Im Gespräch: Christoph Pfluger („Die Strategie der friedlichen Umwälzung: Eine Antwort auf die Machtfrage“)

Lachen hält jung und gesund. Selbst die Kanzlerin hat unlängst empfohlen, eher ein entspanntes Lächeln zu verwenden, als einen ernsten Handschlag.

Wer die Macht des Geldes und damit den Ernst der finanziellen Lage auf dieser Welt einmal durchschaut hat, kann das ganze betrügerische System, auf Pump, auf Kosten der ärmeren Weltbevölkerung und auf Profitgier ausgerichtet, nur noch mit einem Schmunzeln im Gesicht ernst nehmen. Wie absurd eine Geldschöpfung aus dem Nichts ist, wie fragil das unser gesamtes Leben macht, das erfahren wir ganz aktuell. Und seien wir ehrlich – wir hätten es wissen können.

Die Börse crasht, aber was heißt das? Zum größten Teil nicht reales Geld verliert einen nicht realen Wert. Real sollte das eigentlich egal sein. Dumm nur, dass wir unseren Glauben und damit unser Vertrauen auf genau dieses Fundament gesetzt haben. Irrsinn? Ja. Künstlich? Ja. Funktioniert aber. Kunstdünger funktioniert ja auch.

Im Gespräch mit Christoph Pfluger analysieren wir noch einmal, wie dieses System überhaupt so weit in den Irrsinn getrieben werden konnte und erklären, was es mit so irreführenden Begriffen wie Minuszinsen, Warenkorb und Bruttoinlandsprodukt auf sich hat.

So trocken wie das klingt, so heiter wird es im Gespräch. Denn, wenn es stimmt, dass alles nur Glaube ist, wenn fast alles nur virtuell existiert, dann kann man, so Pfluger, Geld doch auch verschenken. Eine Maßnahme, die befreit. Ein schönes Gefühl – bringt Freude und entspannt vollkommen.

Lust auf weitere schöne Ideen? Einfach mal runter vom Panik-Knopf und zuhören.

Inhaltsübersicht:

0:04:11 Mit Humor gegen die Macht des Geldes

0:09:54 Vom Jäger und Sammler zum Geldsammler

0:16:43 Die Jubeljahre – ein vergessenes Verrechnungssystem

0:21:22 Der Zusammenhang von Geld und Krieg

0:30:33 Geldschöpfung aus dem Nichts

0:42:17 Negativzins – denn sie wissen, was sie tun

0:46:56 Der Warenkorb und das BIP

0:52:51 Den Gegner ausfindig machen und überlisten

1:05:08 Geld verschenken

1:13:45 Soziale Homöopathie

1:27:31 Im Kleinen Großes erreichen

1:31:48 Die Welt nach einem Reset

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14 Kommentare zu: “Im Gespräch: Christoph Pfluger („Die Strategie der friedlichen Umwälzung: Eine Antwort auf die Machtfrage“)

  1. Das Interview gefällt mir sehr gut, vor allem die eindeutigen Begriffe und Erklärungen.
    Ein Lachen allerdings gelang mir an keiner Stelle, ist aber auch nicht nötig.
    Wenn ich mir vorstelle, wie Joseph Beuys und Christoph Pfluger zusammen eine
    tolle Fluxus-Aktion zustande gebracht haben könnten!!!

