Auch auf die Verleumdung von WikiLeaks-Gründer Assange werde die Öffentlichkeit ideologisch „eingeschworen“.

Viele Skandale und klandestine Verbrechen der Machtzentren kommen bisweilen erst nach Jahrzehnten —oder aufgrund von Geheimhaltung niemals — ans Tageslicht. Die meisten bleiben im Nebel von Geheimdienstplots oder organisierter Regierungskriminalität, wie Moritz Enders am Beispiel des Papstattentats 1981 und Ernst Wolff am Fall des 1989 ermordeten Bankiers Alfred Herrhausen aufzeigen. In beiden Fällen war das Attentat selbst weniger von Bedeutung als die ausgesendete Sub-Botschaft, die ihre Wirkung nicht verfehlte.

Moritz Enders stellt seinen Beitrag unter den Titel „Das Papstattentat 1981 — Fallbeispiel einer Medienmanipulation“. Eine Vielzahl von Geheimdiensten hatten ihre schmutzigen Finger im Papstattentat, vor allem im späteren cover-up. Plumpe Lügen seien nur etwas für Dilettanten. Derartige Operationen würden akribisch vorbereitet und nach der Durchführung würde ein ganzes Gestrüpp an Spuren ausgelegt, um die kriminalistische und investigativ-journalistische Arbeit maximal zu erschweren oder totlaufen zu lassen.

Ernst Wolff zeigt in seinem Beitrag „Der Herrhausen-Mord — Fiktion und Wirklichkeit“ auf, dass die Ermordung des Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen ein anschauliches Beispiel dafür ist, wie Mega-Manipulation funktioniert. Über Jahrzehnte hätte eine Einheitsfront aus Politik, Medien und Behörden entscheidende Fragen zu den Hintergründen des Verbrechens ausgeklammert, hielte verbissen an falschen Darstellungen fest und unterschlüge unbestreitbare Fakten. Nach Wolff lohnt es sich, den Dingen noch Jahrzehnte später auf den Grund zu gehen. Auch wenn eine sorgfältige Rekonstruktion der Vorgeschichte die Frage nach den Tätern nicht beantworten könne, so könne man dennoch einen Teil der Interessenkonflikte aufdecken, die möglicherweise der Grund des Attentats waren.

5. Mentaler Laufstall und moderne Inquisition

Wie die Zentren der Macht und ihre Hofschranzen mit „Abweichlern“ umgehen, ist der Öffentlichkeit in aller Regel unbekannt. Wissenschaftler, Journalisten und Kulturschaffende, die die herrschenden Narrative hinterfragen oder kritisieren, wissen das aber sehr wohl. Sie werden drangsaliert, schikaniert, aus ihren Berufen gedrängt und um ihre Reputation oder sogar Existenz gebracht. Das ist der Preis, den Menschen zu bezahlen haben, wenn sie sich in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft der Wahrheit verpflichtet fühlen und mit den Machtzentren und ihren Hofschranzen anlegen. Zahllose Opfer dieser Machenschaften können ein Lied davon singen. Besonders kritisch wird es für diejenigen, deren Kritik in die Tiefe geht, oder die sogar auf Kollisionskurs mit Militär- und Geheimdiensten geraten. Ein bezeichnendes Beispiel für den realen undercover-Krieg gegen Kritiker der herrschenden Zustände ist jener Wissenschaftler, den ich um einen Beitrag für dieses Buch bat und der mir folgendes antwortete:

Wenn Sie etwas schreiben, das in irgendeiner Hinsicht vom US-amerikanischen/britischen Diskurs abweicht, wird die Kampagne gegen Sie grausam und rücksichtslos sein, und je mehr Sie als Gelehrter anerkannt sind, desto brutaler wird der Versuch sein, Sie zu diskreditieren. Wenn Sie ein Buch in einem Bereich veröffentlichen, das mit Sicherheit einige Diskussionen auslösen wird, ist es sehr schwierig, an einer zweiten Diskussion teilzunehmen, die dann dazu benutzt wird, die erste zu diskreditieren. Schreiben ist in diesem Sinne ein Balanceakt, und wenn Sie ein Wort sagen, das ‚kontrovers‘ ist, wenn Sie einen Schritt über den schmalen Grat hinausgehen, werden Sie in die dunkle Welt der ‚Verschwörung‘ fallen, dort, wo Sie niemand mehr ernst nimmt. Das ist die Logik der ‚öffentlichen Sphäre‘ von heute. Die öffentliche Sphäre im Habermas’schen Sinne gibt es nicht mehr, und in einem kleinen Land oder einem kleinen Dorf, in dem die soziale Kontrolle keinen Raum für einen divergierenden Diskurs bietet, ist es sehr schwierig. Das System ist wie eine Zentrifuge: Wenn man seine Füße nicht genau in die Mitte stellt — das heißt auf die offiziell anerkannte ‚Wahrheit‘ — dann verschwindet man ganz einfach.“

Was der Wissenschaftler hier beschreibt und erfahren hat, gilt in der einen oder anderen Form heute für zahllose Kritikerinnen und Kritiker der herrschenden Zustände. Eine gruselig-stickige Atmosphäre hat sich wie Mehltau über das Land gelegt, viele wagen wegen zu befürchtender Nachteile kaum mehr, den Mund aufzumachen. Wer in Deutschland den schmalen Korridor des gestatteten mentalen Laufstalls und den verordneten Tunnelblick verlässt, bekommt es nicht nur mit seinem Arbeitgeber oder sonstigen Kräften zu tun, sondern unter Umständen mit einem sehr spezifischen deutschen Phänomen: der zur Transatlantifa mutierten Antifa.

Vielen Nonkonformisten und Whistleblowern wurden Karriere, Existenz oder Reputation zerstört, einige landeten wegen ihrer Wahrheitstreue in Gefängnissen, weil sie den Mund nicht halten wollten. Wahrheitssuche ist auch in den sogenannten westlichen Demokratien mit massiven Risiken für diejenigen verbunden, die sich mit den Zentren der Macht anlegen. Daniele Ganser, Aktham Suliman und Claudia Zimmermann gehören zu ihnen. John Pilger berichtet in einem Interview, wie die Krakenarme der Macht bis tief in die korrupte Justiz seinen Freund Julian Assange terrorisieren, Andrea Drescher, wie die sogenannte Transatlantifa Andersdenkende zu unterdrücken versucht.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001, kurz 9/11, erschütterten vor bald 20 Jahren nicht nur die USA, sondern die ganze Welt. Selbstverständlich müssen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Geschichte, Politik, Physik und Architektur der Frage nachgehen, was an diesem Tag wirklich geschah. Die Kernfrage lautet seit vielen Jahren: Wurden die Gebäude WTC1, WTC2 und WTC7 in New York gesprengt, oder sind diese drei Hochhäuser aufgrund von Feuer eingestürzt? Daniele Ganser berichtet in seinem Beitrag „Wahrheitsforschung mit Konsequenzen: Wer in der Schweiz 9/11 untersucht, ruiniert seine akademische Karriere“, was er im Rahmen seiner Wahrheitssuche erlebte und dass diese mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden ist.

John Pilger äußert sich in seinem Interview „Der globale Krieg gegen Assange, Dissens und den Journalismus“ über die Verfolgung von Julian Assange und den rasanten Niedergang des investigativen Journalismus im aufkommenden autoritären Staat. Er spricht mit seinen Interviewpartnern Dennis J. Bernstein und Randy Credico darüber, was mit dem Gründer und Herausgeber von WikiLeaks passiert und dass seine Verfolgung der Anfang vom Ende des modernen investigativen Journalismus sein könnte. Seit Assanges medienwirksamer Verhaftung und Einkerkerung in ein britisches Hochsicherheitsgefängnis wurden Journalisten und Informanten verfolgt und verhaftet, ihre Dokumente und Festplatten in den USA, Frankreich, Großbritannien und Australien beschlagnahmt.

Aktham Suliman war viele Jahre in führender Position für den Nachrichtensender Al-Jazeera tätig. Der Sender sollte der Stimme der Araber in einer westlich dominierten Medienwelt Gehör verschaffen. Doch der anfänglich vielversprechende Aufstieg des Senders Mitte der 1990er Jahre endete nicht nur für den Autor, sondern auch für viele andere arabische Journalisten und Millionen Zuschauer mit einem bösen Erwachen. Innerhalb nur weniger Jahre entpuppte sich Al-Jazeera als ein weiterer Propaganda-Sender und unterschied sich damit kaum noch von staatlichen arabischen Sendern und von westlichen Mainstream-Medien. Aktham Suliman berichtet in seinem Beitrag „Al-Jazeera und der Syrienkrieg Fake ist nicht Fake genug, Innenansichten eines ehemaligen Al-JazeeraJournalisten“ über die Wandlungen des Senders, die der Grund für seinen Ausstieg waren.

