Im Gespräch: Burkhard Voß („Albtraum Grenzenlosigkeit: Vom Urknall bis zur Flüchtlingskrise“)

Ist der Mensch das einzige Wesen, das Grenzen kennt? Falls ja, stellen sich gleich noch mehr Fragen: Kennen wir unsere Grenzen? Brauchen wir sie überhaupt? Der Begriff „Grenzenlosigkeit“ ist grundsätzlich eher negativ belegt. Verbindet man damit aber Begriffe wie Freiheit, soziales Miteinander oder Wörter wie Menschheitsfamilie, so möchte man kaum noch etwas von Grenzen hören.

Wo fangen natürliche Grenzen im sozialen Miteinander eigentlich an und wo hören menschengemachte Grenzen auf? Was bedeutet es eigentlich in einer „No Border – No Nation Gesellschaft“ zu leben? Degenerieren wir zum geistigen Einheitsbrei oder entwickeln wir uns doch noch zu Kants aufgeklärtem Menschheitsideal und überwinden die eigene Unmündigkeit?

Betrachtet man allein endlose und vor allem kostenintensive Debatten rund um das Thema „Gendern“, könnte man meinen, die Menschheit hätte kein anderes Problem, als sich um die korrekte Definition des Geschlechts zu kümmern. Die Entwicklung des Menschheitsgeschlecht an sich rückt dabei vollkommen in den Hintergrund.

Mit Dr. Burkhard Voß haben wir einen Arzt für Neurologie am Tisch, der mit seinem Buch „Albtraum Grenzenlosigkeit: Vom Urknall bis zur Flüchtlingskrise“ das Thema Freiheit ganz genau unter die Lupe nimmt. Welche Auswirkungen hat es, wenn Flüchtlinge en masse ins Land und dann allein gelassen werden? Wie kommt eine Gesellschaft klar, die totalitär regiert wird und überhaupt keine Freiheiten mehr besitzt?

In Zeiten von Corona sind diese Fragen mehr als relevant und sollten aus allen möglichen Perspektiven betrachtet werden. So frei, wie es nur geht. Denn Regeln und Einschränkungen haben wir aktuell ja schon genügend. Ob wir diese zu Recht haben, wird die Geschichte zeigen – oder eine aufgeklärte Gesellschaft, die sich mit Sinn und Verstand ihre Grenzen selbst gibt, ohne auf die Vorgaben einer Obrigkeit zu warten.

Inhaltsübersicht:

0:05:55 Corona und die Überempfindlichkeit der postmodernen Welt

0:14:03 Das Bewusstsein über die Endlichkeit des Menschen

0:23:33 Über die Gender-Ideologie

0:27:12 Natürliche Grenzerfahrungen und der Wunsch nach Unendlichkeit

0:34:57 Meinungsdiktatur und massenpsychologische Phänomene

0:50:50 Aufbrechen von Grenzen: Die Flüchtlingsthematik

1:04:05 Normierung des Menschen

1:08:52 Der Versuch die Natur zu überwinden

1:18:42 Digitalisierung und ihre Unberechenbarkeit

1:28:58 Bedarf nach gesteigerter Eigenverantwortlichkeit

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32 Kommentare zu: “Im Gespräch: Burkhard Voß („Albtraum Grenzenlosigkeit: Vom Urknall bis zur Flüchtlingskrise“)

  1. Der Lustgewinn, das Abenteuer, liegt doch in der Grenzüberschreitung, nicht im Gehorsam, schon gar nicht in der Befehlsausführung. Die Maske fallen lassen, mitten im Sonderzug nach Pankow, weil ich doch weiß welche Lügen dahinter stecken, Mündig bleiben, darum geht es!
    Herr Voß lief mit seinen Gedanken immer hinterher. Wie damals Laotse, musste Ken ihm seine Weisheit, mit der Voß sparsam umging, erst entreißen.
    Schade, ohne seine Black-Outs hätte es ein gutes Gespräch werden können.

