Corona als Chance zur Neuordnung: | Von Norbert Häring

“Multilateralismus für die Massen” von Merkel, Macron, von der Leyen und Guterres.

Ein Standpunkt von Norbert Häring.

Merkel, Macron, von der Leyen und andere internationale Spitzenpolitiker haben die Corona-Krise als Chance zur Neuordnung der Weltpolitik auf Basis des Multilateralismus bezeichnet. Die Zeit, kurz nach dem Treffen des Weltwirtschaftsforums, und die Anklänge an den Großen Neustart, den die Lobby der Großkonzerne ausgerufen hat, sind wohl kein Zufall, wie eine respektlose Analyse und Übersetzung der wichtigsten Passagen zeigt.

In einem gemeinsamen Plädoyer, das in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, (03.02.2021, S. 8) und einer Reihe wichtiger internationaler Zeitungen abgedruckt wurde, fordern António Guterres, Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Charles Michel und Macky Sall “Mit multilateraler Kooperation die Krisen überwinden”.

Guterres ist Generalsekretär der UN. Als Mitglied des “World Economic Forum Global Agenda Council on Humanitarian Assistance” hat er Texte mit so schönen Titeln wie “A New Business Model for Humanitarian Assistance?” mitgeschrieben, zu deutsch: “Ein neues Geschäftsmodell für humanitäre Hilfe?” Wie der Titel schon andeutet, geht es unter anderem darum, wie man den privaten Sektor über seine Rolle als Spender hinaus am Wiederaufbau nach Katastrophen mehr verdienen lassen kann.

Angela Merkel wurde früh vom Weltwirtschaftsforum als Young Global Leader entdeckt und gefördert, ebenso wie Emmanuel Macron. Ursula von der Leyen kennen wir als EU-Kommissionspräsidentin, der Belgier Charles Michel ist EU-Ratspräsident und der senegalesische Präsident Macky Sall darf den globalen Süden an den Tisch bringen, damit die Runde wenigstens ein bisschen multilateral aussieht.

Beim digitalen Davos Agenda Event des Weltwirtschaftsforums vom 26.-29.1. waren von der Leyen, Macron und Merkel die ersten drei der auf der Website des Forums präsentierten zehn Keynote-Speaker, Guterres war der achte. Macky Sall ist im Newsletter des Forums von dem Event mit einem langen Autorenbeitrag vertreten, in dem er die Covid-19-Strategie seiner Regierung preisen darf.

Ein Sprecher des Weltwirtschaftsforums sagte auf Anfrage es gebe “keinerlei Zusammenhang” des gemeinsamen Papiers der sechs “mit dem Weltwirtschaftsforum und / oder unserem Davos Agenda Event”.

Sei das wie es sei. Jetzt also nochmal zusammengefasst für den Plebs: “Multilateralismus für die Massen” heißt in zynisch anmutender Offenherzigkeit (übersetzt) der Weblink unter dem das Werk bei Project Syndicate abrufbar ist. Project Syndicate ist ein vom Milliardär und weltweiten Demokratisierungsunterstützer George Soros finanziertes Publikationsorgan, über das die Botschaften der Mächtigen an Zeitungen in aller Welt verbreitet werden, an diejenigen in Entwicklungsländern umsonst.

Gemeinsam erfolglos gegen die Übel der Menschheit

Der Project-Syndicate-Beitrag fängt an mit “… Millenniumserklärung … gemeinsame Ziele …. multilaterale Ordnung …  Hunger und extreme Armut, Umweltzerstörung, Krankheiten, wirtschaftliche Erschütterungen und Konfliktprävention …  2015 UN-Agenda 2030  …”, dann wird eingeräumt, dass alles, was man in diesen Zusammenhängen bisher getan und vereinbart hat, allenfalls ein bisschen geklappt hat. Und jetzt auch noch Corona! Jetzt müssen wir es aber unbedingt multilateral und diesmal richtig machen, lautet die Botschaft “für die Massen”:

“Wir glauben, dass diese pandemische Krise eine Gelegenheit sein kann, durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen – eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht.”

