Corona-News aus dem Heimatministerium: Die Förderinitiative Heimat 2.0 – Tagesdosis 13.6.2020

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Bis zum Jahr 2023 sollen mit erheblichem Aufwand und im Rahmen des „Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets“ neue digitale Lösungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge und der Erhöhung von Lebensqualität gefördert werden. Wandel oder Wahnsinn?

Ab sofort und bis zum 15. Juli 2020 können Projektskizzen mit Vorhaben aus den Bereichen lokale Versorgung, Bildung oder der öffentlichen Verwaltung – natürlich online – beim Bund eingereicht werden.

Der Hausherr des Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, wird in der aktuellen Pressemitteilung des Ministeriums vom 10.06.2020 dazu wie folgt zitiert:

„Mit ‚Heimat 2.0‘ unterstützen wir kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure beim Einsatz digitaler Technologien. Wir wollen damit nicht nur den Zugang zu Bildung, Gesundheit und Pflege, sondern auch die Effizienz der öffentlichen Verwaltung verbessern, damit die Lebensqualität der Menschen in den Regionen spürbar zunimmt. Ob es sich dabei um die Entwicklung einer neuen App oder die Anpassung einer bestehenden Anwendung handelt – entscheidend ist, dass bei allen Vorhaben eine digitale Lösung dazu beiträgt, die Lebensverhältnisse von Menschen konkret zu verbessern“ (1)

Eine digitale Lösung trägt also zur Verbesserung von Problemen bei, die viele Menschen ohne die Initiative gar nicht gehabt hätten. Denn es wird einfach vorausgesetzt, dass Digitalisierung die geeignete Antwort auf alles ist. Haben die Menschen Digitalisierung, sind sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage, und daran sollen auch die entlegenen Regionen auf dem Land teilhaben dürfen – denn online existieren keine Unterschiede in der Infrastruktur

Digital home, „smart cities made in Germany“ (6) und seit kurzem „Heimat 2.0“: Das angeblich gute Leben für alle wird durch digitale Konzepte möglich, vom Bundesministerium hochgepriesen und mit mehr als drei Milliarden Euro finanziert. Das Krisen- und Heilsversprechen: Menschen können sich zu Hause und glücklich fühlen. An eine soziale oder politische Utopie, also einen konkreten Entwurf einer zukünftigen Gesellschaftsordnung wird jedoch kein einziger Gedanke verschwendet. Das bedeutet, dass die notwendige Frage nach dem, was Menschen überhaupt brauchen, damit möglichst alle in guten Lebensverhältnissen leben können, gar nicht erst gestellt wird.

Wozu auch? Schließlich steht die Antwort schon fest: Digitalisierung ist die Lösung. Apps für Gesundheit, Bildung und Verwaltung bringen das Heil – vor allem für die Unternehmen, die schon bereitstehen und warten, dass die Umsetzung des so genannten „digitalen Wandels“ durch die Gesetzgebung abgesichert wird. Erst im Dezember letzten Jahres ist zum Beispiel das Digitale Versorgungs-Gesetz in Kraft getreten.

In Zeiten von Corona erhält das viel gepriesene digitale Zeitalter noch einmal ordentlich Schwung. Nur nicht den Anschluss verlieren. Denen, die angeblich regional abgehängt sind, soll mit der Förderinitiative besonders geholfen werden. Wurde denen denn schon vorher mal geholfen? Waren ländliche Regionen schon immer im Fokus? Wie sieht es mit Post, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten aus? Gilt der Blick aus dem Fenster überhaupt noch oder ist das digitale Land das glückliche Land? Trägt Digitalisierung tatsächlich zur Lebensqualität bei? Was macht denn überhaupt die Qualität des Lebens aus? Was brauchen Menschen, um ein gutes Leben führen zu können?  Fragen über Fragen, die aber ignoriert werden.