  2. Die Digitalisierung bitte nicht überbewerten. Ich habe den Eindruck dass die Digitalisierung nun bereits zu massiven Problemen und Behinderungen führt. Spielsüchtige Kinder, Spiele sind überwiegend gewalttätig und zwar massiv gewalttätig. In den Spielen geht es überwiegend um Krieg. Die Kinder sind dadurch massiv beeinflusst, abgelenkt, nicht selbstständig, unfähig, die kommenden Generationen werden unfähig zu sein zu arbeiten, ein Handwerk auszuführen.
    Es werden viele Soziopathen die Schulen verlassen die keine Empathie haben, manipuliert durch die Selbstdarstellungen und Diffamierungen auf Youtube.
    Und in Europa haben wir nur negative Digitalisierung. Wir haben nur eine geringe IT Technologie und Programmierer müssen sich auch Großteils als Sklaven in Konzernen anbiedern.

    Wir leben in einem System das grenzenloses Wachstum fordert und zur Maxime erklärt. Also schneller weiter höher.
    Auch im Sport und in der Freizeit leben diese Maxime und natürlich in der Arbeit.
    Nun nur wir können die Erde nicht verlassen.

    rising appalachia scale down acoustic

    Es gibt Hoffnung, nur in Europa fürchte ich ziehen ganz dunkle Wolken auf, unsere Gesellschaft ist zu rücksichtslos, entfremdet vom Leben und der Liebe, manipuliert und fokussiert auf Materielles. Die Menschen in Europa werden durch die Politik mit Absicht in dieses finstere Zeitalter getrieben, so wie das im 3ten Reich auch möglich war.

  3. Ich fand dieses Interview war voll widersprüchlicher Aussagen und im Ganzen irgendwie nicht ganz schlüssig. Als man sich beispielsweise mit einzelnen Facetten der Grünen befasste ( ungefähr ab der 60. Minute), wurde meiner Meinung nach einiges grundsätzlich missverstanden. Vorweg möchte ich sagen, dass es es mir nicht darauf ankommt, die Partei Die Grünen zu idealisieren, die ich durchaus kritisch betrachte. Aber "Gleichheit" soll hier wohl nicht bedeuten , dass alles und jeder in ein identisches Raster gepresst werden muss um dann in eine genormten, von aussen aufgezwungenen Schablone zu passen. Es geht darum dass kein Menschenleben mehr oder weniger Wer hat als das andere. Eine Weltsicht, die übrigens auch dem eigenen Wohlbefinden dient und einem überflüssige Konflikte mit dem eigenen ich erspart; wenn man nämlich glaubt sich aufgrund von Niederlagen, Konkurrenzdenken oder kollektiven Herabsetzungen von anderen mit seinem "fehlendem Selbstwert" beschäftigen zu müssen. Als andere Option bliebe einem in so einem Fall wohl auch nur die Überkompensation des Egos mit dem darin eingebauten Zerstörungspotential. In einer Gesellschaft in der die Menschen ihren natürlichen Selbstwert erkennen, entwickelt sich automatisch eine Vielfalt und Lebendigkeit. Empathiefähigkeit und emotionale Intelligenz sind weitere Werte, die zum Erfolg so einer Gesellschaft beitragen können. Ich glaube nicht, dass irgendwer auf die Idee kommt jetzt 1,60 cm grosse Spieler in die NBA zu drücken. Das heisst aber nicht, dass man deshalb allen 1,60cm grossen Menschen verbieten muss, Basketball zu spielen. Oder Menschen mit Behinderungen. Es gibt auch Weltmeisterschaften für Rollstuhlbasketball. Und das ist nicht lächerlich oder "Kabarett", sondern etwas das vielen Menschen einen positiven Antrieb und Erfolgserlebnisse gibt. Es gibt übrigens auch eine feine Grenze zwischen Humor und blankem Zynismus.

  4. Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, warum die Mehrheit der Kommentare sich auf `Negatives` in den eigenen Interpretationen fokusiert 🙁
    Schade!

    Ich Danke nochmal für das sehr aufschlussreiche Interview!

    Zur Frage ca. bei 20:28
    " Wo wird Gehorsam schädlich?"

    Viellleicht dort, wo man die Frage an sich selbst:
    GILT eine (zugeschriebene) Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
    glaubt mit `ja` beantworten zu `müssen`?