Die Covid-19-Krise als die seit Generationen größte Bewährungsprobe für die weltweite Solidarität erinnert die sechs daran, dass angesichts einer Pandemie unser eigener Gesundheitsschutz nur so stark sei wie das schwächste Glied in der globalen Kette.

Die Pandemie erfordere einen beschleunigten und breiteren Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen. In diesem Zusammenhang unterstützen die sechs uneingeschränkt die Plattform ACT-Accelerator, die im April von der WHO und den G-20-Partnern auf den Weg gebracht wurde, die (wer auch immer) stärker politisch und finanziell unterstützt werden soll.

Freie Übersetzung:

Wir denken überhaupt nicht daran, die in lästiger Hartnäckigkeit von Südafrika und Indien vorgetragene Forderung (heute sogar offiziell bei der Welthandelsorganisation als Antrag) zu unterstützen und den Patentschutz für Covid-Impfstoffe und -Medikamente auszusetzen, damit diese auch den Menschen in den ärmeren Ländern zugute kommen können. Unsere Freunde beim Weltwirtschaftsforum und unsere eigenen Pharmakonzerne, die an extrem hohe Gewinnmargen gewöhnt sind, würden uns ganz schön den Marsch blasen, wenn wir so einen Präzedenzfall zuließen. Dann wären wir immer wieder mit der Forderung konfrontiert, den doch so einträglichen Patentschutz für unsere Konzerne aufzuheben oder zu lockern. Das könnte irgendwann sogar – Gott behüts – dazu führen, dass die ärmeren Länder ihren technologischen Rückstand teilweise aufholen und selber Dinge produzieren, die sie bisher von uns teuer kaufen. Nein, da geben wir lieber ein bisschen Geld, damit die ganz armen Länder wenigstens die kleinen Mengen Impfstoffe, die wir nicht für unsere eigene Bevölkerung gesichert haben, vergünstigt oder umsonst bekommen.’

Außerdem fordern die sechs “den freien Fluss von Daten zwischen Partnern und die freiwillige Lizenzierung geistigen Eigentums.” Freiwillig ist das Schlüsselwort.

“Langfristig” brauche man zudem eine “unabhängige und umfassende Evaluierung unserer Krisenreaktion”, damit man aus dieser Pandemie die notwendigen Lehren ziehen und uns besser auf die nächste vorbereiten könne.

Übersetzung:

Es ist Krise und wir sind uns alle selbst die Nächsten. Punkt. Langfristig, (politischer Ausdruck für “wenn wir nicht mehr im Amt sind”) sind wir durchaus bereit, das zuzugestehen. Lasst und also jetzt mit eurer fruchtlosen kurzfristigen Kritik in Ruhe.’

Es geht weiter mit Umweltthemen: “… Notlage … UN-Klimakonferenz in Glasgow … nachhaltiger gestalten … ehrgeizige Verpflichtungen zur CO2-Neutralität…” Alle Regierungen, Unternehmen, Städte und Finanzinstitutionen sollten jetzt der globalen Koalition zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf netto null beitreten, wie sie das Pariser Klimaabkommen vorsieht – und konkrete Pläne und Maßnahmen entwickeln, fordern die sechs.

Übersetzung:

Nehmt Euch ein Beispiel am weltgrößten Finanzinvestor Blackrock, der für manche seiner Fonds äußerst ehrgeizige CO2-Ziele aufstellt und entsprechende Briefe an Vorstandschefs schreibt, während er mit anderen Fonds die größten Verschmutzer und Klimasünder finanziert. Macht mit beim großen Öko-Bluff “Klimaneutralität”, der es uns und unseren Konzernen erlaubt, den Massen eine grüne Fassade zu zeigen, ohne dass es der Bilanz schadet.’

Dann wird die Wirtschaftskrise bedauert und in vielen Worten die zunehmende Kluft zwischen arm und reich, immer verdünnt und gleichgesetzt mit dem Geschlechter-Gleichberechtigungsproblem: “In vielen Ländern ist die Kluft zwischen Arm und Reich untragbar geworden; Frauen sind immer noch nicht gleichberechtigt, und viele Menschen müssen von den Vorteilen der Globalisierung überzeugt werden.”