Andrea Drescher setzt sich in ihrem Artikel „Wenn Linke zu Rechten und Juden zu Antisemiten werden — Die Macht der antideutschen Transatlantifa“ mit diesen Kräften auseinander. Diese Transatlantifa ist davon überzeugt, dass der christlich-faschistischeWelteroberungs- und Kriegsstaat USA und die ultrarechte, demokratisch bemäntelte Militärdiktatur Israel im weltweiten Kampf gegen den Faschismus an der vordersten Front kämpfen. Darum haben sich die intellektuell verwirrten Schutzengel selbst ermächtigt, gegen Kritikerinnen und Kritiker der USA und Israels vorzugehen. Die Transatlantifa als nützlicher Helfer der Weltkriegstreiber weiß genau, was gesagt werden darf, sie weiß vor allem, wer als Faschist und Antisemit anzusehen ist und wer nicht. „Antisemit“ ist nach ihrer verquasten Logik, wer gegen die USA oder Israel aufmuckt. Dass diese selbsternannte Meinungspolizei dabei immer häufiger Juden, Marxisten und Antifaschisten angreift, zeugt von ihrer Totalverwirrung.

Für Claudia Zimmermann, früher Freie Mitarbeiterin des WDR, hatte ein Fernsehauftritt in den Niederlanden im Januar 2016 fatale Folgen. Sie hatte insbesondere gesagt, von den Rundfunkanstalten werde mehr oder weniger offen erwartet, dass sie regierungsfreundlich berichten. So viel Meinungsfreiheit ist in Deutschland nicht vorgesehen. Zimmermann bekam keine weiteren Aufträge mehr. In ihrem Beitrag „Plötzlich Persona non grata“ berichtet sie über die Vernichtung ihrer beruflichen Existenz.

In meinem Beitrag „Narrative, Diskurskollaps und Neusprech“ beschreibe ich unter anderem, dass die Bewusstseinsindustrie mit sechs Narrativen den Denkkorridor in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft festlegt. Die Machtzentren und ihre Bewusstseinsindustrie bekämpfen Positionen außerhalb dieser Narrative mit allen legalen und illegalen Mitteln. Integraler Bestandteil der Kulturrevolution „von oben“ ist aber auch die Transformation der Sprache. Zur Transformation des kollektiven Bewusstseins gehört ferner die Political Correctness mit ihrer „Sprach-Polizei“ als Türsteher „korrekter“, das heißt einzig gestatteter Sprech- und Schreibweise.

Viele Menschen, die die Mainstream-Medien und die Politikersprüche leid sind, fragen immer wieder: „Wo kann ich mich denn informieren?“ Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, habe ich eine kleine Auswahl alternativer deutsch- sowie englischsprachiger Internet-Medien zusammengestellt, die sich in ihren Wirklichkeitsinterpretationen grundsätzlich vom herrschenden Bewusstseinsbetrieb unterscheiden.

Quellen und Anmerkungen:

1 Siehe hierzu auch: Wenige Hunderttausend bestimmen über das Schicksal von Milliarden: Nie haben weniger Menschen mehr Umwälzungen bewirkt!, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 27.03.2020: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503115/Wenige-Hunderttausend-bestimmen-ueber-das-Schicksal-von-Milliarden-Nie-haben-weniger-Menschen-mehr-Umwaelzungen-bewirkt

2 Rainer Mausfeld, Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, Frankfurt/Main 2019, S. 22

4 Siehe hierzu Jochen Krautz, Neoliberale Bildungsreformen als Herrschaftsinstrument, in: Ullrich Mies, Jens Wernicke (Hg.) Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter, 6. Aufl. Wien 2017, S. 79 – 96

5 Rainer Mausfeld, Angst und Macht, a.a.O., S. 50, 76

6 Ebd., S. 49

8 Martin Kirsch, Verfassungsbruch in Vorbereitung, Bundeswehr plant Mobilisierung von 15.000 Soldat/innen für den Inlandseinsatz, IMI, 27.03.2020: http://www.imi-online.de/2020/03/27/verfassungsbruch-in-vorbereitung/:

Corona-Krise: Jetzt kommt die Bundeswehr mit 15.000 Mann zum Einsatz, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 27.03.2020:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503134/Corona-Krise-Jetzt-kommt-die-Bundeswehr-mit-15000-Mann-zum-Einsatz?src=XNASLSPREG

9 William H. McNeill, Krieg und Macht. Militär, Wirtschaft und Gesellschaft vom Altertum bis heute München 1984 spricht vom Parasitentum des Militärs an der Gesellschaft und von Wirtsvölkern. Aber es gibt noch die andere Parasitenkomplexe, die sich an die Wirtsvölker angeheftet haben.

10 In fight against coronavirus, governments embrace surveillance, politico, 25.03.2020: https://www.politico.eu/article/coroanvirus-covid19-surveillance-data/

11 Am Telefon zur Gesetzeslage in Zeiten der Corona-Krise: Dietrich Murswiek, 30.03.2020: https://kenfm.de/am-telefon-zur-gesetzeslage-in-zeiten-der-corona-krise-dietrich-murswiek/

12 Thomas Moser, Wenn Demonstranten zu „Gefährdern“ erklärt werden, telepolis, 30.03.2020: https://www.heise.de/tp/features/Wenn-Demonstranten-zu-Gefaehrdern-erklaert-werden-4692869.html

13 https://www.youtube.com/watch?v=xW2oHhN3heo

14 Egon von Greyerz, Der Untergang des Finanzsystems steht bevor, Goldseiten, 19.03.2020: https://www.goldseiten.de/artikel/443929–Der-Untergang-des-Finanzsystems-steht-bevor.html

15 Naomi Klein, Die Schockstrategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus, Frankfurt/Main 2009

16 Ebd., S. 18f

17 Milton Friedman, Capitalism and Freedom, Chicago 1982, S. ix, zit. bei Naomi Klein a.a.O., S. 17

18Coronavirus Capitalism: Naomi Kleins Case for Transformative Change Amid Coronavirus Pandemic, Democracy Now, 19.03.2020: https://www.democracynow.org/2020/3/19/naomi_klein_coronavirus_capitalism

19 Ebd.

21 Sean Stone, New World Order. A Strategy of Imperialism, Walterville, OR, 2016

22 Siehe hierzu ausführlich: Ullrich Mies, Jens Wernicke (Hg), Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter, 6. Auflage, Wien 2017

23 https://deutsch.rt.com/meinung/86798-cnn-trommelt-zum-krieg-gegen/;

https://deutsch.rt.com/nordamerika/85980-westliche-werte-mordaufrufe-im-us/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: shutterstock (bearbeitet)

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39 Kommentare zu: “Buchvorstellung „Die Mega Manipulation“ | Von Ullrich Mies

  1. Der einzige essentieller Rückschluss, zumindest was die Effektivität anbelangt, wäre um Fortschritte in der Bevölkerungsaufklärung zu steigern, mit "Gegenangst" zu arbeiten.
    Es ist hochgradig beängstigend was da laut Kopfkranken – Planungsszenario, anscheinend auf uns zurollt – da muss man nichts erfinden, so wie bei der anderen, der Corona – Manipulationsangst.
    Wenn mir nur der geistesgestörte Eugeniker Gates mit seinen Wahnvorstellungen in Farbe und 3 D in den Sinn kommt, da kann man wirklich nur noch zittern.

    Doch wie bekommt man die echte Angst unter die Bevölkerung? Das ist hier die Frage. 😒

  2. Ganz kurz themenübergreifend, der nächste Lockdown geplant für den 30.08.2020.
    Eine Nutzerin von KenFM hat mir diesen Link gesendet, erschienen das Video bei "nicht ohne uns".
    Das Video soll verbreitet werden, was davon zu halten ist sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden:

    https://www.youtube.com/watch?v=aYlBuJ6FtMQ

  3. okay …. mal angenommen es stimmt … "…..die ELITEN (CIA – PHARMA – MAIN STREAM MEDIEN – POLTIKER – BILLIONAERE – GATES ) MEGA manipulieren den armen – rechschaffenen – ehrlichen …… friedliebenden Mensch .. .am schlimmsten in den USA …."

    und es waere besser wenn …. ja wenn wenn was…. ????

    die 'friedliebenden einfachen manipulierten Menschen' aufstehen … und was …. dann machen????

    die WELT nach friedlich regieren…..