Utopie und tatsächlichen Wandel wagen


Was hat es jedoch für Folgen, wenn die Gesellschaft an ernsthaften Fragen kein Interesse hat? Um es mit dem Soziologen und Sozialpsychologen Harald Welzer zu sagen: „Daten, Autos und Kreuzfahrten kann man weder essen noch trinken, noch produzieren sie Sauerstoff“. Das Leben hat Voraussetzungen, die nicht künstlich oder gar virtuell sind.

Welzer stellt in seinen Analysen diese grundsätzlichen Fragen. In seinem 2016 veröffentlichten Buch „Die smarte Diktatur. Ein Angriff auf unsere Freiheit“ stellt er vor allem eine ursprüngliche Frage, die eigentlich alle Soziologen stellen sollten: Welche Voraussetzungen hat es, dass möglichst alle Menschen in einer Gesellschaft ein gutes Leben haben können? Seine 2019 veröffentlichte Utopie „Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen “ könnte genau zum jetzigen Zeitpunkt angewendet werden, und das nicht nur, weil er mit seinen Prognosen bisher stets richtig lag.

Auffällig ist besonders, dass auf Seiten des Bundesministeriums so getan wird, als sei Digitalisierung ein Projekt der Zukunft und es wird wie gesagt von digitalem Wandel gesprochen. Dabei könnte man viel eher von Wahn als von Wandel sprechen, denn im Grunde genommen werden die bestehenden Verhältnisse, zum Beispiel die ökonomische Ausrichtung, gieriger Kapitalismus, Abhängigkeit von digitalen Imperien, um nur einige Beispiele zu nennen, keineswegs hinterfragt, sondern eher noch verschärft. In einem Artikel des gesellschaftskritischen Online-Magazins Rubikon vom 11.06.2020 weist die Hamburger Autorin Katrin McClean auf das Buch „Utopia 2048“ des jungen Autors Lino Zeddies hin und stellt fest, dass Utopien lebenswichtig seien und dass die Behauptung, es gäbe keine alternative Zukunftswelt eine glatte Lüge sei (8).

In seinem Buch erzählt Zeddies ebenso wie der Soziologe Harald Welzer „Geschichten des Gelingens“ und beide weisen auf die Wichtigkeit hin, dass andere Konzepte überhaupt erst erdacht werden müssen, bevor sie eines Tages umgesetzt werden können. Dass Utopien durchaus handfest sein können, belegt ein Blick auf die Seite der FUTURZWEI-Stiftung Zukunftsfähigkeit, die hier https://futurzwei.org/trafo verlinkt ist (10). Hier kann man konkrete Projekte kennenlernen, in denen ein tatsächlicher Wandel in eine zukunftsfähige Gesellschaft praktisch und erfolgreich umgesetzt worden ist.

Die irrige Annahme, das Voranschreiten eines so genannten digitalen Wandels sei zukunftsfähig, scheint ungebremst zu sein und erfordert im Grunde einen ungebremsten Utopismus, um dem etwas entgegenzusetzen. Es erfordert auch einen anderen Begriff von Heimat als den der digitalen Heimat. Welzer definiert Heimat so:
„Heimat ist dort, wo es nicht egal ist, ob es mich gibt“ (7).

Das heißt übersetzt: Auch wenn es politisch und medial anders dargestellt wird, kann man sich in rein digitalen Beziehungen eben nicht direkt begegnen. So ist das Erleben des anderen nur als abstrakte Vorstellung möglich. Somit ist es im digitalen Zuhause vollkommen egal, ob es diesen konkreten Menschen wirklich gibt und wer abends nach Hause kommt. Es ist außerdem ein Unterschied, ob der Arzt einem beim Patientengespräch die Hand auf die Schulter legen kann, oder nur per Videochat oder App erreichbar ist.

Digitale Heimat ist demnach keine echte Heimat und so könnte man durchaus zu dem Schluss kommen, dass das Konzept „Heimat 2.0“ eine inhumane Luftnummer ist.