    Zum Thema Geld verschenken – Tun wir das nicht alle längst, wenn wir überlegen,
    wieviel wir für sinnvolle Projekte erübrigen können?
    Zur Symbolik und Klarheit in der Sprache:
    Wer sagt, er habe sein Vermögen clever und zum richtigen Zeitpunkt mit Geldanlagen
    gemacht, stolz auf sein Portfolio ist, und uns heute sagt, dass nur Freundschaften zählen –
    was soll ich davon halten?
    Ich bin fürs Ehrlichmachen!
    Geld arbeitet nicht! Mit Spekulationen und Wetten verdient man kein Geld.
    Eine Schülerin vor ca. 20 Jahren begeistert: "Wir sind die Siegergruppe im Börsenspiel! Wir haben 70.000 DM verdient. "Geld verdienen" will ich in dem Zusammenhang nicht mehr hören. Ihr habt gezockt!" war meine Antwort. Monopoly-Spiele waren noch früher in Mode.
    Durch die Aufhebung des Trennbankensystem (Oskar Lafontaine und sein franz. Finanzminister-Kollege Dominik Strauß-Kahn hielten damals dagegen) wurde möglich, dass auch unsere Einlagen zu Spielgeld wurden. Bisher Verbotenes wurde erlaubt, Erlaubtes irgendwann zur Regel. Ein neuer Sprachgebrauch ging damit einher. Sogenannte 'Investments', ein Sammelbegriff für alles was aus Geld noch mehr Geld macht, sog., weil
    sie sich ganz wesentlich von den Investitionen in der Realwirtschaft unterscheiden, wo der
    Unternehmer seinen Investitionsaufwand über den Preis am Absatzmarkt gewinnbringend
    rentabel macht.
    Dass die sog. Investoren genau wissen, dass das irgendwie doch nur Luftnummern
    sind, sieht man daran, dass das Spielgeld in der Krise den sicheren Hafen der Sachwerte
    sucht, was die Nachfrage z.B nach Immobilien hochschnellen lässt und den Erwerb mit Krediten und
    mühsam erworbenem Ersparten erschwert. Dem kann man sich ganz klar widersetzen, indem man bei seiner Begrifflichkeit bleibt.
    Nachfolgend eine Video-Serie
    https://www.arte.tv/de/videos/083305-001-A/arbeit-lohn-profit-arbeit/

    Ich kann sie nicht beurteilen. Auf die Schnelle habe ich erst einmal abschnittsweise
    reingehört. Aber was ich vernahm, war eine sorgfältige Herausarbeitung der Begriffe, mit denen hantiert wird. So etwas hilft enorm beim Weiterdenken.
    Die Dogmen der Neoliberalen dagegen sind ebenso schlicht wie das Menschenbild falsch. Dieses Einfältige aber ist es, warum es scheinbar so verständlich und jedermann/frau einleuchtend ist.

    Die Aufhebung des Trennbankensystems hat zudem die Verwobenheit der Realwirtschaft (also Produktion, Warenhandel, Dienstleistung) mit dem sich gigantisch aufblähenden Geldsystem nahezu vollkommen gemacht.
    Die Derivate-Kreationen, Steuertricks (z.B durch Firmen-Verschachtelungen, Gewinneverschiebungen und die Bankgeschäfte der Schattenbanken, völlig unreguliert, aber große Summen bewegend, alles noch beschleunigt durch einen Hochfrequenzhandel) nahm
    immer mehr Fahrt auf.
    Viel zu viele Politiker wie Banker schienen lange Zeit fasziniert von dem "Wachstum" in diesem Geldhandel und Regierungen buhlten um die Gunst der großen Player, boten ihnen
    allerlei Lockangebote (Grundstücke, Steuervorteile), ein Wettbewerb also um die günstigsten
    "Steuerkonditionen", sogar ein Wettbewerb der Staaten um Steuervorteile entstand.
    Das alles ist bekannt und Kritiker und Ökonomen aus dem Bereich Alternative Wirtschaftspolitik, Plurale Ökonomik u.ä. machen längst Vorschläge wie man diese Auswüchse eindämmen und die Banken wieder zu Dienstleistern machten könnte, die das Geld der Sparer sicher anlegen und Privatleuten und Unternehmern Kredite einräumen würden.
    Rudolf Hickel z.B. 2012 mit seiner Streitschrift "Zerschlagt die Banken – Entmachtet die Finanzmärkte'.
    Gute Ideen müssen genügend Unterstützung finden und selbst dann gibt es genug Lobbyisten,
    die die Umsetzung verhindern etwa in der Politikberatung. Schon an den Universitäten, wo
    heute Drittmittel eingeworben werden müssen, wo Lehrinhalte durch Lehrbücher und Professuren-Besetzungen
    bestimmt werden.

    Das Hauptproblem ist aber der Übergang von einem etablierten Wirtschaftssystem in ein
    anderes wünschenswerteres. Die 'nervösen Märkte' reagieren auf jede noch so kleine Andeutung einer
    Änderung. Im Übergang gilt es möglichst viel an sich zu ziehen, um beim Neustart sofort ganz vorne mit dabei zu sein.
    Und jedes noch so schlechte System hat große Nutznießer, die ihre Pfründe verteidigen.
    So funktionieren ja auch die Korruption und die Mafia.