    DIESE WAHRNEHMUNG SAGT MEHR AUS UEBER DEN DER DAS SO WAHRNIMMT ALS UEBER DIE REALITAET….. ES IST IM GRUNDE EINE PROJECTION DER EIGENEN UNFAEHIGKEIT UND ANGST MIT DER KOMPLEXITIAET UND DEM CHAOS DER WELT UND DER EIGENEN SEELE FERTIG ZU WERDEN…

    diese Unsicherheit verlangt nach einfachen Erklaerungen

    die GIBT ES ABER NICHT

    denn die ELITEN SIND MENSCHEN WIE WIR… mit den gleichen Irrtuemer,, Gier, Fehler und allem was zum Mensch dazugehoert

    daher geht es nicht um ABSCHAFFUNG DER ELITEN (das ist voellig irreal – das waere wie Abschaffung der Menschen)
    sondern um
    Ausbalancierung von Gleichgewicht der Meinungen in einem PLURALISTISCHEN SYSTEMS

    und das ist noch nie so gut gewesen wie derzeit in unserer Gesellschaft…. trot dass die SPD vorstiztende die Demonsranten coronaidioten nennt …. was dumm war

    • aber wenn es hilft das eigene Seelenleben zu stabilisieren … auch gut …. ein Kind glaubt auch gerne an die 'unfehlbaren Eltern'

    • Was fehlt sind effektive Kontrollmechanismen um menschliches Fehlverhalten zu erkennen, auszubremsen.
      Grade in Politik, doch auch sonst.

      Richtig erkannt "und das ist noch nie so gut gewesen wie derzeit in unserer Gesellschaft". Und genau aus diesem Grund, soll aus dem "ist" ein "war" gemacht werden.
      Der einfachste Weg zur Realisierung des "war", die langfristige Installation einer Überwachungsdiktatur/Polizeistaat und wer aufgepasst hat, der weiß dass ganz genau das seit Jahren Schritt für Schritt ausgebaut wird. Keine Mail, kein Telefonat ohne Bespitzelung/Langzeitspeicherung, keine Straße ohne verdeckte und offene Überwachungskameras, kein Videochat ohne staatliche Aufzeichnung.
      Die Gesetze wurden durch die Hintertür angepasst, staatliche Übergriffe und Willkür Tür & Tor geöffnet.
      Eine Welt in der gefoltert wird(aber nur ein bisschen), in der man Menschen ohne richterlichen Beschluss über Jahre wegsperrt(Guantanamo), Menschen werden von staatlichen Spezialeinsatzkräften entführt und in Geheimgefängnissen untergebracht(Black Side´s), man stülpt ihnen Kaputzen über den Kopf, fuhrwerkt in ihren Aftern rum, setz sie unter Drogen, usw. usf. Abartigkeiten und pervertierte Entartungen in staatlichem Auftrag. Und das sind nur die Sauereien die zwischenzeitlich bekannt sind. ES LEBEN DIE ELITEN – HOCH..HOCH..HOCH!!!
      Hinzu kommen weltweit illegale Tötungen per Drohnen, Langstreckenflugkörpern und staatlichen Killerkomandos.
      Auch fungieren staatliche Stellen als Anstifter, Wegbereiter und dann Wegseher bei Anschlägen oder diversen anderen Straftaten mit politischen Zielen.
      Dies nur ein kleiner Ausschnitt dessen was die sogenannten Eliten auf diesem Planeten so treiben. Treiben? Ach so, hätte ich ja fast vergessen, Kriegstreibereien und Einfälle/Besetzung fremder Länder aufgrund erlogenen Bedrohungsszenarien um sich deren Bodenschätze kostenlos zu sichern(siehe Irak).

      Der kleine Ausschnitt dessen was die Eliten so seit Jahrzehnten treiben(ich denke richtig schlimm wurde es ab den 90 ziger Jahren), reicht natürlich aus bei den Bevölkerungen weltweit Abscheu und Empörung zu erzeugen, der Wunsch dies zu stoppen, somit auch die Eliten.
      Hätten wir tatsächlich echte Demokratien, dann wäre dies kein Problem. Und genau das wollen sie verhindern da sonst ihre Zeit um ist. Und genau darum geht es hier grade, zumindest meiner Ansicht nach.
      Das Coronatheater geht auf Junkie – Bill, dahinter stehen andere Befindlichkeiten/Begehrlichkeiten anderer Akteure die schon weitaus länger am Wirken.
      Jetzt soll "der Sack" zugemacht werden, fehlt ja auch nicht mehr viel. Paar Gesetze noch umbasteln, Bargeldabschaffung und das war es dann. Die Presse haben sie schon fast komplett ausgeschaltet, das Internet ist auch bald dran. Und dann werden wir sehen wie eine geistesgestörte brachial – brutale staatliche Verbrecherbande mit der unwilligen Bevölkerung umspringt. Niemand wird mehr etwas davon mitbekommen, keine Presse mehr darüber berichten. Und wer sich zur Wehr setzt, wird chirurgisch sauber entfernt ohne dass es jemand außer dem engerem Umfeld mitbekommt.
      Und das nicht nur in Deutschland sondern europaweit, dafür wurde die EU tatsächlich erschaffen, zwischenzeitlich zielgerichtet unterlaufen und korrumpiert – Haupttäter hier Deutschland. Jede Sache hat 2 Seiten, sie beziehen sich bei der Einführung immer auf die gute Seite, handeln aber gemäß der schlechten, das ist ihr Täuschungsding.

      Abschaffung der Eliten, nein. Wir benötigen eine neue Gesellschaftsform in der solche erst gar nicht entstehen können. Nur mal eine Idee. Dann wird es allen Mensch und auch dem Planeten besser gehen.

      Mir scheint ein wenig die Massendiktatur Chinas soll hier als Vorbild herhalten. Nun, wir werden sehen wie sich die Völker Europas in nächster Zeit verhalten. Momentan der ganze Schwachsinn, das würde ich als Testläufe einordnen wie weit sie es treiben können. Ist kein nennenswerter Widerstand zu verzeichnen startet die nächste Aktion im Mehrstufenplan.

    • "…Mir scheint ein wenig die Massendiktatur Chinas soll hier als Vorbild herhalten…"

      koennen sie das etwas naeher erlaeutern

    • Anmerkung: Natürlich kann es niemals eine Einbeziehung der mörderischen Eliten in ein "pluralistisches System" geben. Sind es doch die, die u.a. schon in Vietnam und Korea massengemordet haben, oder jüngst – Bush, Blair und Freunde – im Irak oder auch in Libyen usw. Es sind die, die massenhaft Menschen mittels Wirtschaftskriegen, genannt Sanktionen, zu Tode bringen, wie etwa in Venezuela. Man könnte diese mörderische Liste noch um Einiges erweitern. Mit denen "etwas ausbalancieren"? Wie absurd ist das denn? Was gibt es mit einem Serienkiller, mit einem missbrauchenden Kindermörder auszubalancieren? Erst, wenn die hinter Schloss und Riegel gebracht sind, kann sich eine Balance einstellen.

    • USGerman…. ein Botschaftsangestellter? 🙂 Es gibt keine Megamanipulation? Dann lies einfach mal Noam Chomskys Buch "Media Control – Wie die Medien uns manipulieren". Will mir scheinen, Du hast da eine Bildungslücke. Das kannst Du Dir sogar auf englisch besorgen.

    • An US-German. Wie mir schein – um mich auf Deine Aussage mit "Seelenleben stabilisieren" zu beziehen – das scheinst Du mit ganz besonders großen Scheuklappen hervorragend zu schaffen. Und was Dein "US" betrifft… schon mal Naomi Kleins "Schock Doctrine" gelesen? Auch das könnte Dir helfen, ein wenig die Welt zu verstehen.

    • ich mache mir auch Gedanken wie wir die Welt besser machen koennen .. und ja ich mag Noam Chomsky ..und habe ihm meine ideen gemailed …. his reply was 'very interesting' schmunzel

  4. Wenn das Buch schon fast fertig war, als die Corona-Pandemie begann, erklärt mir das ein wenig etwas, das ich bisher nie verstanden hatte. Nämlich wie es kommen konnte, dass die Mehrheit der Bevölkerung, mich eingeschlossen, betroffen war von den Bildern aus Italien oder später New York, während diese in den alternativen Medien als Panikmache gewertet wurden. Ich fühlte überhaupt keine Panik, sah auch keine bei den Menschen um mich herum. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass es sich um zwei verschiedene Wirklichkeiten handelt. Aber ich begriff nicht, wie die zustande kommen konnten.

    Jetzt denke ich, es hatte damit zu tun, in welche schon vorher bestehende Weltsicht die Bilder, Nachrichten und Zahlen eingeordnet wurden.

    Das Buch geht von Mega-Manipulationen aus, die auch vor Corona schon stattgefunden haben (sollen). Das war wohl das Schema, durch das auch die Pandemie betrachtet wurde/wird: Covid-19 als die Krönung der Mega-Manipulation. Deswegen sind bis heute die bald 700.000 Toten weltweit nur Teil einer gigantischen Manipulation, mithin nicht real existent.
    Wer hingegen die Pandemie für real hält, wird so eingeordnet: „Die Autoritätshörigkeit der Massen ist beklemmend, ebenso ihre angstgesteuerte Bereitschaft, auf alle bürgerlichen Freiheiten zu verzichten.“

    Beklemmend finde ich eher eine solche Weltsicht.