Dann wird es interessant. Der Weltwirtschaft aus der Krise zu helfen, die Millionen verhungern und verarmen lässt, passiert nur unter der Nebenbedingung, dass dabei die Globalisierung in Gang zu halten ist:

“Während wir unseren Volkswirtschaften helfen, die schwerste Rezession seit 1945 zu überwinden, bleibt unsere Kernpriorität die Gewährleistung eines regelbasierten freien Handels.”

“Regelbasierter freier Handel”, heißt Handel nach den Regeln der Reichen Länder und ihrer Konzerne, unter voller Wahrung ausufernder Rechte auf sehr langfristigen Schutz patentierten geistigen Eigentums und der Möglichkeiten der Konzerne dort keine Steuern zu bezahlen, wo sie ihre Geschäfte machen. Er schließt entwicklungspolitisch begründete Handels- und Kapitalverkehrskontrollen oder Präferenzen für heimische Produzenten aus.

Man müsse sicherstellen, dass der globale Aufschwung jeden erreicht, durch Stärkung der Unterstützung für Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika: “Dabei sind bestehende Partnerschaften wie die G-20-Initiative “Compact with Africa” und ihre gemeinsamen Bemühungen mit dem Pariser Club im Rahmen der Initiative zur Aussetzung des Schuldendienstes zu nutzen und auszubauen.”

Übersetzung:

Ja, wir lassen die Entwicklungsländer und Afrika mit ihren Problemen allein, aber wir reden wenigstens davon, ihnen zu helfen. Zum Beispiel reden wir wieder über den unter deutscher G20-Präsidentschaft groß verkündeten und danach vergessenen und finanziell nicht bestückten “Compact with Africa”, mit dem wir ohnehin nur die Bedingungen für ausländische Investoren dort verbessern wollten. Und wir preisen die Aktivitäten des Pariser Clubs der staatlichen Gläubiger, der bereit ist, den uneinbringlichen Schuldendienst von Staaten, die besonders unter der Covid-Krise leiden, vorübergehend auszusetzen.

Silicon Valley als Nothelfer

Den letzten und wohl wichtigsten Teil ihres Beitrags widmen die sechs der Propaganda für das Silicon Valley, etwa so:

“Das Aufkommen neuer Technologien ist ein großer Vorteil für den Fortschritt und die soziale Integration: Sie trugen zur Offenheit und Resilienz von Menschen und Gesellschaften, Volkswirtschaften und Staaten bei und erwiesen sich in der Pandemie zugleich als lebensrettend. Doch fast die Hälfte der Weltbevölkerung – und mehr als die Hälfte aller Frauen und Mädchen auf der Welt – ist weiterhin offline und kann diese Vorteile nicht nutzen.”

Es ist also zur Krisenbewältigung eine der Top-Prioritäten der EU-Kommissionschefin, des Generalsekretärs der UN und der Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, den Konzernen des Silicon Valley dabei zu helfen, die ganze Welt an ihre Systeme anzuschließen, um mit deren Daten noch mehr Gewinn zu machen und noch mehr Macht auszuüben.

Weil aber die Macht neuer Technologien auch missbraucht werden könne, für Freiheitseinschränkungen, Hetze und Straftaten, müsse man “einschlägige Akteure in eine wirksame Regulierung des Internets einbeziehen, um eine sichere, freie und offene digitale Umgebung zu schaffen”. Es müsse sichergestellt werden, “dass Datenströme in einem vertrauenswürdigen Umfeld fließen”. Mit anderen Worten: Die Massen und ihre Regierenden in Afrika und andernorts sollen genug Vertrauen bekommen oder behalten, dass sie dem anschwellenden Abfluss ihrer Daten ins Silicon Valley und der Macht über sie, die sich dadurch dort ansammelt, ohne Widerstand zuschauen.