    Der ganz große Wurf, also ein anderes Wirtschaften fordern ist das eine, die Phase der
    Transformation das andere. Es ist schwer in dieser Verwobenheit Neuerungen einzuführen,
    ohne große negative Folgen für die Schutzbedürftigsten in der Gesellschaft und die Widerstände der
    Lobbygruppen, NGOs und durch sie beeinflusste Politiker ist riesig.
    Ideal wäre ganz pragmatisch:
    Welche Organisationsform ist die geeignetste für einzelne Wirtschaftsbereiche,
    was funktioniert am besten als Gemeinwohlwirtschaft bei größtmöglicher Eigenverantwortung im demokratisch geregelten Verbund mit einander, was muss staatlich (kommunal) bewirtschaftet werden (etwa öffentl. Nahverkehr, Anbieter von Wasser, Strom Gas), was funktioniert privatwirtschaftlich (das Handwerk, Bäcker z.B., Gerätehersteller, Mode wo wir eine Auswahl haben wollen) und wo wäre eine Mischform sinnvoll? Wo große Zukunftsprojekte entwickelt, erprobt und zur Anwendungsreife gebracht werden und dafür Fördermittel gezahlt werden, wäre eine öffentliche Teilhabe und Mitsprache ganz wichtig.

    Noch einmal zu den ganz Schlauen: "Verdienen" sich ein Vermögen und belehren in der Krise und wenn die Einschläge näher kommen, die anderen: "Bringt euer Geld in Sicherheit. Nehmt keine Darlehen auf." WER sagt eigentlich so was?
    Und was soll derjenige machen, der nach 2008/9 eine Eigentumswohnung, einen Hausbau
    auch mit Darlehnsanteil gekauft, gebaut hat. Soll der jetzt panisch alles verkaufen und
    wieder zur Miete leben? Solche "gemachten Leute" würden dir lächelnd erklären: ja!
    denn der Crash kommt!
    Aber die Zusammenhänge sind weit größer. Auch der Finanzminister hat Geld in na ja, dubiosen Anlagen angelegt.
    Versicherungsnehmer von Verträgen gegen allerlei Wechselfälle des Lebens, wie es so schön heißt, vertrauen darauf,
    dass im Schadensfall die Versicherung zahlt. Auch Versicherungen
    allerdings legen das Geld (die Versicherungsprämien) mehr oder weniger spekulativ an.
    Und die großen Wohnungsunternehmen wurden von noch größeren 'Investoren' übernommen.

    Ich unterscheide echte Investitionen von sog. Investments durch die Fristigkeit und durch
    den Zweck. Gewinne machen durch Unternehmertätigkeit ist langfristig und muss sich
    bewähren, denn schlechte Produkte kauft keiner. Sog. Investments nehmen im Vorbeiziehen und durch ständiges Umschichten, Managen, (hin- und herschieben) Kurs-Unterschiede zwischen 2 Zeitpunkten mit, ohne jedes Interesse an einer echten Leistung, die ihr Investment hervorbringt. Weshalb ja auch die DAX-Indizes keine Anzeichen für gute oder schlechte Unternehmensführung/Unternehmensergebnisse mehr sind.

    Ich beschränke mich hier ganz bewusst auf Deutschland (denn wenn man den Kreis weiter zieht, muss man auch an die Summen denken, die die großen Pensionen der Amerikaner
    verwalten und sich in unsere größten (DAX)-Unternehmen eingekauft haben und jederzeit
    verschieben und umschichten können, wenn sich mit anderen Anlageformen ein Vorteil mitnehmen lässt. Kursunterschied große "Mitnahmegewinne" verspricht.
    Unregulierte Schattenbanken, von denen man noch nicht einmal die Höhe der Anlagensummen kennt, hätte man verhindern müssen, weil sie – gerade um der Aufsicht und kontrolle zu entgehen – gegründet wurden, und deshalb das ganze Finanzsystem besonders gefährden.

    Was verboten war, wurde, wie schon gesagt, zugelassen und zur ganz 'normalen' Geschäftstätigkeit erhoben. Man hat besonders gern auch das kleine Geld vom Normalverbraucher genommen, (nicht aus sozialem Engagement, eher zur Argumentation sozusagen als Schutzschilde gegen "unzumutbare" Einschränkungen.
    (so wie beim Vorschlag zur Besteuerung von Vermögen sofort "der Oma ihr klein Häuschen"
    argumentiert wird).