    Glaube schon 😉
    … `nur` Mut und raus aus der `selbst verschuldeten` Unmündigkeit 😉

    und eine ergänzende These:

    Alles `müssen` ist im Kern ein `wollen`.

    und zu `Der Mensch kann die Krone der Schöpfung bleiben, wenn er den Machtanspruch auf die Krone aufgibt.`

    Dito … und damit den Anspruc auf Macht über andere(s) !

    Vielleicht hilft es, die so oft mit
    `geben` und `nehmen`
    benannten, auszugleichenden Pole unseres Handelns genauer mit
    `geben` und `empfangen`
    zu benennen?

    selbstgewählte Perspektiven 😉

    ! Evolution !

    Und viele Grüße in die Runde
    (Frau Illner sagte `früher` so schön: Viel Spass beim vermehren der gewonnenen Einsichten!)

  5. Ein Gespräch ohne Inhalt! Aber ein guter Satz war da dann doch: Die Genderideologie ist GAGA – sehr schön.

    Und hier ein Gespräch mit Inhalt:

    Das Gehorsamkeits-Experiment – Ein Interview mit dem Psychoanalytiker Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder

    https://www.youtube.com/watch?v=emd691bPDGM

    Fällt Ihnen der Unterschied auf Herr Voß?

  6. Die beiden Interview-Partner führen ein sachliches Gespräch und durchaus in Augenhöhe.
    Das Thema Grenzen ist etwas, das jeder in- und auswendig zu kennen glaubt und das zudem im Alltagsleben eher negativ besetzt ist, Fragen wie "'Wieviel kann ich in diesem Monat noch ausgeben", etc. sind eben nicht erheiternd.
    Interessant finde ich das Gespräch ab 1:12 Std.
    Ab 1:16:15 zählt Burkhard Voß die Gefahren auf, die er sieht, wenn Grenzen aufgegeben
    werden. Der total verfügbare Mensch.
    Und Menschen, die keine Heimat mehr haben, also nirgendwo mehr ankommen, würden orientierungslos und letztlich depressiv.
    Ab 1:18 Std. fragt Ken Jebsen: "Wo stehen wir 2050?" und ab 1:20 ist von der konservativen
    Gegenbewegung und im folgenden von der konservativen Revolution die Rede.
    Voraussetzung für die Eigenverantwortlichkeit (1:30 Std.) ist die Zuständigkeit und die
    erstreckt sich auf einen begrenzten (Verantwortungs)-Bereich.

    • Ein Gespräch auf Augenhöhe – also bitte! Ich kann und will mich gar nicht über zur sachlichen Kompetenz des Herrn Voß in diesem Format äußern, Interesse oder gar Appetit auf sein Buch hat dieses Gespräch bei mir keineswegs hervorgerufen.
      Und Gespräche "auf Augenhöhe" gibt es auf diesem Portal tatsächlich genügend – Hans Joachim Maaz, Markus Krall, Bernd Ebel, Rainer Mausfeld……

  7. Hier wird wieder auf philosophischer Ebene zusammengerührt, was nicht zusammenpasst:
    -Welche Wirkung von Spurenmolekülen ausgehen kann, sollte ein Mediziner wissen (CO2/Botox)
    -Dass die Mehrheit der Naturwissenschaftler den Klimawandel erkennen, ist kein Argument, sondern, dass die Indizien dafür sprechen.
    -Hinter den Klimaleugnern steht die starke Kohle/Öllobby.
    -Hinter der überzogenen CORONA-Hysterie stehen Pharma- und Finanzlobby. Trotzdem ist Corona auch nicht harmlos.
    Welche Meinung wie und von wem unterdrückt wird kann man sich über Rainer Mausfeld besser erklären. Nicht jeder Andersdenkende verdient unser Mitleid und manch schräger Vergleich wäre im Kabarett besser augehoben.
    Wischiwaschi, das man nicht braucht.

    • Die Mehrheit der Naturwissenschaftler erkennt den Klimawandel, weil die Indizien dafür sprechen. Das ist eine Frage des Weltbilds, ob man Naturwissenschaftler für eine Art Lohnschreiberlinge hält, oder nicht.