Es folgt ein Plädoyer für “integrativen Pluralismus” zur Bewältigung der Krise und Probleme der Menschheit und danach eine Erläuterung, was damit gemeint ist, nämlich Veranstaltungen wie das “Pariser Friedensforum”, die dazu dienten, “diese Herausforderungen mit einer klaren Zukunftsvision zu bewältigen.” Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion und anderen Bereichen seien eingeladen, sich an diesem globalen Gedankenaustausch zu beteiligen. Das klingt wie die Global Governance des Stakeholder Kapitalismus nach Klaus Schwab und tatsächlich liest man in einem werblich anmutenden Artikel auf Wikipedia über das “Pariser Friedensforum” im ersten Absatz den aufschlussreichen Satz:

Das Pariser Friedensforum vervollständigt die bestehende Weltagenda multilateraler Zusammenkünfte, indem es eine spezielle Veranstaltung für Fragen der globalen Governance schafft, so wie wirtschaftliche und finanzielle Fragen auf dem Weltwirtschaftsforum von Davos und Sicherheitsfragen auf der Münchner Sicherheitskonferenz behandelt werden.”

Das also ist mit multilateraler global Governance gemeint, Weltwirtschaftsforum, Münchner Sicherheitskonferenz und jetzt noch das Pariser Friedensforum. Veranstaltungen, bei denen globale Konzerne der IT-, Rüstungs- und sonstigen Industrie Gelegenheit bekommen, ihre Globalisierungs-Anliegen den Regierungschefs und den Entscheidungsträgern der transnationalen Institutionen nahezubringen – alles weitab von jeder Aufsicht durch gewählte Volksvertreter und ohne jede Rechenschaft diesen gegenüber. Das ist ja schließlich das Hauptanliegen der Global Governance: stabile Leitplanken für das Tun der demokratisch kontrollierten und legitimierten Institutionen zu errichten.

Zum Steuerungskomitee des Pariser Friedensforums gehören Wikipedia zufolge der Direktor des Global Governance-Programms des Council on Foreign Relations und der Präsident der Open Society Stiftung von George Soros.

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Das Buch „Schönes neues Geld“ von Norbert Häring wird in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Der Original-Text auf Englisch: Multilateral Cooperation for Global Recovery

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Dieser Artikel erschien zuerst am 04. Februar 2021 auf dem Blog GeldundMehr

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Bildquelle: Nicole Mess /shutterstock

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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19 Kommentare zu: “Corona als Chance zur Neuordnung: | Von Norbert Häring

  1. Gabriela Kessler sagt:

    Die genannten Personen sind Freimaurer!

    Zu Antonio Guterrez, Generalsekretär der UNO, siehe das Video:
    NOAHIDE LAWS AND THE "DIVINE IMAGE" – TRANSPOCALYPSE NOW
    https://www.bitchute.com/video/M4Hfx54CWU3S/

    Emanuel Macron ist ein 33 Grad Freimaurer. Das wurde von zwei französischen Jornalisten beim Brand der Nôtre Dame aufgedeckt und zudem, dass in Frankreich niemand Innenminister werden kann, – was Macron zuvor war -, der kein Freimaurer ist.

    Angela Merkel ist Mitglied bei B'nai B'rith.
    1) Zu Merkel siehe das Video: TRAVISTOCK MERKEL & CO
    https://www.bitchute.com/video/Xk48YvhuaCaN/
    2) Holger Strohm hat darauf hingewiesen, dass sie während ihrem Besuch der Knesset in Jerusalem Deutschland und Zentraleuropa den Zionisten versprochen haben soll.
    3) Siehe dazu auch das Buch und Video: Das okkulte Netzwerk der Rothschilds – Bitchute: KüssKeinenPromi = Tilman Knechtel
    Diese Gruppe will die Welt in einen dunklen Zustand führen, damit der von ihnen erwartete Messias als Licht erscheinen kann, Dieser wird jedoch der Antichrist sein.

  2. Werweißdasschon sagt:

    Die werden diese tollen Pläne, in Richtung One World Order, vewirklichen. Ob es, wie aktuell, durch Manipulation, Lug und Trug geschieht, oder durch nackte Gewalt, ist uns überlassen. (Was für eine Wahl)

    Es ist eine globalisierte Organisation an der Macht, die sehr wohl mit der Mafia verglichen werden kann. Nur wird die Mafia mehr von Ehre verstehen als diese globalisierte Bande.

    Während wir uns über Corona (oder welche Sau auch immer aktuell durchs Dorf rennt) streiten, setzen diese Leute alles im gewohnten Gang um, ohne dabei auch nur eine Sekunde behelligt zu werden.

