Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 14 | Von Jochen Mitschka (Podcast)

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Nach „Lernen vom Untersuchungsausschuss Schweinegrippe“ (1), dem Thema „Die Lage der Menschen in Pflegeheimen“ (2), einer Berichterstattung über die Zustände in Bergamo (3) folgte: „Der Drosten-Test, die Immunität und die zweite Welle“ (4). Nach der Anhörung über „Die Lage der kleinen Unternehmer und Selbständigen“ (5) nun der 3. und letzte Teil der Sitzung 6 (6), bei der es um die Lage der Kinder geht.

Zu Beginn der Sitzung verlas Frau Viviane Fischer Texte aus Zuschriften, welche davon berichteten, wie bei Kindern Panik und Wut auf „unsoziale Menschen“ verbreitet wurden, welche „andere töten wollten„, indem sie sich nicht an die Regierungsauflagen hielten. Die Berichte gingen bis zu körperlichen Angriffen wegen Nichttragen einer Maske im Freien.

„Eltern stehen auf“

Als nächstes kam Frau Tina Romdhani von der Bürgerinitiative „Eltern stehen auf“ zu Wort, die sich speziell gegen diese Art der Indoktrination der Kinder, wie in der Einleitung von Frau Fischer erklärt, wendet. In der Initiative haben sich seit Mai über 10.000 Mitglieder organisiert (7). Die Initiative setzt sich ein für Maskenfreiheit für Kinder und freie Impfentscheidung, also gegen Impfzwang.

Frau Romdhani berichtete dann, wie die Erfahrung mit den eigenen Kindern (Kopfschmerzen, Übelkeit wegen Maske, Wunsch nicht mehr zur Schule zu gehen) sie dazu gebracht hätte, Teil der Bewegung zu werden. Sie berichtete dann von dem Druck, der durch die Schulleitungen auf die Eltern ausgeübt wird, wenn diese es wagen, die Hygienekonzepte zu hinterfragen.

Sie berichtete dann von Fällen, in denen Kinder trotz Maskenbefreiung gezwungen wurden, Masken zu tragen, und von Aussagen in schulischen Texten, die massivsten Druck, selbst bei Grundschulkindern ausüben … „wenn ihr euch nicht an die Regeln haltet, lassen wir euch abholen„.

Kinder mit Befreiung können laut Aussage vom Schulamt Karlsruhe wohl im kommenden Schuljahr nicht mehr die Schule besuchen„. Das wäre eine ungeheure Strafe für diese Kinder, erklärte Frau Romdhani, und fügte hinzu, dass diese Aussage erst auf explizite Nachfrage einer Mutter erfolgte. Und man möge sich vorstellen, was dieses Verhalten bedeutet hätte, wenn bei Beginn des Schuljahres, die Kinder einfach nach Hause geschickt worden wären, ohne dass die Eltern sich darauf hätten vorbereiten können.

Sie berichtete dann von den Symptomen, welche bei Kindern beobachtet wurden. Von Übelkeit und Erbrechen, mit erhöhter Temperatur und „wirrem Reden im Schlaf“ wurde berichtet. Es wäre schwer, den Kindern dann Verständnis „für die andere Seite“ beizubringen, für die Seite, die Zwang ausüben würde, es wäre schwer ihnen zu erklären, dass sie einfach aus Angst so reagieren würden.

Sie berichtete dann von einem Fall, in dem die Eingewöhnungszeit für Kindergartenkinder von Wochen auf Tage reduziert worden wäre. Dabei sollte die Eingewöhnungszeit nicht verkürzt, sondern in besonderen Fällen sogar verlängert werden.

Frau Romdhani arbeitet als Gebärdendolmetscherin und berichtete auch von besonderen Problemen bei Menschen mit Hörproblemen, welchen das Verstehen durch das Maskentragen zusätzlich erschwert wird. Ganz besonders wenn es Kinder mit eingeschränkter Hörfähigkeit sind.