Identität ist gesünder als Identifikation

Bei Projekten wie „Heimat 2.0“ wird mit hohem Aufwand eine Illusion produziert, und zwar die, dass Politik sich tatsächlich dafür interessiert, dass es allen Menschen gleich gut geht. Phrasen dieser Illusion sind „Sicherung der Daseinsvorsorge“. Das in die Initiative einfließende Geld könnte man sinnvoller dafür einsetzen, dass es den Regionen mit schwacher Infrastruktur und noch ein paar Menschen mehr, auch in Wirklichkeit besser geht.

Heimat ist für das Bundesministerium des Inneren, Bau und Heimat scheinbar kein schwieriger Begriff. Er muss auch nicht diskutiert werden. Interessant ist dabei das folgende Detail: Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sind 2018 unter das ehemalige Innenministerium, das Bauministerium und ein Heimatministerium unter einem „neuen“ Dach zusammengefasst worden. Sieht man einmal nach, wie Hausherr Horst Seehofer Heimat definiert, liest man:

„Unsere Heimatpolitik ist angesichts des rasanten Wandels unserer Lebensverhältnisse eine notwendige Gestaltungsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Die Menschen suchen Sicherheit und Orientierung. … Fragen der Identität und der Identifikation mit unserem Land sind heute wichtiger denn je“ (9).

Welche Reaktionen gäbe es wohl von Politik und Medien, wenn solche Sätze an prominenter Stelle auf der Homepage der AfD zu finden wären?

Viel wichtiger noch ist allerdings die Frage: Um welche Identität und Identifikation mit unserem Land geht es denn da, wenn diese auch und gerade in Krisenzeiten Sicherheit und Orientierung anbieten soll?

Dabei fällt auf: Der gesamten Projekt-Idee liegen bereits die falschen Annahmen zugrunde. So weiß man aus der Trauma-Forschung, beispielsweise durch den Münchner Traumaforscher Franz Ruppert: Identifikation ist eine ziemlich ungesunde Sache. Identität stellt und beantwortet die Frage „Wer bin ich?“. Wer ist Deutschland? Wer sind die Menschen in Deutschland? Was brauchen diese Menschen, um ein gesundes und gutes Leben zu führen? Wenn man fragt: Wer bin ich? identifiziert man sich nicht mit den Gedanken von anderen Menschen, zum Beispiel denen von Vater, Mutter, Medien oder Politikern.

Wenn dagegen Identifikation mit einem Land zu den politischen Zielen gehört, ist grundsätzlich Skepsis angesagt. Die Frage nach den eigentlichen Bedürfnissen der Menschen wird in dieser Haltung nicht gestellt. Identifikationen sind immer Illusionen und Kopfgeburten, also von dem abgekoppelt, was der Mensch wirklich braucht. Es kann nicht in die Freiheit führen. „smart cities“ sind ebenso eine Illusion, eine abstrakte Vorstellung davon, dass wir digital alle miteinander verbunden und glücklich sind. In der Psychologie nennt man das Pseudo-Autonomie. Wenn also Digitalisierung zur Identifikation angeboten und als Allheilmittel präsentiert wird, scheint es viel wahrscheinlicher, dass solche abstrakten Modelle wie „smart cities“ ebenfalls Angebote zur Identifikation sind. Sie führen eben gerade nicht in die Autonomie, sondern womöglich eher in die „smarte Diktatur“ (Welzer).