    • Gekaufte (Pseudo)Wissenschaft findet sich überall, wo es um viel Geld geht. Also um Gifte, wie Glyphosat, Antibiotikamissbrauch, Abgasnormen, Tempolimit, Wirtschaftspolitik und auch Umweltpolitik, zu der ja der Klimaschutz gehört. Heißt das Weltbild "Profit", wird Pseudowissenschaft zur Wahrheit. Ob 7 Mrd. Impfungen oder fossile Brennstoffe weiterhin "wissenschaftlich" gerechtfertigt sind, ist nur eine Frage des dahinterstehenden Profites. Mein Weltbild ist das nicht.

    • Das Word "Klimaschutz" ist schon ein Witz an sich.
      Wie wollen Sie etwas schützen, was per Definition eine "mindestens 30jährige regionale Wetterperiode" bedeutet?
      Oder kennen Sie alle Klimazonen auswendig?
      Was um Öl-Lobbys Willen ist denn ein Klimaleugner? Jemand der 30 Jahre Wetter leugnet?
      Ist Wissenschaft heute noch DIE Wissenschaft, wie wir sie vor 50 Jahren kannten oder ist diese mehr und mehr zur Prostitution freigegeben worden? Die Freier sind "Staat", Lobby und Co.

      Ich sehe die Evolution der Lüge, welche allerdings immer größer werden muss, um die vorangegangenen Lügen zu überdecken. Die geht einher mit der Gewalt, die die Lüge stützen muss, so wie die Lüge gleichsam die Gewalttäter stützt. Damit der systemimmanente Raub weiterhin stattfinden kann, bis Lüge und Gewalt am Ende sind.

      Da ist die sogenannte "Wissenschaft" längst mit eingebunden. Bloß blöd, wenn der Strompreis mit Energiewende den teuersten Strompreis der Welt verursacht. Tja Herr Trittin, die Energiewende wird uns monatlich soviel kosten wie 1 Kugeln Eis? Ganz beachtliche groß geworden – die Kugel. Da haben wir die Lüge.
      Und wie war das noch? Leute, die sich gegen Windbremsräder in der Nähe ihrer Häuser wehren, sollen halt gezwungen werden? Da haben wir die Gewalt.

    • @ Obst in AC

      "Ich sehe die Evolution der Lüge, welche allerdings immer größer werden muss, um die vorangegangenen Lügen zu überdecken."

      Danke, diese Entwicklung systempermanent, nicht nur die Wissenschaft "betreuend" wie wir sie heute kennen,
      sondern weitflächig um sich greifend und in ALLE Bereiche menschlichen Lebens kontinuierlich vordringend.

      Eine funktionale Scheinwelt die auf mehreren Ebenen hervorragend funktioniert, zielgerichtet hervorragend forciert
      wird.

  8. Das Gespräch ist überaus peinlich, weil exzessiv langweilig: Ein geistig weit überlegener Ken Jebsen "diskutiert" mit einem Psychiater, der sich – mit der Selbstgefälligkeit des Mediziners ausgestattet – zu geisteswissenschaftlichen Fragen äußern möchte, deren Antworten weit jenseits seines Bildungsniveaus liegen.
    "Was machen denn die 200 Gender-Professorinnen"? "Ja, die denken sich Sprachregelungen aus!"
    Ja, und was machen Psychiater, die den intellektuellen Tiefgang eines Bierdeckels haben?
    Sie langweilen offensichtlich die ZuschauerInnen (und Genderprofessorinnen) zu Tode.
    Good night and good luck!