    Kurz, alles ist so mit einander verwoben, dass jede Einschränkung darauf abgeklopft werden muss, wie sich das aufs Gemeinwohl, die Daseinsfürsorge auswirkt.
    Umgekehrt hat man leider zugelassen, dass Sektoren der Daseinsfürsorge, Mieten, Wasser, Strom, Gesundheit privatisiert und damit zu Profitquellen für wenige wurden.

    Das alles ist bekannt, doch Ökonomen, die etwas ändern sollen und wollen, bedenken das alles zusammengenommen mit und finden dann Regelwerke, die der großen Mehrheit der Bevölkerung dienen würden.
    Ein gutes Konzept haben, ist das eine, es durchzusetzen, das andere.
    Und so bleiben viele gute Vorschläge und fertige Konzepte ungenutzt und verstauben in
    Bücherregalen.

    Fazit: Das Wohl der Mehrheit der Bevölkerung muss Ziel sein, die Grundbedürfnisse der Menschen und die Funktionsfähigkeit von Demokratie.
    Nicht Ideologien, Menschen sind Zwecke und die Mittel dahin sind vielfältig und
    alle darauf abzuklopfen, ob sie uns diesem Ziel näherbringen oder weg davon führen.
    John Rawls "eine Theorie der Gerechtigkeit" z.B. hat solchen Pragmatismus herausgearbeitet,
    etwa: eine neue Regel MUSS dem Schwächsten dienen, dem stärkeren KANN sie dienen.
    Und eine faire Regel findet man am besten, wenn man zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß,
    welche Rolle man selbst darin hat.

    Unsere Parteiendemokratie ist zu solchen Findungen von Regelwerken aber nicht fähig.
    Das müsste schon ein Bevölkerungsquerschnitt sein, der dazu auch noch in einem
    Beruf verhaftet ist, der ihm nach Ende seiner Zeit im Parlament weiter ernährt.

  2. Das Gespräch legt die Wurzeln der RELIGION des Kapitalismus und seines Geldes frei.

    Diese Religion ist eine gefährliche, sehr weit verbreitete, Illusion, die uns Menschen bereits absehbar durch den ihr innewohnenden exponentiellen Wachstumszwang und gnadenlose Konkurrenz ins Verderben führen kann. Sie führt zu einer Versklavung durch das Kapital, dem letztlich alles (auf dem Altar der globalisierten und privatisierten Welt) geopfert wird.

    Diese Wahrheit sollte bestmöglich verbreitet werden auf alle gewaltfreien Arten, auch mit sozialer Homöopathie, um damit unsere Herzen und Gehirne zu öffnen für Erfolg versprechendere Geld- und Wirtschaftssysteme wie

    Die Humane Marktwirtschaft (HMW)
    https://kenfm.de/peter-haisenko-hubert-von-brunn/

    in Kombination & Kooperation mit

    der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ):
    https://www.youtube.com/watch?v=oUZySOmhxCs&list=PL7pjVBO0Oar43wyW6s436SbkKQGuDsJ38&index=1

  3. Die Bundeskanzlerin hat ihr Motto auf ihrer Webseite bislang nicht abgeändert.

    "Die Wirtschaft muss den Menschen dienen. Eine starke Wirtschaft ist Voraussetzung dafür, dass die Menschen gut und sicher in unserem Land leben, dass sie ihren eigenen Weg gehen und ihre Träume verwirklichen können. "

    FAZ am 07.08.2001
    CDU-Vorstand billigt Merkel-Papier zur sozialen Marktwirtschaft

    Spiegel am 12.06.2006
    Die Merkel-Loge
    Angela Merkel hat ihre Macht mit einem dichtgewebten Kontrollsystem abgesichert. Ihr innerster Zirkel funktioniert wie ein Geheimbund – nach außen gilt äußerste Verschwiegenheit.