Es ist aus dieser Perspektive also durchaus wichtig, in Corona-Zeiten auch Soziologen und nicht allein Virologen, Mediziner oder Wirtschaftswissenschaftler als Experten zu Rate zu ziehen. Es ist wichtig, wissenschaftlich zu untersuchen, welche Folgen für die Autonomie des Menschen aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Konzepten entstehen. Wer an Wahrheit und echter Freiheit interessiert ist, sollte die grundsätzliche Frage stellen: „Was ist in einer Gesellschaft notwendig, damit möglichst alle Menschen ein gutes Leben führen können?“

Diese Frage schützt davor, sich mit den Gedanken von Menschen zu identifizieren, die man gar nicht kennt. Sie schützt außerdem vor Manipulation und führt in die Freiheit jedes einzelnen. Dazu wäre allerdings eine andere Perspektive notwendig, und dass man den Mut aufbringt, die vorhandenen eigenen Identifikationen zu durchschauen und aus ihnen auszusteigen.

Quellen:

  1. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/06/foerderaufruf-heimat-zwei-punkt-null.html;jsessionid=4507CA11A106362A881D3B0A61EB09A0.1_cid373
  2. https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/bule/initiativen/2020/heimat-2-0/01-start.html
  3. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html
  4. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/digitale-versorgung-gesetz.html
  5. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2019/01/jahresrueckblick-2018-bmi.html
  6. https://www.smart-cities-made-in.de/
  7. https://www.youtube.com/watch?v=-6PRBpS8ijE
  8. https://www.rubikon.news/artikel/utopien-sind-lebenswichtig
  9. https://www.bmi.bund.de/DE/themen/heimat-integration/heimat-integration-artikel.html
  10. https://futurzwei.org/trafo

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle:   Viktoriia Hnatiuk/ Shutterstock

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10 Kommentare zu: “Corona-News aus dem Heimatministerium: Die Förderinitiative Heimat 2.0 – Tagesdosis 13.6.2020

  1. Wenn man wissen möchte was wirkliche Freiheit ist, dann sollte man sich einmal an einen Waldrand, auf eine Wiese, an einen Fluss setzen und den Vögeln und Insekten zusehen – DAS nenne ich Freiheit! Vögel brauchen keinen Ausweis, sie haben keine Ampeln, keine Gesetzesbücher nach denen sie sich richten müssen. Keine Polizei die darauf achtet, dass sie einen Mund-und Nasenschutz tragen… sie kommen und gehen wann und wohin sie wollen und trotzdem kümmern sie sich um Nahrung, Wohnungraum etc. Sie müssen nciht ständig auf ihr Smartphone schauen, um nichts auf Instagram, WhatApp etc. zu verpassen… und wenn man einen Adler, Bussard, Milan beobachtet, dann weiß man auch, der hat die Übersicht…
    Nur der Mensch ist zu blöd ohne all dem einfach friedlich zusammen zu leben, nur der Mensch ist gierig, korrupt, hinterhältig und gemein… bis auf die wenigen Augenblicke, wo er wenigstens versucht, ein wirklicher Mensch, ein wirklich fühlendes Wesen zu sein…

    • Jupp sehe ich ganz ähnlich und frage mich manchmal was wohl einst in den Menschen gefahren ist sich selbst zu versklaven – da hängen wir heute mehr denn je drin – ohne es mehrheitlich überhaupt zu bemerken.

  2. Geld für Digitalisierung wäre schon gut. Wie wäre es denn mit einem heimischen digitalen Marktplatz, wo die Bevölkerung von den Standgebühren etwas abbekommt?
    Wie wäre es mit einem heimischen Videoportal, einer heimischen Suchmaschine?
    Das sind seit dem Altertum Dienste, die die Städte und Kommunen angeboten haben und ohne deren Einnahmen wohl kaum eine Stadt überdauern hätte können.

  3. "Heimat 2.0" – ist das die Vorbereitung für das "Unternehmen Barbarossa 2.0"?