    An manchen Thesen – etwa der von der „Fassadendemokratie“ – ist sicher einiges dran. Allerdings, wenn man das so sieht, verstehe ich wiederum nicht, wieso man mit dem Grundgesetz unterm Arm für die Wiederherstellung der Demokratie demonstriert. Geht es dabei darum, von einem „(proto-)faschistischen System“ zu einer „postdemokratischen Fassadendemokratie mit noch bürgerlichen Freiheiten“ zurückzukehren? Oder wohin soll der Weg gehen?

    Es ist für mich keine Vision einer anderen, besseren Gesellschaft oder Welt erkennbar. Keine Utopie. Die Rede ist von einer „dystopischen NEW WORLD ORDER“. Und diese scheint ohne Ausweg zu sein. Die dystopische Welt, die da gezeichnet wird, ist eine ohne Subjekte. Eine totalitäre, subjektlose Welt. Es gibt nur noch psychologisch perfekt gesteuerte Lemminge. Plus einige Andersdenkende, die dann aber als „verrückte, dumme Verschwörungstheoretiker“ mundtot gemacht und ausgeschaltet werden. Schon immer. Seit jeher. Es existieren keine sozialen Bewegungen, die sich etwa für soziale Gerechtigkeit einsetzen, für alternative Wirtschaftsweisen oder gegen die Zerstörung des Planeten. Es existieren keine Kritiker der Regierungspolitik und keine Bürger, die sich eigene Meinungen bilden.

    Was bleibt, außer „von oben eingespeisten Narrativen“, denen die autoritätshörigen Massen sich willig unterwerfen? Die vage Hoffnung, dass nun ausgerechnet diese „tiefgreifend kollektiv verdummten“ Massen sich gegen die Regierung oder die Machtzentren erheben?

    • Ania, wir verstehen Dich ja ganz gut. Es wäre ein zu großer Schock für Dich, erkennen zu müssen, dass Du von unserer Regierung und den Medien (seit Jahren!) nur noch belogen wirst. Diesen Schmerz fühlen wir Dir nach und so kämpfst Du nun mit Zähnen und Klauen dafür, an denen etwas Wahrhaftiges übrig behalten zu können und wenn es ein Bericht über Meghans neuestes Kleid ist. Und dann ziehst Du die Scheuklappen so weit zu, dass nur noch Derlei übrig bleibt und träumst Dir, wie oben zu lesen, noch dies und das hinzu. Wir können Dir aber heute schon vorhersagen – irgendwann wirst Du die Scheuklappen ganz zuziehen müssen und dann wird es ganz dunkle Nacht.
      Übrigens… eine Grundlage für eine bessere Gesellschaft wüsste ich schon. Lies einfach mal diesen uralten Zukunftsroman von Alexander Bogdanov (1908), "Der Rote Planet", und denke den dann etwas weiter, so um die 100 Jahre weiter, und vielleicht kommst Du dann auf ein paar Ideen?

    • Hallo Ania,

      dafür, dass sie alles hier in Frage stellen und sowieso alle für "Spinner" halten, die die hier dargebotenen Narrative als nicht abwägig kennzeichnen, sind sie sehr oft unterwegs hier und lassen regelmäßig etwas Senf unter den Beiträgen.
      Falls Sie tatsächlich eine reelle Person darstellen, dann sei ihnen folgendes gesagt:
      Es ist komplett und absolut irrelevant ob sie nun glauben in einer heilen Welt zu leben, in dem das Gesagte immer auf die Wahrheit beruht und die Macht nur ihr bestes will, oder ob sie sich in einer sog. "Matrix" bzw. Lügengebilde befinden und nur ihr Glaube daran alle zusammenhält. Weder das eine oder das andere werden die aktuellen Aktionen beeinflussen.
      Sehr wohl ist der im Beitrag beschriebene Umstand sehr vielen Leuten bereits lange bekannt. Und wenn man das Ganze eine Weile verfolgt bilden sich Muster ab, ob sie es glauben oder nicht (wie gesagt komplett egal). An diesen Mustern kann man bereits bestimmte Aktionen erkennen und die Überraschung darüber, dass es sich dabei fast zu 100% nicht um was handelt was der Allgemeinheit dienlich ist, sich relativ in Grenzen hält.
      Ja die Corona Aktion hatte von Minute 1 die Muster. Und von Minute 1 an waren die üblichen Fehler da.

      Falls sie doch nur ein Bot sind und sich verkaufen und damit auch ihre Mitmenschen, hätte ich folgende Frage (es wäre schön wenn ein Bot das jemals wahrheitsgemäß beantworten könnte):
      Wie zum Teufel kommt man auf die Idee das zu machen? Wie leer muss man sein um sich das anzutun? Keine Ideologie auf dieser Welt gerechtfertigt, dass sie ihre Mitmenschen verkaufen.

      Niemand vermag ihnen zu sagen was kommen wird. Ob es sich dabei um eine Utopie handeln wird oder doch die Hölle auf Erden, ist nicht absehbar. Egal wie die Entwicklungen letztendlich ausgehen werden und welche Seiten auch immer "siegen".
      Wenn man aber die aktuelle Situation, mit allen Rechtsbrüchen und noch vieeel schlimmeren Schweinereien, gutheißt und sich zurechtlügt, darf man dann auch von der Hölle nicht überrascht sein wenn es soweit ist.

    • Hallo Ania,
      das ein Einzige was mich an Ihren Beiträgen interessiert , ist Ihr Zeilen-Honorar.
      Wir könnten doch beide in einem Pseudo-Diskurs das Forum kapern. Was kommt für mich dabei rum, machen wie 50/50?

    • @ DerKleinePuk

      Du meinst das wir mit AgitProp gemeinsame Sache machen, NATÜRLICH nur vorgetäuscht, dafür dann aber ECHTGELD kassieren?
      Brachiale Wortgefechte die immer damit enden dass das System recht hat? Sowas?

      Ja Schei…, da bin ich dabei, ab in die Second Hand – Korruption, Geld benötigt jeder. 😁

      Du böser…böser kleiner Puk 👀

    • @ Ania

      Ich finde es gut, dass Sie sich auf diese konstruktive Art mit der Sichtweise der Widerständler auseinandersetzen. Ich finde auch Ihren Ansatz gut, die Sichtweise der »Gegenseite« so wertschätzend wie möglich in Ihre Worte zu fassen und dabei auf noch Unverstandenes hinzuweisen. Ich meine, dass Sie schon recht weit in die Gedankenwelt der Widerständler vorgedrungen sind und auch schon einige Lücken und sogar Widersprüche in der Argumentation aufgedeckt haben. Als (noch) Außenstehende können Sie diese Lücken und Widersprüche leichter erkennen und unbefangener ansprechen als die Widerständler, die sich zunehmend eingeigelt haben.

      Ich kann nicht für die Widerständler als Gruppe sprechen und befinde mich auch eher am Rand dieser Gruppe. Ich kann ihnen aber bestätigen, dass sich Corona für mich als logische Fortsetzung der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte darstellt. Unser Grundgesetz wird seit 1948 von den jeweiligen Machthabern Zug um Zug geschleift. Einen ähnlichen Trend hatte ich beim Ausbau des Überwachungsstaats ausgemacht. Hinzu kommt eine zunehmende Vereinzelung der Menschen und die um sich greifenden Ersatzbefriedigungen um die Abwesenheit eines gelingenden Lebens zu kompensieren. Wenn Sie so wollen, war damit ein Film vorgeprägt, den Corona nur noch anstoßen musste. Das haben Sie gut erkannt. Ich erkläre mir übrigens das konzertierte Handeln der Mächtigen dieser Welt ziemlich ähnlich. Ich glaube, dass auch dort ein Film im Kopf vorhanden war, der durch Corona nur noch angestoßen werden musste.

      Sie schreiben recht wenig über sich. An einer Stelle schreiben Sie aber doch, dass Sie selbst und niemand in ihrer unmittelbaren Umgebung im Zusammenhang mit Corona Panik empfunden hat. Das wundert nun wiederum mich sehr, weil ich mir das Verhalten der Mächtigen wie auch der breiten Masse genau mit einer Coronapanik erkläre und froh bin, damit eine noch halbwegs »gute« Erklärung gefunden zu haben. Wenn es nicht Panik ist, was Sie antreibt wäre ich gespannt zu erfahren, was es dann ist.

    • Cyberzaurus, Sie sagten:

      „Sie schreiben recht wenig über sich. An einer Stelle schreiben Sie aber doch, dass Sie selbst und niemand in ihrer unmittelbaren Umgebung im Zusammenhang mit Corona Panik empfunden hat. Das wundert nun wiederum mich sehr, weil ich mir das Verhalten der Mächtigen wie auch der breiten Masse genau mit einer Coronapanik erkläre und froh bin, damit eine noch halbwegs »gute« Erklärung gefunden zu haben. Wenn es nicht Panik ist, was Sie antreibt wäre ich gespannt zu erfahren, was es dann ist.“

      Ich versuche mal, meinen eigenen Prozess zu rekonstruieren.