    Die Geschichte wird dieses Zeitalter irgendwann als das Dümmste aller Zeiten outen und das zurecht.

    • Cohiba sagt:

      Ja, kann sein.
      War am Samstag Mitfahrer eines Autokorsos aus dem Vogtland nach Chemnitz zur Demo am Karl Marx Monument. Es kamen Fahrzeuge aus ganz Westsachsen mit Zwickau dazu, wo auch der Sammelpunkt war.
      Die Polizei war sehr kooperativ und sachlich.
      Wir bekamen von Zwickau aus Eskorte und vor Chemnitz übernahmen die Chemnitzer Polizisten.
      Da die Demo in Chemnitz nur für 500 Personen erlaubt war und vielleicht schon 700 Leute drin waren, riegelte die Polizei mittels Fahrzeugen und Sperrbändern ab.
      In einer Seitenstraße standen 2 Wasserwerfer.
      Ich habe jedoch die Beobachtung gemacht, daß wir von der Polizei relativ gewertschätzt wurden.
      Sie dürfen es halt nicht offen zeigen. Einige ließen sich auf Gespräche ein. Eine Räumung des Vorfeldes wurde sofort wieder rückgängig gemacht. Es waren sehr viele Personen zur Demo unterwegs.
      Es gab keine Reichskriegsflaggen und ähnliches.
      Wir glauben daß, bei so schlechtem Wetter es ein guter Indikator für die allgemeine Stimmungslage war.
      Habe wieder ein klein wenig Hoffnung, daß der Osten bald aufstehen wird.

      Bleibt behütet!

  3. phlox sagt:

    Danke Norbert Häring für die Information und Ihre Klartext-Übersetzung.

    Der zeitliche Zusammenhang im Anschluss an das virtuelle Davos vom 26.-29.1.
    erinnert sofort an das Papier 'Neue Macht Neue Verantwortung – Elemente einer
    deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für eine Welt im Umbruch' das 2014 kurz
    nach der Münchner Sicherheitskonferenz Drehbuch für den Neusprech unserer
    Politiker wurde mit Sätzen "Verantwortung übernehmen", "als Wirtschaftsmacht
    können wir nicht länger am Spielfeldrand stehen" u.ä., ein Auftaktpapier zur
    Militarisierung.

    Eine grobe Annäherung zur Beurteilung transnationaler Abkommen gibt immer noch
    Prof. Wallersteins Systemanalyse
    https://www.youtube.com/watch?v=l78FopWUxko
    Er unterscheidet einerseits 'Davos', und andererseits Porto Alegre.

    Einen echten Schuldenerlass, wie ihn das Bündnis erlassjahr.de und das
    kath. Entwicklungshilfswerk Misereor fordern, kann man wohl ohne weiteres
    Porto Alegre zuordnen.
    https://www.domradio.de/themen/soziales/2021-01-26/132-laender-kritisch-verschuldet-misereor-und-buendnis-fordern-echten-schuldenerlass
    oder
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/509369/Weltweiter-Schuldenberg-Stundungen-sind-wirkungslos-an-echten-Schuldenerlassen-fuehrt-kein-Weg-mehr-vorbei

    Den Pakt vom 08.12.2020 Papst und Finanzwelt würde ich erst einmal vorsichtig
    (weil genaues ist nicht bekannt) Davos zuordnen.

    Sie zitieren Klaus Schwab: "Das Pariser Friedensforum vervollständigt die bestehende
    Weltagenda multilateraler Zusammenkünfte, indem es eine spezielle Veranstaltung für
    Fragen der globalen Governance schafft, so wie wirtschaftliche und finanzielle Fragen
    auf dem Weltwirtschaftsforum von Davos und Sicherheitsfragen auf der Münchner
    Sicherheitskonferenz behandelt werden."
    Das lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, ebenso wenig wie z.B.
    der sog. Washingtoner Konsens.

  4. Daniel Jäckli sagt:

    Dieser Übersetzung traue ich aufs Wort. Das können Maschinen in einer Million Jahre nicht.