    • "Was machen denn die 200 Gender-Professorinnen"? "Ja, die denken sich Sprachregelungen aus!"
      Ich finde die Antwort schlüssig. Was sollen 200 Gender Profs denn sonst machen?
      Es gibt nur 2 Geschlechter beim Säugetier sowie und geschlechtslose Wesen bei anderen Arten.
      Alles andere ist genetische Fehlbildung der Geschlechtsmerkmale die zwar zu Unannehmlichkeiten führt, doch steht für mich der Mensch im Mittelpunkt. Und der muss so gestärkt werden, dass das Leben trotzdem voran gehen kann.
      Alles andere ist Pseudowissenschaft bestens geeignet zur Zerstörung von Familie und natürlicher Entwicklung.
      Wenn aus Genderidiotie kleinen Kindern eingeredet wird, sie wären keine Mädchen oder Jungen und anschließend mit Hormonen modelliert wird, dann ist das ein abscheuliches Genderverbrechen.
      Und eine Professorin für das Einhorngeschlecht ist bestimmt auch unter den 200 Gestalten.

  9. Kurze Anmerkung, nicht zum Inhalt des Gesprächs, sondern nur zu Beziehung zwischen Ken Jebsen und Burkhard Voß.
    Da treffen 2 aufeinander die nicht miteinander können.
    Es erschließt sich mir nicht, was Herr Voß sich von diesem Gespräch erhoffte.
    Ganz sicher ist aber, das man mal wieder sieht das "Titel" nichts bedeuten.

    Herr Voß erscheint sehr schlecht vorbereitet gegenüber Ken. Über gestellte Fragen muß er lange nachdenken, ohne sie beantworten zu können.
    Herrn Voß's Blick geht ständig zur Seite oder nach unten.
    Er schüttelt seine Kopf, als wollte er sich befreien, was nicht gelingt.
    Spekulativ vermute ich bei Herr Voß einen übermächtigen Vater.
    Von einem selbstbewussten "starken" Mann interviewt zu werden versetzt ihn in seine ohnmächtige Situation seinem Vater gegenüber.
    Herr Lenz wäre hier besser positioniert. Oder alternativ eine Frau.
    Wie gesagt rein spekulativ.

    Natürlich kann man anderer Ansicht sein, man kann ihn sicherlich entschulden,
    fällt mir gerade aber schwer.

    Obwohl ich mich inhaltlich nicht äußern will, nur soviel: In diesem Gespräch kommt mir die Galle hoch.
    Das ist so oberflächlich, es werden einige bedeutende Themen angesprochen, und dann so billig abgehandelt.
    Das ist in der Literatur des 19.ten Jahrhunderts alles schon viel tiefer gesagt worden.
    Lesen bildet.

  10. Die Aufgabe eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie scheint es mir zu sein, dem, was das Gegenüber von sich erzählt, genau zuzuhören, sich darauf einzustellen, sich in einen Dialog mit „informierten Patienten“ zu begeben und die eigene fachliche Sichtweise so einzubringen, dass sie dem Gegenüber weiterhilft. Intellektuelle Streitgespräche sind da eher fehl am Platz.

    In dem Interview trafen daher sicher unterschiedliche Kommunikationsstile aufeinander. Aber ich fand es nicht schlimm, wenn das Gespräch streckenweise etwas holprig war. Ich hätte mir eher gewünscht, an solchen Stellen zu verweilen und mehr in die Tiefe zu gehen. Das Thema „Vom Urknall bis zur Flüchtlingskrise“ war ja wirklich sehr breit angelegt, und es endete nicht bei der Flüchtlingskrise, sondern umfasste auch Corona. Vielleicht hätte man von vornherein einen klareren Fokus festlegen sollen. Andererseits macht es auch Sinn, in Zeiten wie diesen ein brisantes Thema erstmal von allen Seiten zu umkreisen und an manchen Punkten Sprachlosigkeit zuzulassen. Brüchigkeit zuzulassen, Fragezeichen zuzulassen, Ambivalenz zuzulassen. Gerade das trägt dazu bei, Grenzen durchlässiger zu machen.

  11. Eine kleine biologische Kritik. Evolution hat immer Grenzen gesprengt d.h. unser Wunsch Grenzen zu überwinden ist Teil der Evolution. Beispiele gibts viele, klassisch ist Wunsch nach Besiedelung in zuerst mal lebenfeindlicher Umgebung. Das meiste Leben war am Anfang im Meer, bei relativ konstanter Temperatur. Und dann wurden alle Grenzen auf der Erde evolutionär gesprengt und neu wollen wir ja in den Weltraum, Das muss so sein und ist sicher nicht krankhaft.