      Panik habe ich bis jetzt an keinem Punkt empfunden. Anfangs – bis weit in den Februar hinein – nicht einmal Beunruhigung. Zu der Zeit hielten ja selbst der Gesundheitsminister und das RKI das neuartige Corona-Virus noch nicht für eine Gefahr, jedenfalls nicht in Bezug auf Deutschland. Und Wuhan schien weit weg. Erst als in der Lombardei erste Orte abgesperrt wurden, änderte sich die Wahrnehmung. Wobei ich zunächst einmal schockiert war über diese Maßnahmen. Doch dann verfolgte ich über Wikipedia, dass ziemlich schnell viele Leute dort starben, und dann kamen auch die Fernsehberichte.

      Die erzeugten – soweit ich mitbekam – vor allem Gefühle der Trauer und Betroffenheit. Bei mir auch Sorge um Menschen in Italien, die mir am Herzen liegen. Es kamen viele Erinnerungen an Italien-Aufenthalte, an die alten Menschen dort, schöne Erinnerungen, die nun von Schmerz fortgespült wurden. Und Zorn – nicht auf die Regierung oder die Mainstream-Medien, sondern auf alternative Medien. Ich dachte „Da reden die nun so geschichtslos von Pandemiefaschismus und Diktatur. Zugleich sterben Menschen, sterben einen schlimmen Tod – aber die alternativen Medien machen es so wie die Leute früher im Dritten Reich: Schauen weg, verleugnen das Sterben, zeigen null Empathie!“

      Bald breitete sich das Virus auch in Deutschland aus. Die Menschen in meiner Umgebung hatten keine Angst, aber Respekt vor dem Virus, und wollten auch andere Menschen schützen. Sie versuchten, die Krise möglichst gut zu meistern. Instinktiv bemühten sich die meisten um einen Zustand innerer Ruhe und Gelassenheit, um ein inneres Gleichgewicht, das das Gegenteil von Panikzuständen ist und das Immunsystem gut funktionsfähig hält. Plus um eine möglichst realistische Einschätzung des Virus und der Bedrohungslage. In Kontakt mit der Realität sein – das ist auch etwas, das Panik verhindert oder ihr entgegenwirkt. Nur die Leute in den alternativen Medien, die von „Panikmache“ redeten, schienen teilweise tatsächlich welche zu verspüren. Wobei ich mich fragte, wie es denen dann wohl gehen würde, falls hier echte Repressionsmaßnahmen ergriffen würden, wie etwa die Durchsetzung einer Ausgangssperre mit Polizeigewalt, Inhaftierungen o.ä…

      Viele Leute nutzten die Ausnahmesituation, um die Wohnung auszumisten, den Keller aufzuräumen, telefonierten viel, gingen mit dem Hund spazieren oder auch mit dem Baby im Kinderwagen, machten lange Waldspaziergänge, unternahmen Radausflüge mit ihren Kindern, die Kinder fütterten Enten am Fluss usw. Auch mir gelang es, ein neues Rad zu kaufen, obwohl das offiziell nicht verkauft werden durfte, aber ich fand Bewegung in der frischen Luft unverzichtbar.

      Die Menschen hielten sich an die Regeln, doch jede/r übertrat sie ein bisschen: Alte Leute wollten weiter selber einkaufen gehen trotz diverser Angebote, ihnen Lebensmittel zu besorgen. Andere Alte trafen weiterhin ihre Kinder, obwohl sie selbst zur Hochrisikogruppe gehörten. Manche Leute arbeiteten weiter im Büro statt im Homeoffice, weil sie damit besser klarkamen. Manche fuhren auch mal einfach so in die City, obwohl sie das ja höchstens mit wichtigem Grund tun sollten. Diese individuellen Spielräume, die sie sich schufen, trugen ebenfalls dazu bei, sich ein Gefühl der Selbstbestimmung zu bewahren. Und der ungewissen Zukunft und den sich schnell abzeichnenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemiemaßnahmen einigermaßen gefasst entgegenzublicken.

      Dann kamen die ersten Hygienedemos. Wiederum war ich nicht begeistert. Ich fand, dass die Gesellschaft in diesem Ausnahme- und Krisenzustand Stabilität benötigt. Die Bevölkerung hatte schon genug zu bewältigen – jetzt auch noch diese Demos… Ich dachte: „Können diese Protestierer nicht ein bisschen warten, bis die meisten Grundrechtseinschränkungen wahrscheinlich sowieso wieder aufgehoben werden? Muss es hier jetzt auch noch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen?“

      Die Stimmung, wie ich sie im Internet mitbekam, empfand ich als so aufgehetzt – all die Hasskommentare -, dass ich dachte, das muss sich einfach in Gewaltakten entladen. Und es gab ja dann auch zum Beispiel den bislang unaufgeklärten Überfall auf ein Kamerateam am Rande einer Hygienedemo oder parallel dazu. Diese hasserfüllte Stimmung hat also Angst erzeugt, nicht nur bei mir. Menschen können einem mehr Angst machen als Viren. Hinzu kam die Darstellung der Medien, dass sich auf den Hygienedemos Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker, Links- und Rechtsradikale versammeln würden. Niemand vermochte einzuschätzen, was sich da vielleicht zusammenbraute. Die Gewalttaten von Halle und Hanau waren ja noch nicht sehr lange her, und die waren auch von Foren im Internet inspiriert.

      Ich selbst war hin- und hergerissen: Einerseits dachte ich, diese obskuren Demos sollen bitte aufhören. Andererseits fand ich, dass die Berichte der Mainstream-Medien darüber oft zur Hetze gerieten. In Zeiten der Krise ist die Existenz eines „Feindes“ oder Feindbilds ja gut dazu geeignet, die Bevölkerung über alle Widersprüche hinweg zu einen. Und das mochte ich dann auch nicht.

      Soweit mal als Antwort auf Ihre Frage. Bitte nicht als Angriff werten, sondern einfach als wahrheitsgemäße Darstellung meiner Gefühlslagen.

    • Werweißdasschon:

      Für mich sind Verschwörungstheorien ein ziemlich neues Feld. Bis jetzt habe ich mich damit nicht näher befasst. Denn ein dystopisches Weltbild ist für mein Empfinden eines, in dem der Mensch nur Objekt ist, unheimlichen übermächtigen Herrschern und deren Strategien ausgeliefert. Eliten, von denen er oder sie nicht mal weiß, wer die eigentlich sind. Es ist eine Trauma-Welt, die so entsteht. Es mag in soklchen Theorien auch ein Anteil von Analyse ökonomischer und politischer Machtverhältnisse stecken, aber verändern kann man diese Verhältnisse doch nur dann, wenn man aus dem Gefühl des Ausgeliefertseins herausfindet. Veränderung bedarf der inneren Freiheit und der Gewissheit, Subjekt zu sein. Meine ich.

    • Wildenfelser,

      hmmm… Über Deine etwas düster klingenden Prophezeiungen muss ich erstmal nachdenken. Wozu ich jetzt gerade nicht mehr ganz in der Lage bin.

      Danke aber für den Buchtipp!

    • @ Ania

      Hervorragend – vielen Dank für die offenen Worte!

      Ich war eigentlich schon immer »aufmüpfig« veranlagt und habe schon immer einen inneren Widerstand verspürt, wenn ich mich manipuliert oder in eine Ohnmachtsrolle gedrängt fühlte. Für mich war 9/11 das Ereignis, das mir meinen Aufwachmoment beschert hat. Mir ging es anfangs auch so, dass ich dem offizielle Narrativ Glauben geschenkt hatte. Alle mir damals zur Verfügung stehenden Medien bewegten sich in diesem Narrativ. Es dauerte einige Jahre, bis mir Zweifel kamen. Hier und da stolperte ich über alternative Sichtweisen, teilweise von Einzelpersonen und später von ganzen Gruppen vorgetragen, die durchaus hohe Sachkompetenz und auch Reputation genießen. Dann kam eins zum anderen. Mittlerweile gibt es umfangreiche alternative Informationsquellen. Ich kann nicht sagen, was damals genau passiert ist, was ich aber sagen kann, ist, dass es bestimmt nicht so war, wie es in dem bis heute von dem Massenmedien und der Politik hochgehaltenen Narrativ dargestellt wird. Was ich ebenfalls sagen kann, ist, dass die Folgen des Ereignisses den Schaden, der bei dem Ereignis selbst verursacht wurde, um ein Vielfaches übersteigen. Mit 20 Jahren Abstand betrachtet wedelt hier eindeutig der Schwanz mit dem Hund. Was ich noch sagen kann, ist, dass die Massenmedien das Thema nicht so behandeln, wie ich mir das in einer Demokratie vorstelle. Jeder, der eine abweichende Sichtweise vertritt, wird niedergemacht. Journalisten, die versuchen, einer abweichenden Sichtweise Raum zu geben, werden abgesägt.