    Digitale Demenz ist auch nicht besser, als ihr anaolges Pendant.
    Schon der philosophische Dichter, Flieger und Autor Antoine de Saint-Exupéry ('Der Kleine Prinz') hat in seinem Roman 'Nachtflug' sehr gut die Differenz zwischen *Mittel* und *Zweck* heraus gearbeitet. Er hat es an dem heute brandaktuellen Thema *Geld* getan. Es wird das Mittel, nämlich Geld verwechselt mit einem Ziel, zu dessen Verwirklichung Geld eigentlich organisatorisch genutzt werden sollte. Mittlerweile ist *Geld* zum Zweck verkommen, was man leicht an den ebenfalls verkommenen Subjekten erkennen kann, die diesen pervertierten Zweck des Geldes zum Absolutum und damit zum Absurden pervertiert haben.

    Das war allerdings schon immer das Plaisier der etwa 10% Soziopathen, die nach Psychologen-Meinung in jeder Gesellschaft vorhanden sind. Sie sind leicht zu finden, denn es das Bestreben eines jeden asozialen Arsc..äh.. Soziopathen immer an die Spitze einer Organisation zu gelangen -Chef-Vorsitzender-Präsident-Führer etc.pp.- dazu gesellt sich dann noch eine Rotte Psychopathen, die bei Bedarf für Spezial-Aufgaben eingesetzt werden kann. Die immer vorhandene, weit größere Masse an Opportunisten ist in vorauseilendem Gehorsam bemüht das 'wirtschaftliche' Treiben nach buchhalterischen Kriterien mit Impfdosen zu optimieren, wobei auch die Gesundheit von Krankenpflegern aus der Charité, oder auch Veterinären mit pharmazeutischen Aktien aus der 'Robert-Koch-Irrenanstalt' nicht vergessen wird. Selbstverständlich taucht das in der 'Kreditorenspalte' der Doppelten-Buchhaltung' auf, gleich neben dem unschönen, in der 'Debitorenspalte' notierten Ausgabenposten unseres Krankheitsphilisters mit Fernstudium für "Einmalmasken" (so heißen die Dinger, nicht Atemschmutzmasken) von schlappen 4,5Mrd€. Gern, weil ungefragt *gespendet* von Klaus&Erika Mustermanns Steuern (die Großktionäre und Billionaires zahlen ja KEINE). Von den "Provisionen" auf der Seidenstraße ist der Urlaub unserer ReGierungsmischpoche samt Flug mit VW-Airlines zu deren Standort auf den Kayman Islands jedenfalls schon mal gesichert; incl. der Daiqiris von Carmen(124-61-1010) am Strand in George-Town.

    DAS und vielleicht noch die Pensionen und Vortragshonorare bei den Finanzkanaillen, wie 'BläckRock' ist gemeint, wenn unsere Vasallen von *Heimat 2.0* lallen. Jedenfalls sind die offiziellen 187 Infizerierten (womit auch immer!) und der 1 (eine) Tote ("mit" Corona ertrunken) keine Gefahr, von der sich Buchhalter mit Fernstudium abschrecken lassen. Das haben sie gelernt von einem sauerländischen 'Cum-Ex-Bierdeckel', dessen (Ex?)-Arbeitgeber jetzt schon die EU berät in Sachen Finanzen …

    … Fuck The EU.

  4. Danke Frau Borowy,
    mit Ihren Artikeln suchen Sie oftmals die richtigen Rosinen heraus. Dinge, die so keiner auf dem Schirm hat und die aber eben auch "mal ebenso!" ganz neben bei passieren und kaum einer regisitriert es.
    Danke für diese Rosinenpickerei, 😉

    wohingegen die Rosine selbst ja nicht so schön ist (böse Zungen könnten es auch als Anschlag auf die soziale Daseinsfürsorge werten und das ist es zu Teilen auch!).