Kinder würden Strafarbeiten auferlegt bekommen, wenn sie die Hygieneregeln hinterfragen. Die Frage alleine wäre schon ein Vergehen. Sie berichtete dann von dem Druck, der auf den Eltern laste, die oft „nebenbei“ noch arbeiten.

Dann erwähnte sie die Absurdität, dass die Kinder außerhalb der Schule auf den Spiel- und Bolzplätzen klassenübergreifend und ohne Masken miteinander spielen würden. Die befürchtete Durchmischung, die in den Schulen mit großem Druck verhindert wird, wäre außerhalb der Schulen längst passiert. Und das, ohne dass dies eine Auswirkung auf die Infektionszahlen gehabt hätte. Trotzdem sollen die Kinder nun in der Schule Maske tragen und Abstand halten. Die Kinder würden das selbst als absurd erkennen und es wäre schwierig für die Eltern, dies zu erklären.

In Baden-Württemberg wäre bereits über mehrere Fälle von kindlicher Isolation berichtet worden. Die Kinder hätten nicht nur unter häuslicher Quarantäne gelitten, sondern häuslicher Isolation, was bedeute, dass ein Kontakt innerhalb der Familie vermieden werde. Kontakte sind nur mit Maske und Schutzmitteln erlaubt, Verlassen der Wohnung nur bei Gefahr für „Leib und Leben„. Das Gesundheitsamt könne jederzeit in die Wohnung eindringen, und den Eltern würden bei Zuwiderhandlung die Einweisung in geschlossene Anstalten und Haftstrafen von zwei Jahren angedroht werden. Dabei wäre ein Testergebnis unerheblich, sondern die Maßnahmen würden für vierzehn Tage durchgesetzt werden.

Ihrer Meinung nach sind die ganzen Maßnahmen darauf ausgerichtet, den Kindern beizubringen, Maßnahmen zu akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen, sich unterzuordnen. Damit würde auch das eigene Gefühl der Kinder, ganz bewusst „gekappt„. Ein Kind hätte ein Gefühl dafür, was richtig und was falsch ist. Dieses Gefühl würde eingedämmt und beschädigt werden.

Sie berichtete dann von den Folgen, die auch nach der Maskenpflicht zu beobachten waren. Da gäbe es „Mädchen, die sammeln Masken wie sie früher Sticker gesammelt haben„, manche finden es „cool“ mit Maske rum zu laufen. Andere wiederum fühlten sich dadurch irritiert und werden verstört.

Ein Kind berichtete, dass die Beziehung zu Klassenlehrern, die vor Corona durchaus eine von Vertrauen geprägte Beziehung war, sich nun geändert hätte. Der Schaden durch die Corona-Maßnahmen wären längst entstanden.

Frau Romdhani berichtete, dass sie in einem Fall Strafanzeige gestellt hätte. Als sie dann auf dem Polizeirevier nachfragte, hätte man gefragt, was denn passiert wäre, und die Polizistin hätte dann gesagt: „aber Sie dürfen ja nicht vergessen, wir haben ja Corona!

Sie berichtete dann von einem Fall, in der eine Studentin, die eine Maskenbefreiung hatte, vom Unterricht ausgeschlossen wurde. Die Antidiskriminierungsstelle hätte ihr Recht gegeben, aber dann gesagt: „Aber wir haben ja Corona!“

Dr. Hoffmann erklärte seine Verwunderung darüber, wie mit Kindern und Eltern umgegangen wird. Das Grundgesetz stelle die Familie unter den besonderen Schutz des Staates, und im Grundgesetz wäre keine Einschränkung enthalten „außer bei Corona„.

Frau Romdhani wies darauf hin, dass es eine offizielle Mitteilung gäbe, dass auf von ihr entworfene Briefe mit der Bitte um Informationen von den Schulen nicht mehr geantwortet werden würde. Eltern die weiter versuchten Informationen zu erhalten, würden „von Pontius zu Pilatus geschickt„. Jeder der angesprochen wurde, verweise wieder auf einen Anderen, wie man aus dem Beispiel der angesprochenen Landtagsabgeordneten vor der Abstimmung über die Schulmaske hätte erleben können.