      Ich denke, dass es vielen Widerständlern so oder so ähnlich ergangen ist. Je nach Persönlichkeit und auch Alter hat jeder sein Aufwachereignis. Möglicherweise befinden Sie sich auch gerade auf diesem Pfad. Das muss natürlich bei Ihnen nicht so enden. Sie können jederzeit anders abbiegen. Aber bedenken sie, wenn Sie sich zu tief in den Kaninchenbau wagen, stürzen Sie irgendwann hinab. Das wird sich während des Fallens nicht gut anfühlen, Sie werden aber unten angekommen nicht zerschmettert werden.

      Kennen Sie diese 3D-Schielbilder? Haben Sie die schon mal betrachtet. Erst sieht man nichts. Dann irgendwann hat man einen kurzen Flash, der einem eine Ahnung davon gibt, was es dort wohl zu entdecken gibt. Das macht Lust auf mehr. Man will unbedingt in die 3D-Welt eindringen. Erst mit dieser Motivation im Rücken bringt man die notwendige Angespanntheit und die gleichzeitig notwendige Entspanntheit zusammen. Dann, ganz plötzlich befindet man sich in einer faszinierenden 3D-Welt. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, geht das mit dem Schielen immer einfacher. Denen, die noch nie in dieser Welt waren, kann man sie nicht wirklich erklären, da sie dafür blind zu sein scheinen.

    • Wie arbeiten Werbeagenturen, also mutmaßlich Leute wie der Nick "Ania". Ich habe mir das jetzt eine Weile betrachtet, komme zu dem Rückschluss hier wird mit themenbasierten Stichworten und Textmodulen gearbeitet.

      Die interessiert nicht was ihr sagt, die interessiert nur das jeweilige Stichwort, beispielsweise Hygienedemos. Dafür haben die über ihr Briefing schon 2 – 3 verschiedene 3 – 5 Zeiler, die werden dann jeweils wechselseitig eingeschoben.

      Die Posts der User werden nur nach Stichworten abgearbeitet, dann das entsprechende Modul eingefügt.

      Seht euch mal die Posts des Nicks Anja AUF STRECKE an, dann stellt sich zügig Verständnis ein.

      Insofern, ich würde nicht allzu viel Hoffnung in eine ergiebige "Kommunikation" mit solchen Leuten setzen, es eher als Zeitverschwendung oder "füttern" betrachten. 😁

    • Ach so, und natürlich sind die lernfähig, kurzzeitig wird auch mal vom Schema abgewichen um Vertrauen zu suggerieren.
      Siehe "Vielen Dank für die Buchempfehlung" 😁

      Da passt der Thread hervorragend – Megamanipulation 👀

    • Cyberzaurus:

      „Aufmüpfig veranlagt“ war ich auch schon immer. Das heißt aber für mich nicht, in jedem Fall in die Opposition zur Regierung oder zum Staat zu gehen. Heute Nacht wurde bei den Toten weltweit die Marke „700.000“ überschritten, 700.714 werden jetzt genannt. Angesichts dessen alle staatlichen Maßnahmen abzulehnen, wäre aus meiner Sicht eine völlig blinde Opposition.

      Diese Aussage bedeutet nicht, dass ich blindes Vertrauen in den Staat, die Regierung oder das System hätte. Mir ist klar, dass dieses System über viele Machtmittel verfügt. Eines davon ist die Integration kritischer Stimmen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass bei mehr als 20.000 Demonstranten Integrationsversuche kommen, etwa Gesprächsbemühungen, um zumindest einenTeil dieser Demonstranten (die nicht so radikalen) wieder zurück ins System zu holen. Aber das geschieht nicht. Stattdessen Berichte über Grünen-Wählerinnen, die sich auf Telegram verirren und dort Verschwörungstheoretikern ins Netz gehen.

      Das zeigt mir, dass die Politik die Lage als ernst einschätzt und dass sie gewillt ist, alles zu tun, damit die Infektionszahlen nicht außer Kontrolle geraten und die Wirtschaft geöffnet bleiben kann. Die mehr als 20.000 Demonstranten sind demgegenüber egal. „Bauernopfer“ nennt man das glaube ich beim Schach. Um diesen Teil der Gesellschaft bemüht man sich nicht mehr. Vielmehr wird gegen Verschwörungstheoretiker und Telegram vorgegangen werden, und wenn man das im Internet nicht schafft, dann geht man halt gegen bekannte Vertreter vor, führt vielleicht „Verbreitung von Verschwörungstheorien“ als neuen Straftatbestand ein, oder so. Der Staat hat wie gesagt viele Machtmittel, und dazu gehören auch juristische und polizeiliche.

      Noch eine Nachfrage zu 9/11 als dem Ereignis, dass Ihnen einen Aufwachmoment beschert hat. Meinen Sie das, was auch in dem Text zu dem Buch steht:
      „Die Terroranschläge vom 11. September 2001, kurz 9/11, erschütterten vor bald 20 Jahren nicht nur die USA, sondern die ganze Welt. Selbstverständlich müssen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Geschichte, Politik, Physik und Architektur der Frage nachgehen, was an diesem Tag wirklich geschah. Die Kernfrage lautet seit vielen Jahren: Wurden die Gebäude WTC1, WTC2 und WTC7 in New York gesprengt, oder sind diese drei Hochhäuser aufgrund von Feuer eingestürzt?“

      Wieso müssen Wissenschaftler „selbstverständlich“ der Frage nachgehen, was an diesem Tag wirklich geschehen ist? Was würde es bringen, wenn man wüsste, dass das offizielle Narrativ nicht zutrifft? Den „Krieg gegen den Terror“ kann man auch so kritisieren: dass in Guantanamo Häftlinge gefoltert wurden, ist bekannt, ebenso dass der Drohnenkrieg in Afghanistan viele zivile Opfer gefordert hat. Und dass der Irak nicht über Massenvernichtungswaffen verfügte. Und: 9/11 ist 20 Jahre her, es geschah in den USA, unter der Regierung George W. Bush. Welchen Bezug hat das zur heutigen Situation und zu Deutschland? Bezogen auf die USA, würde ich meine Aufmerksamkeit eher auf Trump konzentrieren. Aber den finden offenbar manche hier gut, meine ich gelesen zu haben.

    • @ Ania

      Der Weg ins Wunderland führt über den Kaninchenbau. Alice ist dem weißen Kaninchen neugierig hinterher gesprungen, als es in seinem Bau verschwunden ist. Ich kann das weiße Kaninchen sein, wenn Sie es in mir sehen wollen.

      Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie sich heute das erste Mal näher mit 9/11 beschäftigt. Ich erinnere mich noch genau an den Tag. Einmal die Bilder der beiden Flugzeuge und der brennenden Türme am Nachmittag und dann abends im Elternabend zur Einschulung meines Sohns nochmal. Damals war eine ähnliche Stimmung in der Bevölkerung wie heute. Damals herrschte Panik wegen Terror, heute wegen Corona. Damals ahnten viele, dass die Folgen dieses Ereignisses den unmittelbaren Schaden bei weitem übersteigen würden, dass es zu einem Abbau von Rechtsstaatlichkeit und zu Kriegen kommen würde. Für mich und vermutlich für fast alle hier im Forum sind die Ereignisse rund um 9/11 unverändert präsent und prägend. Die Folgen von 9/11 wirken bis heute und zwar nicht im Sinne von auslaufend, sondern im Sinne von fortwährend und unvermindert bestimmend. Insofern ist das keine »Opa erzählt vom Krieg«-Geschichte.

    • Lieber Cyberzaurus,

      wenn Sie gerne ein weißes Kaninchen sein wollen – nur zu, es hat was!

      Doch wie kommen Sie darauf, ich hätte mich heute das erste Mal mit 9/11 beschäftigt? Ich habe die Flugzeuge und brennenden Türme auch noch in Erinnerung. Und natürlich die Menschen, wie sie um ihr Leben rannten, dicke Qualmwolken hinter sich. Aber das geschah doch in New York… Von welcher Bevölkerung reden Sie, von der dort oder der hier? Meinen Sie, dass die Menschen hier Angst hatten vor einem Abbau von Rechtsstaatlichkeit?