    Aber das Programm läuft schon länger, Seit 15-20 Jahren wird bereits im Bauwesen alles, was blinkt und hupt, digital mit Roboterarm daher kommt und was mit Automatisierung zu tun hat, wie Bolle gefördert, egal wie sinnvoll das ist, Hauptsache, irgendwie digital und bloß nicht abgehängt sein! Habe hier schon selbst Forschungsprojekte beantragt, im Rahmen meiner Arbeit an der Universität.
    Es ist ziemlich viel Unfug dabei, aber auch nicht Alles und letzten Endes haben wir die digitale Technik und müssen lernen damit umzugehen und diese als Werkzeug zu begreifen. Und das wird auch wohl in der Verwaltung so sein.

    Problem bei der Sache, so wie im Artikel wunderbar beschrieben, ist die Art und Weise, wie hier das Digitale von Oben einfach so kritiklos heruntergebetet und als Entwicklung beauftragt wird. Auf der einen Seite wird es als religiöses Heilsversprechen verkauft oder
    Mensch stellt, sich ganz doof und interpretiert es als "Ja kannste halt nix machen, iss so Naturereignis".

    Von Integration der analogen, realen und sozialen Welt oder Integration menschlicher Bedürfnisse und Fähigkeiten in die Entwicklung (könnte Mensch ja machen!), wird ja gar nicht erst gesprochen. Es besteht da noch nicht einmal oftmals der Versuch! Irgendwie kann Mensch da nur daran denken, Analoges, Reales, Soziales und Menschliches immer gleich komplett durch "digitales" zu ersetzen. Warum eigentlich?
    Faszination ist wohl auch dabei, aber es ist auch wohl ein Wahn, der komplett blind macht. Im Bauwesen hat es ganze 15 Jahre gedauert, bis Mensch hier endlich aufgewacht ist und festgestellt hat "nur" digital is einfach Scheiße. (bitte um Nachsicht für diese Verkürzte Darstellungsweise, aber Mensch könnte da ne ganze Tagesdosis zu schreiben).
    In den 1950/60er Jahren, war ja das Programm:"Wir bauen jetzt eine Auto gerechte Stadt, lasst uns die Stadtkerne niedermetzeln" auch sone Fehlprojektion in eine wunderbare Zukunft, die wir heute als Vergangenheit eigentlich nur bedauern.

    Letztmalig wurde die Einsicht, dass "nur" digital und automatisiert, auch doof ist, erfreulicher Weise festgestellt, auf einem Kongress der Forschungsinitiative "zukunftBau", einem Unterressor des BMI, im Dezember letzten Jahres: https://www.zukunftbau.de/service/dossiers/2019/zukunft-bau-kongress-2019/rueckblick/. Hatte dort selber teilgenommen, im alten Bonner Plenalsaal.

    Also erstmal gleich alles falsch machen, um dann nach 10/15 Jahren zur Einsicht zu gelangen, dass es vielleicht doch nicht so dolle ist. Glaube, das sollten wir uns im sozialen und administrativen bereich und in der Bildung gar nicht erst antun. Wieviel abgestumpfte "Digitalleichen" un danaloge soziale Wüsten und desert lands braucht es da?!
    wollen wir uns das wirklich antun!!
    (War da nichmal auch was mit Atomkraft und so? Gleich Bruzeln und dann, hat da jemand Probleme mit Müll! Nee nicht wirklich, oder vielleicht doch!?)

    Forschungsrichtungen, auf die sich Mensch einigt und für die Förder (Steuer-)gelder verteilt werden, gehören in die breite Öffentlichkeit und müssen eigentlich auch in der Öffenlichkeit viel mehr diskutiert werden!!

    Nicht nur das hier ohne breite Öffentlchkeit Gelder in falsch projektierte Forschungsrichtungen geschüttet werden.
    Es ist ja auch so, dass die Universitäten, dass händeringend sofort aufnehmen und sich dafür bewerben, ziemlich kritiklos, weil es geht um´s Drittmittelmanagement und -finanzierung.
    Inhalte spielen keine Rolle. Die Insititute sind darauf angewiesen. Die Forschungsprojekte werden von Studentischen Hilfkräften und wissenschaftlichen Mitarbeitern bearbeitet, oftmals schließen sich hier Bachelor-, Master- und Studienarbeiten an, oder es wird ein ganzes Promotionsthema daraus generiert.
    Was will ich damit sagen: Die kaputten Ideen, werden – gleich einem Schneeballsystem – in die Gesellschaft und in die Köpfe getragen und zwar langfristig, weil die Projekte laufen meistens über ein/zwei Jahre. Und in diesem Falle auch noch ganiert mit dem bescheuerten Heilsversprechen auf Heimat! Aber gut, wenn der Bürger es so braucht!?

