Christoph Pfluger über die Exponentialfunktion und endliches Wirtschaftswachstum

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Christoph Pfluger – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/pfluger/

Geld ist Macht.

Diese Macht kann nur ausüben, wer über drei Fähigkeiten verfügt. Er muss Geld aus dem Nichts schaffen können, um es Dritten dann gegen mehr Geld zu verleihen. Er muss dafür sorgen, dass dieses Geld mit Zinsen zurückbezahlt werden muss, so dass die verleihenden Privatbanken und ihre Besitzer immer reicher werden. Und er muss dafür sorgen, dass dieses Betrugssystem den Massen unbekannt bleibt. Nur so können etwa 0,000001% der Vermögenden den großen Rest der über 99,999999% für sich schuften lassen.

Moderne Sklaverei getarnt mit dem Begriff „Finanzdienstleistung“.

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar noch vor morgen Früh.“ – Henry Ford.

Revolutionen haben viele Namen. Werden sie von den Eliten eingefädelt, nennen sie sich aktuell Demokratieexport und kommen nicht ohne Bombenteppiche aus. Krieg und unser exponentiell wachsendes Geldsystem bedingen einander. Um immer höhere Zinsen und Zinseszinsen bedienen zu können, reicht es ab Punkt X nicht mehr, die Löhne zu Senken, die Preise zu erhöhen oder immer mehr Jobs von Maschinen erledigen zu lassen, während das Heer der Arbeitslosen wächst. Dann muss man an die Rohstoffe, die benötigt werden, um überhaupt zu produzieren, immer billiger heran. Raub ist die Folge, getarnt als „Peacekeeping Operation“.

Unser Geld ist eine gigantische Fehlkonstruktion. Diese gilt es zu enttarnen und zu benennen, auf das dann ein neues, das nächste Geld kreiert werden kann. Geld, das den Menschen nützt und ohne Krieg auskommt, und das nicht permanente Umverteilung von unten nach ganz oben organisiert.

Wie könnte dieses „Nächste Geld“ funktionieren? Welche Hindernisse müssen beseitigt werden, um es einzuführen? Wer soll dieses Geld erschaffen, und wer kontrolliert es in der Zukunft?

KenFM traf Christoph Pfluger in Zürich. Der Schweizer Journalist und Verleger ist Autor des Buches „Das nächste Geld“ und hat sich jahrelang mit der Materie beschäftigt. Wir können sein Buch wärmstens empfehlen, denn es räumt mit zahllosen Mythen über unser Geld und unser Finanzsystem auf. Vor allem aber zeigt es einen Ausweg aus der globalen Krise, die genau genommen eine Geldkrise ist. Und das ganze in einer Sprache, die jeder versteht!

Auch wer sich bisher nur wenig mit dem Thema beschäftigt hat, kommt daher am Ende des Buches zu der Erkenntnis, dass ein neues, faires Geld schnell umgesetzt werden kann!

WIR, die 99%, müssen es nur wollen. Dazu aber müssen wir das aktuelle Geld und seinen zerstörerischen Mechanismus erst einmal erkennen. Bildung ist der Schlüssel. Nutze ihn.

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3 Kommentare zu: “Christoph Pfluger über die Exponentialfunktion und endliches Wirtschaftswachstum

  1. Das „exponentiell“ in „unser exponentiell wachsendes Geldsystem“ ist schon richtig. Ich würde das ganze aber auf „unsere exponentiell wachsende Gesellschaft“ erweitern. Die exponentiell wachsenden Geldmengen sind nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems, welches menschliche Gesellschaften bspw. mit Bakterienstämmen gemeinsam haben. Lebensformen im Allgemeinen, denen keine natürlichen Grenzen entgegengesetzt werden, scheinen die Eigenschaft zu haben, sich unkontrolliert zu vermehren. Da der Mensch auf Grund seiner Intelligenz dazu in der Lage war, nahezu alle seiner natürlichen Begrenzungen durch Technologie zu überwinden, trifft auf ihn genau dasselbe zu.

    Niemand wird in unserer Gesellschaft gezwungen, immer mehr Reichtum und Macht anzuhäufen. Das machen die Menschen aus komplett eigenem Antrieb. Die überwiegende Mehrheit der Menschen will immer mehr SUVs, Flugzeug-Reisen, Fleisch, Smartphones, Eigenheime, etc. pp. Genau das haben die etablierten Parteien in der Politik verstanden, weswegen sie auch nach wie vor noch an der Macht sind. Eine bedeutende Mehrheit in der Gesellschaft, die die Quelle des Reichtums der saturierten Deutschen und aller anderen westlichen Gesellschaften ernsthaft in Frage stellt, ist nirgendwo zu erkennen.

  2. Und genau dieses Thema sollte überall in den Fokus rücken. Alles andere ist deshalb nicht unwichtig, aber das hier ist die Wurzel des Übels, der Rest hängt mit dran. Wenn gute Dinge scheitern, dann in aller Regel aus „Geldmangel“.

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