  5. Mike Ahrend sagt:

    Danke Herr Häring,

    für mich ist das sonnenklar und logisch. Ich beschäftige mich seit etwa 4 Jahren mit alternativen Medien und habe eine Menge Bücher zu vielen Themen gelesen. Ein Problem, was sich für mich beim Lesen aufgetan hat: Die Realität ist inzwischen so dermaßen extrem weit weg von der Welt, in der die meisten Menschen glauben zu leben, dass es immer schwieriger wird die Masse zu überzeugen. Selbst gute Freunde und Familie sagen nach zwei Fakten, die man belegen kann: "Jetzt hör aber auf, das kann ich mir nicht vorstellen…!" Das ist wie in der Matrix, Morpheus sagt da auch so was wie: "wir retten normalerweise nur ganz junge Menschen, die anderen sind schon zu lange dabei…" Ich hoffe sehr das es noch eine Rettung für die Menschheit gibt. Ich arbeite an einem alternativen Wirtschaftsprojekt mit nach Rudolf Diesel. www.wirkraft.org

    • Cohiba sagt:

      Finde ich gut, daß sich Leute mit Diesels Solidarismus- Buch beschäftigen. War nicht ganz leicht zu lesen und setzt für dessen Umsetzung sehr viel Optimismus voraus. Für Plan B ( Inselbildung ) auf jeden Fall ne Hausnummer.
      Bin sehr gespannt, auch mal mehr von Euch zu hören. Vielleicht sogar hier auf dem Portal.

  6. Helmut Edelhäußer sagt:

    Spitzenpolitiker.? Hä.?

  7. Giorgio Plaz sagt:

    Besten Dank für die Übersetzung an Herrn Häring.

    Ich verweise auf den Beitrag von fian.de zu dieser Thematik:
    "Davos: „Partnerschaft“ von UN und Weltwirtschaftsforum beenden!"
    https://www.fian.de/artikelansicht/2020-01-20-davos-partnerschaft-von-un-und-weltwirtschaftsforum-beenden/

    Mit Link zu einer Stellungnahme von Herrn Flassbeck:
    "Die UN und das World Economic Forum: Eine fatale Verbindung – von Heiner Flassbeck"
    https://www.fian.de/fileadmin/user_upload/bilder_allgemein/Publikationen/FF_Magazin/FF_2020/WorldEconomicForumFlassbeckWeb.pdf

    Ebenso lesenswert.

  8. Hartensteiner sagt:

    Keine Sorge. Es besteht auch für uns noch Hoffnung:
    Wie der Corbett-Report – https://www.corbettreport.com/ – unter dem Titel: „Reality Czars and Brain-chipped Monkeys“ heute unter anderem berichtet, hat unser Freund und künftiger Hersteller von wunderbaren Tesla Elektroautos in Mecklenburg-Vorpommern, Elon Musk, bekannt gegeben, dass
    es seiner Firma „Neuralink“ gelungen ist, einen Affen durch ein Implantat mit einem Computer so zu verlinken, so dass er mit reiner Geisteskraft Videospiele spielen kann.
    Wie er sagt: „He is a happy monkey!“ (Er ist ein glücklicher Affe).
    Wie ihr seht – da besteht doch auch für uns noch Hoffnung!

    • Hartensteiner sagt:

      Oh… habe ich doch gerade Brandenburg mit Mecklenburg-Vorpommern verwechselt. Aber auch die Mecklenburger werden die schönen Teslas kaufen können, wenn sie wollen, das Geld dazu haben und fälschlich meinen, die wären gut für die Umwelt.

    • Giorgio Plaz sagt:

      @Hartensteiner

      Elon Musk ist für mich schwer fassbar.
      Zunächst produziert er den Tesla – finde ich gut.
      Wirtschaftlich ist ihm lange der Untergang prophezeit worden, weil die Produktion des Teslas sich anscheinend nicht rentiert hat – er musste mehr Kredite aufnehmen, als Gewinn rauskam. Normalerweise kommt sowas nicht gut.
      Dann baute er eine praktisch komplett robotergesteuerte Produktionsfabrik in den USA, ein Riesending, er beteiligt sich an SpaceX und schiesst damit (als PR Aktion) ein Tesla Automobil als Traglast in die Umlaufbahn des Mars, das irgendwann später dann in der Sonne verglühen dürfte.
      Wieso er mit den Transhumanisten anbandelte, ist mir ein Rätsel, oder bekommt er vielleicht von da benötigtes Kapital?