  12. Ein sichtlich, überforderter und bemühter Burkhard Voß und ein Ken Jebsen, der sich seine Thesen bestätigen lässt – das Gespräch hätte man nicht veröffentlichen müssen – nun, es ist nicht jeder als Rhetoriker auf die Welt gekommen.

    Trotz alledem, weitermachen!

    • Gut beobachtet, vielleicht muss Ken manchmal einen anderen Befrager nehmen, wenn er erkennt (Vorgespräch), dass er selber 1. breiteres Wissen hat und 2. er viel schneller Denken kann. An sich sind ja die Kernaussagen des Herrn Voss durchaus wertvoll.

  13. Danke für das sehr aufschlussreiche Interview!

    Zur Frage ca. bei 20:28
    " Wo wird Gehorsam schädlich?"

    Viellleicht dort, wo man die Frage an sich selbst:
    GILT eine (zugeschriebene) Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
    glaubt mit `ja` beantworten zu `müssen`?

    Glaube schon 😉
    … `nur` Mut und raus aus der `selbst verschuldeten` Unmündigkeit 😉

    und eine ergänzende These:

    Alles `müssen` ist im Kern ein `wollen`.

    Und viele Grüße in die Runde
    (Frau Illner sagte `früher` so schön: Viel Spass beim vermehren der gewonnenen Einsichten!)

    • `Der Mensch kann die Krone der Schöpfung bleiben,
      wenn er den Machtanspruch auf die Krone aufgibt.`

      dito … und damit den Anspruc auf Macht über andere(s) !

      Vielleicht hilft es, die so oft mit
      `geben` und `nehmen`
      benannten, auszugleichenden Pole unseres Handelns genauer mit
      `geben` und `empfangen`
      zu benennen?

      Perspektive 😉

      ! Evolution !

  14. Na ja, die Grenzen sind auch nur fiktive welche. Entstanden in Hirnen als Fiktionen. Der Author ist mehr Author als Rhetoriker. Ken Jepsen hatte Muehe, sich auf so einen Interviewpartner einzustellen und weitere Einsichten herauszukitzeln. Streckenweise ermuedendes Ringen um Worte und und Vorstellungen.

  15. Der Frame mit den Leuten, die ihre Ausweisdokumente absichtlich vernichten um… nicht akzeptabel. Klischee ohne Relevanz. Arbeiten gehen als Bürgertugend, und schon wieder Grundgesetz als Schlaginstrument. Bald bin ich hier raus aus dem Interview.

  16. Islam mit dem Grundgesetz nicht kompatibel? Das Grundgesetz ist doch selber gar nicht konsistent. Christentum ist genauso inkompatibel, wie Islam.
    So oder so, die Leute müssen sich eben vernünftig benehmen, vor allem miteinander reden. Ihre Kinder auf die Schulen schicken und so. Wenn wir Extrawürste für irgendwelche "Religionen" erlauben, ist das doch unser Problem. An denen ist doch nichts falsch deshalb.

  17. Ob Gehorsam gut ist ist eine Vertrauensfrage. Wenn wir nur so tun müssen, als ob wir unserem Führer vertrauen, dann ist auch Gehorsam schlecht. Sind wir aber überzeugt: Tja, mehr, als Überzeugung gibt es nun mal nicht. Wenn der Gehorsam trotzdem falsch ist, treffen wir hoffentlich auf den richtigen Wachtturmhalter, oder weiß der Teufel wen, der uns darauf aufmerksam macht. Möglicherweise vertrauen wir auch in den Charakter des Führers, aber nicht in seine Kompetenz.

  18. Auch wieder ein interessantes Interview mit einem sympathischen Gast, wenn auch ein Gespräch, dass das Thema eher umkreist… Soweit ich es verstanden habe, war das, was da umkreist wurde, die Frage, ob Grenzen nur restriktiv oder auch notwendig sind. Das schloss Grenzen der individuellen Freiheit mit ein.