    Focus am 15.08.2009
    Merkels Drei-Worte-Plan„Wachstum schafft Arbeit“

    Spiegel am 09.11.2009
    Die Schläferin
    Nicht Frau Merkels Ausdauer im chaotischen Herbst '89 ist verantwortlich dafür, dass die jetzt mächtigste Frau der Welt Politikerin wurde.

    wirtschaft-com am 10.05.2012
    Merkel: „Wachstum auf Pump würde uns zurückwerfen“

    n-tv am 22.10.2012
    Merkel wirbt für Rüstungsexporte

    Handelsblatt am 20.02.2013
    „Mehr als instinktlos“
    Wirbel um Merkels enge Banker-Kontakte

    Spiegel am 20.01.2016
    Wolfgang Schnur
    Der Mann, der Angela Merkel entdeckte, ist tot

    Er arbeitete an der demokratischen Wende in der DDR und engagierte in jenen Tagen Angela Merkel als Pressesprecherin – später flog seine Stasi-Mitarbeit auf.

    Nachdenkseiten am 24. Mai 2017
    Das Beispiel „Exportüberschüsse“ zeigt: Merkel betreibt eine Politik gegen die eigene Bevölkerung

    Web am 09. September 2017
    Günstige Wahlkampfflüge: Untreue-Anzeige gegen Angela Merkel

    Es hat auch schon mal im Zusammenhang mit Frau Merkel sehr vereinzelt positive Schlagzeilen gegeben:

    "Merkel-Regierung verlängert anscheinend Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien"

    Die Forderung nach einer CO2-Bepreisung kommt etwa auch von Bündnis 90/ Grüne oder der SPD, aber sie enthält mehrere Logikfehler:

    Welt am 09.09.2019
    Als es um eine CO2-Bepreisung geht, wird Merkel emotional

    Aber es ist nicht nur Frau Merkel allein, die mit einem völlig fehlerhaften Weltbild auffällt:

    Focus am 15.04.2020
    Brief an EKD-Ratsvorsitzenden
    Wirtschaftsrat der CDU: Bischof Bedford-Strohm missbraucht Amt für politische Botschaft

    Beatrix von Storch (AfD) findet dies auch und behauptet:
    Jetzt auf Kirchensteuer verzichten und nicht Leistungsträger bestrafen

    Gleichzeitig darf man es nicht vergessen, dass es nicht besonders einfach ist das fehlerhafte System zu verstehen.

    Jüngere Politiker sind oft eher in der Lage das Systemversagen zu bemerken.
    Im Internet forderte daher jüngst der Grünen-Stadtrat Robert Schlick (29) ein "Absaufen" großer Teile der Weltwirtschaft.

    Ich selbst halte es auch für wahrscheinlich, dass dies die einzige Möglichkeit ist, die derzeit fehlerhafte Politik zu beenden.

    Insofern hat Frau Merkel zurzeit vermutlich nur diese einzige Möglichkeit, um eine andere Politik zu machen.

  4. Super!!….. die Spiritualität des "Geldes". Leider wird dies nicht mal annähernd von den Menschen begriffen.

    Begreifen heißt verstehen und die Verdichtungstendenz des heutigen "Geldes" durch Bewusstsein zu durchlüften um es in die Heilung zu führen. Um das zu erreichen muss der GEIST frei sein, das RECHT auf Gleichheit gründen und die WIRTSCHAFT auf liebevolle Geschwisterlichkeit beruhen.

    Das "Geld" muss die Funktion eines Fahrzeuges haben, dass die "schöpferische Tätigkeit und den Willensausdruck des Menschen" durch die drei Grundpfeiler (Wirtschaft, Recht und Geist/Kultur) führt. Die Funktion des "Geldes" durchlebt sozusagen unterschiedliche Aggregatzustände von Sammlung, Fliesen bis hin zur Auflösung/Schöpfung, Sammlung , Fließen usw.

    Um sich dieser Ansicht zu nähern bedarf es ein tiefes Verständnis von Lebensprozessen. Einem wahrhaften Künstler fallen diese Beziehungsabläufe leichter als einem ausgebildeten Ökonom, der heute ehr einem Auftrags-Killer gleicht. Betriebswirtschaft wird heute in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen gelehrt und gründet auf ein starres Gedankengebäude eines einzigen Axiom, dass alles meßbar, berechenbar und in Zahlen ausdrückt. Spiritualität fängt da an wo Stofflichkeit sich in Liebe auflöst. Unser Denken ist in Konzepten und Ideologien gefangen. In der Astrophysik ist man da schon einen Hauch weiter.

    • Zustimmung.