      Rückschläge im SpaceX Programm gabs auch 🙂
      https://consortiumnews.com/2016/09/05/billionaires-spectacular-stumbles/

    • Outlaw sagt:

      Hoffnung ? …Sollte man nie aufgeben ,auch wenn sie im Bananenstaat auf den Affen gekommen ist ,was mich gleich an unsere implantatgechipten Regierungspolitiker und ihrer abgehobenen EU-verlinkten Elitenlobby denken läßt.
      Aber vielleicht hat der Mann mit der Maske ,genannt Musk den Geist von Zorro ,als Retter der Gerechten oder Teslas für Gestresste oder wär´s vielleicht das Beste ,
      unsere neuen Weltgechipten AbgeHOBENEN in den nächsten Weltraum-Airliner zu setzen und natürlich ganz umweltfreundlich und fast Co2 frei mit Sonnenenergie ,Richtung Coronaumlaufbahn " Onewayticket" zu senden ? Eine Gesundheitsspritze gegen Alles wäre natürlich vollkommen gratis und würde bei den Durchstartern Masken überflüssig machen ,zumal diese schon gefallen sind !Es bliebe dann enorm viel Zeit für Videospiele mit oder eher ohne Geisteskraft !
      Sicher ein einmaliges Erlebnis für die europäische Bevölkerung ,welche sicher in der ersten Reihe säße (,wenn nicht SWR 3?)
      Nun ,die Hoffnung bleibt .Freuen wir uns zurück auf die Zukunft .
      We are happy Earthlings :-))

    • Deakehler sagt:

      @Giorgio Plaz

      was ist denn am Tesla gut???

    • Giorgio Plaz sagt:

      Tja, Deakehler
      Elektroautos sind vielleicht nicht für jedermann und jedefrau optimal.

      Aber ich kenne da jemanden aus dem Internet, der gerne Tesla fährt und in zuhause mit Solarzellen auflädt.

      Ressourcenkriege wegen Lithium? Dr. Daniele Ganser zur Energiewende und Elektrofahrzeugen
      https://www.youtube.com/watch?v=mPTR6NLxF5s

      ab 04:40 / 37:00

      Danke für den Steilpass 🙂

    • Deakehler sagt:

      Hallo Giorgio,
      ich bedenke, dass 6 Teslas gleichzeitig laden ungefähr den Strombedarf eines mittleren Dorfes entspricht. Lass in einem mittleren Dorf 50 Haushalte nicht über eigenen Strom verfügen, dieses geben die Leistungsquerschnitte nicht her und flächendeckend aufstocken, glaub ich nicht. In Städten ist die Struktur noch grasser.

    • Giorgio Plaz sagt:

      @Deakehler

      Ja, das könnte etwa hinkommen.
      Ich habe auch kein Konzept für die Energiewende.

      In der Schweiz (wo ich wohne) gäbs Möglichkeiten, wir hatten sogar mal einen Energieplan (per Volksbeschluss) zum Erledigen an die Politik überreicht, aber die scheinen nicht vorwärts zu kommen und momentan dreht sich ja alles um das Magic Virus.

      Es gibt in den USA teilweise gute Strategien dafür (die aber kaum gehört werden). Interessanterweise lese ich aus amerikanischen Quellen hie und da etwas über Frankreich (->AKWs) und Deutschland, die als gute Beispiele genannt werden, wie man auf Erneuerbare (bzw. Co2 arme Energien) umsteigen könnte.

      Ich hoffe, ihr schafft das.

    • Giorgio Plaz sagt:

      Agenda ID 2020
      Peter Koenig, Stand April 2020:
      https://www.globalresearch.ca/coronavirus-causes-effects-real-danger-agenda-id2020/5706153

      Stand 3. Feb 2021
      https://www.globalresearch.ca/implanted-vaccine-package-id-germanys-parliament-has-ratified-gavis-digital-agenda-id2020/5736277

      DE hats ratifiziert, CH wirds per Volksabstimmung (hoffentlich) ablehnen, hoffentlich.

  9. Isabelle Emcke sagt:

    https://youtu.be/Bkar4jn3JWw

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