    Deswegen, es ist einen ziemlich perfide Rosine, die Frau Borowy, da herausgepickt hat. Da müssen wir höllisch aufpassen und mit allen Möglichkeiten gegensteuern.

    Es gibt keine digitalen Gottheiten!
    Lassen wir uns nicht zu digitalen Marionetten degradieren.

    Bleiben wir stark!

    🙂

    • Das was da jetzt laufen soll und oben in dem Artikel beschrieben, könnte Mensch auch als digitale militäre Auf- und Umrüstung der Gesellschaft sehen. Die gesamt Bevölkerung wird eingezogen, zum Dienst. Alles um im Kampf gegen China gerüstet zu sein!

      Wir bauen an einer digital- militanten Gesellschaft:

      ""Mit 'Heimat 2.0' unterstützen wir kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure beim Einsatz digitaler Technologien und
      *Aufbau militärischer Strukturen und Kontrolleinrichtungen*.
      Wir wollen damit nicht nur den Zugang zu Bildung, Gesundheit und Pflege, sondern auch die Effizienz der öffentlichen Verwaltung
      *und unserer Planungs- und Organisationsstrukturen*
      verbessern, damit die Lebensqualität der Menschen in den Regionen spürbar zunimmt
      *und wir sie bestens militärisch unter Kontrolle haben.*
      Ob es sich dabei um die Entwicklung einer neuen App oder die Anpassung einer bestehenden Anwendung handelt – entscheidend ist, dass bei allen Vorhaben eine digitale Lösung dazu beiträgt, die Lebensverhältnisse von Menschen konkret zu verbessern
      *und diese an ein zentralgesteuertes digitales Netz anzuschliessen.*""

      ziemlich gruselig der Gedanke

      ;-(

    • Dass alles, was digitale, oder doch zumindest hydraulisch bewegte 'arme Beine' hat, gut und sinnvoll ist, will ich gerne bestätigen. 'Alles', was Menschen von unnützer, blödsinniger und stumpsinniger Arbeit befreit, ist positiv und höchst willkommen. Leider verwenden die mächtigen Paten der Industrie all diese Verbesserungen lediglich dazu, noch mehr von Demselben zu produzieren, so, wie es in der Mafia eben üblich ist. Der Begriff Produktivität wird zum Synonym für Ausbeutung und Sklaverei 2.0. Es endet zwangsläufig in Lohndumping, Leiharbeit, Arbeitslosigkeit und Hartzismus, denn die Förderung der individuellen Gier und damit verbunden die Förderung von "Neid" (Florida-Rolf, Faule Südländer), der alle, die dem Drang nach mehr-Mehr-MEHR folgen, gegeneinander hetzt, ist voll im Sinne der plutokratischen Paten. Politisch befeuert durch die Kanaille der 'Chicago-Boys', die den Neoneoliberalismus im Auftrag eben dieser Plutokraten seit Ende der 1970er Jahre gnadenlos durchziehen.