      "Einem wahrhaften Künstler fallen diese Beziehungsabläufe leichter auf als einem ausgebildeten Ökonom, der heute eher einem Auftrags-Killer gleicht."

      Hierzu möchte ich anmerken, dass der in diesem Gespräch angesprochene Dr. S. Hahnemann sein Standardwerk erst später in "ORGANON DER HEILKUNST" umbenannte. Die erste Auflage von 1810 hatte er noch "Organon der rationellen Heilkunde" genannt!

  5. Nur so kann es gehen, wie Christoph Pfluger sagt: Friedliche Umwälzung auf intelligente Weise mit wirksamen Aktionen, angestoßen zunächst von den wenigen, die es nun mal sind, wenn es darum geht, sich nichts vormachen zu lassen.

    Denn es führt doch auf die Dauer zu nichts, wenn man immer noch mehr frustriert ist über die schwache Beteiligung an Demonstrationen, ein ums andere Mal.

    Revolution ist heutzutage auch nichts mehr, schon weil es uns dazu immer noch zu gut geht. Dafür haben die Herrschenden gesorgt, das haben sie immerhin aus den Revolutionen der Vergangenheit gelernt, und sie werden weiterhin dafür sorgen, wenn sie nicht vollkommen bescheuert sind. Für eine Revolution finden sich dank jahrzehntelang wirkender Propaganda jedenfalls in unseren Breiten längst nicht mehr die Massen, die dazu notwendig sind. Dazu sind die allermeisten viel zu sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, das anstrengend genug ist (auch dafür haben die Herrschenden gesorgt), und wollen deshalb lieber ihre Ruhe haben, notfalls auf Kosten ihrer Freiheit, wenn es denn gar nicht anders geht (und dass es nicht anders geht, davon lassen sie sich nur allzu leicht überzeugen).

    Seien wir also kreativ im Entwickeln von noch so absurd erscheinenden Ideen, die aber gerade deshalb umso mehr geeignet sind aufzurütteln, um die vielen dazu zu bringen, aufzuwachen und ihre träge Bequemlichkeit zu überwinden.

    Und: arbeiten wir zuallererst an uns selbst, indem wir die Dinge infrage stellen, die uns einengen, z.B. das Geld, wie Pfluger sagt, und fühlen wir uns nicht schwach (wie es diejenigen gerne hätten, die uns dann umso leichter beherrschen können) sondern stark. Denn wenn wir die Spielregeln derer, die uns beherrschen wollen, ganz einfach nicht akzeptieren, sind sie auch nicht mehr als eben "nur" Menschen, genauso wie wir.

  6. Habe das Buch vor kurzem gelesen, das die Geldmenge nie reicht war klar, aber das Geld nur schöner Schein, ein Versprechen auf die Zukunft, das erst noch jemand arbeitend erfüllen muß ist wunderbar augenfällig herausgearbeitet.

    Nach dem Gespräch verstehe ich den Ansatz mit der Homöopathie etwas besser, testen werde ich den zunächst bei weniger festen Vorstellungen … bspw. "Wir sind die Guten", … Recht und Corona … auf die Reaktionen bin ich wirklich gespannt.

  7. Wer, Herr Pfluger, resettet was, wie und wozu ? Nachdem alle am Alten zu zweifeln und es zu verlachen gelernt haben ???
    Luft . . . – dieMaschine, die zumGemenwohl steht . . .
    Phänomenal ! Dada lässt grüßen. . .

    Da votiere ich eher für das Folgende: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/04/17/es-richtet-uns-niemand-die-welt-es-sei-denn-w-i-r-nehmen-unsere-gemeinwesen-endlich-in-wort-wie-tat-selbstwirksam-auf-neue-weise-in-die-hand/