Als gute Entwicklung könne man jedoch feststellen, dass sich eine nationale und internationale Vernetzung des Widerstandes ausbilden würde, und zum Beispiel die Klagepaten hervorragende Arbeit leisten würden, die Eltern mit Problemen wegen der Maskenpflicht zu unterstützen.

Als Beispiele für die täglichen Probleme berichtete Frau Romdhani von Kindern, die ihre Maske auf dem Weg zur Schule verloren hatten, und nicht eine Not-Maske von der Schule erhielten, damit sie am Unterricht teilnehmen konnten, sondern vor der Schule darauf warten mussten, bis ihre Eltern sie abholten. Grundschüler erhielten Schönschriftaufgaben „Ich soll eine Maske tragen„, „ich soll Abstand halten„, oder „andere Menschen können krank werden„. In Bayern gäbe es Beispiele im Mathematikunterricht, in denen ausgerechnet werde, wie viel Prozent einer Gruppe eine Corona-Infektion erleiden könnten.

Bis heute gäbe es Jugendämter, die keine Beratung mehr ausüben würden. Viele Beratungsstellen hätten nur einen Telefonservice. Und Sie als Gebärdensprachdolmetscherin weist auf die Ausgrenzung von Behinderten in diesem Zusammenhang hin.

Im Grunde, so Dr. Füllmich, würde die Organisation „Eltern stehen auf“ die Aufgaben übernehmen, welche der Staat nicht mehr ausfüllt. Es gibt kein staatliches Forum, in dem Kinder und Eltern sich über die Sorgen wegen der Corona-Maßnahmen austauschen können und beraten würden. In solchen Fällen würde immer gesagt „das ist eben wegen Corona„.

Sie berichtete dann, dass Lehrer, welche versuchen zu remonstrieren, und ausgleichend zu wirken, meist stark ausgegrenzt würden. Im Endeffekt würden sie für das Wohl der Kinder ihren Arbeitsplatz aufs Spiel setzen, was man gar nicht hoch genug würdigen kann.

Frau Sternbeck wies darauf hin, dass es verschiedene Möglichkeiten gäbe, mit einer Bedrohung umzugehen. Eine nennt sich „die Identifikation mit dem Aggressor„. Als Beispiel berichtete sie, dass Kinder, die misshandelt wurden, als Erwachsene selbst dazu neigen, die eigenen Kinder zu misshandeln. Es wäre ein unbewusster Prozess, mit dem sie versuchen, die Situation zu überwinden. Sie sieht in der Überidentifikation mit dem „Corona-Helden„, der durch die Maske andere schützt, oder durch die „Maske als Modeartikel“ diesen Prozess ebenfalls aktiviert. Genau dies würde durch die Industrie kommerzialisiert und normalisiert, indem Puppen mit Masken angeboten werden und Masken genau für diese Zielgruppe produziert werden.

Frau Sternbeck befürchtet, dass Kinder die langfristig unter diese Abstands- und Maskenpflicht gestellt werden, den natürlichen Bezug zum eigenen Urteilsvermögen verlieren, und zu Menschen werden, die den Bezug zu sich selbst verloren haben, und dann schwere psychische Störungen auf Dauer erleiden. Natürlich wäre das immer abhängig von den Rahmenbedingungen, unter denen die Kinder aufwachsen, insbesondere abhängig vom Verhalten der Eltern.

Dr. Füllmich wies darauf hin, dass in der Vergangenheit noch nie die Diskussion über Regierungsentscheidungen unterdrückt wurden, so wie jetzt in der derzeitigen Krise der Regierungsmaßnahmen. Er persönlich hätte eine solche Feindseligkeit gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen wie in Deutschland in den USA nicht erlebt.

Frau Sternbeck erzählte dann von einem Jugendlichen, der aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht befreit war, der sich auch auf die Verordnung in Baden-Württemberg berufen hatte, von drei Busfahrern aber nicht mitgenommen wurde. Einer der Busfahrer wäre sogar ausgestiegen und hatte gedroht ihn zu schlagen.