      Die einfachere, für *alle* Menschen sinnvolle und nützliche Weg wäre gewesen Arbeitszeiten in der Industrie massiv zu verkürzen (15 Std/Woche genügt vollauf), bei vollem Lohnausgleich, versteht sich. Aber das von den 'Chicago-Boys' um Paul Wolfowitz&Co.KG Ltd. wieder entdeckte Spiel "Divide et Impera" hat so gut geklappt, damals an 9/11 in Chile, dass man es weiterentwickelt hat und an 9/11 im 'Land-Of-The-Free' erfolgreich(!!) wiederholt hat; so erfolgreich, dass damit alle Länder mit Ölreserven mittels 'Divide et Impera' beherrscht werden, oder mit Krieg und Plünderung überzogen werden, wie man sehr gut an der Finanzierung des Militärisch-Industriellen-Komplex sieht; und am in der UN-Charte verbotenen WirtschaftsKRIEG gegen Länder, wie Jemen, Syrien, Iran, Irak, Venezuela, etc.pp. Sogar mit Fracking werden die Grundwasserversorgungen ganzer Regionen zerstört – weltweit! Dass den Mädels aus dem 'Land-Of-The-Free' das völlig egal ist, zeigt schon die Tatsache, dass sie sich nicht scheuen diesen Scheißdreck auch mit der US-Bevölkerung durch zu exerzieren. Fast hätte ich geschrieben "mit der eigenen Bevölkerung, im eigenen Land". Das ist aber Blödsinn, denn die Plutokraten sind ja global; sind international und mittlerweile sogar universal, wie man an den geplanten zigtausend Bots am Himmel sehen kann, die einer der stolzen $ollar-Lords ohne Erlaubnis der Weltbevölkerung zwischen den sich selbst ins Nirwana befördernden Islamisten hindurch katapultiert.

      Allerdings haben die senildebilen Greis*innen nicht mit der Kraft des "Neulands Intelnett" gerechnet. Sie werden über Kurz oder Lang in eben der Urne enden, in der sie immer die witzlosen Zettelchen sammeln (die Parteisoldaten nennen das Wahlen), um ihre Herrschaft zu bestätigen.

      Es wird Zeit für einen universellen, globalen, internationalen 14.Juli, einen "Bastille-Tag". Irgendwo in Marseille steht noch eine der alten, humanen Maschinen des französischen Arztes Joseph-Ignace Guillotin herum. Die Baupläne dazu lassen sich in modernen Zeiten des Neulands Intelnett sehr schnell bis Manaus und die Fidschi-Inseln verbreiten …

      … en avant.

  5. "Heimat ist dort, wo es wichtig und richtig ist, das es mich gibt"

    Es sind, in meiner Wahrnehmung, die immer neuen Verwandlungen des alten Wahnsinns. :-I

    Die technologische Entwicklung schädigt das biologische Leben mehr, als es dem Leben nutzt.
    Das gilt für alle Forschungsbereiche. Wir brauchen ein Produkthaftungsgesetz.

    Schon die mechanische Revolution hat massive Schäden in der Umwelt verursacht, abgesehen von den Kriegen zur Kontrolle und Zugang zu Öl. Microplastik überall, ein Loch in der Atmosphäre, der Klimawandel, das ist das Erbe der mechanischen Revolution.

    Durch die Vision des Alon Musk wird der Planet bald, vom Weltraum aus, wie ein verschrumpelter Apfel, der zu lange in der Mikrowelle gelegen hat, aussehen.

    Das Kollektiv sollte sich hüten, einer Führung zu folgen, die wenig Wert auf den öffentlichen Diskurs legt.

    Ich denke für ein gutes, würdevolles Leben braucht es Zugang und Teilhabe an folgenden Ressourcen:

    Saubere Luft, sauberes Wasser, giftfreie Nahrung, Kleidung, Wohnung und soziale Bildung.

    Dafür arbeiten wir alle zusammen. Blöd, das es weder saubere Luft etc. schon gibt und die Regierung klare Vorgaben in der Landwirtschaft immer wieder verhindert, womit die Regierungspolitik, das Volk schädigt.

    Das wär ein Leben, ähnlich dem der "Superreichen", frei, selbst bestimmt und zusätzlich sozial verträglich und fürsorglich.

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