      Das ist mir damals nun nicht aufgefallen. Ich hatte sowieso nicht die rosarote Vorstellung, in einem wunderbaren Rechtsstaat zu leben. Und dass Kriege kommen würden, ahnte auch ich – aber Kriege hatte es zuvor schon gegeben. Zu Beispiel den US-Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik im Sudan 1998. Oder den Kosovo-Krieg der NATO 1999. 9/11 war natürlich ein dramatisches Ereignis, aber für mich kein tiefer Einschnitt und auch nicht prägend. Ich hatte keine Angst um mich selbst, sondern meine Empathie galt den von den Kriegen Betroffenen. So wie sie heute den von der Pandemie betroffenen Menschen gilt – ob in Italien, den USA, Brasilien, Mexiko, Indien oder anderen Ländern…

      Vorhin habe ich einen Bericht gesehen über die aktuelle Katastrophe im Libanon, die zerstörten Straßen in Beirut, die verletzen Menschen, teilweise trugen Leute Masken, während sie den Schutt ihrer eingestürzten oder beschädigten Häuser beiseiteräumten… Jemand erzählte, dass die Krankenhäuser in Beirut sowieso schon durch Corona überlastet waren und jetzt viele Verletzte einfach abweisen müssen… Das sind die Dinge, die mich bewegen. Dass wir hier Masken tragen müssen, berührt mich dagegen wenig. Es ist dafür meinem Empfinden nach einfach nicht bedeutend genug.

    • Liebe Ania,

      Wegen 9/11 hatte ich Sie offensichtlich missverstanden. Das ist das Problem, wenn man nur schriftlich miteinander kommuniziert. Apropos: Vom 21. bis zum 23. August haben wir ein Walk-n-Talk-Wochenende in einer Jugendherberge im Harz organisiert. Dort geht es darum, sich gegenseitig frische Gedanken ins Hirn zu treiben, die eigene Meinung zu hinterfragen und sich auch persönlich zu vernetzen. Die vier Teilnehmer sind nur teilweise Coronaskeptiker und Corona soll auch nicht unser Hauptthema sein. Vielleicht ist ja noch ein Zimmer frei. Wie wär’s?

      Sie deuten immer wieder an, dass Sie wissen, dass diese ganzen Sonntagsreden von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit usw. nicht die ganze Wahrheit erzählen, dass es eine Wahrheit hinter der Fassade gibt. Sie führen selbst immer wieder Fakten an, die dem offiziellen Narrativ vom guten Wertewesten widersprechen. Kurz darauf schreiben Sie dann aber wieder, dass Sie dem System vertrauen, das Sie damit zufrieden sind und keinen grundlegenden Änderungsbedarf sehen. Können Sie hier ein wenig mehr Licht ins Dunkel bringen?

      Eine andere Sache, die ich nicht verstehe, ist, dass Ihnen das Leben im Sinne einer abzählbaren Einheit scheinbar über allem anderen zu stehen scheint. Wie bringen Sie das mit dem ersten Absatz des ersten Artikels unseres Grundgesetzes, also dem absoluten Vorrang der Menschenwürde in Übereinstimmung? Oder anders gefragt, würden Sie dem folgenden Denkspruch zustimmen: »Ein gelingendes Leben ist der beste Prädiktor für ein langes und gesundes Leben.«

    • Lieber Cyberzaurus,

      das mit dem weißen Kaninchen war jedenfalls nett. Die Einladung zu dem Wochenende im Harz ist auch nett, vielen Dank! Aber nachdem ich hier nun schon so viele Angriffe erlebt habe und andauernd als Troll, Bot, BND, Werbeagentur-Mitarbeiterin oder sonstiges enttarnt werden soll, ist mir jeder Wunsch nach persönlicher Vernetzung vergangen und mein Sicherheitsbedürfnis stattdessen gewachsen. Ich würde niemandem von dieser Plattform meine Kontaktdaten geben, geschweige denn jemanden treffen. Für mich ist auch ganz undurchsichtig, wer sich hier alles tummelt. Das bedeutet nicht, dass ich mich hier nicht inhahtlich auseinandersetzen kann,. Aber ich ziehe halt meine Grenzen.

      Ich glaube Ihnen, dass die Einladung ernstgemeint war und nicht nur ein Versuch, mich irgendwie zu enttarnen bzw. irgendwas über mich in Erfahrung zu bringen. Ich glaube auch, dass Sie ein sympathischer Mensch sind – trotz Ihrer anfänglichen Kommentare, etwa vom 21.7. Und dass es vielleicht sogar gut sein könnte, sich mit Ihnen persönlicher auszutauschen. Doch mein Wunsch nach Selbstschutz überwiegt eindeutig.

      Zum Rest Ihrer Nachricht: Medienkritik, Gesellschaftskritik, Herrschaftskritik, Systemkritik – das können Menschen doch auch alles entwickeln ohne Verschwörungstheorien. Viele blicken durchaus auch so „hinter die Fassade“. Man kann auch grundlegenden Änderungsbedarf sehen, aber keine Lust haben auf schlechte Laune jeden Tag, weil die Verhältnisse nicht so sind, wie man sie gerne hätte.

      Wie sind Sie denn vom Widerspruch zum „offiziellen Narrativ vom guten Wertewesten“ zu der Verschwörungstheorie bzgl. 9/11 oder überhaupt zum Glauben an geheime Eliten gelangt? Würde mich echt interessieren, das ein bisschen zu verstehen…

      Leben versus Menschenwürde… Also beim Stichwort Menschenwürde fallen mir ganz andere Dinge ein als Maskenpflicht. Zum Beispiel: menschenwürdiges Wohnen, menschenwürdige Arbeitsverhältnisse, Beziehungen ohne Missbrauch und Gewalt…

      Es fällt mir auch eine Beobachtung ein, die ich heute in der U-Bahn gemacht habe: Sie war ziemlich voll, alle Sitzgruppen belegt, eine davon von drei jungen Mädchen in Beschlag genommen, mit Handys, ohne Masken, auch nicht unterm Kinn. Sie achteten überhaupt nicht auf ihre Umgebung. Ein alter Mann stieg ein, mit Maske. Er stand zunächst hinter den Mädchen, hielt sich an der Stange fest. Dann sah er, dass sie keine Maske trugen. Er schaute sie eine Weile stirnrunzelnd an, sie registrierten ihn nicht. Schließlich rückte er so weit wie nur möglich von ihnen weg, versuchte gleichzeitig, anderen Fahrgästen, die ebenfalls standen, nicht zu nahe zu kommen. Dieses Abrücken führte nun dazu, dass er sich nicht mehr richtig festhalten konnte und recht wacklig auf den Beinen wirkte. Hätte die U-Bahn etwas unsanft gebremst, wäre er vermutlich umgefallen und hätte sich vielleicht Knochen gebrochen (das passiert öfters bei alten Leuten in öffentlichen Verkehrsmitteln). Ich wollte ihm gerade meinen Platz anbieten, da stieg er aus.

      Für mich hatten eindeutig die Gesundheit und das Leben des alten Mannes Vorrang, und das Verhalten der maskenlosen jungen Mädchen hatte für mich nichts mit Menschenwürde zu tun. Es war ein unwürdiges Verhalten.

      Ania

    • Liebe Ania,

      ich will Sie zu nichts drängen. Mein Angebot steht.

      Wissen Sie, ich habe in den letzten zwei Jahren immer wieder mal in den verschiedenen alternativen Foren angefragt, wer Lust hätte sich in einer kleinen Gruppe persönlich zu treffen. Das genannte Wochenende ist das erste, das zu Stande kommt und keinen der Teilnehmer habe ich über die alternativen Medien gewinnen können. Die wenigen Interessenten aus den alternativen Medien haben oft genau die Bedenken geäußert, die Sie auch vorgetragen haben. Ich finde es ehrlich gesagt furchtbar, wenn sich die Foristen so sehr gegenseitig misstrauen, dass sie ihre Anonymität nicht einmal bilateral aufzugeben wollen. Das hat für mich auch etwas mit mangelndem Demokratieverständnis, mangelnder Souveränität, mangelndem Solidarität und mangelndem Vertrauen zu tun.

      Was ich Ihnen anbieten kann, ist, dass ich Ihnen persönlich meine Identität offenlege (ohne, dass Sie mir die Ihre offenlegen müssen). Sie werden daraufhin einiges über mich im Internet finden, was Ihnen vielleicht hilft, sich ein Bild von mir zu machen und Vertrauen in mich zu fassen. Meine einzige Bitte wäre, meine Anonymität nicht aufzuheben. Ich mag in den Foren nicht mit meinem Klarnamen arbeiten, weil er weltweit einzigartig ist. Dass jeder Dödel alle Kommentare die ich jemals abgegeben habe einfach via Google finden kann, ginge mir denn doch zu weit.

      Ich habe eben nochmal nachgesehen, was ich am 21. Juli geschrieben habe. Ich kann dort nichts Übergriffiges finden. Der Ton war rauer, das stimmt. Allerdings war auch Ihr Auftreten damals noch ein anders. Wenn Sie eine bestimmte Bemerkung gekränkt hat, bitte ich das dennoch zu entschuldigen.