Sie selbst wäre in der Bäckerei von einer Mutter angesprochen worden, dass sie ihre Arbeit mit den Schulen absolut ablehnen würde. Daraufhin hätte sie geantwortet, dass deren und ihre Kinder doch ganz normal miteinander spielen würden, warum dann in der Schule plötzlich andere Regeln gelten müssten. Worauf die Kontrahentin „wutentbrannt“ aus der Bäckerei gelaufen wäre. Sie frage sich, ob in der Zwischenzeit die Angst vor dem gesellschaftlichen Druck größer wäre als die Angst vor dem Virus.

Frau Romdhani, die längere Zeit im Ausland gelebt hatte, bemerkte, dass sie schon früher festgestellt hätte, dass Deutsche zögerlich damit sind, bestimmte Fragen zu stellen. Und sie meinte, dass diese Krise jetzt genau diese Eigenschaften noch stärker in den Vordergrund gerückt hätte.

Dr. Hoffmann wies darauf hin, dass im Rahmen der Maskendiskussion der Schutz von Minderheiten vollkommen weggefallen wäre. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen könne, würde als „Maskenmuffel“ im einfachen Fall angesehen, aber oft als jemand, der „andere anstecken wolle„, der „asozial“ wäre, der „will andere Leute umbringen„, „was fällt dem ein„. Ein Kind hätte ja noch gar nicht die Möglichkeit, die ein Erwachsener durch Sozialisierung und Selbstbewusstsein erhalten hätte, dieser gesellschaftlichen Stigmatisierung etwas entgegen zu setzen.

Dr. Füllmich fragte noch einmal explizit, ob in Deutschland das Harmoniebedürfnis und die Feindseligkeit gegen Andersdenkende nach Einschätzung von Frau Romdhani größer als im Ausland wäre. Sie wies darauf hin, dass sie viele Jahre in Tunesien gelebt hätte, da wäre es ähnlich gewesen. Was sie aber aus anderen europäischen Ländern, insbesondere im Norden, hören würde, ginge man dort entspannter mit Nonkonformisten um. Nach einer kurzen Erklärung, wie Kinder und Mütter auf behinderte Menschen reagieren sagte sie: „Wir Deutsche tun uns schon schwer mit Anderssein„.

Frau Sternbeck wies darauf hin, dass in der Gesellschaft, die Entwertung von Kritikern der Regierungsmaßnahmen immer drastischere Formen annähme. Für solche Menschen würde ein neues Menschenbild geschaffen. Es wird von „nackten Gesichtern“ gesprochen, als ob es unanständig wäre, ohne Gesichtsbedeckung zu sein.

Dr. Hoffmann fragte, dann, ob bekannt wäre, dass Kinder durch die Unsicherheit und den Zwang öfter Aggression oder Autoaggression entwickeln würden. Dazu gab es aber nur Einzelberichte, keine generelle Untersuchung von den Eingeladenen. Frau Romdhani berichtete von ihrem jüngeren Sohn, dass der nach der Schule nun voller Spannungen „geladen“ kommen würde, was früher nicht der Fall gewesen wäre. Und sie berichtete, dass in anderen Familien besonders kleine Kinder auch ausrasten würden, schreien, Streit suchten, und nicht immer die Eltern in der Lage wären, damit umzugehen.

Ausblick:

Im nächsten Teil, wird die Zusammenfassung des Berichts über Nutzen oder Schaden der Mund-Nasen-Masken folgen.

Quellen:

(1) https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-1-von-jochen-mitschka/ und https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-2-von-jochen-mitschka/

(2) https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-3-von-jochen-mitschka/ und https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-4-von-jochen-mitschka/

(3) Zusammenfassung Teil 5: https://kenfm.de/corona-untersuchungsausschuss-teil-5-von-jochen-mitschka/ Video: https://corona-ausschuss.de/sitzung3/

(4) https://corona-ausschuss.de/sitzung4/

(5) https://corona-ausschuss.de/sitzung5/

(6) https://corona-ausschuss.de/sitzung6/

(7) https://t.me/ElternInitiative

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: OvalMedia

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