    Ausgehend von der Natur und davon, dass selbst die menschliche Zelle klare Regeln dafür hat, was in sie reinkommt, war es eher ein Bekenntnis zu Grenzen. Allerdings sollten diese keine hermetische Abriegelung darstellen, sondern durchlässig sein. Friedhöfe für Lesben wurden als zu abriegelnd empfunden, „Gender“ als soziales Konstrukt und die tendenzielle Auflösung von Nationalstaaten wie auch von kulturellen Identitäten in der Globalisierung als entgrenzend bzw. als Ausdruck von Grenzenlosigkeit. Ein weites Feld also… und zwischendrin immer mal wieder Corona und die Masken…

    Ich finde es gut, wenn Themen aus einer höheren Warte, mit etwas philosophischem Blick, erörtert werden. Ich fand auch den Gedanken gut, dass die Durchlässigkeit von Grenzen individuell bestimmt werden oder bestimmbar sein sollte. Dem stand gegenüber, dass Menschen auch Grenzen brauchen und der Staat – zum Beispiel, wenn er seiner Rolle, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, gerecht werden will – Grenzen setzen muss. Wie das nun mit der persönlichen Freiheit des Einzelnen kollidiert bzw. wie der daraus resultierende Widerspruch aufgelöst werden könnte, blieb eher offen.

    Wahrscheinlich geht das nur, wenn auch der Staat keine Grenzen „aus Beton“ setzt, andererseits aber der Einzelne nicht so verschlossen ist, dass er sich nur noch eingegrenzt, eingesperrt und abgeriegelt fühlt. Naja und abgestempelt: Das scheint für die Nicht-Masken-Träger ein Problem. Also die Wahrnehmung, dass sie von der Gesellschaft abgelehnt werden, wenn sie sich dem Zwang zur Konformität, aus ihrer Sicht symbolisiert im Maskentragen, nicht unterwerfen.

    Ich als jemand, die Masken nicht mag, weil es sich darunter schlecht atmet, sie aber trage, weil ich glaube, dass sie ein Stückweit schützen können – ich sehe da durchaus Spielraum für individuelles Verhalten. Viele nehmen sich die Freiheit, Masken nicht oder nicht immer aufzusetzen. Und das wird fast immer gesellschaftlich toleriert. Allerdings sollte ein Maskenloser, der sich mir in der Straßenbahn direkt gegenübersetzt, schon auch tolerieren, wenn ich mir dann einen anderen Platz suche, weil meine Zellen sagen: „Virus?? Kommt bei uns nicht rein!!“

    • Agit – Prop – Trolle wie Ania.

      PART I: Erst wird geschmeichelt, "Oh tolles Interview, wie schön, wie fein, wie überaus interessant".
      PART II: Es folgt eine Phase belanglosen BlahBlahs um den Themenkomplex herum.
      PART III: Dann kommt der Teil was man glaubt, denkt, sich vorstellen könnte, noch 1 – 2 Fragen.
      PART IV: Folgend dann, man verstände ja, doch leider, aber vielleicht doch……….
      PART V: Zum Schluss die persönliche Einschätzung, das Ganze durch die Bank triefend von Staatstragenden –
      u. bejahenden Eindrücken.

      Agitation und unterschwellige Manipulation pur. Es ist schlimm, ja, manches kann man nicht verstehen, aber die staatlichen Maßnahmen werden schon Sinn machen, zumindest verhält man sich durch die Blume diesen entsprechend. So oder eben ein wenig andersrum, läuft das bei Ania immer ab, zwischenzeitlich saut sie jetzt in jeden Thread.

      Ania: „Virus?? Kommt bei uns nicht rein!!“

      TROLLE, kommen bei uns nicht rein!

    • @ Anja, muss Sie leider enttäuschen, ist natürlich Ihr gutes Recht keinen Virus in Ihren Körper mehr lassen zu wollen. Aber da hilft eine Maske allein, gleich welche, garantiert nicht 🙁 Sie sollten schon einen Vollschutz Anzug tragen. Allerdings müssen Sie sich dann auch intravenös ernähren, ansonsten kommen Viren wieder über die Nahrung in Ihren Körper. Wollen Sie wirklich so "leben"?

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