      Ich glaube übrigens nicht an großmaßstäbige Verschwörungstheorien, dass also hinter allem Ungemach dieser Welt der langangelegte Plan einer klandestinen Herrschaftselite steckt, die die Geschicke der Welt lenkt. Ich sehe hier eher systemische Effekte am Werk, die von den einzelnen Protagonisten abstrahieren. Verschwörungen in kleinerem Maßstab – örtlich, zeitlich und von ihrer Reichweite her begrenzt – halte ich aber durchaus immer auch für ein mögliches Erklärungsmuster. Dafür gibt es auch Beispiele zu hauf. Mit dieser Ansicht bin ich hier im Forum ein Außenseiter.

      Das Thema Maskenpflicht, den vielen hunderttausend Coronatoten und wie das alles mit der Würde des Menschen und dem Grundrecht auf Leben zusammenhängt wäre nochmal ein eigenes Thema. Ihr Erlebnis in der U-Bahn wäre prinzipiell geeignet, die unterschiedlichen Sichtweisen herauszuarbeiten und gegenseitiges Verständnis zu erarbeiten. Schriftlich wäre das eine Elendsarbeit. Wollen wir das trotzdem versuchen?

    • Lieber Cyberzaurus,

      für mich hat das erstmal was mit gesunder Vorsicht zu tun. Ich kann die Leute in diesem Forum wirklich nicht einschätzen. Und ich hatte nicht vor, hier persönliche Kontakte zu knüpfen. Ich wollte einfach nur meine inhaltlichen Sichtweisen einbringen. Aber da Sie so nett schreiben: Wenn Sie mögen, teilen Sie eine Mailadresse mit, unter der ich Sie erreichen kann. Dann sehen wir weiter.

    • @ Ania

      Hier eine kurze Beschreibung, zur vertraulichen Übermittlung meiner Kontaktdaten. Ich verwende den Internetdienst "OneTimeSecret". Der Witz ist, dass man dort nur genau einmal einen Link aufrufen kann. Wenn Sie den unten angegebenen Link aufrufen, finden Sie dort ein Kennwort. Sobald Sie mir bestätigt haben, dass Sie dieses Kennwort abgerufen haben (bitte zwischenspeichern), sende ich Ihnen einen zweiten Link hinter dem sich meine Kontaktdaten verbergen. Der zweite Link ist aber durch das Kennwort geschützt, das ich Ihnen im ersten Durchlauf übermittelt habe. Da kommt kein Unbefugter dazwischen. Alles klar?

      https://onetimesecret.com/secret/hc8ogmfgees670urfum30rq3yig0n2y

    • Liebe Ania,

      hier nun der zweite Link zu den Kontaktdaten, der sich nur mit dem im ersten Schritt übermittelten Kennwort aufrufen lässt.

      https://onetimesecret.com/secret/fwnbj1abrvyctl3w0wfcbg179rba3w0

  5. Da sollte nun wirklich mal nach einer Schutzimpfung geforscht werden und vor allem auch nach einem Heilmittel, denn das ist die schlimmste Pandemie, die es je gegeben hat. Sie begann schon vor ca. 70 Jahren und hat seither mehr und mehr Menschen infiziert, bis schließlich die Mehrheit (?) heute geistig völlig mit dieser Krankheit danieder liegt. Durchseuchung, schwere Symptomatik (Maske), Vergiftung, Lähmung. "Neanderthal-Symptom": Aussterben des Menschlichen und der Menschlichkeit.

    • PS: Die letzte effektive Demonstration war wohl 1524, als die Bauern wussten, dass man zu solch einer Demo das Handwerkszeug (z.B. leicht umgeschmiedete Sensen) mitbringen muss. Leider haben sie dann trotzdem verloren und danach WURDEN ALLE WIRKLICH WIDERSTÄNDIGEN KÖPFE ABGEHACKT. Sie sind nie wieder nachgewachsen.

  6. Ja leider, all dies ist real und gegenzuzeichnen. Und natürlich, die meiste Beunruhigung geht von den Manipulationen am Staatsapparat aus.
    Es gibt dieses alte Sprichwort:

    "Ist der Ruf erstmal ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert."

    Das die Situation auf welche seit Jahren hingesteuert, nun offensichtlich dem Höhepunkt entgegenstrebend.
    Sie sind zwischenzeitlich Gewohnheitsverbrecher die sich aus den eigenen Reihen rekrutieren. Die Straftaten der Vergangenheit blieben für sie ohne Folgen, wer auch sollte sie zur Verantwortung ziehen, sämtliche Kontrollinstrumentarien demokratischer Systeme haben langfristig versagt, wurden unterlaufen und korrumpiert.

    Natürlich fallen die Lügen, die Manipulationen und die daraus resultierenden Straftaten im politischen Bereich auf, trotz, oder oftmals auch grade durch die gekauften und manipulierten Massenmedien wie dem Agitationspropaganda – Staatsfunk. Konsequenzen gleich Null, natürlich. Zuviele Mitläufer – u. Täter partizipieren zwischenzeitlich ungestraft auf unterschiedlichste Art, am grundkorrupten System.

    Gesetze werden inzwischen dem kriminellen Bedarf folgend, entsprechend in Windeseile, einfach umgeschrieben, niemand hindert sie mehr daran.
    Judikative, Legislative, Exekutive gar Gewaltenteilung? Fehlanzeige. Die Angsthierarchie in der Beamtenschaft greift bis runter zum Pförtner, wenn das Unrecht vorbei schreitet, wird stramm salutiert, der Gruß der Ehrerbietung in hündischer Unterwerfung vollzogen. "Gewaltenteilung" erfolgt nur noch einer Vorgabe folgend; "Teile und Herrsche", das jenes etablierte Recht der "Neuen Normalität".

    Wichtig auch für die Exekutive, speziell die Gesetzesanpassungen zur moralischen Legitimierung des voranschreitenden Unrechts.
    Der Polizist, der vorher noch zögerlich und abwägend, basierend auf rechtlichen Vorgaben, mit seinen von der Bevölkerung finanzierten Waffen rumhantierte, wem er nun den Knüppel, den Elektroschock oder gar die Kugel verpassen dürfe oder nicht. Dessen Gewissenskonflikt wird nun bald durch angepasste Gesetze aufgehoben, negiert.
    Wenn Dienstanweisung Nr. 8874..usw. ihm die dann nun "rechtliche Begründung und Handhabe liefert(Alles ab sofort Aluhutterroristen und Staatsfeinde)", dann wird gewissensfrei geknüppelt, geschockt und geschossen. Auf Befehl, versteht sich, die Schuld findet sich mal wieder im Deutschen Recht. Es ist das wichtigste für SIE, ihre Erfüllungsgehilfen bei Laune zu halten, das verbrecherische Tun zu legitimieren. Die Gesetze werden schlicht und ergreifend den Straftaten angepasst.
    Keine Gewissensbisse mehr, keine moralischen Überlegungen, keine Zweifel – nur noch der Befehl welcher von allen zwischenmenschlichen Überlegungen und Zweifeln befreit. So soll es sein, so hatten wir das schon. Also auch hier nichts Neues unter der Sonne.
    Doch es gibt Hoffnung, im Urteil gegen einen SS – Wachmann, mal wieder die übliche Vorzeigegerechtigkeit nach 70 Jahren,
    vernahm man von der Richterin am 23.07.2020 erstaunliches:

    "Der Befehl befreit Sie nicht von Schuld"

    Ganz offensichtlich, das Gesetz funktioniert im Jahr 2020 wie ersichtlich noch hervorragend, allerdings nur nach "unten".
    Für die höheren Ränge der "Bruderschaft der blassen Anusküsser" hatten Gesetze noch nie eine Bedeutung, es sei den sie generieren Profit, dann kann man sie auch schnell umschreiben.
    Doch auch dieser Ärger wird laut "verbrecherischem – Fünfjahresplan" bald ein Ende finden, nationale Gesetzgebung wird dann einfach durch übergeordnetes EU – Recht abgelöst. Also nicht so rumschreien mit dem Grundgesetz, das gilt eh nicht mehr lange, Panzer – Uschi hat´s schon im Focus, den Finger am Abzug, dafür hat man sie ja dort installiert.

    Wie auch immer, bei all dem fällt mir eine Liedstrophe ein, die mein Großvater oftmals zwischen Bierbüchsen und der TV – Übertragung aus dem Bundestagskasperletheater wutentbrannt, und bald besinnungslos vor Hass auf die Vaterlandsverräter, in den 70 ziger Jahren gebrüllt hat.
    Irgend so ein Propagandalied aus den 20 zigern glaube ich, die Strophe ging folgendermaßen:

    " Diese Säue, da reicht keine Faust, da reicht kein Stein, es muss eine Eisenstange sein, damit dreschen wir ihnen die Schädel ein"

    Irgendwie für viele Menschen auch heute noch eine Überlegung wert, zumindest wenn ich eine Menge Kommentare im Netz betrachte. Wollen wir alle hoffen das es nicht wieder soweit kommt.

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      Ich glaube das ist ein MUSS für die private Bibliothek.

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