    • Ich bin der Meinung, dass soviel Genauigkeit schon sein darf!
      Es ist eben ein entscheidender Unterschied zwischen Gleich und Ähnlich! Mag er auch noch so winzig und unbedeutend erscheinen.
      Wenn man die NATUR ganz genau beobachtet, und S. Hahnemann war ein sehr genauer Beobachter, dann erkennt man genau die Wichtigkeit Ihrer Anmerkung!
      Ich schrieb es schon an anderer Stelle:
      Die Natur versucht z.B. mit dem Keuchhusten in der Kindheit die tuberkulöse Belastung, die vom Vorgeschlecht quasi mit in den eigenen Rucksack des Lebens gepackt wurde zu neutralisieren/kurieren.
      Der Versuch die Tuberkulose mit Tuberkulose zu heilen kam der weisen Natur nicht!
      Der Keuchhusten ist eben der Tuberkulose "nur" ähnlich!
      Sehr aufschlussreich ist hierzu der § 40 im Organon.
      Im Übrigen könnte man hier die Bedeutung aller Krankheiten im Kindesalter, den sog. Kinderkrankheiten im Hinblick auf die erblichen Vorbelastungen analysieren.
      Man würde dabei sehr wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass diese Kinderkrankheiten dabei helfen ererbte Belastungen zu kurieren, die ohne deren Neutralisation zu jeder Menge chronisch degenerativer Krankheiten führten.
      Nichts anderes ist zu beobachten!
      Wir impfen die Kinderkrankheiten weg und bekommen dafür vermehrt die chronischen Krankheiten.
      Da klingelt die Kasse gleich zweimal. Und das BIP steigt ;o)(

      Ansonsten hatte ich wieder eine tolle, heitere Zeit beim zuhören!
      Und ich habe gute Anregungen bekommen.
      Tolle Arbeit!!!!

    • Stimmt!
      Es gibt allerdings auch schon einen Teil der Homöopathie, die mit "Gleiches mit Gleichem" arbeitet.
      https://www.remedia-homoeopathie.de/die-anwendung-von-nosoden/s739

      Ich weiß: Besserwisser mag keiner! 😉

  8. Alleine zum Vorrwort: Herr Jebsen hat Recht! Leider werden das die Menschen nicht in ihren Horrizont griegen und es ist einer Revulution mehr als nur Vorraus. Die "Fakel zu tragen" ist unmöglich in den Händen zu halten! so würde ich das sagen. Es Beschäftigt sich auch "Keiner Einer" mit irgendetwas in seinem unmittelbaren Umfeld. Der bessere oder richtige Weg ist nahezu Unmöglich! Wenn und das WENN echt sehr gross geschrieben, irgendwann ein Intelligenteres System auf den Plan tretten würde ist das wie immer nur möglich wenn Köpfe rollen und sehr, sehr, sehr viel " Plaumensaft" in den Boden siggert. Der schnellere und gehobenere Wege in eine bessere Gesselschafft. Da ist die Masse nicht in der Lage zu. Auch im Jahre 2020 nicht! In einer Zeit in der wir immer noch von Fossielen Brennstoffen regelrecht Abhängig gemacht werden und nach wie vor " Der Fortschritt" dem "System" zu weichen hat ist die Grundidee dieses Gespräches sicher ein schöner Gedanke. Aber eben ein unmöglicher Weg zur Zeit! Dafür machen sich zu wenige Leute wirklich Gedanken um die wichtigen Dinge. Fängt an mit das mich ich mich noch nicht mal vor den "Beschützern" schützen kann über Stafe fürs Sparen und endet mit Corona19!!! Verantwortung abgeben statt selbst was tun und das gillt in echt Allem. Tja aber wenn einer sagt: "Ihr wollt doch Befehligt und Regiert werden kommt der dumme. impulsive u. falsche Solz wie ein kleines extremst dummes Kleinkind daher und sagt: Nein! Obwohl wir alle genau wissen wie es ist und auch der grösste Vollpfosten weiss das es " hinten und vorne" nicht stimmt. Nur Bier und Tv ist Bequehmer. Und da die Leute wo "das Zepter" in den Händen halten um diesen Umstand wissen = haben die Mehrheit übelst verloren. PUNKT! Wenn das Wenn nicht wär dann wäre ich ein freier Mensch!

    • "Der schnellere und gehobenere Wege in eine bessere Gesselschafft. Da ist die Masse nicht in der Lage zu." Ich widerspreche sehr geehrter nomomercy. Die Masse ist in der Lage.

      Aber sind nicht wir, Diplomträger, Intelektuellen die den Auftrag haben Anstoß in die Masse rüber zu liefern?
      Das Konzept der Manipulation der Masse wurde ohne Philosophen und gierigen politisierten Denkern bis heute nicht geben.

      Wo sind also die Philosophen und politisierten Denkern der Umkehr Politik des 21 JH.?

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